Beiträge von Cory Thain

    ob ich mit meinem doch sehr bescheidenen Wissen überhaupt etwas Hilfreiches zum Forum beitragen kann

    ... ich denke, Wissen ist nicht alles-entscheidend. Viele wollen erfahren, wie ihre Texte auf den Leser wirken, ob es Stolperstellen gibt, die der Autor übersehen hat, den Leser aber stutzen lässt. Ob die Dinge beim Leser ankommen, die der Autor aussenden wollte. Also eher die emotionale Ebene.

    Natürlich gibt es hier auch Leute, die dir ein Lektorat um die Ohren zimmern können, dass du nur so schlackerst, aber das ist nicht die Grundintention des Forums. (Aber ja, man kann und darf auch lernen wollen! ^^ )

    denn ich bin ja schließlich keine echte Autorin.

    ... doch! Das bist du! Du schreibst. Geschichten vom Werden, Sein und Vergehen. Von Wegen, die man geht oder vermeidet, von Konflikten und Harmonie... DU BIST AUTORIN! Es ist völlig unerheblich dabei, ob und wieviele Leser du haben wirst. Worte auf Papier (oder adäquaten Untergründen) machen dich zum Autor...


    Tja, da kannsu nix mehr dran ändern. ^^ Isso!


    Herzlich willkommen!

    Ich habe keine "feste Zeit" zum Schreiben. Ich hock mich an den Schreibtisch, gugg ä bissel dumm und warte drauf, dass mir der Tag sagt, was er möchte. Und das mach ich dann.

    Musik ist zum Schreiben ein absolutes No-Go. Ich muss meine eigenen Gedanken hören können, sonst wird das nix. (Malen und Stricken geht allerdings mit Musik, aber zwinglich notwendig ist das Geräusch nicht.)

    Es ist extrem hilfreich, eine Kanne Getränk neben der Tastatur zu haben, damit ich nicht "dauernd" aufstehen muss zum Tanken. Dabei kommts auf die Tageszeit und die Jahreszeit an, was für ein Getränk. Da ist von Wasser, Tee und Sirup bis hin zu Kaffee alles möglich. Nur Allohol brauch ich nicht (aber sonst halt auch nicht, vielleicht deswegen). Kerze und anderes Ambiente-Schnick ist nicht vorhanden und wird auch in keinster Weise vermisst...


    Darf ich dich etwas fragen? Vermutlich bin ich nur nicht richtig "wach", aber ich verfitz mich in deinem Titel:

    über den Einfluss von Literatur und Buchmarkt durch menschliche und künstliche Intelligenz

    Meinst du den Einfluß, den Literatur und Markt auf die Intelligenz haben oder den Einfluß, den die Intellengenz auf Literatur und Markt hat? :huh: Ist jetzt nicht wirklich wichtig, bin halt nur drüber gestolpert...:rolleyes:

    Das Ergebnis von zwei Tagen... ich glaub, ich werd in Rente sein, ehe das "Ding" (TM) fertig ist...

    Seelensplitter 40

    Der Weg zum Chinaimbiss war viel zu kurz. Es war überaus angenehm, so eingezwängt zwischen den Männern zu sitzen. Jonna ärgerte sich ein bisschen, kein weiter weg gelegenes Lokal genannt zu haben.

    In der Imbissbude bekam der Inhaber große Augen, als die Männer ihre Bestellung aufgaben. „Seid Ihr schwanger? Oder was?“ erkundigte sich Jonna.

    Raoul lachte: „Ne, nur hungrig! Du hast uns ja vom Mittag abgehalten.“

    „Tut mir leid“ tat Jonna zerknirscht.

    „Muss es nicht! So haben wir uns schön schnell wiedergesehen! Da verschiebt man gern eine Mahlzeit… Was möchtest du haben?“ Marc sah Jonna interessiert an.

    „Nix! Hab kein Geld dabei!“ erwiderte Jonna ehrlich.

    „Wir übernehmen das!“ Anthony lächelte zuvorkommend.

    „Dann hätte ich gerne…ähm… die Frühlingsrollen und die Suppe!“

    „Reicht dir das?“ Raoul war skeptisch.

    „Zur Not hol ich mir dann noch was… aber ich glaub schon!“


    Anthony wählte einen Tisch in der Ecke, von wo man gut durch den ganzen Raum schauen konnte und die Tür im Blick hatte. „Wolfsgetue!“ sagte er schulterzuckend und setzte sich. Jonna schob sich neben ihn und bekam als weiteren Tischnachbarn Raoul. Marc und Patrick saßen auf der anderen Tischseite, mit dem Rücken zur Tür. Anthony schob seine Hand offensiv auf Jonnas Knie, lächelte sie kurz an und wandte sich dann seinem Neffen zu: „So dala! Jetzt erzähl, was passiert ist, Patrick!“

    Der junge Mann suchte kurz nach Worten: „Ich… ich wollte zu Michels Geburtstag. Sein 18…“ Anthony nickte. „Aber als ich in Schweese ankam war niemand da…“

    „Wie jetzt „Niemand“? Keiner im Rudelhaus?“ fragte Anthony nach.

    „Niemand! Keine Seele! Weißt du, wie Ferienhäuser aussehen, die Winterfest gemacht worden sind? SO sah das Rudelhaus aus. Alle Betten abgezogen, Wasser und Strom abgestellt, keine Lebensmittel in den Schränken, alle Pflanzen von den Fensterbrettern geräumt…“

    „Und sie haben dir nichts gesagt?“

    „Nein… ich kam da an, völlig ahnungslos. Ich meine, sie wussten, dass ich an dem Wochenende kommen wollte. Meine ganze Familie hat meine Telefonnummer… Linna hat meine Nummer! Warum haben sie nicht…“ Patrick unterbrach sich, um erneut Tränen zurückzukämpfen.

    Anthony zog seine Hand von Jonnas Knie zurück, um nach dem Arm seines Neffen zu greifen: „Und Linna? Wenn sie deine Gefährtin ist, müsstest du sie doch spüren können?! Geht es ihr gut?“

    Patrick sah seinen Onkel verlegen an: „Wir haben uns noch nicht markiert…“

    „Oh… verstehe!“ Anthony wirkte, als sei das nicht so ungewöhnlich.

    Jonna hingegen ließ den Löffel fallen: „Markiert?“ fragte sie angewidert „Ihr pullert eure Frauen an???“


    Das brachte ihr verblüffte Blicke von 4 Männern ein. „Das ist… nich hübsch!“ Jonna versuchte, ihren Widerwillen etwas abzumildern. Wer war sie schon, Leute zu verurteilen, die sie ehrlicherweise nicht wirklich kannte. „Mich pullert ihr aber nicht an…! Das könnt ihr vergessen!“

    Jetzt erst bewegten sich die Männer. Marc schob seine Hand über den Tisch und fasste nach Jonnas Hand: „Wir sind keine Hunde!“ sagte er leise.

    „Okay…“ Jonna zog ihre Hand weg. „Wie markiert ihr dann eure Frauen?“

    „Erstmal „ begann Anthony „erstmal markieren wir uns gegenseitig. Und dann…“ Anthony holte tief Luft und sah Jonna nachdenklich „reden wir später darüber, okay?“

    „Warum?“ fragte Jonna genervt „denkt ihr, ich würde es nicht kapieren?“

    Raoul beugte sich leicht vor, um ihr ins Gesicht zu sehen: „Nein, denken wir nicht. Aber es könnte sein, dass du unsre wahre Art, Gefährten zu markieren, noch weniger mögen wirst…“

    „Ach?“ fragte Jonna aggressiv „dann könnt ihr das erst recht vergessen, was immer das auch ist!“

    „Jonna, bitte! Wir sollten wann anders darüber reden! Jetzt ist ein ungünstiger Zeitpunkt!“ Anthony machte eine winzige Geste in Richtung Patrick, der unglücklich in seinem Essen stocherte.

    Jonna sah hinüber und schluckte. Ja, eine verschwundene Familie war wirklich wichtiger… Sie würde den Jungs schon klar machen, dass sie keine blöden Spielchen mit sich spielen lassen würde. Aber halt wirklich nicht jetzt. Jonna nickte: „Ja, habt recht! Darüber reden wir, wenn wir Patricks Leute gefunden haben…“


    „Danke, Kleines!“ sagte Anthony warm und wandte sich wieder seinem Neffen zu: „Hast du das Rudelhaus gründlich abgesucht nach Hinweisen?“

    „Ja, natürlich! Mehrmals sogar!“ Patrick war entrüstet „Hältst du mich für blöd?“

    „Nein, natürlich nicht!“ beschwichtigtre Anthony „aber… ich würde da selber gern guggen gehen, okay?“

    „Weil ich doch blöd bin…?“ Patrick starrte seinen Onkel böse an.

    „Nein! Weil fremde Augen vielleicht etwas sehen, was du in deiner Gewöhnung nicht mehr wahrnimmst…!“

    Patrick sackte resignierend in sich zusammen. Sein „Natürlich… macht ruhig!“ klang, als sei er wenig vom Erfolg überzeugt.

    „Okay, dann essen wir hier schnell noch auf, fahren nach Leipzig und packen dort ein bissel was zusammen… und dann ab nach Schweese.“ Anthony griff sein Besteck und begann, eilig die fast kalten Nudeln runterzuschlingen.

    „Prima! Wenn ihr was gefunden habt, ruft ihr mich an?“ fragte Jonna und griff nach ihrem letzten Frühlingsröllchen.

    „Anrufen?“ echote Anthony mit vollem Mund „Ich dachte, du kommfd midd“

    Jonna zog eine Grimasse: „Ich muss morgen wieder auf Arbeit!“

    „Ähm… äh…oh!“ Anthony sah seine Freunde ratlos an, als erwarte er von dort Hilfe.

    „Kannst du nicht Urlaub nehmen?“ fragte Raoul bittend.

    „Ich komm doch grad erst ausm Urlaub! Das kann ich meinen Kollegen nur schlecht vermitteln!“

    „Und wenn du dich krankmeldest?“ war Anthonys Vorschlag.

    „Ich soll lügen?“ Jonna war empört.

    „Natürlich nicht… „Anthony sah betreten auf seinen Teller.

    „Wozu braucht ihr mich überhaupt? Ich weiß doch nix über Wölfe und so! Ich fall euch doch nur zur Last!“ Jonna schüttelte den Kopf.

    „Nun, deine interessante Reichweite wäre schon von Vorteil. Und dass du die Richtung orten kannst, auch…!“ Raoul fasste nach Jonnas Hand „Bitte!“ sagte er eindringlich.

    „Das wird kompliziert!“ seufzte Jonna und fischte ihr Handy aus der Hosentasche.

    „Tobi? Ich…äh, bräuchte noch ein paar Tage frei. Ich hab hier“ sie warf Anthony einen schnellen Blick zu „ein mittleres familiäres Problem. Meine … äh Schwägerin wird vermisst! Und ich kann Anthony so nicht alleine lassen, der Jung dreht sonst am Rad!“

    „Du hast ne Schwägerin?“ fragte ihr Kollege verblüfft zurück. „ich wußte nicht einmal, dass du nen Bruder hast!“

    „Äh… Anthony ist auch nicht mein Bruder!“ stotterte Jonna.

    Einen Moment war verblüffte Stille „Du Luder“ krähte Tobi dann fröhlich „Du hast geheiratet, ohne mir was zu sagen? Das kost dich ne Runde!“

    „Ja, Tobi! Weiß ich! Kann ich bitte den Urlaub beantragen? Oder komm ich dir damit in die Quere?“ Jonna wusste, dass sie Tobis Redefluß nur mit abrupter Unterbrechung stoppen konnte.

    „Klar, mach, Mädel! Und äh… warte… das war echt, dass die Schwägerin vermisst ist?“

    „Ja, leider!“

    „Ouh schitt! Natürlich kannst du heeme bleiben! Sagst dus dem Chef oder soll ich?“

    „Ne, ich mach schon, Danke Großer! Bistn Engel!“


    Das Gespräch beim Chef war weniger schlimm. Ihm reichte die Information, dass es mit dem Kollegen abgesprochen war und dass sie noch genügend Urlaubstage übrig hatte: „Geht klar, ich trags ein.“


    „So. Ferdsch! Und nun?“ Jonna sah die Männer gespannt an. Ein bissel freute sie sich, mehr Zeit mit den dreien verbringen zu können. Auch wenn sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht unbedingt der Mittelpunkt des Geschehens sein würde. Aber so konnte sie vielleicht ein bissel sehen, wie die Männer so im Nicht-Bagger-Modus waren.

    „Hm! Wie weit weg von hier wohnst du?“ wieder war es Anthony, der das Wort führte. Der Chef halt. Obwohl Marc auch ein Alpha war… oder hatte sie da was nicht richtig verstanden?

    „Nicht weit, keine 200 Meter Luftlinie.“ Jonna wedelte unbestimmt mit der Hand durch die Luft.

    „Gut. Dann würde ich vorschlagen, du isst auf, Raoul bringt dich zu deinem Fahrrad, dann fährst du heim und packst ein bisschen was zusammen. Für zwei drei Tage ungefähr, ja? Und dann kommst du wieder her? Oder sollen wir dich von irgendwo abholen?“ Jonna konnte genau sehen, dass Anthony ein „Ja, klar“ erhoffte. Aber sie schüttelte den Kopf.

    „Ihr müsst keine Knoten in den Ort fahren, da bin ich mit laufen schneller. Außerdem…“ sie grinste die Männer frech an „außerdem könntet ihr da noch was essen!“

    „Ouh, das klingt gut!“ Anthony fand das offensichtlich nicht wirklich gut, doch Jonna ging nicht darauf ein.

    „Da könnten wir losmachen. Raoul? Oder soll ich zum Bahnhof laufen?“

    Raoul stand auf: „Natürlich nicht!“

    Jetzt bin ich dezent verwirrt.

    Du hast in deiner Vorstellung geschrieben, dass du schon mal hier warst... Warum tust du dann hier, als müsstest du erstmal erkunden, was das Forum dir zu bieten hat? So dolle viel in der Herangehensweise hat sich (aus meiner Sicht zumindest) hier nicht geändert.

    Und nein: Du musst mir das nicht erklären. Aber wäre für dich vielleicht hilfreich, wenn du für dich klären würdest, was das soll...?!

    So, nach einem Monat Adventspause lassen wirs auch hier wieder ä bissi nudd'ln...

    Seelensplitter 39

    „Hallo, Padje!“ Anthony klang durchaus erfreut.

    „Ich heiße Patrick!“ knurrte der junge Mann düster.

    „Verzeih! Natürlich! Patrick!“ Anthony schien die miese Laune des Jungen nichts auszumachen. „Wie geht’s Alpha Miriam?“

    Wieder änderte sich der Gesichtsausdruck des Jungen drastisch. Plötzlich wirkte er wie ein kleiner verängstigter Junge, den Tränen nahe. Er schluckte, versuchte zu antworten und brach dann tatsächlich in Tränen aus.

    „Hey hey hey!” Sofort war Anthony bei ihm und nahm ihn in den Arm. „Was ist denn los? Was ist passiert, Großer?“

    Der Junge hatte offenbar seinen Unmut dem Alpha gegenüber vergessen. Er hielt sich an Anthony fest, und versuchte zu sprechen. Doch er brachte nur ein klägliches Schluchzen zustande. Es dauerte ein ganzes Weilchen, ehe er sich langsam beruhigte und sich schniefend von Anthony losmachte.

    „Entschuldige, Onkel Anthony, ich…“, der Junge suchte nach Worten.

    „Ruhig, Patrick, ganz langsam! Was ist passiert? Was ist mit Miriam?“

    Wieder schossen dem Jungen die Tränen in die Augen, doch diesmal konnte er antworten: „Sie ist verschwunden…“


    Jonna stand daneben und fühlte sich regelrecht überflüssig. Vorsichtig, um das Gespräch der beiden Männer nicht zu stören, ging sie hinüber zu Raoul und Mark. „Wer ist der Junge?“ fragte sie leise. „Anthonys Neffe“, gab Mark ebenso leise zurück.

    „Und Miriam?“

    „Seine Mama. Und Anthonys jüngere Schwester.“

    Verdammter Kackmist!


    „Was meinst du mit „verschwunden“? Entführt? Fortgelaufen?“, Anthony wirkte ziemlich ruhig, aber Jonna sah, dass seine Hände zitterten.

    „Verschwunden! Einfach so. Als ob sie… nie existiert hätte… und… das ganze Rudel mit ihr!“ Patrick hatte offenbar Mühe, die richtigen Worte zu finden.

    Anthony starrte seinen Neffen an: „Warum bist du nicht zu mir gekommen?“ Er packte den Jungen und rüttelte ihn leicht. „Warum…?“

    Patrick versuchte nicht, sich loszumachen. Er senkte nur den Kopf und murmelte leise: „Linna traut dir nicht…“

    „Wer zur Hölle ist Linna?“ Anthony klang jetzt recht wütend.

    „Meine Gefährtin…“ Ein winziges seeliges Lächeln stahl sich auf Patricks Gesicht.

    „Aus eurem Rudel?“ fragte Anthony argwöhnisch.

    „Nein, sie kommt aus Groningen. Sie kam letztes Jahr zu uns ins Rudel…!“ Patricks Stimme hatte jetzt etwas Schwärmerisches.

    „Aha“, sagte Anthony trocken „und sie traut mir nicht… Weil?“

    Patrick zog die Schultern hoch. „Ich weiß es nicht, das hat sie mir nicht gesagt…!“

    „Okay, Junge… Bevor diese Linna aufgetaucht ist: Hab ich DIR da einen Anlass gegeben, mir nicht zu vertrauen?“

    Patrick schüttelte entschieden den Kopf: „Du bist der beste Onkel der Welt!“

    „Und dann kommt diese Frau und verkündet ohne Erklärungen ihr Misstrauen und schon kommst du mit sowas Extrem Wichtigen nicht mehr zu mir? Was ist mit dir los?“

    Patrick senkte beschämt den Blick: „Sie sagte, du bist böse!“

    „Und du hast ihr sofort vorbehaltlos geglaubt? Was hab ich ihr denn Böses getan?“ Anthony verstand ganz offenbar die Welt nicht mehr.

    „Das hat sie nicht gesagt…“ wieder war Patrick den Tränen nah.

    Anthony schloss die Augen und schüttelte frustriert den Kopf. Dann aber straffte er sich und sah seinen Neffen fest an: „Okay! Erzähl mir alles! Wohin ist das Rudel gegangen? Und wann? Und diese Linna, ist die auch verschwunden? Erzähl mir alles!“

    „Ähm…“ Jonna trat heran: „Das wirkt, als würde es eine etwas längere Geschichte. Wollen wir uns nicht irgendwohin setzen? Das redet sich besser…“

    Anthony starrte sie einen Moment an wie eine Fremde. Dann aber lächelte er: „Klingt gut! Schlag was vor!“

    „Unten im Einkaufspark gibt’s n Chinamann, der hat genug Plätze für alle…“, Jonna wies auf die Truppe, die Anthony mitgebracht hatte.

    Anthony sah sich nach seinen Leuten um: „Was haltet ihr von Chinesisch? Oder wollt ihr lieber wieder heimfahren? Patrick ist ja keine Gefahr für Jonna…“, er warf dem Jungen einen kurzen Blick zu „Eure Entscheidung!“

    Die Männer wechselten kurze Worte und entschieden sich dann fürs heimfahren. Sie kletterten in eines der Autos und fuhren davon. Nur Mark und Raoul waren dageblieben.

    „Okay!“, entschied Anthony. „Ich fahre, Patrick kommt nach vorn, ihr drei hinten… passt das?“ Er sah seine zwei Freunde und Jonna fragend an. Marc und Raoul nickten, aber Jonna schüttelte den Kopf: „Ich komm mit‘m Fahrrad nach. Sonst muss ich noch mal hierher latschen…“

    „Wir können dich nachher auch wieder hierherbringen!“ schlug Raoul vor. Jonna überlegte. Es würde ziemlich eng werden… „Okay! So machmers!“

    Sie kletterten ins Auto, Jonna kuschelte sich zwischen den zwei Männern zurecht und bekam über den Rückspiegel einen amüsierten Blick von Anthony: „Macht keine Dummheiten dahinten! – Kanns losgehen? Wo lang müssen wir…?“

    30.12.2025

    NOCHMAL

    Und wieder ist es rum, das Jahr,

    dasselbe Lied, dieselben Zweifel.

    gleiche Träume, gleiche Tode

    gleiche Engel und gleiche Teufel.


    Wie jedes Jahr: dasselbe Spiel

    bis zum Ende durchgespielt.

    Gewonnen, verloren, geflogen, gestürzt.

    Und sich so siegessicher gefühlt.


    Im Käfig der Tage Rund um Runde gedreht.

    Hielt die Länge des Weges für Freiheit.

    Ich stehe am Start für das nächste Jahr

    neue Stunden für verlorene Zeit.

    23.12.2025


    UNGLAUBLICH

    Spoiler anzeigen

    Ich hab gestern gegen zehn

    etwas Seltsames gesehen:

    Zwei Wesen, wie aus ferner Zeit

    eins klein und dünn, eins groß und breit.


    Der kleine dünne war ganz aus Stein

    (ich weiß grad nicht, ne, kann das sein?)

    Der große trug Blumen wie'n Festgewand

    und hielt ein Sträußchen in der Hand.


    Die beiden sagten, sie wöllten reden mit mir.

    Und ich? War am Grübeln. Was war in mei'm Bier?

    Ich wußte genau, wer die beiden sind!

    Steinelf und Blütentroll - mein Geistes Kind!


    Es gab mal ne Story über die beiden.

    Doch das ist lang her, vor Urgedenk-Zeiten.

    Doch diese zwei kennen "vor langer Zeit" nicht.

    Sie wollten erzählt sein. Drum dieses Gedicht.


    Wenn ihr die Wesen eurer Storys vergesst,

    stirbt deren Welt und zurück bleibt nur ein Rest,

    eine Legende, ungehört, unerzählt.

    Genau jene Sage, die dieser Welt hier vielleicht fehlt...

    22.12.2025


    ONLINE

    Wir sind "an Schnur", mein lieber Freund

    auch wenn's dir nicht gefällt:

    jeder tippverkehrte Fehler

    bleibt ewig in der Welt.


    Jedes Foto mit Grimasse,

    jedes schräge Lied,

    jede wüste Drecksbeschimpfe

    was immer auch geschieht.


    Drum wähle deine Worte weise,

    und korrigier sie fein.

    Dann hast du Chance, für die Nachwelt

    "ein toller Typ" zu sein...

    16.12.2025

    ATLAS

    Man sagt, er trägt die Himmel,

    weil sie zersprüngen, berührten sie die Erde.

    Doch ich glaube, er hält die Himmel,

    damit sie vom Sumpf hier unten nicht beschmutzt werden.


    Damits wenigstens von außen so aussieht,

    als wär hier alles schick...

    13.12.2025

    GEIST

    Die Geisterstunde naht heran!

    Einmal kurz erschrecken.

    Und (zur Sicherstellung) dann

    sich im Bett verstecken.


    Untern Daunen tief vergraben

    findet dich der Geist gar nimmer.

    Du solltest nur ne Lampe haben,

    im Dunkeln isses schlimmer.


    Und ist die Geisterstund vorbei,

    da biste eingepennt.

    Der Geist macht deine Lampe aus,

    damit die auch morgen noch brennt...


    :whistling:

    12.12.2025

    Klopf klopf

    Ein ganz bitterböses*, völlig atheistisches Vers-Sammelchen.

    * das ist diesmal nicht ironisch gemeint...

    Vor der Haustür...

    :saint: Von draußen vom Walde, da komm ich her...

    Wenn ich ehrlich bin, interessierts mich nicht sehr!

    :saint: Will von Frieden und Freuden euch nun verkünden...

    Konnteste nicht jemand anderes finden?

    :saint: Ich bring euch, ihr Lieben, vielgüldene Gaben...

    Ich hab nichts bestellt, also will ichs nicht haben!

    :saint: Aber... ich bin doch das Christkind!? Sieh mich doch an!

    Das Christkind? Verpiss dich! Sonst zeig ich dich an!

    Das ganze Jahr über hab ich zu dir gefleht,

    gehofft, dass du siehsts, wie beschissen mirs geht!

    Und jetzt, wo ich mich selber gerettet hab,

    Kommst du angelatscht, ziehst ne Zirkusshow ab?!

    Geh heim in den Himmel, du nutzloses Kind!

    Ich feier mit Leuten, die wirklich da für mich sind...


    Anmerke 1: Für gestern wusst ich nix G'scheits.


    Anmerke 2: Für das heutige Wort gibts ein Vorwort. Ich war gestern ein müd Cory. Deshalb hab ich erst ein Weilerchen grübeln müssen, was der Prompt "bedeutet". Ich hab ihn nämlich falsch betont gelesen. Ihr kennt doch sicher Santorin... als Wort. Ne. Genau SO betont hab ich Mentorin gelesen und dachte... "Ähm... hä?"


    08.12.2025

    MENTORIN

    Tief in den Bergen von Sachmawo

    liegt die Stadt Mentorin.

    Man muss durch den Dschungel HerrGottNochma

    möcht' man zu Fuß dorthin.


    Man könnte auch fliegen mitm Blubbslinerdings

    und sich von oben abseilen.

    Das muss man früh tun, weils rasch dunkel wird dort.

    Man muss sich also beeilen!


    Man könnte aber auch mit dem Schiff über die Goldene Brücke

    oder übern Wegwerfpass krauchen.

    Das allerdings tät ich nicht wirklich raten: Die letzten drei Meilen

    muss man dann tauchen!


    Die Stadt ist allerdings meist nicht existent in der Welt

    Man kann sie nur sehr selten sehen.

    Aber wenns dir gelingt, wie auch immer dorthin zu reisen

    willst du nie wieder gehen...


    :pardon:

    Hab den gestern vergessen, deshalb heute:

    vom

    06.12.2025

    SACK UND RUTE

    Der Nikolaus (erzählt die Mär!)

    kommt mit Sack und Rute.

    Die Rute gibts für "böse" Kids,

    und aus dem Sack für "Gute".


    Jedoch die Story, denke ich

    ist vollkommen erfunden.

    Denn guggt man die Logistik an:

    Der Kerl hätt sich geschunden!


    Denn auf der ganzen Welt herum

    Millionen Schuh bestücken.

    Das kriegt ein Einzelner nicht hin!

    Das kann ja gar nicht glücken!


    Drum, (das ist jetzt nur meine Sicht!)

    das läuft wohl eher so:

    Der Osterhas und Weihnachtsmann

    helfen ihrem Bro!


    (SO! NÄMLICH! :highfive: )

    05.12.2025


    PFÜTZE

    Heute gibt es kein Gedicht,

    denn das Prompt, das mag ich nicht!

    Wenig nur reimt sich auf "Pfütze".

    Mütze? Grütze? Oder Stütze?

    Deshalb lass ich's heute sein

    und werf nur ein Zitat hier rein:

    Zitat

    Selbst in der kleinsten Pfütze spiegelt sich der Himmel!

    und wer sich auf den Boden hockt, kriegt einen nassen P... opo :blush:

    04.12.2025

    GESTIRN

    Gestern hab'ch mir n Kopp gemacht

    und ein paar Zeilchen ausgedacht...

    Heute klopp ich mir ans Hirn!

    Das Wort war nicht "gestern", das Wort war "Gestirn"...


    8( Sorry for the Verwechselingding. :patsch: