Beiträge von Tariq

    wenn ich nur über die BRD, oder nur über die DDR schreibe ist immer eine große Gruppe außen vor. :huh:

    Ich persönlich würde das nicht schlimm finden. Als Kind dieser Zeit bin ich es gewöhnt, nicht viel über das Leben in der anderen Hälfte Deutschlands während der Teilung zu wissen.
    Ich glaube, es ist schwer oder gar nicht möglich, die Vorgänge und Veränderungen in beiden Teilen Deutschlands nach der Teilung für die Leser lebendig werden zu lassen. Da wir als Leser bis jetzt immer an der Seite der Hexen waren, wäre es für mich wohl am ehesten nachzuvollziehen, wenn wir auch jetzt in dieser Zeit an ihrer Seite bleiben und ihre Sicht auf die Dinge, die da gerade bei ihnen geschehen, teilen. Über das, was im anderen Landesteil vor sich geht, können wir auch erfahren, aber nur "durch ihre Brille gesehen", also das, was sie aus der Öffentlichkeit bzw. von Patienten erfahren. Oder ob sie selbst mal in der Lage sind, in die jeweils andere Landeshälfte zu reisen (ich merk gerade: Ich weiß nicht, wo steht das Waldschösschen? BRD oder DDR? Das würde sich ja auf die Möglichkeit, zu reisen oder Informationen zu erhalten, gravierend auswirken, denk ich.)

    Ob du es überspringen willst (du bist der Chef), bleibt allein dir überlassen. Ich an deiner Stelle würde da abwägen: Gibt es in der Zeit große Ereignisse, die die Hexen betreffen, oder willst du nur beschreiben, wie sie die Zeit erleben? Wenn du den Fokus auf den Hexen halten willst, dann schreibe, was sie erleben, egal welche Zeit gerade ist. Sie leben inzwischen so lange, da kommt es auf die vierzig Jahre "geteiltes Deutschland" nicht wirklich an, denk ich. Pick dir die Rosinen aus, Dinge, die das Leben der Hexen berühren und für uns Leser interessant machen, und lass dich nicht von starren Zeitabschnitten fesseln. Das wäre mein Tipp. Vielleicht hilft's dir ja.

    LiteraryFriction

    Ich hatte wirklich gedacht, ich habe so kommentiert, wie Jennagon sich das gewünscht hat. Für genaueres Feedback, z.B. zum Thema "abstoßend", kann sie gerne bei mir nachfragen. Ich habe lediglich meine Eindrücke beim Lesen geschildert.

    Zitat

    War die Beschreibung zu detailliert (aber: unter der Prämisse welches Genres und welcher Zielgruppe)?

    War die Beschreibung tonal inkonsistent/ein Bruch mit dem Ton, der über die übrigen Textpassagen hinweg angeschlagen wird?

    War die Beschreibung fürs angestrebte Genre unangebracht?

    War die Beschreibung versehentlich absurd statt unheimlich?

    War die Beschreibung genau so, wie sie beabsichtigt ist – aber hat einfach nicht mit Tariq als individueller Leserin resoniert?

    Diese Fragen zu beantworten, würde ich mir in einem Feedback-Kommentar nie getrauen, denn die Antworten wären rein subjektiv. Das wäre bei mir ein absolutes No-Go, einem Autor ein "das ist unangebracht" oder "zu detailliert" als Rückmeldung zu geben. Wer bin ich denn, dass ich glaube, das beurteilen zu können?

    Was ich wiedergebe, ist - wie oben schon geschrieben - mein Eindruck beim Lesen. Ich denke, das ist ein erheblicher Unterschied. Ich halte mich schlichtweg nicht für kompetent genug, jemandem "Verbesserung" vorzuschlagen, weil ich ja damit automatisch zum Ausduck bringe, dass ich glaube, es besser zu können als er. Das tue ich nicht. Und das, obwohl ich nicht nur Veröffentlichungswunsch hatte, sondern auch veröffentlicht habe, trotzdem ich einer der o.g. Hobbyautoren bin.

    Dein Kommentar zur Kritik am Feedback hat bis jetzt zwei "Love it" und einmal "Danke" erhalten. Daraus schließe ich, dass wohl nicht nur du meine Art, einen Feedback-Kommentar zu verfassen, befremdlich findest. Ohne jetzt beleidigt rüberkommen zu wollen - ich werde das in Zukunft im Hinterkopf behalten. Und es wird definitiv Auswirkungen auf künftige Kommentare von mir haben. Schade.

