Beiträge von Chaos Rising

    So, an diesen Part erinnere ich mich auch noch :D Ich glaube es hat sich nicht so arg viel verändert (inhaltlich) aber er gefällt mir immer noch :D

    Man merkt schon, dass die LEute alle recht viel Respekt vor Rüstan haben - ich bin gespannt ob vor ihm persönlich, oder vor der Tatsache, dass er ein Magier ist :hmm:
    Seine Argumentation ist gut und ich glaube dass es daher auch möglich wäre, wie Thorsten gesagt hat, den Jungen wirklich schuldig sein zu lassen. Entweder schafft er es, dann einzuschreiten, oder eben nicht und der Junge verliert den Arm. Das Leben ist halt manchmal scheiße :D


    Notfalls durch die Gedankenlesung eines Schwarzmagiers

    Da ich noch nicht weiß, was du damit vorhast und wie einfach und häufig das ist, halte ich mich jetzt mal zurück und merke nur an, dass das ein sehr "gefährliches" Konzept (aus Autorensicht) ist, weil man damit viele Plotholes und Logiklücken basteln kann (aus versehen natürlich xD)
    Aber ich warte erstmal ab :D

    Er hatte offensichtlich nicht mit dem Scheitern seines Plans gerechnet.

    Der Plan erschließt sich mir noch nciht ganz :hmm: Momentan wirkt es , als hätte er den Bäcker bestochen, damit der den Jungen beschuldigt. Und das ganze weil ...? Er unbedingt mal wieder nen Jungen verstümmeln will? xD
    Klar muss das an der Stelle noch nicht 100% deutlich sein und es kann mit der Zeit herauskommen. Es wirkt aber ein bisschen, als wüsste SIra genau, was er vorhat :hmm:


    Ich bin mir auch noch nicht ganz sicher, was die Gardisten überhaupt wollen, weil ... Frieden bewahren tun sie nicht :D


    Irgendwoher kam Gemüse geflogen und ein Fisch klatschte neben dem Hauptmann auf den Boden.

    Fisch ist kein Gemüse *fingerheb* (Ich weiß, dass es ned so gemeint ist, liest sich nur seltsam :D )
    vlt einfach "Irgendwoher kamen Lebensmittel geflogen. Gemüse traf einen Gardisten am Kopf und ein Fisch ..." (is aber nur ne Kleinigkeit :D )


    So alles in allem wie immer gut :D
    Weitermachen!

    LG Chaos :chaos:

    Heyho! :D

    Noch sorgte der Sommer für angenehme Wärme, doch sie hatte hier schon einen Wintereinbruch erlebt, bevor der Herbst überhaupt Zeit hatte, seine verschiedenen Farben zu zeigen.

    Hier habe ich mich gefragt, ob das nur so eine Info am Rande ist, oder ob die Jahrezeiten da öfter mal verrückt spielen :hmm: Ich bin gespannt :D
    Klingt nach etwas, das ein Drogensüchtiger Magier versaubeuteln könnte :rofl:

    Da Harka sich sein Essen mit einem Mal in den Mund gestopft hatte, bestand seine Antwort nur aus einem unverständlichen Brummen.

    Ich weiß, das steht da nicht, aber in meinem Kopf hat er sich gerade einen halben Laib Brot in den Mund gestopft :rofl:

    „Das kann doch nicht wahr sein!“, fauchte Harka und machte Anstalten, die Axt von seinem Rücken zu lösen.

    Waffenmeckerei 1: Der Rücken ist keine gute Methode, die Waffe zu tragen, wenn er sie tatsächlich auch BENUTZEN will - zum reinen Transport ist es okay, aber sie ist dann NICHT griffbereit.

    Wenn er sie mit dem Axtkopf nach oben trägt (sodass er den Schaft durch ein Lederband einfädeln könnte) kann er sie nicht ziehen, weil er 1. den Axtkopf greifen müsste (was 1. mindestens unpraktisch ist und 2. Doof aussieht, wenn er die Axt verkehrt herum in der Hand hat :D ) und 2. ist der Schaft - gerade bei einer Zweihandaxt - viel zu lang um das machen zu können, ohne sich die Schulter auszukugeln. Versuchs mal mit ner Schaufel oder so :D

    Die Andere Methode, die Axt zu tragen, wäre mit dem Axtkopf nach unten, sodass er sie "richtigrum" ziehen kann - da gibt es aber keine sinnvolle Methode der Befestigung. :pardon:

    Zweihandwaffen werden tatsächlich schlicht und ergreifend immer getragen. Z.B. üder die Schulter gelegt.

    (was auch daran liegt, dass das Schlachtfeldwaffen sind, die man nicht einfach so dabei hat - außer eben auf Patrouillie und da ist es okay, wenn man seine Hellebarde oder wasauchimmer schon in der Hand hat :D )

    Ist vlt noch ein Punkt, der eher für eine Einhandaxt spricht :)

    Der zweite Mann zog mit einem schleifendem Geräusch das Schwert aus der Scheide und hielt es zum Schlag über dem Kopf erhoben.

    Waffengemecker 2: Dieses Geräusch ist eine Erfindung von Hollywood :D (Es würde nur entstehen, wenn Metall am "Scheidenausgang" wäre - das macht aber die Klinge stumpf :D )

    (ist jetzt aber kein wirkliches Gemecker, ich wollte es nur auch anmerken xD)

    Die beiden Gardisten, die neben ihrem Führer Aufstellung bezogen hatten.

    Deinem Satz ein Verb :hmm:

    „Vollstreckt!“, befahl er plötzlich.

    inkonsequenz kann man ihm nicht vorwerfen :D




    Soooo, wir überspringen also den teil mit der Taverne aus der Ursprungsversion :D Ich weiß nicht mehr genau, um was es da ging, aber es scheint jetzt nicht sooo wichtig gewesen zu sein :D - macht nichts, das Kapitel gefällt mir :)

    Ich bin gespannt, ob es noch genauso weitergeht wie damals :D Und ob der Junge wirklich ein Dieb ist :search:
    So viel mehr hab ich schon gar nicht mehr zu sagen :D Gibt ein Chaoslob! Weitermachen!


    LG Chaos :chaos:



    PS: ist es absicht, dass der Link zum vorherigen Kapitel NACH dem Text kommt?

    Einen schönen guten Tag Forengemeinde!

    Mit dem heutigen Tag startet unser kleiner foreninterner Schreibwettbewerb in die nächste Runde.

    Tariq hat als Siegerin des letzten Wettbewerbs folgendes Thema vorgegeben:


    "Verhängisvolle Berührung"


    Ich bin gespannt!


    Dieses Mal gibt es noch einen Zusatzpreis! kalkwiese hat ein Buch als Preis gespendet! Vielen Dank <3


    Einsendeschluss : 17. Oktober 2021

    ‡ Die Geschichte muss in Form einer Konversation (PN) (NICHT per E-Mail oder auf meine Pinnwand!) an Chaos Rising geschickt werden. (Betreff: "Schreibwettbewerb September/Oktober 2021: [Username]")

    ‡ Die Geschichte muss im Fantasy-Genre angesiedelt sein. Dh. Es müssen Elemente der Fantastik darin enthalten sein.

    ‡ Die Geschichte muss einen Titel haben.

    ‡ Die Geschichte muss mindestens aus etwa 3500 - 10'500 Zeichen bestehen.

    ‡ Die Geschichte muss formatiert sein (siehe auch -> Texte richtig formatieren)

    ‡ Die Geschichte darf keine farbige Schrift enthalten.

    ‡ Die Geschichte muss Absätze haben und darf kein reiner Textblock sein.

    ‡ Nur eine Geschichte pro Teilnehmer.

    ‡ Nur deutschsprachige Texte erlaubt, mit Ausnahme von Fremdwörtern, die zum Verlauf der Geschichte passen.

    Der amtierende Gewinner darf nicht am Wettbewerb teilnehmen, da er/sie das Thema vorgibt und sich so einen Vorteil erspielen könnte.

    ‡ Nach Einsendeschluss werden alle Geschichten anonym in einem Thread veröffentlicht und ihr habt einen Monat Zeit, per Umfrage eure Stimme abzugeben. Diese darf nicht an sich selbst vergeben werden.

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    Preise im Wettbewerb:


    Der Sieger:


    ‡ Darf das nächste Thema für den Schreibwettbewerb vorgeben.

    ‡ Wird in die Rangliste eingetragen.

    ‡ Bekommt für zwei Monate einen eigenen Rang und die Sonderrechte eines Super Users.

    ‡ Bekommt eine einzigartige Foren-Trophäe.


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    Wer noch Fragen hat, stellt sie bitte hier im Thread. smile.png

    In diesem Sinne viel Spaß beim Schreibwettbewerb und beim Geschichten ausdenken wink.png



    LG Chaos :chaos:

    Halo zusammen!
    Und wieder geht ein Schreibwettbewerb zu Ende! Auch diesmal haben wir eine Gewinnergeschichte!
    und zwar hat mit 8 von 9 Stimmen (89%) gewonnen:


    Herzlichen Glückwunsch! Wie immer wirst du die Trophäe erhalten und natürlich auch den Usertitel :)

    Bitte teile mir demnächst per PN das Thema für die neue Runde mit! :D

    Wie immer könnte ihr jetzt gerne ein paar Worte zu den Geschichten verlieren :)

    Viele Grüße und bis bald!

    Chaos :chaos:

    Ich bin zurück :D

    Hierzu kann ich leider nur sagen, dass diese Verwirrung von mir beabsichtigt war

    Das ist an sich 1. cool und 2. natürlich völlig ok :D
    Aber ich möchte anmerken, dass es sich für mich an der Stelle nicht unbedingt so liest, als wäre es Absicht :/ vielleicht könntest du uns da einen kleinen Hinweis geben, dass man das merkt?
    Nur als beispiel: Man könnte beispielsweise explizit erwähnen, dass sich nicht klar ist, welcher der beiden er "ist". (das ist natürlich die Holzhammer Methode, aber nur damit du verstehst, was ich meine xD)

    Also ich hoffe, das meine zukünftigen Kapitel das etwas besser erläutern können. Wenn nicht, lass es mich bitte wissen, dann gehe ich da noch einmal drüber

    Ich werde darauf achten :)

    Erst als er den Flur entlangging, bemerkte er, wie hell es geworden war. Er musste die ganze Nacht in seinem Sessel verbracht haben.

    üff, Nackenschmerzen incoming X(

    Talla sorgte dafür, dass alles sauber blieb.

    Talle sollte vielleicht eher dafür sorgen, dass er in seinem Bett liegt :grinstare: (Bitte den Witz ignorieren, wenn sie zu jung ist xD)

    Es dauerte nur wenige Augenblicke, bis die Wirkung einsetzte und sich in seinem Inneren eine wohlige Entspannung ausbreitete.

    Soso :D Wir haben also ein kleines Drogenproblem :hmm: Ich meine, das war in der alten Version (soweit ich gelesen habe) beim Gespräch mit der Mutter angedeutet :hmm:
    Bin gespannt, was da noch so auf uns zukommt :D
    Drogensüchtige Magier sind eigentlich nie gut für die Gesundheit xD

    Die Bilder an der Wand zeigten unzählige Landschaften aus ganz Armakan.

    1. Ich mag den Namen des Landes(?) :)

    2. Fände ich es hier cool, ein zwei Details zu erfahren :) So nach dem Motto "von den Hochebenen im Westen bis zum Ballermann im Osten" :D So kannst du sehr dezent auch die Größe des Landes andeuten etc :)

    Die Gemäuer der Bauwerke glichen einander wie Zwillinge und einzig sein eigener, spärlich bepflanzter Vorhof sorgte dafür, dass er sein Wohnhaus überhaupt von denen der Anderen unterscheiden konnte.

    :rofl:

    Sorry, dass ich lache, aber ich musste grade an meine Jugend denken xD
    Vor 10 Jahren etwa sind wir umgezogen, in ein Mehrfamilienhaus mit mehreren Eingängen. Die sagen natürlich alle gleich aus. Blöderweise hat unser Hausschlüssel auch beim Nachbaraufgang gepasst, sodass ich einmal voll in Gedanken da reinmarschiert und in den 4. Stock gefahren bin. Ich hab es erst bemerkt, als ich dann vor "unserer" Wohnungstür stand, und der Schlüssel dann natülich NICHT gepasst hat :rofl:
    Passiert :D
    Also wenn auf einmal Rüsten bei euch vor der Tür steht ... nicht wundern.

    ie alle befanden sich in der Akademie und nur selten hielt sich einer von ihnen außerhalb der schützenden Steinmauer auf, die das Gebiet der Magier von dem der restlichen Bevölkerung abtrennte.

    Zum Schutz, dachte Rüstan missmutig. Lächerlich. Alles nur, damit die Menschen draußen bleiben.

    das einzige was mir dazu einfällt:

    naja, okay, nicht das einzige :D ich finde es schon interessant, dass die Magier vom Rest der Stadt abgeschlossen sind - zumindest bis man das Tor schließt xD
    die Frage ist, wer da wen vor wem beschützt :hmm: Interessant!


    Insgesamt hat mir der Part gut gefallen - es geschieht ja nicht viel, aber es ist sehr schön und atmosphärisch beschrieben! Weiter so :D

    Man bekommt schon das Gefühl, hinter ihm herzulaufen :)


    So, jetzt bin ich gespannt, was da auf dem Markt los ist. Auch wenn cih schon eine Ahnung habe :rofl:


    achso: Rüstans neues Einführungskapitel finde ich genauso gut wie das alte (an und für sich) aber der Einstieg ein paar Stunden früher gefällt mir sehr gut :thumbsup:


    LG Chaos :chaos:

    Die Einsicht

    von Wielin



    Das Königreich der Elben liegt in der Nähe der alten Erz Miene im Ödenland.


    an diesem Morgen Tritt der Junge Elb Kalco der Sohn eines Händlers seinen ersten Wachdienst im Palast an. Ihm und seinem Vater geht es nicht so gut da die Währung jeden Tag weniger wert hat. Er ist groß, freundlich und immer hilfsbereit. Allerdings ist er auch unpünktlich. Ausgerechnet an seinem ersten Tag hat er verschlafen. Nachdem er sich in die Glanzvolle Rüstung gezwängt hat, läuft er los, um beim Kommandanten nachzufragen, wo er heute eingeteilt ist.



    Als er grade den raum betreten wollte bemerkt er ein Teeny der in der ecket steht und anscheint auf jemanden wartet. „Kann ich dir irgendwie helfen“? „Nein außer du schaffst es meinen Vater, der ein Sturkopf ist zur Einsicht zu bringen.“


    „Zur Einsicht“? „Ja zur Einsicht das, er unser Land anders Führen muss wir sind mitten in einer Wirtschaft Kriese. „wer hat dir das Recht geben einfach den Prinzen anzusprechen“? , Fragte plötzlich jemand. Klaco dreht sich, um und entschuldigt sich. „Bist du Kalco einer der neuen Wachen, die heute ihren Dienst antreten“? „Ja bin ich“. „Gut begleite seine Hoheit zurück in den Thronsaal du bist heute für die Bewachung der Großen Saal Tür zuständig“. Er nickt und die beiden machen sich auf den weg.



    „Kannst du mir Zutritt zu deinem Vater verschaffen? ich habe eine sehr gute Idee wie wir ihn zur Einsicht bringen“. „Nein zutritt kann ich dir nicht verschaffen, aber ich kann ihn aus dem Palast locken und du kannst dann mit ihm reden“. „Ok kannst du ihn heute Nacht zum Großen alten Mine führen da kann ich deinen Vater zur Einsicht bringen und euch das Geheimnis der Mine zeigen“. „Ja mache ich. Wir sind da bis später“.



    Er und sein Kollege ein großer schlanker junger Mann stehen eine Weile schweigend nebeneinander. „Bist du hier schon länger im Dienst“? „Ja seit Sechs Monaten. Bevor du fragst, hier ist es immer so langweilig“.


    „Na großartig der Kommandant hat mich bestimmt mit Absicht hier hingeschickt da ich heute Morgen zu spät gekommen bin“. „Sowas macht er gerne mal“. Plötzlich hören sie eine Auseinandersetzung aus dem inneren des Saals. Kalco will grade die Tür öffnen aber sein Kollege hält ihn ab. „warum hältst du mich davon ab reinzugehen“? „Der König und sein Sohn streiten bestimmt mal wieder da sollten wir nicht eingreifen“. Er schüttelt den Kopf und dreht sich wieder nach vorne.



    Einen Moment später öffnet der große Muskulöse Elben König die Tür. „Bist du Kalco“? fragte der König. „Ja eure Majestät was kann ich für euch tun“?


    „ich hatte grade ein langes Gespräch mit meinem Sohn und er hat mir die Augen geöffnet. In diesem Gespräch ging es um die Zukunft unseres Landes und die sieht ziemlich düster aus, wenn ich nicht schnell eine neue Währung finde“. „Ok Und wie kann ich euch da Helfen“? „Du kennst anscheint ein Geheimnis der Miene“. „Ja eure Majestät“. Auf dem Weg zur Miene laufen sie beide schweigend nebeneinanderher. Dort angekommen zeigt Kalco ihm die Unmengen an Diamanten, die er vor einiger Zeit dort gefunden hat. Der König staunt über die Berge von Diamanten. „Das ist ja Genug um es als Währung zu benutzen“. „Deswegen habe ich euch hierhergeführt“. sagte Kalco lächelnd. Zurück im Palst gibt der König den Befehl die Diamanten aus der Miene zu holen und sie im Land gerecht zu verteilen. Es dauerte noch einige zeit bis sich das Land von der Krise wieder erholt. Als Dank das Kalco ihm das Geheimnis der Miene Offenbart hat erhebt der König ihn in den Stand des Adels.

    Die Quelle der Musik

    von Tariq


    Abbauhammer = Druckluftwerkzeug im Bergbau zum Abbau von Kohle, Erzen oder Gestein

    Hauer = Bergmann, der Bodenschätze und Gestein löst und erfolgreich die Hauerprüfung abgelegt hat

    Hunt = vierräderiger Förderwagen im Bergbau, der in Stollen meist auf Schienen von Menschen bewegt wurde

    Schlägel = Hammer des Bergmannes mit viereckigem Querschnitt und hölzernem Stiel

    Sohle = im Bergbau ein Höhenniveau (eine meist horizontale Ebene) eines Bergwerks

    Stempel = Stützelement im Bergbau Untertage zum Abstützen der Stollendecke

    Stollen = waagerecht oder leicht ansteigend in einen Berg getriebener Grubenbau im Bergbau als Zugang bis unter Tage für den Abbau von Lagerstätten oder Schürfzwecken.

    (Quelle: Wikipedia, Erklärungen gekürzt)



    Die Schicht war zu Ende. Mit der Karbidlampe in der einen Hand und dem Ledergriff der Erztasche in der anderen machten sich Hans und sein Ausbilder, der Hauer Fred, auf den Weg zum Stollen, der zur Grubenbahn führte. Dort würden sie ihre schweren Taschen, die sie hinter sich her schleiften, ausleeren.

    Das plötzliche Knacken in der Decke ein paar Meter vor ihnen ließ Hans erschrocken nach oben sehen.

    Auch Fred, der vor ihm lief, hob ruckartig den Kopf. „Weg hier!“, brüllte er, fuhr herum und gab Hans einen Stoß. „Zurück in unseren Stollen!“

    Neues Knacken, dann ein länger anhaltendes Knirschen und Schaben und danach ein Geräusch, das Hans noch nie gehört hatte: Der Stein schrie.

    Er spürte Freds Finger, die sich wie eine Klammer um seinen Arm schlossen, als sich der Hauer an ihm vorbeidrängte. „Was stehst du wie ein Ölgötze?!“, dröhnte der Bass des Älteren gegen das Poltern an, das jeden anderen Laut übertönte. „Der Stollen stürzt ein!“

    Die Worte und ein huntgroßer Brocken, der sich von der Sohlendecke löste und herunter krachte, rissen Hans aus der Starre. Er schüttelte die Lähmung ab, die der Schrecken verursacht hatte, und seine Füße setzten sich in Bewegung. Ohne sich umzusehen, hastete er Fred nach, gebückt, die Augen auf den schweißnassen, nackten Rücken des Hauers geheftet. Hinter ihm ging das Knirschen in ein nervenzerreißendes Kreischen über und nach einem mächtigen, unheilverkündenden Donnerschlag folgte ein anhaltendes Poltern. Irgendwann war es still.

    Fred ließ seinen Arm nicht los. „Halt dir was vor den Mund!“, drang es an Hans’ Ohr, dann wurde das Licht ihrer Lampen von einer dichten Staubwolke geschluckt, die sie von hinten überrollte. Er zerrte sein Halstuch vor das Gesicht, kniff die Lider zusammen und versuchte, seinen Hauer trotzdem nicht aus den Augen zu lassen. Der am Boden liegende Luftschlauch des Abbauhammers wies ihm die Richtung. „Weiter!“, hörte er Freds Stimme vor sich. „Bleib nicht zurück! Wir müssen zur Kreuzung am Totschacht. Dort ist es sicher.“

    Am Totschacht gabelte sich der Stollen, das wusste Hans. Eine Abzweigung führte in den kleineren, in dem sie heute gearbeitet hatten, und eine in einen verbarrikadierten Bereich, den er noch nie betreten hatte.

    Das Licht seiner wild schwankenden Karbidlampe fiel auf den Rücken des erfahrenen Hauers. Er sah die kräftigen Muskeln unter den Hosenträgern arbeiten und hörte seinen keuchenden Atem. Keuchen, in das sich erneutes Knirschen mischte. Hans packte das Grausen. Er war erst siebzehn und wollte nicht hier unten sterben!

    Irgendwann hielt Fred an, setzte sich und hustete. Auch Hans würgte und spuckte. Das Tuch vor dem Mund half nicht und der Staub kratzte im Hals. Neben dem Hauer sank er nieder.

    „Hier bleiben wir“, keuchte Fred, legte seinen Schlägel ab und sah nach oben. „Der Stein wird halten.“

    „Woher weißt du das?“, krächzte Hans.

    „Das Holz zum Abstützen ist alt und trocken, Junge. Vorn, wo die Decke runterkam, war es jung. Alle haben gewarnt, dass es bricht. Es wurde trotzdem für die Stempel verwendet und der Einsturz war nur eine Frage der Zeit.“

    „Was machen wir jetzt?“ Hans bemühte sich, nicht weinerlich zu klingen, obwohl die Angst sein Herz wie eine eisige Faust umschloss.

    „Warten“, war die ruhige Antwort. „Entweder sie graben uns aus oder sie geben uns auf.“

    „Uns aufgeben? Aber ... “

    Fred löschte seine Lampe, setzte sie ab und richtete den Blick auf Hans.

    „Das ist das Risiko hier unten. Niemand will das. Doch es gibt keinen Ausgang. Es sei denn, du willst in den verfluchten Stollen.“ Sein Daumen wies auf die Bretterwand hinter ihren Rücken. „Aber ich sag dir gleich, da musst du allein reingehen.“

    Hans spürte ein Frösteln, obwohl ihm heiß war. Der verfluchte Stollen … Jeder Grubenjunge hörte vor seiner ersten Einfahrt die Geschichten, die sich um ihn rankten. Man hatte ihn in den Stein getrieben, bis einer der Hauer plötzlich Musik hörte. Geigen, Trommeln und Flöten auf der vierten Sohle. Die Männer waren entsetzt davongestürzt und der Stollen wurde versiegelt. Damals, vor rund hundert Jahren, glaubte man noch an Berggeister und Zwerge und niemand wollte mehr dort abbauen. Ein halbes Jahrhundert später erklärten sich zwei mutige Hauer bereit, den Stollen weiterzutreiben, die Quelle der Musik zu finden und der Mär von Festen im Zwergenkönigreich ein Ende zu machen. Sie kehrten nie zurück und keiner traute sich, nach ihnen suchen. Erneut wurde der Stollen verbarrikadiert.

    Unbehaglich starrte Hans die Bretterwand an. „Ich geh da rein“, verkündete er und es klang sicherer, als er sich fühlte. „Vielleicht kommt die Musik von draußen.“

    „Junge, über uns sind drei Sohlen und der Berg mit der Ruine. Wie soll es von der vierten einen Ausgang ins Freie geben?“

    „Keine Ahnung.“ Hans hob seine Lampe und kam auf die Füße. Zentimeterweise leuchtete er die Bretter ab. Probeweise rüttelte er daran, doch sie hielt. „Hilfst du mir?“, bat er Fred.

    Der Hauer seufzte. „Ich bin nicht abergläubisch, aber – bist du sicher, dass du da rein willst?“

    Energisch nickte Hans. „Besser als hier sitzen und warten, bis ich verhungere oder verdurste.“

    Fred erhob sich. Seine kräftige Faust umschloss den Schlägel und er hieb ihn zwischen die Bretter, um eine der Holzplanken heraus zu hebeln. Als eine zweite gelockert war, konnte Hans hindurchschlüpfen.

    Der Hauer reichte ihm die Lampe nach. „Pass auf dich auf. Und du brauchst nicht nach mir zu rufen. Ich werde dir nicht folgen.“ Er hielt ihm den Hammer hin und Hans ergriff ihn dankbar.

    „Du wirst sehen, ich finde heraus, woher die Musik kommt, und dann komme ich zurück und hole dich.“

    Fred nickte nur. „Glück auf, mein Junge. Und Gott schütze dich.“

    Sie nickten einander ernst zu, dann atmete Hans tief durch und betrat den verfluchten Stollen. Der Lichtschein seiner Lampe zeigte nichts Auffälliges und er lief ungehindert. Für Zeit und Strecke hatte er in seiner kurzen Lehrzeit noch kein Gefühl entwickelt, aber es kam ihm endlos vor. Immer wieder blieb er stehen, um intensiv zu lauschen. Und irgendwann hörte er etwas.

    Musik …

    Das Grauen war wieder da. Einem Impuls folgend wollte er sich umdrehen und zurück zu Fred rennen. Doch er bezwang den Fluchtgedanken.

    „Nein!“, sagte er laut zu sich. „Wo Musik ist, sind Menschen. Weiter!“

    Irgendwann wurde es heller vor ihm und der Schimmer wurde – genau wie die Lautstärke der Musik – mit jedem Schritt stärker. Er vernahm Stimmen, Lachen …

    Und plötzlich war vor ihm ein Spalt in der Felswand, aus dem warmes, goldenes Licht fiel. Zögernd blieb er stehen. Am Boden standen zwei verlassene Karbidlampen. Die beiden Hauer fielen ihm ein, die den Stollen erkunden sollten. Wo waren sie?

    Vorsichtig äugte er durch die Felsspalte und glaubte, seinen Augen nicht zu trauen. Er sah einen riesigen, von unzähligen Kerzen erleuchteten Saal voller festlich gekleideter Menschen, die zu der Musik tanzten.

    Verblüfft prallte er zurück. Hier unten? So tief unter der Erde? Ein Festsaal? Und was für seltsame Kleidung die Leute trugen! Wie beim Theater. Frauen in kostbaren, bodenlangen Kleidern, Männer mit wappengeschmückten Umhängen. Manche hatten sogar Schwerter umgebunden!

    Die Neugier siegte über sein Unbehagen und er spähte erneut hinein in das Treiben. Wer auch immer die Tänzer waren – sie mussten irgendwie hereingekommen sein. Also gab es einen Weg hinaus. Entschlossen stellte er seine Lampe neben die beiden anderen auf den Boden und legte Freds Hammer dazu. Dann zwängte er sich durch den engen Spalt.

    Er wurde bemerkt. Ein schlicht gekleideter Mann trat auf ihn zu. Er trug ein Tablett mit kostbaren Glaskelchen. Erst glaubte Hans, dass er fragen würde, woher er kam. Doch der Mann hielt ihm nur das Tablett hin und neigte den Kopf.

    Verdutzt ergriff er ein Glas. Seine Kehle war noch immer staubtrocken. Er stürzte den Inhalt in einem Zug hinunter und stellte es zurück, bevor der andere sich abwenden konnte.

    Neben ihm kicherte jemand. „Du hast wohl Durst?“, fragte eine sanfte Stimme belustigt.

    Erschrocken fuhr er herum. „Ich … suche einen Weg nach draußen“, stammelte er und fühlte, wie seine Ohren rot wurden.

    Das Mädchen, das ihn angesprochen hatte, schüttelte noch immer lächelnd den Kopf, den ein schmaler Goldreif mit einem Edelstein schmückte. „Den gibt es nicht“, verkündete sie.

    „Aber wie seid ihr hier hereingekommen?“

    „Durch den Fluch.“

    Er musste sehr verdattert aussehen, denn sie ergriff seine Hand und zog ihn mit sich zu einer gepolsterten Liege. „Ich erkläre es dir“, meinte sie. „Mein Vater“, ihre Hand wies auf einen schmerbäuchigen Tänzer mit pelzverbrämtem Mantel und einem kostbaren, goldenen Stirnreif, „hat einst während eines Festes eine Zauberin verärgert. Nicht nur. Er hat sie lächerlich gemacht vor seinen Gästen.“ Diesmal schloss ihre Geste alle ein, die hier tanzten. „Jeder hat über sie gelacht. Und je mehr sie lachten, desto schlimmer trieb es mein Vater. Sie geriet furchtbar in Zorn. ‚Du und alle deine hier anwesenden Speichellecker sollen mitsamt diesem Bankettsaal klaftertief in die Erde hinab fahren und keiner von ihnen soll ihn je wieder verlassen und das Tageslicht sehen‘, schrie sie. ‚Bis in alle Ewigkeit müsst ihr tanzen und euch selbst ertragen, ohne einander entkommen zu können.‘ Das ist der Fluch, der uns zwingt, unablässig zu tanzen und zu schwatzen und wieder zu tanzen.“

    Sie sah ihn an und er erkannte die Verzweiflung hinter ihren Worten. Und die Ruine oben auf dem Berg über der Mine fiel ihm ein, das verfallene Schloss ...

    „Ich weiß, wie man von hier aus in das Bergwerk kommt. Vielleicht gräbt man uns aus nach diesem Deckeneinsturz.“ Er war erregt aufgesprungen.

    Sie schüttelte den Kopf. „Vergiss das Bergwerk“, flüsterte sie.

    Das Frösteln war wieder da. Langsam drehte er sich um und starrte auf die makellose, gemusterte Wandverkleidung aus teuren Stoffen. Wo war der Spalt? Erschrocken stürzte er hin und tastete mit beiden Händen nach dem Riss, durch den er sich gezwängt hatte.

    Nichts!

    Der Ausgang war verschwunden.

    „Möchtest du tanzen?“, hörte er sie leise hinter sich fragen und drehte sich um. Er sah ihren traurigen Blick, als sie ihm graziös die Hand reichte.

    Seine Beine waren wie Blei, als er sich hölzern zur Musik bewegte. Er kannte diesen Tanz nicht und versuchte deshalb, bei den anderen Männern nach den Schritten zu schauen.

    Da!

    Zwischen den sauberen Beinkleidern sah er zwei schmutzige Hosenbeine. Sein Blick glitt höher, über einen nackten, dreckigen Oberkörper, bis er direkt in das staubverschmierte, verzweifelte Gesicht eines der seit fünfzig Jahren vermissten Hauer starrte.

    Hallo Zusammen :)
    erstmal danke für eure Antworten! Hat mich sehr gefreut :D

    Ich wollte euch ein Paar Antworten - und dann auch etwas Kontext :D

    Ihr könnt gern alle Antworten lesen, ein paar enthalten fragen für alle xD

    Ich vermute mal, die See spült in dem Fischerdorf öfter mal etwas größeres an und das verschwindet ja dann in der Regel auch bei Flut nicht mehr (so, wie wenn ein Wal standet). Die Frage ist, warum Borra glaubt, dass es hier passiert. Kann natürlich mit einer (religiösen) Überzeugung zusammenhängen.

    Naja sonst werden eben Hauptsächlich kleinere Dinge angespült - und eben von der Flut wieder mitgenommen :D
    Aber tatsächlich hat es auch einen religiösen Anteil: Seluna, die Feron später erwähnt, ist die Göttin der Meere (unter anderem) daher ... die wirds schon richten :D

    Ich hab mich kurz gefragt, wie Tamia in die Stadt ziehen könnte, wenn überall Soldaten (wohl wegen der Seuche) verhindern, dass jemand das Dorf verlässt. Sie könnte das Dorf natürlich vor der Seuche verlassen haben, aber dann könnte man das "vermutlich" vor "nicht der Seuche erlegen" weglassen.

    Das ist relativ einfach, da zwischen "Seuche bricht aus" und "Dorf wird abgeriegelt" genug Zeit vergeht um das Dorf zu verlassen - besonders wenn man quasi keine Besitztümer hat und nur sein Kind unter den Arm klemmen muss :D

    Abgesehen davon wissen sie ja nicht, wo sie ist und es war nur ein Versuch der Schwester, die Abwesenheit "harmlos" zu erklären. Im Endeffekt wissen Beide, dass sie vermutlich genauso verschwunden ist wie der Rest.

    Daher ist das keine Erzählung sondern eine verzweifelte Vermutung :D

    Wenn der blutige Husten ein recht eindeutiges, bekanntes Zeichen für die Seuche ist, dann fragt sich, warum Dala nicht auf das Blut reagiert (was sie entweder auf seinen Händen, aber spätestens auf der Tunika sehen müsste). Aber vielleicht hat sie es auch einfach übersehen.

    Ich weiß, ich sollte das eventuell erwähnen (upsi xD), aber ... es ist dunkel xD
    Zudem habe ich daran tatsächlich gedacht und überlegt ob ich erwähne, dass seine Kleidung ohnehin voller Fischblut ist - kam mir an der Stelle aber störend vor. Vlt finde ich eine andere Stelle :hmm:

    Wenn ich es richtig verstanden habe kneift Feron die Augen zusammen (und kann somit nichts sehen) nachdem er ein Stechen im linken Auge fühlt. Wenn das so ist, stellt sich auch hier die Frage, warum er sich so gut orientieren kann. Man müsste dann zumindest ein paar Beschreibungen hinzufügen, dass er nach Khoris Kopf tastet.

    Hier verstehe ich ehrlich gesagt nicht, was du meinst :hmm: Im Text steht, dass er SPÜRT dass da nur noch matschiger Sand ist, wo der Kopf war (logischerweise mit den Fingern xD)

    Und wo findest du, ist er orientiert? Ich finde "blind vor Panik" nicht besonders orientiert xD

    Dass seine mögliche Blindheit ein wichtiger Concern ist macht Sinn. Aber bevor er sich so detaillierte Gedanken darüber macht, wie er jetzt seinen Lebensunterhalt verdient, hätte ich eher erwartet, dass sein nächster Gedanke Khoris, seinem Angriff und der Tatsache, dass dieser sich die Augen ausgerissen hatte, gilt.

    Manchmal denkt man in Panik eben seltsame Dinge ;) War ihm in dem Moment halt wichtiger xD

    1. Warum ist Feron überhaupt nicht überrascht, dass da plötzlich ein perfekt kreisrunder Tunnel im Fels ist (den er sicher hätte kennen müssen, wenn er in dem Dorf aufgewachsen ist)?

    2. Er hat das ein oder andere dringende zu tun (unter anderem um zu überleben und nicht zu verbluten). Warum entschließt er sich stattdessen spontan auf Entdeckungstour zu gehen?

    Möglich, dass da die Stimme in seinem Kopf eine Rolle spielt, aber so rein von außen macht das Verhalten für mich keinen Sinn.

    1. Er ist überrascht, das kanncih noch etwas besser darstellen. Kennen tut er ihn nicht, immerhin fällt er DURCH die Felswand. Minispoiler:


    Das ist eine Illusion - die Wand sieht aus wie immer, ist aber eigentlich nicht da nachdem der Tunnel erschaffen wurde.


    2. Das muss an der Stelle auch keinen Sinn machen :D

    Ich werde es aber ein bisschen ergänzen, dass das klarer ist :D

    Meine erster Gedanke wäre nicht gewesen, ob die "Äste" auf seinem Rücken zur Tarnung sind, sondern, warum das Gegenüber rot leuchtende Augen hat.

    Das kannst du nicht wissen, da du die Geschichte nicht kennst, zu der dieser Prolog gehören wird :D Aber:
    Die roten Augen sind ihm bekannt (er weiß, was sie bedeuten) - die Dinger auf dem Rücken nicht

    Ich habe erst bei der Erwähnung der Raben erkannt, wo das Textfragment hingehört. Die rot leuchtenden Augen und die "Äste" auf dem Rücken haben es dann noch bestätigt.

    Sehr gut :D
    Und ja, das wird der neue Prolog zu Narak werden. Also das Erste, was man von der Geschichte liest. Würdest du (oder ihr) auf der Basis die Geschichte weiterlesen?


    (theoretisch hätte man es auch an "Abalon" und "Seluna" erkennen können, aber ich gebe zu, das ist schwierig :D)

    Du schilderst ein echt beklemmendes Szenario. Die perspektivlose Zukunft der Dorfbewohner, die Abriegelung mit der daraus resultierende Hilflosigkeit, die eine Suche nach den Verschwundenen unmöglich macht, und das stumpfe Hinnehmen des unvermeidlichen Sterbens an der Seuche kommen mMn gut rüber.

    Das freut mich sehr :D
    Der Plan war auch, gleich ein bisschen den Ton der Geschichte zu zeigen und dass es nicht unbedingt eine Wohlfühlgeschichte wird xD
    Und ich wollte mal testen, wie die Cosmic Horror Elemente ankommen (und, wie? xD) :)

    Ja und dann diese Höhle mit dem Fake-Eingang. Ich vermute, dass der nur, wenn der Blutmagier jemanden direkt davor stehen sieht, von diesem geöffnet wird. Oder sich jemand anlehnt, wie Feron. Von daher wäre das eine mögliche Antwort Novizes Frage beantworten, wieso Feron den Eingang nicht längst bemerkt hat.

    In diese Höhle hat der Blutmagier wohl die Verschwundenen gebracht, da denke ich, dass Feron richtig liegt mit seiner Vermutung.

    Genau, wie oben erwähnt, ist es eine Illusion - also eine scheinbare Steinwand.


    Die an der Wand tanzenden Schatten kann ich nicht einordnen, wenn rundum nur tote Körper liegen.

    ... Das Licht an sich flackert.

    Ja, ich sollte das auch erwähnen :rofl:

    Eine ganze Menge Fragen, auf die ich hier keine Antworten erhalte. Aber da ich fest daran glaube, dass das Fragment in deine Geschichte eingebaut wird, werde ich sie früher oder später kriegen und dann auch sehen, ob meine Vermutungen hirnrissig oder halbwegs passend waren.

    Irgendwann wirst du fast alle Antworten erhalten xD
    Allerdings nicht alle direkt und explizit. Ich habe vor, es so zu schreiben, dass man sich viel zusammenreimen kann, wenn man will, aber ohne sicher sein zu können, ob es wirklich so ist.
    Ich möchte diese "Unsicherheit" gerne rüberbringen , weil es acuh sehr gut zum Plot passt :D
    Mal sehen ob das klappt xD (oder in der bisherigen Version geklappt hat)

    Nom nom nom. Happy Worm is happy.

    Kleine Raupe Nimmersatt!

    Khoris lässt sich hier ziemlich leicht vom Stinkekadaver ablenken

    In meinem Kopf starrt er das Teil dabei an xD
    Ja, auch etwas, was ich hinschreiben muss xD

    Ja Mann, schiebt den Wal einfach zurück ins Meer!

    An thus, Greenpeace was founded.

    "Schwarzer Wind" ist auch eine gute Umschreibung für echt stinkende Püpse.

    :rofl:
    Das gefällt mir auch gut :D
    Aber inworld ist es ein Euphemismus für den Tod :D (Das hat auch einen Grund, aber das ist eines dieser Dinge, die man sich hoffentlich zusammenreimen kann iwann xD)

    Hehe, das kennt jede Frau die während ihrer Menstruation schonmal masturbiert hat.

    :rofl:
    Ich kann hier leider nicht mitreden xD

    Ja und Feron bekommt dann eine schicke Augenklappe, mit der er aussieht wie ein cooler Pirat. Arr! :pirate:

    Insgesamt hat mir der Kampf zwischen Khoris und Feron übrigens sehr gut gefallen. Die Beschreibungen und wie Khoris sich zu Ferons Auge "vorarbeitet" haben so richtiges Horrorfilmfeeling hervorgerufen :> *Skadi mag*

    Ich bin Feron, der Pirat, Herrscher der sieben Weltmeere und Schrecken der Meere.

    Dass der Kampf gut rüberkommt freut mich, das war mir wichtig. Das Horrorfeeling war mein Ziel und Das sollte auch ein bisschen ein "wtf" moment sein xD

    Die Leute sind sehr skeptisch und haben dabei auch noch Schwierigkeiten, der Realität ins Auge zu sehen. Eine gefährliche Mischung.

    Die Seuche kommt bestimmt aus einem Labor, um die Menschheit zu unterjochen!

    Ich bin noch am Überlegen, ob nicht vielleicht auch dieses Wesen ein Opfer/Überträger der Seuche ist oder ob zwischen den beiden nicht irgendein anderer Zusammenhang besteht.

    Das ist eine Sehr gute Frage :grinstare:

    Sehr konsequent, das mag ich, du schonst deine Figur hier nicht.

    Niemals!
    Zu dem Feeling, das ich für die Geshcihte haben will, gehört auch, dass man wirklich Angst um die Figuren hat, wenn sie in Gefahr sind xD

    Gefällt mir sehr gut, in dem Prolog passiert richtig was! Eine gute Eröffnung, die gerade genug erklärt und vieles offen lässt. Irgendwie scheint der Kerl am Schluss zwar nicht unabhängig, aber doch getrennt von dieser Kreatur zu interagieren

    Sehr schön, danke! <3

    Wir testen heute.
    Kein Kontext, keine Erklärung, nur der Text :D Ich freue mich auf eure Theorien, Fragen etc :D


    Die Wahrheit

    Sanfte Wellen umspülten den aufgeblähten Kadaver. Umringt von den neugierigen Bewohnern des Fischerdorfes lag der gigantische Leib im Sand. Niemand traute sich, näher an das unbekannte Wesen heranzutreten, und nur das Plätschern des Wassers war zu hören, als sich Feron endlich überwinden konnte, das Schweigen zu durchbrechen.

    „Was ist das?“, fragte er verunsichert und sah sich um. Ratlose Gesichter blickten ihn an oder starrten auf das angeschwemmte Etwas. Formlos und stinkend lag es dort und nur bei genauem Hinsehen ließen sich im Fackelschein ein massiver Kopf und die Überreste von Flossen erahnen. Der Körper war übersäht mit dunkelroten Blasen und schwarze Würmer hatten sich in den augenscheinlichen Kopf gefressen.

    „Ein Wal!“, vermutete eine Dorfbewohnerin.

    „Blödsinn!“, widersprach Khoris vehement und fuhr sich durch das ergraute Haar. „Das ist der Verschlinger! Bei Abalon, der Verschlinger ist zurückgekehrt!“

    Skeptisch betrachtete Feron das Wesen, das ein mythisches Monster sein sollte. „Es ist tot!“, wies er auf das Offensichtliche hin. Er konnte sich nicht vorstellen, dass eine tote Kreatur das Ende bringen würde.

    „Was immer es ist, es ist krank!“, rief Borra und unterbrach die Diskussion. Die alte Frau stieß aufgeregt ihren Gehstock auf einen Stein im Sand. „Lasst die Finger davon! Wir haben bereits genügend Unheil und Seuchen im Dorf!“

    „Sie hat recht!“, stimmte Feron zu, auch wenn sein Wort im Dorf nicht viel Gewicht hatte. „Die einen verschwinden von einem Tag auf den anderen spurlos und wer bleibt, der stirbt an der Seuche!“

    Khoris lachte abfällig. „Die Verschwundenen verlassen eben das Dorf, bevor sie sich die Seele aus dem Leib würgen!“ Wütend verschränkte er die Arme vor der Brust. „Wir sollten alle verschwinden! Der Verschlinger ist nur ein weiteres Zeichen, dass unser Dorf verdammt ist!“ Er musterte Feron mit zusammengekniffenen Augen. „Selbst wenn er tot ist!“

    „Die Raben lassen niemanden aus dem Dorf!“, widersprach Ferons Schwester Dahla. In der Tat bewachten die in schwarze Rüstungen gekleideten Krieger jeden Zugang zum Fischerdorf. An den Klippen gelegen, war es ein leichtes, die wenigen Pfade abzuriegeln. „Niemand kann es verlassen! Weder wir, noch die Verschwundenen!“

    „Vermutlich haben diese schwarzäugigen Bastarde sie getötet, weil sie gehen wollten!“, schrie Khoris sie an.

    „Dann ist es ja eine grandiose Idee, das Dorf zu verlassen!“, kam Feron seiner Schwester zu Hilfe und fragte sich, ob Khoris sich des Widerspruchs in seinen Worten bewusst war.

    „Wir haben Boote, wir könnten ...“ Khoris Ansprache wurde vom Klackern eines Gehstocks auf Stein unterbrochen.

    „Ein Streit hilft uns nicht weiter!“, bestimmte Borra. „Die See hat das Wesen gebracht und die See wird es wieder mit sich nehmen! So war es schon immer!“

    Feron fragte sich, wie oft die Alte so etwas schon miterlebt hatte, und blickte in die Runde.

    „Ich sage euch, das ist ein böses Omen!“, murrte Khoris und erwiderte Ferons Blick. „Verbrennt es zumindest!“ Seine stechend blauen Augen unterstrichen seine Überzeugung. Dann drehte sich der erfahrene Seemann um und verließ den Ort des Geschehens. Sein fast hüftlanger Zopf schwang im Takt seiner schnellen Schritte.

    Feron atmete durch und sah seine Schwester an, die nervös die Zähne zusammenbiss. „S... Sollten wir es verbrennen?“, fragte er zögerlich. Ganz unbegründet fand er Khoris‘ Einwand nicht.

    „Die See hat es gebracht“, wiederholte Borra bestimmt und kniff die faltigen Augen zusammen. „Die See wir es wieder mit sich nehmen!“ Offenbar hatte sie alte Frau keine Lust auf eine Diskussion, denn sie stieß erneut den Stock auf den Boden. „Geht jetzt nach Hause. Es ist ohnehin schon dunkel und die Flut kommt. Wahrscheinlich ist dieses ... Ding morgen schon gar nicht mehr hier. Kümmert euch um eure Kranken und seht zu, dass ihr nicht verschwindet!“

    „Oder euch die Raben holen ...“, murmelte Dahla, wandte sich dann aber, wie die anderen Dorfbewohner, vom angeschwemmten Ungetüm ab.

    Die Diskussionen über die Herkunft des Wesens brachen nicht ab, als die Leute in ihre Hütten zurückkehrten.

    Auch Feron und Dahla betraten ihr Zuhause. Einfach eingerichtet bot die kleine Holzhütte dennoch alles, was sie zum Leben benötigten. Einfache Schlafstätten für die ganze Familie, ein Herd, sowie ein Esstisch fanden sich darin. Ebenso ein schlichter Schrank und einige unordentlich zusammengefaltete Fischernetze, die auf eine Reparatur warteten.

    Traurig musterte Feron das Bett seiner Eltern. Seinen Vater hatte der schwarze Wind vor kurzem von den Qualen der Seuche erlöst und für seine Mutter konnte der Weg auch nicht mehr weit sein. Apathisch lag sie auf der Strohmatratze und starrte an die Decke, der Körper von schwarzen Beulen und offenen Wunden übersäht. Sie hatte nur noch wenige Tage. Er schluckte und wandte den Blick ab. Doch das leere Bett seiner anderen Schwester machte es nicht besser. Temia war zwar – vermutlich – nicht der Seuche erlegen, doch war sie eine der Vermissten. Tatsächlich war sie die Erste gewesen, die spurlos aus dem Dorf verschwunden war. Nach einem Strandspaziergang mit ihrem neugeborenen Sohn war sie einfach nicht zurückgekehrt.

    „Sie ist bestimmt mit dem Vater des Kindes in die Stadt gezogen“, flüsterte Dahla und nahm seine Hand. Sie wusste immer, was er dachte.

    Skeptisch nickte Feron. „Bestimmt.“ Temia hatte ihnen nie verraten, wer der Vater ihres Sohnes war, und so hatten sich schnell Gerüchte verbreitet, sie wäre die Gespielin eines Adeligen aus der Hauptstadt.

    Ein plötzliches Husten überkam ihn und unterbrach seine Gedanken. Schnell wandte er sich ab, hob er die Hand vor den Mund und ignorierte den Schmerz in seiner Brust.

    „Alles in Ordnung?“, fragte Dahla besorgt.

    „Ja, ich habe mich nur verschluckt“, krächzte er und starrte seine blutige Hand an. Schnell wischte er das Blut an seiner Tunika ab und fuhr sich über den Mund. „Mir geht es gut“, log er. Er verdrängte den Gedanken daran, dass seine Eltern und all die anderen Kranken ebenfalls zuerst Blut gehustet hatten. Sicherlich war es nur ein Zufall gewesen. Feron wandte sich wieder zu Dahla um, die nervös mit ihren braunen Haaren spielte. „Wir sollten schlafen“, schlug er vor. „Morgen wird ein anstrengender Tag.“ Der Haufen Netze flickte sich schließlich nicht von alleine und wer wusste schon, ob sie das Ding am Strand nicht doch entfernen mussten. Er setzte sich auf sein Bett und hoffte, dass dieses nicht auch bald leer stehen würde.

    Nickend stimmte Dahla zu, seufzte und tat es ihm gleich. „Gute Nacht“, flüsterte sie hörbar betrübt.

    „Gute Nacht“, erwiderte er, zog seine Kleidung aus und legte sich hin.

    Möge Seluna über uns wachen.


    Sein Schlaf war unruhig. Er bekam das Bild des angeschwemmten Wesens nicht aus dem Kopf. Tausende Stimmen schienen ihn zu rufen, ihm zu sagen, was er zu tun hatte. Es verbrennen. Es zurück ins Meer ziehen. Ihm ein Opfer darbringen.

    Seine Sicht verschwamm, als er die Kreatur ansah und sein Kopf schmerzte. Rasch wandte er den Blick ab und hielt sich die Ohren zu.

    Komm zu mir! Ich bin die Rettung!

    Schweißgebadet schreckte er aus seinem Traum hoch und musste husten. Seine Brust brannte und seine Hände wurden feucht vom Blut, das er auswarf.

    Ich bin die Rettung!

    Ihm war, als klangen die Stimmen aus seinem Traum noch nach. Als der Hustenanfall vorüber war, schluckte er schwer und setzte sich auf. Er brauchte frische Luft. Noch einmal hustete er kurz, ehe er kurz zu Dahla sah. Sie schlief tief und fest. Beruhigt, sie nicht geweckt zu haben, stand er auf und zog sich an. Vorsichtig kontrollierte er, ob seine Mutter noch atmete. Nur schwach, konnte er den Luftzug an ihren Lippen spüren – aber er war noch da. Leise atmete er durch und verließ die Hütte.

    Feron sog die kühle Luft in seine Brust und spürte, wie sie ihm guttat. Die Nacht war klar und der zerbrochene Mond stand voll am Himmel über dem Dorf, die beiden Hälften von einem zackigen Riss getrennt. In der Ferne erkannte er die Klippen, die steil im Meer aufragten und bei Ebbe zu Fuß zu erreichen waren.

    Komm zu mir!

    Erschrocken sah er sich um. Niemand war zu sehen. Aber er war sich sicher, den Ruf gehört zu haben.

    Ich bin die Rettung!

    „Wer ist da?“, rief er in die Nacht, bekam jedoch nur das Plätschern der Wellen als Antwort. Konnte es sein ... Nein, das war unmöglich. Er hatte das Wesen gesehen, es war tot! Verwest und aufgedunsen! Niemals konnte diese Kreatur ihn zu sich rufen!

    Komm zu mir!

    Und doch ... tat sie es. Er schluckte. Was sollte er tun? Zum Strand gehen? Zurück ins Bett? Was, wenn das Wesen wirklich die Rettung war und kein schlechtes Omen? Was, wenn es der Schlüssel war, die Seuche zu besiegen? Vielleicht hatte er noch eine Chance! Zögerlich stapfte er die Strecke zur Fundstelle.

    Kaum dort angekommen, erkannte er den ergrauten Zopf von Khoris im Licht des Vollmonds.

    Reglos stand dieser vor dem stinkenden Fleischberg, der weit größer war als der Seemann. Die roten Blasen auf der fahlen Haut des Ungetüms schienen im Mondlicht zu pulsieren.

    „K... Khoris?“, fragte Feron vorsichtig. „Was tust du hier?“

    „Siehst du es nicht?“, entgegnete Khoris. „Es ist die Rettung!“ Ohne sich umzudrehen wurde er energischer. „Siehst du es nicht?!“

    „Nein, ich ... ich sehe nichts“, gab Feron zu und blieb kurz hinter Khoris stehen. Er lugte über seine Schulter, doch erkannte nichts, was anders war, als bei zuvor. „Ich dachte es wäre ein schlechtes Omen?“ Immerhin war Khoris sehr vehement in seiner Einschätzung gewesen.

    „Nein“, widersprach er. „Ich habe mich getäuscht! Es ist die Rettung! Ich kann es ganz klar sehen! Siehst du es nicht?“

    „Nein!“ Was sah der alte Mann in dem verwesenden Etwas?

    „Dann öffne deine Augen!“, schrie Khoris plötzlich und fuhr herum. Mit einem wahnsinnigen Grinsen starrte er Feron an.

    Doch anstatt in seine blauen Augen, blickte Feron nur in zwei blutige Höhlen. „Was bei allen ...“, stieß er aus und machte erschrocken einen Schritt zurück.

    „Öffne deine Augen!“, brüllte Khoris und hob seine blutigen Hände. Zwischen seinen Fingern quollen die Reste seiner Augäpfel hervor. Ruckartig machte er einen Satz nach vorn und riss Feron um.

    Der Aufprall trieb ihm die Luft aus der Brust und verlangte ihm ein heftiges Husten ab. Dennoch versuchte er, Khoris von sich fernzuhalten, der seinen Kopf packte und gewaltsam auf den Boden presste. Schwindel und Panik überkam ihn.

    „Öffne deine Augen, Feron!“, keifte Khoris und grub seine Nägel tief in seine Wange. „Öffne sie! Und sieh die Wahrheit! Die Rettung!“ Seine Finger bahnten sich ihren Weg über Ferons Gesicht und suchten seine Augen.

    Verzweifelt versuchte der junge Mann, die Hände seines Kontrahenten festzuhalten. Plötzlich durchfuhr ein brennender Schmerz sein rechtes Auge, dicht gefolgt von einem Stechen, als hätte jemand eine Nadel in seine Iris gedrückt. Er schrie, spürte das Blut über sein Gesicht laufen und schlug wild um sich.

    „Öffne deine Augen!“, brüllte Khoris in sein Ohr.

    Feron spürte etwas Hartes an seinen Fingern und umklammerte es. Gerade, als auch sein linkes Auge zu brennen begann, riss er mit aller Kraft daran und schlug es gegen Khoris‘ Schläfe.

    Begleitet von einem widerlichen Knacken ließ der Seemann von ihm ab und kippte zur Seite.

    Sofort rollte sich Feron auf seinen Angreifer und prügelte den Stein erneut auf dessen Kopf. Blind vor Schmerz und Panik drosch er brüllend auf den alten Seemann ein, bis er nur noch den durchweichten Sand spürte, wo zuvor ein Schädel gewesen war. Erst dann ließ er den Stein fallen und hielt sich wimmernd die Hände vors Gesicht. Er spürte das Blut, das aus seinem rechten Auge auf seine Hand floss, das Brennen des linken Auges und wagte es nicht, die Lider zu öffnen.

    Eine ganze Weile saß er so da, ehe er die Hände sinken ließ. Er zitterte am ganzen Leib und ließ sich zur Seite fallen. Auf dem Rücken liegend zwang er sich, die Augen zu öffnen. Vereinzelte Lichtpunkte drangen verschwommen durch den Schleier aus Tränen und Blut.

    Ich sehe!

    Mit bebenden Fingern untersuchte er sein Gesicht und würgte, als er merkte, dass von seinem rechten Auge nicht viel übrig war. Wütend und verzweifelt schrie er Flüche in die Nacht und schlug die Fäuste in den Sand.

    Es dauerte eine Weile, bis er sich soweit beruhigt hatte, dass er einen klaren Gedanken fassen konnte und sich aufrappelte. Durch die bebenden Finger vor seinem Gesicht konnte er die Überreste von Khoris erahnen, die in dunkel verfärbtem Sand lagen. Er war nicht blind. Sein linkes Auge könnte heilen! Zumindest konnte er dann noch arbeiten und seinen Lebensunterhalt verdienen. Ein Auge war genug! Es kam öfter vor, dass einer der Fischer eines verlor, sei es durch eine Krankheit oder eine Verletzung. Es war nicht unmöglich nur ...

    Komm zu mir!

    Wie versteinert hielt er inne. Die gleiche Stimme wie zuvor sprach zu ihm, doch ... so viel klarer! So viel deutlicher! Und sie kam ohne Zweifel von dem Wesen am Strand.

    Sieh mich an!

    Er schluckte und ließ die Hände sinken. „Ich kann nicht“, flüsterte er. „Mein Auge ...“

    Ist geöffnet!

    Zitternd atmete er ein und drehte sich um.

    Hämmernde Kopfschmerzen gingen mit dem Anblick der Kreatur einher. Tausende Schreie kreischten in seinem Geist und er erkannte flackernd die Wahrheit. „Nein ...“, hauchte er. „Nein, das kann nicht sein!“

    Ich bin die Rettung! Komm zu mir!

    „Nein!“, schrie Feron und wandte sich hastig ab. Entgegen aller Stimmen, die ihm sagten, der Wahrheit in die Augen zu sehen, rannte er. Er rannte über den Strand, fiel hin, rappelte sich auf. Er hielt sich die Ohren zu, taumelte weiter durch den Sand, ignorierte die Stimmen, das Brennen seiner Augen, seiner Brust; das Blut, das ihm übers Gesicht lief.

    Erst als der Husten ihn übermannte, blieb er stehen und stützte sich an der Felswand neben sich ab. Röchelnd spuckte er Blut. Schwer atmend lehnte er sich an und ließ sich an der Klippe nach unten rutschen. Er rieb sich die Schläfen und zwang sich, einen klaren Gedanken zu fassen. Er war an den Klippen, also war die Flut gekommen und wieder gegangen. Nur dieses ... Ding war noch da. Er konnte, er wollte sich nicht vorstellen, was Khoris gänzlich ohne Augen gesehen hatte. Wie sollte er das den anderen erklären? Niemals würden sie ihm glauben, was geschehen war, was er gesehen hatte! Nein, er musste ihnen die Augen öffnen, sie mussten es selbst sehen!

    „Blödsinn!“, rief er gegen seine Gedanken und die noch immer leise flüsternden Stimmen an. Er musste es sich eingebildet haben! Er war scher verwundet, hatte viel Blut verloren, es musste eine Fantasie gewesen sein! Mehrmals atmete Feron tief durch, was ihm erneut ein Husten abrang, und blickte dann über den Strand. Zu seiner Erleichterung hatte sich sein verbliebenes Auge bereits beruhigt und zeigte wieder klare Bilder. Der Stein hatte Khoris‘ Tun offenbar rechtzeitig unterbunden.

    Noch immer lag das angeschwemmte Etwas dort – die selbsternannte Rettung. Doch der Wahnsinn war verschwunden. Es war einfach nur ein totes Wesen, angeschwemmt von den Wellen.

    „Das kann doch alles nicht wahr sein!“, murmelte er und zwang sich, aufzustehen. Er musste zurück ins Dorf. Wenn die Flut wieder kam, durfte er nicht mehr hier sein, wenn er nicht auf die offene See gespült werden wollte. Zudem war Dahla noch dort und er musste sie wegbringen. Egal, ob er sich die Wahrheit eingebildet hatte, oder ob es Wirklichkeit war.

    Mit der Hand an der Wand gestützt, schlurfte er durch den feuchten Sand. Sein Husten wurde schlimmer und bereits nach wenigen Schritten musste er eine Pause machen. Immer stärker lehnte er sich an den Fels und ließ diesen sein Gewicht tragen.

    Plötzlich verschwand die Unterstützung des Gesteins und er fiel einfach hindurch, als hätte jemand ein Seidentuch über einen Höhleneingang gelegt.

    Hart prallte er auf den Boden auf. Erneut stand er stöhnend auf und blickte in einen dunklen Gang, der sich in einem perfekten Kreis in den Fels grub. Nur ein fahles rotes Leuchten am Ende des Tunnels zeigte, dass dort etwas war. Wollte er es wissen?

    Noch während er darüber nachdachte, machte er den ersten Schritt auf das Licht zu. Was sollte ihn dort schon erwarten? Schlimmer als das Wesen konnte es nicht werden. Vorsichtig schob er sich um die Ecke und sah eine kugelförmige Höhle von einigen Metern Durchmesser vor sich. Das rote Licht stammte von einem kleinen Ball rot leuchtender Energie, das am höchsten Punkt der Höhle schwebte. Unheimliche Schatten tanzten an der Wand, aber sonst war kaum etwas zu sehen. Nur einige dunkle Schemen lagen am Boden. Erst auf den zweiten Blick erkannte er sie als menschliche Körper. Tote menschliche Körper. Fehlende und seltsam deformierte Gliedmaßen, aufgeschlitzte Leiber und freiliegende Innereien trieben ihm die Übelkeit den Hals hinauf. Konnten das die Verschwundenen sein? War seine Schwester hier? Auf einmal gesellte sich der Gestank nach Tod und Verfall dazu und ließ ihn erneut würgend husten. Schleimige Fäden aus Blut und Speichel zogen sich von seinem Mund zu seinen Fingern. „Bei den Göttern“, keuchte er.

    „Dein Geist ist ihm entkommen“, krächzte die Stimme eines Mannes hinter ihm.

    Erschrocken fuhr er herum und starrte in rot leuchtende Augen, die ihn zwischen blonden Haarsträhnen fixierten.

    Kaum einen Schritt von ihm entfernt stand der Fremde und grinste. Über seinen Schultern zeigten sich schmale Gebilde, als hätte er sich Äste auf den Rücken gebunden. Zur Tarnung?

    Ferons Blick wanderte zu den Blutfäden und -tropfen, die unvermittelt begannen, durch die Luft zu schweben. Er hustete erneut und kaum hatte das Blut seinen Weg in seinen Mund gefunden, wurde es schon förmlich herausgesogen. Schnell wurde aus den Tropfen ein stetiger Strom, der von seinen Lippen, aus seinem Inneren, in die ausgestreckte Hand des blassen Mannes wanderte. Er konnte sich nicht bewegen, nicht dagegen wehren und er spürte, wie sein Geist entschwand. Panik wollte sich in ihm ausbreiten, doch er war bereits zu schwach. Noch einmal vernahm er die Stimme des Fremden.

    „Aber dein Blut ... gehört mir!“

    Soso. Kapitel 2 also :D :D


    Dann schauen wir mal :D

    Der Unbekannte stand direkt vor ihm, lachte und warf ihm das tote Kind auf den Schoß.

    ;( ;( ;( ;(

    Das tut weh :(

    Wieder lachte er, griff an seinen Gürtel, zog einen Dolch und rammte ihn sich mit einem Ruck in sein Herz.

    Hier bin ich mir nicht ganz sicher, welcher Rüstan welchem dem Dolch ins Herz rammt xD
    Aus dem Kontext schließe ich, dass der "Böse" den "guten" umbringt? Also der andere dem POV? man kann es aber auch so lesen, dass der böse sich selbst umbringt :hmm:
    Bin mir nicht sicher, könnte beides passen, je nachdem was er so träumt :D

    Das "wieder lachte er" deutet aber darauf hin, dass der Böse der handelnde ist

    Röchelnd setzte Rüstan sich auf und um ein Haar wäre er aus seinem gepolsterten Sessel gefallen. Seine Finger krallten sich in die Lehne und er atmete stoßweise ein und aus.

    Wieder ein schlechter Traum, beruhigte er sich selber und strich sich mit der linken Hand die schweißnassen Haare aus der Stirn. Das einfache Hemd klebte auf seiner Brust. Sein Herz raste zu schnell.

    mein obligatorisches "einmal pro post ausnahmsweise kleinkackgemecker": Ich würde an der Stelle das rote weglassen, dass er da nicht seinen Fuß nimmt ist eigentlich selbsterklärend und ob es die linke oder rechte Hand ist, ist nicht wichtig :)

    Die blutrote Flüssigkeit ergoss sich über den hellen Teppich.

    Man hat ja auch keinen weißen Teppich in Räumen, wo man Rotwein trinkt! Anfängerfehler.

    Salz soll da ja helfen :hmm:

    Gabrielle war solche Aussetzer mit den Jahren gewohnt, doch Talla war es nach wie vor fremd.

    Für das Mädchen musste es immer wieder verstörend sein, wenn er sich nachts schreiend in seinem Bett aufsetzte oder mit bebendem Körper mitten im Raum verharrte.

    Das kann ich nicht ganz nachvollziehen :hmm: So wie ich es verstanden habe, sind es ja "nur" Albträume oder? Also nicht so, dass der Dude nachts auf einmal den Kopf um 360° dreht, an die Decke klettert und Priester vollkotzt :hmm: Ich könnte mir vorstellen, dass man sich daran schon gewöhnen kann - gut damit umgehen können ist natürlich dann nochmal was anderes :)
    Ich kann auch noch nicht (also "noch" im Sinne von "Alles was ich aus der ersten Version und hier schon über Rüstan weiß") nachvollziehen, warum sie überhaupt Angst vor ihm haben. :hmm: er hat jetzt nie besonders bedrohlich auf mich gewirkt, nur ... harsch. KAnn natürlich aber auch schlicht daran liegen, dass ich nicht weit genug gelesen habe :rofl: Also vermutlich mein Fehler :hmm:


    Vielleicht ist er aber auch so, damit Talla weinen muss und mit ihren Tränen den Rotweinfleck rausbekommt? Tränen sind ja salzig :D

    Er beließ es bei der harschen Bitte und drängte sich an den Frauen vorbei, um in seinen Schlafraum zu gehen.

    ich weiß nicht ob ich "Räumt das auf" noch als Bitte bezeichnen würde :rofl:



    So, es gibt also auch ein neues Eröffnungskapitel für Rüstan :D
    Gefällt mir! Ich fand das alte auch gut, aber das kann man imo auch als zweites oder so einbauen :thumbsup:

    Ansonsten ... joa. Bin gespannt warum der den Leuten so Angst macht, ich gehe schon davon aus, dass du weißt was du tust :D Enttäusch mich nicht! (kein Druck <3 ) Und was er da träumt bin ich auch gespannt :hmm:
    Prophetisch? Vergangenheit? Angst vor seiner bösen Seite? gut angefixt :D


    Hm. Darüber denke ich auf jeden Fall mal nach.


    Wobei ich das persönlich jetzt nicht soooo schlimm finde, dass die das während des Essens machen. Immerhin sind das alles erwachsene Menschen, die auch ein paar Minuten mal ruhig zuhören können. Sie können danach immerhin einfach weiter essen :essen:

    Ne, schlimm ist es nicht und es wäre jetzt auch nicht wild, wenn das so bleibt :)
    Ich wollte damit nur sagen, dass es auf die Weise sehr "dringend" wirkt, was die Aufgabe aber gar nicht ist :)

    Verstehe :D

    Sind beides gute Gründe, daher ... ich lass mich einfach überraschen, wo du und hinführst :)

    LG Chaos :chaos: