Beiträge von Kirisha

    Unabhängig davon, dass ich Tariq s Hannche durchaus verbuchungswürdig finde, kann man nicht von sich (und seinem engeren Umfeld) auf "die Leserschaft" (TM) schließen. In meinem Umfeld beispielsweise käme "sowas" gar nicht an, hier ist eher der Rosamunde-Pilcher-Content oder/und Krimis und Schriller gefragt.

    Okay, natürlich kann ich hier nicht behaupten, absolut zu wissen, was geht und was nicht. Das ist ja nur meine subjektive Einschätzung, die falsch sein kann.

    Ich basiere mich jedoch dabei nicht, wie du annimmst, aus dem, was in meiner Umgebung so gelesen wird, sondern da ich freiberuflich als Lektorin arbeite und im Rahmen dieser Tätigkeit schon eine Menge Manuskripte gesehen und auch deren Erfolg/Misserfolg nach Veröffentlichung nachverfolgt habe, auf eben diesen Erfahrungen. Außerdem kenne ich eine ganze Reihe von Autoren, deren Veröffentlichungen ich ebenfalls verfolge, und lese in Autoren-Communities im Internet mit, wo so etwas diskutiert wird. Ich versuche immer schon im Vorfeld zu schätzen, ob ein Buch laufen wird oder nicht. Bei den meisten Manuskripten, die floppen, sehe ich das vorher schon, außerdem ist das die überwältigende Mehrheit. Aber die Erfolge gibt es eben auch! Und die möchte ich gerne fördern. Allerdings bin ich kein Buchverlag und kein Marketing-Experte und kann mit meiner Einschätzung also auch danebenliegen.

    Finde ich super, dass du dich getraut hast und hier bist. Richtig coole Sache

    Das finde ich auch. Vielleicht habe ich dich mit meinem Kommentar etwas überfahren. Denk dran, dass es ja nur meine subjektive Meinung ist und du meine Ideen auch ignorieren kannst, wenn sie dir nicht passen.

    Ich persönlich fand es bei meiner ersten Story hilfreich, mal eine ganz kurze Inhaltsangabe zu schreiben. (Das war deshalb hilfreich, weil ich es nicht konnte. Und ich konnte es nicht, weil es keine richtige Story gab, sondern nur emotionale Ideen, aneinandergefügt. Erst bei dem Versuch, den Inhalt zu fassen, habe ich das gemerkt.)

    Das könntest du also mal machen, falls du es noch nicht getan hast.

    Ansonsten, wie geht es denn weiter?

    Ist wert, ein Buch zu werden...

    Hallo Tariq

    vieles ist es wert, ein Buch zu werden, deine Geschichten (denen ich folge) sind es alle drei ganz besonders. Aber nicht jede gute Geschichte wird auch ein Erfolg, denn dazu braucht es viele Faktoren.

    Mit Hannche rechne ich dir jedoch auch einen großen Publikumserfolg aus. Weil: Die meisten Leute lieber Geschichten aus dem wahren Leben lesen als Fantasy, Tiergeschichten oder SciFi (ich lese "normalerweise" lieber Fantasy, und ich liebe Tiergeschichten, bin aber wohl eine Ausnahme), und Hannche ist da ja ganz aktuell, wenn man bedenkt, wie hier überall die Altersheime wie Pilze aus dem Boden sprießen. Eine Bekannte von mir hat großen Erfolg mit einer Serie mit Protagonisten Ü80, die sich tapfer durchs Leben schlagen mit den Hindernissen, die es halt in dem Alter so gibt. Ich würde deshalb an deiner Stelle da durchaus an eine Veröffentlichung denken und in dem Fall auch aktiv Werbung machen, mit Bloggern und so. Du würdest da ganz sicher auf eine Marktlücke und entsprechende Nachfrage treffen (mal so ganz platt kaufmännisch gedacht). Das würden ja nicht nur die Alten selber lesen, sondern auch die betreuenden Kinder und evtl. Enkel. Besonders da du das Thema auf eine Art behandelst, die mal ungewöhnlich und voller echt wirkender Erinnerungen ist, die sicher viele Leser auf einer persönlichen Ebene anspricht.

    Auch der neue Teil ist wieder sehr ansprechend und den habe ich gerne gelesen!

    Schlecht bin ich glaub ich in allem anderen. Ich muss alles 1000 Überarbeiten um wenigsten etwas halbwegs gutes hin zu bekommen.

    Hallo Namika , wenn du das für eine Schwäche hältst, dann habe ich die auch. Ich glaube aber eher, dass die meisten Leute hier ihre Texte seeehr häufig überarbeiten, weil wir sie ja so gut wie nur möglich präsentieren wollen. Früher habe ich mich immer sehr darüber geärgert, dass meine Texte in der Erstfassung eigentlich gar nichts taugen und ich da viel dran herumkneten muss, bis mal etwas funktioniert. Aber so ist es nun mal. Entscheidend ist, dass ich WILL, dass sie funktionieren sollen und keine Ruhe gebe, bis ich zufrieden bin.


    Dass es aus mir so heraussprudeln würde, kann ich eigentlich nicht behaupten. Meine Stärke ist es eigentlich eher, lange am Ball zu bleiben.

    Bei mir auch! Ich habe immer das Gefühl, dass die Ideen zu mir nicht kommen wollen, sondern ich ihnen nachrennen muss, bis ich sie einfange.


    P.S. Ich habe gerade sehr lange überlegt, was wohl die Stärke meiner Texte sein könnte, aber weiß es nicht. Gerade beschäftige ich mich mit dem Thema "Inquits" d.h. wie formuliere ich das Drumherum von Dialogen, sodass man die Leute beim Quatschen richtig vor sich sieht und ich glaube, ich bin da gerade auf einer guten Spur. (Ist aber jetzt keine bereits vorhandene Stärke, sondern nur eine momentane Erkenntnis, an der ich arbeite)

    Hi liebe Tariq

    Das Tempo ist gut so. Ich bin ja inzwischen so gefesselt von deinen Geschichten, dass ich einfach alles von dir gerne lese. Manchmal weiß ich gar nicht mehr zu sagen als dass es mir gefällt.

    Wie es aussieht, will Hannche jetzt mal eine anzügliche Geschichte auspacken. Na, na, sowas hätte ich ihr gar nicht zugetraut!

    (Ich frag mich ja auch immer, wie das wohl meine nunmehr fast 80jährige Mutter hält. von der ich mir einbilde, sie würde seit dem Tod meines Vaters vor 16 Jahren wie eine Nonne leben. Ich bin ja so eine feige Socke, dass ich solche Themen nicht anspreche.)

    (Der Ring gefällt mir übrigens auch immer besser. Ich bin ja bei deiner älteren Version irgendwie ausgestiegen, vermutlich mehr aus Mangel an Zeit als aus anderen Gründen, aber jetzt nimmt es mich richtig gefangen.

    Frida finde ich ganz super!!! So erstaunlich, vielschichtig und gleichzeitig glaubhaft dargestellt.)

    Rainbow

    Sensenbach

    Dann geht es hier mal weiter!


    4.1 Der Auftrag


    Wirklich, keine Fluchtmöglichkeit? Durch die magische Tür ging es jedenfalls nicht. Der einzige andere Weg fort wäre durch den Krater … tatsächlich hatte er schon einmal Skeff ganz am äußeren Kraterrand herunterfliegen sehen. Allerdings bräuchte er einen Kältemantel, um nicht in der Hitze zu verbrennen.

    Als seine beiden Führerinnen ihn ein Stück um den hoch aufragenden unteren Bereich der düster schimmernden Kristallkugel herumgeführt und sich seine Augen an das diffuse Licht gewöhnt hatten, erkannte er hoch über seinem Kopf die grelle Blendstrahlung der Hohepriesterin. Sie stand in gut zehn Metern Höhe auf der Galerie, welche die Kugel in ihrer Mitte umrundete. Zu ihren Seiten erkannte er die geflammten Unhänge von einem guten Dutzend Gardistinnen sowie einige Schwarzmagierinnen in dunklen Gewändern mit langen spitzen Hüten. Ihnen zu Füßen ringelten sich diverse Schlangen, von denen einige ihre Köpfe von der Galerie herunterstreckten. Ihr Zischeln übertönte gelegentlich das sonore Surren des Kristalls und sogar das Grollen und Rumoren aus dem Vulkan.

    Die Hexen betrachteten gerade ein riesiges Bild, das sowohl auf ihrer oberen Etage als auch auf der unteren Kugelhälfte direkt vor seinen Augen aufleuchtete.

    Es zeigte ihn selbst. In erstaunlicher Vergrößerung, als wäre er ein Riese.

    Raven erkannte die Szene augenblicklich, sie zeigte seine Flucht aus dem Tempel vor drei Tagen. Die Bilder rollten seltsam geräuschlos vorbei, es fehlte komplett das mörderische Geschrei, das ihn umgeben hatte.

    Gerade stürmte er, die Prinzessin von Karghena an sich gepresst, zwischen Tempelstatuen und Festgästen hindurch Richtung Ausgang und schlug dabei mit gezielten Schwerthieben Widersacher aus dem Weg, die ihn aufhalten wollten. Er sah die wilde Entschlossenheit in seinen Bewegungen, die seine Schläge anfachte. Auf den Bildern wirkte es, als knickte er die Leibwächter mühelos nieder wie Grashalme, wenngleich er noch genau wusste, welcher Sturm in ihm getost hatte angesichts der scheinbaren Übermacht, die auf ihn eindrosch. Erst auf dem Bild erkannte er nun auch die Magie in seinen Stirnhörnern, über die er zeitgleich gleißende Energieströme in die Luft gejagt hatte. Durch seine heftigen Bewegungen verteilten sich diese Ströme von Antimagie in alle Richtungen und löschten Dutzende von auf ihn loszischende Strahlen, die ihn sonst sicherlich getroffen hätten. Gedankenschnell rannten vor allem vom rechten Flügel her seine Kameraden an seine Seite und halfen ihm dabei, die sich vor ihm zusammenballende Front von Soldaten freizukämpfen. Im Kampfgetümmel hatte er die kaum wahrgenommen, hatte zwischendurch sogar auf sie geflucht, weil die Vielzahl der Gegner ihn glauben ließ, ganz allein gegen ein Batallion von Widersachern an schlagen zu müssen. Dort focht Isert, hielt ihm zwei Hünen vom Leib, auf seiner anderen Seite arbeiteten Konu und Peker wie Berserker. Er hatte eine perfekte Truppe unter sich, die bereit war, ihr Leben für seine Sache zu riskieren!

    Nun entdeckte er Dutzende von Hexen, versteckt hinter Säulen oder über ihm fliegend, die mit gegen ihn gestreckten Händen Lichtblitze auf ihn schossen – welche jedoch wirkungslos an der um ihn herumdampfenden Antimagie verpufften. Das reine Inferno.

    Ein ganzer Trupp neuer Soldaten stürmte hinzu. Der Weg nach draußen schien unerreichbar. Wie ihm das Herz zu jagen begann angesichts der riesenhaften Bilder, welche die Szene wieder in ihm lebendig machten. Er war jetzt selbst überrascht, wie er sich mit seiner schreienden und um sich schlagenden Beute dennoch zäh Schritt für Schritt vorwärts arbeitete, wie er die neuen Kerle reihenweise niedersäbelte!

    Ganz plötzlich versiegte jedoch die Energie aus seinen Stirnhörnern. Und da schlugen die Hexen zu. Ein magischer Strahl traf seine Beine und brachte ihn ins Schlingern, er hatte Mühe, sich zu fangen.

    Deshalb bin ich also gestolpert! In dem Getümmel habe ich mich wohl nicht richtig auf die Magie konzentriert!

    Der kurze Augenblick seiner Unaufmerksamkeit genügte, da hatten fremde Soldaten ihm das Mädchen schon entrissen. Als er ihr nach wollte, stand plötzlich der Bräutigam im Weg und griff ihn an. Er hatte den mit einem einzigen gezielten Schlag außer Gefecht gesetzt und war der Flüchtigen nachgehetzt. Aber die Stadtwache versperrte seinen Weg mit immer mehr Soldaten. Trotzdem hatte er sich mit seiner Truppe den Weg aus dem Tempel hinaus freigeschlagen und als die Kutsche mit der Prinzessin davonjagte, waren sie dieser durch die Luft nachgejagt. Noch jetzt fing sein Herz an zu rasen, als er sich an den stürmischen Flug erinnerte, bei dem sie durch einen Regen aus Pfeilen hindurchkurvten, von Pferden aus attackiert wurden und zuletzt die Kutsche kaperten und in Brand setzten. Leider erfolglos. Zuletzt waren ihnen ein mehrere hundert Soldaten auf den Fersen gewesen. Es war ein Wunder, dass sie überhaupt lebendig aus der Stadt herauskamen.

    Siebzehn gute Männer hatte er bei dem Manöver verloren. Besonders um Konu und Peker reute es ihn sehr. Und wozu das alles? Die Prinzessin war schwanger gewesen! Ihr Leib hatte sich umfangreich unter seinem Griff gewölbt, kein Zweifel möglich. Dabei wusste er doch ganz genau, dass die Hohepriesterin für ihre Zeremonie immer und unbedingt Jungfrauen brauchte. Sie hätte mit der Frau gar nichts anfangen können.

    Der ganze Auftrag war also ein Fehler.

    Es war deren Fiasko und nicht seins! Ein Fehler einer Horde unfähiger Spione, die ein so wesentliches Detail übersehen konnten (waren sie eigentlich blind?) – die hätten jetzt hier stehen und um ihr Leben zittern sollen! Nicht er!

    Allerdings rettete ihn das nicht. Ein Auftrag war wie eine heilige Mission. Es gab kein schlimmeres Vergehen, als diesen nicht zu erfüllen.

    Ein lautes Klirren innerhalb der Kristallkugel riss ihn in die Gegenwart zurück. Die Bilder vor seinen Augen stoppten und fuhren wieder zurück bis zu der Stelle, als ihm die Prinzessin entglitten war. Und dort blieb das Bild stehen. Es zeigte ihn auf einem Bein, eingeknickt und schwankend, das bluttriefende Schwert gen Boden gerichtet, um nach Halt zu suchen, die linke Hand ins Leere greifend, und mit einem Ausdruck von Schreck und Verwirrung in den Augen. In diesem Augenblick wirkte er wie ein Bettler, der um Almosen fleht. Ein elendiger, ja höchst peinlicher Anblick. So klar, dass die Hexen den auf die Kristallkugel festbannten, damit auch jeder in dieser Halle sich daran ergötzen konnte!

    „Elendiger Versager“, hörte er über sich die schneidende Stimme der Hohepriesterin laut und in tiefstem Hass fluchen.

    Ohne dass er wollte, blitzten die alten Bilder in seinem Kopf auf. Die Stimme der Oberlehrmeisterin in der Akademie: „Raven bekommt mal wieder einfachste Lichtzauber nicht hin. Geh zurück!“

    Die Beklemmung und Scham seiner Kindheit legte sich schwer auf ihn, in der er solche Tadel fast täglich zu hören bekommen hatte. Und alles nur, weil seine magische Begabung zu gering war. Er versuchte, die Bilder abzuschütteln. Das war vorbei!

    Oder entkam er dem nie? Jetzt war er schon wieder an einem Auftrag gescheitert. Nur deshalb, weil er für einen kleinen Augenblick die Konzentration auf den Zauber in seinen Hörnern verloren hatte!

    „Wo ist die Prinzessin?“, dröhnte die Stimme der Hohepriesterin von weit oben auf ihn nieder, sie schien direkt in seine Lunge hineinzuschneiden und noch den letzten Rest Atemluft zu ersticken. „Du wagst es, hier zu erscheinen ohne das Opfer für die Göttin! Das ist ein Sakrileg! Eine Verhöhnung der Allerheiligsten!“

    Sollten sich sowohl Leute meiner Zeit mal wieder in's Gedächtnis zurückrufen, die den Song kannten, aber leider vergessen haben

    Oh, es gibt Songs, die vergisst man nicht! Von Michael Jackson mag ich am liebsten "Earth song" und "Thriller" (Das VIdeo ist so genial) und noch eine ganze Reihe anderer Lieder.

    Er war ein beeindruckender Künstler. Sein "No matter if you´re black or white" war sicher vor allem ein Wunschlied und spiegelte nicht seine Erfahrungen wider. Er selbst hat sich ja operieren lassen, um so weiß wie möglich zu wirken. Es hat mich damals sehr betroffen gemacht, dass er sich selbst nicht so akzeptieren konnte, wie er war.

    Sicher ist mir klar, dass er bestimmt viele Nachteile durch seine Hautfarbe erlebt hat. Aber seine Musik war doch so durchschlagend, dass er auch ohne diese OPs so bejubelt worden wäre. Und vor allem hätte er wohl länger gelebt.

    Hallo Sci-Fi-Dave !

    Herzlich willkommen im Forum!

    Du kannst hier sowohl SF posten als auch deine Comics zeigen. Wenn das verschiedene Themen sind, dann gehen auch verschiedene Threads. Schau dich um, hier gibt es ja auch eine Zeichenecke mit sehr schönen Bildern. Da gibt es keine Grenzen und wir sind neugierig auf alles!

    Ja, die neue Rahmengeschichte ist wirklich gut geworden. Sie gibt der Wolfsgeschichte eine zusätzliche Dimension, bringt sie näher an unser Menschenleben heran, und sie ist in sich rührend. Ich bin ganz gespannt, was du nicht nur mit dem Wolfsjungen, sondern auch mit den Menschen noch so vorhast. :love:

    Hier wehte eine rauer Wind.

    da hat sich ein e verirrt


    Der letzte Satz:

    manchmal war die Kinderwelt erschreckend in ihrer Einfachheit?

    Das ist ja eigentlich nicht erschreckend, sondern tröstlich, und es hilft den Kindern. Das Erschreckende ist eher, dass die Kinderwelt den Schrecken der Wirklichkeit verbirgt ... oder vielleicht ist auch das gar nicht erschreckend, sondern schützend. Oder was weiß ich ...

    Hallo Namika,


    du bringst mich zum Grinsen. Ich habe früher in Büchern auch grundsätzlich die Beschreibungen übersprungen und nur das gelesen, was ich spannend fand. Und ich habe auch so geschrieben.

    Mittlerweile finde ich Beschreibungen aber doch sehr wichtig, um mich einfühlen zu können.

    Es spricht nichts dagegen, wenn du das knapp hältst. Aber ein oder zwei Sätze dazu würde ich dir hier und dort schon empfehlen.


    Sam sah mit einem Blick, dass Mick ein Vampir war.

    Dies funktioniert für mich zum Beispiel nicht.

    Da möchte ich unbedingt erfahren, woran man einen Vampir erkennt. Nein, sag nicht, "das weißt du aus Filmen" oder "stell dir das einfach irgendwie vor". Nenne zwei, drei Details, um meine Fantasie anzuregen. Erst dann wird das hier spannend. Wenn du das unterlässt, nimmst du mich hier nicht richtig mit.

    Außerdem zur Logik: Wenn Sam auf einen Blick sah, dass Mick ein Vampir war - wie kommt es, dass sie sich zuerst über andere Sachen mit ihm unterhält und die Feststellung erst mitten im Gespräch macht? Wenn sie das sofort gesehen hat - sollte sie dann nicht sofort denken: Oh Gott, da steht ein Vampir vor meinem Bett! Alles andere wäre für mich wenig glaubhaft. Es sei denn, in deiner Welt laufen überall Vampire rum. Dann solltest du das aber auch erwähnen.


    Ihre Kräfte waren, erweckt wurden, gleichzeitig war sie gestorben.

    Ach übrigens, du bist gerade gestorben und dann sind Kräfte in dir erweckt worden.

    Das würdest du wirklich so denken und das dann als neue Erkenntnis so abhaken? Würden dir nicht, wenn du so eine Erkenntnis bekommst, tatsächlich tausende Gedanken durch den Kopf gehen? Ich würde gerne an zwei oder drei davon teilhaben.

    Es ist mir hier zu lapidar abgehandelt. Da würde ich mir mehr Gefühle und mehr Schock von Sam erwarten.


    Ich meine auch, du hast hier etwas Potenzial vertan, denn diese Verwandlung beschreibst du ja am Anfang, als sie "brennt". Da handelst du das jedoch auch sehr knapp in zwei Sätzen ab. (Erinnerst du dich an Twilight? Ich glaube, Bellas "Brennen" hat sich über ein paar Seiten gezogen. Fandest du das langweilig? Ich nicht!)

    Wie fühlt es sich an, als Mensch "zu sterben"? Wie ist es überhaupt dazu gekommen? Ich würde es riesig spannend finden, dazu was zu lesen.

    Und wie fühlt sich dann die Verwandlung an? Auch das fände ich super spannend zu lesen. Und nein, mach es nicht so wie bei Twilight. Da gibt es sicher viele Möglichkeiten der Variation. Das würde ich sehr gerne lesen. Und wenn du dir die Mühe machst, würde ich dir auch sofort glauben, dass Sam nun ein Vampir ist. Wenn du es einfach nur so behauptest, ist es für mich schwerer, das zu akzeptieren.

    Sie beobachtet wie ihr Spiegelbild sich vorsichtig ins Gesicht griff. Die grünen Augen sahen jedes kleine Zittern. Die Hand packte ihr neues schwarzes Haar, es fühlte sich fast wie Seide an. Ihre Haut war so weich wie eine Feder. Vorsichtig legten sich ihre Finger auf die roten Lippen. Sie fuhr die fast in Perfektion geschwungen Linen nach. Sie spürte eine Verdickung an der Seite der Lippen. Mit dem Finger tastetet sie vorsichtig und spürte etwas Spitzes. Sie zog sie Lippe hoch und sah einen ihrer Fangzähne.

    Das gefällt mir sehr gut! Sehr hübsch gemacht!

    Allerdings: Wenn sie seit ihrer Verwandlung so aussieht, warum hat ihre Mutter darauf nicht reagiert? Müsste sie sich nicht gewundert haben - oder sogar einen Moment sie nicht erkannt haben? Wenn sie vorher klein und blond war und nun als schwarzhaarige Schönheit vor ihr steht? Selbst wenn die Mutter eine Veränderung erwartet hat, sollten ihr die Augen aus dem Kopf fallen, denke ich. (und das würde es auch wieder spannend machen, weil man sich dann als Leser fragt, was die Mutter sieht).


    dass ich zehn Kilometer gerannt bin,

    das sagt sie so in einem Nebensatz. Diese Fähigkeit ist wohl neu und sollte sie auch in ein gewisses Erstaunen setzen? Sie kann das nicht einfach achselzuckend zur Kenntnis nehmen - dann nehme ich ihr nicht ab, dass es real sein soll.


    Ich bin mir nur sicher, dass du kein Monster bist, das alles töten will. Ich weiß, dass du zu den Guten gehörst.“

    In der echten Welt würde man wohl nicht von "den Guten" und "den Bösen" reden, sondern sie hätten konkrete Namen. Du hast sicher eine Vorstellung davon, was die beiden unterscheidet außer der Gesinnung?

    "Ich weiß, dass du ein gutes Herz hast" würde für mich viel echter klingen.


    Mick trainierte sie in Kampf- und Waffenkunst. Es stellte sich schnell raus das Sam´s Talente im Nahkampf und im Schwertkampf lagen. Sie war schnell, wendig und trickste ihren Vater aus. Was ihn sehr beeindruckte, schließlich war er seit Jahrzehnten oder sogar Jahrhunderten Mitglied der Division.

    Für mich nicht ganz plausibel. Wenn jemand einen in einem Kampfsport austricksen kann, obwohl blutiger Anfänger und der andere kämpft seit Jahrtausenden, dann muss es sich um ein Naturtalent handeln, das intuitiv alles kann, und in dem Fall ist alles Training überflüssig.

    Wenn man hier trainieren muss, kann Sam nicht von null auf hundert ihren Vater schlagen, ohne seeeehr unlogisch zu werden. Oder du brauchst eine sehr gute Erklärung dafür.



    konzertierten

    das hat nichts mit einem Konzert zu tun :)

    konzentrieren



    zusammen mit ihr eingesperrt oder vielmehr zusammen gespeert.

    wieso eingesperrt? Darf Sam jetzt nicht mehr rausgehen?



    „Also ist deine Familie nicht reich gewesen oder so was?“ Fragte Sam

    nach einer wörtlichen Rede kommt ein Komma und das nachfolgende Verb wird dann klein geschrieben.


    "Also ist deine Familie nicht reich gewesen oder so was?", fragte Sam.

    Das gilt für alle deine Sätze. Versuche mal den ganzen Text durchzugehen und das zu ändern.


    Dieser Text endet damit, dass die Eltern Sam nun die Welt erklären wollen.

    Ähm ... bitte nicht!

    Ich würde mir wünschen, dass Sam nun in eine Handlung geworfen wird. Dass entweder etwas/jemand sie verfolgt oder jemand von ihr verlangt, etwas Wichtiges/Gefährliches zu tun. Und dass du uns die Welt dann zwischendurch erklärst.

    Du hast selbst geschrieben, dass du Beschreibungen nicht magst?

    Ich auch nicht. Ich mag Geschichten. Die Beschreibungen und Erklärungen möchte ich am liebsten gar nicht bemerken, sondern sie im Verlauf einer spannenden Handlung untergejubelt bekommen.


    Ansonsten: Ich habe viel gemeckert, bin aber neugierig auf das Abenteuer, das Sam bevorsteht!

    (Zur Rechtschreibung: Da doch viele Fehler drin sind, zeige ich dir nur die an, die besonders störend sind).

    Also. Nachdem ich dieses Kapitel nun ziemlich umgebaut habe und teilweise für jeden einzelnen Satz ein paar Stunden gebraucht habe, zeige ich euch jetzt mal die Neufassung.

    (Nicht wundern. Einige Passagen habe ich aus Kapitel 2 rausgestrichen und hier untergebracht, z.B. der Anfang, die Beschreibung des Kraters und das Treffen mit den Kalmukern). Es sind also keine Wiederholungen).

    Puh, da bin ich ziemlich gespannt, wie ihr das findet.


    R4. Der Auftrag

    Raven und Kimures erreichten die Hexenhalle. Dort wohnten hunderte Hexen in vielgeschossigen Pagoden, die optimal an die Aktivität des Vulkans angepasst waren. Bei einem Ausbruch federten sich Erschütterungen an ihrem zentralen Mittelpfeiler ab, da sich jedes Stockwerk in eine entgegengesetzte Richtung bewegte.

    Raven hatte solche Schwingungen schon einige Male gesehen, welche die Hexen Schlangentanz nannten. Wenn alle Gebäude tanzten, wirkten sie lebendiger und souveräner als die erschrocken um Gleichgewicht ringenden Menschen.

    Gerade erschütterte wieder ein leises Beben den Erdboden, was die Brüder dazu veranlasste, unter den über dem Weg aufgespannten Dachnetzen Schutz zu suchen, die herunterbröckelndes Gestein auffingen. Den Häusern kamen sie vorsichtshalber nicht zu nahe, die sich leise hin- und herbewegten.

    Feine Silberadern glitzerten an den Wänden an so vielen Stellen, dass sie die Grotte fast taghell erleuchteten. Der Boden war mit feuerroten geschliffenen Platten belegt.

    In der Halle herrschte geschäftiges Treiben. Soldaten patrouillierten, Boten und Diener hasteten hin und her.

    Auf einer Kreuzung in der Mitte der Halle kamen den Brüdern zwei Gardistinnen entgegen, die in Feuerumhänge gekleidet waren und deshalb aussahen, als stünden sie in Flammen. Ohne einen Gruß steuerten die beiden auf Raven zu.

    „Die Hohepriesterin erwartet dich in der Kristallhalle“, erklärte die Größere kurz angebunden - Zura, die Führerin der Garde, erkannte Raven mit Schrecken. Um ihre Schultern schlängelte sich eine Grüne Mamba. Ihre Nachbarin schmückte ihren Hals mit einer dicken Pythonschlange.

    Die Hohepriesterin will mich sehen? Und in ihrer Halle, nicht in den Räumen des Königs?

    Eisiger Schrecken jagte ihm in alle Knochen. Die Regentin des Vulkans konnte ihn nicht ausstehen, weil er sich mit ihren Hexen nicht vertrug. Auf die eine oder andere war er schon mit dem Messer losgegangen, als sie ihn zu arg provozierte. Wenn die Hohepriesterin das Urteil über ihn sprechen sollte, sah es finster aus.

    Den folgenden Weg legte Raven wie in Trance zurück und hörte nichts anderes als Kimures´ Schritte neben seinen durch die diversen Grotten und Gänge hallen. Erst der beißende Schwefelgeruch des Vulkankraters, dem sie immer näher kamen, riss ihn in die Wirklichkeit zurück.

    Vor ihm erhob sich die Empfangshalle, welche der Kristallhalle der Oberhexe vorgelagert war.

    Hier marschierte gerade eine größere Gruppe von neu geschaffenen Kalmukern auf. Wie frisch die Kerle waren, erkannte Raven an dem Schaum um ihre Münder und an ihren noch nicht richtig koordinierten Bewegungen. In einigen Augen glühten noch die letzten Funken von Todesangst, die sich jedoch bald in ein stumpfes, leeres Schwarz wandeln würden. Auf ein lautes Kommando der drei Anführerinnen fielen alle Seelenlosen gleichzeitig auf die Knie und schlugen ihre Köpfe mit einem lauten Knall auf den Boden, der Raven in seinem eigenen Schädel schmerzte.

    Während sie an ihnen vorbeihasteten, konnte er es nicht lassen, ihnen nachzustarren.

    „Kompanie – aufgestanden! Kompanie – im Gleichschritt marsch!“, kommandierte eine der Führerhexen. Die Truppe gehorchte in voller Perfektion. Wie ein einziger Mann erhoben sich alle gleichzeitig, stampften und atmeten im exakt selben Takt, und schon marschierten sie davon. Das Trampeln ihrer Schritte hallte durch das Gewölbe und entfernte sich.

    Ein einziger Mann verharrte jedoch und blieb stehen wie festgewachsen. Es war ein hünenhafter Krieger mit wirren rotbraunen Haaren. Er röchelte unnatürlich und immer mehr Schaum wuchs aus seinem Mund.

    „Sieh nur, den haben sie vergessen.“ Raven tippte Kimures gegen die Schulter, um ihn aufmerksam zu machen. Er hatte schon einige Male versucht, solche Verlorenen unter seine Kontrolle zu bekommen, wie es die Hexen taten.

    Der Prinz zog die Schultern zusammen, den Blick angestrengt in die andere Richtung gewandt. „Glaubst du, ich will mir den Mann ansehen? Vielleicht kannte ich ihn.“

    Die Gardeführerin, die ihnen vorausgegangen war, wirbelte herum, während die Schlange um ihren Hals zischte.

    „Hier wird nicht stehengeblieben! Ihr folgt mir ohne Verzug!“, blaffte Zura, während ihre Begleiterin sich damit begnügte, Raven mit unverhohlener Schadenfreude zu taxieren.

    Schon erreichten sie die Magische Tür, für das ungeübte Auge nicht zu erkennen, denn sie wirkte wie eine gewöhnliche Felsmauer.

    Zura berührte die Steine mit der Hand und war eine Weile damit beschäftigt, bis ein kurzes Aufblinken anzeigte, dass sie den Zauber ausgelöst hatte. Rumpelnd fuhren die Steine auseinander und eine Böe rußiger Luft wehte durch die Öffnung.

    „Folgt mir.“

    Bereits in dem kleinen Tunnel, der den Eingang bildete, flimmerten magische Strahlen. Als Raven hinaustrat in die Kristallhalle, flutete ihm ein ganzer Ozean an Helligkeit die Augen und er senkte schnell den Blick, um sich daran zu gewöhnen. Gleichzeitig trommelte die überwältigende Strahlung unaufhörlich auf seine Haut, wie ein Regen aus Sand und kleinen scharfen Steinen.

    Langsam blickte er sich um. Rechterhand erhob sich die gleißende Kristallkugel wie ein ovaler Turm in die Höhe, dessen Ende er nicht sah. Die Strahlenflut strömte von einem am Kristall befestigten Rundweg aus stählernen Balken aus, der die Kugel etwa zwanzig Schritt über seinem Kopf umrundete – vermutlich hielt sich dort die Hohepriesterin auf.

    Im unteren Bereich des Kristalls schimmerte seine glasartige Oberfläche dunkelblau und ließ ganz schwach die im Inneren befindlichen Energiefluten erkennen, die wie Wellen darin auf und ab schlugen.

    Am äußersten Rand seiner linken Seite breitete sich der dampfende Krater aus.

    Es war nicht zu erkennen, wie weit unten die Lava blubberte. Zum einen behinderten Dampfschwaden und Schwefelfontänen die Sicht, außerdem umhüllte eine durchsichtige Schutzwand das dampfende Loch zu allen Seiten, durch mehrere Pfeiler zusammengehalten, auf denen Totenköpfe prangten. Diese Wand schirmte auch die enorme Hitze ab. Trotzdem herrschte noch eine drückende Wärme.

    Am Rand des Kraters standen einige Hexen und machten sich an den Eisenringen zu schaffen, die dort festgenagelt waren. Natürlich wusste Raven genau, welchem Zweck diese Ringe dienten. Der optimale Ort, an dem ausgebildete Hexen mit Hilfe von Lavastaub und Kristallstrahlung einem Verurteilten die Seele aus dem Leib herausfressen konnten, um deren Essenz mit Hilfe der Kristallkugel direkt der Göttin zu übergeben. Der Ring verhinderte, dass der zurückbleibende Körper während dieser Prozedur, die vor offenem Krater stattfand, in die Lava herabstürzte. Denn auch von dem Stück seelenlosen Fleisch erwarteten sie ja noch Nutzen.

    Warum bereiten sie die Ringe vor?

    Sie wollen mich kalmukerisieren!

    Diesmal packte ihn ein Schrecken, als wollte ihn ein überdimensionaler Tiger mit weit aufgerissenem Maul anfallen. Reflexartig spannte er die Muskeln an und packte nach dem Knauf seines Schwertes. Als könnte das unter Hexen etwas nützen! Die Anspannung erfasste seinen ganzen Körper, innerhalb von Augenblicken suchte er nach einer Möglichkeit sich zu verteidigen, eine der Widersacherinnen zu attackieren oder eine gute Deckung zu finden – begriff aber, dass die Übermacht der Hexen um ihn herum zu groß war und sie ihm eine Chance zu entkommen nicht geben würden. Kimures neben ihm würgte einen erstickten Aufschrei aus seiner Kehle herauf. Seine Augen weiteten sich panisch. „Die Eisen! Wir müssen weg!“, keuchte er.

    Aber zu spät.

    Hinter sich hörte Raven die steinerne Tür krachend wieder zu einer Mauer zusammenschlagen.

    Hier kommst du nicht lebend raus.

    Es fühlte sich an, als schlügen die Mauersteine auch auf ihn herunter und quetschten ihm den Brustkorb zusammen.

    Doch er zwang sich, aufrecht weiterzugehen und und die mächtig aufwallende Panik niederzudrängen. Es fehlte noch, dass sich die gesamte Riege dieser Hexen, die sich auf und um die Kristallkugel herum versammelt hatte, über seine Machtlosigkeit amüsierte.

    Hallo Namika


    ja, das sieht jetzt schon richtig gut aus.

    Ich möchte dich aber gleich mal um etwas Geduld bitten. Poste nicht zu viel auf einmal und nicht zu schnell hintereinander, sonst komme ich nicht hinterher mit dem Kommentieren. Okay?


    Sam sah ihren Vater das erste Mal nach dreizehn Jahren. Sie konnte sich nicht mehr genau daran erinnern, den

    nach dreizehn Jahren - bedeutet das, an ihrem dreizehnten Geburtstag? Sie ist also jetzt dreizehn? (Wenn sie ihn früher schon mal gesehen hätte, wäre es ja nicht das erste Mal).

    Und - "Sie konnte sich nicht mehr genau daran erinnern" - Das ist gelogen, denn du erzählst ja hinterher einen sehr langen Dialog, den er mit ihr führt.


    windete sie sich vor Schmerzen. Ihre Haut brannte wie Feuer, jeder Knochen schmerzte, ihre Augen konnte sie nicht öffnen, jedes Licht versengte ihr die Augen

    Hier sind ein paar Wortwiederholungen drin. Die wirken beim Lesen immer langweilig, versuche deshalb beim zweiten Erwähnen ein anderes Wort zu finden.


    Sie war verwirrt, was ist mit ihr passiert? Sie nahm eine Bewegung neben sich wahr und sprang auf. Von der einen Sekunde auf die andere war sie auf den Beinen. Sam merkte, dass etwas anderes war, ihr Körper fühlte sich fremd an. Sam hörte Schritte im Erdgeschoss und hörte ein Herz schlagen, was sie noch mehr verwirrte.

    Viele deiner Sätze sind grammatikalisch gleichförmig. Also nach dem Muster:

    Sam stand auf, Sam putzte sich die Zähne, Sam ging die Treppe hinunter. (Oder alternativ dieselbe Form eines Satzes, nur "sie" anstelle von "Sam"). Subjekt-Verb-Objekt mehrfach hintereinander.

    Versuche, hier etwas umzustellen, um die Sätze verschiedenartiger zu machen, was lebendiger wirkt und hübscher zu lesen ist.

    Z.B. Sie war verwirrt, was war mit ihr passiert? Neben sich nahm sie eine Bewegung wahr

    Sam merkte, dass ... () Im Erdgeschoss hörte sie Schritte


    Da habe ich dieselben Wörter, aber andersherum geschrieben und schon ist es abwechslungsreicher.


    Was verflucht ist hier los? Fragte Sam

    Was, verflucht, ist hier los?, fragte sich Sam.


    Ihre Aufmerksamkeit richtete sich auf die eben wahrgenomme Bewegung. Es war der Mann, den sie immer wieder gesehen hat, als sie diese schrecklichen Schmerzen hatte. „Hallo Sam,“ begrüßte er sie leise. Er bewegte sich ganz langsam, um sie nicht noch mehr zu erschrecken.

    Hier würde ich gerne erfahren wollen, wie der Mann aussieht. Groß, klein, vielleicht Augen- und Haarfarbe, Besonderheiten? Kleidung? Ich möchte mir gern ein Bild von ihm machen können.

    Und es würde vermutlich spannender wirken, wenn sie ihn erst jetzt das erste Mal sieht, weil du ihn dann besser beschreiben kannst. Sonst musst du schreiben, wie er in ihren Träumen ausgesehen hat und ob er jetzt auch so aussieht, das könnte umständlich werden.


    Ah, sag bloß!“ Antworte Sam

    Wörtliche Rede:

    "Ah, sag bloß!", antwortete Sam.

    (Schau dir mal alle deine wörtlichen Reden an, da stimmen häufig die Zeichen nicht).



    War ihre erste Frage von gefühlt dreitausend. „Ich bin dein Vater.“ Sofort setzten sich ihre Gedanken zusammen. Sie begriff sehr schnell, was diese Worte bedeuteten, was es für ihr weiteres Leben hieß. Sam sah mit einem Blick, dass Mick ein Vampir war. Das erklärte ihre Stimme und das Gefühl der fremde in ihrem eigenem Körper. Ihre Kräfte waren, erweckt wurden, gleichzeitig war sie gestorben.

    Oh wow.

    Das geht hier alles etwas schnell. Dabei ist gerade dieser Absatz ja sehr spannend. Erzähle es genauer! Das würde die Spannung noch steigern.

    Sie sah mit einem Blick, dass er ein Vampir war?

    (Warum denn erst jetzt, wenn sie es angeblich mit einem Blick schon gesehen hat? Sie reden ja schon eine Weile)

    Wie sieht ein Vampir aus? Das möchte ich gerne sehr genau und detailliert wissen!

    Wie kann sie wissen, dass sie auch einer ist? Das geht viel zu schnell. Bitte erzähl davon so viel wie möglich.


    Hier mache ich erstmal Pause, mache aber morgen weiter!

    Kapitel 1

    Hallo liebe Namika,

    ich finde deine Geschichte sehr vielversprechend und bin gespannt, was da noch kommt.

    Allerdings sieht man es, dass es noch eine Rohfassung ist.

    Meiner Meinung nach ist alles das, was du im Kapitel 1 geschrieben hast, eigentlich nur Hintergrundinformation *hust (nur meine Meinung). Daher mein Vorschlag: Streich alles weg, was da steht, aber behalte es im Hinterkopf und streu die Infos später so nach und nach in den Text. Denn nix davon haut einen so vom Hocker, weil das nicht als Szene formuliert ist, sondern wirklich nur Infos sind, die man als Leser braucht.

    Die eigentliche Erzählung beginnt in Kapitel 2. Fang damit an!


    Sam sah ihren Vater das erste Mal nach dreizehn Jahren. Sie konnte sich nicht mehr genau daran erinnern, den zu dem Zeitpunkt, windete sie sich vor Schmerzen. Ihre Haut brannte wie Feuer, jeder Knochen schmerzte, ihre Augen konnte sie nicht öffnen, jedes Licht versengte ihr die Augen und ihren Ohren klingelten.

    Der Anfang des zweiten Kapitels hat das Potenzial, Leser einzufangen.

    Aber beginne da nicht sofort mit dem Hinweis auf den Vater, (noch nicht), weil das Spannung rausnimmt. Sondern wirf den Leser direkt in eine spannende Handlung. Die hast du ja!


    Sam wand sich vor Schmerzen. Ihre Haut brannte wie Feuer, jeder Knochen schmerzte. -

    Das ist sehr gut als Anfang! Wir werden in die Lage der Protagonistin hineingeworfen und sie ist sofort in einer Notsituation. Und die beschreibst du auch sehr eindringlich.


    Sam wand sich vor Schmerzen. Ihre Haut brannte wie Feuer, jeder Knochen schmerzte, ihre Augen konnte sie nicht öffnen, jedes Licht versengte ihr die Augen und ihren Ohren klingelten. Immer wenn Sam wach wurde, hörte sie ihre Mutter leise auf sie ein reden, das alles gut wird. Oder eine Männerstimme sprach zu ihr.

    Eines Tages, Sam kam es vor wie eine Ewigkeit, schoss sie aus dem Schlaf auf ohne Schmerzen. Sie war verwirrt, was ist mit ihr passiert? Sie nahm eine Bewegung neben sich wahr und sprang auf. Von der einen Sekunde auf die andere war sie auf den Beinen. Sam merkte, dass etwas anderes war, ihr Körper fühlte sich fremd an. Sam hörte Schritte im Erdgeschoss und hörte ein Herz schlagen, was sie noch mehr verwirrte. Was verflucht ist hier los? Fragte Sam sich selber. Das alles passierte, in einem Bruchteil einer Sekunde. Ihre Aufmerksamkeit richtete sich auf die eben wahrgenomme Bewegung.

    Es war der Mann, den sie immer wieder gesehen hat, als sie diese schrecklichen Schmerzen hatte. „Hallo Sam,“ begrüßte er sie leise. Er bewegte sich ganz langsam, um sie nicht noch mehr zu erschrecken. „Mein Name ist Mick“ Sam sah ihn einfach nur groß an. „Das ist gerade alles sehr verwirrend für dich,“ sagte er mit tiefer und beruhigender Stimme.

    „Ah, sag bloß!“ Antworte Sam trotzig und verstummte sofort wieder. Das war nicht ihre Stimme. Da kam eine fremde Stimme aus ihrem Mund. Panik stieg in ihr auf.

    „Sieh mich an, Sam!“Forderte Mick sie auf. „Konzertiere dich auf mich, ich werde dir alles erklären. Aber vorher muss ich dich bitte dich zu beruhigen.“

    Ich würde dir vorschlagen, mehr Absätze zu machen. Das lässt sich dann besser lesen. Jeder neue Sinnabschnitt kommt in einen neuen Absatz. Und jedesmal, wenn ein anderer spricht, auch ein neuer Absatz. Ich habe das hier mal so eingefügt, wie ich es meine.


    (Ich muss Schluss machen, setze mich heute Abend aber nochmal dran und schreibe dir mehr dazu!)

    Hallo Mephi,

    ich sollte es lassen, denn du willst ja eigentlich nicht wirklich hören, was ich beim Lesen deines Textes denke. Eigentlich willst du nur, dass ich sage: Das ist der tollste Text, den ich je gelesen hatte, bitte lass ihn genau so und schreib noch mehr.

    (Habe ich Recht?)I

    Ich habe früher auch so gedacht. Meinen ersten Text, den ich vor ungefähr 10 Jahren in einem Forum gepostet habe, habe ich im vollen Ernst mit dem Begleittext versehen: "Ist dies der tollstes Text, den ihr je gelesen habt?" - Vielleicht kannst du dir vorstellen, was für Kommentare ich dazu bekam. (Einer fing mit den Worten an: "Du hast es so gewollt ..." Vergesse ich nie.) Vielleicht kannst du dir auch vorstellen, wie ich mich hinterher gefühlt habe.

    Du schreibst gerne und viel. Versuch ernst zu nehmen, was wir dir antworten. Dann kannst du dich auch verbessern und kannst dahin kommen, wohin du willst!

    Dein Thema ist im Prinzip sehr interessant. Vampire, dunkle Welten. Ich würde sowas schon lesen, wenn es spannend wäre. Dein Problem ist, dass du dir keine Zeit nimmst und durch die Texte hetzt, dass du selbst zwar deine Charaktere kennst, aber vergisst, dass deine Leser sie nicht kennen und dann ständig nur denken, hä, wer ist jetzt das wieder? Das macht keinen Spaß und dann lese ich nicht weiter. Wer deine Charaktere nicht liebt, wem sie nicht ans Herz wachsen, der steigt ganz schnell aus. Und wenn du nicht ganz nah an sie herangehst, wachsen sie einem nicht ans Herz.


    Ich muss Jasper finden ... (wer ist Jasper? Warum wird er hier erwähnt, wo es doch offenbar in diesem Text längere Zeit nicht um ihn geht)?


    Die Story des ersten Absatzes: Die Hauptperson, Cossa, wurde von seinem Bruder zu einem Treffen gebeten. Du schreibst, dass zu diesen Audienzen IMMER nur fünf ganz bestimmte Personen kommen. IMMER dieselben.


    Am Eingang wird Cossa mit auf ihn gerichteten Pistolen empfangen und nach umständlichen Parolen gefragt.

    Wieso?

    Wenn immer dieselben fünf Personen kommen, dürften die Wächter sie ganz genau kennen. Da sind Parolen total überflüssig und das mit den Pistolen genauso. Die wissen, wer er ist. Ohne ein Wort hätten sie ihn einfach reinlassen können.

    Cossa zeigt das eintätowierte C auf seiner Haut als Zeichen, dass er zur Familia gehört - wieso? Das ist so überflüssig, da sie sein Gesicht doch bereits kennen - he, der Boss ist sein Bruder! Sie müssen ihn kennen!


    Er tritt nun in einen Raum und trifft dort auf geheimnisvolle Gestalten. Das beginnt erstmal vielversprechend, jedoch erschlägt mich das folgende Gespräch leider wieder mit einer Fülle von Namen, die ich nicht zuordnen kann, und Informationen, die nicht erklärt werden, die Vorwissen voraussetzen und darum unverständlich bleiben:


    Wer ist das Götterkind?

    Wer ist Raphaelio?

    Wer ist Rayn?

    Ich ging schnurstracks zum einzigen besetzten Sofa und verbeugte mich.

    (Er verbeugt sich vor dem Sofa? Es klingt so.)

    Wie heißt sein Bruder? (der auf dem Sessel)

    Wer ist Tolomeo?

    Wer ist Francesco?

    Du wirfst mit haufenweise Namen um dich, du stellst die Leute nicht vor, du setzt voraus, dass man die Hintergrundinformationen weiß, die du nicht erwähnst.

    Das funktioniert so einfach nicht.

    Denk dir, dass deine Leser deine Welt nicht kennen und dass du sie einführen musst! Du musst sie an die Hand nehmen und Schritt für Schritt zeigen, wer mitspielt, wer die Personen sind (Und nicht zu viele auf einmal) und worum es geht!

    Denn eingangs hieß es in deinem Text doch, der Bruder hätte ihn zu einer Besprechung gerufen, OBWOHL er wusste, dass Cossa eigentlich Jasper suchen will. (das impliziert die Unmöglichkeit, beides zu vereinen).

    Und nun wird bei dem Treffen doch direkt über Jasper geredet.

    Also worum geht es da eigentlich? Was ist der Grund für das Treffen?

    Als Leser hätte ich gerne bald einen roten Faden. Und das Benehmen der Leute sollte logisch sein.


    Tja, und ehrlich gesagt, werde ich nicht weiterlesen. Die Geschichte funktioniert so nicht und ich sehe bereits jetzt, dass ich nie reinkommen werde.

    Willst du nicht einmal versuchen, nur den Anfang zu überarbeiten? Nur das bisschen, was ich angemerkt habe, versuchen umzusetzen?

    Ich schreibe selber auch mit Papyrus.

    Ich auch. Ich habe das Programm sogar gekauft, weil es sich einfach lohnt, bei der Menge, die ich schreibe.

    Obwohl ich mir einbilde, ziemlich gut in Grammatik und Rechtschreibung zu sein, finde ich mit dem Programm trotzdem immer noch Fehler. Auch die Stilanalyse, die sie haben, finde ich gut und lehrreich.

    Ich nutze das Programm auch, wenn ich mit in meinen Texten verheddert habe und den roten Faden rausarbeiten will. Meine Rohfassungen schreibe ich aber lieber mit Word.

    Frida ist ja ganz schön gruselig. Obwohl in dem Kapitel kaum was passiert und wir hauptsächlich ihre Gedanken erfahren, ist das sehr eindrücklich geworden.

    Das mit dem Mord ist aber wohl nicht ernst gemeint, oder? Das sagt er nur, um ihr zu gefallen.

    Hallo Rippersteak


    der Text klingt erstmal interessant und da könnte was draus werden.

    Ob der gesamte Text mich allerdings packen würde, kann ich dir so nicht sagen, denn es ist ja nur ein kurzes Fragment und man lernt noch keine Charaktere kennen.

    Klar, die Idee, ein Unbeteiligter liest den Text und wird dann auf das Segelschiff gezwungen, könnte schon gut werden.

    Hier im Forum posten wir in der Regel ganze Geschichten, die beim Anfang anfangen und sich dann langsam vorwärts arbeiten. Magst du uns nicht die Geschichte von Anfang an zeigen?

    Danke euch für eure Rückmeldungen!


    Sensenbach

    Rainbow

    Mein Plan ist also jetzt, Kapitel 4 ganz neu zu schreiben mit einem anderen Fokus und anderen spannungstreibenden Elementen. Da ich den Text nicht nur umschreibe, sondern er wirklich abgesehen von kleinen Elementen ganz anders wird, werde ich das alte Kapitel 4 nicht updaten, sondern das alte streichen und es als neues Kapitel posten. Mal sehen, was ihr dann dazu sagt.