    Sorry, Jennagon , dass ich das hier in deinem Thread geschrieben habe, wo es - wie Sensenbach schon meinte - nicht hingehört. Ich wollte nur kurz etwas dazu sagen und werde auf weitere Meinungsäußerungen nicht mehr eingehen. Du kannst es selbstverständlich gerne löschen, das ist okay.

    Jennagon

    Hi Jenna,

    ich hab mal deinen Prolog gelesen. Anhand deiner Anfangszeilen hier ein paar Gedanken von mir.

    Spoiler anzeigen

    Handlung:

    Ich bin ein Freund von "in die Handlung geworfen werden". Von daher mochte ich den Beginn sofort. Dass es sich um Götter und Menschen handelt, war gleich klar. Das Beobachten eines Rituals hat mich stark an die Götterszene von Kampf der Titanen (ja, ich weiß, der Film ist alt ^^ ) erinnert. Auch da diskutieren die Götter (hier aber die griechischen) über das Schicksal der Menschen.
    Aber das stört mich nicht. Ich finde das einen sehr spannenden Ausgangspunkt für eine sicher nicht minder spannende Story.

    Charaktere:

    Wie Sikadian schon sagte: ziemlich klischeehaft, das meine ich auch. Aber das ist wohl dem Wesen der Götter geschuldet. Ich kann mir den Fürst der Flammen nicht als sanfte Brise vorstellen und den Gott der Erde nicht als sanft plätscherndes Etwas. Von daher passt auch das für mich. :thumbup: Die Verschiedenartigkeit der Götter hast du für meinen Geschmack gut rübergebracht, ohne mich als Leser mit der Nase drauf zu stoßen. Die Beschreibung der Stimme des Erdgottes, das Aufflackern der Fackeln beim Sprechen des Feuergottes ... das fand ich gut. Allzu viel hast du noch nicht über die Eigenschaften preisgegeben, aber das brauche ich am Anfang auch (noch) nicht. Mir reicht zu wissen, dass auch die Götter ihre Eigenheiten haben und die Menschen und deren Unzulänglichkeiten mit jeweils anderen Augen betrachten. Dass damit auch unter ihnen nicht immer Einigkeit herrscht, wie man mit den Sterblichen umgehen soll, ergibt sich wohl zwangsläufig daraus.

    Nachvollziehbarkeit (innere Logik):

    Die Idee der Götter fand ich grundsätzlich gut, aber mit der Umsetzung hatte ich meine Schwierigkeiten. Die Art und Weise, wie du "das Wesen" entstehen lässt, fand ich irgendwie schon ein bisschen ... abstoßend. Das hat mich gestört. Ich hätte da andere Ideen gehabt. Aber es ist nun einmal da. Menschenähnlich wohl, denn es hat Beine, die es noch nicht tragen, und Hände, mit denen es sich an Grasbüschel klammert. Und es hat eine Stimme. Hm, was präsentierst du uns hier? Das Ende ist offen. Die Götter überlassen die Szene den Menschen und ziehen sich zurück.

    So, das mal zum Prolog: Fazit: Ich würde mich nach dem Lesen in der Thalia mit dem Buch in die Leseecke zurückziehen und mir einen Kaffee holen, damit ich ein bisschen tiefer reinschmökern kann. Etwas, das ich nicht bei jedem Buch mache. :D


    So, ich mach das kurz und schmerzlos. Das Hörbuch von "Hannche" ist seit Anfang November erhältlich. Ich sag's noch einmal: Heike Himmeröder als Sprecherin war ein absoluter Glücksgriff und ich bin rundum zufrieden mit dem Ergebnis dieser wundervollen gemeinsamen Reise auf dem Weg zur Veröffentlichung.

    Veröffentlicht vom Utopie-Verlag, zu haben dort, wo man Hörbücher bekommt. Beim Amazon kann man auch mal probeweise reinhören. Für den Fall, dass jemand noch ein Weihnachtsgeschenk sucht.

    Ach ja, und ich würde mich freuen über Feedback. :)

    sorry, ich hab' grade den Kopf voll mit anderem Kram, nicht alles so angenehm - daher ist Tanred ein bisschen auf sehr langsam geschaltet

    Nimm dir die Zeit, die du brauchst, um das zu bewältigen, was an "nicht so Angenehmem" gerade deine Zeit beansprucht. Ich bin geduldig und werde hiersein, wenn es weitergeht.

    Ich nehme mal an, dass die Szene und damit wahrscheinlich auch das Kapitel zu Ende ist (es sei denn, im Lager der Gaukler wird Tanreds beeindruckender Auftritt noch ausgewertet). Deshalb ein kurzes Feedback von mir.

    Ich habe den Part # 55 zwei Mal lesen müssen. Es fiel mir schwer, die Männer auseinanderzuhalten, denn es waren vier im Zimmer und es gab nur drei Namen. Edric, den ich beim ersten Lesen als "Edred" angesehen habe (sorry für die Verwechslung, die Namen klingen sehr ähnlich für mich) und dessen Anwesenheit mich zum Staunen gebracht hat. Dann der Magistrat und zum Schluss Ternarces, der Offizier. Der vierte war der Soldat, der Tanred hereingeführt hat.
    Beim zweiten Mal hatte ich alles Gesagte dem richtigen Sprecher zugeordnet und konnte somit auch besser erkennen, ob sich hier eine echte Gefahr für Tanred abzeichnete oder ob das Ganze gut ausgehen würde.
    btw: Ich hoffe, wir begegnen Ternarces wieder. Kennst du das, wenn ein Charakter beim Lesen einen tiefen Eindruck hinterlässt, obwohl er (vorerst?) nur einen kleinen Auftritt hat? So ging es mir mit ihm. Keine Ahnung, warum.

    Ja, und dann Ketran. <3 Die Ersatzmutter, die "ihren Jungen" nicht einfach abführen lässt, ohne lautstark dagegen zu protestieren, so laut, dass es Tanred hören kann, bis die Tür hinter ihm ins Schloss fällt. Eine starke Frau.

    Dass das Jonglieren gut gegangen ist, hat mich überrascht. Ich hatte eher erwartet, dass Tanred so aufgeregt ist oder gar ängstlich, dass es misslingt. Schließlich hängt ja viel, seine gesamte Zukunft wahrscheinlich sogar, von dieser kleinen Vorführung ab. Aber nein, er erweist sich als nervenstark und meistert das. Beeindruckend.

    Schön war der Rückblick auf Tanreds Zeit als Gerbergehilfe. Das Leder so detailliert beschreiben zu können hat ihm wohl mehr Glaubwürdigkeit verliehen als das Jonglieren (was ja irgendwie jeder lernen kann). Dazu braucht man Erfahrung, Berufserfahrung.

    Und dann der Ausgang der ganzen Aktion. Schön, dass Tanred einfach gehen konnte.
    Was ich etwas befremdlich fand, war die Rede, die er gehalten hat. Sie war in meinen Augen etwas zu ... gehoben formuliert für einen Gauklerjungen. Wahrscheinlich dachte Ternarces das auch und hatte deshalb diesen nachdenklich Blick. Ich hoffe nicht, dass er seine Meinung über Tanred korrigiert hat! Ich hoffe nicht, dass er Tanred künftig im Auge behält, der mit dieser Ansprache zwar eine Eskalation der Situation verhindert, aber sich selbst wahrscheinlich erneut (und jetzt erst recht?) in Schwierigkeiten gebracht hat. War das so beabsichtigt von dir? Hast du ihn diese wohlformulierte Ansprache halten lassen, um bei der Obrigkeit trotz des erbrachten Beweises der Berufserfahrung als Gerber Zweifel bestehen zu lassen über Tanreds Identität?

    Meinst du mein grammatikalisches Unvermögen? Oder weil es manchmal in Frods Gedanken springt?

    Das Springen. ^^ Mal Präteritum oder PQP, mal Präsens oder Perfekt. Also nicht einheitlich. Um das "hatte" und "war" für das PQP nicht überzustrapazieren, könnte man manche Sätze umformulieren und so "entschärfen", denk ich. Aber wie schon gesagt: das ist nur meine Meinung.

    Meinst du die Schlagfläche?

    Aaaarghh, wer Lesen kann, ist klar im Vorteil. :patsch: Vergiss die Anmerkung.

    Ich denke, hier hat sich eine andere Person eingemischt. Das Krächzen des Raben lässt einen Anhänger Curulums vermuten :hmm: , und Pfeil und Feuerball sind die ersten Zauber, die die angehenden Magier in Elteran erlernen. Ich bin schon sehr gespannnt, wer das lyrische Ich ist und wann diese Adventsepisode spielt (vielleicht eine Szene aus der Kindheit eines der mir bekannten Charaktere?)

