Beiträge von Conquisator

    Ich meine Logikfehler, wie Schlachtreihen die so lang sind, dass man eine Stunde braucht um mit einem Pferd an ihnen entlangzureiten. Allerdings kann man das auch handelsübliche Übertreibung nennen :D.


    Bei dem Dialog habe ich nicht die Sprecher vermisst, sondern wollte nur dazu anregen den Teil besser zu gliedern. Hab ich vielleicht blöd ausgedrückt...


    Guten Abend Leute,


    ich habe mich jetzt erstmalig mit einer größeren Schlacht befasst und hoffe das es mir gut gelungen ist. Dieser "Einblick" spielt zur Zeit des Glaubenskriegs, kurz vor der Säuberung. Schauplatz ist die Stadt Praes, eine der letzten Bastionen die sich der Macht Aegars wiedersetzen. Praes ist die Hauptstadt der Hochmenschen und droht von den feindlichen Massen verschlungen zu werden. Konstruktive Kritik ist erwünscht.


    Tief einatmend wischte sich Bael den kalten Schweiß von der Stirn und versuchte positiv zu denken. Die Sonne brannte unerbittlich auf ihn und seine Unsterblichen herunter und verwandelte jede ihrer schweren Rüstungen in einen Glutofen. Er war nicht der einzige der Krieger, der diese Hitze nicht mehr aushielt und seinen Helm abgenommen hatte. Eine unverzeihliche Tat inmitten einer Schlacht. “Ein tolles Vorbild bist du”, dachte er und versuchte sich mit seiner freien Hand Luft zuzufächeln.


    Obwohl die hohe Mauer vor ihnen zumindest etwas Schatten spendete, sorgten die zahlreichen Flammenherde um sie herum, dass die Luft vor Hitze flimmerte. Seit den frühen Morgenstunden beschossen die Ataner die Stadt mit Feuerkrügen. Die mit Öl gefüllten Gefäße entzündeten sich beim Aufprall und waren nur schwer zu löschen. Inzwischen hatten die Löschtrupps aufgegeben und konzentrierten sich nur noch auf die befestigte Tempelanlage, das Herz der Stadt.


    Ein heftiger Stoß lies die schweren Torflügel vor Bael erzittern und zersplitterte einen weiteren der dicken Holzbalken, die das Tor verschlossen.


    Helme”, brüllte er befehlsgewohnt und setzte hastig seinen eigenen auf. Während er wieder seinen Panzerhandschuh überstreifte, bemerkte er das seine Hand zitterte.


    Schrille Schmerzensschreie erklangen weit über ihm auf der Mauerkrone, als ein Feuerkrug auf dem Wehrgang explodierte und den Ort in ein Flammenmeer verwandelte. Die entzündete Flüssigkeit ergoss sich über die Mauer hinweg und setzte das Torhaus in Brand.


    Das Feuer zwang Bael den Blick von seiner Hand zu nehmen. Stoisch zog er den Handschuh über und griff nach seinem Schild, ehe er vor den Flammen zurückwich. Stur behilt er weiter das Tor im Auge, ungeachtet der zerstörerischen Hitze, die über sein Gesicht strich.


    Ein unheilvolles Knacken begeleitete den Bruch des letzten Balkens.


    Baels Gedanken glitten zurück zu seiner zitternden Hand. Hatte er Angst? Es stellte sich die Frage so gleichgültig, dass er es kaum glauben konnte. Nein, er hatte keine Angst. Keiner der Unsterblichen hatte Angst. Dennoch war die Anspannung beinahe greifbar. Bael ertappte sich dabei, wie er sich wünschte, dass das Tor endlich brach.


    Mit einem dumpfen Knirschen schwangen die Torflügel, unter dem heftigen Aufschlag des Rammbocks, auf und schoben die brennenden Überreste des Torhauses vor sich her.


    Tötet die Gottlosen”, brüllte Bael und wischte die umherfliegenden Holzsplitter mit seinem Schild beiseite, ehe er in das Feuer sprang. Die Flammen leckten gierig an seinem Panzer, während er dem Feind entgegenstürmte. Doch er spürte ihr Brennen nicht. Denn in ihm brannte ein viel vernichtenderes Feuer.


    Vor Kampfeslust jauchzend rammte er dem ersten Mann die Spitze seines Schilds gegen den Brustkorb und stieß in zur Seite. Ein weiterer Ataner fiel unter seinem Schwert und stolperte rücklings gegen den geschwärzten Rammbock. Einen Schlachtgesang anstimmend folgten ihm seine Unsterblichen und drückten ihn vorwärts.


    Der gewaltige Rammbock wurde durch die Flut der Körper, die aus dem aufgebrochenen Tor strömten, regelrecht hinweggefegt. Wie ein Pilz breitete sich die rot glänzende Masse zwischen den feindliche Linien aus und wurde immer größer.


    Bael vergrub sein Schwert tief in der Schulter eines Ataners und wehrte gleichzeitig mit seinem Schild den schwachen Angriff seines Gegners ab. Wild lachend riss er seine Waffe aus dem Fleisch des Mannes und trennte sauber seinen Kopf ab. Ein langer Speer schrammte an Baels rotem Brustpanzer entlang und hinterlies einen tiefen Kratzer. Hastig riss er seinen Schild hoch, parierte den Hieb eines weiteren Soldaten und trat nach dem hölzernen Speer, ehe dieser noch mal zustoßen konnte.


    Ein Unsterblicher eilte an Bael vorbei, rammte seine gepanzerte Faust in das Gesicht des Speerträgers und verwandelte es in eine blutige Masse. Eine mit spitzen Dornen gespickte Keule fuhr auf den Unsterblichen herunter und hinterlies eine tiefe Beule in dessen Helm. Blut spritzte aus den Augenschlitzen, als der Mann zusammenbrach. Die Lücke, die der Tote hinterlies wurde rasch geschlossen, als mehrere Soldaten mit hohen Turmschilden eine blutige Schneise in die Masse der Ataner schlugen.


    Ein mächtiger Morgenstern zertrümmerte seinen Schild. Sich vor Schmerz auf die Zunge beißend, warf Bael die Überreste des Schilds nach seinem Angreifer und tauchte unter dessen zweiten Schlag hindurch. Schmatzend bohrte sich die Spitze seiner Klinge in die Kehle des Ataners und trat aus seinem Nacken wieder hervor. Ein warmer Blutschwall ergoss sich über seinen Helm und nahm im die Sicht. Ein heftiger Schlag traf ihn seitlich am Kopf und warf ihn zu Boden. Schmerz explodierte an seinem rechten Ohr und entrang ihm ein dumpfes Stöhnen.


    Eilig schlug er wieder die Augen auf, die er vor Schmerzen geschlossen hatte und blickte in die toten Augen eines Ataners aus dessen Mundwinkel Blut tropfte. Hastig drehte er sich weg und richtete sich wieder auf.


    Einige Unsterbliche waren nach seinem Fall über ihn hinweg gestiegen und hatten ihn vor weiteren Angreifern geschützt. Bael winkte nach seinem Knappen, der ihm einen neuen Schild brachte. Sein Blick fiel auf einen Belagerungsturm, der nicht weit hinter der Masse der Ataner an die Mauer geschoben wurde. Gleichzeitig bemerkte er den Melder, der hoch auf der Mauer die Flagge zum Rückzug schwenkte.


    Er hatte noch nie einen Befehl missachtet, jedoch gab es immer ein erstes Mal. “Folgt mir”, brüllte er seinen Männern zu und deutete auf den Belagerungsturm, “Für die Götter, bis in den Tod.”

    Guten Abend Lyanork,


    schön das du auch eine Geschichte eingestellt hast und ich muss dir recht geben. Es ist tatsächlich ziemlich schwer eine Schlacht zu beschreiben. Vielleicht wage ich mich selbst mal an ein größeres Gefecht heran...


    In deinem Prolog beschreibst du die Geschehnisse aus der Sicht eines Beobachters. So wie du schreibst könnte es ein Historiker sein, der einen inneren Monolog führt. Oder es war deine Absicht den Text in lyrischer Form zu verfassen? Das konntest du vielleicht noch genauer herausstellen. Bei einer Ballade zum Beispiel einen Titel hinzufügen, wie "Die Schlacht von Saragonna".


    Was den Text angeht verwendest du für meinen Geschmack zu viele Kommas. Dadurch wird einem das Lesen unötig schwer gemacht. Versuche mehr kurze Sätze und Bindewörter zu verwenden. Auch haben sich einige Grammatik und Logikfehler eingeschlichen. Zudem solltest du bei dem Dialog darauf achten, dass die Sprecher deutlich getrennt werden. Dadurch wirkt der Text geordneter und ist leichter zu lesen.


    Deine Idee über den Bruderkrieg ist sehr interessant. Du schaffst es mit dem Prolog durchaus die grausame und festgefahrene Situation im Reich zu beschreiben. Ich würde gern mehr davon lesen. (Achte nur mehr auf die Grammatik :D )


    Conquisator

    Name: Erik




    Alter: 75 Jahre, sieht aber aus wie 20, da er körperlich nicht älter wird.




    Geschlecht: Männlich




    Rasse: Mensch




    Klasse: Vampir




    Herkunft: Wurde als Kind von unbekannten Eltern auf den Straßen Logonds ausgesetzt.




    Waffen: Erik ist unbewaffnet, da er Gewalt verabscheut. Notfalls wehrt er sich mit allem was er in die Hände bekommt.




    Fähigkeiten: Vampirismus, muss regelmäßig Blut zu sich nehmen und verträgt kein Sonnenlicht. Durch sein Leben in der Wildnis ist er unglaublich zäh. Zudem steigert der Vampirismus seine Stärke und Ausdauer.




    Aussehen: Unscheinbar. Schwarze, kurze Haare, normal groß und muskolös. Allerdings versteckt er seine Muskeln unter einfacher Kleidung, wodurch er schnell unterschätzt wird.




    Persönlichkeit: Verschlossen und sarkastisch. Ist sich bewusst, dass er für andere Menschen eine Gefähr ist und hält sich daher meistens von ihnen fern. Dennoch sehnt er sich nach Gesellschaft. Er hasst sich selbst, weil er zu feige ist seinem Leben ein Ende zu setzen.




    Geschichte: Ein alter Dieb nahm ihn bei sich auf und versorgte das Kind. Mit zunehmenden Alter lernte er alles was es über das Diebeshandwerk zu lernen gibt, bis er schließlich von der Gilde als Meisterdieb akzeptiert wurde. Gerade erst erwachsen geworden, entdeckte er bei einem Raubzug die unterirdischen Katakomben Logonds, die die ganze Stadt durchzogen. Zusammen mit der Diebin Loana erkundete er einen Großteil der Tunnel und verliebte sich in sie. Durch das umfangreiche Wissen über die unterirdischen Gänge wurde die Meisterdiebin Loana, nach dem Tod der vorherigen Anführers, zur Anführerin der Diebesgilde gewählt. Erik und Loana werden ein Paar. Nach einer gemeinsamen Nacht offenbahrt Loana dem Meisterdieb, dass sie ein Vampir ist und beißt ihn. Der Blutdurst treibt Erik auf die Straße, wo er wahllos Menschen anfällt. Blutüberströmt kehrt er zu der Meisterdiebin zurück und stellt sie zur Rede. Sie lacht ihn nur aus und fragt ihn was er den erwartet hätte. Wütend flüchtet Erik aus der Stadt und lässt sein altes Leben zurück. Nun durchstreift er die Welt auf der Suche nach einem Heilmittel...




    Begleiter: Eine junge Frau, die er als quasi Tochter adoptierte, nachdem er ihre Eltern im Blutrausch getötet hat. Maria ist 16 Jahre alt und dementsprechend stur. Sie teilt das entberungsreiche Leben des Vampirs und hat sich daher zu einer Überlebensspezialistin entwickelt. Nebenbei kümmert sie sich um den Vampir, d.h erinnert ihn an Blutrationen usw. Sie kleidet sich genauso unauffällig wie Erik. Wird leicht mit einem Mann verwechselt, da sie ihr langes Haar meist unter einem breiten Hut versteckt. Bis auf ein altes Jagdmesser ist sie unbewaffnet, aber sehr findig... Außerdem hält sie Erik für ihren leiblichen Vater, da er ihr die Wahrheit noch nicht sagen konnte.

    Das es noch Menschen gibt, die noch nie etwas vom legendären Fallout 3 gehört haben 8|. Ich zocke seit zwei Jahren das Spiel immer mal wieder durch (natürlich mit großer Modunterstützung :D ), da es mich jedes mal aufs neue packt. Das hat bis jetzt kein anderes Spiel geschafft...


