Das Schicksal [Arbeitstitel]

Es gibt 28 Antworten in diesem Thema, welches 10.035 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (15. März 2018 um 12:53) ist von Kathamaus.

  • Hey, coole Geschichte echt. Aber wie kann ich die anderen Kapitel lesen? Weil ich finde die Story super und würde gerne wissen was als nächstes passiert.

  • Danke für die Antwort, aber wenn das so ist bereilt euch bitte mit dem schreiben. Ich bin nämlich jemand der eine gute Geschichte gerne in einem rutsch liest. Als schön weiterschreiben bis der Speicher voll ist. :rolleyes:

  • Ich bin nämlich jemand der eine gute Geschichte gerne in einem rutsch liest.

    Dann solltest du dir lieber eine der abgeschlossenen Geschichten im Forum raussuchen oder ein gutes Buch. Die meisten Geschichten sind noch im Schreibfluss und werden bis zur endgültigen Fertigstellung einige Zeit brauchen. Hetzen hilft da wenig :P

  • Nach einer sehr kurzen (hust :rolleyes: ) Pause, geht es endlich weiter mit unserer Story. Hier der erste Teil des zweiten Kapitels. Hoffentlich habt ihr beim Lesen genau so viel Spaß wie wir beim Schreiben. ^^
    Wie immer würden wir uns über Kommentare sehr freuen. :love:


    2.Kapitel


    Ein gleichmäßiges Schaukeln unter mir lässt mich langsam erwachen. Im selbem Rhythmus schwanke ich von der einen auf die andere Seite, gefolgt von dem leisen Geräusch von Hufen, welche sich in den erdigen Boden graben.
    Ich versuche mich zu bewegen, stöhne dann aber schmerzverzerrt auf, als ich einen stechenden Schmerz in meinem Kopf spüre. Wo bin ich? Was ist passiert? Ein Gefühl des Schwindels ergreift mich, lässt mich einige Momente innehalten und zwingt mich, tief durchzuatmen, bevor ich es wieder einigermaßen unter Kontrolle habe.
    Als ich meine Augen öffne, benötige ich einen Moment, bis sie sich an das helle Licht der Sonne gewöhnt haben. Vor mir sehe ich einen erdigen Pfad, welcher umringt von Bäumen ist. Doch anders, als ich es gewohnt bin, sehe ich ihn nicht gerade vor mir, sondern seitlich neben mir. In diesem Moment realisiere ich, dass ich nicht wie gewöhnlich auf dem Pferd sitze, da ich spüre, dass sich ein Teil des Sattels unsanft in meinen Magen bohrt, so als würde ich über ihm liegen. Aber warum sollte ich das machen?
    Bei dem Versuch meine Hände zu bewegen, zucke ich leicht zusammen, als sich ein stechender Schmerz in meinen Handgelenken bemerkbar macht, da sie irgendetwas unsanft auf meinem Rücken zusammenhält. Ich bin gefesselt! Die Erkenntnis trifft mich so plötzlich, wie ein Pfeil das Wild auf der Jagd. Aber warum? Noch immer schaffe ich es nicht, einen klaren Gedanken zu fassen. Wie in einem Nebel verstecken sich die vergangenen Ereignisse. Sie halten sich so nah, dass ich bereits nach ihnen greifen kann, doch jedes Mal, wenn ich sie gerade erreicht habe, löst sich der Gedanke wieder auf und verschwindet in dem Nebelfeld.
    Noch ein Mal versuche ich meine Hände zu bewegen, wobei mir der Stoff der Fesseln weiter in die bereits aufgescheuerten Gelenke schneidet. Wieder verlässt mich ein leiser Schmerzenslaut, der, wie mir erst jetzt auffällt, durch einen Knebel gedämpft wird. Ich beiße auf ihm herum, in dem Versuch, ihn dadurch loszuwerden. Doch leider sind meine Bemühungen vergeblich und fordern nur noch mehr Schmerz, da sich durch mein Zappeln die Fesseln tiefer in meine Gelenke schneiden. Erst jetzt spüre ich den gleichen Schmerzen auch an den Füßen, die wohl auch gefesselt sein müssen.
    Plötzlich höre ich ein gehässig Lachen, das hinter mir ertönt. Erschrocken drehe ich mich um, zucke aber noch in der Bewegung zurück, da der Schwindel wieder von mir Besitz ergreift. Mein kurzer Schwächeanfall wird wieder durch ein schadenfrohes Lachen quittiert.
    „Na, auch mal wach, Püppchen? Das hat aber gedauert“, spricht eine raue, dunkle Stimme zu mir. Wem auch immer die Stimme gehört, diese Person hat sich keine Mühe gegeben, den Spott und Hass mir gegenüber zu verstecken. Der fremde Akzent lässt mich aber darauf schließen, dass sie nicht aus dieser Gegend kommt. Immerhin kann ich noch soweit denken. Aber woher kenne ich sie? Wieso nimmt sie mich mit sich? Und warum bin ich nicht mit Lysander unterwegs?
    Da trifft mich die Erkenntnis wie ein Schlag. Wohl wie jener, der mich erst vor wenigen Stunden aus dem Bewusstsein gerissen hat. Diese Person – eine Frau, obwohl ihre Stimme nicht darauf schließen lässt – hat Lysander getötet. Meinen Lysander! Bei dem Versuch, sie dafür zu töten, bin ich wohl gescheitert. Bei dem Gedanken an meinen Lehrmeister steigen mir wieder Tränen in die Augen, die ich jedoch so gut es geht an der Schulter wegwische. Dieses Monster soll nicht die Genugtuung bekommen und mir Schwäche ansehen!
    Ich muss mich beruhigen, spricht der Rest Vernunft in mir, der noch vor meinen aufkeimenden Gefühlen verschont wird. Ich atme tief durch und konzentriere mich auf schönere Dinge. Den Wind, der ruhig durch die Bäume weht, das Duett zweier Vögel, die mit ihren lieblichen Stimmen ein gemeinsames Lied mit dem Wald anstimmen. Langsam fange ich an, meine Gedanken zu sortieren, damit ich mich besser konzentrieren kann. Wenn ich es schaffen könnte, die Magie zu kontrollieren, dann kann ich mich befreien!
    Eine tiefere innere Ruhe beginnt sich in mir auszubreiten, mit der die Kraft der Magie einhergeht. Immer weiter breitet sie sich in mir aus, ergreift Besitz von jeder Faser meines Körpers und geht mit einem vorfreudigem Kribbeln einher. Währenddessen suche ich nach den richtigen Worten, gehe in meinem Kopf alles durch, was ich gelernt habe und konzentriere mich nur noch auf meine jetzige Situation. Liberatio. Befreiung. Damit werde ich die Fesseln loswerden. Endlich. Ein Funken der Hoffnung beginnt sich in mir auszubreiten und wie bereits die Magie, wird der Funken zu einer Flamme, die sich durch meinen Körper brennt und mich mit Wärme füllt, der es möglich ist, die Verzweiflung über meine ausweglose Situation zu vertreiben, so wie ein Feuer in der Nacht die ungebetenen Schatten fernhält.
    „Liberatio“, murmel ich gegen den Knebel, der meine Beschwörung größtenteils in sich verschluckt. Normalerweise würden die Fesseln nach diesen Worten aufspringen und mich aus ihrem schmerzhaften Griff freilassen, sodass ich mich wieder frei bewegen kann und auch eine Chance gegen die Fremde habe, doch anders, als erwartet, passiert nichts. Nichts! Schnell wiederhole ich die Worte und versuche dabei so deutlich es mir möglich ist zu sprechen, doch wieder tritt keine Änderung ein.
    Innerhalb weniger Sekunden verschwindet die Hoffnung wieder und mit ihr die Ruhe, die ich mir erst vor wenigen Momenten schwerlich erkämpft habe. Doch ich versuche noch an ihr und an der Magie festzuhalten. Ich muss es tun, immerhin gibt es für mich keinen anderen Ausweg. Wieder murmel ich die passenden Worte vor mich hin, wobei sie immer verzweifelter werden und meine Stimme kurz davor steht zu brechen. Tränen sammeln sich wieder in meinen Augen, da meine Bemühungen, auch wenn sie noch so beharrlich sind, zu nichts führen und nur erneut von einem hämischen Lachen meiner Begleiterin bewertet werden.
    Langsam spüre ich wie die Magie wieder meinen Körper verlässt und die Kraft und Zuversicht, die immer mit ihr kommt und die ich in diesem Moment nötiger habe als jemals zuvor, mit ihr geht. Auch der Versuch, sie mit Gewalt festzuhalten, scheitert, so als würde ich versuchen, Wasser mit meinen Händen zu trägen. Leise schellt mich Lysanders Stimme. Es war eine der einfachsten Regeln, die ich mit als erstes lernen musste. Magie kann man kontrollieren, doch nur mit Willensstärke, nie mit Gewalt. Versucht man dies, so entwindet sie sich einem schneller, als man selbst es merkt. Wie konnte ich seine Worte in so einem wichtigen Moment nur vergessen?
    Der Schmerz, der sich in meinen Hand- und Fußgelenken bereits bemerkbar gemacht hat, breitet sich nun auch auf meine Schultern aus, die unbequem nach hinten gezogen werden. Auch ein leichtes, aber doch bemerkbares Pochen meldet sich in meinem Kopf. Zu gerne würde ich sehen, was für eine Wunde sich dort befindet, sie reinigen und verbinden, aber das würde meine herzallerliebste Reisebegleiterin wohl kaum zu lassen.
    Welche Tageszeit wir wohl schon haben? Das eintönige Auf und Ab des Pferdes unter mir und die verzerrte Sicht auf meine Umwelt macht es mir nicht genau möglich, dies abzuschätzen. Wir könnten schon Tage oder Wochen unterwegs sein oder nach meinem Erwachen erst einige Momente. Hoffentlich reisen wir nicht mehr zu lange, denn die Schmerzen werden immer schlimmer und ich weiß nicht, wie lange ich auch diese unbequeme Position noch aushalten kann. Doch sieht es meine Reisebegleiterin nicht als notwendig an, mich über irgendetwas aufzuklären. Vielmehr hüllt sie sich in einen Mantel des Schweigens, nur unterbrochen, um sich über meine missliche Lage zu vergnügen.

    Einmal editiert, zuletzt von Princess of Light (1. August 2017 um 23:38)

  • Aber wer ist sie eigentlich? Sie kann kein gewöhnlicher Mensch sein, sonst hätte sie meinem Zauber treffen müssen oder zumindest einer von Lysanders, die noch um einiges stärker waren. Dennoch hat sie es geschafft, ihnen auszuweichen. Wie gut müssen ihre Reflexe sein, um dies bewerkstelligen zu können? Auch die Eleganz, die sie bei jeder ihrer Bewegungen zu Tage legt, habe ich noch nie bei einem anderen Menschen gesehen. Selbst Beatrice, welche oft auf Dorffesten getanzt hat, ist weit davon entfernt. Dabei habe ich bis jetzt immer gedacht, dass sie mit ihrem unschuldigen Gesicht, den langen gelockten braunen Haaren und ihren waldgrünen Augen zu den schönsten Frauen gehört, die ich kenne. Auch wenn das nicht wirklich viele sind. Aber gemessen mit den eleganten Bewegungen meiner Begleiterin, bewegt sie sich wie ein Kleinkind bei seinen ersten Schritten. Wenn sie nicht wie ein Mensch ist, was könnte sie sonst sein? Schnell verwerfe ich diesen absurden Gedanken wieder, welcher in meinem Kopf als vollkommen unmöglich angesehen wird. Aber ist es wirklich so unwahrscheinlich?, regt sich eine zweifelnde Stimme in mir.
    Welchen Grund sie wohl gehabt hat, Lysander zu töten? Auch wenn der Gedanke alleine schon einem Messerstich ins Herz gleicht, dem selben, den Lysander erleiden musste, so muss ich mich diesen Schmerzen doch stellen, um die Wahrheit herauszufinden. Jede Information, auch wenn sie noch so klein und unbedeutend erscheint, kann mir im Kampf gegen meinen unbekannten Feind helfen. Nur wenn ich ihn und seine Ziele kenne, kann ich etwas gegen ihn unternehmen.
    Plötzlich springt ein Gedanke in mein Blickfeld wie ein Reh, welches gerade aus seinem Versteck auftaucht. Deswegen muss Lysander den ganzen Tag so nervös gewesen sein! E wusste, dass er verfolgt wurde! Aber warum hat er es mir dann nicht direkt gesagt? Zusammen hätten wir bestimmt etwas unternehmen können! Auch wenn ich es nicht möchte, spüre ich, wie ein Vorwurf gegenüber Lysander in mir nicht verborgen bleibt. Ob er mir wohl nicht genug vertraut hat? Noch immer fällt mir der Gedanke an ihn schwer und schmerzt innerlich, sodass sich der Vorwurf wie ein Verrat an ihm anfühlt. Die Tränen, die sich bereits in meinen Augen gesammelt haben, lösen sich und rollen langsam meine Wangen herunter in Richtung Erdboden. Schnell beiße ich fest in den Knebel, um nicht aufzuschluchzen und meine Begleiterin unnötig auf mich aufmerksam zu machen.
    Diese Frau wird für das, was sie getan hat, bezahlen! Auch wenn sie weiß, wie man gegen Magier vorgeht und sie mir in einem Schwertkampf überlegen ist, so werde ich einen Weg finden, um sie zur Rechenschaft zu ziehen! Sie muss einen Schutz gegen Magie haben. Wenn ich den bloß umgehen könnte… Aber woher wusste sie, dass Lysander ein Magier ist? Sie musste es wissen, sonst wäre sie nie so leichtsinnig in unser Haus gekommen. Jedoch war außer mir keinem bekannt, wozu er fähig war. Selbst ich denke, dass er mir nur ein Bruchteil von seinen wahren Fähigkeiten gezeigt hat und den Rest, für den ich noch nicht bereit war, wie er es immer so schön gesagt hat, für sich behalten hat. Auch wenn wir oft auf einem Übungsplatz nahe des Dorfes trainiert haben, so haben wir doch immer darauf geachtet, dass uns niemand sieht und es sogar mit einem Zauber verschleiert.
    Selbst wenn uns einer der Dorfbewohner gesehen hätte, welchen Grund hätten sie gegen Lysander vorzugehen? Er war immer nett und hilfsbereit zu ihnen, außerdem einer der Wenigen, die sich überhaupt mit Heilkunde auskennen und sich so um die größeren, aber wohl eher kleineren Verletzungen der Bewohner gekümmert hat.
    Nein, von ihnen konnte es keiner gewesen sein. Auch wenn sie Angst vor Magie bekommen hätten, so wäre ihre Furcht vor einer Unbekannten wohl um einiges schlimmer gewesen. Außerdem hätten sie wohl keine Chance gehabt, auf die Fremde zu treffen, außer sie hätten das Dorf für längere Zeit verlassen. Doch sie alle, so wie auch ich, hängen an der malerischen Idylle und dem Frieden in unserer Heimat.
    Die einzige verbleibende Möglichkeit wäre jemand außerhalb unseres Dorfes. Doch leider kenne ich mich dort nicht aus, da Lysander mich nie auf eine seiner vielzähligen Reisen mitnahm. Immerzu musste ich zu Hause ausharren, mein Training fortführen und auf seine Rückkehr warten. Spürte ich früher noch Wut oder Eifersucht bei diesem Gedanken, so machen sie nun Platz für Verständnis. Er wollte mich nur beschützen, so wie er es bei unserer letzten Umarmung gesagt hat. Ob er da wohl schon wusste, dass er…?
    Um mich von meinen düsteren Gedanken, die doch zu nichts führen, abzulenken, lasse ich meinen Blick über die Landschaft vor mir schweifen. Dabei muss ich jedoch darauf achten, meinen Kopf nicht zu hoch anzuheben, da sonst wieder der Schwindel und die Schmerzen von mir Besitz ergreifen und ich somit an meine ausweglose Situation erinnert werde. Vor mir sehe ich riesige Bäume, die mir aus dieser Perspektive noch größer erscheinen als ich es sonst bereits schon gewöhnt bin. Da sie so nah beieinander stehen, verwehren sie den Reisenden die Aussicht ins Innere des Waldes und auf seine Bewohner. Die vielen Büsche, die am Rand des Weges stehen, sind perfekte Verstecke für kleine Tiere, die diese wohl zu ihrer Heimat gemacht haben. Oder auch für Straßenräuber, welche einen Hinterhalt planen, fügt eine bissige Stimme in meinem Inneren hinzu. Ein Teil von mir wünscht sich wohl, dass wir in solch eine Falle geraten, nur damit meine Begleiterin leiden wird und ich vielleicht gerettet werde, auch wenn Räuber dies wohl kaum tun würden.

  • Hey @Princess of Light und @Ippon

    tut mir Leid, irgendwie ist es völlig an mir vorbeigegangen, dass ihr die Erzählung fortgesetzt habt.
    Ist zwar jetzt schon einige Zeit vergangen, in der ich selbst u.a. etwas länger abstinent war, aber ich möchte dann trotzdem noch meinen Senf dazugeben. Möglicherweise liest es ja noch jemand von euch beiden.

    Am Anfang habt ihr gleich mal zwei Wiederholungen drin: Das Adjektiv "erdig" kommt in sehr kurzem Abstand doppelt vor. Ebenso habt ihr zwischen "in [...] die Gelenke schneidet" bzw. "in meine Gelenke schneiden" einen ähnlich kurzen Abstand. Wirkt etwas unschön.

    Auch Dinge wie ein Gedanke, der ins Blickfeld springt und ein von Bäumen umringter Pfad sind etwas merkwürdig formuliert.

    Es gibt auch noch weitere, kleinere Fehlerchen, die bei einem erneuten Drüberlesen ins Auge stechen sollten, doch damit will ich mich jetzt gar nicht weiter aufhalten.

    Kommen wir lieber zum Inhalt und da blieb ich erstmal an diesem Abschnitt hier kleben:

    Deswegen muss Lysander den ganzen Tag so nervös gewesen sein! E wusste, dass er verfolgt wurde! Aber warum hat er es mir dann nicht direkt gesagt?

    Bedenkt man, in welcher Situation sich Amalia gerade befindet, muss man sich wirklich fragen, weshalb Lysander ihr nichts gesagt hat. Wenn er wusste, was ihm blühte finde ich es eigentlich unverantwortlich von ihm, dass er eine solche Lethargie an den Tag legte und einfach mal nichts unternommen hat um seinen Schützling in Sicherheit zu bringen.
    Allerdings frage ich mich, wie Amalia darauf kommt, Lysander wäre nervös gewesen. In dem betroffenen Abschnitt wirkt das ganz und gar nicht so. Wie bereits erwähnt, machte er auf mich einen eher niedergeschlagenen Eindruck.

    Was die Namenlose nun wohl mit Amalia vorhat? Zumal die "Entführung" ja eine sehr spontane Aktion war. Zumindest hatte sie ja nicht damit gerechnet, noch weitere Personen im Haus anzutreffen und anschließend sogar von möglichen Kollateralschäden gesprochen. Bedeutet für mich, dass sie Amalias Tod zu Beginn noch in Betracht gezogen hat. Schauen wir doch mal, wohin das führt :)


    Zum Ende des zweiten Absatzes hin, musste ich einige Male innehalten, da ich über ein paar Stellen stolperte, die auf mich etwas seltsam wirkten.

    Aber woher wusste sie, dass Lysander ein Magier ist? Sie musste es wissen, sonst wäre sie nie so leichtsinnig in unser Haus gekommen.

    Für meine Begriffe wäre es doch eher leichtsinnig gewesen, einen Anschlag zu planen, ohne zu wissen, mit wem ich es zu tun habe, oder?

    Er war [...] außerdem einer der Wenigen, die sich überhaupt mit Heilkunde auskennen und sich so um die größeren, aber wohl eher kleineren Verletzungen der Bewohner gekümmert hat.

    Also entweder "um die größeren UND kleineren Verletzungen" oder aber "die größeren WIE AUCH kleineren Verletzungen".
    So wie im Zitat wiedergegeben, würde man das normalerweise nicht formulieren.

    Auch wenn sie Angst vor Magie bekommen hätten, so wäre ihre Furcht vor einer Unbekannten wohl um einiges schlimmer gewesen.

    Ist das so? Ist es nicht etwas irrational sich vor möglicherweise todbringender Magie weniger zu fürchten, als vor einer schlichten Unbekannten?

    ===

    Zu guter Letzt muss ich sagen, finde ich es ein wenig schade, dass ihr hier gar keine Resonanz mehr bekommen habt, zumal ihr im ersten Kapitel ja überaus deutlich bewiesen habt, dass ihr in der Lage seid Spannung aufzubauen und ernsthaft unerwartete Twists einzufügen.
    Auch wenn der zweite Part im Gegensatz dazu eher gemächlich daherkommt, so hätte das Ganze, in meinen Augen, doch ein wenig mehr Aufmerksamkeit verdient.

    LG
    Rika

  • @Rika
    ich danke dir für deinen Kommentar :D
    Wir sind bereits drauf und dran unsere Passagen noch einmal mit einer Fachlehrerin reifer wirken zu lassen und solche Fehler, wie du sie auch zurecht angemerkt hast auszubessern und somit die Formulierungen und den Styl anheben zu können :)

    Wir zwei fanden es auch Schade, dass wir keine Kommentare mehr bekommen haben und haben deswegen, so müssen wir leider gestehen, auch ein wenig das Interesse verloren weiter zu posten... :O Und das, obwohl wir das immer gerne gemacht haben, also auch die Kommentare für die anderen zu schreiben...


    Also danke dir nochmal für deinen netten Kommi :D
    LG Ippon

  • So ich hab nun auch Mal den Weg zu eurer Geschichte gefunden @Ippon und @Princess of Light.
    Ich hab vorher noch nie eine Geschichte gelesen die von zwei Personen geschrieben wurden, da ich so ein bisschen Angst hatte das mir das nicht gefällt oder ich damit nicht klar kommen.
    Aber bei euch hatte ich gar keine Probleme.
    Eurer Schreibstil ist luftig leicht. Ihr habt es geschafft mich zu fesseln und die Situationen der Protas gut zu Beschrieben. Ich konnte mir alles gut vorstellen und konnte gut folgen. Das hat soviel Potential und ich finde es sehr schade das dann irgendwie keine Resonanz mehr kam. Davor hab auch ich Angst das das momentan bei mir passiert.
    Ich hoffe ihr könnt neues Interesse Entwickeln. Ist ein guter Anfang für eine Geschichte :love: