Beiträge von Schreibfeder

    Nicht unbedingt. Auch bei einer (schwarz)magischen Vermehrung braucht es einen Grundstock. Ein Ausgangsmaterial. Wie beim Klonen quasi die DNA.
    Sonst würde man Wesen aus dem Nichts erschaffen und weshalb sollte man dann schwache Orks erschaffen?
    Nein. Es muss schon ein Ork sein, von dem weitere Nachfahren geschaffen werden. Alles andere macht keinen Sinn. Also ist es naheliegend, dass dann von Nachfahren oder Sprösslingen geredet wird.

    Zum Thema Buchhandel: Da merkt man mal wieder, wie sich ein Konzern selbst ins Knie schießt.
    Was meint Libri eigentlich zu erreichen? Man möchte womöglich Geld sparen oder (wie im Link steht) die Autoren/Verlage in den eigenen Demand-Verlag drängen. Das heißt für mich als Außenstehener, dass dieser Demand-Verlag ziemlich schlecht sein muss, sonst würde er auch ohne solche Tricks laufen.
    Also werden die Autoren nicht dahingehen. Die (Klein)Verlage werden also Großhändler meiden und sich dem Onlinehandel (Amazon etc.) zuwenden. Das wiederum wird die Großhändler richtig ficken.
    Wo ist da der Gewinn?

    Buchhändler haben es ohnehin schwer. Wenn sie es richtig machen, haben sie ja ein ausgesuchtes Sortiment, was sich von Thalia & Co. unterscheidet. Kostet aber Zeit und Fachkenntniss.
    Wenn sie es noch besser machen, haben sie bereits jetzt Direktverträge mit den Verlagen. Warum? Beim Großhändler hat man nur eine Gewinnmarge von 30-35%. Bei Direktbestellung beim Kleinverlag winken 40-45% locker.
    Wenn Buchhändler also nur ein bequemes Leben haben wollen (wie der im Link) dann laufen sie über Großhändler. Und müssen halt auch mit deren Problemen kämpfen.
    Als wenn der Buchhandel nicht schon genug Probleme hätte (u.a. mit Amazon).

    Wenn die Regierung tatsächlich ihre Arbeit machen würde und geltene Recht mit Vorschriften und Dienststellenpersonal durchsetzen würde, wäre Amazons Tage ohnehin gezählt. Denn dann müssten Paketdienstleister allesamt anständig bezahlen, was die Preise kräftig erhöht und dadurch die Vorteile von Amazon (auf deutschen Boden) irrelvant werden.
    Aber das wird sicher nicht passieren, obwohl es den deutschen Einzelhandel retten würde, die Innenstädte beleben, den Konsum ankurbeln und die Steuern sprudeln lassen würde (welche Steuern zahlt schon Amazon).

    Ich bin zwar noch nicht ganz fertig, wollte aber eine kurze Rückmeldung geben. Irgendwie komme ich derzeit kaum zum lesen. Aber eine Rückmeldung ist überfällig.
    Also die Geschichte ist (vor allen in den Folterszenen) immer noch beängstigend, das man kaum weiterlesen will aber dazu gezwungen wird. :D

    Sobald sie in relativer Sicherheit waren, fiebert man aber noch immer mit, möchte aber nicht mehr die Augen schließen. :D
    Also sehr gut.
    Ich hole bestimmt noch auf.

    Allerdings: Das mit dem Drachen hat mich jetzt ganz stark an Harry Potter erinnert (wo sie aus Gringots ausbrechen). Ich bin mir unsicher ob mir es gefällt oder nicht. Aber passend war es dennoch.

    Ich wollte nur noch die Tatsache erwähnen, dass weder in den Büchern, noch im Hobbit (oder den Verfilmungen) weibliche Orks auftauchen und auch nie erwähnt werden. Und das, obwohl mehrfach in die Höhlen der Orks vorgedrungen wird.
    Einen Beweis für natürliche Vermehrung finde ich den den Werken von Tolkien nicht. Dafür aber zahlreiche Verweise auf Vermehrung mittels Schwarzmagie. Stichwort Uruk-Hai.

