Träum nicht, wenn du kannst

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    • Träum nicht, wenn du kannst

      Hiho ihr alle, :love:
      hab ganz entschlossen meine Beiträge gesammelt und nun auch den "Mut" den Anfang einzustellen.
      Seid ehrlich und haut alles raus, was ihr findet. Ich freue mich also nicht nur über die positiven Kommis, sondern auch über Kritiken, denn nur so kann ich mich verbessern, oder? :D
      Später, also sobald ich Zeit habe :) gibt es dann mehr.

      Also Kopfkino an und los geht's

      * Prolog *


      "Ich lege mich ins Bett", sagt sie und gibt ihrem Mann einen Kuss. Liebevoll nimmt er sie in den Arm, möchte sie nicht in die weichen Kissen entlassen. "Warum denn jetzt schon?", fragt er sie neckisch. "Du weißt doch, dass ich morgen früh aufstehen muss." Eine eiskalte Lüge, doch er weiß es nicht. Er glaubt ihr und nickt, lässt sie los. "Wünsch ihm auch noch eine gute Nacht, ja?" Natürlich würde sie ihm eine gute Nacht wünschen, dass er überhaupt daran dachte, sie würde es vergessen. Sie lächelt.

      Leise steigt sie die knarrenden Stufen nach oben. Das Haus war verrottet und in jeder Ecke knarzte oder ächzte etwas unter dem Gewicht des Alters. Eigentlich wollten sie sich schon vor Jahren ein neues Heim gesucht haben, aber immer fehlte das Geld. Nie war es genug, denn auch so schon kamen sie gerade nur über die Runden. Mit Überschichten von Seiten ihres Mannes und von ihr versteht sich.

      Als sie die Tür erblickt schleicht sich ein Lächeln auf ihre Lippen. Er war ihre Sonne, ihr Mittelpunkt, ihr Lichtstrahl in dieser so dunkel erscheinenden Welt. Auch wenn sonst alles um sie herum zusammenbrach, so würde er immer da sein, in ihrem Herzen, ihren Gedanken. Mit zum klopfen bereiter Hand bleibt sie vor der geschlossenen Tür stehen. Ob er schon schläft oder wohl noch mit seinen Puppen spielt? Ihm eine gute Nacht zu wünschen würde für sie ein Abschied sein, so wie es jede Nacht einer wahr. Nie war es sicher, ob sie den nächsten Tag erleben würde, oder für immer weiterschlafen und nie wieder erwachen. Heute ganz besonders, nach den Vorfällen des Tages, der letzten Nacht. Sie musste ihn einfach noch einmal sehen, seine türkisen Augen erblicken, sich vollständig in ihnen verlieren. Sie klopft, er schreit "Herein" und sie tritt ein. Natürlich sitzt er auf dem Boden, seinen blauen Schlafanzug am Leib und spielt mit den Sachen, die gebracht gekauft worden waren. Einigen der Puppen fehlten sogar ein paar Körperteile, aber er erfreute sich dennoch an ihnen. Sie kniet sich neben ihn, unterdrückt die Tränen, die aus ihren Augen dringen wollen. Sie durfte einfach nicht vor diesem allumfassenden Lachen weinen. "Ich hab dich lieb, Mama!", sagt er, legt seine Puppen beiseite und stellt sich vor sie. Dann umarmt er sie, fest, liebevoll. "Ich dich auch mein kleiner!" Sie lächelt und nimmt ihn in den Arm, setzt ihn auf ihren Schoß."Bist du denn schon gespannt auf morgen?" Er grinst noch breiter, falls es überhaupt möglich war. "Natürlich. Dann werde ich doch fünf!" Sie lächelt, wuschelt durch seine braunen Locken. "Dann musst du dich aber jetzt schlafen legen, mein großer." Wie aufs Stichwort gähnt er müde. "Deckst du mich noch zu?" Sie nickt, bereitet die Decke über ihm aus, gibt ihm einen Kuss auf die Stirn. Dann schließt er seine Augen und ist binnen weniger Sekunden eingeschlafen.
      Sie dreht sich um, geht aus dem Raum ohne einen weiteren Blickauf ihren Sohn zu werfen. Sie konnte ihn nicht so süß und lieblich sehen, sie musste gehen, sie musste schlafen.
      Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt
      <3

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      Schicksal
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ippon ()

    • Hey Ippon,

      dann mache ich mal den Anfang. Meine Anmerkungen findest du im Spoiler:

      Spoiler anzeigen


      Also, es geht um eine junge Familie, denen es finanziell nicht besonders gut zu gehen scheint. Die Mutter weiß aufgrund besonderer Umstände oder Vorkommnisse nicht, ob sie wieder aufwachen wird, wenn sie einschläft. Es hat den Anschein, als liefe sie Gefahr, in einer Art Traumwelt gefangen zu bleiben, oder so ähnlich. (zumindest verstehe ich das so) Deshalb gibt es jeden Abend eine Verabschiedung von dem kleinen Sohn, da sie jedes Mal befürchtet, ihn das letzte Mal zu sehen.

      Klingt abgedreht, aber dadurch nicht minder interessant. Das Thema "Traumwelt" bietet in jedem Fall viele gute Elemente für eine Geschichte.
      (ich weiß nicht warum, aber ich muss gerade an Freddy Krüger denken :) Uahhh...(kennt man den heute eigentlich noch???)

      Du hast dich dazu entschieden, in der Gegenwart zu schreiben. Das kann man natürlich machen. Für mich ist es am Anfang immer erst etwas ungewohnt, aber nach einer Weile komme ich dann rein. Schwierig ist, denke ich, diese Zeit kontinuierlich durchzuziehen, ohne zwischendurch in die Vergangenheit zu switchen.

      Es gabe einige Formulierungen, die ich so nicht unbedingt verwendet hätte. Beispiel:

      Ippon schrieb:

      Sie entreißt sich seinem Griff, ohne dass er das als negativ bemerken könnte. Sie lächelt.
      Dieser Satz verwirrt mich. Sie "entreißt" sich seinem Griff...das hört sich fast schon nach einem Kampf an. warum "löst" sie sich nicht einfach aus seinem Griff? Außerdem hat du vorher schon geschrieben, dass er sie loslässt. (?) Warum muss sie sich dann noch losreißen? Das kann ich mir nicht so gut vorstellen. :)

      Ippon schrieb:

      die gebracht gekauft worden waren
      hier meintest du sicher "gebraucht"

      Ippon schrieb:

      Ob er schon schläft oder wohl noch mit seinen Puppen spielt?
      Ein Junge, der mit Puppen spielt? Wolltest du hier mit Klischees brechen? :) Ich habe einen Sohn und eine Tochter...und ohne, dass ich sie jemals bwusst in irgendeine Geschlechterrolle gezwängt hätte, spielt sie mit Puppen und er hat ein ganzes Waffenarsenal im Schrank. Deshalb stolpere ich über sowas :D

      Ippon schrieb:

      Sie nickt, tut es, gibt ihm einen Kuss auf die Stirn.
      Das "tut es" stört mich hier, weil es sich nicht schön anhört. Außerdem klingt das so kalt, so mechanisch. Ich stelle mir das in der Situation irgendwie liebevoller vor. Man könnte schreiben: "Sie nickt, breitet liebevoll die Decke über ihm aus und gibt ihm einen letzten Kuss." (Nur so ne Idee)

      Ippon schrieb:

      Sie konnte ihn nicht so süß und lieblich sehen, sie musste gehen, sie musste schlafen.
      Vielleicht: "Sie hielt es nicht aus, ihn so zu sehen. So süß und lieblich. Sie musste gehen,...(?)


      Sind alles nur Tipps, du weißt. Und vieles davon ist subjektiv. Also such dir raus, was du gebrauchen kannst :) Bin gespannt, wie`s weitergeht....



      Viele Grüße,
      Rainbow
    • So, da ich gerade eh nach etwas Neuem zum Lesen suche, steige ich direkt hier mit ein. ^^

      Erstmal, was mir beim Lesen so aufgefallen ist.
      Spoiler anzeigen

      Ippon schrieb:

      "Ich lege mich ins Bett", sagt sie und gibt ihrem Mann einen Kuss. Liebevoll nimmt er sie in den Arm, möchte sie nicht in die weichen Kissen entlassen. "Warum denn jetzt schon?", fragt er sie neckisch. (Absatz) "Du weißt doch, dass ich morgen früh aufstehen muss." Eine eiskalte Lüge, doch er weiß es nicht. Er glaubt ihr und nickt, lässt sie los. (Absatz)"Wünsch ihm auch noch eine gute Nacht, ja?" Natürlich würde sie ihm eine gute Nacht wünschen, dass er überhaupt daran dachte, sie würde es vergessen. Sie entreißt sich seinem Griff, ohne dass er das als negativ bemerken könnte. Sie lächelt.
      Leise steigt sie die knarrenden Stufen nach oben. (Absatz)Das Haus war einfach (würde ich weglassen, da es an der Stelle ein unnötiges Füllwort ist) verrottet und in jeder Ecke knarzte oder ächzte etwas unter dem Gewicht des Alters. Eigentlich wollten sie sich schon vor Jahren ein neues Heim gesucht haben, aber immer fehlte das Geld. Nie war es genug, denn auch so schon kamen sie gerade nur über die Runden. Mit Überschichten von Seiten ihres Mannes und von ihr versteht sich. (Absatz)Als sie die Tür erblickt(Komma) schleicht sich ein Lächeln auf ihre Lippen. Er war ihre Sonne, ihr Mittelpunkt, ihr Lichtstrahl in dieser so dunkel erscheinenden Welt. Auch wenn sonst alles um sie herum zusammenbrach, so würde er immer da sein, in ihrem Herzen, ihren Gedanken. (Absatz)Mit zum klopfen(Klopfen-groß) bereiter Hand bleibt sie vor der geschlossenen Tür stehen. Ob er schon schläft oder wohl noch mit seinen Puppen spielt? Ihm eine gute Nacht zu wünschen (Komma)würde für sie ein Abschied sein, so wie es jede Nacht einer wahr(war-ohne h). Nie war es sicher, ob sie den nächsten Tag erleben würde, oder für immer weiterschlafen und nie wieder erwachen. Heute ganz besonders, nach den Vorfällen des Tages, der letzten Nacht. Sie musste ihn einfach noch einmal sehen, seine türkisen Augen erblicken, sich vollständig in ihnen verlieren. (Absatz)Sie klopft, er schreit "Herein" und sie tritt ein. Natürlich sitzt er auf dem Boden, seinen blauen Schlafanzug am Leib und spielt mit den Sachen, die gebracht(gebraucht)gekauft worden waren. Einigen der Pupen (Puppen) fehlten sogar ein paar Körperteile, aber er erfreute sich dennoch an ihnen. (Absatz) Sie kniet sich neben ihn, unterdrückt die Tränen, die aus ihren Augen dringen wollen. Sie durfte einfach nicht vor diesem allumfassenden Lachen weinen. (Absatz)"Ich hab dich lieb, Mama!", sagt er, legt seine Puppen beiseite und stellt sich vor sie. Dann umarmt er sie, fest, liebevoll. (Absatz)"Ich dich auch mein kleiner (Kleiner-groß 0 ist in dem Fall eine Anrede)!" Sie lächelt und nimmt ihn in den Arm, setzt ihn auf ihren Schoß."Bist du denn schon gespannt auf morgen?" Er grinst noch breiter, falls es überhaupt möglich war.(Absatz) "Natürlich. Dann werde ich doch fünf!" Sie lächelt, wuschelt durch seine braunen Locken.(Absatz) "Dann musst du dich aber jetzt schlafen legen, mein großer (Großer - groß =gleiches Prinzip wie oben - Anrede)." Wie aufs Stichwort gähnt er müde. (Absatz)"Deckst du mich noch zu?" Sie nickt, tut es, gibt ihm einen Kuss auf die Stirn. Dann schließt er seine Augen und ist binnen weniger Sekunden eingeschlafen. Sie dreht sich um, geht aus dem Raum ohne einen weiteren Blickauf ihren Sohn zu werfen. Sie konnte ihn nicht so süß und lieblich sehen, sie musste gehen, sie musste schlafen.

