Beiträge von Zarkaras Jade

    Thema 11: Märchen



    Das Mädchen und der Einsiedlerkrebs


    Es war einmal eine Fischerfamilie. Mutter, Vater und Tochter. Eines Tages fuhren sie aufs Ewige Meer hinaus, um ihrem Beruf nachzugehen. Doch wussten sie nicht, dass Ninim an jenem Tag sehr schlecht gelaunt war. Sie konnten nicht mal ihre Netze auswerfen, denn schon bald fanden sie sich in einem riesigen Sturm wieder. Meterhohe Wellen peitschten gegen das Schiff, das nebenbei von wilden Strudeln erfasst wurde. Verzweifelt versuchte der Vater das Schiff sicher durch den Sturm zu manövrieren. Doch Ninims Zorn war zu stark! Der Vater wurde von einer gigantischen Welle erfasst und ins offene Meer gestürzt. Durch die starken Strömungen wurde er unter Wasser gezogen und ertrank.

    Nur wenige Minuten später kenterte das Boot schließlich und zog Mutter und Tochter ebenfalls mit in die Tiefe.

    Doch war dies nicht das Ende der Geschichte.

    Denn das Mädchen wurde wie durch ein Wunder an einen weiten Sandstrand angespült. Und Asin war gütig mit ihr gewesen, denn das Mädchen war noch am Leben. Nahezu unversehrt, wenn auch sehr erschöpft.

    Als es irgendwann aufwachte, fand sie nichts vor außer das offene Meer, den weißen Sand und einen angrenzenden Urwalt. Doch bevor sie richtig realisieren konnte, wo sie genau war, lenkte sich ihr Blick auf einen gigantischen Vogel. Über zehn Meter Spannweite hatte er und er sah sehr wütend aus. Der Vogel scharrte mit seinen Krallen und pickte mit seinem Schnabel auf einem Stein herum. Zuerst fand sie das sehr merkwürdig. Warum sollte ein Vogel auf einem harten Stein herumpicken?

    Doch als sie sich vorsichtig anschlich, erkannte sie, dass es kein Stein war, sondern ein Schneckenhaus.

    Als das Haus sich dann bewegte, kam zu ihrem Erstaunen aber keine Schnecke herausgekrochen sondern ein Krebs.

    Mit seinen großen Scheren versuchte er nach dem Vogel zu schnappen. Aber der wich gekonnt aus und hackte weiter auf das Haus ein.

    Schwerfällig krabbelte der Krebs durch den Sand und hatte allerhand zu tun, den Vogel auf Abstand zu halten. Das Mädchen wusste nicht so recht, ob sie dem armen Krebs helfen oder doch lieber wegschauen sollte.

    Sie entschloss sich, dem aufgescheuchten Krustentier zu helfen und suchte sich etwas, um dem Vogel die Stirn zu bieten.

    Mit einem langen verzweigten Ast voller Seetang rannte sie auf die kämpfenden Tiere zu und stieß nach dem Vogel. Überrumpelt ließ der vom Krebs ab und flog davon.

    Der Krebs drehte sich zum Mädchen um und schaute sie mit seinen langen Stielaugen an. Seine Fühler schlabberten.

    „Ich danke dir vielmals, mein Kind“, gluckste der Krebs. „Ohne dich wär' ich vermutlich nicht mehr. Was machst du hier? So ganz allein.“

    Sie erzählte ihm die Geschichte und er hörte gespannt zu.

    Doch nahm es sie so sehr mit, dass sie völlig aufgelöst auf die Knie fiel anfing zu weinen.

    Tröstend streichelte der Krebs ihr mit der kleineren Schere vorsichtig über den Kopf. „Kein Grund zu weinen, meine Kleine. Ich kann dir bestimmt helfen.“

    „Wie sollst du mir denn helfen können?“, meinte sie betrübt.

    „Wenn du mein Gehäuse schön sauber putzt, dann erzähle ich dir von einem geheimen Ort, von dem nur ich weiß!“

    Skeptisch schaute sie ihn an. „Ich verstehe nicht, wie mir das weiterhelfen soll. Vielleicht sollte ich lieber die Insel erkunden.“

    „Wozu?“, wollte der Krebs wissen. „Ich bin hier schon seit Jahrzehnten und noch nie bin ich einem anderen Menschen vor dir begegnet. Außerdem: Was das du schon zu verlieren?“

    Völlig verzweifelt war sie. Immer mehr Tränen schossen ihr aus den Augen. „Das glaube ich dir nicht!“

    „Glauben musst du mir das auch nicht“, blubberte er und wackelte mit seinen langen Stielaugen „Aber können diese Augen lügen?“

    Sie war im Zwiespalt. Wenn das stimmen sollte, was der Krebs gesagt hatte, dann würde sie vermutlich nie wieder einen Menschen sehen. Dann müsste sie für immer auf dieser Insel bleiben. Und bis auf den Krebs hatte sie keine Gesellschaft. Lieber ein Krustentier als gar niemanden.

    Mehrere Stunden lang verbrachte sie damit, den Krebs zu säubern. Und er erzählte ihr von diesem geheimen Ort.

    Von einem Ort, mit gewaltigen Bäumen, die reichlich Früchte tragen. Mit einem See und einem Wasserfall. Fische und andere Tiere und auch Menschen. Tempel aus purem Gold. Niemand musste dort hungern oder dürsten. Niemanden fehlte es an irgendwas. Es war um so vieles besser als ihr zuvoriges Leben. Niemand musste dort arbeiten, niemand musste irgendwas machen, worauf er keine Lust hatte. Alles war im Überfluss vorhanden. Ein Paradies für Jedermann!

    Doch das Mädchen äußerte Skepsis. „Irgendwie klingt das nicht echt. Irgendwie glaube ich dir nicht.“

    Der Krebs war empört. „Sehe ich so aus, als würde ich Lügen erzählen?! Können diese Augen lügen?!“

    Das Mädchen überlegte und wollte ihm noch eine Chance geben. In keinem Fall wollte sie ihn verärgern, hatte sie offenbar wirklich nur ihn als einzigen Freund. „Angenommen, ich würde dir glauben, dürfte ich dann auch dort hin?“

    „Natürlich darfst du das, ob du es glaubst oder nicht!“, druckste er perplex. Jeder darf das! Aber bis auf mich weiß niemand, wo er zu finden ist.“

    „Würdest du ihn mir zeigen?“, fragte sie weiter. „Würdest du mich dort hinbringen?“

    Der Krebs nickte und zeigte mit seiner großen Schere zur Felsenklippe. „Schau! Dort oben, da ist das Vogelnest! Besorge mir ein Ei und ich gebe dir das Versprechen, dich zum Paradies zu bringen!“

    „Aber da komme ich doch nie hin!“, jammerte sie beim Anblick des zerklüfteten Steilhangs.

    „Rede keinen Unsinn“, erwiderte der Krebs. „Das schaffst du schon. Ich stecke mein vollstes Vertrauen in dich.“


    Nach kurzem Überlegen entschied sie sich doch, seine Aufgabe anzugehen. Sie nahm ihren Ast und machte sich auf dem Weg. Zu Anfang hatte sie noch leichte Bedenken, wie sie es nach oben schaffen sollte, aber schon bald merkte sie, dass der Weg zum besagten Nest gar nicht so gefährlich war. Durch das dichte Geäst ging sie den steilen Hang hinauf, hielt sich dabei an Bäumen und Sträuchern fest und war nach kurzer Zeit oben angekommen. Sie musste nur noch ein paar Felsen überwinden.

    Im Nest war der Vogel nicht, also suchte sie den Himmel nach diesem Ungetüm ab. Aber auch dort war er nicht zu sehen. Das bedeutete, dass er nicht in der Nähe war, oder sich gut versteckt hatte.

    Sie nahm all ihrem Mut zusammen und rannte los.

    Ohne drüber nachzudenken schnappte sie sich ein Ei und rannte wieder zurück. Da das Ei aber zu schwer war, musste sie den Ast zurücklassen und beide Arme nehmen. Also hatte sie im Notfall nichts mehr, um sich zu verteidigen.

    Zu ihrem Erstaunen war der Vogel aber nicht rechtzeitig zurückgekommen und sie verschwand so schnell wie sie gekommen war wieder zwischen den spitzen Felsen.

    Völlig erschöpft kam sie unten an und überreichte dem Krebs das Ei.

    Und er stürzte sich mit Freuden auf jenes. Mit der großen Schere schlug er die dicke Schale ein und verkroch sich mit seinem Kopf im glibberigen Inhalt. Sein ganzes Maul mit klebrigem Eigelb verschmiert schmatzte er vergnügt. Konnte er es so dem gemeinen Vogel richtig heimzahlen.

    Das Mädchen dagegen war sehr angewidert von diesem Anblick. Erst jetzt erkannte sie, dass es dem Krebs weniger darum ging, seinen Hunger zu stillen als um die Demütigung des Vogels.

    Sie verachtete das Krustentier. Aber ebenso verachtete sie sich selbst, darauf reingefallen zu sein.

    Spürbar genervt wurde das Mädchen grimmiger. Wirst du mich nun zum Paradies bringen?“

    „Hab Geduld, meine Kleine!“, gluckste die Krabbe genervt. Ich habe gesagt, ich werde es dir mein Versprechen geben. Und ich halte immer meine Versprechen!“

    „Aber wann bringst du mich denn zum Paradies?!“

    „Zuerst brauche ich noch ein neues Haus“, antwortete der Krebs nüchtern und zeigte zum anderen Ende des Strands. „Dort hinten liegen immer viele Muschelschalen und Schneckenhäuser herum.“

    „Warum habe ich es dann überhaupt erst gesäubert, wenn du es eh loswerden willst?“, wollte das Mädchen wissen.

    „Ich habe es nie verlangt, dass du mein Haus putzen sollst. Du hast es freiwillig getan.“

    Da hatte der Krebs nun mal recht.

    „Also gut. Wenn ich dir ein neues Haus besorge, dann bringst du mich garantiert zum Paradies?“

    „Und dann bringe ich dich garantiert zum Paradies!“

    Diese Aufgabe empfand sie als weniger anstrengend und gefährlich.

    Während sie am Strand entlangging, schaute aufs offene Meer hinaus. Sie fragte sich, ob all das hier die Mühe wert sein würde. Vielleicht war das Paradies gar nicht so schön, wie der Krebs es behauptet hatte. Vielleicht existierte das Paradies ja überhaupt nicht und er wollte sie nur ausnutzen. Andererseits war er der einzige, der ihr etwas Hoffnung gab. Und wie falsch konnte schon ein sprechender Krebs sein? Bestimmt nicht viel falscher als so manch anderes Tier. Und wenn schon Ninim selbst auf sie wütend war, dann war es vielleicht doch nicht so verkehrt, sich ihm anzuvertrauen.


    Eifirg suchte sie in dem felsigen Gelände die bunten Muschelschalen und Schneckenhäuser nach einer geeigneter Behausung für den Krebs ab. Viele waren bereits zerbrochen oder viel zu klein. Fast bis zu Holonns Nachtzeit suchte sie, bis sie endlich doch ein Schneckenhaus gefunden hatte, das ausreichend groß war und noch intakt.

    Bis tief in die Nacht verbrachte sie damit, das Schneckenhaus mit ihren bloßen Händen aus dem nassen Schlick und Sand freizubuddeln. Und genauso lang brauchte sie, um es dann am Strand entlang zum Krebs zu rollen.

    Als sie ankam, war ein neuer Tag angebrochen. Er schlief noch, aber als sie das schwere Haus vor ihm platziert hatte, wachte er sofort auf und glotzte sie erwartungsvoll an. Nach kurzer Inspektion verkündete er durch lautes Glucksen, dass er mit der neuen Behausung sehr zufrieden war.

    Kaum hatte er es sich darin bequem gemacht, wandte er sich dem Mädchen zu.

