Beiträge von kalkwiese im Thema „Ymir "Die Lichter von Dunhaven"“

    Das Bild passt mir nicht so ganz, ein Knall ist eher wie ein Pistolenschuss, mit Wasser würde ich ihn nicht vergleichen.

    Ich schaue gerade spontan rein. Hier möchte ich dagegen halten. :) Das ist ein tolles Bild, der Knall füllt zunehmend die Halle aus, das kann ich mir super vorstellen. Außerdem, wenn wir auf die Physik schauen, dann ist ein Knall ja Schnall, Schall ist die Verdichtung und Dehnung von Luft, Luft ist ein Fluid, also recht ähnlich dem Wasser ... passt in meinen Augen super.

    Generell leben Metaphern ja auch manchmal von ihrer physikalischen Unmöglichkeit, ob das funktioniert hängt also wohl sehr vom Leser ab. :) Also Eti, ich mags, aber ob es bleiben soll, muss du wissen.

    Weiter geht's :) Tjelvar ist ... ziemlich im Arsch, muss man sagen. Wenn er seine Aufgabe jemals erfüllen sollte, hat er wahrscheinlich gar nichts mehr, was ihn am Leben erhält.

    Ich habe heute vor allem ein paar Dinge zur Rechtschreibung, denn inhaltlich hat sich ja hier nicht viel bewegt. :) Die ersten Zitate beziehen sich auf die Textbeispiele, die du im vorigen Post geändert hast.

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    Er wunderte sich darüber, dass überhaupt eine Stadt so nah an einem Ort der Zwerge errichtet wurde.

    Das passiert ja gerade nicht aktiv, sondern liegt weit in der Vergangenheit -> PQP

    Immerhin waren diese Kreaturen selbst als lebende verachtet.

    Groß

    Zwerge ... Die vom Urverräter geschmiedete Armee, um seinen Bruder zu Fall zu bringen, waren quasi das Symbol für alles Niederträchtige in dieser Welt.

    Ich finde hier, dass die Auslassungspunkte und das letzte Komma im Prinzip den Zweck erfüllen, für den man sonst Gedankenstriche verwendet. :hmm:

    Die Auslassungspunkte finde ich an sich schon passend, aber ich bin mir immer unsicher, ob man nach ihnen nicht klein schreibt. Hier geht der Satz, wie ich die Worte auslege, jedenfalls recht flüssig weiter und die Punkte deuten ja eher ein Zögern, als wenn jemand nach den richtigen Worten sucht.

    Das letzte Komma dagegen finde ich nicht so passend, wenn dieser Einschub, der erklärt, was die Zwerge sind, der steht ja relativ für sich, finde ich. Der hat ja sogar noch einen untergeordneten Nebensatz ("um seinen Bruder zu Fall zu bringen"). Mein Empfinden würde die Klammer um diesen Einschub herum ("Zwerge waren quasi das Symbol für alles Niederträchtige in dieser Welt") etwas abgrenzen wollen. Keine Ahnung, ich würde wohl Gedankenstriche vorziehen oder das letzte Komma durch einen Gedankenstrich ersetzen. :hmm:

    Das ist jetzt keine superdringliche Sache, das ist jetzt mehr einen Anmerkung, um aus den Sätzen noch ein bisschen mehr Punsh rauszukitzeln. :)

    Er zog scharf die Luft ein und spürte, wie die Lebensgeister zumindest für einen Moment, zu ihm zurückkamen.

    Ein Komma hinter das markierte Wort. Da ist ja wieder etwas in einen Satz ("wie die Lebensgeister zu ihm zurückkamen") eingeschoben ("zumindest für einen Moment").
    Ich mag aber, wie du diese Einschübe benutzt. :) Sowas lese ich gerne und du verschachtelst die Sätze damit auch nicht übermäßig.

    Er sah seine trüben Augen, sein verfilztes Haar, die schiefe Nase ... Es war sein Gesicht.

    Oh, hier könnte man das auch nochmal schärfen, finde ich. "Seine Augen" sagen ja schon, dass er sein Spiegelbild sieht. Wenn du schreiben würdest "Er sah trübe Augen, verfilztes Haar, eine schiefe Nase ... Es war sein Gesicht", dann hätte das mMn etwas mehr Wirkung. Es ist zwar klar, dass das eine Reflexion ist - es ist natürlich keine Szene, die doll knallen soll -, aber grundsätzlich gäbe es mMn keinen Grund, extra zu sagen, dass es sein Gesicht ist, wenn du bereits sagtest, dass alles, was er sieht, ihm gehört. :hmm:

    Sein Vater war ein aufrechter Mann, mit entschlossenem Blick und mit einem Lächeln auf den Lippen, dass jedem zeigte, dass er ein zufriedenes Leben führte.

    Der Vater lebt ja jetzt schon wirklich lange nicht mehr, also PQP. Da du danach noch auf den Vater eingehst, könnte man das wohl als Rückblende betrachten. Da müsste man dann den letzten Satz der Rückblende nutzen, um wieder aus ihr herauszuführen. :hmm: Dann könnte alles zwischen diesen beiden Sätzen - theoretisch - im Präteritum bleiben. Der Abschnitt ist nur kurz, aber mMn etwas zu lang, um ihn ganz ins PQP zu setzen.

    Jeden Tag ... immer das Gleiche und er wurde nie müde das zu tun.

    Ja, das ist dann wohl der Endsatz der Rückblende bzw. der Erklärung zum Vergangenen. Da würde ich auch PQP nehmen, also "Jeden Tag ... immer das gleiche und er war es nie müde geworden, das zu tun." Achja, und ein Komma hinter dem markierten Wort, weil dann ein Infinitiv mit "zu" folgt.

    Ich denke, so kann man diese Rückblende sinnvoll einbinden. :)

    Seine Ausdauer war erschöpft.

    Tjelvar wirkt hier wirklich, wirklich kaputt. So wie du es hast, ist es gut. Ein bisschen mehr Fokus darauf und ich fände es schon etwas zu dick aufgetragen.

    Blitz, Donner, Schreie, Schmerz –

    er riss die Augen auf, sein Herz pumpte und verkrampft krallten sich seine Finger in den Rand des Troges.

    Ein schöner Zeilenumbruch. :D Aus irgendeinem Grund bietet sich sowas mMn immer besonders am Ende von Szenen oder am Anfang an. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das so mittendrin die gleiche Wirkungskraft entfalten kann. :hmm: Eventuell reicht der Gedankenstrich und der Zeilenumbruch ist nicht notwendig. Aber ich mag den schon sehr. ^^

    „Warum tut ihr nichts?“, schrie er nach oben.

    Noch immer kreisten die Krähen über Dunhaven und eine von ihnen segelte zu ihm herunter, ließ sich auf dem Dach des Stalls nieder.

    Junge, du brauchst professionelle Hilfe.

    Wild mit den Flügeln schlagend, krähte der Vogel in seine Richtung und fixierte ihn dabei.

    Bei dem Komma bin ich mir gerade sehr unsicher, ob das da wirklich hin gehört. Ich kann es dir nicht begründen, aber ich will es irgendwie entfernen.

    Und vergangenes immer wieder ertragen müssen?

    Groß, weil sich "Vergangenes" nicht als Adjektiv auf ein anderes Wort bezieht (bspw. "vergangenes Leid").

    Der Vogel blieb stumm, neigte nur den Kopf.

    „Ich werde nicht sterben! Nicht, bis ich diese verdammte Waffe in meinen Händen halte und jeden einzelnen Draugr nach Hel geschickt habe. Und dann ...“ Er ballte die Fäuste. „Werde ich an eure Tür klopfen.“

    Jap, der ist ein Wrack.

    In seinem Rücken hörte er Frod, wie er sagte: „Er ist nicht so der Morgenmensch.“

    Tjelvar ist wohl kein Mensch für irgendeine Tageszeit. ^^'

    Ich bin dann wohl offiziell up-to-date. :) Ich hoffe, du kannst bald wieder etwas nachliefern.

    Ich kann die Geschichte hier jetzt nicht so richtig inhaltlich kommentieren. Es ist eher so, dass dieser Abschnitt Dinge aus Tjelvars Sicht zeigt und uns ein bisschen Kontext gibt, wie Tjelvar Dinge bewertet und wie er über Elina denkt - oder halt auch nicht, denn er denkt von ihr bisher nur als "die Schankmaid".

    Der Traum hätte für meinen Geschmack sogar noch traumhafter, abgedrehter sein können. :D Aber so wie er ist, ist er in Ordnung.

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    Wie ein einen nassen Sack, warf das Monster Sigi zu Boden und begann auf seine wehrlose Schwester einzuhacken.

    Komma zu viel :hmm: Und hinter "begann" muss noch eines kommen

    Das Blut, flog ihm hohen Bogen durch die Luft und begann einen roten Nebel zu bilden.

    Im Prinzip das Gleiche. Beim Ersten Komma weg, beim Zweiten Komma dahinter.

    Wieder ein Blitz, es brannte in seinen Augen. Donner dröhnte in seinen Ohren. Wieder Schreie. Schlag um Schlag, Schreie. Blitz, Donner, Schreie, überall Schreie, Schreie-

    Wunderbar diese Abfolge von Sinneseindrücken. :thumbup: Nur beim letzten Wort eine Kleinigkeit: Du brichst ja nicht mitten im Wort ab, also sollte ein Leerzeichen zwischen "Schreie" und den Gedankenstrich. Und dann sollte der Gedankenstrich auch der Gedankenstrich sein (also der "Halbgeviertstrich", "Von-bis-Strich", "Langstrich" und welche Namen der noch alles hat), statt einem Minus. Hier im Forum nehme ich immer das Minus, weil man den Gedankenstrich idR. nicht auf der Tastatur hat und Programme wie Word oder Papyrus den aus einem Minus erzeugen. Ist also nicht so bequem zugänglich. Ob OpenOffice das macht, weiß ich nicht. :hmm: Aber in meinen Geschichten achte ich da immer konsequent drauf, nur halt im Forum muss ein "-" reichen.

    Ansonsten mag ich sowas sehr gerne. Dieser plötzliche Abbruch mitten in der Szene, im Satz sogar, wo Tjelvar aufwacht. Ich denke, wenn er nicht erwacht wäre, wäre die Satzverkettung einfach weitergegangen.

    Sie häuften sich, seit sie in Dun ankamen.

    Sie sind ja bereits angekommen, schon vor Kapitel 5. Damit wäre der markierte Satz besser im PQP aufgehoben. Außerdem: Sind Frod und Tjelvar nicht jetzt die erste Nacht in Dun? Hatten die Träume da überhaupt schon die Gelegenheit, sich zu häufen? Vielleicht habe ich auch gerade ein Brett vor dem Kopf - dass ich hier immer nur einen Post am Stück lese, trägt jetzt nicht dazu bei, dass ich alle Details behalte :rofl: Ist Dun das Land und Dunhaven die Stadt?

    Deswegen rechnete Tjelvar fast damit in Dunhaven, der Hauptstadt dieses eisigen Landes weiter von ihnen verfolgt zu werden.

    Ah, meine Frage beantwortet sich :whistling:

    Der Satz kommt mir irgendwie unnötig daher. Dunhaven ist Teil von Dun. Seit er in Dun ist, hat Tjelvar vermehrt Albträume. Das schafft beim Leser erstmal den Zusammenhang, dass das mit dem Land Dun zu tun haben scheint. Wenn Tjelvar nur "fast" damit rechnet, dass sich daran nichts ändert, dann rechnet er ja irgendwie doch damit, dass sich das bald ändern könnte. Dabei ist Dunhaven ja in Dun und bisher hat es sich ja nicht gebessert. Versteht man mich? xD Wenn Tjelvar beispielsweise fast damit rechnet, dass es jetzt noch schlimmer werden könnte, dann hätte ich mit dem Satz kein Problem.

    Die Schankmaid, hatte sich später zu ihnen gesellt und mit seinem Freund einiges gebechert.

    Komma weg.

    Interessant, Tjelvar hat ihren Namen vergessen. Schönes Details, sowas gibt Tjelvar eine eigene Stimme. :thumbup:

    Es überraschte Tjelvar nicht, dass diese Frod unter den Tisch trank. Der Bursche hielt sowieso nichts aus.

    Die Nacht ist ja schon vergangen, also PQP.

    Diese Fixierung auf Alkohol liest sich schon irgendwie wie ein Klischee, muss ich zugeben. Ist jetzt nicht das Ende der Welt - bei einem meiner Lieblingsautoren kommt sowas auch immer mal wieder vor - aber ich wollte es erwähnen. :hmm:

    Die Felle, waren ihre eigenen.

    Komma weg.

    Es war nicht viel, aber besser als wieder in irgendeiner Höhle zu schlafen, dachte Tjelvar.

    Ich bin mir hier nicht zu 100% sicher. Wenn Tjelvar das Wort für Wort denkt, dann muss es ins Präsenz. Dann würde es sich auch anbieten, das kursiv zu machen, wenn du das sonst auch gemacht hast. Muss aber nicht sein, eigentlich merkt man das auch so, wenn es Präsenz ist. :hmm:

    Ein eisiger Wind begrüßte ihn und erinnerte an den schon sieben Monate lang wehrenden Winter.

    Mit ä, also "währenden", sonst hätte es mit "sich wehren" zu tun ^^

    Da der Stall weit im Süden der Stadt lag und das Land in diese Richtung anstieg, konnte er über all die, mit dunklen Schindeln bespickten Dächer sehen.

    Wenn du das Komma unbedingt haben willst, dann müsste noch eines hinter "bespickten" kommen. Aber ich finde es ohne diese Kommata besser, du brauchst sie hier nicht, wenn ich das richtig sehe.

    Die Unzahl an Schiffen, die dort lagen, schaukelten zwischen dem vielen Packeis hin und her.

    Ja, ich glaube, dass sich "lagen" hier eher auf "Die Unzahl" bezieht, statt auf die Schiffe, denn die Unzahl ist ja das Subjekt des Satzes. Da müsste es dann eigentlich "lag" heißen. :hmm: So wie es ist, passt es jedenfalls mMn nicht.

    Von hier oben war das Kopfstück der Könige jedoch gut zu erkennen. Und was noch besser war, es sah aus wie auf Frods Pergamenten.

    Oh, hier ist es eine Geschmackssache. Mein Bauchgefühl für Lesefluss bevorzugt es irgendwie, die beiden Sätze mit einem Komma zu verbinden und das Komma im hinteren Satz durch einen Doppelpunkt zu ersetzen. :)

    Ein Krächzen zog Tjelvars Aufmerksamkeit auf sich. Am Himmel über ihm kreuzten mehrere Raben und wechselten sich dabei ab, den sonst so ruhigen Morgen durch ihr unschönes Lied zu beschallen.

    Tjelvar hasste diese Federviecher.

    Sie nervten ihn und stahlen sein Gut, wenn er nicht aufpasste. Und schmecken taten sie auch nicht.

    Okayokayokay, Bauchgefühl spricht hier. Baugefühl sagt: "Sie nervten ihn" ist irgendwie plump. Keine Ahnung warum, aber dieses Eindruck macht es auf Bauchgefühl. Bauchgefühl schlägt vor: "Sie gingen ihm auf die Nerven." Die saloppe Wortwahl im Satz davor ("Federviecher") findet Bauchgefühl dafür sehr passend.

    Diese Elina hatte einen Gefallen bei ihm frei und der führte zu einem Schlafplatz.

    Der Satz drückt irgendwie das Gegenteil von dem aus, was du aussagen möchtest. :hmm: Wenn Elina bei Tjelvar einen Gefallen gut hätte, dann müsste sich Tjelvar ja bei ihr revanchieren. Aber das Gegenteil ist der Fall. Elina hat ihnen zum Dank für Tjelvars Hilfe einen Schlafplatz besorgt.

    Munter gesellte sich ihr Gastgeber neben Tjelvar und starrte in den Himmel.

    Mir ist klar, dass "ihr Gastgeber" sich auf ein "sie" bezieht, das aus Tjelvar und Frod besteht. Aber von den beiden war kurz zuvor nicht in diesem Zusammenhang die Rede. Sie sind auch nicht zu zweit vor Ort, Tjelvar war allein. "Sein Gastgeber" fügt sich da mMn viel besser sein. :hmm:

    So, Hoffnung ist durch, also keine Hoffnung mehr. :)

    Ich habe das Gefühl, Leute wie Frod werden sehr geschickt durch ihre Handlungen charakterisiert. Das machst du gut, man bekommt sofort einen Eindruck, was das für einer ist, ohne dass man seine Geschichte kennt. Man kann sich noch so eine lange und tolle Backstory ausdenken, lebendig werden die Figuren erst in ihren Handlungen. Das machst du gut.

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    Erschrocken fuhr sie hoch und hob zugleich abwehrend die Hände. „Nichts es ist alles gut, wirklich.“

    Wörtliche Rede lebt ja auch irgendwie von bewusst gesetzten Fehlern und wird dadurch erst richtig anschaulich. Aber wenn ich sowas in Büchern sehe, dann wirkt es auch immer absichtsvoll. Entweder fehlt hier nach "Nichts" ein Komma oder du hast hier ein Stilmittel versucht, dass so nicht ganz für mich funktioniert. Wenn jemand einfach nur Worte raushaut, ohne Zusammenhang, aber auch ohne Sprechpausen, dann kann man super die Satzzeichen weglassen. Dann würde ich nur auch mit allen machen: "Nichts es ist alles gut wirklich!" Aber deine Geschichte gibt mir bisher nicht das Gefühl, dass du solche Dinge machst, also ist es wohl das fehlende Komma. :)

    „Danke“, sagte Elina zu dem Wirt gewandt.

    Dieser packte das Messer vorsichtig wieder zur Seite. „Für dich doch immer.“ Wie angewurzelt blieb er im Zimmer stehen.

    Ach, sehr schön, wie der Wirt durch seine Handlungen und Aussagen dargestellt wird. :) Elina hat ja ihre ganze Geschichte ausgesprochen, aber ich hoffe, sie wird auch genauso wie der Wirt oder Frod solche kleinen Momente bekommen, in denen ihre Persönlichkeit durchscheint.

    Gab es noch eine weitere fremde Sprache auf ihrem Rücken?

    Das ist etwas, was ich mich eben auch frage. Tjelvar sagte ja ganz gerade raus, dass es nicht nur diese Sprache sei, aber er sagte auch, dass Runen durch Narben unleserlich seien, richtig?

    Als sie die Tür zur Stube aufmachten, waren wieder der gewohnten Klänge von Musik und Stimmen zu vernehmen.

    die

    „Nicht heute, Metjan!“, erwiderte sie ihm genervt

    Ich war bisher etwas verwirrt. Es war irgendwie von vier Jahren die Rede. Ist Elina seit vier Jahren in Dun? Hat sie seit vier Jahren mit keinem mehr für Informationen geschlafen?

    Bedeutet dieser Satz, dass sie öfter mal Freier hat, um Geld zu verdienen? Würden die dann nicht ihre Tätowierungen sehen? Dann sollte sie doch Leute wie Metjan tunlichst vermeiden? :hmm:

    Gestern Nacht haben die Draugar schon wieder ein Gut abgefackelt und ihr verkriecht euch hier hinter den Mauern.“

    Da bekomme ich Symphonie-der-Stille-Vibes, wo die Menschen auch immer weiter zurückgedrängt werden. Außerdem haben die Typen etwas von der Mauergarnison in Attack on Titan, die anfangs auch nicht viel machen.

    „Ihr solltet lieber froh sein, dass die Feuer nur draußen lodern ... wäre doch ein Jammer, wenn sich hier drin ein ähnliches Schicksal ereignen würde.“

    Aaah, Unfälle passieren!

    „Sohn einer Zwergin“, zischte ihm Utjan noch hinterher.

    Das ist jetzt aber nicht nett der Zwergin gegenüber :D Weltspezifische Beschimpfungen, nice.

    Ich glaube nicht, dass ihr, wo anders noch ein freies Bett finden werdet.

    zusammen

    Frod klatschte in die Hände.

    Jap, sehr schön, wie Frods Persönlichkeit in seinen Handlungen durchkommt :thumbup:

    Fragst du dich das einfach so, oder meinst du, ich solle das noch hinzufügen? :hmm:

    Ich finde die Information schon wichtig, weil das einen jungen Menschen sicher noch schlimmer mitnimmt, als einen älteren. Außerdem kam das mit dem Priester sofort danach. Du sagtest wohl etwas, glaube ich, von 14 Jahren, aber das kam dann erst nachdem der Priester erwähnt wurde und da habe ich sie mir eben wirklich klein vorgestellt ... mit 14 ist das mit einem Erwachsenen immer noch fragwürdig, aber schon etwas anderes als mit 11.

    Ich will den Gedanken gar nicht durchkreuzen, weil ich ihn ja an vielen anderen Stellen extra versucht habe zu streuen, aber hier wollte ich eher zeigen, dass Tjelvar schon weit rumgekommen ist in der Welt. Aber vielleicht kommt das ja sogar aufs gleiche raus :hmm:

    War die Figur nicht eine Mythengestalt, die wir schon kennen? Arn oder so? Ich hatte nicht den Eindruck, dass das auch für Tjelvar exotisches Wissen wäre, für das er weit gewandert sein muss. Eher, dass er von weit her kommen muss, weil es in Dun wohl eher exotisch wäre. :pardon:

    Ja, ich bin auch schon länger am überlegen, ob ich das rausnehmen soll, weil ich mir nicht sicher war, ob der Leser das checkt oder noch zuwenig in dieser Welt unterwegs war um das zu interpretieren. Außerdem gibt es hier noch die Verwechslungsgefahr mit "jemanden zum schweigen bringen" was meist mit "jemanden töten/aus den Weg räumen" assoziiert wird :hmm:

    Tatsächlich hatte ich die Stille dazu gar nicht im Sinn. Das sehe ich jetzt erst. xD

    Ich habe an "jemanden mundtot machen" oder "jemanden töten" gedacht.

    So, weiter mit der Hoffnung! :)

    So, ich nehme mir diesen Part heute noch vor, ab dann warte ich auf deine Überarbeitung des nächsten Abschnitts und die Fortsetzungen :)

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    Da hast du mich drangekriegt :D Hm, ja, mit diesem Part hinten dran ist die Verwechslung, die ich hatte, eigentlich gar kein Problem mehr, finde ich. Man wird etwas auf eine falsche Fährte gelockt und das "Aaaah" ist dadurch umso größer. :) Well played!

    Ich stimme Stadtnymphe zu, dass die Bedienung aber plötzlich sehr naiv wirkt, was irgendwie nicht so dazu passen will, dass sie schon oft enttäuscht wurde. Wenn sie weiterhin konsistent so naiv ist, dann ist das in Ordnung, dann ist sie eben so, aber für den Moment hat sie trotzdem Sympathiepunkte bei mir verloren. ^^'

    Frod wirkt auf mich erstmal wie ein Schürzenjäger/Scharlatan/Quacksalber. Einer, der einem die wildesten Geschichten auftischt, um einen zu verarschen - für Sex, Geld, Hilfe, wasauchimmer.

    Und Tjelvar wirkt kaputt. Eren im letzten großen Abschnitt von AoT ...

    Jetzt bin ich umso gespannter, was du vorhast, weil die ersten drei Kapitel sich jetzt also als Backstory herausgestellt haben :D

    All die Jahre hatte sie nach einer Möglichkeit gesucht das Rätsel ihrer Vergangenheit zu lösen.

    Komma dahinter.

    Was für ein Zufall, dass sie zufällig an die beiden gerät. ^^ Ist das wirklich Zufall oder steckt da etwas hinter?

    und jetzt, wo sie seit nun mehr vier Jahren versuchte, die Sache zu vergessen

    Der Satzanfang muss groß :pardon:

    In Erwartung an die kommenden Worte hatte sich der Rothaarige schon aufgerichtet wie ein Pfau und sein Grinsen reichte von einem Ohr bis zum Anderen. Er wusste, was kommen würde.

    Großkotz :D

    Hier will ich nochmal einen Kommentar zu Erzählperspektiven machen. Nicht, weil hier etwas falsch ist - das ist es nicht -, sondern weil ich sicher sein möchte, dass du das hier bewusst gemacht hast bzw. dir dessen eben jetzt bewusst bist. :)

    Bisher folgte man in Kapitel 5 Elina. Einem sind, wenn du den Erzählstil der vorigen Kapitel durchziehst, was ich im Moment für ratsam halte, nur Elinas Gedanken zugänglich. Was der Erzähler schreibt, sind quasi ihre Gedanken, in der dritten Person nacherzählt. Eigentlich schreibt man da nicht, was andere Personen denken oder warum sie etwas tun oder was sie wissen, denn dazu hat man - eigentlich - keinen Zugang. Ausnahmen gibt es immer, sie will ich jetzt nicht pauschal ausschließen.

    Der dunkelrote Satz sagt etwas über das Wissen von Frod aus, was Elina nicht direkt wissen kann. Wenn du so etwas in diesem Erzählstil schreibst, dann bedeutet das, dass Elina das so gewertet und beurteilt hat. Was ja möglich ist. Der Satz ist legit. Sie kann es nicht wissen, aber es ist für sie so offensichtlich, dass es ihr als wahr erscheint, und darum kann das da stehen. Wenn sie das aber so gewertet hat, dann finde ich es noch ein bisschen befremdlicher, dass sie so unvermittelt auf Frod eingeht. Da sollte man, wenn man nicht ein totales Blondchen ist, schon misstrauisch werden. :hmm:

    der Magier?“, hauchte Elina ungläubig.

    Satzanfang

    Ohne um vorher nach Platz zu fragen schob sich Elina neben Frod in die Bank und starrte ihn mit großen Augen an.

    Das Wort ist einfach zu viel und gehört da nicht richtig hin. Streichen.

    „Bedaure, aber dies ist nur den Göttern vorenthalten“, gab er mit erhobenem Zeigefinger zu verstehen.

    Ich rieche Bullshit!

    „Ihr seid kein Magier“, flüsterte sie. Warum nur plagte sie diese verdammte Hoffnung? Immer, wenn es auch nur den kleinsten Funken gab, das Geheimnis, dass sie so lange quälte zu lüften, vergaß sie alles um sich herum.

    Da fehlt noch das Wort "Hoffnung", sonst ist nicht klar, was das für ein Funke ist :hmm:

    hui, ich glaube hier ist es zu einem Missverständnis gekommen ^^;

    Vielleicht muss ich das noch was klarer machen, aber die beiden die da sitzen sind nicht Björn und Dwan.
    Ich habe auch das Gefühl. dass ich Björn im letzten Part mehr beschreiben muss. :hmm:

    Nun, ich hab es schon gesagt, aber ich denke, dass das Missverständnis zu deinem Vorteil sein könnte. :)

    "Das ändert irgendwie meine Wahrnehmung der Geschichte komplett."
    Ob ich das aber gut finde weiß ich noch nicht ^^; Gerade weil ich den Anfang recht stark finde und er bei euch gut amkam, möchte ich den Flair ja eigentlich nciht ändern. ^^;

    Es ist wohl noch zu früh, um das beurteilen zu können. :) Wenn an der Geschichte mehr dran ist und ich sie besser überblicken kann, dann ich da eher was zu sagen

    Keine Sorge, Dwan wird Dwan bleiben xD
    Außer du mochtest sein geschwollenes Gelaber nicht ... dann würde ich mir doch Sorgen machen ^^;

    Alles gut, ich mochte das :)

    So, dann beginne ich also das aktuelle Kapitel, wovon ein Teil nochmal überarbeitet werden soll :hmm: Dwan und Björn gibt es also weiterhin und sie spielen wohl eine Rolle. Ich wäre nicht überrascht, wenn dieses mächtige Artefakt der Reif bzw. Ring ist, den Tjelvar gegriffen hat und hinter dem die Draugar wohl her waren.

    Mir fällt auch auf, wie sehr Walter Moers in "Rumo und die Wunder im Dunkeln" auf die nordische Mythologie zurückgegriffen hat. :hmm: Viele Namen, die hier auch fallen (Hel beispielsweise), hat er auch verwurstet. Ist natürlich auch irre cool, also warum nicht daraus schöpfen? :D

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    Utjan will sich nochmal bei euch bedanken, dafür dass ihr sein Dach repariert haben.“

    habt

    Der Mann, der dies sagte, war Jondr’s Oberhaupt und blickte voller Stolz auf seine drei Söhne.

    Also wenn es da jetzt keinen speziellen Grund gibt und die Familie "Jondr" heißt, dann schreibt man das ohne Apostroph.

    Die Jondr’s bedankten sich und Elina bahnte sich ihren Weg durch die Menschen zum Tresen.

    same

    Auch wenn sie aus Umland kamen und nicht direkt in der Stadt wohnten

    Nennt man das Umland dort "Umland", wie mit einem Eigennamen? Wenn nicht, dass fehlt davor "dem".

    „Die sehen für mich auch nicht so aus, als kämen sie aus Dun.“

    Solange man Tjelvar gefolgt ist, gab es nur vage und sehr unspezifische Ortsangaben. Das alte Dorf hatte keinen Namen, das neue Dorf auch nicht. Ich ging tatsächlich irgendwie davon aus, dass andere Orte weit weg sein müssen und keine Rolle spielen. Jetzt gibt es in diesem Kapitel, und etwas auch im Interludium, plötzlich konkrete Ortsnamen. :hmm: Das ändert irgendwie meine Wahrnehmung der Geschichte komplett. Ohne solche Namen wirkt die Geschichte ein bisschen von der Realität losgelöst, ein bisschen wie ein Märchen. Nun hält eine Art Realismus Einzug, wenn das Sinn ergibt. Das ist übrigens eine reine Beobachtung und ob ich das gut oder nicht gut finde, kann ich erst mit mehr Kontext sagen. ^^

    Nicht nur, dass der andauernde Winter die Ernten reduzierte ... nun befanden sich auch viele der Bauern, die nicht genug Geld hatten, ihren Hof zu beschützen hier in der Stadt.

    Dann sind die Winter gerade länger als sonst?

    Winter halte ich auch für die passendste Jahreszeit für die Geschichte. Es ist einfach die natürliche Wahl. Der Schnee schluckt Geräusche. Im Winter sterben alle, die sich nicht schützen. Man braucht Vorräte und muss sich aktiv gegen die Kälte verteidigen. Alles zieht sich in die Häuser zurück und macht Platz für mögliche andere Dinge. Der Winter ist beängstigend und einfach die richtige Wahl :)

    Elina schüttelte den Kopf und versuchte sich wieder, auf ihre Gäste zu konzentrieren.

    Hinter das erste Wort ein Komma, das andere streichen.

    „Wir sind so etwas wie ... Entdecker. Wir suchen ein mächtiges Artefakt. Den Hinweisen nach soll es der Zwergenkönig selbst bei sich getragen haben und ... so soll es auch mit ihm beerdigt worden sein. Es hat uns einige Zeit gekostet, den Ort ausfindig zu machen. Aber wir haben Kingraven, das Königsgrab gefunden ... hier ist es vielleicht eher bekannt unter den Namen ...“

    „Helhaven“, beendete Elina den Satz.

    Boa, Björn ist doch sonst so beherrscht gewesen in der anderen Szene, und jetzt plaudert er einfach mit einer Fremden aus dem Nähkästchen?

    „Hier, hier ... und hier sind Ausgänge markiert, seht Ihr? Und wo es einen Weg nach drauen gibt, da muss es auch ...“

    „Einen Weg rein geben“, flüsterte Elina. Doch in Wahrheit beschäftigte sie etwas völlig anderes. „Das kann nicht sein ... Ihr könnt Aldwa lesen! Aber wie ...?“

    Ich bin tatsächlich etwas verwirrt, ob jetzt Björn oder Dwan mit Elina redet. Dwan ist ja mit Essen bzw. Trinken beschäftigt, darum gehe ich von Björn aus. Dass Dwan immer noch total runtergekommen ist, lässt mich annehmen, dass das Interludium nicht allzu lange zurückliegen kann. Müsste da nicht Dwan der Typ sein, der die altertümliche Schrift lesen kann? Außerdem hat Dwan sich in seinem Brief sehr gewählt ausgedrückt - das ist ein totaler Kontrast zu seinem Verhalten hier :D

    Ich muss wohl einfach mehr lesen.

    ja, freu dich nciht zu früh xD
    Ich hab ab morgen Pfingst"ferien". Ich hab da zwar nciht gänzlich frei, versuche aber über die Woche das aktuelle Kapitel zu beenden und ein neues zu schreiben. Das wären dann wieder 5 Parts ^^; (Ja, hab mir viel vorgenommen ....)

    Och manno :D Ja, bitte schreib weiter.

    So, Interludium 4/4 geschafft. :) Ich hab schon fastaufgeholt! :D

    Ich ging ja davon aus, dass das Interludium nur ein Zwischenspiel ist (weil der Name und so) und dass hier alle sterben würden. Eiszombies erinnern mich grundsätzlich an A Song of Ice and Fire, was ich bald mal wirklich weiterlesen möchte ...

    Aber ein nordisches Setting ist natürlich ganz was anderes als GoT :D

    Es sterben also (in diesem Kapitel) nicht alle. Dwan scheint mehr zu sein, als nur ein Totengräber. Vielleicht Dwan auch das, was Tjelvar sein könnte, wenn der über seine Kräfte Kontrolle bekommt. Das ist bisher meine Vermutung.

    Diese vier Abschnitte waren alle sehr sauber und hatten nur sehr wenig, was mir aufstößt. Ich gehe davon aus, dass das heißt, dass du sich seit dem ersten Kapitel verbessert hast. :) Bravo!

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    Langsam ging Björ auf diesen zu.

    Da fehlt das n.

    Wo sind meine Männer?“ Björn ließ ihm nur wenige Augenblicke Zeit für eine Antwort. Als diese nicht kam, setzte er nach. „Wenn du nicht gleich einen klaren Satz über die Lippen bringst, dann ...“

    Mit diesen beiden Sätzen tue ich mich irgendwie schwer. Warum? Ja, schwierig. xD Also der hellrote Satz, der wird auch irgendwie aus dem Kontext klar, finde ich. Der wird einfach nicht gebracht und wirkt deswegen ein bisschen ungelenk. Ohne den bin ich eigentlich schon zufrieden.

    „Es ist der Winter“, fuhr Dwan fort, ohne eine Regung in seinem Gesicht zu zeigen. „Wenn der Schnee das Land erstickt und das Eis die Gewässer erstarren lässt. Wenn die Kälte die Menschen zum Rückzug zwingt und sogar der mächtige Bär in den Schlaf flieht..., dann schweigt Ymir.“

    Mh, der klassische Typ, der etwas weiß, aber es weder Leser noch Gegenüber verraten will und deswegen in Rätseln spricht, was eigentlich ein ziemlich arschiger Move ist. :D Ist aber irre episch zu lesen und ich finde es toll!

    Wo kamen diese Geschöpfe auf einmal her?

    Das frage ich mich auch und du musst es mir nicht jetzt erklären, aber ich hoffe, die Geschichte hat später dafür eine schlüssige Erklärung :D Vielleicht sind mehrere Hügelgräber in der Nähe? Kommen sie aus Portalen aus einer Paralleldimension? Sind sie aus dem Norden (Tjelvars Dorf?) gekommen? Ist ganz Midgard in Gefahr?! (Btw, wie heißt die Welt nochmal? War Ymir der Name? Hab's vergessen xD)

    Seine Brauen waren leicht gehoben und gaben seinem Blick etwas Herausforderndes. „Wie entscheidet Ihr Euch?“

    Ich finde es genau so gut geschrieben, wie es hier ist. :thumbup: Trotzdem erinnere ich mich nicht mehr so gut an die drei Parts davor. Bezieht sich die Entscheidung darauf, Dwan freizulassen und ihm ein Schwert zu geben?

    Jetzt zu dem was ich euch sagen wollte, wenn dieser Part raus ist. Also, warum ist Dwan so ruhig.
    Er ist ruhig, weil er den bevorstehenden Kampf gewinnen wird. Das ist zumindest sein Mindset. Wie schon im Brief erwähnt, waren im Grabhügel Draugar, die allerdings kein Problem für ihn darstellten

    Aaah, ja, das klär meine Frage. xD

    Das Interludium war toll und verspricht einiges mehr. Es ist cool zu sehen, dass in anderen Teilen der Welt auch etwas los ist.

    Wieder ein relativ kurzer Teil, aber das ist in Ordnung. So kann ich gleich noch joggen gehen :D

    Ich frage mich, wie wichtig diese Figuren für das große Ganze sein mögen.

    Übrigens kann ich nun auch mit deiner Signatur etwas anfangen. :)

    Spoiler anzeigen

    Er wusste nicht warum, aber dieses Blau faszinierte ihn aus irgendeinem Grund.

    Das Blau muss sich auf die Augen im vorigen Teil beziehen. Wenn das in deinem Text alles so passt, dann ist alles gut. Hier musste ich nur kurz nachdenken, was da denn blau ist, weil es schon zwei Tage her ist, dass ich den Teil gelesen habe. ^^

    Und ich habe nicht vor dieses Schicksal zu teilen.

    Komma hinter "vor"

    Der Gefangene schloss die Augen und legte seine Stirn in Falten. „Die Zeit des Versteckens ist vorbei. Seitdem ich dieses verfluchte Gewölbe verlassen habe, sind sie hinter mir her.“

    Hier finde ich "Der Gefangene" statt dem Namen oder einem Pronomen btw. super gut gesetzt. Björn ist hier der POV-Charakter, Dwan ist für ihn kaum mehr als "der Gefangene" und dieses Machtverhältnis spielt im Kontext des Gesprächs und auch genau an dieser Stelle eine Rolle.

    Die Blicke des Gefangenen wurden eindringlicher. „Ihr wisst gar nicht, was dort unten hätte liegen sollen, oder? Was in jener Kammer über Jahrtausende geschlummert hat?“

    Dwan kann sich nach dem Hin und Her also jetzt doch erinnern? :hmm:

    „Was auch immer es war“, begann Björn. „Ihr habt den Stein, der es beschützen sollte, achtlos beiseitegeschoben.“
    Sachte schüttelte Dwan den Kopf. „Dieser Stein sollte ihn nicht vor uns beschützen! Er sollte Euch vor Ihm beschützen!“

    Und trotzdem war es Dwan, der den Stein beiseitegeschoben hat. Irgendwie macht sein Einwand das nicht besser, sondern nur schlimmer xD

    Ich nehme mal an, dass da unten der große, breite Chef der Draugar war, bzw eines von diesen Biestern, weil es sicher mehrere gibt? Sag es nicht, ich stelle nur Vermutungen auf. :hmm:

    Aber Draugar wurden noch nie an der Oberfläche gesehen. Mit diesen Schauergeschichten werdet ihr weder mich noch Jarl Olafson überzeugen können.“

    Yo, ich glaube, Sigi und Erik möchten mal ein Wörtchen mit dir reden.

    Wir befinden uns hier im "Süden", wenn ich mich richtig erinnere. Ich frage mich, wie weit südlich von Tjelvar das wirklich sein mag. Könnte es sein, dass nur Tjelvar das Massaker überlebt? Das wäre mal ein harter Einstieg, aber warum eigentlich nicht? xD

    Ich wollte mal ganz allgemein sagen: Ich lese gerne hier. :)

    Dieser Abschnitt war ja etwas kürzer. :hmm: Aber mir passt das in die Tagesroutine :P Dwan weiß von Dingen, die passieren werden. Er hat also in die Zukunft geschaut bzw. jemand hat ihm die Zukunft verraten (oder eine Zukunft?). Zu deinen Fragen:

    Wenn im Brief steht, dass er die Tür im Grab wieder verschlossen hat (was ja auch da steht) und dann weiter unten noch etwas deutlicher stehen würde, dass er das Grab bald verlassen möchte - da ist nur noch eine verschlossene Tür und er möchte wissen, was sich dahinter befindet ... Also, irgendwie ist es ja schon im Text, aber ich finde schon, dass man den Leser noch ein kleines bisschen drauf schubsen kann. :D Mystery stelle ich mir echt nicht leicht vor. Man muss so viele Dinge neben dem "normalen" Storytelling hinbekommen. Glaubwürdige Twists, Dinge in einem neuen Kontext ganz anders aussehen lassen ...

    Heute habe ich recht wenige Anmerkungen, weil der Text kurz und recht sauber war. :)

    Spoiler anzeigen

    Die achtköpfige Karawane wurde durch einen umgestürzten Baum zum Anhalten gezwungen.

    Da das Ereignis, dass sie anhalten mussten, ja zurück liegt und nicht gerade im Text passiert, wäre hier wohl PQP die richtige Zeitform. Im folgenden Satz hast du das auch richtig gemacht. :)

    Die Augen waren blutunterlaufen. Unter den Ringen, die sie bildeten und dem ungepflegten Bart schien ein sonst gutaussehender Mann zu stecken.

    Ich glaube, dass sich eher Ringe um die Augen bzw. unter den Augen bilden, aber die Augen selbst machen das nicht. Jedenfalls kenne ich die Formulierung nicht auf diese Weise.

    Mir wurde offengelegt, was passieren wird und bald darauf, sah ich es mit meinen eigenen Augen.

    Komma hinter "wird" setzen, und Komma hinter "darauf" weg.

    Björn würde niemals etwas tun, dass die Wesen in Odhal erzürnen würde.

    "das"

    Erst recht nicht so was Törichtes, wie die Gräber der Kinder Nords zu schänden.

    Umgangssprachlich, da würde ich "etwas" vorschlagen

    Ein Interludium also. Es freut mich, diesen Brief zu lesen, weil es zeigt, dass du auch anders schreiben kannst. Ich mag es ja, wenn man mit verschiedenen Textformen spielt und dieser Brief scheint mir hier auch effektiv gesetzt zu sein. :)

    Spoiler anzeigen

    „Dieser Grabhügel ist in der Tat anders als jene die ich bisher besucht hatte.

    Komma hinter "jene" und ich denke, dass eigentlich in der hinteren Hälfte das Perfekt sehen müsste ("jene, die ich bisher besucht habe."). Nun ist das hier ein Brief und ein Brief unter liegt anderen Gesetzen als die Stimme eines Erzählers. Bei Erzählern - wenn es nicht gerade ein Ich-Erzähler ist oder einer, bei dem man ganz bewusst davon abweichen will - will man eigentlich Umgangssprache und Fehler in Zeitformen etc. vermeiden. Meistens. In der Regel. In einem Brief schreibt aber dein Charakter. Der ist dann schon mehr wie wörtliche zu betrachten, wo die Leute reden, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Da sind Fehler sogar Stilmittel, sofern sie nicht völlig plump eingesetzt sind und der Inhalt trotzdem klar verständlich.

    Ich kann dir leider nicht logisch begründen, warum ich hier das Perfekt dem PQP vorziehen würde. Wahrscheinlich gehe ich davon aus, dass der Erzähler nicht vor langer Zeit die anderen Hügelgräber besucht hat, sondern dass das noch nicht so lange zurückliegt. Perfekt würde das für mich implizieren, PQP schickt es quasi noch weiter in die Vergangenheit.

    Ist für mich eine Bauchgefühlsache.

    Als wollen sie nicht von mir aus dieser Gruft gezerrt werden.

    Konjunktiv, also "wollten". Der Schreiber scheint sich sehr gewählt und etwas gehoben auszudrücken, also ergibt es mMn Sinn, sowas korrekt auszuführen. :hmm: Wäre er eher ungebildet (nicht dumm, wohlgemerkt), dann könnte man wahrscheinlich anders argumentieren. :)

    Doch gerade dieses abrupte merkwürdige Verhalten gab mir die Gewissheit, dass das hier der richtige Ort sein musste.

    Kein Fehler in meinen Augen, aber ich bin nicht sicher, ob du das hier bewusst angewendet hast. Man könnte zwischen den beiden Adverbien ein Komma setzen. Dann wären sie beide gleichwertig und würden beide das Substantiv "Verhalten" beschreiben. Wenn man das Komma aber nicht setzt, dann bedeutet das, dass die Gruppe "merkwürdige Verhalten" eine Einheit bildet, die von "abrupte" näher bestimmt wird.

    Das ist wie mit

    1) "gesunde italienische Küche" und

    2) "gesunde, italienische Küche".

    Letzteres beschreibt eine Küche, die gesund und italienisch ist. Ersteres beschreibt die italienische Küche, die gesund genannt wird.

    Dem Leser könnte es total egal sein, was von beidem du an dieser Stelle deiner Geschichte meinst. Die Bedeutungen unterscheiden sich nicht so gravierend. Mir ist nur wichtig, dass du weißt, was von beidem du da zu stehen haben willst. :)

    Schon bald war ich so tief, dass vom Wald über mir weder was zu sehen noch zu hören war.

    Umgangssprache. "etwas" wäre die (mMn) passendere Alternative.

    Meine Fackel brauchte ich nicht zu entzünden. Merkwürdigerweise brannten schon mehrere in den Gängen.

    Ein Skyrim-Moment. :D Hier hätte er eigentlich schon stutzen sollen, dass er gar nicht alleine dort sein kann. Andererseits hat er ja, als er die Dinge niederschreibt, schon ein paar Sachen vergessen ... dann könnte er weiter unten im Brief aber nochmal auf die Fackeln zurückkommen, finde ich. So in der Art von "Der Stein vor dem Grabhügel! Ich bin nicht allein ... nun fallen mir auch wieder die Fackeln ein. Ob ich diesen Gedanken auch bereits gedacht, wieder vergessen und nun neu gedacht habe?" Dann wirkt es mMn bewusster von dir so geschrieben. :hmm: Keine Ahnung, dass er sich an den Fackeln nicht etwas mehr aufgehalten hat, wirkte auf mich ein bisschen nachlässig und damit etwas unbefriedigend. Dass dort jemand vor Kurzem gewesen sein muss, war da ja irgendwie klar. Oder die Zeit stand dort still.

    Wie erwartet stieß ich auch auf Draugar, die sich jedoch nicht als großes Problem darstellten.

    "herausstellten" meinst du wahrscheinlich. :hmm: Sonst müsste die zweite Hälfte eher lauten "... die jedoch kein großes Problem darstellten."

    Der scheint die ja einfach plattmachen zu können. :hmm: Für Tjelvar waren die schon eher eine Bedrohung als für ihn.

    Je näher ich meinem Ziel kam, umso mehr Warnungen tauchten auf.

    "auftauchen" finde ich auch so salopp, das sticht neben den eher gehobenen Formulierungen so heraus. Alternativvorschlag (wow, ein Wort mit zwei v!): "... umso häufiger und vehementer wurden die Warnungen."

    Der Raum dahinter war höher als der Rest des Grabmals und ich konnte mich wieder aufrichten

    Ich hätte tatsächlich einen vorigen Satz gut gefunden, dass er sich bücken musste.

    Mir wurde übel, als ich sah, dass aus ihren von Maden befallenen Leichen offensichtlich große Stücke gerissen wurden.

    Da er ja nicht mehr sehen kann, wie denen das passiert und es also in einer Vergangenheit liegt, die er nicht miterlebt hat, würde ich hier eher zum PQP greifen (gerissen wurden waren). Sonst wirkt das eher, als würde er dabei zusehen, aber Worte wie "offensichtlich" würden ausdrücken, dass er sich nicht sicher ist, was er sieht? Wäre einfach irgendwie merkwürdig.

    Doch eins war klar.

    Umgangssprache, Alternative: "eines".

    Ich schob ihn beiseite und erschrak, als mich nichts außer kalten Stein anstarrte.

    kaltem

    In mir kamen erste Zweifel hoch.

    Umgangssprache, Alternativvorschlag: In mir stiegen erste Zweifel auf.

    Und dann lief es mir eiskalt den Rücken runter.

    Umgangssprache. Alternativvorschlag: herunter.

    Der Stein vor dem Hügelgrab. Er war noch vor der Öffnung, als wir ankamen. Meine Nackenhaare stellten sich auf, als mir die Gewissheit kam. Ich war nicht allein.

    Gute Überlegung, aber dass er beiden Fackeln nicht schon den Gedanken hatte, irritiert mich.

    Ich habe so viele Draugar nach Hel befördert, dass ich sie gar nicht mehr zählen kann. Wenn mich ihre dunklen toten Augen anstarren, spüre ich nichts. Ich habe keine Angst, wenn sie mich anbrüllen oder sich gar auf mich stürzen. Ihr kennt mich und ihr wisst, dass ich den Tod nicht fürchte.

    Sehr schön. :) Dafür, dass du an manchen Stellen mit dem PQP kämpfen musst, kommen andere Zeitformenwechsel sehr natürlich zu dir.

    Ich bin erstaunt, wie einfach für ihn die Draugar zu erledigen sind. :hmm:

    Es dauerte eine Weile, bis ich es gemerkt hatte, doch ich begann zu vergessen.

    Yo, wieder irgendwie umgangssprachlich. "bemerkt" fände ich beispielsweise besser.

    Dinge die mir auffielen, als ich die Höhen betrat, taten dies nun erneut. Aber so, als wäre es das erste Mal. Spätestens als ich mich ernsthaft fragte, warum mein Reisebegleiter nicht hinter mir stand, merkte ich es.

    "bemerkte"?

    Er scheint aber zu begreifen, dass er vergisst. Heißt das, er erinnert sich, dass er es mal wusste? Ein bisschen brummt mir der Schädel. Ich sage nicht, dass du dein Konzept falsch anwendest, das glaube ich bisher gar nicht, aber mir fehlt wohl noch Kontext, um es ganz zu begreifen. :D

    „Also“, sagte Björn und stand von seinem Hocker auf. „Euer Name ist also Dwan.“

    Warum habe ich das hier markiert? Egal. Ich bin gespannt, was du im Interludium machen wirst. Das mit dem Brief gefällt mir bisher. :D

    Ende Kapitel 3. Ich dachte ja. dass uns eine Sache hier erspart bleiben würde, aber das war nicht so. D: Was willst du uns später eigentlich noch wegnehmen, wenn wir (also Tjelvar) nichts mehr haben(/hat)?!

    Spoiler anzeigen

    Mit einem Mal legte der Dunkle seine Trägheit ab und stürmte mit vorgehaltenem Schwert auf Tjelvar zu.

    Fullmetal Alchemist: Brotherhood - Sloth? :D

    Tjelvar rollte nach links und entkam so dem Angriff, der lautlos auf den steinernen Boden aufschlug. Noch während er, sich aufzurappeln, durchzog ein weiterer Schwerthieb die Luft.
    Tjelvar geriet ins Straucheln.
    Ich bin zu langsam, bemerkte er keuchend, als er gegen die Wand stolperte.

    Ich glaube, im markierten Abschnitt fehlt das Wort "versuchte". Oder zu wolltest schreiben "noch während er sich aufrappelte".

    Stirb, du Hurensohn!

    Eine sehr befriedigend zu sagende Wortkombination :D

    Seine Gedanken kreisten, wie die Kirche um ihn herum wie er die Augen wieder aufschlug.

    Ich glaube: das Komma muss weg und ans andere Wort muss eines ran

    Wie eine Puppe wurde er gegen die Zwergentafel hinter ihm geschleudert. Er wusste nicht, wie ihm geschah, als die Seile um den großen Stein rissen und dieser zusammen mit Tjelvar nach hinten kippte.

    Aua xD Gut, dass die Tafel nochmal eingebracht wird. Ich hatte damit gerechnet, dass sie etwas auslösen würde - das ist aber nicht passiert.

    Das Linke war zu geschwollen.

    Was genau meinst du: Das Auge zu sehr geschwollen oder es war verschlossen, also "zugeschwollen"? Im Kontext mit den Sätzen drumherum würde ich an Letzteres denken, aber du musst wissen, was du genau gemeint hast.

    Der Dunkle, setzte ihm seinen Stiefel auf die Brust und drückte ihn auf den Boden.

    Komma zu viel

    Sofort trat Blut aus der Wunde, welches aber nicht normal den Körper hinunterfloss. Vielmehr verteilte es sich in der Luft, als würden sie sich unter Wasser befinden.

    Sehr merkwürdig, aber mir gefällts :D Weltraumblut!

    Es schien ihm nicht so leicht zu fallen, wie er es einem glauben lassen wollte.

    Ja, wenn man sich den Vorgängersatz anguckt, sieht man, dass "ihm" sich auf "das Wesen" bezieht. "Es" ist in diesem Satz die Situation, mit der Wunde zu kämpfen. Das "er" in der zweiten Satzhälfte bezieht sich auf das "ihm" aus der ersten, welches sich aber auf "das Wesen" bezieht. Das passt nicht. "Ihm" bezieht sich auf etwas sächliches und im nächsten Halbsatz soll es grammatikalisch männlich sein. Du hast hier in diesen Sätzen zwei Dinge mit "es", auf die du dich also beziehst. :hmm: Knifflig, aber ich bin sicher, du kannst das lösen. :)

    Tjelvar versuchte sich, auf die Seite zu drehen und sich abzustützen, doch es gelang ihm nicht.

    Das Komma ist zu viel. Ansonsten könnte man überlegen, ob es nicht stattdessen hinter "versuchte" gehört. Mein Bauchgefühl sagt mir aber, dass es sich hier um einen der Fälle handeln könnte, wo man trotz Infinitiv mit zu kein Komma setzen muss. :hmm: Ich fände es jedenfalls - Bauchgefühl - an der Stelle eher merkwürdig.

    Noch einmal versuchte er, sich aufzurappeln, doch sein Körper war am Ende. Hilflos musste er mit ansehen, wie ein kräftiger Schlag Sigi ins Gesicht traf und sie zu Boden warf.
    Stille. Sigi sagte kein Wort mehr. Nur ein leises Wimmern war noch zu hören.
    „Nein!“, flehte Tjelvar, der das Ganze nicht mit ansehen konnte.

    Boa, wenn sie jetzt vor ihm stirbt und er das mit ansehen muss ...

    Sein erneuter Versuch, sich zu erheben misslang ebenso wie die Vorherigen.

    Komma hinter das Wort

    Dann stieß der Dunkle zu und bohrte das Schwert durch den Leib der jungen Frau.

    Fuck D:

    Während der Ring langsam zum Erliegen kam, nahm Tjelvar all seine ihm verbleibende Kraft zusammen, um nach dem Armreif zu langen.

    Wenn der nicht wichtig wäre, würdest du es nicht so beschreiben :hmm:

    Das Wesen beobachtete Tjelvar mit geneigtem Kopf und bewegte sich in seine Richtung. Doch es hielt inne, nachdem Tjelvar sich vom Boden erhob und seine Schultern straffte.

    Da fällt mir ein, ist das Ding nicht mit einem Haufen Draugar angekommen? Wo bleiben die eigentlich?

    Ich weiß nur nie, wie ich auf eure Theorien reagieren soll ^^; Soll ich verraten ob sie richtig oder flasch sind? Soll ich euch mit diesen alleine lassen. Bis jetzt bin ich sehr zufrieden mit dem Grad des "nah dran" seins. Wenn man es alles direkt errät wäre natürlich doof. Dann wäre es wenig Mystery xD Aber in meiner alten Geschichte hatte ich das Gefühl, dass keiner auch nur ansatzweise einen Plan hat, was da im Hintergrund abgeht... das ist natürlich auch nicht so dolle. Hier bin ich wie gesagt sehr zufrieden ^^

    Sag nichts und offenbare es im Text :P

    Ich weiß, dass das der kleine aus GoT war. Sollte er ein "Zwerg" darstellen? Also gibt es in der Welt von G.R.R.Martin Zwerge? Ich dachte immer er wäre einfach ein kleinwüchsiger xD

    Ja, Tyrion Lannister ist kleinwüchsig. Er wird immer "imp" und "dwarf" genannt und so weit ich gelesen habe, musste er auch schon kämpfen. Da war es natürlich fies, dass die Feinde kaum gesehen haben, er ihnen da eine Axt in die Kniekehlen jagt. :D

    Ich gebe zu, hier hinter steckt kein Twist oder der Gleichen. Ich habe mich hier bewusst gegen die Logik und für das Wirken der Szene entschieden. Ich weiß, dass es sinnvoller wäre, wenn da noch andere wären. Aber ich wollte die beiden alleine machen. Ich kann dich beruhigen, dass das bis jetzt der einzige "Zufall" war. alles andere was du bisher angesprochen hattest hatte immer einen tieferen Sinn.
    Vielleicht fällt mir auch hierfür noch was ein, aber ich werde da jetzt nichts auf Krampf reinquetschen. Wenn mir noch was einfällt, was sich gut verweben lässt, dann mache ich das nachträglich noch ... oder was heißt nachträglich ... in diesem Part wird man davon wohl nciht all zu viel merken ^^

    Interessanter Gedankengang. :hmm: Zufälle passieren ja auch im echten Leben, die in einer Geschichte einfach konstruiert aussehen würden. Aber das isses halt - in einer Geschichte wirkt sowas schnell bequem und/oder unglaubwürdig. Hier ist es wahrscheinlich nicht so tragisch. :)

    Mir formen sich schon Annahmen, was die Draugar eigentlich im Dorf wollen. :hmm: Mal sehen, ob es stimmt. :D

    Spoiler anzeigen

    „Ich will, dass du lebst ... Ich habe Erik geliebt“, Sie schaute zu ihm auf und hielt kurz inne, um nicht gleich wieder in Tränen auszubrechen.

    Mir geht es um das Komma. Ich bin der letzte, der einem Konventionen als einzig richtige Schreibweise aufdrücken will. Aber ich denke, du solltest den Satz in der Wörtlichen Rede einfach mit einem Punkt beenden und dann passt das hier. Der Rhythmus wäre der gleiche und es fügt sich dann in das ein, was in deutschen Romanen so üblich ist. Die Alternative wäre, "sie" klein zu schreiben. Nun haben die wörtliche Rede jetzt nicht direkt etwas miteinander zu tun, dass sie wirklich eine Einheit bilden, finde ich. Das Komma fände ich also gar nicht so schön. Wenn zwei Satzteile zusammengehören, aber dann irgendwie doch sehr für sich stehen, dann würde ein Semikolon sinnvoll passen. :) Das sind so die Möglichkeiten, die ich hier sehe.

    Aber "sie" nach dem Komma groß? Das passt eher nicht.

    Die Worte, die seine Schwester gesagt hatte, oder besser wie sie es getan hatte, ließen ihn nachdenklich werden.

    Ja, diese Wortgruppe finde ich noch nicht optimal in den Satz integriert. Was ich nicht markiert habe, ist ja schon mal ein ordentlicher Satz, der für sich funktionieren würde. Was ich markiert habe, ist sowas wie ein Einschub - die mache ich auch ganz gerne. :) Da der Satz schon mit dem Relativsatz ("die seine Schwester gesagt hatte") etwas eingeschoben und mit Kommata abgegrenzt hat, wäre ein weiterer Einschub mit Kommata irgendwie unübersichtlich, zumindest mMn. Hier bieten sich jetzt Gedankenstrichte an, finde ich. Außerdem wäre hinter "oder besser" eine ideale Stelle für einen Doppelpunkt, weil diese Worte die Antwort "wie sie es getan hatte" ja quasi einleiten. Wenn ein Punkt eine Wand ist, dann ist ein Doppelpunkt eine Tür.
    Nach meinen Vorschlägen umgestellt würde der Satz etwa so aussehen:

    Die Worte, die seine Schwester gesagt hatte - oder besser: wie sie es gesagt hatte -, ließen ihn nachdenklich werden.

    Ich liebe solche Satzkonstruktionen. :D

    Er kam sich vor wie ein Egoist.

    Gut.

    Er hatte nicht gesehen, dass um seine Schwester zu retten, mehr dazu gehörte, als sie nur aus der Stadt zu schaffen.

    Gut! Ich glaube, da muss noch ein Komma hinter das Wort, weil "um seine Schwester zu retten" wieder eingeschoben ist. Manchmal kann man solche Kommata auch vermeiden bzw muss sie nicht setzen, aber bei sowas bin ich nicht völlig sicher, wann das der Fall ist.

    Sein Hass gegenüber den Draugar war nicht stark genug, um das aufs Spiel zu setzen. Und vielleicht war es auch der Weg, dem Willen seines Freundes gerecht zu werden.

    Er nickte, als müsse er sich das selbst bestätigen und stand auf.

    Ihr Blick folgte ihm. Erwartungsvoll hob sie ihre Augenbrauen.

    Ich finde gut, dass Sigi ihn zum Nachdenken bringen konnte und ich mag auch die Gedankengänge und dass es ihm offensichtlich schwer fällt, diese Entscheidung zu treffen. Irgendwie habe ich nur den Verdacht - mehr nicht als einen Verdacht -, dass das vielleicht übererklärt sein könnte, mir allem was davor war. Ich habe diese Worte nur markiert, um das zu erwähnen; eigentlich spreche ich über den ganzen Abschnitt bis zu diesem Punkt. :hmm: Bin nicht sicher. Eigentlich finde ich es ganz in Ordnung.

    Tjelvars Magen drehte sich ihm um, als er verstand, was diese plötzliche Stille zu bedeuten hatte.

    Uh, mir auch.

    Durch den eindringenden Dunst war es unmöglich, nach draußen zu sehen. Die Umrisse der Tür verloren sich in dem aufgewirbelten Staub, der Tjelvar entgegenwehte und ihm die Sicht nahm.

    Durch den eindringenden Dunst, sowie den aufgewirbelten Staub war es unmöglich nach draußen, geschweige denn die Tür selbst zu sehen.

    Hier ist wohl versehentlich was gedoppelt. Wenn es ein Stilmittel sein sollte, dann funktioniert es für mich jedenfalls nicht :pardon:

    Das gewellte Schwert in der Hand, kam das Wesen langsam, jedoch unermüdlich auf die beiden zu.

    Da fehlt wohl ein Komma :hmm: Außerdem ist das irgendwie ein richtiger Dark Souls Moment

    Aber warum dieser Ort, fragte sich Tjelvar. Die Steintafel? Sind sie etwa deswegen hier? Wollen die Zwerge sie zurückhaben?

    Doch das ergab keinen Sinn. Seine alte Heimat hatte Artefakte dieser Art nie besessen.

    Tjelvar, vielleicht kommen sie ja für dich. Oder für Sigi. Oder deine Mutter. Wahrscheinlich Sigi, weil sie in die Kirche wollten und nur Sigi im alten Dorf UND in der Kirche war. :hmm: Das ist jedenfalls meine Fantheorie. Bedenke, wenn ich etwas erraten sollte, heißt das nicht, dass du es nicht gut gemacht hast. :D Der Leser sollte immer auch eine Chance haben. Und wenn ich nur teilweise richtig liege, dann finde ich das sogar noch befriedigender. Wenn ich mich irren sollte, dann irre ich mich gerne. :D

    Eisige Kälte ging von ihm aus und es war, als würden die bissigen Winde des Winters selbst, ihn umgeben.

    Wunderschön :3

    Oh boi. Oh boi. Dass dieser Abschnitt so gut funktioniert, liegt an deiner Vorarbeit. Hier habe ich sehr mitfühlen müssen. :/ Gut gemacht.

    Spoiler anzeigen

    Sigi ließ sich von Tjelvar nicht ablenken und schaffte es, dem Untoten einen Schlag zu versetzen, so das dieser zu Boden fiel und nicht mehr aufstand.

    Die Gefahr war jedoch nicht gebannt. Hinter der großen Steintafel kam ein weiterer Zwerg zum Vorschein, der Sigi packte.

    Sie kreischte und strampelte, als die kräftigen Arme sie umschlangen. Obwohl der Draugr einen Helm trug, der den gesamten Kopf umschloss, sah es so aus, als versuchte er, sie zu beißen.

    Hastig lief Tjelvar auf sie zu und rammte dem Zwerg seine Axt in den Nacken.

    Als er sie rauszog, fielen sowohl der Untote als auch Sigi zu Boden. Panisch kroch sie von ihrem Gegner weg und erkannte Tjelvar erst, nachdem sie sich umgedreht hatte.

    Hier ist es etwas schwierig. Der erste Satz drückt für mich aus, dass Sigi Tjelvar gesehen und erkannt hat, aber unbeirrt weitermacht. Sie hat sich aktiv nicht beirren lassen.

    Dann kommt wenig später aber ein Satz, der mir ausdrückt, dass sie Tjelvar eben nicht erkannt hat, vielleicht nur begriffen hatte, dass jemand die Kirche betreten hatte. Es ist nur eine Nuance, die nicht passt, aber sie ist da und stört mMn. :hmm:

    Für einen Moment, schien die Welt wieder in Ordnung.

    Komma zu viel

    Sie auch noch zu verlieren, hätte er sich nicht verziehen. Ist doch Erik schon ...

    Das ist ein bisschen komisch zu lesen. Wenn man sich etwas nicht verzeiht, dann ja eher etwas, was man getan oder nicht getan hat. Sie nicht retten zu können, das ist etwas, was man sich (nicht) verzeihen kann. Meistens geht es um Dinge, die man aktiv getan bzw. nicht getan hat, oft um Entscheidungen.
    Jemanden zu verlieren, passt da aber nicht so richtig rein. So etwas passiert einem und man kann es vielleicht nicht ertragen oder den Gedanken daran nicht ertragen - aber mit Vergebung hat es nichts zu tun. :hmm:

    Ist natürlich reine Wortwahl und Formulierungssache. Der Inhalt kam schon über. Aber ich bin eben ein Worte- und Formulierungsnerd :D

    Er hatte nur auf Sigi geachtet und bei ihrer Rettung die Zerstörung der Kirche gar nicht wahrgenommen. Viele der Bänke und Fenster waren durch den Einfall der Draugar zerstört worden und zwischen den Trümmern des Angriffs lagen die Opfer dieses Grauens.

    Tjelvars Plan, dass sich möglichst viele der Frauen und Kinder hier versammeln sollten, hatte funktioniert. Nun, waren sie alle Tod.

    Ist Sigi wirklich die einzige, die überlebt hat? Ich weiß nicht, irgendwie denke ich mir, dass es doch entweder mehr als einen Überlebenden oder eben gar keinen geben müsste. Dass diese einzige Person ausgerechnet Sigi ist, ist schon ein großer Zufall, in meinen Augen. :hmm: Es sei denn, du kommst mit einem Twist um die Ecke und das ist Teil eines perfiden Plans von dir. :P

    „Ich werde dich nicht allein lassen“, dementierte seine Schwester.

    Dieses Wort hier ist irgendwie ... nicht richtig falsch gesetzt, aber auch nicht so richtig richtig mMn. Dementieren heißt lauft Oxford Languages: "(eine Nachricht, Behauptung anderer) öffentlich für unwahr erklären"

    Es ist eine blöde Situation, weil ich nämlich sehe, wie das Wort eigentlich passt, es aber irgendwie trotzdem abstoße.

    Sie kann seinen Plan verneinen, den er gesagt hat, und sagen "Das wirst du nicht tun. Hier ist, was du tun wirst: [...]" Aber Widerworte an sich sind noch kein Dementieren. Wenn man dementiert, sagt man über eine Aussage eher aus, dass sie eben faktisch nicht korrekt ist. :hmm: Kann man das nachvollziehen? xD

    „Ich kann dich und Mutter nicht gleichzeitig beschützen. Ich selber habe es nur knapp zur Kirche geschafft. Ich verspreche dir, ich bringe dich hier lebend raus und schicke Mutter so schnell ich kann zu dir.“

    Er geht davon aus, dass er außerhalb einen sicheren Ort findet, und das auch noch in einer annehmbaren Zeit, um seine Mutter retten zu können. Ich finde das - wie eigentlich alles, was Tjelvar sagt, darum passt es ins Bild - ziemlich naiv von ihm. :D

    „Ich werde sie umbringen. So viele ich kann, so viele wie mich die Götter lassen. Ich werde sie alle mit nach Hel nehmen.“

    Er mag ja eine Kraft haben, aber da sich der wohl noch nicht bewusst ist, ist er gerade einfach nur ein Idiot, der in sein Verderben rennt. Eren-Style. :D Ich nehme an, dass das genau die Art Figur ist, die du hier schreiben möchtest. Wenn das stimmt, funktioniert es.

    „Aber sie haben doch nicht nur für die Stadt gekämpft, sondern auch für unser überleben. Wenn du es jetzt wegwirfst, dann sind sie umsonst gestorben!“

    Junge, hör endlich mal auf deine Schwester. Im Gegensatz zu dir ist die nämlich schlau!

    Warum konnte Sigi nicht einfach auf ihn hören? Nur einmal.

    Now sit down and listen you little shit!

    Sigi hat auf dich gehört, als sie in die Kirche ging. War nicht so geil, oder? Vielleicht solltest du mal zur Abwechslung auf sie hören?

    Sigi war es jedoch letzt endlich, die explodierte. „Du bist dumm, hörst du? Weißt du, warum ich nicht mehr mit euch über Vater sprechen wollte? Weil man mit euch darüber nicht reden konnte. Mutter wurde immer wütend, wenn ich das Thema anschnitt, und du verfällst immer in Selbsthass und Trauer.“ Aufgebracht fuhr sie sich durch die Haare. „Glaubst du, ich wüsste nicht, warum du so hart trainierst? Warum du jeden Tag mit der Axt hantierst? Verdammte scheiße, du warst ein Kind! Und ich will dich nicht verlieren, nur weil du das nicht in deinen Schädel bekommst. Du musst nichts beweisen und auch nichts wieder gut machen.“

    Ich glaube, das ist ein Wort :hmm: Außerdem finde ich, dass man in dem Satz "jedoch" oder "letztendlich" vielleicht streichen sollte. Das fühlt sich irgendwie etwas vollgestopft an.

    Aber ein starker Absatz, ich fühle das sehr mit. D: Dem letzten Satz könnte man noch gut ein Ausrufezeichen verpassen. Das vermisse ich irgendwie.

    Autsch ... auch ziemlich hart. Gute Arbeit.

    Die Worte hallten mehrmals durch die Kirche, ehe sie verklungen und beide in schmerzlicher Stille alleine ließen.

    Die Formulierung gibt mir irgendwie ein, dass man die Worte im Echo noch heraushören kann. Das kann ich mir mit einer Kirche aber nicht so vorstellen. Selbst wenn sie hallt, dass eigentlich nicht so sehr. Das kenne ich eher von Gebirgen :hmm:

    Du meinst warum sie SO zu besiegen sind und nicht anders? Oder was genau?

    Na, wie soll ich sagen. Dass die Zombie zerbrechlich sind, ist total logisch. Und dass eine Axt die Knochen kaputthauen kann und das ist auch stimmig. Dass der Kopf ab muss bzw man den Nacken beschädigen muss, das würde ich, weil Fantasy, einfach akzeptieren ohne es in Frage zu stellen. Wenn es dafür Erklärungen gibt, würde ich mich darüber natürlich auch freuen, das gibt der Geschichte dann noch tiefe, die ich wirklich toll finden würde. :)

    Worüber ich mich wundere ist eher, dass die Dinger so stark sind. Woher kommt ihre Kraft? Man akzeptiert das bei Zombies in der Regel einfach, aber mich würde eine Erklärung einfach interessieren. Magie fände ich dafür auch akzeptabel :D

    Kleine kräftige Männer, die einem Normalen Menschen bis zur Brust gehen.

    Okay, also nicht wie Tyrion Lannister :D Dann passt das alles gut in

    Ja, werde ich ändern. Es sollte so ein "Das muss so sein. Kann gar nicht anders" aus Tjelvars Sicht sein. Verstehst du, wie ich das meine?

    Yo, das verstehe ich. Ich hätte auch vermutet, dass es das sein sollte, auch wenn es so nicht im Text stand :hmm:

    So, heute mal wirklich verspätet 8| Jetzt sind die ersten richtig schwerwiegenden Dinge passiert. Details wie immer im Spoiler.

    Spoiler anzeigen

    Vorweg: Es sind einige Sachen zu Rechtschreibung etc. dabei. Ich hoffe, du kannst damit was anfangen. Ich verstehe auch, wenn man da in seinem so frühen Stadium der Geschichte noch nicht so sehr viel Wert darauf legt. :)

    Zuk!“

    Da fehlt ein "

    Wenn sie erst suchen müssen, dann kenn sie den Standort der Kirche vielleicht noch nicht.

    kennen

    Und diese Gewissheit war es, die ihn anpeitschte noch schneller zu rennen.

    Sehr schöner Satz! Gefällt mir sehr gut. Trotzdem muss da noch das Komma hinter das Wort.

    Die Straße, die auf geradem Weg zum Platz führte, an dem auch die Kirche Stand war, gesäumt mit Leichen.

    "stand" klein und das Komma direkt dahinter

    Ihre Körper waren schlimm zugerichtet und das Blut der vielen Opfer, sammelte sich in Rinnsalen zwischen den Steinen.

    Das Komma ist zu viel

    Sie waren schon hier! Warum hatte sie keiner aufgehalten?

    Bei den kursiven Gedanken benutzt du immer sehr richtig die Gegenwartsform. Hier ist dir irgendwie die Vergangenheitsform reingerutscht. Tjelvar denkt ja im Hier und Jetzt. Es wäre viel sinnvoller, wenn er denken würde: "Sie sind schon hier! Warum hat sie keiner aufgehalten?"

    Während er weiterlief, schielte er zu den Toten und sah, welche Verstümmelungen sie erlitten.

    erlitten hatten.

    Ist in der Vergangenheit einer Geschichte in der Vergangenheitsform (ohne für eine neue Szene ganz die Zeitebene zu wechseln), also PQP

    Die teils verstümmelten Zwerge waren immer noch in der Lage sich zu bewegen.

    Komma hinter das Wort. Ein Infinitiv mit zu. :hmm:

    Sobald Tjelvar ihnen zu nahekam, streckten sie ihre Arme nach ihm aus und fauchten ihm hinterher.

    getrennt

    Für einen kurzen Moment hatte er den schrecklichen Gedanken der einzige noch überlebende Mensch in diesem Alptraum zu sein.

    Komma hinter das Wort

    Nur langsam ließ die Pein nach und als Tjelvar wieder seine Lider öffnete, sah er in die leeren Augen eines Toten. Bekannte Augen.

    Oh oh! o:

    Wie das, seines Freunde

    Komma weg

    „Erik“, wimmerte er mit gebrochener Stimme und rüttelte sacht an ihm.

    Ja, fuck. Ich hätte schon gerne noch mehr von Erik gewusst, damit dieser Moment mehr Punch hat. Das lässt sich am Ende wirklich nur um Gesamtkontext bewerten :hmm:

    Sein Körper bebte durch die Wellen der Trauer und des Schmerzes, über ihn hereinbrachen.

    Ich glaube, zwischen diesen Worten fehlt "die"

    Ein wohlbekanntes Fauchen machte auf sich aufmerksam.

    Hach, den Satz finde ich nicht nur toll und punktgenau formuliert, sondern auch super im Gesamttext gesetzt. Wunderschön

    Ein unbekanntes Gefühl begann seinen Körper zu fluten. Adrenalin? Nein, stärker!

    Meine Meinung zum Adrenalin kennst du ja :)

    Seine Axt lag nur wenige Schritte von ihm entfernt auf dem Boden, doch erdachte nicht mal daran, seine Waffe aufzuheben.

    Leerzeichen fehlt. Außerdem hat Tjelvar echt einen an der Waffel

    Ein unbändiger Kampfeswille kam in ihm auf und beflügelte ihn.

    „Komm her!“, schrie Tjelvar und klopfte sich dabei mit seiner Rechten auf die Brust.

    Jap, der stirbt. Nur isser halt Protagonist. Aber wenn er es nicht wäre, müsste er jetzt sterben!

    Er wusste nicht warum, ob es an ihm lag oder an dem Zwerg. Aber diesmal konnte er sich problemlos der Kraft seines Gegners entgegenstellen. Er spürte, wie der einarmige Draugr die Bewegungen des Schildes nicht kontrollieren konnte.

    Gleich wird Tjelvar zum Super Saiyajin o: Gib's ihm!

    Tjelvar wuchtete sein ganzes Gewicht auf den Schild und riss den Draugr zu Boden.

    Ach, das finde ich wieder so sehr umgangssprachlich. Da würde ich "warf" vorschlagen.

    Knirschend und schmatzend begann der morsche Schädel zu bersten und das schwarze Blut verteilte sich auf dem Boden.

    Da könnte man noch etwas Hirn mit hinzufügen, ist ja der Kopf. :D Musst du natürlich nicht

    Tjelvars Hände, sein Oberkörper, der Bart sogar seine Augen waren mit dem Lebenssaft des Draugr besudelt.

    Komma hinter das Wort

    Jeden Einzelnen von ihnen würde er in kleine Stücke hacken. Er würde sie verbrennen und diese elende Meute stinkender Bastarde auslöschen!

    Eren-Style

    Kraftlos und schwer atmend ließ Tjelvar den Schild zu Boden fallen, wo er erst ein paar Meter die Straße entlang eierte und dann scheppernd auf die Seite fiel.

    "Eiern" ist so ein witziges Wort, dass ich kurz aus dem Text fiel. :D Ich habe leider keine Alternative, aber das ist auch sehr salopp und umgangssprachlich


    Sö, heute etwas verspätet. ^^ Die Kämpfe gehen weiter und es verbinden sich schon die ersten Fäden, die du gesponnen hast - beispielsweise mit der Tafel. Diese Stille ist wirklich ein mieses Ding. Coole Idee jedenfalls!

    Spoiler anzeigen

    „Ihr scheiß Feiglinge“, brüllte Tjelvar.

    Ja, meinte ich schon ein paar Male. Wenn er es brüllt, dann auch gerne mit Ausrufezeichen. :)

    Zwischendurch hielt er immer Mal Ausschau, doch von seinem Freund fehlte jeder Spur.

    Das ist so umgangssprachlich, das passt nicht so schön mMn. "immer wieder" würde beispielsweise auch ausdrücken, dass er es wiederholt tut.

    Wieder wich er einer Axt aus, bevor er dessen Träger packte und gegen einen der seinen schleuderte.

    Okay, da fällt mir schon schwerer zu beschreiben. Beide Draugar sind nur so indirekt benannt, dabei spricht mMn nichts dagegen, Zwerg/Draug(a)r/Untoter zu schreiben. Bei dieser Version habe ich kurz angehalten, um zu ordnen, wer der Träger ist und wer dann einer der Seinen sein muss. :hmm: Wir reden hier von Sekundenbruchteilen, aber riss mich raus.

    Falls du es so belassen möchtest, müsste "Seinen" auch groß, glaube ich.

    „Wo ist Erik?“, japste Tjelvar außer Puste.

    Hat wieder sowas Umgangssprachliches und stört mich deswegen

    „Leifson? Die Draugar sind durch die Mauer gebrochen. Ich habe ihn mit ein paar Männern dorthin geschickt und ...“ Harald wurde von einem Untoten unterbrochen, der ihn attackierte. Gekonnt duckte er sich unter der Klinge des Angreifers hinweg und schaffte es, dem Monster einen schweren Hieb zu verpassen.
    Tjelvar eilte seinem Jarl zur Hilfe, doch das eben Gesagte machte ihn stutzig.
    Sie greifen von zwei Seiten an? Ist das für diese untoten Bastarde nicht ein wenig zu taktisch?

    Mein Problem hier ist wohl, dass ich aus dem Text nicht schließen kann, dass sie von zwei Seiten angreifen. Tjelvars Gedanke kommt für mich eher aus dem Nichts. :hmm:

    Zuckend, als hätte ihn der Blitz getroffen schüttelte sich der Untote, bis die fremdartige Macht seinen Körper verließ, die ihm sein unheiliges Leben verlieh.

    Komma hinter das Wort. Im meinem Verständnis ist der eigentliche Satz "Zuckend schüttelte sich der Untote" und die andere Wortgruppe ist eingeschoben - also Kommata drum herum. :)

    Im Dreck liegend drehte sich Harald zu Tjelvar um. „Sie sind Nahe des Thinghügels ins Dorf geko... Vorsicht!“

    Ich glaube, so eine Zeichenkombination, wo ein Wort mit Punkten ein Fadeout hat und dann ein Ausruf folgt, habe ich noch nicht gesehen. :hmm: Ich weiß nicht, ob damit etwas falsch ist oder so, ich bin mir nur nicht sicher, ob die Wirkung wirklich die ist, die du möchtest.

    Nach meinem Verständnis gehen diese Auslassungspunkte auch mit einem Leiserwerden der Worte einher. Harald möchte also etwas sagen, dann wird er leiser, als wenn er einen Moment über etwas anderes nachdenkt, und dann kommt der Ausruf. Aber ist das wirklich, wie du die Stelle haben wolltest? Mir erscheint gerade eher so ein "-" sinnvoller, um zu zeigen, dass das Wort abrupt zum Ende kommt. Am Ende ist es wahrscheinlich eine Geschmacksfrage.

    Übelkeit überkam ihn und in seinem Kopf begann sich alles zu drehen.
    Wenn sie in der Nähe des Hügels ins Dorf kamen, dann ... ist auch die Kirche ...

    Ja, fuck

    Erneut fing er an, seinen Weg durch die Kämpfenden zu schlagen. Er war nicht weit gekommen, als um ihn herum, plötzlich alles totenstill wurde.

    Komma zu viel.

    Es war, als wären jegliche Töne aus dieser Welt verschwunden und irritiert drehte sich Tjelvar wieder zum Zentrum des Geschehens.
    Jarl Harald war dort immer noch mit dem Draugr beschäftigt.
    Viele Krieger bemerkten jedoch ebenfalls den plötzlichen Spuk und schauten sich verwirrt um. Irgendetwas zog ihren Blick auf das Tor, welches hinter ihnen in Trümmern lag.

    Ich weiß gar nicht mehr, was ich hier anmerken wollte.

    Tjelvars Herz fing an wie verrückt zu schlagen und ein ungutes Gefühl breitet sich in seiner Magengegend aus.

    In dieser Wortgruppe ist ein Infinitiv mit "zu", das bedeutet (meistens) ein Komma. Dahinter dann wieder eines, würde ich sagen :hmm:

    Es war nicht der Ekel, der ihn überkam, als eine neue Welle des faulenden Dufts ihm entgegenschlug.

    So richtig präzise wäre wohl "faulig". Ich mag es durchaus, wenn man die Wörter für sprachliche Bilder zweckentfremdet, aber ein Geruch, der aktiv fault, das gibt der Szene irgendwie nichts, in meinen Augen. Ich glaube eher nicht, dass du das bewusst gewählt hast. :hmm:

    Es war angst.

    Groß

    Angst war das Gefühl, dass seine Beine lähmte, dass ihm den kalten Schweiß auf die Stirn trieb

    Ein s, ansonsten schöner Satz :)

    Ohne Frage. Dieses Ding war verantwortlich für die abrupte Lautlosigkeit.

    Für mich als Leser leitet sich das nicht aus dem Text ab - falls es das also sollte, dann weißt du das jetzt. ^^ Aber es muss es mMn nicht, weil es mir scheint, dass Tjelvar mit seinen Erfahrungen einfach einen Sinn für diese Situation hat. Wenn das deine Intention war, dann würd es sich vielleicht lohnen, den hinteren Satz umzuformulieren, im Sinne von: "Dieses Ding musste für die abrupte Lautlosigkeit verantwortlich sein." oder so in der Art.

    Eine Drehung und zwei schnelle Hiebe brachte den ersten beiden Kriegern in der Reihe einen raschen Tod.

    brachten

    Das Auftauchen dieses Monsters veranlasste, viele seiner Kameraden das Weite zu suchen.

    Komma zu viel

    Immer wieder rempelte sie Tjelvar an oder stießen ihn zur Seite.

    rempelten

    Die Klinge war unglaublich scharf, und glitt mühelos durch die Körper der Männer. Mit klaffenden Wunden fielen sie zu Boden und befleckten die eisernen Schuhe ihres Mörders mit Blut.

    Ich dachte ich mir so "Jo, eigentlich sollte man doch mal jemanden verzweifelt schreien hören, ist schließlich schmerzhaft - oooooooh, stimmt ja!" Ja. Fand ich witzig, wollte ich nur sagen xD

    Seine Freunde fielen der gewellten Klinge zum Opfer, wie das Korn der Sense.

    Sehr schöner Satz :3

    Zielsicher steuerte das Wesen dem Jarl entgegen, welcher noch immer gegen den Draugr kämpfte.

    Hat Harald nicht davor so lässig einige Draugar erledigt? Warum braucht er für den einen jetzt so lange? :hmm:

    Siegessicher brachte er den Draugr zu Fall und positionierte sich über ihn.

    Ich bin mir nicht zu 100% sicher, aber ich glaube, dass "ihm" dort stehen müsste.

    Seine Entschlossenheit von vorhin war wie weggeblasen. Nur noch vereinzelte Männer und Frauen kämpften hier einen aussichtslosen Kampf.

    War die das nicht schon am Ende des letzten Teils? "Wie weggeblasen" klingt für mich sehr plötzlich, aber dass der Kampf nicht gut läuft, das hat Tjelvar vorher schon gedacht.

    Sofort machte er auf dem Absatz kehrt und rannte überhastet los.

    Hier finde ich einfach das Wort so ... ja, irgendwie überflüssig. Manche Dinge kann man nicht so genau erklären, ich finde aber, dass du auch ohne ausdrückst, was du mit dem Wort ausdrücken möchtest. :)

    Yo, weiter geht's. Wird ja ganz schön blutig. :D

    Spoiler anzeigen

    Mit donnerndem Kampfschrei schlug er dem ersten Draugr, der ihm in die Quere kam den Kopf ab.

    Hinter "kam" ein Komma. Da endet der Relativsatz, der sich auf den Draugr bezieht.

    Eine schnelle Drehung, um dem nächsten Untoten seine Waffe in den Nacken zu rammen. Anscheinend reichte dies, um ihn zu erledigen, denn das Wesen sackte ohne weitere Reaktionen zu Boden.

    Das finde ich jetzt schon direkt und es knallt, wie es vorher vermisst habe. :) Ich glaube, ich verstehe, was du meintest, dass der Kampf davor nicht so wichtig war. Es stand nicht so viel auf dem Spiel. :hmm:

    So eine Zombie ist schon irgendwie komisch. Einerseits superstark, andererseits wohl auch echt zerbrechlich :hmm: Das gehört zu solchen Zombies irgendwie dazu und es ist Fantasy, trotzdem wäre eine Erklärung dazu später in der Geschichte irgendwie cool, sofern es eine gibt.

    Noch einmal schrie Tjelvar seinen Zorn heraus und eine Welle der Euphorie packte ihn, als er zusammen mit Knuts Vater den nächsten Zwerg, den Garaus machte.

    Das Komma hinter "Zwerg" ist zu viel

    Das schwarze Blut klebte jetzt schon überall an ihnen und um sie herum war der Kampf noch lange nicht zu Ende. „Wir können sie besiegen“, schrie Tjelvar an den einarmigen Krieger gerichtet.
    Dieser nickte und setzte ein höhnisches Grinsen auf. „Diese faulen Leichen sind keine Gegner für die Kinder Nords!“

    Wenn in AoT mal was gut lief, dann war das nur eine Finte, damit es gleich richtig böse werden konnte ...

    Dumpf schlug eine Wurfaxt in die Brust von Knuts Vater. Mit offenem Mund ging der Krieger auf die Knie. Fassungslos starrte er zu Tjelvar und Blut lief ihm über die Lippen in seinen Bart, bis es von dort aus auf den Boden tropfte.

    ... so wie hier. Achja, die Verteidigung von Trost. So ne Wurfaxt ist halt auch richtig fies, finde ich. Stell dir vor, jemand wirft dir eine Axt ins Gesicht. Das ist ... also ... irgendwie gemeiner und mieser als Pfeile. xD

    Binnen Sekunden eroberte eine Blässe sein Gesicht und als könnte er es selbst nicht glauben, schaute Knuts Vater hinunter auf das Beil, welches seinen Kampf beendet hatte. Mit zitternden Fingern umfasste er den Kopf der Axt. Seine Kraft reichte nur noch für einen kurzen Blick in Tjelvars Richtung, ehe er leblos nach vorne in den Schlamm kippte.

    Irgendwie werde ich mit dieser Formulierung nicht warm. Inhaltlich ist es stimmig, aber ist irgendwie ist das wieder der Typ mit dem Weinglas und dem Monokel, und das sticht deswegen einfach heraus.

    Seine Finger gruben sich in das faulige Fleisch und ihm tropfte das schwarze Blut des Zwerges ins Gesicht.

    Lecker. :D

    Der faulige Gestank von Verwesung schlug ihm entgegen, Tjelvar stieß einen Schmerzensschrei aus, als der Draugr in seine Schulter biss.

    Manche stehen ja drauf. Definitiv nicht geil für Tjelvar :D

    Die gelben Zähne durchbohrten seine Haut und drangen tief ins Fleisch.

    Das impliziert mir irgendwie, dass es recht langsam passiert. Gemein xD

    Der Zwerg wandte sich im Matsch, bis sein gieriger Blick Tjelvar fand.

    "Wandte" kommt ja von "wenden". Ich glaube her, dass du "wand" von "winden" meintest. :hmm:

    Tjelvar kämpfte Kieferknirschend darum

    Klein. Und dann wäre "zähneknirschend" wohl das übliche Wort. Wenn der Kiefer knirscht, stelle ich mir das mehr in den Kiefergelenken vor :hmm:

    Mit einem schmatzenden Geräusch versengte sich der Stahl in dem Hals des Untoten.

    "versengen" ist laut Odford Languages "durch leichtes Anbrennen besonders der Oberfläche beschädigen". Ich denke, du meintest "versenkte".

    Die Waffe saß so fest, dass sie Tjelvar aus der Hand glitt, als der Zwerg zu Boden ging.

    Ohja, sind das eigentlich richtige Zwerge, die klein sind und so? Das müsste sich ja auch auf den Kampf auswirken. So kleine Gegner hauen einem mit der Axt in die Kniekehle, sind schwer zu treffen ... hatte ich bisher nicht den Eindruck im Text, dass das so wäre. :hmm: Inwiefern sind das Zwerge?

    Doch von dieser Position aus, war es möglich, nach der Axt zu greifen und den Untoten damit endgültig zu erledigen.

    Komma zu viel

    Doch von dieser Position aus, war es möglich, nach der Axt zu greifen und den Untoten damit endgültig zu erledigen.
    Am liebsten hätte er sich direkt neben der Leiche des Zwerges niedergelassen. Der Kampf hatte ihn alles abverlangt. Mühselig stand er auf, von Blut und Dreck besudelt und sah zu dem Krieger, den er gerächt hatte.

    Ja, es wird mMn nicht deutlich, dass im roten Satz der Untote unschädlich gemacht wird. Es war ihm nun möglich, das zu tun. Aber dass er es auch getan hat, da musste ich kurz stutzen und drüber nachdenken. :pardon:

    Üff, soviele? O.o ...
    Hab gar nicht mitbekommen, wie weit das hier shcon ist xD Und gefühlt immer noch am Anfang :sack:

    Joa, wenn Leute kommentieren und man noch zurückkommentiert, dann bauscht sich das auch auf. :hmm: Deswegen schreckt mich die Zahl nicht so ab. Ich kommentiere jeden zweiten Tag einen Post. Damit bin ich 1. eine Weile beschäftigt, aber auch 2. bald durch. :)

    Draugar ist die Mehrzahl. Draugr, die Einzahl

    Ah, wieder was gelernt. :D

    Etiam

    Yo, nimm dir die Zeit, die du brauchst, ich kümmere mich in der Zeit im die nächsten 7 Threadseiten. :D

    Spoiler anzeigen

    Als dieser sich zu ihm umdrehte, fiel der lose sitzende Helm von seinem Kopf.

    Helme können ja ganz unterschiedlich aussehen. An dem Satz ist jetzt nicht unbedingt was falsch, ich frage mich bloß: Bedecken die meisten Helme nicht fast den ganzen Kopf? Wie muss der Helm aussehen, dass er nur lose auf dem Kopf sitzt? Ich habe Schwierigkeiten, mir das vorzustellen. :hmm:

    Aus dem Wanken wurde ein Laufen. Aus dem anfänglichen dumpfen Grollen ein Kampfschrei.

    Ich mag diese Sätze. Die sind gut. :)
    Sie haben mich nur an den Nominalstil erinnert. Kennst du den Begriff? Wenn doch, ist eh egal, weil ich es versuchen werde zu erklären. :D

    Von Google kopiert

    Substantiv, maskulin [der]SPRACHWISSENSCHAFT

    sprachlicher Stil, der durch eine [als unschön empfundene] Häufung von Substantiven [die von Verben abgeleitet sind] gekennzeichnet ist

    Definitionen von Oxford Languages

    Nominalstil passt zu wissenschaftlichen Texten und lässt sich dort nicht vermeiden. Aber in einer erzählten Geschichte nimmt das Szenen oft ihr Momentum, wirkt distanziert und nicht so nah am Geschehen. Kann man sicher auch gezielt einsetzen, wie eigentlich die meisten "Fehler" und so. :hmm: Man sollte sich dem nur irgendwie bewusst sein. :) Ein Beispiel für Nominalstil vs. Verbalstil wäre, mal fix aus den Fingern gesaugt: "Sein kam zum Stehen." vs "Er blieb stehen." oder "Sein Laufen endete." vs "Er hörte auf, zu laufen." You get the idea.

    Sich der gegnerischen Schneide zu entziehen war ein leichtes, doch folgte dem ersten Schlag des Gegners direkt der zweite.

    Das wird hier durch "ein" substantiviert, muss also groß. "der zweite" ist aber klein okay, weil sich "zweite" auf den Schlag bezieht, der ja schon mit "dem ersten" beschrieben wurde. :)

    Mit einer schnellen Drehung parrierte er den Angriff des Draugr, sodass sie sich mit ineinander verhakten Waffen gegenüberstanden.

    Nur ein r

    Tjelvar hatte die Geschwindigkeit der eher schwerfällig anmutenden Zwerge unterschätzt.
    Drohend brüllte der Zwerg ihn an, wobei Tjelvar der üble Gestank des Todes ins Gesicht blies.

    Das ist jetzt schon ein Detailarbeit. Ich finde, dass die drei beschreibenden Worte etwas schwer auf dem Satz lasten und ihn etwas schwerfällig machen. Ich glaube, am ehesten könnte man "eher" streichen. "Schwerfällig anmutend" impliziert mir schon, dass der Schein trügen könnte. :) Dann läuft der Satz gleich flüssiger mMn.

    Schnell verlagerte Tjelvar sein Gewicht auf den Kopf seiner Axt.

    Boa, ja, wieder Krümelkackerterretorium! Der Satz ist an sich in Ordnung. Ich ziehe nur statt dem markierten "sein" ein "das" vor. :hmm: Schwierig zu begründen. Dass Tjelvar sein eigenes Gewicht verlagert, ist irgendwie klar, finde ich, und man vermeidet so diese Wortwiederholung (die aber eigentlich nicht wirklich tragisch ist. Ist also wirklich eine Kleinigkeit, die vielleicht auch keine große Bedeutung hat).

    Die Waffe glitt an der des Zwerges entlang und traf ihn mit der Schneide ins Gesicht. Tjelvar stolperte an seinem Kontrahenten vorbei, welcher keinen Schmerz zu fühlen schien.

    Das müsste gleich der Folgesatz sein. :hmm: Ich finde, man merkt dem Text irgendwie an, dass man hier versucht, Wortwiederholungen von den Namen und den Waffen zu vermeiden. Ist ja immer ziemlich tricky in Kampfszenen, finde ich. Gerade, wenn man für beide Kämpfenden "er" verwenden würde. Ich finde das jetzt nicht so überdeutlich in diesem Post, aber so in kleinen Teilen ist es schon irgendwie da. Hab leider keine guten Tipps zur Hand, um das zu vermeiden.

    Nachdem Tjelvar dem ersten Schlag auswich, war er schnell genug, um seine Waffe mit voller Wucht in die Schulter seines Gegners zu rammen.

    Die Kampfszene hat so eine Tendenz, nicht ganz so zu knallen, wie es der Inhalt eigentlich tut. :hmm: Dieser Satz beispielsweise ist relativ lang und verwinkelt genug, um nicht mehr so direkt und hart zu wirken. Normalerweise möchte man ja nicht, dass die eigenen Sätze wie aufgezählt wirken, wie in einem Schulaufsatz oder so. Aber in Kampfszenen ist so eine etwas abgehacktere Art oft sehr passend, finde ich. Ich kann es nicht gut erklären, aber ich würde für diesen Satz beispielsweise vorschlagen: "Tjelvar wich dem ersten Schlag aus - und war schnell genug, rammte seinem Gegner mit voller Wucht seine Axt in die Schulter."

    Dieser Satz ist nun sehr "ich". Ich würde so schreiben, mit dem Gedankenstrich und so. Wenn der Satz mit "Nachdem" beginnt, bekomme ich irgendwie eine Ahnung von "Ah, da kommt noch etwas nach dem, was mir jetzt gesagt wird." Mir nimmt das immer das Gewicht von der Sache, die zuerst gesagt wird. Ein bisschen wie wenn in einer Kampfszene ein Satz mit "In letzter Sekunde" begonnen wird. Da ahnt man als Leser schon, dass, was auch immer passieren wird, am Ende doch nichts anrichtet, wenn du verstehst. :hmm: Sowas könnte man auch mit einem Twist machen und diese Erwartung bewusst hintergehen - habe ich nur bisher noch nicht zu lesen bekommen. :pardon:
    Und dann habe ich mein Beispiel auf dem wichtigsten Punkt enden lassen. Sowas mag ich auch immer gerne. Comedians versuchen auch immer, ihre Pointen möglichst auf dem letzten Wort des Satzes zu haben, weil es da am besten knallt. :) Das ist im Deutschen tatsächlich ein bisschen schwieriger, als im Englischen, wie es scheint.

    Hach, so eine lange Anmerkung. :hmm: Ich hoffe, es interessiert dich xD

    Als er sie wieder herausriss, kam ein Schwall schwarzen Blutes zum Vorschein, das stinkend und zäh den Arm hinab tropfte. Angewidert verzog Tjelvar das Gesicht. Doch anstatt vollends dem Ekel zu verfallen, führte er den nächsten Schlag aus.

    So ein Satz (die der grün markierte) wirkt so banal, aber er ist so direkt und funktioniert so gut :D Und schwarzes Blut, lecker!

    Der, den ich rot markiert habe, ist wieder eher das Gegenteil davon. Man könnte die erste Hälfte beispielsweise streichen (da steht drin, was NICHT passiert, was manchmal cool sein kann, hier aber mMn eher stört), und die beiden hinteren Sätze verbinden zu "Angewidert verzog Tjelvar das Gesicht und führte den nächsten Schlag aus."

    Lange Sätze sind nicht automatisch nicht direkt. Ein langer Satz, der Hauptsätze aneinanderreiht, kann sogar ein ziemlich böses Tempo vorgeben. Es wird eher schwierig und langsam, wenn die Sätze verwinkelt werden, Haken schlagen oder zu viele Adjektive und Adverbien enthalten. :hmm: Ist jedenfalls meine Erfahrung. Nebensätze sind eher der Feind.

    Der Zwerg wusste zwar erneut zu parieren, aber brach ihm diesmal der Schaft seiner alten Axt entzwei.

    Hier irgendwie auch. "Der Zwerg parierte" klingt banal, ist aber direkter und näher am Geschehen als "Der Zwerg wusste zu parieren". Ersteres sagt einfach, wie es ist, und Letzteres könnte jemand mit gehobener Sprache und Monokel bei einem Gläschen Wein erzählen, wenn du verstehst. :D

    Ich will wenigstens einen Vorschlag dalassen: "Der Zwerg parierte, aber diesmal brach der Schaft seiner alten Axt."

    Irgendwie so. Die genaue Färbung und Geschmacksrichtung liegt natürlich bei dir. :)

    Ohne zu zögern, versenkte Tjelvar seine Waffe in den Brustkorb des Draugr und atmete erleichtert auf, als dieser zu Boden ging.

    Yo, das Komma kann weg, denke ich. :hmm: Und die Zombies hast du ja bisher "Draugar" geschrieben, wenn ich mich nicht irre.

    Mit einer unnatürlichen Bewegung richtete sich der vermeintlich geschlagene Gegner wieder auf.
    „Aber ich ...“ Tjelvar packte seine Axt fester und biss die Zähne zusammen.

    Bei Nords Bart ... Wie ist das möglich?

    Ja, fuck xD

    „Und wenn ich dich in kleine Stücke hacken muss!“

    War auch meine erste Idee. :hmm: Die zweite wäre Feuer.

    Gerade als Tjelvar brüllend über seinen Gegner herfallen wollte, kam aus Smilias Hütte eine Axt geflogen, die dem Zwerg den Schädel spaltete.

    Hier finde ich die Einschränkung am Anfang des Satzes (Gerade ...) irgendwie toll. :hmm: Es hängt ja gerade nicht direkt das Leben einer wichtigen Figur an diesem Satz, also vielleicht deswegen? Ich mag auch, wie der Satz darauf endet, dass der Schädel gespalten wird. :D Guter Wurf!

    Mit seiner Waffe wies er in Richtung des Hauses und im Inneren konnte Tjelvar neben der Verwüstung den kopflosen Körper eines Zwerges ausmachen.

    Boa, keine Ahnung, warum ich das hier markiert habe!

    Der Mann, der dies bewerkstelligt hatte, musste der gleiche sein, der nun vor ihm stand.

    Der Satz ist irgendwie ... braucht es den wirklich? :hmm: Ich meine, der Typ sagt, dass man ihnen den Kopf abtrennen muss und meint, das habe beim anderen auch geklappt. Irgendwie würde man ja instinktiv davon ausgehen, dass der das auch beim ersten Mal gemacht hat. Theoretisch ist es richtig, dass man diese Information nicht hat - es hätte auch jemand anderes gewesen sein können und Knut war nur dabei. Aber würde Tjalvar das in diesem Moment durch den Kopf gehen, dass nun dieser Satz dort stehen sollte? Ich weiß nicht. Egal wie ich es drehe, er wirkt überflüssig.

    Er blutete an vielen Stellen. Seine Arme sowie Beine waren mit dem roten Lebenssaft bedeckt.

    Okay, das liest sich für mich bloß etwas verkrampft. :hmm: So als wollte man unbedingt die Wortwiederholung mit dem Blut vermeiden. Aber "roter Lebenssaft" ist schon so exotisch, dass es deutlich hervorsticht. Mein Impuls, als ich das las war "Was für ein Zeug? ... achso!", und das muss einfach nicht sein, finde ich. Was wäre eine Alternative?

    Idee: "Er blutete an vielen Stellen. Seine Arme sowie Beine waren rot bedeckt."

    Fände ich ganz elegant.

    „Die Kinder Nords lassen sich nicht unterkriegen und kämpfen bis in den Tod“, brüllte er so laut, wie es seine Kräfte zuließen.

    Joa, wenn es gebrüllt wird, dann auch gerne mit Ausrufezeichen. :) Sonst nimmt dem das irgendwie die Schärfe.

    Wie konnte Knut der Meinung sein, dass es sich nur um zwei Draugar handelte. Doch die folgenden Worte Knuts schlugen ein wie der Blitz.
    „Oder hörst du noch irgendwo das Schreien dieser verdammten Zwerge?“

    Schöne Stelle. Man bekommt hier die Ahnung, dass etwas ganz falsch läuft, man hat aber noch nicht ganz kapiert, was es ist und denkt sich "Jetzt kommt's, jetzt kommt's!" :thumbup:

    Mehr als ein Dutzend Krieger kämpften hier gegen eine Überzahl an Draugar und zu ihm drang nichts. Das Klirren der Waffen und Rüstungen blieb aus. Die Schmerzens- und Todesschreie verstummten, noch bevor sie ihn erreichten.

    Die Stille. Well played. :D

    „Bei Nords Barte“, hörte er hinter sich Knuts Vater fluchen. „Welch fauler Zauber! Kommt, wir müssen unseren Kameraden helfen!“ Mit erhobenem Schwert stürmte der Einarmige voran, gefolgt von seinem Sohn.

    Wortwahl in Ton wirken manchmal noch etwas heterogen in dieser Geschichte, aber ich denke, das wirst du mit der Zeit einfach hinbekommen. :) Diese Worte von Knuts Vater hätten beispielsweise auch in Der Herr Ringe stehen können. Unterhaltungen zwischen den Jugendlichen wirkten dagegen manchmal irgendwie modern und nicht altertümlich. Das passt noch nicht ganz zusammen.

    Stattdessen schlug er wie ein kleines Kind um sich und versuchte, sich loszureißen.

    Da kommt für mich die von dir erwähnte Verzweiflung von AoT durch. :hmm:

    Auch wenn er ihn in diesem Moment verabscheute, so verstand er, dass er nicht mehr dazu fähig war, zu kämpfen. Das Antlitz des Todes hatte ihm den Mut gestohlen.

    Schöne Schlusssätze für diesen Post. :)

    xD Vielleicht in einem Spin Off :P
    Aber das dieses Gefühl da ist, heißt ja schon mal dass ich mit den Chars irgendwas richtig gemacht habe xD

    Ich bin nicht sicher. Eigentlich habe ich das gesagt, weil ich mir eben solche Szenen zum Bonding wünsche, weißt du? Eren und Armin hatten Beispielsweise auch ihre Szene mit dem Lexikon, oder wie Eren und Mikasa Armin vor Rüpeln gerettet haben. Solche Sachen, die zwischenmenschlichen Beziehungen und die Freundschaft darstellen sind es, die dafür sorgen, dass ich als Leser mich um die Figuren sorge. Vielleicht kannst du sowas mal sinnvoll als Rückblende bringen, wurde im Manga von AoT auch so gemacht, wenn ich mich richtig erinnere. :hmm: Wenn man gleich mit der Katastrophe beginnt, was ja ein kluger Schachzug ist, dann muss man eventuell sowas nachliefern, in welcher Form auch immer. :hmm: Das kann natürlich auch über Dialoge passieren ("Weißt du noch damals, als du ...?" "Ja, haha! Großer Nord, du hast du so in die Hosen gemacht!" "Stimmt. Und ich hab dir dafür die Fresse poliert!"). Gibt viele Möglichkeiten. :)

    Ich weiß was du meinst. Muss aber zugeben, dass das meine Fähigkeiten momentan übersteigt. Also am Ende werde ich sowas bestimmt richtig biegen können. Aber ich bin ein eher langsamer Schreiber. Also ich meine das Tempo, WENN ich denn mal schreibe. MIch zum schreiben zu bekommen ist nicht das Problem. Wenn ich jetzt an solchen Sachen wie das Adrenalin hängen würde, und mir dafür noch andere Sachen überlegen müsste, würde das NOCH länger dauern. Ich verstehe was du meinst und denke das Problem, dass du ansprichst auch zu sehen, aber das ist momentan nicht im Rahmen meiner Möglichkeiten, wenn ich hier in angemessener Geschwindigkeit was posten will^^; Und um langsamer zutreten brennt mir der Stoff der Geshcichte zu sehr in den FIngern. Mich ärgert es auch gerade imens, dass mich das Semester zur Pause zwingt ^^;
    Also dieser ganze Perspektivenkram ist so meine Schwäche, die ich aber irgendwann bekämpfen werde. Versprochen!

    Ja, Erzählperspektiven haben mich anfangs auch total abgefuckt. :S Mein Kopf hat immer wieder geraucht, wenn mal etwas angeblich nicht gepasst hat, und ich nicht kapiert habe, warum. Da hilft eigentlich nur Lesen und über die verwendeten Perspektiven und Erzählsituationen nachdenken. Dann kriegt man das mit der Zeit auch hin. Aber es ist richtig, dass man sich immer nur ein paar Baustellen gleichzeitig konzentrieren kann. Also alles zu seiner Zeit. :)

    Und der nächste Teil. :) Irgendwie stellte sich für mich immer wieder in Frage, ob die anderen Leute, die nicht Tjelvar, Sigi oder ihre Mutter sind, den Nebel überhaupt sehen können. Irgendwie haben alle außer Tjelvar und Sigi zuerst so reagiert, als wäre der gar nicht da. :hmm: Ich glaube, dass ein zwei Kommentare von Dörflern, dass der Nebel ja komisch sei (Vielleicht ist es auch die falsche Jahreszeit für sowas oder so?) etwas helfen. :hmm: Ich frage mich auch, ob es da eine Verbindung zu Tjelvars Übersetzungskünsten gibt oder ob der Nebel und das Lesen der Tafel zwei unabhängige Ereignisse sind, die zufällig direkt nacheinander passieren. Es wäre wohl cooler, wenn das zusammenhängt, aber erst ab einem gewissen Punkt werden Zufälle in einer Geschichte unbefriedigend. Am Anfang darf sowas (sagt man halt so) noch sein. :D

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    Unweigerlich wanderten seine Gedanken zu dem Tag, an dem er all seine Freunde verloren hatte.

    Oh fuck, da hatte ich wohl was vergessen. Ich dachte, es wäre nur der Vater gewesen und der Verlust ihrer Heimat. :hmm:

    „Nein ... Es geschieht schon wieder“, murmelte er. Fast flehend kam ihm dieses Wort über die Lippen, als er starr in den grauen Vorhang blickte.

    Sind ja mehrere Worte, also Mehrzahl, würde ich sagen.

    In einem Getümmel, sichtete er Erik, wie dieser einer Überzahl von Gegnern unterlag und wie seine Schwester umzingelt wurde. Er sah ein Schwert, wie es im Rücken seiner Mutter versenkt wurde.

    Man könnte das jetzt im übertragenen Sinne interpretieren und ich würde das auch cool finden, aber ich habe zuerst angenommen, dass Tjelvar das tatsächlich gesehen hat, wie in einer Halluzination, was ich auch cool finden würde. :D Keine Kritik hier, ich wollte das nur hervorheben. Diese Stelle ist mit ein Grund, warum ich mir unsicher bin, ob es den Nebel tatsächlich gibt. Aber einen größeren Beitrag haben wohl die anderen Figuren und wie sie auf Warnungen und Nebel (nicht) eingehen.

    „Hör zu“, sagte er harsch. „Wir dürfen jetzt nicht die Nerven verlieren. Renn so schnell du kannst und versammle alle Frauen und Kinder in der Kirche.“

    Kann man schon so schreiben und liest sich auch gut. Aber ich frage mich trotzdem, ob man nicht statt "sagte + adverb" ein passenderes Verb finden kann. Adverbien und Adjektive sind toll, wenn an den richtigen Stellen eingesetzt. Aber ich finde gerade bei Dialogen kann man meist ohne sie auskommen. Die sind nämlich, sagt man, das Cholesterin im Lesefluss. Nimmt man die Hälfte weg, fließt es der Text um ein Vielfaches besser. :) Leseflussprobleme gibt es eigentlich keine hier, wollte das nur mal erwähnen. Vielleicht hast du sowas auch schonmal zu hören bekommen. ^^

    „Sigi, was damals geschehen ist, geört der Vergangenheit an. Es lässt sich nicht mehr ändern. Aber diesmal wird alles anders sein. Ich verspreche es dir!“

    gehört

    „Was ist denn los?“, wollte Erik wissen.

    Yo, das gab mir auch so einen Eindruck, dass Erik den Nebel nicht sehen kann. Er wundert sich ja nicht über den plötzlichen Nebel und die Frage wirkt fast schon beiläufig gestellt, wenn das Sinn ergibt. :hmm: Da ich noch nicht weiß, worauf das hie hinausläuft, kann ich das nicht als gut oder schlecht bewerten.

    „Was ist denn überhaupt los?“, forderte Erik lautstark eine Antwort auf seine Frage.

    Das ist hier so ein Fall, wo ich die Worte einfach etwas überflüssig finde. Ist irgendwie nicht so elegant, wie der Satz so ausplätschert. Worauf er eine Antwort fordert, wissen wir ja. Die Frage ist noch ganz frisch in unseren Köpfen. :)

    In den Gesichtszügen seines Freundes zeichnete sich das pure Entsetzen ab. Natürlich wusste er, warum Sigi und Tjelvar damals aus ihrer Heimat geflüchtet waren. Die Geschichte hatten sie ihm schon oft genug im Dorf erzählt.
    Tjelvar war sich nie sicher gewesen, ob er ihnen tatsächlich geglaubt hatte. Jetzt tat er es.

    Bei dem Satz kommt es mir irgendwie vor, als wären zwei Versionen zu einer gemorpht. Also, sie könnten die Geschichte Erik erzählt haben, oder sie haben die Geschichte im Dorf erzählt, also einigen Leuten. Wäre beides völlig in Ordnung. Sie Erik speziell im Dorf erzählt zu haben ist irgendwie merkwürdig spezifisch, finde ich. :pardon: Ich meine, wo sollen sie es ihm sonst erzählt haben? Wenn es in einem Wald in einem Geheimversteck gewesen wäre, wäre das schon eher erwähnenswert, denke ich. Gosh, ich hoffe, man kann dem Gedanken irgendwie folgen. ^^ Der Inhalt wird schon klar, so ist es nicht, aber ich finde schon, dass man den Satz nochmal schleifen sollte.

    „Scheiße“, war das erste Wort, das ihm über die Lippen kam und er fuhr sich durch sein verwuscheltes Haar. „Gut … gut. Was machst du?“

    Verwuschelt ist so niedliches Wort für so eine ernste Situation. :D Vielleicht passt "zerzaust" da besser.

    „Ich werde diesen untoten Bastarden entgegen rennen und jeden kampffähigen Krieger mitnehmen, der mir begegnet.“

    Bin nicht ganz sicher, aber ich glaube, das gehört zusammen. :pardon: Ich markiere alles, wozu mir was durch den Kopf schießt.

    Bevor Tjelvar fragen konnte, was sie meinte, schaute sie zu ihm auf und redete weiter. „Dieses dunkle Wesen. Es ist hier, ich kann nicht ... Ich kann ...“

    Ich frage mich wirklich, ob die Tafel und der Nebel zusammenhängen. :hmm:

    „Ich werde auf dem Weg zum Tor bei ihr Halt machen und sie zu dir schicken. Und jetzt geh. Wir dürfen keine Zeit verlieren.“

    Oh oh, wir wissen, wie das bei Eren lief. :D

    Wir wurden überrumpelt ... Das war der Grund, warum wir vor sieben Jahren alles verloren haben.

    Verteidigung von Trost, irgendwer? :D Ach, tut mir leid, aber ich werde wohl durchgängig AoT-Anspielungen machen. Das soll nicht heißen, dass ich finde, dass du deine Geschichte abkupferst, wirklich nicht!

    Das Adrenalin pumpte durch seine Venen und trieb ihn zur Höchstleistung.

    Ich habe den Eindruck, dass immer mal so Formulierungen hier reinrutschen, die nicht ganz in so ein Setting passen. Mit Adrenalin kann natürlich ein allwissender Erzähler ankommen. Teilweise hat die Geschichte solche Momente, wo mir der Erzähler sehr distanziert vorkommt. Das ist btw voll okay, aber allwissende Erzähler sind auch durchaus schwer zu handhaben, weil man bei denen eben so viele Freiheiten hat. Man muss ja nicht wie Pratchett humoristisch Dinge mit einem Kühlschrank vergleichen oder so. Man kann flüssig zwischen verschiedenen Perspektiven wechseln, Dinge distanziert beschreiben, ohne durch die Linse einer Figur betrachtet oder ganz nah, direkt durch die Augen einer Figur - alles geht! Aber weil halt alles geht, muss man umso mehr wissen, was man eigentlich tun möchte.

    Ich habe nicht den Eindruck, dass du in dieser Geschichte bisher mit solchen Dingen spielen wolltest, darum glaube ich, dass du eigentlich eher einen personalen Erzähler machen möchtest (nehme ich an), wie er gerade sehr gängig und beliebt ist. Da gibt der Erzähler ja die Gedanken einer Figur in der dritten Person wider, und der ganze Text durch die Linse dieser Figur betrachtet, bis es einen Szenenwechsel gibt oder ein neues Kapitel. Und mit so einem Erzähler passt da mMn das Adrenalin nicht rein.

    Puh! So viel Text für so eine kleine Anmerkung. :hmm: Aber die Erzählperspektive/situation ist schon echt wichtig und man sollte der treu bleiben, sofern man nicht ganz bewusst mit der brechen will.

    Draugar“, schrie er noch einmal, während er an den vielen Häusern vorbei hetzte.

    Och, wenn er schon schreit, dann kann da gerne auch ein Ausrufezeichen hin, finde ich. :)

    Wut schnaubend blieb er vor einem der Umstehenden stehen und brüllte ihm ins Gesicht.

    Das ist tatsächlich ein Wort, das man zusammen schreibt, aber ich mag das Bild. :D Gehört trotzdem zusammen.

    Er glaubte Verwirrung in ihren Gesichtern gesehen zu haben.

    PQP. :hmm: Aber es sieht die Verwirrung ja in dem Moment, wo er sie anschaut, es ist keine abgeschlossene Sache. Eigentlich müsste da wohl auch noch ein Komma rein. Ich glaube, der Satz müsste so lauten:

    Er glaubte, Verwirrung in ihren Gesichtern zu sehen.

    Durch den Infinitiv mit zu schreibt man (meist, nicht immer, weil die deutsche Sprache einen gerne abfuckt) das Komma. Jedenfalls glaube ich, dass das der Satz ist, den du da eigentlich haben möchtest. xD

    „Sag mal, hat Nord bei dir mit’m Hammer einmal zu viel drauf gehauen?“ Erbost stieß der Anwohner Tjelvar zurück.

    Ha, nice! Davon gerne mehr! :D

    „Jungchen, Draugr leben tief unten in der Erde. Hier bist du vor ihnen sicher.“

    Ja, wundert sich denn wirklich keiner über den plötzlichen Nebel? :hmm: Ist das vielleicht ein ganz normales Phänomen zu der Jahreszeit? Aber wenn es wäre, warum geraten Tjelvar und Sigi so in Panik? Sigi scheint Dinge zu spüren, das könnte ich mir noch erklären.

    Aber dafür hatte Tjelvar jetzt keinen Nerv.

    Der Satz ist wieder ähnlich salopp wie das mit dem Adrenalin (und der Nerv kommt mir bei sowas immer wie ein biologischer Begriff vor, was nicht ins Setting passen würde).

    „Vielleicht ist das nur ein ganz normaler Nebel“, stotterte seine Mutter und befreite sich aus dem Griff ihres Sohnes. „Wir können nicht schon wieder alles aufgeben“, flüsterte sie.

    Das finde ich stark. Die Verleugnung der Situation, obwohl sie es eigentlich besser wissen müsste, weil sie die Folgen nicht haben möchte. Ich gehe weiter davon aus, dass der Nebel komplett unüblich ist, denn wenn der üblich wäre, dann hätten diese Zeilen einen ganz anderen Effekt auf mich. Dann wäre sie sich einfach nur nicht sicher. :hmm: Ich hoffe, diese Gedanken dazu sind dir irgendwie hilfreich xD

    Ich werde Vater rächen. Das verspreche ich dir!

    Achja, Eren hat ja auch kaum Titanen ohne seine Verwandlung getötet, auch wenn er immer große Töne gespuckt hat. Klingt jedenfalls, als wäre das eine ziemlich dumme Idee von Tjelvar. Ich folge ihm gerne ins Verderben. :D