Beiträge von Rika

    kalkwiese

    Da wir hier gerade bei 'Dark' waren: Hast du denn schon '1899' gesehen? Hier sind ja die selben beiden Showrunner am Werk.


    Habe die erste Staffel gerade binnen dreier Tage durchgesuchtet und auch wenn für jede beantwortete Frage, mindestens eine neue aufgeworfen wurde, fand' ich die Geschichte und ihre Konklusion sehr interessant und vor allem gut gemacht.


    Grob geht es in '1899' um einen Passagierdampfer, der in besagtem Jahre, vollbesetzt mit europäischen Auswanderern, nach New York übersetzen soll. Inmitten des Ozeans erhalten sie eine Nachricht, die vermutlich von dem, vier Monate zuvor verschollenen, Schwesterschiff stammt. So weicht die Crew von ihrem eigentlich Kurs ab um eventuellen Überlebenden zu Hilfe zu kommen. Doch geht es nicht nur um die beiden Schiffe, sondern auch um ein Dutzend Charaktere, die allesamt ihr Päckchen tragen, vor etwas zu fliehen scheinen. Und ja, 'Schein' ist hier eine treffende Beschreibung. Denn vieles hier ist nur Schall und Rauch, welcher nach und nach dekonstruiert wird, bis am Ende, im wahrsten Sinne des Wortes, nichts mehr ist, wie es war.


    Wen komplexe Erzählungen nicht abschrecken und wer mit dem gemächlichen Erzähltempo nicht hadert, der sollte, denk ich, mal einen Blick riskieren.

    kalkwiese

    Moin zusammen! :)


    Inkwriter

    Seltsamerweise bin ich jetzt drei Mal in Folge daran gescheitert dich zu zitieren, aber sei es mal drum :D

    Ja, ich kann nachvollziehen, dass der Stil, zu Beginn, möglicherweise etwas gewöhnungsbedürftig ist. Aber wie du ja schon angemerkt hast, kann man sich mit der Zeit sicher damit arrangieren :)

    Eine größere Schwierigkeit sehe ich allenfalls darin, daß es ziemlich anstrengend werden kann, einen bombastischen Einstieg im weiteren Verlauf auch auf dem gleichen Niveau zu halten.

    Auch wenn ich den Begriff "bombastischer Einstieg" jetzt bewusst nicht, im Bezug auf meine Geschichte, verwenden werde ( ;) ), aber ja, das ist auch eines meiner Ziele dieser "Schreibübung". Tempo halten, keine (größeren) Durchhänger produzieren, straight forward erzählen.

    Daran scheitern ja immer wieder Geschichten. Als Wattpad-Leserin weiß ich wovon ich spreche :rolleyes:


    Für mein Verständnis, wie Realitäten funktionieren, ist es zumindest nicht unmittelbar plausibel.

    Da hast du natürlich recht. Nur bin ich mir (noch) nicht richtig sicher, ob ich wirklich so "tief" gehen sollte, bei dem was ich hier eigentlich vorhabe. Ich möchte in diesem Erzählstrang (ich unterscheide zwischen den 'Intervallen' 1 und 2) u.a. auch etwas mit den vorhandenen (Fantasy)-Klischees spielen. Ich meine, die Prämisse der Geschichte ist ja schon sehr, sehr simpel gestrickt. Ein Fantasy-Epos ist hier so gar nicht mein Anspruch. Womit wir auch bei

    Auf mich wirkt der Hauptmann, als würde er seinem eigenen Pathos auf den Leim gehen.

    wären. Auch der Hauptmann ist mehr als Karikatur angelegt, denn als ernsthafter Charakter. Das aufgeblasene Ego, seine bizarren Überzeugungen. Kaum ernst zu nehmen - zumindest wollte ich ihn so etablieren.


    Da dachte ich mir: Inwiefern unterscheidet sich das jetzt von seinem eigenen Verhalten, gerade wenn er es aus Ehrgefühl tut und für ihn ja auch 'nur' Ruhm und Glorie als Lohn winken.

    Der Hauptmann empfindet es, wie im Zitat dargelegt, dass eigentlich nur diejenigen "die dem Reich (als Reichswächter) dienen" (z.B. er selbst) ein Anrecht auf Ruhm und Glorie haben sollten.


    Wie in meinem letzten Beitrag ja schon geschrieben, die vorangegangene Szene ist missverständlich geschrieben. Der Hauptmann richtet sich mit seiner Prahlerei eigentlich nicht direkt an den Abenteurer. Zumindest in meinem Kopf, weswegen ich das nochmal neu formulieren werde ^^

    und eigentlich bin ich dem Regiment ohnehin nur beigetreten, weil es innerhalb der Mauern relativ sicher ist, der Sold stimmt und es zwei Mal wöchentlich BIer und Braten gibt ;)

    DAS ist doch mal eine schöne Motivation :D

    Als Schreib- und Fingerübung ist das sicher sehr brauchbar, aber wenn eine Geschichte draus werden solle, fehlt mir noch ein "jemand", an den ich mich dranhängen kann.