    „Spring auf!“, meinte er. „Es wird ein langer Weg bis zum Meeresgrund.“

    „Meeresgrund?“, fragte das kleine Mädchen verwundert. „Ich dachte, es ist auf einer Insel.“

    „Ist es ja auch“, bestätigte der Krebs ihr. „Aber wie soll ich dir sonst den Weg zeigen? Krebse können nun mal nicht schwimmen oder fliegen.“


    Genervt von ihrer Naivität hockte sie sich in den Sand und schmollte. Sie hätte es doch ahnen müssen, dass der Krebs sie die ganze Zeit über an der Nase herumgeführt hatte. Es war doch zu offensichtlich gewesen, dass der Ort unerreichbar war, als der Krebs behauptete, dass niemand außer er den Ort kennen würde.

    Dann kam ihr eine zündende Idee. „Und wenn ich ein Floß baue, das uns beide trägt?“

    „Und wie soll ich dir dann den Weg zeigen?“, wollte der Krebs wissen. „Ich kenne den Weg nur unter Wasser.“

    „Ich kann aber nicht unter Wasser atmen!“, erwiderte das Mädchen.

    „Das ist natürlich schlecht“, war seine Antwort, woraufhin er sich in sein neues Haus verkroch.

    Sie hatte sich mehr davon erhofft.


    Kehrte sie ihm den Rücken zu und wollte sich gerade in Richtung des Waldes begeben, da kam der Krebs wieder raus und rief nach ihr. „Halt, ich hab' eine Idee! Ich werde dir eine große Luftblase fangen, in der kannst du dann atmen.“

    „Das kriegst du hin?“, fragte sie äußerst skeptisch. Das klang zu absurd. Sogar zu absurd für einen sprechenden Krebs.

    „Können diese Augen lügen?“, kam wieder seine Gegenantwort, die nur so voller Falschheit strotzte. „Vertraue mir, ich werd' dir eine Luftblase bringen.“

    Viel länger wollte sie die abstrusen Ideen des Krustentier nicht mehr ertragen. Irgendwas sagte ihr, dass er falsch war.

    Warte genau hier auf mich“, sprach der Krebs. „Ich werde bald zurückkommen, dann werden wir gemeinsam ins Paradies reisen.“

    Aber sie sagte: „Nein! Ich vertraue dir nicht! Du lügst!“

    „Ich habe dir mein Versprechen gegeben, dass ich dich ins Paradies bringen werde!“, wurde auch er nun aggressiver und schnappte mit den Scheren nach ihr.

    Mit einem großen Satz nach hinten wich sie ihm aus.

    „Und ich halte meine Versprechen immer!“, wiederholte er seine Standardfloskel. „Können diese Augen lügen?“

    Das Mädchen hatte keine Lust mehr auf ihn. Er raubte ihr offensichtlich die Zeit. „Ich erkunde jetzt die Insel!“

    „Dann wirst du wohl oder übel auf dieser Insel auf deinen Tod warten müssen“, erwiderte er ganz trocken. „Ich habe dir bereits gesagt, dass es hier keine anderen Menschen gibt.“

    Dem Mädchen war es egal. Sie wollte nicht glauben, dass sie von ihm abhängig war.

    „Höre zu, Kind!“, gurgelte er mit so viel Boshaftigkeit, dass selbst Ninim an ihrem schlechtesten Tag sanfter klang: „Ich jetzt die Luftblase holen! Und wenn du dann nicht mehr am Strand bist, wenn ich zurück bin, werde ich NICHT auf dich warten! Dann hast du niemanden mehr!“

    „Dann wird das so sein!“, war ihre letzte Antwort.

    „Dann frohes Sterben, du undankbares Kind!“ Mit diesen Worten kehrte er ihr den Rücken zu und krabbelte ins Meer.

    Und sie kehrte wiederum ihm den Rücken zu und erkundete die Insel.

    Aus Stunden wurden Tage und aus Tagen wurden Wochen.

    Gewissensbisse plagten sie. Immer mehr zweifelte sie an ihrer Entscheidung. Hätte sie vielleicht doch am Strand bleiben sollen? Vielleicht sagte der Krebs ja wirklich die Wahrheit und sie war tatsächlich allein auf dieser Insel. Und vielleicht war er wirklich dabei gewesen, sein Versprechen einzulösen. Andererseits hatte er sie nur ausgenutzt. Wer weiß, was er noch alles von ihr verlangt hätte.

    Dennoch konnte sie nicht leugnen, seine Gesellschaft genossen zu haben.

    Jeder Tag wurde für sie zu einer Mutprobe, am Ende nicht durchzudrehen.

    Was ihr der dichte Dschungel aber nicht einfacher machte.


    Nach über einem halben Jahr kam sie am anderen Ende der Insel an und traute ihren Augen nicht. Sie fand Holzhütten und kleine Fischerboote. Und Menschen.

    War das etwa das Paradies, von dem der Krebs ihr berichtet hatte?

    Schnell rannte sie zu den Menschen hin und fragte sie, ob das hier das Paradies sei.

    Diese verstanden sie nicht. Vielmehr amüsierten sie sich über ihre Äußerung.

    Denn sie waren einfach nur Fischer, die auf dieser Halbinsel lebten und ihrer Arbeit nachgingen.

    Thema 7: Rituale


    Der Preis des Wohlstands


    Mit der Entwicklung der Menschen, verstanden die Götter, dass sie diese Kreaturen gesondert behandeln mussten. Denn im Gegensatz zu den Tieren und Planzen, die mit dem zufrieden waren, was vorhanden war, verlangten die Menschen schnell immer mehr. Mit einigen Regeln und Verboten versuchten sie, die Menschen in Mäßigung zu üben.

    Jedes Reich für sich entwickelte sich zu einer eigenen Kultur. Und jedes Reich für sich setzte eigene Ziele und Maßstäbe.

    Und so lag es auch an jedem Gott für sich, wie er sein Reich regieren wollte. Khemos hatte es dabei am schwersten, da sein Volk auch am schwersten zu arbeiten hatte. Ein Großteil des Volkes war in der Bergbaugilde, die sich dem Bergbau, der Schmiedekunst und Schmuckherstellung verschrieben hatten. Jahrzehnte lang schürften sie in einem Maße, das an Übermenschlichkeit grenzte. Teilweise wurde sein Volk in den anderen Reichen sogar als Halbgötter tituliert.

    Sogar Khemos wurde deren zügelloses Ausbeuten und Verlangen nach noch mehr Erz und Edelsteinen irgendwann zu viel! Es missfiel ihm so sehr, dass er im Zorn alle Minen zum Einsturz brachte. Hunderte Minenarbeiter wurden verschüttet. Hunderten Kindern wurde die Väter geraubt und sie verloren ihren Glauben an Khemos.

    Eine erste Spaltung fand statt. Enttäuscht von ihrem Gott wandten sich viele Menschen von ihm ab und suchten Zuflucht in den anderen Reichen.

    Khemos war empört! Immerhin war er es, dem Schlechtes widerfuhr!

    Doch die Menschen waren anderer Auffassung. In ihren Augen war es Khemos, der erst den Anstoß dazu gab. Schließlich wusste er als Gott, wie wertvoll seine Güter für jedermann waren.

    Immer unbeliebter wurde er und immer weniger Menschen wollten in seinem Reich leben.

    Aber schnell zeigte sich die Kehrseite dieser Medaille. Es mangelte an Werkzeug und Eisen. Kein Gold mehr, mit dem sich die Menschen schmücken konnten. Der Wohlstand drohte zu schwinden.

    Nun lag es an Khemos, seine Sturheit abzulegen und auf die Menschen zuzugehen. Er rief seine treuesten Anhänger und skeptischsten Zweifler aus seinem Reich zusammen, um mit ihnen eine Lösung zu finden, die beiden Parteien gerecht werden sollte. Nach über siebzig Tagen und Nächten einigten sie sich auf ein jährliches Blutopfer.

    Jeweils zum ersten Tag eines jeden Jahres sollten die Menschen ein Kind in eine Klippe stürzen. Zum Dank würde Khemos ihnen gewähren, sich an seinen Schätzen zu bereichern.

    Weiterführend, so meinte Khemos, wenn auch etwas scherzhaft, durften die Menschen auch nach eigenem Ermessen zusätzliche Blutopfer geben, wenn sie der Meinung wären, dass es nötig sei.



    Thema 8: Geheimnisse



    Asins Liebschaft


    In ganz Kalvana war bekannt, dass Asin die Geliebte Holonns war. Es war keine Liebesbeziehung im klassischen Sinn, wie sie von den Menschen bekannt war. Schließlich waren sie auch Götter und setzten andere Maßstäbe und Prioritäten. Holonn bewunderte an Asin die Vielfalt ihrer Gabe und sie an ihm die Wichtigkeit und seine Weisheit.

    Ebenso war auch bekannt, dass Ninim und Techsa im Bunde standen. Deren Liebe war ungestümer und zügelloser. Immer, wenn deren Kräfte, Luft und Wasser, sich miteinander vereinten, bedeutete das zugleich auch eine Vereinigung der beiden Göttinnen. Darum kam es nicht selten vor, dass die Menschen solche Ereignisse wie einen Monsun mit einem anschließenden Fest zelebrierten.

    Doch niemandem war bewusst, dass Asin und Khemos im Schutz der Dunkelheit eine Liebschaft führten. Und wie so üblich in einer Liebschaft passierten auch mal Ausrutscher. Immer, wenn eine neue Tier- oder Pflanzenart in der Welt auftauchte, war es das Resultat eines zu weitgegangenen Liebesspiels. Sie selbst verschwieg das natürlich den anderen Göttern. Sie begründete es immer allein mit ihrer Kreativität. Was in gewisser Weise schon stimmte, aber nicht gänzlich davon abhing.

    Thema 6: Götter



    Holonn

    Er war mit seinen stolzen zweihundert Metern Höhe der größte Gott.

    Ursprünglich besaß Holonn keinen fest definierten Körper. Seine eigentliche Gestalt war eine kleine Sonne von einigen Metern Durchmesser. Doch um trotzdem auf Kalvana wandeln zu können, gab er eine Rüstung in Auftrag, die in Khemos' Schmiede angefertigt wurde. Eine mit Gold überzogene Titanrüstung, die anatomisch einem Menschen nachempfunden war. Das im Innern steckende Titanskelett war eine komplexe Konstruktion aus Zahnrädern, Gertiebeteilen, Federn und Scharniergelenken.

    Die Rüstung war zwar allein schon extrem robust, doch entfesselte sie ihre wahre Stärke erst durch Holonns Magie, die dieser Maschine Leben einhauchte.

    Die Sonne stellte den Kopf dar, die mittels magischer Ketten an der Halskrause befestigt war.

    Sein metallener war Körper so schwer, dass er bei jedem Schritt ein kleines Erdbeben erzeugte, das alle Bewohner ehrfürchtig erzittern ließ.



    Asin

    Die Hüterin Lebens war die kleinste Göttin. Sie erreichte eine durchschnittliche Höhe von 100 Metern. Sie machte sich die Natur zu nutze, um ihren Körper zu definieren. Ihr Torso war in der Regel eine uralte wulstige Eiche, deren Geäst schon sehr kahl und mit Efeu und Lianen überwuchert war. Für sich allein ein sehr scheußlicher Anblick, doch wusste Asin, sich gekonnt mit anderen Pflanzen zu schmücken. So trug sie manchmal einen riesigen Schirmpilz als Hut oder verzierte ihren Kopf mit besonders langem Geäst einer prächtigen Weide. Und wenn sich in dieser noch Vögel eingenistet hatten, fand sie das umso schöner.

    Ihre Gliedmaßen waren austauschbar, indem sie die Wurzelstämme oder Kronen der zu adaptierenden Bäume und Sträucher mit Lianen und Efeu umschlang und fest an sich zurrte. Einmal mit ihr verbunden, konnte sie diese Planzen nach ihren Wünschen als Körperteile benutzen.

    Ob in ein farbenfrohes Blütengewand gekleidet, bestückt mit reifen Früchten oder in einen dichten Pelz aus bunten Blättern eingehüllt. Sie zauberte den Menschen immer ein fröhliches Lächeln in die Gesichter.

    Sie liebte es auf den Wiesen im dichten Gras zu liegen und den Menschenkindern beim Spielen zuzuschauen, in den Pilzgärten auf den Steinpanzer-Tausendfüßlern zu reiten oder in den Sümpfen schwimmen zu gehen.



    Techsa

    Ihre Gestalt war flüchtig, ebenso wie der Wind nie an Ort und Stelle verharren wollte. Sie besaß viele Gesichter und jedes für sich raubte einem buchstäblich den Atem. Mal fegte sie als gewaltiger Sturm übers Land, brach in einer gigantischen Gewitterfront aus den grauen Wolken empor oder schlich als dichter Bodennebel über die weiten Felder.

    Dreck und Geröll nutzte sie dabei, um ihrer Präsenz die Illusion eines Körpers zu geben. Niemand wollte in ihrer unmittelbaren Umgebung stehen, um nicht vom Sog des Zyklonen erfasst zu werden.

    Ihr Auftritt war immer ein unverkennbares Spektakel.

    Abgesehen davon, dass sie einem mühelos die Luft nehmen oder sogar damit zerquetschen konnte, war sie die schwächste Gottheit.

    Doch ließ ihr ohrenbetäubendes Heulen jedes Lebewesen erschaudern.



    Ninim

    Da Ninim ihren Körper an Land aus Wasser formte, konnte es auch vorkommen, dass sich Fische und andere Wasserbewohner in ihr verirrten, die sie dann wie in einem Aquarium mit sich herumschleppte.

    Ein Wasserelementar. Ungestüm wie das Ewige Meer und zugleich gemütsam wie ein ruhiger See.

    Ihr Stimme schmetternd wie eine Brandung oder leise sprudelnd wie ein Bächlein.

    Ihre Oberfläche war übersäht von wilden Strudeln, schaumigen Geysieren und um sich schlagenden Wellen.

    Im Wasser hingegen besaß sie keinen erkennbaren Körper und zeigte ihre Präsenz durch gigantische Flutwellen und Strudel, die einen in die Tiefe ziehen konnten.



    Khemos

    An sich hätte Khemos deutlich größer als Holonn werden können, doch war es verboten, dass ein Gott größer als er sein durfte.

    Doch er wäre nicht der Gott der Erde gewesen, wenn er seine wahre Größe nicht schon mal seinem Volk präsentiert hätte. Nur ein einziges Mal wagte er es, im Schatten der Nacht, sich aus dem höchsten Berg zu erheben. Sein Kopf ragte aus dem Gipfel, während zeitgleich seine Hand aus dem Fuße des Berges empor schoss. Über viertausend Meter!

    Ansonsten erschien er zumeist in Gestalt eines gigantischen Golems, dessen mineralische Zusammensetzung je nach Ort schwanken konnte. Sein Körper hatte nie eine klar strukturierte Form. Er zeigte sich so, wie es das Gestein zuließ. Mal bestand er aus purem Granit, dann war sein kantiges Gesicht nur in schroffen Fels gezogen und der Körper von klobiger Statur. Oder er erschuf sich aus bröckeligem Lehm, um seiner Mimik mehr Ausdruck zu verleihen, dafür aber an Standhaftigkeit einzubüßen.

    Seltener formte er sich aus amorphem Vulkangestein und hüllte sich in ein bunt glitzerndes Edelsteinengewand. Dies kostete ihn viel Kraft, weshalb er diese Gestalt hauptsächlich nutzte, um den Göttinnen zu imponieren.

    Er war so mächtig, dass er mit einem einzigen Hieb eine mehrere Meter tiefe Schneise in die Landschaft fräsen konnte oder mit seiner bloßen Hand einen Kohleklumpen zu einem Diamanten pressen konnte.

    Wenn er schlief, zog er sich in sein Gebirge zurück. Und wenn man genau lauschte, konnte man ihn vielleicht sogar schnarchen hören.

    Thema 4: Erbstücke



    Die 5 einzigartigen Geschenke


    Mit dem Entstehen der fünf Reiche wollte jede Gottheit sich einen menschlichen Vermittler aussuchen, der in seinem Namen sprechen sollte. Da dieser Titel viel Verantwortung mit sich trug, wurde jedem Vermittler als Entschädigung ein individuelles Geschenk gemacht, das vom jeweiligen Gott persönlich angefertigt wurde. Diese Geschenke waren nur für die Vermittler persönlich bestimmt und durften auch nur von diesen benutzt werden. Somit blieben diese Gegenstände immer im Besitz der Adelsfamilie des jeweiligen Reiches und wurden den Nachfolgern von Generation zu Generation weitervererbt.



    Holonns Kerze des immerwährenden Lichtes

    Diese besondere Kerze konnte durch nichts und niemanden erloschen werden und ihre Flamme sollte ewig brennen. Sie sollte das lodernde Feuer im Herzen Holonns symbolisieren und dem Besitzer Glückseligkeit und Zufriedenheit bescheren.



    Ninims Weinbecher des endlosen Flusses

    Mit diesem Weinbecher aus Jade sollte es dem Besitzer nie dürsten. Sobald aus ihm getrunken wurde, füllte er sich stets wieder auf mit dem süßesten Wein Kalvanas. Aber war dies nur dem Vermittler und dessen Erben gegönnt. Jedem anderen, der es versuchen sollte, aus diesem Becher zu trinken, wurde kein einziger Tropfen geschenkt.



    Asins Brosche der ewigen Fruchtbarkeit

    Wie der Name schon erahnen lässt, segnete diese Brosche den Träger mit ewiger Fruchtbarkeit.

    Sicherlich ein verlockendes Angebot, brachte es so mancher Vermittlerin besonders viele Kinder ein. Aber ebenso auch viel Kummer bei der Partnerwahl, waren diese Frauen immer am begehrtesten bei den Junggesellen. Schließlich war Nachwuchs garantiert.



    Techsas Flöte der tosenden Winde

    Eine magische Blockflöte aus dem Kernholz einer Silberperlen-Eiche, mit der es dem Spieler immer gelang, die schönsten Lieder zu spielen. Darüberhinaus war man in der Lage, einen leichten Sturm zu erzeugen.



    Khemos' Ring des unverschämten Glücks

    Ein ziemlich klobiger Ring aus Stein, der bis auf einige Runen und farbige Einschlüsse keine besonderen Merkmale aufwies.

    Dafür war seine Macht umso beeindruckender. Denn der Ring bescherte dem Träger ewiges Glück, solange er am Finger getragen wurde. Er hatte schon so manchen Vermittler aus misslichen Lagen befreit.

    Doch beschrenkte sich die Kraft des Ringes nur auf Khemos' Reich. Außerhalb seiner Lande war der Ring machtlos, sogar nicht mal von großen materiellem Wert.




    Thema 3: Technologie



    Holonns Sonnenkompass und Ninims Gezeitenschiff


    Da Holonn nicht zu jeder Zeit an jedem Ort präsent sein konnte, entwickelte er eine Apparatur, mit der es möglich war, ganz Kalvana mit Licht zu versorgen. Man konnte mit ihr sogar bestimmen, wieviel und wie lange Licht auf bestimmte Gebiete fallen sollte.

    Er war gefertigt aus reinstem Kristall und so groß, dass im Sockel ein riesiger prunkvoller Tempel Platz fand, in dem zugleich die Gelehrten und Priester untergebracht waren.

    Betrieben wurde der Kompass mit Holonns eigener Energie. Was ihn zu jedem Tagende dazu zwang, sich in seine Lichtzitadelle zurückzuziehen und in einen Dämmerschlaf zu verfallen, um wieder neue Kraft zu schöpfen. Während dieser Zeit wurde der Kompass abgeschaltet und somit die Nacht eingeläutet.


    Lange Zeit war Ninim selbst dafür zuständig, das Ewige Meer in Bewegung zu halten.

    Doch hatte sie mit fortschreitender Entwicklung Kalvanas immer mehr Aufgaben zu erledigen, die ebenso wichtig waren und endlos viel Zeit opferten.

    Um sich selbst zu entlasten, ließ sie ein gigantisches mechanisches Schiff bauen, das fortan für die Gezeiten zuständig war.

    Im ständigen Kurs knapp am äußeren Rande des Ewigen Meeres umfuhr es jeden Tag Kalvana und erzeugte durch gewaltige Soge und Strömungen Ebbe und Flut.

    Mit etwas Glück konnte man es an besonders schönen Tagen bei besonders gutem Wetter und klarer Sicht sogar von der Küste aus sehen.

    Thema 2: Wochenenden/Feiertage



    Menschenschach


    Wie an jedem Fünfttag, der zugleich der letzte Tag der Woche war, verabredeten sich die Gottheiten zum Menschenschach. Ein Spiel, das sowohl für die Götter als auch für die teilnehmenden Menschen Kalvanas ein großes Ereignis darstellte.

    Auch wenn es ein riesiges Vergnügen für Jedermann war, diente es vorrangig als Preisindikator für Verhandlungen und Tauschgeschäfte. Die Bitten konnten sowohl vom Gott selbst erörtert werden oder von einem beliebigen Bürger, wenn es dem Gott als lohnenswert erschien. Dem gewinnenden Gott war dann das Recht gewährt, den geringeren Preis zu zahlen. Ob dieser immer fair war, durfte niemand infrage stellen.


    Der Veranstalltungsort für dieses Spektakel befand sich im Zentrum von Kalvana, wo ein gigantischer Steintisch errichtet wurde, auf dem ein mit Marmorplatten angefertigtes Schachbrett eingebettet war.

    Jedes Feld maß zwei Meter im Quadrat. Genug Platz für die Spielfiguren, die natürlich die Menschen selbst waren.

    Zusätzlich dienten zwei Baumstümpfe als Sitzmöglichkeiten für die Götter.


    Mit bunt verzierten Kostümen, in den Wappenfarben des jeweiligen Reiches, liefen die Spielfiguren über zwei getrennte Wendeltreppen, die um den Tischsockel bis nach oben führten, auf das Spielfeld auf. Die eine Armee über die rechte und die andere Armee über die linke Wendeltreppe.

    Dabei repräsentierten nicht immer die einzelnen Figuren auch gleich den tatsächlichen Status der Personen. So konnte auch eine Magd die Figur des Königs verkörpern oder eine Hofwache die Rolle eines Bauern einnehmen.

    Alleinig die Königin war immer fest bestimmt, jenachdem welches Ereignis anstand.


    So war an diesem Tag der Anlass eine Vereinigung eines Junggesellen aus Holonns Dienerschaft mit einer Holzfällertochter aus Asins Pilzgärten.

    Auch wenn der junge Mann in dem Königinnenkostüm nicht die beste Figur machte, war er umso stolzer, im Namen Holonns gegen seine zukünftige Braut anzutreten.

    Der Gewinner der Partie sollte über den zukünftigen Wohnort des baldigen Ehepaares bestimmen dürfen.

    Thema 1: Schöpfung



    Kalvana - Die erste Welt


    Einst wurde eine Welt erschaffen.

    Mit ihr begann die Zeit.

    Doch war sie wüst und karg, heiß und kalt zugleich.

    Geprägt von Disharmonie und Unstetigkeit.

    Eine Welt ohne Namen und ohne Gesicht.

    Nur das leichte Glimmen im alles einnehmenden Nebel war Zeitzeuge ihrer vagen Existenz.

    Abertausende Zyklen lang blieb es so.

    Bis irgendwann ein einzelner Funke erstrahlte.

    Nichts konnte sagen, ob es eine Anomalie oder der Wille der Zeit war.


    Aus dem Glimmen wurde ein Funken. Aus dem Funken ein Licht. Und aus dem Licht ein Blitzgewitter. Gewaltige Stürme fegten über die Welt und erfüllten diese mit erster Präsenz.

    Holonn, das erste Bewusstsein war geboren.

    Langsam aber stetig erschuf er die Welt nach seinen Wünschen.

    Flach und kreisrund, umschlossen von einem Ring aus Wasser. Dem Ewigen Meer, deren äußerer Rand durch eine undurchdringliche Barriere vom endlosen Nichts abgegrenzt wurde.

    Wie eine Kuppel umspannte jene Barriere den weiten Himmel.

    Flüsse und Seen, Berge und Täler entstanden.

    Klippen und Strände, Eis und Feuer.


    Doch erkannte er schnell, dass das allein nicht ausreichte, um ihn glücklich zu machen.

    Darum erschuf er die Vielfältigkeit des Lebens.

    Tiere und Pflanzen bevölkerten die Welt. Zu Luft, Land und Wasser.


    Aber es gedieh nicht.

    Die Saat war gesetzt. Doch trugen die Pflanzen keine Früchte und die Tiere gebaren keinen Nachwuchs.

    Zu viel wollte er.

    Zu viel, um darüber Herr zu bleiben.

    Leidvoll und verzweifelt schaute er auf die Welt und verstand, dass er allein nicht in der Lage war, all das für immer zu bewahren. Zu ernähren und zu pflegen, auf dass es für immer Bestand haben könne.

    Er erschuf sich Gleichgesinnte, vier an der Zahl, die an seiner Seite fortan die Welt gestalten und beherrschen sollten.

    Jedem Einzelnen wurden Mächte zugeteilt. Mächte, die zugleich mit großen Pflichten verbunden waren.

    Er selbst wollte als Gott der Sonne der Welt Licht und Wärme spenden.

    Asin sollte als Göttin der Natur und des Lebens tätig sein.

    Die Luft wurde von Techsa kontrolliert und die Macht der Erde war Khemos unterstellt.

    Ninim war die Fünfte, sie sollte über das Wasser herrschen.

    Vielen lieben Dank, für eure Kommentare Der Wanderer und Astrael Xardaban ! :alien: Ich wusste schon beim Schreiben, dass es keine einfache Geschichte werden würde. Umso gespannter war und bin ich, wie sie auf die Leser wirkt.

    Stilistisch flasht mich das Genze: In jedem Satz ganz viele Details, Kleinigkeiten, für den Verlauf der Geschichte eigentlich unwichtig aber umso plastischer die Umgebung darstellend. Finde ich sehr geil. Ich kann da sofort mitlaufen.

    Tut mir leid, ich bin gerade etwas verwirrt.:S Ich habe den Ausdruck "das flasht mich Grenze" mit etwas schlechtem assoziiert. Aber deine Anmerkung klingt hauptsächlich positiv.:S

    Wo ich aber total hänge ist der Augenblick, wo aus dem beobachten, hinterhergehen und verfolgen der wird, an dem beide zueinander finden. Ich vermute mal, hier:

    Habe ich da so ein bißchen Recht mit, weil da ja auch ein deutlicher Absatz steht?

    Sonst wüßte ich gerade nicht, wo sich der Wandel vom Beobachter zum Teilnehmer vollzieht. Und über das "Warum" erfahre ich auch nichts. Da ist für mich irgendwie ein Loch.

    Um ehrlich zu sein, habe ich mir bei dem großen Absatz nicht viel dabei gedacht.:hmm: Für mich wirkte er dort "logisch", weil ich damit einen Zeit/Gedankensprung markieren wollte. Zuerst wollte ich dort noch ein zwei Sätze einfügen und ihn eventuell nur zu einem normalen Absatz machen, aber mir fielen keine guten "Lückenfüller" ein. Vielleicht hast du ja eine (schnelle) Lösung, wie es flüssiger rüberkommen könnte.:hmm:

    Sonst finde ich die Erzählung fantastisch im Sinne von "großartig". Dicht gewebte Sätze ohne Verschachtelung mit vielen Details.

    Ich hatte stellenweise die Befürchtung, dass sie zu verworren geraten sind.:hmm:

    Ich plädiere hier mal auf ein schlichtes "gingen". "Marschieren" ist hier einfach unpassend.

    Wird abgeändert. Zumal ich gerade sehe, dass ich das Wort "gingen" gar nicht so oft verwendet habe.||

    Das wirkt auf mich wie ein Gedicht. Sollte es eines sein?

    Es war nicht als Gedicht gedacht, aber schon als rhytmisch zu lesener Part. An diesem Part habe ich auch extrem lange gesessen, bevor mir die richtigen Worte zugeflogen kamen.

    Und damit endet es?

    Und, dass ich ganz besonders das Ende toll finde, vor allem nachdem wir so lange vorher drüber gesprochen hatten, dürftest du ja auch wissen :D

    Ich gebe offen zu, dieses Ende ist garantiert nicht eines meiner besten.:ninja:Aber ich bin damit zufrieden, zumal mir Chaos Rising und Astrael Xardaban dabei sehr geholfen haben, nachdem ich sie so hart im Chat damit genervt habe. Ohne ihre Hilfe wäre das Ende um ein Vielfaches schlechter geworden!

    Wenn auch extrem verspätet und vermutlich auch schon komplett überflüssig spreche ich ein großes Dankeschön an euch aus, Der Wanderer  Drachenlady2001  Rainbow  Sabrina  Spezies8472 und Rune ! Eigentlich war es nicht meine Intention, so lange mit einer Antwort zu warten, da ich fest davon überzeugt war, viel schneller eine neue Kurzgeschichte fertig zu haben. Und nun ist halt doch schon fast ein komplettes Jahr vergangen! Außerdem war ich bis zum Reinstellen des Textes nicht davon überzeugt, dass diese Kurzgeschichte tatsächlich forentauglich sei. Für mich war es ein Experiment, mich in Beschreibungen weiter zu üben.

    Um euch hoffentlich etwas zu besänftigen und einer vermutlich verdienten Steinigung zu entgehen, kommt jetzt endlich eine weitere Kurzgeschichte, von deren Forentauglichkeit ich auch nicht ganz überzeugt bin. Aber es wäre unsinnig, sie zuerst zu schreiben und dann doch wieder zu verwerfen.




    Four3Two


    Stanville: 20.4. 2018


    Träge schauten meine Augen durch die staubverschmierten Fensterscheiben auf die verzerrten Backsteinwände des U-Bahn-Tunnels. Es war bereits weit nach Mitternacht und wir beiden waren die einzigen in diesem Abteil. Wir hatten es uns in den mittleren Sitzreihen gemütlich gemacht, ich eine Bank direkt hinter dir.

    Deinen Arm auf die Lehne abgestützt und halb zu mir umgedreht, schautest du aus dem gegenüberliegenden Fenster raus. Ein zufriedenes Lächeln war auf deinem Gesicht.

    Meine Miene blieb nüchtern, während ich dich heimlich anschaute.

    Aber du wusstest mit Sicherheit, dass ich von dir angetan war. Umso peinlicher war mir die Situation. Aber dennoch fühlte ich mich in deiner Gegenwart sehr sicher.

    Deine Haare waren im modernen Hellgrau gefärbt und zu einem in dicken Strähnen frech überkämmten Sidecut gestylt. Dein Make-up war unverkennbar. Die rockigen, weichgehaltenen smokey eyes und der dunkelrote aber nicht aufdringliche Lippenstift wirkten zu deinem hellen Teint perfekt abgestimmt. Du wusstest dich zu präsentieren und einen klaren, systematischen Stil zu definieren. An deiner Ausstrahlung war nichts Unechtes.


    Das Licht im Tunnel wurde heller und durch die Lautsprecher kam eine Ansage.

    Wir waren angekommen. Die U-Bahn-Station an der „B. Harrison-Street“.

    Mit beißendem Quietchen kam die Bahn zügig zum Stehen. Ich tat einen kurzen Blick hinaus.

    Die Türen öffneten sich und wir stiegen aus. Du voran und ich folgte dir. Mir war es egal, wohin du mich führen würdest. Mir war es egal, wie weit du mich führen würdest. Ich vertraute dir blind. Mein Innerstes vertraute dir blind.

    Nur kurz wandtest du mir deine Front zu, bevor du dich wieder umgedreht hast und weitergingst.

    Dein ausgesprochen schönes Gesicht, erneut verziert mit einem flüchtigen Lächeln, das mir die Gewissheit gab, dass du es wert warst, meine Gewohnheiten zu brechen.

    Auch wenn zu dieser späten Stunde nicht so viele Passanten unterwegs waren, fühlte ich mich doch beengt. Und wäre es jemand anderes als du gewesen, der mich zu diesem spontanen Trip eingeladen hätte, wäre ich auch niemals mitgekommen.

    Und dein Outfit trug eine Menge dazu bei.

    Praktisch, nicht kompliziert und doch mit starker Wirkung.

    Sei es der schlichte schwarze Pullover mit seinen ausgeleierten Ärmeln, die du aber gekonnt an den Unterarmen gerafft hast oder die pechschwarze Biker-Lederjacke, die du leger offen trugst.

    Ebenso die schwarze, luftige Jogginhose mit feingezogenem weißen Blumenmuster, die deiner langen schlanken Statur zuspielten und deinem Wilden einen Hauch Verspieltheit hinzugaben.

    In der linken Hand hieltest du deinen neongrünen, transparenten Regenschirm.

    Passend dazu deine schwarzen Leder-Stifeletten, die mit ihren breiten Absätzen ein unverkennbares Klacken erzeugten, welches von den ockerfarbenen gekachelten Wänden verstärkt widerhallte und gegen aller Erwartungen zwischen den anderen Geräuschen gut herauszufiltern war.

    Was vermutlich auch daran lag, dass ich mich auf genau diesen Klang fixiert hatte.

    Feine Steinchen vom allgemeinen Bahnhofsdreck scharrten und knirschten unter deinen Sohlen.

    Es war ziemlich grell hier, ich musste meine Augen etwas zusammenkneifen.

    Die von kaltem LED-Licht gefütterten Deckenlampen spiegelten sich verschwommen auf dem von leichter Feuchte überzogenen Fußboden wider. Kleine rhombische hellbraune Fließen, die in durchbrochenen Farbnuancen zu breitflächigen Sternenmustern angeordnet waren und somit den Augen benötigte Fixpunkte gaben, um sich nicht gänzlich in der Tiefe des Raumes zu verlieren.

    Wir drängten uns an einer leeren Sitzbank vorbei sowie einem Kaffee- und Fahrkartenautomaten zur hinteren Wand.

    Auch wenn diese von buntem Graffiti verschmiert war, konnte man das künstlerische Mosaik dort dennoch gut erkennen, das einen dunkelhäutigen Saxophonisten illustrierte. Die schwarzen Noten auf der geschwungenen Tonleiter zeigten uns den Weg zur Treppe, welchen du mit selbstsicherer Eleganz beschritten hast und dabei die Finger deiner rechten Hand sanft über die kalte Wand gleiten ließt. Wie auf einem Klavier tanzten sie über die Fugen und winzigen Unebenheiten.


    Wir gingen über schwarze Stufen die breite Treppe hinauf und ließen uns dabei vom kühlen abgegriffenen Metallgeländer führen.

    Mit jedem weiteren Schritt hallten uns mehr Geräusche vom Trubel auf den Straßen von Stanville entgegen. Die uns aber nur Teileindrücke vom tatsächlichen Nachtleben geben konnten.

    Ebenso nahm auch die Luftfeuchtigkeit erheblich zu und es nieselte leicht, unschwer an den kleinen Pfützen und Wasserrinnsalen zu erkennen.

    Sofort spannten wir unsere Schirme auf.

    Wobei mein Schwarzer neben deinen Neongrünen neidlos erblasste.

    Es herrschte viel Verkehr, sowohl auf den Staßen als auch auf den Gehwegen. Als würde die Stadt niemals schlafen und nachts ein anderes Leben führen.

    Was tagsüber beruhigend und strukturiert wirkte, war nun in der Dunkelheit hektisch und unübersichtlich. Ebenso gaben sich gegenteilig sonst chaotische Dinge im künstlichen Licht deutlich klarer.

    Mein warmer Atem kondensierte in der kühlen Luft. Ein gehauchter Nebel, der sich schnell wieder auflöste.

    Unsere Blicke gingen zum Nachthimmel.

    Wie zu erwarten fiel es der weiten Schwärze der Nacht nur schwer, durch die Lichtglocke hindurchbrechen. Im Stadtzentrum waren die Sterne nie zu sehen.

    Dafür waren die großen violett schimmernden Gewitterwolken deutlich klarer zu erkennen, die den bereits angekündigten Regen verrieten.

    Du hieltest den dunkelblauen Griff mit deiner Hand sichtbar fest umklammert, als hättest du bereits geahnt, dass dieser Regenguss sich zu einem regelrechten Monsun entwickeln würde.

    Und tatsächlich, nur wenige Häuser weiter entwickelte sich der Niederschlag von einem flüsternden Tröpfeln zu einem lauten Prasseln, so ohrenbetäubend, dass es sogar den Großstadtlärm zeitweilig übertönen konnte. Es war auch ein deutlich schöneres Geräusch.

    Laut und ungestüm schlugen die dicken Regentropfen auf deinen Schirm nieder. Man konnte regelrecht sehen, wie er eine schützende Kuppel über dir bildete, während ringsum das kalte Nass einem Wasserfall gleich hinablief und zu deinen Füßen auf dem glänzend spiegelnden Grauasphalt einen wilden Tanz aufführte.

    Trotz allem gelang es der anwesenden Tristheit und Kühle nicht, deine spürbare Präsenz zu trüben.

    Eine unstimmige Beklommenheit in der Luft, die den anderen wenigen Passanten deutlich anzusehen war.

    Dich konnte all dies nicht beeindrucken. Du ließt dich von dieser disharmonischen Stimmung nicht runterziehen. Du machtest dein Ding. Du durchbrachst die bröckelige Wand der Trübseligkeit mit Überschall. Du verwandeltest den Fußgängerweg allein durch deine pure Anwesenheit in deinen persönlichen Laufsteg.


    Stets begleitet von den wandernden Schatten in den Lichtkegeln der Straßenlaternen verließen wir die Kreuzung und bogen in die angrenzende Hauptstraße ab. In die Innenstadt, bei der man schon vom Weiten erahnen konnte, was einen empfangen würde.

    Wobei sie nachts noch mehr Präsenz zeigte.

    Immer klarer werdende Lichtwogen pulsierten durch die Straßen, Gassen und über den Dächern hinweg, je näher wir der City von Stanville kamen.

    Wie durch eine gläserne Pforte tauchten wir in eine komplett neue Welt ein.

    Wer zuvor schon von den gut beleuchteten Stadtvierteln bedient war, suchte hier vergebens nach irgendwelchen Schatten. Überströmt von stechenden Farben und überlagerter Musik konnten die Augen und Ohren keinen Ruhepol mehr finden.

    Wie Pixelbilder prangten großformatig gestaltete Folien-Mosaike namhafter Firmen an den gläsernen Hauswänden der Wolkenkratzer, die selbst schon so futuristisch wirkten, als würden sie aus einem Science-Fiction-Film stammen. Dazwischen überdimensionale Reklamebanner verschiedenster Großkonzerne und gigantische Anzeigetafeln, die mit tausenden LEDs wilde Werdespots illustrierten. Unter all dem Flimmern der Leuchtreklame der Nachtclubs und Bars fielen die Geschäfte und Restaurants kaum noch auf, die bereits lange geschlossen hatten.

    Während an der einen Ecke eisblaue Delfine umher tanzten, flimmerten an einer anderen Stelle konzentrische Kreise und Feuerwerk über den Gebäudekomplex. Der Phantasie schienen keine Grenzen gesetzt. Hier war alles vorzufinden, was modernste Lichttechnik hergab.

    Und zwischen alldem war die Rothaarige mit den großen Ballons der AnRaMexx-Kampagne mit gigantischen Scheinwerfern raffiniert in Szene gesetzt.

    So abgefahren und unterschiedlich die Attraktionen waren, waren auch auf den breiten Gehwegen und Parknischen die unterschiedlichsten Menschen anzutreffen.

    Ob selbsternannte Diven in ihren Pelzmänteln und hochhackigen Schuhen, die sich von ihren Verehrern in schnieken Anzügen an den hochgetunten Nobelkarossen versammelten, oder Leute aus der Rapper-Szene, die ihre voll aufgedrehten Ghetto-Blaster durch die Gegend schleppten.

    Oder Taxifahrer, die Fahrgäste und Nachtschwärmer einsammelten.

    In diesem riesigen Trubel, der niemals zur Ruhe zu kommen schien, wirktest sogar du für einen kurzen Moment nebensächlich. Doch war all das hier im Gegensatz zu dir nur teure Kulisse und Inszenierung.

    Du dagegen die pure Realität in einer surrealen Welt.


    Wir gingen eine Baumreihe entlang, durch deren dichtes Geäst die Lichtflut nur als stroboskopisches Flackern hindurchdringen konnte, während wir von der anderen Seite von hunderten orangen LED-Lampen bestrahlt wurden.

    Die Eingangshalle des Kinos, das selbst jetzt noch geöffnet hatte. Dicht gedräng standen die Leute unter der Terrasse und gingen ihren Dingen nach. Egal ob sie sich über einen Film unterhielten, einfach nur abhingen oder sich vor dem Regen in Sicherheit bringen wollten.

    Der Weg ging weiter über die Flaniermeile, deren gepflastertes Würfelmuster bei diesen wirren Farben zu einem Kaleidoskop verschwamm, was uns beide ganz kirre machte.

    Bevor uns noch übel wurde, entschieden wir uns, nebeneinander zu gehen und fixierten uns auf die nicht enden wollende Schlange aus weißen Scheinwerfern und roten Rücklichtern der aneinandergereihten Autos, die uns wie Leitsignale die Richtung wiesen.

    An der nächsten Kreuzung näherten wir uns einer Verkehrsinsel mit freier Option in alle vier Himmelsrichtungen. Überall gab es mit Garantie etwas zu sehen. Umso mehr war ich gespannt, welchen Weg wir gehen würden. Wie abgesprochen schauten wir uns intensiv in die Augen, während wir auf das Grünsignal der Ampel warteten. Welches zu meinem Bedauern doch schneller als gedacht kam.

    Wieder auf der Flaniermeile kamen wir nach einer Weile an einem Parkplatz vorbei, der durch eine hüfthohe Mauer abgegrenzt war, auf der wir dann spontan entlang balancierten. Der starke Regen hatte bereits alles durchnässt und die glatten Brandsteine wirkten ziemlich rutschig. Das machte uns aber nichts aus.

    Schwer zu sagen, wo man bei einem Sturz lieber landen wollte. Rechts in den grobästigen Dornenbüschen oder links auf dem durchnässten harten Gehweg.

    Am Ende angekommen bliebst du kurz stehen und sprangst dann mit breitem Lächeln von der Mauer hinunter in eine Pfütze. Etwas irritiert stand ich oben und fragte mich, ob es deine Absicht war oder du sie einfach nicht gesehen hast.

    Nur Momente verstrichen, bis du dich zu mir umgedreht und mich allein durch deine Blicke animiert hast, es ebenso zu tun. Ich hätte es vermutlich auch so getan, irgendwann.


    Unweit davon kamen wir zu einem großen Parkhaus, das mindestens zehn Etagen hoch war. Natürlich hatte ich bisher jede einzelne Minute mit dir in dieser Nacht genossen, ob mit Regen oder nicht, doch begrüßte ich es auch, erstmal ins Trockene zu flüchten. An einen Platz, an dem wir unsere Regenschirme ausschütteln konnten und endlich ungestört waren.

    Auch wenn nebenan der Fahrstuhl war, nahmen wir trotzdem den Weg über die Fahrbahn. In der ersten Ebene fanden wir nur vereinzelte Autos vor, die in diesem großen trist-grauen Areal spärlich von den azublauen Neonröhren ausgeleuchtet waren.

    Was dir umso mehr Platz bot, den Gussasphalt als Bühne zu benutzen und zu dem dumpfen Rhythmus zu tanzen, den dir die hintergründliche Geräuschkulisse der Stadt vorgab. Es war kein spezifischer Tanz, eher Freistil. Was du aber sichtlich beherrschtest. Unter vollem Körpereinsatz schwangst du deinen aufgespannten Regenschirm mit Pirouetten und Steppschritten umher.

    Ich lief dir nur nach und bewunderte dich dabei. Bewunderte dein Können, deine Akribie.

    Aber schnell erwischte ich mich doch dabei, dass ich begann, zu deinen Bewegungen mit Händen und Füßen einen leisen Takt anzuschlagen.

    Und du versuchtest mich energisch zu mehr Einsatz zu bringen.

    Aber ich verneinte kopfschüttelnd. Ich kann nicht tanzen. Ich konnte es nie und werde es vermutlich auch nie können.

    Doch du akzeptiertest das nicht. Ich hatte nicht das Gefühl, dass du von mir enttäuscht warst, sondern eher traurig darüber, dass ich so dachte. Mit betenden Händen und bettelndem Blick standest du da, zeigtest auf mich und dich.

    Es war unmissverständlich.

    Aber ich zögerte. Ich versuchte dir mit reuendem Schulterzucken zu signalisieren, dass ich davon absolut keine Ahnung hatte. Ich war davon überzeugt, mich ohnehin nur zu blamieren.

    Jeder andere hätte es dabei belassen, aber du warst zu entschlossen!

    Augen rollend aber auch belustigt kamst du dann auf mich zu und packtest mein Handgelenk.

    Ich wehrte mich natürlich nicht dagegen und spielte mit. Nur brauchte ich halt diesen kleinen Schubs in die richtige Richtung, um mein Glück zu realisieren.

    Du legtest meine linke Hand auf deine Schulter und die rechte an deine Hüfte. Das allein fand ich schon zu nett von dir, mir so viel Geduld entgegenzubringen.

    Du führtest mich. Du brachtest mich dazu, mit dir, wenn auch sehr unbeholfen und steif, zu tanzen. Es war nicht gut, aber auch nicht übermäßig schlecht. Und solange ich dir dabei nicht auf die Füße trat, war ich zufrieden.

    Trotzdem schien nie der Punkt erreicht zu werden, an dem ich mich tatsächlich dabei wohl gefühlt hätte. Was du mit Sicherheit bemerkt hast.

    Dennoch wollte ich diese Erfahrung nicht missen. Er blieb unersetzbar.


    Wir tanzen gefühlt eine Ewigkeit zu der endlosen Melodie der Nacht. Und immer mehr fand ich Gefallen daran. Bis in die dritte Etage tanzten wir und hätten es vermutlich auch noch länger gemacht, aber unsere Schuhe waren eindeutig nicht dafür gemacht.

    Ziemlich erschöpft beschlossen wir, für den restlichen Weg den Fahrstuhl zu nehmen. Die Strecke war auch schon ohne zu tanzen ermüdend lang. Nur war er so langweilig und wir voller Dopamin, dass wir gezwungen waren, uns gegenseitig anzustarren. Aber je länger ich dich ansah, umso schwerer konnte ich beurteilen, ob ich es mir wünschte, schneller oben zu sein oder am liebsten gar nicht. Einerseits genoss ich es sehr, mit dir allein in diesem engen Raum zu sein, aber andererseits fühlte ich mich wiederum von dir eingeschüchtert.

    Hin- und hergerissen, einen Schritt weiter auf dich zuzugehen, verharrte ich angespannt in meiner Ecke und flüchtete in Gedanken.

    Die Zeit schien endlos zu werden. Jede Sekunde verstich zäh wie Gummi und zerrann wie feiner Sand zugleich. Ein schreckliches Gefühl, nie zu wissen, ob etwas passieren würde, was passieren sollte. Wenn Momente einem wie Äonen vorkamen und Hoffnungen sich mit Enttäuschungen vermischten. Wo Ängste und Bedenken auch stets von Mut und Überzeugung begleitet werden.

    Und dein prüfender Blick machte es keineswegs besser. Wie bei einem Verhör fühlte ich mich, bereits schuldig gesprochen und verurteilt.

    Im tiefem Zweifel an mir selbst ergriffst du die Initiative und kamst auf mich zu. In einem Atemzug hieltest du meine Hand am Geländer fest, während du mich mit der anderen Hand an die Wand drängtest. Deine makellosen Finger strichen zärtlich meinen Hals entlang und du schmiegtest dich näher an mich. Unsere Augen trafen sich. Erst jetzt bemerkte ich, welch intensives Grün sie hatten.

    Und ich verstand schnell, worauf es hinauslaufen sollte.

    Beinahe hätte ich mich wieder dabei erwischt, wieder in anstrengende Selbstzweifel zu versinken. Ohne weiter drüber nachzudenken kam ich dir einen entscheidenden Schritt näher und wir küssten uns.

    In ihm steckte so viel Leidenschaft und Erlösung, dass ich sofort alles um mich herum vergaß und nur noch diesen Augenblick auskosten wollte. All der Ballast, Furcht und Einsamkeit fielen von mir ab und füllten die Leere in mir mit Zufriedenheit und Reichtum.

    Ich hatte ein Ziel erreicht, vom dem ich bis dato nicht gewusst habe, dass ich es brauchte.


    Die Tür öffnete sich und ein kühler, nasser Wind blies uns entgegen. Doch gerade als ich deine wärmende Nähe wirklich zu genießen begann, ließt du wieder von mir ab. Man sollte aufhören, wenn es am schönsten ist. Nur konnte dieser Hauch von Zeit nicht am schönsten genug sein.

    Wir spannten unsere Schirme auf und gingen Hand in Hand hinaus auf's Dach. Im sonnengelben Laternenschein funkelten die Regentropfen wie Glitterstaub.

    Eingehüllt in leichten Nebel stapften wir über den rutschigen Gussasphalt rüber zur Brüstung, während uns der fröstelnde Windzug noch näher aneinanderkuscheln ließ.

    Wir schauten hinab auf die Stadt.

    Von hier oben wirkte sie ganz anders.

    Offener.

    Weiträuminger.

    Strukturierter.

    Mit all den Menschen, ihren Leben, Gedanken und Zielen.

    Den vielen Kulturen, Religionen und Meinungen.

    Wo Hast und Gelassenheit Hand in Hand gingen.

    Wo keiner wirklich wichtig erschien und doch jeder ein Teil des großen Ganzen war.

    Unter ihnen waren du und ich nur zwei von vielen.

    Aber du für mich in dieser Nacht nur die einzige, die ich brauchte.

    Wieviele andere dachten wohl ähnlich wie ich?

    Bis zum heutigen Tag hatte ich nie gedacht, dass selbst stille Worte oftmals mehr sagten als ganze Romane.

    Am Ende zählte nichts, außer der Moment.

    Durch dich entdeckte ich ihn.

    Und wie schwer es oft sein kann, zu erkennen, was einem wirklich wichtig ist im Leben. Zu erkennen, was man wirklich brauchte, um glücklich zu sein.

    Du hast es mir gezeigt.


    Wir schauten uns überzeugt an und stiegen auf die Brüstung.





    Ich merke, du bist kein Fan von Synonymen. :hmm: Ich hab recht häufig immer dieselben Beschreibungen gelesen wie zum Beispiel "alt", "klein" und "kurz". Ein alter Mann kann noch viel mehr sein als nur alt. Er kann auch "greisig", "erfahren" oder "gezeichnet" sein. Gerade durch Synonyme gibt man bestimmten Dingen noch mehr Charakter, weil nach dem dritten oder vierten Mal möchte man schon wissen, ob jenes Objekt noch etwas anderes außer "alt" oder "klein" ist. :ugly:


    Generell haben mir detailliertere Beschreibungen von Umgebung oder Gestiken/Mimiken gefehlt. Ich weiß jetzt nicht, ob du aufgrund der Tatsache, dass es eine FF ist, weniger Beschreibungen eingebaut hast, weil du eventuell ein gewisses Maß an Vorkenntnissen beim Leser erwartet hast, oder ob du generell wenig Beschreibungen einbaust. Ich kenne Merlin nur als alten langbärtigen Mann mit Zauberstab und Spitzhut in grauer Kutte. :wizard: Wie er jung ausgesehen hat, spezifischer in der Fernsehserie, weiß ich leider nicht. :(

    Zwar hast du oben Links eingefügt, aber ich weiß nicht, ob auch neue Charaktere vorkommen werden, die eben (noch) keinen Schauspieler besitzen. Und die bleiben dann eventuell farblos.

    Darum weiß ich nun nicht, ob ich in zukünftigen Parts weiter auf die Beschreibungen achten soll, weil es eine FF ist. Manche Autoren legen da bewusst weniger Wert drauf, eben weil sie davon ausgehen, dass die Leser sich meistens bereits zuvor mit damit auseinandergesetzt haben und somit ohnehin schon wissen, wie die Personen und Schauplätze aussehen.



    Ich habe mich gefragt, warum Merlin so einfach in den Palast gelassen wurde. Da könnte doch jeder ankommen und irgendwas behaupten. Die Wachen schien es auch gar nicht zu kümmern, was da abging. Das war eigentlich der heftigste Punkt, der mich irgendwie gestört hat. :hmm:



    Nichtsdestotrotz ist die Geschichte bisher gut geschrieben. Man kann der Handlung gut folgen und begreift schnell, was geschieht. Entschuldige, wenn ich jetzt nicht allzu viel überschwinglich Gutes dazu zu sagen habe. Das soll jetzt keinesfalls heißen, dass die Geschichte schlecht geschrieben ist. Ich weiß halt nur nicht so richtig, wie man bei einer FF kritisieren sollte, worauf ich den Schwerpunkt legen sollte.


    LG: Das blaue Alien :alien:

    Ach Mensch, da hab' ich jetzt doch noch gewonnen! =O Nun kann ich ja gar nicht beim nächsten Wettbewerb mitmachen. ||


    Bei "Der große und mächtige Oc" und "Und noch ein Schatz" war ich mir ziemlich sicher, dass sie von AFG bzw. Aztiluth sind. Nur bei Cory Thain war ich mir nicht sicher.

    Meine Favoriten waren "Und noch ein Schatz" und "Beyond all fears". Dass ich mich schließlich für Cory Thain entschieden hab, lag an der Technik. Ich vermute, es ist nicht gespachtelt, aber mit Pinsel gemalt. Für mich eine sehr gute Wahl für dieses Thema.

    Bei Aztiluth s Bild fand ich den Wal im Hintergrund etwas unpassend zum Rest des Bildes. Ebenso war es für meinen Geschmack etwas zu überladen.

    Bei AFG s Bild fand ich es etwas schade, dass einige (wichtige) Details durch die Kolorierung an Wirkung verloren haben. Zum Beispiel das Monokel verlor für mein Auge beinahe gänzlich an Präsens. :(


    Ich selbst wollte mein Bild zuerst ohne Fische abgeben, aber hatte die Befürchtung, dass man es dann nicht als Unterwasserwelt erkennen würde. Ich bin auch nicht ganz zufrieden mit der Darstellung der Fische. Vielleicht hätte ich sie plastischer (mehr als Scherben) darstellen sollen. :ninja:


    Zum Schluss nochmal ein großes Lob an alle Teilnehmer! Am Ende, finde ich, ist es nicht so wichtig, wie viele oder wie wenig Stimmen man erhält. Allein das Teilnehmen erfordert bereits viel Mut!:alien:

    Nochmal großes Lob an alle Beteiligten! Gerade die Mühen von Zarkaras Jade leiten mich zu der Frage, wie du das gemacht hast - das sieht nach sehr sehr viel Arbeit aus!

    Ich hatte das "Problem", dass es ein buntes Kleid sein musste. Also konnte ich es nicht bei einer Skizze belassen, sondern musste mit Farbe arbeiten. Da ich mich selbst aber als sehr schlechten Maler ansehe, musste ich auf andere Mittel zurückgreifen. Also hab' ich mich für das digitale Zeichnen entschieden.

    Ich hab' es bewusst auf Zentimeterpapier vorgezeichnet, da mir das auch gleich eine grobe Darstellung als Mosaik zeigen konnte. Ich glaube eher, dass eure Bilder mehr Arbeit waren, zumal ihr ja nichts ausbessern konntet. Im Nachhinein fallen mir sogar noch viele kleine Details auf, die ich hätte nachbearbeiten können. Ich hab' mir aber nicht allzu große Chancen ausgerechnet. Ich wusste nicht mal bis zum Schluss, ob es überhaupt zugelassen werden würde.

    Aber aufgrund von Datengröße hat es nicht funktioniert. Daraufhin habe ich im Internet wie wild probiert, die JPGs zu komprimieren, aber auch das hat nicht viel gebracht. Daher diese zusammengequetschten WIPs. Bitte, gebt mir gerne Tipps, wie ihr eure Fotos kleiner macht!! Ich hätte die Skizzen gern getrennt geschickt - doch es ging (für mich) nicht.

    Ich hab' meine Bilder als PNG abgespeichert, weil dadurch nicht so extrem viel Qualität verloren geht und die Datei recht klein blieb. Ich hätte mein Bild sogar noch hochskallieren können und es wäre immer noch unter der maximalen Dateigröße geblieben, weil es nur wenige Farben verwendet und "große" einfarbige Flächen besitzt.

    SG1, Atlantis und Universe, sowie Star Trek und Babylon5 laufen immer im Wechsel auf Tele5. Ich hab SG1, Atlantis und Universe schon mindestens 4 x komplett gesehen. Ich find sie immer noch gut! :jade:

    Ich würd mal gerne wieder Andromeda oder Lexx sehen. :( Gerade Lexx fand ich, obwohl nur wenige Folgen geschaut, damals sehr spannend!

    Ich habe ein paar Rechtschreibkorrekturen in Klammern gemacht. Oftmals Groß- und Kleinschreibung. Manchmal auch falsch geschriebene Wörter oder ganz selten Zeitform.



    Zum Vulkanausbruch selbst muss ich sagen, dass er mir echt zu schwach dargestellt ist. Ich kann mir weder vorstellen, wie groß der Vulkan ist, noch wie weit entfernt die Stadt von diesem ist. Du schreibst, dass der Vulkan Titur im Norden der Stadt liegt. Also angenommen die Stadt wurde quasi am Fuße des Berges errichtet. Ich nehme mal als Vergleich die Stadt Pompei und den Vesuv.

    Wenn der Vulkan nun ausbricht, dann entsteht eine massive Schockwelle, gefolgt von einem Knall, der so laut ist, dass es einem das Trommelfell zerfetzen würde, wenn man zu nah ist. Daraus resultierend würden einige Bewohner sofort taub werden und dadurch einerseits die Orientierung verlieren oder andererseits den Ausbruch gar nicht erst mitkriegen. Funde aus Pompei zeigen, dass viele Menschen quasi von der Lava erfasst wurden während sie schliefen.

    Der Vulkan schleudert Megatonnen an Gestein und Asche kilometerhoch und -weit durch in die Luft. Manche von den Felsen vermutlich sogar größer als ein Haus. Die Asche wäre so heiß, dass trockenes Holz sofort in Flammen aufgehen würde und selbst die Menschen schwere Verbrennungen davon tragen könnten. Schon allein das Erdbeben würde einen gewissen Teil der Stadt einebnen.

    Für die Bewohner würde es einer Apokalypse gleichkommen. Vermutlich wäre die Stadt im Süden tatsächlich weniger stark betroffen, aber immer noch ausreichend genug, um auch dort massiven Schaden zu erleiden. Sowohl durch die Asche als auch durch Geröll und Hitze.


