Beiträge von kalkwiese

    Von Terry Pratchett Der fünfte Elefant. Das bezieht sich natürlich auf die vier Elefanten, die auf dem Rücken der Sternenschildkröte Groß A'Tuin die Scheibenwelt tragen. Der fünfte Elefant ist laut Legenden in einer Gegend abgestürzt, die sich Überwald nennt, und in der es deswegen nun reiche Ressourcen gibt, beispielsweise an Gold. (In einem gigantschen Elefanten müssen ja die Nerven immer noch Signale übermitteln, darum sind sie natürlich aus einem gut leidenten Material, ist ja klar.) Ich bin so bei der Hälfte des Buches und der fünfte Elefant ist immer noch Folklore, auf die kaum Bezug genommen wird. Mal sehen, wann das Buch auf seinen Titel zurück kommt.

    Worum geht's? Kommandeur Sam Mumm wird nach Überwald geschickt, um bei der Krönung des Unteren Königs (des Herrschers der Zwerge) als Botschafter von Ankh-Morpork Diplomaten-Dinge zu tun. Dazu hat er natürlich keine Lust, aber was will er machen? Es zeichnet sich jedenfalls ab, dass es unter den Zwergen Unruhen gibt. In Überwald sind die nämlich sehr orthodox und traditionell, während die Zwerge in Ankh-Morpork eher progressiv sind. Sie geben beispielsweise zu, dass es weibliche Zwerge gibt UND diese tragen auch Röcke aus Leder und schminken sich, wenn sie Lust darauf haben. Schande! Da werden Stimmen laut, dass Zwerke aus Ankh-Morpork nicht wahlberechtigt sein sollten. Nun ist Ankh-Morpork aber die größte Zwergenstadt der Welt, so ganz nebenbei ...

    Man sieht, da ballen sich wieder die politischen und sozialen Themen. Und da habe ich Hauptmann Karotte und Feldwebel Angua, die parallel mit den Werwölfen zu tun haben, noch gar nicht erwähnt. Es macht jedenfalls wieder sehr viel Spaß. :D

    Beendet. Also, der fünfte Elefant bleibt ein Symbol. Wie im Zitat hier erwähnt, ist er eine mythische Gestalt, deren Kollision mit der Erde die reichen Bodenschätze von Überwald erklärt, unter anderem die Gold und Fettvorkommen. Da Ankh-Morpork sich sehr für das Fett interessiert, ist es nicht schwer, eine Parallele zu Großbritannien und einem Land mit Erdöl zu sehen; Mumm soll als Diplomat nämlich unter anderem die Versorgung der Stadt mit Fett sicherstellen.

    Nach 27 Scheibenweltromanen, die ich bisher gelesen habe, ist die Neuheit von vielem sicherlich abgeklungen. Wer dieses Buch als eines seiner ersten aus der Reihe liest, wird vielleicht von einigen Gags kalt erwischt und hat noch diesen Bonus beim Lesen. Für mich war das Leseerlebnis wieder sehr schön. Sicher mache ich keine Luftsprünge, denn irgendwie sind Einfach Göttlich (Small Gods) oder Hohle Köpfe (Feet of Clay) nochmal eine andere Hausnummer in Pratchetts Schaffen. Was mich glücklich gemacht hat war, dass Anguas Verwandtschaft in Überwald endlich näher beleuchtet wurde, denn vorige Bände haben diesen Bereich nur angedeutet und dass dieses Thema einmal wichtig sein würde. Sie hätte gerne mehr vorkommen dürfen, denn Angua ist sicher eine der interessantesten Figuren, die Pratchett erschaffen hat.

    Was mir auch wieder auffällt, ist dieses grundlegend andere Lesegefühl, wenn ich ein Buch über die Stadtwache lese. Sam Mumm und seinen Leuten folge ich einfach sehr gerne, durch alle fünf Bücher dieser Sub-Serie.

    Ich fand's in der englischen Uebersetzung (mein Italienisch ist da bei weitem nicht ausreichend :( ) eigentlich ganz lesenswert. Klar - es gehen viele Dinge unter, aber wenn Du nicht grade den politischen Kontext der Zeit hast, gehen auch ganz viele Anspielungen ins Leere...

    Weißt du zufällig noch, welche englische Übersetzung du gelesen hast? Es gibt da ja verschiedenes, ob es jetzt in Prosa ist, ob man das Reimschema zu imitieren versucht, ob es einen guten Anmerkungsapparat gibt usw.

    Thorsten Interessant, du scheinst zu dem Buch anders zu stehen, als die Leute, von denen ich bisher mitbekommen habe. Da ist der Tenor in etwa, dass der große Punkt - der akademische Betrieb ist die Hölle - sehr früh gemacht wird und dass das Buch sonst wenig anderes zu bieten hat. Der Plot plätschert dann wohl langsam aus :hmm: Deine Eindrücke machen das Buch wieder interessanter für mich. Kuangs Bücher klingen vom Konzept her nämlich immer ziemlich spannend. Als meine Freundin Katabasis gelesen hat, hat das jedenfalls mein Interesse geweckt, mal Dante zu lesen. Ich habe bei meinen Recherchen zu Übersetzungen aber schnell gesehen, dass die Göttliche Komödie ihre ganz eigene Hölle hat, nämlich eine der Unübersetzbarkeit. Na ja. Mal sehen. Wohl eher nicht so bald xD

    Bei mir wartet jedenfalls Babel, dass irgendwer in einer wunderschönen Ausgabe der Büchergilde in einen offenen Bücherschrank gestellt hat. Unglaublich!

    Von Terry Pratchett Der fünfte Elefant. Das bezieht sich natürlich auf die vier Elefanten, die auf dem Rücken der Sternenschildkröte Groß A'Tuin die Scheibenwelt tragen. Der fünfte Elefant ist laut Legenden in einer Gegend abgestürzt, die sich Überwald nennt, und in der es deswegen nun reiche Ressourcen gibt, beispielsweise an Gold. (In einem gigantschen Elefanten müssen ja die Nerven immer noch Signale übermitteln, darum sind sie natürlich aus einem gut leidenten Material, ist ja klar.) Ich bin so bei der Hälfte des Buches und der fünfte Elefant ist immer noch Folklore, auf die kaum Bezug genommen wird. Mal sehen, wann das Buch auf seinen Titel zurück kommt.

    Worum geht's? Kommandeur Sam Mumm wird nach Überwald geschickt, um bei der Krönung des Unteren Königs (des Herrschers der Zwerge) als Botschafter von Ankh-Morpork Diplomaten-Dinge zu tun. Dazu hat er natürlich keine Lust, aber was will er machen? Es zeichnet sich jedenfalls ab, dass es unter den Zwergen Unruhen gibt. In Überwald sind die nämlich sehr orthodox und traditionell, während die Zwerge in Ankh-Morpork eher progressiv sind. Sie geben beispielsweise zu, dass es weibliche Zwerge gibt UND diese tragen auch Röcke aus Leder und schminken sich, wenn sie Lust darauf haben. Schande! Da werden Stimmen laut, dass Zwerke aus Ankh-Morpork nicht wahlberechtigt sein sollten. Nun ist Ankh-Morpork aber die größte Zwergenstadt der Welt, so ganz nebenbei ...

    Man sieht, da ballen sich wieder die politischen und sozialen Themen. Und da habe ich Hauptmann Karotte und Feldwebel Angua, die parallel mit den Werwölfen zu tun haben, noch gar nicht erwähnt. Es macht jedenfalls wieder sehr viel Spaß. :D

    Vonne Endlichkait von Günter Grass.

    Ein Gedichtband und das letzte Buch, an dem er gearbeitet hat. Da setzt er sich natürlich mit seinem Ende auseinander, was ein guter, ruhiger Abschluss für mein Grass-Projekt ist. Ein netter Nebeneffekt ist auch, dass ich nach so vielen reimlosen, ungebundenen Gedichten die strengeren Formen definitiv mehr zu schätzen weiß. Grass nehme ich ab, dass es wirklich Gedichte sind, aber das liegt an der dichten Schreibe, den vielen sprachlichen Mitteln.

    Ob die Gedichte jetzt besonders gut waren oder nicht, das sei mal dahingestellt, das weiß ich gar nicht zu beurteilen. Darauf kam es bei dem Buch auch nicht an. Teilweise hat es mich sehr berührt.

    Aber kann ich es empfehlen? Teilweise muss man die Person Grass ein bisschen kennen, um mit den Gedichten etwas anfangen zu können. Da ist er sich treu geblieben, ob man das nun gut findet oder nicht.

    Der Valentinstagsfilm (mit billiger Pizza und Dosen-Spezi) war Eraserhead von David Lynch.

    Die Vorgabe war, dass ich einen Horrorfilm aussuchen sollte, vorzugsweise einen älteren. David Lynch war mir als Name bekannt, aber ich wusste nicht, was uns da erwartet. Die Kunst-Film-Erfahrung war perfekt: Ohne deutsche Synchronisation, aber mit Untertitel, in Schwarz-Weiß, absurde und kakfa-ähnliche Szenen (ohne Bürokratie, aber mit dem Slapstick), alles artsy und merkwürdig, aber irgendwie kann man dem doch ganz gut folgen. Ein verstörender Film, und ich war froh, den nicht alleine zu gucken, sondern diskutieren zu können.

    Diese Art von Film muss gut sein, damit er noch anschaubar ist. Ein kleines bisschen schlechter und es wäre ein unverständlicher Haufen Mist. So war es aber eine krasse Erfahrung. Das brauche ich nicht jedes Mal, ganz und gar nicht. Aber ich hatte den Horror tiefer sitzen als bei einem normalen Horrorfilm. Dabei würde ich sagen, dass Eraserhead irgendwie in kein Genre so richtig passen will. :hmm:

    Ich könnte den Plot in zwei Zeilen zusammenfassen, aber vielleicht geht man da besser unbefangen rein.

    Ja, eine Empfehlung, aber wisset, dass das nicht spaßig wird. ^^'

    Ruhig Blut! von Terry Pratchett. Das ist Teil der Hexen-Reihe um Oma Wetterwachs. Der König von Lancre lädt die Fürsten der umliegenden Länder zu sich ein, weil er modern sein will. Dabei lässt er nicht die Vampire aus Überwald aus und ... die Hexen müssen das mal wieder ausbaden. :D Der Graf droht Lancre zu übernehmen und die Menschen zu laufenden Blutbeuteln zu degradieren ... Wie Oma Wetterwachs es nennt: Böse ist es, wenn man Menschen wie Dinge behandelt.

    Ich mag die Hexen, Oma Wetterwachs ist eine tolle Figur und Agnes Nitt mit ihrer zweiten Persönlichkeit Perdita ist auch sehr unterhaltsam. Der Roman versammelt alle möglichen Vampir-Klischees und zieht sie durch den Kakao, beispielsweise dadurch, dass sich die Vampire aus Überwald gegen Licht, Weihwasser, Knoblauch und religiöse Symbole abgehärtet haben. So langsam erkenne ich für mich, dass ich die Genre-Parodien aber eher nett finde und mich die sozialen und politischen Themen in den Büchern um die Stadtwache einfach mehr ansprechen. Pratchett bleibt aber natürlich Pratchett, dem macht so schnell keiner etwas vor, wenn es um gut gesetzten Humor geht. Er arbeitet mit viel Subtext, da wird eigentlich nie etwas übererklärt, und das macht die Bücher erst so schön. :D Für Fans ist das was, für Neueinsteiger würde ich eher auf Helle Barden, Einfach Göttlich oder Die Volle Wahrheit verweisen.

    Habe in letzter Zeit wieder etwas Anime gesehen.

    Fire Force ist von den Leuten, die auch Soul Eater gemacht haben. Entsprechend ist der Zeichenstil der Selling Point, der ist cool. Aber vieles an diesem Anime ist auch einfach ... nicht besonders gut. Die Dialoge sind oft sehr unnatürlich, der Humor holt mich nicht richtig ab und die Story wird zunehmend wirrer, je größer die Momente sein sollen. Man könnte jetzt sagen, dass ich es dann besser abbrechen sollte, aber ... ich mag das Ding schon irgendwie. Außerdem bin ich der Ansicht, dass es auch gut ist, sich mit Büchern, Filmen und Serien zu beschäftigen, die man nicht gut gemacht findet, solange man dabei etwas für sich mitnehmen kann. ^^ Mal sehen. Vielleicht habe ich irgendwann aber doch genug.

