Wenn die Magie entsprechend ausgestaltet wird, wäre das sicherlich super gut möglich. Spannender fände ich aber Settings, die einen Konflikt in der Art der Magie selbst mit sich bringen. Ich führe das mal kurz aus, in welche Richtung ich mir das gerade vorstelle: Wenn in unserer jetzigen Welt ein magisches Ritual einer antiken Kultur wiederentdeckt werden würde, bei dem ein Menschenopfer dazu führt, dass in einem gewissen Gebiet auch ohne den Einsatz von Fungi- und Pestiziden, unabhängig vom Klima/Wetter gute Ernten eingefahren werden können, welche Konsequenz hätte das? Würde eine "umweltfreundliche" Gesellschaft von Chemikalien auf Menschenopfer umsteigen?
Recht genau in die Richtung ging mein Magieansatz im letzten Weltensetting, finde ich inzwischen aber einfach zu zynisch und düster irgendwie. 
I Zur Magie
Hier bin ich durch einige Äußerungen in diesem Thread sehr erstaunt. Für mich zeichnet sich Magie in den meisten Geschichten durch einige Merkmale aus, die Magie erst interessant für Geschichten machen.
Absolut, aber es gibt sehr sehr viele Fantasy(welten) in den Magie in scheinbar sehr sehr großen Mengen vorhanden ist und entsprechend nur einen kleinen Preis verlangt. Das liegt alles im Abwägen des Autors und was er damit bezwecken will...
Dadurch verzichte ich bei mir meist komplett auf Magie weil das halt doch sehr oft ein deus-ex-machina ist...
II Solarpunk und Kommunismus
Wenn Solarpunk heißt, dass alle Umweltprobleme gelöst sind weil der Kommunismus gesiegt hat, wie es in einigen Posts anklingt, dann wäre ich raus. Solch ein Kommunismus wäre für mich der thermodynamische Wärmetod einer Gesellschaft. Ich hab auch keine Lust, Geschichten mit einer solchen politischen Message zu schreiben oder zu lesen. Gerechte Ressourcen-Verteilung und gleiche Chancen etwas aus seinem Leben zu machen, ist wieder etwas anderes.
Naja, gerechte Ressourcen- und Chancengleichheit ist doch erst mal die große kommunistische Idee?
Die Umsetzung der Details ist dann ein ganz anderes Thema und natürlich kann es da diverse Abstufungen in alle Richtungen geben.
Moderne "kommunistische" Diktaturen haben mit der kommunistischen Idee ähnlich viel gemeinsam wie das NS-Reich mit Demokratie. 
Ich glaube, ich bleibe eher beim bereits bekannten Ökosozialismus, obwohl der in der Realität nicht so gut funktioniert wie ich es mir wünschen würde. Österreich und andere zentral- und nordeuropäische Staaten sind in Theorie ökosozialistisch, darin spielt der Kapitalismus, soziale Ungleichheit und Machtmissbrauch aber immer noch eine sehr große Rolle. Aber genau das fand ich interessant, wie eine mehrheitlich ökosozialistische Welt, in der immer noch eine gewisse soziale Ungleichheit existiert und die davon bedroht wird, dass Konzerne in Folge der Technologisierung an Macht gewinnen, sich zum Besseren entwickeln wird, als es das reale 19-20.Jahrhundert getan hat.
Österreich? Das Österreich das Gletscher sprengt und bedrohte Bergewälder rodet für ein Skispektakel? Österreich ist viel, aber in keinster Weiser Öko fürchte ich. Das bisschen Sozialstaat das noch übrig ist, wird von (kapitalistischer) Korruption auch fleißig weiter abgebaut. 
Aber ja, bisherigt Solarpunk-Visionen die ich so kennen waren bisher immer nur sehr kleinteilige Gesellschaften die harmonisch mit ihrer Umgebung leben, gleichzeitig aber irgendwoher die benötigten Materialien bekommen die sich für ihr Techniklevel benötigen. Das sind halt alles bisher eher nette Visionen und selten wirklich konsequent durchdachte Welten.
Genau hier kann man jetzt mit spannenden Ideen und Überlegungen vielleicht eine neue, irgendwie schlüssigere Welt basteln und visionieren. Das scheint noch nicht so groß gemacht worden zu sein. Bzw. sicher schon, aber noch nicht so publikumswirksam das es bei mir angekommen wäre (was natürlich nur für mich ein Maß ist XD )
Was ich ebenfalls interessant finde ist allerdings der Gedanke wie sich die Menschheit entwickelt hätten, wenn wir nicht die einzige kulturschaffende Spezies wären. In der realen Welt sind wir zwar auf den Neandertaler und etwa den Homo Denisova und vielleicht andere gestoßen. Diese haben sich nicht von uns isoliert, mit denen hatten wir fruchtbare Nachkommen gezeugt (und nicht wie früher angenommen niedergemetzelt), sodass es durch Hybridisierung wahrscheinlich der einzig mögliche Ausgang der Menschheitsgeschichte war und irgendwann nur noch eine Homospezies existieren konnte.
Fruchtbare Nachkommen muss leider absolut nicht bedeuten das es ein harmonisches Zusammenleben gab. Weder für noch gegen diese Theorie gibt es im Moment meines Wissens Beweise. Allerdings hat man durchaus Neandertalerknochen mit Zahnspuren von Homosapiens gefunden, gemeinsame "Essen" gab es also wohl. Nur vielleicht nicht so harmonisch. 
Aber da der Mensch es ja auch schafft andere Menschen als "minderwertige Rassen" zu definieren sehe ich da tendenziell eher düstere Aussichten für ein Zusammenleben. Speziell wenn sie sich nicht gemeinsam entwickeln sondern erst später aufeinander treffen...
Hier sind wir aber auch wieder bei den Visionen: Wieso nicht einfach wirklich mal eine etwas andere Entwicklung haben bei der die Sesshaftwerdung nicht automatisch dazu führt das ein "Verwalter" sich mehr Ressourcen aneignet als die anderen (und den endlosen Kreislauf ins Rollen bringt), sondern schon zu dem Zeitpunkt eine andere Lösung gefunden wird. 
Und ich sehe in Solarpunkwelten, die sich bereits etabliert haben, dass die Leute Tierprodukte konsumieren. Ist ja erstmal legit, aber ab einer gewissen Bevölkerungsdichte, die täglich ihr Fleisch, ihre Milch und Eier möchte, kommt es zwangsläufig zu Massentierhaltung, es sei denn die Menschen verzehren Tierprodukte nur zu besonderen Festen oder so, oder es handelt sich um Laborfleisch. Bloß der Gedanke, dass eine Solarpunkwelt Massentierhaltung immer noch für vertretbar hält, kommt mir seltsam vor.
Bei einer kleinteiligen Gesellschaft sorgt natürlich jede Community für ihren eigenen Fleischbedarf. Anders als TerraX uns das erzählen will hatte auch in Mittelalterlichen Städten die meisten Leute noch einen Garten mit Hühnern, ggf. Schwein etc.
Ist in modernen Großstädten natürlich nicht denkbar, aber für die sind auch noch sehr viele andere Fragen offen, wenn man tatsächlich eine Vision aus dem heute heraus entwickeln will.
Ansonsten muss man spätestens vor der Industrialisierung irgendwo abbiegen. 