Beiträge von Alcarinque

    Ich bin eigentlich jemand der Bücher zu ende liest, auch wenn es teils etwas zäh ist (MobyDick im Original, Krieg und Frieden etc.)
    Und ich kann auch gut über Schwächen hinwegsehen, wenn der Rest passt Worldbuilding - Story -Schreibstil und so.

    Aber die Shannara-Bücher (hatte mir die ersten drei zusammen gekauft) musste ich tatsächlich abbrechen, weil es einfach in allen Aspekten schlecht war, in da wäre mir irgendwann das Hirn zu den Ohren raus gelaufen, das ging einfach gar nicht.
    Mag sein das sich der Stil/Story/Welt in den späteren Büchern bessert ab nein, never again. Für mich das Schlechteste was ich bisher gelesen habe...

    Klingt auf jeden Fall nach einem interessanten Setting... so ein bisschen wie Firefly, da bewohnt die Menschheit ja ein Sonnensystem mit mehreren lebensfreundlichen Planeten.

    Bzw. erinnert mich das Setting auch an Darkover: Eigentlich eine Fantasy-Serie die aber auch mit dem Absturz eines Kolonieschiffs beginnt und die letzten Bände spielen dann im Raumzeit-zeitalter...

    Nach den Diskussionen hier und weil ich wegen der Serie das Silmarillion eh nochmals lese, achte ich grad ein bisschen drauf wie oft Tolkien Hautfarben erwähnt, und habe mich da auch sonst noch etwas umgeschaut, stellt sich heraus:
    Er tut es GAR NICHT. Die Zwerge wurden aus Fels und Stein erschaffen, fertig. Keine arisch-weiße Hautfarbe, nix.
    Ein Stamm der Hochelben wird mal als "fair" bezeichnet, aber damit hat es sich dann auch schon. Daraus jetzt einen rassistischen Zugang zu bauen ist schon recht krass...
    Im Gegenteil bin ich im Silmarillion ja grad an der Stelle wo Morgoth die Elben dahingehend manipuliert, das er ihnen einredet das die Valar versuchen sie durch die Menschen einzutauschen. Also eine der rassistischen Panikmachen unserer Zeit, der Völkeraustausch durch Flüchtlinge, wird klar als Einflüsterung des Bösen beschrieben. Fand ich sehr passend. ^^

    Ansonsten bin ich grad noch über diese Analyse gestolpert und fand die durchaus gut argumentiert:

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    @Mario Barth: Den fand ich irgendwie noch nie lustig, da er immer nur nach unten tritt, über andere (am liebsten Frauen) spottet und sich selbst viel zu toll findet. So gar nicht mein Humor. Wer nicht über sich selbst lachen kann ist mir eh suspekt. XD


    @Herr der Ringe Film: Ich hoffe du hast die ExtendedEdition gesehen? Die hat viele kleine nette Szenen drin, die die Sache etwas entschleunigen... (Allerdings weiß ich nicht mehr wo genau, die ursprüngliche Version habe ich seit dem Kino damals nicht mehr gesehen. XD)

    Es ist aber eine historische Geschichte die im England des 19. Jahrhundert spielt, [...]

    Das ist nun wiederum komplett falsch. Das ist eine komplett fiktive Geschichte in einem fiktiven Setting das lose vom England des 19.Jhdts inspiriert ist. Daran ist NICHTS historisch! Das jetzt als Grundlage für bescheuerte rassistische Theorien zu nutzen ist einfach nur albern.
    (Zumal diese widerliche Rassenlehre erst Ende des 19 Jhdts entstand, wobei der europäische Rassismus immer eher ein Nationalismus war und Rassismus aufgrund der Hautfarbe eher aus den USA importiert wurde...)

    @Moderation: Wollt ihr das nicht mal verschieben? Das hat mit dem eigentlichen Thema ja so gar nichts mehr zu tun...

    Zwerge leben meistens unterirdisch folglich können sie gar keine dunkle Haut haben.

