Gefangen in der leeren Welt

Es gibt 131 Antworten in diesem Thema, welches 40.153 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (10. Juli 2016 um 18:18) ist von Dinteyra.

  • Obwohl Ramona springen wollte, war es ihr unmöglich. An beiden Armen zerrte sie ein starker Druck vom Abgrund weg, den sie nicht zu brechen vermochte.
    »Lasst mich!«, schrie Ramona durcheinander, dann wurde sie zurückgezogen. Ein paar Steine lösten sich vom Rand und fielen in die Tiefe.
    »Wir haben Ihnen soeben das Leben gerettet«, sagte ein Mann nahe Ramonas Ohr. »Sie sollten uns wirklich dankbar sein.«

    Ramona versuchte, aus dem Griff zu gelangen, indem sie dem Mann ihren Ellenbogen ins Gesicht stieß. Sie schaffte es nicht. Die zwei Menschen, die sie festhielten, besaßen eine außerordentliche Kraft.
    »Beruhigen Sie sich«, säuselte eine Frau. »Haben Sie uns nicht zugehört? Sie sind der Gewinner! Natürlich können Sie noch springen, aber wollen Sie nicht endlich erfahren, was es mit der leeren Welt auf sich hat?« 
Nach und nach löste Ramona ihren Widerstand, gab ihn schließlich ganz auf. »Na also! Jetzt können wir von Angesicht zu Angesicht sprechen. Das ist doch gleich viel angenehmer für beide Seiten.«
    Reflexartig schaffte Ramona zwischen sich und den beiden Personen Abstand. Beide in einen glänzend weißen Anzug ohne die kleinste Unreinheit gekleidet bildeten das exakte Gegenteil zu Ramona. Durch die blasse Haut und platinblond gefärbten Haaren wirkten sie wie Leichen.

    »Wer sind Sie?«, fragte Ramona schroff und entlockte der Frau ein Kichern.
    »Ich mag es, wenn Sie Emotionen zeigen.«

    »Wer sind Sie?«, wiederholte Ramona mit schärferem Ton.

    »Das tut nicht viel zur Sache.« Der Mann schritt näher und Ramona wich aus. »Aber wenn Sie es Ihnen angenehmer ist, dann nennen Sie uns Liz und Linus. Und bitte achten Sie darauf, wo Sie hintreten. Unsere Reflexe mögen zu langsam sein, Sie aus dieser Entfernung erneut vor Ihrem sicheren Tod zu bewahren.«

    Ihre süßlichen Stimmen fand Ramona ätzend. Was sollte sie bloß tun? Sie war als Einzige übrig, hätte fast Selbstmord begangen und stand nun vor zwei Menschen, die wahrscheinlich über alles Bescheid wussten, was sie bis hierhin geführt hatte.
Kann ich überleben, wenn ich anhöre, was sie zu sagen haben? 
Ramona schluckte.


    Will ich überhaupt noch leben?
    »Vor uns brauchen Sie sich nicht zu fürchten«, sagte Liz. »Wie Niara zuvor sagte, war am Anfang nicht bekannt, wer oder ob jemand sozusagen gewinnen würde. Jetzt wurde allerdings entschieden und Sie dürfen mitkommen, Ramona.«

    »Wofür braucht ihr mich?«

    »Alles zu seiner Zeit«, antwortete diesmal Linus. »Folgen Sie uns bitte. Hier ist wirklich ein ungeeigneter Ort für ein solches Gespräch.«

    Da sich die beiden nicht mehr auf sie zubewegten, verharrte Ramona. Der Regen, der so plötzlich begonnen und geendet hatte, hatte sie völlig durchnässt. Sie schüttelte sich, als sie ein Kälteschauer überkam. Liz und Linus hingegen hatten nicht einen Tropfen abgekommen, so schien es.

    »Sie frieren ja schon!«, bemitleidete sie Liz. »Kommen Sie schnell, wir geben Ihnen neue Kleidung und ein warmes Plätzchen.«

    Wenn Ramona eines hasste, dann war es, wie ein Kind behandelt zu werden. Ein Kind, das sowieso nicht alles wissen brauchte, das man zurechtweisen und bemuttern musste.

    »Ich werde mich keinen Zentimeter vom Fleck bewegen, bevor ich nicht weiß, was hier los ist.«
    Liz schmollte. »Wenn sie nicht kooperieren, muss ich meinen Ausspruch leider ändern, dass wir Ihnen nichts antun werden, meine Liebe.«

    »Hab keine Bedenken, Liz«, sagte Linus und legte seine Hand auf ihre Schulter. »Wir werden das hier so regeln, wie du es dir vorgestellt hast.«
    Das merkwürdige Verhalten ließ Ramona noch unwohler fühlen. Es ähnelte der der Frau, die im Hotelzimmer mit ihr in Kontakt getreten war.

    »Ramona«, sagte Linus. »Machen wir uns das hier nicht noch schwerer, als es ist. Folgen Sie uns und wir werden Ihnen Antworten geben. Verweigern Sie dies, warten wir auf eine Anweisung von oben, die entweder besagt, Sie doch zu töten oder gewaltsam mitzunehmen. Ich denke, unter diesen Umständen können Sie unser Angebot gar nicht ausschlagen. Folgen Sie uns einfach und Sie bekommen Ihr altes Leben geschenkt.« Er lächelte. Seine blanken weißen Zähne schienen zu glänzen. »Einverstanden?«

    Keine der gegebenen Möglichkeiten gefiel Ramona, weil sie Liz und Linus keinen Glauben schenkte. Aber es musste eine Entscheidung her und das, was sie versprachen, falls sie kooperierte, klang am verlockendsten.

    »Gut«, sagte sie langsam. »Ich komme mit.«

    »Perfekt«, strahlte Liz. »Sie werden es nicht bereuen.«

    »Wer weiß«, murmelte Ramona.
Widerstrebend folgte sie den beiden. Auf dem Weg führten Liz und Linus ein Gespräch, mit dem sie nichts anfangen konnte und ihr Versprechen einlösen wollten sie erst später.
 Für Ramona dauerte es eine halbe Ewigkeit, bis sie an ihrem Ziel ankamen. Mitten auf einem ebenen Platz zwischen den Felsen stand ein Helikopter, auf den Liz und Linus zusteuerten.

    »Linus fliegt«, erklärte Liz und wartete, bis er ihr die Tür aufhielt. »Sie, meine Liebe, werden neben ihm sitzen, ich nehme hinten Platz.«
Ramona nickte kaum merklich und stieg mit einem mulmigen Gefühl ein.
    »Wohin fliegen wir?«

    »Dorthin, wo wir hergekommen sind«, zwinkerte ihr Linus zu.
Als er den Helikopter startete, wandte sich Ramona ab und starrte unbeteiligt aus dem Fenster.


    Freue ich mich überhaupt darauf, wieder zurückzukehren?
    Zweifelnd seufzte sie.

    »Wie fühlt man sich eigentlich, nachdem man so viele Menschen hat sterben sehen, Ramona?« Linus summte die Frage förmlich vor sich hin und traf damit einen wunden Punkt.

    »Seien Sie still«, versuchte Ramona ruhig.


    Am liebsten wärt ihr beiden die nächsten Menschen, die ich sterben sähe.
    »Huch, hab ich da was angesprochen, was ich nicht sollte?«
Von hinten hörte Ramona Liz kichern.

    »Was ist daran so witzig?«, meinte sie, doch mit ihrer gewohnt monotonen Stimmlage amüsierte sie Liz nur mehr.

    »Es klingt aber sehr danach, als wäre es Ihnen im tiefsten Inneren egal. Als wäre es Ihnen egal, dass ihre Kameraden gestorben sind!«

    Ramona wurde wütend. »Seid doch einfach still!« Diesmal wurde sie lauter und erschrak über ihre eigenen Emotionen, die sich als Tränen äußerten. Hektisch rieb Ramona mit den Händen über ihre Augen.

    »Kein Grund zu weinen«, summte Linus fortwährend. »Auch wenn es irgendwie eine Ehre ist, die ersten zu sein, die sie weinen sehen. Aber hören Sie, Sie sind in ein paar Stunden wieder zu Hause bei Mami und Papi, also alles gut.« Linus hielt inne. »Nein, Moment, ich will nichts Falsches äußern.« Er tat entschuldigend. »Ein paar von Ihnen hatten ja gar niemanden und ich glaube, Sie gehören auch dazu.«

    Das wurde Ramona endgültig zu viel.


    Die beiden werden mich bestimmt nicht entlassen. Mein Leben wird noch schlimmer werden, als es jetzt ist.

    Sie packte Linus am Arm, krallte ihre Finger in seine Haut und hinderte ihn so am Steuern.

    »Ich will hier raus, sofort!«

    »Was machen Sie denn da?!«, kreischte Liz. »Wollen Sie etwa, dass wir abstürzen?«

    »Mir doch scheißegal! Dann sterbe ich eben. Umso besser, wenn ich euch mit in den Tod reiße!«

    Plötzlich zog etwas an ihrem Hals und Ramona röchelte. Liz hatte mit ihren spindeldürren Fingern ihren Hals umfasst und drückte sie gewaltsam in den Sitz. Ramona ließ von Linus ab und schlug auf Liz' Handflächen, jedoch erfolglos. Stattdessen griff Linus ein - bevor Ramona ernsthaft Schwierigkeiten bereitete, schob er etwas Kleines in ihren Mund.
Panisch realisierte Ramona, dass es sich um eine winzige Pille handelte, die Linus ihr einzwängte. Als sie diese ausspucken wollte, löste Liz ihren Griff, sodass sie nach Luft schnappend automatisch schlucken musste.
    »Was war das?«, brachte Ramona heraus, bevor ihre Zunge schlagartig taub wurde, jegliche Bewegung verhinderte. Ihr war, als breitete sich eine Welle in ihr aus, die ihren ganzen Körper kribbelnd betäubte. Innerhalb von Sekunden war Ramona nicht mehr in der Lage, mit ihrem kleinen Zeh zu zucken.
    Sie wollte schreien, aber kein Laut überkam ihren Lippen.
    »Keine Angst, meine Liebe«, flüsterte Liz. »Sie werden an einen viel friedlicheren Ort gelangen. Versprochen.«

    Ihre Welt tauchte in ein Pechschwarz.

    „Nie wieder!“, sagt der Verstand.
    „Jederzeit!“, sagt die Sehnsucht.
    „Unmöglich!“, sagt die Tatsache.
    „Versuch es“, flüstert der Traum.

  • Spoiler anzeigen

    »Wenn sie nicht kooperieren, muss ich meinen Ausspruch leider ändern, dass wir Ihnen nichts antun werden, meine Liebe.«

    groß

    »Seien Sie still«, versuchte _ Ramona ruhig.

    +es

    Plötzlich zog etwas an ihrem Hals und Ramona röchelte. Liz hatte mit ihren spindeldürren Fingern ihren Hals umfasst und drückte sie gewaltsam in den Sitz.

    Wiederholung


    Die beiden haben voll einen an der Klatsche. Gegen die ist ja sogar eine Kettensäge feinfühliger. Vielleicht sollte man die mal mitspielen lassen, damit die wissen, wovon sie eigentlich reden.
    Oder ... sind die beiden vielleicht sogar ehemalige "Gewinner" und deswegen so krank? 8|
    Anyway, ich bin gespannt, was da jetzt rauskommt

  • Da bin ich wieder :D Hier bin ich nun also beim letzten Kapitel angekommen.

    Kapitel 15

    Poch. Poch. Poch. Poch. Poch.
    Das Geräusch eines Herzschlages, gleichmäßig, doch ungewöhnlich schnell schlagend. Im Hintergrund ein leises Rauschen und mal kräftiger, mal gesenkter ertönendes Piepen.
Eng. Warm. Unangenehm.
    Das Atmen war beschwerlich und Bewegen unmöglich.
Ramona wollte sprechen, danach schreien, nur gelang ihr beides nicht.
Was war geschehen, nachdem sie die Tablette geschluckt hatte?

    Du wirst an einen friedlicheren Ort gelangen, hatte ihr Liz versprochen. Sie hatte versprochen, sie aufzuklären und in ihr altes Leben zu entlassen. War das eine Lüge gewesen oder hatte Liz ihre Meinung geändert, nachdem Ramona aussprach, sie am liebsten sterben zu sehen?


    Ich hätte nicht mitgehen, sondern doch springen sollen.

    Ramona fühlte sich unendlich kraftlos und bemerkte, wie manche Atemzüge ein Stechen in ihrer Brust verursachten.
Plötzlich blendete sie ein starkes Licht, das Ramona dazu zwang, ihre Augen zuzukneifen. Kühlere Luft drang ihr entgegen, ein Piepen wurde lauter und gedämpfte Gespräche drangen an ihr Ohr. Sie wollte sehen, was passierte, doch ihre Augen brannten zu sehr, wenn sie diese auch nur einen Spalt öffnete.
    »Passt«, sagte jemand. »051 anpassen, 012 ausstellen.«
Ramona spürte förmlich, wie sie von dutzenden Blicken durchlöchert wurde.
    »Hören Sie mich, Ramona?«

    »Ja«, krächzte sie kaum hörbar, ein wenig erleichtert, wieder sprechen zu können.
    »Wahrscheinlich sind Sie dazu sowieso nur im geringen Maße in der Lage, aber bleiben Sie bitte ruhig liegen, atmen Sie gleichmäßig und entspannt. Ihnen passiert nichts mehr, alles wird gut.«

    Es kostete Mühe, der Frau zuzuhören, die in unmittelbarer Nähe mit ihr redete. Eine Antwort brachte Ramona nicht zustande, versuchte stattdessen, eines ihrer Gliedmaßen zu bewegen. Langsam kehrte Gefühl in ihre Hände zurück, deren Finger sie zu krümmen und strecken vermochte.

    Was auch immer hier passiert, ich darf niemandem mehr trauen.
    Sie unterdrückte ihre Angst, sich zuredend, viel Schlimmeres durchlebt zu haben. Diese Menschen würden ihr kein neues Leid zufügen können.
Ramona merkte, wie jemand etwas von ihrem Mund riss und ihr somit die Schwierigkeit genommen wurde, diesen weit zu öffnen.
    Wirre Anweisungen, mit denen Ramona nichts anfangen konnte, vermischt von dem Klang technischer Geräte, flirrten durch den Raum.


    Bin ich in einem Krankenhaus?

    Vielleicht war das Mittel in der Tablette ja auch so stark gewesen, dass es sie bis jetzt betäubt hatte. Und vielleicht waren Menschen gerade bemüht, ihre Wunden der letzten Tage zu behandeln und sie wieder auf die Beine zu bringen. Das wollte Ramona nicht glauben, auch wenn es am plausibelsten klang. Doch was sonst passierte gerade?
    »Alles stabil«, sagte dieselbe Stimme wie vorhin bedächtig. »Wir beginnen mit dem Entfernen.«
Nach und nach traute sich Ramona zu blinzeln, langsam an die Helligkeit gewöhnend. Sie fragte sich, wie lange sie gelegen haben musste. Als sie endlich ihre Augen geöffnet halten konnte, erschien in ihrem Blickfeld das Gesicht einer jungen Frau.
    »Bitte erschrecken Sie nicht«, sagte sie und Ramona spürte ihren warmen Atem auf der Haut, so nah war sie ihr. »Wir sind gleich fertig.«


    Erschrecken?

    Ramona hätte beinahe gelacht.
    Mich erschreckt bestimmt nichts mehr.
    Ramona hob ihren Kopf minimal und sah an ihrem Körper hinab. Sie wunderte sich keineswegs, komplett nackt zu sein, die vielen Sensoren, die auf ihrer Haut klebten, oder den Tropf zu entdecken, sondern nahm es einfach hin. Außerdem lag sie auf einem weichen Bezug und grub ihre Finger hinein, die ihr wieder vollständig gehorchten.
    Mehrere Menschen, Frauen wie Männer, die sterile weiße Kittel trugen, waren ihr zugewandt, prüften Sensoren und Geräte. Viele von ihnen hatten eine abgedunkelte Brille auf der Nase, durch die jeglicher Blickkontakt verhindert wurde.
    Jemand drückte sanft gegen Ramonas Stirn, brachte sie damit dazu, zurück in ihr Kissen zu sinken. Danach machte sie sich nicht mehr die Mühe, dem zuzusehen, das ihr widerfuhr.

    »Fertig. Wegtreten.« Fast alle Menschen redeten, doch wenn der Mann sprach, der Anweisungen gab, so verstummten sie.
    »Fertig?«, fragte Ramona und die junge Frau mit den leuchtend roten Haaren von eben beugte sich wieder über sie.

    »Genau, Sie haben es fast geschafft. Ihr Körper muss sich nur noch erholen, wir geben Ihnen einige Präparate und ein Mittel, das sie jetzt schlucken müssen, dann sind sie innerhalb der nächsten fünfzehn Minuten wieder auf den Beinen.«
    Und es passierte, wie sie sagte. Ramona ließ alles geschehen, weil sie wusste, gegen so viele Menschen nichts ausrichten zu können. Nach den verstrichenen Minuten wurde der Tropf von ihrem Arm entfernt, zusammen mit einer merkwürdigen Apparatur, die um ihrem Kopf gelegen hatte. Eine Schwester half Ramona, einfache graue Klamotten anzuziehen und von der Liege aufzustehen, die Ramona bei genauerer Betrachtung nicht mehr als Bett, sondern durch eine Klappe und Polsterung eher als Sarg sah.
    »Wo bin ich hier?«

    »Wir beantworten Ihnen gleich all Ihre Fragen, haben sie noch ein wenig Geduld.«

    Sie stand etwas wackelig auf den Beinen und hielt sich an der Frau mit den roten Haaren fest, die ein gutes Stück kleiner als sie war und ihr verriet, ihr Name wäre Akira.
Der Raum war mit vielerlei Technologie ausgestattet, die Ramona an ihren Hotelaufenthalt erinnerte: Riesige Bildschirme, Hologramme und exakte Spracherkennung, mit der zwei Männer arbeiteten. Allerdings war die für die anderen einfach nur Luft. Akira und der Mann, der die Anweisungen gab, waren die Einzigen, die wenige Worte mit ihr wechselten. Ramona wusste nicht, was wie von allem halten sollte.

    »Alles geregelt«, sagte ein Mann Akira, die Ramona daraufhin ein Lächeln schenkte. Es wirkte unerwartet ermutigend.
»Wir können gehen. Fühlen sie sich in der Lage zu laufen?«
Ramona nickte. Bestimmt hatten sie ihr ein Beruhigungsmittel eingeflößt, so müde und lustlos, wie sie sich fühlte.
    »Wie schön, dann werden wir jetzt zusammen die ersten Schritte machen. Stützen Sie sich nur ab, wenn sie wollen. Und fühlen Sie sich soweit gut?« Akira wartete erwartungsvoll.


    Soll das ein Witz sein?
    Aber Ramona wollte etwas anderes vermitteln und nickte erneut.
    »Perfekt«, meinte Akira und führte sie zur Tür.

    „Nie wieder!“, sagt der Verstand.
    „Jederzeit!“, sagt die Sehnsucht.
    „Unmöglich!“, sagt die Tatsache.
    „Versuch es“, flüstert der Traum.

  • »Alles geregelt«, sagte ein Mann _ Akira, die Ramona daraufhin ein Lächeln schenkte.