      Noch mal in Worte gefasst, was ich im Spoiler nur markiert habe.
      1. Es fehlen einige Leerzeichen. Das liegt aber vermutlich nicht an dir, sondern am Forum. Wenn man Sachen von außen reinfügt, wird das irgendwie fehlerhaft übernommen. Du kannst das umgehen, wenn du vor dem reinkopieren, das kleine Kästchen links oben in der Menüleiste des Antwortenfensters anklickst. Dort, wo du die Schrift bearbeiten kannst. Dann werden sämtliche Formatierungen z.B. aus Word nicht mit übernommen und du hast die Leerzeichen, wo Leerzeichen hingehören. ^^

      2. Und nun zum Text. ^^
      Es fehlen aus meiner Sicht einige Absätze. Du solltest einige mehr setzen, denn damit machst du es dem Leser einfacher, als wenn er vor einem Block Fließtext steht, bei dem hintereinander alles weg gelesen wird.
      Faustregel beim Setzen von Absätzen: Immer wenn ein neuer Gedanke beginn, mach das deutlich, in dem der neue Gedanke auf einer neuen Zeile losgeht.
      Und bei Wörtlichen Reden ist es in der Regel auch so, dass man - sobald ein Neuer sprecher das Wort ergreift - eine neue Zeile beginnt. Das macht es übersichtlicher und man kann dem Gespräch besser folgen.

      Ansonsten lässt sich zu dem kleinen Abschnitt natürlich noch nicht viel sagen: er ist wirklich recht kurz. Aber ich bin auch nicht gerade der Master darin, Prologe zu schreiben. Ich glaube, der in meiner Geschichte ist sogar noch kürzer :rofl:
      Das hat im Grunde auch nichts zu sagen. Du wirfst mit deinem Prolog jedenfalls schon Fragen auf und das ist schließlich das Ziel eines Prologes. ^^
      Meiner Meinung nach könntest du noch etwas bildlicher schreiben, aber ich denke für den Anfang ist das schon okay so und man weiß ja auch nicht, was noch kommt, also erlaube ich mir darüber kein Urteil. :)
      Mal sehen, auf was diese Geschichte hinauslaufen wird. Scheint ja etwas mit Schlaf und Träumen zu tun zu haben - wenn man vom Titel ausgeht.

      LG, Kyelia

      EDIT: Da war Rainbow 8 Minuten schneller als ich. :P

      Außer Betrieb - Geduldsfaden ist gerissen

      Der, der das Licht stahl
      Síchestja - Das Erbe einer Vergangenheit
    • Sehr interessant. Normalerweise lese ich eher High Fantasy, aber das könnte mir durchaus gefallen. :hmm: Ich werde auf jeden Fall dranbleiben. Der Prolog weckt das Interesse daran, warum sie denkt, dass sie den nächsten Tag vielleicht nicht mehr erlebt.
      Ich finde es sehr angenehm zu lesen, wodurch es mir leicht gefallen ist mir alles vorzustellen. Zum Ende hin solltest du vielleicht etwas mehr Konjunktionen einbauen.


      Anmerkungen

      grau = Ausdruck (meine Meinung)
      rot = Weglassen
      grün = Einfügen / Ändern
      türkis = Tempusfehler

      Ippon schrieb:

      dass er überhaupt daran dachte, sie würde es vergessen.
      Ich würde das daran weglassen und das würde durch könnte ersetzen.

      Ippon schrieb:

      Das Haus war einfach verrottet
      Das würde ich weglassen.

      Ippon schrieb:

      unter dem Gewicht des Alters
      der Last des Alters würde ich schreiben, denn Alter hat ja im Grunde kein Gewicht, kann aber eine große Last sein.

      Ippon schrieb:

      Nie war es genug, denn .Auch so schon kamen sie gerade nur über die Runden.
      bzw. gerade eben über die Runden. (Ich bin mir aber gerade nicht sicher, ob das Umgangssprache ist.)

      Ippon schrieb:

      Eigentlich wollten sie sich schon vor Jahren ein neues Heim gesucht haben
      Das ist zwar grammatikalisch korrekt, aber es unterbricht den Lesefluss, da es eine so ungewöhnliche Form ist.

      Ippon schrieb:

      alles um sie herum zusammenbrach, so würde er immer da sein

      Ippon schrieb:

      und spielt mit den Sachen, die ausnahmslos gebraucht gekauft worden waren
      Ich würde das ausnahmslos ergänzen, da sich die Information irgendwie nicht richtig einfügt, sondern so wirkt, als sollte sie unbedingt vorkommen. (wie immer meine Meinung. Kann sein, dass es Andere ganz anders sehen.)

      Ippon schrieb:

      Einigen der Puppen fehlten sogar ein paar Körperteile, aber er erfreute sich dennoch an ihnen
      Da du deine Geschichte im Präsens schreibst, habe ich es Türkis markiert, wenn du ins Perfekt abrutscht.

      Ippon schrieb:

      Sie durfte einfach nicht vor diesem allumfassenden Lachen weinen

      Ippon schrieb:

      Dann umarmt er sie, fest, liebevoll.
      Hier solltest du die Kommas durch Punkte ersetzen, oder das erste Komma weglassen und das zweite durch ein und ersetzen.

      Ippon schrieb:

      "Ich dich auch mein Kleiner
      Kleiner (bzw. Großer) ist hier eine Anrede und wird deshalb groß geschrieben.

      Ippon schrieb:

      mein Großer."

      Ippon schrieb:

      Er grinst noch breiter, falls es überhaupt möglich war

      Ippon schrieb:

      Sie konnte ihn nicht so süß und lieblich sehen, sie musste gehen, sie musste schlafen.
    • Danke fürs Lesen und für die Kommis :D
      Ja, Absätze sind ein wenig meine Schwäche und die Grammatik erst :S
      Aber ich arbeite daran und wenn ihr mich so nett darauf hinweist erst recht, ich möchte ja, dass ihr weiterlest :love:

      Wenn ich mit den Klausuren durch bin wird es auf jeden Fall weitergehen, vielleicht auch schon vorher. Je nachdem, wie viel ich lernen muss :|
      Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt
      <3

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    • Rainbow schrieb:

      [....]
      (ich weiß nicht warum, aber ich muss gerade an Freddy Krüger denken :) Uahhh...(kennt man den heute eigentlich noch???)
      [...]
      [/spoiler]
      Na klar. Kann mich noch daran erinnern das einer ins Bett gezogen wurde und dann eine Blutfontaine den Raum neu strich!
      Uralt, aber immer noch komisch.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Iridiosflames ()

    • So... jetzt der Rest vom Prolog. Ich habe diesmal versucht ein wenig bildhafter zu schreiben und hoffe, dass das gelungen ist :thumbsup:
      ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und hoffe auf viele helfende Kommentare :search:
      Also Kopfkino an und los geht's <3


      Sie liegt im dunklen Zimmer, steigt hinab. Nur ihr Körper ist umhüllt von der samtenen Decke, bleibt in dem Bett liegen, anwesend in der Realität, welche sie als wahr bezeichnet.
      Sie fliegt, sinkt hinunter und landet weich auf dem saftigen, grünen Gras. Mit einer Hand streicht sie hindurch, als würde sie durch die Haare ihres Sohnes wuscheln. Sie lächelt und steht auf, begibt sich auf das große steinerne Tor zu. Rote Rosen ranken sich um den alten Stein. Es war schön und listig zugleich, ganz nach den Wünschen des Gestalters. Ganz nach dem Wunsch des Ausdruckes. Sie schreitet unter dem Bogen hindurch und setzt sich schließlich auf die Bank am Ende zweier Steinpfade, die schlussendlich in einem Kreis aus Steinen um die Bank herum enden. Sie wartet, lässt die goldenen Strahlen der Sonne auf ihr zierliches Gesicht fallen, ihre rotbraunen Haare, die leicht im kaum spürbaren Wind wehen. Sie lächelt, noch.
      Langsam wird es dunkel, der strahlende Mond steigt am Firmament der funkelnden Sterne auf, lässt die Nachtblumen erwachen und die Blüten sich sehnsüchtig ins Licht des Mondes strecken. Sie seufzt. Während die ersten Regentropfen auf den Boden prasseln, auf ihre Wimpern fallen und ihre Wangen hinab laufen, beginnt sie sich Sorgen zu machen. Was hatte ihre Freundin nur aufgehalten, dass sie nicht gekommen war. Sie steht auf, blickt kurz in den, mittlerweile wolkenbehangenen Himmel und geht des Steinweg entlang.
      Ich muss sie finden!, denkt sie sich und geht auf die Straße. Die Fensterläden der Salons und Restaurants sind eisern verschlossen. Es scheint fast so, als würde in diesem Teil des Landes keiner leben, so still und verlassen ist es hier. Selbst die Nachtpflanzen haben ihre Köpfe unter den Blättern versteckt. Es war geradezu unheimlich in dieser Gegend, als würden die Schatten nach ihr greifen, sie rufen.
      Der Wind flüstert ihr ins Ohr: "Wir werden dich finden, immer finden, immer finden. Wir werden dich fangen, nie mehr gehen lassen, fangen und foltern." Ein kalter Schauer läuft ihr über den Rücken und sie beschleunigt ihre Schritte. Ihre Schuhe klappern laut und hallend auf dem Boden und hinterlassen eine Spur aus Lärm hinter ihr. Doch sie hört nichts. Nur ihren immer schwerer werdenden Atem, ihr immer schneller schlagendes Herz, als würde es galoppieren.
      Sie rennt immer schneller, hält ihren breiten blauen Rock mit den zitternden Fingern fest, damit sie nicht darüber fällt. Um sie herum wird es immer kälter. Sie kann sogar schon ihren eigenen Atem in der Luft sehen. Weiß und heiß kommt er aus ihr herausgeströmt und jedes neue Einatmen sticht in ihrer Lunge wie spitze Nadeln. Sie weiß nicht, wie lange sie noch über den kalten Boden laufen kann, denn ihre Füße schmerzen bereits. Sie hatte vor einigen Metern achtlos die teuren Schuhe von sich geschmissen. Jetzt liegen sie in einer der vielen dunklen Ecken. Steine der Straße ritzen ihr die Fußsohlen auf und Schlamm klebt an ihren Beinen, hält sich wie Blutegeln an ihnen fest, saugt aus ihr die Kraft heraus. Sie kann nicht mehr, sie weiß es. Langsam verlassen sie die letzten Kräfte und selbst die Erinnerung an das Lächeln ihres Sohnes lässt sie nicht schneller laufen, nur ihr Herz springen. Er wird morgen fünf werden. Und seine Mutter wird nicht dabei sein.
      Ich muss laufen!, schießt es ihr durch den Kopf. Noch einmal die Geschwindigkeit erhöhend springt sie über einen herabgestürzten Ast. Dann sieht sie Ihn...
      Mit seinem blauen Anzug sticht er aus der Ödheit dieses Landes heraus, scheint geradezu zu strahlen. Freudig sieht er sie an. Ihre Beine versagen, sie stürzt, ihr Kleid zerreißt und dann hört sie das Wiehern der dunklen Pferde der Finsternis, das Klappern ihrer Hufe auf dem Boden. Erschrocken blickt sie zu ihm auf, doch er lächelt sie nur an, hält das nicht für so real, wie es tatsächlich ist. "Bis morgen, Mama!", sagt er, schließt die Augen und verschwindet in einer hellstrahlenden Wolke aus purem Licht. Doch sie, sie kann nicht so einfach verschwinden, sie müsste dafür an den anderen Ort kommen. Sie versucht aufzustehen, als sie den Sog spürt. Schon fühlt sie den feuerheißen Atem der Todespferde in ihrem Eiskalten Nacken. In dem Moment weiß sie, dass sie sie foltern und töten werden. Sie lässt sich in den Schlamm fallen, lässt den nassen Regen auf ihr Gesicht strömen und die Hoffnungen aus ihr herausfließen.
      Dann kommt der Schmerz und ihr Schrei, der die Winde erzittern lässt. und während die Dunkelheit sie umfängt, bleibt er in ihrem Herzen und die Liebe zu ihm in ihrer Seele.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Ippon ()

    • Hallo,

      Macht Lust auf mehr.

      Also ich hab keine Fehler gefunden im zweiten Teil.


      Im ersten Teil ist mir nur Einer aufgefallen.

      "Ich mag dich auch mein kleiner."

      Es muß heißen,
      "Ich mag dich auch mein Kleiner."

      Der Grund ist dass ein Adjektiv ohne Substantiv groß geschrieben wird.

      .... mein kleiner (Schatz, Junge <-- könnte nämlich da auch stehen)

      Die Antwort auf die Frage "Wen mag ich?"
      Lautet, "Dich mein Kleiner!
      Denn es wäre alternativ, "Dich mein Sohn!"
      möglich.
      Uralt, aber immer noch komisch.
    • Spoiler anzeigen

      Ippon schrieb:

      Sie steht auf, blickt kurz in den (Kein Leerzeichen), mittlerweile Wolkenbehangenen Himmel und geht des Steinweg entlang.
      wolkenbehangenen - klein

      Ippon schrieb:

      (Vor diesem Satz einen Absatz) Ich muss sie finden!, denkt sie sich und geht auf die Straße.
      Zur Erklärung: Genau wie man Wörtliche Reden am besten auf einer neuen Zeile beginnt, würde ich auch den Gedanken mit einem Absatz vom vorherigen Text abheben. Einfach, damit es auf den ersten Blick deutlich wird. ^^

      Ippon schrieb:

      (ebenfalls einen Absatz) Der Wind flüstert ihr ins Ohr: "Wir werden dich finden, immer finden, immer finde(n). Wir werden dich fangen, nie mehr gehen lassen, fangen und foltern."

      Ippon schrieb:

      (Auch hier einen Absatz) Ich muss laufen! (Komma) schießt es ihr durch den Kopf.

      Ippon schrieb:

      "Bis morgen, Mama!" (Komma und dann klein weiter) Sagt er, schließt die Augen und verschwindet in einer hellstrahlenden Wolke aus purem Licht.
      sagt - klein

      Ippon schrieb:

      (Absatz) Sie versucht aufzustehen, als sie den Sog spürt. Schon spürt sie den feuerheißen Atem der Todespferde in ihrem Eiskalten Nacken.
      eiskalt - klein

      zweimal spürt. Wie wäre es mit einem Synonym?
      wahrnehmen, empfangen, wittern, fühlen, bemerken

      Ippon schrieb:

      Dann kommt der Schmerz und ihr Schrei, der die Winde erzittern lässt. und während die Dunkelheit sie umfängt (Komma) bleibt er in ihrem Herzen und die Liebe zu ihm in ihrer Seele.
      Und - groß oder du machst ein Komma statt einen Punkt


      ein wenig verwirrend ist der Teil auf jeden Fall. Was ist passiert? Warum passiert es? Worum geht es eigentlich? Schläft sie jetzt und das ist ein Traum? In dem Fall: stirbt sie auch in der Realität, wenn sie im Traum stirbt? 8|
      Also das Verwirrende eines Traumes hast du auf jeden Fall gut dargestellt, meiner Meinung nach ja schon fast etwas zu sehr :D
      Das war nun also der Prolog. Dann bin ich mal auf die eigentliche Geschichte gespannt.

      LG, Kyelia

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    • @Kyelia Danke für deinen Kommentar. Ich habe auch sofor die Fehler verbessert und hoffe, dass nun keine weiteren entstanden sind :whistling:

      Es freut mich, dass der Prolog tatsächlich die Fragen aufwürft, die ich gehofft hatte. Mal sehen was folgt und wie es euch gefällt. Darauf bin ich wirklich sehr gespannt :D
      Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt
      <3

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    • Hey Ippon,

      es sind ja schon einige Dinge angesprochen worden, die ich jetzt nicht wiederholen muss. Hier kommen die Sachen, die ich noch gefunden habe:

      Spoiler anzeigen


      Ippon schrieb:

      Es war schön und listig zugleich, ganz nach den Wünschen des Gestalters.
      ich bin hier über das "listig" gestolpert, das meiner Meinung nach nicht hier her passt. Bei listig denke ich an hinterlistig und das kann ich nur schwerlich auf ein Tor mit Rosenranken übertragen. (vielleicht gehe ich da jetzt aber auch wieder zu rational dran :) )

      Ippon schrieb:

      Sie schreitet unter dem Bogen hindurch und setzt sich schließlich auf die Bank am Ende zweier Steinpfade, die schlussendlich in einem Kreis aus Steinen um die Bank herum enden.
      Ich versuche deiner Beschreibung zu folgen, finde aber, dass sie irgendwie umständlich klingt.


      Ippon schrieb:

      Langsam wird es dunkel, der strahlende Mond steigt am Firmament der funkelnden Sterne auf ,und lässt die Nachtblumen erwachen und die Blüten sich sehnsüchtig ins Licht des Mondes strecken.
      Ich würde hier das erste "und" streichen und es durch ein Komma ersetzen.

      Ippon schrieb:

      Während die ersten Regentropfen auf den Boden prasseln, auf ihre Wimpern und ihre Wangen hinab laufen, beginnt sie sich Sorgen zu machen.
      ich weiß zwar, was du sagen willst, aber es liest sich ein bisschen so, als würdest du meinen, dass die Regentropfen "auf ihre Wimpern hinablaufen", was natürlich keinen Sinn ergibt. Ich würde hier zu einer anderen Formulierung greifen, um das deutlicher voneinander zu trennen. Vielleicht: Während die ersten Regentropfen auf den Boden prasseln, ihre Wimpern befeuchten und ihre Wangen hinablaufen...."


      Ippon schrieb:

      als würde in diesem Teil des Landes keiner Leben
      leben (klein)


      Ippon schrieb:

      Weiß und heiß kommt er aus ihr herausgeströmt und jedes neues Einatmen tut ihr in der Lunge weh.
      jedes neue Einatmen....außerdem: mir persönlich gefällt das war "tun" nicht so gut. Schöner fände ich: jedes neue Einatmen schmerzt in ihrer Lunge...oder noch besser: verursacht ein Stechen in ihrer Lunge...weil das Wort "Schmerz" benutzt du kurz darauf schon....


      Ippon schrieb:

      hält sich wie Blutegeln an ihnen fest, saugt aus ihnen die Kraft hinaus.
      Irgendwie klingt das für mich komisch...ich würde vielleicht schreiben: "...saugt jegliche Kraft aus ihnen heraus..."


      Ippon schrieb:

      scheint geradezu zu strahlen.
      geradezu zu....finde ich ebenfalls ungünstig. Wenn es sich irgendwie vermeiden lässt, versuche ich solche Formulierungen zu umgehen. Vielleicht"....scheint von innen heraus zu strahlen..." (oder so)


      Ich habe übrigens zuerst nicht geschnallt, dass die Gestalt mit dem blauen Anzug ihr Sohn sein soll... Vielleicht, weil ich mir einen Fünfjährigen eher wenier in einem Anzug vorstelle....wahrscheinlich war das aber von dir so beabsichtigt, die Verwirrung und das Chaotische an dem Traum herüberzubringen.



      Das wars erstmal...bin gespannt, wie es weitergeht :)

      Viele Grüße,
      Rainbow
    • Okee. Ich habe nun versucht ein wenig auf meine Fehler zu achten, auch wenn ich vor allen Dingen in Sachen Groß-und Kleinschreibung grundsätzlich kläglich scheitere... Verzeiht mir diese Fehler also bitte mit drei geschlossenen Augen...

      Also jetzt zu Kapitel 1 <3
      Kopfkino an und los geht's :D


      * 1 *.
      Ein Geräusch, wie knackendes Holz weckt ihn auf. Seine Reflexe zwingen ihn dazu, sich kerzengerade auf zusetzten. Sein Herz rast wie ein galoppierendes Pferd in seiner Brust, die auf einmal viel zu eng erscheint. Seine Lungen blähen sich auf, doch er hat trotzdem das Gefühl, dass zu wenig Luft durch seine Alveolen in sein Blut gelangt. Er streckt sich. Es kann doch nicht sein, dass ich von jedem noch so kleinen und harmlosen Geräusch aufwache! Er seufzt. Dann legt er sich wieder hin, nimmt seine Hand unter das Kissen und zieht die Decke bis zum Kinn hoch, obwohl die Wärme in dem Raum schon jetzt unerträglich ist, quasi im Zimmer steht. Noch immer atmet er schwer und dröhnend. Durch das Fenster strömt das Licht der äußeres Straßenlaterne und lässt die Schatten an seiner blauen Wand tanzen. Leise pfeift der Wind draußen durch die Gassen. Er kann die Geräusche nicht ausblenden, zu laut hallen sie in seinem Kopf wieder. Unruhig wälzt er sich von der einen Seite auf die Andere, schaut dann seufzend auf seine Digitaluhr. [3:24] Super! denkt er, schlägt schließlich seine Decke beiseite und lässt die kühle Luft um ihn herum nach seinen Beinen greifen. Befreiend atmet er ein und steht schlussendlich auf. Seine nackten Füße berühren den einst so flauschigen Teppichboden. In seinen Erinnerungen hatte dieser sich immer wie Wolle angefühlt, weich, warm, liebevoll. Eines Tages dann nicht mehr. Schon seit Jahren war der Teppichboden kalt, hart, tot. Wieder seufzt er, setzt sich an seinen Schreibtisch und knippst du Nachtischlampe an. Jetzt konnte er auch nicht mehr einschlafen, jetzt konnte er auch wach bleiben, bis er schlussendlich in die Schule gehen muss.

      Wider erwarten sitz er schließlich mit tintenschwarzen Augenringen und einem blassen Gesicht schläfrig im Biounterricht. Ironischerweise geht es um Schlaf und die Bedeutung desselben für den menschlichen Körper. Seiner macht tatsächlich das, was die Lehrerin gerade bespricht. Er schreit nach Schlaf, Ruhe und Entspannung. Seine Augen fallen immer wieder zu, wollen nicht offen bleiben oder sich gar den Lichtimpulsen um ihn herum nachgeben. Stattdessen blendet ihn das Licht, als würde er direkt in die Sonne starren. Angestrengt versucht er weiterhin dem Gefasel der Lehrerin zu folgen, doch er ist müde. Sein Kopf droht an Überarbeitung zu platzen. Zu mindestens sagt ihm das sein Gefühl. Ich kann nicht mehr!, schreit die innere Stimme in seinem Kopf, die immer nur das Beste für ihn wollte. Die ganzen Nächte, in denen er schläft und dennoch nicht entspannen kann zermürben ihn ganz langsam und dennoch intensiv.

      Dann gibt er dem Impuls nach und legt seinen tonnenschweren Kopf auf seine bleichen Arme. Nur für einen kurzen Moment, denkt er sich und schließt seine müden Augen.

      Er landet unsanft, hart auf dem steinerden Boden, mit dem er schon allzu vertraut ist. Seine Hände berühren den harten Boden, schürfen sich daran unsanft auf. Der Schmerz durchzuckt ihn wie einen Blitzschlag, doch vielmehr schmerzt ihn der Anblick des leidenden Mädchens vor ihm. Ihre blonden Haare wehen um ihren Kopf ungebändigt herum, fast so, als hätten sie ihr eigenes Leben, ihren eigenen Willen. Angespannt starrt sie ihn an, undurchdringlich und dennoch vertraut. Er seufzt. Ach verdammter Mist! Warum gebe ich mich ihm nur immer wieder hin? Es kann doch nicht sein, dass ich immer wieder hier aufwache, immer wieder wach bin, obwohl ich doch schlafe, immer wieder bei ihr lande! Er seufzt wieder, schwer, müde. Gequält schließt er wieder seine Augen, nichts sehnlicher wünschend, als aus dem Traum zu erwachen und stattdessen im langweiligen, normalen und realen Biounterricht zu sitzen. Alles war besser, als „Jetzt steh endlich auf!". Eine wutverzerrte Stimme trifft auf sein Trommelfell, lässt es erzittern. Das Mädchen, den Tränen nahe, hält seine Schulter noch immer krampfhaft fest, versucht ihn damit zum Aufstehen zu bringen. Er weißt, dass sie recht hat, dass sie gemeinsam irgendwohin gehen müssen, doch er weiß nicht mehr wieso.

      „Sie kommen immer näher!", schreit sie nun noch hysterischer als zuvor, reißt ihn mit einer unbekannten Kraft auf die Füße und zieht ihn an der Hand mit sich fort. „Wohin?", hört er sich entgeistert fragen.

      Dann hört er es. Dunkles Hufgetrappel prallt auf den steinigen Boden, wird von den dicken Mauern um ihn herum immer lauter und bedrohlicher zurückgeworfen. Der Boden unter ihm erzittert immer heftiger, je näher sie kommen, je öfter sich die Hufe der Pferde unaufhaltsam in den Boden rammen. Um die beiden herum wird es immer kälter. Nach und nach können sie ihren eigenen Atem in der Luft sehen, die eigene Angst damit mehr und mehr fühlen. Sie entziehen uns die Wärme! Er versucht zu schreien, doch das leise krächzen bleibt ihm im Hals stecken. Er kann sich kaum noch bewegen, kaum noch atmen, so schwer lastet der Druck auf seiner Brust, zieht ihn in die Tiefe der Finsternis. Nur das unaufhaltsame ziehen des Mädchens kann ihn endlich aus der Trance rausholen.

      Er muss nach Luft schnappen. „Atmen", sagt er sich selbst immer wieder und holt tief Luft. Ich sehe bestimmt wie ein Fisch auf dem Trockenen aus, er lächelt, schaut nicht nach vorne und fällt über einen Zuckerstangenbaumstamm. Gerade noch kann er sich mit den Händen abstützen. Er ächzt unter den Schmerzen, die in dieser Welt noch schlimmer zu seien scheinen. Krampfhaft versucht er die Tränen zurückzuhalten. „Steh auf!" Das blonde Mädchen schaut entsetzt auf ihn herab. Wie war noch einmal ihr Name? Er weiß, dass er ihn vor gar nicht so geraumer Zeit sogar schon gesagt hat, aber das waren andere Zeiten gewesen. Zeiten des Frohsinns, als Königin Dulcinea noch gelebt hatte.

      Seine Knie schlottern, als er versucht aufzustehen. Schließlich knicken sie unter seinem zarten Gewicht ein. Tief in seinem Kopf hört er die leise Stimme seines Lehrers. Ein Lächeln schleicht sich auf seine Lippen. Er würde heute nicht sterben. Er sieht seine Begleiterin an, die entsetzt hinter ihn starrt. Er braucht sich gar nicht erst umzudrehen, um zu wissen, dass die Diener der Königin hinter ihm stehen, bereit seine Essenz zu nehmen und ihn seelenlos auf der Straße liegen zu lassen. Schon spürt er den Sog, welcher ihn seiner Seele berauben wird. "Hoffe, das Ruhen ist zufriedenstellend", er hört Gekicher um sich herum. Der Sog hat keine Wirkung auf mich, wenn ich aufwache. Er blickt in die ängstlichen Augen des Mädchens. Aber die Diener würden sie schnappen, wird ihm schlagartig bewusst. Im letzten Moment, versucht er nach Ihr zu greifen. Doch da fasst die Hand des Erwachens vollständig nach ihm und zieht ihn in seine Wirklichkeit.
      Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt
      <3

      Träum nicht, wenn du kannst
      Schicksal
      Hogwarts and you

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ippon ()

    • Hallo @'Ippon :) !
      Wow, eine interessante Thematik hast Du Dir da ausgesucht! Das ständige Wechselspiel eines Menschen, der in zwei Welten zugleich lebt, kommt bei Dir herrlich surreal rüber. Da wird tatsächlich alles möglich, und ich bin sicher, Du hast da noch so manche Überraschung in petto :) .
      Einige Vorschläge, wie man es hier und da vielleicht noch etwas "runder" machen könnte:

      Ippon schrieb:

      Ein Geräusch, wie knackendes Holz weckt ihn auf. Seine Reflexe zwingen ihn dazu, sich kerzengerade auf zusetzten
      Möglicherweise "Ein Geräusch wie von knackendem Holz ..." und "aufzusetzen"

      Ippon schrieb:

      atmet er schwer und dröhnend
      oder: geräuschvoll? Bei "dröhnend" denke ich an startende Jumboturbinen :)

      Ippon schrieb:

      und lässt die kühle Luft um ihn herum nach seinen Beinen greifen.
      Kopfkino halt. Super :thumbsup: !

      Ippon schrieb:

      Wider (e)Erwarten sitz er schließlich

      Ippon schrieb:

      Der Schmerz durchzuckt ihn wie einen Blitzschlag, doch vielmehr schmerzt ihn der Anblick des leidenden Mädchens vor ihm
      Hier kommt der Übergang von der einen Empfindung zur anderen mir etwas zu abrupt, bzw es gibt überhaupt keinen. Irgendwie müsste dies eleganter zu lösen sein.

      Ippon schrieb:

      wird von den dicken Mauern um ihn herum immer lauter und bedrohlicher geschallt.
      Vielleicht besser: zurückgeworfen, oder so etwas, um nicht das senile "reflektiert" gebrauchen zu müssen

      Nun bin ich aber wirklich gespannt, wie sich dies weiterentwickeln wird!
      Lass mich bitte nicht lange zappeln =O !
      Adler erheben sich in die Lüfte
      aber Wiesel werden nicht in Flugzeugturbinen gesogen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Formorian ()

    • @Formorian Danke für deine unfehlbaren Fehlerfinder-Augen. Ja, ich weiß, dass meine Wortwahl manchmal ein wenig Speziell ist :D
      Dennoch ist die Stelle mit dem "dröhnen" eine der einzigen, wo genau diese Deutung kommen soll, also hey :D

      Hoffe, dass ich wirklich schnell mit dem nächsten Kapitel kommen werde und es weiterhin spannend bleibt <3
      Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt
      <3

      Träum nicht, wenn du kannst
      Schicksal
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    • Hallo Ippon,

      ich durchstöbere gerade hier den Bereich und da bin ich an deiner Geschichte hängengeblieben. Bestimmt, weil mich der Titel angesprochen und neugierig gemacht hat. :)

      Was es in Bezug auf Grammatik, Rechtschreibung oder Schreibstil zu kritisieren gäbe brauche ich nicht mehr zu erwähnen, das haben die anderen ja schon getan. Außerdem bin ich selbst auch nicht perfekt. ;)

      Ich möchte viel lieber das ansprechen, was mir gut gefallen hat. Und das ist vor allem deine Grundidee; Menschen, die in zwei Welten zugleich leben, der realen und einer intensiv erlebten Traumwelt, das finde ich ungeheuer spannend. Vor allem liest man so etwas auch eher selten.

      Und dann sind da noch deine Charaktere, die du ziemlich gut beschreibst, manchmal vielleicht etwas zu ausführlich. Aber gerade dafür habe ich eine Schwäche, das mache ich selbst nämlich auch allzugerne. :D

      Ach, und noch etwas, was mir gerade einfällt: Du schaffst es, an den spannendsten Stellen abzubrechen, echte Cliffhanger zu setzen. Das mögen Leser eigentlich nicht ganz so gerne, aber ich verstehe das sehr gut. Mache ich nämlich auch hin und wieder. Man will ja schließlich die Spannung aufrecht erhalten, nicht wahr? :whistling:

      Liebe Grüße,

      Der Feuervogel
      Nur aus dem Schweigen ward das Wort,
      Nur aus dem Dunkel ward das Licht,
      Nur aus dem Tod ward das Leben:
      Hell ist der Flug des Falken,
      In der Weite des Himmels.


      - Die Erschaffung von Éa (Erdsee; Ursula K. Le Guin) -

    • @Feuervogel
      Danke für die netten Worte. Ich meine, Kritik ist immer gut und die anderen haben ja auch nettes hinzugefügt :D
      Aber eine im Grunde ausschließlich nette ist mal was besonderes :D
      Bin erfreut, dass dir das Konzept gefällt und ob du es glaubst oder nicht, die Idee kam mir im Schlaf :D
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      <3

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      Schicksal
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    • Du hattest die Idee im Schlaf? Aha. Also hast du das wohl geträumt, jetzt weiß ich Bescheid. :D

      Aber wie schon gesagt, das ist eine super Idee. Ist einfach schön mal etwas zu lesen, das sich von anderen Geschichten etwas abhebt. ;)
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      Nur aus dem Dunkel ward das Licht,
      Nur aus dem Tod ward das Leben:
      Hell ist der Flug des Falken,
      In der Weite des Himmels.


      - Die Erschaffung von Éa (Erdsee; Ursula K. Le Guin) -

    • Eine Geschichte, die sich um Träume dreht? Wie cool :love:

      Du schreibst ziemlich gut und verständlich. An ein paar Stellen bin ich angeeckt, weiß aber nicht welche. Es war auch nie so schlimm, dass ich aus dem lesefluß geraten wäre. Sollte mir etwas konkreteres auffallen sag ich es dann.

      Du kommst einerseits schnell zur Sache (aufwachen und fast direkt danach war er schon übermüdet in der Schule), erzeugst gleichzeitig aber viel Spannung und Neugierde.

      Ich hab so viele Fragen im Kopf und hoffe, dass sie nach und nach in den folgenden Kapiteln geklärt werden :D


      Genesis: Sie ist Azathoth, das amorphe Chaos in der zentralen Leere
      Josh: Meine Prophetin!