Festmahl für die Toten [Conan der Barbar/Fallout]

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  • Hi Leute, ich möchte hier nochmals meine "Conan der Barbar"-Kurzgeschichte posten. :)


    Als Vorlage dazu hab ich (wie ihr ja bereits wisst) eine Quest aus dem Videospiel "Fallout 3" gewählt, woher auch die meisten Gespräche, bzw. die Texte für die Gespräche (manchmal in abgeänderter Forum) stammen. Der Rest ist frei erfunden, obwohl ich mich teilweise an den üblichen Conan-Romanen orientiert habe. Würde mich über Feedbacks freuen. :)

  • Festmahl für die Toten


    I


    Des Einen Hunger ist des Anderen Tod,
    doch wer sich weigert kommt selbst in Not.


    Alter Reim


    Conan der Cimmerier zügelte sein Pferd, als er in der Ferne weissen Rauch in den rotgefärbten Abendhimmel emporsteigen sah. Hier draussen in der brythunischen Wildnis, abseits jeder Zivilisation, hatte der riesenhafte Mann mit der schwarzen, gerade geschnittenen Mähne und den stahlblauen Augen, keine Siedlung mehr erwartet. Doch zweifellos handelte es sich um mehrere Gebäude, die dort oben auf dem felsigen Hügel mit dem Abendrot eins wurden.
    Seine Entdeckung kam ihm gerade recht, denn vielleicht konnten ihm die Menschen dort eine Bleibe für die Nacht anbieten. Nur ungern würde er heute noch ein Lager aufschlagen und ein Feuer entzünden, wenn er stattdessen in einem Gasthaus übernachten konnte. Er prüfte nochmals seine Ausrüstung, rückte den Lederharnisch zurecht und gab dem Pferd die Sporen. Das Breitschwert an seiner Seite zeugte von der ungeheuren Kraft des Mannes, denn nur die stärksten Krieger vermochten mit einer solch mächtigen Waffe umzugehen.
    Als Conan die Siedlung entlang eines schmalen, staubigen Weges erreichte, war er überrascht, wie klein und unscheinbar diese doch war. Der Ort bestand lediglich aus zwei grösseren, sich gegenüberstehenden Häusern, und einem Kleineren davor, auf dessen Veranda ein alter Mann in einem Schaukelstuhl hin und her wippte. Von einer Schenke oder einem Gasthof - wie er es gehofft hatte - fehlte jede Spur. Die Bauten schienen allesamt Wohnhäuser zu sein. Sie waren aus Holz gebaut, mit einem Fundament aus Stein und Dächern aus gelbem Stroh. Rundherum waren umzäunte Felder mit Weizen und anderen Getreidearten angelegt, ebenso kleine Gärten mit Obst und Gemüse. In der Mitte der Ansiedlung gab es einen geräumigen Dorfplatz - wenn man es so nennen konnte - wo zwei Kinder mit einem Holzreif spielten. Alles wirkte im Kontrast zur staubigen Einöde übertrieben sauber und gepflegt, als ob Mitra persönlich Hand an diesen Ort gelegt hätte.
    Vor dem Haus des alten Mannes hielt Conan an und stieg von seinem Pferd. Der Alte beobachtete ihn misstrauisch, blieb jedoch stumm. Conan grüsste ihn und fragte auf zingarisch mit barbarischem Akzent: "Na, Opa, was ist das für ein Ort, in dem ich so unerwartet gelandet bin? Dieses Dorf ist auf keiner meiner Karten verzeichnet."
    Der Alte musterte ihn von oben bis unten. Sein Gesicht war faltig und mit Runzeln übersät, seine Haare schneeweiss, ebenso sein zerzauster Bart. Er war unglaublich mager, als hätte er seit Wochen nichts mehr gegessen. "Geht. Geht, so lange Ihr noch könnt!" krächzte er als Antwort auf Conans Frage.
    Conans Hand glitt zum Schwertgriff an seinem Gürtel, während er sich kurz nach einer möglichen Gefahr umsah. Doch nichts geschah. Keine Falle schnappte zu, wie er es für einen Augenblick erwartet hatte. "Was ist los?" fragte Conan. Der Alte schien offenbar verrückt zu sein.
    "Seht Ihr denn nicht was los ist in diesem stillen kleinen, ach so wunderbar ruhigen Örtchen mitten in dieser verfluchten Wüste?"
    Conan wurde langsam ungeduldig und versuchte noch eine letzte Frage zu stellen, ehe er sich nach einem anderen Gesprächspartner - der noch bei Verstand war - umsehen würde. "Die Leute sind doch aber friedlich?" erkundigte er sich.
    "Nein, äh ja. Aber das ist ein Trick", antwortete der Alte. "Die Leute kommen hierher, aber nicht wieder heraus!"
    Conan zuckte mit den Schultern und sagte: "Ich werde vorsichtig sein." Dann machte er sich kopfschüttelnd auf zum nächsten Haus. Sein Pferd trottete an den Zügeln hinter ihm her.
    "Das solltet Ihr auch, ich lüge nicht!" rief ihm der verwirrte alte Mann hinterher. "Ein Blick in den Keller oder den Schuppen da und alles wird sofort klar!" Ein gequältes Kichern drang aus seiner Kehle.
    Conan runzelte die Stirn, als er über die letzten Worte des Alten nachdachte. Doch viel mehr interessierte es ihn, ob es in diesem Kaff eine Möglichkeit gab, die Nacht zu verbringen.
    Die beiden Kinder schauten ihn mit grossen Augen an, als er den Dorfplatz überquerte und an die Tür des grossen, südlich gelegenen Hauses klopfte. Durch die Fenster konnte er sehen, dass bereits Licht im Innern brannte.
    Es dauerte nicht lange bis sich die Tür öffnete und eine bildhübsche Frau mittleren Alters vor ihm stand. Sie war mit einer Schürze bekleidet und ihr blondes Haar zu einem Knoten geflochten. Offenbar wurde gerade das Abendmahl zubereitet, dies bewies auch der Geruch gebratenen Fleisches, der in Conans Nase stieg.
    "Valeg, kommst du mal?" rief sie nach hinten und lächelte den Cimmerier verlegen an. "Hier ist Besuch."
    Ein grossgewachsener Brythunier mit blauen Augen und blonden Haaren löste die Frau an der Tür ab, während diese wieder im Haus verschwand. Er trug einfache Bauernkleidung und an seinem Gürtel befestigt, baumelte ein Hackebeil. "Ah, ein Reisender!" rief er offenbar erfreut und seine weissen Zähne kamen zum Vorschein. "Was führt euch zu dieser späten Stunde nach Kelbaza?"
    "Ich bin auf dem Weg nach Pirogia und suche eine Bleibe für die Nacht", antwortete Conan. "Als ich diese Siedlung erspähte, dachte ich mir, es gäbe hier vielleicht Unterkunft."
    "Nein, nein", sagte der Mann und schüttelte den Kopf. "Wir haben kein Gasthaus hier, doch wenn Ihr möchtet, könnt Ihr die Nacht in unserem Stall verbringen". Er bat den Cimmerier mit einer Handbewegung doch voranzugehen. Conan tat, um was er gebeten wurde und als die beiden Männer über den Dorfplatz gingen, fragte der Cimmerier: "Erzählt Ihr mir etwas über diesen Ort?"
    "Kelbaza - der beste Ort in Hyborien", schwärmte der Mann, dessen Name offenbar Valeg war, mit strahlendem Gesicht. "Es gibt Essen ohne Ende und keinerlei Probleme. Es gibt keinen besseren Ort um seine Kinder grosszuziehen."
    "Was stimmt mit dem Alten nicht?" wollte Conan von ihm wissen.
    "Ach, der alte Spassvogel ist immer für einen Scherz gut. Armer Kerl, seine Frau starb und er wurde verrückt. Die Mädchen bringen ihm Essen. Er isst nur gerade soviel dass er am Leben bleibt. Der Arme besteht nur noch aus Haut und Knochen."
    "Er sagt, dass ihr alle verrückte Mörder seid", meinte Conan misstrauisch.
    "Sagte er das?" Der Mann lachte. "Ich werde wohl nochmals mit ihm reden müssen. Jedes Mal schreckt er unsere neuen Freunde ab." Er klopfte Conan auf die Schulter und sagte: "Kommt doch zu uns zum Abendessen, wenn Ihr wollt. Linda muss es nur wissen, damit sie genug für vier kochen kann."

  • II


    Conan wäre der Einladung von Valeg nur zu gerne nachgekommen, doch er wollte die Gastfreundschaft dieser Menschen nicht ausnutzen. Es war schon freundlich genug, dass er ihren Pferdestall als Nachtlager benutzen durfte. Ausserdem hatte er noch genügend Proviant, so dass er nicht hungern musste. Er schnallte die Decke vom Sattel seines angebundenen Pferdes und breitete sie auf dem weichen Stroh unter seinen Füssen aus. Draussen war es mittlerweile dunkel geworden und der Mond stand als silberne Scheibe am sternenklaren Himmel.
    Als er gierig das getrocknete Fleisch aus seiner Tasche verspeist und das Ganze mit einem tiefen Schluck Wein herunter gespült hatte, legte er sich schlafen. Er war erschöpft und müde von seinem langen Ritt durch die unbarmherzige Lema-Ebene. Morgen würde ihm erneut eine Tagesreise bevorstehen.
    Doch anstatt einzuschlafen, musste Conan plötzlich wieder an die Worte des alten Mannes denken und versuchte, diese irgendwie mit diesem Ort in Verbindung zu bringen. Kein Reisender hatte diesen Ort jemals wieder verlassen, hatte der Alte gesagt. Dann fiel ihm ein, dass er einen Keller und einen Schuppen erwähnt hatte, wo das Geheimnis dieses Ortes verborgen liegen soll. Schliesslich überkam Conan die Neugier und er erhob sich von seinem Nachtlager.
    Er wartete geduldig, bis die Lichter in allen drei Häusern erloschen waren und schlich dann geschmeidig wie ein Panther durch die Schatten der Nacht auf die andere Strassenseite, hinter eines der Häuser, wo er diesen Schuppen vermutete.
    Hinter einem kleinen Hof wurde er schliesslich fündig. Ein kleiner viereckiger Schuppen war es, aus schweren Holzplatten zusammen gebaut, aber leider verschlossen. Doch Conan war ein geschickter Dieb. In Zamora nannte man ihn sogar der König der Diebe und er hatte schon weitaus schwierigere Schlösser geknackt. Im Handumdrehen war das Schloss geöffnet und fiel auf den darunterliegenden Boden. Der Ruf einer Eule begleitete ihn, als er langsam die Tür des Schuppens öffnete und mit gezogenem Schwert eintrat.
    Es war dunkel, jedoch nicht so dunkel, dass der Cimmerier nichts sehen konnte. Seine Augen hatten sich schon zuvor an die Dunkelheit gewöhnt. Vor ihm führte eine steinerne Treppe in die Tiefe, von woher schwaches Licht drang. Ein starker Verwesungsgeruch kam ihm entgegen.
    Vorsichtig stapfte er die Stufen hinunter, bis er in einen grossen Kellerraum kam. Einige Kerzen in Scharten an den Wänden spendeten wenigstens ein bisschen Licht ins Dunkel. Da überkam Conan plötzlich ein Schauder und seine Nackenhaare stellten sich unwillkürlich zu Berge. Er traute seinen Augen kaum, als er die Leichen von zwei Männern - oder bessergesagt das, was noch von ihnen übrig geblieben war - auf einem langen Holztisch liegen sah. Ihre Arme und Beine waren abgetrennt worden und hingen an eisernen Haken von der Decke. Nur der Rumpf und die Köpfe waren noch übrig geblieben.
    Der gesamte Raum war blutbesudelt. Etliche Skelette lagen verstreut am Boden oder waren in kleinen Gitterkäfigen eingeschlossen. An den Wänden standen grosse Truhen und als er eine von ihnen öffnete und einen Blick hinein zu werfen wagte, erfasste ihn nochmals das pure Grauen. Berge von sonderbarem Fleisch waren darin gestapelt. Conan hatte keine Zweifel mehr daran, dass es Menschenfleisch war. Erst jetzt wurde ihm richtig bewusst, was der Alte gemeint hatte. Erst jetzt ergab alles einen Sinn.
    Ohne noch mehr Gedanken zu verlieren, stürmte Conan aus dem Keller, die Treppe hoch, hinaus ins Freie. Doch dort wurde er bereits erwartet. Das gesamte Dorf schien auf den Beinen zu sein. Zwei Männer, darunter Valeg, und ihre beiden Ehefrauen hatten ihn bis an die Zähne bewaffnet vor dem Schuppen eingekreist. Der Alte und die Kinder befanden sich etwas Abseits und beobachteten das Szenario aus sicherer Entfernung.
    "Wir würden mit Euch gerne über etwas reden", ergriff Valeg sogleich das Wort. "Wir haben bemerkt, wie Ihr in Thorus' Schuppen rumgeschnüffelt habt. Habt Ihr dort gefunden was Ihr suchtet?"
    Conan war es ein Rätsel, wie er so schnell entdeckt werden konnte und er wurde den Verdacht nicht los, dass sie ihm aufgelauert hatten. Wahrscheinlich um ihn im Schlaf zu überwältigen und dasselbe mit ihm zu machen, wie mit diesen armen Schweinen im Keller. "Ja, und ich hab gesehen, was ihr da drinnen versteckt, ihr kranken Mistkerle!" antwortete er grimmig.
    "Ihr enttäuscht mich", sagte Valeg mit Bedauern. "So schnell urteilt Ihr über uns. Habt Ihr schon mal darüber nachgedacht, dass wir eine Familie zu ernähren haben? Richtet nicht, wenn ihr nicht auch gerichtet werden möchtet, so sagt das Buch... aber mal im Ernst, wie viele Tote habt Ihr auf dem Gewissen? Der einzige Unterschied zwischen uns ist, dass wir unsere Schäfchen ins Trockene bringen."
    "Schäfchen ins Trockene bringen?" protestierte Conan langsam wütend. "Das sind Menschen, keine Schafe!"
    "Von Euch lass ich mich nicht beleidigen", erwiderte Valeg gefährlich ruhig. "An uns gibt es nichts auszusetzen. Wir leben schon seit Jahrzehnten so. Die Familie ist das Wichtigste. Aber von einem Umherziehenden würde ich nicht erwarten, dass er das versteht."
    Conan hatte auch gar nicht die Absicht, das alles zu verstehen. "Nein Valeg, Ihr müsst sterben", sagte er stattdessen, denn er war es leid, diese Diskussion noch weiter zu führen. "Ihr und Eure kranke kleine Stadt."
    "Nun, ich schätze mal wir wissen jetzt wo wir unsere nächste Mahlzeit herbekommen werden, nicht wahr?"
    Nach diesen Worten stürzte sich die gesamte Meute auf Conan, doch dieser rollte blitzartig zur Seite und die anderen verkeilten sich kurzzeitig ineinander. Der Cimmerier sprang federhaft wieder auf die Füsse und holte zum Schlag aus. Er machte einen Sprung nach vorne und wirbelte das Schwert im Kreis, wodurch Valegs Brustkorb aufgeschlitzt wurde. Wie ein gefällter Baum fiel der Brythunier nach hinten und blieb zuckend am Boden liegen.
    Schneller als Thorus sein Beil zum Schlag ansetzen konnte, schwang Conan sein Schwert weiter über den Kopf und traf mit voller Wucht in die rechte Schulter des Angreifers. Blut spritze ihm entgegen und der Feind sank röchelnd in die Knie.
    Die Frauen wollte er verschonen, doch sie griffen mit Messern bewaffnet unerbittlich an und trachteten nach seinem Leben.
    Die Erste konnte er noch mit dem Schwert abwehren und zurückstossen, doch die Klinge der zweiten Frau stiess mit voller Wucht in seinen zur Abwehr hochgerissenen Unterarm. Ohne den Schmerz und das Blut zu beachten, schlug Conan mit einer Links-rechts-Kombination zu und die Frauen starben noch zu seinen Füssen.
    Wild um sich blickend erwartete er noch mehr heranstürmende Feinde, doch niemand griff ihn mehr an. Der rote Schleier vor seinen Augen begann sich allmählich aufzulösen. Seine mächtige Brust hob und senkte sich und er keuchte, wie nach einer anstrengenden Kletterpartie in den schroffen Bergen seiner Heimat Cimmerien.

  • III


    Wüste Beschimpfungen ausstoßend riss Conan einen Streifen Stoff von der Kleidung eines der Toten und verband damit seinen verletzten Arm. Die Wunde würde ihm eine weitere Narbe einbringen und ihn ein Leben lang an diese Geschichte erinnern. Fluchend ging er auf den Alten zu, der Zeuge des Kampfes geworden war. Die Kinder hatte er offenbar ins Haus geschickt, damit diese den Tod ihrer Eltern nicht mit ansehen mussten.
    "Ich habe gesehen was passiert ist", sagte der Alte ohne Anzeichen von Furcht, obgleich der blutüberströmte Cimmerier einen angsteinflössenden Eindruck machen musste. Es schien ihm völlig egal zu sein, ob er lebte oder auch gleich sterben würde. "Auch wenn diese Leute meine Familie waren, es musste einfach getan werden. So viel Jahre lang, war ich genau wie sie... Es ist... Ich kann gar nicht darüber sprechen."
    "Was wird mit den Kindern passieren?" fragte Conan. Er hatte nicht vor, dem Alten ein Haar zu krümmen, schliesslich hatte sich dieser nicht in den Kampf eingemischt.
    "Das Einzige was ich tun kann, ist die Kinder grossziehen und aus Kelbaza ein ordentliches Städtchen machen", antwortete der Mann zuversichtlich. "Die Kinder bleiben bei mir. Ich kümmere mich selbst um ihre Erziehung. Eine Schande, dass sie ohne Eltern aufwachsen müssen. Aber wenn ich es recht bedenke, ist es eigentlich besser, als mit ihren Eltern aufwachsen müssen. Besser ein Waisenkind als ein Kannibalenkind, oder?"
    Conan wusste selbst, wie es war, als Weisenkind aufzuwachsen. Es war eine harte, unbarmherzige Zeit, in der sie lebten, trotzdem hatten die Kinder eine zweite Chance verdient. "Und dann?" wollte der Cimmerier wissen.
    "Wir werden unser Bestes versuchen, ich und die Kinder hier in Kelbaza..." sprach der Alte, als hätte er sich diesen Tag schon lange herbeigesehnt. "Es wird nicht einfach, aber wir werden unser Bestes geben. Ich hoffe nur, dass diese Kinder eines Tages hier was Gutes tun, nach all den schlimmen Sachen, die hier passiert sind." Er machte eine kurze Pause und holte tief Luft. "Es war einfach normal, wir alle haben es getan. Ich habe nicht mal darüber nachgedacht. Ich heiratete Natala, wie jeder andere Junge in Kelbaza eben das nächste Mädchen in seinem Alter heiratet. Wir hatten Linda, die später Valeg heiratete. Erst als Natala starb, begann ich, über das alles hier nachzudenken. So viele Menschen in den ganzen Jahren... Hunderte... vielleicht Tausende. Aber was sollte ich tun? Ich bin ein alter Mann. Aber Ihr habt dem Ganzen ein Ende gesetzt. Tausend Dank."
    Conan verliess Kelbaza noch in derselben Nacht. Er hatte nicht vor, jemals wieder zurückzukehren. Inzwischen war ihm auch klar geworden, warum dieser Ort auf seiner Karte nicht verzeichnet war. Wahrscheinlich weil bis dahin kein Reisender den Ort je wieder lebendig verlassen hatte, um davon zu berichten.

  • Eine interessante geschichte, die durchaus recht spannend ist, vorallem nach der Warnung des alten Mannes. Jedoch ging mir der Kampf ein bisschen zu einfach, die hatten ja absolut keine Chance gegen den Protagonisten, und man hatte schon als die Angreifer beschrieben wurden den Eindruck, dass Conan nicht wirklich in Gefahr war.


    Man hätte den spannenden Teil vielleicht etwas länger machen könne, vielleicht so dass Conan etwas länger braucht um heruaszufinden was im Dorf los is, und den Kampf vielleicht auch etwas heftiger gestalten können.
    Trotzdem sehr gute ansätze, die geschichte fesselt einen streckenweise sogar sosehr, dass man gar nicht mit dem lesen aufhören will, bis sie zuende ist.

  • @ Lyanork:


    Vielen Dank für das Lob und die Kritik. Naja, der Protagonist ist halt Conan himself, der wird mit solch ein paar Bauerntölpel locker fertig. ^^ Aber du hast schon recht, der Kampf war wirklich etwas zu kurz und einfach. ;)


    Muss auch ehrlich zugeben - es war nicht meine beste Stunde als ich die Geschichte geschrieben habe. Stand teilweise sehr auf dem Schlauch. Aber das Ganze jetzt noch gross ändern möchte ich auch nicht, war nur mal der Versuch einer Kurzgeschichte. :)

  • klar, is ja auch kein weltuntergang ;) man muss ja auch bedenken dass es zum einen gar nicht so einfach ist eine packende geschichte im format einer kurzgeschichte zu schreiben, und zum andern schreibt man ja nich um sofort die perfekte story zu haben sondern übt einfach. und als übung eignet sich sowas ja wirklich gut^^

  • Mir gefällt die Geschichte auch sehr gut. Allerdings fällt es mir auch immer schwer Kämpfe zu beschreiben, das finde ich immer am schwersten.


    Nur bei dem Satz:
    Der Ruf einer Eule begleitete ihn, als er langsam die Tür des Schuppens öffnete und mit gezogener Klinge eintrat.


    Da hätte ich das Wort Klinge durch Schwert ersetzt, da auch ein Dolch eine Klinge sein kann.

  • Nur bei dem Satz:
    Der Ruf einer Eule begleitete ihn, als er langsam die Tür des Schuppens öffnete und mit gezogener Klinge eintrat.


    Da hätte ich das Wort Klinge durch Schwert ersetzt, da auch ein Dolch eine Klinge sein kann.


    Danke, hab's gleich geändert. ;)


    Und danke für's Lesen und das Feedback. :)