    Da würde ich bald liefern wollen. Generell möchte ich im Verlauf des Stranges auch noch ein wenig mit der Erzählstimme (wie du sie nennst) spielen. Da gehört fürs Erste auch die Arroganz und Überheblichkeit des Hauptmannes dazu. Sicher stellt sich hier die Frage, ob ich das nicht ggf. gleich zu Beginn überstrapaziere. Wenn man zuvorderst den Unsympathen sieht, könnte das tatsächlich ein Problem werden. Was denkst du?

    Woher wissen die eigentlich, wohin sie ziehen müssen?

    Eine grobe Information haben sie. Das sollte (relativ zeitnah) zusammen mit der "Identität" des Biests aufgeklärt werden.

    Ist halt auch immer die Frage: Wann gebe ich dem Leser welche Info an die Hand, ohne ein Augenrollen zu ernten? :/


    Wieder großes Danke! Eure Überlegungen und Kommentare helfen mir sehr dabei, mein Geschreibsel zu hinterfragen, auch wenn sich latent Unsicherheit bei mir andeutet :P

    But just need to think more about it ;)


    LG
    Rika

    kalkwiese

    Nach über zwei Jahren bin ich leider nicht mehr allzu tief in der Materie drin, weshalb ich auch nicht mehr konkret die Handlung als solche kritisieren kann ;)


    Ich kann leider nur noch sagen, dass die Staffeln 1 und 2 viele starke Momente/Mindfucks hatten. Die zeitlichen Verknüpfungen empfand ich als sehr intelligent und nie wirklich aufgesetzt. Tja, und dann kam die 3. Staffel, bei der mir dann irgendwann das Schicksal der Protagonisten schlichtweg egal war, weil sie mir als austauschbar verkauft wurden.


    Vllt. tu' ich mir ja wirklich irgendwann noch einmal einen Re-Watch an. Idealerweise dann mit einer zweiten Person, mit der ich mich dann direkt austauschen kann und die mich möglicherweise doch bis zum Ende treibt ;)

    Zunächst mal:heart:-lichsten Dank an dieser Stelle an euch Drei für eure Zeit! :)

    Steht da ein Zaun? Wie sieht die denn aus, diese Reichsgrenze?

    Da soll eine Mauer (nach Vorbild der chinesischen) stehen. Diese kleine Info hab' ich aber tatsächlich aus dem Text gestrichen. :D

    Werde das in meinem Entwurf auf jeden Fall ergänzen.

    Z.B. wenn dann aus "monströs" das Substantiv Monstranz wird, das aber eigentlich etwas ganz anderes bedeutet ;)

    Da hast du tatsächlich eine Bildungslücke bei mir aufgedeckt :pupillen:

    Möglicherweise kann ich mich da als Nichtchristin ja rausreden :D

    Nee Spaß, muss ich umformulieren - Dankeschön! ;)

    der Hauptmann und die Soldaten, die sich bereitwillig für ein Himmelfahrtskommando opfern wollen. Ich frag mich: Was haben sie davon?

    Ist es so abwegig, dass sie es der Ehre wegen machen? Das sind schließlich Männer, die mit der Verteidigung des Reiches und der Königsfamilie betraut sind. Da kommt dann also irgendein "Biest" dahergelaufen und raubt ihnen die Thronfolgerin unter der Nase weg. In einer (vermutlich) klischee-mittelalterlich angehauchten Welt, ist ein angekratztes Ehrgefühl ja jetzt nicht unbedingt eine Lappalie ^^

    Dann erscheint der junge Abenteurer und der Hauptmann reagiert, als hätte er noch nie im Leben gehört, dass manche einfach Kriegsunternehmer sind

    Naja, er wundert sich ja nicht darüber, er drückt "lediglich" seine Verachtung ggü. des bzw. der Abenteurer aus, die sich ihnen angeschlossen haben. Zitat: "Zu fein dem Reich zu dienen, aber wenn Ruhm und Glorie in Aussicht stehen, kommt ihr aus euren Löchern, wie die Ratten zur Leiche.“

    (abgesehen, dass er ihn zuerst vollsabbelt um ihn dann zu verscheuchen ;) )

    Ist ja eher eine weitere großspurige Prahlerei, die der Hauptmann einfach mit irgendjemandem teilt, den er erst im Nachhinein als "die falsche Person" ausmacht. :D

    Aber auch hier Danke für den Hinweis, die Szene kann man tatsächlich anders auffassen, als intendiert. Auch da gehe ich noch mal drüber :)

    Er selbst muss doch auch irgendwie besoldet oder entlohnt werden? Er hilft doch nicht aus Herzensgüte...

    Das wollte ich, um Infodump zu vermeiden, erst im Nachhinein thematisieren. Gold spielt hier eine Rolle in der Entscheidungsfindung mancher Williger ('Unerschrockene' und den megaidealistischen Hauptmann mal ausgenommen :P)

    Oder sollte diese Information zwingend in die Eröffnung mit rein?

    Warum sieht es dann so aus, wie es aussieht? Klingt ja eher nach verödetem, unsicherem Grenzgebiet als einem gut gesicherten Siedlungsbereich.

    Die Menschen selbst haben eine eher irrationale Angst vor der Grenze, die sich aus Geschichten und Aberglaube speist. Auch das möchte ich eigentlich erst später genauer aufgreifen. Oder ist das auch wieder zu spät?

    Das ominöse "Biest" bzw. "Monster" will ich hingegen bewusst erst später thematisieren.


    Auf jeden Fall schön zu sehen, dass ich mich wohl noch intensiver damit befassen muss, welche Informationen ich wann, wie einbringe. Anders wäre es ja schließlich auch keine selbst auferlegte Challenge :pleasantry:

    Für meinen Geschmack aber ist es durch die uberladung wie du es nennst etwas holprig zu lesen.

    Magst du mir ggf. 1-2 Stellen nennen, wo das der Fall ist? Dann kann ich mich damit auch noch einmal auseinandersetzen :)


    LG
    Rika

    Habe gestern die Serie Dark beendet.

    Wenn ich das nach der langen Zeit noch mal aufgreifen darf ^^


    Ich fand' Dark, für eine deutsche Produktion, auch überraschend stark. Geschichte, Cast, Score, alles wirklich auf höchstem Niveau.

    Leider erachte ich alles, was an die vorletzte Szene der 2. Staffel anknüpfte als etwas 'too much', sprich: Ich empfand die dritte Staffel im Gesamten als unglaublich zäh und kam dort leider gänzlich aus dem Flow. Klar gab diese dem Plot noch mehr Tiefe (im wahrsten Sinne), aber ich wäre mit der Zeitreise-Thematik allein bereits sehr zufrieden gewesen.


    So muss ich gestehen, dass die Serie mich zum Ende hin völlig verloren hat und ich mich nicht mal mehr dazu durchringen konnte, sie mir bis zum Finale anzusehen :/

    Ändert dennoch nichts darin, dass 'Dark' auf dem deutschen Serienmarkt seinesgleichen sucht.

    Moin Moin zusammen :)


    Nachdem ich ja mein bisheriges Schreibprojekt beendet/abgeschlossen habe und ich die notwendige Überarbeitung dessen noch immer vor mir herschiebe (:blush:), habe ich mich kurzerhand entschlossen eine neue, weniger umfangreiche Geschichte zu beginnen.

    Da ich ja bisher immer sehr ausschweifend (und anstrengend) erzählt habe, hab' ich mir vorgenommen mal etwas zu experimentieren und dabei das Tempo (für meine Verhältnisse) etwas anzuziehen. Anstatt ein Kapitel auf 6-7.000 Wörter auszubreiten, habe ich mir, für den Anfang, eine Grenze von roundabout 1.000 Wörtern pro Erzählabschnitt gesetzt. Auch möchte ich hier zwei gänzlich unterschiedliche Geschichten parallel erzählen und am Ende miteinander verweben, aber das lasst erst mal Zukunftsmusik sein ;)


    Für den Anfang würde es mich sehr freuen, wenn ihr mir mal sagen könntet, wie dieser erste Entwurf denn auf euch wirkt.

    Ist der Einstieg zu überladen oder fehlen euch Infos? Passt das Tempo oder gibt es zu große Löcher bei den Zeitsprüngen? Würdet ihr, gemäß eurem ersten Eindruck, weiterlesen wollen oder liefert der Text zu wenig Anreize dafür? Sonstiges kritik- bzw. verbesserungswürdiges? :D


    Intervall 1-01 – Das Aufbegehren der Beraubten


    „Das Biest wird sterben“, rief der Hauptmann der Reichsgarde mit der ihm eigenen Urgewalt in der Stimme, welche von den hohen Wänden des Thronsaals widerhallte. Das Echo einer Drohung, erfüllt von einer Wucht, die selbst die Götter dieser Welt zur Aufmerksamkeit gemahnte.

    Die Höfischen steckten ihre Köpfe zusammen und tuschelten, als der Hüne im goldenen Kettenhemd, Veteran des großen Krieges, stolz wie ein Pfau, die riesigen behandschuhten Hände in die Hüften stemmte und des Königs Erwiderung harrte.

    Der Herrscher der weißen Lande, ein weiser, ehrwürdiger Mann mit goldenem Haar. Gestern zumindest war er dies noch gewesen. Heute verkörperte er nur mehr seinen eigenen, zusammengesunkenen Schatten. Welch Pein musste ein Mann auch ertragen, der seiner eigenen Tochter beraubt wurde?

    „All meine Gebete sind mit Euch und den anderen Freiwilligen. Mögen die Götter Euch lenken“, brachte der König ein schwaches Raunen auf den Weg.

    Und mögen sie ihm seine Tochter zurückbringen. Worte, welche er wohl bewusst nicht anfügte, um eben jenen schrecklichen Gedanken nicht neuerlich zu seiner traurigen Realität werden zu lassen.

    Der Hauptmann nickte seinem König zu, machte wortlos auf dem Absatz kehrt und stolzierte mit wehender, roter Löwenmähne aus dem weiten, prunkvollen Saal hinaus. Sein Weg führte ihn zwischen den götterweißen Marmorsäulen hindurch, die sich wie gigantische Spiraltürme zur monströsen, gläsernen Kuppel über ihrer aller Köpfe emporschraubten.

    Selbst der größte Krieger seit Beginn der bekannten, jüngeren Geschichte wirkte lediglich klein und unbedeutend inmitten jener prachtvollen Monstranz.


    Er mochte bei weitem nicht der Einzige sein, der dem König heute einen feierlichen Eid geschworen hatte, wenngleich doch der berühmteste von allen. Vor den Mauern des weißen Palastes warteten weitere etwa zweihundert Mann seiner unerschrockenen Reichswächter, die sich ebenfalls allesamt freiwillig gemeldet hatten. Dreihundert ‚Unerschrockene‘ gesellten sich zu ihnen. Sie unterschieden sich jedoch in den Ketten um ihre Fußgelenke von den übrigen Willigen. Ihr gemeinsames Ziel sollte eine „Reise in die Hölle“, ein „Himmelfahrtskommando“ werden. Wahlweise konnte man ihr Vorhaben auch durch eine der vielerlei anderen Variationen für „Selbstmord“ ersetzen. Zumindest dann, wenn man etwas auf das Getuschel des Volkes geben wollte, was der Hauptmann selbstredend nicht tat.

    Viele aus ebenjenem Volke waren dennoch gekommen. Jung und Alt, Groß und Klein standen zu Seiten des Weges, als sich der gigantische Tross tapferer Gesellen in Bewegung setzte. Mit wehenden Fahnen, mit Pauken und Trommeln, Hörnern und Trompeten zogen sie hinaus aus der Hauptstadt und hinfort durch die grünen Lande. Träge wie Schnecken holperte das schwere Kriegsgerät über die gepflasterten Straßen. Hölzerne Biester mit Eisenbeschlägen, die dazu taugen würden, jenes eine Biest zu töten, das ihnen allen die Thronfolgerin geraubt hatte.


    „Verzagt nicht, liebe Menschen“, rief der Hauptmann, von seinem schwarzen Hengst herab, den jubelnden Massen immerfort zu, „wir töten das Monster und holen die Prinzessin zurück. Es lebe der König! Es lebe die Königin! Es lebe die Prinzessin!“

    Einfache Botschaften für die einfachen Menschen. Ihre Liebe galt insbesondere ihm, dem berühmten Kriegshelden, das war nicht zu übersehen oder gar zu überhören und der Hauptmann hätte wahrlich lügen müssen, hätte er behauptet, ihm gefiele diese Art der Zuneigung nicht.


    Wenig Gefallen fand er hingegen am gesprochenen Wort des Königs in den Ohren der schaulustigen Hofschar.

    „Die Götter mögen uns lenken, hat er gesagt. Ha! Selbst die Götter kennen mich und meine Taten. Ich habe den Bergkönig erschlagen, diesen Riesen aus Felsgestein, selbst ein halber Gott, und ich habe Hundertschaften seiner miesen, kleinen Handlanger in einen frühzeitigen Tod geschickt. Ich selbst bin der Lenker. Ich brauche keine Götter, die mir den Weg zeigen“, teilte er seinen Unmut mit einem jungen Mann, der auf seinem braunen Wallach zu ihm aufgeschlossen hatte. Ohne Zweifel kannte auch sein Nebenmann die Geschichten, ganz gleich, ob er ebenfalls im Krieg gekämpft haben mochte. Bereits mittels eines einzigen flüchtigen Blickes, erkannte der Hauptmann jedoch, dass das Grünohr keineswegs zu seinen Männern gehörte. Offensichtlich war er einer der wenigen aus dem einfachen Volke, die seine Kriegerschar begleiteten.

    Das machte den Hauptmann wütend: „Abenteurer, was? Zu fein dem Reich zu dienen, aber wenn Ruhm und Glorie in Aussicht stehen, kommt ihr aus euren Löchern, wie die Ratten zur Leiche.“


    Der Junge musterte den Hauptmann daraufhin aus seinen dunklen, braunen Augen. So braun und unschuldig wie die eines Rehkitzes wirkten sie, doch spiegelte sich Anmaßung und Hochmut darin. Derlei Gestalten mochte der Hauptmann nicht, weshalb er sich weiter absetzte und den Reiter hinter sich ließ. Er kannte diese Art Jungen. Sie waren immer die ersten, die in den Schlachten starben und hinter den Landesmauern würde das identische Schicksal auf seinesgleichen warten, wie in den heiligen Bergen, wo der Hauptmann seine bislang größte aller Schlachten geschlagen hatte. Dort, wo er dem Bergkönig das Herz herausgerissen und damit einen siebenmonatigen Krieg beendet hatte.


    Sieben Tage und sieben Nächte dauerte die Reise der Willigen und mit jedem Tag dünnten die jubelnden Massen mehr und mehr aus, wurden die Dörfer seltener und kleiner, die Landschaften karger und ärmlicher, die Straßen holpriger, bis diese sich schließlich in Gänze auflösten.

    „Die Randbereiche sind trostlos und traurig. Kein Wunder, das niemand in der Nähe der Grenze wohnen möchte“, hörte der Hauptmann einen seiner Soldaten klagen.

    „Die Trostlosigkeit ist vielmehr die Folge dessen, dass die Rechtschaffenden die Randbereiche meiden. Sie fürchten sich vor der Grenze“, vernahm er schließlich als Antwort. „Frauen und Kinder und gemeine Männer mögen Angst vor dem Rand haben“, mischte sich der Hauptmann schließlich lautstark in die Unterhaltung ein, „aber wir Soldaten sind nicht so verweichlicht. Mir macht die Grenze und das, was dahinterliegt, keine Angst.“


    Er erhob seine Stimme, um auch jene zu erreichen, die möglicherweise während ihres siebentägigen Marsches vergessen hatten, was der Grund für ihr Aufbegehren gewesen war. „Die Tochter unseres Königs, unsere künftige Herrscherin, wurde von einem unsagbaren Biest in die verfluchten Lande entführt. Wer, wenn nicht wir, werden sie zurückholen? Wer, wenn nicht wir, ist dazu in der Lage? Die größten und mutigsten Krieger, welche die weißen Lande je gesehen haben. Nicht wir sollten Angst davor haben, was hinter der Grenze liegt. Alles und jeder hinter der Grenze, sollte Angst vor unserem Zorn und unserer Entschlossenheit haben.“


    Die Männer jubelten ihm zu. Die Reichsgrenze, die bald darauf am Horizont auftauchte, würde nun niemanden von ihnen mehr ängstigen, dafür hatte er nun gesorgt.


    LG
    Rika

    Erstmal glaube ich nicht, dass es möglich ist, vollkommen ohne autobiografische Bezüge zu schreiben, wie meine Vorgänger hier auch schon andeuteten.

    Diesen Satz kann ich, denke ich, unterschreiben.


    Nach dem Lesen der Fragestellung hätte ich spontan jedoch noch mit "Nein" geantwortet.

    Denn ich versuche ja stets "neue" Charaktere zu erschaffen, mich nicht an Freunden/Bekannten als Vorbilder zu orientieren.

    Auch jetzt würde ich noch behaupten, dass sich nicht ein einziges sog. Abziehbild einer realen Person in meiner Geschichte tummelt.


    Schwierig wird es dann, wenn ich auf mich selbst schaue. Wenn ich mich meinen Hauptcharakteren zuwende, in deren Köpfe ich ja als Erzählerin direkt eintauche.

    Aber auch hier haben diese, auf den ersten Blick, nichts mit mir gemeinsam. Ich muss nicht mal an mir herunterschauen, um zu erkennen, dass ich bspw weder ein zehnjähriger Junge, noch ein betagter Mann des Glaubens bin ^^


    Am Ende sind es aber deren Denkmuster, ihre Denkweisen, die sich immer wieder mit den eigenen Ansichten, Moralvorstellungen, etc. decken. Hier muss ich dann doch sagen, um die Brücke zu Stadtnymphe 's Zitat zu schlagen, dass es praktisch wohl tatsächlich unmöglich ist, einen Prota-, o. Antagonisten zu erschaffen, der nicht nur vollständig konträre Ansichten als man selbst vertritt, sondern der auch auf eine völlig andere Art und Weise denkt, wahrnimmt, analysiert und handelt als man selbst es tut.


    Somit, ja - es gibt sie sehr wohl, diese autobiographischen Züge in meinen Texten.

    Nicht on purpose und vllt. nicht mal gemäß der klassischen Definition.

    Aber ein bisschen von einem selbst, und sei es noch so wenig, steckt letztlich vermutlich bei Jedem von uns immer mit drin.

    Hallo Juu-Ka ,


    ich denke nahezu jeder Hobbyautor ist mit der Thematik des geringen oder gar fehlenden Feedbacks vertraut.

    Ich mag da jetzt gar nicht allzu sehr auf die Ursache(n) eingehen, die sollten letztlich bekannt sein (Stichwort: überschwemmter "Markt").


    Ich versuche eher mal für mich die Frage zu beantworten: Warum schreibe ich denn (m)eine Geschichte?


    In erster Linie ist das Schreiben natürlich ein Hobby. Ich bin nun mal gerne kreativ und kann meine schöpferische Ader insbesondere dadurch voll und ganz ausleben. Ich erschaffe meine eigenen Welten, bevölkere sie, fülle sie mit Geschichte und erzähle dann daraus.

    Auch nach Jahren ziehe ich meine Motivation aus dem Verlangen, meine Geschichte zum Abschluss bringen zu wollen. Alle Ideen auch endlich einflechten zu können, die zum Teil schon seit den ersten Sätzen des Prologs in meinem Köpfchen herumschwirren.

    Und wie so oft, ist auch hier der Weg das Ziel.

    Nicht selten beobachte ich, wie sehr sich etwa ein Handlungsstrang verselbstständigen kann, wenn ich am Ende eines abgeschlossenen Kapitels auf dessen Anfang zurückblicke. Da sitze ich dann da und bin regelrecht überrascht vom Verlauf der eigenen Story, die mir dann weitere neue Möglichkeiten schafft, mir die Umsetzung weiterer, neuer Ideen ermöglicht. Das sind dann jene Momente, wo man mit Freude oder ggf. gar Stolz auf das nächste Puzzlestück im großen Ganzen blickt. Wieder ein vollendetes Kapitel, wieder ein kleiner Schritt, den meine Charaktere tun durften, wieder einmal dem oben erwähnten Ziel ein Stückchen näher kommend.


    Klar, nicht jeder ist so genügsam, dass er rein vom Spaß an der Sache "lebt".

    Jeder, mich eingeschlossen, dürfte auch irgendwo das Verlangen haben, mit dem was er erschafft, wahrgenommen zu werden.

    Das kann ein Feedback, in Form einer Kritik sein oder ein Sternchen auf Wattpad. Ich habe mir jedoch angewöhnt, dies nicht als Must-Have anzusehen, sondern schlichtweg als Boni, über die ich mich dann umso mehr freuen darf.


    Ich denke da auch immer an mein eigenes Verhalten als Leserin.

    Ich konsumiere gerne im Stillen. Meinen Senf findet man daher selten in Kommentarspalten. Ich habe schlicht nicht zu jedem Plottwist etwas zu sagen, behalte meine Predictions gerne für mich und mache mir lieber meine eigenen Gedanken zu evtl. Statements, die der Autor in seine Handlung einwebt.

    Warum also sollte ich von meinen Lesern etwas anderes erwarten?


    Generell ist das Forum hier, denke ich, genau der richtige Ort für dich Juu-Ka

    Hier wirst du immer Leser und kompetente Kritiker finden, die sich für deine Geschichte(n) interessieren.

    Aber auch hier gilt: Wie es in den Wald hineinruft so schallt es auch heraus.


    LG

    Rika

    Habe Anfang der Woche die Mini-Serie The Haunting of Hill House (10 Episoden/Netflix) fertiggeschaut und war begeistert.


    Es geht dort um das Ehepaar Craine, welches mit ihren fünf Kindern (die eigentlichen Hauptprotagonisten) in das namensgebende Hill House einzieht, mit dem Ziel dieses innerhalb weniger Wochen zu renovieren, um es anschließend weiterzuverkaufen.

    Immer wieder kommt es dort jedoch zu merkwürdigen bis hin zu furchterregenden Vorkommnissen, die eines Tages in einer Tragödie enden.

    Auch Jahre später, im Erwachsenenalter, tragen die fünf Geschwister noch das Päckchen aus der Vergangenheit mit sich rum.


    Die Serie besticht durch ihre tollen, authentischen wie tiefgründigen Charaktere, die einem mit der Zeit sehr, sehr ans Herz wachsen. Die Erzählung auf zwei Zeitebenen zeigt zum einen die Eindrücke der Kindheit, also der Zeit im Hill House, sowie andererseits die Ereignisse in der Gegenwart, wo die erwachsenen Charaktere teilweise ihre eigenen Familien gegründet haben, wo sie jedoch trotzdem unbarmherzig von ihrer gemeinsamen Vergangenheit eingeholt werden.

    Die Atmosphäre der Serie ist, gerade auf der Gegenwarts-Ebene, bedingt durch die Umstände, größtenteils recht bedrückend.

    Neben den schaurigen Momenten, die nie übertrieben explizit oder klischeebeladen dargestellt werden, gibt es auch zahlreiche sehr berührende Szenen, die mir das ein oder andere Male feuchte Äuglein beschert haben.

    Insgesamt lässt sich die Geschichte als Familiendrama mit leichten Horrorelementen bezeichnen, welches sich sehr viel Zeit für seine Charaktere und deren zwischenmenschliche Beziehungen nimmt.


    Das Ganze basiert auf dem gleichnamigen Roman von Shirley Jackson aus den 50ern, wenngleich die Serie sich hier so einige erzählerische Freiheiten genommen hat.


    Wer Lust auf eine Drama-Serie mit starken Charakteren und packender Geschichte hat, sich am gemächlichen Erzähltempo und den Horrorelementen nicht stört (oder ggf. gar beides mag), dem kann ich The Haunting of Hill House hier uneingeschränkt empfehlen. Mich hat sie jedenfalls sehr bewegt und ist mir dadurch auch nach dem Schauen noch länger im Kopf geblieben.

    Aber inzwischen gilt ja auch teilweise 'Onkel Tom's Huette' als rassistisch - da kommt halt das Wort 'Nigger' drin vor. Oder 'Huckleberry Finn' (dito) - vom Inhalt sind die Geschichten freilich genau das Gegenteil...

    Die (eigentlich begrüßenswerte) PC läuft leider generell in eine gefährlich falsche Richtung. Was mich schockiert, ist diese größtenteils herrschende Widerspruchslosigkeit mit der eben u.a. Literatur zensiert wird. Und da geht es mir gar nicht mal so sehr darum, dass es sich bei den genannten Beispielen um sog. Klassiker handelt.

    Ich habe da mittlerweile aber auch eher den Eindruck gewonnen, dass diese CancelCulture* gesellschaftlich gar nicht mal so sehr akzeptiert, sondern vielmehr toleriert wird, was es, meiner Meinung nach, sogar noch viel schlimmer macht.

    Es beschäftigt mich, wenn ich daran denke, welche Auswüchse das Ganze in den kommenden Jahren noch nehmen wird.


    *ich mag den Begriff eigentlich gar nicht, aber in Ermangelung einer besseren Alternative...

    Ist zwar schon etwas angegraut das Thema, aber ja...


    Zunächst Mal trifft, wie Windweber schon angemerkt hat, die Rassismus-Definition im angeführten Beispiel 'HDR' gar nicht zu, aber nennen wir es, der Einfachheit halber, trotzdem mal so.


    Und natürlich ist Fantasy nicht per se rassistisch, auch das wurde ja schon breit geklopft.

    Niemand wird jedoch bestreiten, dass es nicht auch Rassismus in Fantasy (und auch in anderen Genre) gibt. Und ich denke, in beinahe allen Fällen, auch ganz bewusst.

    Schließlich lehnt sich die Fiktivität immer an die Realität an und übernimmt somit zwangsläufig auch deren "Probleme".

    Und gerade die "Probleme" bilden nahezu immer das Kernstück einer Geschichte.


    Nun kommt es natürlich auch immer darauf an, welche Botschaft(en) der Autor vermitteln möchte. Mit der, zum Ende hin, fast schon herzigen Freundschaft zwischen Legolas und Gimli macht Tolkien, meiner Meinung nach, schon ein ziemlich eindeutiges Statement in diese Richtung.


    Solche pauschalen Anschuldigungen, von wegen 'Rassimus schüren', kann ich daher auch nicht wirklich ernst nehmen. Ich schüre ja bspw. auch keine Mordlust wenn ich einen Bericht über einen entsprechenden Cold Case verfasse.


    Was mir in der Diskussion jedoch ein bisschen untergegangen ist, ist der historische Kontext in Sachen Sprachgebrauch.

    So wurde ja nachträglich etwa die Bezeichnung "N*gerkönig" aus den alten Pippi Langstrumpf-Büchern entfernt. Finde ich persönlich ja sehr problematisch sowas. Wenn man die Auseinandersetzung umgeht und nur die Augen verschließt, wird sich kein Problem beheben lassen, im Gegenteil.

    Falls du den Bezug zur Göttin beibehalten möchtest, käme mir spontan ein "Allmächtige!" oder "Bei der heiligen Göttin!" in den Sinn.


    Ansonsten eben: "Oh Schreck", "Oh nein"


    Das sich "Oh je" von Jesus ableitet, war mir übrigens neu.

    Auch über den "heiligen Strohsack" hab' ich jetzt was gelernt ^^

    Glückwunsch Kiddel Fee zum Sieg! :)


    Muss hier aber auch mal explizit meine Bewunderung für die tolle Bildsprache an Theo-Drecht aussprechen.

    Der Herbstdrache war auch deshalb mein persönlicher Favorit.

    Habe natürlich wieder jemand anderes hinter der Geschichte vermutet, aber ich liege letzten Endes ja doch immer daneben :D


    Am Ende wieder gewohnt hohes Niveau und gute Unterhaltung bei allen Geschichten!


    Besten Dank an alle Teilnehmer!

    Gestern Abend die Netflix-Produktion I'm thinking of ending things angeschaut und ich bin mir immer noch nicht ganz sicher, wie ich den Film einordnen und deuten soll.

    Es geht dabei grob um eine junge Frau, welche mit ihrem Freund zum ersten Mal dessen Eltern in deren altem Landhaus besucht.

    Die Frau erzählt dabei oftmals aus dem Off, dass sie daran denke "Schluss zu machen", was sie jedoch nie wirklich näher erläutert.

    Bei den Eltern beginnen dann erste grobe Merkwürdigkeiten. Es scheint, als verändere sich alles fortlaufend und ohne wirklich erkennbares Muster. Man verliert recht schnell das Gefühl für die Realität und sucht dabei nach Sinn und Hinweisen in den ausführlichen und zahlreichen Dialogen der Protagonisten.

    Die bizarren Ereignisse überschlagen sich letztlich auf dem Rückweg bei einem kurzen Zwischenstopp an der alten Schule des Freundes der jungen Frau, wo ein weiterer Protagonist zugegen ist, der immer wieder, scheinbar ohne Kontext, zwischen einzelnen Szenen seine Auftritte hat.


    Der Film läuft allgemein sehr ruhig, bedient sich ausschweifenden Mono- und Dialogen, wodurch er meiner Meinung nach gar ein wenig zu lang geraten ist. Doch trotz der Länge hält er einen regelrecht in seinem Klammergriff, denn man will unbedingt hinter "das Geheimnis" kommen, welches der Film so offensichtlich bereit, aber gut unter Verschluss hält.


    Wie oben schon angedeutet, bleibt das Ende jedoch offen für Interpretationen.

    Hat den Film denn zufällig jemand gesehen? Würde ja gerne mal wissen, ob ich mit meiner Sicht der Dinge auf der richtigen Spur oder eher auf dem Holzweg liege ^^

    Ich denke, die Frage zielt darauf ab, wie viel Zeit man sich mit dem Erzählen nehmen sollte.


    Ist es besser treibend zu erzählen, die Geschichte rasch voranzubringen, damit sich der Leser nicht langweilt?

    Oder sollte man sich lieber Zeit für das Einführen von Charakteren, Ortschaften, Begebenheiten nehmen?


    Nun, manche Leser wenden sich bereits genervt ab, wenn es nicht schon gleich im Prolog knallt und explodiert, andere wiederum lieben auch die x-te Geschichte innerhalb der Geschichte und bemerken gar nicht, dass auch nach fünf Kapiteln eigentlich immer noch nicht so richtig viel passiert ist.


    Natürlich sind das jetzt eher zwei Extreme, aber das veranschaulicht denke ich recht gut, dass es sich hier eher um eine Geschmacksfrage handelt und über solche lässt sich eben streiten.

    Wichtig ist, lieber Donovan , dass du dich mit deinem persönlich gewählten Erzähltempo wohlfühlst. Du, als Autor, bist der Taktgeber.

    Wie in einem Musikstück musst du aber nicht immer im gleichen Tempo bleiben, kannst hier und da auch mal anziehen, dann wieder bremsen, usw.

    Als Beispiel: Einen Abschnitt, indem sich dein Charakter aktiv durch ein Schlachtfeld bewegt, schreibst du anders, als wenn du über einen Museumsbesuch berichtest. Ist die Schlacht jedoch vorüber und der Charakter in Sicherheit, muss sich das auch im Pacing niederschlagen, das vorangegangene Schlachtentempo sollte also wieder gedrosselt werden.


    Auch solltest du darauf achten, dass du eine gewisse Konsistenz im Tempo beibehältst, sprich, du solltest dein (ich nenne es mal) Standardpacing nicht während der Geschichte verändern, sondern eben nur dann, wenn es erzählerisch notwendig ist.

    Herzlichen Glückwunsch zum verdienten Sieg an Stadtnymphe :)


    Und mein lieber Sensenbach, jetzt warst du schon wieder "nur" mein zweiter Favorit auf den Gesamtsieg, wie schon bei der vorletzten Wahl. Ich glaube beim dritten Mal kann man dann schon von einem kleinen Fluch sprechen ^^


    Schade, dass die Wahlbeteiligung dieses Mal ein wenig dünn ausgefallen ist, denn auch die anderen beiden Geschichten hatten durchaus ihre Momente und noch ein paar Stimmen verdient. Rika wurde jedenfalls mal wieder bestens unterhalten :D


    Hätte auch gerne die, nachträglich zurückgezogene, fünfte Geschichte gelesen. Schon der Titel klang mMn vielversprechend.

    Möchte sich denn der/die Autor/in hier äußern, weshalb er/sie nicht veröffentlichen wollte?

    Uff, das war dieses Mal wirklich nicht leicht.

    Ich wüsste nicht, wann ich mich in jüngerer Vergangenheit einmal derart schwer getan hätte mit meiner Entscheidung.


    Nach zweimaligem Lesen und der anschließenden Erkenntnis, dass ich hier mit der üblichen (bemühten) Objektivität nicht wirklich weiterkomme, hat dieses Mal schlicht und ergreifend mein persönlicher Geschmack entschieden. Somit ging mein Punkt an "Am Feuer".


    Ganz einfach, weil ich Geschichten mit bittersüßer Note sehr schätze :)


    Glückwünsche an Theo-Drecht und Kiddel Fee - ich denke, es ist wohl durchaus gerecht, dass ihr euch das Siegertreppchen teilt. Einen Verlierer hätte der Wettbewerb dieses Mal beileibe nicht verdient. ^^