    Ein fiktives Volk, das in einer fiktiven Welt von einem Valar erschaffen wurde, somit komplett von jeder Evolution abgekoppelt entstanden ist (genau wie alle anderen Völker) MUSS weiß sein? Weil das bei der irdischen Evolution beim Homo Sapiens so funktioniert?
    (Da geht es übrigens nicht um die Temperatur sondern um die Menge an UV Licht... wer sagt uns das die Zwerge keine Lampen mit UV-Licht haben? )


    Drachen, erfundene Völker, Leuchtende Bäume, Magie, Götter, ewiges Leben, sprechende Bäume... alles kein Problem ist ja Fantasy, aber eine andere Hautfarbe als arisch-weiß ist unmöglich? :patsch:


    Wer bei Bridgerton ernsthaft einen realen Bezug sucht, kann sehr lange suchen, das ist bewusst komplett abgedreht und auf keine Ebene auch nur ansatzweise realistisch/historisch korrekt (Kostüme, Tänze etc.), das ist doch doch der besondere Charm daran.




    Und zurück zur Serie: Endlich sieht man Númenor, auf deren künstlerische Umsetzung war ich gespannt seit die Serie angekündigt wurde. Und es gefällt mir sehr gut. Elemente von Gondor, den Elben und ein bisschen von Griechenland, tolle Fassaden, ein gewisser Verfall in den Hintergassen. irgendwie genau die Mischung die ich erwartet habe. ^^

    "Echte" Fans, die dazu erst mal andere ausschließen müssen, sind (egal in welchem Fandom) ein Gruppe zur der ich auch nie gehören möchte.
    Nicht jeder hat ein Problem wenn in einer erfundenen, fantastischen Fantasywelt nicht alle arischweiß sind, das hat absolut nichts damit zu tun welche Art von Fan man ist...

    Speziell bei den Zwergen, die ja nicht von Iluvatar geschaffen wurden, finde ich dunklere Hautfarben durchaus passend. Auf jeden Fall nicht unpassender als seltsame schottische Akzente. XD

    Grundsätzlich kann mich die Serie bisher durchaus mitnehmen, Optisch gefällt sie mir bisher auf jeden Fall sehr gut, beim Rest warte ich mal ab was sie noch so alles verdrehen. XD

    Nur die Darstellung der Galadriel will mir so gar nicht gefallen: Ein fanatisches Gör, das von oben herab behandelt wird und auch noch "wegbefördert" wird, sich dann in letzter Minute umentscheidet und mal eben EINEN FUCKING OZEAN DURCHSCHWIMMT, ist einfach nur absurd. Sie war damals schon eine der ältesten Elben und stammte aus einem der nobelsten Häuser, so jemand lässt sich nicht einfach so abschieben...

    Ich hab gerade wieder angefangen das Silmarillion zu lesen, da ich dachte, das ist doch die perfekte Gelegenheit, leider stechen dann Abweichungen noch etwas mehr raus, auch wenn die Ringe der Macht nur ein kleiner Teil am Ende sind und ich noch weit weg davon bin. XD

    Von Gandalf (bzw. Olorin) wird da schon ganz am Anfang geschrieben das er gerne und oft und bemerkt unter den Elben (und später auch den Menschen) von Mittelerde gewandelt ist. Wenn der jedes Mal per Meteoritenpost verschickt worden wäre, ich weiß ja nicht. :ugly:
    Mal schauen ob es dazu noch mehr Infos gibt, was das darstellen sollte....

    Ich weiß, dass mich das als Kind nie gestört hat oder besser gesagt, genau das wollte. Wobei ich sogar eher von 6. bis 15. Jahrhundert sprechen würde. Und wenn ich nicht gerade einen Sci-Fi Roman lese, stört mich sogar zu viel Fortschritt.

    Aber es hat mich auch erfrischend begeistert, als ich die Sturmlichtchroniken gelesen habe, so eine komplett andersartige Welt geliefert zu bekommen. Andererseits hat mich gestört, dass es irgendwann Uhren gab xD Ich weiß auch nicht, was ich da für ein Problem mit hab.

    Das Fantasy-Mittelalter hat halt mit dem realen Mittelalter wenig bis gar nichts gemeinsam. Viele dieser "typisch Mittelalterlichen" Sachen sind entweder Sachen aus dem 19.Jhdt oder der frühen Neuzeit.
    Ein Fantasyroman der tatsächlich auf dem deutschen Mittelalter basieren würde, wäre tatsächlich mal echt spannend und durchaus anders als das was man unter Fantasy gewohnt ist. Aber auf sowas wage ich ja gar nicht mehr zu hoffen. :tired:

    (Sowohl Uhren als auch Gewehre, also diverse "Büchsen", gab es ja durchaus schon im Mittelalter ;) )

    Es gab eine Zeit, da habe ich alle Art von Fantasy und SciFi verschlungen, jede Art von fantastischer Welt fand ich toll, vor allen wenn es mit Elfen, Zwergen oder eben Aliens etc. war...

    Dann habe ich aber nach und nach angefangen mich selbst mit Worldbuilding, Geschichte etc zu befassen und die "klassischen" Fantasyromane wurde mir zu öde und uninspieriert: Die immer gleichen Settings in denen sich der Autor anscheinend keine Minute Zeit genommen hat sich wirklich Gedanken über die Welt zu machen. Die Welten basieren erschreckend oft auf schlechten 19Jhdt Klischees des Mittelalters, in sich absolut nicht schlüssig oder sinnvoll Das nervt mich dann oft mehr als das ich Spaß an der Geschichte haben könnte und ich bin recht wählerisch geworden welche Art von Fantasy ich noch lese...
    Jedes Setting das (tatsächlich) vom Einheitsbrei abweicht ist mir willkommen, wenn es denn dann eine interessante Welt ist, Urban Fantasy ist mir z.B. meist doppelt zu öde: Das Setting ist einfach schon bekannt (und immer London :ugly: ) und dann meist noch die Klicheerassen.
    (Alternativ natürlich ein intelligenter und humorvolles Spielen mit den Klichees wie Pratchett es so unvergleichlich geschafft hat)

    Bei SciFi (auch meist bei Steampunkt etc.) ist das etwas anders, da scheinen die meisten AutorInnen sich mehr Gedanken über die Welt/Universum zu machen und es ist immer eine Freude in die neuen, komplexen Welten einzutauschen...

    Was bringt dich zu der Annahme das nur Festungen Bollwerke hatten? :schiefguck:
    Jeder größere Stadt hatte die, allen voran Köln, Amsterdam, Hamburg aber auch Wien, Frankfurt... und die waren durchaus beachtlich. Wäre ja absurd wenn sich nur Festungen gegen Belagerungen mit Kanonen verteidigen hätten könnten.

    Historisch gewachsen heist auch automatisch nicht immer auf den ersten Blick logisch. Kaum eine Stadt liegt direkt am Meer. Wenn das Ufer einen recht große Sumpfstreifen hat, entsteht vielleicht ein Hafen an einer geeigneten Stelle, die Ortschaft wächst dann aber natürlich erst mal etwas weiter weg, wo sich die Handelsstraßen treffen und man nicht gleich versinkt und jedes Hochwasser mitnimmt...

    Das die Verbindung zwischen Stadt und Hafen ebenfalls einen Wall hat, ist in dem Fall erst im letzten Bauabschnitt geschehen, genau wie der auch erst gegen Ende stark gewachsene Hafen. Die Stadt hat natürlich immer auch noch die alten Stadtmauer/-tore, der Wall ist aber von allen Seiten gut mit Kanonen abzudecken. Also ganz gut zu verteidigen.
    Und wie immer ist sowas auch ein Prestigeobjekt...
    (Historisches Vorbild war da übrigens Piräus, falls das Nest ein Begriff ist.)

    Hier übrigens mein erstes Konzept meiner Stadt, habe das als Übung genommen um mich mal ein bisschen mit Unity zu beschäftigen. Grobe Vorlage um ein Gefühl zu bekommen und ggf. als Zeichenvorlage.
    Wie sinnvoll der Hafen in der Form ist, bin ich mir allerdings nicht sicher...

    Ja, klar, das habe ich bewusst sehr vereinfacht. Speziell da die Gerber und Färber ja meist in der Stadt waren, wenn auch im eigenen Viertel. Und natürlich produzierten die Nutztiere auch Mist.
    Aber auch heute gibt es in Städten noch Ecken, gerne in der nähe von Partymeilen, bei denen der Geruch nach Pferdemist durchaus eine Verbesserung wäre. XD

    Aber es wurden halt nicht, wie in deutschen Dokus gerne gezeigt, alle Fäkalien einfach immer und überall auf die Straßen gekippt. Die wurden gesammelt und entsprechend wohl auch bezahlt. Für Schweine gab es teils vorgegebene Straßen über die der Schweinehirte sie aus/in die Stadt treiben durfte.
    Und es gab eben auch noch Grünflächen in und um die Stadt wo man sich durchaus über Dünger gefreut hat...

    Wenn die Stadt nach deutschem und nicht dem typisch englischen Klicheevorbild ist, gibt es eher keine Adelsviertel. Die reichen Bürger die sich irgendwann zum Stadtadel gemacht haben, wohnen in der Nähe des großem Marktplatzes und an den großen (Handels) Straßen. Insgesamt ist sie wohl eher in Gassen/Straßen und weniger in Viertel unterteilt. Handwerkergassen, jüdische (Minderheiten) Gassen, Klosterländereien etc.
    Stadtwachen o.ä. ist eine viel spätere Entwicklung. Sowohl die Verteidigung im Kriegsfall als auch die Erhaltung des Friedens war Aufgabe der (Stadt)Bürger. Handwerksmeister und andere Wohlhabende Bürger hatte komplette Harnische, Waffen etc. relativ griffbereit.

    In der Zeit wanderten Färber- und Gerberviertel teils an den Stadtrand. Was an der Karte von Frankfurt auffällt sind auch die vielen Grünflächen. die meisten Häuser hatten teils recht große Grünflächen hinterm Haus für Gemüse und Nutztiere. Der berüchtigte Schmutz und Gestank war vermutlich gar nicht so schlimm, da eigentlich alles verwendet wurde. Asche für Lauge, Fäkalien für Gerber und die Landwirtschaft, Abfälle für die Schweine etc.
    Eine Stadt auf beide Seiten eines Flusses zu bauen, muss einen guten Grund haben, da es natürlich einen Schwachstelle ist, sowohl militärisch als auch Unwetter/Hochwassertechnisch...


    Gleichzeitig bedeutet Seeanschluß natürlich das der größte Teil des Handels übers Wasser ging. Je nach Lage der Stadt kann der aber natürlich auch etwas abseits gelegen sein (z.B. zu viel Sumpfgebiete direkt am Wasserrand)

    Barock/Renaissance heißt natürlich auch relativ entwickelte Kanonen, entsprechend genügen klassische Stadtmauern nicht wirklich sondern werden auch Bollwerke benötigt.

    Ich bin tatsächlich auch grad an eine Renaissance-igen Stadt dran und versuche da noch ein Gefühl dafür zu bekommen...

    Die Stadt-Videos von Geschichtsfenster fand ich dazu übrigens recht hilfreich.

    Die Götter müssen sterben von Nora Bendzko.
    Spannendes, griechisch-mythisches Setting aus Sicht der Amazonen. Gefällt mir bisher ganz gut, nur die Sprache ist teils etwas sehr gestelzt, ähnlich wie auch hier einige (Schreibanfänger) noch schreiben. :D

    Da dieses Spiel viel zu selten irgendwo auftaucht, muss ich es hier mal vorstellen und vielleicht das eine oder andere Interesse wecken. ;)

    Es ist mehr oder weniger ein Mittelalterlicher Dynastiensimulator mit einem extrem hohen Soap-opera Faktor. Man kann vom Kaiser des Heiligen Römischen Reiches bis zum einem kleinen Fürsten in der Arabischen Wüste jeden Herrscher von Irland bis China spielen, mit entsprechend unterschiedlichen Herausforderungen und Problemen. Da man eine Dynastie und nicht nur einen Charakter spielt übernimmt man nach dem Tod eines Charakters, die Rolle seines Erbens. Entsprechend kann man zwar auch den Papst spielen, wird es aber schwer haben die Regeln der Kirche in nur einer Generation so grundlegen zu ändern das man das Erbrecht einführen kann. ;)

    Und genau das macht den Reiz des Spieles aus: Man hat unglaublich viele Möglichkeiten, abhängig von Religion, Region, Kultur und Machtbereich:
    Dir gefallen die Felder des Nachbarreiches hast aber keinen Anspruch? Lass einen gefälschten Anspruch erstellen und fordere diesen, im Zweifel mit Waffengewalt, ein! (Alternativ kann man auch seine Familie einheiraten und wenn alle anderen Erben *zufällig* sterben, das dann einfach erben...)
    Genug Glauben angehäuft? Gründe eine eigenen Religion und starte die Reformation schon viel früher!
    Doofe Söhne? Ändere das Erbrecht, das in Zukunft die Frauen den Titel erben! (Allerdings muss man dann vermutlich ein paar Vasallen in die Schranken weisen)
    Viele Nachkommen? Verheirate sie an die umliegenden Reiche um Allianzen zu formen und im Kriegsfall genug Verbündete zu haben!
    Ganz Irland eingenommen? Gründe dein eigenes Irisches Königreich!

    Außerdem gibt es unzählige zufällige Ereignisse und Situationen. Mein Spionmeister deckte z.B. auf das mein Bischof Atheist ist, ich konnte das dann gegen ihn benutzen um ihn zu Entscheidungen "überreden" denen er sonst nie zugestimmt hätte. Einmal gab es eine Mordserie im Schloss, bis man draufkam, das es meine Frau war die sich da fröhlich durch meine Untergebenen mordete. Ein anderes Mal habe ich eine große Grafschaft dem falschen Enkel vermacht. Dieser war nicht mein Erbe und 2 Generationen später focht er meinen Anspruch erfolgreich an und ich verlor das komplette, selbst gegründete Königreich und hatte nur noch meine drei Ausgangsprovinzen. Mit einem Duell konnte ich das zurückfordern... leider habe ich die Bedingungen nicht gut genug gelesen: Ich gewann zwar den Titel zurück, verlohr dafür aber die Reichste meiner drei verblieben Provinzen. XD
    Je größer ein Reich um so mehr Vasallen hat man die Teile des Reiches verwalten, diese wollen natürlich Glücklich gemacht werden sonst kann es schnell zu Aufständen und Umstüzen kommen.


    Man kann sich also Kriegerisch oder Diplomatisch, durch Verheiraten, Erbschleichen oder Erpressung seine Dynastie aufbauen, die Möglichkeiten sind echt sehr groß und auch sehr spannend, da es, abgesehen davon das alles mit einem Augenzwinkern zu verstehen ist, durchaus die Mittelalterliche Welt wesentlich glaubwürdiger, komplexer und differenzierter abbildet wie die ganzen übersimplifizierten Fantasy-Reiche. Inspiration und Unterhaltung kann man sich von solchen Durchgängen auf jeden Fall haufenweise holen.

    *Threadnekromane*

    Gibt es inzwischen gute, kostenlose Alternativen zu Papyrus? Ich habe mich schon ein bisschen umgeschaut was es da so gibt, so wirklich überzeugt hat mich aber nichts. Vielleicht hat ja jemand noch einen Geheimtipp?

    Was komplett Neues wird kaum jemand mal eben so aus dem Ärmel schütteln, kreative Ideen sind immer eine Neukombination bekannter Elemente. Das Wie ist da halt entscheidend.

    Allerdings, speziell bei Geschichten die man nicht nur für sich schreibt, ist natürlich auch immer die Fragen wen man erreichen will. Es gibt auf jeden Fall eine (erschreckend) große Lesergruppe die gerne das Immergleiche liest, da genügt es dann tatsächlich nur mit dünnen Wasserfarben Kleinigkeiten zu übermalen.
    Wenn du Lust auf ein Klicheesetting hast, wieso nicht? Mit dem einen oder anderen ungewohnten Twist, um so besser....

    Ich persönlich finde ja das den meisten Fantasyromanen die Fantasie fehlt wenn sie immer nur die selben (unrealistsischen) Setting und Klichees wiederkäuen und alles in einem 19Jhdt-Mittelalter spielen lassen. Mal tatsächlich das Mittelalter als Vorbild zu nehmen wäre absurderweise schon sehr abseits vieler Klichees, würde aber auch viele Leser vor den Kopf stoßen die das übliche Disney-Mittelalter erwarten. :ugly:

    Und jetzt habe ich Lust eine Parodie auf die ganzen Diebinen-/Assassinenklichees zu schreiben. Wenn ich nur schreiben könnte... XD

    Der Krieg: Von Troja bis zur Drohne
    Ilja Steffelbauer

    Anhand von zwölf Charakteren erzählt das Buch die Geschichte des Krieges von der Antike bis zur Neuzeit. Da das natürlich ein sehr großer Zeitraum ist, wird jeweils die Situation zur Zeit der jeweiligen Personen etwas genauer beschrieben und die Zeit dazwischen knapp aber durchaus informativ überrissen. Inklusive weiterführende Literatur zu jedem Kapitel.

    Joah, ich fürchte da haben wir wohl grad alle das Gefühl nicht gelesen zu werden. ;)

    Aber klar, euer Forum, eure Regeln. Dann werden wir uns wohl nach Alternativen umschauen müssen. :tired:
    (Das man gegen das grassierende Forensterben am besten breit aufgestellt ist und Bla habe ich, glaube ich, eh schon mehrfach angebracht. ;) )