    My Hero Academia hat mich mal zu einer Zeit abgeholt, als ich das Shonen-Genre für mich schon abgeschrieben hatte. Die 7. Staffel, die ich gerade sehe, holt mich aber kaum mehr so ab, wie die ersten Staffeln. Alle möglichen Figuren müssen immer wieder in Rückblenden und via Voiceover ihre Motivation wiederholen. Es wird viel geredet, übererklärt und so richtig natürlich sind die Dialoge auch nicht immer, da erzählen mir zu viele Figuren zu oft, was sie eigentlich alle schon wissen. Es ist schade, denn es ist ja die vorletzte Staffel. Die Ziellinie ist fast erreicht, da macht MHA doch hoffentlich nicht schlapp? :hmm:

    Dann wollen wir mal :)

    Wie schreibt ihr? (Rotwein und Kerzenschein?)

    An meinem Schreibtisch.

    Wenn ich alleine bin, Musik je nach Stimmung. Wenn aber, dann instrumental oder so, dass der Gesang sich mir nicht zu sehr aufdrängt. Das wäre dann besonders sphärische oder harte Musik, Hauptsache die Refrains laden nicht zu sehr zum Mitsingen ein. Keine deutschen Texte.

    Wenn noch jemand im Raum sein sollte, dann immer mit Musik und Kopfhörern, um mich gedanklich zu isolieren.

    Im Moment am Laptop, aber ich habe auch immer mal Phasen, wo ich mit Stift und Papier schreibe.

    Das Smartphone ist am besten am anderen Ende des Raums oder in einem anderen Zimmer.

    Wann schreibt ihr? (Nachts?)

    Im Moment abends, wenn andere Dinge erledigt sind. Am besten jeden Tag, um nicht den Bezug zum Text zu verlieren.

    Wenn ich überarbeite, dann lieber an Texten, die schon eine Weile rumliegen. Die Distanz ist dann hilfreich.

    Bereitet ihr euch auf das Schreiben explizit vor? Falls ja; Wie?

    Ich schaue mir meine Notizen für das aktuelle Kapitel an, lese die letzten paar Absätze nochmal und dann geht es direkt weiter.

    Ich experimentiere im Moment mit verschiedenen Methoden, sowohl einen Plot zu konstruieren als auch einen Plot festzuhalten. Gerade finde ich Tabellen dafür nützlich, wie in z.B. Microsoft Excel.


    Ich hoffe, davon war etwas hilfreich. Viel Erfolg. :D

    Die Känguru-Apokryphen. Jetzt habe ich alles mal wieder aufgefrischt. Die Apokryphen sind sowas wie Bonusmaterial, das während der drei vorigen Teile spielt und willkürlich angeordnet ist. Rote Fäden gibt es in Form von Runnig Gags. In gewisser Weise hat der Band damit die Unbeschwertheit des des ersten. :) Man weiß, was man bekommt, würde ich sagen, es gibt nicht so viele Überraschungen, aber eben auch einige meiner Lieblingsepisoden.

    Band 3, Die Känguru-Offenbarung. Den fand ich immer ein bisschen schwächer, aber dieses Mal fand ich es ähnlich gut wie die beiden Vorgänger. Dieses Mal kommt es - neben den üblichen Episoden - zu einer Reise um die Welt, um den bösen Gegenspieler des kommunistischen, Schnapspralinen liebenden Kängurus aufzuhalten: den kapitalistischen, Teewurst liebenden Pinguin. Das ist natürlich wieder alles reichlich absurd, es gibt eine Vielzahl von Literaturanspielungen für die, die solche Schnitzeljagden mögen, und zum Ende hin kommen nochmal viele Figuren und Gags zurück. Also ein sehr stimmiges Finale. :) Fans haben Spaß, Zweifler bleiben welche.

    Auf zu Band 4, die Apokryphen!

    Ich hatte bei deiner Antwort sofort auch den Bezug zu "Interview mit einem Vampir". Das, was du aktuell liest, kenne ich bislang noch nicht. Englisch ist nicht gerade meine Stärke.

    Ja, ne? Dabei ist es ja irgendwie umgedreht: Ein Vampir interviewt/verhört einen Vampirjäger (oder so).

    Das ist auch ganz schön am Forum - hier habe ich auch schon die ein oder andere Sache kennengelernt, die ich später dann selber gelesen habe. :) Theoretisch gibt es das meiste auch in deutscher Übersetzung, wobei der Buchmarkt schnelllebig geworden ist. Die Übersetzungen sind auch schnell vergriffen, wenn es nicht der große Erfolg war. :hmm: Na ja, ich lese auch gerne auf Deutsch, aber mein Englisch profitiert auch gut davon, im Original zu lesen :thinking:

    Nach "Reaper's Gale" bin ich nun mit "Toll the Hounds" beim 8. Buch der Serie "Spiel der Götter" bzw. "The Malazan Book of the Fallen" von Steven Erikson angekommen. Ich hab das Gefühl, dass ich da seit zwei Jahren dran lese... es sind aber auch einfach immer dicke Wälzer ^^

    Ich schrecke vor so langen Reihen noch zurück, denn dann liest man ja kaum noch was anderes. ^^ Andererseits entfalten sie in der Länge ja erst ihre Wucht :hmm:


    Gestern hat der Buddy-Read mit einem Kumpel gestartet. Wir lesen Empire of the Vampire von Jay Kristoff.

    Es geht in einem rotzigen Ton los. In einer Art Vorrede spricht ein verbitterter Ich-Erzähler in rotzigem Ton von seinem verlorenen Glauben und dem Bösen in der Welt, gegen das Gott nichts unternimmt. Welcher Gott das ist, wird hoffentlich noch erklärt.

    Dann kommt ein richtiges Kapitel mit dem Titel "Sunset". Vor 27 Jahren wurde die Sonne verdunkelt. Seither herrschen (wohl) die Vampire über die Welt. Der Protagonist ist Gabriel, der letzte "silversaint", der den Kaiser der Vampire getötet hat und jetzt auf seine Hinrichtung wartet. Vor seinem Ende soll dem Historiker (auch ein Vampir) noch seine Geschichte erzählen, die dieser übernatürlich schnell niederschreiben kann. Gabriel will nicht, aber der Vampir nutzt seine Drogenabhängigkeit aus ...

    Der Rest des Buchs wird dann also von Gabriel erzählt. Ich nehme an, dass dieser Stil sowohl Interview With The Vampire von Anne Rice und The Name of the Wind von Patrick Rothfuss Tribut zollen soll - diesen Kniff finde ich auch ziemlich attraktiv muss ich sagen. Es ist mit ein Grund, warum ich das Buch lesen wollte. Wahrscheinlich gebe ich mir dieses Jahr auch die beiden genannten Bücher zum Vergleich. :hmm:

    Es verspricht jedenfalls eine düstere Reise mit ziemlich miesen Leuten zu werden, und darauf habe ich Bock.

    Und wie kann er einen Drachen kennen, wenn die 100 Jahre schlafen nachdem sie einen Tag aktiv waren? Jeder Drache mit dem er in seiner Jugend trainiert haben kann, muesste noch gut ueber 80 Jahre Tiefschlaf vor sich haben...

    Das fand ich auch sehr ärgerlich, weil es so offensichtlicher Unsinn ist.

    Ich denke, ich hatte mich zu dem Zeitpunkt, als ich bei diesem Buch ankam, daran gewöhnt, dass die "Romane" über Elric eigentlich Novellensammlungen sind. "Während die Gotter lachen" fand ich auch ganz stark. Weil es aber Teil von "Der Zauber des Weißen Wolfes" ist, war es für mich eher eine Episode in einem Roman, der eigentlich keiner war. Mein Gefühl für den inhaltlichen Zusammenhang war dann wohl langsam erodiert, denn es passierte in meinem Empfinden ja dauernd plötzlich Neues aus dem Nichts. :hmm:

    Dass Elric eher passiv neben den anderen Figuren steht, ist mir damals auch aufgefallen. Es ging dann irgendwie eher um die Rose oder den Dichter als um ihn.

    Während ich das hier so tippe, frage ich mich, wo mein positiver Eindruck eigentlich herkam. Hm. Keine Ahnung. Wenn ich die Elric-Saga nochmal lesen sollte, würde ich mich wahrscheinlich auf die sechs relevanten Bücher beschränken.

    Moorcock scheint mir jedenfalls in diesem Novellenformat ganz stark zu sein. Die "Romane" fand ich meistens eher künstlich zusammengeleimt.

