Sarius' Poesie

  • Hallu,
    nach langem Mal wieder ein neuer Beitrag von mir.
    Aus diversen Gründen habe ich wieder angefangen, Poesie und Gedichte zu schreiben, von denen ich jetzt und in Zukunft einige mit euch teilen will.




    Nur ein bisschen leer


    Du fragst mich wies mir geht,
    hast lange nichts gehört von mir,
    ob etwas passiert ist willst du wissen,
    aber alles gut, alles gut,
    ich fühl mich nur ein bisschen leer, ein bisschen leer.


    Du hast dir Sorgen gemacht um mich,
    das und auch ein bisschen Angst,
    was mit mir los ist willst du wissen,
    aber alles gut, alles gut,
    ich fühl mich nur ein bisschen leer, ein bisschen leer.


    Du hast gesehen wie es mir geht,
    und was mir alles passiert ist,
    warum ich nichts gesagt habe willst du wissen,
    aber alles gut, alles gut,
    ich fühl mich nur ein bisschen leer, ein bisschen leer.


    Du hast gehört was ihm passiert ist,
    und fragst dich ob du ihn hättest retten können,
    warum er nichts gesagt hat willst du wissen,
    aber alles war gut, alles war gut,
    er fühlte sich nur ein bisschen leer, ein bisschen leer.



    Kennst du das?


    Kennst du das, nicht schlafen zu können
    weil dich deine Gedanken wach halten?
    Kennst du das, keine Ruhe zu finden,
    weil dein Herz rastlos ist?
    Kennst du das, so viele Fragen zu haben,
    aber nicht auf eine Antwort zu hoffen?
    Kennst du das, mutlos zu sein,
    weil du einfach nicht mehr weiter weißt?
    Kennst du das, zerrissen zu sein,
    weil es nichts mehr gibt das dich zusammenhält?
    Kennst du das, Erlösung zu suchen,
    doch die Hölle zu finden?
    Kennst du das, zu lieben,
    doch nicht geliebt zu werden?
    Kennst du das, zu vergeben,
    doch vergessen zu werden?


    Sag mir nur, kennst du das?


    Liuvar

    Niemand liebt mich, wie ich bin.
    Dann kann ich mich genauso gut verändern.


    Die Nacht ist dunkel, unsere Seele ist dunkel,
    wir sollten die Nacht lieben, denn sie ist uns ähnlich,
    doch wir fürchten die Nacht, wie wir die Abgründe unserer Seele fürchten,
    ich liebe die Nacht.

  • Hilfeschrei

    Sag, hörst du mich nicht, du grausamer Gott,

    schick endlich einen Engel vom Himmel herauf,

    der mich hinaufträgt in die Abgründe der Hölle.


    Ich wünsche mir doch nichts anderes als Schlaf,

    in dem wundervolle Albträume mich quälen,

    bis ich schließlich wieder entschlafe in dieses Leben.


    Tränenerstickt schreie ich mit trockener Kehle,

    habe doch vom Apfel Edens gekostet so bitter,

    dieser große Teil war für ein Leben zuwenig,

    trage mich hinauf in die Hölle, hinab in den Himmel.




    Niemand liebt mich, wie ich bin.
    Dann kann ich mich genauso gut verändern.


    Die Nacht ist dunkel, unsere Seele ist dunkel,
    wir sollten die Nacht lieben, denn sie ist uns ähnlich,
    doch wir fürchten die Nacht, wie wir die Abgründe unserer Seele fürchten,
    ich liebe die Nacht.

  • Moin Sarius

    Ich wünsche mir doch nichts anderes als Schlaf,

    in dem wundervolle Albträume mich quälen,

    bis ich schließlich wieder entschlafe in dieses Leben.

    Das 3 Gedicht hat mir super gefallen, da ich mich damit sehr gut identifizieren kann (Schlaflosigkeit/Schlafstörung)


    Findes gut das dieses "ein bisschen leer, ein bisschen leer" immer am Ende steht und das es auch wiederholt wird.


    Auch das 1 Gedicht gefällt mir super.


    Kennst du das, zu vergeben,
    doch vergessen zu werden?


    Sag mir nur, kennst du das?

    Ebenfalls das 2 Gedicht fand ich schön.


    Hatte einen schönen Rhythmus finde ich und auch der Inhalt spricht mich sehr an.


    Alles in allem find ich deinen Stil richtig gut und würde mich freuen wenn du mal was neues posten würdest. ;)


    LG

  • EinsamerWolf , danke dir für deine sehr positive Kritik.

    Immer sehr schön zu hören wenn anderen die eigenen Werke gefallen :)


    Liuvar


    Edit: Neues Gedicht:

    Badezimmerspiegel


    Jeden Abend hängst du dort im Bad,

    mein Spiegel, frag ich mich sehr oft,

    wird nicht dieses Dasein langsam fad,

    hast du dir wohl etwas erhofft.


    Bist so alleine in der Dunkelheit,

    nur abends eine Lampe scheint,

    siechst so dahin in Einsamkeit,

    die dich mit der Lampe eint.


    Diese Badezimmerspiegellampe,

    dein einziges Licht, dein Trost,

    wird so zu deiner eig´nen Kampe,

    die dich sicher wiegt, liebkost.


    Doch in Wahrheit will sie nur,

    dass du sie siehst, in ihrer Pracht,

    zieht deine Blicke auf die Schnur,

    und scheint dadurch die ganze Nacht.


    Du Spiegel willst gesehen werden,

    im Schein der Lampe du erstrahlst,

    doch für niemanden auf Erden,

    da du nur mit der Lampe prahlst.


    Liuvar

    Niemand liebt mich, wie ich bin.
    Dann kann ich mich genauso gut verändern.


    Die Nacht ist dunkel, unsere Seele ist dunkel,
    wir sollten die Nacht lieben, denn sie ist uns ähnlich,
    doch wir fürchten die Nacht, wie wir die Abgründe unserer Seele fürchten,
    ich liebe die Nacht.

  • Vom Blatt, dem Sturm und der Zeit

    Du hängst dort an deinem Ast,

    fast schwerelos, ohne jede Last,

    fest am Stamm, am festen Baum,

    glänzt goldgelb, wie im Traum.


    Die Sonne scheint, das Wetter herrlich,

    für deinen Bestand gar unentbehrlich,

    entsteht doch eine Wolke in der Höh´,

    ein sanfter Wind wird schnell zur Böh´.


    Doch du hängst dort an deinem Ast,

    arglos, auf das Übel nicht gefasst,

    so goldgelb wie du dereinst warst,

    so unwirklich ist die Zeit, sie rast.


    Unaufhaltsam wie die Zeit,

    entflammt der Sturm, bringt Leid,

    und richtet gleichsam rücksichtslos,

    über dich, du Blatt, dein Schicksalslos.


    Hingst du einst an deinem Ast,

    hat dich der Zahn der Zeit erfasst,

    liegst mit deinen Brüdern in der Schar,

    die Zeit, so unabwendbar.


    Liuvar

    Niemand liebt mich, wie ich bin.
    Dann kann ich mich genauso gut verändern.


    Die Nacht ist dunkel, unsere Seele ist dunkel,
    wir sollten die Nacht lieben, denn sie ist uns ähnlich,
    doch wir fürchten die Nacht, wie wir die Abgründe unserer Seele fürchten,
    ich liebe die Nacht.