Beiträge von Asni

    Genauso undenkbar, dass dieses Autoren-Gespann das Einzige in unserem Land sein soll ...

    Ich war vor Jahren mal auf einem Kurzfilmfestival mit hauptsächlich deutschen Beiträgen. Da waren einige richtige gute Beiträge dabei! Klar, ein Kurzfilm ist keine Serie, aber man kann daran ja trotzdem sehen, ob es kreative Köpfe mit wunderbaren (oder erschreckenden) Ideen gibt. Daher stimme ich dir da voll zu.

    Traurig ist eher, dass sehr häufig das Altbekannte neu aufgewärmt wird (nicht nur durch/im ÖRR, sondern überall, wo es um Risiko und Geld geht).

    Ich nehme jedenfalls mit, dass ich dringend Dark nochmal anfangen und dann auch zuende schauen muss. Das letzte Mal hab ich nach Staffel 1 aufgehört, weil es noch keine Staffel 2 gab ^^ und irgendwie hab ich es seitdem noch nicht geschafft, wieder damit anzufangen :hmm:

    Hallo und herzlich willkommen, Salomo ! :hi1:


    Das Genre in dem ich schreibe ist Occult Fiction (Urban Fantasy, Low Fantasy). Es geht um Magie und Hexerei, Mysterien und Geheimbünde und übersinnliche Erfahrungen und Wesenheiten, aber nicht wie in der modernen Fantasy-Kultur üblich, sondern basierend darauf, was Menschen historisch z.T. wirklich geglaubt haben oder was einige heute noch glauben.

    Darauf bin ich echt gespannt! Ich hoffe, du postest auch "einfach mal so" eine Geschichte in dieser Richtung.


    Viel Spaß hier im Forum! ^^

    Ich schau gerade Peripheral auf Amazon. Inhaltlich geht's in Richtung Science-Fiction und Virtual Reality. Es spielt in Amerika und London, was sich für alle Fans englischer Dialekte eben auch in der Sprache niederschlägt. Vermutlich ist das in der deutschen Synchro nicht umgesetzt (umsetzbar).

    Was ich aktuell ganz cool finde ist die Mischung aus actionreichen Szenen mit entsprechender kurzlebiger Spannung und eher ruhigeren Passagen, in denen die Beziehungen der Charaktere und eine relativ langsame Fortentwicklung der Story im Fordergrund stehen. Manchmal hab ich das Gefühl, dass ich gelangweilt bin xD aber insgesamt ist es schon spannend und cool.


    Ah, die Serie basiert auf einem Roman von William Gibson, falls den jemand kennt ^^

    Hi Thorsten ,


    vorneweg Hut ab, dass du so ein Projekt angehst. Würde ich sowas anfangen, würde ich schon davon ausgehen, dass es scheitern muss und würde es vermutlich sein lassen... X/

    Mit Simulation ist es da so eine Sache, es ist ja keineswegs ausgemacht wie man den Zusammenprall von Bewaffneten sinnvoll in Gleichungen uebersetzt. Generell habe ich versucht mich in die Bedingungen einzulesen - viel Info kommt von 'A History of Warfare' von Montgomery of Alamein, dann auch '100 Battles that shaped the World' von Rupert Butler, Bret Devereaux' Blog 'A Collection of Unmitigated Pedantry' wie auch Wikipedia-Eintraege zu bekannten Schlachten im antiken Griechenland - und dann die relevanten Faktoren rauszudestillieren. Ob das gelungen ist? Keine Ahnung, aber vieles in der Software ist als Parameter angelegt, man kann also den Grad des Zufalls rauf- oder runterdrehen, d.h. ich habe die Hoffnung dass das Programm so konfiguriert werden kann dass es auch eine Vorstellung die von meiner eher verschieden ist sinnvoll simulieren kann.

    Der Ansatz scheint mir schonmal gut zu sein. Insbesondere, da du dir vermutlich stets bewusst bist, welche Parameter der Realität du noch nicht im Modell umgesetzt hast und daher eher keine allzu falschen Schlüsse ziehst. Ich denke auch, dass der wirkliche Mehrwert nicht unbedingt in der Simulation als Produkt liegt, sondern im Lernprozess während des Bastelns, Ausprobierens, Recherchierens, Überlegens, etc. Bin trotzdem gespannt, wie deine Simulation mal fertig aussieht (bzw. ab welchem Grad der Modellgenauigkeit du dann irgendwann sagst: es ist genug) ^^

    Letztlich will man wenn man sowas sagt ja eher verminteln, womit man es vergleichen kann und nicht, wer sich vorher was durchgelesen hat.

    Lustig, ich hatte den Satz - und auch den Ausdruck "der Douglas Adams der Fantasy" - eher genreintern interpretiert :hmm: Also wenn man z.B. Fantasy auf drei oder vier Vertreter reduziert (was jetzt für einen sagen wir mal großen und unspezialisierten Buchladen nicht unbedingt abwegig ist; ich meine jetzt nicht im Angebot an Büchern, sondern bei der Schulung der Verkäufer*innen), dann würde man sich vielleicht auf "Der Herr der Ringe", "Harry Potter", noch irgendetwas wie "Conan" oder ähnliche Sword&Socery und dann vielleicht noch Terry Pratchet als Vertreter der humorvollen Fantasy auswählen. Wenn man das gleiche für Sci-Fi macht, dann ist es aus Verkäufersicht durchaus sinnvoll, dass Terry Pratchet eben der Douglas Adams der Fantasy ist. Letztlich richtet sich das dann an genrefremde Käufer, die vielleicht ein Geschenk für Weihnachten kaufen müssen.

    Abgesehen von der Interpretation der Aussage, kann ich schon ein paar Parallelen zwischen Terry Pratchet und Douglas Adams sehen. Beide schreiben humorvoll, teilweise mutet es absurd, willkürlich und unüberlegt an, aber oft steckt dahinter eine tiefere Bedeutung oder eine scharfsinnige Analyse unserer Gesellschaft oder des Wesens der Menschen an sich.

    Der "Anhalter" ist keine Sci-Fi, auch wenn er hauptsächlich im Weltraum spielt, genauso wenig, wie die "Scheibenwelt" ein klassisches Fantasysetting darstellt.

    Denn es gibt zwei Charaktere in den Geschichten, die jeweils das Genre sprengen:

    Bei Douglas Adams: Marvin - der depressive Roboter

    Bei Terry Pratchett : DER TOD

    Hier möchte ich mal nachfragen, was für dich bei diesen beiden Charakteren der Aspekt ist, der das Genre sprengt?

    Wenn ich mal laut denke, dann könnte der depressive Roboter auch ein visionärer Glücksgriff sein, der vorhersagt (ohne dass das Adams beabsichtigt hat), dass selbstlernende Programme irgendwann so gut die Menschen imitieren, dass sie eben auch depressiv werden :hmm: Wenn man davon ausgeht, dass Sci-Fi in der Tendenz eher positiv gegenüber neuen Technologien und technologischem Fortschritt steht, dann wäre das ein kritisch-humorvolles Meta-Statement über Sci-Fi. Wobei das jetzt vielleicht auch eine etwas weit hergeholte Interpretation ist ^^ (mea culpa)

    Terry Pratchet nimmt sich auch oft typische Elemente des Fantasy-Genres und führt sie ad absurdum. Z.B. den immer siegreichen Helden und Abenteurer Cohen, der logischerweise irgendwann mal mit den Leiden des Alters kämpfen muss. Warum aber gerade der TOD das Genre sprengen soll, fällt mir gerade absolut nicht ein. Vielleicht stehe ich im Wald und sehe selbigen vor lauter Bäumen nicht.

    Ich habe mir gerade die Netflix-Verfilmung von "Im Westen nichts Neues" angesehen.

    Rückblickend weiß ich nicht mehr genau, was ich eigentlich erwartet hatte :hmm: Das Doofe ist vielleicht, dass ich die ältere Version von 1979 viel zu oft gesehen habe und ich logischerweise die Netflix-Variante sehr stark damit vergleiche.

    Als Sci-Fi-Roman ist es auch sehr dünn, denn Shelley geht nicht auf die Wissenschaft hinter der Erweckung des Monsters ein (was in der Geschichte logisch ist und ausdrücklich so von Victor Frankenstein beabsichtigt ist, denn er will sein Wissen nicht weitergeben).

    Jaaa, viel mehr kann ich dazu kaum sagen. Das Nachwort von Christian Grawe ist noch ganz interessant, weil es einem einige Deutungen anbietet - es hat mich zumindest mit dem Buch etwas versöhnt, nachdem ich es eher wie eine Pflichtlektüre beendet habe, weil mir an der Geschichte irgendwann wirklich kaum noch was lag.

    Wenn ich mich richtig an mein Englischstudium erinnere, dann gab es mal eine Zeit, in der die beiden Shellys, Lord Byron und noch ein paar andere auf Europareise waren. Dort sind aus verschiedenen Inspirationsquellen und -anlässen heraus verschiedene Gedichte, Geschichten und Romane entstanden. Unter anderem eben auch "Frankenstein".

    Weil's mich jetzt doch interessiert hat...

    Zitat

    Mary Godwin begann den Roman in der Villa Diodati in der Nähe des Genfersees. Bei Lord Byron und dessen Leibarzt John Polidori verbrachte sie mit ihrer Stiefschwester Claire Clairmont und ihrem zukünftigen Ehemann Percy Bysshe Shelley den Sommer 1816. Dieses Jahr ging aufgrund des Ausbruchs des Vulkans Tambora im Jahr zuvor als das Jahr ohne Sommer in die Geschichte ein. Aufgrund des extrem schlechten Wetters konnten die Anwesenden das Haus oft nicht verlassen. So beschlossen sie, jeweils eine Schauergeschichte zu schreiben und den anderen vorzutragen.

    Das ist ja schon so ein bisschen wie hier das Forum, nur ohne Internet :alien: .

    Der Wanderer vielen Dank für's Zusammenschreiben der Liste. Bin mir allerdings gerade nicht so sicher, was du damit anstoßen willst :hmm:

    Wenn es dir darum geht, dass die Liste unvollständig ist, dann kann ich nur sagen: über Werke, die ich noch nicht gelesen habe, kann ich immer relativ wenig sagen. Daher ist es halt irgendwann vorbei mit weiteren Vorschlägen von meiner Seite. Ich kann dann nur noch ergänzen, was ich gelesen habe, mir gefällt, ich aber eben nicht wichtig genug für einen Kanon der Fantasy-Literatur halte. :pardon:

    Was "Per Anhalter durch die Galaxis" angeht... Definitiv ein hervorragendes Werk, das man jedem empfehlen kann, zu lesen. Ich würde das aber weniger der Fantasy zuordnen, auch wenn man Fantasy natürlich so auslegen kann, dass auch Sci-Fi darunterfällt. Mit Sci-Fi kenne ich mich nicht so gut aus, würde aber auch PAddG nicht als klassische Sci-Fi ansehen... Es gehört irgendwie zur Kategorie "Zeitlose Klassiker". Ist nur meine (hier absolut nicht fundierte) Meinung.

    Speziell in der Fantasy werden ja immer und überall Gräueltaten an der Zivilbevölkerung begangen "weil das damals halt so war" was mal wieder ein typisches, falsche Klichee ist.
    Speziell wenn man verschiedene Mächte haben will, die halt nicht "böse" sind, machen Angriffe auf Zivilisten doch eh keinen Sinn? :hmm:

    Für mich spielen hier verschiedene Dinge zusammen. Zum ersten ist es ein Unterschied, ob auf der stategischen Ebene (1) eine Vernichtung der nicht kämpfenden Bevölkerung angestrebt wird oder ob das eher auf einer taktischen (2) oder auch ungeplant-zufälligen (3) Ebene passiert. Kurze Beispiele: die Nazis im zweiten Weltkrieg führten (auch) einen strategischen Vernichtungskrieg in Osteuropa, d.h. es war (vielleicht nicht immer, aber langfristig schon) das Ziel, die dort lebende Bevölkerung zu vernichten oder zumindest umzusiedeln, damit dort Platz für deutsche Siedler gibt. So wahnsinnig viele weitere Beispiele fallen mir da nicht ein, vielleicht noch der ein oder andere Krieg der Römer, z.B. gegen Karthago :hmm:

    Auf taktischer Ebene würde ich es eher so sehen, dass man billigend in Kauf nimmt, dass Teile der Bevölkerung während der Auseinandersetzung sterben, etwa dann, wenn man Dörfer und Städte plündert, um die eigenen Truppen zu ernähren. Auch die Bombardierung von Städten, um Infrastruktur zu zerstören und psychologisch den Kampfwillen der Bevölkerung zu schwächen zählt für mich dazu (weder hatte Hitler vor, z.B. die komplete britische Bevölkerung zu vernichten, noch hatten die Briten vor, alle Deutschen zu töten, aber beide Seiten haben auch gezielt zivile Ziele angegriffen, um die Aufgabe des Gegners & damit einhergehend eine neue geo-poitische Situation herbeizuführen (strategisches Ziel)). Im Prinzip kann man das immer dann so sehen, wenn eine Stadt (als wirtschaftliches Zentrum eines bevölkerten Landstrichs) angegriffen wird, um damit den Widerstand des Gegners zu brechen und Kontrolle über den Landstrich zu erlangen.

    Mit ungeplant-zufälligen Ereignissen meinte ich eigentlich, dass siegreiche Soldaten direkt nach der Eroberung einer Stadt Teile der Bevölkerung töten, um die während der Kampfhandlungen aufgestauten Emotionen abzubauen. Irgendwie kann das aber in (1) und (2) enthalten sein :hmm:

    Es ist halt doch etwas komplexer.

    Im Grunde gefällt mir die Auseinandersetzung der Römer mit den Karthagern in den drei punischen Kriegen hier sehr gut, weil es ein Beispiel aus der Antike ist, das damit beginnt, dass die beiden Parteien um die Vorherrschaft im südlichen Mittelmeer kämpfen, ohne dass der eine oder andere vorhatte, den jeweils anderen vollständig zu vernichten. Im dritten punischen Krieg drehte sich das aber auf Seiten Roms, so dass die Legionen gezielt Karthago zerstörten, schleiften und die Felder drum herum mit Salz unfruchtbar machten, so dass eine erneute Besiedelung (und Erstarken) Karthagos eher unwahrscheinlich machte. Zugegeben, das ist jetzt kein Vernichtungskrieg, der auf biologische Vernichtung (d.h. jedes einzelnen Mitglieds des Volkes) abzielt, aber ein symbolischer / kultureller Vernichtungskrieg, der das Zentrum und das Selbstverständnis der Karthager zerstören sollte. :hmm: Soll heißen, man kann ein Volk auch dadurch zerstören, dass man es versklavt und in alle Ecken und Enden des eigenen Reiches verstreut.

    Zum Abschluss muss ich noch eingestehen, dass das "Work in Progress" ist. Bin mir selbst noch nicht so hundertprozentig sicher, ob es sinnvoll ist, mit eher modernen Begriffen (Zivilisten, Strategie / Taktik eines Krieges, Volk...) über antike oder fantastische Kriege nachzudenken :pardon:

    kalkwiese Ich hab vor Jahren Frankenstein mal begonnen auf Englisch zu lesen, fand das aber damals ziemlich langweilig. Vermutlich hauptsächlich deswegen, weil die Erwartung zu stark von den medialen Klischees von Frankensteins Monster geprägt war und ich doch auf etwas mehr Action gehofft hatte.


    Spannende Fragen...

    Was bisher NICHT vorkommt, obwohl das Monster bereits lebt, sind: Ein Gehilfe namens Igor. Wer hat dieses Klischee eigentlich erfunden? Und der Ausruf "ES LEEEEEEBT!", der kam auch nicht vor. :hmm:

    Cory Thain

    Ich verstehe noch nicht ganz, was für Probleme du meinst. Für mich setzt sich ein Problem (manchmal) aus einer Ausgangssituation, einem Hindernis und dem gewünschten Zielzustand zusammen.


    Mal ein Beispiel


    Ausgangssituation: Frodo besitzt den Ring der Macht. Es ist für (fast) alle klar, dass der Ring zerstört werden muss.


    Gewünschter Zielzustand: Frodo wirft den Ring ins Feuer des Schicksalsbergs in Mordor.


    Hindernis(se):

    "One does not simply walk into Mordor." :D Es ist allen klar, dass der Weg zum Schicksalsberg voller Gefahren ist und Frodo es nicht alleine schaffen kann (das wäre für ihn ein unlösbares Problem!). Daher ist ein mögliches Hindernis, dass die Gemeinschaft zerbrechen könnte und Frodo alleine da steht. Der Ring spielt hier eine große Rolle, weil er die Macht hat, andere zu verführen.

    Weiter Hindernisse ergeben sich durch die Geographie Mittelerdes: Frodo etc können nicht direkt an Isengard vorbei (wegen Sarumans Verrat), nicht über den Caradras (wegen Schnee etc) also müssen sie durch die Minen von Moria. Schon am Anfang ist da wieder ein Hindernis, nämlich das Rätsel, das Tor zu öffnen (das ist besonders schön für unsere Diskussion, weil die Lösung ja auf der Tür steht - "Sprich 'Freund' und tritt ein." Das ist also ein Beispiel, wo die Lösung des Problems so offensichtlich sein kann, dass die Helden es nicht sehen).

    Würde ich jetzt versuchen alle Hindernisse von Herr der Ringe aufzuzählen, dann müsste ich wohl das ganze Werk kurz nacherzählen :hmm: Das mach ich mal nicht, sondern möchte nur noch auf eine Sache eingehen: Tolkien hat übergeordnete Themen / Motive, die er an unterschiedlichen Hindernissen klar macht. Die Wichtigkeit von Freundschaft gehört für mich z.B. dazu. Wie gesagt, Frodo schafft es alleine nicht, das Problem zu lösen. Und ohne Sam würde er spätestens in Mordor scheitern.


    Vielleicht hilft es dir, die Probleme deiner Charaktere so aufzudröseln. Unlösbare Probleme können sich dann wie Sensenbach gemeint hat, aus innernen oder äußeren Ursachen ergeben. Diese Herangehensweise beisst sich aber vielleicht ein bisschen mit dem, was Thorsten geschrieben hat :hmm: Ich gebe aber offen zu, dass es mir nicht so viel hilft, bei Problemen von Oberfläche und Struktur / Verdrahtung dahinter zu sprechen :pardon:

    Heyho, Der Wanderer

    Ich bitte, Euer Augenmerk auf die Bücher von Katherine Kurtz zu richten,

    Da hab ich mal "Camber von Culdi" gelesen. Das war tatsächlich ziemlich spannend, aber trotzdem sehr behäbig, wenn ich mich richtig erinnere :hmm: Und es hatte einen sehr trockenen Stil. Also so richtig hat es meinen Geschmack nicht getroffen und daher ist es unter meinem Radar geblieben als ich über Werke für einen Kanon nachgedacht habe. :pardon: Vielleicht zu unrecht.


    Mir ist jetzt gerade noch die Reihe His Dark Materials (1995-2000) von Philip Pullman eingefallen. Dazu gehören die Romane The Golden Compass (1995), The Sublte Knive (1997) und The Amber Spyglas (2000). Das war auch ein eher schwierig zu lesendes, aber wenn man sich ein bisschen hineingefunden hatte, spannendes Werk, das für mich besonders durch cooles World-Building begeistert. Darunter gehört z.B. dass jeder (magiebegabte?) Mensch von einem Dämon / Spiritanimal begleitet wird, das anfangs (also bis in die Pubertät hinein) noch seine Gestalt wandeln kann, dann aber irgendwann eine feste Form annimmt. Die tierischen Fähigkeiten kann der jeweilige Mensch dann ggf. auch nutzen, also z.B. durch die Augen des Falken sehen, wenn der am Himmel fliegt. Das ist natürlich höchst praktisch ^^

    Evtl. merkt man schon, dass daran auch eher psychologische und philosophische Themen (Individualisierung, Erwachsen-Werden) angesprochen und phantastisch bearbeitet werden. An viele Details der Handlung kann ich mich nicht mehr erinnern, nur das der Hauptcharakter, die anfangs noch eher kindliche Lyra, in einer apokalyptischen Schlacht als Teenager gegen ihren Vater antritt. So ganz weiß ich es ehrlich gesagt aber nicht mehr, aber es war schon ziemlich cool, aber auf Englisch auch anspruchsvoll zu lesen. Vielleich muss ich das demnächst nochmal lesen. :hmm:

    Hallo und herzlich willkommen im Forum, Melonia :hi1:


    Viel Spaß beim Herumstöbern, Ausgraben von Geschichten und Theman, die dich interessieren, und bei den vielen Diskusisonen. Ich wette, dass da was für dich dabei ist ^^

    Naja, ich hatte da mal die Sammlung "Das Reich der Träume - Keltische Sagen und Legenden" von Fiona Macleod. Das war einfach unlesbar mMn, so eine blumig verschwurbelte Sprache habe ich noch nie gelesen. Das hab ich mal reduziert in einem Laden gekauft und dann doch irgendwie bereut.

    Das ist dann in einen offenen Bücherschrank gewandert. Vielleicht hatte ja doch noch jemand Spaß dran

    Ha, das hatte ich schon erfolgreich verdrängt! Das hab ich auch und empfand es auch als grauenvoll. Bei mir war's auch reduziert irgendwo und da ich Sagen an sich interessant finde, hab ich's halt mitgenommen. :rofl:

    Gibt es den Bücher, die aus der Hand gelegt habt, weil ihr gesagt habt. Thema verfehlt oder ist doch nicht meins oder oder.

    Ich denke, die gibt es doch bei fast jedem. Alternativ wären für mich da auch Bücher drin, die man gelesen hat und kein zweites Mal lesen wird. Also DEFINITIV nicht.


    Joe Abercrombies The Blade Itself war bei mir eines der Bücher, das ich beim ersten Anlauf auch schnell wieder weggelegt hatte. Der Grund war einfach der, dass in den ersten Kapiteln keiner der Charaktere in mein Konzept eines Helden gepasst hat. Der eine wird mit seiner Kämpfertruppe von Monstern überfallen, während er seine Fußnägel schneidet... :schiefguck: und entkommt beim Sturz über eine Klippe nur durch Zufall dem matschigen Tod auf unerbittlichem Fels... und ein anderer ist ein verbitterter, zynischer Inquisitor, der als junger Anführer heldenhaft einen Kavallerieangriff angeführt hat und nach Jahren der Folter und Gefangenschaft als Krüppel in seine Heimat zurückgekehrt ist, wo nun Treppen seine größten Feinde sind und er ständig an seinen leeren Zahnfleischtaschen saugt, wo ihm die Zähne herausgebrochen wurden... Damit konnte ich beim ersten Anlauf überhaupt nichts anfangen. Aber da ich das Buch und die beiden Folgeromane für o.g. Seminar lesen musste, musste ich es lesen. Jetzt gehört die Trilogie (The First Law) zu meinen absoluten Lieblingsbüchern und von Joe Abercrombie werde ich vermutlich bis ans Ende meiner Tage alles lesen.