Theo-dichtet

  • Kokoronashi



    Abends denk ich immer noch an dich

    seh in die blindgefärbten Bäume,

    doch sie lindern nicht. –

    Verwunderlich – In meinen Träumen

    bist du wieder so… veränderlich.



    Am Tag bin ich wie unter Andern

    doch es ändert nichts:

    Bist über-Wunden und doch mag ich dich

    Füll ich noch deine Stunden vor dem Zeichentisch?

    – Dennoch sagst du nichts. Wagst du’s nicht?



    Nachts taste ich nach dir und das verändert mich

    Durchhaste Tür zu Tür, ich haste hinter mich

    … Dein kleines Zimmerfenster war so winterlich…

    Es zerspringt nicht: In meinen Träumen

    wirkst du so… verbindlich



    Draußen findet Abendlicht

    ins Nachtkleid – und versäumt

    daran hängt unser Augenblick

    vertrautes Glück. Schau zurück:

    Wir kosten Augenlicht und traun uns nicht



    Und reicht das nicht?

    Denkst du, dass du mich nicht willst, das weiß ich nicht?

    Verwandere ich zu einem Fremden mich?

    Nur um zu Träumen – das scheint so… verschwenderisch.

    Drum änder ichs.


  • Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
    (Ricarda Huch)



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  • Tariq