Der Fluch der Macht: Dämmerung (tot)

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    • So werde mir die Zeit nehmen, einige Kommentare zu deinem Text zu schreiben. Ich habe ihn mir zweimal durchgelesen, ja, um was es gehen könnte, vermute ich. Die Idee wird deutlich. Aber ich mag nicht verhehlen, ich stolperte oft über deine Formulierungen, las erneut, überlegte, las noch mal usw.

      Warum ich über einzelne Sätze stolperte oder gar über so manchen Absatz, möchte ich versuchen an Beispielen deutlich zu machen.


      Zunächst einmal das Motiv vergessen. Alles gut, wird gerne verwendet. Jemand wacht auf und weiß nicht mehr wo er ist.

      Aber nur mal schnell gegoogelt.


      Bei der retrograden (rückwirkenden) Amnesie tritt ein Gedächtnisverlust für den Zeitraum vor Eintreten des schädigenden Ereignisses auf (im Gedächtnis gespeicherte Bilder oder Zusammenhänge können nicht in das Bewusstsein geholt werden).

      => Das dürfte bei dir der Fall sein.

      Zur Sprachstörung:

      Eine Sprachstörung tritt zumeist nach Schädigung der motorischen oder sensorischen Regionen in der linken Hirnhälfte auf. Hier befinden sich bei den meisten Menschen die Sprachregionen. Kommt es zu einer Schädigung der Sprachregionen, treten Sprachstörungen auf. Typisch dafür ist eine schwerfällige, mühevolle und langsame Sprechweise mit undeutlicher Aussprache. Inhaltlich können Fragen sinnvoll beantwortet werden, der Betroffene kann zumeist aber keine vollständigen oder grammatikalisch fehlerfreien Sätze produzieren.

      Tnodm0309 schrieb:

      Und er wusste verdammt nochmal nicht einmal, in welcher Sprache er sich diese Fragen stellte.

      Er wusste, dass sie Menschen waren. Aber er wusste nicht, woher er das wusste.

      Irgendwie wusste der Mann, dass sich hier eine eher wohlhabende Bevölkerungsschicht aufhielt.

      Und seine Redensart kam ihm sehr fein vor. Zumindest im Gegensatz zu dem merkwürdigen Dialekt, den Roland an den Tag legte. Er schien sich noch
      immer Sprachmustern aus einem früheren Leben zu bedienen…


      Wer weiß, wie hilfreich Körperkraft noch sein könnte. Allerdings hatte er auch gerade das Eigentum von… irgendwem beschädigt. Und er war in dem Wissen, dass ihn dafür… irgendwer auch zur Rechenschaft ziehen konnte.

      Das heißt, dein Prota kann zwar sprechen und sich auch verstehen, wundert sich nur, in welcher Sprache er spricht. Also gehe ich mal von einer Amnesie aus, keiner Sprachstörung. Ok, beim Lesen hatte ich so das Gefühl, das mich nie mehr verließ, du bastelst dir deine Amnesie so wie du es dir für deine Geschichte wünscht.

      Er kannte nicht den Namen der Sprache, aber die Begriffe "merkwürdigen Dialekt", "Sprachmuster" und "Rechenschaft" beherrscht er. Ich zweifelte, ob jemand dann einen Dialekt heraushört. Wenn jemand aber nicht die Sprache kennt, wie weiß er dann sicher, er spricht "fein".

      Er wusste nicht wo er war, aber dennoch wusste er, was wohlhabende von armen Menschen unterschied und er wusste auch, er sah Menschen und keine Trolle, aber "Hexen" und "Wechselbalg" kannte er nicht. Hmm, Gedächtnisverlust ist so eine Sache, ich bin darüber gestolpert.






      An die Hecke gelehnt saß, zusammengekauert, ein Mädchen mit langen, weißen Haaren. Wie es schien, weinte sie noch immer.

      Ziemlich am Ende. Ich denke, du meinst das Mädchen vom Anfang. Dann müsste es doch "das" Mädchen und nicht "ein" Mädchen heißen. Sie weinte ja immer noch, ein weiterer HInweise, es handelt sich um DAS Mädchen. Auch eine Kleinigkeit.



      Und mit einem Mal erstarb das Lächeln auf seinem Gesicht. Stattdessen legten sich verheißungsvolle Schatten unter seine Augen.

      Verstehe ich nicht. Du schreibst aus der Sicht deines Protas und zwar in Form der personalen Erzählperspektive. "K. saß auf der Straße und betrachtete einen Vogel, der auf einem Baum saß und sein Auto vollschiss. Er stand auf, kaufte sich eine Zeitung und erschlug den Vogel."

      Wenn du diese Perspektive wählst, unterliegst du den Beschränkungen des Protos, was kann er sehen, was kann er wissen.

      Oder aber du entscheidest dich als allwissender Erzähler aufzutreten, der ALLES weiß. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, du wolltest die personale Erzählperspektive wählen. Ist das richtig?

      Dann aber lese dir mal den Satz oben durch. "Schatten legten sich unter seine Augen" Wie kann ich mir das vorstellen, stand er in der Sonne, und durch irgendwas wanderte ein Schatten durch sein Gesicht, bis dieser unterhalb seiner Augen war? Hmm. Schau doch mal selber an dir herunter, kannst du deinen eigenen Mund sehen? Nur der allwissende Erzähler könnte wissen, dass auf seinem Gesicht ein Schatten huscht, der dazu noch "verheißungsvoll" ist. Dein Proto kann es nicht sehen. Du meintest also etwas, was in ihm stattfand. Ein Gedanke.

      "Er hörte auf zu lächeln, ihn beschlich eine dunkle Vorahnung, gleich drohte ihm Ärger."

      Und von diesen Perspektivfehler sind dann doch einige in deiner Geschichte.




      Naserümpfend und sich das schwarzbärtige Kinn kratzend stand der kleine Mann vor einem Laternenpfahl, an dessen Spitze ein
      weißes Holzschild angebracht war.

      Hier ist gleich der nächste. Wenn ich mich nicht irre, meinst du mit "der kleine Mann" den Prota, wäre nicht ein einfaches "er" hier besser. Ich musste es zweimal lesen, beim ersten Mal dachte ich, dort steht ein kleiner Mann, eine weitere Figur.

      „Die scheinen es ja alle ziemlich eilig zu haben.“, murmelte er in sich
      hinein und wendete seine Aufmerksamkeit wieder dem Gegenstand vor sich
      zu. Die für ihn rätselhafte Konstruktion stand am Ende einer buckligen
      Pflasterstraße, welche an diesem frühen Morgen noch im Schatten lag.
      Links und rechts wurde sie von zweistöckigen Häuserreihen gesäumt, wobei
      die Häuser mit den spitzen und rot geziegelten Dächern allesamt kleine
      eingezäunte Vorgärten mit grünem Rasen besaßen.
      Meinst du mit dem Gegenstand den Pfeiler? Oder ist der Gegenstand, die Konstruktion? LIeber genauer dann schreiben, wandte sich wieder dem Pfeiler/Mast zu. Richtig?



      Doch ehe er die Worte über die Zunge bringen konnte, war ihr Kleid schon um die Ecke gewischt.

      Das Bild verstehe ich nicht, wie kann ein Kleid um die Ecke wischen. Ich habe da gedacht, sie reinigt mit dem Kleid die Straße :)


      Und dort wo er jetzt stand, machte die Straße einen leichten Knick nach
      rechts und mündete in eine doppelt so große, stark belebte Hauptstraße,
      von der eine merkwürdige Mischung aus Gerüchen herüberwehte. Bis jetzt
      hatte er es noch nicht über sich gebracht, seinen derzeitigen Standort
      zu verlassen.

      Ich sehe deinen Prota genau AUF der Straße stehen. GENAU Mitten im Verkehr. Dort wo er stand, macht die Straße einen Knick. Also steht er in der Kurve. Wahrscheinlich meintest du: Dort wo er stand, konnte er sehen, wie ein Stücken vor ihm, die Straße einen Knick machte.


      Seine schmutzigbraunen Haare waren ein wahres Desaster, dick schulterlang und verfilzt, als hätte sein Friseur das Handtuch geschmissen. Und die Behaarung seines Gesichtes glich eher einem Urwald als einem Bart, so dass man die Züge darunter nur erahnen konnte. Einzig seine mandelförmig braunen Augen waren gut erkennbar, da das Weiße um die Iris sehr gut aus der dunklen Mähne herausstach. Wie ein Wilder sah er aus, in zerschlissenem, schiefergrauem Hemd, an dem ein paar Knöpfe fehlten, einer dazu passenden Hose und abgenutzten Sandalen. Als er sich selbst in einer Pfütze zu seinen Füßen näher betrachtete, konnte er die Blicke der Menschen ein wenig mehr nachvollziehen.

      „Hoffentlich rieche ich nicht, wie ich aussehe.“

      Fand ich witzig. Ich habe mich nur noch gefragt. Wie kann er das wissen, wie kann er wissen, dass er so aussieht. Erst am Ende mein großes Erwachen, ah, er blickt in eine Pfütze. Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich aber nur den Kopf geschüttelt, wie kann er, wenn es kein allwissender Erzähler ist, das wissen. Würde den Blick in die Pfütze nach oben bringen.

      Also, wenn ich in den Bergen wandere und mich drei Tage nicht dusche, dann weiß ich, dass ich stinke. Wenn wir stinken, dann wissen wir es auch. Klar, ich als Raucher, kann nur bedingt den Rauch in meiner Kleidung riechen. Meinen Schweiß kann ich aber allemal riechen.

      Von daher ist der Satz inhaltlich fragwürdig.



      Kaum wollte er einen Fuß vorwärts setzen, zuckte er zusammen, als ein donnerndes Brüllen hinter ihm erschallte.
      „VERZIEH DICH!“ Er wirbelte herum und sah, wie eine bleiche Gestalt vor ihm zu
      Boden ging. „Es tut mir leid…“, wimmerte die hohe Stimme eines Mädchens
      zu ihm herauf. Sie schluchzte gerade zu herzzerreißend vor sich hin,
      während sie versuchte sich aufzustemmen. Tränen tropften auf den Boden.
      Na, wieder die Bilder in meinem Kopf. Es beginnt mnit "donnerndes Brüllen", wie stelle ich es mir vor. Hab da so Bilder im Kopf wie groß, stark, breit. MIt einem Donnern wird mir gesagt, ich solle verschwinden. Jetzt habe ich Angst, weil ja die Stimme donnert.
      Dann "bleiche Gestalt", die wimmert mit hoher Stimme. Dann nicht mehr wimmern sondern schluchzen.

      Donnerndes Brüllen und hohe Stimme will nicht in meinen Kopf dringen.





      „Hey… ist… ist alles in Ordnung?“, fragte der Gestrandete instinktiv.

      Hier ist der Gestrandete der Prota. Kein Leser liest das Heraus. In Gedanken sieht er jemand anders, oder aber...... der allwisssende Erzähler bezeichnet ihn so.....

      "Alles in Ordnung?", fragte er.



      Furcht, die so stark war, dass er sie unter Hysterie verstecken musste.

      Hier hielt ich wieder sehr lange inne. Ich habe mir überlegt, ich fürchte mich, will sie aber nicht zeigen. Ok. Eine Möglichkeit meine Furcht zu überspielen. Wir können z.B. Lachen um unsere Furcht zu überspielen. Könnte möglich sein. Hysterie ist aber wie Furcht nicht zu steuern.
      Beides kann nicht gleichzeitig sein, bzw. das eine unter dem anderen versteckt werden.

      Definition:
      1. med. psychisches Verhalten, das von der Norm abweicht und viele verschiedene Ausprägungen haben kann.
      "an Hysterie leiden"
      2.ein Zustand von übertriebener Nervosität und leichter Erregbarkeit, der dazu führt, dass man nicht mehr klar denken und vernünftig handeln kann.

