Ohrenbetäubender Lärm erfüllte die Luft, als der Stein des Tores über den Platz kratzte.
Ich habe erstmal überlegt, das für ein Stein da warum am Tor hängen sollte. Aber das Tor besteht aus Stein, das ist der Punkt, oder? xD Ich stand da auf dem Schlauch.
Es klang wie der Schrei eines wilden Tieres. Eines großen Tieres. Das nur darauf wartete, sie zu zerfleischen.
Ich will mich mit Anmerkungen zur Sprache ja zurückhalten, darum das hier nur kurz, weil es mir in allen möglichen modernen Büchern auffällt. Bei unvollständigen Sätzen rollen sich mir die Zehnägel hoch, aber das ist natürlich mein Problem und mein Ästhetikempfinden. Mir wäre nur wichtig, dass dir bewusst ist, dass du solche fragmentarischen Sätze benutzt und dass du sie bewusst verwendest.
Im Detail: "Das nur darauf wartete, sie zu zerfleischen" ist kein ganzer Satz. Würde man ihn mit dem vorigen Satz verbinden, wird schon eher ein Schuh draus: "Eines großen Tieres, das nur darauf wartete, sie zu zerfleischen." So richtig geil ist das aber auch nicht. Mein Favorit wäre, alle drei Sätze zu verbinden: "Es klang wie der Schrei eines wilden Tieres - eines großen Tieres, das nur darauf wartete, sie zu zerfleischen." Die Punkte setzt zu ja, um einen bestimmten Rhythmus vorzugeben. In der Regel lässt sich so ein Effekt auch gut mit Gedankenstrichen, Kommata und Semikola erzeugen, wobei alles, was von Punkt und Komma abweicht, auch aufdringlich werden kann. Die Dosis macht das Gift, schrieb Paracelsus. Ich mag solche rhytmischen Sätze gerne, denn sie geben einem Text auch Persönlichkeit. (Die Abwesenheit von ihnen natürlich auch, das kann man gezielt nutzen.)
Die lange Pause, die ein Punkt suggeriert, passt mMn gut zu Dialogen. Menschen reden in solchen Fragmenten, da irritiert mich das kaum. Außerhalb der Dialoge benötigt der Erzählbericht (alles, was keine Figurenrede ist) in einem Setting wie diesem mMn eine gewisse ... keine Ahnung ... Würde, Anmut oder sowas. Satzfragmente haben etwas modernes, vielleicht auch modernistisches, was meinem Empfinden nach diesem Setting zuwider läuft. Die Sätze wirken dadurch verknappt, hastig, vielleicht auch modern kalt, wie in einer Akte oder auf einer Stichpunktliste. (Das lässt sich natürlich auch nutzen.) Kann man mir folgen? Sonst gehe ich da auch gerne privat noch weiter ins Detail.
Das Wichtigste ist hier mMn, dass du dich bewusst dazu entscheidest, wie du damit umgehst.
So, genug dazu. 
Der Eingang nach Helhaven lag offen und zaghaft krabbelte das Licht dieses grauen Morgens ins Innere.
Irgendwie tue ich mich schwer, mir das Licht krabbelnd vorzustellen, als sei es zähflüssig 
Zwei Dutzend Mann bildeten eine Linie und passten ohne Probleme nebeneinander, während sie über die Schwelle des Tores in das Reich der Zwerge vorrückten.
Ich will daudernd "Schwelle des Todes" lesen, weil die Zwerge ja auch (un)tot sind
Symbolisch betrachtet ist es ja genau das: Die Schwelle in die Unterwelt.
Dieser Ort hat seit Jahren keine Sonne mehr gesehen.
Ich verstehe, dass das ein Quatsch ist, nur ... als Leser denke ich mir: come on, das ist ein Berg, Sonne kommt da nie hin!
Kommt mir etwas unfreiwillig komisch vor. Käme Licht nicht eher von Fackeln? Oder gibt es Mechanismen für Sonnenlicht?
Teller, Messer, Gabeln, Krüge, Tabletts, sogar ein Helm, sowie ein daneben lehnendes Schwert wurden hier zurückgelassen und waren die stummen Zeugen eines überstürzten Aufbruchs.
PQP
Ist das auch eine sprachliche Anmerkung? Ich muss den Fokus wieder finden xD
Weder Mensch noch Draugar, hier war seit Jahren niemand mehr. Wo verstecken sich diese Mistkerle?
Nach und nach kamen die Meldungen, dass die abgesuchten Bereiche sicher seien.
Das hat jetzt was vom verzögernden Moment in der Dramentheorie in der Schule. Ich erwarte einen Knall, aber er kommt noch nicht. Das macht auch Spannung. Sehr gemein!
„Wo warst du?“
„Austreten, du weißt ja, vor solchen Reisen ...“ Frod zeigte nach oben. „Schau nur, sie haben die Decke bearbeitet. Sie ist ganz glatt und sollen das da Sterne sein?“
Witzige und plausible Erklärung. Und sofort vom Thema abgelenkt. Gut gemacht, Frod!
Auf die Frage hin, was mit Elina gelaufen sei, hatte er ihm die Wahrheit erzählt.
Nichts, hatte er wahrheitsgemäß gesagt.
Die Wahrheit braucht du hier nur einmal. 
Ich wollte erst den Subtext kommentieren, dass diese Wahrheit vielleicht gar nicht so wahr ist, aber kurz darauf wird genau das ausgesprochen. Also, für Subtext würde ich erst später Sachen zusammenstreichen. Es ist wohl okay, wenn eine erste Fassung noch viel ausspricht, denke ich.
Das Windspiel, welches er um seinen Hals trug war größer und Schmuckvoller als das der anderen Dun.
War das eigentlich okay, dass die um den Hals nicht schwingen können? Das hat ja mehr was Symbolisches, im Wind spielen die ja nicht mehr. Vielleicht klimpern sie beim Gehen?
„Gebt den Leuten, was sie wollen, und sie werden Euch geben, was sie haben.“
Ist das Durins geheimes Motto?! Ist er damit entschlüsselt?!
Es klingt wie ein reales Sprichwort, aber ich kenne es nicht, falls das so sein sollte.
Hatte nicht nur er die letzte Nacht mit einer Frau verbracht? Sind die beiden sich nähergekommen? So wie er und Elina? Haben sie auch unter einer Decke genächtigt und hatte sie sich dabei an ihn geschmiegt?
Oha, gleich so ein Gedanke? (Hatte ich auch.) Immerhin erkennt er an, dass er Elina näher gekommen ist und dass das was Romantisches ist. Wahrscheinlich war er auch deswegen so wütend? Tjelvar wirkt so nicht mehr wie einen Shonen-Anime-Prota, der ein romantischer Backstein ist.
Aber was auch immer diese Welt aus ihm gemacht hatte, es schien Elina nicht zu stören. Sie verurteilte ihn nicht und folgte ihm sogar, in seinen Wahn, mit den Göttern sprechen zu wollen.
Er erkennt an, dass es ein Wahn war. Gut!
Mach weiter, Tjelvar. Du könntest vielleicht doch rehabilitierbar sein
Seine Gedanken schweiften in den Tempel auf Est.
Die Sonne war noch nicht aufgegangen, als Elina sich im Schlaf zu ihm gedreht hatte. Sie lag an seinem Arm gelehnt, mit ruhigem Atem, der sanft über seine Haut strich. Er erinnerte sich genau an das Gefühl, welches ihn in diesem Moment hellwach werden ließ. Es durchfuhr seinen gesamten Körper und brachte ihm eine Aufregung, die in ihrer Intensität, der eines bevorstehenden Kampfes glich. Das war neu. Es war nicht das erste Mal in seinem Leben, dass er die Nähe einer schönen Frau genoss. Selbst wenn diese früheren Begegnungen schon lange her waren, lag der Unterschied für ihn glasklar auf der Hand. Er war ein anderer geworden.
Aber was auch immer diese Welt aus ihm gemacht hatte, es schien Elina nicht zu stören. Sie verurteilte ihn nicht und folgte ihm sogar, in seinen Wahn, mit den Göttern sprechen zu wollen. Sie war da. Sie war da, als man bei Durin einbrach, weil die Arbeit von Jahren auf dem Spiel stand und sie war auch da, als Tjelvar im Gefängnis saß und das Erleben der nächsten Tage nicht als selbstverständlich galt. Sie war mit auf der Insel. Neben ihm. Unter diesem Fell.
Er wusste nicht, was er tun sollte, so wie er Elinas Wange an seinem Arm spürte. Seine Gedanken wirbelten umher und mit jeder Sekunde schlug sein Herz schneller. Bis er sich letztlich dazu entschied aufzustehen. Behutsam schälte er sich aus der Decke und achtete darauf, weder Elina zu wecken noch etwas zu sehen, was ihm nicht zustand.
Hastig hatte er seine Klamotten angezogen und sich zum Ausgang bewegt. Er brauchte Abstand. Innerhalb von Sekunden hatte sich eine alptraumfreie Nacht in einen erdrückenden Morgen gewandelt, dem er nur außerhalb des Tempels zu entfliehen mochte. Als er sich auf die Stufen setzte und über seine Stirn wischte, spürte er den Schweiß auf seinen Fingern. Ihm war warm und kalt zugleich und nur langsam beruhigte sich sein Inneres wieder. Was stimmte nur nicht mit ihm?
Oha, eine Rückblende und dann noch die schwierigste Variante: die im Fließtext die Szene wechselt! Respekt, dass du das überhaupt versuchst. Da müssen die Übergänge natürlich stimmen. Ich finde die Einleitung der Rückblende (erster zitierter Satz) etwas kurz. Eigentlich ist die eindeutig, aber je nach Hektik bei den Lesern, kann es gut sein, dass sie den Übergang verpassen und desorientiert werden. Es hilft, die Leute bei solchen starken Eingriffen in die Chronologie mehr an die Hand zu nehmen. Im Prinzip machen das die kommenden Sätze auch. Sie benutzen PQP oder weisen darauf hin, dass Tjelvar sich erinnert. Trotzdem fand ich mich für einen Moment disorientiert und habe mich gefragt: Waren wir nicht gerade noch im Berg? Warum haben wir jetzt eine Szene woanders?
Um ehrlich zu sein, ich weiß nicht, ob diese Art Rückblende in Fantasy so gut funktioniert. Ich finde, sie funktioniert dann sehr gut, wenn man eine starke Erzählerfigur hat (allwissend oder Ich-Erzähler aus der Rückschau), die sich genau drauf hinweist, dass etwas nun eine Rückblende sein wird. In "Die Tribute von Panem" (Band 1) hat Katniss sowas sehr gut kommunizieren können.
Wenn man das nicht hat, wird es tricky. Mir ist es jedenfalls noch nicht geglückt, wenn ich nicht solche Mittel benutzt habe, um unmissverständlich den Übergang zur Rückblende anzuzeigen.
Vielleicht kann jemand anderes da besser helfen.
Stimmt etwas nicht mit Euch?“, fragte die Lyttra.
Tjelvar blinzelte in ihre Richtung. Die Beschwerden aus seiner Erinnerung hatten sich, wenn auch in abgeschwächter Form erneut gezeigt. Geschwind wischte er sich die nassen Hände an seiner Hose trocken.
Der Übergang zurück ist klasse
Funktioniert einwandfrei.
Kämpfe würden sicherlich kommen. Immerhin wartete in den Tiefen ein Riese.
Auf den freue ich mich schon. Gut, dass du an den erinnerst. 
„Euer Magierfreund hat wohl was herausgefunden, kommt!“
Verwundert hob Tjelvar eine Augenbraue. Er war doch gerade eben erst bei ihnen? Hatte Frod in seiner Anwesenheit nicht klar denken können?
Das ist ... schon sehr negativ ausgelegt. Das stützt meine These, dass Tjelvar ein Schwarzseher ist. Vielleicht hat auch ein Vykr seine Finger im Spiel, denn er lässt sich ja nicht von der Lytrra therapieren.
„So ist es.“ Abermals nickte Frod. „Dass Serija diese Melodie heute noch vernehmen kann, muss nicht an der Göttlichkeit in ihr liegen. Vielleicht wurde sie nur oft vor diesen Toren gespielt.“
„In einem solchen Fall kann ich sie wiedergeben, wie jeder andere“, fügte Serija hinzu.
„Ich fürchte, mehr können wir momentan nicht bieten.“ Mit zusammengepressten Lippen wandte Frod seinen Blick von Durin ab.
Hätte die Lyttra das vorher probieren können, bevor man alle zusammentrommelt? Das wäre doch sonst sehr unangenehm, wenn wie es nicht wiedergeben kann und alle wieder abziehen
Die Gewissheit hätte ich mir geholt, bevor ich alle rufe.
Durin schnaubte und schüttelte den Kopf. Er hatte sich schon abgewandt, da holten ihn Tjelvars nächste Worte zurück.
Durin wendet sich zweimal ab. Damit geht die Wirkung beim zweiten und wichtigeren Mal etwas flöten, finde ich. Vielleicht nimmst du das erste mal lieber raus.
Vorher könnte er einfach sehr skeptisch sein, das reicht vielleicht.
Am großen Wall gebor’n aus Blut
Da steht die Wacht, geformt aus Wut
Bitter, Kalt und Heimat fern
Ewig getrennt von Odhals Herrn
Für Verrat gebannt in Ketten
Dazu verdammt die Welt zu retten
Große Wellen ew’ger Stille
Hier zerschellen an Arns Wille
Alle kämpfen für das Leben
Würden dafür ihr eigen’s geben
Und geht ein Krieger der Wacht verlor’n
So wird er in Liedern neu gebor’n
Alles anzeigen
Wenn du Kommentare zum Lied in Sachen Rhythmus usw. haben möchtest, würde ich das nochmal dezidiert machen, vielleicht auch in privaten Nachrichten, für leichtere Rückfragen.
Rhythmisch sieht das für mich etwas unsauber aus, aber es scheint auch ...
Immer mehr übersetzte Tjelvar in die Sprache der Zwerge, wurde dabei sicherer und lauter.
... übersetzt zu sein? Aber anscheinden in die Sprache der Zwerge (Aldwa)? Aber war das Lied nicht von Anfang an auf Aldwa? Oder ist die Sprache der Zwerge eine andere? Und wenn es die Sprache der Zwerge ist, in die er übersetzt (also die ausgedachte Sprache, die wir darunter lesen), wie viel Sinn ergibt dann eine gereimte und rhythmisch perfekte Version auf Deutsch? Das sind komplexe Fragen, die im Forum vielleicht zu viel Hin und Her erfordern.
Die große Schlange steigt empor
Galle sich in den Wunden verlor
Wie sie alle Vykr verschlingt
Das Gift durch Leib und Seele rinnt
Tausend Schläge bringen den Sieg
Doch Angst die Freude überstieg
Trotz dem Erfolg ihm zittern die Hände
Denn kein Vykr verweilt auf Ewig im Ende
Alles anzeigen
Siehe darüber.
Vielleicht hatte Elina recht und sein Bestehen gegen das Monster von einst war Teil des Sländtrissa.
Was war nochmal der/die/das Sländtrissa?
Boa man. Ich bin eskaliert Dx