Beiträge von Kirisha im Thema „Tanred“

    Die Beschreibung des Klosters finde ich auch sehr schön. Besonders die Szene mit dem Singen in der Nacht. Es gibt ja solche Orden wo die Mönche/Nonnen sechsmal täglich und auch in der Nacht gemeinsam beten und singen. Ich habe mal mal Reportagen über Klöster in der heutigen Zeit gemacht und ungefähr so wie du es beschreibst habe ich mir das Leben in den beschaulichen Klöstern vorgestellt.

    Ich denke er soll arianisch lernen um besser kundschaften und spionieren zu können. Da ist Sprachenkenntnis ein großer Vorteil. Bin gespannt was er sonst noch lernen soll.

    Ich habe etwas geschmunzelt als Tanred sich über die Konstrukion des Arianischen Gedanken macht. Wenn man systematisch eine Sprache lernt fängt man ja in der Regel mit den existierenden Regeln an und die haben wohl in jeder beliebigen Sprache eine Ordnung.

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    Ich finde es halt immer spannend zu sehen dass jede Sprache sich die Regeln so macht wie es ihrer Art zu denken entspricht. In der Sprache steckt unbewusst ein Teil der Kultur und der Denkweise.

    "Könnten wir die überhaupt Zisternen vergiften?", fragte Perren, zu Branwen gewandt.

    Könnten wir überhaupt die Zisternen vergiften?


    Hier wird es gruselig. Auch wenn es einer guten Sache dient - aber sie reden darüber Zisternen zu vergiften. Wenn sie jemand dabei erwischt sind sie Verbrecher. Sie müssten Gift mischen und die Tat einer anderen Gruppe unterschieben ... das sehe ich als bösen Weg an. Zumal es auch sehr nach hinten losgehen kann. (Mich wundert dass Tanred diese Idee nicht verwirft?)

    Jedoch ist die Idee mit dem Magier interessant. Vielleicht finden sie einen und vielleicht kommt der noch auf bessere Ideen.

    Der Abschnitt hat mir auch wieder gut gefallen. Die besondere Vorführung und die Erläuterungen dazu fand ich sehr erhellend. Auch dass Tanred hier mal wieder in Versuchung geführt wird war ein spannender Einschub.

    Und hier muss ich rückfragen: Gibt es da eine spezielle Frage? Wenn ja - könntest du nochmal kurz erklären, welche Perren meint?

    Das hatte ich mich übrigens auch gefragt. Nun wo du es erklärt hast leuchtet es mir ein und ich erinnere mich jetzt auch wieder an das Vorherige. (Ich bin nicht sicher ob sich mir die Frage auch gestellt hätte wenn ich alles am Stück gelesen hätte?)

    Hm, ich kann das schon beantworten, aber soll ich (ernsthaft gemeinte Frage)?

    Nein natürlich nicht. Es macht ja auch Spaß zu raten was ihm im Kopf herumgeht. Ich warte da gerne ab wie es weitergeht.

    Hm... Graf Sigwulf Perren Anduas hat de facto eine Gauklerin geheiratet... ist das wirklich nur Tarnung?

    Okay da hast du einen Punkt. Jedoch führt er ja kein harmloses Gauklerdasein sondern benutzt die Truppe gleichzeitig als Tarnung für ein höheres Ziel OHNE das Wissen der meisten Mitglieder. Es ist also kein Rebellenverein der außerdem Kunststücke vorführt sondern eine Gruppe mit einem öffentlichen und einem heimlichen Gesicht das nicht alle Mitglieder kennen. Dadurch dass er die Leiterin der Gaukler geheiratet hat zeigt er dass er sich und sie für ebenbürtig hält - und sie weiß ja auch Bescheid und unterstützt seine Mission. Aber ich denke das Gauklerleben ist nicht sein Lebensinhalt. Er strebt wohl nicht danach nach einem Machtumsturz weiter als Gaukler durch die Lande zu ziehen?

    Erst später fragte er sich, warum Perren sich überhaupt bemühte - wenn sie nach Möglichkeiten suchten um Terred aus den Klauen von Edred dem Thronräuber zu befreien - welche Rolle spielte es überhaupt, ob die Gaukler ihr Publikum beeindrucken konnte oder nicht?

    Das spielt eine große Rolle für die interne Moral der Truppe wie man in dem vorherigen Dialog gemerkt hat. Daher muss sich Perren natürlich darum bemühen.

    Da Perren aber vermutlich gleichzeitig auch seine heimlichen Aktivitäten verstärken wird rechne ich schon damit dass es demnächst ungemütlich wird. Denn das dürfte einen großen Teil seiner Zeit beanspruchen und auch immer schwieriger geheimhalten zu sein.

    P.S. Die Nummer von Vinlind mit dem Gedankenlesen kommt sicher gut an. (Ich war mal auf einer örtlichen Show von einer Kleinbühne. Die hatten sich vorher über das Dorf informiert und machten Anspielungen über Persönlichkeiten die alle im Dorf kannten. Das kam sehr gut an - die Kalauer habe ich jetzt noch im Kopf).

    Wer z.B. einen Angriff aus einem zivilen Ziel startet, etwa einem Krankenhaus, indem er auf das Dach eine Stellung mit Granatenwerfern baut begeht voelkerrechtlich ein Kriegsverbrechen weil der dieses Krankenhaus durch seine Aktion zu einem legitimen Ziel macht. Wenn der Gegner dann diese Stellung angreift und es zivile Opfer gibt, ist das die Schuld dessen der seine Stellung da angelegt hat- nicht die Schuld dessen der angreift.

    Genau das habe ich schon anders herum gelesen. Wenn man weiß dass das Krankenhaus militärisch genutzt wird dann ist das Beschießen des Krankenhauses legitim. Wenn aber der Berichterstatter davon ausgeht dass es ein normales Krankenhaus ist wäre das Beschießen ein Kriegsverbrechen. Und je nachdem auf welcher Seite der Berichterstatter steht wird eben eine militärische Nutzung angenommen oder ausgeschlossen. Wie soll ich von hier beurteilen können welche Version stimmt? Daher kommen da oft Fragen auf.

    Das ist aber nicht was Perren und die Garde machen - Perren und Wulfgar haben an der Strasse einen Hinterhalt gelegt und die Soldaten da getoetet ohne z.B. einen Bauernhof oder Zivilisten zu involvieren - die Garde hat dann entschieden Zivilisten von denen sie ganz genau wissen dass sie nichts mit der Sache zu tun haben zu haengen

    aber auch hier könnte man spitzfindig argumentieren "wenn Perren weiß dass die Garde als Reaktion auf einen Angriff Unschuldige umbringen wird - ist dann Perren nicht indirekt an deren Tod schuld?" Klar ist er nicht wirklich schuldig ... aber es ist dennoch eine schwierige Sache weil er böse Folgen kennt und in Kauf nimmt. Das könnte schon manche Leute auch abschrecken überhaupt was zu machen. (Und damit rechnet die Garde). So hattest du ja auch argumentiert. Also ja. Das ist ein hartes Thema.

    Und ehrlich gesagt finde ich die Variante - was wenn es niemand gesehen hat, wenn es einfach gut geht - irgendwie reizvoller. Denn was man moralisch draus lernt wenn's schiefgeht ist klar - aber was genau lernt man fuer sein Leben wenn es klappt? Wenn nur die innere Stimme einen das naechste Mal davon abhalten wuerde, nicht die schlechte Erfahrung?

    Das hat mich auch zum Nachdenken gebracht. Ich glaube aber um es richtig nachvollziehen zu können müsste man in einer Lage sein wie Tanred. Wenn ich ansonsten hungern müsste dann noch an eine moralische Instanz zu denken ist dann wirklich eine schwere Entscheidung. Ich bin gespannt wie du das Thema weiterspinnst.

    aber ich glaube die meisten Menschen wollen von Problemen in Ruhe gelassen werden

    Ja sicher. Ich weiß aber nicht ob nicht eine solche Häufung von Heimlichkeiten - die Flucht in der Nacht das Fehlen von Perren und Wulfgar und jetzt das heimliche Gespräch nicht auch unruhig machen und danach drängen nachzufragen und Antworten zu verlangen.

    "Aber sind nicht wir irgendwie schuld... ich meine, wenn dann am Ende Unschuldige umkommen?"

    Hm. Diese Argumentation lese ich auch öfter in der Zeitung bezüglich eines aktuellen Konflikts.

    Da ziehen sich jetzt einige Schlingen zu. Die Gauklertruppe merkt also spätestens jetzt dass es Geheimnisse gibt und vielleicht ist schon längst ein Verräter in der Truppe. (Hoffentlich ist es nicht Arngard - aber irgendwie glaube ich das nicht). Ich fürchte dass es bald blutig wird.

    Und nun das Kloster? Ich frage mich was er dort lernen soll. Vielleicht ist es ein ganz anderes Manöver: Tanred soll im Kloster in Sicherheit gebracht werden falls etwas schiefgeht. Damit er dann die Sache weiterführen kann. (Die Prophezeiung muss ja für irgendwas gut sein). Oder ist das Kloster eine Art Festung wo man sich gegen Feinde verschanzen kann? Sowas habe ich schon gelesen.

    Letztlich riskiert Perren jedenfalls das Leben der Gauklertruppe insgesamt. Wenn sie gefangen werden dann sind alle dran. Ich verstehe seine Radikalität weil er meint anders das Ziel nicht erreichen zu können. Aber es ist schon brutal.

    Ich bin gespannt wie es weitergeht.

    Oh ja. Eine sehr schöne Szene und ein Dialog der Fragen hinterlässt. Weiß Arngard schon alles? (würde ich nicht für unmöglich halten ... sie macht sich doch sicher auch ihre Gedanken. Es wäre die einfache Variante ... daher hast du sie wahrscheinlich nicht gewählt). Oder glaubt Arngard etwas zu wissen was aber nicht der Wahrheit entspricht? Und drittens: Hat sie ihr eigenes Geheimnis das nochmal von Tanreds Erwartungshorizont verschieden sein kann (was ich für wahrscheinlich halte) ... und welchen Einfluss hat das auf das Verhältnis zwischen den beiden und die Gruppe insgesamt? Das macht es jetzt schon ziemlich kompliziert. Ich bin gespannt was noch kommt.

    Ich weiß noch nicht genau worauf diese Betrachtungen hinauslaufen. Die Orden sind wohl so ähnlich wie die christlichen Ordensgemeinschaften. Ich denke Tanred versucht sich ein Bild davon zu machen wie die Ädonshäuser idealerweise sein sollten. Das ist nun wieder schwierig aufgrund der vielfältigen unterschiedlichen Praxis. Vermutlich wird es später noch ein besseres Bild ergeben und eine weiterreichende Bedeutung entstehen.

    Das Auge gefällt mir übrigens gut. Im Islam gibt es ja auch so ein allsehendes Auge was ich auch ein gutes Symbol finde.

    Das Geflecht wird immer etwas komplizierter. Nichts ist wie es scheint und Dinge zu durchschauen ist nicht einfach. Eine sehr interessante Darstellung.

    Ich glaube jetzt nicht dass Perren ein Feme-Richter ist. Weil ich mir vorstelle dass er höhere Ziele verfolgt als einzelne Verbrecher zu verfolgen. Es sei denn dass bestimmte Personen diesem höheren Ziel im Weg stehen würden.

    Das ist ja gerade nochmal gutgegangen. Nur gut dass Ketran die Ruhe bewahrt hat. Da frage ich mich ja glatt wer die undurchsichtigen Leute eigentlich geschickt hat die die Gaukler zum Umkehren zwingen wollten.

    Noch eine andere Frage: Ich hatte mich bei meiner eigenen Story mal gefragt ob man eigentlich einen von Pferden gezogenen Wagen überhaupt auf so einer Straße wenden kann und sie nicht zu eng dafür ist? Der Wagen hat mit Pferden davor doch einen ziemlichen Radius? Ich hatte mir vorgestellt dass man eventuell abspannen muss was wohl ziemlich aufwändig wäre. Ich hatte mir auch vorgestellt dass die Waldwege früher wohl nicht besonders breit waren.

    Dieser Abschnitt ist wieder sehr stimmungsvoll geschrieben und ich kann mir vorstellen wie Tanred sich fühlt. Aber das nun für sich behalten zu müssen ist ... nicht gut. Nun hat er also ein Geheimnis vor Arngard und sie hat offenbar auch eins vor ihm dass sie sich nicht traut ihm zu sagen. Keine gute Basis. Irgendwann wird wohl die Bombe doch platzen und die ganze Gauklertruppe auseinanderfliegen. Ich weiß nicht wie lange man so ein Geheimnis wahren kann ohne dass nicht irgendwann Misstrauen in der ganzen Truppe entsteht. Denn jetzt wird man wohl häufiger lügen müssen. Kann das lange gutgehen?

    Ich glaube ich hätte Mühe gehabt mir da eine plausible Geschichte auszudenken. Aber die klingt gut.

    Die Frustration der Gaukler kann ich mir vorstellen. Dennoch besteht auch eine nicht geringe Gefahr dass mal irgendwann einer die Lunte riecht und begreift dass da in der eigenen Truppe Sachen laufen die wirklich gefährlich sind. Es ist schon riskant.

    wie Ädon will geschieht.

    Der Satz ist irgendwie unvollständig? Entweder "was Ädon will geschieht" oder "Wie Ädon es will geschieht es"? Oder "Es geschieht wie Ädon will".

    Perrens voller Name Sigwulf Perren Anduas hat bewusst drei Teile um die drei Volksstaemme Gondreds zu repraesentieren

    Ja das finde ich spannend. Die altnordischen Namen passen gut zueinander und machen es stimmig.

    Ich finde sowas sehr gut auch wenn ich es selbst in meinen Geschichten nicht hinbekomme.

    Oh je ... da sehe ich ein paar dicke schwarze Wolken auf die Gruppe zukommen und gehe davon aus, dass die angekündigte Katastrophe schon ihren Lauf nehmen wird. Und Tanred mittendrin, der ungeübt im Kampf ist (noch nie einen echten Kampf gekämpft hat, nur Übungen) und von nichts wirklich eine Ahnung hat. Dürfte auf jeden Fall ziemlich aufregend werden.

    Bester Satz aus dem Abschnitt: (sagt eigentlich nichts Deutliches aus, aber einfach hübsch zu lesen und mit so viel mitschwingenden Nuancen.)

    Auch wenn er sich selbst gegenüber zugeben mußte, daß die Tatsaeche daß sie jede Nacht zusammen mit Arngard die Kammer teilte in der er eigentlich gerne gelegen hätte seine Meinung über sie schon beeinflußte.

    Es geht auch wieder sehr schön weiter und ich lese es einfach gerne.

    Schöner Einblick in die Künste der Gauklerin und darüber, wie es wirken kann, wenn jemand Angst hat.

    Toller Dialog hier. Das wurde richtig gruselig und ich habe den plötzlichen Stimmungswechsel auch als schaurig empfunden. Die verschiedenen Sorten von Magie sind sehr eindrucksvoll beschrieben. Und Felua ... Ich habe auch schon solche Töchter gesehen, die große Begabungen hatten, aber sie einfach nicht so nutzen wollten, wie ihre Mütter hofften. Spannend!!!

    Teil des erzaehlerischen Problems ist, dass Tanred einfach zu wenig weiss wie es vorher war - er war zu jung um das bewusst erlebt zu haben, er kennt die Dinge eigentlich nur so wie sie jetzt sind. Daher sind alle Hinweise halt entweder Holzhammer oder muessen gedeutet werden... naja, ich weiss auch nicht - ist vielleicht nicht so schlimm wenn man Tanred nicht so viel voraus ist -

    Was ich bis jetzt herausgelesen habe, ist, dass viele Dinge in dieser Welt "innen drin" nicht so sind, wie sie äußerlich erscheinen oder andersherum die äußere Erscheinung verschieden gedeutet werden kann. Ich rechne daher noch mit weiteren Überraschungen.

    Auch was Maldua über Kriegsführung sagte - dass sowohl die gegnerische als auch die eigene Seite gewaltsam und damit brutal und "böse" agieren muss, um den Krieg zu gewinnen - ist ja nicht das, was man erwartet und trotzdem logisch.

    Auch dieser Abschnitt ist wieder sehr spannend geschrieben.