    In Anbetracht dieses Ereignisses wirken die Drachen auf mich dann sehr konstruiert und etwas überflüssig. Ich komme dadurch zu dem Entschluss, dass die Drachen entweder aufgrund des Ausbruches zur Stadt fliegen oder sie selbst den Ausbruch zu verschulden haben.

    Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich den Vulkanausbruch in den Fokus setzen und die Drachen vermutlich gar nicht mit einbauen. Nicht falsch verstehen. Ich mag Drachen (auch) sehr, aber sie nur einzubauen, damit sie vorkommen, finde ich nicht so spannend. Denn durch deine Schlussaussage wirken sie für mich so sehr in den Fokus gesetzt, dass mir wiederum der Vulkanausbruch zu konstruiert rüberkommt.

    Hier werde ich ab und an ein paar Kurzgeschichten reinpacken (meistens über Gefühle und Eindrücke), deren Geschehen ich in der Großstadt Stanville spielen lassen werde, vorrangig um der Stadt mehr Charakter und Charme zu verleihen.



    -Augenblicke -


    Stanville: 20.12.2019


    Mit einmal warst du da. Auf einer Bank sah ich dich sitzen, die Hände in den Seitentaschen deiner roten Daunenjacke vergraben. Was genau der Indikator war, wusste ich nicht, aber ich fixierte mich spontan auf dich. Weder Totenstille noch Großstadtlärm, die anderen Passanten oder sonstige Geschehnisse brachten mich davon ab, dich anzuschauen. Irgendwas Magisches veranlasste mich dazu, meine Augen auf dir ruhen zu lassen.
    Winzige Details. Kleine Schneeflocken auf deiner königsblauen Jeans, die wie Sterne glitzerten. Deine Turnschuhe, die eindeutig nicht für dieses Winterwetter gemacht waren. Aber bestimmt war es deine völlige Absicht, diese zu tragen. Und im Endeffekt erlaubte ich mir nicht, diesbezüglich zu urteilen. Denn ich selbst besaß auch kein passendes Schuhwerk.
    Dafür war dein Hals gut geschützt im grau nuancierten, grobmaschig gestrickten Schal eingewickelt, auf dem sanft dein blondes Haar ruhte. Dein bescheidenes Pony verdeckte nur schwer die in Denkfalten gelegte Stirn. Was ich aber überhaupt nicht schlimm fand. Im Gegenteil. Es brachte mich zur Annahme, dass du womöglich ein ebenso nachdenklicher Mensch warst wie ich.
    Dein Aussehen war so ansprechend, dass meine Augen länger auf dir verweilen wollten. Wider allen Vermutungen, es könnte mich ein Lächeln oder Ähnliches zu dem veranlasst haben, war dein Gesicht von keiner solchen Mimik geprägt. Es wirkte neutral, vielleicht auch etwas nachdenklich melancholisch.
    Allein deine fest aufeinander gepressten blassrosa Lippen, die unbedacht die ungesagte Ehrlichkeit wiedergaben, und die ruhigen Augen, die für mich heller strahlten, als die Sonne es jemals könnte, waren mir Grund genug. Jeder andere hätte darin nichts Besonderes gesehen, aber mich ließ dein wärmender Blick die Eiseskälte für einen Moment vergessen.
    Kein Schmerz, kein Leid betrübte mich.
    Doch Frust und Einsamkeit …
    Das erdrückende Gefühl der Erkenntnis, dass ich dich niemals näher kennenlernen würde und mich dadurch umso mehr zu dir hingezogen fühlte.
    Der herabfallende Schnee verwischte deine Gestalt. Zwanghaft versuchte ich, dein Gesicht besser erkennen zu können. Schon allein deshalb wünschte ich mir, dir näher zu sein. Und sei es nur ein Hauch gewesen. Ein einziger Schritt.
    Für andere mochte es keine erkennbare Hürde darstellen, sich einfach zu erheben und auf dich zuzugehen. Es schien so einfach, so simpel.
    Aber für mich blieb es ein unüberwindbares Hindernis.
    Weniger Schnee fiel hinab, die Sicht klarte auf und die durch die Wolken brechende Sonne nahm mir die Trägheit aus den Augen. Folglich konnte ich dich besser erkennen. Was es für mich umso schwerer machte, dir zu widerstehen.
    Offenbar veranlasste dieses Ereignis auch dich zu einer neuen, unerwarteten Aktion. Dein Blick schwenkte zu mir um.
    Mein Herz begann zu rasen. Der plötzliche Schweißausbruch und Unsicherheit trieben mich in die Verzweiflung und ließen mich schnell kapitulieren. Stechende Angst lastete auf mir, schnürte mir die Kehle zu.
    In Panik versetzt ließ ich meine Augen nur an dir vorbeiziehen, als würde ich etwas hinter dir fokussieren. Ich war zu schwach, auch nur einen längeren Blick zu wagen, geschweige denn dich direkt anzusehen. In jene smaragdgrünen Augen, eines jenen makellosen Gesichtes, das mich von erster Sekunde an in den Bann gezogen hatte.

    Doch so schnell du zu mir starrtest, so schnell starrtest du auch wieder auf den Boden vor dir.
    Es verstrich kaum Zeit, da wagte ich wieder einen Blick auf dich.
    Gefangen im Wechselspiel zwischen Selbsthass und Unersättlichkeit war ich auf der Suche nach einem Makel, der mich dich hoffentlich vergessen lassen würde und zugleich nach einem neuen Detail, das mein aktuelles Empfinden untermauern sollte.
    Doch ich erlag schnell dem Drang nach seelischer Befriedigung. Meine größte Schwäche, die stetige Sehnsucht nach Glückseligkeit. Auf Kosten der inneren Ruhe und Balance.
    Du warst wie eine Droge. Ich wurde süchtig nach dir.
    Es war dieser von Schicksal erfüllte Moment, noch kürzer als ein einzelner Wimpernschlag, und dennoch tief in Gedanken Äonen verstreichen ließ.
    Ganze Geschichten baute ich darauf auf, komponierte Symphonien und schuf gigantische Bilder in bunter Farbenpracht.
    Wie sollte ich wissen, ob du mich überhaupt wahrgenommen hattest. Wirkte ich bestimmt so unbedeutend auf dich wie ein herabfallender Wassertropfen des Eiszapfens am Geländer neben dir. Und er selbst schon so irrelevant, dass sogar die große Schneeflocke auf der Haarsträhnenspitze, die dir in jenem Moment ins Gesicht gerutscht war, noch mehr Wichtigkeit besaß. Vielleicht trug allein sie mit ihrem geringen Gewicht dazu bei, dass eben genau dies passierte. Was dich weiterführend dazu veranlasste, sie mit einem Fingerwisch wieder aus dem Gesicht zu streifen.
    Aber meinen Zweck in dieser Gleichung konnte ich nicht erkennen.
    Du warst vermutlich der exakte Gegenpol zu mir.

    Gerade, als ich endlich meine Ängste überwinden konnte und meine Beine mich zu dir tragen wollten, standest du auf und gingst fort.
    Und ich blieb zurück. Ich bekam einen Rückfall und verkroch mich wieder in mein Innerstes.
    Wie jedes Mal war ich zu langsam im Leben. Wie jedes Mal war ich zu ängstlich.
    Und auch dieses Mal schaute ich meinem Glück bedauernd hinterher und verurteilte mich für meine Feigheit.


    Für mich warst du es, das eine Besondere ...

    Der Meckerjade ist da!:ninja: Zieht euch warm an und verdreht die Augen!

    Nein, ernsthaft, ich habe nichts gefunden, woran ich rummeckern kann. Bisher vollkommen solide. Aber das sind wir ja nicht anders gewohnt von euch. Sirrah kann ich noch nicht so richtig einschätzen, ob sie tatsächlich so kühl ist, wie sie tut, es nur Fassade gegenüber ihrer Ware ist oder nur Fassade speziell in Jasons Fall. Denn er ist schon sehr direkt und forsch. Ob sie seine Bemerkungen auch in Zukunft eiskalt von sich abprallen lässt, oder doch etwas genauer auf diese und seine womöglichen Bedürfnisse eingeht, wird sich bestimmt noch zeigen. Dass er bisher noch aussieht wie ein Autounfall kommt ihm zumindest vorerst nicht zugute. Aber seinen Haarschnitt find ich toll!

    Die Inneinrichtung seines Quartiers erinnerte mich ein Wenig an die Quartiere in meiner Geschichte. Und euer Quartier ist "nur" 9 Quadratmeter größer!:P Welch Luxus!

    Am meisten freue ich mich ohnehin auf die Reise an Bord der Pollux!:alien:

    Aber eine Frage habe ich noch! Die ist sehr sehr wichtig!

    Was ist aus dem kleinen Becher für die DNA-Probe geworden?:ninja:

    Da es eine Fantasy Geschichte ist nehme ich trotz des Mittelalters einfach so Plizisten wie sie heute ... ach nee ... vergest es wieder ... wenn ihr Deutsche seit versteht ihr das nicht. :whistling:

    In Österreich funktioniert die Polizei ja ganz anders.:D

    Als deutsche finde ich das jetzt etwas beleidigend, aber lassen wir das mal beiseite....

    Also ich würde das schon gerne etwas genauer wissen, was wickie damit gemeint hat.

    Es gab da ja mal so einen Östereicher. :hmm:Und ich meine nicht Falco.:ninja:

    Makaberer Scherz beiseite. Ich würde trotzdem schon gern wissen, wie wickie es gemeint hat.

    Flipflop Lack (niemand kann mir sagen wie das natürliche Material heißt.

    Grob gesagt Metall. Man unterscheidet halt bei diesem Lack zwischen Metalliclack und Perlglanzlack. Metalliclack verändert die Helligkeit und Perlglanzlack die Farbfrequenz. In beiden Fällen werden dafür Metallpigmente genommen, also kleine Metallplättchen oder "Perlen", die entweder "nur" Metall oder eine chemische Verbindung aus Metall und anderen Bindestoffen sind. Das ist jetzt die grobe Erklärung dazu. :thinking:

    Und nur so nebenbei, Bücher habe ich auch schon 3 veröffentlicht das 4. ist kurz vor der Fertigstellung (die Kurzgeschichte), ein 5. und 6. ist in arbeit, das 7. Buch habe ich hier angefangen und darüber hinaus bin ich noch in einer 40 Stunden Festanstellung. Ich kann nachvollziehen wie du dich fühlen musst.

    Kann man die Bücher irgendwo käuflich erwerben oder dort irgendwie reinlesen? Nur, um zu sehen, wie eventuell dein Schreibstil ist. Das könnte vermutlich auch sehr hielfreich sein, dir im weiteren Schritt Tipps zum Inhalt und Ausdruck zu geben. Denn laut dieser Aussage hättest du bestimmt bereits gewisse Erfahrung darin, effektiv zu plotten. Denn aus dem Nichts kommen dir ja keine kompletten Plottideen zugeflogen für 6 Geschichten.

    Wegen der Perspektive oder der vergangenheitsvorm habe ich mir eigentlich noch nie Gedanken gemacht, ich lasse meine Texte sonst immer korrigieren.

    Wie jetzt? 3 Geschichten bereits veröffentlicht und drei weitere in Arbeit bzw. fast fertig. Wurde dir das bei diesen Geschichten angestrichen/ vorgelegt, wo du Perspektiven- oder Zeitformwechsel hattest? Oder wurde das still und heimlich korrigiert? Es geht mir darum, ob es in der Fülle der Texte gehäuft vorkam oder vielleicht doch nur vereinzelt. Uns passieren solche Fehlerchen auch ab und zu. Und da wir auch nach abermaligem Lesen nicht immer all diese Fauxpas finden, hoffen und vertrauen wir auch auf die analytischen Augen der Leser.