    Deku: Ich habe das "Krivbeknih" allerdings Blackhall übergeben, als ich bemerkt habe das die Missionarin ermordet wurde. Die Kronkorken habe ich einer Odyssey vorgezogen.


    Maitreya: Bei Cthulhu muss ich sofort an South Park denken :P


    PS: Nette Kurzgeschichte übrigens :D

    Guten Abend Pizzo22,


    immer schön ein neues Mitglied begrüßen zu dürfen. Wenn du möchtest kannst du dich ja im Empfangssaal mal genauer vorstellen. Und nun zu deiner Geschichte. Ich bin ehrlich überrascht, wie ein "ins Reine geschriebe" :huh: Text so viele Rechtschreibfehler enthalten kann. Besonders, da dein Beitrag ja nicht besonders lang ist. Ich würde vorschlagen, dass du den Text noch mal überprüfst und durch ein Rechtschreibsystem (wobei die relativ unzuverlässig sind) laufen lässt. Dadurch lässt sich sicher einiges ins Reine bringen. Zusätzlich erleichterst du deinen Lesern damit das Lesen.


    Sehr interessant fand ich zumindest am Anfang die Gegenwartsform, die du verwendest. Allerdings hat mich das nach dem ersten Abschnitt nur noch gestört. Das mag daran liegen, dass ich die Präsensform nicht gewöhnt bin, da die meisten Geschichten in der Vergangenheit verfasst werden. Dennoch möchte ich dir ans Herz legen den Text, zusammen mit einer Rechtschreibprüfung, in die Vergangenheitsform zu übertragen.


    Deine Idee erinnert ein wenig an die unendliche Geschichte von Michael Ende, ist aber dadurch nicht minder interessant. Ich würde die Idee auf jeden Fall weiter verfolgen. Zudem hoffe ich, dass ich dich nicht zu sehr abgeschreckt habe. Schließlich fängt jeder mal klein an...


    Conquisator

    Hi Deku,


    eine ziemlich tragische Kurzgeschichte, die aus dem Conan Universum stammen könnte. (welches wahrscheinlich auch die Grundlage war :D) Nachdem der "Held" seine Familie gerächt hat, verliert er jeglichen Lebenswillen und stirbt. Erinnert irgendwie an den Film Gladiator... Das bedeutet aber nichts schlechtes.


    Der Text lässt sich gut lesen und lässt (zumindest mich) bis zum bitteren Ende dabeibleiben. Leider ist die Geschichte etwas kurz und überlässt ziemlich viel der eigenen Vorstellung. Besonders gut finde ich dabei allerdings, dass du zahlreiche Vergleiche verwendest, wie zum Beispiel den Wind mit den Pferden eines Fuhrmanns.


    Grammatikalisch haben sich nur kleinere Fehler eingeschlichen...




    Getötet hatte er den Statthalter, hingerichtet, so wie er es verdient hatte. Folgte den blutigen Spuren im Schnee, die von seinem zerstörten Haus in die Wildnis führten. Hetzte ihnen nach, unermüdlich, bedingungslos und von purem Hass getrieben.



    Hierbei wird zum Beispiel nicht "genau" klar, wen Kaleb verfolgt, nachdem er den Statthalter ja schon hingerichtet hat. (Ich nehme an es sind die Krieger, die seine Familie ermordet haben)


    Die beiden Sätze im vorletzten Absatz wiederum, würde ich mit einem Bindewort verbinden. "Gedanken an schöne Momente", allein hört sich so abgehackt an. (was vielleicht Absicht war...)


    Gleichwohl bin ich mir nicht sicher, ob ein kahler Gebirgkamm tatsächlich schneebededeckt sein kann. Allerdings weiß ich was du meinst, insofern ist das kein wirklicher Fehler...


    Conquisator

    Auch von mir ein "willkommen zurück" :)


    Hast du wirklich 27 Katzen??? Wenn ja verstehe ich deine Vorliebe für Kampfsport :D. Ich würde das wohl nicht überleben...

    Sorry, mein Fehler. Ich hab den "PS:" Teil unten angeführt, weil ich im "alten" Forum diese Erklärung schon gepostet hatte und mich nicht wiederholen wollte. Zur "Klärung" füge ich den alten Teil hier noch einmal an und verschiebe das "PS:" nach oben.



