Göttin der magischen Nadeln

  • Ein junger Mann lief durch die Steppe und stieß einen lauten Schrei aus, die Wölfe hatten ihn gehört, sofort sprangen sie auf und eilten in seine Richtung, der Mann sprang einen kleinen Anhang hinab, einer der Wölfe sprang ihn an und er fing ihn auf, während drei andere ihn umringten und er begann mit ihnen herumzualbern.


    Er war groß und muskulös, seine Haut von der Sonne gbräunt, sein Gesicht hatte glatte, ebenmäßige Züge. Sein schwarzer Haar war lang und lockig.


    Abseits davon suchte eine Frau Heilkräuter, der Mann hörte eine Frau schreien und legte sich seufzend auf dem Boden, während er die Wölfe kraulte, "die Lehrerin hat schon wieder die ganze Nacht geschrien, weil ihre Maske sich aufgelöst hat! Kommt laßt uns gehen!"


    Er stand auf und rannte los, plötzlich waren die Wölfe weg, er sah sich um, als er den Schrei eines Wolfes hörte und in diese Richtung losrannte, als er zu der Stelle kam, sah er auf der Strasse einen der Wölfe von zwei Pfeilen getroffen liegen.


    Schnell rannte er zu dem toten Wolf, als er aufsah, sah er eine Gruppe Soldaten. Langsam stand er auf, in seinem Blick lag Trauer und Wut, während er nach seinem Schwert griff, als ein zweiter Wolf vor ihm auf die Strasse sprang.


    Die Soldaten hielten an, der Wolf fing an zu knurren. Einer der Soldaten spannte seinen Bogen, der Wolf lief los, der Mann rief, "Grey Wolf, komm zurück! Schnell!" Der Pfeil traf den Wolf und er fiel heulend zu Boden. Der Mann rannte los, während der Soldat drei weitere Pfeile abschoß. Der junge Mann wich schnell aus. Er nahm den tödlich verletzten Wolf in seine Arme und drehte sich langsam zu dem Soldat um. Als dieser einen weiteren Pfeil abschoß und den Mann in die Schulter traf, so daß dieser zu Boden fiel.


    Schnell schoß der Soldat drei weitere Pfeile auf ihn. Einer traf den jungen Mann in den linken Oberschenkel, zwei weitere in die Brust. Der Soldat lachte verächtlich, ließ sich einen Speer geben und ritt auf den Mann am Boden zu. Als der Soldat nah genug war, ergriff der Mann die Speerspitze. Doch der Soldat schob ihn dadurch nur vor sich her, wobei er dem Mann Gelegenheit gab, sich aufzurichten. Als dieser schließlich gegen eine Felswand prallte.


    Diesen Mann und auch alle anderen umgab ein großes Geheimnis und viele Geheimnisse sollten sie selbst auch erst später erfahren, dennoch gab es eine Verbindung zwischen ihnen, dem Kaiser und seiner Lady, wo einst alles begonnen hatte. Ein Kampf der scheinbar vor zwanzig Jahren endete, begann wieder mit neuer Gewalt zu entfachen.


    In einem Militärlager sagte ein Mann, "fange das Oberhaupt der Nab'Al! Laß mich sehen, wie gut du bist, zweiter Bruder! Wir sind in Wolf Valley, doch du und ich zähmen in diesem Zelt eingesperrte Adler! Ich befürchte, du kannst nicht einmal ein Kaninchen jagen!"


    Der Mann drehte sich um, "ein Krieger nimmt keine unschuldige Leben! Außerdem bin ich nicht länger mit dir auf dem Schlachtfeld!"


    Der junge Mann, von den Pfeilen getroffen, sah nur noch verschwommen, der Soldat war zu den anderen zurückgeritten und zeigte auf ihn, "dieses Rudel Wölfe bewacht das Tal! Keiner wagt es, sie zu jagen! Ich schwöre, heute werde ich sie töten, ihr Fell nehmen und sie meinem Vater schenken!"


    Der junge Mann hatte dies gehört, er nahm seine ganze Kraft zusammen und sprang den Soldat an. Der Soldat blockte den Sprung mit seinem Schild ab. Der Mann kam auf den Boden auf, während die Soldaten nun auf ihn zuritten und einkreisen. Ein anderer Soldat zeigte mit dem Finger auf den Mann und befahl, "töte ihn für mich!"


    Der Mann wandte sich wütend zu ihm um, riß ihm vom Pferd und biß ihn in den Hals. Der Soldat riß sich schreiend los und hielt sich den Hals, der andere Soldat rief, "Fanoy riskierte sein Leben für einen Wolf! Gut, laßt mich diesen wilden Mann töten!"


    Er sprang von seinem Pferd und schlug den jungen Mann nieder. Er warf ihm seinen Speer und Schild zu, welche auf den Boden fielen. Dann ging er zu einem Soldaten und ließ sich selbst einen anderen Speer und Schild geben geben.


    Der junge Mann bückte sich nach dem Speer, doch der Soldat blockiert dies, indem er seinen Speer darüber legte und diesen wieder zu Boden trat. Die Soldaten jubelten, der Mann packte den Speer und griff an. Der Soldat drehte sich schnell um und der Speer traf nur das Schild. Der junge Mann wich diesmal dem Speer aus, fiel aber gegen die anderen Soldaten. Diese stießen ihn zurück. Er fiel wieder zu Boden. Der Speer fiel ihm aus der Hand, während der Soldat ihn gegen die Rippen trat. Die anderen Soldaten jubelten wieder.


    Als der Soldat den Speer hob und den Mann töten wollte, griff dieser nach den Speer auf den Boden und stach zu. Dann nutzte er den Augenblick der Verwirrung, griff nach dem toten Wolf und floh.


    Der andere Mann hatte das Zelt verlassen und murmelte, "bei den Geistern, Jagd ist verboten! Mit den Geister ist nicht zu spaßen!" Der ältere Mann hatte dies gehört und schimpfte, "Jagd ist eine Art von Sieg! Tian-Qi kommt in der Tat nach mir! Je größer die Herausforderung ist, umso hartnäckiger ist er! Laßt uns ins Wolfs Valley gehen, um Tian-Qi zu unterstützen! Weil Mut unser Leben bedeutet, werden wir nicht mit leeren Händen nach Hause gehen!" Er warf dem Mann sein Schwert zu.


    Gerade in dem Momant kamen die anderen Soldaten zurück, "Prinz!"


    Der ältere Mann sah sie verblüfft an, "was ist geschehen?"


    Der Soldat sprang vom Pferd und kniete sich nieder, "Prinz, der junge Meister..."


    Der Mann stieß ihn weg und eilte zu dem Karren, auf den man den Soldat gelegt hatte, um die erlegten Tiere zu transpotieren. "Tian-Qi, schnell schickt nach dem Heiler Guan!"


    Der andere Solat hielt sich noch immer den Hals, wo er gebißen wurde, als der ältere Mann aufstand und auf ihn zuging, "habe ich dir
    nicht gesagt, daß du ihm folgen sollst, während er jagt? Wieso wurde er verletzt?" Während er ihm immer wieder ins Gesicht schlug.


    Der andere Mann rief, "Bruder, Tian-Qi kommt zu sich!"


    Der ältere Mann ließ er von ihm ab, eilte zurück zu Tian-Qi und nahm ihn in den Arm, "mein Kind!"


    Dieser hob mit Mühe den Kopf, "Vater, er war es..."


    Der ältere Mann rief, "wer?"


    Tian-Qi flüsterte, "diese Bestie erstach mich!"


    Der ältere Mann rief inzwischen verzweifelt, "wer war es? Wer ist diese Bestie? Wer hat dir dies angetan?"


    Tian-Qi hob die Hand und wollte etwas sagen, doch seine Hand fiel kraftlos nach unten. Als der Heiler kam und sich neben ihn kniete, "mein Prinz, das einzige den jungen Meister zu retten, ist ihn sofort nach Cheng-Xiang Town zu bringen! Macht einen Wagen bereit!"


    Die junge Frau streifte durch die Felsen auf der Suche nach Kräuter, als sie auf einige Blättern Blut sah. Sie sah sich vorsichtig um, als sie einen Mann auf dem Boden liegen sein. Er hatte einige Pfeile in der Brust. Langsam trat sie näher zu ihm. Sobald sie bemerkte, daß er noch lebt, brachte sie ihn schnell zu einer Höhle und versorgte seine Wunden. Dann rannte sie schnell fort, um ihren Vater holen.


    Die junge Frau rannte schon voraus, "schnell Vater!"


    Ihr Vater wischte sich mit der Hand über die Stirn, "ich kann nicht mehr so schnell laufen!" Schließlich blieb er keuchend stehen, doch das Mädchen rannte schnell zurück und zog ihn weiter. Schließlich erreichten sie die Höhle, in welche die junge Frau den jungen Mann gebracht hatte. Ihr Vater sagte, "was genau ist mit dem Verletzten? Du benimmst dich, als wärst du mit ihm verheiratet!"


    Er lachte. Dann sah er die Verwundungen des Mannes, welches die junge Frau so gut es ging bereits versorgt hatte, "ist er..."


    Die junge Frau schob ihn vor, "frag nicht wer er ist, als ein Heiler mußt du dich um ihn kümmern!" Ihr Vater sah sie an. Dann fragte sie auch sogleich, "wie geht es ihm? Vater, es sind Pfeilwunden!" Sie eilte schnell in eine Ecke und brachte die Pfeile, "hier sind die Pfeile!" Sie gab ihrem Vater die Pfeile, welcher daran roch, erklärte seine Tochter empört, "die Pfeile sind vergiftet!"


    Ihr Vater antwortete, "in wenigen Stunden wird das Gift ein Herz erreicht haben!"


    Seine Tochter stimmte zu, "Vater, ich habe die Bienen gefunden!"


    Ihr Vater nickte, als er sagte, "du meinst, du hast das Bienengift gefunden!"


    Die junge Frau nickte, "ja, ich suchte zwei Tage lang bis ich es fand! Ich hatte Glück, vor zwei Jahren von einer Schlange gebißen zu werden, während ich Kräuter in den Bergen suchte! Als ich es fand war ich schon halb bewußtlos, stach mich eine Giftbiene in den Arm!"


    Während sie den Krug öffnete in der sich die Biene befand, lachte ihr Vater, "du denkst, die Biene hat das Gift aus den Adern geholt, deshalb hat es gegen den Schlangengift geholfen!" Die Biene flog auf den Arm des Mannes und stach zu.


    Der Körper des verletzten Mannes fing an silbern zu glänzen, dann bewegte er sich langsam. Der Heiler sah überrascht aus, "hast du diese Reaktion gesehen?"


    Plötzlich schrie der junge Mann auf und wollte sich aufrichten. Die junge Frau rief, "Vater, schnell du mußt ihn retten! Daß Gift ist zu stark für ihn, er wird innerlich verbluten! Schnell, die Resuscitation Pill!"


    Ihre Vater kramte in seiner Tasche, dann drückte er ihr eine Pille in die Hand. Die junge Frau wollte sie dem verletzten Mann geben, doch ihr Vater hielt sie zurück, "du mußt die Pille auflösen bevor sie die Blutung aufhalten kann!"


    Seine Tochter nahm die Pille in den Mund und wartete etwas. Dann hob sie den Kopf des jungen Mannes an, bevor sie ihren Mund gegen seinen drückte und ihm die aufgelöste Pille gab.

  • Der verletzte Mann sich beruhigte, die junge Frau lächelte, "er wird wieder gesund, Vater!" Als sie ihren Vater sah wurde sie rot und schimpfte, "was siehst du mich so an? Ich tat es, um sein Leben zu retten! Sag bloß kein Wort, wenn er zu sich kommt!"


    Der Mann lachte, "Fu'Er, du bist ein wahres Geschenk mit deinem selten Talent, deine Bienenstiche wirken besser als meine Akupunktur!"
    Seine Tochter lächelte, "wenn du mir keine Akupunktur gelehrt hättest, wäre ich nie auf die Idee mit den Bienenstichen Krankheiten zu heilen! Außerdem sind deine Heilkräuter..." Sie schwieg.


    Ihr Vater sah sie an, "eh, es war nicht ich, der ihm sie ihm...." Er lachte wieder leise, "...von Mund zu Mund gab!"


    Fu'Er schlug ihn leicht mit der Hand gegen seinen Kopf, "Vater, erwähne dies nie wieder!"


    Diesmal der Heiler lachte lauter, "dieses Mädchen..." Dann brach er ab und sah nachdenklich einen der Pfeile an, "diese Pfeile sind gedacht, um Tiere zu jagen!"


    Auch seine Tochter war ernst du geworden, "du denkst, jemand könnte so boshaft sein sie gegen Menschen zu benutzen?"


    Ihr Vater sagte, "jemand benutzte sie, um einen wilden Wolf zu jagen!"


    Der Mann der dies gehört hatte, sprang den alten Mann plötzlich an und dreht die Pfeilspitze in dessen Richtung. Fu'Er schrie erschrocken auf und hielt die Hand des jungen Mannes fest, "verletze nicht meinen Vater! Er ist dein Retter!"


    Der Heiler keuchte, "Fu'Er, laß ihn los! Wenn er dich verletzt..."


    Fu'Er schüttelte den Kopf, "das wird er nicht!" Dann wandte sie sich an den verletzten Mann und sagte mir ruhiger Stimme, "sieh mich an, kann ich lügen? Sieh mich an und du wirst sehen, daß ich dir nur helfen will!" Langsam sah dieser in ihre Richtung, während die junge Frau fort fuhr, "mein Vater hat sogar einmal einen Hund gerettet, dieser war so dankbar, daß er ihm die Hand leckte!"


    Sie blickten sich einige Zeit schweigend an. Fu'Er nahm dem verletzten Mann langsam den Pfeil aus der Hand, welcher seine Hand sinken ließ. Der Heiler sprang schnell weg und der junge Mann fiel gegen Fu'Er, welches ihn auf ein notdürftiges Bett zurück legte.


    Fu'Er wollte sich gerade abwenden, als der verletzte Mann blitzschnell ihre Hand packte. Fu'Er schrie erschrocken auf. Wieder sahen sie sich einige Sekunden an, dann leckte der junge Mann ihre Hand und flüsterte leise, "danke!"


    Der Heiler fing hinter ihr zu lachen, während Fu'Er sich die Hand rieb und ihrem Vater schnell den Ellbogen in den Bauch stieß. Als der junge Mann sie schwach anlächelte, bevor er wieder einschlief. Während ihr Vater noch immer leise vor sich hinlachte. Dann machten sie sich auf den Heimweg.


    Fu'Er und ihr Vater waren wieder auf dem Weg zu der Höhle. Unterwegs sagte der Heiler, "wenn ich in der Kräuterhalle bin, werde deine Kräuter untersuchen! Sie stärken anscheinend die Organe und dieser Wolfskerl hat nur eine kleine Dosis gebraucht!"


    Diesmal lachte seine Tochter leise, "Vater, wie kann er ein Wolf sein?"


    Ihr Vater wandte sich zu ihr um, "als er uns angriff, hatte er die Augen von einem Wolf! Hast du dies nicht gesehen? Aber warum erzähle ich dir das!"


    Fu'Er sah ihren Vater an, "selbst wenn er einem Wolf gleicht ist er viel sanfter als du!"


    Ihr Vater lachte wieder, "dieses Mädchen!"


    Dann ging er weiter, während Fu'Er noch schnell einige Kräuter pflügte. Als sie ihren Vater rufen hörte, "Fu'Er, komm schnell! Der Wolfskerl ist weg! Er ist geflohen!"


    Seine Tochter rannte schnell in die Höhle und kniete sich neben dem Bett nieder, "er hätte die Heilkräuter nehmen sollen bevor er ging!"


    Ihr Vater schüttelte den Kopf, "ah jee, vergiß es! Die Tiere holten ihn nach Hause, um sich um ihn zu kümmern! Er wird nicht zurückkehren, nun da er sich erholt hat!"


    Fu'Er sah eine Speerspitze auf dem Boden liegen, sie hob sie auf, wickelte sie in ein Tuch und steckte dieses unter ihr Hemd. Während ihr Vater zum Höhleneingang zeigte, "in der Stadt ist eine Feier, laß uns zurück gehen und etwas Spaß haben!"


    Vater und Tochter kehrten in die Stadt zurück, ohne zu ahnen, wie nahe sie damit einem tödlichen Geheimnis gekommen waren, dem Geheimnis von Wolfs Valley und seinen Bewohnern.


    In den Strassen der Stadt tanzte eine andere junge Frau. Die Leute jubelten ihr zu, als plötzlich Reiter erschienen. Durch die Menge ging ein Raunen, "wer sind sie?" Auch die junge Frau wandte sich um. Die Menge wich den Reitern aus, als der erste Reiter anhielt, "was soll dieses Geschrei in der Stadt?"


    Ein Mann trat vor, "ich bin das Oberhaupt der Stadt hier! Was kann ich für euch tun, meine Herren?"


    Der erste Reiter stieg ab und ging zu dem Mann, "ich bin Yue Di! Der Bruder von Yue Ting, dem Prinzen! Der Sohn des Prinz wurde während der Jagd ernsthaft verletzt!"


    Qiang-Qiang, die Tänzerin und Tochter des Oberhaupt trat lächelnd vor, "dann suchst du Heiler Tong? Wir werden ihn für euch suchen! Mein Vater ist Li Hui-Chun! Ich bin die Tochter des Besitzers der Kräuterhalle! Heiler Tong kümmert sich um die Kranken, in der Hui-Chuns Kräuterhalle!"


    Ihr Vater trat neben sie, "achtete nicht darauf, daß die Halle sehr klein ist! Wo ist der junge Meister Yue! Ich werde sofort jemanden nach Heiler Tong schicken!"


    Yue Ting war ebenfalls vom Pferd abgestiegen und trat nun auf sie zu. Er packte den Mann am Hemd und zog ihn zu sich, "Li Hui-Chun, sag Heiler Tong, wenn mein Sohn nicht gehen kann, wirst du in dieser Stadt kein Leben haben!" Dann stieß er ihn weg und ging.


    Qiang-Qiang war egoistisch, prahlerisch und verwöhnt und gehörte zu der Art von Frauen die immer im Mittelpunkt stehen wollte. Sie war groß und schlank, hatte braune Augen und ein rundes Gesicht, welches durch ihre offnen dunkelbraunen Haare schmaler wirkte.
    Fu'Er war genau das Gegenteil, sie war klein und zierlich, hatte braune augen und ein herzförmiges Gesicht, ihr langes Schwazer Haar zwar an den Seite zu Zöpfen geflochten.


    Inzwischen suchte jemand in den Bergen nach Tong, als dieser mit seiner Tochter erschien, "Rong, was ist los?"


    Der Mann keuchte, "etwas ist in der Stadt geschehen! Jemand wurde ernsthaft verletzt! Wenn du ihn nicht retten kannst, werden alle sterben!" Tong warf seiner Tochter einen erschrockenen Blick zu, während der Mann rief, "Meister, laß uns schnell zurück gehen!"


    Tong nickte, "laß uns schnell gehen!"


    Vor der Kräuterhalle standen Wachen, Yue Di und Yue Tong saßen an der Seite in der Kräuterhalle, "wurde Heiler Tong gefunden?"


    Qiang-Qiang trat vor, "keine Sorge, mein Prinz, die Hui-Chun Kräuterhalle, wurde nach meiner Fähigkeit benannt Tote wieder zum Leben zu erwecken! Heiler Tongs Akupunktur zusammen mit meinen Li Qiang-Qiang Bienenstiche ist machtvoll genug, den jungen
    Meister Yue zu heilen!"


    Ihr Vater trat schnell vor sie und log ebenfalls, "meine Tochter ist eine Schülerin von Heiler Tong, seit sie jung ist! Sie kann in der Tat..."


    Yue Ting unterbrach ihn, "wenn sie Tian-Qi retten kann, werde ich sie zur kaiserlichen Heilerin machen!"


    Qiang-Qiang lächelte stolz und hochmütig. Rong trat an und sagte Li das Tong zurück war. Dieser wandte sich sofort an Yue Ting, "Prinz,
    gute Neuigkeiten! Heiler Tong ist zurück, um nach dem jungen Meister Yue zu sehen!"


    Ein Mann erwiderte, "laß mich Tong helfen!"


    Qiang-Qiang eingebildet und wie immer im Vordergrund stehen wollen erklärte, "laß mich Onkel Tong helfen! Ich bin ihm eine nützlichere Hilfe! Heiler Guan, du wartest hier!"


    Guan trat zu Yue Ting, "Heiler Tong ist bekannt für seine magischen Nadeln! Ich bin sicher, er wird in der Lage sein den jungen Meister Tian-Qi zu retten!" Yue Di sah Yue Ting an.


    Tong deckte ein Tuch über Tian-Qis Gesicht. Qiang-Qiang stand neben ihm in dem Zimmer, als Tong sagte, "der Patient hat seinen letzten Atemzug getan!"


    Qiang-Qiang rannte in das Nebenzimmer zu Fu'Er, "du mußt ihm helfen! Er darf nicht sterben!" Fu'Er packte still und ruhig die
    Kräuter ein.


    Tong trat ein und wandte sich an Qiang-Qiang, "der Prinz wartete auf Neuigkeiten von dir!"


    Qiang-Qiang rannte zu ihm und hielt ihm am Arm fest, "wir dürfen ihm diese schlechte Nachricht nie mitteilen! Er ist der Sohn des Prinz!"


    Fu'Er sagte ruhig, "sein Rang ist unwichtig! Allen wird ein Leben ein geschenkt! Egal wie reich oder arm er ist!"


    Qiang-Qiang fuhr Fu'Er wütend an, "da er der Sohn des Prinz ist, müssen du und Onkel Tong ihn wieder lebendig machen! Was sonst soll ich ihnen sagen?"


    Fu'Er drehte sich zu ihr um, "dies ist nicht nötig, sag ihnen nur die Wahrheit!"

  • Qiang-Qiang packte Fu'Er an den Schultern, "Fu'Er benutze deine Fähigkeit mit dem Bienengift, um seine Krankheit zu heilen! Es wird besser wirken als Onkel Tongs Akupunktur! Versuche es an dem jungen Meister, er wird sicher geheilt!"


    Während Qiang-Qiang noch Fu'Er anflehte, war Tong hinausgegangen, "schlechte Neuigkeiten für den Prinz!"


    Qiang-Qiang schlug wütend gegen die Wand, "magische Nadeln! Es ist alles nur Betrug, nur ein Trick um andere zu täuschen! Mein Vater und ich sind jetzt in ernsten Schwierigkeiten!"


    Während Fu'Er sie ansah, warf Qiang-Qiang alles durch den Raum, daß sie in die Hände bekam. Yue Di blickte wieder Yue Ting an, als Tong eintrat und er verneigte sich, "mein Prinz, ich bitte uns zu verzeihen! Der junge Meister Yue ist tot!"


    Li Hui-Chun schrie erschrocken auf. Yue Ting sprang auf, "ich befahl die kaiserliche Heiler zu holen, um dies zu hören? Wie konntest du ihn töten?"


    Yue Di packte Guan und zog in das Zimmer in dem Tian-Qi lag, "komm!"


    Hui-Chun packte Tong und zog ihn mit sich, "komm her, was ist geschehen?"


    Tong antwortete, "Meister Li, der junge Meister Yue erlag an seinem hohen Blutverlust und er wurde bis ich kam nicht versorgt! Zu dieser Zeit lag er bereits in seinen letzten Atemzügen! Und sein Puls war bereit zu schwach, als er hierher gebracht wurde! Ich habe mein bestes versucht!"


    Yue Ting stürmte auf sie zu und packte Tong, "geh, bring mir meinen Sohn!"


    Yue Di kam zurück und sah Yue Ting an, "Tian-Qi ist..." Er senkte den Kopf und schwieg.


    Yue Ting stieß Tong zurück, welcher gegen Hui-Chun stolperte, der schimpfte, "ah jee, Tong Yuan, du hast meinen guten Ruf befleckt!"


    Tong fragte ruhig, "wie kannst du mir die Schuld daran geben?"


    In diesem Augenblick zog Yue Ting Qiang-Qiang herein und schrie, "Vater, hilf mir!"


    Hui-Chun rief, "mein Prinz, verschone ihr Leben!"


    Yue Ting schlug Qiang-Qiang ins Gesicht, welche gegen den Tisch fiel. Ihr Vater kniete sich schützend vor sie. Yue Ting sah sie wütend an, "hast du mir nicht versprochen, du kannst das Leben meines Sohns retten?"


    In dem Moment trat Fu'Er ein, "mein Prinz, was ich sage ist die Wahrheit! Der junge Meister starb, weil er nicht gleich behandelt wurde! Selbst alle kaiserlichen Heiler zusammen hätten ihn nicht retten können!"


    Qiang-Qiang hatte sich inzwischen hinter ihrem Vater versteckt. Yue Ting wandte sich nicht zu ihr um und flüsterte, "versuchst du es immer noch zu leugnen?" Er fuhr wütend zu ihr herum, "wer bist du?"


    Tong sagte, "oh, sie ist meine Tochter! Fu'Er!"


    Yue Di sah sie seltsam an, Yue Ting rief wütend, "kein wunder, daß sie für dich spricht!"


    Er ging auf sie zu und wollte sein Schwert ziehen, Yue Di schob ihn schnell zurück, "Bruder, du kannst Heiler Tong nicht die Schuld geben! Die Wunde auf Tian-Qis Brust war so groß wie eine Schüssel! Er war bereits an dem Blutverlust auf dem Weg in die Stadt gestorben!"


    Yue Ting wandte sich ab und Yue Di nickte Fu'Er und ihrem Vater unbemerkt von den anderen zu. Ein Bote traf ein und flüsterte ihm etwas zu. Yue Di wandte sich zu Yue Ting um, "Bruder, eine Botschaft von der Schwägerin! Tian-Lin hat einen Asthmaanfall erlitten!"


    In diesem Moment verlor Yue Ting das Bewußtsein und fiel auf einen Stuhl. Sofort war Yue Di bei ihm und rief, "Heiler Guan, schnell! Bruder, wie geht es dir?"


    Yue Ting schlug die Augen wieder auf und setzte sich langsam wieder auf, "ich bin nur mit zwei Söhnen gesegnet! Tian-Qi hat seinen letzten Atemzug getan, sag mir nicht, daß Tian-Lin auch dem Ende nahe ist!"


    Tong trat vor, "Heiler Guan, hat der junge Meister Krämpfe mit der Luftröhre, welche ihm Schwierigkeiten beim atmen verursachen?"


    Guan nickte, "das ist richtig! Heiler Tong, hast du Erfahrung im behandeln von Asthma?"


    Tong lächelte und ging zu seiner Tochter, "Fu'Er!"


    Fu'Er trat vor, "mein Vater hat ein Rezept, daß viele Asthmakranke heilt!"


    Guan nickte erfreut. Hui-Chun eilte schnell zu ihm, "Heiler Tong, bereite das Rezept sofort für den Prinz vor! Dieses Mal darf es keine
    Fehler geben!"


    In den Bergen rannte ein anderer Mann hinter einem Wolf her. Er ebenfalls groß, aber eher zierlich. Sein schmales Gesicht war eher blaß. Er hatte braune augen und langes glattes Haar. Jetzt rief er, "bleib stehen, Qiqi, Qiqi! Wohin läufst du? Wohin führst du mich?"


    Er blieb stehen, als er zwei weitere Wölfe liegen sah, zwischen denen der verletzte Mann lag. Der andere Mann legte dem verletzten Mann über seine Schulter und lief los, während er laut rief, "Lehrerin, der Älteste ist wieder verletzt! Lehrerin!"


    Eine Frau tauchte in einer Höhle in einem Teich, eine Maske erschien und zog sich über ihr Gesicht. Als sie wieder auftauchte. Sie war schon etwas älter, aber dennoch sehr schön mit ihrem herzförmigen Gesicht und dem langen schwarzen Haar. Sie war groß und schlank. Eine andere ältere Frau trat zu ihr und legte ihr einen Umhang mit Kapuze über die Schultern. Man konnte sehen, daß sie einmal eine Schöneheit gewesen sein mußte, doch mit den Jahren sah ihr Gesicht eher versorgt aus. Sie war ebenfalls groß und schlank, doch ihr Gesicht war eher müttlich und sie hatte ihr schwarzes Haar hochgesteckt.


    Die Frau fuhr sich mit einer Hand über ihr Gesicht, "um mein häßliches Gesicht hinter dieser Maske zu verstecken, kann ich nur Zuflucht in dieser entlegenen Hölle finden! Welchen Unterschied gibt es da zu Tod?"


    Die Hauthöhle war durch einen schmalen Durchgang zu erreichen, dort stand ein großer Tisch und einige Stühle, an der hinteren Wand war ein Regal mit Geschirr, daneben befand sich eine kleine Kochstelle. Auf der anderen Seite kam man in mehrere kleinere Zimmer, welche durch Vorhänge getrennt waren. Eine Höhlenkammer wurde als Vorratslager benutzt und man auch Heilkräuter lagerte. Von der Haupthöhle führten einige Stufen zu zwei weiteren Kammer, die größere Kammer lag vorne. Da sie vorne offen war, hatte man ein Geläner angebracht. Die Höhle wurde wurde an dieser Stelle von einem kleinen Wasserfall darüber bedeckt, welcher den Teich darunter speiste, so daß die ganze Höhle in hellem blau leuchtete.


    In dem Augenblick erschien der andere junge Mann mit dem verletzten Mann in der Höhle, "Lehrerin!"


    Die Frau ohne Umhang wandte sich um, "was soll der Lärm?" Der junge Mann unten rief, "der Älteste ist verletzt! Ich fand ihn bewußtlos im Tal!"


    Er legte ihn auf den Tisch, während die beiden Frauen herunter eilten. Der junge Mann sah die Frau ohne Umhang an, "Tante Lan, ist er schlimm verletzt?"


    Die Frau wandte sich schnell ab, "ich werde die Kräuterflaschen holen!"


    Die andere Frau hatte den schwarzen Umhang ausgezogen, trotz der Maske trug sie einen schwarzen Schleier vor ihrem Gesicht. Der Mann drehte sich zu ihr um, "Lehrerin!"


    Die Frau sagte hart, "ich befahl euch die Berge nicht zu verlassen!"


    Der Mann fragte trozig, "sogar Wölfe haben die Freiheit, warum verbietest du es dem Ältesten und mir?"


    Die Frau sah ihn an, "Wölfe haben keine Lehrer, sie brauchen niemanden zu gehorchen!"


    Die andere Frau kam zurück, "Jin-Cheng ist ernsthaft verwundet und du predigst!" Sie und der andere Mann kümmerten sie um den Verletzten. Während die andere Frau zusah, sagte Lan, "nach der Schwere von Jin-Chengs Wunden, sollte er immer noch bluten! Doch das Blut von seinen Wunden ist vertrocknet! Kann ihn jemand versorgt haben? Er sollte überleben, er sollte bald wieder zu Bewußtsein kommen!"


    Der andere Mann sagte, "der Älteste ist ein glücklicher Mann! Zuhause hat er seine Lehrerin und Tante Lan! Draußen hat er jemand der sich um ihn sorgt!"


    Die Frau mit dem Schleier sagte, "es ist nicht nötig ihn zu beneiden! Nachdem er sich erholt hat, werdet ich euch beide bestrafen!"


    Jin-Cheng hatte die Augen geöffnete und flüsterte, "Lehrerin, es ist nicht nötig, Jin-Bao zu bestrafen! Er hat nur nach mir gesucht"!


    Jin-Bao kniete sich neben ihm nieder, "eh, es wäre langweilig, wenn du allein bestraft werden würdest!" Er sah zu Lan-Yue, dann fuhr er fort, "es ist gut einen Partner zu haben! Wie kamst du zu diesen Verletzungen?"


    Lan-Yue sah ihn an, §er wurde von mindestens sechs vergifteten Jagdpfeilen angegriffen!"


    Jin-Cheng richtete sich etwas auf, "Little Wolf sah aus wie ein Stachelschwein mit all den Pfeilen die ihn trafen! Sie wollten ihn sogar in meiner Anwesenheit häuten!" Tränen traten in seine Augen, als er weitersprach, "Grey Wolf opferte sein Leben, um ihn zu retten!"


    Jin-Bao sprang auf und schrie, "wer sind diese Verbrecher! Grey Wolf war wie ein Bruder für uns! Ich werde ihn rächen!"


    Jin-Cheng sagte mit schwacher Stimme, "ich habe den Verbrecher bereits getötet!"


    Lan-Yue fragte leise, aber dennoch mit wütender Stimme, "du hast jemand getötet?"


    Lan nahm ihn in Schutz, "diese Jäger sind gewöhnlich boshaft! Dieses Kind wurde dazu gezwungen!"


    Sie nickte in Jin-Cheng Richtung. Lan-Yue trat zu ihm, Lan sagte, "berühre seine Wunden nicht!"


    Doch die Frau mit dem Schleier stieß sie zur Seite und riß die Verbände ab, "was ist dies? Unmöglich!"


    Jin-Cheng sah auf seine Brust, die Wunden waren fast verheilt. Lan trat wieder zu ihm. Auch Jin-Bao eilte wieder an seine Seite und schimpfte, "Ältester, wie kannst du uns vorspielen verwundet zu sein, um uns reinzulegen! Dein Fleisch ist so glatt wie von einem Schwein!"


    Lan widersprach, "hör nicht auf Jin-Bao! Er wurde wirklich von Pfeilen angegriffen!"


    Lan-Yue packte seine Hand und riß seinen Arm auf dem Rücken, Jin-Cheng schrie auf, "sag mir, wer deine Wunden behandelt hat!"


    Jin-Cheng flüsterte, "ich hörte vage jemand das Mädchen Fu'Er nennen! Als ich meine Augen öffnete sah ich, wie sie die Pfeile herauszog! Der Schmerz war so fürchterlich und ich blutete überall! Ihre Hände waren sanft! Sie nahmen mir die Schmerzen!"


    Er schwieg, Lan-Yue zog seinen Arm weiter nach hinten, "an was sonst erinnerst du dich noch?" Jin-Cheng sagte, "ihre Augen!"

  • Die Frau mit dem Schleier ließ ihn los, "Tante Lan, Jin-Cheng wird heute Nacht in meinem Raum schlafen! Ich muß alles herausfinden, an das er sich erinnert!" Dann ging sie.


    Jin-Bao kniete sich sofort neben ihn und flüsterte, "eh Ältester, daß Mädchen muß eine Fee mit einer göttlichen Perle gewesen sein!"


    Jin-Cheng war im Zimmer seiner Lehrerin und erinnerte sich wieder an Fu'Er. Seine Lehrerin griff sich wieder an ihr Gesicht, sie trug noch immer den Schleier, während sie sagte, "zwanzig Jahre und mein Gesicht hat sich noch immer noch nicht von den Verbrennungen erholt! Wenn sie deine Wunden heilen konnte, bin ich mir sicher, daß sie auch mein Gesicht heilen kann!"


    Jin-Cheng sah sie an, "all diese Jahre, es ist dein Herz nicht dein Gesicht! Für mich ist es egal, Lehrerin! Ist das Aussehen einer Person so wichtig?"


    Seine Lehrerin fragte, "wenn das Mädchen Fu'Er nicht schön ist, würdest du dann an sie denken?"


    Jin-Cheng überlegte kurz, "sie ist in der Tat schön! Aber was mein Herz berührte, war wie liebevoll sie war, als sie meine Wunden versorgte! Sie schien sogar bereit ihr Leben für mich zu opfern!"


    Seine Lehrerin sagte, "es ist schwer sich zu opfern, du solltest dies nicht beachten! Dies ist mein Rat, bleib hier und konzentriere dich auf deine Invisible Skill!"


    Jin-Cheng sah sie überrascht an, "ich weiß, daß du willst, daß ich dies meistere, um dich eines Tages zu rächen!"


    Seine Lehrerin setzte sich auf, "die höchste Stufe ist unsichtbar zu werden, ist wenn der Feind dich nicht sehen kann! Wirst du die Oberhand haben, aber bei dem Vorgang die Invisible Skill zu meistern, kannst du innere Verletzungen erleiden!"


    Jin-Cheng antwortete, "Lehrerin, meine Wunden sind äußere! Zum Glück ist Jin-Bao sicher und gesund! Er übt die Invisible Skill sehr fleißig!"


    Seine Lehrerin nahm ein Tuch, "schau, wie ich ihn dazu bekomme sich selbst zu zeigen!" Sie stand auf und schlug scheinbar in die leere Luft!


    Dennoch hörte man Jin-Bao rufen, "Lehrerin, ich bin unbewaffnet!"


    Sie warf einen Speer, "fang den Speer!"


    Der Speer wurde scheinbar ebenfalls in einem leeren Raum aufgefangen. Während Jin-Baos Stimme sagte, "Lehrerin, verzeih mir!


    Jin-Cheng rief, "Jin-Bao, ich rate dir aufzugeben!"


    Der Speer zielte in die Richtung ihrer Lehrerin, aus versehen traf er ihren Schleier der wegflog. Sofort warf sie Lampe nach ihm, ein silbernes leuchten fing an und plötzlich stand ein brennender Jin-Bao da, der wild um sich schlug. Lan kam mit einen Einer Wasser und goß ihn über Jin-Bao, ein kleiner Teil von seiner Hose brannte noch. während err nun auf dem Boden saß und wild mit der Hand herumwedelte bis er auch diese Flamme gelöscht hatte.


    Während Lan schimpfte, "wie kannst du es wagen den Schleier der Lehrerin wegzureißen, das ist ein Tabu!"


    Draußen war auf einem Wagen der Sarg mit Tian-Qi. Yue Di und Yue Ting verließen das Haus und traten zu dem Wagen. Eine etwas weniger, aber nicht viel, eingebildete Qiang-Qiang kam mit heraus. Ihr Vater hielt einen Kasten in der Hand und ging zu Yue Ting, "mein Prinz, dies ist das Heilmittel für den zweiten jungen Meister!"


    Qiang-Qiang sagte stolz, "dies ist ein ausgezeichnetes Han Rezept, von Heiler Tong und mir hergestellt! Wir verbrachten fast zwei Tage damit diese kostbaren Kräuter zu sammeln! Nachdem er sie sieben Tage genommen hat..."


    Ihr Vater unterbrach sie, "der zweite junge Meister wird sich sicher erholen!"


    Yue Ting sagte kalt, "dies wäre gut, ansonsten wird dein Kopf rollen!"


    Yue Di nahm den Kasten entgegen und sah Qiang-Qiang fast ebenso kalt an wie Yue Ting. Dann stiegen sie auf ihre Pferde. Yue Ting sah zu dem Karren mit dem Sarg zurück und rief, "Tian-Qi, dein Vater wird dich nach Hause bringen!" Dann ritten sie los, während die Bewohner ihnen nachsahen.


    Im Zimmer saß Fu'Er am Tisch, vor ihr lag ein Buch. Während sie die Pfeilspitze in der Hand hielt, welche sie so sauber gemacht hatte, daß sie glänzte und leise vor sich hinsummte. Als ihr Vater eintrat, versteckte sie schnell die Pfeilspitze. Während dieser schimpfte, "du hast zwei Nächte nicht geschlafen, um diese Heilkräuter zuzubereiten! Doch Qiang-Qiang erklärt, dies alles wäre ihr Verdienst!"


    Fu'Er stand auf und umarmte ihn lächelnd, "Vater, du hast mich gelehrt, unsere Pflicht wäre es Leben zu retten! Außerdem ist Ruhm nicht das, was du suchst! Du wärst lieber in einem Stall als in der Kräuterhalle!"


    Ihr Vater lachte, während er unbemerkt unter das Buch griff, die Pfeilspitze hervorzog und lachte, "sieh dich an!" Er drehte die Pfeilspitze in seinen Händen. Er hörte plötzlich auf zu lachen, als er dort ein Schriftzeichen sah, "ich bemerke erst jetzt das Schriftzeichen auf dem Pfeil! Der Untergeordnete des Prinz trug einen Pfeil mit dem gleichen Wolfskopf darauf!" Fu'Er nahm ihm die Pfeilspitze aus der Hand und sah sie genauer an, während Tong flüsterte, "kann er es gewesen sein, welcher den jungen Meister
    Yue getötet hat? Du mußt vergessen, daß du diesen Mann gerettet hast!"


    Fu'Er fragte leise, "wenn du ihn jetzt treffen würdest, würdest du dich weigern, ihn zu retten, weil er ein Mörder ist? Vater, du bist ein Heiler!"


    Tong seufzte, "nun, ich bin auch dein Vater! Ich will dich nicht darin verwickelt sehen! Du wirst diesen Pfeil besser so bald wie möglich los! Erinnere dich daran, wir sind nicht nur hier, um andere zu retten, sondern auch uns!"


    Jin-Bao saß am Tisch und aß. Lan sah ihn an, "nach deinem Essen, würde ich schätzen, du wirst nie in der Lage sein dich unsichtbar zu machen!"


    Jin-Bao rief Lan nach, "ich habe gerade die Übung gemeistert, die Knochen zurückzuziehen! Ich muß gut genährt sein, bevor ich ich eine solch schwere Übung meistere!"


    Lan erwiderte, "sieht aus, als würdest du fett werden! Ich bezweifel, daß man da noch Knochen findet!" Sie kniff ihn in den Arm. Jin-Bao riß sich los, "was für eine Plage!"


    Jin-Cheng erschien, "wenn wir die Invisible Skill nicht in einem Jahr meistern können, springen wir ins Wolfs Valley hinab!"


    Jin-Bao brummte mit vollem Mund, "um unsere Fehler zu büßen, ein Jahr!"


    Jin-Cheng zeigte auf ihn, "solang du es in deinem Herz behältst wirst du Erfolg haben!"


    Lan fragte, "was stand auf dem Banner geschrieben?"


    Jin-Cheng sah auf, "das Wort Yue!"


    Lan eilte zu ihm, stellte das leere Tablett wieder auf den Tisch und stützte sich am Tisch ab, "Yue? Wie alt war der Mann den du getötet hast? Fünfzig? Vierzig oder..."


    Jin-Cheng sagte nachdenklich, "er war ein junger Mann! Jemand nannte ihn junger Meister! Sein Vater scheint ein Prinz zu sein!"


    Lan-Yue fiel der Becher aus der Hand und zerbrach, "unsere ein Jahresfrist ist zu kurz! Geh deine Übung ist zu verbessern!"


    Jin-Cheng der aufgestanden war als er sie bemerkt hatte und nickte. Er hob seine Hände, sein silbernes leuchten umgab ihn dann war er nicht mehr zu sehen. Jin-Bao, der ebenfalls aufgestanden war, stand da und schluckte bei ihren Worten, als aus dem Nichts Jin-Chengs Stimme rief, "Jin-Bao, beeil dich!"


    Während dieser rief, "Ältester, ich habe zuviel gegessen!" Dann umgab auch ihn ein silbernes leuchten und er war nicht mehr zu sehen.


    Lan trat zu Lan-Yue, welche mit dem Rücken zu ihr stand, "du hast Jin-Cheng gehört, könnte er..."


    Lan-Yue sprach an ihrer Stelle weiter, "...Yue Tings Sohn getötet haben? Vor zwanzig Jahren löschte Yue Ting neun Familien der Yi aus! Jetzt, wo ich Jin-Cheng großgezogen habe, zerstach er die Brust von seinem Sohn!"


    Lans Gesicht sah besorgt aus, "wenn er Yue Tings Sohn für seine Rücksichtslosigkeit getötet hat, wird er seinen Weg nach Wolfs Valley finden wie viele Jahre zuvor!


    Lan-Yue schlug mit dem Schwert blindlings auf alles ein, was ihr in den Weg kam. Als sie sich wieder erinnerte, ihr gefesselter Vater.
    Yue Ting, welcher sie vor den Augen ihres Vaters vergewaltigte und sie bewußtlos schlug. Wie das Haus in Flammen stand, als sie wieder zu sich kam. Schließlich fiel sie auf die Knie, Lan trat hinter sie, "Lan-Yue!"


    Diese drehte sich herum und befahl, "geh herausfinden, ob die Bestie nun ohne Erbe ist!"


    Sie stürmte in Richtung ihres Zimmer, als Lan sagte, "ich glaube, er hat zwei Söhne! Ich schreibe der Priesterin Hui-Wu!"


    Lan-Yue rief voller Haß, "Yue Ting verdient die Bestrafung! Er kann nicht entkommen!"

  • Im Wohnsitz von Yue saß Tian-Lin unter einem Baum auf eine Bank. Seine Mutter kam heraus, „Tian-Lin, geh und leg dich ins Bett! Du solltest keinen Asthmaanfall mehr bekommen, ohne mehrere kaiserliche Heiler, die sich um dich kümmern! Du solltest...“


    Tian-Lin unterbrach seine Mutter, „ich möchte Vater nicht besorgen! Er wird glücklich sein, zu sehen, daß ich mich wieder erholt habe!“


    Seine Mutter griff nach seiner Hand, „du bist immer so rücksichtsvoll!“


    Tian-Lins Gesicht wurde ernst, „Mutter, ich träumte wieder von Bruder! Er ist immer so schlechtgelaunt! Ich bin besorgt, daß eines Tages sein eigenes Blut fließen wird!“


    In diesem Moment rief eine Stimme, „Herrin, der Prinz ist zurück!“


    Yue Ting betrat den Hof. Tian-Lin rief erfreut, „Vater!“


    Seine Frau sagte ruhig, mein Prinz!“


    Yue Ting legte seine Arme auf Tian-Lins Schulter, „ich kam schnellstens um nach dir zu sehen, dein Asthma...“


    Tian-Lin unterbrach ihn, „ich habe mich fast erholt! Dich zu sehen, läßt mich fast ganz gesund sein!“


    Kaum hatte er ausgesprochen, mußte er auch schon husten. Seine Mutter sah sich um, „wo ist Tian-Qi?“


    Tian-Lin lief los, „ich werde ihn begrüßen gehen!“


    Sein Vater schrie, „komm zurück!“


    Sofort blieb Tian-Lin stehen. Sein Lächeln verschwand, während seine Mutter zu Yue Ting ging, „ist er immer noch bei der Jagd im Tal?“


    Tian-Lin wandte sie lächelnd um und kehrte zurück, „Vater muß zuerst zurückgekommen sein, weil er sich Sorgen um mich machte! Der zweite Onkel muß bei Bruder sein!“


    Seine Mutter lächelte nun auch. Doch ihr Lächeln wich als sie Yue Di sah, „zweiter Bruder, du kamst mit deinem Bruder zurück und hast Tian-Qi in den Bergen gelassen! Ich werde mich um ihn sorgen! Wo ist Tian-Qi?“


    Sie ging auf ihn zu. Yue Di sah niedergeschlagen zu Boden und um Jahre gealtert aus. Tian-Lin lachte und lief zum Eingang. Er blieb stehen. Sein Lächeln erlosch wieder, als er sah, wie einige Männer den Sarg brachten und diesen in den Hof stellten. Erst jetzt drehte sich Yue Ting um. Er ging zu dem Sag und legte seine Hand darauf, „unser Sohn kam nach Hause!“


    Tian-Lin lief zu dem Sarg und schrie, „Bruder!“


    Seine Mutter sank weinend vor dem Sarg nieder, „Tian-Qi!“


    Yue Di legte eine Hand auf ihre Schulter, "Schwägerin!“


    Tian-Lin schob den Sargdeckel zur Seite, wo er seinen Bruder liegen sah. Er sank am Sarg zu Boden, während Yue Ting nach dem Heiler rief, der erklärte, „ein weiterer Asthmaanfall!“


    Yue Ting rief, „hole alle kaiserlichen Heiler!“


    Guan sagte, „laßt uns Heiler Tongs Heilkräuter versuchen!“


    In der Nacht ging Guan draußen auf und ab, als Yue Di kam, „wie geht es Tian-Lin?“


    Yue Di sah zu dem Gebäude, „drei Heiler sind bei ihm!“


    Guan sagte, „gebt ihm die Heilkräuter von Heiler Tong!“


    Yue Di rief, „die kaiserlichen Heiler sagten, es würde nicht gegen Asthma helfen, es wäre Gift!“


    Guan sah ihn überrascht an, „Gift?“


    In diesem Augenblick kam ein Dienstbote angerannt, „es gibt Schwierigkeiten, der zweite junge Meister fiel in ein Koma!“


    Im Bett wälzte sich Tian-Lin bewußtlos hin und her. Seine Mutter weinte, die Heiler stritten sich über das Heilmittel gegen Asthma. Während Yue Ting in seiner Wut das Schwert zog und den Kasten mit den Heilkräutern zerschlug. Als Yue Di eintrat und zu ihm ging, „Bruder, wenn die Hui-Chun Kräuterhalle Gift benutzte, muß es dort ein Gegenmittel geben! Ich werde gehen und nach Heiler Tong suchen!“


    Er wandte sich um und wollte gehen, doch Yue Ting rief, „warte, bring Heiler Tong und dieses boshafte Mädchen zusammen mit dem Gegenmittel her! Wenn Tian-Lin sich nicht erholt, werde ich den Ort bis auf die Grundmauern zerstören!“ Yue Di nickte und er und einige Männer ritten los.


    Fu'Er war wieder in den Bergen Kräuter sammeln. Sie ging zu der Höhle, wo sie sich um den verletzten Mann gekümmert hatte und nahm die Pfeilspitze heraus. Sie sah sie nachdenklich an. Nach einiger Zeit stand Fu'Er auf nahm die Pfeilspitze und ritzte in die Wand das Wort, Cheng-Xiang Town, hinein. Sie wandte sich lächelnd um, während sie dachte, „auch wenn ich dich nicht finden kann, hoffe ich, du wirst mich finden!“ Ihr Lächeln erlosch, als am Eingang der Höhle plötzlich Qiang-Qiang auftauchte.


    Qiang-Qiang sah sie kurz an, dann trat sie lässig in die Höhle, „kleine Hexe, was machst du hier in der Höhle?“


    Fu'Er wandte ihr den Rücken zu, „verschwende nicht die Zeit mit Vermutungen! Geh die Namen der Kräuter auswendig lernen, sonst könnte jemand entdecken, daß du ein Quacksalber bist!“


    Sie wandte sich um und griff nach ihrem Korb mit Kräutern. Qiang-Qiang ging zu ihr und hielt den Korb fest, „ich habe gelogen! Aber mit meiner Intelligenz habe ich Prinz Yue hereingelegt! Ich ließ ihm glauben, ich wäre die beste Heilerin in der Stadt!“


    Sie stieß Fu'Er weg und der Kräuterkorb fiel zu Boden. Fu'Er rief, "eh, spiel dich nicht so auf! Ich habe dir die Möglichkeit gegeben!“


    Qiang-Qiang sagte boshaft, „ich brauche es nicht, weil du mich niemals schlagen kannst! Versuche es, wenn du es wagst! Ich warte, komm schon!“


    Während Qiang-Qiang immer weiter auf sie zuging, wich Fu'Er immer weiter zurück. Qiang-Qiang griff sie an und warf ihren Krug mit der Biene auf den Boden. Als Fu'Er zu dem Krug auf dem Boden eilte, lächelte Qiang-Qiang boshaft. Daß Tuch hatte sich vom Krug gelöst, die Biene war herausgeflogen, Fu'Er rief, „meine Biene!“


    Während die Biene sofort auf Qiang-Qiang Gesicht zuflog, welche nun an die Wand zurückwich und laut aufschrie bis sie schließlich rief, „ruf die Biene zurück!“


    Fu'Er eilte nun zu ihr, „sei still! Hör auf zu schreien, es wird sie erschrecken!“


    Qiang-Qiang keuchte, „hör mit dieser Hexerei auf!“


    Fu'Er erwiderte, „sei endlich still!“


    Dann wandte sie sich der Biene zu, während sie langsam die Hand nach ihr ausstreckte, „Biene, wir haben ausgemacht, daß du nur stechen wirst um Leben zu retten, nicht um jemand zu schaden! Erkennst du meinen Finger nicht? Ich benutze ihn, um dir Honig zu geben! Sei gut, komm her!“ Die Biene wich von Qiang-Qiangs Gesicht weg und ließ sich auf Fu'Ers Finger nieder. Diese trug sie fort und setzte sie in der Nähe des Krug auf den Boden, während sie weitersprach, „keine Angst, ich werde dir nicht schaden!“


    Gerade als die Biene in den Krug wollte, zertrat Qiang-Qiang sie. Sie neigte sich lächelnd vor, „trauerst du jetzt um eine Biene? Eines Tages wirst du genauso enden!“ Dann stand Qiang-Qiang auf und verließ die Höhle.


    Inzwischen übten Jin-Cheng und Jin-Bao Schwertkampf. Als Jin-Bao schließlich verlor, „ich war gelangweilt, also wollte ich ein wenig Spaß machen! Eh, willst du nicht auch das Gesicht der Lehrerin sehen?“


    Er wich erschrocken zurück, als Jin-Cheng plötzlich das Schwert auf ihn richtete, „mache keine Witze über ihr Gesicht! Sie hat bereits ein gebrochenes Herz! Und mache auch nicht zuviel Witze vor ihr!“


    Jin-Bao schluckte. Dann rannte er weg. Jin-Bao lief ihm nach, „mit ihren ganzen Fähigkeiten, warum kann sie sich da nicht rächen?“


    Jin-Cheng lief nun nicht mehr, sondern ging nur schnell, „Tante Lan sagte, die Lehrerin kann Wolfs Valley nicht verlassen! Ihre Wunden würden nur in dem heißen Klima so heilen! Sie würde sterben, egal...“


    Er verstummte und blieb in Gedanken versunken stehen. Jin-Bao schlich sich hinter ihm an, als Jin-Cheng ihn zurückstieß, „was machst du da?“


    Jin-Bao war schon wieder aufgestanden und hob einen Finger, „eh, ich sah eine Schönheit in deinen Augen!“


    Jin-Cheng lächelte, „ich war in Gedanken bei Fu'Er! Nur sie könnte in der Lage sein, daß Gesicht der Lehrerin zu heilen!“


    Dann rannte er wieder los. Jin-Bao rannte wieder hinter ihm her und rief, „bitte sie auch dich von deiner Angewohnheit im Schlaf zu reden zu heilen!“


    Jin-Cheng drehte sich im laufen um, „hm, ich werde sie bitten zu machen, daß du für immer schläfst!“


    Jin-Bao rief, „dann hör auf zu lauschen!“


    Jin-Cheng lachte, „hör auf damit!“ Während beide ausgelassen und lachend durch das Tal liefen.


    Inzwischen hatte man Hui-Chun und Tong gefesselt und durchwühlte die ganze Kräuterhalle. Tische und Stühle lagen auf dem Boden. Kräuterkasten waren ausgeschüttet. Einer der Soldaten schlug Tong ins Gesicht, „wirst du reden oder nicht?“


    Yue Di rief, „hör auf!“


    Der Soldat trat zurück. Yue Di ging auf ihn zu, "ich gebe dir eine letzte Chance!“ Er packte Tong wütend am Hemd, „wer gab dir den Auftrag den zweiten jungen Meister zu vergiften?“


    Tong schüttelte den Kopf, „General Yue, du kannst mich totschlagen, ich habe dir die Wahrheit gesagt! Ich bin ein Heiler! Ich rette nur Leben, ich würde nie jemanden vergiften!“


    Yue Di ließ ihn los. Als zwei Soldaten, eine nicht mehr so stolze, dafür umso lauter schreiende Qiang-Qiang aus dem Nebenraum hereinzerrten, „laßt mich los! Wir gaben die Heilkräuter für den jungen Meister Yue! Warum macht ihr hier soviel Ärger?“


    Ohne sich zu ihr umzudrehen rief Yue Di, "ich bin hier, um dich zu verhaften, Mörderin!“


    Er wandte sich zu der nun sprachlosen Qiang-Qiang um, während ihr Vater rief, „General Yue, meine Tochter weiß nichts über Kräuter! Es ist Tong Fu'Er welche Heilkunde lernte! Meine Tochter vergiftete Meister Yue nicht!“


    Sofort griff Qiang-Qiang die Gelegenheit und rief, „ja, es waren Fu'Er und ihr Vater! Fu'Er haßt mich! Sie plante dies, um mich zu beschuldigen!“


    Yue Di warf ihr einen verächtlichen Blick zu. Tong sah sie an, dann sagte er, „wir wollten nur den jungen Meister Yue retten! Die Kräuter waren nicht vergiftet; es sei denn jemand schüttete Gift hinein!“

  • Qiang-Qiang rief, „General Yue, hörst du! Er gibt zu, daß er die Heilkräuter machte! Mein Vater ist unschuldig!“


    Tong erwiderte, „das Gift kann noch nicht sein Herz erreicht haben! Die Heart Pill kann sein Herz schützen! Gib sie ihm, für die Behandlung von Asthma! Ich werde neue Heilkräuter herstellen! Doch wenn du mich jetzt tötest, ist es nur ein Leben für ein Leben! Es wird ihn nicht retten!“


    Qiang-Qiang rief, „er versucht sich rauszureden! Laß ihn nicht damit durchkommen!“


    Tong sah sie nicht an, „ich bin bereit mein Leben dafür zu geben! Wenn du mir nicht glaubst, dann nehme mein Leben jetzt!“


    Yue Di sah ihn einige Zeit schweigend an. Auch die anderen schwiegen alle, selbst Qiang-Qiang. Als Yue Di schließlich befahl, „laßt ihn frei!“ Dann zeigte er Qiang-Qiang und rief wütend, „bringt dieses elende Mädchen in den Karren!“


    Er stürmte aus den Haus. Zwei Soldaten zogen Qiang-Qiang mit sich, die gefesselt war, sich aber dennoch so gut sie konnte wehrte. Während sie laut schrie, „Vater, hilf mir!“


    Ihr gefesselter Vater rief, „General Yue, meine Tochter kann Meister Yue nicht retten! Du solltest stattdessen Tong Fu'Er mitnehmen!“


    Qiang-Qiang riß wieder an den Fessel während sie schrie, „Vater, rette mich! Vater!“


    Yue Di trat in den Raum zurück, „sie ist nur eine Geisel! Ich vertraue Heiler Tongs Ehrenwort! Die Heilkräuter als Austausch für sie!“


    Ein neuer Tumult entstand. Während Qiang-Qiang wieder versuchte sie zu befreien stellte sich Fu'Er vor sie, „ich habe frische Kleidung für die Herrin gebracht!“ Sie drängte sie Soldaten zurück, „sie soll sich nicht auf den Weg erkälten!“


    Qiang-Qiang schrie sie an, „du hast mich verflucht!“


    Im gleichen Augenblick warf Fu'Er den Wachen ein Pulver ins Gesicht und schob Qiang-Qiang weiter zurück, „schnell, laß uns tauschen!“


    Qiang-Qiang fragte überrascht, „was machst du?“


    Fu'Er sagte hastig, „schnell, fessel mich!“


    Qiang-Qiang sagte, „du...“


    Fu'Er unterbrach sie, „die Droge wird nicht sehr lange wirken, sie werden bald wieder aufwachen!“ Sie hielt Qiang-Qiang ihre Hände entgegen, „fessel mich, mach schon!“


    Qiang-Qiang lächelte sie boshaft an, als Tong erschien, „Fu'Er, du gehst an ihrer Stelle?“


    Fu'Er nickte, „ich kenne das Rezept! Ich kann Qiang-Qiang nicht gehen lassen! Falls die Heart Pill nicht wirkt, werde ich versuchen, daß Leben des jungen Meisters zu retten!“


    Qiang-Qiang hatte Fu'Er inzwischen gefesselt. Ihre alte Hochmütigkeit war nun wieder zurückgekehrt, „Fu'Er hat recht! Es war nicht meine Schuld! Laß sie gehen!“


    Tong beachtete sie überhaupt nicht, während er sagte, „wenn du ihn nicht retten kannst, verlierst du dein Leben!“


    Fu'Er nickte, „ich werde mein bestes geben, um ihn zu retten! Ich kann es!“


    Qiang-Qiang zog ihr schnell die Kapuze über und warf Tong einen überheblichen Blick zu. Als die Wachen auch schon wieder zu sich kamen. Eine der Wachen schüttelte den Kopf, „warum fühle ich mich so benommen?"


    Die andere Wache winkte mit der Hand, „vergiß es! Laß uns gehen!“


    Sie packten Fu'Er und brachten sie zur Tür. Als Tong mit einer kleinen Flasche erschien, „meine Herren dies ist die Heart Pill! Bitte gebt sie General Yue!“ Einer der Soldaten riß ihm die Flasche aus der Hand, dann verließen sie das Haus. Während Tong zur Tür eilte und rief, „keine Sorge, ich werde dich mit den Heilkräutern auslösen!“


    Der immer noch gefesselte Hui-Chun, der nichts von dem Verfall mitbekommen hatte rief, „Qiang-Qiang, ich werde dich retten! Vater wird dich retten!“ Qiang-Qiang stand hinter einer Säule versteckte und lächelte wie so oft boshaft.


    Yue Ting und Yue Di betraten Tian-Lins Zimmer. Yue Di eilte sofort zu seinem Bett. Tian-Lin lag leblos im Bett, daß Gesicht war leichenblaß, die Lippen blau. Seine Mutter saß weinend nehmen ihm. Zwei Soldaten brachten Fu'Er in das Zimmer, Yue Ting schrie, „Li Qiang-Qiang, hör gut zu! Dies ist deine letzte Chance meinen Sohn zu retten! Wenn du versagt ihn zu retten, werde ich...“


    Fu'Er zog die Kapuze herunter und unterbrach ihn, „ich bin darauf vorbereitet, mein Leben hier zu verlieren!“


    Yue Di trat auf sie zu, „du bist nicht Qiang-Qiang! Du bist...“ Er schwieg.


    Fu'Er nickte, „mein Name ist Tong Fu'Er!“


    Yue Di wandte sich hastig zu Yue Ting um, „woher der plötzliche Wechsel? Es war Li Qiang-Qiang, welche wir gefangen nahmen!“


    Yue Ting trat einen Schritt auf sie zu. Fu'Er sah ihn ruhig an, während Tian-Lins Mutter aufstand und weinend zu ihr ging, „es ist egal, wer sie ist, ich möchte nur jemand, der Tian-Lin retten kann!“


    Fu'Er eilte zu Tian-Lins Bett und griff nach seiner Hand. Sofort packte Yue Ting sie und warf sie zu Boden. Fu'Er richtete sich langsam auf, als Yue Ting auch schon über ihr stand, „ich wußte nicht, wieviel mutige Mädchen es Cheng-Xiang Town gibt!“ Yue Di sah sie mitleidig an. Während Yue Ting auch schon sein Schwert zog und es auf Fu'Er richtete, „wie kannst du es wagen, dich als Li Qiang-Qiang auszugeben, welche versuchte meinen Sohn zu töten?“


    Er hob sein Schwert, doch Yue Di hielt schnell seine Hand fest. Während Fu'Er die noch auf dem Boden kniete, ruhig sagte, „Li Qiang-Qiang ist eine Hochstaplerin! Die Person welche die Heilkräuter zubereitete, war ich, es hat nicht mit ihr zu tun!“


    Sie sah Yue Ting gelassen an, welcher sich plötzlich von Yue Di losriß und mit dem Schwert zustoßen wollte. Wieder war es Yue Di, welcher seine Hand schnell festhielt, „Bruder!“ Yue Di reichte ihr die Schüssel mit dem Heilkräutern, „sind dies die Heilkräuter die du vorbereitet hast?“


    Fu'Er nahm die Schüssel in die Hand und roch daran. Sofort hielt sie sich die Hand vor die Nase, „nein! Dies war es nicht! Die Farbe und auch der Geruch sind anders! Jemand muß sie ausgetauscht haben, dies ist wirklich Gift!“


    Yue Di sah erschrocken aus. Während Yue Ting wütend sagte, „kann es die wirkliche Qiang-Qiang getan haben? Eine Hochstaplerin? Du redest Unsinn! Wie kannst du es wagen dich vor der Verantwortung zu drücken? Deine scharfe Zunge wird dich nicht retten können!“


    Er hielt ihr das Schwert an den Hals, Fu'Er sah ihn immer noch ruhig an. Auf Yue Dis Gesicht spiegelte sich Angst um Fu'Er, als er schnell rief, „laß uns die Heart Pill von deinem Vater versuchen!“


    Er stand schnell auf, während Fu'Er immer noch mit dem Schwert an der Kehle auf dem Boden kniete, „mein Geruchssinn sagt mir, das selbst die Heart Pill ihn nicht retten kann!“


    Yue Di sah überrascht und erschrocken auf die Flasche. Während Tian-Lins Mutter wieder anfing zu weinen, „Tian-Lin, mein Kind!“


    Yue Ting wich langsam zurück, „was soll ich tun?“


    Dann schlug er mit dem Schwert die Flasche in Yue Dis Hand entzwei. Schließlich ließ er doch zu, daß Fu'Er nach Tian-Lin sah, welche auf einmal lächelte, „es gibt noch immer Hoffnung für ihn! Der zweite junge Meister kann gerettet werden! Seine Atmung ist noch nicht von dem Gift betroffen! Das Gift hat noch nicht sein Herz und seine Lunge erreicht! So gibt es noch Hoffnung für ihn!“


    Seine Mutter seufzte glücklich. Fu'Er kniete sich nehmen seinem Bett nieder, „seine Freundlichkeit muß die Gnade des Himmels gewonnen haben! Ich werde ihn im Namen des Himmels retten!“


    Yue Ting sah sie kalt an. Doch Yue Di wandte sich zu ihm, „Bruder, ich glaube ihr! Laß sie Tian-Lin retten!“


    Seine Mutter stimmte zu, „ja, ihr Leben liegt in deinen Händen! Du kannst sie töten, wenn sie versagt!“


    Yue Ting ließ wütend sein Schwert auf den Boden fallen nd verließ das Zimmer. Yue Di ging zu Fu'Er, „schreibe uns das Rezept auf, wir können die seltenen Kräuter in der Stadt finden!“


    Fu'Er nickte, „ja!“ Dann stand sie auf, „weißt du, wo die höchste Bergspitze hinter der Stadt ist?“


    Fu'Er kletterte den steilen Berg hinauf. Als sie oben ankam, sah sie eine gelbe Blume, dort war eine Biene. Sie hielt ihren Krug hin und die Biene flog hinein, während Fu'Er glücklich lächelte.


    Es war Nacht, Jin-Cheng betrat die Höhle, wo Fu'Er sich um ihn gekümmert hatte. Langsam sah er ich um, als sein Blick auf die Wand fiel. Er strich mit der Hand über die Gravierung, Cheng-Xiang Town. Die Gravierung war noch frisch, dann lächelte er, „zumindest werde ich dich finden! Sie ließ dies zurück, also muß sie hier gewesen sein!“ Er lief lachend aus der Höhle.


    In der Höhle im Wolfs Valley stand Lan bei Lan-Yue Tisch, „du hast sie die Unsichtbarkeit gelehrt und jetzt sind sie beide verschwunden! Als ich Jin-Cheng Suppe brachte, fand ich sein Bett leer! Ich suchte überall nach ihm! Selbst Jin-Bao ist verschwunden!“


    Sie sah sich im Raum um, „oh, er versteckt sich unter deiner Decke! Habe ich dich gefangen!“


    Lan zog die Bettdecke weg, doch er war nicht dort. Sie wandte sich zu Lan-Yue um, „Jin-Bao ist ziemlich schlau! Jin-Cheng ging ganz offen weg! Oh, bei der Gelegenheit, Jin-Bao sagte, er wolle Grey Wolf rächen! Könnten die Brüder wegen Yue Ting Pingyao suchen gegangen sein?“


    Lan-Yue erwiderte, „ich habe nachgesehen, sie nahmen den Fire Dragon Ball Wine mit!“


    Lan entgegnete, „aber sie wuchsen in Wolfs Valley auf! Warum nahmen sie den Wein mit?“


    Lan-Yue seufzte, „sie brauchen ihn, um ihm der Person zu geben, welche sie hierher bringen wollen? Ansonsten würde die Person auf dem Weg durch die giftige Luft sterben!“


    Lan nickte, „sie gingen also, um jemand nach Wolfs Valley zu holen!“


    Eine Stimme befahl, „macht eine saubere Arbeit! Keiner darf überleben!“


    In der Nacht drang eine Gruppe schwarzmaskierte Leute in die Stadt ein. Es war Mitternacht. Die Stadtwache ging durch die leeren Strassen und verkündete die Uhrzeit. Er kam kurz nachdem die maskierten Männer von dort verschwunden waren, dort an. Zur gleichen Zeit lief Jin-Cheng durch die leeren Strassen, er hielt bei dem Mann an, „Meister, ist hier eine Heilerin namens Fu'Er in der Stadt?“


    Die Stadtwache sagte, „geh direkt immer geradeaus bis du die Hui-Chun Kräuterhalle erreichst! Dort wirst du sie finden!“


    Jin-Cheng verneigte sich leicht, „danke!“


    Die Stadtwache ging weiter.

  • Qiang-Qiang saß am Tisch und betrank sich, „Tong Fu'Er du denkst, du machst immer nur gutes, ich verfluche dich! Du wirst ganz sicher sterben!“ Sie goß sich einen weiteren Becher ein, „geh deine Bienen bitten, um sein Leben zu retten!“


    Von einem Hausdach sprang eine Gestalt. Sie hatte das Gesicht hinter einem roten Tuch verborgen und griff Jin-Cheng an. Nach drei kurzen Schlägen hatte Jin-Cheng ihm das Tuch vom Gesicht gerissen und Jin-Bao hielt sich schnell die Hände vor das Gesicht. Jin-Cheng sagte, „ich wußte, daß du es bist!“


    Jin-Bao nahm die Hände vom Gesicht und stöhnte, „du hast mich wieder gefangen!“


    Jin-Cheng steckte ihm das rote Tuch in das Hemd, „ich verließ Wolfs Valley ohne Erlaubnis, aber ich habe einen Grund! Was ist mit dir?“


    Jin-Bao riß sich das rote Tuch aus seinem Hemd, „denkst du, nur du liebst die Lehrerin abgöttisch! Ich kann es auch nicht ertragen sie leiden zu sehen! Ich bin froh, dir gefolgt zu sein! Wir tun dies zusammen!“


    Jin-Cheng seufzte, „ich habe gezögert! Auch wenn ich nicht Herrin Fu'Er ins Wolfs Valley bringen sollte! Daß Tal, die Lehrerin und sogar wir, welche namenlose Waise sind, alles zusammen, ergibt mehrfache Feindschaften! Ich wünsche nicht, Herrin Fu'Er darin verwickelt zu sehen! Sie wird danach keinen Frieden finden!“


    Jin-Bao winkte mit dem roten Tuch vor seinem Gesicht herum, „hmmm, du scheinst dich mehr um sie zu sorgen als um unsere Lehrerin!“


    Jin-Cheng sagte, „die Lehrerin ist wie eine Mutter für mich!“


    Jin-Bao erwiderte, „also ist dann Herrin Fu'Er wie eine Ehefrau für dich? Ich kann es kaum erwarten! Ich werde nach deiner Ehefrau sehen! Machs gut!“


    Er rannte los. Jin-Cheng blieb einen Moment überrascht stehen, dann rannte er hinter ihm her und rief, „benutze nicht die Invisible Skill!“


    Die Gruppe schwarzmaskierter Männer hatte Fackeln angezündet und legten an allen Ecken Feuer. Durch das trockene Wetter brannte die Kräuterhalle sehr schnell. Einer der Dienstboten kam aus den Flammen gerannt und rief laut, „hilfe, Feuer, kommt heraus! Ich werde den Meister aufwecken! Ruft die Herrin und Heiler Tong!“


    Einer der schwarzmaskierten Männer schnitt ihm die Kehle durch. Hui-Chun öffnete die Tür, ein Schwert traf ihn. Er fiel zu Boden, ein Mann tauchte auf. Einer der schwarzmaskierten Männer sagte, „sprich, wo ist Heiler Tong?“


    Dann schnitt er diesem die Kehl durch. Zwei weitere schwarzmaskierte Männer drangen in ein Schlafzimmer, es war leer. Schnell verließen sie den Raum wieder. Ein Mann und Tong verließen das Gebäude, Tong rief, „ich muß Fu'Ers Kräuter retten!“


    Er riß sich von dem Mann los, „schnell, geh Heiler Li retten!“


    Zwei weitere schwarzmaskierte Männer tauchten auf und schlugen Tong nieder. Zur gleichen Zeit erschien Jin-Bao bei einer betrunkenen Qiang-Qiang. Er hatte sein rotes Tuch wieder über sein Gesicht gebunden. Qiang-Qiang warf den Weinkrug nach ihm, dann ging sie auf ihn los. Jin-Bao packte sie und drehte ihren Arm nach hinten, Qiang-Qiang schrie, „warum bist du hinter mir her?“


    Jin-Bao war weniger feinfühlig, schlug sie kurzerhand nieder, wickelte eine Decke um sie und warf sie über seine Schulter. Während Jin-Cheng in der brennenden Kräuterhalle war und gegen drei weitere schwarzmaskierte Männer kämpfte. Er duckte sich unter einem Schlag weg und schlug gleichzeitig mit dem Schwert nach dem Gegner. Während er über einen brennenden Tisch sprang und einen zweiten Angreifer tötete. Er ließ sich bei dem dritten Schlag auf den Boden fallen und stieß das Schwert nach oben. Jin-Cheng hatte gerade den letzten Angreifer getötet, als Jin-Bao mit der bewußtlosen Qiang-Qiang über seiner Schulter erschien. Jin-Cheng richtete sein Schwert sofort auf ihn.


    Jin-Bao zog schnell sein rotes Tuch vom Gesicht, „Ältester, die Hütte wird zusammenbrechen!“ Er zeigte mit einer Hand auf Qiang-Qiang über seiner Schulter, „ich konnte nur sie retten!“


    Jin-Cheng sah ihn fassungslos an, „ist sie...“


    Jin-Bao unterbrach ihn, „komm mit mir; es sei denn du willst, daß ihr Gesicht wie das der Lehrerin entstellt wird!“


    Er rannte los, Jin-Cheng folgte ihm. Kaum waren sie aus dem brennenden Haus als ein Mann, der sich tot gestellt hatte aufstand und ebenfalls schnell das Haus verließ.


    Fu'Er lag in einem Bett. Auf ihrem Gesicht waren einige Kratzer. Sie schlug die Augen auf, als sie Tian-Lin neben sie auf dem Bett sitzen sah. Tian-Lin lächelte verlegen, „oh, tut mir leid, ich blieb nur an deiner Seite, um mich zu entschuldigen! Mein Name ist Yue...“


    Fu'Er lächelte, „...Yue Tian-Lin!“ Langsam setzte sie sich im Bett auf, „als ich auf der Klippe fast zusammenbrach, murmelte ich immer wieder, Yue Tian-Lin! Weil dein Leben in meinen Händen lag! Wenn ich zusammengebrochen wäre, hätte dich keiner retten können!“


    Tian-Lins Lächeln verschwand, als er mit leiser und sanfter Stimme sagte, „für ein Mädchen, welches sich verletzte und fast wegen mir ihr Leben verlor, wäre ich bereit mein ganzes Leben lang zu warten!“


    Er sah zur Seite, als Fu'Er sagte, „die Tränen eines Jungen der weint sind mehr wert als Blut! Weine nicht so leicht!“


    Sie stieß ihn mit dem Finger an die Nase. Tian-Lin lächelte leicht, „die Tränen von einem Mädchen sind wie Sterne am Himmel! Ich möchte jede Träne aufsammeln die du vergießt!“


    Fu'Er lachte, als Tian-Lins Mutter eintrat und ebenfalls lächelte, „ihr beide seit schon, als wärt ihr immer Freunde!“


    Tian-Lin wandte sich um und sagte ernst, „sie erschien mir in meinen Träumen! Aber wenn ich aufwachte, verschwand sie!“


    Er lächelte verlegen. Fu'Er lachte wieder, „ich habe immer in Cheng-Xiang Town gelebt!“


    Tian-Lin stand auf und seine Mutter setzte sich zu ihr ans Bett, „Herrin, ich habe etwas von den Heilkräutern gemacht, die du benutzt hast, um sein Gift zu neutralisieren und ihn von seinem Asthma zu heilen! Die kaiserlichen Heiler sind beeindruckt!“


    Tian-Lin lachte verlegen, „ich habe mich noch nie zuvor so gut gefühlt! Die Enge in meiner Kehle ist verschwunden!“


    Fu'Er rief erfreut, „wirklich? Das ist wundervoll!“ Dann wurde sie auf einmal ernst, „wenn der Prinz überzeugt ist, daß Hui-Chun nicht das Gift machte, wird der Name meines Vater wieder reingewaschen sein!“


    Tian-Lin erklärte, „keine Sorge, ich werde dich nach Hause begleiten und deinen Vater persönlich danken!“


    Im Tal lagen Jin-Cheng und Jin-Bao und schliefen. Jin-Cheng wachte zuerst auf und sah Qiang-Qiang ein Stück entfernt, wie in einen Mehlsack verschnürt. Schnell sprang er auf und rief, „sie ist immer noch gefesselt!“


    Jin-Bao setzte sich verschlafen auf, „tut mir leid! Wir waren so erschöpft nachdem wir vor dem Feuer flohen, daß wir sofort einschliefen! Ich wollte sie frei lassen, aber sie biß mich wie eine Wölfin! Laß sie nicht frei, Ältester!“


    Jin-Cheng band inzwischen den Sack auf, in den Jin-Bao sie gesteckt hatte. Eine Faust krachte ihm ins Gesicht, er fiel zu Boden.
    Qiang-Qiang sprang auf und rannte los. Jin-Bao rannte zu Jin-Cheng, der aufstand und ihr nachrannte. Während Jin-Bao ihnen seufzend nachsah und rief, „ich habe dich gewarnt!“


    Qiang-Qiang rannte so schnell sie konnte, als sie beinahe eine Klippe hinabstürzte und mit dem Gleichgewicht rang. Jin-Cheng der sie nur von hinten gesehen hatte und dachte sie wollte aus Verzweiflung Selbstmord begehen, „nein, bring dich nicht um!“ Er blieb kurz stehen, dann ging er langsam näher zu ihr, „ich weiß, du bist verzweifelt, weil dein Vater in dem Feuer umkam! Ich versuchte ihn letzte Nacht zu retten, aber das Feuer wütete! Es verschlang alles wie eine Bestie! Ich werde dich um jeden Preis mit meinem Leben schützen! So wie du mich gerettet hast!“


    Qiang-Qiang die zuerst den Tränen nahe war, horchte bei den letzten Worte plötzlich auf. In dem Augenblick kam Jin-Bao hinter ihm angesprungen, „Ältester, paß auf! Sie hat scharfe Zähne!“


    Doch Jin-Cheng fuhr lächelnd fort, „deine Hände waren wie ein Frühlingswind, versorgten sanft meine Wunden!“


    Inzwischen hatte Qiang-Qiang Jin-Bao zu Boden geworfen und war dabei ihn zu erwürgen, während Jin-Bao laut schrie, „Frühlingswind, sie hat Wolfskrallen!“


    Jin-Cheng der sich zurück erinnert hatte kam dadurch in die Wirklichkeit zurück. Er rannte in Jin-Baos Richtung und rief, „Fu'Er!“


    Qiang-Qiang stand auf und sah Jin-Cheng an. Während Jin-Bao keuchend nach Luft rang, wandte sie ich um, „ich bin nicht Fu'Er!“


    Jin-Cheng sah sie entsetzt an, „wo ist Fu'Er?“


    Er wandte sich zu Jin-Bao um, der inzwischen aufgestanden war. Hielt sich aber noch immer den Hals, „laß uns zurückgehen, um Fu'Er zu finden!“


    Er machte sich auf den Weg, während Jin-Bao stehen blieb und keuchend rief, „aber der Ort ist eine Ruine! Keiner kann überlebt haben!“ Er rannte schnell zu ihm, „Ältester, es ist zu gefährlich sie hier zu lassen! Die Mörder wollten ihre Familie töten! Sie werden sie nie gehen lassen!“


    Jin-Cheng sah zu Qiang-Qiang verächtlich an, „ich suche nach Fu'Er! Ich muß zurückgehen, selbst wenn ich nur ihre Leiche finde!“


    Er machte sich auf den Weg, ohne noch einmal zurück zu Qiang-Qiang zu sehen.Jin-Bao folgte ihm, um Qiang-Qiang Lippen spielte ein Lächeln. Sie waren nur einige Schritte gegangen, als Qiang-Qiang rief, „du wirst sie niemals dort finden!“ Jin-Bao wandte sich zu ihr um. Jin-Cheng tat als hätte er sie nicht gehört und ging einfach weiter. Qiang-Qiang rief, „sie hat durch einen Fehler jemand getötet und ging in das Versteck!“ Jetzt erst blieb Jin-Cheng stehen, drehte sich jedoch nicht zu Qiang-Qiang. Diese lief nun zu ihm. Als Jin-Cheng schwieg, fuhr Qiang-Qiang fort, „ich weiß nicht, warum du Fu'Er suchst, aber ich bin ihre Lehrerin! Ich kann tun, was immer sie auch kann! In Wahrheit übertreffe ich sie sogar!“ Als Jin-Cheng sie noch immer nicht ansah noch sprach, fuhr Qiang-Qiang weiter fort, „außerdem stehen wir uns so nah wie Schwestern! Wenn sie weiß, daß ich noch am Leben bin, wird sie um jeden Preis nach mir suchen!“

  • Jin-Cheng schwieg noch immer, als Jin-Bao schließlich sagte, „Ältester, um Herrin Fu'Er zu finden, mußt du sie mit dir nehmen!“


    Qiang-Qiang lächelte ihn an, während Jin-Cheng ihren einen kalten Blick zuwarf.


    Yue Ting verbrannte einen Zettel und lachte, Yue Di klopfte an seiner Tür. Als er eintrat sah ihn Yue Ting noch immer lachend an, „Ji Ren-Jie versucht mich anzuklagen! Er reichte eine Klage beim Kaiser ein! Seine Mühe ist umsonst!“


    Yue Di sagte, „die Hui-Chun Kräuterhalle ist abgebrannt!“


    Yue Ting zertrat die noch brennenden Reste der Nachricht, „wie konnten sie es wagen meinen Sohn zu vergiften! Es ist besser zu riskieren Unschuldige zu töten als Schuldige laufen zu lassen!“


    Yue Di wandte sich zur Tür, „wer gibt dir das Recht Unschuldige zu töten?“


    Yue Ting stand auf, trat vor ihn und rief wütend, „du zeigst zuviel Mitgefühl! Du hast darauf bestanden, daß Yi Shui-Yun unschuldig ist! Aber sie erschlug deine Frau und deinen Sohn! Ihre Leichen wurden bei einem blutigen Angriff zerhackt!“


    Yue Di sah auf einmal wieder gealtert aus, „du hättest mich nicht retten und dieses Leben voller Schmerz führen lassen sollen! Ich hätte mit ihnen sterben sollen!“


    Er zog sein Schwert und hielt es an seine Kehle. Yue Ting rief, „warte, ich habe dein Leben gerettet! Nun ist es deine Pflicht mich zu schützen! Du hast kein Recht dich selbst zu verletzten! Steck dein Schwert weg!“


    In diesem Moment kam der Mann durch die Tür getaumelt, der nach Jin-Bao und Jin-Cheng die Kräuterhalle verlassen hatte. Sofort steckte Yue Di sein Schwert weg, „Lao Wu!“ Er eilte zu ihm und stützte ihn, „was ist geschehen?“


    Bevor dieser antworten konnte, fragte Yue Ting, „hat jemand das Feuer überlebt?“


    Yue Di sah ihn an, während Lao Wu den Kopf schüttelte, „außer mir konnte keiner aus der Hui-Chun Kräuterhalle fliehen!"


    Yue Di fragte, „was ist mit unseren Männern?“


    Lao Wu schüttelte den Kopf, „ein geheimnisvoller Mann erschien plötzlich und tötete alle unsere Männer!“


    Yue Ting sah einen Moment erschrocken aus, dann sagte er, „Ji Ren-Jie muß einen Mörder geschickt haben!“


    Yue Di wandte sich an Lao Wu, „geh dich umziehen!“ Dann wandte er sich an Yue Ting, „Bruder, neige nicht zu voreilige Rückschlüsse! Laß uns Lao Wu nach Einzelheiten fragen!“


    Yue Ting nickte wortlos. Yue Di ging, an der Tür drehte er sich noch einmal, "die Hui-Chun Kräuerhalle ist zerstört, was willst du mit Fu'Er tun?“


    Yue Ting schwieg kurz, „laß sie leben bis Tian-Lin sich völlig von seinem Asthma erholt hat! Laß Tian-Lin und sie nicht wissen, daß der Heiler tot ist!“ Yue Di schwieg, doch in seinen Augen sah man den Schmerz.


    Jin-Bao und Jin-Cheng gingen durch das Tal. Sie kamen zu einer Klippe. Jin-Bao sah sich um, „Ältester, du hast gesagt Li Qiang-Qiang würde hier auf uns warten? Wo ist sie?“


    Jin-Cheng lächelte, „sie muß in ihren letzten Atemzügen liegen und vor Schmerz stöhnen!“


    Jin-Bao sah ihn erschrocken an, „was ist der Grund, daß du so etwas denkst?“


    Jin-Cheng nickte einfach mit dem Kopf die Klippe hinab. Auf dem Boden der Klippe lag Qiang-Qiang. Jin-Bao lief erschrocken auf der flachen Seite der Klippe hinab. Jin-Cheng folgte ihm langsam. Jin-Bao hob sie leicht hoch, „Qiang-Qiang!“


    Er schlug ihr leicht ins Gesicht. Qiang-Qiang schlug nicht nur die Augen auf, sondern Jin-Bao auch ins Gesicht, welcher sofort schimpfte, „warum schlägst du mich?“


    Qiang-Qiang saß benommen da, „warum hast du mir nicht gesagt, daß es so schwer ins Wolfs Valley zu gehen?“


    Sie verlor langsam wieder das Bewußtsein. Jin-Cheng kniete etwas entfernt am Fluß und warf Jin-Bao einen Beutel zu, „gib ihr den Fire Dragon Ball Wine! Es ist zu spät, wenn sie tot ist!“


    Jin-Bao hielt ihr den Beutel an die Lippen, „du mußt den Wein trinken, um die giftige Luft in Wolfs Valley abzuwehren!“


    Jin-Cheng sah sich nicht nach ihr um, als er sagte, „der Wein ist keine Garantie, daß du Wolfs Valley auch betreten kannst! Jeder Spalt in der Strasse entlang des Weg ist eine Falle und ein tödliches Ende, hm!“


    Er stand auf und ging ein Stück. Qiang-Qiang murmelte benommen, „Fallen und tödliches Ende!“


    Jin-Bao lachte, „keine Angst, trag dies bei dir! Verbrenne es, wenn du vom Weg abkommst, daß Rauchsignal wird mich zu dir führen!“


    Qiang-Qiang roch daran, „was ist das für ein stinkendes Ding!“


    Jin-Bao sagte, „Wolfsdung!“


    Sie wollte es wegwerfen, als Jin-Cheng auf sie zeigte und meinte, „du solltest besser in der Lage sein dies zu erklären und meine Lehrerin heilen! Ansonsten könnte sie ziemlich grob werden und dich zusammen mit dem Wolfsdung verbrennen!!“


    Qiang-Qiang riß sich von Jin-Bao los und trat vor Jin-Cheng, „nur die Wölfe und ich sind in der Lage den Weg heraus zu finden! Ich gehe vor!“ Jin-Cheng sah ihr verächtlich nach, da er bei ihren Worten wußte, daß sie log.


    Im Wohnsitz hatte man inzwischen Tian-Qis Bestattung vorbereitet. Überall hingen weiße Fahnen, im Hof befand sich ein weiß geschmückter Altar auf dem Tian-Qis Gedenktafel stand. Yue Ting sagte zu den Soldaten, „das Begräbnis, auch wenn beklagenswert, muß feierlich sein! Versichert euch, daß es in großartigen Stil gehalten wird! Da ist nichts gut genug, bereitet einen besonderen Sarg vor! Ich möchte den Mörder mit Tian-Qi verbrennen!“


    Yue Di trat zu ihm, „Bruder, um den Mörder zu jagen, haben wir überall, außer im Wolfs Valley, gesucht!“


    Yue Ting schritt auf den Altar zu, „Tian-Qi, ich gebe dir mein Wort, daß ich den Mörder persönlich abschlachten werde!“ Fu'Er hatte alles mitgehört und fing an sich Sorgen, um den Mann zu machen, den sie gerettet hatte.


    Eine Frau rannte ins das Kloster, „Priesterin, Prinz Yue verlor seinen ältesten Sohn, Yue Tian-Qi!“


    Die Priesterin schrieb schnell etwas auf einen Zettel, „schicke dies ins Wolfs Valley!“ Ein Brieftaube flog los.


    In der Höhle trat Lan in Lan-Yue Raum, „Lan-Yue, eine Botschaft von der Priesterin Hui-Wu! Dort ist zur Zeit ein Gefolge in Yues Wohnsitz! Der Verstorbene ist Yue Tian-Qi! Der älteste Sohn von Yue Ting!“


    Lan-Yue sagte mit ruhiger Stimme, „danke, solang es ein Sohn von Yue Ting ist, ist es eine Bestie wie sein Vater! Tante Lan, du erscheinst besorgt!“


    Lan seufzte, „ich bin besorgt um Jin-Cheng! Nach dem Schreiben der Priesterin jagen sie den Mörder überall!“


    Lan-Yue sah dies anders, „Jin-Cheng ist kein Mörder! Er hat nur eine Bestie mit einem Dolch abgeschlachtet!“


    Gerade in diesem Augenblick traten Jin-Bao und Jin-Cheng ein und knieten vor Lan-Yue nieder. Hinter ihnen stand Qiang-Qiang. Die beiden Frauen sahen sich an. Lan-Yue verspürte sofort eine Abneigung gegen sie. Während sich die beiden Frauen schweigend ansahen, stieß Jin-Bao Jin-Cheng zweimal an bis dieser aufsah. Er nahm allen Mut zusammen und log, „Lehrerin, sie ist diejenige, welche mich gerettet hat!“


    Lan-Yue sah ihn an, „ihr könnt aufstehen!“


    Beide standen auf. Lan-Yue die ihm ansah, daß er log, trat zu Jin-Cheng, „zeige mir deine Hände!“


    Jin-Cheng streckte ihr seine Hände hin. Lan-Yue zog sein Schwert und schnitt ihm in die Handfläche. Jin-Bao rief erschrocken, „Lehrerin!“


    Während Lan-Yue zu Qiang-Qiang ging, wich diese immer weiter vor ihr zurück. Als Lan-Yue schließlich sagte, „geh seine Wunde behandeln! Kein Blut darf vergossen werden!“ Qiang-Qiang wich weiter zurück, als Lan-Yue sie an der Schulter packte, „du hast Jin-Cheng gerettet, als er fast verblutete! Warum fürchtest du dich jetzt vor solch einer kleinen Verletzung?“ Qiang-Qiang sah schweigend zu Boden. Lan-Yue rief, „sag mir die Wahrheit!“


    Jin-Bao und Jin-Cheng sahen sie an, dann sahen sie sich einander an. Jin-Cheng griff plötzlich nach dem Weinbeutel, welcher leer war und sagte unbehaglich, „sie muß wohl einen Tropfen zuviel auf unserer Rückreise getrunken haben! Es wurde allmählich kälter! Sie hatte keiner andere Wahl! Sie war auf den Fire Dragon Ball Wine angewiesen!“


    Qiang-Qiang hielt sich die Stirn und schwankte. Lan-Yue ließ sie nicht aus den Augen. Jin-Bao überschlug sich fast, als er hastig sagte, „sie trank es wie Wasser! Sie trank unsere ganzen Weinvorräte allein leer!“


    Qiang-Qiang fiel taumelnd gegen die Wand. Lan-Yue warf wütend einen Becher zu Boden, welcher zerbrach. Dann wandte sie sich an Lan, die neben Jin-Cheng stand, „Tante Lan, gib ihr eine der Sobering Pill! Ich werde die drei holen lassen, wenn der Gast bei Verstand ist!“


    Sie sah Jin-Cheng an und ging. Als sie weg war, sahen sich Jin-Cheng und Jin-Bao unbehaglich an. Dann sah Jin-Cheng Qiang-Qiang verächtlich an, die immer noch an der Wand entlang torkelte, „ihre Qi Gong Übung wird wirklich erstaunlich, je mehr sie etwas vorspielt!“


    Jin-Bao sah Jin-Cheng ängstlich an, „Ältester, sie wird bald nüchtern sein! Was sagen wir dann der Lehrerin?“


    Jin-Cheng nickte in Qiang-Qiangs Richtung, „hat sie nicht gesagt sie wäre zu allem in der Lage! Frag sie!“ Er nickte wieder in Qiang-Qiang Richtung, dann ging er.


    Lao Wu trat zu Yue Di, „zweiter Meister, wir taten alles wie befohlen! Aber das Feuer breitete sich blitzschnell aus und verbrannte alles zu Asche!“


    Yue Di nickte, „es ist in Ordnung! Lao Wu, was ist mit Heiler Tong?“


    Lao Wu sagte, „Heiler Tong ist...“


    Im Zimmer saß Fu'Er, sie wickelte wieder die Pfeilspitze aus und sah sie an, „wie kann ich dich vor der Gefahr warnen!“ Plötzlich ging die Tür auf. Eine Wache trat ein, schnell versteckt Fu'Er die Pfeilspitze, „wer bist du? Wieso dringst du hier ein?“ Tian-Lin eile zu ihr. Fu'Er sah ihn überrascht an, „Tian-Lin, warum bist du so angezogen, wie ein Dieb?“


    Tian-Lin drückte ihr einen Stoffbeutel in die Hände, „verlasse diesen Ort!“

  • Lao Wu führte Yue Di zu einer Art Zelle. Tong saß dort und hatte die Augen verbunden, da diese bei dem Brand verletzt wurden. Yue Di sah ihn einige Zeit stumm an. Dann winkte er Lao Wu, daß er den Raum verlassen sollte. Dieser ging hinaus und schloß die Tür. Yue Di trat zu dem Tisch, „Heiler Tong du weigerst dich zu Essen! Das ist schlecht, wenn du dich erholen willst!“


    Tong seufzte, „ob lebend oder tot, es ist das gleiche! Mit einem Paar Augen, die nicht sehen können, welchen Nutzen hat da das Leben? Wer genau bist du? Warum hast du mich gerettet?“


    Yue Di sagte ruhig, „ich schulde dir einen Gefallen, Heiler Tian!“


    Tong fuhr überrascht auf, „wie hast du mich angeredet?“


    Yue Di trat zu ihm, „Heiler Tian! Tian ist dein wahrer Nachname bis du ihn in Tong geändert hast!“


    Tong fragte wieder, „wer bist du?“


    Yue Di ging in der Zelle herum, „vor vielen Jahren bat ich dich um Hilfe! Du hast dich um eine junge Dame gesorgt, sie ist die einzige Liebe in meinem Leben! Sie wurde durch ein Feuer entstellt! Es war Heiler Tian, welcher ihr ein neues Gesicht gab!“


    Tong welcher aufgestanden war, ließ sich auf einen Stuhl sinken und nickte, „das ist richtig! Jedes Mal wenn ich sie behandelte, wurde ich mit verbundenen Augen zu dem Platz gebracht! Außer der Patientin sah ich niemand! Selbst jetzt habe ich keine Ahnung, wer du bist!“


    Yue Di lachte freudlos, „ich habe meine Gründe nicht meine Herkunft zu enthüllen, genauso wie du deinen Nachnamen Heiler Tian geändert hast! Kein Wunder war ich nicht in der Lage Heiler Tian in all diesen Jahren ausfindig zu machen!“


    Tong sah in die Richtung aus der die Stimme kam, „was kann ich für dich tun, Herr?“


    Yue Di neigte sich vor, „die junge Dame wurde plötzlich vermißt! Ich wollte dich fragen, nach ihren Verletzungen, könnte sie immer noch am Leben sein?“


    Tong schwieg kurz, „nachdem ich ihr Gesicht versorgt hatte, war es wie eine menschliche Maske! Dennoch, daß neue Gesicht hätte die Versorgung eines Heiler gebraucht, sonst wäre es wieder so wie das alte geworden und zerfallen!“


    Yue Di rief, „du meinst, ohne deine Heilkräuter, wäre ihr Gesicht...“


    Tong unterbrach ihn, „...wäre sie nicht in der Lage gewesen standzuhalten! Die Temperatur, beides die neue Haut und alte Wunde hätten sich zersetzt! Ihre Chancen überlebt zu haben sind nicht hoch! Sie kann nur noch Leben, wenn der Himmel äußerst freundlich zu ihr ist! Auch wenn meine Augen nicht sehen können, kann ich den Schmerz in deinem Herz fühlen! Ich könnte dir auch deine Gefühle sagen! Auch wenn ich dem Feuer entkam, ich habe keine Ahnung, wer die Brandstifter sind! Werden sie meine Tochter verschonen?“


    Wortlos stand Yue Di auf und ging in Richtung Tür. Tong sprang ebenfalls auf, „Herr, es ist jetzt zu spät sich um die junge Dame zu sorgen, die seit zwanzig Jahren vermißt wird! Aber du kannst immer noch meine Tochter retten! Wenn du mir hilfst...“


    Yue Di unterbrach ihn, „Heiler Tian, sorge dich um dich selbst! Mit dem Segen des Himmels, wirst du eines Tages vielleicht wieder mit ihr vereint sein!“


    Jin-Cheng saß am Klippenrand und sah nachdenklich in die Ferne. Als Qiang-Qiang in der Nähe erschien. Sie warf einen Stapel weißes Papier die Klippen hinab und kniete sich nieder, „Vater, ich schwöre, daß keiner mich, Li Qiang-Qiang, schikanieren wird! Weder sie noch Yue Ting! Ich werde die Verbrecher töten und alle Unschuldige, die ihr Leben in der Hui-Chun Kräuterhalle verloren, rächen!“


    Eine gute Szene, um Jin-Cheng zu beeindrucken. Während sie sich ihre Krokodilstränen aus den Augen rieb sah sie heimlich zu ihm. Dieser allerdings sagte nur, „du bist voller Lügen! Sogar die Tränen die du vergießt, sind Betrug, um Mitleid zu erregen!“


    Qiang-Qiang rannte zu ihm und rief wütend, „Tong Fu'Er ist sogar eine noch größere Lügnerin! Egal, wie sehr du trauerst, du kannst sie nicht zurück ins Leben holen! Sie hat es verschuldet! Sie verursachte den Tod all der unschuldigen Leben!“


    Jin-Cheng sprang auf, „ich kann bezeugen, daß es eine Gruppe maskierter Männer war, welche die Hui-Chun Kräuterhalle in Brand steckte! Was hat dies mit Fu'Er zu tun?“


    Qiang-Qiang drehte sich um, um ihr Lächeln zu verbergen, „behalte deinen Glauben! Sei froh, daß sie jemand hat, der sie rächt! Sie vergiftete Prinz Yues Sohn! Prinz Yue wird sie auf die grausamste Art zu Tode foltern!“


    Jin-Cheng sprang zu ihr, packte sie am Hals und drückte zu, „dein Herz ist noch boshafter als dein Mund! Aber die Tiefe von Wolfs Valley kann deine Knochen in Stücke zerschmettern! Wenn du es noch einmal wagst Fu'Er zu beschimpfen, werde ich dich in Stücke reißen und die Klippen hinabwerfen!“


    Er drückte weiter zu, Qiang-Qiang rang nach Luft, während sie keuchte, „wenn ich tot bin, kann keiner sie retten! Ich bin die einzige, die weiß, wo sie ist!“


    Jin-Cheng drückte weiter zu, „wo ist sie?“ Dann schrie er sie an,“ mach die Augen auf!“ Qiang-Qiang blinzelte kurz aus Angst vor ihm, während Jin-Cheng kalt sagte, „du bist das genaue Gegenteil von Fu'Er! Deine hinterhältigen Augen wollen andere immer nur Schaden! Wenn Fu'Er tot ist, mußt du es gewesen sein!“


    Gerade als er sie über die Klippen stoßen wollte erschien Jin-Bao, „Ältester, hör auf!“ Jin-Cheng ließ sie los und stieß sie zu Jin-Bao. Qiang-Qiang versteckte sich sofort hinter seinem Rücken, Jin-Bao sagte, „Qiang-Qiang erzählte mir, Herrin Fu'Er kam, um ihr zu Schaden, als sie in Pingyao war! Qiang-Qiang weiß nur, daß sie nach Pingyao ging! Aber Pingyao ist groß! Fu'Er sagte nicht zu welchem Wohnsitz!“ Er warf einen Blick auf Qiang-Qiang hinter seinem Rücken, als er fort fuhr, „es war ich, welche sie aus dem Feuer rettete! Sie würde ihren Retter nicht belügen!“


    Jin-Cheng sah dies anders und wandte sich um, um ihr nicht wieder an die Kehle zu springen. Während er einige Schritte ging, „Fu'Er rettete einmal mein Leben! Ich werde sie nicht im Stich lassen!“


    Dann rannte er fort. Qiang-Qiang folgte ihm ein Stück, „er benimmt sich viel mehr wie ein Wolf! Er versuchte mich zu erwürgen!“


    Jin-Bao trat einen Schritt auf sie zu, „der Älteste reagiert nur auf die Art, wenn man ihn wütend macht!“


    Qiang-Qiang sah ihm immer noch nach, „unglaublich, solch ein gutaussehender Mann, der sich wie ein Tier benimmt!“


    Jin-Bao trat noch einen Schritt auf sie zu, „dies ist nur wegen Herrin Fu'Er! Du mußt nur ihren Namen erwähnen und seine Augen werden die von einem Lamm! Es ist, als ob sie seine Frau wäre!“


    Bei diesen Worten kochte Qiang-Qiang innerlich und wollte ihn dadurch erst recht haben.


    Yue Ting war beim Kaiser, der Mann neben dem Kaiser erklärte, „der Kaiser versteht deinen Kummer! Du hast einen Monat Trauerzeit für das Begräbnis von deinem Sohn!“


    Yue Ting verneigte sich, „ich danke euch für die Freundlichkeit gegenüber meines verstorbenen Sohns!“


    Schweigen trat ein, als der Kaiser schließlich sagte, „Ji Ren-Jie, ihr beide, du und Yue Ting seit meine stärksten Säulen! Jetzt in dem Zustand des Chaos, wenn du das Kriegsbeil nicht begraben kannst, wie kannst du mich dann bei meinen Staatsangelegenheiten unterstützen?“


    Der Mann neben dem Kaiser erwiderte, „mein Kaiser, als General Ji der Titel der Staatsgeneral verliehen wurde, gratulierte ihm Prinz Yue mit einem großzügigem Geschenk! Nach Yue Tian-Qis Unglück, besuchte General Ji ihn zu dieser Zeit persönlich, um ihm sein Beileid in Yue Wohnsitz zu überbringen!“


    Der Kaiser nickte nachdenklich, „wenn ihr beide euren persönlich Groll beiseite legen könnt und im Interesse des Landes dient, wäre dies für alle ein Segen!“


    Sofort sagte Yue Ting, „ich verbrachte viel Zeit damit, meinen ältesten Sohn Tian-Qi groß zu ziehen! Mein größter Wunsch ist es, mein Leben, zusammen mit meinem Sohn, euch zu widmen, um euch zu dienen!“


    Ji Ren-Jie sagte verächtlich, „und um den Thron zu stürzen!“


    Yue Ting fuhr auf, „du...“


    Ji Ren-Jie unterbrach ihn, „eine Schande, daß der Himmel nicht auf deiner Seite ist!“


    Yue Ting sah ihn an, „General Ji ist scheinbar darauf aus uns zu beschuldigen, Verrat zu planen!“


    Ji Ren-Jie wandte ein, „du planst einen Umsturz, ersetzt alle treue Dienstboten! Der Himmel hat dich dafür bestraft und dir dafür deinen Sohn genommen!“


    Der Kaiser sprang auf und rief wütend genug, „ihr beide habt eure eigenen Pläne! Egal wie sehr ich versuche zu vermitteln, die Feindschaft wird immer schlimmer!“ Er schwieg kurz, dann fuhr er ruhiger fort, „seit dem Diebstahl der Luminous Pearl vor zwanzig Jahren, verschwand nicht nur meine geliebte Konkubine, auch Chaos brach unter den Ministern und Bürgern aus! Und das Land befindet sich im Aufruhr! Sagt mir nicht, das überleben unseres Lands hängt wirklich von der Luminous Pearl ab!“

  • Fu'Er lief mit Tian-Lin durch die Ebene, sie breitete die Arme weit aus und rief laut, „Freiheit!“


    Tian-Lin war ihr etwas atemlos gefolgt, „es ist fast zehn Jahre her! Mein Leben war eingeschränkt hinter den Mauern des Wohnsitz!“


    Fu'Er griff unter ihr Hemd, „ich nahm die Heart Pill mit! Es wird dir das atmen erleichtern!“


    Tian-Lin nahm sie in die Hand, dann deutete er auf die Ebene, „mein Bruder liebte es jagen zu gehen! Sein Zimmer mit Tierfellen aller Art zu geschmückt! Es war sein Wunsch, alle Tiere zu besiegen! Eine Schande, daß er starb, während...“


    Fu'Er griff nach seinem Arm und nickte in eine Richtung. Dort saß ein Wolf. Tian-Lin schrie erschrocken auf und zog seinen Dolch. Fu'Er hielt schnell seine Arm fest, „mache keine hastige Bewegung! Wölfe werden wütend, wenn sie einen Feind sehen!“


    Tian-Lin hielt den Dolch vor sich und rief, „ich wünsche nicht dir dein Leben zu nehmen! Zwinge mich nicht dazu!“


    Der Wolf trat langsam einige Schritte näher, dann sprang er. Zur gleichen Zeit stieß Jin-Cheng Fu'Er und Tian-Lin zur Seite. Der Wolf prallte gegen ihn, blieb dann aber stehen. Während Jin-Cheng ihn ansah, "du wirst mich nicht angreifen! Freunde töten einander nicht!“


    Der Wolf zog sich zurück. Fu'Er eilte zu Jin-Cheng, „bist du in Ordnung! Du bist verletzt?“


    Sie zog ein Tuch hervor und fing an sich um die Wunde zu kümmern. Jin-Cheng sah sie ungläubig an, „du bist wirklich Fu'Er!“


    Nun sah auch Fu'Er auf, beide sahen sich scheinbar eine Ewigkeit schweigend an bis Tian-Lin auf sie zuging, „zu denken, daß du so närrisch bist wie ich! Lieber zu sterben als ein Leben zu nehmen!“


    Er hatte ihre Blicke nicht bemerkt und kniete sich neben sie. Während Fu'Er lächelte, „wie kommt es, daß du jedes Mal, wenn ich dich treffe, verletzt bist?“


    Tian-Lin zeigte auf den Arm, wo ihn der Wolf aus versehen gekratzt hatte, „kann ich dir helfen diese Wunde zu versorgen?“


    Fu'Er sagte, „wir kennen einander! Ich habe ihm einmal gerettet!“


    Jin-Cheng lächelte, „der Himmel muß Augen haben! Endlich habe ich dich gefunden, nachdem die die ganzen Berge nach dir absuchte!“


    Auch Fu'Er sah in wieder lächelnd an, „die Leute sagen, Schicksal ist ein Urteil! Aber wir fanden einander durch eine Verletzung!“


    Jin-Cheng schloß die Augen. Tian-Lin unterbrach sie wieder, „wenn der Wolf zurückkehrt, wird er uns totbeißen!“


    Fu'Er lenkte schnell ab, „sieh wie tief seine Wunde ist! Kannst du etwas frisches Wasser holen, damit ich seine Wunde reinigen kann?“ Sie nickte in die Richtung von dem Fluß.


    Tian-Lin nickte und ging. Als sie allein waren, lächelte Jin-Cheng wieder, „ich wußte, daß du noch am Leben bist, egal was Qiang-Qiang sagte!“


    Fu'Er welche immer noch ahnungslos über die Vorfälle war sagte, „es müssen die Worte gewesen sein, die ich in die Höhlenwand ritzte, welche dich nach Cheng-Xiang Town führten! Du mußt auch meinen Vater getroffen haben!“


    Jin-Chengs Lächeln erlosch, während er den Kopf schüttelte, „nein, das habe ich nicht! Li Qiang-Qiang sagte, du wärst in Yues Wohnsitz! Wer ist er?“


    Er nickte in Tian-Lins Richtung. Fu'Er meinte, "oh er! Er hat mit Yue nichts zu tun! Er ist mein Verwandter aus Pingyao! Er ist mein Cousin!“ Jin-Cheng nickte, während Fu'Er rief, „er ist zurück!“ Sie stand auf und ging ihm entgegen. Während sie laut sagte, „sieht er aus wie jemand aus der Familie Yue?“


    Jin-Cheng stand ebenfalls auf und ging zu ihm. Tian-Lin lachte, „wenn mein Bruder noch leben würde, würde er über meine Narrheit lachen! Du bist wie er! Als der wilde Wolf dich angriff, warum hast du ihn nicht getötet?“ J


    in-Cheng schüttelte wieder den Kopf, „erst jetzt verstehe ich, daß es nie wieder einen zweiten Grey Wolf geben wird! Du solltest den Wölfen nicht trauen!“


    Tian-Lin nickte. Fu'Er lenke schnell wieder ab, „du hast gesagt, du hast in den Bergen nach mir gesucht!“


    Tian-Lin lachte, als er sagte, „bist du noch närrisch als ich! Wenn du Fu'Er finden wolltest, warum bist du dann nicht direkt...“


    Fu'Er fuhr fort, „...zu Yues Wohnsitz!“ Jin-Chengs Lächeln war endgültig erloschen, da er bemerkte, daß Fu'Er log, als Fu'Er fort fuhr, „Cousin, ich sagte ihm, daß du in Pingyao lebst!“


    Tian-Lin sah sie mit offenem Mund an, „haa!“ Jin-Cheng sah von einem zum anderen. Als Tian-Lin die Hand hob und hastig sagte, „das ist richtig! Cousine Fu'Er kam aus dem weit weg gelegenen Cheng-Xiang Town, um sich um mich zu kümmern!“


    Jin-Cheng nickte wortlos. Fu'Er sah auf seinen Arm, „es hat aufgehört zu bluten! Aber ich muß einige Kräuter suchen, um zu verhindern, daß sich deine Wunde entzündet! Ist in der Nähe eine Flußquelle?“


    Sofort entgegnete Tian-Lin, „ich weiß, wo das ist! Laß mich dir den Weg zeigen!“


    Fu'Er nickte. Tian-Lin wandte sich zu Jin-Cheng, „mein Name ist Yue Tian-Lin! Wer bist du?“


    Fu'Er sah erschrocken aus und erwiderte eilig, „mein Vater nennt ihn Wolfskerl!“


    Doch Jin-Cheng überging dies, „mein Name ist Jin-Cheng!“


    Tian-Lin nickte und wiederholte, „Jin-Cheng!“


    Sie waren am Fluß, Tian-Lin versorgte Jin-Cheng Arm. Fu'Er lächelte, „ich dachte, du fühlst dich leicht krank! Ich wußte nicht, daß du auch deine eigenen Wunden versorgen kannst?“


    Tian-Lin sagte leise, „ich war die ganze Zeit bettlägrig! Da gab es keine Gelegenheit mich zu verletzen! Es war mein Bruder, welcher oft verletzt war! Ich sah den Heilern zu, wie sie die Wunden reinigten!“


    Er riß ein Stück Stoff von seiner Kleidung ab, „hier, für seine Wunde!“


    Jin-Cheng fragte, „was hat dein Bruder gejagt?“


    Tian-Lin antwortete, „Bären, Leoparden, Wölfe, aber er wird nicht mehr länger jagen!“


    Jin-Cheng der die ganze Zeit weder Fu'Er noch Tian-Lin angesehen hatte, blickte nun doch zu Tian-Lin auf, „ist er verletzt? Fu'Er kann gut Wunden behandeln!“


    Tian-Lin stand schweigend auf und ging ein Stück weg, wo er stehen blieb und auf das Land sah. Während Jin-Cheng Fu'Er einen halb fragenden, halb wissenden Blick zuwarf. Als Tian-Lin leise sagte, „selbst der beste Heiler ist keine Gottheit! Die Toten können nicht zum Leben erweckt werden! In meinen Träumen sah ich ihn stets blutdurchtränkt! Ich sah seine brutale Jagd!“


    Fu'Er trat neben ihm und unterbrach seine lauten Gedanken, „und selbst die besten Heiler haben Hunger! Ich könnte eine ganze Bärenpfote verspeisen! Kannst du fischen?“


    Jin-Cheng war aufgestanden, „dann laß uns fischen!“


    Jin-Cheng watete in den Fluß, Tian-Lin rief, „sei vorsichtig mit deiner Wunde, daß Wasser ist sehr tief!“


    Bald rief Jin-Cheng, „gefangen!“ Er warf einen Fisch an das Ufer Fu'Er lachte. Sie zog Tian-Lin zum Wasser, als auch Jin-Cheng lachte und bald waren die drei lachend mitten in einer Wasserschlacht.


    Yue Ting ging wütend in Yue Dis Zimmer herum und schrie, „du bist ein ehrfurcht gebietender General mit reichlich Erfahrung auf dem Schlachtfeld, aber jetzt, kannst noch nicht einmal einen nicht bedrohlichen Mörder fangen!“


    Yue Di sagte ruhig, „ich habe es dir bereits gesagt, ich habe überall gesucht, außer im Wolfs Valley!“


    Yue Ting sagte wütend, „dann suche im Wolfs Valley!“


    Nun wurde auch Yue Di wütend, „daß Wolfs Valley ist voller giftiger Luft! Kein Mensch kann dort überleben! Selbst wenn sich ein Mörder dort versteckt, wird er sterben!“


    Yue Ting schrie, „es sei denn, er ist ein Wolf! Dann werde ich werde alle Wölfe in der Welt für Tian-Qi töten!“


    Nun schrie auch Yue Di, „du meinst, wenn ich versage den Mörder von Tian-Qi zu fangen, willst du mich, damit ich sie alle für Tian-Qi köpfe!“


    Beide sahen sich einen Moment wütend an. Dann sagte Yue Ting leiser, „ich dachte, ich würde dich verstehen! Du hast auch einmal einen Sohn verloren! Der einzige Unterschied ist, daß ich den Verbrecher nie gehen lassen werde! Derjenige, der meinen Sohn tötete wird dafür bezahlen!“


    Yue Ting stürmte aus dem Zimmer. Lao Wu schloß die Tür hinter ihm, dann wandte er sich zu Yue Di, „zweiter Meister!“


    Yue Di setzte sich und seufzte, „wie geht es Heiler Tong?“


    Lao Wu trat näher an den Tisch, „Heiler Tong benimmt sich jetzt völlig normal! Es muß deine Überzeugung gewesen sein! Er ißt regelmäßig und nimmt seine Heilkräuter!“


    Yue Di nickte, „das ist gut! Wenn mein Bruder erfährt, daß er einmal Yi Shui-Yuns Leben gerettet hat, wird er ihn sicher töten! Um seiner eigenen Sicherheit Willen dürfen sich Vater und Tochter nicht treffen!“


    Lao Wu erwiderte, „ich werde vorsichtig sein und gut für Heiler Tong sorgen!“ Er ging.


    Yue Di dachte wieder zurück wie er Lan-Yue, die damals anders hieß, in eine Höhle gebracht hatte, als er sich die Tränen vom Gesicht wischte.


    Lan-Yue war in in der Höhle, wie immer trug sie über der Maske einen Schleier. Qiang-Qiang schlich sich heimlich hinter sie und wollte ihr den Schleier vom Gesicht reißen. Im gleichen Augenblick fuhr Lan-Yue herum, packte sie am Handgelenk und stieß zu. Qiang-Qiang hing über dem Rand der zum Teich hinab fiel und jammerte, „Herrin, bitte verschone mein Leben! Ich wollte nicht spionieren!“


    Lan-Yue sagte mit ruhiger Stimme, „bist du so neugierig herauszufinden, wie entstellt mein Gesicht aussieht?“


    Sie zog Qiang-Qiang zu sich, für einige Sekunden konnte sie ihr wahres Gesicht sehen. Dann legte sich wieder die Maske darüber. Lan-Yue warf sie gegen den Tisch. Den Schleier hatte sie abgenommen, „gestern warst du betrunken, jetzt solltest du nüchtern sein! Laß sehen wie erfahren du bist!“


    Qiang-Qiang schüttelte den Kopf, „es gibt nichts zu machen..., ich brauche giftige Bienen! Ohne das Gift der Bienen, meine Fähigkeiten..., ich meine, ich kann deine Krankheit nicht heilen!“


    Lan-Yue fragte, „giftige Bienen?“


    Qiang-Qiang holte erleichtert Luft, „ich meine ich arbeite mit giftigen Bienen!“


    Lan-Yue nickte, „gut, komm mit mir!“


    Qiang-Qiang folgte ihr in einigem Abstand, doch je weiter sie in die Höhle vordrangen, desto mehr Angst bekam sie.

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  • Lan-Yue zündete einige Fackeln an und blieb dann stehen, „du wolltest giftige Bienen, nicht wahr? Ich habe hier welche!“


    Sie sah Qiang-Qiang aufmerksam an. Qiang-Qiangs Blick fiel schließlich zur Höhlendecke. Die ganze Decke war bedeckt mit den giftigen Bienen. Als diese auf einmal auf Qiang-Qiang losflogen, welche panisch anfing um sich zu schlagen bis sie schließlich bewußtlos zu Boden fiel. Lan erschien. Lan-Yue, Lan blickte verächtlich auf Qiang-Qiang, „sie gab gestern vor betrunken zu sein und jetzt, stellt sie sich tot!“


    Lan-Yue erwiderte, „sie wurde vor Angst ohnmächtig!“


    Lan schüttelte den Kopf, „solch ein unehrliches Kind ist schwer zu kontrollieren!“


    Lan-Yue lächelte, „dann verfüttere sie an die Wölfe!“


    Lan entgegnete, „aber sie ist eine giftige Dame...“


    Lan-Yue fragte, „mit einem bösen Herz wie ihres, was macht es da aus, daß sie giftig ist?“


    Lan sagte, „ich weise auf ihr Qi Gong hin! Wir haben dies zuvor geübt, aber ihre Grundlagen sind unseren überlegen!“


    Lan-Yue sah sie an, „du willst, daß ich hier behalte und sie die Invisible Skill lehre?“


    Lan nickte, „eine Überlegung! Bei ihrem Talent, überlege es dir!“


    Lan-Yue schwieg kurz, „treibe ihr zuerst ihr Bosheit aus! Sie ist listiger als ein Fuchs!“


    Lan nickte, dann rief sie, „zeig dich!“ Jin-Bao erschien und kniete sich nieder. Lan wandte sich an ihn, „habt ihr Brüder soviel vertrauen, eure Lehrerin zwingen und täuschen zu können? Heraus damit, woher kommt sie? Sie hat keine Ahnung von Heilkunst!“


    Jin-Bao schwieg verlegen als er schließlich gestand, „Lehrerin, ich bitte nicht um deine Vergebung! Aber ich bitte ich sie zu verschonen! Es ist nicht ihre Schuld! Ich war es, welche die falsche Person fing!“


    Lan-Yue fragte, „wo ist Jin-Cheng? Hat er nicht den Mut sich zu entschuldigen!“


    Jin-Bao sah wieder verlegen aus, „der Älteste wollte, daß ich mich in seinem Namen entschuldige!“


    Lan rief, „was für eine Schuld hat er begangen! Hast du nicht gesagt, alles wäre deine Schuld?“


    Jin-Bao schluckte, „der Älteste sagte, wenn er Fu'Er nicht finden kann, wird er nie wieder zurückkehren!“


    Lan wandte sich zu Lan-Yue, „es ist wegen dir! Er ging, um die Dame zu finden!“


    Lan-Yue schüttelte den Kopf, „es ist nicht wegen mir, er hat sich in sie verliebt!“


    Jin-Cheng und Tian-Lin brieten Fische über einem Feuer, während Fu'Er einige Beeren sammelte. Bald nach dem Essen war Tian-Lin eingeschlafen. Jin-Cheng streckte seine Hand nach dem Tuch aus, daß Fu'Er in der Hand hielt, „gib es mir!“


    Fu'Er gab ihm das Tuch. Jin-Cheng legte die Beeren hinein, dann nahm er ihre Gesicht in seine Hand und drückte das Tuch leicht zusammen. Fu'Er öffnete ihren Mund und trank den Saft. Gerade als er sie küßen wollte, erwachte Tian-Lin mit einem Asthmaanfall. Sofort eilten sie zu ihm, während dieser nach Luft rang. Fu'Er durchsuchte seine Kleidung, „wo sind deine Heilkräuter?“


    Tian-Lin keuchte, „in den Fluß gefallen!“


    Fu'Er sah ihn erschrocken an. Jin-Cheng fragte, „an was für einer Krankheit leidet er?“


    Fu'Er antwortete, „Asthma! Ohne die Heilkräuter wird er ersticken!“


    Jin-Cheng überlegte schnell, „bring ihn zurück in die Stadt!“


    Fu'Er schüttelte den Kopf, „zu spät, ich brauche die Heilkräuter!“


    Sie rannte schnell los, während Jin-Cheng Tian-Lin im Arm hielt und sagte, „als mein Ältester eine Brustverletzung hatte, gab ich ihm mein Qi! Ich werde das gleiche für dich tun!“


    Schnell gab er ihm von einen Kräften, als Fu'Er schließlich zurückkehrte und auf die gleiche Art wie zuvor Jin-Cheng bei ihr, Tian-Lin die Heilkräuter zu trinken gab. Als Tian-Lin mit schwacher Stimme flüsterte, „danke, daß du mein Leben gerettet hast!“


    Jin-Cheng sah noch immer besorgt aus, als er sagte, „bring deinen Cousin nach Hause!“ Jin-Cheng trug den halb bewußtlosen Tian-Lin auf seinem Rücken, während sie schnell über die Ebene liefen. Als sie zu einer Kreuzung kamen, hielt Jin-Cheng an, „welchen Pfad sollen wir nehmen?“


    Fu'Er meinte, „laß uns hier trennen!“


    Jin-Cheng fragte, „was?“


    Fu'Er rief, „nimm den gleichen Weg zurück! Ich werde Tian-Lin in Sicherheit bringen!“


    Jin-Cheng sah sie wieder mißtrauisch an, „du bist eine Heilerin, warum hast du deinen Patienten das Risiko eingehen lassen, ihn in diese raue Gebiet mitzunehmen?“


    Fu'Er sagte verzweifelt, „ich kann dich nicht dieses Risiko auf dich nehmen lassen!“


    Tian-Lin stimmte mit schwacher Stimme zu, „das ist richtig! Du bist auch verletzt!“


    Jin-Cheng lächelte, „das nennst du eine Verletzung? Ich wuchs unter den Zähnen von Wölfen auf!“


    Fu'Er packte ihm am Arm, „leg ihn hier nieder!“


    Jin-Cheng weigerte sich, „nein, ich werde deinen Cousin nach Hause bringen!“


    Er ging weiter, während Fu'Er rief, "das ist nicht nötig!“ Sie rannte ihm nach und stellte sich vor ihm. Als er weiterging und schrie sie, „er ist nicht mein Cousin! Er ist der Sohn von Prinz Yue! Du weißt nicht, wie gefährlich es ist! Du darfst nicht zu seinem Wohnsitz gehen!“ Jin-Cheng ging ununterbrochen weiter, während Fu'Er rückwärts vor ihm herlief und rief, „seine Männer wollen dich verhaften!“


    Tian-Lin fragte, „warum will mein Vater ihn verhaften? Er ist nicht derjenige, der meinen Bruder tötete!“


    Auf einmal blieb Jin-Cheng doch stehen, als er sich an Tian-Lins Nachname erinnerte, „dein Nachname ist Yue? Wie auf dem Banner deines Vaters, daß auch das Wort Yue trägt?“


    Tian-Lin fragte, „du hast das Banner meines Vaters gesehen?“


    Jin-Cheng ließ Tian-Lin von seinem Rücken sinken, dann drehte er sich langsam um, „ich erstach den Yue Abschaum! Er hat Grey Wolf getötet!“


    Tian-Lin wich erschrocken vor ihm zurück. Fu'Er eilte zwischen sie, „sag nichts mehr!“


    Tian-Lin wich weiter zurück, „mein Vater sagte, mein Bruder starb nachdem ihm jemand ihm in einen lebenswichtig Punkt stach!“


    Fu'Er wandte sich um, „Tian-Lin, sag nicht mehr!“


    Jin-Cheng ging langsam auf ihn zu, „ich schlag meine Feinde immer an den lebenswichtigen Stellen!“


    Tian-Lin fiel zu Boden. Er griff nach einem Stock, den er auf dem Boden fand, dann griff er Jin-Cheng an und rief, „warum hast du meinen Bruder getötet?“


    Doch Jin-Cheng wich nur aus. Er duckte sich unter Tian-Lins zweiten Schlag weg. Fu'Er griff nach Tian-Lins Hand und hielt sie fest, während sie schrie, „hör auf, Tian-Lin! Ich weiß, warum er deinen Bruder getötet hat! Als ich ihn gerettet habe, hatte er überall Wunden von vergifteten Pfeilen und Dolchen! Dein Bruder war so brutal!“


    Tian-Lin stieß Fu'Er weg und wollte wieder angreifen. Diesmal packte ihn Jin-Cheng am Arm. Tian-Lin schrie vor Schmerz auf und ließ den Stock fallen. Jin-Cheng sagte ruhig, „nicht nur zu mir war er so grausam, er war auch unmenschlich gegenüber Grey Wolf! Grey Wolf wurde von eintausend Pfeilen getötet! Dein Bruder zwang mich Grey Wolf zu rächen!“


    Tian-Lin der immer noch durch den festen Griff vor Schmerz keuchte, „Grey Wolf war nur ein Tier! Du hast das Leben meines Bruder wegen einer Bestie genommen?“


    Jin-Chengs Griff wurde noch fester als er schrie, „Grey Wolf war auch mein Bruder! Er folgte mir zwanzig Jahre!“


    Tian-Lin schrie, „mein Bruder war auch mein engster Verwandter! Dafür wirst du bezahlen!“


    Jin-Cheng ließ ihn los und wich zurück, „wie du wünschst!“


    Tian-Lin wollte wieder angreifen, doch wieder ging Fu'Er dazwischen, „nein Tian-Lin! Du kannst nicht gegen ihn kämpfen! Tian-Lin nicht!“


    Jin-Cheng achtete nicht auf Fu'Er, welche immer noch versuchte Tian-Lin festzuhalten. Er streckte die Hand mit einem Dolch aus, „räche deinen Bruder mit meinem Dolch!“


    Tian-Lin versuchte sich noch immer loszureißen, während Fu'Er schrie, „nein Tian-Lin! Dein Bruder war ein Mörder! Jin-Cheng war gezwungen sich zu wehren!“


    Tian-Lin verlor das Bewußtsein. Jin-Cheng fing Tian-Lin auf, zusammen mit Fu'Er trug er ihn weiter. Sie trafen auf einen Weg, Jin-Cheng rief, „runter!“


    Sie ließen sich hinter ein Gebüsch fallen. Eine Gruppe Reiter tauchte auf und suchte nach Tian-Lin. Fu'Er blickte Jin-Cheng als und flüsterte leise, „Prinz Yue wird niemals aufgeben! Du gehst jetzt besser!“


    Jin-Cheng griff nach ihrer Hand und drückte sie kurz. Er nickte ihr zu und ging dann schnell. Tian-Lin sah Fu'Er ebenfalls an, welche ihn leise bat, „laß ihn gehen! Er hat auch dein Leben gerettet!“


    Tian-Lin nickte ebenfalls, dann rief er, „Vater, hier bin ich!“ Die Männer hielten die Pferde an. Yue Di sprang vom Pferd und lief zu Tian-Lin, welcher überrascht rief, „zweiter Onkel!“


    Auch Yue Ting kam angerannt, er legte seine Hände auf Tian-Lins Schulter, „Tian-Lin, mein Sohn! Bist du verletzt, mein Sohn?“


    Tian-Lin schüttelte den Kopf, „ich traf auf einen wilden Wolf! Zum Glück rettete mich Fu'Er!“

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  • Jin-Cheng ging durch die Strassen der Stadt, ohne sich um die Menge zu kümmern.


    Die Trauerfeier begann. Durch Fu'Ers Worte mißtrauisch geworden, beobachtete Tian-Lin hinter einer Säule versteckt, was vor sich ging. Er sah wie zwei Soldaten seine Mutter stützen, die immer wieder weinte. Tian-Lin überlegte, „heute ist das Begräbnis meines Bruders ist! Wenn meine Eltern erfahren, daß ich seinen Mörder frei ließ...“ Er sah Fu'Er und eilte zu ihr, „mein Vater wird nie aufgeben! Zusätzlich zu meinem zweiten Onkel schickte mein Vater seine ganzen Männer für einen Hinterhalt in Wolfs Valley!“


    Fu'Er fragte erschrocken, „haben sie ihn gefangen?“


    Tian-Lin schüttelte den Kopf, „alle Jäger sind sich bewußt, daß Wolfs Valley durch die Wolfsrudel geschützt ist! Wenn die Wölfe zusammen heulen wird der ganze Eingang beben! Wolfs Valley ist auch voller giftiger Luft! Das Gebiet ist felsig und erschreckend! Nur sehr wenig kommen lebend heraus!“


    Fu'Er flüsterte, „wenn sein Versteck in Wolfs Valley ist, wird er nie gefunden werden!“


    Tian-Lin Gefühle sollten sich wie so oft bewahrheiten, „ich habe das Gefühl, daß er nicht wartet, daß wir ihn finden! Er wird selbst kommen!“


    Fu'Er sah ihn erschrocken an, gerade als vier Soldaten mit einem Schrei zu Boden fielen. Yue Ting und Yue Di sahen überrascht auf. Jin-Cheng erschien am Eingang zum Hof. Tian-Lin sah ebenso erschrocken aus wie Fu'Er, welche rief, „er kommt wirklich!“


    Die Menge wich erschrocken zurück. Über Jin-Chengs Schulter lag ein toter Wolf, in er anderen Hand einen Wasserbeutel. Er blieb stehen, öffnete mit den Zähnen den Verschluß des Wasserbeutels, goß den Inhalt auf den Boden und sagte ruhig, „dies ist das Blut von Wölfen, die du gnadenlos getötet hast!“ Er ließ den Wasserbeutel fallen und hielt den Wolf hoch, „du hast sogar den jüngsten getötet!“


    Fanoy zeigte auf ihn und rief, „er ist es! Dieser Wolfskerl hat den jungen Meister getötet!“


    Soldaten griffen an, Jin-Cheng kämpfte sich seinen Weg frei. Wütend warf er die Gedenktafel und alles was auf dem Altar stand zu Boden und legte den Wolf darauf nieder. Yue Ting rief, „tötet ihn!“


    Weitere Soldaten stürmten auf ihn zu. Jin-Cheng griff ohne zu zögern an. Fu'Er schrie, „Jin-Cheng!“


    Sie wollte zu ihn rennen, doch Tian-Lin riß sie am Arm zurück, „geh nicht dorthin!“


    Diesmal war es Tian-Lin der eine um sich schlagend Fu'Er festhielt, welche rief, „sie werden ihn töten, wenn ich ihn nicht rette!“


    Tian-Lin rief, „er ist kein Gegner für meinen Vater und Onkel! Er hat sich selbst zu Tode verurteilt!“


    Fu'Er rief, „er kam wegen mir her! Bitte rette ihn!“ Sie schüttelte Tian-Lin, als sie bat, „ich flehe dich an, rette ihn, Tian-Lin!“


    Während Jin-Cheng immer mehr die Oberhand gewann, sprang Yue Di auf ihn zu. Jin-Cheng stieß ihn zurück, als hinter ihm Bogenschützen auftauchten. Tian-Lin griff rasch nach der Gedenktafel seines Bruders, als Jin-Cheng ihm das Schwert an die Kehle hielt. Sofort rief Yue Ting, „schießt nicht!“ Dann trat er vor, „laß meinen Sohn gehen!“


    Tian-Lin sah Jin-Cheng an und rief, „du kannst mich töten, wie du meinen Bruder getötet hast!“


    Jin-Cheng sah ihn kalt an, „es war dein Bruder, der Unschuldige tötete! Ich werde keine Person töten die sich nicht verteidigen kann!“


    Yue Ting rief, „laß meinen Sohn gehen oder ich werde dich in Stücke schlagen!“ Jin-Cheng senkte das Schwert und ließ Tian-Lin los. Tian-Lin gab schnell vor, er würde er wieder einen Asthmaanfall bekommen. Sofort eilte Jin-Cheng wieder zu ihm und stützte ihn. Yue Ting rief erschrocken, „Sohn!“ Dann sagte er wieder, „laß ihn gehen! Wir können über diese Dinge reden!“


    Yue Di, der außer dem einen Angriff reglos zugesehen hatte schrie, „Unsinn, gebt ihm die Heilkräuter, schnell!“


    Sobald diese abgelenkt waren, flüsterte Tian-Lin, „nimm mich als Geisel, auf diese Art werden sie es nicht wagen zu schießen!“


    Jin-Cheng sah ihn kurz an, dann hielt er ihm wieder das Schwert an die Kehle. Die Menge wich wieder zurück, als Jin-Cheng am Eingang war, stieß er Tian-Lin zurück, welche gegen Yue Ting fiel. Yue Di und die Soldaten folgten inzwischen Jin-Cheng, als auch Yue Ting Tian-Lin schließlich losließ und den anderen folgte. Fu'Er eilte zu Tian-Lin Tian-Lin, „geht es dir gut?“


    Tian-Lin nahm ihre Hand und lächelte sie kurz an.


    In ihrer Kammer saß Lan-Yue und sagte, „ich glaube keinem mehr! Wolfs Valley hat sich geändert! Diebe, Lügner!“


    Lan welche ein Stück hinter ihr stand trat neben sie, „diese Schatzkiste...“


    Lan-Yue wandte sich zu ihr um, „das ist richtig! Sie ist die Einzige, welche dazu fähig ist! Göttlich auf dem Grund der Höhle und durch einen Geheimgang versteckt, der zu der Kiste führt!“


    Lan kniete sich neben sie nieder, „kannst du beweisen, daß Qiang-Qiang die Diebin ist?“


    Lan-Yue erwiderte, „sie wandte ihr Qi Gong an! Mit der Leichtigkeit und Beherrschung, macht sie dies zu einer ausgezeichneten Diebin!“


    Lan fragte, „wenn du sicher bist, warum schließt du dann nicht Jin-Bao in das Verlies ein?“


    Lan-Yue erwiderte, „der Dieb stahl nur einen weltlichen Besitz, aber jemand der mir nahe stand stahl mein Vertrauen in ihn!“


    Lan fragte erschrocken, „du verdächtigst Jin-Bao befreite Qiang-Qiang!“ Sie griff nach der leeren Kiste. Lan-Yue riß sie ihr aus der Hand. Lan rief, „die Luminous Pearl ist der einzige Beweis deiner Herkunft! Wenn also...“


    Schließlich stand Lan-Yue auf, „ich ertrug es zwanzig Jahre ohne eine Herkunft zu leben! Ich hoffe nicht, daß die Perle die Wahrheit ans Licht bringt! Aber ich möchte, daß die Welt weiß, welchen Kummer die Yis erlitten!“ Dann stürmte sie aus der Kammer.


    Qiang-Qiang lag halb bewußtlos am Klippenrand, als Lan-Yue erschien. Neben ihr lag eine Wasserflasche. Lan-Yue kniete neben ihr nieder, als Qiang-Qiang hustete und flüsterte, „ich kann mich nicht bewegen!“


    Lan-Yue sah sie an, „dies ist, weil du nicht den Fire Dragon Ball Wine gestohlen hast! Ich vertauschte die Beutel! Die giftige Luft durchdrang deinen Körper, deine Glieder verloren ihre ganze Kraft!“


    Qiang-Qiang flüsterte, „rette mich...“


    Lan-Yue stand auf, „ich kümmere mich lieber um die Wölfe, als um eine Diebin! Wölfe danken einem mit Freundlichkeit! Was ist mit dir? Du bist schlimmer als ein Tier!“


    Qiang-Qiang packte ihren Fuß, „ich will nicht sterben!“


    Lan-Yue erwiderte ruhig, „daß Schicksal bestimmt über dein Leben und Tod!“ Qiang-Qiang fiel ein Stück die Klippen hinab. Lan-Yue drehte sich um und ging, ohne sich darum zu kümmern.


    Eine Wache trat zu Yue Di, „der Prinz befahl, daß Anwesen von jetzt an, gut zu bewachen!“


    Yue Di sah zum Altar, dann wandte er sich wieder der Wache zu, „gebt Alarm, wenn es hier Ärger geben sollte! Wenn der Mörder erscheint, tötet ihn ohne Gnade!“ Dann ging er.


    Jin-Cheng beobachtete, wie eine Wache fragte, „hast du das gehört! Der Prinz ließ Tian-Lin einsperren, weil er dem Mörder half!“


    Die andere Wache nickte, „der Prinz ist sehr wütend! Die Dame mit dem Nachnamen Tong wird ganz sicher hingerichtet werden!“


    Jin-Cheng stand leise auf und flüsterte, „Lehrerin, ich bin dir gegenüber ungehorsam!“ Er hob seine Hände, ein silberner Schimmer umgab ihm, dann war er nicht mehr zu sehen. Ungesehen ging er zwischen den Wachen vorbei.


    In seinem Zimmer schlug Tian-Lin gegen die Tür und rief weinend, „Vater, ich werde Fu'Ers Platz einnehmen! Laß mich heraus, Vater! Ich flehe ich an!“ Schließlich sank er an der Tür hinab, während er leise zu sich selbst sagte, „Vater, ich flehe dich an Fu'Er gehen zu lassen!


    Er hörte ein Geräusch und blickte in die Richtung des Schreibtisch. Er sah eine unsichtbare Feder die etwas auf einem Stück Papier schrieb. Erschrocken hielt er sich de Augen zu. Doch dann blickte er wieder in die Richtung, als der Zettel scheinbar in der Luft hing und las „Jin-Cheng!“ Schnell fing er das Papier auf und sah sich um, „Jin-Cheng, wo bist du? Was machst du?“


    Als er auf den Schreibtisch blickte, schrieb die Feder wieder unsichtbar, „ich bin verletzt! Wenn ich mich jetzt zeige, wird es schwer für mich sein, wieder unsichtbar zu werden!“


    Tian-Lin lächelte während er mit der Hand durch die Luft fuhr, „du kennst die Invisible Skill!“


    Die Feder schrieb weiter, „ich bin hier, um Fu'Er zu retten! Wo hat man sie eingesperrt?“


    Tian-Lin rief, „mein Vater ist wie ein Jäger, er hat überall auf dem Grundstück versteckte Fallen errichtet!“


    Ein Blatt wurde hochgehalten. Tian-Lin nickte, „ich werde dir eine Karte zeichnen! Wenn du Fu'Er gefunden hast, flieht durch einen Geheimgang!“


    Der Heiler Guan war bei Yue Ting. Yue Di war bei ihnen. Guan berichtete, „sein Kreislauf ist wieder normal, nach Fu'Ers Heilkräuter! Er war wirklich krank! Es war meine Schuld, die dem jungen Meister Tian-Lin Schaden verursachte!“


    Yue Di schimpfte, „Tian-Lin ließ den Mörder nicht gehen!“


    Yue Ting erwiderte, „es ist eine Tatsache, daß man ihn vergiften wollte! Der Schuldige wurde immer noch nicht gefunden! Daß Mädchen steht noch immer unter Verdacht!“


    Yue Di widersprach, „du bist überzeugt, daß Ji Ren-Jie die Kräuterhalle bestach! Diese Neuigkeiten verbreiten sich inzwischen bis zu Ji Ren-Jie! Er ist mehr besorgt als du den Verbrecher zu finden, um seine Unschuld zu beweisen! Die Wahrheit wird bald ans Licht kommen! Ich bin nur besorgt, daß jene die in der Kräuterhalle starben, unschuldige Menschen waren!“


    Die beschriebenen Blätter verbrannten sich wie von selbst über einer Kerzenflamme. Tian-Lin zeigte auf die Blätter, „kennst du die Karte die ich gezeichnet habe auswendig? Es ist Schade, daß ich mich nicht auch unsichtbar machen kann, sonst würde ich Fu'Er mit dir retten gehen!“ Von draußen erklang ein Geräusch. Sofort sprang Tian-Lin auf. Noch während er zur Tür rannte rief er, „mein Vater muß dich entdeckt haben! Versteck dich, schnell!“

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  • Er machte eine Bewegung in die leere Luft, als es ihm selbst bewußt wurde und er sagte, „du bist ja unsichtbar! Mein Vater kann dich nicht sehen!“ Tian-Lin wich erschrocken zurück, als Yue Di eintrat, „zweiter Onkel!“ Er zeigte auf die Tür, „warum hast du die Tür aufgelassen? Ich bin hier zur Strafe eingesperrt!“


    Yue Di sah nachdenklich zur Tür, dann lachte er, „du leidest immer noch unter dem Schreck! Dein Vater weiß, daß er Unrecht hatte! Er ließ Fu'Er frei und schickte sie in ihr Zimmer zurück!“ Tian-Lin sah ihn erschrocken an. Dann blickte er schnell weg. Yue Di sah ihn an, „du siehst krank aus! Wie solltest du die Krankheit vortäuschen? Geh zu deiner Mutter, sie hat einige Kräuter für dich vorbereitet!“


    Tian-Lin lächelte, „danke für deine Sorge!“


    Tian-Lin wartete bis er sicher war, daß Yue Di weg war. Er machte die Tür einen Spalt auf, sah hinaus und zuckte zusammen als er einen leichten Schlag auf den Kopf erhielt. Er wandte sich in die Richtung um und flüsterte, „folge mir, ich werde dich zu Fu'Er bringen!“


    Er verließ den Raum und schlich durch die Gänge. Zwei Wachen kamen und er versteckte sich schnell. Dann deutete er auf die Laternen und flüsterte, „diese Laternen sind ein Hindernis!“ Kaum hatte er ausgesprochen, erloschen alle Laternen in dem Gang. Er eilte den Gang weiter und sah sich dabei immer nach der unsichtbaren Gestalt um.


    Yue Di beobachtete ihn. Vor einer Tür blieb Tian-Lin stehen, „geh hinein! Ich werde bellen wie ein Hund, sobald sich jemand zeigt!“ Etwas schlug ihm wieder gegen den Kopf. Er lächelte, „ich bin so dumm, du bist ja unsichtbar! Du brauchst mich nicht, um aufzupaßen!“


    Fu'Er saß auf dem Bett und sah wieder die Pfeilspitze an. Sie fuhr erschrocken zurück, als plötzlich Jin-Cheng vor ihr erschien, „Jin-Cheng, du hast soviel Blut verloren! Du bist verletzt!“


    Jin-Cheng holt kurz tief Luft, dann lächelte er, „es sind nur oberflächlich wie Kratzer von Wolfskrallen!“


    Dennoch fühlte er sich benommen. Fu'Er rief besorgt, „warum bist du hierher zurückgekehrt? Du unterzeichnest dein eigenes Todesurteil! Wenn der Prinz herausfindet, daß es Tian-Lin war, der dir half zu entkommen, werdet ihr beide tot sein! Geh schnell!“


    Sie gab ihm einen Stoß, Jin-Cheng war schon zu schwach und flog gegen einen Pfeiler. Fu'Er sah die Tür an, „die Tür war fest verschlossen, wie konntest du herein kommen?“


    Jin-Cheng keuchte vor Schmerz und hielt sich die Brust. Fu'Er ging auf ihn zu, „du kennst die Invisible Skill!“ Jin-Cheng, der zu große Schmerzen hatte nickte nur wortlos. Fu'Er fuhr fort, „Vater sagte mir, um sich unsichtbar zu machen, muß man in dem Moment da man unsichtbar sofort seine Knochen schwinden lassen! Sonst erleidet man inneren Verletzungen und kann sich nicht unsichtbar machen!“


    Jin-Cheng keuchte, „keine Sorge, meine Verletzung ist nur geringfügig!“


    Fu'Er entgegnete, „du kennst die Invisible Skill, warum hast du dich nicht unsichtbar gemacht, als der Prinz dich jagte?“


    Jin-Cheng keuchte noch immer, „ich wende sie nur bei einem starken Gegner an! Ich wollte nicht fliehen! Außerdem verbat unsere Lehrerin uns die Invisible Skill anzuwenden! Um dich zu sehen, war ich gegenüber meiner Lehrerin ungehorsam! Ich dachte du würdest dich in einer gefährlichen Lage befinden! Aber ich erkannte, daß Tian-Lin, mutig und gerecht ist! Mit ihm an deiner Seite, wird deine Sicherheit gewährleistet sein!“


    Fu'Er schüttelte den Kopf, „ich kann nicht länger hier bleiben! Tian-Lin hat sich fast erholt, dann werde ich zurückkehren!“


    Diesmal schüttelte Jin-Cheng hastig den Kopf, „nein, du kannst nicht nach Cheng-Xiang Town zurück!“ In diesem Moment erklang von draußen das bellen eines Hundes.


    Jin-Cheng warf einen Blick zur Tür, dann sah er wieder Fu'Er an, „wie deine Augen kann mein Herz nicht lügen!“ Er ergriff ihre Hand und legte sie an die Stelle wo sich sein Herz befand, „kannst du meine Aufrichtigkeit fühlen! Sobald ich einen Hinweis gefunden habe und für deine Sicherheit bürgen kann, werde ich dich persönlich nach Cheng-Xiang Town zurückbringen!“


    Fu'Er, welche immer noch nichts über den Brand der Kräuterhalle wußte, nickte. Während von draußen wieder das Gebell eines Hundes erklang und Jin-Cheng endlich aufstand, „ruhe dich aus! Selbst wenn ich vor dem Prinz stehen würde, wäre er nicht in der Lage mich zu sehen!“


    Jin-Cheng rannte mit Tian-Lin durch die Gänge. Er taumelte gegen die Wand. Tian-Lin hielt ihn fest, „was ist mit dir?“


    Jin-Cheng lehnte sich schwer atmend gegen die Wand, „ich bin verletzt! Ich kann mich nicht wieder unsichtbar machen!“


    Tian-Lin überlegte kurz, dann kam er auf den beste Idee, „in diesem Fall, laß uns laufen!“


    Sie eilten schnell den Gang weiter. Yue Di sah Tian-Lin und Jin-Cheng nachdenklich nach. Dann ging er in sein Zimmer und holte eine kleine Schachtel heraus, in der sich ein Jadeanhänger befand, er sah es nachdenklich an, als er sich wieder zurück erinnerte.

    Er saß mit Lan-Yue auf einer Wiese, während er lachend versprach, daß wenn er von dem Kampf zurückkehren würden und sie heiraten würde. Daß Mädchen erklärte sie würde mit ihm in den Krieg gehen. Yue Di erwiderte, daß Kaiser Pingyao keine Frauen auf dem Schlachtfeld erlauben würde. Lan-Yue meinte, dann würde sie sich eben unsichtbar machen. Als sie gemeinsam über die Ebene geritten waren und Lan-Yue sich plötzlich unsichtbar gemacht hatte. Als sie ihn plötzlich vom Pferd stieß und er an den Klippenrand fiel. Während sie ihn auffing und der Anhänger den Abgrund hinunterfiel.


    Tian-Lin führte Jin-Cheng durch einen Gang, dieser endete an einer versteckten Tür. Er öffnete sie und deutete auf die Tür, „dort ist der Geheimgang! Du kommst direkt im Wald heraus! Dort wirst du in Sicherheit sein, wenn du dort angelangt bist! Ich hatte schon immer ein großartiges Gedächtnis, sogar mein Vater weiß nicht, daß ich mich daran erinnere!“


    Jin-Cheng sah ihn an, „ich werde mich immer daran erinnern, daß du mir das Leben gerettet hast! Du kannst mein Leben zu jeder Zeit nehmen!“


    Tian-Lin sah ihn ernst an, „wie könnte ich dir das Leben nehmen! Außerdem ist dein Leben viel nützlicher als das meine!“


    Jin-Cheng bat, „sieh für mich nach Fu'Er! Beschütze sie! Wenn ich sterbe, wirst du ein Leben lang für ihre Sicherheit verantwortlich sein! Versprich es mir!“ Jin-Cheng legte ihm die Hand auf die Schulter, als er fortfuhr, „ich weiß, ich habe deinen Bruder getötet und ich kann nie dein Kamerad sein, aber ich werde mich immer daran erinnern, daß der Name meines Retters Yue Tian-Lin ist!“


    Tian-Lin legte ihm ebenfalls eine Hand auf die Schulter, „ich hoffe, ich werde vergessen, daß du der Mörder meines Bruders bist! Geh!“
    Er sah Jin-Cheng nach, dann schloß er die Geheimtür.


    Jin-Cheng hatte den Ausgang erreicht und rannte ein Stück, als Yue Di erschien und sein Schwert zog. Jin-Cheng blockierte einige Schläge, als ihre Schwerter wieder aufeinandertrafen, sagte Yue Di, „du bist verletzt! Du kannst ich nicht unsichtbar machen! Hier gibt es keinen Fluchtweg! Dich zu töten wäre ein leichter Sieg!“


    Er steckte sein Schwert zurück. Auch Jin-Cheng senkte sein Schwert, „was hast du vor zu tun?“


    Yue Di sagte, „ich möchte nur eine Antwort! Wer lehrte dich die Invisible Skill? Ich möchte diese Person treffen!“ J


    in-Cheng lachte freudlos, „wenn du es lernen würdest, wäre dies der Eingang der Welt für deine Jagd!“


    Yue Di packte ihm am Hals, „ich möchte es nicht lernen! Ich möchte nur wissen, wer die Person ist, welche so erfahren darin ist! Ist sie immer noch am Leben? Ich kann dein Leben mit einem einzigen Fingerdruck nehmen, aber ich würde mir lieber Arme abhacken, um dir zu beweisen, daß ich die Person nur treffen möchte!“


    Er riß Jin-Cheng sein Schwert aus der Hand, um sich den Arm abzuhacken. Jin-Cheng hielt seine Hand fest, „ich hätte es lieber, wenn du deine Arme behältst, um den Übeltäter der Yue Familie aufzuhalten!“


    Er riß Yue Di sein Schwert aus der Hand, „bitte sage mir, wo sie ist? Ich bin bereit für eine Antwort als Austausch dafür meine beide Arme zu geben! Sag es mir!“


    Jin-Cheng sah ihn kurz an, „sie...“


    In diesem Augenblick flog eine Person auf Yue Di zu. Er konnte sie abwehren, doch im gleichen Augenblick stieg überall Rauch auf. Die Person flog zurück und landete neben Jin-Cheng. Yue Di sagte, „bring mich zu ihr!“ Dann fiel er bewußtlos zu Boden.


    Sobald der Rauch sich lichtete, sah Jin-Cheng Fu'Er vor sich stehen, welche sich als Schutz vor den Rauch ein Tuch vor das Gesicht gehalten hatte. Jin-Cheng rief überrascht, „Fu'Er!“


    Er rannte auf sie zu, während er sein Schwert wegsteckte. Fu'Er sagte, „Tian-Lin erzählte mir, daß du schlimm verletzt wärst! Nimm dies! Es wir deine inneren Verletzungen heilen!“ Sie drückte ihm einige Kräuter in die Hand, dann blickte sie auf Yue Di, „er wird bald wieder zu sich kommen! Du solltest besser gehen!“


    Beide wandten sich um, als von den Klippen eine Frau rief, „mit seinen Fähigkeiten, kann er jeden Kämpfer auf der Welt besiegen! Die Dame hat recht! Wenn er aufwacht ist es zu spät für dich, um zu fliehen!“


    Jin-Cheng rief, „danke für deine helfende Hand! Darf ich deinen Namen wissen!“


    Die Frau erwiderte, „ich hinterlasse keine Spuren über meine Herkunft! Übergebe diesen Brief Tante Lan!“


    Sie warf ihm einen Umschlag zu und verschwand. Fu'Er sah Jin-Cheng an, „sie hat ihr Leben riskiert, um dich zu retten! Warum hat sie ihren Namen nicht verraten?“

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  • Jin-Cheng hatte den Umschlag aufgefangen und sah nun in die Richtung in die die Frau verschwunden war, „sie muß ihr Leben riskiert haben haben, um mich daran zu hindern, den Namen meiner Lehrerin zu enthüllen! Warum hat sie ihr Leben riskiert, um die Spuren meiner Lehrerin zu verbergen?“ Er sah auf Yue Di.


    Fu'Er die seinem Blick gefolgt war, erklärte, „er ist Tian-Lins zweiter Onkel! Ein wahrer Ehrenmann! Dies ist nicht die Zeit für Wahrheiten! Du gehst besser! Nehme das Pferd auf dem ich hierher ritt! Tian-Lin hat es für dich vorbereitet, während ich mich um Essen, Wasser und Wein kümmerte!“


    Jin-Cheng sah sie an, „wenn ich dich mit nach Wolfs Valley nehme, werde ich Tian-Lin in Schwierigkeiten bringen! Ich möchte nicht, daß du dein Leben riskierst, indem du mit mir flüchtest!“


    Fu'Er schüttelte den Kopf, „laß uns nicht Abschied nehmen, weil wir uns bald wiedersehen werden! Du gehst jetzt besser!“


    Jin-Cheng nickte. Dann ging er. Er ritt so schnell er konnte, als er Qiang-Qiang am Fuß der Klippen liegen sah. Er stieg schnell vom Pferd und neigte sich über sie. Dann brachte er sie zu einer Höhle, machte schnell ein Feuer, zog ihre nasse Kleidung und sein nasses Oberteil aus und massiert sie, um sie zu wärmen. Als Qiang-Qiang zu sich kam, sie gab ihm unverhofft eine Ohrfeige. Dann hielt sie schnell seine Kleidung die in ihrer Nähe lag vor sich und rief, „ich wußte nicht, daß du solch eine Bestie bist!“


    Jin-Cheng widersprach, „spiele nicht die Unschuldige! Wenn ich ein Wüstling wäre, wärst du tot!“ Er trat zu ihr, „gib mir meine Kleidung zurück!“ Qiang-Qiang klammerte sich daran fest als würde ihr Leben davon abhängen, während Jin-Cheng wiederholte, „gib sie mir!“ Er riß sie zu sich herum.


    Qiang-Qiang sah ihn an, Jin-Cheng sah sie an, als er sagte, „Fu'Er sagte mir, daß ihre Augen nie lügen würden! Ich bin genau wie sie! Öffne deine Augen und sieh mich an! An meinen Augen wirst du sehen, daß ich keine bösen Absichten habe! Ich gebrauchte meine innere Energie, um die Wärme in deinen Körper zu zwingen! Ich habe dich gerettet, nicht dich belästigt!“


    Er stand auf und warf ihre ihre Kleidung zu, während er verächtlich sagte, „du kannst dich noch nicht einmal anständig kleiden! Kein Wunder kannst du einen guten Mann nicht von einem schlechten unterscheiden! Ich werde mich umdrehen! Du kannst mir also meine Kleidung zurückgeben!“


    Sie gab ihm sein Hemd wieder zurück und zog sich an. Jin-Cheng sagte verärgert, „wenn es nicht wegen Fu'Er wäre, hätte ich nicht meine innere Energie benutzt, um deiner Adern wieder zu durchbluten, sondern dich sterben lassen!“


    Er hörte ein Geräusch und drehte sich um. Qiang-Qiang lag bewußtlos auf dem Boden. Jin-Cheng eilte zu ihr, „ich habe nichts übersehen! Hör auf dich zu verstellen!“ Dann wandte er sich wieder ab.


    Lan Yue betrat den Höhlenraum, wo Lan war, Lan sagte, „in dem Brief, den Priesterin Hui-Wu Jin-Cheng übergab, schreibt sie, auch wenn wir in Wolfs Valley sind, wird die Verbindung zwischen Yue Ting und uns immer stärker!“


    Lan-Yue Gesicht sah müde aus, „wurde die Priesterin von Yue verletzt?“


    Lan antwortete, „sie wußte, daß sie Yue Di nicht schlagen konnte, aber sie half dennoch! Sie kann es sich nicht erlauben, daß Yue Di erfährt wer du bist! Ich riskierte mein Leben, um dich zu retten! Du sollst nicht wieder durch die Hände der Familie Yue leiden! Es ist ein Versprechen, daß ich deinem Vater gab! Aber Jin-Cheng hat deine Herkunft enthüllt indem er sich vor den Yues unsichtbar machte!“


    Lan-Yue stellte den Becher den sie in der Hand gehalten hatte wieder auf den Tisch, „um der Liebe Willen, ließ Jin-Cheng die Rachepläne fallen! Ich habe zwanzig Jahre geplant, bevor wir nach Wolfs Valley kamen, existierte Lui Lan-Yue nicht! Yi Shui-Yun und ihr Gesicht verschwanden zusammen mit ihr in dem Feuer vor zwanzig Jahren!“


    Sie erinnerte sich sich zurück. Daran wie Yue Di in Sicherheit vor den brennenden Flammen brachte. Wie plötzlich eine Frau in dem Versteck auftauchte und sagte, „ich bin Tante Lan! Ich bin gekommen, um dich zu retten!“ Wie sie vor Yues Soldaten flohen. Wie sie Wolfs Valley erreichten und über die Klippen kletterten. Wie sie die Höhle fanden und dort auf die Wölfe stießen.


    Lan-Yue stand auf, „selbst wenn ich wieder die Lan-Yue von früher werden würde und vor Yue Di stehen würde, würde er keine Spur von der alten Yi Shui-Yun mehr finden!“


    Lan wandte sich ab, „für den Mann, den man einmal geliebt hat, ist es nicht nur das Aussehen und Name, das in seiner Erinnerung bleibt! Du kannst nicht alle täuschen!“


    Lan-Yue fragte, „ist dies die bedingungslose Art der Liebe, die du zu meinem Vater hattest?“


    Lan sah sie fest an, „du weißt, ich rede von Yue Di! Jin-Cheng bezeugte, daß er bereit war, sich seine Arme abzuhacken! Dein Haß wird seine Gefühle für dich nicht ändern!“


    Lan-Yue blickte zur Seite, „ob als ich Yi Shui-Yun oder Liu Lan-Yue bin, ich haße ihn! Ich habe seine Liebe zu mir geschmeckt! Ich versprach, ich würde ihm diesen Gefallen zurückzahlen!“ Dann fragte sie, „ist dieses Göre aufgewacht?“


    Auf Lans Gesicht lag Trauer, „sie ist aufgewacht, aber sie weigert sich zu essen!“


    Fu'Er und Tian-Lin beobachteten heimlich Yue Di, der am Schreibtisch saß, bis er anfing ruhelos auf und ab zu gehen. Tian-Lin flüsterte, „er studiert alle Karten, alle Orte und Städte! Er hat sie alle selbst gezeichnet!“


    Er gab Fu'Er ein Zeichen und sie schlichen sich weg. Als sie im Garten waren, sagte Fu'Er, „selbst ein grob aussehender Mann hat versteckte Geheimnisse die ihn traurig machen! Vielleicht durchsucht dein Onkel alle Karten in der Hoffnung jemand zu finden! An dem Tag, wollte er Jin-Cheng zwingen ihm zu verraten, wer seine Lehrerin ist! Die Person muß ihm wirklich viel bedeuten!“


    Tian-Lin entgegnete, „ich bin nur an seinen Karten interessiert! Nur so werden wir einen Weg nach Cheng-Xiang Town finden! Ich weiß, du bist beunruhigt nach Hause zu kommen! Ich versprach Jin-Cheng dich zu beschützen! Außerdem versprach ich davor, dich selbst nach Hause zu begleiten! Pack deine Sachen! Nachdem ich die Karte gestohlen habe, werden wir zusammen gehen!“


    Qiang-Qiang lag reglos im Bett, „du hattest Glück! Du hättest schon lange tot sein können! Du kannst hier nicht die Tote heucheln! Du kannst dich weigern deine Augen zu öffnen, aber du wirst deinen Mund öffnen, sonst werde ich dir die Suppe in die Nasenlöcher gießen! Weißt du warum ich möchte, daß du deinen Mund aufmachst? Weil etwas vermißt wird! Der Beutel, den ich dir abnahm! Du mußt es in deinem Mund versteckt haben! Vielleicht bist du fähig bist die Perle zusammen mit der Suppe zu schlucken!“


    Qiang-Qiang biß die Lippen noch fester zusammen. Doch Lan-Yue zwang sie einen Teil der Suppe zu trinken. Qiang-Qiang sprang auf und übergab sich auf dem Boden, Lan-Yue sah sie ruhig an. Qiang-Qiang keuchte, „glaubst du mir jetzt, daß ich nichts unter meiner Zunge versteckt habe?“


    Lan-Yue kniete sich neben ihr nieder, „du warst fünf Tage bewußtlos in Wolfs Valley! Du lebst, weil du die kostbare Perle bei dir hattest! Du hast eine gute Urteilsvermögen! Es ist eine Schande! Dein Leben ist nicht soviel wert wie diese Perle!“


    Qiang-Qiang rief, „ich habe nichts genommen und ich habe nichts irgendwo versteckt! Frag Jin-Cheng, wenn du mir nicht glaubst!“


    Lan-Yue fragte, „du bist die Diebin, warum sollte ich ihn fragen?“


    Qiang-Qiang antwortete, „als er mich in den Bergen fand, zog er meine Kleider aus, um mich zu retten! Wenn ich die Perle gestohlen hatte, hätte ich keinen Platz an meinem nackten Körper gehabt, um es zu verstecken!“


    Lan-Yue stand auf und ging zum Ausgang der Kammer. Dann drehte sie sich noch einmal um, „die Wölfe herrschen über Wolfs Valley und ich herrsche über die Wölfe! Wenn du hier einen Fehler begehst, bereite dich darauf vor, an die Wölfe verfüttert zu werden!“


    Nachdem sie gegangen machte, machte sich Jin-Bao stöhnend sichtbar, welcher die Perle schnell versteckt hatte. Sofort riß Qiang-Qiang sie ihm aus, „gib es mir zurück!“


    Jin-Bao rief, „du solltest es der Lehrerin zurückgeben! Es gehört dir nicht! Du hast den Schatz der Lehrerin gestohlen!“


    Qiang-Qiang hob die Perle hoch, „du hast recht, dies ist kein gewöhnlicher Edelstein! Aber du hast nur zur Hälfte recht! Ich stahl sie nicht von deiner Lehrerin, weil diese Perle auch nicht deiner Lehrerin gehört!“


    Vor dem Kammereingang rief Jin-Cheng, „ich bin es! Versichere dich, daß du angezogen bist! Ich komme herein!“ Jin-Cheng hielt sich die Augen zu, als er eintrat, „ich habe dich gewarnt!“


    Jin-Bao klopfte ihm auf die Schulter, „Ältester, was machst du hier? Warum hältst du dir die Augen zu?“


    Qiang-Qiang stand mit dem Rücken zu ihnen und lächelte boshaft. Jin-Cheng erwiderte, „ich sah die Lehrerin herauskommen! Aber ich habe dich nicht hereinkommen sehen!“ Dann rief er, „ooh, du mußt unsichtbar gewesen sein!“


    Qiang-Qiang sagte, „du nennst es Invisible Skill! Er fiel von der Decke wie ein fettes Schwein! Er hätte sich fast selbst umgebracht!“


    Jin-Bao lief wütend zu ihr und schimpfte, „als die Lehrerin zurückkam, bemerkte sie nicht, daß ich mit dem Gegenstand von dir an der Decke versteckt war! Dies zeigt wie geübt ich bin!“


    Jin-Cheng fragte, „was hast du von der Lehrerin genommen?“


    Erst jetzt wurde Jin-Bao klar, was er gesagt, hatte. Jin-Cheng sah die zerbrochene Suppenschüssel, „ich verstehe! Die Lehrerin wollte dich dazu bringen die Suppe zu trinken, weil sie dich verdächtigte, etwas in deinem Mund zu verstecken!“


    Qiang-Qiang gestand, „ja, ich nahm etwas von ihr! Dies ist keine gewöhnliche Perle, die bei Tageslicht scheint!“


    Jin-Cheng sagte, „ein Leopard wird seine Flecken nicht ändern! Ich hätte dich nicht retten sollen!“


    Qiang-Qiang sah die leuchtende Perle an, „deine Lehrerin sagte, es war die Perle, die mich rettete nicht du! Aber diese Perle gehört sicher nicht deiner Lehrerin! Deine Lehrerin ist die Diebin, welche die Perle stahl!“

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  • Qiang-Qiang antwortete, „nach den Aufzeichnungen, war dies die Mitgift der Herrscherin für den Kaiser! Wenn meine Schätzung richtig ist, gehört diese Perle dem Palast! Eure Lehrerin ist es nicht wert diesen seltenen Edelstein zu besitzen! Ich wage zu sagen, eure Lehrerin stahl ihn aus dem Palast! Sie hatte keine Wahl, außer sich in Wolfs Valley zu verstecken...“


    Jin-Cheng unterbrach sie, „ich wünsche nicht, die Herkunft und Geschichte der Lehrerin mir dir zu besprechen! Ich bin nur besorgt über die Sicherheit von Fu'Er! Ich dränge dich, die Brandstifter zu finden! Wer hat das Feuer in der Kräuterhalle gelegt? Um Fu'Ers Willen, werde ich die Mörder finden, welche die Tong und Li Familie auslöschte!“


    Auf Qiang-Qiang Gesicht erschien Wut auf Fu'Er, „ich, Li Qiang-Qiang sollte die Mörder meines Vaters fangen! Ich brauche dich nicht als eine Entschuldigung, um Fu'Er zu erfreuen!“


    Jin-Cheng schrie, „du bist dabei auf ein tödliches Unglück zu stoßen! Wie kannst du es wagen, mit solcher Frechheit zu sprechen!“ Seine Stimme wurde leiser, als er Jin-Bao ansah, „die Lehrerin wird sich darum kümmern!“


    Dann verließ er die Kammer. Jin-Bao rannte ihm nach, „Ältester, wenn du ihr davon berichtest, werde ich zu einem Komplizen! Wenn die Lehrerin in dieser Angelegenheit nachforscht, ich werde nicht verschont!“


    Jin-Cheng sah in Qiang-Qiang Richtung, „ich werde ihr nichts von dir erzählen! Keiner kann ihr etwas nehmen und keiner kann sie aufhalten, wenn sie etwas zurückhaben möchte!“ Dann verließ er endgültig wütend die Kammer.


    Fu'Er hatte sich als Mann verkleidet und ging mit Tian-Lin durch die Strassen. Tian-Lin deutete nach vorne, „Kumpel, dort vorne ist der Yue Wohnsitz! Wir haben vier weitere hier in Cheng-Xiang Town!“


    Sie sahen sich einige Pferde mit einer Kutsche an, als Tian-Lin plötzlich Fu'Er packte, „oh nein! Unsere Hexe ist hier! Laß uns gehen!“


    Doch noch während er mit Fu'Er wegrennen wollte, rief ein Mädchen, „Yue Tian-Lin!“


    Fu'Er flüsterte, „wer ist sie?“


    Daß Mädchen sagte, „selbst wenn du mit dem Rücken zu mir stehst, würde ich dich erkennen!“ Fu'Er grinste, während Tian-Lin versuchte einen hochmütigen Blick auszusetzen. Während das Mädchen fort fuhr, „du bist so weiblich! Du solltest dich wie eine Frau kleiden!“


    Tian-Lin erwiderte, „sogar in Männerkleidung ist deine Zunge immer noch schärfer! Du bist in diesem Leben dazu bestimmt als Frau zu leben! Du willst ein Mann sein, im nächsten Leben vielleicht!“


    Während seine Stimme immer lauter wurde und er mit dem Fächer herumwedelte. Daß Mädchen sagte, „nun ich, Ji Qing, bin eine boshafte Frau!“ Sie streckte ihm die Zunge raus.


    Tian-Lin hob seinen Fächer und rief wütend, „ich kenne die Virgin Skill!“


    Fu'Er verkniff sich ein lachen, als sie zwischen sie trat, „weder Frau noch Mann! Stattdessen seht ihr aus wie Grille, welche sich jedes Mal bekämpfen, wenn sie sich treffen!“


    Tian-Lin rief, „sie nannte mich zuerst Schwuchtel!“


    Er hob wieder seinen Fächer, als Fu'Er seine Hand festhielt, „eh, wie kann ein Mann mit einer Frau kämpfen? Ihr müßt Jugendfreunde sein!“


    Ji Qing stand noch immer mit dem Rücken zu ihnen, „ah jee, ich kenne ihn seit der Zeit, als er noch in die Windeln machte!“


    Tian-Lin sah sie wütend an, „sogar als dreijährige hatte sie noch einen Glatzkopf, als ob sie jemand skalpiert hätte!“


    Nun fuhr Ji Qing wütend herum, „weder Mann noch Frau, was geht dich das an?“


    Tian-Lin wandte sich jetzt wütend um, „oh, es wäre nichts, wenn du mich nicht heiraten wolltest!“


    Nun mußte Fu'Er laut lachen, „wer würde es wagen dich heiraten zu wollen?“


    Ji Qing trat zu ihr, „so stehst du also auf meiner Seite! Soll ich dich jüngere oder ältere Schwester nennen?“


    Fu'Er lächelte, „du kannst mich...“


    Tian-Lin unterbrach sie, „keiner ist hier deine Schwester! Wir Brüder sind hier, um Opern und Freudenhäuser zu besuchen! Wie kannst du es wagen, zu tun, was ein Mann tut?“


    Er zog Fu'Er mit sich. Ji Qing folgte ihnen. Tian-Lin ging einfach erhobenen Kopf weiter, während er sagte, „mein Kumpel will ein Pferd kaufen, wenn du kein Pferd zu verkaufen hast, dann geh aus dem Weg!“


    Er schob sie zur Seite. Ji Qing rief, „du bist der einzige Mann, der mich wütend macht!“


    Sie packte Fu'Er, „ich werde diesem jungen Mann ganz sicher helfen! Meine Pferdekutsche ist ein Hindernis, du kannst es haben! Es ist ein Geschenk an dich, dafür daß wir uns kennenlernten!“ Sie zog Fu'Er weiter hinter sich her, während Tian-Lin hinter ihnen herrannte. Tian-Lin rannte auf sie zu, während sie am gehen war und prallte gegen die Kutsche. Ji Qing wandte sich um, „du solltest besser hinsetzen, dann siehst du ganz sicher wie eine Frau aus!“ Fu'Er mußte wieder laut lachen.


    Sie hatten die Stadt verlassen, als Tian-Lin die Kutsche lenkte, daß Pferd ging durch. Fu'Er konnte es mit Mühe daran halten bringen, während Tian-Lin laut schimpfte, „ein Geschenk! Sie will mich umbringen!“


    Fu'Er sagte, „laß es mich übernehmen! Ich habe es von meinem Vater vor Jahren gelernt, um Kranken Heilkräuter zu bringen!“ Fu'Er lenkte nun die Kutsche, während sie lachend fragte, „du kennst sie wirklich seit der Zeit, als du noch in die Windeln machtest?“


    Nun lächelte auch Tian-Lin, „sie ist die Tochter von General Ji Ren-Jie! Wir wurden am gleichen Tag geboren! Aber unser Charakter prallen immer aneinander, genau wie unsere Väter!“


    Fu'Er lächelte noch immer, „dann ist sie also General Ji Ren-Jies Tochter!“


    Tian-Lin zeigte in eine Richtung, „diesen Weg!“


    Fu'Er fragte, „erinnerst du dich nicht an die falsche Richtung! Hast du auf der Karte vom zweiten Onkel nachgesehen?“


    Tian-Lin winkte ab, „ich mag ein ungeschickter Kutscher und Reiter sein, aber ich liebte die Strassen, seit ich jung war! Jede Strasse auf der Karte ist ganz deutlich in meinem Verstand eingeprägt! Dies ist eine Abkürzung! Selbst wenn Vater seine Truppen schicken sollte, werden sie uns nicht finden!“


    Fu'Er lächelte wieder, „gut, dann werde ich auf dich hören! Diese Richtung!“ Sie trieb die Pferde an und Tian-Lin schrie erschrocken auf, als beide anfingen zu lachen.


    Qiang-Qiang saß in einem Verließ der Höhle. Wölfe umgaben und bewachten sie. Qiang-Qiang zitterte vor Kälte, als Lan-Yue zu ihr trat. Qiang-Qiang sah sie an, „Lan-Yue, du bist giftiger als ein Skorpion! Sogar wenn ich die Perle gestohlen habe, verdiene ich dies nicht!“


    Lan-Yue hielt die Perle in ihrer Hand und lächelte, „ich bin gespannt, ob die Wölfe dich in Stücke reißen! Du freundest dich besser mit dem Gefühl an verschlungen zu werden!“


    Lan-Yue wandte sich ab. Qiang-Qiang zischte boshaft, „kein Teil von mir fürchtet den Tod, egal wie schmerzhaft, man kann nur einmal sterben! Ich gebe mir nur die Schuld daran nicht in der Lage zu sein, meinen Vater zu rächen!“ Sie drückte wieder auf die Tränendrüse. Doch Lan-Yue hatte den Wölfen bereits ein Zeichen gegeben sich zurückzuziehen. Qiang-Qiang fragte, „warum verschonst du mich wieder?“


    Lan-Yue sagte wie immer mit ruhiger Stimme, „weil dein Tod unvermeidbar ist! In dem Augenblick als du in Wolfs Valley eingedrungen bist, hast du dein Schicksal besiegelt!“


    Qiang-Qiang hatte ihre Meinung schnell wieder geändert und sagte, „ich will nicht sterben! Noch will ich diesen Ort lebend verlassen!“ Plötzlich kniete sie sich vor Lan-Yue nieder, „Herrin, nimm mich als deine Schülerin auf! Wenn ich meinen Vater nicht rächen kann, will ich mir lieber selbst das Leben nehmen, als von den Wölfen totgebißen zu werden! Ansonsten werde ich beschämt sein, meinem Vater ins Gesicht zu sehen!“


    Lan-Yue hatte sie angesehen, nun wandte sie den Kopf ab, „du erwartest von mir, solch eine boshafte Person als meine Schülerin aufzunehmen? Du mußt träumen!“


    Qiang-Qiang rief, „ich träume nicht! Dies ist der Todeswunsch einer Person!“ Sie wollte aus der Höhlenkammer rennen. Leider hatte sie nicht damit gerechnet daß was wie eine Tür aussah, ein Abgrund in die Klippen war und stürzte ab. Lan-Yue bekam ihre Hand zu fassen, während sie Qiang-Qiang festhielt sagte sie ruhig, „ich weiß, daß dein Qi Gong gut ist! Ich werde dir nicht erlauben...“


    Qiang-Qiang beendete den Satz für sie, „...in den Tod zu stürzen! Wenn du dich weigerst mich aufzunehmen, werde ich mich vor deinen Augen in den Tod stürzen!“


    Lan-Yue sah sie einen Augenblick an, dann zog sie Qiang-Qiang mit einem Ruck in die Höhle. Qiang-Qiang lächelte, dann kniete sie sich wieder nieder, „Lehrerin, ich, Li Qiang-Qiang, deine Schülerin widme dir mein ganzes Leben lang meine Treue! Sollte ich meine Lehrerin enttäuschen mag mich der Himmel bestrafen!“


    Fu'Er und Tian-Lin hatten Cheng-Xiang Town erreicht., Tian-Lin war eingeschlafen, als Fu'Er die Kutsche mit einem Ruck anhielt. Tian-Lin rieb sich verschlafen den Kopf, den er sich angestoßen hatte, „sind wir in Cheng-Xiang Town angekommen?“ Er stieg von der Kutsche und sah sich ungläubig um, „dies ist Hui-Chun Kräuterhalle?“


    Von dem Gebäude war nur noch eine Ruine übriggeblieben. Fu'Er lief durch die Ruinen und schrie, „Vater, wo bist du? Vater!“


    Als sie sich tränenüberströmt in der Ruine niederkniete. Tian-Lin kniete sich neben sie und legte seine Arme um sie, „Fu'Er, ist dies Hui-Chun Kräuterhalle?“


    Fu'Er stammelte, „Vater!“ Dann verlor sie das Bewußtsein.

  • Sie lag in einem Bett, als sie wieder zu sich kam. Sofort sprang sie auf und schrie, „Vater!“ Tian-Lin hielt sie fest, während Fu'Er um sich schlug und rief, „Vater! Ich möchte zu meinem Vater! Ich möchte nach Hause!“


    Tian-Lin packte sie und schüttelte sie, „Fu'Er, beruhige dich! Bleib im Bett!“


    Fu'Er setzte sich auf das Bett und weinte, „ich möchte zu meinen Vater! Ich möchte nach Hause! Ich möchte meinen Vater suchen! Wo ist mein Vater?“ Sie sah den Bürgermeister und stürmte auf ihn los, “sag mir, warum ist die Hui-Chun Kräuterhalle eine verlassene Ruine? Wo ist mein Vater?“


    Der Bürgermeister hielt sie fest, „als wir das Feuer entdeckten hatte es sich bereits rasend ausgebreitete! Die ganze Kräuterhalle wurde verschlungen! Meister Li, dein Vater, Herrin Qiang-Qiang und die Dienstboten, wir hatten nicht die Zeit sie herauszuholen! Da waren soviel zerstückelte Leichen, es war schwer die völlig Todeszahl festzustellen! Ich dachte, du wärst auch gestorben! Also bereitete ich das Begräbnis vor!“


    Tian-Lin legte seinen Arm um Fu'Er, „wie begann das Feuer? Ich sah es erst in dem beschädigten Zustand! Könnte es ein Falschspiel sein?“


    Der Bürgermeister sagte, „ein Nachtwächter sah einen Fremden, der sich verdächtig benahm!“


    Tian-Lin fragte, „wo ist der Nachtwächter?“


    Der Bürgermeister zeigte nach draußen, „er ist jetzt draußen! Du kannst ihn fragen, wenn du willst?“


    Der Mann trat ein, „Old Jing, sag Herrin Fu'Er, was genau in dieser Nacht geschehen ist!“


    Der alte Mann nickte, „in dieser Nacht ging ich die erste Runde! Ein junger Mann erschien am Südeingang! Er war gutaussehend und stark und fragte nach dem Weg zur Hui-Chun Kräuterhalle! Ich zeigte ihm den Weg. Seine Bewegungen waren schnell und er verschwand in einem Augenblick wie ein Wolf! Das ist alles, was ich weiß!“


    Tian-Lin sah Fu'Er an, „wie ein Wolf!“


    Fu'Er saß auf dem Bett und erinnerte sie wieder daran, wie Jin-Cheng verwundet erschienen war und sie versucht hatte abzuhalten nach Hause zu gehen. Tian-Lin trat in das Zimmer, „der Bürgermeister bat einen Heiler um eine Beruhigungspille! Ruh dich aus! Wir werden morgen reden!“


    Fu'Er nahm ihn gar nicht richtig wahr, während sie sagte, „also war er in Cheng-Xiang Town, als die Hui-Chun Kräuterhalle abbrannte! Kein Wunder riskierte er sein Leben zu Yues Wohnsitz zu gehen und mich zu bitten nicht nach Hause zu gehen!“


    Tian-Lin sah sie erschrocken an, „Jin-Cheng kann nicht der Verbrecher sein! Ich sah seine Augen! Ich weiß, daß er kein Lügner ist! Wenn wir Jin-Cheng finden können, wird die Wahrheit herauskommen!“


    Fu'Er stand auf, „er ist in Wolfs Valley! Ich werde ihn dort suchen gehen! Ich muß ihn finden!“


    Tian-Lin widersprach, „nein, du kannst nicht gehen! Egal, wieviel Bogenschützen Vater aufbringen kann, sie können nicht hinein! Laß uns zurückgehen und nach dem zweiten Onkel sehen! Wir werden soviel Soldaten wie möglich holen!“


    Fu'Er schüttelte den Kopf, „ich muß ihn finden!“


    Fu'Er wurde schwindlig. Tian-Lin hielt sie fest, „laß uns morgen weiter planen!“ Er wollte gehen, doch dann drehte er ich wieder um, „du glaubst doch sicherlich nicht Ji Qing und denkst, ich bin eine nutzlose Schwuchtel?“


    Fu'Er sah ihn langsam an, "ich habe keine Verwandten mehr! Wem sonst außer dir, könnte ich vertrauen?“


    Lan baute sich vor Jin-Bao auf, „...dann müßte ich dich nicht füttern! Mach den Mund auf!“


    Jin-Bao murmelte mit vollem Mund, „wir sind beide miteinander gestraft! Doch meine Akupunktpunkte zu versiegeln, während der Älteste nur eingesperrt ist...“


    Lan unterbrach ihn, „nun, du hast ja deine Invisible Skill benutzt, um die Beute für Li Qiang-Qiang zu verstecken! Du hast deine Lehrerin betrogen! Wenn ich sie wäre, würde ich dich und Li Qiang-Qiang in die Wolfshöhle werfen!“


    Jin-Cheng der in einer Ecke saß, sah auf, „hat die Lehrerin sie wirklich an die Wölfe verfüttert?“


    Lan hatte den Löffel, mit dem sie Jin-Bao Suppe gegeben hatte, in dessen Mund stecken lassen. So daß er nur ein, „mmm!“ hervorbrachte.


    Lan wandte sich zu Jin-Cheng um, „einmal in der Wolfshöhle...“


    Sie brach ab und riß Jin-Bao den Löffel aus dem Mund, welcher sofort sagte, „Ältester, benutze deine Invisible Skill! Wir könnten sie gerade noch rechtzeitig retten!“


    Lan rief, „Jin-Bao!“ Dann fügte sie leiser hinzu, „Jin-Cheng wird die Lehrerin nicht betrügen wie du es getan hast!“


    Jin-Bao sah plötzlich zur Tür und rief, „Lehrerin!“


    Jin-Cheng sah ebenfalls zum Eingang und stand auf, als Lan-Yue eintrat, „ich versiegelte deinen Mund nicht, damit du um Vergebung bitten kannst!“


    Jin-Bao sah sie ängstlich an, während er sagte, „selbst wenn dies mein letzter Atemzug sein sollte, ich muß dies sagen! Was wenn ich ich deine Fähigkeiten meistern kann? Werde ich dann ein kaltherziger Mörder? Wie kannst du so brutal sein Li Qiang-Qiang zu töten?“


    Lan-Yue holt aus und gab ihm eine Ohrfeige. Jin-Bao der sich nicht bewegen konnte, flog gegen die Mauer. Lan-Yue erhob zum ersten Mal seit langem ihre Stimme, „du stellst mein Handlung in Frage, ist es dies, wofür du dein Leben für mich gibst?“


    Jin-Bao erwiderte, „Qiang-Qiang sagte, du willst uns die Invisible Skill benutzen lassen, um Juwelen zu stehlen und...“


    Lan versiegelte den Akupunkturpunkt zu seinem Mund, „das genau Gegenteil! Deine Lehrerin widerstand Demütigung! Trainiert mit dir die Invisible Skill, um ein Stück von dem Schatz zurückzugeben! Unsichtbarkeit ist der einzige Weg, daß Stück seinem Besitzer zurück zu geben!“


    Jin-Cheng warf ihr einen Blick zu. Lan-Yues Stimme war wieder so ruhig wie immer, „in den vergangenen zwanzig Jahren, lebe ich für die Gerechtigkeit! Die beiden Undankbaren sind unwissend! Gier ist ein tödlicher Zerstörer! Um den Willen zweier Frauen haben sie mir den Rücken zugewandt!“


    Jin-Cheng trat zu ihr, „Lehrerin!“


    Lan-Yue sagte ruhig, „ihr seit nicht mehr länger meine Schüler!“


    Jin-Cheng warf Lan einen Blick zu, welche sich daraufhin an Lan-Yue wandte, „du magst das so sagen, aber Bande von Gefühlen können nicht durchtrennt werden! Sie sind deine einzigen Schüler und wie Verwandte!“


    Lan-Yue sah sie an, „ich habe keine Verwandte! Wer sagt, daß sie meine einzigen Schüler sind?“ Sie wandte sich zum Eingang, „komm herein!“ Qiang-Qiang trat in den Höhlenraum, Jin-Bao sah sie ungläubig an. Lan-Yue warf Qiang-Qiang ihr Schwert zu, „mach schon, nimm ihr Blut, um deine Treue zu mir zu beweisen!“


    Sie ging an Qiang-Qiang vorbei zum Eingang und blieb mit dem Rücken zu ihr stehen. Jin-Cheng trat auf Qiang-Qiang zu. Diese zog halb das Schwert, ihre Blicke trafen sich, während sie sich schweigend ansahen. Als Qiang-Qiang das Schwert ganz heraus zog und sich auf Jin-Bao stürzte, der aufschrie. Lan ließ die Schüssel fallen, während Jin-Cheng sich schnell vor Jin-Bao stellte. Als Qiang-Qiang gerade noch in letzter Sekunde das Schwert aufhalten konnte. Jin-Cheng sagte, „die Lehrerin ist die einzige, welche unser Leben nehmen kann! Von dem Tag an, als die Lehrerin mich ins Wolfs Valley brachte, gab ich ihr mein Leben! Lehrerin, bitte verschone Jin-Bao! Ich werde alle Verantwortung ohne Einmischung übernehmen! Ich kann mir selbst das Leben nehmen!“


    In dem Moment wollte Qiang-Qiang doch zustoßen. Lan bemerkte dies jedoch und schlug ihr das Schwert aus der Hand, während sie zu Lan-Yue blickte, „wenn du sie töten mußt, um deinen Haß zu beenden, nehme auch mein Leben!“


    Lan-Yue wandte sich zu Qiang-Qiang um, „wenn du dich meinem Befehl widersetzt, wirst du enden wie sie!“


    Qiang-Qiang hob das Schwert auf, als Lan sich vor Jin-Cheng stellte. Sie sah diesmal Qiang-Qiang an, „nimm alle drei Leben, wenn du es mußt! Wenn du mein Leben haben willst, werde ich dich mit Sicherheit töten!“


    Wieder spielte Qiang-Qiang ihre Karte aus. Sie ließ das Schwert sinken und schnitt sich dann selbst blitzschnell in dem Arm, so daß es aussah, als hätte sie sich selbst töten wollen. Lan trat zu ihr. Auch Jin-Cheng ging zu ihr. Jin-Bao konnte sich noch immer noch bewegen. Qiang-Qiang hielt sich stöhnend den Arm, „sie retteten mir einmal mein Leben, ich kann es nicht tun! Ich war diejenige, welche sie darin verwickelte! Ich sollte diejenige sein die dafür bezahlt!“


    Lan-Yue warf Jin-Bao zu Boden und öffnete seine Akupunkturpunkte. Sofort flehte er, „bitte Lehrerin, zeige Gnade! Ich werde jede Bestrafung für sie auf mich nehmen!“


    Lan-Yue nickte, „gut, wenn du bereit dafür bist, die Strafe für jemand anderen auf dich zu nehmen, werde ich dir deinen Wunsch gewähren! Von jetzt an, werdet ihr drei Freud und Leid zusammen teilen!“


    Kaum war Lan-Yue gegangen, wandte sich Jin-Bao besorgt an Qiang-Qiang. Jin-Cheng der sie im Arm hielt, sah ihn verlegen an, „oh, die Lehrerin reichte ihr die Hand! Sie wird nicht sterben, sie hat nur eine Armverletzung! Es hat bereits sie bluten aufgehört!“


    Lan welche auf ihre anderen Seite kniete sagte, „kein Wunder, hat Lan-Yue dich akzeptiert! Deine Ähnlichkeit zu ihr ist sehr stark, vom denken und vom handeln her!“


    Jin-Cheng wandte sich wieder zu ihr, „es war deine Weichherzigkeit, Jin-Bao und mich zu retten!“


    Jin-Bao lachte verlegen, „von jetzt an, werden wir eine Schülerin haben!“

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  • Yue Ting und Yue Di kamen in Cheng-Xiang Town an. Sie hielten vor dem Haus von Ji Ren-Jies. Yue Ting wandte sich an Yue Di, „sieht dies wie eine Einladung aus? Es sieht eher wie eine Herausforderung aus!“


    Ohne ihn anzusehen fragte Yue Di, „sollen wir nach Verstärkung schicken?“


    Yue Ting schüttelte den Kopf, „nicht nötig! Ich fühle mich sicher genug, wenn du in meiner Nähe bist!“


    Eine Wache rief, „Prinz Yue trifft ein!“


    Sie betraten den Hof, als Ji Ren-Jie heraustrat. Er lachte freundlich und eilte los. Yue Ting lachte ebenfalls und eilte ihm entgegnen. Während Ji Ren-Jie einfach an ihm vorbeirannte, ohne ich um ihn zu kümmern und lachend rief, „willkommen, Eunuch Cao!“


    Nachdem sich Yue Ting von der Überraschung erholt hatte, trat auch er zu ihm und begrüßte ihn. Cao lächelte, „es ist hier nicht nötig so formell zu sein! Wir sind eine Familie!“


    Yue Ting erwiderte, „ich wußte nicht, daß Eunuch Cao kommt! General Ji hat uns nicht darüber informiert! Verzeiht meine Grobheit!“


    Cao sagte, „oh, ich sagte ihm, dies geheim zu halten! Ich kam mit einem Erlaß hierher!“ Sofort knieten sich alle nieder, als Cao fort fuhr, „der Kaiser bat mich, um die Meinung zu fragen! Es ist kein offizieller Erlaß, bitte steht auf! Laßt uns drinnen weitersprechen!“


    Als sie zu dem Haus gingen, wandte sich Cao um, „Yue Di, ich weiß, du willst dich nicht länger in politische Angelegenheiten einmischen! Heute besprechen wir eine persönliche Angelegenheit zwischen den Familien der Ji und Yue, schließ dich uns an!“


    Tian-Lin lief durch die Ruinen und suchte nach Fu'Er, als er Yue Di dort stehen sah, „zweiter Onkel, was bringt dich nach Cheng-Xiang Town?“


    Yue Di hatte sich zu ihm umgedreht. Auf seinem Gesicht lag ein Ausdruck von Trauer, „ich hätte diesen Ort fast nicht wiedererkannt!“


    Tian-Lin sah ebenfalls bedrückt aus, „gestern kniete Fu'Er weinend hier, trauerte daß sie kein Heim mehr hat! Dies ist nicht die Hui-Chun Kräuterhalle!“ Yue Di sah zu Boden und unterdrückte die Tränen, als Tian-Lin fort fuhr, „zweiter Onkel, du kamst genau zur richtigen Zeit! Fu'Er wird vermißt! Wir blieben beim Bürgermeister, aber als ich heute Morgen aufwachte war sie weg! Wie kann sie ohne mich nach Wolfs Valley gegangen sein? Zweiter Onkel, wieviel Männer sind bei dir?“


    Tian-Lin wandte sich aufgeregt ab, Yue Di rief, „laß sie gehen! Laß sie so weit weg wie nur möglich gehen!“ Dann sagte er leiser, „sie wird sicher sein, als wenn sie hier bleibt!“


    Tian-Lin eilte wieder zu Yue Di, „zweiter Onkel, sie ist die einzige Überlebende! Im Fall einer Brandstiftung schwor sie, die Wahrheit herauszufinden! Ich versprach ihr, die Mörder zu finden!“


    Yue Di wandte sich ab, „du bist nur eine einzelne Person, welcher ihr nicht helfen kann!“


    Tian-Lin fuhr bei seinen Worten zurück und schrie, „alle sehen auf mich herab, selbst Fu'Er! Kein Wunder, daß sie ohne mich ging! Um Fu'Ers Willen werde ich den Verbrecher persönlich töten! Ich werde Vater überreden eine Gedenktafel für alle Familien zu errichten...“


    Er schwieg überrascht, als er Yue Dis Schwert an seiner Kehle bemerkte, „du nimmst besser ein Schwert mit, wenn du zu deinem Vater gehst! Wenn ich deinen Vater hätte aufhalten können, wäre der Hui-Chun Kräuterhalle diese Katastrophe erspart geblieben!“ Tian-Lin sah Yue Di entsetzte an. Yue Di nickte leicht, „dein Vater dachte die Hui-Chun Kräuterhalle wäre für deine Vergiftung verantwortlich! Er gibt seinen Feinden nie eine zweite Gelegenheit!“


    Tian-Lin sah verzweifelt aus, „er ging so weit und tötete alle durch ein Feuer, einschließlich Fu'Ers Vater! Zweiter Onkel, warum hast du geholfen? Warum hast du Vater nicht aufgehalten?“


    Yue Di schwieg und senkte langsam sein Schwert. Tian-Lin sah sich noch immer ungläubig um, „inmitten dieser Ruinen zu stehen, hast du kein schlechtes Gewissen?“


    Yue Di wandte sich leicht zur Seite, „wenn ich kein Schuldgefühl hätte, hätte ich dir nicht die Wahrheit gesagt! Ich sollte unter keinen Umständen meinen eigenen Bruder betrügen! Aber in dem Augenblick, als ich hier eintrat, die Szene der Tragödie, ich mußte dir die Wahrheit sagen!“


    Tian-Lin sah erst ungläubig aus. Dann riß er Yue Di wütend das Schwert aus der Hand. Er wollte wegrennen, doch Yue Di schrie, „du kannst deinen Vater nicht Schaden!“ Tian-Lin blieb stehen, Yue Di sagte leiser, „sonst wird er dich ohne zu zögern töten! Allen voran will er Fu'Er töten!“


    Tian-Lin stützte sich verzweifelt auf das Schwert und sank auf die Knie. Yue Di wandte sich um und kniete sich neben ihn. Er sah ihn schweigend an bis er schließlich sagte, „verstehst du jetzt, warum ich dich aufhalten will nach Fu'Er zu suchen! Je mehr sie weiß, desto gefährlicher wird ihre Lage! Je weiter sie von dir weg ist, desto sicherer ist sie!“


    Lan-Yue starrte auf den Teich in der Höhle. Lan rief, „Lan-Yue es ist der sechste Tag im dritten Monat!“


    Lan-Yue fragte, „verläßt du die Berge, um wieder diesem Abschaum zu opfern?“


    Lan erwiderte, „es ist zwanzig Jahre her! Wann wirst du es überwinden? Gibt es keinen Frieden in deinen Gedanken? Ich ließ den Säugling im Tal auf dem Boden liegen, wenn es immer noch lebt, muß ich dem Himmel dafür danken! Ich kann nur jedes Jahr am Geburtstag des Kinds beten! Ich kann in dem Tempel, um persönlich dafür zu danken!“


    Lan erinnerte sich wieder zurück. Wie Lan-Yue ein Kind bekam. Wie Lan-Yue das Kind töten wollte und sie es ihr schnell aus dem Arm riß.


    Lan kehrte in die Wirklichkeit zurück, „ich werde jetzt gehen!“ Am Eingang hielt sie noch einmal kurz an, „jedes Jahr an dem Tag sitzt du nur still da, ohne etwas zu Essen! Ist dies nicht auch eine Art von Reue?“ Lan ging, während Lan-Yue stumm dasaß und lautlos weinte.


    An diesem Tag ging Tian-Lin mit seiner Mutter zum Tempel. Jedes Lächeln war aus seinem Gesicht geschwunden. Es war, als wäre er über Nacht erwachsen geworden. Sie betraten den Tempel. Seine Mutter kniete sich nieder, während Tian-Lin noch stehen blieb. Lan hatte sich umgewandte als sie eingetreten waren. Ihr und Tian-Lins Blick trafen sich. Tian-Lin und Lan sahen sie so in Gedanken miteinander vertieft an, daß Tian-Lin nicht bemerkt hatte, daß seine Mutter inzwischen wieder aufgestanden war und mit ihm sprach.


    Erst als seine Mutter ein zweites Mal fragte, „willst du nicht auch beten?“ Er schüttelte den Kopf, als seine Mutter sagte, „Tian-Lin, heute vor zwanzig Jahren schenkte die Göttin der Gnade dich mir! Selbst wenn du erwachsen bist, solltest du aus Respekt dafür an deinem Geburtstag der Göttin der Gnade dafür danken!“


    Tian-Lin fragte, „was hat mein Geburtstag mit der Göttin der Gnade zu tun? Ich wurde nicht an der Tempeltür gefunden!“


    Lan sah auf. Seine Mutter sah erschrocken aus. Sie schwieg verlegen, dann sagte sie, „Tian-Lin, nach deiner Geburt deines ältesten Bruder, sogar die kaiserlichen Heiler sagten, ich wäre unfruchtbar! Aber die Göttin der Gnade schenkt mir dich und deinen Vater!“


    Tian-Lin sah zu der Statue auf und sagte, „Göttin der Gnade, du weißt, daß ich nicht den Wunsch hatte in der Yue Familie geboren zu werden! Ich möchte nicht der Sohn meines Vaters sein!“


    Seine Mutter sah ihn bei diesen Worten entsetzt an und bat die Göttin um Vergebung. Dann wandte sie sich wieder zu Tian-Lin, „ich weiß, daß du deinem Vater die Schuld an der Heirat gibst! Aber wir sind ein Teil der kaiserlichen Familie! Die Heirat wurde von Kaiser Pingyao entschieden! Deinem Vater und deinem zweiten Onkel ging es genauso! Du bist wegen Fu'Ers verschwinden aufgeregt! Nach der Heirat wird dein Vater dir helfen sie zu suchen! Du kannst sie zu deiner zweiten Frau machen!“


    Diesmal war es Tian-Lin welcher erschrocken aussah, „nein, laß Vater sie nicht finden!“


    Seine Mutter sah ihn überrascht an, „Tian-Lin, du...“ Doch Tian-Lin war schon aufgestanden und aus dem Tempel gegangen. Seine Mutter folgte ihm schnell, während Lan ihnen nachsah.


    Als sie sich wieder zurückerinnert. Wie sie mit dem Säugling aus dem Tal gerannt war und bei dem Tempel niederlegt. Während sie sich versteckte und wartete. Als eine Frau aus dem Tempel kam, den Säugling fand und glücklich der Göttin dankend mit sich nahm. Während sie ihr nachsah und zu ihrem Schreck, daß Zeichen von Yue erkannte.

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  • Jin-Cheng trainiert Schwertkampf als Qiang-Qiang zu ihm rannte, „Ältester!“


    Jin-Chengs Meinung über Qiang-Qiang hatte sich immer noch nicht geändert. So ging er weiter, während er sagte, „du solltest dich ausruhen! Der Wind ist ziemlich stark, du könntest dich erkälten!“


    Qiang-Qiang erwiderte, „dies ist nicht der Grund, warum ich nach dir sehen kam! Uns geht das Brennholz aus!“


    Jin-Cheng sah sie kurz an, „ich sagte Jin-Bao bereits Bescheid! Ich werde mit ihm gehen!“


    Qiang-Qiang war stehengeblieben und hielt ihm am Arm fest, „mach dir keine Mühe! Ich sagte ihm, er solle einige Beeren für mich sammeln gehen! Ganz allein in der Höhle, konnte ich die Kälte nicht ertragen!“


    Jin-Cheng blickte auf ihre Hand mit der sie ihn festhielt, „du schwitzt!“


    Sie wollte Jin-Cheng mit der Hand durch das Haar streichen. Jin-Cheng hielt ihre Hand fest, „ich werde dir Feuerholz besorgen!“


    Dann ging er wortlos weiter. Qiang-Qiang sah ihm nach. Jin-Cheng ging Feuerholz hacken, als Qiang-Qiang wieder auftauchte, „Ältester...“


    Jin-Cheng unterbrach sie, „hast du nicht gesagt, dir wäre kalt! Du solltest besser zurück gehen!“


    Qiang-Qiang jammerte, „meine Wunde schmerzt! Ältester, könntest du mir einige Heilkräuter darauf reiben!“


    Jin-Cheng warf einen Holzscheit weg, „geh zu Tante Lan! Sie macht die Heilkräuter für uns!“


    Qiang-Qiang erwiderte, „Tante Lan ist nicht in den Bergen, es ist der sechste Tag im dritten Monat!“


    Jin-Cheng holte weiteres Holz, „oh richtig! Keiner kann Tante Lan aufhalten die Berge an diesem Tag zu verlassen! Sie ging, um der Göttin zu danken! Sie wird einige Tag weg sein!“


    Qiang-Qiang jammerte wieder, „Ältester, meine Wunde schmerzt! Kannst du mir nicht einige Heilkräuter darauf reiben! Leih mir eine Hand!“


    Sie drückte Jin-Cheng die Kräuterflasche in die Hand und zog ihr Oberteil herunter. Jin-Cheng wandte sich schnell um, „es ist unpaßend! Geh zur Lehrerin, sie soll es für dich tun!“ Ohne hinzusehen drückte er ihr die Flasche entgegen. Er wandte sich um und wollte gehen, als sich Qiang-Qiang vor ihm stellte. Jin-Cheng packte sie und schüttelte sie, „was machst du da?“


    Qiang-Qiang sah ihn an, „ich kann den Geruch von deinem Körper nicht vergessen und deine breite Brust! Kein Mann kann solche Gefühle in mir erwecken!“


    Jin-Cheng stieß sie von sich, „zieh deine Kleider wieder an!“


    Qiang-Qiang sagte, „du hast meinen Körper nackt gesehen! Du warst es, der mir die Kleidung auszog!“


    Jin-Cheng fuhr wütend herum. Als er sah, daß Qiang-Qiang ihr Oberteil nach immer nicht angezogen hatte, drehte er sich schnell wieder um und schimpfte, „was für einen nackten Körper? Ich habe dein Leben gerettet! Selbst wenn ich dir die Kleider vom Leib gerißen hätte, würde ich dich nicht anfassen! Um dir die Wahrheit zu sagen, ich kann mich nicht einmal erinnern, ob es der Körper von einem Mann oder Frau war! Ich weiß nur, daß ich ein Leben zu retten hatte!“


    Er wollte gehen, als Qiang-Qiang sich wieder schnell vor ihn stellte, „im Leben einer Frau, gibt es nur einen Mann, mit welchem sie einen solch intimen Kontakt hat! Wie kannst du dies so einfach vergessen?“


    Jin-Cheng streckte seine Arm weit aus, so daß sie ihm nicht näher kommen konnte. Er sah sie verächtlich an, „bis ich zehn Jahre alt war schlief ich nackt mit Wölfen, sag mir jetzt nicht, daß ich sie deshalb heiraten muß!“


    Qiang-Qiang ließ nicht locker, „wie kann man Wölfe mit einem Frauenkörper vergleichen? Ich erinnere mich nicht nur an deinen Körper und wie er roch! Ich erinnere mich an die Besorgnis, die Freundlichkeit und Liebe in deinen Augen! Du sagtest, deine Augen würden nicht lügen! Du warst bereits in mich verliebt, wie ich in dich verliebt war!“


    Jin-Cheng stieß sie grob weg, „ich bezweifel, daß du Feuerholz brauchst, um dich zu wärmen! Du bist selbst ein Stück Feuerholz, daß jederzeit aufflammen kann! Lächerlich!“ Er ging und ließ eine wütende Qiang-Qiang zurück.


    Fu'Er stieg weiter die Berge hinauf, als sie das Bewußtsein verlor und einen Berg hinab stürzte. Einige Wölfe fingen an zu heulen. Sie lag bei einem Höhleneingang, als sie zu sich kam und sah sich um. Sie entdeckte die Kräuter, die sie gesucht hatte, und kroch darauf zu. Als sie danach greifen wollte, stürzten einige Wölfe auf sie zu. Fu'Er wich schreiend zurück und hielt eine der Pfeilspitzen, welche sie damals aufgehoben hatte, wie einen Schutz vor sich. Die Wölfe begannen zu schnüffeln und blieben stehen. Fu'Er fiel die Pfeilspitze aus der Hand, als sie ihre Gesicht mit den Armen bedeckte. Einer der Wölfe trat vor, beschnüffelte die Pfeilspitze und begann zu heulen. Als Fu'Er wieder das Bewußtsein verlor. Sie zogen sich zurück, als Lan-Yue erschien. Ihr Blick fiel auf Fu'Er und dann auf die Pfeilspitze, die auf dem Boden neben ihr lag.


    Fu'Er lag in der Höhle auf einem Bett. Jin-Cheng saß neben ihr und hielt ihr Hand. Lan-Yue beobachtete sie einige Zeit lächelnd, dann ging sie zu Lan, „Tante Lan, was denkst du? Du siehst so niedergeschlagen aus, seit du vor sechs Tagen zurückkamst! Sag dir selbst, daß das Kind tot ist! Selbst wenn es noch leben sollte, wenn er wissen würde, daß ich ihn weggab, wollte er gar nichts von mir wissen! Er würde mich nur als seinen Feind sehen! Berichte Qiang-Qiang umzuziehen! Ihr Höhlenraum ist der richtig Ort für das Mädchen, um sich zu erholen! Die Wölfe wollten sie angreifen, doch dann taten sie es doch nicht, weil sie diese Pfeilspitze bei sich hatte!“


    Sie reichte Lan die Pfeilspitze, diese sah sie an, „die Blutlecken...“


    Lan-Yue unterbrach sie, „sind Jin-Chengs Blut! Alle Wölfe hier kennen seinen Geruch und sie wußten, daß sie wegen ihm hier war!“


    Lan wickelte die Pfeilspitze wieder ein, „die Wölfe wissen, daß sie Jin-Chengs zukünftige Frau sein wird!“


    Lan-Yue seufzte, „Jin-Cheng hat einen Auftrag zu erledigen! Bevor er seinen Auftrag nicht vollendet hat, ist ihm nicht erlaubt eine Beziehungen einzugehen!“


    Ji Qing weigerte sich inzwischen Tian-Lin zu heiraten und gab öffentlich bekannt, daß sie den Mann heiraten würde, der sie im Kampf besiegen würde. Tian-Lin war erleichtert darüber. Während Yue Di eher besorgt war, „dein Vater ist nicht glücklich über die Heirat mit den Ji!“


    Tian-Lin erwiderte, „wenn er so fähig ist, soll er doch den Ji Wohnsitz niederbrennen!“


    Yue Di sah ihnen einen Augenblick an, dann rief er, „Lao Wu, halte draußen Wache! Sorge dafür, daß keiner unser Gespräch hört!“


    Nachdem Lao Wu die Tür geschlossen hatte sagte Tian-Lin, „Onkel, du weißt, wer die Mörder sind!“


    Yue Di packte ihn und schlug ihn gegen die Wand, „nur weil Fu'Ers Vater starb, bist du wie eine Bombe die darauf wartet zu explodieren! Willst du mit deinem Vater sterben?“


    Tian-Lin rief, „Onkel...“


    Doch Yue Di warf ihn wieder gegen die Wand und hielt ihn fest, „mein Schmerz ist tausend Mal schlimmer als deiner! Wenn deine Frau und dein Sohn von der Frau die du liebst getötet wird, würdest du wählen, mit ihr zu sterben oder sie zu töten, um deine Frau und deinen Sohn zu rächen?“


    Tian-Lin stammelte, „ich..., Onkel...“


    Yue Di ließ ihn los und stützte sich mit schmerzverzerrten Gesicht an einer Stuhllehne. Als Tian-Lin schließlich sagte, „ich hörte Gerüchte, daß Tante schwanger war, als sie von einem weiblichen Attentäter getötet wurde! Hat sie Tante aus Eifersucht getötet?“


    Yue Di schwieg einen Moment, „ich verbarg meine Affären nicht gut genug! Das Ergebnis war die Tragödie! Ich weiß, daß du nicht Kaiser Pingyaos Heirat nicht anerkennen willst! Aber um seine Stellung zu schützen, wird dein Vater nichts aufhalten können Fu'Er zu töten! Du willst Fu'Er schützen? Er war fähig den Wohnsitz trotz ernster Verletzungen zu durchdringen? Er mag Fu'Er auch, nicht wahr?“ Tian-Lin schwieg, Yue Di fuhr fort, „du hast keine Ahnung, wer ihm seine Fähigkeit lernte?“


    Tian-Lin schüttelte den Kopf, „Onkel, ich weiß es wirklich nicht? Aber wenn du mir helfen kannst, ins Wolfs Valley zu gelangen, die Antwort, die du suchst und meine Fu'Er werden dort sein!“


    Jin-Cheng saß die ganze Zeit neben Fu'Er am Bett. Fu'Er öffnete langsam sie Augen als sie Jin-Cheng sah. Sie wollte sich aufsetzen und etwas sagen, doch Jin-Cheng legte ihr einen Finger auf die Lippen. Dann neigte er sich über sie und sagte leise, „du wurdest von der Luft vergiftet! Daß Gift wurde neutralisiert, aber deine Stimme wird immer noch schwach sein und du wirst noch nicht in der Lage sein zu sprechen. Doch ich werde schon bald deine Stimme wieder hören! Als ich dich kommen sah, wußte ich, daß du zur Hui-Chun Kräuterhalle gegangen warst! Du wolltest wissen, warum ich verhindern habe, daß du zurückgehst! Du dachtest, ich würde bereits wißen, was dort geschehen war, habe ich recht?“


    Fu'Er nickte. Auf Jin-Chengs Gesicht legte sich ein Schatten, „ich war in der Nacht dort. Aber zu der Zeit, als ich dort ankam, hatte sich das Feuer schon über den ganzen Platz ausgebreitet! Die maskierten Attentäter kämpften! Töteten jeden, den sie sahen! Ich versuchte auch deinen Vater zu retten, aber die einzige Person die gerettet werden konnte, war Qiang-Qiang! Sie ist hier und in Sicherheit! Ihr werdet einander bald treffen!“


    Fu'Er nickte. Dann setzte sie sich auf. Jin-Cheng hielt sie fest, „bevor wir die Herkunft der Mörder beweisen können, fürchtete ich, nur dein Leben zu gefährden!“


    Fu'Er weinte, während Jin-Cheng sie festhielt, „als meine Lehrerin und Jin-Bao mich so sahen, wußten wir nicht wer Qiang-Qiang war! Und du kannst immer noch deine Geliebten rächen! Wir sind beide Waise! Wir kennen unsere Herkunft nicht!“


    Bald ging es Fu'Er besser. Sie ging in der Höhlenkammer herum, als Jin-Cheng mit einer Schüssel Suppe eintrat, „Fu'Er, du bist auf! Du hast dich noch nicht ganz erholt!“


    Fu'Er sagte, „ich danke dir!“


    Jin-Cheng rief erfreut, „du kannst wieder sprechen!“

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  • In der Nacht erwachte Fu'Er als sie eine Frau schreien hörte. Verschlafen setzte sie sich auf. Sie folgte den Schreien und erreichte Lan-Yues Kammer. Fu'Er trat zu ihr, „bist du verletzt? Kann ich dir helfen?“


    Lan-Yue rannte weg und sprang in den Teich. Ohne zu zögern sprang Fu'Er ebenfalls in den Teich und zog Lan-Yue heraus. Sie hob ihr Hände und fuhr über Lan-Yues Gesicht, als diese schließlich ihren Akupunkturpunkt versiegelte und Fu'Er bewußtlos wurde. Als sie zu sich kam, lag sie in einem Bett in Lan-Yues Kammer, sie setzte sich auf.


    Fu'Er sah sich um und flüsterte, „es ist so kalt! Ich erinnere mich nur, daß ich auf den Grund von einem Teich versank! Mein Brust fühlte sich kälter und kälter an! Es schien, als wäre ich im Hades! Hier ist eine Kälte wie in einem Eispalast!“


    Lan-Yue trat zu ihr, „der Teich ist der kälteste Ort in Wolfs Valley! Diese Höhle ist der sicherste Ort, wo ich mein verbranntes Gesicht schützen kann!“


    Fu'Er fragte, „hast du diese erstaunliche Fähigkeit erschaffen? Es muß das Wasser von dem Teich sein! Es erhält beides, dein altes und neues Gesicht!“


    Lan-Yue erwiderte, „mit diesem Aussehen kann ich anderen nicht ins Gesicht sehen! Ich kann nur diese eine Seite zeigen und wie ein Feigling leben!“


    Lan-Yue wollte hinausrennen, doch Fu'Er hielt sie fest, „wer sagt, daß du nie anderen dein wahres Gesicht zeigen kannst? Siehst du mich jetzt nicht auch an! Dein Aussehen ist nicht schrecklich!“


    Lan-Yue drehte sich lächelnd um, „all diese Jahre! Außer Tante Lan, sah mich keine ohne die Maske! Mein Gesicht ist ein grausames Geheimnis! Aber in diesem Augenblick mache ich eine Erfahrung und sehe dir ins Gesicht!“


    Fu'Er trat lächelnd zu ihr, „ich kam wegen dir her! Ich bin eine Heilerin! Es war Schicksal, welches mich herführt, um dir zu helfen!“


    Lan-Yue sah sie wieder an, „kannst du das wirklich?“ Fu'Er nickte und beide Frauen lächelten sich an.


    In dem geheimen Gefängnis schnitzte Tong immer wieder Fu'Er. Yue Di trat ein, „keine Heilkräuter auf der Welt können deine Augen heilen! Du bist ein berühmter Heiler! Warum behandelst du deine Augen nicht selbst?“


    Tong schüttelte den Kopf, „ich wünsche nur, meine Tochter zu sehen! Ihr Gesicht ist in meinen Verstand gebrannt! Ich brauche meine Augen nicht dafür!“


    Yue Di ging in dem Raum auf und ab, „du bist ein Heiler, welcher gute Kenntnisse über Kräuter und ihren Nutzen hat, um in Wolfs Valley die giftige Luft zu überleben! Welche Art von Kräuter können uns überleben lassen?“ Tong schwieg. Yue Di neigte sich zu ihm vor, „was wenn ich gehe, um eine Person zu retten? Deine Tochter Tong Fu'Er!“


    Tong fiel die Schnitzerei aus der Hand, „keiner wird Wolf Valley zu betreten; es sei denn, er hat keine andere Wahl! Fu'Er würde niemals dorthin gehen!“


    Yue Di erwiderte, „eine Person mit einem entstellten Gesicht und der Last von einem Mord ist in Wolfs Valley zu finden! Ein perfektes Versteck!“


    Tong lächelte, „ich schätze, ich kenne die Herkunft der Person, welche das Feuer in der Hui-Chun Kräuterhalle legte! Es war Prinz Yue! Da du in der Lage warst mich zu retten, mußt du von der Yue Familien sein! Du hast mich nach der Dame gefragt, welche ich rettete und ein neues Gesicht gab! Sie hatte eine Feindschaft mit den Yues und war in einer Notlage! Warum willst du sie nicht gehen lassen?“


    Yue Di sah ihn an, „Heiler Tian, du hast mich vor zwanzig Jahren nicht gesehen! Es ist Schicksal, daß wir einander trafen und du mich auch nicht sehen kannst! Stelle dich nicht gegen den Willen des Himmel und mische dich nicht in Angelegenheiten die nicht deine Sorge sind!“


    Tong entgegnete ruhig, „mein Rat an dich ist der gleiche! Selbst wenn sie vor dir stehen würde, würdest du sie nicht erkennen! Ich änderte ihr Gesicht vor zwanzig Jahren! Sie sieht nicht länger mehr genauso aus!“


    Yue Di flüsterte, „kein Wunder, konnte ich sie nicht finden! Wie kann eine Person vom Angesicht der Erde verschwinden? Danke dir!“


    Er nahm die Schnitzerei die auf dem Tisch lag und ging. Tong rief, „bitte, laß meine Tochter wissen, daß ich lebe!“ Er tastete mit den Händen den Tisch ab, doch die Schnitzerei war verschwunden.


    Fu'Er ging mit einer wütenden Qiang-Qiang durch Wolfs Valley, „hast du das Gesicht der Brandstifter der Hui-Chun Kräuterhalle gesehen?“


    Qiang-Qiang noch schlechter gelaunt als zuvor rief wütend, „ich kann erraten, wer er ist? Mein Vater hatte keine anderen Feinde außer Prinz Yue!“


    Fu'Er das genaue Gegenteil erwiderte ruhig, „Jin-Cheng sagte, daß wir keine Vermutungen ohne Beweise aufstellen können oder es würde unser Leben gefährden!“ Wie schon damals zuvor, warf auch Fu'Er Blätter in den Abgrund. Nur waren ihre Worte ehrlich und kamen aus ihren Herzen, „ich bin so einsam! Vater, warum kann ich dich selbst nicht in meinen Träumen sehen? Werden wir für immer getrennt sein?“


    Sie kniete sich nieder. Ein Wolf kam an ihre Seite um sie zu trösten. Fu'Er legte ihren Arm um ihn und streichelte ihn. Qiang-Qiang welche etwas abseits gestanden war, ging einen Schritt auf sie zu, „außer Jin-Cheng, behandeln sogar die Tiere dich wie eine Verwandte! Wie kannst du einsam sein? Ja, wir können die Mörder nur beschuldigen wenn wir ihre Herkunft völlig beweisen können!“


    Fu'Er stand auf und ging zu Qiang-Qiang, „was meinst du? Was versuchst du damit zu sagen?“


    Qiang-Qiang erklärte, „mein Vater fragte sich immer, warum Heiler Tong trotz seiner Fähigkeiten in Cheng-Xiang Town blieb! Er muß vor seinen Feinden geflohen sein! Wenn die Mörder nicht von Prinz Yue waren, müssen es Feinde von deinem Vater gewesen sein, welcher den Tod meines Vaters verursachten! Wenn ich du wäre, würde ich von diesen Klippen springen und die Sünden meines Vaters bezahlen!“


    In der Höhle setzen sich alle an den Tisch zum essen, nur Fu'Er fehlte. Lan-Yue sagte, „laßt uns noch einen Augenblick warten!“


    Qiang-Qiang stand auf, „Fu'Er muß eingeschlafen sein! Ich werde zu ihr gehen!“


    Lan sah Qiang-Qiang nachdenklich hinterher, „Fu'Er und Qiang-Qiang wuchsen zusammen auf! Warum ist der Unterschied so groß?“


    Jin-Bao neigte sich zu ihr, „da gibt es keinen Unterschied! Sie sind gleich schön! Wenn wir Fu'Er und Tante Lan vergleichen ist der Unterschied sehr groß!“


    Lan schlug ihm die Eßstäbchen auf den Kopf, „ich bin fünfzig! Fu'Er ist erst zwanzig! Ich bin nicht nur doppelt so alt wie sie, wenn ich dich und sie vergleiche, ist einer ein Künstler, während der andere ein Narr ist!“


    Qiang-Qiang kam zurückgerannt und rief, „Fu'Er ist weg! Sie nahm Kleidung und Fire Dragon Ball Wine mit!“


    Jin-Cheng verließ sofort der Kammer, während Jin-Bao zu Qiang-Qiang ging, „was? Sie muß auch eine Quacksalberin sein! Sie konnte unsere Lehrerin nicht heilen und ging!“


    Lan-Yue warf Qiang-Qiang einen mißtrauischen Blick zu. Während Lan ebenfalls aufgestanden war und zu Lan-Yue ging, „sie versprach deine Verletzung zu heilen! Sie ist ein vertrauenswertes Kind und würde nicht gehen!“


    Jin-Cheng kam zurückgerannt, „Lehrerin, ich werde gehen und nach ihr suchen!“


    Qiang-Qiang sah in seine Richtung, während Lan nun zu Qiang-Qiang ging, „sogar Wölfe haben einen Sinn dafür, daß Fu'Er ein vertrauenswertes Kind ist!“


    Lan-Yue stimmte zu, „sie gehört nach Wolfs Valley und wird sicher zurückkehren!“


    Fu'Er hing über einer Klippe und fing eine giftige Biene. Sie machte sich gerade wieder an den Aufstieg. Als sie ausrutschte und ein Stück die Klippe abglitt, bevor sie wieder Halt fand. Der Krug mit der Biene fiel ihr aus der Hand. Qiang-Qiang tauchte auf und fing den Krug auf. Fu'Er lächelte, „Qiang-Qiang, halt ihn fest! Es könnte die letzte giftige Biene in Wolfs Valley sein! Ich komme herunter!“


    Qiang-Qiangs Lächeln war halb halb boshaft, halb verächtlich. Fu'Er hing am Seil gegenüber von Qiang-Qiang. Qiang-Qiang ließ den Krug fallen, fing ihn aber schnell wieder auf. Während Fu'Er erschrocken rief, „nein, diese Bienen sind nicht leicht zu finden!“


    Qiang-Qiang stimmte zu, „genau und es ist Lan-Yues einzige Hoffnung ihr Qussehen wieder zu erlangen!“


    Fu'Er fragte, „was meinst du?“


    Qiang-Qiang lächelte nun boshaft, „ein Handel! Wenn Lan-Yue diese Biene möchte, muß sie mir im Austausch dafür ihre Perle geben! Es ist eine Lage in der jeder gewinnt!“


    Fu'Er fragte, „was für eine Perle?“


    Qiang-Qiang erwiderte, „du kannst auch einen Handel mit mir schließen, im Austausch für Jin-Cheng!“


    Fu'Er rief, „du bist widerwärtig! Gib mir die Biene zurück oder ich werde die Klippe hinab springen! Ohne mich ist die Biene wertlos!“


    Sie streckte ihre Hand aus und sah Qiang-Qiang kalt an. Diese sah ein, daß Fu'Er keinen Handel mit ihr eingehen würde und gab ihr den Krug zurück. Fu'Er band den Krug fest. Als ihr Seil riß. Sie hielt sich mit einer Hand an der Felswand fest und rief, „Qiang-Qiang, rette mich! Zieh mich hoch!“


    Doch Qiang-Qiang sah sie nur an. Als Jin-Cheng nach Fu'Er rief. Fu'Er hörte ihn zuerst und rief, „Jin-Cheng hier bin ich, Jin-Cheng!“


    Qiang-Qiang sah sie an, „ich haße die Tatsache, daß du immer stets besser bist als ich! Du hast sogar Jin-Chengs Herz gewonnen!“


    Fu'Er drohte wieder abzustürzen, doch diesmal packte Qiang-Qiang ihre Hand. Gerade als Jin-Cheng am Klippenrand erschien und sie schließlich beide hochzog. Sobald sie in Sicherheit waren hatte Jin-Cheng Qiang-Qiang vergessen und hielt Fu'Er im Arm, „Fu'Er, ist alles in Ordnung?“


    Fu'Er blickte in Qiang-Qiang Richtung. Jin-Cheng eilte zu ihr und sagte, „danke, daß du Fu'Er gerettet hast!“


    Dann wandte er sich wieder ab und ging zu Fu'Er, als er rief, „du hast die Biene gefunden! Komm, laß uns schnell zur Lehrerin gehen!“ Beide rannten lachend los und ließen Qiang-Qiang allein zurück.

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  • In der Hauptkammer warteten alle, während sich Fu'Er um Lan-Yue kümmerte. Qiang-Qiang und Jin-Bao saßen zusammen am Tisch und schliefen fast ein. Jin-Cheng und Lan gingen im Raum hin und her. Alle eilten zu Fu'Er als diese den Raum betrat. Jin-Cheng fragte, „warum bist du so still!“


    Jin-Bao rief, „die Lehrerin muß tot sein!“


    Er wollte zu ihrem Raum eilen, als Fu'Er sagte, „Jin-Bao hat recht! Die Lan-Yue die von Schmerz und Qual gefoltert wurde ist tot! Von jetzt an werdet ihr nie wieder ihre Schreie hören! Ihre Wunden sind völlig geheilt!“


    Lan rannte zu ihr und nahm ihr Hand, "wunderbar! Fu'Er, danke daß du sie gerettet hast! Ich sagte ihr, wir würden zusammen leben! Wenn sie stirbt würde ich mit ihr sterben!“


    Jin-Bao rannte ebenfalls zu ihr, kniete vor ihr nieder und dankte ihr. Jin-Cheng riß sie in seine Arme, „die Lehrerin ist wie eine Mutter für mich! Du hast ihren größten Wunsch erfüllt! Sie von ihrer Qual erlöst!“ Auch er kniete vor ihr nieder, „von nun an, werden wir dir für immer dienen!“


    Jin-Bao stimmte zu. Fu'Er sah verzweifelt aus. Lan trat vor sie, „ihr zwei seit nicht in der Lage ihr bei dem was sie am meisten möchte zu helfen!“ Jin-Bao und Jin-Cheng sahen sich an. Lan fuhr fort, „sie braucht ein große Badewanne mit heißem Wasser! Ich habe eine Badewanne und ihr habt sicherlich Feuerholz!“


    Qiang-Qiang welche abseits alles beobachtet hatte trat zwischen sie, „ihr seit alle müde! Ruht euch aus!“ Dann verließ sie die Kammer.


    Jin-Bao seufzte und sah ihr verliebt nach, „Jin-Cheng, die besten Frauen in der Welt, kommen alle nach Wolf Valley!“


    Qiang-Qiang hackte wütend auf einem Holzscheit ein, während sie rief, „ich haße, daß du solche geheimnisvolle Heilfähigkeiten hast! Du benutzt sie, um mir zu nehmen, was mir gehört! Und jetzt nimmst du mir auch den Mann den ich liebe! Ich haße dich, daß du nie kämpfen mußt! Aber es keinem besser geh als dir! Ich haße dich! Ich haße alle wie dich, besonders Jin-Cheng!“ Sie ließ die Axt erst fallen, als ihre Hände bluteten, „Tong Fu'Er, ich schwöre, ich werde Lan-Yues Vertrauen wieder erlangen! Jin-Cheng Liebe und alles das wird mir gehören!


    Yue Di brachte Tian-Lin Schwertkampf bei. Als Yue Ting wollte Tian-Lin mit dem Schwert auf ihn losgehen, doch Yue Ting hob nur das Schild und das Schwert traf stattdessen das Schild. Yue Ting sagte ruhig, „dein Schwert ist beweglich und schnell! Bringt dir dein Onkel das kämpfen bei? Du solltest dich konzentrieren, wenn du trainierst! Brutale Kraft ist nutzlos!“


    Tian-Lin hielt das Schwert noch immer auf ihn gerichtet, „Vater, woher weißt du, daß Onkel mir den Schwertkampf beibringt?“


    Als Antwort griff sein Vater ihn an. Tian-Lin konnte nur abblocken und zurückweichen bis Yue Di dazwischen ging und Yue Ting sagte, „wenn du darauf abzielst einen Feind zu töten, mußt du rücksichtslos sein und die Oberhand gewinnen!“ Er steckte sein Schwert weg und wandte sich an Yue Di, „du hast Tian-Lin gut unterrichtet! Er hat sich enorm verbessert und wird einmal zu den besten gehören!“


    Dann ging er lachend. Tian-Lin sah ihm nach. Ebenfalls Yue Di, welcher nun neben Tian-Lin getreten war, „die beste Schwertkunst kann nicht zwischen Freund und Feind unterscheiden!“


    Tian-Lin fragte, „für was ist Kampfkunst dann nützlich? Wenn ich kann keine Gerechtigkeit erlangen kann, ist es nur ein Spielzeug!“


    Yue Di ging und warf Tian-Lin das Schwert zu, daß ihm aus der Hand gefallen war, „nur ein Schwertliebhaber kann es gut nutzen! Schwerter haben auch Gefühle!“


    Lan-Yue saß vor einem Spiegel und fuhr sich mit der Hand über das Gesicht. Fu'Er war bei ihr. Lan neigte sich zu ihr, „schmerzt die Wunde noch?“


    Lan-Yue fragte, „wo ist mein Schleier?“


    Lan seufzte, als sie Fu'Er vorbei ging flüsterte sie leise, „hat sich ihre Wunde nicht erholt? Warum braucht sie den Schleier immer noch?“


    Lan brachte ihr den Schleier. Lan-Yue nahm ihn in die Hand, dann warf sie ihn in die Luft, zog ihr Schwert und zerschnitt ihn. Während sie sich wieder über das Gesicht fuhr, „ja, ich brauche den Schleier nicht mehr!“


    Fu'Er ging lächelnd zu ihr, „daß Gift der Biene hat gewirkt! Deine Wunde ist endlich verheilt, aber du wirst die Stichwunden noch sechs Monate reinigen müssen! Wenn das Wetter nicht kalt genug ist, könnte sich die Wunde entzünden!“


    Lan legte Fu'Er ihre Hand auf die Schulter, „Fu'Er, danke! Zum ersten Mal seit zwanzig Jahren, hörte ich ihre Schreie in dieser Nacht
    nicht! Ich bin endlich in der Lage ruhig zu schlafen!“


    Fu'Er nicke ihr zu und Lan-Yue stand auf, „ich weiß! Jene welche mit mir gelitten haben, können endlich erleichtert sein!“


    Fu'Er ging. Als Lan Lan-Yue umarmte, welche weinte, „in der Vergangenheit, weckte der schrecklich Schmerz mich stets aus dem Schlaf! Letzte Nacht war ich zum ersten Mal in der Lage tief zu schlafen! Ich träumte von Vater! Als ich Vater sah, sagte ich ihm, daß wir endlich den Tag der Rache erreicht haben!“


    Lans Lächeln erlosch, „war das Blutbad vor zwanzig Jahren nicht genug? Kannst du nicht sehen, wie sich die Tragödie wiederholt? Du bist nicht länger die alte Yi Shui-Yun! Nicht nur dein Gesicht hat sich verändert, auch dein Herz hat sich verändert!“


    Lan-Yue lächelte, „was Yi Shui-Yun nicht in der Lage war vor zwanzig Jahren zu erreichen, wird Liu Lan-Yue in der Lage sein!“


    In der Stadt forderte Ji Qing immer noch die Männer zum Kampf heraus, daß sie denjenigen heiraten würde der sie besiegte. Kaum hatte sie ausgesprochen, kam ein Mann mit einer Schleier vor dem Gesicht angesprungen und schlug sie zu Boden. Er stand mit dem Rücken zu ihr. Als sie sich benommen hochrappelte und auch schon schimpfte, „warum zeigst du dein Gesicht nicht? Du wagst es, dich selbst einen Mann zu nennen!“


    Der Mann sagte, „welcher wirkliche Mann möchte einen Wildfang wie dich schon heiraten? Du wirst keinen Ausweg finden!“


    Wütend griff Ji Qing wieder an. Der Mann verlor den Hut und Ji Qing sah Tian-Lin. Sofort schimpfte sie wieder, „du bist es! Dies ist meine Bühne! Denkst du, du kannst kommen und gehen wie du willst?“


    Tian-Lin erwiderte, „ich bin eher ein Zuschauer! Ich bin besorgt um dich!“


    Ji Qing verschränkte die Arme vor der Brust, „so bist du also besorgt, daß ich wirklich einen Ehemann finden könnte?“


    Tian-Lin ging lachend zu ihr, „ich befürchte, daß du keinen finden wirst! Deshalb brachte ich dir etwas Geld!“ Dann trat er zum Bühnenrand, „eh Freunde, ihr braucht Geld, aber ich habe Geld! Wieviel ist es wert, solch ein Schwein zu heiraten?“


    Sofort stürmen die Leute die Bühne. Tian-Lin der mit sowas nicht gerechnet hatte fiel zu Boden und verlor das Bewußtsein. Ji Qing sprang von der Bühne. Ji Feng der den Vorfall beobachtete hatte, eilte schnell zu ihn und hob den bewußtlosen Tian-Lin auf.


    Cao war bei Yue Ting. Yue Di saß an der Seite, als Cao sagte, „nicht nur, daß sie öffentlich Männer herausfordert, um sie zu heiraten, sie zerstörte auch die Bühne! Und die Dame geht immer siegreich davon! Denkst du nicht auch, daß dies ein Witz ist!“


    Yue Ting schwieg kurz, „Eunuch Cao, du hast Unrecht! Ji Ren-Jie hat seine Tochter nicht gut erzogen und erlaubt ihr eine öffentliche Herausforderung auf der Strasse! Tian-Lin hätte nie gegen sie verloren! Deshalb zerstörte sie die Bühne und verletzte meinen Sohn!“


    Cao fragte, „hat der kaiserliche Heiler nach ihm gesehen?“


    Yue Ting stellte seine Tasse auf den Tisch, „ja, er ist nicht ernsthaft verletzt und wird bald wieder in Ordnung sein!“


    Eine Wache trat ein, „mein Prinz, General Ji und seine Tochter sind hier, um sich zu entschuldigen!“


    Yue Di stand auf und ging in den Hof um sie zu begrüßen. Ji Ren-Jie erklärte, „da meine Tochter dies verschuldete, brachte ich sie persönlich her, um Tian-Lin heute zu besuchen!“


    Yue Ting trat heraus, „aber Tian-Lin ist verletzt! Mein Sohn fühlt sich nicht wohl genug, um Besucher zu empfangen! Ich befürchte, Herrin Ji reiste umsonst hierher!“


    Ji Qing trat vor, „Onkel Yue, ich kam her, um mich zu entschuldigen! Der Unfall auf der Bühne war nicht geplant! Aber ich sollte die Verantwortung dafür übernehmen und mich bei Tian-Lin entschuldigen!“


    Tian-Lin der ihre letzte Worte gehört hatte trat zu ihnen und rief wütend, „geh dich bei Kaiser Pingyao entschuldigen! Ich werde deine Entschuldigung nicht annehmen!“


    Ji Qing fuhr ihn ebenso wütend an, „du kannst die Entschuldigung einer Dame nicht annehmen!“


    Tian-Lin zischte, „doch, aber nicht deine!“ Ji Qing rief, „du...“ Dann schwieg sie, während Tian-Lin schimpfte, „bei deinem Aussehen, Herrin Ji...“


    Ji Qing unterbrach ihn, „wenn du dich an diesem Tag nicht eingemischt hättest, wäre die Bühne nicht eingestürzt! Es hätte nicht einen Schwächlich verletzt, welcher schwächer als eine Frau ist!“

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