    Die Känguru-Chroniken von Marc-Uwe Kling. Es ist schon eine Weile her, dass ich die gehört habe. Da im März ja ein neues Buch kommen wird, ballere ich jetzt Stück für Stück nochmal die Hörbücher durch. Man merkt den Kurzgeschichten (und/oder Sketchen?) an, dass sie von 2009 sind; soll heißen, dass sie langsam etwas anstauben, vor allem durch die veränderte Medienlandschaft. Witzig sind sie immer noch und einiges ist ja auch ziemlich universell oder nach wie vor aktuell. Dass es hier noch keinen roten Faden gibt, hat irgendwie auch seinen Charme. War schön. Jetzt geht es direkt weiter mit Band 2. :)

    Band 2, Das Känguru-Manifest. Jetzt erst werden einige wichtige Figuren eingeführt: Herta, Friedrich-Wilhelm, Otto-Von, Krapotke, Gott. Von einem richtigen Plot mag ich nicht sprechen, aber es gibt schon mehr einen roten Faden, der sich durch die Episoden zieht und zum Ende hin auch einen Spannungshöhepunkt. Vielleicht gefällt es mir besser als der erste Teil. :hmm: Auf zu Band 3.

    Die Traumwelten sind eigentlich nicht anders als die Ebenen des Multiversums, die Moorcock sonst beschreibt, Elric trifft Gefaehrten wie das sonst halt auch passiert, er besteht Abenteuer die nicht so anders sind, es gibt Ungeheuer und Kaempfe - irgendwie fehlt mir irgendwas, was das alles besonders machen wuerde, es wirkt wie yet another eternal champion Buch - das gar nicht so viel von Elric hat. Schlimmer noch, ich finde Elrics Charakter in dem Buch nicht besonders getroffen, nun ist er mal 100% der Gute.

    Warum Moorcock den Wunsch hatte, das Elric hinzuzufuegen, verstehe ich nicht so recht - fuer meine Begriffe ist die Geschichte schwach und traegt nichts richtig neues zum Zyklus bei :(

    Den Eindruck teile ich. In meinem Sammelband ist das die zweite Geschichte und ich habe mich dadurch fragen müssen, ob ich das wirklich weiterlesen möchte. Gerade die Mitte, in der sie durch die Traumebenen wandern, fand ich fade umgesetzt, wobei die Ideen natürlich cool waren. Zum Glück haben die folgenden Bände für mich gehabt. :hmm: Ich mochte den anderen späteren Band "Die Rache der Rose" deutlich lieber.

    Die Känguru-Chroniken von Marc-Uwe Kling. Es ist schon eine Weile her, dass ich die gehört habe. Da im März ja ein neues Buch kommen wird, ballere ich jetzt Stück für Stück nochmal die Hörbücher durch. Man merkt den Kurzgeschichten (und/oder Sketchen?) an, dass sie von 2009 sind; soll heißen, dass sie langsam etwas anstauben, vor allem durch die veränderte Medienlandschaft. Witzig sind sie immer noch und einiges ist ja auch ziemlich universell oder nach wie vor aktuell. Dass es hier noch keinen roten Faden gibt, hat irgendwie auch seinen Charme. War schön. Jetzt geht es direkt weiter mit Band 2. :)

    Naja, und das ist auch meiner bescheidenen Meinung nach der schwaechste Scheibenwelt-Band ueberhaupt. Der Sinn scheint zu sein, Rincewind populaere Australien-Klischees erleben zu lassen und ihn so irgendwie zur Summe aller Nationalhelden zu machen, aber darueber hinaus vermisste ich bei diesem Buch jede Form eines Konzepts. :(

    Das kann gut sein. Ich habe Der Zauberhut (Sourcery) und Eric auch als nicht sehr gut in Erinnerung. Und generell empfehle ich, Die Farbe der Magie und Das Licht der Fantasie zu überspringen ... Ja, ich mag Rincewinds Romane wirklich nicht xD Aber ich erkenne bei denen, wie du sagst, schon eher die Konzepte und kann sie auf dieser Ebene wertschätzen. Atomkrieg, Faust-Parodie und ... na gut, die ersten beiden Bände sind zu lange her, die habe ich nur als parodistischen Klamauk abgespeichert. :hmm:

    P.S. Wenn das wirklich der schwächste ist, dann bleiben nur noch bessere übrig. Und das ist doch was Schönes :D