Beiträge von Alcarinque

    Ich habe mir für meine erste Weltenpräsentation ein (Media)Wiki aufgesetzt und nutzte das auch weiterhin noch zum Sammeln von Daten und Infos auch wenn die Welt schon lange eingestampft wurde.

    Direkt zu einem Thema mache ich tatsächlich erstaunlich selten. Speziell wenn es um Geschichte geht, braucht man ja ein gewisses "Gefühl" für eine Zeit. Einzelne Details machen ohne Kontext meist nur wenig Sinn...
    Vor allem versuche ich, wenn möglich, Infos von Historikern oder Geschichtsvermittlern zu bekommen, die nicht die immergleichen TerraX-Klichees wiederaufkochen. XD

    Z.B. hatte ich noch nie so ein Gefühl für eine Zeit, wie es Geschichtsfenster für das Spätmittelalter schafft zu vermitteln.


    Jemandem der auf sinnvolle Quellen verweisen kann vertraue ich merklich mehr als Leute die einfach nur was behaupten. Darum kann ich mit AI nur bedingt was anfangen, da kann man zwar nach Quellen fragen, die sind dann aber irgendwelche Random News-Artikel die sich die Infos gerne mal aus den Fingern saugen. :ugly:

    Zusätzlich natürlich auch gerne mal Sachbücher, die optimalerweise von Leute empfohlen wurden die Ahnung haben oder zumindest so wirken als ob sie sich mehr damit beschäftigt haben als 3 YT-Videos vom SchwurbelSchorsch angeschaut zu haben. :D

    Vgl. das Muspilli-Gedicht mit Muspelheim (ohne klare Etymologie) aus der Edda - die Parallelen sind schon sichtbar.

    Uh, spannend, danke!

    Eine präzise Zusammenfassung der Mythologie finde ich leider auf die Schnelle nicht. Ich glaube das ist bei der Mythologie der Britannier einfacher als bei den Galliern auf dem Kontinent, da jeder Stamm seine eigenen Gottheiten hatte und die einzigen Überlieferungern von den Römern stammen.

    Ich glaub die Kelten von der Hallstadtkultur bis zu den britischen Überresten ist so ein großer Kulturraum (sprachlich wie zeitlich), das der zwangläufig sehr heterogen war. Die Animation auf Wiki über die Geschichte und Verbreitung der keltischen Sprachen finde ich extrem spannend.
    War aber wohl auch mehr Kultur/Sprache und kein Volk in dem Sinn. :hmm:

    @Abstammung: Joah, dann bin ich vermutlich Keltogermane oder so. XD

    Es ist aber - auch wieder Golther folgend - unwahrscheinlich dass die germanische Mythologie so drastisch verschieden von der nordischen war - halt eher auch regionale Auspraegungen, genau wie Freyr in Schweden wichtig war und Thor in Norwegen war vielleicht Tiuz im germanischen Raum prominenter - aber man kannte sich gegenseitig und hat auch fleissig geborgt.

    Das ist halt die große Frage... Die Götterdämmerung weißt ja schon erstaunliche Ähnlichkeit zum jüngsten Gericht auf. Ab wann sie da vom Christentum beeinflusst wurden, ist natürlich die große Frage, da gabs ja einen jahrhundertelangen Austausch. :hmm:
    Aber wie das davor ausgesehen haben könnte ist natürlich wildes Rätselraten da wir halt einfach gar nichts haben...
    (Ich war ja echt erstaunt das es hier bei mir am allemannischen Alpenrand noch Sagen von Woudans Jagt gab und das man sich da auf den Boden werfen und die Ohren zuhalten soll. XD )

    Die ist vergleichsweise okay... Irische, schottische walisische und bretonische Sagen gibt es noch reichlich und auch die Archaeologie gibt mehr her als bei den Germanen.

    Ah, stimmt, die britischen Kelten gibts ja auch noch, die habe ich wieder gekonnt ignoriert. Da ist natürlich einige überliefert.

    Die Festlandkelten sind halt weniger bekannt, da gibt es, zumindest im deutschsprachigen Raum primär Funde und kaum Überlieferungen. Nur das sie wohl einen gewissen Kopffetisch hatten ist bekannt...

    Eine spannende Geschichte die einen in eine Gesellschaft mitnimmt, die die Köpfe bzw. Schädel der Gegner im Wohnraum aufstellt, das wäre mal was Interessantes. :D

    Das ist natürlich eine andere Ecke, keine Frage. :D
    Aber auch "die Wikinger" hatten sicher nicht 1:1 die uns aus Island überlieferten Sagen (die dann noch durch einen christlichen Filter gegangen sind), leider ist uns abseits davon so gar nichts überliefert bis auf ein paar Runensteine und dann eben diverse Geschichten aus dem Mittelalter die den Stoff weiterverarbeiten...

