Mittsommernacht

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    • Mittsommernacht

      Ich habe mich im Urlaub zu einer neuen Geschichte inspirieren lassen. Es ist nichts Anspruchsvolles, eher was Leichtes.
      Eine Sommergeschichte halt. :sun:

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      „Omi?“
      Der Tonfall dieses Wortes ließ vermuten, dass etwas Besonderes folgen würde, sobald sich die Neunzehnjährige Lena die Aufmerksamkeit ihrer Großmutter Antonia gesichert hatte.
      Die sah von ihrem Kreuzworträtsel hoch, betrachtete ihre Enkelin über den Rand der Lesebrille hinweg und hob erstaunt die Augenbrauen.
      „Ja?“
      Lena ließ sie ein wenig zappeln. Sie lehnte sich in ihrem Gartenstuhl zurück und schaute verträumt in den strahlendblauen Himmel, an dem weiße Wolken entlangsegelten.
      Die beiden unterschiedlichen Frauen saßen wieder einmal im Garten der Seniorenresidenz am Stadtrand, in der Antonia zu Hause war. Sie hatten es sich in einer der lauschigen kleinen Lauben bei einer Tasse Kaffee gemütlich gemacht. Lena, die heute auf Arbeit früher Schluss gemacht hatte, um ihre Omi zu besuchen und über eine ganz bestimmte Sache mit ihr zu sprechen, entschied sich nun, mit der Sprache herauszurücken.
      „Warst du schon mal verliebt?“, fragte sie jetzt die Zweige der üppig blühenden Bougainvillea, die ihre kleine Laube vor allzu sengenden Strahlen der Sonne schützte.
      „Verliebt?“
      Antonia setzte die schmale Goldrandbrille ab, legte den Stift aus der Hand und schob das Heft ein wenig von sich. Sie war gern mit ihrer Enkelin zusammen und genoss deren Besuche immer sehr. Lena hatte leider ein recht distanziertes Verhältnis zu ihrer Mutter, und es fiel ihr leichter, mit ihrer Omi zu reden als mit dieser. Vermutlich auch, weil besagte Omi immer ihr bester Freund war. Schon von Kind auf. Die fast achtundvierzig Jahre Altersunterschied störten weder die Ältere noch die Jüngere. Antonia war aufgrund einer Lähmung des linken Armes in der Residenz und nicht, weil sie alt war. Davon wollte sie nichts hören.
      Jetzt trat ein ähnlich verträumter Ausdruck auf ihr Gesicht, wie er bereits auf Lenas lag, und in diesem Moment ähnelte sie der Enkelin stark.
      „Ja, ich war schon mal verliebt“, erklärte sie nun mit Bestimmtheit und lächelte.
      Lena wandte ihr den Blick zu.
      „In Opa?“
      „Nein.“ Antonia schüttelte den Kopf. „Opa habe ich geliebt. Geheiratet habe ich ihn, weil er mich so hartnäckig umworben hat. Den Himmel hat er mir zu Füßen legen wollen.“ Jetzt lachte sie leise. „Und das hat er getan. Die Liebe ist mit der Zeit gekommen. Aber verliebt - war ich in einen anderen. Warum fragst du?“
      „Weil ich verliebt bin ...“ Lena ließ den Kopf wieder an die Stuhllehne zurücksinken und breitete die Arme aus, als wolle wie die Welt umarmen.
      Antonia schenkte Kaffee nach. „Erzähl mal“, forderte sie interessiert.
      Einen Augenblick nahm Lena sich Zeit, um sich zu erinnern. Wie war das gewesen? Wo sollte sie beginnen?

      Er küsste sie!
      Er küsste sie tatsächlich. Ja, es war schon klar erkennbar, dass sie der aktivere Teil des Duos war. Aber so, wie er nun seine Hände auf ihren Hintern legte, während sie ihre Arme um seinen Nacken schlang und ihn zu sich herabzog, konnte jeder sehen, dass er es genoss.
      Dieser Mistkerl. Dieser schleimige, verlogene Mistkerl! Wie konnte er es wagen, diese Schnepfe anzutatschen und – was noch schlimmer war – zu küssen.
      Sie fühlte, wie ihr die Tränen der Wut in die Augen stiegen. Ärgerlich blinzelte sie sie weg, doch es half nicht. Die Enttäuschung war zu groß.
      Rings um sie herum herrschte Trubel. Die Menschen lachten, redeten laut miteinander, um sich trotz des Lärms verständigen zu können, dröhnendes Gelächter und fröhliches Kreischen waren vereinzelt zu hören. Es war Kirmes, und die lockeren Rhythmen der Blaskappelle gingen jedem in die Beine. Die Pärchen drehten sich auf der birkengeschmückten Holzbühne, dass der Bretterboden dröhnte. Hier wurde Musik noch live gemacht, hier gab es keine Bässe, Boxen und Beats. Die Frauen trugen samt und sonders Kleider. Es war ein bisschen, als hätte jemand die Zeit zurückgedreht. So etwas fand man heute nicht mehr so ohne Weiteres. Und vielleicht war es gerade deshalb rappelvoll auf der Tanzfläche. Die Kirmes in diesem Ort war ein Geheimtipp.
      Und nun stand sie inmitten dieses Lärmens wie auf einer einsamen Insel. Sie nahm nichts von dem Getöse und der Geschäftigkeit um sie herum wahr. Ihre ganze Aufmerksamkeit galt dem knutschenden Paar, das vielleicht fünf Meter vor ihr stand und sie nicht bemerkte.
      Martin, dachte sie wehmütig, was tust du nur?
      Als es nun warm über ihre Wange rann, drehte sie sich um und rannte mit einem unterdrückten Aufschluchzen davon. Ihre schicke Hochsteckfrisur löste sich nach wenigen Schritten schon auf, und an der Losbude verlor sie ihre Tasche und musste umkehren, um sie aufzuheben. Halb blind vor Tränen merkte sie, dass sie mehrere Menschen anrempelte, die ihr aufgebracht hinterherschimpften.
      Martin ...
      Nach ihrem Plan hatte heute ihr erster gemeinsamer Abend sein sollen.
      Sie waren sich erstmals begegnet, als sie ihre Cousine zu Weihnachten das letzte Mal besucht hatte. Pia und ihre Eltern wohnten noch in dem Dorf, in dem auch Omi mit ihren zwei Töchtern früher gelebt hatte. Als sie selbst gerade erst vierzehn geworden war, war Mama, Omis jüngere Tochter, in eine luxuriöse Eigentumswohnung in der Stadt gezogen. Und nach dem Schlaganfall vor vier Jahren war Omi ihrer Tochter gefolgt und hatte in der Seniorenresidenz, die nahe bei deren Wohnung lag, ein hübsches Zimmer bekommen. Die ältere Tochter, Pias Mutter Agnes, war mit ihrer Familie im Dorf geblieben.
      Sie mochte ihre Cousine wirklich sehr gern und sie schrieben sich regelmäßig. Die Einladung zur Kirmes in der Mittsommernacht war ein geplanter und seit langem fälliger Besuch, besonders für sie natürlich, weil sie bei diesem Anlass unbedingt Martin wiedersehen wollte. Es sollte eine Überraschung für ihn sein. Nach all den endlosen WhatsApp-Texten mit seinen Liebesschwüren und ihren Träumen von einer gemeinsamen Zukunft war sie sich sicher gewesen, dass er der Mann ihres Lebens war.
      Während ihr diese Gedanken durch den Kopf schossen, hatte ihre Flucht sie schon ein ganzes Stück vom Festplatz weggeführt. Die stampfenden Rhythmen der Musik waren noch hörbar, aber ihre Füße liefen wie von selbst weiter. Weg hier, weg von diesem Ort. Einfach nur allein sein.
      Energisch wischte sie sich die Tränen vom Gesicht. Sicher sah ihr Makeup furchtbar aus. Doch es war ihr egal. Heute musste sie niemandem mehr gefallen.
      Sie merkte, dass sie auf dem Feldweg unterwegs war, der zur alten Ruine führte. Der verfallene Bau, der einsam inmitten eines Feldes stand, war einstmals ein Rittergut oder eher ein kleines Schloss gewesen. Nicht nur die Mauern standen noch, auch die große Freitreppe und die gewaltigen Torsäulen mit den steinernen Löwen darauf war erhalten geblieben. Heute jedoch gähnten denjenigen, der sich dorthin verirrte, nur leere Fensterhöhlen an. In allen noch erhaltenen Räumen und den teils zusammengebrochenen Nebengebäuden hatte ein verheerender Brand seine schwarzen Spuren hinterlassen. Und doch oder gerade deshalb hatte der einstmals stolze Wohnsitz in ihrer Kinderzeit den idealen Spielplatz abgegeben. Sie waren Prinzessinnen und Prinzen, Räuber und Räuberbräute gewesen. Selbst Seeräuber, böse Hexen und Drachen hatten dort ihre Daseinsberechtigung gehabt.
      Jetzt blieb sie stehen. Es war schon fast dunkel geworden. War es klug. erst bis dorthin zu laufen? Wenn sie ankam, würde es stockfinster sein. Und was sollte sie dort? In den Erinnerungen aus der Kindheit schwelgen?
      Ihre Kinderzeit war vorbei. Mit neunzehn wollte sie ihr Leben planen. Und Martin sollte ein Teil davon sein.
      Okay, dann wurde er es eben nicht. Er war nicht der einzige Mann auf der Welt.
      Sie hob den Kopf und schaute sich um. Hinter sich sah sie die Silhouetten der Häuser, und ganz rechts war der von Fackeln erleuchtete Festplatz. Die Musik war bis hierher zu hören, auch Lachen und Stimmenlärm. Sollte sie zurückgehen? Sich nichts anmerken lassen? Immerhin wusste Martin gar nicht, dass sie da war. Vielleicht würde er ja die Schnepfe auch ihretwegen stehenlassen?
      Doch im selben Moment, wie diese Gedanken auftauchten, waren sie auch wieder verschwunden. Sie wollte gar nicht, dass er sie beachtete. Nicht mehr. Nicht nach dem, was sie gesehen hatte.
      Verzagt ließ sie sich ins weiche, noch sonnenwarme Gras fallen. Ihre Finger spielten mit den Halmen, während sie hinüber zum Dorf starrte und schon wieder Tränen in ihren Augen aufsteigen fühlte.
      „So ganz allein hier? Und so traurig?“
      Die Männerstimme ließ sie erschrocken wieder aufspringen. Sie hatte niemanden kommen hören. War ihr etwa jemand bis hierher gefolgt? Angestrengt versuchte sie, ihr Unbehagen zu unterdrücken. Sie war ganz allein hier mit dem Fremden.
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


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    • Verärgert drehte sich herum, um den Sprecher zurechtzuweisen, weil er sie erschreckt hatte. Doch die Worte blieben ihr im Halse stecken.
      Vor ihr stand ein junger Mann, und er war das, was man wohl atemberaubend schön nannte. Sein schulterlanges, rabenschwarzes Haar war im Nacken zu einem lockeren Zopf zusammengebunden. Vorn hing es ihm ein wenig in die Stirn, was seinem Aussehen etwas Verwegenes gab. Die ebenso schwarzen Augen schauten sie freundlich an, während er geduldig auf eine Antwort wartete. Jetzt hob er die Augenbrauen ein bisschen, als wolle er sie ermuntern zu antworten.
      Sie räusperte sich kurz. Ihr war bewusstgeworden, dass die ihn ein paar Sekunden lang unverhohlen angestarrt hatte. Peinlich berührt fühlte sie, wie Röte in ihre Wangen kroch, und sie war dankbar für die Dämmerung, die verhinderte, dass er es bemerkte.
      „Ich wollte allein sein“, gab sie spröde zurück.
      „Oh“, meinte er nur, wirkte aber nicht zerknirscht. „Kummer? Dagegen gibt es ein Mittel.“ Er legte den linken Arm auf den Rücken und verbeugte sich knapp, während er ihr die rechte Hand einladend entgegenhielt. „Willst du tanzen?“
      Was für ein alberner Kerl. Ein Kichern stieg in ihrer Kehle auf, weil diese Verbeugung so lustig aussah. Doch sie schüttelte nur den Kopf. „Nein, danke“, erwiderte sie, und ein bitterer Ton schwang in ihren Worten mit. „Davon habe ich genug für heute.“ Ihr Blick flog kurz hinüber zum hell erleuchteten Festplatz.
      Er folgte der Richtung, in der sie sah, und verstand.
      „Das meine ich nicht“, entgegnete er mit einem Lächeln und schüttelte sacht den Kopf.
      „Wir tanzen woanders.“
      Seine Linke wies nun nach hinten, weswegen er sich halb herumdrehte. Die Rechte blieb weiterhin einladend ihr entgegengestreckt.
      Misstrauisch zog sie die Brauen zusammen. „Da hinten ist nichts, wo man tanzen könnte“, gab sie fast schnippisch zurück.
      Sein Lächeln blieb. „Wir tanzen am Gutshaus“, erklärte er.
      Am Gutshaus? Meinte er die Ruine? Dort wurde getanzt?
      Während sie überlegte, was sie tun sollte, betrachtete sie ihn etwas näher. Er trug ein weißes Leinenhemd unter einer dunkelblauen Seidenweste und dünne Lederhosen, die er in seine kniehohen Stiefel gesteckt hatte. Ein seltsamer Aufzug. Obwohl - es konnte ja sein ...
      „Feiert ihr ein Mittelalterfest?“, fragte sie neugierig. „So richtig mit Kostümen und so?“
      „Komm mit, und du wirst es selbst sehen.“Er legte ein wenig den Kopf schief und sah sie abwartend an, wobei sich sein Lächeln vertiefte.
      Kurz atmete sie tief durch, dann hatte sie sich entschieden. Sie würde heute Nacht tanzen. Der Fremde schien ein netter Kerl zu sein. Und falls er sie doch belog, um irgendwo über sie herfallen zu können, dann würde sie sich zu wehren wissen. Bis zum großen Felsbrocken konnte sie auf jeden Fall mitgehen. Von da aus war die Ruine zwischen den mächtigen Kronen der uralten Lindenbäume gut zu sehen, auch wenn man noch ein Stück bis dorthin zu gehen hatte. Wenn dort jemand tanzte, würde sie die Musik hören. Und das Lagerfeuer sehen. Und wenn es da nichts zu sehen gab, dann würde sie umkehren. Sie war weder dumm noch leichtsinnig. Und als sie ihm nun ebenfalls lächelnd ihre Hand überließ, nahm sie sich vor, gut auf sich aufzupassen.


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      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


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    • Romantische Geschichten sind ja eigentlich nicht so mein Ding, aber da du`s bist Tariq, steig ich einfach mal mit ein und lass mich überraschen :)
      Spoiler anzeigen

      Tariq schrieb:

      Schon von Kind auf.
      Nicht eher von "Kindesbeinen" auf?

      Tariq schrieb:

      Mama, Omis jüngere Tochter, zog mit ihrer Familie in eine luxuriöse Eigentumswohnung in der Stadt. Kurz vorher war sie selbst vierzehn geworden.
      Ich dachte an der Stelle kurz, die Mutter sei gerade erst vierzehn geworden. xD
      Eventuell könnte man das etwas rumdrehen und stattdessen schreiben: "Als sie selbst gerade erst vierzehn geworden war, zog Mama, Omis jüngere Tochter, in eine luxuriöse Eigentumswohnung in der Stadt."

      Tariq schrieb:

      Nach all den endlosen WhatsApp-Texten mit seinen Liebesschwüren und ihren Träumen von einer gemeinsamen Zukunft war sie sich sicher gewesen, dass er der Mann ihres Herzens war.
      Die Jugend von heute :panik:
      Sowas macht man doch nicht über WhatsApp xD

      Tariq schrieb:

      Vor ihr stand ein junger Mann, und er war das, was man wohl atemberaubend schön nannte.
      Ach Mist. Und als es um die Ruine ging dachte ich noch, sie reist gleich durch ein Portal und besucht den Ripfatre :rofl:

      Wie bereits gesagt, les ich normalerweise eher wenig von Liebe erfüllte Geschichten. Doch wie zu erwarten bekommt man hier auch keine langweilige 0815 Romanze vorgesetzt. Stattdessen fancy ich jetzt zusammen mit Lene die schwarzen langen Haare von dem Kerl und bin gespannt, wo er sie hinführt. Ob auf nen Mittelaltermarkt oder doch direkt nach Narnia ist mir eigentlich wurscht, ich les auf jeden Fall weiter ^^
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"
    • Schön, dich an Bord zu haben, @Xarrot, danke für dein Feedback! :)

      Spoiler anzeigen
      Zuerst beruhige ich dich mal: Es wird definitv keine Liebesgeschichte. Sowas liegt mir gar nicht. :rofl:
      Aber der Anfang ist nun mal so passiert. Da kann ich nichts dafür. Schön, dass du trotzdem bleiben willst. Hoffentlich enttäusche ich dich nicht.

      Xarrot schrieb:

      Nicht eher von "Kindesbeinen" auf?
      Hm. Ich kenne "von Kindesbeinen auf" nun wieder gar nicht. :hmm: Nur "von Kindesbeinen an". Aber "von Kind auf" ist eigentlich eine gängige Redewendung. Zumindest bei uns. :huh:

      Xarrot schrieb:

      Ich dachte an der Stelle kurz, die Mutter sei gerade erst vierzehn geworden. xD
      Ja, mit der Stelle war ich auch nicht zufrieden. Aber deine Lösung gefällt mir. Ich bau es gleich mal so ein, danke dir!

      Xarrot schrieb:

      Sowas macht man doch nicht über WhatsApp xD
      Das erzählst du der Richtigen. :rofl: Mit einem Sohn, der in Sachsen lebt und seine große Liebe im tiefsten Bayernland. WhatsApp ist das Nonplusultra!! Der hängt nur am Handy!!! :D

      Xarrot schrieb:

      Ach Mist. Und als es um die Ruine ging dachte ich noch, sie reist gleich durch ein Portal und besucht den Ripfatre
      Das tut mir jetzt leid, dass mein Plot ein wenig anders verläuft. Ich hoffe, du bleibst trotzdem dabei. ^^

      Xarrot schrieb:

      Wie bereits gesagt, les ich normalerweise eher wenig von Liebe erfüllte Geschichten. Doch wie zu erwarten bekommt man hier auch keine langweilige 0815 Romanze vorgesetzt.
      Wie oben schon geschrieben - es ist keine Liebesgeschichte. Aber "Liebe" bleibt momentan der einzige Tag, sonst spoilere ich unnötig. Bin schon gespannt, am Ende deine Meinung zu hören.

      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


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    • Lieben Dank dir, @LadyK ^^

      Dann mach ich mal weiter:
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      Er hatte nicht gelogen. Als sie am Felsbrocken ankamen, vernahm sie die Musik. Es schien tatsächlich ein Mittelalterfest zu sein. Die Instrumente, die sie hörte, klangen fremdartig. Nur ein Tamburin und eine Geige konnte sie erkennen. Und auch der Musikstil passte nicht in ihre Zeit. Fröhliches Stimmengewirr und Gelächter drangen von dem alten Gemäuer herüber, Fackelschein flackerte zwischen den tiefhängenden Ästen der Linden, und die Flammen eines großen Feuers im Hof schlugen in den Himmel.
      Sie bereute es nicht, mitgegangen zu sein, und ließ sich bereitwillig von ihrem Führer mitziehen. Als sie durch die Torsäulen traten und an der Ruine ankamen, blieb sie überrascht stehen. Ja, sie war sicher seit zwei, vielleicht auch drei Jahren nicht mehr hier gewesen. Aber was sich jetzt ihren Augen bot, das hatte sie nicht erwartet.
      Jemand musste die Ruine gekauft haben. Sie war vollständig wieder aufgebaut und - wie es aussah - originalgetreu restauriert worden. Das kleine Schloss erstrahlte im Licht unzähliger Fackeln, und -


      Ein erschrockener Ausruf und gleich darauf ein Klirren ließen Lena innehalten in ihrer Erzählung.
      Antonia hatte ihre Kaffeetasse fallengelassen. Jetzt nahm sie die Serviette und versuchte fahrig, das Malheur in Ordnung zu bringen. „Wie ungeschickt von mir“, murmelte sie betroffen, „so eine schöne Tasse.“
      „Lass doch, Omi.“ Lena war aufgestanden und hatte ihr die Serviette aus der Hand genommen. „Ist doch nicht schlimm. Die werden hier doch sicher noch mehr Tassen haben.“
      Antonia nickte langsam, während sie schweigend zusah, wie ihre Enkelin die Scherben wegtrug und mit einer neuen Tasse zurückkam.
      „Wie ging es weiter?“, fragte sie, als Lena neuen Kaffee einschenkte. „Habt ihr getanzt?“
      „Es war ein herrlicher Abend, Omi. Gero - so hieß mein Kavalier - ist ein richtiger Gentleman. Er wohnt dort. Ich glaube, sie haben da an dem Abend sowas wie ein Rollenspiel gemacht. Es gab Mägde, Musikanten, Stallknechte, einen Küchenjungen und Kellermeister. Und einen Buckligen. Sogar einen Baron und eine Baronin. Und Gero, den redeten alle mit 'Euer Gnaden' an. Genau wie den Baron und die Baronin, weil er die Rolle des Sohnes hatte. Ich sag dir, die Atmosphäre war total authentisch. Die haben alles so liebevoll und detailgetreu nachgemacht. Sogar wie sie miteinander gesprochen haben, klang wie aus alten Zeiten. Und Gero, ach Omi ...“ Hier wechselte ihr Tonfall von aufgeregt in schwärmerisch. „Ich hab noch nie einen Mann getroffen wie ihn. Dagegen hat Martin keine Chance. Er hat mich behandelt wie eine Prinzessin, war total charmant und aufmerksam. Alle dort mochten ihn, und er war irgendwie der Mittelpunkt der Gesellschaft. Aber nicht nur zu mir, zu allen war er freundlich. Nur mit dem einen, der den Buckligen dargestellt hat, hat er kein Wort gesprochen. Entweder konnte er ihn in echt nicht leiden, oder es gehörte so zum Spiel. Und die Zeit verflog wirklich im Nu. Ich wollte gar nicht gehen. Am liebsten wäre ich geblieben.“
      Antonia war während des Redeflusses ihrer Enkelin still geblieben und lauschte einfach nur der begeisterten Schilderung des Festes an dem renovierten Gutshaus, während sie die Augen auf den großen Kaffeefleck gerichtet hatte, der nun auf der weißen Tischdecke prangte. Bei der letzten Bemerkung jedoch hob sie den Kopf und sah Lena aufmerksam an.
      Die lehnte sich wieder in ihren Stuhl zurück und schaute erneut verträumt zur Bougainvillea hinauf. „Stell dir vor, er hat mir sogar angeboten zu bleiben. Als hätte er meine Gedanken erraten. Erst hab ich ihn nicht verstanden und dachte, dass ich in dem Gutshaus übernachten solle. Doch er sagte: Nein, für immer. Da hab ich ihn ausgelacht.“ Beschämt schwieg sie eine Weile, dann wendete sie ihren Blick Antonia zu. „Er wirkte verletzt. So, als habe er die Frage wirklich ernst gemeint. Ich hörte auf zu lachen und fragte ihn stattdessen, ob er einen Knall habe.“ Sie schüttelte leicht den Kopf. „Doch er sagte es noch einmal. Ich solle gut darüber nachdenken, meinte er. Wenn ich den ältesten Sohn eines Barons heiraten würde, wäre ich in absehbarer Zukunft selbst Baronin.“
      Jetzt brach Lena einen Zweig an der Bougainvillea ab und spielte gedankenverloren mit den lila Blüten. „Ich fand es schon ein bisschen lächerlich, dass er nicht einmal da seine Rolle abgelegt hat. Wenn er es ernst gemeint hätte, wenn er gefragt hätte, ob er mich wiedersehen darf, dann hätte ich sofort ja gesagt. Ich will ihn ja selber wiedersehen, unbedingt sogar. Doch er hat mich nicht nach meiner Nummer gefragt und ich habe seine auch nicht. Am liebsten würde ich jetzt am Wochenende noch einmal hinfahren. Aber ich kann doch nicht einfach zu dem Gutshaus gehen und sagen: Hi, Gero, hier bin ich wieder. Bin extra wegen dir gekommen. Lass uns was Cooles zusammen unternehmen. Das wäre doch voll peinlich, oder?“ Wieder sah sie ihre Omi an, die während der ganzen Zeit schweigend dasaß und ihre Enkelin aufmerksam musterte.
      „Ja, das wäre eine komische Situation“, gab sie nun zu. „Und er ist es also, in den du dich verliebt hast?“
      Lena nickte, und eine leichte Röte kroch in ihre Wangen. „Ich kann nichts dagegen machen. Ich muss einfach immer an ihn denken“, gestand sie leise.
      „Als du gegangen bist, hat dich dieser Gero dann wenigstens ins Dorf zurückbegleitet?“, wollte Antonia jetzt wissen.
      Mit einem Seufzer warf das Mädchen den zerrupften Blütenzweig weg und nickte.
      „Nachdem ich bei meinem Nein geblieben bin, hat er mich wieder ins Dorf gebracht. Nein, eigentlich nur bis zu der Stelle, an der er mich angesprochen hat. Den Rest bis zu Pias Haus bin ich allein gegangen.“
      „Ist noch irgendetwas passiert?"
      „Passiert? Na ja, er hat mir ein Abschiedsgeschenk gegeben. Ein Andenken.“ Sie streckte ihrer Omi die Hand hin. „Den Ring hier“, meinte sie und tippte mit dem Finger auf einen zierlichen silberfarbenen Reif mit einem roséfarbenen Stein.
      Antonia beugte sich vor und musterte das Schmuckstück mit leicht zusammengekniffenen Augen. „Der ist doch sehr hübsch“, fand sie und lehnte sich wieder zurück.
      Lena krauste die Stirn und betrachtete es ebenfalls kritisch. „Ist bestimmt nicht echt“, vermutete sie und zog die Hand zurück.
      Eine Weile war es still zwischen den beiden Frauen. Jede hing ihren Gedanken nach.
      „Wir könnten morgen einen Ausflug machen“, schlug Antonia nun vor.
      Lenas Kopf flog herum. „Einen Ausflug?“, fragte sie erstaunt.
      „Ich war so lange nicht zu Hause.“ Die Hand ihrer Omi strich eine imaginäre Falte auf der Tischdecke glatt und blieb dann neben dem Kuchenteller liegen.
      Lena richtete sich langsam auf. „Du willst - nach Hause? Omi, echt, das wäre ...“ Einen Augenblick überlegte sie. „Morgen ist Samstag. Ich könnte dich fahren“, stieß sie dann aufgeregt hervor. „Und wenn du bei Tante Agnes bist, könnte ich vielleicht ...“ Wieder vollendete sie den Satz nicht, starrte ihre Omi nur aus weit aufgerissenen Augen an.
      Die blinzelte ihr verschwörerisch zu und zuckte gleich darauf erschrocken zusammen, als ihre Enkelin ihr stürmisch um den Hals fiel.
      „Was für eine tolle Idee!“, rief sie. „Das machen wir, Omi!“


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      (Ricarda Huch)


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    • Hey @Tariq,
      Ich gehe momentan meine ungelesene Beiträge duech. Und bin inzwischen sogar von 200 auf 100 runter. Da viel mir deine Kurzgeschichte auf (oder Geschichte?).
      Der Titel der Geschichte hatte mich neugierig gemacht und so habe ich dann Mal deine Geschichte gelesen.
      Dein Schreibstil ist wirklich sehr gut und du beschreibst die Situationen sehr authentisch und so, das man sofort ein Bild vor Augen hat.
      Ich persönliche steh total auf Liebesgeschichten und wenn dann auch noch ein unbekannter Fremder auftaucht und auch noch für aussieht, da hat man mich schon an der Angel.
      Ich finde den Inhalt wirklich gut, auch das Lene erst einmal bedenken hat ob sie wirklich mitgehen sollte ist gut, sonst würde es auch unwirklich klingen, wenn sie sofort ja sagen würde. Ist ja schon sehr mystisch und auch das er so in seiner "Rolle" drin bleibt auch als er sie quasi um ihre hand anhält. Klingt ein bisschen wie Outlander.
      Ich habe da auch so eine Vermutung :P

      Ich bleibe weiter dran und freue mich auf weitere Teile der Geschichte :thumbsup:
    • Willkommen hier und dankeschön, @Kathamaus ^^ , ich hoffe, ich kann dich weiterhin begeistern. :D

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      „Wir waren als Kinder so oft hier“, schwelgte Lena in ihren Erinnerungen, während sie langsam neben Antonia den einsamen Feldweg entlangging, der zum Gutshaus führte. Obwohl sie sehr ungeduldig war und am liebsten gerannt wäre, blieb sie dennoch an der Seite ihrer Omi und passte ihre Schritte den ihren an.
      Sie hatte nicht erwartet, dass Antonia mitgehen würde. Doch diese hatte gemeint, ein Spaziergang dort hinaus würde ihr gefallen. Aber als sie Lenas verblüfftes und auch etwas besorgtes Gesicht sah, musste sie lachen und sagte beruhigend, sie würde sich am Felsbrocken auf eine Decke setzen und ein bisschen rätseln. Denn das wolle sie ihrer Enkelin doch nicht zumuten, dass sie in Begleitung der Oma bei ihrem Schwarm auftauchte.
      Heimlich hatte Lena erleichtert aufgeatmet, denn das hieß, dass sie die letzte Strecke zum Gutshaus allein gehen würde.
      Die kleine Steigung, an deren höchsten Punkt der Felsbrocken lag, kam jetzt in Sicht.
      „Ist das wirklich okay so für dich, Omi?“, vergewisserte sich Lena noch einmal, während sie den Rucksack abnahm und öffnete. Eine Decke, eine Flasche Mineralwasser, ein Apfel und das unvermeidliche Kreuzworträtselheft waren alles, was Antonia eingepackt hatte.
      Diese nickte jetzt. „Das ist in Ordnung, Liebes, geh ruhig.“
      Sie waren oben angekommen, und Lena half ihrer Omi, die Decke in den Schatten des letzten in einer langen Reihe von Kirschbäumen zu legen, die den Weg bis hierher gesäumt hatten. Dabei bemühte sie sich verbissen, nicht hinüber zu den großen Linden zu schauen, die das Gutshaus verbargen. „Und du willst das neue Haus wirklich nicht sehen? Du kennst es doch auch noch nicht.“
      Antonia lächelte die Neunzehnjährige an. Dann hob sie die Hand und strich ihr eine gelöste Haarsträhne hinters Ohr. „Geh schon. Wenn du wiederkommst, bin ich hier.“
      Lena nickte noch einmal glücklich und umarmte ihre Omi kurz. „Danke“, flüsterte sie an ihrem Ohr, drehte sich um und war im nächsten Moment schon unterwegs in Richtung Gutshaus.
      Doch nach zwanzig Schritten blieb sie verdutzt stehen. Das war doch ... die Torsäulen, wieso waren sie so zugewachsen? Und die Mauer? Sie lief weiter, zuerst schnell, dann immer zaghafter und unsicherer, als würde gleich etwas Ungeheuerliches vor ihren Augen auftauchen. Nach weiteren zehn Schritten konnte sie schon in den Hof sehen und auch die obere Etage des Gutshauses bot sich ihren Blicken dar.
      Jetzt blieb sie stehen.
      Leere Fensterhöhlen, geschwärzte und geborstene Balken, die aus einem teilweise eingebrochenen Dachstuhl herausragten. Ein unkrautüberwucherter Hof ...
      Was war hier los? Täuschte irgendein Trugbild ihre Augen? Verwirrt rieb sie sich über die Lider, wohl wissend, dass sie danach auch nichts anderes sehen würde.
      Wie mechanisch ging sie weiter, setzte ihre Füße Schritt für Schritt, lief zwischen den Torsäulen hindurch und in den Hof hinein. Völlig unbewusst, während ihr Verstand versuchte, das zu begreifen, was ihre Augen sahen. Die Ruine, der Spielplatz ihrer Kindheit, der zur Mittsommernacht in seiner alten Schönheit zu sehen war, sah wieder aus wie all die Jahre vorher.
      „Das war unerwartet, nicht wahr?“, riss Antonias leise Stimme hinter ihr sie aus ihrer Erstarrung.
      Sie fuhr herum.
      „Omi? Was machst ...? Wie? Ja, das war unerwartet. Wieso bist du hier? Und wieso ...“ Sie beendete den Satz nicht, schaute ihre Omi nur fassungslos an.
      „Wieso ich hier bin?“ Ein wehmütiger Schatten flog über Antonias Gesicht, als sie ihren Blick über die Front der Ruine gleiten ließ. „Weil ich wusste, was du finden würdest“, antwortete sie dann.
      „Du wusstest es?!“, echote Lena, und ihre Miene wurde noch verwirrter. „Aber wie konntest du das wissen? Woher denn?“
      Antonia antwortete nicht gleich. Sie betrachtete das verfallende Gemäuer aufmerksam und ließ dann den Blick schweifen.
      „Hier war das Lagerfeuer, nicht wahr?“ Ihre beiden Hände beschrieben einen großen Kreis vor ihren Füßen. Sie wartete die Antwort nicht ab und ging ein paar Schritte weiter in den Hof hinein. „Dort standen die Nebengebäude, dort die Ställe ...“ Sie ging noch weiter und blieb dann wieder stehen. „Und hier war die Tafel mit den beiden großen gepolsterten Sessel für Geros Eltern an der Stirnseite, stimmt’s?“
      Lena konnte nur nicken. Sie verstand gar nichts mehr.
      Jetzt lächelte Antonia. „Du Arme“, meinte sie und kam wieder zu ihr. „Komm, wir gehen zum Felsbrocken zurück. Dort erzähl ich dir alles.“
      In den folgenden Minuten lauschte Lena mit offenem Mund der Erzählung ihrer Omi. Und so erfuhr sie, dass sie nicht die Einzige war, die Gero getroffen hatte. Ihre Omi war ihm auch begegnet, als sie noch ein junges Mädchen gewesen war. In der Mittsommernacht, in der sie einen kleinen Spaziergang machen wollte, um dem Lärm der Kirmes für einen Moment zu entfliehen. Vor genau fünfzig Jahren. Auch sie hatte sein Angebot, bei ihm zu bleiben, abgelehnt und war von ihm zurückbegleitet worden. Und auch sie hatte einen schmalen silberfarbigen Ring als Andenken bekommen, den sie ihrer Enkelin nun zeigte.
      Immer noch kopfschüttelnd betrachtete Lena die zwei Schmuckstücke. Sie glichen sich wie ein Ei dem anderen. „Wie kann das sein, Omi?“, flüsterte sie nun. „Zeitsprung? Halluzinationen? Fata Morgana?“
      Antonia lachte. „Nun ja“, meinte sie, „heiß genug für Letzteres wäre es heute zumindest.“ Sie hob den Blick zum dichten Blätterdach, mit dem der Kirschbaum ihnen Schatten spendete, und blinzelte, als einzelne Sonnenstrahlen ihr Gesicht kitzelten. „Ich habe keine Ahnung, Liebes“, seufzte sie dann. Dann wandte sie sich in einem plötzlichen Einfall wieder Lena zu. „Aber ich habe eine Idee, wer es wissen könnte. Komm, lass uns zurückgehen.“


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      Hier geht's weiter
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


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    • Hach @Tariq, bei deinen Geschichten lehn ich mich echt einfach nur zurück und genieße. :D
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      Tariq schrieb:

      Er hat mich behandelt wie eine Prinzessin, war so charmant und aufmerksam. Nur zu dem Krüppel, den sie da auch hatten, war er irgendwie mies.
      Wow, der Krüppel kam jetzt überraschend heftig rüber. Erst erzählt sie, wie nett er ist und alles und dann sowas. xD
      Ich würde Lene aber stattdessen vielleicht ein anderes Wort benutzen lassen. Immerhin ist das Wort "Krüppel" heutzutage eher als reine Beleidigung im Gebrauch (auch wenn es früher bekanntlich eine ganz normale Bezeichnung war). "Behinderter" oder so wäre mein Vorschlag.

      Tariq schrieb:

      Zehn Minuten später wusste Lene, dass sie nicht die Einzige war, die Gero getroffen hatte. Ihre Omi war ihm auch begegnet, als sie noch ein junges Mädchen gewesen war. In der Mittsommernacht, in der sie einen kleinen Spaziergang machen wollte, um dem Lärm der Kirmes einen Moment zu entfliehen. Vor genau fünfzig Jahren. Auch sie hatte sein Angebot zu bleiben abgelehnt und war von ihm zurückbegleitet worden. Und auch sie hatte einen schmalen silberfarbigen Ring als Andenken bekommen, den sie ihrer Enkelin nun zeigte.
      Diese Zusammenfassung wirkt irgendwie unschön. Natürlich ist es etwas schwerer das ganze als tatsächlichen Dialog zu formulieren, aber alternativ knnte man auch nur die Überleitung (das rot makierte also) anders gestalten. Etwas in der Art wie "Und so erzählte ihr die Omi, wie sie selbst einst auf Gero traf."

      Tariq schrieb:

      „Zeitsprung? Halluzinationen? Fata Morgana?“
      Drogen? Hasch? Koks? Pornos? Gummibärchen? :panik:
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"
    • Hallo @Xarrot, danke für's Weiterlesen und dein hilfreiches Feedback.

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      Xarrot schrieb:

      Wow, der Krüppel kam jetzt überraschend heftig rüber. Erst erzählt sie, wie nett er ist und alles und dann sowas. xD
      Das stimmt. Ich hab's geändert. Ich hatte mehr die Rolle vor Augen. Aber sie erzählt ja nicht in diesem Ton. 'Behinderter' passt besser, hast recht.

      Xarrot schrieb:

      Diese Zusammenfassung wirkt irgendwie unschön. Natürlich ist es etwas schwerer das ganze als tatsächlichen Dialog zu formulieren, aber alternativ knnte man auch nur die Überleitung (das rot makierte also) anders gestalten. Etwas in der Art wie "Und so erzählte ihr die Omi, wie sie selbst einst auf Gero traf."
      Hm, ich hab's eigentlich nicht weggelassen, weil es schwerer ist, das als Dialog zu bringen. Ich wollte es nur nicht unnötig ausweiten. Denn wir haben ja alles schon mal in Lenes Version gehört. Von daher dachte ich, ich fasse es ein bisschen kürzer. ich hab mal deinen Vorschlag übernommen, da wirkt es nicht ganz so knapp. Ich hoffe, das geht in Ordnung. :)

      Xarrot schrieb:

      Drogen? Hasch? Koks? Pornos? Gummibärchen?
      Öhm ... ich nehme Letzteres. :whistling: :D

      :danke:

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      (Ricarda Huch)


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    • Schöne und spannende Fortsetzung der Geschichte @Tariq :thumbsup:

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      Ich bin wirklich gespannt, wie du die ganze Sache dann auflöst.

      Ein geheimer Pfad in eine andere Welt? :panik:

      Ich hab nichts zu meckern. :love:

      Allein...

      Xarrot schrieb:

      Wow, der Krüppel kam jetzt überraschend heftig rüber. Erst erzählt sie, wie nett er ist und alles und dann sowas. xD
      Ich würde Lene aber stattdessen vielleicht ein anderes Wort benutzen lassen. Immerhin ist das Wort "Krüppel" heutzutage eher als reine Beleidigung im Gebrauch (auch wenn es früher bekanntlich eine ganz normale Bezeichnung war). "Behinderter" oder so wäre mein Vorschlag.
      Ja, dem würde ich zustimmen. Da hab ich mich wirklich etwas erschrocken, da sie so lieb und nett wirkte. Hab ich so nicht erwartet :huh:
      Edit: hast das ja schon geändert... Also, alles gut ^^

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    • Hallo @Tariq, schön das ich gleich weiter lesen konnte heute. Wollte es mir eigentlich bis heute Abend aufheben und es quasi als gute Nacht Geschichte ansehen, wer weiß vielleicht hätte man dann auch schön geträumt :P . Aber ich konnte es einfach nicht abwarten und hab es jetzt gleich gelesen. Ich fand den Teil wieder sehr schön, schöne Beschreibungen und auch Situationen die man gut nachvollziehen kann.
      Und genau wie ich es mir gedacht hatte, war nichts mehr zu sehen als Lene wieder an den Ort zurück gegangen ist. Diese Geschichte hat noch so viel Potenzial und man kann da noch so viel raus machen.
      Sollte es eigentlich nicht nur ne Kurzgeschichte sein? Wenn ja wäre es total schade, daraus kann man eine große Geschichte machen und ich würde sie auf jeden Fall weiter verfolgen^^


      Hier noch ein paar Anmerkungen die mir aufgefallen sind

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      Tariq schrieb:

      Erleichtert und heimlich hatte Lene aufgeatmet, denn das hieß, dass sie die letzte Strecke zum Gutshaus allein gehen würde.
      den Satz würde ich umstellen, da es so etwas merkwürdig klingt und wo man leicht drüber stolpert. Es würde denke ich so besser funktionieren: "Heimlich hatte Lene erleichtert aufgeatmet, denn das hieß, dass.......

      Tariq schrieb:

      „Ist das wirklich okay so für dich, Omi?“,
      Über diesen Satz bin ich auch gestolpert. Klingt eventuell so besser: "Ist das so wirklich okay für dich Omi?" oder aber das so komplett weglassen.

      Tariq schrieb:

      Er glich dem anderen aufs Haar
      Ich glaube das sagt man eher zu Menschen wenn die sich sehr ähnlich aussehen. Für die Ringe passt das nicht so richtig. Vielleicht lieber so was wie: "Er glich dem anderen bis auf den letzten Zentimeter" Sowas in der Richtung, würde denke ich besser passen.. Leider fällt mir nichts anderes ein, ich werde mir da aber nochmal Gedanken drüber machen.




      So hoffe die futzelarbeit war okay :D

      freu mich auf weitere Teile :thumbsup:
    • Wenn ich mich kurz einmischen darf!?

      Kathamaus schrieb:

      Über diesen Satz bin ich auch gestolpert. Klingt eventuell so besser: "Ist das so wirklich okay für dich Omi?" oder aber das so komplett weglassen.
      Also weglassen würde ich es nicht. Es zeigt einem ja auf, dass Lene sich sorgt und ihre Oma ungern alleine lassen möchte. Würde sie einfach gehen, ohne ein Wort zu sagen, würde ich es persönlich sehr respektlos empfinden. Und die Aussprache, die @Tariq gewählt hat, kenne ich umgangssprachlich auch so ^^
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    • @LadyK, ich bin auch nur über das SO gestolpert, dass der satz also die sorge da ruhig stehen bleiben so denke ich auch, aber dieses So das klingt irgendwie falsch bzw es liest sich nicht flüssig.. an sich soll der satz ja dableiben das meinte ich gar nicht das der weg soll. Das einzige was mich an dem Satz stört ist das SO.
    • @Kathamaus damit entschuldige ich mich natürlich in aller Form bei dir :rolleyes: das habe ich dann wohl überlesen ;(

      Hoffe, du kannst mir verzeihen. :love:

      Dann bitte einmal meinem Kommentar dazu rausschmeißen! An wen kann ich mich da wenden?? :)
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    • So, wieder ein herzliches :danke: für euch, @Kathamaus und @LadyK. Und hier werden keine Kommentare weggelöscht. Das gehört doch zum Austausch dazu. ^^

      Spoiler anzeigen

      @LadyK

      LadyK schrieb:

      Ein geheimer Pfad in eine andere Welt?
      Nope. :D Ich hoffe, du bist jetzt nicht enttäuscht.

      @Kathamaus, ich habe von deinen Vorschlägen den ersten und den letzten übernommen, auch dafür dankeschön. Den zweiten Satz würd ich gern so lassen. Ich hab meine Testleserin gefragt, und da (außer LadyK) auch diese nichts Ungewöhnliches an der Formulierung fand, denke ich, das geht in Ordnung.


      Dann mal weiter:
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      „Hier ist es“, meinte der Mann nun und schob mit den Händen die Efeuzweige auseinander, die sich über den ganzen Stein ausgebreitet hatten und ihn zudeckten. Doch sie hielten fest zusammen, und es war schwierig, den in verschnörkelter Schrift geschriebenen Familiennamen auf der verwitterten, uralten Grabtafel darunter zu erkennen.
      „Die Ruhestätte der Familie von Tonndorf, die bis zu dem großen Brand auf Gut Tonndorf gewohnt hat. Mit mehr kann ich leider nicht helfen.“
      Lena hob den Kopf und blickte fast ehrfurchtsvoll auf den großen steinernen Engel, der auf dem Podest saß, auf dem sich die Tafel befand. Er war in einem traurigen Zustand. Ein Flügel fehlte und auch eine Hand hatte er bereits eingebüßt. Ausgerechnet die, die er mitfühlend demjenigen entgegenstrecken wollte, der sich auf die steinerne Bank vor dem Familiengrab gesetzt hatte. Moos bedeckte seine Füße, und grüne Ranken schlangen sich um seine Knöchel bis hinauf um seinen verbliebenen Flügel. Es sah aus, als wäre er vom Efeu gefesselt worden.
      Der junge Pfarrer bemerkte Lenas Ergriffenheit bei Betrachten der traurigen Figur nicht.
      „Hier liegen die letzten Tonndorfs und ihre Vorfahren“, unterbrach er das Schweigen und betrachtete die beiden Frauen, die ihm hierher gefolgt waren, interessiert. „Darf ich fragen, woher ihr Interesse rührt?“
      „Ich habe früher hier gewohnt“, antwortete Antonia ausweichend. „Die Ruine hat mich immer interessiert. Aber wenn man Familie hat, Kinder ...“ Sie beendete den Satz lächelnd und mit einer vagen Handbewegung, so, als wüsste der Pfarrer, wovon sie sprach.
      „Was passierte nach dem Brand?“, fragte Lena nun. „Wurde das Gutshaus denn nicht wieder aufgebaut?“
      „Soviel ich weiß nicht.“ Der Pfarrer zuckte mit den Schultern. „Aber ich bin erst seit zwei Jahren hier im Ort. Wie ich schon sagte, ich denke, dass Ihnen da die Kreisbibliothek in der Stadt sicher weiterhelfen kann. Die Chroniken zu dieser Familie dürften dort zu finden sein, weil die Kirchgemeinde hier vor ein paar Jahren ihre komplette Ortschronik der Bibliothek überlassen hat, nachdem es im Pfarrhaus und dem angrenzenden Archiv zu einem Wasserschaden gekommen war.“ Bedauernd hob er die Hände. „Es ist so gut wie gar nichts mehr hier zu finden über die Vergangenheit des Ortes. Und erst recht nicht über die der Baronie Tonndorf. Tut mir wirklich leid, dass ich nicht weiterhelfen konnte.“
      „Oh, das macht nichts, Herr Pfarrer“, lächelte Antonia den jungen Mann an. „Sie können ja nichts für den Wasserschaden.“
      Der nickte erleichtert. Wahrscheinlich hatte er sich seine samstägliche Mittagsruhe etwas anders vorgestellt, als zum Friedhof zu gehen und dann vor den zwei Frauen her zu marschieren, um ihnen ein fast zugewachsenes Grab zu zeigen. „Sie finden allein zurück? Dann würde ich mich empfehlen. Noch einmal - es tut mir leid. Ich wünsche den Damen noch einen angenehmen Nachmittag.“
      Antonia nickte ihm noch einmal zu und sah ihm dann nach, wie er den leicht abschüssigen Weg zum Ausgang hinabging.
      „Die Kreisbibliothek also“, meinte sie leise, und es wirkte, als spräche sie zu sich selbst. „Dann wollen wir mal sehen, was wir dort über dich erfahren können, Gero von Tonndorf.“ Jetzt trat sie selbst noch einmal an den überwucherten Stein heran und beugte sich vor, um die Schrift zu betrachten.
      „Man kann kaum etwas entziffern“, meinte sie enttäuscht. „Komm, Liebes, ich glaube, hier finden wir nichts, was uns weiterhilft.“
      Lena erhob sich von der steinernen Bank. Noch immer konnte sie sich der seltsamen melancholischen Stimmung nicht entziehen, die in ihr beim Betrachten des Engels aufgekommen war.
      „Ja“, antwortete sie und nahm den Rucksack auf. „Ich kann es noch nicht begreifen“, grübelte sie, während sie ihrer Omi folgte. „Wen haben wir da bloß gesehen? Waren das Geister? Keine richtigen Personen?“
      Sie hatten das schmiedeeiserne Friedhofstor erreicht. Einen letzten Blick warf Lena zurück zu den hohen Eiben, die das alte Familiengrab umstanden, als würden sie es beschützen.
      „Ich nehme es an“, antwortete Antonia. „Ich hatte damals sogar gedacht, dass sich jemand einen Spaß gemacht hat. Aber wer sollte um eines Spaßes willen das komplette Gutshaus restaurieren, nur um es danach wieder in eine Ruine zu verwandeln.“ Sie schüttelte den Kopf und zog die Tür hinter sich ins Schloss.
      „Er war nicht echt“, hörte sie Lena jetzt murmeln und lächelte.
      „Kopf hoch“, meinte sie tröstend. „Du findest einen anderen Jungen, der genauso nett wie Gero ist, wart’s ab. Und dann bist du im Handumdrehen wieder verliebt.“
      Lena wandte ihr misstrauisch den Blick zu und sah dann den gutmütigen Spott in den Augen ihrer Omi blitzen. Einen Moment presste sie die Lippen zusammen, dann lachten beide gleichzeitig.

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    • Okay, sowas hab ich tatsächlich nicht erwartet, aber ich bin nicht enttäuscht darüber ^^

      Spoiler anzeigen


      Tariq schrieb:

      Und hier werden keine Kommentare weggelöscht. Das gehört doch zum Austausch dazu.
      Okay :D

      Tariq schrieb:

      Er war in einem traurigen Zustand. Ein Flügel fehlte und auch eine Hand hatte er eingebüßt. Ausgerechnet die, die er mitfühlend demjenigen entgegengestreckt hatte, der sich auf die steinerne Bank vor dem Familiengrab gesetzt hatte. Moos bedeckte seine Füße, und grüne Ranken schlangen sich um seine Knöchel bis hinauf um seinen verbliebenen Flügel. Es sah aus, als wäre er vom Efeu gefesselt worden.
      Jetzt lieferst du mir auch noch meine nächste Bildvorlage, die ich malen kann :D

      Weiter!!! :) Aber zum jetzigen Zeitpunkt könntest du hier sogar Schluss machen :huh:



      LG ^^
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    • Hey @Tariq,
      Wieder ein sehr schöner Text, der einem zum Träumen hinreißen lässt. Das Gero nur ein Traum gewesen sein soll wäre wirklich schade aber auch sehr geheimnisvoll. Was wäre wohl passiert, wenn sie ja gesagt hätte, ja dazu bei ihm zu bleiben? Wäre sie dann auch verschwunden? Man denkt da schon drüber nach.
      Wenn es nur eine Kurzgeschichte ist, wäre das ein gutes Ende. Aber in der Geschuchte steckt so viel Potential, also weiter weiter weiter ich will mehr :thumbsup: :love:
    • @Tariq Zu diesem Teil hab ich tatsächlich nichts anzumerken ^^
      Mir gefällt dafür, wie du die Engelsstaue beschrieben hast und auch in welche Richtung sich die Handlung entwickelt. Wobei ich ja hoffe, dass sie nocheinmal den Weg in diese andere Welt/ Zeit finden. Doch ohne etwas Rätselraten, wie genau man das hinbekommt, wäre es ja auch langweilig :whistling:
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"
    • Hab mal den ersten Part gelesen


      Tariq schrieb:

      „Warst du schon mal verliebt?“
      uh... in diese Richtung geht das hier also^^

      Tariq schrieb:

      Er küsste sie.
      Er küsste sie tatsächlich.
      oh... scheint doch alles super zulaufen. Sie kann glücklich sein. Wieso fragt sie also die Omi?

      Tariq schrieb:

      Dieser Mistkerl. Dieser schleimige, verlogene Mistkerl!
      Asooooo SIE ist gar nicht die jenige, die geküsst wird... Autsch... Das ist hart.

      Tariq schrieb:

      Und nun stand sie inmitten dieses Lärmens wie auf einer einsamen Insel.
      Die ganze Passage mit dem Kirmeslärm war super geschrieben. Dieser Satz hat mir besonders gut gefallen, weil ein ähnliches Gefhl hatte ich schon mal in nem Karnevalszelt und GENAU so, würde ich es auch beschreiben. super

      Tariq schrieb:

      Es sollte eine Überraschung für ihn sein. Nach all den endlosen WhatsApp-Texten mit seinen Liebesschwüren und ihren Träumen von einer gemeinsamen Zukunft war sie sich sicher gewesen, dass er der Mann ihres Herzens war.
      WHUT? Was'n das fürn Wic*ser? Da kommt es mir hoch. Ich dachte erst "Jo, schade sie tut mir leid. Aber so spielt das Leben... manchmal ist es halt jemand anderes." Aber das? Mega ekelhafter Typ. BAH :cursing:
      Ich les mal lieber weiter bevor ich hier noch meine Tastatur voll kotze...

      So, das war Part 1. Wer ist da hinter ihr? Ich hoffe nicht Herr Arsch. Der hat bei mir mehr als verschissen. Bin gespannt. Ich weiß noch nicht wann ich weiter lesen werde, aber ich kann jetzt schon mal sagen (vorrausgesetzt es ändert sich nichts), dass es von den Kurzgeschichten von dir, meine Lieblingsgeschichte werden könnte.
      Da sind schon wieder zu viele emotions drinne... Ich darf sowas einfach nicht lesen :D