    + zu

    Diese Operation dürfte Ramona nach einer einfachen Beruhigungstablette doch nicht nötig gehabt haben, die haben irgendwas mit ihr gemacht. Irgendwie denke ich immer mehr, dass diese ganzen Spiele eine Art natürliche Auslese waren, eine Art Aufnahmetest :hmm:
    Ich werde es demnächst ja bald erfahren ^^

  • Mir ist erst jetzt aufgefallen, dass es ab und zu kleine Formatierfehler gibt, bei denen am Beginn neuer Sätze das Leerzeichen fehlt. Ich weiß wirklich nicht, wie das passiert ist, aber werde es demnächst ändern.
    Auf zum vorletzten Teil :)


    Akira besaß das Talent, außerordentlich schnell und dennoch deutlich zu reden. Ihre Stimme überschlug sich beinahe und Ramona empfand es als nervig, verlor dazu jedoch keine Äußerung.
Sie waren in einen Gang getreten, der durch die karge Einrichtung und das fehlende Personal verlassen wirkte.
    »Nehmen Sie es den anderen nicht übel, dass Sie so ignoriert wurden«, plapperte Akira. »Wissen Sie, Sie waren sehr bemüht gewesen, dass alles mit Ihnen glatt lief und die Anweisungen von oben fallen meistens ziemlich unmenschlich aus. Aber was sage ich das Ihnen überhaupt, Sie müssten ja genau wissen, wovon ich spreche!«
    Verwirrt versuchte Ramona, etwas mit den Sätzen anzufangen. Sie ließ Akira los, um selbst zu laufen, und es gelang ihr.
    »Ich weiß überhaupt nicht, wovon Sie sprechen. Ich bin froh, meinen eigenen Namen zu kennen, sonst weiß ich gar nichts.«
    »Oh, verstehe. Tut mir leid, das ist von Person zu Person unterschiedlich! Wenn Sie wirklich gar nichts wissen, werde ich versuchen, so genau wie möglich zu erklären, während wir das Gebäude verlassen.«
Sich über Akiras Worte, die ihr nichts sagten, zu beschweren, machte wohl keinen Sinn.
    »Fangen Sie schon an zu erklären«, verlangte Ramona erschöpft.

    »Gut. Aber Sie müssen ruhig bleiben und wissen, dass es keinen Zweck hat, auszurasten, falls Ihnen das, was ich sagen werde, nicht gefällt.«

    »Ich weiß«, sagte Ramona. »Ich weiß, dass ich nur eine Spielfigur bin und nichts gegen irgendjemanden ausrichten kann.«

    Akira blieb unbeirrt. »Dann werde ich jetzt zu erzählen beginnen. Ich hoffe, Sie werden mir folgen und glauben können.« Da Akira es gleichgültig hinnahm, was Ramona so betrübt ausgesprochen hatte, wurde sie ihr auf einen Schlag unsympathisch.
Der Gang fand noch immer kein Ende, obwohl sie einen zügigen Schritt hielten. Türen um Türen zogen an ihnen vorbei und Ramona wurde das Gefühl nicht los, kein Stück vorwärtsgekommen zu sein. Vielleicht gingen sie sogar zum wiederholten Male diesen Weg, sie konnte es kaum beurteilen.

    »Sie fragen sich sicher, wo Sie hier sind.« Akira nickte einem Mann in schwarzem Anzug zu, der sie stumm überholte.

    »Sagen Sie's mir einfach«, forderte Ramona schwach. »Erzählen Sie alles, was Sie mir sagen können, kein Ratespiel.«

    Akira räusperte sich. »Gut. Dann kann ich Ihnen zuerst versichern, dass Sie innerhalb der nächsten Stunden ganz von allein Ihre kompletten Erinnerungen zurückerlangen, also seien Sie unbesorgt. Vielleicht fällt ihnen bereits jetzt das ein oder andere ein, was Ihnen zuvor entfallen war.«

    Doch ihr fiel nichts Neues ein. Es ärgerte Ramona, wie Akira alles herauszögern, nicht auf den Punkt kommen wollte. Immerhin wusste sie jetzt, dass ihr Erinnerungsvermögen nicht verloren war. Aber wie war das möglich? Wie waren die letzten Tage möglich gewesen?

    »Erzählen Sie das Wesentliche.«
    
Der leicht stechende Ton rief ein nervöses Auflachen von Akira hervor.
    »Entschuldigen Sie, natürlich. Also, sie befinden sich hier in unserer Hauptstadt Amenohana. Vor etwa zwei Wochen hat man sie ausgewählt und hierher gebracht, um in unsere alljährliche leere Welt gebracht zu werden.«

    »Ich verstehe nicht.«


    Ausgewählt?


    „Nie wieder!“, sagt der Verstand.
    „Jederzeit!“, sagt die Sehnsucht.
    „Unmöglich!“, sagt die Tatsache.
    „Versuch es“, flüstert der Traum.

  • Zitat von Ameko

    Mir ist erst jetzt aufgefallen, dass es ab und zu kleine Formatierfehler gibt, bei denen am Beginn neuer Sätze das Leerzeichen fehlt. Ich weiß wirklich nicht, wie das passiert ist, aber werde es demnächst ändern.

    Klicke vor dem Posten einfach einmal auf das Viereck ganz links in der Werkzeugliste, das sollte das Problem eigentlich beheben, wenn ich die Dskussion darüber richtig verstanden habe.

    Du machst es aber auch spannend, dieser Part ist viel zu kurz! :D
    Ich hab mir schon gedacht, dass man diese zehn Teenager nicht rein zufällig für diese Spiele in der leeren Welt ausgewählt hat, aber wozu?
    Komm schon, lass mich jetzt nicht nochmal ´ne Woche auf die Auflösung warten :stick:

  • Dann will ich euch mal nicht länger warten lassen ^^ Hier kommt der letzte Teil.
    Haut ruhig alles raus, was euch einfällt.
    Danke, dass ihr bis hierher gelesen habt.


    »Oh, also treffen Ihre Erinnerungen besonders langsam ein«, sagte Akira. »Dann ist es auch bestimmt etwas Neues für Sie, wenn ich sage, dass die letzten Tage gar nicht real waren. Nun, es mag Ihnen vielleicht wie die Realität erschienen sein, aber unsere Realität ist eine ganz andere.« Akira lächelte selig, als würde sie über etwas Schönes nachdenken. »Sie haben die letzten Tage in unserer ZT-Box verbracht, die an ein ausgeklügeltes System angeschlossen ist, das ermöglicht, eine virtuelle Welt zu erschaffen, die uns faszinierend vielfältige Möglichkeiten bietet. Es ist einfach erstaunlich, wohin unsere Technik sich in den letzten Jahren entwickelt hat. Wir sind also dazu in der Lage, in einer einzigen virtuellen Welt das Bewusstsein von mehreren Menschen unterzubringen und so zu manipulieren, dass diese glauben, sie befänden sich in der Realität. Dazu müssen wir einige Erinnerungen nur zeitweise löschen, der Rest passiert vollständig mithilfe unseres Programmes. Unsere Teilnehmer fallen in einen komaartigen Zustand und wir können das, was sie vor ihrem inneren Auge erleben, erfassen, aufzeichnen und lenken. Wir können fast alles erschaffen, jede erdenkliche Situation schaffen und ausbauen. Das erfordert geniale Fachkräfte, aber seit Anfang 2306 ist es uns fast perfekt möglich! Hinreißend, nicht wahr?«
    Ramona vermochte nicht zu beschreiben, was sie fühlte, während Akira sprach. Ihr Herz schlug schneller, ihre Kehle wurde trockener. Alles, was sie bisher gedacht hatte, wurde auf den Kopf gestellt, völlig umgekrempelt.

    »Es war alles nicht real?«
    »Genau. Alles wurde, wie ich bereits sagte, von einem Programm erzeugt.«
    »Wieso?«

    »Menschen wollen unterhalten werden«, sagte Akira und seufzte. »Sie wollen immer mehr. Simple Shows reichen schon lange nicht mehr, sie wollen es so echt wie möglich. Schauspieler und Animationen sind letztendlich doch nur reine Fiktion und vorherbestimmt. Die Menschen möchten etwas Spannendes sehen, das wir ihnen nur bieten können, wenn wir uns immer weiterentwickeln. Eine Show wie die in der leeren Welt in unserer Realität darzustellen, wäre viel zu aufwendig und kostenintensiv. Stattdessen lassen wir unsere Teilnehmer schlafen und trotzdem so handeln, als wären sie wach. Sogar Empfindungen wie Schmerz können wir sie inzwischen spüren lassen, es ist einfach fantastisch!«

    Wie konnte ich jemals an so etwas teilnehmen?
    Dass alles nur virtuell gewesen war, schien mühsam vorstellbar. So eine Technik war möglich?

    »Und ich habe daran freiwillige teilgenommen?«

    Die knappe Pause machte Ramona stutzig. Akira lächelte verlegen.
    »Na ja, eigentlich schon.«

    »Eigentlich?«

    »Wissen Sie, die Erinnerung werden sie noch früh genug zurückerhalten. Ich will Sie jetzt wirklich nicht vorab verärgern.«
Das musste bedeuten, die Teilnahme hatte bestimmt unter keinen Umständen freiwillig stattgefunden und Ramona war durchaus verärgert, hielt sich jedoch zurück.
Sie kamen an einem Fahrstuhl an, der sich vor ihnen öffnete. Die beiden traten ein.
    »Was ist mit den anderen?«, fragte Ramona hoffnungsvoll.

    »Die anderen Teilnehmer? Hm, wenn du das wissen möchtest, dann will ich dir meine Informationen nicht vorenthalten. Ich habe die Meldung bekommen, dass es den meisten gut geht. Sie sind auf den Beinen und werden wie Sie entlassen. Nur Xii ist gestorben, sie war wohl körperlich einfach zu schwach und wir haben anscheinend nicht genau aufgepasst. Und Finn liegt noch im künstlichen Koma, weil wir seine Herzprobleme wohl unterschätzt haben. Wir wissen noch nicht, ob er jemals wieder aufwachen wird. Ach ja, mir fällt noch was ein, das Sie bestimmt auch amüsieren wird! Wissen Sie, Artemis und Kirian kannten sich schon in der Realität. Sie waren nämlich ein Paar! Bezaubernd, wie sie sich selbst in der leeren Welt gefunden haben, was?«

    Der Fahrstuhl hielt, Akira trat heraus und wartete.
 »Wir sind da. Ich geleite Sie noch vor zur Tür, da wartet glaube ich Ihr Großvater. Sie können sofort gehen.«

    »Sofort gehen?«

    »Ja, war war daran missverständlich?«

    Ramona blieb stur im gläsernen Fahrstuhl stehen.
    
»Heißt das, ich bekomme keine Entschädigung? Kein Geld, keinen Preis, dass ich diese Hölle durchgestanden habe? Ich kann die anderen nicht mal sehen und werde jetzt einfach vor die Tür gestellt?«

    Da Akira nicht antworte, sie nur stumm betrachtete, verlor Ramona die Beherrschung. Sie stürmte vor und holte aus, Akira aus Wut in das Gesicht zu schlagen. Sie traf nicht. Akira packte ihren Arm so, als gäbe es nichts Einfacheres, bevor die Faust ihr Gesicht berührte. Ihr Griff war eisern.

    »Ich dachte, Sie möchten zurück in Ihr altes Leben?« Zum ersten Mal verlangsamte Akira ihr Sprechtempo. »In dem Fall sollten Sie sich lieber benehmen, das hier ist nicht mehr die leere Welt.«

    Mühsam schluckte Ramona all ihren Hass hinunter.
 Es endete hier. 
Aber konnte sie nach all dem überhaupt wieder einen normalen Alltag führen?
    Ramona erinnerte sich an ihre Großeltern, bei denen sie in der Stadt lebte und arbeitete, an ihre verstorbenen Eltern und den kleinen Bruder, für den sie vollste Verantwortung übernehmen musste, Tag für Tag. Wenn sie sich jetzt nicht zusammenriss, verletzte sie andere.

    Ich werde es versuchen.
    Akira las aus Ramonas Gesichtsausdruck, der sich sonst so selten änderte, wie aus einem Buch.

    »Gute Entscheidung«, lächelte sie. »Leb wohl, Ramona.«


    ~ Ende ~

    „Nie wieder!“, sagt der Verstand.
    „Jederzeit!“, sagt die Sehnsucht.
    „Unmöglich!“, sagt die Tatsache.
    „Versuch es“, flüstert der Traum.

    Einmal editiert, zuletzt von Ameko (28. August 2016 um 15:23)

  • Haut ruhig alles raus, was euch einfällt.
    Danke, dass ihr bis hierher gelesen habt.

    Bitte bitte ^^ Dann gibt es jetzt noch mal ein Gesamtfeedback.
    どぞ

    Ich seh grad mal so, was ich in meinem ersten Kommentar zu deiner Gechichte geschrieben hab:

    Das Setting ist ganz klassisch, Prota wacht irgendwo auf und erinnert sich an nichts. Gefällt mir sehr gut, zumal ich auch schon einmal so eine Geschichte geschrieben hab,

    Nun, wie es aussieht haben wir uns auch für ein ähnliches Ende entschieden ^^'

    Ganz ehrlich, ich habe nicht mit diesem Ende gerechnet. Es gab zwar schon Anzeichen für eine virtuelle Realität - dass die Teens sich plötzlich woanders wiederfanden, Xiis Geist, die technischen Möglichkeiten -, aber mir fehlte die ganze Zeit über das Motiv, weswegen ich das nicht in Betracht zog. Dass scih da jemand an diesen Spielen ergötzt, hab ich mir auch schon gedacht, aber dass es der allgemeinen Volksbelustigung
    gilt ist schon echt krass - jedenfalls aus unserer heutigen Sicht. Wenn man so sieht, wie sich die Unterhaltungsmedien entwickeln - alles muss noch brutaler werden, noch mehr Blut, noch mehr spritzende Innereien und am besten noch irgendwie Brüste mit dazu - dann ist dieses Zukunfstsszenario gar nicht mehr so abwegig. Irgendwann werden Filme nicht mehr reichen und dann kommt sowas bei raus. Ziemlich kritisch, deine Story. Vermutlich wird man über unserer Einstellung zu dem Ganzen in 200 Jahren tatsächlich lachen, wir machen ja heutzutage nichts anderes.

    Das Ende kommt allerdings tatsächlich ein wenig kurz. Okay, Xii ist tatsächlich tot und Finn liegt im Koma aber die anderen Leben. Aber irgendwie fehlt mir da noch, wie die Jugendlichen zu dieser Show gezwungen werden konnten. Dass sie gegen ihren Willen die Spiele der Leeren Welt absolvieren ist ja Freiheitsberaubung. Man kann es so stehen lassen als zeichen, dass es mit den Menschenrechten bergab geht, aber mit welcher Erkklärung man das Legitimieren will, wäre schon spannend für mich.

    Du hast eine ziemlich starke Message in der Geschichte. Weitere Sträken sehe ich in den Charakteren und den Zwischenmenschlichen Teilen. Am Anfang ist es sehr schwer, alle Protagonisten auseinanderzuhalten, aber später kam ich gut rein und die 10 Jugendlichen waren allesamt sehr verschieden und vom Charakter gut und glaubhaft ausgearbeitet. Zudem gibst du super Eindrücke von ihren gefühlen und was die Situationen innerlich in ihnen anrichten, das ist dir echt gelungen.

    An welchen Punkt die Geschichte noch verbessert werden kann, ist für mich persönlich die Spannungskurve. Die gleicht bei dir einer Sinuskurve und zwar hast du praktisch mit jedem Spiel einen neuen Bogen. Das Spiel beginnt, die Spannung steigt, das Spiel endet, die Spannung fällt wieder. Irgendwann hab ich mich nur noch gefragt, wem als nächstes etwas zustößt oder wer als nächstes draufgeht und irgendwann reifte die Gewissheit, dass es einer oder gar keiner schaffen würde. Meiner Ansicht nach liegt das daran, dass du dem Leser keine Informationen geben konntest, weil du sonst das Ende verraten hättest. Die Charaktere spekulieren zwar in ihren Ruhepausen, was der Grund für ihr Hiersein sein könnte, aber letztendlich tappen sie und damit der Leser im Dunkeln. Es gibt keine Richtung, in die man gelenkt wird und dadurch ist fühlte ich mich als Leser dann auch etws verloren. Mir fehlt, dass innerhalb der Leeren Welt mehr versucht, die Hintergründe aufzudecken, ein roter Faden praktisch, der sich durch die einzelnen Spiele zieht; Dass von den Spielleitern sogar vielleicht falsche Hinweise gelegt werden, um das Szenario noch echter wirken zu lassen und die Protagonisten somit noch mehr von der Echtheit der Leeren Welt zu überzeugen. Eine Story in der Story wenn du so willst.

    Alles in allem hab ich deine Geschichte sehr gern gelesen :) Du hast einen soliden und abwechslungsreichen Schreibstil und hast sehr ausrucksstarke Charaktere geschaffen ^^ Würde mich freuen, bei deiner nächsten Geschichte ieder mitzulesen und zu kommentieren, solltest du eine weitere hier im Forum schreiben wollen :fox:

  • @Alopex Lagopus
    Vielen Dank für deine ausführliche Rückmeldung ^^ Hat mich sehr gefreut.
    Du findest also auch, das Ende käme zu kurz. Wenn ich wieder Lust dazu habe, werde ich es auf jeden Fall ausführlicher gestalten. :)
    Das mit der Spannungskurve kann ich auch nachvollziehen. Hoffentlich fallen mir noch genügend Dinge ein, um daran zu arbeiten. Ich lass dem Projekt erst mal seine Zeit, hatte ja wegen dem Fertigstellungstermin Stress genug. Dann werde ich bestimmt versuchen, alles umzusetzen, was bis hierher vorgeschlagen wurde ^^

    Nun, wie es aussieht haben wir uns auch für ein ähnliches Ende entschieden ^^'

    oh, wirklich? ^^"

    „Nie wieder!“, sagt der Verstand.
    „Jederzeit!“, sagt die Sehnsucht.
    „Unmöglich!“, sagt die Tatsache.
    „Versuch es“, flüstert der Traum.

  • Zitat von Alopex Lagopus

    Nun, wie es aussieht haben wir uns auch für ein ähnliches Ende entschieden ^^'

    Nur ähnlich. Ich sag mal, wir haben beide dieselbe Mechanik benutzt aber unser Geschichten sind dennoch absolut verschieden. Wie gesagt, im kern verwendet man immer dieselben Mechaniken, Strategien und Muster zum Schreiben einer Geschichte, da ist nichts Schlimmes bei.

  • Dann schreib ich auch mal kurz, was ich denke. Insgesamt fand ich die Geschichte gut.
    Sehr gut sind dein Schreibstil und wie du das Innenleben deiner Protas beschreibst. :thumbsup: Auch hast du viele gute Ideen, zum Beispiel das Haus oder der Zug.
    Eine Idee, dass es sich um eine Art virtuelle Realität handeln könnte, hatte ich erst vor drei Teilen oder so, als das Mädchen nach dem Einnehmen der Pille aufgewacht ist. Doch jetzt im Nachhinein macht es alles Sinn, vor allem auch die Wechsel zwischen den sehr unterschiedlichen Orten. Das wurde ja immer stärker deutlich während der Geschichte.
    Aber die Geschichte hatte auch ihre Längen. Lange Zeit verlief sie sehr gleich, man erfuhr wenig Neues, besonders bekam man kaum Informationen darüber, was hinter allem dahintersteckte. Es starb ein Prota nach dem anderen und die ganze Situation wurde sehr düster, ohne Lichtblicke. Mich hat nur am Ball gehalten, dass es gut geschrieben war und ich wissen wollte, was denn nun das große Geheimnis ist. Da ist es jetzt natürlich schade, dass man am Ende auch fast nichts erfährt. Ich würde mich sehr freuen, wenn du es dir doch noch mal überlegst und uns ein weiteres Kapitel schenkst, in dem man mehr herausfindet.
    Insgesamt ein gelungenes Werk.
    Viele Grüße
    Dinteyra