    Ich kann von meinem Teil nur sagen, ich habe leider nicht die Zeit mir jeden der Komentare durch zulesen, in dem es um irgendwelche Vorwürfe und co. geht.

    Ich finde das etwas ungünstig ausgedrückt.:hmm: Sagen wir mal lieber: "irgendwelche angeblichen Vorwürfe und co. geht."

    Ich habe hier bereits deutlich offensivere Kommentare zu lesen bekommen und zum Teil auch in meinen Geschichten. Und selbst die fand ich am Ende entweder total lächerlich oder einfach nur zu absurd, um mich längerfristig darüber aufzuregen. Außerdem gelten ja in erster Linie immer noch die Forenregeln und wenn tatsächlich ein Beitrag deutlich zu angreifend sein sollte, dann wird der auch schnellstmöglich von den Moderatoren (geprüft und) gelöscht. Natürlich könnte man nun auch argumentieren, dass ein Moderator ja wohl kaum seinen eigenen Beitrag zensieren würde, sollte dieser eventuell doch gegen die Forenregeln verstoßen. Aber da gilt, dass wiederum auch die anderen Moderatoren diesen Text bestimmt nochmal querlesen und auch andere Forenmitglieder ein Ticket schreiben können, falls sie der Meinung sind, dass es nötig ist.


    Ich persönlich habe hier alle Beiträge durchgelesen. Manche sogar mehrmals. Ich kann wickie in groben Zügen verstehen, warum er sich angegriffen fühlte. Andererseits verstehe ich seine Intention, sich hier angemeldet zu haben, nicht komplett. Ich schätze dieses Forum sehr, einfach weil man hier in den meisten Fällen ehrliche und konstruktive Kritik erhält, außerdem andere Leute bei ihren Geschichten aktiv helfen kann, live miterlebt, wie deren Geschichten entstehen und mit dem Schreiber mitwachsen. Es ist sehr benutzerfreundlich angelegt, eine wirklich gute Community und vieles mehr. Wir helfen auch gern Leuten etwas mehr als "normal" üblich. Aber wir erhoffen uns von jedem Neuzugang auch, dass dieser sich mit am Forenleben beteiligt und nicht nur in seinen eigenen Threads herumgeistert. Da kommt bei einigen schnell das Gefühl auf, ausgenutzt zu werden.


    Übrigens finde ich die Aussage zwecks Motto "Geben und Nehmen" eigentlich falsch.:ninja: Denn wenn dem so wäre, dann wäre es quasi Jedem, der etwas aktiv gibt, erlaubt, sich auch etwas aktiv zu nehmen. Aber wer möchte sich schon nehmen lassen? Ob aktiv oder passiv?

    Ich würde als Motto eher "Geben und sich geben lassen" sagen.:ninja:

    Lieber wickie ich muss eingestehen, das mir der Anfang deiner Geschichte deswegen etwas unter gegangen ist. Da ich noch nicht mal meine Geschichten auf anhieb finde, wäre es für mich hilfreich wenn du mir ein Link zukommen lassen könnest, damit auch ich deine Geschichte lesen kann.

    Siehe Post Nr. 36 ganz unten der Spoiler.

    aller Anfang ist schwer (zum Mitmachen)



    Nun zum bisherigen Text der Geschichte.


    Ich finde, du schreibst vieles doppelt und dreifach. Einmal lässt du es den Erzähler uns mitteilen und dann kommen dieselben Informationen nochmal von den einzelnen Charakteren. Wie das mit der Dürre zum Beispiel. Bereits am Anfang berichtet der Erzähler davon und später noch einmal Person 1 und 2.

    Ebenso driftest du schnell in Umgangssprache ab. Ich muss gestehen, auf mich wirkte der Text dadurch stellenweise eher als Parodie.

    Ebenso fand ich die Geschichte bisher eher semi spannend. Der Brunnenbau kam mir nicht so glaubwürdig rüber, weil ich mich frage, ob Vater und Sohn den Brunnen nur für sich allein bauen oder für die Stadt. Zu zweit einen Brunnen bauen ist schon sehr anstrengend und woher wissen die überhaupt, dass dort Grundwasser zu finden ist? Oder erweitern die nur einen bereits vorhandenen Brunnen? Du sprichst von einer Karte, aber gibt es in einem mittelalterlichen System wirklich Landkarten, auf denen unterirdische Wasserquellen abgezeichnet sind? Nagut früher war halt Vieles Moor und Sumpf und der Grundwasserspiegel vermutlich um einiges höher als heute. Da konnte man vermutlich irgendwo ein Loch buddeln und das Wasser quoll nur so heraus. Aber bei einer so starken Dürre, dass anscheinend jegliche Vegetation zu Grunde geht? Wie tief wollen die denn da graben?

    Ach übrigens -weil du schon wieder meinst, du wüsstest nicht weiter mit der Geschichte- hast du doch mit den Magistraten und der Genehmigung zum Brunnenbau bereits einen weiteren großen Ansatz zur Story geliefert. Denn warum sollten die Magistraten den Brunnenbau einfach so genehmigen, wenn dies offenbar nicht Gang und Gäbe ist? Und dann findet der Sohn anscheinend auch noch genau an dieser Stelle ein Bruchstück der Krone. Welch Zufall!:rolleyes:

    Frank


    Frank steuerte seinen Wagen von der asphaltierten Straße auf einen Schotterweg, der auf direktem Weg in den Wald führte. Schon jetzt konnte er die frische Luft der kanadischen Natur förmlich riechen. Bereits seit Wochen hatte er diese Zeit herbeigesehnt und dabei hatte er mehr als einmal das Gefühl gehabt, mit jeder Stunde, die er seinem Urlaub näher gekommen war, hatte sich seine Arbeit verlangsamt. Witzigerweise konnte das gar nicht sein. Als Uhrmacher hatte er die Zeit schließlich buchstäblich im Blick.

    Neben ihm beugte sich Renée vor und schaltete das Radio aus, aus dem bis eben noch der Mainstream-Pop des 21. Jahrhunderts gequollen gekommen war.

    „Jetzt gibt es drei Tage nur noch Vogelgezwitscher und den Klang des Waldes“, meinte sie und öffnete demonstrativ das Fenster.

    Frank nickte stumm.

    Wie jedes Jahr um die gleiche Zeit unternahmen er und Renée einen mehrtägigen Jagdausflug in die wunderschönen kanadischen Wälder nahe Shamattawa. Bei Shamattawa handelte es sich um eine sehr kleine Gemeinde in mitten eines sehr weitläufigen und beinahe unberührten Waldgebiet. Perfekt für die Jagd.

    Nebst seiner Tätigkeit als Uhrmacher brauchte Frank ein weniger anspruchsvolles Hobby zum Ausgleich. Das Angebot in seiner Gegend war mau, aber die Ansprüche ebenso. Das Angeln allein konnte ihn jedoch nicht befriedigen, also trat er nach langem Überlegen doch einem Jagdclub bei. Wobei er sich schnell mehr für Renée interessierte als für den Club.

    Sie waren nicht zum ersten Mal in diesem Gebiet des Waldes unterwegs, weshalb sie sich etwas orientieren konnten an markanten Bäumen, Hügeln und Felsen.

    Obwohl es nur eine Straße gab, konnte man sich zwar nicht verfahren, aber trotzdem schnell verirren. Für einen Laien sah es hinter jedem Hügel und jeder Hecke gleich aus, was für die beiden Kollegen den besonderen Reiz ausmachte. Abgelegene unberührte Natur, dem drögen Alltag entrinnen, die Seele baumeln lassen.


    Den Jeep in einer Niesche am Straßenrand abgestellt, machten sie sich in voller Montur auf dem Weg querfeldein durch den Wald. Neben dem Genießen der farbenprächtigen Umgebung mit all ihren Gerüchen und Klängen blieb immer ein Auge auf der Suche nach verdächtigen Hinweisen. Neben zertrampelten Gras und angefressenen Pilzen machten sie auch erste Spuren von Wild ausfindig. Diese Erkenntnisse verhießen ihm bereits jetzt eine spannungsreiche Jagd. Er sah sich schon mit Renée durch die Büsche schleichen und über den Boden kriechen. In vollster Zuversicht, dieses Mal etwas Großes ins Visier zu bekommen. Nicht immer nur Waschbären oder Dachse.

    Wie auch zuvor im Wagen hatten sie sich während des Spazierganges nicht viel zu sagen, sie empfanden eine Unterhaltung in dieser bedächtigen Ruhe als störend. Obgleich sie sich sonst immer etwas zu sagen hatten. Selbst das Hinweisen auf Spuren erledigten sie nur flüsternd oder mit Handgesten.

    Eine gute Stunde waren sie unterwegs, bis sie ihr bereits zuvor ausgesuchtes Ziel erreichten. Eine kleine Lichtung bot einen hervorragenden Platz fürs Lager.

    Bedächtig legte der Mittdreißiger seine Handvoll Äste, die er unterwegs im Wald aufgesammelt hat, im leicht feuchten Gras ab, um den ersten Beitrag fürs Lagerfeuer zu liefern.

    Beide atmeten tief durch, füllten ihre Lungen mit erfrischender Waldluft und lauschten dem sanften Plätschern des nahegelegenen Baches.

    Es zauberte ein Lächeln auf seine Lippen, als er in Renées zufriedenes, durch die erröteten Wangen belebtes Gesicht schaute.

    Zum Glück schaffte es die wärmende Sonne noch das raue Klima erträglich zu machen. Denn beim Blick in die Ferne sahen sie noch weite Waldstriche in Nebel eingehüllt. Eine stetige Melancholie lag in der Luft, die aber keineswegs störend wirkte.

    Ungestüm hielt Renée Frank mit dem Arm zurück, nahm ihren Fotoapparat und verewigte diesen malerischen Fleck Natur auf einem Bild.

    Er schmunzelte, er wusste ihren Enthusiasmus sehr zu schätzen. Sie würde alles tun für das perfekte Foto einer perfekten Kulisse. Sie war immer die erste, die irgendwas Neues entdeckte und erkunden wollte.

    Aber trotz allem hatten gewisse Dinge Priorität. Auch wenn es erst Mittag war, wollten sie bereits alles für die Nacht vorbereiten. Umso mehr Zeit hatten sie, ihre Zelte aufzubauen. Sie machten sich immer einen Spaß draus, wer als erstes seine Unterkunft aufgebaut bekam. Denn Renée wusste, dass Frank, obwohl er es schon unzählige Male gemacht hatte, stets die Beschreibung benutzte. Für sie völlig unverständlich, ihr war das zu umständlich.

    Kopfschüttelnd beobachtete sie ihn aus den Augenwinkeln, während sie selbst ihre Zeltstangen zusammensteckte.

    Natürlich war Renée deutlich eher fertig und konnte es sich nicht nehmen lassen, seinen mutigen Einsatz mit dem Fotoapparat festzuhalten. Er ließ sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen und beharrte auf seine übersichere Methode. Ein Grinsen konnte sie sich nicht verkneifen.

    Aber es war noch allerhand zu tun und ihn weiter ablenken wollte sie nicht. Also ließ sie ihn mit seinem Zelt allein, nahm sich die Axt und zog in den Wald, um noch etwas mehr Feuerholz zu suchen.

    Kurze Frage, ImmoE.Hefter .

    Du hast vor einiger Zeit angegeben, dass du bereits eine Geschichte veröffentlicht hast. Und nach langem Recherchieren (1 Minute) habe ich herausgefunden, dass diese Geschichte exakt denselben Titel wie diese Geschichte hier hat. Ist das nun auch genau diese Geschichte, die ich käuflich erwerben kann, oder wird das eine komplett neue Geschichte? Also wird das jetzt quasi ein aufmerksam machen auf deine bereits veröffentlichte Geschichte, aufdass du eventuell Leser/ Käufer dafür bekommst? Würde das dann schon als Schleichwerbung zählen? Oder wie ist das hier gemeint?

    Dies ist der Ansatz meines Skipts, bzw.Buches.