    Schön, dass es weitergeht :)

    Das war ein interessanter Part. Am Anfang Frods Überlegungen, dann die Beschreibung der Wandmalereien und dann dieser gruselige Marsch mit dem Cliffhanger. Passt für mich. Bisschen Kleinkram findest du im

    Spoiler

    Tjelvar hat allen gezeigt, dass er keiner von ihnen war. Jeder hatte es gesehen ... oder gehört. Nur er selber will es nicht verstehen.

    Also ist Tjelvar doch ein Magier? Auch wenn er es selbst nicht wahr haben will?

    Hier hat mich am Anfang gestört, dass die beiden unterstrichenen Satzteile so ähnlich klingen. Es las sich wie eine doppelte Information. Aber dann hab ich erkannt, dass hier Tjelvar ja zwei verschiedene Dinge "nicht wahrhaben/verstehen" will: Bei ersten Mal ist es, dass er kein Dun ist, also keiner der Männer aus Dunhaven. Beim zweiten Mal ist es, dass er kein Magier ist. Von daher - zwei verschiedene Aussagen, keine doppelte Info. Nur ein ähnlich klingender Satz, der mir aufgefallen ist. Entscheide einfach selbst, ob du das so lassen willst. :)

    Wie ein Lyttra?

    Hier hab ich kurz gestutzt. Ich hatte das Wort immer nur in Verbindung mit einer Frau gelesen. Gibt es auch männliche Lyttra? Und wenn ja - heißen die genauso?

    waren die kunstvollen Steinarbeiten, welche den Bildern der Zwerge sonst ihre Tiefe verlieh.

    Hier bist du mit der Grammatik verrutscht. :)

    Sie lag mit angewinkelten Beinen auf Schlagfläche.

    Da lässt mich mein Kopfkino im Stich. Wo ist beim Amboss eine Schrägfläche? Und wie liegt die Gestalt?

    Frod schreckte auf, als ihn ein metallisches Scharben auf Stein ihn aus seinen Überlegungen riss. Die beiden Bärenbrüder an seiner Seite zückten sofort ihre Waffen und starrten in das unerforschte Dunkel der Halle, aus der das Geräusch kam. Es wurde immer lauter, bis sich schließlich ein gepanzerter untoter Zwerg in ihr Blickfeld schob.

    Hier hab ich mich gefragt, wie der gepanzerte Zwerg wohl dieses Geräusch verursacht haben mag. Und diese Erklärung:

    und auch das Schleifen seiner Waffe auf dem Boden bald nicht mehr zu hören war.

    ... kam mir ein bisschen zu spät. Vielleicht kannst du das oben mit einbasteln? Nur ein Vorschlag.

    Auch Broxx wusste das, doch schüttelte er nur den Kopf. „Ich hoffe nur, dass wir tief genug unter der Erde sind“, sagte er. „Dann können die Götter unsere Feigheit wenigstens nicht sehen.“

    Ernsthaft? Naja, es muss auch solche geben, damit man einen Vergleich hat zu denjenigen, die mit dem Kopf denken. :whistle:

    Ansonsten hast du diesmal ein ziemlich heftiges Hin- und Herspringen zwischen den Zeitformen im Text. Mag sein, dass andere sich nicht daran stören, aber ich persönlichmag sowas nicht. Wenn jemand in der Vergangenheit schreibt, dann stören mich Formulierungen im Präsens oder Perfekt (außer in direkten Reden). Aber das ist rein subjektiv, nur ne kleine Anmerkung am Rande.

    Und falls ihr irgendwelche Empfehlungen habt, immer her damit! Vielleicht entdecke ich ja auch noch ein paar neue Hörbuch-Perlen dadurch.

    Dann empfehle ich dir den Utopie Verlag, bei dem ich meine beiden Hörbücher veröffentlicht habe. Er ist klein, fast familiär, und er hat seinen Schwerpunkt auf die Veröffentlichung von unbekannten Autoren und Autorinnen gelegt, vorzugsweise Selfpublisher. :thumbup:

    Oh, das war jetzt unerwartet und hat nicht nur Tanred, sondern auch mich kalt erwischt. Und dass nicht nur ...

    Spoiler anzeigen

    ... der Magistrat, sondern sogar Edred selbst sich für ihn interessieren, bringt an der Stelle richtig gut Spannung rein. Mal sehen, ob Tanred unter derartigen Druck jonglieren kann. Und ob die Fürsprache von Ternarces etwas bringt. Oder ob Ketran vielleicht vorher die Tür eintritt. =O

    Ich habe gestern Abend (schon im Bett, mit dem Handy) "Stumm" gelesen.
    Und ich habe es verschlungen!
    Und ich finde es mega schade, dass es nur eine Geschichte ist.

    Wie gern würde ich erfahren, ob Tarlo Amarok wiedertrifft, ob er Magier wird, ob er seinem verletzten Schützling noch einmal begegnet, ob er sich mit seinem Vater versöhnt, ob, ob, ob ...

    Stoff für einen guten Roman, denke ich. Es ließ sich super lesen. Die Kampfszene war atemberaubend. Auch Tarlos Dilemma fand ich sehr überzeugend beschrieben. Der Junge hat auf jeden Fall das Potenzial zu einem starken Hauptcharakter. :thumbup:

    Vielen Dank für das Lesevergnügen! :thumbsup:

    Hallo McFee ,

    das war ein echt gut gereimtes Gedicht. Sowas mag ich sehr. Nur der Schluss, den finde ich etwas holprig, da weicht das Versmaß ab von den vorherigen Strophen.

    Aber der Pointe war gut. Armer Gemahl, ein Tintenfass als Unterpfand der Treue.

    Und armer Mareschall, die Dame ist ihrem Gemahl wirklich treu. :rofl:

    wissend das dieses Drecksvieh selbiges Schicksal ereilen wird

    Hallo Robert , ich hab mal bis zum obigen Satz gelesen und packe dir meine Eindrücke dazu in den Spoiler.

    Spoiler anzeigen

    Zuerst mal: Respekt, denn ich weiß, dass es immer Mut und Überwindung erfordert, etwas selbst Geschriebenes einer breiteren Masse zu zeigen. Ich kann mich noch gut an meine Aufregung damals erinnern.

    Ich persönlich finde es nicht schwierig, mitten in eine Geschichte geworfen zu werden, Details erst nach und nach zu erfahren und den Charakter Schritt für Schritt kennenzulernen. Du hast mit deinem Schnipsel ein interessantes und actionreiches Szenario enthüllt, das mMn gut geeignet wäre, Interesse für das gesamte Werk zu wecken.

    Für mich ließ sich das Ganze aber irgendwie schwer lesen. Zum einen war da deine Neigung, die Sätze sehr zu verkomplizieren, indem du mehrere Teilsätze aneinandergereiht hast. Manchmal musste ich einen dieser Sätze zweimal lesen. Und außerdem finde ich, dass so zusammengebastelte Satzkonstrukte aus einer derart actionreichen Szene das Tempo herausnehmen. Dann liebst du es offensichtlich, den Genitiv zu nutzen. Aber ich habe etliche Stellen gefunden, wo dieser Griff mMn danebengegangen ist. Und manche deiner Formulierungen sind mMn sehr ... blumig, fast gedrechselt, sodass sie mir manchmal ein Schmunzeln entlockt haben. Aber wie gesagt - das ist nur meine Meinung.

    Rechtschreibung und Grammatik lasse ich mal außen vor, da ich denke, dass dies sowieso noch nicht die Endfassung ist und du da selbst nochmal drübergehst.

    Fazit für mich am Schluss?
    Pro: Das Thema könnte mich interessieren, denn du hast hier offensichtlich eine sorgfältig aufgebaute eigene Welt inklusive einer eigenen Religion erschaffen. Sowas mag ich. Und ich mag solche Anfänge, bei denen man als Leser ins kalte Wasser geworfen wird.

    Kontra: Dein Schreibstil ist anstrengend für mich. Wahrscheinlich zu anstrengend. Das habe ich daran gemerkt, dass ich nur bis zum oben eingefügten Zitat gelesen und dann aufgehört habe. Würde es mich fesseln und der Stil mich nicht ermüden, wäre das wohl sicher nicht passiert. In der Buchhandlung hätte ich das Buch wohl zugeklappt und weggelegt, um zum nächsten zu greifen. Aber das ist - wie gesagt - nur mein Eindruck.

    Und ich denke, dieser Part läutet eine Wendung ein. Das fast schon unwirkliche Gelingen aller Vorhaben der Rebellen könnte mit Perrens Weggang ein Ende haben. :huh: