Beiträge von Alopex Lagopus

    MELLIIIIIIIIII 8o8o8o8o8o Hab dich vermisst, schön, dass du wieder hier bist! Hat ja auch ewig gedauert!

    „Alle Bäume lassen die Blätter hängen, aber der da sieht wirklich krank aus. Siehst du nicht die schwarzen Schlieren in der Rinde und die schwarzen Blätter in der Krone? Ich glaube, das sollten wir uns genauer ansehen.“
    „Gembries, wir haben mit Verlaub andere Sorgen als einen kranken Baum.“

    Dieser Moment, wenn sich der Zwerg mehr für einen Baum interessiert als ein Elb :rofl:

    Auch wenn er kein Wort verstand, tröpfelten die Laute wie Säure in seine Seele.

    Schöner Vergleich :thumbsup:


    Es wird etwas dauern, bis ich in die Geschichte zurückfinde. Da sind viele vage Erinnerungen, aber das Paar Gembries Alastair könnte ich nicht vergessen, die sind super :rofl: Die Szene war schon ein wenig strange, wie Alastair Gembries bereits tot sieht und dieser nur sich nur sorglos von einer Alse aussaugen lässt xD Aber seine Idee war super, so hat der Wald wieder Kraft bekommen. Noch ein paar Zwergenenergiedrinks mehr und die Feen finden vielleicht auch wieder zu alter Stärke xD

    @kalkwiese Hey, vielen Dank für die ganzen Kommentare und die Anmerkungen :D Musste echt bei einigen Sachen ziemlich Lachen - was gerade mit den verfluchten Schmerzen echt guttut xD


    @ElFuxo Yay, du bist meinem Ruf gefolgt :panik:


    :hi2: und willkommen bei uns im Forum ^^ Wir machen das Forum fuchsiger :fox:


    Hab Spaß und leb dich gut ein ^^


    LG, Alo :fox:


    EDIT: Oh, halt, ähm, warte. Du bist ein anderer Fuchs. Du warst schon Mitglied, bevor ich das Forum empfohlen habe. Okay, dann wird es bei Gelegenheit wohl noch fuchsiger xD Anyway, schön dich kennenzulernen :fox:

    @Miss Missy Osu! Willkommen im Forum :fox:


    Schüchternheit kenne ich auch, tritt der mal in den Hintern, fühlt sich gut an, versprochen ^^ Hier wird dir keiner den Kopf abreißen, also trau dich einfach, wenn du so weit bist. Kannst ja erstmal bei anderen hier lesen und kommentieren, so kommt man auch ins Gespräch ^^


    Anyway, hab Spaß und leb dich gut ein ^^


    LG Alo :fox:

    40) Niemand hört auf den, der was gesehen hat


    Natürlich werdet ihr auf Euren Reisen vielen Menschen begegnen und durch viele verschiedene Orte reisen. Wie wir dank Gesetz 23 wissen, wartet in jedem noch so kleinen Dorf irgendeine schöne Überraschung auf Euch. Ich hatte da das Beispiel mit dem Drachen angeführt, der die Tochter des Bürgermeisters entführt.
    Tja, aber es gibt Fälle, da ist das alles nicht so einfach.
    Natürlich ist einen Drachen erlegen einfach. Der Drache terrorisiert die Einwohner, Ihr gebt ihm eins auf den Deckel und dann ist Ruhe im Karton.
    Nein, ich spreche jetzt von Fällen, die nicht auf anhieb zu durchschauen sind. Stellt Euch vor, Ihr kommt in ein Dorf und die Leute sind dort alle reserviert und misstrauisch, weichen ängstlich in ihre Häuser zurück und überdies nicht sehr gesellig. In der Taverne erfahrt Ihr, dass plötzlich Leute verschwinden und tot aufgefunden werden. Na, was macht ihr dann?
    Nein, die Antwort ist nicht, Proviant einkaufen und ins nächste Dorf reisen! Ihr müsst das ganze natürlich aufklären und für Frieden und Ordnung sorgen! Und das macht den Fall schwer, weil Ihr zunächst gar nicht wisst, was eigentlich abläuft.
    Nun, weiter im Text. In dem Dorf gibt es einen schrulligen Alten. Jedes Dorf hat einen davon, ohne den ist es kein Dorf, sondern nur die Imitation eines solchen. Jedenfalls berichtet der davon, dass er ein riesiges Ungeheuer nahe der Kapelle gesehen hat. Natürlich glaubt diesem Spinner niemand. Und hier kommt das Gesetz ins Spiel: Er hat recht. Immer!
    Und mit diesem Gesetz verwandelt sich alles in einfache Fälle. Wenn Ihr nicht wisst, was um Euch herum geschieht, sucht die Person, die die haarsträubenste oder fantastische Geschichte erzählt und der niemand glaubt, denn diese Person hat immer Recht. Selbst, wenn sie behauptet, sie hätte einen netten Busfahrer, einen pünktlichen Zug, einen ehrlichen Herrscher oder das fliegende Spaghettimonster gesehen.
    Glaubt Ihr einfach. Sonst wäre sie nicht da.
    Dies gilt natürlich nicht nur für Dörfer und Ungeheuer. Auch wenn Euch jemand zuflüstert, er habe die vom Volk geliebte und barmherzige Rechte Hand des Königs mit einer zwielichtigen Gestalt in einer dunklen Gasse gesehen - macht Euch darauf gefasst, dass der König stirbt.
    Nein, das könnt ihr nicht verhindern, indem ihr den gleichen Unsinn wie die Person, der niemand glaubt, erzählt, das glaubt Euch auch niemand, weil ihr nur der Held seid.
    Aber wenn Ihr es versucht, kann ich Euch an dieser Stelle Trost zusprechen. Am Ende könnt Ihr immer den dramatischen Satz „Ich hatte Euch gewarnt, aber Ihr wolltet nicht hören“ bringen. Er wird Euch nur nicht beliebter machen.

    @Jennagon und @Chaos Rising herzlichen Glückwunsch zum verdientem Sieg :beer: eure Geschichte ist klasse, auch wenn ich gerade nicht up to date bin (irgendwann war ich einfach abgehängt) hat mir sehr gefallen, was ich gelesen hab :)


    Auch vielen Dank an die Juroren @Klimbim, @TiKa444, @Unor, @Asni und @Rael für das Lesen dieser vielen Geschichten - die teilweise echt nicht kurz sind - und für das Feedback schreiben für die Teilnehmer. Ist wirklich ein super award geworden, danke dafür :)

    Ich hab mich zwar schon vor einer Weile abgemeldet, aber ich melde mich jetzt nochmal für mindestens ein halbes Jahr ab. Ab morgen bin ich nicht mehr in Deutschland, sondern in Japan. Ich werde hier immer mal reinschauen, aber Lesen und schreiben werde ich wohl erstmal nichts. Vielleicht einen Blog über die Reise - mal schauen.
    Bei allen Geschichten wo ich aktuell dran bin - irgendwann kommt das Lesefieber wieder und dann hole ich alles in wenigen Tagen auf ^^ So war das bisher immer bei mir :fox:


    Bis dahin erstmal - wünsche euch eine tolle Zeit ^^


    PS: Ich falle dann vermutlich fürs nächste Off-Treffen raus ... :/

    39) Der Held muss allen helfen


    Wenn Ihr denkt, es sei schlimm genug, dass Ihr die Bösen Buben nicht abstechen dürft, dann wartet, bis ich dieses Gesetz ausgeführt habe!

    Zum Heldsein gehört nämlich auch, Gutes zu tun. Und das schließt ein, allen zu helfen, die Hilfe benötigen. Wenn Ihr also eine alte Frau seht, die sich mit einem zu schweren Einkauf abplagt, dann nehmt Ihr ihr die Sachen ab und tragt sie für sie nach Hause. Das gehört sich so! Und ja, Ihr macht das auch dann, wenn Ihr gerade eigentlich in Eile seid und nur noch drei Minuten habt, bevor Lord Finsterstein seine dunkle Beschwörung zur Weltherrschaft vollendet hat. Da spielt Gesetz 7, den Bösen Truppen unnötige Zeit verschaffen mit rein! In diesem Fall kommt es gut, wenn Ihr der alten Frau fast schon spielerisch nebenbei helft, das zeigt, wie toll Ihr seid. Wenn Ihr Zeit vertrödelt ... dann nimmt Euch das auch niemand krumm, ihr habt ja geholfen. Es ist sozusagen eine Generalentschuldigung für alles.
    Die Schattenseite ist jedoch: Ihr müsst das immer tun! Ihr hab gerade ein bisschen Geld verdient/gewonnen, dann wird Euren Weg ein kleiner Junge kreuzen, der seit Wochen nichts gegessen hat. Zack, dann ist das Geld wieder weg.
    Ihr wollt einen romantischen Abend mit Eurem weiblichen Sidekick verbringen, dann seht Ihr aber einen Mann, der bestohlen wurde. Natürlich sucht Ihr den Rest des Tages den Dieb!
    Die alte Dame braucht nicht nur Hilfe mit dem Einkauf, sie lädt Euch auch nach Hause ein, weil sie einsam ist und sich nach der intimen Gesellschaft dem gutaussehden Jüngling sehnt, der Ihr dank Gesetz 35 seid, dann ... bleibt einfach heldenhaft, in Ordnung?
    Natürlich werden Euch nicht so reinherzige und bedürftige Menschen ausnutzen, aber das darf Euch nicht davon abhalten, dieses Gesetz zu erfüllen! Wenn Ihr jemandem auf dem Leim gegangen seid, und trotzdem weiterhin anderen Menschen helft, steigert das Euren Heldenfaktor!
    Ja, es wird sogar von Euch erwartet, Fürst Finsterstein am Ende die Hand zu reichen, wenn er zum Beispiel von einer Klippe fällt und sich gerade noch am Rand festhalten konnte. Dann zieht Ihr ihn hoch, um zu zeigen, dass Ihr besser seid und Euch sein dramatischer Background doch irgendwo zu Tränen gerührt hat und Ihr Euch mit ihm verbunden fühlt. Dass er Euch dann übertölpelt und selbst die Klippe runter wirft, dürft Ihr ihm dann nicht krumm nehmen. Für Euch gilt ja Gesetz 4 die Rettung in letzter Sekunde. Wird schon ein riesiger Geier vorbeiflattern und Euch auffangen.

    Ich glaube, es ist mal an der Zeit, dass ich mich hier auf unbestimmte Zeit abmelde. Ich verfolge schon länger nicht mehr das aktive Forengeschehen. Immer, wenn ich mich abmelden will denke ich "ach, und dann fängst du doch wieder zu lesen an", aber irgendwie bleibt das diesmal aus. Vielleicht verschieben sich einfach meine Interessen :/

    @LadyK und @Kyelia vielen lieben Dank für eure Kommentare und Anmerkungen :)

    Ein schöner Teil. Gerade der Abschnitt mit Rostbart und Tia Handlung hat mir gefallen. Hat der alte Pirat das echt geplant, oder war es Zufall? Im Falle, dass er es geplant hat, ist er intelligenter, als er zuerst den Anschein gemacht hat. Ich mag ihn immer mehr

    Er hat das tatsächlich geplant ^^ Er ist vielleicht nicht der gebildeste, aber das heißt nicht, dass er nicht schlau wäre :spiteful:


    Gibt mal wieder einen neuen Teil. Ich weiß, hier geht´s gerade nur stockend weiter, dass ist der Arbeit an meiner Masterarbeit zuschulden, Gomenasai !



    Inzwischen überquerte auch Rostbarts Schlitten, gezogen von Wuschel, die Startlinie. Zu Argeis Glück schien der Ponwon selbst zu wissen, wo es langging, denn der Seemann stand immer noch unter den Auswirkungen der Purzeltour. Trotzdem war es einerlei, denn Wuschel hatte bisher noch auf keines von Argeis Kommandos reagiert.
    Jubel brandete ihm entgegen und der Kommentator rief seine Position durch. Argei erwachte aus seinem Delirium.
    „Waaaas!? Achter Platz?“, schrie er. „Ich hasse den achten Platz!“
    Ein Schatten löste sich und beinahe lautlos landete etwas auf dem zusätzlichen Paar Kufen des Schlittens.
    „Jim!“, rief Argei, als er den Leichtmatrosen erkannte. „Was hat das solange gedauert? Dank dir sind wir nur auf dem achten Platz! Jetzt komm da runter und hilf mir, diesen Schlitten anzuhalten!“
    „Das Rennen ist noch nicht vorbei. Es ist immer noch Zeit, aufzuholen.“
    „Schön“, rief Argei. „Aber nicht, wenn du wieder runterfällst. Jetzt schwing dein Sitzfleisch hier runter!“
    Jim reagierte nicht und erst jetzt bemerkte Argei den Unterschied in seiner Haltung. „Weiter nach rechts“, delegierte er ihn von oben über die Fahrbahn. „Zieh etwas rüber und überhole die Rikscha. Bring mich näher an meinen Erzfeind.“
    Argei verschluckte sich beinahe an seiner Zunge. Die Worte „Rikscha“ und „Erzfeind“ gaben genug Auskunft darüber, welcher Jim gerade in der Kapitänskajüte seines Kopfes das Sagen hatte. Wortlos umklammerte der erste Maat die Zügel und versuchte Wuschel nach rechts zu lenken. Mit Ji-im legte er sich nicht an. Auf gar keinen Fall!
    Glücklicherweise verstand der Ponwon den Wink und lenkte ein. Also zum Glück für den vor ihm fahrenden Fahrer. Argei zweifelte nicht daran, dass der Ponwon eventuell auf sein Gefährt gesprungen wäre. Sowieso schien das faule Zugtier allmählich Spaß an seinem Auslauf gefunden zu haben. Darauf deuteten jedenfalls seine freudigen Fiepser hin.
    Auch die Menge feierte Wuschel. Argei verstand es nicht genau, aber er meinte sie immer wieder im Chor rufen zu hören: „Rumkanone, Rumkanone, Rumkanone!“
    Jim war es, dem die Rufe irritierten.
    „Meinen die damit uns?“, fragte er.
    Argei brummte konzentriert. „Nur indirekt. Eigentlich meinen sie den Käpt´n. Der hat sich diesen ...“
    „Rostbart-dono!?“, erwiderte Jim und Zornesröte stieg in seinem Gesicht empor.
    Argei erkannte seinen Fehler sofort. „Nein, das ist in Ordnung, er ...“
    „Niemand nennt den ehrenwerten Rostbart-dono ungestraft eine Rumkanone!“
    „Jim, er ...“ Argei brach ab, da sein Untergebener bereits von den Kufen abgesprungen war. Ein Blick über seine Schulter bestätigte ihm nur, dass Jim bereits in der Menge untergetaucht war. Fluchend wandte er sich wieder der Fahrbahn zu. Das konnte nur Ärger bedeuten.


    ***


    Beim alljährlichen Schlittenrennen Schwalbenkacks stellten Unfälle keine Absonderheit dar. Im Gegenteil. Das Publikum erwartete dass man nachher irgendwo einen Fahrer von der Piste schaben musste. Was wäre es schließlich für ein Wettbewerb, wenn keine Verletzungsgefahr bestünde? Es hätte überhaupt keinen Wert mehr, sich Rennfahrer zu nennen.
    Dennoch bemühte sich die Organisation und die Stadt darum, die Sterberate gering zu halten. Auf der anderen Seite wäre es schließlich kaum lukrativ, wenn einem irgendwann die Rennfahrer ausgingen. Aus diesem Grund schloss die Stadt einen Vertrag mit Karlreich, in dem um eine verstärkte Präsenz von medizinischen Hilfskräften gebeten wurde, die man entlang der Strecke patroullieren ließ. In Schwalbenkack nannte man sie liebevoll die Knochenflicker. In Karlreich nannte man sie Medizinstudenten. Und das alljährliche Schlittenrennen war ihre Abschlussprüfung. Wieso auch eine gute Gelegenheit verschwenden? Dies sollte genügen, um ein ungefähres Bild von den Handelsbeziehungen zwischen dem Stadtstaat und dem angrenzenden Kaiserreich zu erhalten.
    Eine dieser Knochenflickerinnen besah sich gerade Livians Verletzung mit einem nervösen Blick. Hinter ihr stand ein älterer Mann, der kritisch über ihren Rücken äugte.
    Felia entging die Unsicherheit der jungen Frau, zählte für sie doch gerade nur, dass überhaupt jemand von den Knochenflicker sich ihres Freundes annehmen konnte. Gerade nach der Massenkarambolage an der Startlinie waren die meisten von ihnen in ähnlicher Stimmung wie ein Rudel Wölfe, welches die schmackhafte Beute gewittert hatte.
    „Es sieht aus, als sei er stranguliert worden“, stellte die Knochenflickerin fest. Hinter ihr kratzte der Stift des Mannes auf dem Klemmbrett herum, wodurch die Frau einen unruhigen Blick über ihre Schulter warf.
    Livian regte sich nicht. Mit leerem Blick starrte er an ihr vorbei in die Menge.
    „Wer hat ihm das angetan?“, fragte Felia besorgt. „Wird er wieder gesund? Geht es ihm gut?“
    Die junge Frau riskierte einmal mehr einen nervösen Schulterblick. „Für das wer ist meines Wissens nach die Wache verantwortlich. Soweit ich das beurteilen kann, hat er keine schwereren Schäden davon getragen. Gegen die Verletzung am Hals kann ich dir eine Wundsalbe geben.“ Ein Griff in ihre Tasche brachte eine flache Dose zum Vorschein. „Mehr kann ich nicht für ihn tun. Aber für ihn besteht keine Gefahr.“
    Felia atmete auf. Sie hatte schon Schlimmeres befürchtet. Sie nahm die Salbe entgegen und bedankte sich bei der Knochenflickerin für ihre Hilfe, bevor sie mit Livian im Schlepptau an einen etwas unbelebterem Ort verschwand.

    38) Das Ende des Antagonisten oder des Konflikts


    Ja, so sieht´s aus, viel mehr Auswahl als die in der Überschrift gegebene gibt es nicht. Der Antagonist muss einfach irgendwann entsorgt werden, nach seinem Verfallsdatum fängt er nämlich an, unschön zu riechen - besonders wenn Euer Widersacher ein Untoter ist. Obwohl ... er müffelt dann vermutlich die ganze Zeit. Gehört zum Image und so.
    Die einzige Möglichkeit, dieses Gesetz zu umgehen, ist es, von Gesetz 2 gebrauch zu machen und das Ende hinauszuzögern. Wenn der Antagonist einfach zu sympatisch ist, lässt sich das auch immer und immer und immer wieder wiederholen. Aber jetzt mal angenommen, Ihr seid wirklich der Held, den ich in Euch sehe, dann werdet Ihr den Schuft natürlich nicht entkommen lassen. Und da Ihr ihn auch nicht töten dürft, gibt es nur folgende Möglichkeiten, wie der Antagonist oder der Konflikt enden können:



    38a) Der Tod des Antagonisten



    Lord Finsterstein stirbt einfach trotzdem - allerdings nicht durch Euch! Ihr könnt Euch auf Euren Reisen ein paar durchgeknallte Sidekicks suchen, die das für Euch erledigen. Je weniger heldenhaft sie sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie den Bösen am Ende richten. Ansonsten kann das wie in Gesetz 37 schon erwähnt, auch ein wütender Mob tun, wenn ihr gerade dabei seid ...



    38b) Den Antagonisten ins Gefängnis werfen



    Ihr nehmt den Typen gefangen und sperrt ihn irgendwo weg, weil Ihr zu gütig seid, um ihn zu töten, Lord Finsterstein aber auch nicht frei auf seinem finsteren Berg in seinem finsteren Schloss in seinen finsteren Zimmern tun und lassen darf, was er will. Das wäre unverantwortlich. Also sperrt man ihn für den Rest seines Lebens in ein finsteres Loch - das ist kein großer Unterschied zu seinen sonstigen Gemächern. Dort darf er dann fernab von all dem Spaß, den das Leben bietet in Einsamkeit und der Ödnis der Langeweile versumpfen, bis er am Ende doch stirbt. Wirklich sehr gütig von Euch.
    Ihr solltet aber bedenken, dass diese Lösung oftmals noch einen Umweg über Gesetz 2 nimmt, weil Gesetz 8 beachtet wurde.
    Wieso fragt Ihr mich, was das im Klartext heißen soll!? Ich hab Euch diese Gesetze doch lang und breit erklärt! Wie, das könnt Ihr Euch nicht merken, weil Ihr unter dem Einfluss von Gesetz 23 steht? Na dann schlagt es nach!
    Nein, nachschlagen bedeutet, dass Ihr im Buch die vergangenen Kapitel lesen sollt, und nicht, dass ihr mir solange mit der Faust auf den Kopf haut, bis ich es sage. Und ... jetzt hört endlich auf, ich bin noch nicht fertig!



    38c) An das Gute im Antagonisten appellieren



    Ihr dringt tatsächlich verbal zu Lord Finsterstein durch, der das Land nur terrorisiert hat, weil seine Eltern ihn als Kind nicht lieb genug hatten. In dem Fall wird ihn die ganze Sinnlosigkeit und Grausamkeit seines Handelns bewusst und er fühlt erstmalig etwas wie Reue. Das ist zwar extrem unwahrscheinlich, weil die ganzen grausamen Taten bei ihm inzwischen jegliche Reue abgetötet haben werden, aber manchmal funktioniert es trotzdem. Ihr müsst nur genau den Kern seiner seelischen Störung treffen. Wird nur schwer sein, da der Psychiater ja in Gesetz 7 verstorben ist ...
    Naja, jedenfalls wird das Gewicht seiner Taten vermutlich zu groß für ihn sein, worauf er sehr wahrscheinlich Gesetz 5 anwenden wird. Obwohl ... wirklich opfern tut er sich nicht, er hat nichts wofür er sich opfern kann. Also begeht er wohl eher einfach Selbstmord.
    In den seltensten Fällen wird er tatsächlich zum Guten bekehrt und versucht anschließend seine Schuld zu sühnen, indem er die Kekse, die er Euch gestohlen hat, an Kinder in Waisenhäusern verteilt. In diesem Fall stirbt der Antagonist tatsächlich nicht - der Konflikt endet allerdings trotzdem.



    38d) Der Antagonist fällt im Kampf



    Passiert nur, wenn der Antagonist dumm ist und Gesetz 37 nicht ausnutzt. Die Wahrscheinlichkeit ist gering, der Vollständigkeit halber, führe ich es dennoch hier auf.



    38e) Der Antagonist fällt stylisch im Kampf



    Das passiert schon eher. In diesem Fall ist der Böse so verbohrt, dass ihm sein eigenes Leben egal ist und ihr praktisch gezwungen seid, ihn zu töten. Ihr dürft das, denn wahrscheinlich greift er Eure Freunde an und eigentlich verteidigt Ihr Euch deswegen nur. Möglich auch, dass durch Euer zögern schon einmal ein Freund den Tod fand und Ihr es jetzt nicht verantworten könnt, dass das nochmal passiert.
    Jedenfalls geht es hier nur darum, ihm Eure stärkste Attacke ins Gesicht zu werfen.
    Nein, Eure stärkste Attacke ist nicht die, wo ihr andere mit Wattebäuschchen bewerft, sondern die, wo ihr dieses „Kamel-Haarmehl-Ha!“ schreit ... oder wie auch immer Euer Kampfschrei nochmal lautete.
    Ihr müsst allerdings darauf achten, die Attacke erst zu machen, wenn ihr schon auf dem Boden liegt und halb tot seid. Seinen stärksten Angriff verwendet man niemals sofort!
    Ja, ich weiß, dass das keinen Sinn macht und man schnell und hart zuschlagen muss, weil man sonst selber Mus ist, aber auf Euch wirkt doch Gesetz 36. Ihr wollt Euch aber vorher nicht zu Brei schlagen lassen, weil das trotzdem weh tut!? Aber das müsste Ihr! Das gibt mehr Drama! Jeder der Euch sieht, weiß doch nichts von den Gesetzen. Es wird toll aussehen, wenn Ihr den Kampf im letzten Augenblick herumdreht, vertraut mir!
    Wenn Gesetz 30 zum Tragen kommt, solltet Ihr statt Eurer stärksten Attacke lieber das benutzen. Ansonsten hätte man das mächtige Artefakt/Wissen nämlich auch weglassen können und überflüssige Elemente haben in einer Heldensaga nichts zu suchen!
    Wenn Euch das alles aber dennoch zu brutal ist, könnt ihr auch auf Eure defensiven Kampftechniken vertrauen. Durchaus möglich, dass irgendein Zauber/Geschoss/Gesetz 9 von Euch abprallt, die tragende Säule des Raumes erwischt, woraufhin die Decke einstürzt und Lord Finsterstein unter sich begräbt. Sieht aber viel zu albern aus, also löst es anders!
    Zum Beispiel durch:



    38f) Besiegt den Antagonisten mit einem unerwarteten Kniff



    Wartet, halt, das hat hier nichts verloren! Unerwartete Kniffe und Lösungen verstehen die meisten doch gar nicht und machen viel zu viel Aufwand. Ich meinte natürlich:



    38g) Entziehe dem Antagonisten die Grundlage seiner Macht



    Jaaa, damit kann man schon eher etwas anfangen! Nimm Lord Finsterstein einfach seine Kraft und seinen Einfluss weg. Dann kann er nur noch dumm im Regen rumstehen und niemandem mehr schaden. Dafür müsst Ihr nur herausfinden, was ihn so mächtig macht. Vielleicht hilft auch hier Gesetz 30 wieder.
    Sind es seine Armeen, tötet oder bekehrt sie! Ist es Magie, nehmt ihm seinem Zauberstab weg! Sind es Informationen, lasst ihn nur lange genug RTL2 schauen dann verdummt er!



    Mit diesen Möglichkeiten solltet Ihr nun für den epischen Bosskampf gewappnet sein. Falls Euch eine andere Lösung einfällt, die hier nicht aufgelistet wurde, ist sie
    a) entweder nicht gut oder
    b) von mir gerade nicht erfasst und aufgelistet worden.



    Haltet Euch einfach an die Gesetze und denkt möglichst wenig selbst nach, dann wird schon alles glatt laufen!


    Jetzt aber weiter im Text:





    Geschickt sauste Lyells Schlitten durch die engen Kurven von Schwalbenkacks Innenstadt. Dieser Abschnitt der Strecke war der, in dem er am meisten punkten konnte. Andere Schlitten verloren hier an Geschwindigkeit, da die Kurven in sehr ungünstigen Winkeln verliefen. Nicht so seine Konstruktion, da er sich auf einen wendigen und leichten Bau und vier Huskys beschränkte. Die Tiere kannten die Strecke, Felia war sie immer aus Spaß mit ihnen abgelaufen, sie kannten das Gewicht des Schlittens und sie passten ihr Tempo perfekt an.
    „Gut so! Ihr macht das großartig, Mutschattschos!“, rief der Maskierte seinen Hunden zu, als sie sich zusammen in die nächste Kurve lehnten und dabei einen konkurrierenden Fahrer überholten, dessen weiße Wallache nun keine so gute Figur mehr machten wie noch zur Eröffnungsparade. Der Maskierte erinnerte sich nicht an den Namen des Fahrers, nur dass er irgendein schnöseliger Sohn aus gutem Hause war, der hier etwas zu beweisen versuchte. Seinem panischen Wimmern nach zu urteilen, war das Rennen wohl doch nicht so ganz nach seinem Geschmack.
    Er lachte vor Freude, als er die Ziellinie überquerte und in die zweite Runde eintrat. Er fühlte sich so lebendig wie selten zuvor in seinem Leben. Dieser feurige Rausch, der wie Lava durch seine Venen floss und sein Herz zum Glühen brachte, dieses ungehemmte Gefühl von Freiheit! Jubel brandete ihm von den Zuschauerplätzen entgegen, als sich sein Gefährt in die erste Kurve lehnte und er ließ es sich nicht nehmen, einer Gruppe junger Damen zuzuwinken, die das Spektakel von einem Balkon aus unter ihren Schwalbenschirmen beobachteten.
    Seine Ausgelassenheit erfuhr einen herben Dämpfer, als er eine böse Vorahnung verspürte. Ohne das Gefühl zu hinterfragen zog er an den Zügeln, um das Tempo seiner Schlittenhunde zu verlangsamen.
    Schon sauste sein gerade überholter Konkurrent an ihm vorbei. Der junge Schnösel ließ es sich nicht nehme, trotz seiner angespannten Haltung ein „Wohl doch nicht so schnell, was?“ loszuwerden, bevor er sich in die nächste Kurve lehnte. Er war nicht der einzige. Auch der bullige Schmied namens Veit Donnerkufe zog lachend an ihm vorbei.
    „Wraff!“, meldete sich Filius zu Wort, weil sie bereits zwei Plätze verloren hatten.
    „Pazienza, amico, pazienza“, erwiderte der Maskierte und legte sein Gewicht in die Kurve.


    ***


    Mit einer Mischung aus Argwohn und Bewunderung beobachtete Tia Handlung das Geschehen, welches sich gerade in der zweiten Kurve hinter der Ziellinie abspielte. Jim war es nicht nur gelungen, sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen, nein, er krempelte im wahrsten Sinne des Wortes das ganze Rennen um. Durch sein Eingreifen lenkte er den Schlitten des Fahrer PleaseDontFlameMe in die Spur von Mister Speed, wodurch diese mit lautem Krawall zusammenstießen. Als auch noch die Panzerbestie des Jaguars in das Chaos hineinstieß, war die Krambolage komplett.
    „Ihr Jim ist der wahre Emmwiepie des Rennens“, sagte sie andächtig.
    Rostbart wandte ihr sein struppiges Gesicht zu. „Der M wie was?“
    „Emmwiepie“, verdeutlichte die Ingenieurin ungeduldig. „Das sagt man drüben in Teatown zu Menschen, die im Mannschaftssport die beste Einzelleistung erbracht haben.“
    „M wie π“, wiederholte Rostbart das ungewöhnliche Fremdwort.
    Tia schüttelte nur den Kopf. „Eure Aussprache ist fürchterlich! Ihr sprecht es zu sehr wie ein Karlheimer aus.“ Ihre Augen folgten Jim, der sich vor dem Zusammenstoß mit einem Rückwärtssalto auf einer Straßenlaterne in Sicherheit gebracht hatte. „Viel wichtiger ... welche seiner Persönlichkeiten hält gerade das Steuer in der Hand?“
    Rostbarts Mundwinkel verzogen sich zu einem breiten Grinsen. „Haben Sie schon mal von dem Inselreich Nekosoya gehört?“
    Fräulein Handlung hob eine Braue. „Das wird doch hoffentlich jetzt nicht so ein Seemannsgarn wie das, was Sie da auf der Bühne von sich gegeben haben?“ Zweifelnd verschränkte sie die Arme vor ihrer nicht gerade flachen Brust.
    „Garr-harr-harr“, lachte Rostbart amüsiert. „Ob es existiert oder nicht spielt hier keine Rolle. Man sagt, auf Nekosoya gibt es legendäre Krieger. Meister der Tarnung, der Aufklärung und des gemeinen Meuchelmordes, den sogenannten Shinobi!“
    „Und diese Persönlichkeit glaubt, ein solcher Shinobi zu sein?“, reimte sich Tia den Rest der Geschichte zusammen.
    „Aye“, bestätigte Rostbart ihre Vermutung. „Normalerweise zeigt sie sich nicht – schließlich ist sie ein Shinobi, ein Meister der Tarnung, jemand der lieber im Verborgenen bleibt. Es ist zu schade. Wir wären nicht in diesem Kaff vor Anker, hätten wir freien Zugriff auf diese Persönlichkeit.“
    Fräulein Handlungs Blick verfinsterte sich. „Sie haben Jim absichtlich in diese Situation gebracht, um den Shinobi hervorzuholen!“
    Rostbart erwiderte nichts, doch die junge Frau meinte, ein verschlagenes Funkeln in seinen Augen zu sehen, bevor er sich wieder dem Geschehen auf der Fahrbahn zuwandte.
    Just in diesem Moment bog ein weiterer Schlitten um die Kurve. Die weißen Wallache des Fahrers scheuten und versuchten unkoordiniert zum Stillstand zu kommen, doch der rutschige Untergrund verspottete ihre Mühen. Mit einem leidvollen Krachen stieß er mit den anderen zusammen.
    „Wie heißt es so schön?“, kommentierte Wörlghast der Staubige an Tias Seite. „Immer langsam mit den jungen Pferden! Ahahaha ... ha ... ha ...“ Sein Niesen vereitelte einen Lachanfall.
    Tia Handlung ignorierte ihn und lenkte den Blick zurück auf die Fahrbahn. Der dem jungen Mann folgende Fahrer besaß bessere Reflexe und zudem einen kühlen Kopf. Gerade noch rechtzeitig schaffte er es, seine Zugtiere in ein Ausweichmanöver zu lenken. Doch die Geschwindigkeit ließ ihn dennoch mit einer Seite das auf der Fahrbahn liegende Chaos streifen. Fluchend verlor er die Kontrolle und kippte in die Strohbarrikade der nächsten Kurve. Er verlor an Geschwindigkeit, blieb aber im Rennen ... an zweiter Stelle!
    Hinter ihm passierte der nächste den Unfallort. Im Gegensatz zu den anderen fuhr er jedoch mit moderater Geschwindigkeit, wodurch er das Hindernis geschickt umfahren und grazil an die Spitze rauschen konnte.
    „Wahnsinn!“, konnte sie den Kommentator in sein Plärrhorn plärren hören. „Auch wenn Donnerkufe es gerade noch so geschafft hat, Der Maskierte hat die Situation gemeistert, als wäre es ein Kinderspiel! Mit seinen Schlittenhunden übernimmt er die Führung!“


    ***


    Felia merkte, wie sie die gegen ihren Willen angehaltenen Luft, erleichtert aus ihren Lungen strömen ließ. Noch etwas länger und sie wäre sicherlich ohnmächtig vom Dach gekippt – darauf deuteten die ersten Muskelkrämpfe in ihrer Brust hin.
    Auch wenn sie es sich nicht eingestehen wollte – sie hatte vorhin wirklich Angst um Lyell gehabt. Als sie gesehen hatte, wie die Schlitten in der Kurve zusammengekracht waren und die Tiere in Schmerz und Panik aufschrien, als der Kommentator seine Scherze über ein paar bleibende „blaue Flecke“ bei den Fahrern machte, da war etwas von dem Glanz des Schlittenrennens in den sprichwörtlichen Kot der eigenen Fahrbahn gefallen. Solange die Fahrer irgendwelche Menschen waren, konnte man sich hier echt amüsieren; sobald man einen der Fahrer aber persönlich kannte, wurde die ganze Angelegenheit plötzlich delikat.
    Klar ... sie war sauer auf Lyell. Aber die Aussicht, dass er bei diesem Rennen tatsächlich sterben könnte gefiel ihr überhaupt nicht. Trotz allem mochte sie den Bastler.
    Ein Geräusch hinter ihr lenkte sie von dem Geschehen auf der Fahrbahn ab.
    „Livian!“, erkannte sie den Jungen, der sich mühselig über den Rand des Daches zog. „Da bist du ja wieder. Auf der Strecke ist gerade echt was Schlimmes ...“ Sie unterbrach sich, als sie bemerkte, in welcher Kondition ihr Freund war. Eilig robbte sie in seine Richtung und reichte ihm die Hand, um ihn das letztes Stück nach oben zu ziehen.
    Keuchend blieb der Junge sitzen. „Ich hab das Fernglas“, sagte er, jedoch ohne die Spur eines Lächelns im Gesicht.
    „Vergiss das Fernglas!“ Besorgt legte sie ihm eine Hand auf die Stirn – sie glühte wie eine versehentlich angelassene Herdplatte. „Geht es dir gut? Was ist passiert?“
    Livian antwortete nicht sofort. Aus blinden Fenstern starrte er vor sich in die Leere hinein. Langsam schüttelte er den Kopf.
    Dabei fielen Felia die roten Würgemale an seinem Hals auf.
    „Bei Telduns Gnade!“, rief sie erschrocken. „Du bist doch nicht angegriffen worden? Livian, was ist passiert?“
    Endlich drehte der Junge den Kopf in ihre Richtung und sein Blick zentrierte sich wieder. „Ich ... ich weiß es nicht“, fanden die Worte langsam den Weg von seinem Kopf über die Zunge ins Freie.
    „Kannst du laufen?“
    Livian nickte vorsichtig.
    Auffordernd zog Felia an seinem Arm. „Dann komm mit! Ich bringe dich zu einem der Knochenflicker, die sie hier am Rand der Piste positioniert haben.“
    „Aber was ist mit dem Rennen?“
    „Ach, scheiß auf das Rennen! Deine Gesundheit steht jetzt an erster Stelle.“