Beiträge von bigbadwolf

    Na dann, herzlich willkommen im Forum, Charon.

    Stammt dein Avatar aus einem deiner programmierten Spiele?

    Welchem Untergenre fühlst du dich denn am ehesten angehörig?

    Aus diesem Hobby/Beruf kommt es wohl auch, dass ich oft nicht nur versuche meine Geschichten einfach „nur“ zu Papier zu bringen, sondern oftmals auch kleine Spiele programmiere, um damit meine Geschichten mithilfe eines anderen Mediums auf eine weitere und andere Weise zu präsentieren.

    Das klingt sehr spannend. Geht das dann in Richtung RPG? Oder meinst du kleine Rätsel oder Minispiele als eine Art Nebenhandlung?

    Kirisha. Erstmal danke für die lieben Worte. Da ich nicht genau weiß, bei welcher Szene du aktuell bist, will ich natürlich nicht vorgreifen. Aber ja, ich halte mich an meine Zeilen aus dem Lexikoneintrag: Es kommen alle nur denkbaren Situationen vor... bzw. alle, die mir bislang eingefallen sind.:D

    Viel Spaß beim Weiterlesen.

    59

    Wie? Schon vorbei?, fragte das Schwert kummervoll.

    Der mutmaßliche Assassine rannte um eine Häuserecke außer Sicht und ließ die ihm nacheilenden Stadtwachen wie adipöse Funkelschnecken aussehen. Als der Held einen Versuch unternahm, wieder von der Straße aufzustehen, durchfuhr ihn ein heftiger Schmerz im linken Oberschenkel.

    „Bleibt liegen, Fremder!“, wies ihn sofort eine militärische Stimme an. „Schickt nach dem Hauptmann!“, brüllte es über ihn hinweg.

    Ein kurzer Blick auf seine aufklaffenden Beinkleider genügte, um dem angeforderten Hauptmann eine Priesterkutte des höchsten Ranges zu wünschen.

    Bis später, verabschiedete das Schwert ihn in die hereinbrechende Dunkelheit.

    ----------

    Der ihn empfangende Geruch ließ zunächst auf eine Mischung aus Kanalisation und Garnisonsküche schließen. Als nun Stimmengewirr sein Gehör flutete, zwang er mühsam ein Augenlid nach oben und wandte den Kopf ein wenig.

    Er schien einer von etwa einem Dutzend Verwundeten in einer Art Lazarettbaracke zu sein. Im trüben Schein einiger Kerzen sah er einige Heiler und ihre Gehilfen, welche zwischen den aufgereihten Pritschen standen und diskutierten. Als ihm die sonderbare Stille in seinen Gedanken bewusst wurde, sah er sich etwas genauer im Umkreis seiner Liegestätte um. Zu seiner Beruhigung erblickte er unter seiner neben der Pritsche drapierten Ausrüstung auch eine vertraute Kerzenspiegelung. Da die Schmerzen erfreulicherweise nachgelassen hatten, richtete er sich behutsam auf und betrachtete den dicken, stellenweise rotfleckigen Verband an seinem hochgelagerten Oberschenkel.

    Sofort eilte jemand herbei und drückte ihn bestimmt zurück auf die Pritsche. Der Held schloss erneut die Augen und wartete ab.

    „Ich werde es nicht dulden, dass ihr euch selbst ausbluten lasst“, erklang eine freundlich brummende Stimme über ihm. „Aber es ist gut, dass Ihr endlich wach seid. Ihr hattet Glück, dass Ihr nicht verblutet seid… wenn die Göttin es will, könnt Ihr das Bett in drei Tagen wieder verlassen.“

    „Chawww…“, wollte sich der Held bedanken und versuchte es noch einmal mit voller Konzentration. „Habt… Dank. Mein Schwert… bitte“, brachte er heraus und öffnete zur Bekräftigung seine Hand.

    Er konnte hören, wie der Mann kopfschüttelnd seufzte.

    „Halbtot und denkt bloß an seine Waffe, ts“, brummte er, wobei jedoch auch eine Spur wohlgesonnener Belustigung herauszuhören war. Einen Augenblick später spürte der Held das vertraute, schwere Metall auf seiner Brust und seine Hand schloss sich sachte darum.

    Das wird ja auch mal Zeit, Mann.

    Allerdings, pflichtete der Held kraftlos bei.

    Ein Moment der Stille schloss sich an.

    Oh… du warst aber auch schon mal besser in Form, stutzte die Stimme kurz. Der Säbel hat dich ja echt voll erwischt.

    Der Heiler meinte, das wird schon wieder, erklärte der Held.

    Seine Klinge hatte so einen vorzüglich eleganten Schwung, eine einmalige Waffe!

    He! Ich wäre fast draufgegangen!, beschwerte sich der Held matt. …Außerdem klingt das seltsam, wie du das sagst.

    Hach, er war ja sooo scharf, schwärmte die Stimme ungezügelt weiter. Aber das hast du ja selbst gemerkt.

    Der Held hüstelte eindringlich.

    Ein richtiger Feger… du erinnerst dich noch an die Bedeut-

    Ja, verdammt! Lass das jetzt!, verhinderte der Held weiteres Kopftheater.

    Zumindest hätte er es gern verhindert.

    58

    „Warum bist du Abenteurer geworden?“, fragte der Junge.

    Das Lösegeld könnte man glatt als Schmerzensgeld durchgehen lassen…, maulte die Stimme.

    Der Held tat sich innerlich schwer damit, die Befreiung des Jungen eine gute Tat zu nennen. Seit der Lösegeldübergabe an die Entführer vor ein paar Stunden hatte das Balg seinen Redebedarf für den Rest des Jahres bereits übererfüllt. Dass er mit seinem nervigen Anhang zudem morastiges Gebiet durchqueren musste, machte es nicht besser.

    „Nur so“, gab der Held schließlich als Antwort.

    „Echte Helden werden immer vom Schicksal gefunden“, schien der Junge zu zitieren.

    …oder heimgesucht…

    „Aber wenn man sich rechtzeitig anders entscheidet, kann einen das Schicksal nicht finden“, konterte der Held. „Ich bin ein waschechter Held und Abenteurer, glaub es ru –“

    „Was war das Tollste, das du je gemacht hast?“, unterbrach der Junge ihn.

    Die Tatsache, dass der Junge noch atmet, zählt nicht, oder?

    Nein, musste der Held bestätigen.

    „Das Tollste? Hm…“, überlegte er nun laut. „Ich habe bereits einiges erlebt und dabei –

    „Kann ich mal dein Schwert haben?“, fragte der Junge erneut dazwischen.

    Der Held blieb stehen und versuchte es mit einem maßvoll strengen Blick, aber die geschäftigen Kinderaugen waren mit tausend wichtigeren Dingen beschäftigt.

    „Nein“, antwortete er griesgrämig.

    Du hast was gut bei mir, bedankte sich die Stimme prompt.

    „Wieso denn nicht?“, wollte der Junge natürlich wissen.

    „Weil es MEIN Schwert ist und nur ich es benutze.“

    Das hast du aber schön gewettert, lobte ihn das Schwert eine Spur zu freundlich.

    Der zornige Blick des Helden galt nun beiden Nerventötern. Leider wurde er einerseits nicht wahrgenommen und andererseits vollends ignoriert.

    „Kannst du Monster aufspüren?“, fragte der Junge stattdessen.

    Sieht so aus…

    He, sei nicht so gemein, rügte der Held sein Schwert pflichtbewusst.

    „Naja“, wandte er sich nun an den Jungen, „ich schaffe es jedenfalls immer, dass ich sie früher bemerke als sie mich.“

    Allenfalls »manchmal«, korrigierte die Stimme. Meistens bemerke ICH sie.

    „Klappe!“

    „Was? Wieso?“, fragte der Junge und ließ sich etwas zurückfallen.

    „Hm?“, sah sich der Held irritiert um, ehe er begriff. „Oh, entschuldige. Nicht so wichtig.“

    Nach all den Fragen hatte die nun hinter ihm herrschende Stille etwas geradezu Unheimliches. Leider waren ihm lediglich einige Augenblicke unentschlossener Grübelei des Jungen gegönnt.

    „Führen alle Abenteurer Selbstgespräche?“

    Hat der überhaupt keinen Selbsterhaltungstrieb?!, dachten sie synchron. Im Geiste sahen sich Schwert und Held an und grinsten.

    „Warum hast du die Männer nicht einfach alle tot gemacht?“

    Als Zeichen der Anerkennung?, mutmaßte das Schwert.

    „Junge, wir sind hier mitten im Morast“, riss dem Helden nun der Geduldsfaden. Er sammelte sich kurz und erklärte möglichst sachlich die Situation. „Ich muss mich hier bei jedem Schritt konzentrieren, damit ich dich heil zurückbringen kann. Also hör bitte auf mit deinen Fragen.“

    „Gut“, antwortete der Junge prompt und wartete schweigsam, dass der Held weiterging.

    Das war ja einfach, dachte der Held erschüttert.

    Los, schnell weiter, drängte die Stimme, … und nein, nur weil ich dich ignoriere, bin ich nicht schlimmer als dieses Balg!

    Kirisha. Na da freu ich mich doch auch hier nochmal über eine neue Leserin.

    Ich hätte auch nie gedacht, dass ich hier mal auf Szene 60 zusteuere. Da es nach wie vor jede Menge Spaß macht, die beiden in spannenden, absurden und überspitzten Situationen zum Leben zu erwecken, wird es wohl weiter gehen.


    Danke für die netten Worte und viel Vergnügen. Tariq meinte, man liest hier am besten mit Kaffee in der Hand und Ruhe im Umfeld.:)

    57

    Der Morgen gebar glitzernden Nebeldunst, welcher durch den Frühlingswald und dem jungen Helden unter das Lederwams glitt. Gerade war er dabei sein Nachtlager abzubrechen und, wie es ihm sein Schwert nochmals eingeschärft hatte, seine Spuren abenteuererhaft zu verwischen.

    Hey, ich hab etwas Tolles gedichtet. Hör mal:

    Ich ging im Walde für mich hin-

    „Du kannst nicht gehen“, bemängelte er und bedeckte seine Feuerstelle mit feuchtem Gestrüpp.

    Ruhe! Das Schwert räusperte sich. Ich ging im Walde für mich hin, groß Ruhm und Kämpfen war mein Sinn.

    In einiger Entfernung ertönte ein lautes Knacken und der junge Held horchte still. Nichts regte sich.

    Und?

    Was »und«?, dachte er.

    Na, wie fandst du es?

    „Das war bloß ein Reim“, rief er verwundert.

    Pf!, entgegnete die Stimme pampig.

    Zufrieden mit seinem Abenteurertum orientierte sich der junge Held kurz und schritt auf den Weg zu, welchen er gestern zwecks Lagererrichtung verlassen hatte.

    „Was wohl aus dieser jungen Banditin geworden ist?“, beendete er nach einer Weile das allgemeine Schweigen.

    Vermutlich weniger.

    „Ein Eichhörnchen?“

    Ich hatte mehr in Richtung Verwesung gedacht…

    „Ich meinte ihre wiedergeborene Seele!“

    Kurzes Schweigen, dann ein irritiertes Seufzen. Also manchmal lese ich deine Gedanken und kapier dich trotzdem nicht.

    „Meine Eltern haben mir beigebracht, dass jedes Wesen wiedergeboren wird, wenn es stirbt“, erklärte der junge Held. „Und abhängig von seinen Taten wird es dann als Mensch oder als ein bestimmtes Tier wiedergeboren.

    Na, darauf würde ich ja lieber nicht wetten. Nutz lieber dein Leben, ehe die nächste Banditin mehr Erfolg hat, riet die Stimme. Dann wäre es ja auch nicht schade um dich, immerhin hab ich schon haufenweise Abenteurer überlebt.

    „Das ist keine nette Sichtweise.“

    Das ist keine Sichtweise, das ist »Denken«.

    „Vielleicht bist du ja so in das Schwert gekommen… zählt das als Bestrafung oder als Belohnung für dein früheres Leben, was meinst du?“, überlegte er.

    Endlich kam der schmale Pfad wieder in Sicht und eine kurze Zeit später mündete dieser in einen karrenbreiten Weg. Es dauerte noch eine gefühlte Meile, ehe die Stimme erneut ein Lebenszeichen von sich gab.

    Wer ist das eigentlich?

    Der junge Held stutzte und sah sich kurz um.

    „Wer ist »wer«?“

    Na, die Frau, an die du seit Stunden immer wieder denkst.

    „Hey, das geht dich nichts an! Wäre nett, wenn du nicht andauernd meine Gedanken liest.“

    Warum so böse, Bursche? Die sieht doch gut aus… oh… tut mir leid… äh, hm… ist das der Grund, warum du auf Abenteuer ausgezogen bist?

    „Teils“, maulte der junge Held trübsinnig.

    Nach einer langen Weile des Starrens und Schweigen gab das Schwert nach.

    Ist gut. Ich lass dir deine Privatsphäre.

    „Danke.“

    Und was ist das für ein Text gewesen?

    „Hey!“

    Das zählt nicht, das ist noch Neugier von vorhin!, verteidigte sich das Schwert sofort.

    Der junge Held wurde erneut sauer, gleichsam jedoch auch etwas wehmütig. Er konnte nicht verhehlen, dass er gern an diese Zeit zurückdachte, obwohl sie ihn schlussendlich mit großer Trauer erfüllt hatte. Der junge Held kramte in seinen Erinnerungen nach dem entsprechenden Papierfetzen, räusperte sich und begann gedanklich abzulesen:

    „Gallante Frau mit zahrter Haut,

    führ mich die aintzig Schöne,

    wilst du mich lieben wie ich dich?

    Nimm mich zum Mann, Helene!“

    Oh nein, entfuhr es der Stimme.

    „Was?“, schnappte der junge Held sofort.

    Hm? Oh, äh, ach nichts. Nettes Gedicht, beeilte sich das Schwert. Hätte ihr sicher gefallen… lass mich raten: Lesen und Schreiben haben dir auch deine Eltern beigebracht?

    „Ja, wieso?“

    Ach, nur so.

    Früchte des Zorns


    Unscheinbares Fallobst. Gibt beim Verzehr verlorene Lebensenergie zurück. Mögliche Nebenwirkungen : verbale Entgleisung, Raufereien und Messerstechereien, Malus Etikette, scheiternde Quests aufgrund fehlender Anschleichlust und ungestümen Wutanfällen.

    Die Wutesche nennt neben ihrer Hassrinde auch die Früchte des Zorns ihr eigen.

    Angeblich sind diese Früchte für einen Gutteil der Kneipenschlägereien verantwortlich, da die Konsumenten stupides Kräftemessen plötzlich Ruhm und Reichtum vorziehen.

    Einziger Grund für das Überleben der Wuteschen sind die hiesigen Adeligenhäuser, welche sich durch die heimliche Beimischung ihrer Bestandteile Vorteile gegenüber Kontrahenten erhoffen. Der Fall des Hauses Stahlstein gilt als ein Paradebeispiel der Anwendung. Eine Messerspitze zerriebene Hassrinde brachte die abendliche Audienz bei Herzog Voliri zu einem jähen, gewalttätigen Ende.

    Gelegentlich wird das Obst noch zur Behandlung schwerster Verletzungen genutzt, wobei stets auf eine Fixierung des Patienten geachtet und ein Gehörschutz aufgesetzt wird.


    "Alronds kurzes Gedächtnis", Wurfdolch:

    Die Verwendung dieses äußerst kurzen Wurfdolches erlaubt es dem Benutzer, sich zwei zusätzliche Zaubersprüche des zweiten und des dritten Grades einzuprägen.

    "Becher des Zinkers" :

    Ein zerknautschter, unscheinbarer Becher aus Leder, der auch als Trinkgefäß dienen kann. Vornehmliche Aufgabe des Bechers ist es jedoch, seinem Besitzer unauffälliges Falschspiel zu ermöglichen, da nicht die Würfel gezinkt sein müssen, die mit ihm geworfen werden - den Teil übernimmt der Becher. Mit der linken Hand benutzt, gewinnt der Besitzer jeden Wurf. Mit rechts verliert er. Darüber hinaus erkennt der Becher gezinkte Würfel die man in ihn hineingibt und neutralisiert sie.

    Der wohl berühmteste Besitzer dieses Bechers war Arnfried Egelblut, besser bekannt als der "Einarmige Bandit". Ein Spitzname, auf dessen Ursprung er wohl gern verzichtet hätte: Nachdem er in seiner Heimatstadt seit seiner Jugend bereits als absoluter Glückspilz galt, forderte er das Schicksal letztlich einmal zu oft heraus. Ein ansonsten genialer Coup endete damit, dass Arnfried beim Sprung aus einem Schlossfenster das Dach eines Schuppens durchbrach und sein rechter Arm Bekanntschaft mit einem scharfkantigen Schlagschild machte.

    Das zweite und letzte Mal, dass Arnfried in seinem Leben Pech hatte, war, als er gegen den falschen Spieler sein übliches Glück hatte. Den Lederbecher, welcher ihm anschließend abgenommen wurde, hatte er angeblich nie verzaubern lassen. Gleichsam konnte sich niemand erinnern, dass Arnfried den Becher je benäht hatte, doch als der neue Besitzer die Innenseite betrachtete, fielen ihm die fein eingearbeiteten Worte auf: "Ein Leben lang Glück".

    Seither hat der Becher für viele glückliche, wenngleich kurze Leben gesorgt.

    Derzeit soll der Becher im Spielbereich eines berüchtigten Gasthauses eingesetzt werden, wo er Glück und Leben von Falschspielern enden lässt.


    "Ali'karaks Faustformel +1":

    Magischer Schlagring, der Kraft und Treffsicherheit erhöht, den Benutzer aber sehr reizbar und aggressiv macht.

    Drachenlady2001 Ich bin schon der Meinung, dass ich eine Art Ende ausformuliert habe. Die Ursache und der Grund der Seuche sind nun erkennbar und das war der Hauptinhalt meiner Geschichte.

    Den anschließenden Befreiungskampf könnte man dann natürlich noch auf 40 A4-Seiten ausschmücken, aber Asni schreibt ja auch nicht die gesamte Reisegeschichte, sondern nur eine von vermutlich vielen Etappen. Der weitere Verlauf beider Geschichten ist meiner Meinung nach nun vorgezeichnet.

    Fairer Weise: Ich fand Asnis Geschichte auch besser.^^

    Glückwunsch, Asni ! Deine Geschichte war so schön nicht-Happy-End-behaftet. Ich mag es, wenn Fantasy viel Grau und wenig Schwarz-Weiß beinhaltet.:thumbsup:

    Allerdings habe ich mich beim Lesen gefragt, ob es wirklich zum vorgegebenen Thema passt. Du hattest ja von seiner zersplitterten Seele geschrieben. Sucht er den letzten, fehlenden Splitter, um sich selbst zu reparieren oder hab ich was überlesen??(

    Da ich in letzter Zeit recht viel "Age of Empires 2" gucke und heute zur Entspannung etwas "Queen" gehört habe, hat sich mein Hirn dazu beflügelt gefühlt, größtmöglichen Unsinn zu entwerfen.


    Im Sinne des Thread-Namens ist es definitiv eine Auswirkung des Spiels.:D


    The game must go on (to the melody of Queen’s “The show must go on“)


    Building houses, killing all the sheep,

    scouting places, I guess we know the score.

    On and on, does anybody know, if there was just one boar?


    A failing quick wall, another source denied.

    Behind my stone walls, walling out the fight.

    Tower up! Does anybody want to lend me two more gold?


    The game must go on! The game must go on!

    Inside my vill’s are shakin‘, my drush was killed by wolves

    and I regret: Fast Castle.


    I tried to micro against four mangonels.

    My castle got up… to 99 percent.

    Monk is out. Does anybody know “Where have the relics gone“?


    I guess, I’m learning, I should have researched loom,

    while I get raided by four Men-at-arms.

    My lumberjacks are creakin‘, they want to drop their wood, but there are two more miles.


    The game must go on! The game must go on!

    My TC’s aren’t producing, my monks all died to scouts and

    I see rails… for ram trains.


    My treb’s are shooting palisades and mining camps.

    100 vill‘s or 50 more? Remember: “It depends!“

    I WILL DIE, MY FRIEND!


    The game must go on! The game must go on!

    I’ll face it with a grin, I’m never giving in, on with the game!

    Ooh, I lost a vill‘, need houses still!

    I have to make more vill‘s to carry on. (Background: “1 0 5 !, 1 0 5 !“)

    The game must go on!

    Die Mama kann Heldiwutzens Schwert hören? (Hier würde ich rein gefühlsmäßig noch zwei drei... dutzend Fragezeichen setzen.)

    Das erkläre ich damit, dass sie ihn ja mit sich fortzieht, also gibt es eine Brücke zwischen ihr und dem Schwert. Der junge Held ist außerdem nicht das erste Mal zu Hause, sodass seine Eltern das Schwert bereits kennen und sich nicht mehr darüber wundern.

    Alle Fragezeichen eliminiert?

    "Falscher Fuffziger". Ein Amulett, gefertigt in den fernen Bergen Gerontiens. Kann nur von Leuten ab fünfzig getragen werden. Lässt seinen Träger für zehn Jahre um keinen Deut altern.

    Effekt (positiv): Man fühlt sich zehn Jahre lang zehn Jahre jünger. Effekt (negativ): Man fühlt sich für den Rest seines Lebens zwanzig Jahre älter.

    Als Hertha ihren nunmehr vierten Ehemann am Morgen nach der Hochzeitsnacht begutachtete, staunte sie nicht schlecht. Statt des gut gebauten, fünfzigjährigen Tennislehrers lag ein etwas in die Jahre gekommener Rentenanwärter in ihrem Bett. Und sie hatte gedacht, >sie< sei zu alt für so etwas.

    Ähnlich erging es bereits vielen später glücklich verheirateten Paaren, die stolz ihren jüngeren Partner präsentieren wollten, dann aber unvermittelt selbst der jüngere und oft auch attraktivere Teil der Ehe waren.

    Die Bewohner Gerontiens nutzten derlei Amulette oft, um verbotener Weise ihre Volljährigkeit hinauszuzögern. Gerontier haben eine Lebenserwartung von 220 Jahren und gelten mit 52 als volljährig und strafmündig. So konnten Sie für einigen Schabernack in ihrer verlängerten Zeit als Jugendliche nicht bestraft werden.


    "Schleim der Weisen", zähes Öl:

    Effekt: Ein süßlich riechender, fahlgrauer Glibber, welcher, großflächig auf dem Kopf verteilt, die Intelligenz und die Weisheit des Anwenders um 2 Punkte erhöht, sein Charisma jedoch um 5 Punkte verringert.

    56


    Eine dickliche Frau mit praktisch kurz geschnittenem Haar kam ihm mit offenen Armen entgegen.

    „Junge, lass dich ansehen!“, hopste seine Mutter um ihn herum, was ihren Proportionen ein merkwürdiges Eigenleben verlieh. Ruckartig blieb sie vor ihm stehen, als sei ihr soeben etwas eingefallen. „Komm schnell rein… es… es ist kalt!“, sagte sie und packte ihren Sohn am Ärmel.

    Wie überaus…, setzte die Stimme zu einer treffenden Beurteilung an, hielt sich dann aber doch höflich mit jeglichen Adjektiven zurück.

    „Mutter, die Krokusse blühen schon!“, entgegnete der junge Held kopfschüttelnd.

    „Ganz schmutzig bist du…“, fuhr sie achtlos fort und zog ihn in die kleine Lehmhütte.

    Ja, wirklich!, pflichtete die Stimme ihr bei.

    „Siehst du. Sogar deiner Waffe ist das aufgefallen… und dünn bist du auch geworden!“

    Naja, sein Haar vielleicht, aber sonst…

    „Was ist eigentlich in der Stadt los?“, überging der junge Held den Kommentar. „Warum wurden die Markthütten abgebaut?“

    „Lass uns erstmal reingehen“, drängte seine Mutter.


    ------------------------


    Es war doch wirklich offensichtlich, dass die Stadt abgeriegelt wird. Und ich hab noch zu dir gesagt „Schnell raus hier!“, aber neeein…

    „Das kann doch keiner ahnen“, schnappte der junge Held zurück und setzte sein Starren fort.

    Irgendwie haben bisher fast alle derartigen Besuche so oder so ähnlich geendet, dachte die magische Waffe laut.

    Jetzt stutzte der junge Held doch. „Das kann ich mir kaum vorstellen… oder wie meinst du das jetzt?“

    Naja, dein Vorgänger ist eine schiere Ewigkeit bei seiner Sippe geblieben. Das waren vielleicht langweilige drei Jahre. Da war selbst die Gesellschaft der Fische angenehmer. Zum Glück gab es da diese jährlichen Schauduelle, sonst wäre ich vor Langeweile umgekommen.

    „Also es ist schon etwas anderes, nicht mehr fortgehen zu wollen als nicht mehr fortgehen zu dürfen“, merkte er missmutig an.

    Ich durfte ja auch nicht fort, entgegnete die Stimme gereizt.

    „Du bist ja auch ein Schwert.“

    Und was soll das jetzt heißen?!

    „Dass… ach, lassen wir es gut sein, bringt ja nichts“, lenkte der junge Held seufzend ein und widmete sich wieder dem tristen Anblick hinter den fettigen Fensterscheiben seines Elternhauses. Die Straßen waren seit der königlichen Order wie leergefegt. Außer den drei gelangweilt umherspazierenden Stadtwachen wirkte die Stadt gänzlich entvölkert. Sollten sich die Befürchtungen seiner Eltern tatsächlich bewahrheiten, würde dieser Anschein bald Wirklichkeit werden. Irgendeine grassierende Krankheit war dabei, die Bevölkerung zu Dutzenden dahinzuraffen und –

    Sagen die!

    „Raus aus meinem Kopf!“

    Ist doch wahr. Hast du auch nur einen Dahingerafften gesehen?

    „Du warst doch dabei, als meine Eltern davon erzählt haben“, sagte der junge Held.

    Und deshalb willst du jetzt hier Wurzeln schlagen? Hier gibt es nichts zu retten, nichts zu entdecken und schon gar nichts zu metzeln, du Heimabenteurer!

    „Aber es sind meine Eltern! Die müssen doch wissen, was gut für mich ist!“

    Und ich weiß, was man Jahrzehnte in einem Flussbett machen kann.

    Es dauerte einen Moment, ehe der junge Held den Querverweis verstand.

    Wird ja auch mal Zeit, grummelte die Stimme mit einem metaphorischen Augenrollen.

    „Ich sagte: »Raus aus meinem Kopf«!“, fuhr der junge Held seine Waffe erneut an.

    Wieso? Du hast doch gerade das Patrouillenmuster der Stadtwachen, die Höhe der Stadtmauern und den Verlauf des Flusses durchdacht und bist gedanklich bereits außerhalb der Stadt.

    „…du nervst“, gab er sich geschlagen.

    Ich rette lediglich deine Heldenambitionen.

    „Hm.“

    Und nein, du solltest dich nicht verabschieden.

    „Hm.“

    Du weißt ja, wie man das Fenster ausbaut.

    „Hm.“

    Tariq , Cory Thain und Kiddel Fee: Ich finde es schön, dass ihr euch an diesem Thread beteiligt und euer fantasy-historisches Pseudowissen mit uns teilt.


    Blitzbirne


    Seltenes Artefakt, dass entweder beim Verspeisen Leben retten (Bonus Gesundheit) oder Kampf als Ablenkung für einen schnellen Abgang dienen kann. Nur einmal verwendbar.

    Frankenstein Belebung vormals toter Körper war seinerzeit ein immenser Erfolg. Ebenso immens waren jedoch die Schäden durch das fortwährende Umleiten der pränatalen Energieriegel in seine Versuchsobjekte. Der überschüssige Strom verbrutzelte reihenweise Ausrüstung, sodass der Doktor einen klugen, wenngleich flüchtig betrachtet fragwürdigen Plan ersann. Der ortsansässige Birnenbaumbesitzer schuldete ihm noch einen Gefallen für die Bereitstellung seiner neuen Skla... ähm Ehefrau und so erlaubte er Frankenstein, sich für seine Experimente an seinem Obst zu bedienen.

    Es ist nicht festgehalten, wie Doktor Frankenstein die Birnen in biologische Hochleistungskondensatoren umwandelte oder wie viele er für seine Zwecke schuf. Fakt ist allerdings, dass das Hochenergieobst immer wieder an den seltsamsten Orten entdeckt wird. Die labilen Früchte sind sprichwörtlich mit äußerster Vorsicht zu genießen, können bei richtiger Anwendung jedoch einen Sterbenden dem Sensenmann entreißen. Da zu heftige Erschütterungen die gebündelte Energie jedoch spontan freisetzen können, tritt bei falschem Umgang mit Blitzbirnen irreversibel das Gegenteil für den Anwender und alle Umstehenden ein.


    -----------------------------



    "Der alte Haudegen"

    Ein unscheinbarer, rostiger, alter Degen, in dessen Handschutz die Worte "Du kämpfst wie eine Fee!" eingraviert sind.

    Effekt: Beschwört für 30 Sekunden eine Berserkerfee, die jeden außer dem Degenbesitzer attackiert.