    Ich muss auch zugeben, dass ich die Variante mit den verdorbenen Elben gefällt. Es ist mal was anderes. ^^

    @Sabrina Das Happy End störte mich eigentlich nicht. Klar, es war kitschig und etwas übereilt, aber es passte. ^^

    Wenn du aber überarbeitest, solltest du der Crime-Seite vielleicht etwas mehr Gewicht verleihen. Es ist ein wenig "einfach" das der Haupttäter von einem Scharfschützen erschossen wird. Sorry, aber ein Scharfschütze der einen FBI-Gefangenen den Kopf wegpustet, müsste einen extremen Aufruhr verursachen und kann nicht Folgenlos bleiben.

    Auch ein Zeuge, der einen Deal annimmt aber nichts brauchbares sagen kann, (weil eventuelle Aufräumtrupps schneller sind) müsste entsprechend Nebenwirkungen spüren.
    Ganz zu schweigen von den ganzen IT-Zeug und Papierkram der Verbrecherbande, der sicher auch Beweise und Namen enthält. Ausgerechnet dads FBI müsste hier eine Masse an Möglichkeiten haben, da noch was Belastendes zu finden.


    "Gefangen" steht auf meiner Liste recht weit oben. Das ist als nächstes dran. ^^

    Hi, ich hab endlich einmal die Zeit gefunden alles nachzuholen. Die Geschichte geht echt genial weiter. Du schaffst es perfekt Emotionen beim Leser zu wecken. Deine Beschreibungen sind noch immer extrem lebendig.
    Du lässt auch keine Details aus. Vor allem, das Jamie die Schußverletzung noch immer spürt, war sehr realistisch. Aber auch die Bürokratie und halt das Warten bei Polizeieinsätzen.

    Ich weiß gar nicht, was mir gerade am besten gefiel, aber ich glaube, der Moment, wo ein übermüdeter Agent einen Paragraphenreiter-Arzt an die Wand klatscht. xD

    Dann wird die Geschichte aber recht traurig. Auch das hast du gut hinbekommen. Das arg kitschige Ende ist zu verzeihen. Ich finde gar, die Geschichte hast du gut zuende gebracht.

    Zusammenfassend: Ein guter Thriller, spannungsreich und emotionsreich geschrieben. Er geht richtig unter die Haut. Definitiv eines der besten Geschichten hier im Forum. :thumbup:

    „Was ist das Dornland?“, wollte die kleine Sonja erfahren, kaum dass Lydia fertig vorgelesen hatte.
    „Das Dornland ist eine Ansammlung von einen Dutzend kleinerer Grafschaften im Nordwesten des Reiches. Manche sind anerkannt, manche sind kleiner als Tannenberg und bestehen aus nicht mehr als einer Ruine mit ein paar Feldern“. erklärte Markwill ausufernd. „Das Gebiet ist den Geschichten zur Folge sehr unwirtlich. Große Teile sind von riesigen Dornenhecken abgetrennt und niemand weiß, wie es dahinter aussieht. Daher auch der Name. Tatsächlich stamm Aurell, der später der erste König werden sollte, aus einem dieser Länder. Er war ein Kriegsherr und soll wohl sehr charismatisch gewesen sein. Er schaffte es, das Dornland unter seinen Banner zu vereinen und verbreitete seine Idee, alle Reiche der Umgebung unter einem Verwaltungsschirm zusammenzufassen zum Wohle aller. Die Idee war gut und fand regen Anklang. Bald darauf versammelten sich die Führer und Abgesandten vieler kleiner Länder in seinem Amtssitz und unterschrieben das Dokument, welches Lydia gerade vorgelesen hat. Es sollte alles vereinfachen. Straßen wurden neu errichtet, die das ganze Land sinnvoll verbanden, und damit den Handel erleichterten. Siegel und Stempel wurden vereinheitlicht und jede Grafschaft bekam Kopien davon, damit man Fälschungen sofort zu erkennen vermochte. Maße und Waagen wurden festgelegt. Und langsam, ganz allmählich, kristallisierte sich tatsächlich ein Königreich heraus. Kurz vor seinem Tod, wurde Aurell tatsächlich zum ersten König gekrönt. Niemand wagte es zu diesem Zeitpunkt Widerspruch einzulegen, denn Aurell hatte sich diese Position redlich verdient und Großes geleistet. Dagegen vorzugehen, hätte das Ansehen eines jeden Zauderers geschmälert. Jedoch vereinbarte man eine Klausel in einem zweiten Dokument, der Krönungsurkunde. Es war jeden klar, dass Aurell Großes vollbracht hat, doch sein Nachfahre vielleicht alles ruinieren könnte. Denn kurz vor seiner Krönung, zerfiel das Dornland wieder in viele kleine Grafschaften. Manche von denen waren mit Aurell verwandt, andere nicht, doch alle beanspruchten die Krone. Daher, Lydia, könntest du bitte das hier vorlesen?“
    las sie laut vor. Sie senkte ihren Blick auf den Briefbogen und mühte sich mit der alten Schrift ab.

    „Ernennungsurkunde und Gründungsdokument:

    Hiermit vereinigen sich die folgend unterschreibenden Reiche, Ländereien, Heiligtümer, Grafschaften oder freie Städte, zum Königreich unter Aurell vom Dornland.

    Unter Aurell werden wir gemeinsam dienen. Wir halten dem König als Oberhaupt über uns allen die Treue. Auch verpflichten wir uns zu Beistand, sollte er dies von uns fordern. Ferner darf er über uns Recht sprechen, wenn dies zur Einigkeit des Reichs erforderlich ist.

    Gleichzeitig achtet der König all jene einzelnen Ländereien, die sich ihm anschließen. Niemals wird er ein Teil bevorzugen, niemals eines missachten.

    Zudem werden wir nach jeder Ernte dem König von jener den Zehnt-Zehnten zahlen, damit König und Reich regieren können zum Wohl aller.

    Jedoch wird es jedem Land freigestellt bleiben, sich aus dem Bunde zu lösen oder sich ihm anzuschließen. Dies ist jedoch nur in jenem Falle gestattet, in dem der König gestorben sei, damit die Regierbarkeit der Herrschaft gewährleistet bleibe.

    Dies unterzeichnet Aurell vom Dornland, erster König aller vereinigten Reiche.
    Dies unterschreiben die folgenden Reiche, Ländereien, Heiligtümer, Grafschaften oder freie Städte.“

    Eine angespannte Stille breitete sich in der Schenke aus. Bis sich Markwill räusperte.
    „Das bedeutet also, dass jede Grafschaft das Recht besitzt dem Königreich den Rücken zu kehren, falls es einen neuen König gibt. Es heißt sogar, dass Aurell selbst diese Idee gehabt habe, als er sah, was mit seinem geliebten Dornland passierte. Ihr könnt euch nun vorstellen, wie es mir erging, als mir dieses Schriftstück in die Hände fiel.“
    „Allerdings“, schnaubte einer der Bauern. „Das erklärt auch, warum der Zehnt letztes Jahr gestiegen ist.“
    „Die Langmark wird sich freiwillig dem König unterworfen haben. Ich hörte auch schon an anderen Orten, dass die Abgaben erhöht wurden. Ich bin weit herumgekommen“, erklärte Markwill.
    „Der neue König ist zu gierig“, stimmte der Bauer ihm zu. „Ich habe nur noch wenig Zweifel an der Echtheit deiner Geschichte.“
    „Und was hast du jetzt vor?“, wollte Sonja von Markwill wissen.
    „Tja, Kleines, ich kehre selbstverständlich zurück und werde meine Grafschaft befreien. Ich habe in den letzten anderthalb Jahren eine große Gruppe Getreuer zusammengescharrt, mehr als nur das Grüppchen Vogelfreier am Anfang. Mit ihnen werde ich die Weißgardisten vertreiben und mein Land wiederaufbauen. Ich weiß natürlich nicht, ob meine Burg noch steht, jedoch wird Tannengrün auf jeden Fall noch fortbestehen. König Helldorn hat die Absicht, das Land auszuquetschen wie eine Rotfrucht, er will es nicht vernichten. Meine Stadt mag zwar klein sein, jedoch ist ihre Wirtschaft robust.“
    „Hast du nicht erzählt, deine Wirtschaft fußt hauptsächlich auf diesen Eisenholz?“, wollte ein anderer Bauer mürrisch erfahren.
    „Mein Außenhandel beruht darauf, ja. Und ich hoffe bei allen Heiligen, dass die weiße Garde meinen Hain nicht gefunden hat. Wenn die Burg noch steht, sollte es ihnen schwer fallen, meine Grafschaft auszuplündern.“
    „Und wenn sie nicht mehr steht?“, wollte Lydia wissen.
    „Dann werde ich mir einen neuen Wohnsitz in Tannengrün bauen müssen und von dort aus meine Grafschaft wiederaufbauen. Die besagte Gruppe Getreuer besteht ja nicht aus Soldaten, sondern vielmehr aus Handwerkern und Bauern, die sich nichts weiter wünschen, als ein friedliches Leben führen zu können. Mit ihnen werde ich einen Neuanfang schaffen.“
    „Das heißt, du suchst nun überall nach Neubürgern, hab ich Recht?“, knurrte der mürrische Bauer und stand auf. „Wie hoch, hast du gesagt, sind deine Abgaben? Der Zehnte an Ernte und Handelseinkunft? Ich werde mal schauen, ob ich mit meiner Frau darüber reden kann. Sie hat immer das letzte Wort.“
    Murmelnd stampfte er die beiden Stufen hoch und verschwand im Sonnenlicht.
    Auch ein weiterer Bauer stand auf. Es war der, der den König als gierig bezeichnet hat. „Mit mir kannst du rechnen. Ich hab noch eine alte Kutsche, die ich mit unseren Besitz beladen kann. Viel ist es nicht. Meine Frau erwartet ihr drittes Kind und ich werde sie hier nicht mehr lange ernähren können. Wann hast du vor aufzubrechen?“
    „In drei Tagen“, antwortete er und nickte ihm zu. „Ich freue mich, dass du dabei bist. Aber du solltest wissen, dass ich nicht viele Felder hab.“
    Der Bauer zuckte daraufhin nur mit der Schulter. „Das soll mir gleich sein, dann werde ich zum Waldbauer. Hast du nicht erzählt, dass der allergrößte Teil eurer Ernte aus den Wäldern kommt? Ist mir nur recht. Von der Feldarbeit schmerzt mir der Rücken mit jeden Tag mehr.“
    Er nickte der Hohepriesterin zu. „Und auch wenn es Hilmar noch nicht begriffen hat, ist mir klar, dass du mit diesen Waldgrafen mitgehen wirst.“
    Die Köpfe der Geschwister ruckten und Lydia und ihr Bruder schauten sich unerbittlich an. Dann senkte Hilmar seinen Blick und schüttelte sachte den Kopf.
    „Meine Schwester hatte schon immer einen Dickkopf, Graf Markwill. Wenn sie mitkommt, werde auch ich folgen.“
    Markwill blickte zur Priesterin. „Aber warum?“
    „Weil sie sich hier noch nie wohlgefühlt hat“, mischte sich Hilmar ein. „Und jetzt kommt ein stattlicher Graf und verspricht ihr ein Abenteuer, eine lange Reise und eine neue Heimat in der Fremde. Wundert mich nur, dass sie dir nicht schon längst um den Hals gefallen ist.“
    Er hatte das Gefühl, als wenn er irgendwas nicht mitbekam.

    ____

    Momentan geht mir das nächste Kapitel nicht gut von der Hand. Da brauche ich noch etwas Zeit. Aber immerhin habe ich hier einen schönen neuen Sinnabschnitt fertiggestellt.

    Ich bin zwar nicht sehr viel weiter, aber immerhin ein Kapitel habe ich fertiggebracht. Wichtiger als neuer Text war mir die komplette Überarbeitung meiner Geschichte.
    Wer sie kennt, wird merken, das vor allem Kapitel 3, aber auch vieles in anderen Kapitel angepasst wurde. Beim neuen Teil ist es jetzt etwas kniffelig den sauber zu trennen, da die Geschichte ineinander übergeht. Ich hoffe, ihr kommt trotzdem damit klar.

    ____

    ~ „Und in der Tat, klappte es hervorragend bis zum heutigen Tag. Eure Hohepriesterin war nahezu die Einzige, die mich bislang enttarnt hat. Obgleich ich meine Geschichte an vielen Orten erzählte und weiter reiste, als sich die meisten von euch vorstellen können“, beendete Markwill seine Geschichte.
    „Tja, meine Schwester kann man nicht so leicht täuschen“, meinte Hilmar stolz.
    Markwill schmunzelte. „In der Tat, sie ist was Besonderes.“
    „Und was habt Ihr dann gemacht?“, wollte einer der anderen Bauern erfahren. ~


    Kapitel 5 - Die Gründungsurkunde

    ~ Ich nutzte selbstverständlich den Geheimgang. Das war nicht weiter schwer. Die Salpetersalzfässer kannte ich ja schon und ich musste nur dem Weg des geringsten Staubs folgen. Ich kam irgendwo am Fuße des Berges hinaus, viele hundert Schritte unterhalb der Burg.
    Der Eingang war gut versteckt, er wirkte wie eine Falte im Fels, die zudem dicht mit Efeu und Schlingpflanzen überwuchert war. Auch die moosbewachsenen Tannenbäume wirkten alt und unscheinbar. Dicke Flechten hingen von den Zweigen und alles wirkte verträumt. In der Ferne konnte ich sogar Wasser glucksen hören. Die Insekten und Vögel des Abends verstummten nach und nach, und ich beeilte mich nach Tannengrün zu kommen, denn nachts sind die Wälder mitunter tödlich.
    Blöderweise hatte ich kein Gold dabei. Ich trug nur meine Alltagskleidung, Schwert und diesen stinkenden Umhang. Also verdiente ich mir meine ersten Münzen, indem ich im Gasthaus als Wahrsager auftrat. Das Äußere dafür hatte ich ja und ich kannte die meisten dort, wenn auch nur oberflächig. Aber das reichte für den überzeugtesten Wahrsager den Tannengrün je erlebt hat.
    Ja, ich weiß was ihr gerade denkt. Der feine Herr Graf ist also ein Aufschneider und Blender. Aber es kommt noch schlimmer.
    Am nächsten Morgen schloss ich mich einen Kiepenhändler an, der auf den Weg nach Südwesten war. Wir entkamen knapp den Weißgardisten, die erst jetzt die Stadt angriffen und eilten immer weiter die königliche Straße entlang. Bis wir im Länderdreieck zwischen Langmark, Elenias und Tannenberg einer Gruppe Vogelfreien über den Weg liefen.
    Und ihr habt es richtig erraten: Ich schloss mich ihnen an.
    Ich mein, ihr kennt die Gesetze. Schwerverbrecher und alle jene, die ihre Strafe nicht zahlen konnte, werden nackt über die Grenze getrieben und sind Rechtlos. Wenn ihnen kein Angehöriger hilft, oder sie nicht mit Glück ein Heiligtum erreichen, ist es zumeist um sie geschehen.
    Die Gruppe der ich über den Weg lief, war erwartungsgemäß in einem grauenhaften Zustand. Normalerweise hätten wir sie umgangen, aber die Bande besaß Anstand und das beeindruckte mich. Sie versuchten nicht uns anzugreifen, sondern baten höflich um Hilfe.
    Also was tat ich? Ich pflegte sie gesund und im Gegenzug halfen sie mir. Sie erzählten mir, dass in Elenias, Thyrian und der Langmark die Bibliotheken vor einigen Jahren unter mysteriösen Umständen abgebrannt war.
    Der König musste seinen Umsturz von langer Hand geplant haben. Das schien den Herren von Elenias wohl auch klar zu sein, weil sie einen neuen Büchersaal aufbauten, der jedoch der Öffentlichkeit nicht zugängig war. Also half mir das nicht, vor allem, da Elenias bereits alle wichtigen Dokumente verloren hatte.
    Einer hatte da zum Glück die Idee, es mit dem Seenland oder dem Wasserreich zu versuchen. Die sind geradezu in Wissen vernarrt und liegen so weit entfernt, dass der König seine gierigen Klauen dort sicher nicht reingeschlagen hatte.
    Aus Dankbarkeit, aber auch weil ich sie bezahlen konnte, schlossen sie sich mir an und gemeinsam zogen wir ins Seenland, wo wir jedoch nicht in die Lesesäle vorgelassen wurden. Denn Wochen davor gab es einen Anschlag und die Bibliothekare waren übervorsichtig geworden.
    Es war mir zu den Zeitpunkt zu gefährlich mich als Graf von Tannenberg zu erkennen zu geben, also zogen wir weiter ins Wasserreich, in dessen Unterwasserstädten ich dann endlich fündig wurde.“ ~

    ~ „Oh, Städte unter Wasser?“, unterbrach Sonja mit glänzenden Augen. „Wie sehen die denn aus?“,
    „Es sind im Prinzip riesige Höhlen und Minen am Grund des Meeres. Im Inneren besteht fast alles aus Stein, lange Treppen und gepflasterte Straßen mit verschwenderisch viel Glas. Man kann fast immer irgendwo den Meeresgrund sehen. Ja, es hat seine Schönheit, aber ich muss gestehen, dass es mir dort nicht gefallen hat. Ich brauche die Wälder, Berge und die frische Luft. Dort hingegen ist es dunkel und es riecht immer salzig und muffig. Zu meinem Glück nicht an den Orten wo Bücher aufbewahrt wurden. Sonst wäre ich bei meiner Suche in den langen Regalen wahnsinnig geworden.“
    Er machte eine kurze Pause, bevor er mit veränderter Stimme fortfuhr: „Das mag sich jetzt alles recht schnell anhören, aber in Wirklichkeit hat mich die Reise und die Suche nach den Dokumenten fast ein Jahr gekostet.“
    „Aber du hast sie gefunden“, fiel Hilmar ein. „Das hast du ja schon gesagt.“
    „Ja, ich habe sie gefunden. Ich gab mich als Graf zu erkennen und ließ Kopien anfertigen und sie beglaubigen“, bestätigte Markwill und legte ein schweres, lederartiges Papier auf den Tisch und bat Lydia nach vorne.
    „Da vielleicht einige hier meinen Worten nicht trauen, möchte ich dich bitten, dieses Dokument zu prüfen und vorzulesen.“
    Langsam und hoheitsvoll trat die Hohepriesterin vor und untersuchte zunächst die Echtheit des Papiers.
    „Es ist eine Kopie eines alten Schriftstückes, welches vor vierhundertzwölf Jahren verfasst wurde. Die Beglaubigung ist echt. Dieses Schreiben stammt aus einer Bibliothek aus dem Wasserreich, ganz wie es unser Gast erzählt hat. Die Namen, die hier genannt sind, stimmen mit den Siegeln überein. Die Grafschaft Langmark, Tannenberg, Rosenstolz, ja sogar das Seenland und das Wasserreich sind hier vertreten.“
    Sie strich prüfend weiter über die Siegel und wandte sich dann dem Inhalt zu.

    „Gründungsvertrag des Zusammenschlusses der Reiche und Ländereien, zur Vereinheitlichung der Verwaltung, unter dem Herrn Aurell vom Dornland.“

    Habe auch schon ein paar Kurzgeschichten geschrieben. Bin allerdings sehr schüchtern, wenn es darum geht sie zu veröffentlichen.

    Ich hab mich ursprünglich angemeldet um ein paar klasse Geschichten zu kommentieren, die ich hier (unangemeldet) gelesen habe. Eigenes hochzuladen war mir zu unangenehm.

    Dann kamen Rael und Klimbim und haben mich aufgefordert doch auch selbst mal was hochzuladen. Mehrfach...bis ich irgendwann nachgegeben habe.
    Mach dir keine Sorge. Früher oder später versucht dich hier wer zu überreden.

    Achja: Willkommen im Forum. :hi2:

    "Der Roman als Genre ist einfach furchtbar langweilig."
    Tja, so ganz kann ich da nicht widersprechen. Tage später ging sie ins Kino, um sich John Wick anzusehen. Ich denke mal, sie sucht in Büchern einfach etwas anderes als ich.

    Das ist zwar ein wenig Offtopic, aber schlage mal deiner Kommilitonin das Buch "Der Tempel" von Matthew Reilly vor. Das wird genau ihr Geschmack treffen. Das Buch ist Hollywood-Actionfilm pur, wo selbst Bruce Willis vor Neid erblassen wurde.

    Folgende Handlung: Irgendwo im Dschungel ist eine Statue versteckt, dessen Material eine Supernova-Atombombe ermöglicht, die die ganze Welt vernichten könnte. Also suchen ein Haufen Gruppen wie verrückt diese Statue (US-Army, US-Navy, deutsche Bundespolizei, Nazi-Nachkommen, Indianer und eine intelligente Panther-Mensch-Art) die sich mit High-Tech Waffen und Geräten bis aufs Blut bekämpfen. Ständig geht jemand drauf. Für Action-Fans bleibt hier kein Auge trocken. Hier wird mit Lianen über Schluchten gesprungen, über die langsam drehenden Rotoren eines Hubschraubers gelaufen, ein Kampfboot in voller Fahrt unterwasser geentert...Jetpack...Panzer...Atombomben...

    Für Vertreter der Logik, der Physik oder der niveauvollen Unterhaltung ist es natürlich ein Graus. ^^

    Hi, @Mephistoria: Deine Frage kann man auch mit Ferons Ausage beantworten:

    Ansonsten würde ich persönlich das eher sein lassen, weil es Leser irritiert die den realen Ort kennen. Du kannst ja nicht mitten in der Geschichte erklären das es Absicht war und keine schlampige Recherche.

    Versailles ist ein geschichtsträchtiger Ort. Zwar wird im Zweifel kaum einer wissen, ob da jetzt eine Schlacht mehr oder weniger geschlagen wurde, aber wenn der Leser plötzlich mal was googlet, stehst du blöd da. Es lässt dein Werk billig aussehen.

    Ich persönlich schlage Schlachten gerne mal nach. Vor allem, wenn Verlauf oder der Ausgang mir unlogisch erschienen. Auch Völker (Lage, Lebensweise) wird gerne mal von mir unter die Lupe genommen.
    Manchmal wecken halt (gute) Bücher den Wissensdrang in mir.

    Umso enttäuschener dann, wenn der Autor keinen Wert auf historische Korrektheit gelegt hat oder gar absichtlich was geändert hat. Da fühle ich gründlich verarscht.

    @bigbadwolf Ja, viel besser so. Sorry, falls ich mit meinen Anmerkungen dir zu Nahe kam. :)

    Deine beiden neuen Teile sind gut. Dein gewohnter Schreibstil, Rechtschreibfehlerfrei,... es liest sich schön flüssig.
    Weniger Humor diesmal - dafür erheblich mehr Action und ein Hauch Mystik. Alles in allen wirklich gelungen.

    Gibt es einen vierten Teil? Irgendwie habe ich nach den dritten Teil ein Haufen Fragezeichen über mir. ^^

    Es tut mir leid, bitte lynch mich nicht, aber jetzt hast du andere Fehler drin.

    Man merkt sofort, wenn man sich einen Arm/ein Handgelenk bricht. Dieser dumpfe, brennende Schmerz ist unverwechselbar. Man weiß sofort, dass er gebrochen ist, man kann den Schmerz auch sehr genau lokalisieren.

    Bewegen kann man den Arm dann dennoch nicht. Die Schmerzen zwingen zur Schonhaltung. Kinder würden gar krampfhaft ihren Arm umklammern. Erwachsene ebenfalls, wenn auch nicht krampfhaft.

    Tut mir leid, @bigbadwolf

    Oh ein neuer Teil. Gut, gut. :)
    Er liest sich am Anfang gut, aber am Ende habe ich ein leichtes Logikproblem. Ich weiß nicht, ob du dir je die Handgelenke gebrochen hast, aber erfahrungsgemäß wirst du in dieser Situation deine Hände nicht verwenden können. Die Schmerzen sind zu stark. In der Situation wird dein Held nur noch versuchen eine Schonhaltung einzunehmen und die Arme an den Oberkörper pressen. Wobei ihm dort jede Erschütterung höllischste Schmerzen bereiten wird.
    Da ist es auch egal wie viel Adrenalin du in dir hast und wie sehr du dich in Todesgefahr wähnst. Man kann die Hände nicht verwenden. Alleine schon bei den Versuch die Arme vom Körper zu lösen, wird man Schmerzen haben, die sich nicht unterdrücken lassen. Vor allem, wenn der Bruch erst Sekunden vorher war.

    Es war ein Buch von @Morgy und ich brauchte frisches esefutter. Sie hat es aus so einer Ramsch-Box für Mängelexemplare für 4,- €. Der Klappentext klang sogar ganz gut. Der Inhalt war aber grausig.

    Den Spoiler packe ich mal in einen Spoiler:
    [spoiler]Der attraktive Arzt natürlich. Der schottische. Was auch sonst. xD

    Das Buch "Eine Liebe am Meer" der britischen Autorin Katie Fforde.

    In diesen Buch passiert 356 Seiten genau genommen gar nichts. Und selbst das ist absolut vorhersehbar.

    Folgene Handlung:
    Eine südenglische Hebamme streitet sich mit einem Arzt. Wütend nimmt sie deshalb das Angebot ihrer schwangernen Freundin an und heuert als Köchin auf einen Ausflugboot vor Schottland an. Dort lernt sie nicht nur von einer alten Dame ein neues Strickmuster, sondern begegnet einen alleinerziehenden attraktiven Arzt und freundet sich mit dessen Tochter an.
    Der südenglische Arzt hat einen Gesinnungswechsel und bittet der Hebamme eine Beförderung an. Der schottische Arzt versucht das Gleiche. Beide baggern nun die Hebamme an.

    ...aber gut, was will man erwarten, bei einem Buch, wo die Autorin für das ZDF-Herzkino schreibt. Seit wann hat das ZDF je was ansprechendes herausgebracht.
    Ich darf gar nicht daran denken, dass ich das wirklich durchgehalten habe. :|

    Hi.

    Deine Auflistung der Völker sieht anständig aus. Auch wenn ich mich nicht mit allen Details befasst habe, wirkt sie jedoch recht kitschig. Wie wäre es denn mit ein paar frischen Ideen?

    Zudem: Ich würde dir den Tipp geben, deine Welt anders zu benennen.
    Denn du nutzt Namen von bekannten Büchern/Filmen.

    Faërie ist u.a. ein Begriff von Tolkien. Es ist ebenso Teil eines Titel eines Fantasy-Werks.
    Terra Nova bedeutet nur "Neue Welt" und hiervon gibt es eine recht bekannte SciFi-Fernsehserie.

    Velleicht ist es besser, du denkst dir als Titel was Neues aus? Was frisches? Denn ansonsten sorgst du nur für Irritationen oder Interessenten schreckst du mit abgenudelten Begriffen ab. Aber das letzte Wort liegt bei dir. Das ist nur meine Einschätzung. :)

    Ich glaube die Idee (so wie ich sie verstanden hatte) war - Du schreibst die ganze Geschiche nochmal so dass der vorherige Antagonist der Protagonist wird.

    Wow, das nenne ich mal ehrgeizig. Ich habe ja schon Probleme auch nur eine von meinen Geschichten einfach abzuschließen. =O

    Voldemort am Anfang ist ein anderes, aber das geht meiner Meinung nach schief weil Rowling ihn am Ende von nahem zeigt ohne dass er ausgearbeitet ist

    Jup, der Charakter ist eher ein Beispiel wie man keinen Antagonisten gestalten sollte. Er bleibt unglaublich blaß und eine Bedrohung ist für den Leser zu keinem Zeitpunkt nachzuvollziehen. Zudem ist er ein Psychopath oder zumindest Soziopath.
    Allerdings hat J.K.Rowling so viele Autorenfehler gemacht (vor allen die ständigen Logiklücken) dass das auch nicht mehr groß ins Gewicht fällt.

    Ich will euch wirklich nicht den Spaß nehmen oder so, aber laut Defintion ist ein Protagonist die Hauptfigur und der Antagonist dessen Gegenspieler.
    Wenn man jetzt aus Sicht des Antagonisten schreiben will, schreibt man damit automatisch aus Sicht des Protagonisten.

    Wenn man jetzt noch bedenkt, dass ein Mensch (psychologisch gesehen) immer ein positives Weltbild von sich hat, würde sich im Endeffekt nicht viel ändern.

    Man hätte (im schlimmsten Fall) einen äußerst unsympatischen Menschen/Psychopaten mit dem der Leser sich überhaupt nicht identifizieren kann,- und dann werden die Leser in Scharen das Buch beseitelegen.