Beiträge von Asni

    Ich hab verschieden dickes Leder bei mir herum zu liegen, da werde ich wohl mit einem alten Restleder anfangen die Maße raus zu finden und mich dann zum besseren Leder hocharbeiten, das sollte eigentlich fest genug sein das es in der Schnabelform bleibt ohne das ich einen Kern brauche.

    Ohne dass ich da jetzt irgendeine Ahnung von hätte, würde ich trotzdem eine stabilisierenden Unterbau verwenden. Mein erster Gedanke war Hasendraht, also so draht, den man für Hasenkäfige oder eben auch verschiedene Modellbauprojekte verwendet. Keine Ahnung, ob du sowas vorrätig hast oder ein bisschen was bekommen kannst, aber ein Versuch wär's wert.

    Gerade habe ich "Hotel Lux" angeguckt. Eine deutsche Produktion, Typ schwarze Komödie. Der Hauptprotagonist Hans Zeisig ist Schauspieler im Jahr 1933 (zumindest zu Beginn), eigentlich völlig unpolitisch, aber das hält ihn nicht davon ab, im Varieté Josef Stalin zu mimen. Sein Kumpane und bester Freund Siegfried "Siggi" Meyer spielt ergänzend dazu Adolf Hitler. Natürlich gefällt die Art von Theater nicht jedem im beginnenden Tausendjährigen Reich, zumal der falsche Hitler in Wahrheit Kommunist ist und schon deshalb von der Gestapo gesucht wird. Nun, nach einigen Wirren verliert Hans seinen Freund Siggi aus den Augen, wird selbst gejagt und kann sich mit falscher Identität nach Moskau flüchten. Dort kommt er im namensgebenden Hotel Lux unter, das als Anlaufstation für deutsche Exil-Kommunisten dient. Dort treffen wir eine ganze Menge bekannter Leute, wie Walter Ulbricht und weitere, deren Namen ich jetzt schon wieder vergessen habe. Insgesamt gibt's ne Menge Lacher, aber auch durchaus einen eher düsteren Hintergrund, der mMn doch ziemlich eindrücklich inszeniert ist. Säuberungen, d.h. Verschleppung und Hinrichtung von Trotzkisten gehören genauso dazu wie ein paranoider Stalin und ständige Bespitzelung durch den Geheimdienst.


    Da Sterne im Film eine besondere Rolle spielen, gebe ich mal ein Urteil in 5 von 5 Sternen ab. Schöner Film! ^^

    Ui... ich müsste mal updaten.

    Mit "Camber von Culdi" bin ich mittlerweile schon durch. Das war ein tolles Buch! Etwas ungewohnt, weil halt aus den 70er (glaube ich), aber durchweg sehr spannend und mit einem tollen Stil und fast minimalistischem Setting.


    Und auch zwei weitere Bücher aus der Hexer-Saga von Sapkowski hab ich durchgelesen. Gerade gestern bin ich mit "Der Schwalbenturm" fertig geworden. Ich mag den Schreibstil Sapkowskis sehr gerne, auch wenn er manchmal etwas verwirrend ist. Ständig gibt's kleine Zeitsprünge, Berichte darüber, was passiert ist und dann erlebt man das "normal" wie es passiert. Und er baut tolle Wiederholungen ein.

    Als nächstes liegt nun "Die Dame vom See", der abschließende Teil der Saga, neben meinem Bett bereit.

    Gestern hab ich mir "The Bad Batch" angeguckt. Irgendwie steh ich mehr auf Independent-Art-House-Filme als auf Hollywood-Produktionen :hmm: Zugegeben, es ist keine seichte Unterhaltung, sondern eher etwas bedrückend, aber dennoch ein interessanter, guter Film. Wer Kaninchen gerne hat, sollte den Film nicht angucken oder kurz vor Ende besser aufhören.

    Ich war gerade auf der Suche nach Filmen auf Netflix mit britischem Akzent und bin bei einer Google-Suche auf "Mindhorn" gestoßen. Die Beschreibung klang schön skurril, also hab ich mir den gerade mal angeguckt.

    Ja, skurril trifft es ganz gut, denke ich. Ich hab mich köstlich amüsiert. :rofl:



    Für Interessierte die Beschreibung:

    Zitat

    Mindhorn – When a killer says he'll only speak to a fictional detective, police track down the actor who played him.

    Und Jessica Barden (The End of the f***ing world) spielt auch mit, wenn auch nur am Rande.

    Ich interpretiere den letzten Satz als das Ende? :D Falls ja, dann herzlichen Glückwunsch zum Abschluss :>

    Ja, richtig interpretiert. Dankeschön ^^

    Kein Blick zurück


    Die Wahl war keine Wahl gewesen. Für Saira nicht und für Argon sowieso nicht. Trotzdem hatte das Mädchen dem Priester nicht geantwortet, sondern ihn nur mit kaltem, beinahe hasserfülltem Blick fixiert. Argon hatte sie schließlich bei der Hand ergriffen und zurück zu ihrer Hütte geführt, während sich die Dorfbewohner lärmend langsam zerstreuten.

    Argon lächelte, während er mit nun verbundenen Armen das Nötigste für eine Reise zusammenpackte. Er war stolz auf Saira. Auch wenn sie es selbst noch nicht so wahrnahm, nicht sofort ihre Wahl zu treffen, war ein Zeichen ihrer Unabhängigkeit und Freiheit. Oder könnte es sein, wenn es die richtigen Leute weitererzählten.

    „Hier, den müssen wir mitnehmen,“ Saira streckte ihm einen großen, reich verzierten Topf hin. „Darin hat Mama immer die Festtagseintöpfe gekocht.“ Ihre Stimme klang traurig, trotzdem schüttelte Argon den Kopf.

    „Er ist zu schwer und zu groß für uns zwei.“ Saira nickte, doch ihre Augen drückten ihren Missmut darüber aus. „Ich weiß, dass es schwer ist, loszulassen…“

    „Ach ja?“ fuhr sie ihn an. „Was weißt du schon davon?“ Wütend ballte sie die Fäuste. Argon bemühte sich, einen warmen, verständnisvollen Ton zu treffen und nicht vorwurfsvoll zu klingen.

    „Meine Eltern lebten vom Viehdiebstahl. Ein festes Zuhause, so wie du es hier hattest, voller Geborgenheit und frei von Angst kannte ich nie. Ich glaube nicht, dass ich je ein volles Jahr in der gleichen Hütte verbracht habe. Nach einem Diebstahl folgte unweigerlich die Flucht in ein abgelegenes Bergtal, wo wir ein wenig ausharrten, eine alte Ruine notdürftig herrichteten und wir ganz allgemein Mangel litten. Mangel an allem. Liebe, Wärme, Geborgenheit. Ich weiß, dass du gerade eine schwierige Zeit durchmachst. Ich weiß es aus eigener Erfahrung. Aber früher oder später musst du loslassen.“

    Saira blickte ihn mit großen Augen an. Dann nickte sie.


    Die beiden verließen das Dorf in Richtung Süden. Nur Sairas Nachbarn und ihre Freunde hatten sich von ihr verabschiedet und ihr viel Glück für ihr weiteres Leben gewünscht. Von ihrer Familie, allen voran Lokesch, hatte sie niemanden mehr gesehen. Saira war froh darum gewesen. Nichts Gutes hätte daraus erwachsen können. Dem Priester war sie die Antwort endgültig schuldig geblieben. Er hatte es nicht verdient, dass sie auch nur ein einziges Mal mit ihm sprach. Ihre Tat würde Antwort genug sein.

    Ein paar kleine Jungs und Mädchen begleiteten sie noch ein Stück weit die staubige Straße entlang, bevor die Rufe ihrer Mütter sie zum Dorf zurückeilen ließen.

    Saira ging den Weg mit gemischten Gefühlen. Einerseits entfernte sie jeder Schritt weiter von ihrem Zuhause und der Geborgenheit im Schoß der Familie, die sie dort lange hatte erleben dürfen. Andererseits aber war jenes Gefühl in den letzten Tagen langsam dem der Bedrohung ihrer Freiheit gewichen. Nun begann ihr Herz leichter zu werden. Sie fühlte sich unbeschwert und frei. Und erwachsen.

    Ihr Blick fiel auf den kleinen, schmucklosen Topf, der nun hinten an dem großen Bündel, das Argon auf seinem Rücken trug, baumelte. Der Krieger hatte ihr versichert, dass er nur nützliche Dinge eingepackt hatte. Er wollte schnell Land gewinnen. Saira vermutete, dass er befürchtete, die jungen Männer ihres Dorfes würden Rache an ihm nehmen wollen. Sie glaubte das nicht. Der Priester hatte ja gesagt...

    Aber der Priester hatte auch mit keinem Wort angedeutet, vor was für ein Wahl er sie stellen würde. Unwillkürlich ballte sie wieder die Fäuste, als sie erkannte, dass er versucht hatte, sie in jedem Fall im Dorf zu behalten. Dabei ging es ihm aber natürlich nicht um eine junge Frau, die wertvoll für die Gemeinschaft hätte sein können. Nein, ihm ging es darum, ihren Willen nach Freiheit und einem selbstbestimmten Leben im Keim zu ersticken.

    Diese und ähnlich aufwühlende Gedanken beschäftigten sie, während sie sich langsam immer weiter vom Dorf entfernten.