    Deku: Danke für den Hinweiß und das Lob :thumbsup:. Das "ihr" ändere ich sofort.





    Die Alten erzählen viele Geschichten über den Abgrund. Über den Fall der Unberührbaren, über die Entstehung der Täler und über den schwarzen Horizont der uns umgibt. Der Name der dabei immer wieder genannt wird ist Aegar.“



    Aegar? Aegar der Wahrhafte?“



    Nein, Aegar der Sünder. Vor vielen Jahrhunderten wendete er sich von den Göttern ab und frönte dem Atheismus. Er behauptete es gäbe keine Götter, keinen Ursprung unseres Lebens, kein Paradies. Er erklärte die Gebote der Götter für nichtig und rief andere auf ihm zu folgen. Wie eine Seuche verbreitete diese Lehre sich unter den Menschen und vergiftete ihre Seelen. Sie waren alle verloren.“



    Sie waren frei! Sie streiften ihre Fesseln ab!“



    Das glaubten diese Verblendeten vielleicht. In Wirklichkeit beschwerten sie sich mit der Sünde und verschwanden in der Dunkelheit. Niemand lästert den Göttern. Aegar gründete den Orden der Ataner, als Gegenkraft zu meinem Orden und erklärte uns den Krieg.“



    Wer die Wahrheit nicht hören will, muss fühlen!“



    Timeon schnaubte wütend. „Sie stürmten unsere Kloster und tauchten unsere heiligen Stätten in Blut. Die Ataner machten vor nichts Halt. Sie töteten alle, die ihre Blasphemie nicht annehmen wollten. Sie frönten der Sünde, sie stahlen, sie mordeten und rammelten wie Tiere auf offener Straße.“



    Zu tun was man möchte ist Freiheit. Und der Geschmack der Freiheit verbreitete sich schnell. Sag mir, wenn das alles so schlecht war, wie kam es dann, dass sich so viele fromme Menschen dem anschlossen? Sich ganze Reiche sich zu dem Wahrhaften bekannten?“



    Sie wurden verführt, verhext, oder dazu gezwungen“, brüllte Timeon wutentbrannt und riss die Augen auf! Durch das Schiff ging ein heftiger Ruck, als seine Konzentration schwächelte. Er fühlte wie sich die übliche Nervosität der Passagiere in nackte Panik steigerte und zwang sich wieder zur Ruhe zu kommen. Sein Wille erlangte wieder die Kontrolle über das Passagierschiff und stoppte das Schlingern. Als nächstes griff Timeon nach den Geistern der Menschen, die an Bord waren und befreite sie von ihrer Angst. Er spürte wie es im Bauch des Kreuzers wieder still wurde. Lediglich die Nervosität der Passagiere blieb. So wie immer wenn sie einen Abgrund überflogen. Er schloss die Augen und nahm die weiche Stimme des Abgrunds wieder wahr.



    Die Menschen folgten Aerons Lehren, weil er ihnen Freiheit bot. Während deine Götzen sie einsperrten. Du weißt das es so ist!“



    Nein, sie wurden geblendet. Sie konnten der Versuchung nicht widerstehen und wurden dafür von den Göttern bestraft. So trennte sich die Spreu vom Weizen.“



    Dann war dieser Krieg also eine Prüfung, um die Glaubensstärke der Menschen zu enthüllen?“



    Du sagst es. Als sich schließlich die letzten Aufrechten den Heerscharen entgegenstellten, griff die Göttin Zemilja ein und lies das Land erbeben. In der Erde bildeten sich Risse, so breit wie ganze Meere und verschluckten die Gottlosen. All die Menschen und Reiche die sich zu dem Sünder bekannt haben, versanken in der Dunkelheit. Nie wieder sollten sie an die Oberfläche zurückkehren. Die Abgründe waren geboren und die Prüfung beendet.“



    Nur wenige Menschen überlebten diese Katastrophe..., da glaubt man schnell an Götter.“



    Nur die Gläubigen entgingen der Reinigung und die Welt wurde von dem Bösen befreit.“



    Es gibt kein Gut und Böse, weil es keine Götter gibt!“



    Timeon lächelte überlegen. „Sag was du willst, Succubus. Die Abgründe, ja sogar deine Existenz belegen die Richtigkeit des Glaubens an die Götter. Weiche von mir! Mich verführst du nicht!“


    Hi Leute,


    dieser "Einblick" spielt in dem Stadtstaat Draka. Dieses Plateau hat sich von den anderen komplett abgeschottet, da die führende Pristerschaft die Ansicht vertritt, dass die anderen Staaten der Sünde frönen und damit eine erneute Säuberung riskieren. In Draka gilt das Kastensystem, mit dem Krieger als unterste Kaste. Darauf folgen die Untermenschen, Obermenschen und schließlich die Reinen. Die Drakaner glauben, dass die sündigen Seelen in den Abgrund gezogen werden, während nur die "reinen" ins Paradies kommen.



    Hungrig schlich Aaron über den Marktplatz und beobachtete vorsichtig die vielen Händler, die ihre Waren auf dem Platz verkauften. Seine nackten Füße erzeugten kaum ein Geräusch, während sie über die warmen Tonziegel tappten. Die Menschen um ihn herum beachteten ihn überhaupt nicht, sah man von dem üblichen Naserümpfen und misstrauischen Blicken einmal ab. Er war schlimmeres gewöhnt. Denn er gehörte der Kaste der Untermenschen an.


    Es gab nur eine Gruppe, die noch weniger Wert war als er, und das waren die Krieger. Sie hoben sich deutlich von den anderen Menschen ab. In wollene Büßerhemden gekleidet waren sie an Straßenecken, Torbogen und vor allem auf dem Markt zu finden.



    Nicht weit von einem Gemüsestand entfernt entdeckte Aaron eine Wache, welche Aufmerksam die Menschenmenge beobachtete. Ein schwerer Bronzehelm bedeckte den geschorenen Kopf des Mannes, der ruhig an seinem Speer lehnte. Eine Frau schlenderte an ihm vorbei und musterte den Krieger abfällig. Da er höheren Menschen nicht in die Augen sehen dürfte, senkte der Soldat unterwürfig den Blick. Die Passantin spuckte verächtlich vor ihm auf den Boden, ehe sie in ein Gespräch mit dem Gemüsehändler begann.



    Recht hat sie”, dachte Aaron wütend. Krieger wie dieser Bastard hatten die Prüfung heraufbeschworen. Die Abgründe waren erst der Anfang gewesen.



    Ein durchdringendes Läuten kündigte die Mittagsstunde an und brachte die Menschen dazu sich um ein hölzernes Podest zu versammeln, dass zwischen den dicken Säulen der Tempeltreppe aufragte. Trotz der heißen Mittagssonne schien der Geistliche in seiner schwarzen Robe nicht zu schwitzen, während er die Treppe herunterstieg. Seine Kapuze hatte er weit über den Kopf gezogen, sodass sein Gesicht im Schatten lag. Deutlich hob sich der rote Drache auf seiner Brust von der dunklen Kleidung ab. Das Emblem schien zu leuchten.



    Hastig verschwand Aaron im Halbdunkel einer Seitengasse und schlich sich, während alle Augen auf den Prister gerichtet waren hinter den Verkaufsstand eines korpulenten Händlers, der frisches Brot anbot. Gierig nahm er den leckeren Geruch der Backware in sich auf und näherte sich langsam den Brotkörben. Sein Magen knurrte so laut, dass er kurz inne hielt und überprüfte, ob ihn jemand gehört hatte. Jedoch schien ihn niemand zu beachten, da alle wie gebannt der Predigt folgten. Aaron bat die Götter kurz um Verzeihung ehe er zugriff. Den warmen Brotleib fest an sich gedrückt entfernte er sich vorsichtig von seinem Opfer, als ihn eine starke Hand an der Schulter packte.



    Erschrocken lies er seine Beute fallen und wollte davonrennen, konnte sich aber nicht aus dem harten Griff lösen. Panisch blickte er in die blauen Augen des Wächters, den er vor wenigen Minuten noch beobachtet hatte. Der Mann drehte seinen Kopf in eine andere Richtung und unterbrach so den Blickkontakt, lies aber nicht los. Schweigend zog er den Jungen hinter sich her, der mit aller Kraft versuchte sich loszureißen.



    Fass mich nicht an”, schrie er und trat nach dem Krieger, der aber nicht reagierte. Kommentarlos schleppte der Mann, Aaron durch die dichte Menschenmenge zu dem Prister. “Nein, nein. Bitte”, flehte der Junge jetzt und stemmte sich verzweifelt gegen den Griff des Wächters. Tränen strömten über sein schmutziges Gesicht, als er sich zu Boden warf, aber dennoch gnadenlos weitergezogen wurde.



    Inzwischen waren mehrere Passanten auf sein Geschrei aufmerksam geworden und betrachteten sie argwöhnisch. “Bitte helft mir”, brüllte Aaron schrill, “Der Bastard tut mir weh.”



    Tatsächlich stellte sich ein Mann dem Krieger in den Weg. “Lass das Kind frei, Unwürdiger”, rief der Passant und gab dem Krieger eine kräftige Ohrfeige. Stumm neigte der Soldat den Kopf.



    Hoffnung keimte in Aaron auf. Vielleicht hatte er noch einmal Glück gehabt.



    Auch andere Menschen fingen nun an den Wächter zu beschimpfen. “Du räudiger Köter”, hörte der Junge jemanden rufen und stemmte sich nocheinmal lautstark gegen den Krieger.



    Was soll das”, fragte eine durchdringende Stimme und beendete den Tumult augenblicklich. Der Prister hatte den Auflauf bemerkt und war von seinem Podest heruntergekommen. “Wieso störst du die Predigt”, blaffte der Geistliche den Krieger an.



    Der Mann kniete nieder und lies Aaron endlich los.



    Jedoch wagte das Kind nicht sich zu bewegen, sondern starrte nur ängstlich zu der großen Gestalt des Pristers auf. Flüsternd erstattete der Wächter Bericht und drückte sein Gesich dabei auf den harten Boden.



    Erstarrt sah Aaron mit an wie der Geistliche verstehend nickte.



    Ein weiterer Krieger tauchte in der Menge auf und wuchtete einen schweren Richtblock auf den Boden.



    Dieser Untermensch hat sich der Sünde des Diebstahls schuldig gemacht”, rief der Geistliche mit harter Stimme in die Menschenmenge und zeigte anklagend auf Aaron. “Es sind Taten wie diese, die uns den Weg in das Paradies versperren und deshalb muss das Kind gereinigt werden. Wie bei einem Geschwür muss der kranke Teil entfernt werden”, der Prister hielt kurz inne ehe er sagte, “Draconem, unser Gott, will die Hand, die den Diebstahl beging.”



    Langsam fing Aarons Gehirn wieder zu arbeiten an. “Nein!”, schrie er, rappelte sich auf und versuchte wegzulaufen. Er prallte gegen die Brust des Mannes, der ihn vorher hatte befreien wollen.



    Bitte”, flehte er abermals, wurde aber von dem Passanten wieder zurückgeschoben.



    Der Soldat packte den wild um sich tretenden Jungen und drückte seine Hand unnachgiebig auf den Richtblock. Heiße Tränen liefen über die geröteten Wangen des Kindes, als das Beil niederfuhr.

    "Reich des Feuers"...


    Mit Feuer verbinde ich eine felsige, schroffe Einöde. Vielleicht mit mehreren Vulkanen, heißen Quellen und mehr oder minder starken Erdbeben.


    Allerdings würde ich die Landschaft anders darstellen, schließlich sind die Gegenden um Vulkane in der Regel äußerst fruchtbar. Man könnte also eine blühende Agrarwirtschaft enstehen lassen. Um die Menschen vor den Vulkanausbrüchen zu schützen, könnte man zudem die Siedlungen im Reich des Feuers auf stabile, lavaresistente (vielleicht ein erfundener Rohstoff...) Säulen errichten.


    Falls du vor hast eine eigene Religion zu etablieren, konnte die ja was mit Wiederauferstehung zu tun haben. Quasi Auferstanden aus der Asche... würde auch gut zu dem Vulkansetting passen. Man könnte diverse Vulkane ja als Götter verehren, die den Tod bringen, aber die Grundlage für neues Leben bringen.


    Reich des Feuers erinnert irgendwie an Avatar (die Kindersendung), daher würde ich dir davon abraten Elementarkräfte oder so etwas einzubringen. Vor allen wenn du Klischees vermeiden möchtest. D.h. die Magie weniger auf Feuer spezialisieren.


    Reich des Feuers hört sich für auch nach einer starken Industrie an. Ich sehe die rauchenden Schlote von Kohlefabriken schon vor mir. Passt zwar weniger zu einem Magierreich, aber vielleicht kann man das ja verbinden.


    Du konntest auch den Untergang einer Stadt in die Geschichte aufnehmen. (So was wie Pompeji...)


    So viel zu meinen Ideen. Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen und habe deine eigenen Vorstellungen nicht untergraben. Wichtig ist, dass du die Geschichte so schreibt wie sie dir gefällt.

    Hi Leute, hier wäre ein weiterer kurzer "Einblick" in die Fantasywelt, die ich momentan zu erschaffen versuche. Dieser Abschnitt ist kein Auftakt zu einer längeren Geschichte, sondern dient lediglich als Test, quasi als Belebung meiner Idee. Daher auch das "0.1". Dieser Text ist etwas unausgereift, d.h ich habe einfach mal drauf losgeschrieben. Nochmal danke an Typ für die Anregung hierzu. Ich werde den Text nachträglich weiter bearbeiten, erhoffe mir aber trotzdem reichlich Feedback. Ein weiteres danke schon mal an alle Leser.



    An die hoffentlich zahlreichen "neuen" Mitglieder. Meine erdachte Welt besteht aus Plateaus, die sich in vier Stadtstaaten und "wilde" Gebiete unterteilen lassen. Die Plateaus werden durch tiefe Abgründe getrennt und sind nur mit Luftkreuzern oder Brücken zu überqueren. Als Rohstoff gilt die geistige Kraft, quasi eine Form der Telekinese, die z.b Kreuzer steuert. Die Entstehung der Angründe ist auf einen Glaubenskrieg zwischen Atheisten und Gläubigen zurückzuführen. Die Alten erzählen, dass die Göttin Zemilija die Erde erbeben lies und alle Ungläubigen in die Abgründe verbannte.





    Ein dunkler Schatten glitt vor die Sonne und warf das Abbild eines Luftkreuzers auf die helle Tempelmauer, die den Schwebehafen der Stadt umschloss. Zielstrebig steuerte das Luftschiff den hölzernen Landesteg an. Dicke Seile stemmten die schwere Vorrichtung in die Höhe und spannten sich über die mächtigen Pfeiler, die das Areal gleich einer Kuppel überragten.



    Lianne lehnte an der steinernen Brüstung vor einem der vielen Lagerhäuser, welche die Anflugschneise der Schiffe umringten. Das große Tor des Gebäudes hinter ihr öffnete sich mit einem sanften Knirschen und gab ein bleiches Leuchten frei.



    Die Energievas gaben immer helle Strahlen ab, wenn sie mit Kraft gefüllt waren. Angeschlossen an ein Aggregat versorgten die riesigen Batterien eine Vorrichtung mit Energie. So konnte man ein Rad zum drehen bringen, allerdings das Gefährt nicht lenken. Nur ein Mönch war dazu fähig, der reinen geistigen Kraft eine Richtung zu geben. Deshalb musste auch immer ein Priester die Luftkreuzer steuern. Gleichzeitig verhinderten sie das die Schiffe abstürzten.



    Mehrere kräftige Männer kamen aus dem Lager, wobei je zwei eine der gläsernen Gefäße trugen, und eilten auf den ausgefahrenen Steg zu. Die vollen Batterien würden dafür sorgen, dass der Luftkreuzer, auch ohne Mönch, nicht abstürzte.



    Ein durchdringendes Pfeifen sorgte dafür, dass die Arbeiter und Händler den Landesteg räumten, als der Kreuzer näher kam.



    Der kalte Wind des Hochgebirges umspielte Liannes langes Haar, während sie das große Transportmittel beim Einlaufen beobachtete. Nervös trommelten ihre Finger auf den kühlen Stein, als sich die bleichen Segel des Kreuzers Sturmwind sich unter den starken Luftströmen aufblähten und das Schiff längs ging um an dem Steg anzudocken.



    Obwohl sie wusste, dass es keineswegs das erste Anlegemanöver für ihren Bruder war, konnte sie die Angst um ihn kaum unterdrücken. Nur ein kurzer Moment der Unachtsamkeit konnte eine Katastrophe bedeuten.