Beiträge von Rainbow

    Hey Kiddel Fee :)



    LG,

    Rainbow

    Hey Kirisha :)



    LG,

    Rainbow

    Hey ImmoE.Hefter ,



    LG,

    Rainbow

    Hey RenLi



    LG,

    Rainbow

    Hey Sabrina  :)



    LG,

    Rainbow

    Wie schön, es geht weiter! :)


    Ein ruhiger Einstieg in eine neue Folge mit ein paar ganz interessanten Informationen zum Thema: "Wie nimmt die Hexe wo ihren Platz ein?" Natürlich folgt sie dem Ruf! ... Ich kann mir Fionnulas Gesicht nur zu gut vorstellen, als Clíodhna bei ihr reingeschneit ist. :rofl:Hat mir gut gefallen.


    Auch, dass die Hexe Gaben vor die Tür gestellt bekommt, macht Sinn...ich frage mich nur, warum das nicht schon vorher mal gezeigt/angesprochen worden ist. :hmm:


    Ansonsten freue ich mich schon zu erfahren, was ich euch wieder mal ausgedacht habt. :gamer:

    Thorsten , Kirisha , Sensenbach , LadyK , Sora , Alexander2213 , 97dragonfly


    Obwohl ich mit dem einen oder anderen von euch ja schon über die Konversation geschrieben habe, möchte ich mich auch an dieser Stelle noch einmal ganz doll für eure motivierenden Worte bedanken. :danke:


    Ja, wenn man sich an so ein Projekt begibt, erwarten einen nicht nur jede Menge Stolperfallen, die einen ins Straucheln bringen können. Wenn man nicht aufpasst rutscht man von jetzt auf gleich in eines dieser fiesen und heimtückischen schwarzen Löcher, die einen gnadenlos hinunterziehen ... da unten gibt es nur negative Gedanken, die einen umschwirren und gemeine Stimmen, die einen glauben lassen wollen, dass man nichts kann und die ganze Idee hinter der Geschichte ohnehin der größte Quatsch ist.


    Wenn ich euch nicht gehabt hätte, würde ich noch immer da unten hocken, mich in Selbstmitleid baden und mich von meinen eigenen destruktiven Gedanken zermürben lassen. Also, danke, dass ihr mich da rausgeholt habt :)


    Aber das Ganze hat auch sein Gutes. Ich habe wieder neuen Mut gefasst, mich meiner Geschichte zuzuwenden und ich will, dass das alles rund und stimmig wird. Ich habe mich dazu entschlossen, mit einer kleinen Gruppe (Kirisha, Thorsten und Sensenbach) den weiteren Plot zu besprechen und gemeinsam zu überlegen, wie ich das aufziehen kann, dass keine Logikfehler entstehen.

    Ein Extra-Dank geht demnach an die Drei :thumbsup:

    Das "Pausiert-Label" wird allerdings erst einmal dran bleiben, bis ich mich soweit sortiert habe. Den Rest von euch würde ich gerne "unwissend" lassen, damit ihr nach wie vor unvoreingenommen an die weiteren Posts herangehen könnt und mich an eurer Einschätzung teilhaben lassen könnt.


    Also, genießt die kleine Pause und ich hoffe, ihr seid wieder dabei, wenn es demnächst weitergeht.


    LG,

    Rainbow

    Der neue Teil gefällt mir auch richtig gut.

    Du baust viele schöne Details ein, wie zum Beispiel diese Seepferdchen-Wesen. Die seltsamen Laute, die sie machen, konnte ich mir gut vorstellen und auch, wie die Sprachengelehrte versucht, Kontakt zu ihnen aufzunehmen. Das hast du wunderbar geschrieben.

    Cool ist auch die Idee, die Schiffe mithilfe dieser magischen Schale verschwinden zu lassen. Wobei ich mir wünschen würde, da noch ein bisschen mehr drüber zu erfahren, was es mit dieser Schale auf sich hat. Wofür brauchen sie das Teil? Stellt es die Verbindung zur göttlichen Energie her und hält sie deshalb aufrecht, selbst wenn Penthesilea schon längst nicht mehr da ist? Eine kurze Erklärung fände ich hier ganz gut.

    Außerdem habe ich mich gefragt, ob du die Route vorher bekannt gegeben hast. Sie haben offenbar vor, ihre Schiffe zurückzulassen und auf anderem Wege ( an Land? -wohl kaum :hmm:) weiterzureisen. Wie gesagt, ich weiß es nicht mehr genau.

    Die Frage ist, was besser ist: Den Leser die bereits bekannten Punkte ansteuern lassen oder ihn zu überraschen und quasi als eine Art blinden Passagier einfach mitzunehmen, der nie weiß wohin es als nächstes geht.

    Also, ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es weitergeht :gamer:


    LG,

    Rainbow

    Hey KiddelFee :)



    LG,

    Rainbow

    Hey,


    sorry, hab`gepennt :) ... gar nicht mitbekommen, dass es hier weitergeht.


    Also, ich finde den Teil super! Sehr schön geschrieben, da passt für mich alles! Das neuerliche Dilemma, in welches Murissa rutscht, als sie vor der Entscheidung steht, ihm ausgerechnet jetzt die Wahrheit zu sagen. Das hast du geschickt eingefädelt....auch finde ich es ganz interessant, etwas über Turris zu erfahren. Thorstens Theorie finde ich ganz witzig. Wenn Turris ebenso erfindungsreich wäre und seinerseits versuchen müsste, Murissa den größten Humbug aufzutischen, um seine Geschichte plausibel zu machen oder sich bei ihr einzuschmeicheln.


    Der coolste Abschnitt in diesem Teil:

    Was sollte ich jetzt machen? Sein Weltbild wieder in Schutt und Asche legen?

    Deine Mutter ist tot, dein Vater spinnt, es gibt keine Wasserwelten?

    Oh Yes! Das wäre dann wohl der Jackpot! :rofl:

    Sorry, ich noch mal :) Hab mich hierzu gar nicht geäußert:

    Also überlege ich, die Geschichte wieder von vorne aufzurollen... Was hält ihr davon?

    Es ist manchmal hilfreich, das Ganze noch mal von vorne zu beginnen. Wenn alle Gedanken sortiert sind und man weiß, wo man hin möchte. Also ich wäre in jedem Fall dabei. Aber das wusstest du bestimmt schon ^^

    RenLi


    Okay, ich glaube dein Dämonenkonzept hatte ich jetzt nicht mehr so ganz auf dem Schirm, aber ich denke, du hattest das sicher irgendwo mal erklärt :hmm: So ergibt es auf jeden Fall einen Sinn!


    Zu Edwins Erscheinen: Das war ein wunderbares Element, um den Wahnsinn der Situation zu spiegeln. Natürlich musste sich der Dämon dieser Erinnerung bedienen...das passt für mich hervorragend!

    Hey RenLi :)



    LG,

    Rainbow

    Hey Kiddel Fee :)



    LG,

    Rainbow

    Hey Sora :)



    LG,

    Rainbow

    Hey Zarkaras Jade ,


    diesen "Augenblick" hast du wirklich schön beschrieben. Am Besten hat mir diese Stelle hier gefallen:

    Wie sollte ich wissen, ob du mich überhaupt wahrgenommen hattest. Wirkte ich bestimmt so unbedeutend auf dich wie ein herabfallender Wassertropfen des Eiszapfens am Geländer neben dir. Und er selbst schon so irrelevant, dass sogar die große Schneeflocke auf der Haarsträhnenspitze, die dir in jenem Moment ins Gesicht gerutscht war, noch mehr Wichtigkeit besaß.

    Irgendwie sind es diese kleinen alltäglichen Details, die das Ganze zu etwas Besonderem machen. ^^

    Kirisha


    Ich finde die Teile mit Murissa eigentlich immer sehr kurzweilig, weil sie doch meist recht amüsant sind.


    Auf ihr loses Mundwerk ist halt immer Verlass und auch hier schafft sie es wieder, sich um ein Haar um Kopf und Kragen zu reden, als sie mit dem Angriff der Wassergeister anfängt und davon, wie sie die Pferde gerettet hat:rofl:Ich finde es echt immer wieder erstaunlich, wie blumig sie diese erfundenen Sachen ausschmückt und welche Fantasie sie dabei an den Tag legt.


    Also, alles supi! Ich find’s gut.

    Thorsten

    Ich weiß deine ehrliche Meinung wie immer zu schätzen. Also Danke dafür.^^


    @alle


    Nach reichlicher Überlegung bin ich heute zu dem Schluss gekommen, dass ich hier erst mal ein Weilchen pausieren möchte. Irgendwie merke ich, dass mir gerade die Energie fehlt, mich weiter mit meiner Geschichte zu befassen. Es liegt vielleicht zu viel im Argen und vielleicht komme ich auch gerade an den Punkt, wo ich mir eingestehen muss, dass mein Experiment gescheitert und das alles drei Nummern zu groß für mich ist. Keine Ahnung.


    Kann sein, dass das jetzt nur so ne Phase ist und mich in ein paar Wochen wieder die Lust packt... aber jetzt gerade brauche ich erst mal eine Auszeit.


    Ich möchte mich dennoch ganz herzlich bei euch allen bedanken, die ihr mich bis hier hin begleitet habt. Ihr habt mir wahnsinnig geholfen und euer Feedback hat mich immer wieder motiviert weiterzumachen und noch mehr rauszuholen. Also :danke:


    LG,

    Rainbow

    Thorsten , Sensenbach , Kirisha . Vielen Dank noch mal, dass ihr euch so intensiv mit meiner Geschichte auseinandersetzt. :danke:


    Ich gebe zu, die letzten Kommentare haben mich leicht verwirrt ^^ Ich denke nun aber, ich weiß so ungefähr, wie ich es machen werde. Elias`Emotionen werden höchstwahrscheinlich etwas abgeschwächt, womit sein Auftreten von der "unprofessionellen Randalierschiene" auf die etwas "reflektiertere Anführersebene" gehoben werden soll. Im Grunde mag ich ihn ja so wild und ungestüm ... aber er soll sich auch nicht wie ein riesen Trottel aufführen.


    Bevor ich mich an meine Überarbeitung begebe, wollte ich euch noch den letzten Teil dieses Kapitels zeigen. Es folgt später noch ein weiterer Part, bei dem es dann um die Abstimmung und die Besprechung des weiteren Vorgehens gehen soll, doch war mir das als Kapitel insgesamt zu lang, weshalb ich es geteilt habe, um zwischendurch noch mal zu Micah switchen zu können.


    Ach ja, den Anfang von Kapitel 5 habe ich nun ein bisschen umgeschrieben... und die Portale habe ich mir ebenfalls noch mal vorgenommen. Ich denke, so ist es nun besser.


    So denn ... dann will ich euch mal den Rest geben :D


    Kapitel 5.2



    „Das himmlische Heer muss umgehend aufgestockt werden!“, sagte Elias schließlich entschieden. „Die Engel der ersten und der dritten Sphäre müssen sich den Streitkräften anschließen und sich zum Kampf bereit machen. Auf dem Wege können wir einem Zwei-Fronten-Krieg standhalten und nicht nur unser eigenes Reich, sondern auch die Welt der Irdischen verteidigen.“ Wieder ging ein Raunen durch den Saal. Lauter diesmal und unkontrollierter. Mit Mühe versuchte Seraphiel die wild durcheinander redenden Engel, wieder zur Ordnung zu rufen, indem er mit einer Art Richterhammer auf den kleinen Holzblock vor sich auf den Tisch klopfte.
    „Ruhe! Ich bitte um Ruhe!“, sagte er mit lauter fester Stimme und umgehend kehrte eine unfreiwillige erzwungene Stille ein, die nur noch hier und da durch ein abfälliges Schnaufen durchbrochen wurde. Dann wandte Seraphiel seinen Blick wieder auf Elias und betrachtete ihn eine Weile stumm, bevor er einen tiefen Atemzug nahm. „Das ist dein Plan? Die Botschaft, die du uns übermitteln wolltest?“
    „Ganz richtig. Das ist der Plan!“, entgegnete Elias voller Innbrunst der Überzeugung und appellierte damit eindringlich an seine aufgebrachte Zuhörerschaft. „Wenn wir die Menschen retten wollen, müssen wir uns ihnen offenbaren. Sie müssen befähigt werden, sich selbst zu verteidigen. – Ich weiß, das klingt befremdlich, ist aber umsetzbar, wenn wir es richtig aufziehen.“ Seine Stimme schwoll an und ein entschlossener Ausdruck legte sich auf sein Gesicht, als er an den Engelsfürsten vorbeischritt, deren skeptische Blicke jeder seiner Bewegung folgten.
    „Politische Entscheidungsträger, Regierungschefs, das Militär, - alle wichtigen Schaltstellen müssen weltweit so schnell wie möglich über die Bedrohung in Kenntnis gesetzt werden“, zählte er auf, während er im Vorbeigehen jedem einzelnen der hohen Abgesandten in die Augen sah. „Wir werden Schutzmaßnahmen in die Wege leiten, sichere Plätze schaffen und dafür sorgen, dass die Menschen mit Waffen versorgt werden, mit denen sie sich gegen einen Dämonenangriff behaupten können“, setzte er nach und vernahm zu seinem eigenen Staunen hier und da bereits ein zaghaftes zustimmendes Nicken aus dem Publikum.
    In der Mitte des Podiums kam er schließlich wieder zum Stehen. Einen Moment hielt er inne. Horchte auf die Stille. Scheinbar hatte er jetzt die ungeteilte Aufmerksamkeit, die er brauchte.

    „Die Engel der dritten Sphäre werden Seite an Seite mit den Menschen kämpfen! – Das wäre doch endlich mal eine Gelegenheit, den Begriff ´Schutzengel` neu zu definieren und einen aktiven Beitrag zu leisten, statt immer nur passiv zu bleiben.“ Herausfordernd hob Elias eine Braue und fragte sich im selben Moment, ob er vielleicht zu dick auftrug. Schließlich war er auf die Unterstützung und Kooperationsbereitschaft aller hier Anwesenden angewiesen. Auserwählter hin oder her. Alleine würde er das niemals schaffen können.
    Doch erstaunlicherweise blieb alles ruhig und er sah in betretende Gesichter, die seinem Blick zum größten Teil auszuweichen versuchten. Hinter sich spürte er nach wie vor die Anwesenheit von Rafael, der sich bislang zurückgehalten hatte. Als Fürsprecher der Erzengel war es nicht ganz unerheblich, was er von Elias` Vorhaben hielt, da es ihn als Vertreter der dritten Sphäre direkt betraf. Als Elias sich langsam zu ihm umdrehte, um sich ein Bild von seiner Reaktion zu machen, stand er nach wie vor lässig an das Rednerpult gelehnt und schenkte ihm ein zustimmendes breites Grinsen. Sehr zu Elias` Erstaunen nickte er unterstützend mit dem Kopf, während er applaudierend in die Hände klatschte.
    „Endlich!“, sagte er und kam auf Elias zu. „Dass endlich jemand den Mut findet, das offen anzusprechen, war schon viel zu lange überfällig. Ich stehe auf deiner Seite Elias! Und was die Erzengel betrifft, bin ich mir sicher, dass sie deine Meinung teilen werden.“ Anerkennend klopfte er ihm auf die Schulter und die Begeisterung war nicht nur in seiner Stimme sondern auch in seinem Gesicht deutlich erkennbar. Seine blauen Augen funkelten und hoben sich in strahlender Weise von seinen hellbraunen Haaren ab, die ihm wellig in die Stirn fielen.
    „Viel zu lange schon halten wir uns im Hintergrund und krauchen als unwirkliche Schatten umher.“ Verbitterung schwang in seiner Stimme mit, als er sich zu den anderen umdrehte. „Wir sind bedeutungslos geworden!“, brachte er die bittere Erkenntnis auf den Punkt und seine Worte hallten in der Stille auf ernüchternde Weise wider. „Das hier wäre unsere Chance, nicht nur die Menschheit zu retten, sondern obendrein unseren Einfluss wiederzuerlangen. Wir könnten endlich etwas bewegen, statt nur tatenlos dabei zuzusehen, wie die Irdischen ihren Problemen hilflos gegenüberstehen“, setzte er nach. Dann wandte er sich an einen kleinen, eher rundlichen Engel, der seine gelockten blonden Haare, entgegen der allgemein verbreiteten Vorliebe für langes wallendes Haar, kurz trug und sich dadurch von den anderen Engeln deutlich abhob.
    „Cerviel“, sagte er euphorisch. „Ist es nicht so, dass wir immer beklagt haben, nicht genug für die Menschen tun zu können? Uns machtlos zu fühlen, weil unsere Mittel einzugreifen begrenzt waren?“ Ohne eine Antwort abzuwarten, sprach er weiter. „Die Menschen brauchen uns jetzt!“, sagte er in eindringlichem Ton. „Schon viel zu lange warten sie auf ein göttliches Zeichen und jetzt wäre die Gelegenheit. –Was sagst du Bruder? Werden die ´Fürstentümer` neben den ´Erzengeln` die Menschen in die Schlacht begleiten und sie anführen?“
    Die Anhänger der ´Fürstentümer`, daran erinnerte sich Elias, vermochten sich, ähnlich wie auch die Schutzengel, unauffällig in die Angelegenheiten der Menschen einzumischen. In erster Linie sollten sie irdische Anführer und politisch Verantwortliche in ihren Entscheidungen stärken und positiv beeinflussen. Dass dies keine einfache Aufgabe war, lag auf der Hand, und konnte anhand einer Vielzahl von Negativbeispielen in der Menschheitsgeschichte belegt werden. Insofern war Cerviel um seinen Posten wirklich nicht zu beneiden.
    Seine tiefblauen Augen, die von einer Vielzahl kleiner Lachfältchen umrandet waren, strahlten eine beruhigende Wärme aus und auf seiner Nase glaubte Elias durch den hellen Lichterglanz seiner Erscheinung Sommersprossen erkennen zu können. In einer fließenden Bewegung erhob er sich von seinem Platz und räusperte sich kurz, bevor er mit ruhiger Stimme zu sprechen begann.
    „Du hast recht, Rafael. Mit allem, was du gesagt hast. Dennoch sollten wir die Sache in Ruhe überdenken und nichts überstürzen. Wie werden die Menschen es auffassen, wenn wir von heute auf morgen ihre komplette Weltanschauung auf den Kopf stellen? Ein so radikales Eingreifen in ihren Wirkungsbereich hat es schon seit Urzeiten nicht mehr gegeben und in diesem Ausmaß, wie wir es nun planen, noch nie, wenn ich mich recht erinnere. Diese Entscheidung können wir unmöglich alleine treffen. – Wir müssen Ihn dazu befragen.“
    Zustimmende Rufe aus der Menge signalisierten, dass ein Großteil der anderen Engelsfürsten seine Meinung teilte. Rafael brachte ein abfälliges Schnaufen hervor und machte mit seiner Hand eine wegwerfende Bewegung.
    „Was bitteschön sollte das bringen? Er hält sich doch ohnehin raus, oder habe ich da irgendwas falsch verstanden?“ Anklagend wandte er sich Seraphiel und Metatron zu, die aufgrund ihrer Position in der obersten Hierarchieebene am ehesten wussten, wie er zu dem allen stand.
    Metatron war es schließlich, der auf die Frage antwortete. „Die Anweisung von oben ist klar. Unter keinen Umständen will er die Menschen kampflos aufgeben. Es heißt, wir sollen auf die Erfüllung der Prophezeiung vertrauen. – Das ist alles.“
    Elias, der bis dahin die Debatte der Engelsfürsten ruhig verfolgt hatte, klatschte in die Hände und rieb die Handflächen aneinander.
    „Na dann ist doch alles klar, würde ich sagen! Wenn ich eurer Meinung nach der Auserwählte bin und es meine Bestimmung ist, diesen Krieg für uns zu entscheiden, dann werdet ihr mir eben vertrauen müssen.“ Ein listiges Grinsen huschte über sein Gesicht. Warum sollte er sich diese dubiose Prophezeiung nicht zunutze machen, wenn es ihm dabei half, seine Pläne umzusetzen? Sollten sie doch denken, was sie wollten! Wichtig war, dass sie ihm den Rücken freihielten.
    „Ich kann das nicht alleine durchziehen. Dafür brauche ich eure Unterstützung. Und nicht nur die Eure, sondern die des gesamten himmlischen Reiches ebenso!“, schob er eindringlich hinterher und warf einen auffordernden Blick in die Runde. „Nebenbei bemerkt, sind die Menschen stärker als wir glauben. Sie werden es verkraften, zu erkennen, dass es eine sehr viel höhere Macht als deren eigene gibt. Es wird sie zusammenschweißen und ein starkes Fundament für einen Neuanfang schaffen. – Vorausgesetzt natürlich, wir gewinnen.“ Seine letzten Worte hallten nach, wurden von den nackten Steinwänden wie ein Echo zurückgeworfen und schienen ihre Wirkung nicht zu verfehlen. Überall wurden nachdenkliche Blicke ausgetauscht und die beiden höchsten Fürsten sahen einander an, als kommunizierten sie, ohne Worte benutzen zu müssen. Dann räusperte sich Seraphiel und bahnte sich durch die Sitzreihen einen Weg zu Elias, um neben ihm Stellung zu beziehen.
    „Wir werden darüber abstimmen“, sagte er mit festem Ton. „Die Versammlung wird kurz unterbrochen, damit sich die Abgesandten zurückziehen und beraten können. Das Ergebnis der Abstimmung wird sphärenübergreifend verbindlich sein und tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft. Jede Ebene erhält eine Stimme, es muss also interne Einigkeit erzielt werden. Die einfache Mehrheit wird zum Beschluss führen. Ich bitte euch, trefft eure Entscheidung weise. Es hängt viel davon ab.“
    Mit einem bedeutungsschweren Kopfnicken und einer Handbewegung signalisierte er, dass sich die Herrschaften nun erheben durften, um sich in die angrenzenden Beratungsräume zu begeben. Umgehend kehrte Unruhe in den Saal ein, die Gespräche wurden wieder aufgenommen und die Diskussionen begannen bereits auf dem Weg zu der großen Flügeltüre.
    Schon von weitem erblickte Elias Camael und Verchiel, die beiden regierenden Fürsten über die ´Gewalten`, der Hierarchiebeene, welcher er selbst angehörte. Solange er sich zurückerinnern konnte, war ihm eingetrichtert worden, welch bedeutungsschwere Aufgabe ihm als Vertreter dieser Stufe zuteil wurde.
    Die Verteidigung seines Reiches und der Schutz der irdischen Welt war für ihn stets mit einem unbeschreiblichen Ehrgefühl verbunden gewesen, das ihn auf ebenso unerschütterliche Weise mit seinen beiden Mentoren verband. Leider konnte das nicht darüber hinwegtrösten, dass sie sich während der Anhörung vor einigen Wochen für seine Versetzung ausgesprochen hatten und ihm somit in den Rücken gefallen waren. Wenn ihre Beweggründe aus heutiger Sicht auch nachvollziehbar waren, so ließ sich der Vertrauensbruch nicht gänzlich rückgängig machen.
    Als sie nun an Elias vorbei gingen, klopften sie ihm anerkennend auf die Schulter und reichten ihm zur Begrüßung die Hand.
    „Willkommen zurück“, sagte Verchiel, der größere von beiden. „Es ist ein gutes Gefühl, zu wissen, dass du wieder da bist.“ Sein offenes Lächeln war freundlich und ehrlich. In seinem Gesicht spiegelte sich deutlich die Verantwortung, die er in seiner Position inne hatte und sich mit Camael an seiner Seite teilte, welcher nun dazu kam.
    „Wir glauben an dich, Elias. Das haben wir immer getan. Vielleicht wirst du eines Tages verstehen können, warum wir so handeln mussten.“
    Elias spürte, wie die Worte etwas in ihm auslösten. Sie waren ihm wichtig und insgeheim hatte er vielleicht sogar darauf gehofft, sie zu hören. Engel waren nicht besonders gut darin, sich selbst oder jemand anders gegenüber ihre Schuld einzugestehen. Das würde ein gewisses Bedauern voraussetzen und die Fähigkeit, sich in den anderen hineinversetzen zu können. Beides war ihnen aufgrund des stark eingeschränkten Gefühlsspektrums nicht, oder nur sehr eingeschränkt, möglich. Insofern war Elias sich durchaus über die Bedeutsamkeit dieser Bemerkung bewusst, als er ihre Begrüßung ebenso freundlich erwiderte und ihnen dankend zunickte, bevor sie von dem Strom vorbeigleitender Engel mitgezogen wurden. Nachdem alle den Saal verlassen hatten, blieb Elias alleine mit Seraphiel und Metatron zurück.