Beiträge von Sensenbach

    Ich wage den Einwand, dass "wisely" mit relativer Wahrscheinlichkeit nicht wirklich aus der Sprache kommt, das ist nämlich englisch

    Na. Das ist das, was die KI übersetzt hat. Die Schriftzeichen sind in der Originalsprache nämlich anders als unsere. :)

    Hallo allerseits,

    ich schreibe grade an einer Science Fiction Novelle und möchte gerne einige Ausserirdische in ihrer Sprache sprechen lassen. Es handelt sich nur um wenige Sätze und der Sinn der Sätze wird im Kontext klar.

    Jetzt wollte ich mir keine neue Sprache ausdenken und habe eine seltene asiatische Sprache gefunden (Hmongdaw), die passen würde.

    "Lebe lang und sterbe weise" wird dann zu "Nyob ntev thiab tuag wisely"


    Haltet ihr diese Vorgehensweise für legitim oder ist das respektlos dieser Bevölkerungsgruppe gegenüber, wenn ich ihre Sprache als ausserirdisch deklariere? :hmm:



    Liebe Kirisha

    Mir geht es so wie Der Wanderer , dieser zweite Abschnitt fühlt sich für mich vom Stil her ganz anders an. Ich hatte auch erst den Eindruck, dass es ein eher ärmliches/normales Dorf ist und das Ganze jetzt in einer Höhle spielt. Jetzt ist da ein ganzes Schloss verborgen. Mal sehen, wo das noch hinführt. Ich denke aber auch, dass sich hier möglicherweise eine Verwandlung abspielt. Den Widersacher um die Gunst des Mädchens könnte man früher kurz einführen. Den Gedanken an Flucht müssten doch auch andere haben, oder sind die so mit dem Essen und Mädchen beschäftigt? :D

    Hallo allerseits,

    anbei noch ein wenig Abendunterhaltung zum Thema.


    Lieber Blaustein

    viele sind ja in diesem Forum, um ihr Schreiben zu verbessern. Insofern ist dein Hinweis das "Show don't tell" kein Allheilmittel ist und auch schädlich sein kann, ja durchaus hilfreich. Ich finde allerdings "Show dont't tell" für viele Gelegenheiten durchaus nützlich. Da haben ja einige Teilnehmer Beispiele gennant, wo diese "Regel" Sinn machen kann. Mich persönlich überrascht die Vehemenz deiner Argumentation in dieser Sache, aber das ist wohl Geschmacksache.

    Ich denke, wir finden die Gelegenheit dieses Thema an konkreten Texten im Forum zu besprechen.


    Grüße Sense

    Daneben: Ich habe leider zu oft erlebt, dass jungen Schreibern - auch mir - diese Formel vor den Latz geknallt wurde, bevor das Gegenüber überhaupt gefragt hatte, worum es mir in der Szene eigentlich geht. So verstetigt sich dann doch leider das Bild, dass SDT eher allgemein und ziemlich oberflächlich als Allheilmittel in die Diskussion eingebracht wird: Dein Schreiben gefällt mir nicht? Mehr Show, don't tell!

    Da mach dir mal keine Sorgen, das passiert dir hier nicht. Das haben dir jetzt bereits mehrere Forumsmitglieder versichert. Meiner Meinung nach schilderst du hier ein Problem, das es eigentlich nur in deiner Wahrnehmung gibt und über das scheinbare Problem regst du dich dann auf.

    Das finde ich etwas langweilig, auch weil du gar nicht auf die guten Beiträge im Strang eingehst. Wohin soll das dann hier noch führen?

    Spezielle beim Rad der Zeit regt mich das doch grad sehr auf, da es wohl so bald keinen weiteren Anlauf geben wird, egal wie sehr sie das an die Wand fahren. X(

    Ja, das ist wirklich schade. Dabei war das erste Buch eine perfekte Romanvorlage, klassische Heldenreise. Sowas können die eigentlich in Hollywood. Ich denke, die Macher haben sich mehr mit political correctness und und schönen Bildern beschäftigt, als die Charaktere zu entwickeln. Zum Beispiel fließt laut Jordan in dem Dorf noch das "alte Blut von Manatheren", was wir aber in der Serie vorfinden ist ein Schmelztiegel von unterschiedlichen Menschen. Dabei sind die Bücher so angelegt, dass dort unterschiedlichste Völker vorkommen, da muss man nicht noch künstlich diversity einfügen. Bei der Serie fand ich zudem keinen einzigen Protagonisten sympathisch, ich bin allerdings bereits nach der ersten Folge ausgestiegen.


    PS: "The Witcher" finde ich allerdings grandios. Das ist für mich eine der besten Serien der letzten Jahre. Hier werden auch Kurzgeschichten und Sequenzen aus den Videospielen gut integriert. Obwohl die Bücher weniger divers gestaltet sind, hat man in der Serie dies klug und unaufdringlich verändert. Die "Monster" aus den osteuropäischen Sagen feier ich ziemlich. In der zweiten Staffel kam sogar Baba Jaga vor, super Sache!

    Liebe Kirisha

    Das gefällt mir sehr. Wir sind sofort mittendrin und du hast in kurzer Zeit ein spannendes Setup ausgebreitet. Sprachlich schön angelegt und dicht erzählt. Vielleicht noch etwas mehr Lametta dran, also Schilderungen von der Umgebung, dem Dorf und sowas.


    Lieber Moog

    Ein konsequentes Weihnachtsgemetzel. Hat daher natürlich meine Stimme bekommen.

    Herr Holle, der Meister der Märchenwelt war der Ursprung dieses Übels. Wer weiß, gäbe es ihn nicht, dann würde vielleicht auch mal ein Rotkäppchen, ein Hänsel oder eine Gretel mit dem verdammten Bus von der Märchenwelt in die Menschenwelt kommen. Dagegen hätte Laura gar nichts! Aber Herr Holle, der Sack, brachte immer nur die übelsten Gestalten mit; wobei er selbst auch nicht besser war. Ließ man ihn gewähren, verschwanden regelmäßig Blondinen aus den Städten; neben all den Kindern und anderen Menschen, die seine Fahrgäste sich holten.

    Nein! Das würde sie nicht zulassen!

    Ein wenig hat mir hier gefehlt, warum Herr Holle dieses unterweltlerische Reisunternehmen gegründet hat.



    Lieber Kamar

    Die Geschichte hat mir vom Prinzip her am besten gefallen. Der Spannungsbogen hat mir allerdings ein wenig gefehlt.

    Diese Szene ist ja zentral für die Geschichte, fällt aber ziemlich vom Himmel. Gefallen hätte mir, wenn wir von dem Verbot vorher erfahren hätten und die Frau sich dann später darüber hinwegsetzt.


    Liebe Wielin

    Ein stark verbesserter Schreibstil. Deine Geschichte hat mir gefallen, weil sie so weihnachtlich ist. Die Handlung wirkt noch ein bisschen distanziert, aber daran lässt sich arbeiten.

    Ohh Mist :patsch:


    Lieber kalkwiese

    Ich habe tatsächlich nicht gesehen, dass es eine Fortsetzung war. :chaos:


    Ich entschuldige mich vielmals, das hab ich echt verbockt. Beim Lesen dachte ich wirklich, Kalkwiese hätte seltsame Sachen geraucht, aber im Zusammenhang mit dem vorherigen Post macht es natürlich Sinn!

    :hail:

    Lieber kalkwiese

    Hey Sensenbach, ich verstehe leider nicht, was du meinst. :huh: Kannst du es mir erklären?

    Gerne :D


    1.

    Es war einmal eine Wissenschaftlerin, die wusste nicht, doch ahnte,

    „die wusste nicht“ könnte ja eigentlich weg. „Ahnte“ reicht ja. Du hast „die wusste nicht“ also für einen bestimmten Effekt eingefügt. Ist es in Nachahmung eines bestimmten Schreibstils? Oder soll dadurch ein extra an Unsicherheit der Wissenschaftlerin vermittelt werden.


    2.

    Es war einmal eine Wissenschaftlerin, die wusste nicht, doch ahnte, dass sie in ihrer Schüttelbox kein freies Palladium sammelte,

    Hier legst du nahe, dass mit „freies Palladium“ ein chemisches Element gemeint ist.


    sondern dass das Land, in dem die Nuggets lagerten, mittlerweile nach dem Gesetz jemandem gehörte.

    Hier spielst du mit der Idee, das „freies Palladium“ auch der Name eines Landes sein könnte.

    Dann wäre „das Land“ also Palladium. Danach spielst du auf „Nuggets“ an. Ist dies also jetzt Palladium? „Das Land“ und „die Nuggets“ können nicht beide freies Palladium sein. Hier dreht sich der Satz um sich selbst und erwürgt sich selbst.


    3.

    Sie schüttelte und schüttelte und schüttelte. Die ersten, silbrig glänzenden Klumpen ließen sich auf dem Grund der Box bereits erahnen, aber noch blieb es ein flüchtiger Hauch.

    a) Hier schreibst du „bereits“. Gibt es also einen Zusammenhang mit dem Schütteln?

    b) „Bereits“ suggeriert auch, dass es mehr Klumpen werden. Diesem Gedanken wird jedoch die Grundlage entzogen, indem dann nur noch „ein flüchtiger Hauch“ bleibt.


    Die grundsätzliche Frage ist für mich. Sind die Wortspielereien zum Selbstzweck da, weil sie ja für sich genommen ganz hübsch sind, oder verfolgt der Autor ein bestimmtes Ziel? Wohin möchte er den Leser führen? Das erschließt sich mir nicht.

    Lieber kalkwiese

    Diese Geschichte entzieht sich dem Zugang durch meinen überragenden Intellekt.

    Es war einmal eine Wissenschaftlerin, die wusste nicht, doch ahnte, dass sie in ihrer Schüttelbox kein freies Palladium sammelte, sondern dass das Land, in dem die Nuggets lagerten, mittlerweile nach dem Gesetz jemandem gehörte.

    Das ist, nach allen durchgeführten Analysen, … einfach Unsinn.

    „Zurück, es sind Nachtwesen“, fauchte er.

    „Beruhige dich, wir sind in der Menschenwelt“, beeilte sich Lisa zu erklären. „Hier gibt es keine ...“

    Ihr Blick fiel auf den Raum seitlich neben der Treppe mit der Aufschrift „Transsilvanien“. Und das aufgeschlagene, zerstörte Buch vor der Tür.

    Ha! Das Ende hat es wirklich gebracht. Ein sehr schöner Twist :D