      Definition:

      1. große Angst vor etwas."Furcht vor etwas haben"
      Konnte mir daraus keinen Reim machen.
      „Sind ’n Fremder, was?“, sagte der Fette glucksend mit einer tiefen Stimme, die seine hünenhafte Gestalt nahezu perfekt wiedergab.

      Soll ich also folgendes glauben? Ein Hüne gluckst immer mit einer tiefen Stimme, weil ja eine solche Stimme die Gestalt perfekt wiedergibt???



      Glücklicherweise fragte Ronald nicht nach dem Namen seines Gesprächspartners, wofür er ihm insgeheim dankbar war.

      Sehr schöner Perspektivfehler.

      Namen seines Gesprächspartner = der Proto

      wenn als in der personalen Erzählperspektive der Erzähler folgendes dem Leser mitteilt.

      ...fragte Ronald (Person 1) nicht nach dem Namen seines Gesprächspartners (Person 2), wofür er (Person 3) ihm insgeheim dankbar war.

      Person 2 und 3 identisch?

      ....fragte Ronald nicht nach seinem Namen, worüber er ihm dankbar war.



      So, das sind einige Anmerkungen von mir. Weiterhin viel Freude.


      T.,
    • Danke für diese Anmerkungen. Jedoch muss ich dir mitteilen, dass es sich hier um keine gewöhnliche Amnesie handelt :) ich habe es bewusst so geschrieben, wie es da steht. Das wird aber erst im nächsten Kapitel behandelt, ich kann deine Verwirrung durchaus nachvollziehen ^^
      I hate everyone equally.

    • Wie gesagt, die Erweckung in einer anderen Welt, an einem anderen Ort, ist ein sehr beliebtes Motiv. Keine Frage. Wollte nur darauf hinweisen, wenn wir erwachen und die Sprache verstehen, ist nicht unsere erste Frage, was spreche ich eigentlich. Weil dem Erwachenden muss es ja vertraut vorkommen.

      Schon klar, dass er noch einen Restschimmer davon haben soll, wie sein altes Leben war. Und weil er diese Gedankenfetzen an das Zurückliegende sieht, kann er sich auch die Fragen stellen bzw. sich daran erinnern, dass er "fein" spricht.

      Sagen wir der Prinz von Lumorien erwacht in den Straßen von New York. Schon klar.

      Aber das Motiv "Verdammt, ich weiß nichts mehr, aber ich mache das Beste daraus" führt schnell mal zu Nackenschmerzen :)
    • Lieber Josh

      Nun kam ich dazu, endlich mal wieder ewas zu lesen und fange bei dir an.
      Inhaltlich muss ich sagen, dass mir die Entwicklung ganz gut gefällt. Ich mag es, wie er als Außenstehender Hilfe bei einer anderen Außenstehenden sucht. Auch finde ich, dass du das wieder sehr ge- und beschrieben hast.
      Allerdings ist mir der Übergang ein bisschen zu plötzlich zwischen dem weinenden Mädchen und dem vielen Blut. Ich kann noch nicht abschätzen, ob sie damit wirklich etwas zu tun hat, aber vielleicht würde mir ein einziger Satz schon helfen. Ein Satz der ein gewisses Unbehagen ausdrückt.
      So etwas wie "Auch ihm etwas in seinem Inneren sagte, dass er von ihr Antworten bekommen würde, fragte er sich, ob es klug war zu ihr zu gehen" oder so. Damit lässt du alles offen. Sie kann damit gut und böse werden und ich als Leser bin nicht so übergangslos in die nachfolgende Szene gesworfen.
      Verstehst du, was ich meine?
      Ich vermute, du willst überraschen mit dem plötzlichen Angriff und das ist auch gut so. Aber der Leser darf sich auch schon vorher fragen, ob nicht irgendetwas passieren könnte. Das ist wie in Filmen, wo die Musik ja ankündigt, dass jetzt gleich was passiert, nur weiß man eben nie genau was. Aber die Spannung wird erzeugt.