    „Da wo die Sonne rotgolden über dem Land versinkt... Ist es das wogende Land, Kanja? Ist es das?“ Argon lächelte. Immer nannte sie ihn jetzt Kanja. Sollte er sich nun als Kanja fühlen? Was gefiel ihm lieber? Argon oder Kanja?

    „Ich weiß es nicht, Saira.“

    „Warst du noch nie dort?“

    „Nein. Ich war nur in allen Ecken eines Landes, dass mehr Kämpfe gesehen hat als Vögel am Himmel fliegen.“

    „Liegt dieses Land vor uns?“

    „Nein, hinter uns.“

    „Dann lass uns so weit wie nur möglich von dort weggehen.“

    Argon nickte zustimmend. Die Wunde in seiner Brust pochte dumpf. Es war eine gute Idee, das Land der Kämpfe hinter sich zu lassen. Elivia hinter sich zu lassen. Vielleicht das wogende Land zu sehen, falls es das wirklich gab, und Kanja zu werden. Kanja... er wiederholte den Namen noch einige Male in seinem Kopf. Als weithin bekannter Krieger Argon war er von einer Klippe ins kalte Wasser gesprungen und als Kanja ging er nun zusammen mit einer jungen, hübschen Frau einer ungewissen, aber doch hoffnungsvollen Zukunft entgegen.

    Ich gucke gerade "The Mandalorian" (Star Wars). Irgendwie hab ich noch keine abgeschlossene Meinung dazu, aber überragend ist die Serie bisher nicht. Eher ziemlich fad und vorhersehbar, zu sehr auf optische Reize fokussiert, die auf mich ziemlich unlogisch wirken. Die Stormtrooper mit ihren nutzlosen Plastikrüstungen stören mich dabei gar nicht mehr, aber eine Gruppe von Bauern, die quasi überhaupt keine Technologie haben (außer einen Droiden, der einen kleinen Gleiter steuert) und gekleidet sind wie im europäischen Mittelalter - dafür allerdings viel zu einheitlich, aber jegliche Technologie als normal wahrnehmen... irgendwie passt mir das nicht so richtig zusammen. Und immer mehr stört mich, dass gerade StarWars-Held*inn*en in den neueren Filmen alles können: kämpfen, Raumschiffe fliegen, Raumschiffe reparieren, etc. Wäre es nicht viel, viel spannender mehr auf eine Gruppe von Leuten zu fokussieren, die sich verschiedene Arbeiten und Spezialisierungen teilen? Da wäre auch mehr Platz für gute Dialoge, kleinere Machtkämpfe, Witze, zwischenmenschliche Spannungen (bzw. zwischen verschiedenen Spezies).

    Vermutlich bin ich einfach nicht (mehr) das intendierte Zielpublikum der Serienmacher...

    Sehr cool, Alcarinque . Danke für den Link! Das ist schon echt spannend, wie sich die Vorstellungswelt bzgl. "mythischer" Kreaturen entwickelt hat. Das könnte man schön mal in eine Geschichte mit einbauen :hmm:

    Hm... schon gut und spanned, aber ich glaube, bei mir ist jetzt tatsächlich die Länge erreicht, nach der ich mit einer Auflösung und einem Ende rechne und mich die Kliffhanger eher stören als dass ich sie spannend finde. Die Idee mit dem Zusammensetzen des Eisblocks finde ich irgendwie nicht so kreativ. Das kann aber auch daran liegen, dass der Troll aus meiner Sicht relativ farblos bleibt. Das ist natürlich sehr eine persönliche Geschmacksfrage und du solltest es natürlich nicht so schreiben, dass es mir gefällt, aber ich sag trotzdem, was mir spontan einfällt, das mir gefällt: Ich würde bei einer solchen Szene (und dann rückwirkend natürlich insgesamt) versuchen, den Trollkönig verspielter, vielleicht etwas gemeiner, aber auch gleichgültiger erscheinen zu lassen. Sozusagen in der Art, dass es ihm eigentlich egal ist, wer / was in seiner Eiskammer gefangen ist, solange es schön anzusehen ist und ihm damit die langweilige Zeit in den Bergen verkürzt. Was wäre da spannender, als einem verzweifelten Jungen dabei zuzusehen, wie er ein Seelengefäß wieder zusammenpuzzelt? Mein Twist wäre noch, dass das völlig irrelevant ist und es dem Troll nur um die eigene Unterhaltung geht.

    Ich verstehe jetzt auch immer mehr, was Thorsten mit dem Spagat zwischen märchenhaft und realistisch meint, weil es für mich bauchgefühlsmäßig für ein Märchen "zu lang" ist (so ganz überzeugt mich meine Formulierung nicht; das Märchenhafte fehlt mir irgendwie, ohne dass ich den Finger drauf legen könnte, wo genau das wie passiert). Und mein eigener Geschmack geht mehr in Richtung realistisch :hmm: Im Märchen wäre mir die Frage egal, warum der Trollkönig schöne Dinge sammelt. Er tut das einfach. Je realistischer es wird, desto mehr interessiert mich eine nachvollziehbare Erklärung für sein Verhalten.

    Hastig stolperte Johannes ihm nach, denn nichts wollte er weniger als den Herrscher verärgern. Das würde jede Hoffnung auf ein gutes Ende seiner Reise zerstören.

    Ist das nicht wieder etwas zu spät? Ich meine Johannes hat seinen Zorn gegenüber dem Trollkönig ja schon zum Ausdruck gebracht. Vielleicht passt ein "den Herrscher noch mehr zu verärgern" ganz gut.


    Ein etwas kürzerer Teil als sonst, scheint mir zumindest so :hmm: Hoffentlich kommt's jetzt bald zur Auflösung! Ich bin neugierig und gespannt! ^^


    Hey, Drachenlady2001 ,

    nachdem ich gestern Abend einen Streit hatte.

    Ich bin auf Eure Kommentare gespannt

    Hm... das finde ich eine ungünstige Kombination. Zu den Gedanken und Gefühlen, die du durch den Streit hattest, kann und werde ich nichts sagen, nur zu dem Text, wie er hier steht. Ich gehe einfach mal davon aus, dass du etwas darüber erfahren möchtest, wie ich (bzw. andere Leser*innen) die Darstellung von Gedanken und Gefühlen hier finden.


    Und weiter geht's!

    Mir hat mal jemand gesagt, ich würde sehr auf Details achten und manchmal dazu neigen, jedes Wort zweimal umzudrehen... Nun ja, stimmt wohl ^^ Das nur zur Einordnung mancher Kommentare im Spoiler

    Ich hab diesmal nur eine kleine Anmerkung:


    „Wie kann man jemand die Seele nehmen?“

    Das müsste "jemandem" heißen.

    Ansonsten gefällt mir der Teil auch wieder gut. Und ich frage mich, auf welche Art Johannes seine Mutter retten wird. Ich hab da so ein paar Ideen... bin gespannt :D

    Tariq ja, gefällt mir so besser. Vor allem die kahlen Hautstellen der Trolle werfen gleich Fragen auf und für mich passt das gut zu der Hintergrundstory von vertriebenen Trollen, die in den kargen Bergen ums Überleben kämpfen müssen. Die Eisennadeln im Fell finde ich auch eine coole Vorstellung! Hab ich bisher so, glaube ich, noch nicht gelesen :hmm:

    Stadtnymphe stimme ich bei der Sache mit den Augen ein bisschen zu. Mehrere ist eigentlich unklar, aber im Vergleich zum Normalen - also den Menschen - wird mMn schon auch klar, dass es mehr als zwei sein müssen. Eine gute Lösung hab ich jetzt auf die schnelle leider nicht parat.

    Außerdem ist die Beschreibung tatsächlich sehr lang, bevor irgendeine Art von Dialog startet. Ich als Leser frage mich da schnell, was in der Zeit passiert, in der ich nur die Beobachtung mache. Währenddessen steht ja die Zeit nicht still. Vielleicht könnte man die Beschreibung in die aktive Handlung (nicht nur herumstehen und sich anstarren) einfließen lassen. So wird es gleich noch spannender.

    Interessant, dass du das so siehst. Mir geht das gar nicht so. Gerade was die Zeitgestaltung angeht, könnte man viel mehr mit Zeitdehnung / -streckung und -raffung arbeiten. Für mich ist die erwähnte Stelle genau so: Es dauert höchstens einen kleinen Augenblick, die Trolle zu sehen, viele Details wahrzunehmen (Fellfarbe, kahle Stellen, Körperbau, Speere, etc.) und diese mit der eigenen Erinnerungen an die Geschichten über Trolle abzugleichen, aber wesentlich länger, das alles zu beschreiben.

    Die Idee, durch weitere Handlungen den Ablauf spannender zu gestalten, finde ich hier persönlich nicht so gut. Natürlich kann es funktionieren, aber in der Geschichte hier stelle ich mir das so vor, dass Johannes hinter einem Stein oder so hervorlugt oder gerade über einen Felsbrocken ein Stück weitergeklettert ist und dann für ein paar Atemzüge einfach nur dasteht und die Trolle beobachtet.

    Was mir gerade etwas unlogisch vorkommt ist, dass abseits in den Bergen tagtäglich zwei Trolle vor dem Tor stehen und Wache schieben, obwohl vielleicht zu erwarten ist, dass wochenlang nichts, d.h. kein Mensch (oder fremder Troll) auf ein Pläuschchen vorbeikommt, geschehen wird :hmm: Finde ich aber nicht schlimm.