Beiträge von Sensenbach

    Jennagon

    Im nächsten Abschnitt lernen wir einen neuen POV kenne, Liora. Sie ist wohl ein Art Magd und mit der Betreuung von Asha betraut. Sie scheint fleissig und gewissenhaft zu sein und sie ist verliebt in den Sohn des Schmiedes. Dieser Liebe möchte sie auch gegen Widerstände folgen, sie ist also recht willensstark und schein nicht ängstlich zu sein.

    Liora ist mir näher als Aldric. Ich habe hier mehr Eigenschaften an denen ich mich orientieren kann. Während ich Aldric noch recht neutral gegenüberstehe mag ich Liora. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob es weise ist bereits jetzt einen neuen POV einzuführen. Wenn es so weiter geht, dann wird es unübersichtlich. "Das Lied von Eis und Feuer" hat mir als Buch deshalb Mühe gemacht, weil es von Charakteren nur so wimmelte. Na, wir schauen mal.

    Asha wird jetzt immer rätselhafter, du hältst uns ganz schön hin. Mir ist auch noch nicht klar. Wie alt sie jetzt ist. Ein Baby wohl nicht, ein Mädchen? Oder eine junge Frau?


    Der König hatte sie damit betraut, die Neugeborene zu betreuen. So nannte Frau Magda Asha gelegentlich.

    Wer ist Frau Magda?


    Das war eine wichtige Aufgabe. Liora wusste, dass das teils ihrem Bruder zu verdanken war, aber allein durch seinen Ruf hätte der König es auch nicht gestattet. Also? Warum hat sie den Job bekommen?


    Er küsste sie, und sie erwiderte den Kuss.
    „Was machst du hier?“, wollte sie wissen (könnte weg, da ist ja schon ein Fragezeichen). „Müsstest du nicht am Schlosstor sein?“


    Die Frau?“ Bei den letzten Worten verstellte Bran seine Stimme so, dass sie nach der ihres Bruders klang.
    Liora rollte mit ihren Augen. „Ja, so nennt er sie. Aber sie heißt Asha. Fräulein Asha. Und sie ist ...“ Sie überlegte. „Sie ist wie ein Buch mit leeren Seiten, das allmählich beschrieben wird. Ich denke, das dürfte passen.“

    Ok. Doch ein wenig Info über Asha.


    „Was ist daran falsch?“, wollte sie wissen und schaute Thoren fest in die Augen. Ja, Bran war nur ein Gardist, aber so hatte ihre Familie auch einst angefangen. Und bisher war nichts geschehen, das eine Verbindung unwiderruflich machen würde.

    Schöne Formulierung!

    Jennagon

    Ein paar Gedanken zu Post #2 Aldric.

    Nach dem Prolog kamen einige Fragen auf und das ist ja gut so. Die Götter haben ein Wesen mit übermenschlichen Eigenschaften erschaffen, um die Menschheit zu prüfen. Wenn diese Asha die Menschheit retten würde, dann wäre die Menschheit ja nicht geläutert, da ein Überwesen die Rettung bewerkstelligt hätte und das wäre ja nicht der Punkt. Also wird Asha möglicherweise der/die Antagonist sein und die Menschheit müsste sich gegen sie beweisen. Mal schauen…

    Im Kapitel 1 wird uns König Aldrich präsentiert. Ist er der Protagonist der Geschichte? Irgendwie kann ich mir das noch nicht vorstellen. Seine Charakterisierung bleibt stückhaft. Er möchte sein Land retten und hatte gehofft die Götter zu besänftigen, jetzt erfahren wir indirekt über seine Handlungen von Asha. Falls Asha die Hauptprotagonistin ist, wäre das eine sehr indirekte und vielleicht nicht so optimale Vorgehensweise. Das erste Kapitel zieht mich nicht ihn die Geschichte und mit Aldric werde ich noch nicht warm.

    Das Kapitel fängt mit "Müde saß der König …" an. Besser wäre schon "Müde saß König Aldric …", dann wäre die Distanz kleiner. Im ersten Absatz sind sehr viele kurze Sätze, das ist an dieser Stelle nicht optimal.

    Zitat: "Für all das Gold hatten sie nicht bekommen, worum sie gefleht hatten. Sie war nicht Heilung, nicht Regen. Niemand wusste, wer oder was sie war. Er schaffte es kaum, ihrem Blick standzuhalten. Sie starrte ihn immerzu unverwandt an." Hier möchte ich lieber dabei sein und nicht indirekt davon erfahren.


    Ich hoffe du kannst aus meinen Gedanken etwas ziehen. Frage gerne nach, wenn etwas unklar ist.

    Liebe Jennagon

    Endlich ein echter Prolog und nicht nur ein erstes Kapitel mit dem Label "Prolog" drüber:alien:

    Ich schreib mal ein paar Punkte auf, die mir aufgefallen sind. Zunächst also der Prolog.

    „Sie sind mit den Vorbereitungen beinahe fertig, Cerath“, flüsterte Aeryn.

    Ich habe ein paar Sekunden gebraucht bis ich verstanden habe, dass sich hier Götter unterhalten. Das ist an sich nicht schlimm, falls du es von Anfang an deutlicher machen möchtest, könntest du diese "alltägliche" wörtliche Rede noch abwandeln.

    „Die Menschen und ihre Hybris ...“, zischte er. „Sie werden immer maßloser und sind nicht bereit, die Konsequenzen ihres eigenen Handelns zu tragen.“

    Es ist für die Handlung wichtig, dass die Götter unzufrieden mit den Menschen sind. Den Grund dafür könnte man noch etwas klarer machen. Hier wird deutlich, dass den Göttern das Bauwerk zu ihren Ehren zu groß ist, oder? Mögen Götter nicht normalerweise übergroße Bauwerke zu ihren Ehren? Diese offensichtlich nicht. :hmm: Grade der zweite Teil des Satzes bleibt unklar. Es muss ja wirklich etwas schlimmes sein, was den Göttern nicht gefällt, denn was kommt soll ja die letzte Chance für die Menschen sein. Das könnte man noch etwas dramatischer gestalten.

    Ich möchte doch noch was los werden. Mir wurde zum Anfang verboten mehrere Kapitel (auch wenn sie kurz sind) zu posten. Wodurch sich einiges zieht. Ich denke ein Leser, würde gerade bei kurzen Kapitel, mehrere Kapitel aufmal lesen, so mache ich das zumindest.

    Lieber Semideus

    Ich denke nicht, dass dir etwas verboten wurde. Es ist nur so, dass die Meisten in diesem Forum als Hobby kommentieren. Wenn man also vor einer Mauer von Text steht, schafft man es nicht mit einem sinnvollen Zeitaufwand zu kommentieren. Es hat sich also bewährt in Abschnitten zu posten. Das hat zugegeben Vor- und Nachteile. Aus meiner Sicht ist es so, dass ich mich schwertue bei einem "Forumsneuling" viele Stunden Zeit zu investieren. Man muss sich da erst etwas kennenlernen und da helfen kürzere Abschnitte. Ich mach es so, dass ich meine Geschichten im Forum in Abschnitten präsentiere, verbessere und vor der Publikation Testleser für das Gesamtwerk suche. Lektorat und Korrektorat kommen dann auch noch dazu.

    Möglicherweise profitierst du davon, auch mal bei anderen Geschichten reinzuschauen und dort ein Gefühl dafür zu entwickeln, ob dies auch für dich funktionieren kann.

    Mitgliederbereich

    Ich selbst hab mit etwa 5 Jahren mein erstes Game Boy-Spiel gespielt. Meine ältere Schwester hatte noch diesen Schwarz-Weiß-Game Boy und ich hatte zuerst König der Löwen gespielt und später als erstes Eigenes Pokemon Blau. Wollte unbedingt Rot, aber die hat sich meine Schwester geschnappt lol.

    Hat dir das denn gut getan?

    Das ist doch völlig unverantwortlich von deinen Eltern gewesen.

    Aber bis hin zu professional gibt es ja auch da Abstufungen: casual, intermediate, advanced. Was davon möchte das Forum im Durchschnitt sein? Das zu ermitteln, darum ging's mir in meiner Fragestellung hier auch ein wenig. Und ich glaube, ich habe die Antwort darauf für mich persönlich gefunden.

    Aus meiner Sicht ist es etwas komplizierter, weil du hier potenziell alles findest. Es gibt da keinen Durchschnitt nachdem man sich richten könnte.

    Da gibt es erste Gehversuche von Jungautoren. Da ist ein Hinweis auf die Rechtschreibung manchmal schon hilfreich.

    Autoren, die schon veröffentlichen wollen, hier aber erstmal eine Rohfassung reinstellen (das wäre dann ich)

    Geübte Autoren, die eher nicht mehr von Line Edits profitieren (keine Ahnung, die Geschichte von Chaos zum Beispiel). Hier ist das Problem, das ich persönlich habe, dass ich die "Makrostruktur" gar nicht erfassen kann, weil ich dazu das ganze Manuskript brauchen würde.

    Und dann die Mischformen von einer Phase zur nächsten. Jede dieser Phasen hat seine eigenen Ansprüche.

    Ich muss da ehrlich widersprechen, weil ich diesen extremen Sexismus vieler alter Filme nicht ertrage und Casablanca ist mir da leider besonders im Gedächtnis geblieben. Sowohl von der Charakterisierung wie auch vom Schauspiel her.

    Das ist alles nur Geschmacksache, sagst du selbst immer. kalkwiese hat seinen Eindruck geschildert, du kannst ihm da gar nicht widersprechen, weil es sein Eindruck ist. Du kannst natürlich einen eigenen anderen Eindruck haben…

    Anbei noch einige Gedanken.

    Meine Erfahrung mit dem Forum war, dass ich recht schnell eine Rückmeldung zu meinen Texten bekommen habe. Diese waren ganz unterschiedlich, aber ich habe mich über jede Anmerkung gefreut. In dieser Zeit habe ich geschrieben und nach einer groben Rechtschreibkontrolle gepostet und gleichzeitig den nächsten Abschnitt geschrieben. Also wirklich sehr „Entdeckend“. Die Kommentare haben mich dabei durch die Geschichte getragen, sodass ich einiges zu Ende schreiben konnte. Ein schönes Erlebnis und ich habe sehr viel gelernt.

    Mit der Zeit habe ich mein Schreiben verfeinert und gemerkt, dass ich fundiertere Kommentare bekomme, wenn ich zuerst die ganze Geschichte schreibe und es erst nach einer ersten Überarbeitung poste. Ich plane jetzt auch mehr.

    Gleichzeitig sind die Kommentare im Forum immer genauer und „strenger“ geworden. Für Neueinsteiger ist es inzwischen schwer geworden, finde ich. Hier verlieren manche nach den ersten Versuchen die Lust, ist zumindest mein Eindruck. Ich selbst kommentiere bei Neueinsteigern auch nur noch, wenn ich den Eindruck habe, dass es passt.

    Dann ist mir besonders bei den Anthologien und auch sonst aufgefallen, dass viele Autoren gar nicht durch unbequeme Kommentare „gestört“ werden wollen. Geschichten, in denen nichts passiert, oder ein Zusammenhang fehlt werden als Avantgarde verkauft. Und was habe ich für Nerven verloren, bei Diskussionen über offensichtlich falsche Zeichensetzung! Wollt "ihr" überhaupt strenge Kommentare? Ich bin mir nicht sicher.


    Ein weiterer Punkt ist die Länge der Posts im Forum. Ich kann vor dem Schlafengehen vier Seiten durchlesen und Anmerkungen dazu machen. Das klappt im Forum. Für etwas, das einem Lektorat näher kommt, würde ich das ganze fertige Manuskript brauchen und dann auch keine Rohfassung. Das funktioniert aus technischen Gründen nicht im Forum. Wobei ich immer bereit wäre, nach dem Durcharbeiten im Forum das ganze Manuskript durchzuschauen.

    Ein weiterer Aspekt, der mir wichtig ist. Wer kommentiert hier denn noch? Damit meine ich nicht gelegentlich einen Kommentar zu schreiben, sondern eine Geschichte vom ersten Post bis zum ENDE zu kommentieren. Das macht inzwischen nur eine Handvoll von Foristen, diese auch noch zu entmutigen ist eine spannende Herangehensweise.

    Es gibt zudem eine Reihe von Autoren, die hier ab und zu mal einen Abschnitt ihrer Geschichte posten, gefühlt so alle halbe Jahre und sich dann Kommentare erhoffen. Das finde ich dann wirklich schwierig.

    Für mich funktioniert das Forum sehr gut dafür eine Rohfassung zu erhalten, an der ich dann weiterarbeiten kann, oder um mal etwas auszuprobieren. Dafür bin ich sehr dankbar.

    Insgesamt sehe ich hier also ein Spannungsfeld. Auf der einen Seite Anfänger, die für ehrliche, aber ermutigende Kommentare dankbar wären und auf der anderen Seite „alte Hasen“, die auch kritischere Kommentare aushalten.

    Am Schluss meiner Ausführungen möchte ich mich bei allen, die bisher meine Texte kommentiert haben, bedanken. Ihr seid super!

    LiteraryFriction

    Ich weiß jetzt gar nicht mehr recht was du möchtest. Anscheinend bist du mit der Art wie Texte hier im Forum kommentiert werden unzufrieden. "Line Edits" da fühle ich mich angesprochen, das mache ich häufig. Findest du nicht gut? Das ist mir ehrlich gesagt egal, ob du das gut findest. Für eine tiefe strukturelle Analyse von Texten, die hier in Abschnitten gepostet werden fehlt mir die Expertise und ein Lektorat eines 500 Seiten Romans in der Rohfassung, wie soll das zudem zeitlich gehen?

    Ich habe viele Stunden meines Lebens damit verbracht, die Forumsanthologien auf die Spur zu bringen. Das kann man kaum dauerhaft machen.

    Zurück zu meinem eigentlichen Beitrag: Ich hoffe, dass deutlich(er) geworden ist, dass ich eben keine Hobbyschreiberlinge oder Neulinge anspreche

    Also wen sprichst du genau an? Die Autoren im Forum. die professionell schreiben? Wieviel sind das 2 oder 3:schiefguck: Und, hast du mal nachgeschaut wieviele User hier überhaupt noch kommentieren? 4-6?


    Ich bin etwas ratlos…

    Ok. Dann von mir ein paar Gedanken.

    Ich selbst bin Hobbyautor, mit der Ambition meine Sachen zu veröffentlichen. Allerdings habe ich keine germanistische Ausbildung und außer meiner Schreib- und Leseerfahrung und einigen Schreibratgebern, die ich gelesen habe, keine professionelle Ahnung. Meine Kommentare beziehen sich daher häufig auf einen subjektiven Leseeindruck, wie sie Testleser oft liefern. Dazu kommen das Anmerken von Rechtschreibfehlern und Logiklücken, falls sie mir auffallen. Und weitere Dinge wie das Tempo in der Situation (z.B. Satzlängen). Ist die Sprache angemessen im Kontext der Welt, die beschrieben ist? etc

    Dazu kommt noch manchmal ein Gefühl dafür, ob ein Text funktioniert oder nicht. Dann merke ich, hier stimmt etwas nicht, ohne es konkret beim Namen nennen zu können.

    Ich habe allerdings oft nicht die Zeit, jeden Post mit der gleichen Sorgfalt zu lesen, dann hoffe ich, dass Autoren meine Anmerkungen an einer Stelle auch auf den Gesamttext beziehen und es selbst überprüfen, wenn sie möchten. Ich lege Wert darauf, dass meine Anmerkungen als Vorschläge zu werten sind (obwohl ich bei den meisten Dingen, die ich anmerke, finde, dass ich recht habe:)), denn es ist ja nicht mein Text. In der Tendenz schreibe ich zu Texten, die mir überhaupt nicht zusagen, zu viele Fehler beinhalten, oder Vampire enthalten, die im Tageslicht glitzern eher nichts.

    Meine "normalen" Beiträge sind mit weitaus größerem Zeitaufwand verknüpft als der, auf den Du Dich beziehst. Mein Beitrag zum Schreibwettbewerb beispielsweise umfasst etwas über 5k Wörter.

    Das weiß ich doch:) Es war jetzt wiederum nicht meine Absicht deine Beiträge generel zu kritisieren, fern davon. Aber so schnell kann es gehen und Schwupp die Wupp sind alle sauer aufeinander und es ist noch nicht mal Donnerstag.

    Lass uns dies hier doch lieber in einem anderen Strang weiterführen und den Strang von Jennagon entlasten.

    Liebe LiteraryFriction

    Eine Diskussion über die Art und Weise der Rückmeldungen zu Posts ist sicher einen eigenen Strang wert, hier finde ich ihn unpassend.

    Du sagst selbst, dass du hier wegen Zeitmangel nichts beitragen möchtest, hast jedoch die Zeit jemanden zu kritisieren ( Tariq), die sich die Zeit genommen hat einen Kommentar zu einer Geschichte zu verfassen. Das ist gelinde gesagt, etwas seltsam.

    Deine Anmerkungen sind ja ganz valide. Aber wir könnten die Art der Kommentare in einem Extrastrang diskutieren, ohne die Nennung von Namen, sondern ganz neutral. Was meinst du?