      Puh, das war jetzt viel und wirr, dafür, dass ich die Szene wieder echt gut finde und es nur eine Kleinigkeit betrifft.
      lg Shaylee

      PS: Im Spoiler findest du noch drei kleine Anmerkungen ;)

      Spoiler anzeigen

      Tnodm0309 schrieb:

      Ihr trauriger Blick blieb auf ihm sitzen.
      Kann ein Blick sitzen bleiben? Ich denke "blieb an ihm hängen" oder "kam auf ihm zu liegen" wäre vielleicht besser

      Tnodm0309 schrieb:

      "Hallo!?", rief er aus, oder zumindest wollte er das. Aber seine Lippen brachten nur ein stummes Zittern zustande.
      Er war verwundet.
      Dies realisierte er erst, nachdem ihm auffiel, das die Kälte auf seiner rechten Seite gewichen war... zuerst spürte er nur Hitze. Darauf folgte Nässe.
      Und dann kam der Schmerz.
      Ich weiß nicht, diese Sätze finde ich ein bisschen unrund. Ich kann aber nicht wirklich sagen, warum. Vielleicht weil es irgendwie keine Übergänge gibt. Irgendwas in der Art wie "Nachdem die Kälte auf seiner rechten Seite gewichen war, realisierte er überrascht, dass er verwundet war. Schwankend spürte er die Hitze, dann folgte Nässe. Und dann kam der Schmerz."
      Ist aber nur ein Vorschlag :)

      Tnodm0309 schrieb:

      Als sein Körper auf die Wiese schmetterte, schoss ein großer Schwall Blut aus ihm heraus und färbte das Grün der Wiese dunkel.
      Das hier kann jetzt komplett an mir liegen. Aber wo kommt die Wiese her? Hast du die vorher schon erwähnt. Ich befinde mich in Gedanken noch auf der Straße über die er auf die Hecke zuläuft. Falls du wirklich noch keine Wiese erwähnt hattest, könntest du das leicht ändern.

      Tnodm0309 schrieb:

      An die Hecke gelehnt saß, zusammengekauert, ein Mädchen mit langen, weißen Haaren auf einem kleine Stück grüner Wiese.
      Oder so. Wenn er ihr überhaupt so nahe kommt.
      Ich bin ein Spiegel deiner Seele!
      Was also siehst du, wenn du mich anschaust?
    • Hallo :)

      ich habe eben mal den Prolog gelesen und bin ein wenig konfus geworden. Ganz absichtlich, habe ich den Text nur einmal gelesen und das mit dem Auge des Lesers. Packt es mich spontan oder nicht?
      Vielleicht liegt es an mir, aber ich komme nicht so ganz klar, was es mit dem Zwerg auf sich hat. War der Zwerg der Krieger, der am Anfang durch den Schnee watschelt? Oder sind das zwei verschiedene Charaktere?
      Diese Frage hat mich leider so verwirrt, dass der Text keine positive Lesestimmung ausgelöst hat, wobei da sonst glaube ich ziemlich viel Potential drinn steckt.

      Das Hineinwerfen des Lesers in eine alptraumhafte Szene, voller Kälte und Schnee, eine Untergegange Stadt. Das hat schon was. Auch das Ende, das Mädchen, das plötzlich schwebt und spricht, sehr überraschend, sehr geil. Aber zu wem Spricht sie? Zu dem Krieger, der toten Frau oder dem Zwerg? Da bin ich nicht mitgekommen.

      Die Konfusion kommt denke ich daher, dass es mir an einigen Stellen zu schnell ging. Hier und da hätte ich mir eine Pause gewünscht, in der ich mir ein Bild etwas genauer hätte ansehen können. Das Schild der Taverne zum Beispiel. Wie sieht es aus? Farbe, Holz, Machart? Löst es irgendwelche Gefühle aus bei deinem Krieger? Die Figur bleibt für mich irgendwie ein Fragezeichen.

      Sprachlich lässt sich in dem Text auf jeden Fall der ein oder andere Augenschmaus finden :) Der Anfang, der das Ende brachte, z.B. auf sowas steh ich total. Das macht Laune, weiterzulesen.
      An anderen Stellen erzählt du vielleicht ein wenig zu viel. Wenn ein Mädchen mit gespaltenem Schädel am Boden liegt... Ich denke, da kann man dem Leser durchaus vertrauen, dass auf die Schlussfolgerung "tot" ganz von alleine kommt :)

      VG

      Aleon
    • Der Krieger, der durch den Schnee watschelt, ist neben der sprechenden Leiche der einzige Charakter des Prolog. Und ich glaube, es ist nicht nötig das Schild irgendeiner Taverne zu beschreiben. Der Kerl ist eindeutig "ein wenig" traumatisiert. Würde dich da noch irgendein kaputtes Schild interessieren? Ich glaube nicht. Davon dürfte der Herr auf bereits genug gesehen haben. Deshalb beschreibe ich die ersten Toten, die er seit langer Zeit sieht, auch ein bisschen genauer. Die lassen bei ihm einen stärkeren Eindruck zurück und das soll der Leser auch merken. Allerdings war der Prolog auch zu keiner anderen Absicht geschaffen, als Verwirrung zu stiften. Das passt zu dem verwirrten Geistes des hier auftretenden Zwerges.

      Oh, irgendwie klang das ein bisschen zu böse... Sry. Ich sollte mich lieber für die Mühe bedanken, das es gelesen wurde.
      I hate everyone equally.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Tnodm0309 ()

    • Josh~
      Es sind Verbesserungsvorschläge.

      Natürlich, wenn du ein Buch schreibst können die Leser zuhause auch keine Fragen stellen oder Vorschläge machen. Aber das hier ist ein Forum. Es werden nicht nur Kommentare kommen wie meine, die es toll finden.
      Es kommen auch welche, die es nicht verstehen oder helfen wollen.

      Wenn du nur eine rezension wie auf Amazon möchtest musst du das sagen, oder eben dort veröffentlichen.

      Oder deine Wortwahl so wählen, dass es nicht als Angriff von dir rüberkommt wenn du darauf hinweist. Es ist auch nie verkehrt sich dafür zu bedanken dass sie es überhaupt gelesen haben ^^ Ich weiß dass du schwierigkeiten hast mit Soziales. Aber du möchtest doch dass die Menschen es lesen, dann musst du auch versuchen deine Leser nicht zu verscheuen ;)

      Genesis: Sie ist Azathoth, das amorphe Chaos in der zentralen Leere
      Josh: Meine Prophetin!
    • Tnodm0309 schrieb:

      Oh, irgendwie klang das ein bisschen zu böse... Sry. Ich sollte mich lieber für die Mühe bedanken, dass es gelesen wurde

      @Aleon, @Aztiluth: Ich komme mal wieder daher und lese euren vorangegangenen Austausch ... und denke mir ... Hey, es ist doch gar nichts passiert, oder???
      Josh, ich fand deinen Kommentar nicht böse ... du hast versucht, Stellung zu beziehen und zu argumentieren...ich finde das in Ordnung. Natürlich sind wir alle froh und dankbar, dass die anderen in der eigenen Geschichte lesen, aber das heißt ja nicht, dass man vor lauter Dankbarkeit jeden Kommentar unterwürfig abnicken muss.
      Ich finde, nicht nur der Kritisierte, sondern auch der, der die Kritik gibt, muss damit umgehen können, wenn das Gesagte hinterfragt wird. ODER???
      Wenn wir anfangen, jedes Wort auf die Goldwage zu legen, traut sich bal keiner mehr irgendetwas zu posten...mir geht es auch oft so, dass ich aus dem Bauch heraus etwas schreibe....gehe auf Senden ... und dann kommen die Zweifel: Oh Gott, wird das jetzt wieder falsch verstanden? Ist das irgendwie anstößig???
      Lasst uns einfach alle ein bisschen nachsichtiger mit dem anderen sein ... und dabei offen und ehrlich bleiben. Soalnge der gute Umgangston eingehalten wird, finde ich das alles völlig in Ordnung :)

      Josh: Wann kommt die Fortsetzung? Oder haben wir dich schon verschreckt?

      Viele Grüße,
      Rainbow
    • Rainbow schrieb:

      @Aleon, @Aztiluth: Ich komme mal wieder daher und lese euren vorangegangenen Austausch ... und denke mir ... Hey, es ist doch gar nichts passiert, oder???
      Josh, ich fand deinen Kommentar nicht böse ... du hast versucht, Stellung zu beziehen und zu argumentieren...ich finde das in Ordnung.
      Du hast auch nicht gelesen was Josh weg editiert hat ;)

      Rainbow schrieb:

      Natürlich sind wir alle froh und dankbar, dass die anderen in der eigenen Geschichte lesen, aber das heißt ja nicht, dass man vor lauter Dankbarkeit jeden Kommentar unterwürfig abnicken muss.
      Das möchte ich auch noch mal betonen! @Tnodm0309, du schwankts sehr zwischen harten Worte und viel Unsicherheit. Du musst dich nicht dauernd bedanken oder dich entschuldigen, noch bevor was passiert ist ^^
      Du sollst dich auch nicht verstellen müssen.
      Solltest du mal den Ton nicht erwischen, weisen wir dich höflich drauf hin, und dann kannst du es ja wieder editieren.
      Mach dir nicht so ein Kopf. <3

      Rainbow schrieb:

      Josh: Wann kommt die Fortsetzung? Oder haben wir dich schon verschreckt?
      Ich weiß dass du schon weiter geschrieben hast, Josh. Und ich will nicht hetzen~ aber Ja, Wann kommt es denn? xD
      Ich will auch weiterlesen <3

      Genesis: Sie ist Azathoth, das amorphe Chaos in der zentralen Leere
      Josh: Meine Prophetin!
    • Juhuuuuu es geht weiter <3

      Mal wieder... sehr interessant. Völlig anders als die anderen beiden Parts.
      Vom Schreibstil gefielen mir die anderen Parts besser, sie schienen eine höhere Qualität zu haben- was nicht heißt das ich das hier nicht mag :D Und Gespräche zu schreiben ist nicht so einfach.

      Tnodm0309 schrieb:

      Ohne Gedächtnis UND verrückt. Großartig.
      Da musste lachen. Der Satz gefällt mir sehr gut xD

      Tnodm0309 schrieb:

      "Thorn...", flüsterte er und löste sich aus der hervorgerufenen Trance.
      "Dank dir kenne ich nun endlich meinen Namen... aber woher kennst du ihn?"
      Das würde ich zusammen schreiben, sonst hat man den Eindruck dass es zwei Gesprächpartner sind.

      "Thorn...", flüsterte er und löste sich aus der hervorgerufenen Trance. "Dank dir kenne ich nun endlich meinen Namen... aber woher kennst du ihn?"


      Tnodm0309 schrieb:

      Du hast mich richtig verstanden. Die Existenz, die sich Thorn nennt, ist eine Lüge, die physische Form angenommen hat. Und als Lüge ist es dir möglich, die Wahrheit deiner Realität zu umgehen. Deshalb lebst du überhaupt noch. Du hast die Wahrheit, in der dieses Kind dich getötet hat, umgangen und niemand außer dir wird das wissen.
      Das finde ich ziemlich cool. Warum ist er so? Bin sehr gespannt darauf es in den nächsten Teilen zu erfahren!

      Tnodm0309 schrieb:

      "Das ich verdammt nochmal keine Ahnung habe, wovon du da redest!"
      "Echt jetzt?"
      "Jupp." Er nickte entschlossen.
      Mir ist, besonders hier, die Sprache etwas zu modern. Soll das so sein?

      Tnodm0309 schrieb:

      Und er als die Lüge, die Kopie, schien nicht über die Erinnerungen seines Originals zu sein.
      Ich glaube da fehlt ein Wort oder so?


      So, genug gemoppert :D
      Ich finde es toll, dass wir nun ein Namen haben. Und auch das Wesen scheint seeeehr interessant zu sein. "Die Wahrheit". Ich glaube, ich hab alles so weit verstanden. Und es macht mich neugierig.
      Es kommt das Gefühl auf, dass du mit jedem Part noch mehr Fragen aufwirfst, und nur wenige beantwortest. Aber mindestens ich möchte nun umso mehr wissen was da vor sich geht XD

      Genesis: Sie ist Azathoth, das amorphe Chaos in der zentralen Leere
      Josh: Meine Prophetin!
    • @Aztiluth ich bevorzuge den Namen "Mr. Lappen" für dieses Wesen... :golly: und ja, die Sprache ist mit Absicht so gewählt. Ein reines Dialog-Kapitel sollte nicht zu sehr von Details überfüllt sein... schon gar nicht, wenn es so ein komplizierter Dialog ist :) und ich bevorzuge die moderne Sprechweise mit purer Absicht. Ein kleiner Klishee-Brecher ;) es muss nicht jeder mit jedem immer so verzwickt veraltet sprechen ;) und keine Angst, die Fragen werden spätestens in Kapitel 3 beantwortet. Kapitel eins fand hiermit sein Ende ^^ Und Kapitel 2 wird nicht so lang wie sein Vorgänger ^^
      I hate everyone equally.

    • Hi,

      ich würde @Aztiluth zustimmen. Der Schreibstil der vorangegangenen Abschnitte gefiel mir ebenfalls ein wenig besser...das liegt aber vielleicht daran, weil du da viel beschreiben konntest, sowohl die Umgebung als auch die Gefühle. Das ist eindeutig deine Stärke.
      Dialoge zu schreiben, (ich glaube, das wissen wir alle) ist ziemlich schwierig. Auch hier wird ein Gefühl transportiert, aber auf andere Art und Weise.
      Irgendwie hat mich das hier nicht erreicht...vielmehr bin ich ebenfalls über die flapsige Sprache gestolpert, mit der die beiden sich plötzlich unterhielten. Thorn schien mir irgendwie ziemlich cool zu reagieren auf dieses unheimliche Wesen und die Informationen, der er erhalten hat.

      Deine Idee, dass Thorn eine Kopie seinerselbst sein soll, nicht in der Lage ist, getötet zu werden,... finde ich gut und spannend. Zum Ende hin, als unser Mr. Lappen (der Name gefällt mir ehrlich gesagt nicht so gut) verschwinden muss, weil sie offensichtlich entdeckt wurden (von wem auch immer) hast du mich wieder voll gekriegt und die Stimmung super transportiert.

      Ich weiß im Moment noch nicht genau, wie ich deine Geschichte einordnen soll. Die bisherigen Abschnitte waren mehr so geheimnisvoll, spannend, irgendwie mystisch...und jetzt wechselt das Ganze ins Humoristische...(zumindest glaube ich, dass du das bezwecken wolltest?)

      Ich finde es gut, wenn eine Geschichte beides enthält und man zwischendurch mal schmunzeln oder sogar laut drauf los lachen muss. Allerdings muss der Witz dann auch richtig platziert sein...sonst bekommt der Leser ein Schleudertrauma :)

      Ich bin gespannt, wie du das fortführen wirst.

      Viele Grüße,
      Rainbow
    • @Rainbow

      Ja, diesen Dialog zu schreiben war ziemlich schwer... es gab wirklich nicht viel, was ich sonst noch in dieser Szenerie beschreiben konnte. Im nachhinein gefällt es mir selbst nicht so gut, aber ich wüsste auch nicht, wie ich es noch verbessern könnte 8| und um nochmal auf "die flapsige Sprache" zurückzukommen: Es ist ein kleiner Klischee-Knacker. Immer müssen sich die Charaktere in jeder High-Fantasy Geschichte mit so einer veralteten Sprache unterhalten... und das gefiel mir einfach nicht. Anfangs habe ich auch so geschrieben, aber dann hab ich mir gedacht, ich mache es mal ein wenig anders ;) auch, wenn dich dieser Abschluss des ersten Kapitels nicht ganz angesprochen hat, bedanke ich mich fürs lesen!

      P.S.

      Mr. Lappen ist nur ein Spitzname, keine Angst ;)
      I hate everyone equally.