    Hm, ich glaub die Quellenlage bei den Kelten ist teils noch dürftiger, wobei ich nicht weiß wie das in Frankreich ausschaut, wo die Germanen wenig Einfluss hatten. :hmm:


    Die erwähnten Wotan und Donar sind aber nicht keltisch sondern die deutschen Namen germanischer Götter (Odin und Thor) und wie wir von anderen polytheistischen, nicht zentral organisierten Religionen wissen, ist die Mythen- und Sagenwelt da viel kleinteiliger und diverser: die isolierten, Isländischen haben sich sicherlich vom "Festland" unterschieden und hier gab es dann auch wieder massive unterschiede von Dorf zu Dorf und noch mehr von Stamm zu Stamm. Die Unterschiede zwischen Dänen und Alemannen waren vermutlich extrem groß. Daraus also, um zum Thema zurück zu kommen, ein Götterhimmel und eine Geschichte zu erschaffen die in so einem unbekannteren Setting spiel, wäre doch echt mal spannend. :hmm:

    Weil ich SCHON WIEDER etwas mit dem germanischen Götterhimmel lese:

    Wie wäre mal was mit dem deutschen Germanischen Göttern und ggf. eine wie auch immer geartete Anpassung ans Setting.
    Also eben Wotan, Donar etc und die ganzen Ebenen/Mythen eher an unseren Kulturraum angepasst. So weit das bekannt ist oder ggf. aus den mittelalterlichen Quellen irgendwie angepasst und kreativ erweitert. :hmm:

    Von den immergleichen Isländischen Namen und Settings bin ich echt etwas übersättigt (danke an Marvel dafür X/ ).

    Ich weiss nicht wieso mein Statement hier zitiert wird und dann Aufkochen von Klischees drangehaengt wird - meine Aussage war schlicht dass eine Welt mit Feuerwaffen und halbwegs moderner Wissenschaft nicht mehr zu 'Swords and Sorcery' fuehrt - und ich sehe nicht wie das durch irgendwas, was Du schreibst, widerlegt wird.

    Ich habe mich vermutlich etwas zu sehr daran aufgehängt das Schießpulver nachmittelalterlich sein soll, sorry. XD

    Das das nicht mehr typisch Sword and Sorcery ist, stimmt natürlich. Aber das ist halt auch kein Setting das man irgendwie sinnvoll auf eine (historische) Zeit festlegen könnte. Da werden Elemente aus einen halben Jahrtausend zusammengewürfelt.


    Ein wirklich Feudales System ist mir wiederum in der Fantasy bisher noch nicht wirklich untergekommen, vielleicht sehen wir da die Grenzen aber auch ein bisschen anders?
    Der König ist in der Fantasy eigentlich immer und überall die höchste Instanz, im kompletten Reich gelten die Regeln und Gesetze des Königs die auch von ihm durchgesetzt werden können. (Oder seinen Beratern etc.)
    Bei einem Feudalen System würde das aber eigentlich eher in der Hand des (sehr) lokalen Landesherren liegen. Der ist zwar seinem eigenen Lehnsherren verpflichtet, dieser hat aber keinen Einfluss darauf wie dieses Lehen verwaltet wird. Eben weil das Mittelalter kleinteiliger war und und diese Verwaltungsmöglichkeiten nicht hatte. Ich glaub nicht das ich über so etwas in der Fantasy je (bewusst) gestolpert bin. :hmm:

    Das kannst Du ja tun (finde ich ja auch gut) - aber viele Leser wollen halt trotzdem 'Swords and Sorcery' statt Experimente oder detailliertes Worldbuilding.

    Das ist halt die große Frage, und nur weil die Welt etwas anders funktioniert wie die Klicheewelten muss ja nicht ALLES komplett auf den Kopf gestellt werden oder der Leser mit Infodumps erschlagen werden. :hmm:
    Ich hab auch schon genug Fantasy gelesen wo gewisse neue Elemente durchaus geschickt in die Geschichte eingewoben wurden ohne das es einen Erklärbär gebraucht hätte...

    Allerdings, wenn ich so drüber nachdenke, gibt es diese spannenden Settings die erst beim Lesen nach und nach Form annehmen tatsächlich merklich mehr bei SciFi Romanen. :hmm:
    Was eigentlich schade ist, bei Fantasy wäre ja schon im Namen das man auch mal ein bisschen mehr Fantasie erwarten könnte... XD

    * nach-mittelalterliche Entwicklungen wie Schiesspulver, Wissenschaft etc. veraendern den Charakter einer Welt in einer Art die Fantasy nicht mehr so erscheinen laesst wie sie von vielen Lesern erwartet wird ('swords and sorcery'). - das legt die Zeit fest

    Das ist aber genauso ein Aufkochen übelster Klichees. :hmm:

    "Mittelalterliche" Fantasy orientiert sich an anderer mittelalterlicher Fantasy, welche sich wieder an anderer mittelalterlicher Fantasy orientiert welche sich an einem Mittelalterbild des 19.jhdts oder dem von D&D orientiert hat. :/
    Was ja grundsätzlich absolut ok ist, aber halt mit dem Mittelalter ähnlich viel gemein hat wie die erwähnte japanischen Klicheebomben. :D

    Ein Fantasysetting das tatsächlich das (deutsche) Hoch- oder Spätmittelalter als Vorlage nimmt, fände ich unglaublich spannend.
    (Wobei speziell das Hochmittelalter wohl schon sehr angepasst werden muss damit es nicht zu fremd wirkt. :hmm:)

    Wie spannend wäre es z.B. mal ein Reisekönigtum zu haben? Eine Welt in der sich Waffen, Rüstungen und Taktiken konstant weiter entwickeln (und das Schwert des Großvaters komplett unzeitgemäß geworden ist X/)? Eine Gesellschaft die durch das Erstarken der (unabhängigen) Städte komplett aus dem Gleichgewicht geworfen wird? Ein Fehdewesen? Gelebte Religion?

    Womit wir in der frühen Neuzeit wären die noch einen Zahn zulegen mit massiven Politischen und Gesellschaftlichen Änderungen was u.a. den Weg bereitet für Hexenverfolgungen, Religionskriege etc. Darauf folgt der der Absolutismus der irgendwie die einzige Regierungsform zu sein scheint, die es in der Fantasy geben kann. :pupillen:


    Ich fände entsprechend eigentlich jede Zeit spannend die nicht nur den immergleichen Klichees beruht sondern sich tatsächlich mal mit einer Epoche befasst und das in ein neues, frisches Setting einfließen lässt...

    Uh, stimmt, das hatte ich ja noch gar nicht auf dem Plan, wäre aber, zumindest wenn sich das Ganze friedlich weiter entwickelt, durchaus eine gute Option!

    Ggf. ein Ring aus Orbital-Liften am Äquator um einen einfachen und schnellen Materialverkehr zu gewährleisten. Auch könnte der als Zielpunk für ausgelagerte Solarfelder dienen, damit diese Ihre Energie in Form von Mikrowellenstrahlung nicht durch die Atmosphäre direkt auf den Planeten ballen müssten (was ich weiterhin nicht für eine erstrebenswerte Lösung halte XD)

    Bei Nahrungsproduktion im Weltraum bin ich allerdings etwas unsicher ob da die Kosten-Nutzen-Risikorechnung wirklich aufgeht. :hmm:
    Zum einen lebt die Solarpunk-Idee ja schon ein bisschen von dem Bild der kleinen, größtenteils selbstversorgenden Communities. Andererseits ist das natürlich eine harte Romantisierung harter Arbeit wenn man nicht alles automatisieren möchte, was der ganzen Idee ja eigentlich widersprechen würde. :hmm:

    Aber wieso nicht einfach in den Untergrund damit? Irgendwelche Löcher und Bunker ausheben und mit Nahrungserzeugungstechnik füllen ist vermutlich immer noch um ein vielfaches günstiger (und sicherer) als diese in All zu verlagern, mit riesigen Transportwegen (z.B. bei LagrangePunkten) und somit auch unglaublich viel mehr möglich Problem- und Fehlerquellen. :hmm:

    Ich überlege mir grad wo man technisch die Grenze ziehen kann, soll oder will. :hmm:

    Es soll ja durchaus eine Zukunft mit einem gewissen Komfort sein, es sollte also durchaus (technische) Lösungen für aufwändige Arbeiten geben, z.B. fürs Waschen von Kleidern, Kochen (ohne große Verbrennung von Ressourcen), Einlagern, Kommunikation etc.

    Wo man hier jetzt die Grenze zwischen Grundbedürfnis und Luxus zieht, hängt dann natürlich von sehr vielen Faktoren ab:
    Davon wo die Gesellschaft/Kultur die Grenze zieht, von den persönlichen Präferenzen, den lokalen Lösungen (gemeinsames Backhaus?) und vor allem dem Technischen Stand.

    Bei unserem heutigen Stand ist mobile Kommunikation z.B. in keinster Weise nachhaltig, aber vielleicht findet sich ja noch ein Energiespeicher aus komplett unkritischen Ressourcen... oder man verbindet es irgendwie mit Magie (wenn man ohne gar nicht kann :D)


    Aber natürlich kann auch eine Solarpunkwelt mit einer gewissen Menge an Umweltzerstörung daherkommen. Aber halt optimalerweise nicht mit globalen Auswirkungen wie CO2 Ausstoß.
    Beim Bergbau für Erze und seltene Erden (wenn man davon nicht weg kommt) würde es dann weiterhin eine Zerstörung geben, aber auch das kann man natürlich umweltverträglicher, lokaler und mit einem Renaturierungsprogramm machen... :hmm:

    Das es erstaunlich viele Fantasywelten gibt die irgendwie eigentlich eine SciFi-Vergangenheit haben und aus einer zusammengebrochenen höher entwickelten Gesellschaft oder ggf. einer vergessenen Kolonie entwickelt haben:

    Wie würde so eine Fantasywelt wohl aussehen wenn sie, ähnlich wie die Leute im Mittelalter, die ja viel Wissen der Römer behalten oder gar verbessert haben, eben nicht bei 0 anfangen sondern modernes Wissen über Medizin, Metalurgie, Chemie, Physik, Gesellschaft etc. erhalten können und weiternutzen? :hmm:

    z.B. hyperoptimiertes und angepasstes Obst, Gemüse und Getreide mit dem optimierten Wissen um Dünger und Fruchtfolgen. Hochwertige Metallwerkzeuge und -waffen, automatisierte Fertigung von Textilien, Transportwesen etc. :hmm:

    Eigentlich müsste man ja noch zwischen Fantasy-Mittelalter und historischem Mittelalter unterscheiden, das sind ja zwei extrem unterschiedliche Welten... :D

    Wenn ich jetzt aber zeitlich das ganze nach China, In die Mongolei oder Japan verlege, bietet sich aufgrund der dortigen Architektur und Lebensweise gepaart mit deren Sagen, ein vollkommen anderes Feld.

    Ich kann da nur immer wieder auf "the dandelion dynasy", Fantasy in einem Chinesischen Setting. Die Daevabad -Trilogie spielt in einem Arabsich/Persischen Setting, was auch sehr spannend ist. Aber es gibt davon auf jeden Fall viel zu wenig...

    Haben sich halt so einige gebrüstet einer sein zu wollen, hatte damals in der Schule gelernt ökosozialistische, parlamentarische Demokratie, aber was ein Staat sein will oder vorgibt zu sein und was Schüler lernen, und was man wirklich ist... xD siehe Sowjetunion oder China und Kommunismus.

    Spannend, habe ich echt noch nie was von gehört. Es gab mal ein paar Aktionen in den 1980ern aber sonst ist Ö so unöko wie man nur sein kann... leider. :/

    Zuvor waren wohl offene Beziehungen der Standard mit so einigen monogamen Paaren darunter und Männer haben jedes Kind im Stamm mitgroßgezogen, weil der gesamte Stamm von gesunden und gut genährten Kindern profitiert.

    Grad kürzlich wieder über einen Bericht dazu gestolpert: Wir wissen halt so gut wie gar nichts über die Kulturen damals. Die modernen Jäger und Sammler kann man nur bedingt als Referenz hernehmen da da halt doch 10.000 Jahre dazwischen liegen.
    Anhand seltener Gräberfunde kann man aber inzwischen davon ausgehen das es (in bestimmten Regionen Europas) durchaus schon stärker ausgeprägte Hierarchien gab als bisher angenommen. Zudem stößt man auch immer wieder mal darauf das männliche Nachkommen besser genährt waren als weibliche. Gleichzeitig waren Frauen durchaus auch an der Jagt beteiligt. Um die Kinder kümmerten sich wohl oft die Großeltern (nicht umsonst sind wir eine der wenigen Spezies die über ihre Fruchtbarkeit hinaus leben)

    Um genau aus diesen automatischen Rollen ausbrechen zu können plane ich meine Welt auch nicht mit Menschen sondern "Dinoiden" als primäre humanoide Rasse: Nach dem Legen des Eis (was irgendwo dem 6. Schwangerschaftsmonat entspricht) gibt es aus Mangel an Milchdrüsen, keine klar vorgegebene Rollenverteilung, was viel mehr Variationen in den möglichen Gesellschaften gibt und entsprechend nicht im selben Muster ablaufen muss wie bei den Menschen...

    Sozialhilfen (muss nicht jede ausbeuterische Hackn annehmen, wenn meine Lebensgrundlage gesichert ist), gesetzliche Regelungen und starke Gewerkschaften fangen Ausbeutung wohl am besten ab.

    Sozialhilfen und Gewerkschaften sind halt klare Produkte des Kapitalismus, in anderen Formen sollten die gar nicht erst nötig sein. :hmm:
    Eine funktionierende (kleine) Dorfgemeinschaft kümmert sich um seine Bewohner, da vehungert niemand unbemerkt in einem anonymen Wohnblock. Und ein typischer Familienbetrieb sieht seine Mitarbeiter eher als Teil der Familie und will das es auch denen gut geht, und nicht nur als menschliche Ressource die es auszuschlachten gilt. :hmm:
    Und ja ich weiß, das das alles erst mal sehr romantisiert klingt, so what? :D

    Gärten inmitten von Städten und auf Dächern schreib ich schon lange, dass man Hühner auf Flachdächern halten kann ... das haben wir erst kürzlich weitergesponnen, was ein paar mehr Probleme auftut als die Gärten. Also speziell den Vogeldreck vom Dach herunter irgendwo halbwegs umweltverträglich in der Stadtmüllabfuhr zu entsorgen und den Geruch der Stadt frisch zu halten (sie schreibt SciFi, also hat keine Magie, ich schon). ^^'

    Fäkalien als "Müll" zu sehen den man loswerden muss, ist halt auch eine sehr sehr moderne Sicht: Vor dem industriellen Dünger war das fast die einzige Möglichkeit an Dünger zu kommen.
    (Darum ist auch die Idee der stinkenden Mittelalterlichen Städte so absurd, niemand wirft so eine wertvolle Ressource einfach weg)

    Große Städte sind früher halt immer nur dort entstanden wo es entsprechend viel Umland gab um diese Städte zu versorgen. Eine Stadt endete nie an der Stadtmauer sondern hatte immer ein nicht zu verachtendes Umland das die Stadt mit Nahrung, Holz etc versorgt hat.
    In einer technisierten Welt muss das natürlich nicht mehr direkt vor der Haustür sein sondern kann auch über größere Entfernungen transportiert werden. Für ein Solarpunk-Setting würde ich das aber dann doch in "relativer" Nähe und nicht 3 Kontinente weiter erwarten. :hmm:

    Wenn die Magie entsprechend ausgestaltet wird, wäre das sicherlich super gut möglich. Spannender fände ich aber Settings, die einen Konflikt in der Art der Magie selbst mit sich bringen. Ich führe das mal kurz aus, in welche Richtung ich mir das gerade vorstelle: Wenn in unserer jetzigen Welt ein magisches Ritual einer antiken Kultur wiederentdeckt werden würde, bei dem ein Menschenopfer dazu führt, dass in einem gewissen Gebiet auch ohne den Einsatz von Fungi- und Pestiziden, unabhängig vom Klima/Wetter gute Ernten eingefahren werden können, welche Konsequenz hätte das? Würde eine "umweltfreundliche" Gesellschaft von Chemikalien auf Menschenopfer umsteigen?

    Recht genau in die Richtung ging mein Magieansatz im letzten Weltensetting, finde ich inzwischen aber einfach zu zynisch und düster irgendwie. :hmm:

    I Zur Magie

    Hier bin ich durch einige Äußerungen in diesem Thread sehr erstaunt. Für mich zeichnet sich Magie in den meisten Geschichten durch einige Merkmale aus, die Magie erst interessant für Geschichten machen.

    Absolut, aber es gibt sehr sehr viele Fantasy(welten) in den Magie in scheinbar sehr sehr großen Mengen vorhanden ist und entsprechend nur einen kleinen Preis verlangt. Das liegt alles im Abwägen des Autors und was er damit bezwecken will...
    Dadurch verzichte ich bei mir meist komplett auf Magie weil das halt doch sehr oft ein deus-ex-machina ist...

    II Solarpunk und Kommunismus

    Wenn Solarpunk heißt, dass alle Umweltprobleme gelöst sind weil der Kommunismus gesiegt hat, wie es in einigen Posts anklingt, dann wäre ich raus. Solch ein Kommunismus wäre für mich der thermodynamische Wärmetod einer Gesellschaft. Ich hab auch keine Lust, Geschichten mit einer solchen politischen Message zu schreiben oder zu lesen. Gerechte Ressourcen-Verteilung und gleiche Chancen etwas aus seinem Leben zu machen, ist wieder etwas anderes.

    Naja, gerechte Ressourcen- und Chancengleichheit ist doch erst mal die große kommunistische Idee?
    Die Umsetzung der Details ist dann ein ganz anderes Thema und natürlich kann es da diverse Abstufungen in alle Richtungen geben.
    Moderne "kommunistische" Diktaturen haben mit der kommunistischen Idee ähnlich viel gemeinsam wie das NS-Reich mit Demokratie. :ugly:

    Ich glaube, ich bleibe eher beim bereits bekannten Ökosozialismus, obwohl der in der Realität nicht so gut funktioniert wie ich es mir wünschen würde. Österreich und andere zentral- und nordeuropäische Staaten sind in Theorie ökosozialistisch, darin spielt der Kapitalismus, soziale Ungleichheit und Machtmissbrauch aber immer noch eine sehr große Rolle. Aber genau das fand ich interessant, wie eine mehrheitlich ökosozialistische Welt, in der immer noch eine gewisse soziale Ungleichheit existiert und die davon bedroht wird, dass Konzerne in Folge der Technologisierung an Macht gewinnen, sich zum Besseren entwickeln wird, als es das reale 19-20.Jahrhundert getan hat.

    Österreich? Das Österreich das Gletscher sprengt und bedrohte Bergewälder rodet für ein Skispektakel? Österreich ist viel, aber in keinster Weiser Öko fürchte ich. Das bisschen Sozialstaat das noch übrig ist, wird von (kapitalistischer) Korruption auch fleißig weiter abgebaut. :/

    Aber ja, bisherigt Solarpunk-Visionen die ich so kennen waren bisher immer nur sehr kleinteilige Gesellschaften die harmonisch mit ihrer Umgebung leben, gleichzeitig aber irgendwoher die benötigten Materialien bekommen die sich für ihr Techniklevel benötigen. Das sind halt alles bisher eher nette Visionen und selten wirklich konsequent durchdachte Welten.

    Genau hier kann man jetzt mit spannenden Ideen und Überlegungen vielleicht eine neue, irgendwie schlüssigere Welt basteln und visionieren. Das scheint noch nicht so groß gemacht worden zu sein. Bzw. sicher schon, aber noch nicht so publikumswirksam das es bei mir angekommen wäre (was natürlich nur für mich ein Maß ist XD )

    Was ich ebenfalls interessant finde ist allerdings der Gedanke wie sich die Menschheit entwickelt hätten, wenn wir nicht die einzige kulturschaffende Spezies wären. In der realen Welt sind wir zwar auf den Neandertaler und etwa den Homo Denisova und vielleicht andere gestoßen. Diese haben sich nicht von uns isoliert, mit denen hatten wir fruchtbare Nachkommen gezeugt (und nicht wie früher angenommen niedergemetzelt), sodass es durch Hybridisierung wahrscheinlich der einzig mögliche Ausgang der Menschheitsgeschichte war und irgendwann nur noch eine Homospezies existieren konnte.

    Fruchtbare Nachkommen muss leider absolut nicht bedeuten das es ein harmonisches Zusammenleben gab. Weder für noch gegen diese Theorie gibt es im Moment meines Wissens Beweise. Allerdings hat man durchaus Neandertalerknochen mit Zahnspuren von Homosapiens gefunden, gemeinsame "Essen" gab es also wohl. Nur vielleicht nicht so harmonisch. :pupillen:

    Aber da der Mensch es ja auch schafft andere Menschen als "minderwertige Rassen" zu definieren sehe ich da tendenziell eher düstere Aussichten für ein Zusammenleben. Speziell wenn sie sich nicht gemeinsam entwickeln sondern erst später aufeinander treffen...
    Hier sind wir aber auch wieder bei den Visionen: Wieso nicht einfach wirklich mal eine etwas andere Entwicklung haben bei der die Sesshaftwerdung nicht automatisch dazu führt das ein "Verwalter" sich mehr Ressourcen aneignet als die anderen (und den endlosen Kreislauf ins Rollen bringt), sondern schon zu dem Zeitpunkt eine andere Lösung gefunden wird. :hmm:

    Und ich sehe in Solarpunkwelten, die sich bereits etabliert haben, dass die Leute Tierprodukte konsumieren. Ist ja erstmal legit, aber ab einer gewissen Bevölkerungsdichte, die täglich ihr Fleisch, ihre Milch und Eier möchte, kommt es zwangsläufig zu Massentierhaltung, es sei denn die Menschen verzehren Tierprodukte nur zu besonderen Festen oder so, oder es handelt sich um Laborfleisch. Bloß der Gedanke, dass eine Solarpunkwelt Massentierhaltung immer noch für vertretbar hält, kommt mir seltsam vor.

    Bei einer kleinteiligen Gesellschaft sorgt natürlich jede Community für ihren eigenen Fleischbedarf. Anders als TerraX uns das erzählen will hatte auch in Mittelalterlichen Städten die meisten Leute noch einen Garten mit Hühnern, ggf. Schwein etc.

    Ist in modernen Großstädten natürlich nicht denkbar, aber für die sind auch noch sehr viele andere Fragen offen, wenn man tatsächlich eine Vision aus dem heute heraus entwickeln will.
    Ansonsten muss man spätestens vor der Industrialisierung irgendwo abbiegen. :D

    Also mehr Punk als Cyberpunk geht schon eigentlich nicht mehr: Cyberpunk ist meist Kapitalismus-Kritik. Viele Cyberpunkwelten werden von Konzernen regiert und besitzen ein sehr großes Gefälle zwischen arm und reich. Natürlich gibt's dann noch Transhumanismus-Themen, in denen Roboter menschlich und Menschen robotisch werden und alldies, aber die meisten Cyberpunk-Welten und Ästhetiken bringen genauso viel Gesellschafts- und Kapitalismuskritik mit sich.

    Während Cyberpunk halt den Kapitalismus überspitzt (bzw. versucht zu überspitzen, viele der Horrorvisonen von damals haben wir inzwischen ja schon erreicht), geht Solarpunk eigentlich genau in die andere Richtung und zeigt eine radikal andere Vision ohne Kapitalismus auf, mehr oder weniger eigentlich eine Kommunistische. :hmm:

    Wenn kein Dark Overlord, kein großer Krieg oä. als Plot dient, muss man auf andere Elemente zurückgreifen. Und natürlich passieren auch in einer Cozy Welt immer noch Morde und man kann genauso eine Mystery darin schreiben.

    Das Darkoverlord-Thema ist etwas das sich in der Fantasy inzwischen schon etwas totgelaufen hat finde ich, zumindest mich kann das nicht mehr vom Hocker reißen irgendwie. Wobei der Kapitalismus ja eigentlich durchaus als DarkOverlord der die Welt mit Gier überziehen will, gesehen werden kann. :hmm:
    Und klar muss eine Solarpunk-Welt nicht Solarpunk zum Thema haben, dann wird es schnell fad, aber im Prinzip lassen sich da genauso gut Krimis, Liebesgeschichten, Heldenreisen, Mythen oder humoristische Anekdoten erzählen wie in jeder anderen Welt, nur halt vor einem positiveren Hintergrund. :D

    Hayao Miyazaki war übrigens ein Vorreiter in dem Genre. Seine Werke, speziell Prinzessin Mononoke, Nausicäa und Castle in the Sky, werden öfters als Inspiration des Genres genannt.

    Uh, stimmt... wobei es da ja oft eher die Ästhetik und Darstellung und weniger das Worldbuilding ist. :hmm: Aber auf jeden Fall mal danke für die anderen Animes, da werde ich mal reinschauen. ^^

    Was ich mich auch manchmal in Fantasysettings frage: wieso verwenden so wenige Leute Magie im Alltag, obwohl die Welt High Magic ist. Ich denke, das hat auch große Auswurkungen auf Kulturen und macht diese insgesamt friedlicher.

    Bei Teil Eins stimme ich dir zu: In vielen Fantasywelten gibt es zwar Magie im Übermaß, sie scheint aber selten konsequent oder sinnvoll genutzt zu werden, das wirkt oft nicht so ganz schlüssig.
    Beim Zweiten bin ich mir nicht so sicher. Also ja, grundsätzlich schon, aber halt nur für eine bestimmte Zeit, zumindest so lange eine Gesellschaft einfach nur auf Gier ausgerichtet ist, werden ein paar Wenige immer versuchen das allen anderen weg zu nehmen. (Bzw. nicht nur ein paar wenige, aber nur wenigen wird es gelingen)
    Wenn das einen gewissen Punkt überschreitet knallt es wieder.

    Und dabei ist der Umweltaspekt noch gar nicht mit drin. Damit Menschen die Natur nicht nur "untertan" machen wollen, scheinen sie sie immer erst zum Kollaps bringen zu müssen um daraus zu lernen... und es dann wieder viel zu schnell wieder zu vergessen. :S

    Ansonsten wären Welten mit viel magiebetriebener Technik die für einen recht großen allgemeinen Wohlstand sorgt, durchaus eine spannende Idee. Wie würde z.B. eine frühneuzeitliche Gesellschaft damit umgehen? Wie könnte so eine Welt ausschauen?


    Grad einen tollen Kommentar zu Solarpunk gelesen:

    Zitat

    Solarpunk is not a a full-fledged genre, but the idea of a gerne, that is growing rapidly.

    Aber jetzt erst mal ein paar Gedanken zum eigentlich Thema, dem Wann und Wo:

    Alles was ich bisher in die Richtung gesehen und gelesen habe spielt, nicht weiter verwunderlich, eher in der Zukunft, da man für die namensgebende Solarenergie natürlich ein gewisses Level an Technik benötig.
    Gleichzeitig muss natürlich das größte Übel unserer Zeit, der Kapitalismus, überwunden worden sein. Da die Reichen ihren Reichtum nicht freiwillig teilen wird das tendenziell nicht friedlich ablaufen und erst mal einen globalen Konflikt benötigen (auch hier wieder: StarTrek).

    Und das ist die Stelle an der meine Gedanken erst mal einhaken: Ist es wirklich eine so positive Vision, wenn sie erst dadurch erreicht wird, das wir uns (wieder mal) fast selbst auslöschen? Wie könnte das anders gelöst werden?
    Und wieso schreibe darüber eigentlich in einem Forum über Fantasy? :hmm:

    Wieso also kein Solarpunk-Fantasykonzept?
    Das gibt es bestimmt schon auf die eine oder andere Art, vermutlich unter einem besseren Namen. XD
    Magie als sehr umweltfreundliche Energiequelle (meistens), würde sich doch perfekt dafür eignen? Wieso gibt es so wenig moderne Gesellschaften die mit Magie betrieben werden sondern hängen viel zu oft in einer pseudomittelalterlichen Gesellschaft ohne Weiterentwicklung fest? 1) :hmm:
    Auch hier natürlich wieder überspitzt formuliert, es gibt immer mehr Fantasysettings die näher an unsere Zeit heranrücken, bleiben dann meist irgendwo in einem viktorianischen, steampunkigen Setting hängen. Und positiv sind die selten, eher im Gegenteil, auch hier wird immer vor allem das Negative der Vorlagen herausgearbeitet.

    Und ich muss mich da selbst auch an der Nase nehmen: Mein letztes Steampunkige Konzept war noch zynischer und düsterer als das meiste was ich bisher gelesen habe. Warum diese Bedürfnis nur immer noch schlimmer zu werden?
    Wenn wir uns ehrlich sind, sind wir doch alle schon so abgestumpft das das inzwischen echt absurd werden muss damit noch wer eine Augenbraue hochzieht.

    Und ich glaub das ist es, was mich daran grad im Moment reizt: Mal nicht auf den Zug aufspringen und genau das Gegenteil zu machen scheint mir grad wesentlich unerwarteter zu sein. Ich glaub das lässt sich auch super in Geschichten verarbeiten... wenn es denn dann gut gemacht wird, aber das ist eine andere Geschichte. :hmm:


    1) Spontan fällt mir da die Welt von Avatar:LastAirbender und die Vorgeschichte vom Rad der Zeit ein.

    Interessanter Aspekt, weil es diese Bücher tatsächlich gibt. Noch interessanter finde ich jedoch den Umstand, daß sie nicht in der Lage gewesen sind, die Menschheit von ihrer Richtigkeit überzeugen zu können.

    Ja? Nochmal die Frage: Welche denn?

    Zitat

    Da ist das von Dir angeführte neue Testament allerdings das beste Beispiel. Weil es, trotz seine "biblischen" Alters, über die Jahrhunderte nicht instande war, etwas in globalem Rahmen zum Positiven hin zu verändern.

    Wieviele Parallelwelten ohne Christentum hast du den besucht um eine so klare Aussage treffen zu können? :S

    Wenn du etwas weltenveränderndes erwartest, solltest du vermutlich erst mal an deinen Erwartungen arbeiten, den Anspruch hat absolut niemand. :schiefguck:

    Hoffe es ist ok wenn ich hier einen weiteren Beitrag aufmache um das sinnlose Geplänkel abzuschließen. Bei Bedarf können wir das sich an einem geeigneteren Ort weiterführen. XD

    Über den Unterschied zwischen dem, was wir haben und dem, was wir brauchen wird geschrieben, seit Gutenberg den Buchdruck erfunden hat. Würde mich wundern, wenn unter dem Schlagwort "Solarpunk" demnächst neue Erkenntnisse in den Buchläden ständen...

    Wieso grad Gutenberg? :hmm:
    Wenn du mir tatsächlich für jedes Jahrhundert seit Gutenberg auch nur jeweils einen Roman mit einer positiven Zukunftsvision nennen könntest, wäre ich echt beeindruckt. :D
    Mit fällt da nur das Neue Testament ein, und das geht dann doch in eine etwas andere Richtung...

    Was findest du am -punk unpassend? Cyberpunk entstand als Antwort einer Zeit der positiven Zukunftsvisionen, ein düsterer Gegenentwurf zu dem was die Jahrzehnte des konstanten Wachstums uns versprechen schienen...
    Heute sind wir in der genau umgekehrten Situation, wir sind mit Vollgas auf dem Weg in einer Zukunft die teils die düstersten Cyberkunszenarien übertreffen könnten. :/
    Da scheint mir eine positive Vision einer Welt ohne kapitalistische Gier und dem Zutodeausnutzen der Natur tatsächlich wesentlich rebellischer als sich in noch düsteren Aussichten zu suhlen.
    Aber das ist natürlich auch sehr individuell und jeder darf das natürlich anders sehen. :D


    Feron: Mit Religion sprichst du auf jeden Fall einen Punkt an, den auch ich als einer der möglichen Ansatzpunkte sehe, ja. ^^


    Ansonsten hätte ich diese Thread tatsächlich eher zum allgemeinen Austausch gedacht, wenn da aber wenig Interesse besteht würde ich den einfach mal für meine Überlegungen in die Richtung übernehmen, vielleicht inspiriert das dann ja noch jemanden. :D

    Vor einiger Zeit habe ich "The Dandelion Dynasty" von Ken Liu abgeschlossen, und bin immer noch komplett geflashed davon. Das hat schon lange keine Fantasyserie so geschafft!
    (Seidenkrieger (Die Legenden von Dara)" auf Deutsch, eine der dümmsten Übersetzungen überhaupt)

    Das hat meinen Geschmack schon sehr gut getroffen:
    Ein ganz eigenes Setting, abseits der üblichen Klichees, in einer eher chinesischen Fantasywelt. Die ebenfalls nicht statisch ist sondern sich gesellschaftlich und technisch weiterentwickelt, was nebem dem politischen Geschehen ebenfalls einen Einfluss auf die Geschichte hat und in eine ganz eigene Richtung geht.

    Ich würde das tatsächlich mal als richtig erwachsene Fantasy bezeichnen. Nicht wegen extremer Gewalt oder Sex (was beides ja eher Teenager anspricht) sondern weil es intelligent, vielschichtig und wirklich kreativ ist. Die komplette Technik die teils sehr detailliert beschrieben wird, konnte mich immer wieder faszinieren.
    Die Charaktere haben nachvollziehbare Motive und bleiben, wenn auch hassenswert, immer noch meist Menschlich.

    Kritiken die ich gelesen habe (mir ist das nicht negativ aufgefallen):
    Der erste Band ist recht voll mit Schlachten und Kämpfen und hat eine ganz andere Stimmung als die restlichen Bücher, er scheint eher die Einführung zu sein.
    Die technischen Beschreibungen die mich so fasziniert habe, finden einige dann halt eher öde und unnötig langwierig. Das ist halt Geschmackssache.
    Teils ist die Gewalt etwas sehr gewalttätig, aber das kommt nur selten vor und ist Teil der Welt, man hat an keinem Punk das Gefühl das sich der Autor daran aufgeilt (anders wie bei Martin oder King).

    Kann das aber jedem der mal in einer richtig spannende, andere Fantasywelt eintauchen will, die Serie nur empfehlen.
    (Und tauchen wird man, es sind 4 Bände von denen die letzten beiden richtig fett sind, man kann sich also lange in der Welt aufhalten ^^).

    Das grad der Gral (aus heutiger Sicht DER große Extended-Universe-Fantasyepos des Mittelalters) in Bezug mit Tolkien gesetzt wird, amüsiert mich grad mehr als es sollte. :D

    Ansonsten fände ich es toll wenn nicht ein sehr sehr großer Teil der Fantasy Tolkien noch als die Standardvorlage verwenden würde sondern auch mal eigene Wege gehen würde, leider tun das die wenigsten irgendwie. :hmm: