Bill Blake

  • Diese Kurzgeschichte wurde hierher verschoben, weil sie den Rahmen meiner KG-Sammlung gesprengt hätte.


    1.1 Bill Blake



    Als ich aufwachte, war es bereits dunkel und der Mond schob sich bereits über die Bäume und gab der Gegend ein bisschen Licht.
    Ich lag mit dem Kopf auf dem Lenkrad meines Autos und meine Arme hingen wie leblos an meinen Seiten herab. Der Zündschlüssel steckte noch, ich konnte mich aber nicht mehr daran erinnern, dass ich stehen geblieben war. Und auch nicht, dass ich das Auto ausgemacht hatte, geschweige denn, dass ich mich hineingesetzt hatte.
    Und warum tat mir de Schädel so weh? Hatte ich einen Unfall?
    Ich hob langsam den Kopf, doch vor mir befand sich nichts, gegen das ich hätte gefahren sein könnte. Dort war nur eine Wiese, soweit ich das erkannte.
    Ich fasste mir mit beiden Händen an den Kopf und versuchte den Schmerz wegzudrücken. Als es nicht besser wurde, stieg ich aus, um ein wenig Luft zu schnappen und meine Gedanken zu ordnen. Meine Beine zitterten vor Erschöpfung und ich drohte das Bewusstsein zu verlieren.
    Ich lehnte mich gegen meinen Wagen und stieß die Luft aus.
    Was war nur passiert?
    Der Versuch einen Schritt zu machen, scheiterte als sich ein unerträgliches Pochen in meinem Kopf breit machte.
    Doch meine Sinnen ließen mich aufhören, als Rufe vor mir lauter wurden. Ich sah das Leuchten von Taschenlampen und vier Gestalten, die auf mich zukamen. Einer der vier Personen lief los und blieb kurz vor mir stehen.
    "Bill?", hörte ich ihn fragen, "scheiße, was ist passiert?"
    Ich wollte antworten, doch brachte ich nur ein gequältes Krächzen hervor. Mein Gegenüber sah mich an und ich ihn. Aber ich erinnerte mich nicht daran, ihn zu kennen.
    Mittlerweile waren auch die anderen drei bei ihnen und sahen mich verwundert aber auch besorgt an.
    "Er ist verletzt!", rief eine junge Frau aus.
    Sie stellte sich auf die Zehenspitzen und begutachtete meinen Kopf.
    "Das blutet ganz schön stark", sagte sie nachdenklich, "wir sollten ins Krankenhaus fahren"
    Ich starrte auf meine Hände und da war Blut.
    Ist das von meinem Kopf?
    "Bill?", fragte der Mann vor mir, "ich bin's Alex. Wir fahren dich ins Krankenhaus, okay?"
    Ich runzelte die Stirn. Ich wusste, dass ich Alex, der eigentlich Alexander hieß, kannte, aber ich hatte keine Ahnung mehr woher. Auch die anderen Gesichter kamen mir bekannt vor, doch auch hier befand sich in meinen Gedanken nur ein schwarzes Loch.
    Ich nickte nur.
    "Auf den Rücksitz mit ihm", wies Alex an, der sich selber hinter das Steuer setzte.
    Ich ließ mich in das Auto hinein fallen, während die Frau auf dem Beifahrersitz einstieg, aber die beiden anderen Männer blieben draußen.
    "Ihr schaut, ob ihr irgendwas finden könnt", sagte Alex befehlend. Er schien der Anführer oder so etwas zu sein.
    Ich lehnte mich zurück und schloss die Augen, während Alex den Motor startete. Er fuhr ein kleines Stück rückwärts, lenkte stark ein und wendete den Wagen geschickt. Doch bereits da stieg mir die Galle hoch. Ich schluckte ein paar Mal, bis es wenigstens halbwegs besser war.
    Das Auto wurde schneller und Alex betätigte den Ganghebel wie ein Irrer.
    "Was sagen wir, wenn sie fragen, was passiert ist?", hörte ich die Frau fragen. Ich öffnete die Augen um das Gespräch besser verfolgen zu können.
    Alex rammte den sechsten Gang rein und stieß den Atem langsam aus. Sein Zeigefinger trommelte auf dem Lenkrad herum.
    "Wir sagen die Wahrheit", meinte er dann. Die Frau sah den Anführer von der Seite an.
    "Alex, dann wird es zur Staatsangelegenheit"
    Der Angesprochene bog nach rechts ab und nahm wieder an Schnelligkeit auf.
    Das war zu viel für mich.
    "Halt!" presste ich vor zusammen gebissenen Zähnen hervor und Alex reagiert sofort.
    Er bremste stark ab und betätigte einen Knopf. Vermutlich das Warnblinklicht, doch es interessierte mich in diesem Moment herzlich wenig.
    Ich drückte meine Tür auf, hängte mich raus und übergab mich auf die Straße.
    Alles drehte sich um mich und wieder kämpfte ich darum, nicht das Bewusstsein zu verlieren.
    Wieder halbwegs bei klaren Verstand warf ich mich wieder nach hinten. Die Frau reichte mir ein Taschentuch, welches ich dankend annahm und mir damit das Erbrochene aus den Mundwinkeln zu wischen.
    "Kann weiter gehen", meinte ich nur trocken.
    Was auch immer mit mir passiert war, es war heftig gewesen. Erst jetzt bemerkte ich, dass mich nicht nur Kopfschmerzen plagten, sondern auch noch einen Ziehen in der rechten Seite und Druck in meinem rechten Oberschenkel. Solche Schmerzen hatte ich schon lange nicht mehr.
    Mühsam zog ich mir mein schwarzes Shirt hoch und begutachtete meinen Oberkörper. In diesem Moment drehte sich die Frau zu mir herum.
    "Oh mein Gott!" entfuhr es ihr und ich hätte es nicht treffender formulieren können.
    Mein Oberkörper war übersäht von Hämatomen, Schrammen und Schnittverletzungen. Verwundert sah ich mir dieses Farbenspiel aus roten, grünen und blauen Flecken an.
    Woher hatte ich das.
    Als nächstes versuchte ich das linke Bein auszustrecken und tastete mit den Händen meinen Oberschenkel ab. Etwas Glitschiges presste sich an meinem Fingern vorbei.
    Blut.
    Wieder überkamen mich Übelkeit und Schwindel. Ich bemerkte wie ich zur Seite kippte.
    "Alex!", rief die Frau und einmal mehr bremste der Fahrer ab.
    Ich verlor nun tatsächlich das Bewusstsein.




    ^^ LG

    „Spätestens wenn erneut ein solches Zeichen auftaucht, werden Fragen gestellt. Wir sollten in der Lage sein, sie zu beantworten.“
    - Meister Lukras -


    Meine Geschichte
    Die Kriegerin von Catrellak

    4 Mal editiert, zuletzt von LadyK () aus folgendem Grund: Änderungen, Titel eingefügt

  • Oha, da geht ja richtig die Post ab, @LadyK. :newspaper: Rasanter Start einer vielversprechenden Geschichte! :thumbup: Kannst dich gleich wieder hinsetzen und weiterschreiben bitte! :D


    Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
    (Ricarda Huch)



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  • Ich muss kurz nachfragen: Ist das der Anfang einer neuen Geschichte? Weil ich mich irgendwie an nichts erinnern kann... und dann waren da plötzlich diese vier Personen... xD Irgendwie sagt mir deine Geschichte was :D
    Spaß beiseite, ich finde die Geschichte ordentlich geschrieben, inhaltlich zwar nichts außergewöhnliches, aber durchaus gut lesbar und spannend. Im Spoiler ein paar sprachliche Anmerkungen.


    „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]

  • Hallöchen @Tariq und @Asni :) schön das ihr wieder rein geschaut habt :D


    Zitat von Tariq

    Kannst dich gleich wieder hinsetzen und weiterschreiben bitte!

    :rofl: mal schauen, wann der nächste Teil fertig ist ;)


    Zitat von Asni

    Ich muss kurz nachfragen: Ist das der Anfang einer neuen Geschichte? Weil ich mich irgendwie an nichts erinnern kann... und dann waren da plötzlich diese vier Personen... xD Irgendwie sagt mir deine Geschichte was

    8|
    ... Ich weiß, worauf du hinaus willst, aber beabsichtigt war das nicht... :whistling:



    Schön, dass euch mein Zeug gefällt ^^ da geht mir immer mein kleines Herzchen auf :love:


    LG

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    3 Mal editiert, zuletzt von LadyK () aus folgendem Grund: Zusatz, Schreibfehler

  • Vielleicht nehme ich einfach Straßenlaternen...

    Neeeeeeeiiiiin! ^^ So war das nicht gemeint. Ich meinte nur, dass es eigentlich unlogisch ist, dass der Mond eine dunkle Gegend erleuchtet. Denn wenn er sie erleuchtet, dann ist sie nicht mehr dunkel... :ugly:


    Als ich aufwachte, war es bereits spät und der Mond erleuchtete die sonst dunkle Gegend.

    Vielleicht wäre: "Als ich aufwachte, war es bereits dunkel und der Mond kletterte hinter einem Wald hervor." Damit oder etwas ähnlichen kannst du noch etwas besser das Setting der Geschichte andeuten. Ich weiß gerade nicht genau warum, aber in meinem Kopf spielt die Geschichte auf einer Wiese in einem Wald oder zumindest einer bewaldeten Landschaft. Dagegen könnte sie ja genauso gut in einer Stadt oder sehr nahe an einem Dorf spielen. Je nachdem könntest du den Mond auf etwas anderes herabscheinen lassen oder eben die Beschreibung variieren...
    "und der Mond schimmerte auf der Spitze eines Kirchturmes" (eher Dorf; zumindest für mich)
    "und der Mond stand blass am von den Tausend Laternen der Stadt erhellten Nachthimmel" (Stadt)
    "und der Mond kletterte zwischen zwei Hochhäusern hinauf in den Himmel" (eher Stadt)


    Natürlich könntest du den Mond auch weglassen und durch Laternen ersetzen.
    "und Laternen tauchten alles in ein schummriges Licht."
    "und eine einsame Laterne leuchtete irgendwo aus der Dunkelheit vor mir."
    ...
    Ich denke, es gibt sehr viele Möglichkeiten, wie du den ersten Satz schreiben könntest. Irgendwo bilde ich mir ein mal gelesen zu haben, dass in Kurzgeschichten der erste Satz besonders wichtig ist. Und da muss ich sagen, dass du doch eigentlich einen recht starken Anfang gemacht hast. "Als ich aufwachte (--> suggeriert erstmal, dass es morgens spielt), war es bereits spät (--> ne, doch nicht, oder dieser Ich hat lang geschlafen) und der Mond erleuchtete die sonst dunkle Gegend (oh, viel später als erwartet... Was ist da los?)"
    Eine Idee wäre noch, durch ein Adjektiv über den Mond oder irgendetwas aus der Gegend noch einen zweiten Aspekt mit hineinzubringen, der nichts mit der Tageszeit zu tun hat.
    "und der Mond tauchte alles in einen sanften Schein unheilvoller Kälte"
    "und der Mond blickte mit kalten Augen auf die schlafende Stadt herab."
    "und eine kaputte Laterne flackerte in ihrem eigenen Rhythmus."
    "und das kalte Licht einer flackernden Laterne schlug wie ein gebrochenes Herz in seinem eigenen, ungleichmäßigen Rhythmus." Das gefällt mir gut, passt aber irgendwie gar nicht zu deiner Geschichte xD
    Naja, aber ich denke, du weißt, was ich meine. Vielleicht fällt dir ja was passendes ein. Wenn nicht, dann lass den ersten Satz einfach so.

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  • Also wenn ich mich mal kurz einmischen darf, @Asni und @LadyK,


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  • Ne, die Straßenlaternen sind wieder abgehakt :P ich belasse es beim Mond. @Asni hat mir ja einige Möglichkeiten aufgezeigt. Aber so richtig passen will davon noch nichts irgendwie. Ich lass mir was einfallen ^^ den Rest habe ich bereits verbessert :D


    Zitat von Asni

    Ich meinte nur, dass es eigentlich unlogisch ist, dass der Mond eine dunkle Gegend erleuchtet. Denn wenn er sie erleuchtet, dann ist sie nicht mehr dunkel...

    :D ja, das hab ich mir als nächstes gedacht, aber irgendwie kam ich davon ab, es in meinem Kommentar zu schreiben :whistling:


    @Tariq jetzt wo du es sagst, stört mich das auch X/

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  • es gut kurz und knapp weiter, sonst wird ein Teil zu lang :)


    1.2 Bill Blake


    Mein Körper machte es sich zur schlechten Angewohnheit mich zu wecken indem mein Kopf hämmerte, als würde immer wieder jemand mit voller Wucht dagegen treten. Ich fühlte mich benommen und kraftlos.
    Obwohl ich die Augen öffnen wollte, gelang es mir nicht.
    Die Stille, die mich umgab, wurde unterbrochen von monotonen Pieptönen und dem gelegentlichen Zuschlagen von... Türen? Ich war mir nicht sicher, ob ich tatsächlich den Geruch von Desinfektionsmittel in der Nase hatte.
    Irgendwie schaffte ich es die Augen aufzuschlagen, doch konnte ich meine Umgebung nur wie durch einen milchigen Schleier erkennen.
    Ich wollte mich aufsetzten, allerdings wurde ich von etlichen Kabeln und Schläuchen daran gehindert. Außerdem fühlte ich mich noch viel zu Kraftlos, um überhaupt ein Wasserglas halten zu können.
    Verwundert betrachtete ich das Zeug an meinem Körper. Auf meinem Oberkörper, an den Handgelenken und auf meinem rechten Knöchel klebten Kabel und auf meinem rechten Handrücken befand sich eine Kanüle. Ich vermutete eine Infusion oder so etwas in der Art. Ich spürte, dass ich in der Nase ebenfalls einen Schlauch hatte. Da ich mich nicht mit Medizin auskannte, konnte ich nur Behauptungen anstellen, aber ich glaubte, dass ich mich auf einer Intensivstation befand. Das bedeute höchstwahrscheinlich Dauerüberwachung.
    Ungeduldig reckte ich mich nach der Notfallklingel, allerdings hing sie viel zu hoch.
    Dachten die etwa, ich würde nicht mehr aufwachen?
    Fast wütend riss ich mir die Sauerstoffzufuhr vom Kopf und setzte mich auf. Tatsächlich wusste ich gar nicht, woher ich plötzlich diese Kraft nahm, aber ich schaffte es.
    Ich schlug die Decke beiseite und zog das Pflaster, mit dem die Kabel auf meiner Brust befestigt waren, ab. Aus dem monotonen Piepen wurde ein unerträgliches Piepkonzert.
    Das hinderte mich allerdings nicht daran, mich an meinen Bein zu schaffen zu machen. Als ich auch hier versuchte das Plaster vorsichtig zu lösen, bemerkte ich meinen verbundenen linken Oberschenkel und stockte in meinem Tun.
    Plötzlich riss jemand die Tür zu meinem Zimmer auf. Eine Frau mittleren Alters kam auf mich zu, doch schien sie nur Augen für das Überwachungsgerät zu haben.
    Sie betätigte ein paar Knöpfe und wandte sich dann mir zu.
    "Was wird das Herr Blake?",fragte die Stationsschwester, "egal, was Sie vor haben, ich hindere Sie daran."
    Sie drückte mich zurück auf die Liege, klebte mir die Kabel wieder auf die Brust und überprüfte noch kurz die Flüssigkeit in dem Plastikbeutel.
    "Wie fühlen Sie sich?", fragte sie mich.
    Ich zuckte mit den Schultern.
    "Gut", sagte ich plump, was mir das ungläubige Hochziehen der Augenbrauen der Schwester einbrachte.
    "Es sieht erstmal alles gut aus, aber der Arzt wird gleich noch einmal nach Ihnen sehen", begann sie, "in der Zwischenzeit möchte jemand mit Ihnen reden. Ist das in Ordnung?"
    Ich nickte, als ich bemerkte, dass die Frage an mich gerichtet war.
    Die Frau huschte schnell aus dem Zimmer und wurde durch eine andere Frau ersetzt.
    Das Klacken der Stöckelschuhe begleitete ihre Schritte, das enge Kostüm wirkte, als könne sie darin kaum atmen und ihr Blick war düster wie eine Gewitterwolke.
    Kurz vor meinem Bett blieb sie stehen und holte von irgendwo einen Ausweis heraus.
    "Agent Blake", sagte sie, " ich bin Alice Lorenzo von der Behörde für öffentliche Angelegenheiten und Dienstaufsicht für Angestellte im Staatsdienst."

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    2 Mal editiert, zuletzt von LadyK () aus folgendem Grund: Änderungen

  • Interessante Fortsetzung, @LadyK ^!


    Der arme Bill. Wacht also im Krankenhaus auf und kriegt gleich Besuch von der Dienstaufsicht. Sowas braucht man, wenn man Kopfschmerzen hat. :rofl: Weiter, weiter. ^^


    Im Spoiler bisschen Futzelkram


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  • Hallo @Tariq danke für dein Futzelkram :) ich sollte künftig nicht auf Korrekturlesung verzichten :D ich war wohl bisschen schluderig :P


    Zitat von Tariq

    Weiter, weiter.

    Immer ruhig :D die Lady ist kein D-Zug :rofl:


    Momentan bin ich mir selber unsicher wohin das Ganze geht... Es war ganz anders geplant :doofy:

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  • So gefällt mir das, kurz und knackig. Allerdings sind mir diesmal ein paar mehr Stellen ins Auge gesprungen, an denen du arbeiten könntest.


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  • @Asni danke das du dir auch wieder Zeit genommen hast :) mir persönlich gefiel der Part auch noch nicht sooo gut, deswegen habe ich ihn so hoch geladen. Ich wollte mal schauen, ob ihr mir gute Tipps geben könnt :thumbsup: und habt ihr ja.


    Zitat von Asni

    Diese Passage finde ich noch nicht so gut. Wenn er etwas betrachtet, dann muss es in seinem Gesichtsfeld sein. "In der Nase" wirkt für mich wie eine Beschreibung von außen. Passender fände ich, wenn er z.B. spürt, dass er etwas in der Nase hat und dann einen Schlauch ertastet.
    Dass er sofort weiß (und nicht vermutet), dass der Schlauch ihm Sauerstoff zuführt, obwohl er sich nicht mit Medizin auskennt, ist ein bisschen widersprüchlich.
    Sprachlich vermischt du ein bisschen die Stilebenen: einerseits denkt Bill umgangssprachlich ("das Zeug" und nächstes Zitat). Das ist völlig in Ordnung für diesen Erzählstil. Aber dass er dann auch an "Vitalwerte" denkt finde ich persönlich nicht so ganz passend.

    Ja, da hast du recht ?(


    Zitat von Asni

    Meinst du hier, dass das Hochziehen der Augenbraue unglaubwürdig, d.h. vermutlich gespielt ist? Oder dass die Schwester ihm nicht glaubt? Dann wäre es eher "zweifelndes" oder "ungläubiges" (wobei das auch nicht passt) Hochziehen.

    Ich meine damit, dass durch das Hochziehen der Augenbrauen deutlich wird, dass sie ihm nicht glaubt. Ich bau den Satz einfach komplett um :thumbsup:


    Zitat von Asni

    "indes" finde ich vom Stilniveau nicht so passend. Das wirkt für mich schon etwas altmodisch, vielleicht weil ich es selbst so gut wie nie verwende.

    Hmm, vielleicht "in der Zwischenzeit" :whistling:


    Zitat von Asni

    Bei "der Arzt" dachte ich mir, dass das seltsam unpersönlich ist, was in einem "normalen Krankenhaus" sicherlich super passt. Ich fand nur dass es hier nicht passt, da die Schwester Bill nicht mit seinem Namen, sondern auch mit seinem Titel bzw. seiner Berufsbezeichnung oder Rang anspricht.

    Meinst du damit, dass sie ihn (den Arzt) nicht namentlich benennt?


    Zitat von Asni

    Zu guter Letzt würde mich natürlich die Frau interessieren, die da die Schwester "ersetzt". Du beschreibst ja eher ihre Kleidung, aber nicht sie. Hast du dafür einen bestimmten Grund?

    Das kommt im nächsten Abschnitt :D ich hoffe, du hast noch Geduld mit mir ;(


    Zitat von Tariq

    Das kenn ich auch: Geschichten, die sich ein wenig verselbständigen und die Protas gleich mitmachen lassen.

    Ich hab das dumpfe Gefühl, dass das länger wird :huh:


    LG

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    Meine Geschichte
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  • Meinst du damit, dass sie ihn (den Arzt) nicht namentlich benennt?

    Da weiß ich nicht so genau, was geschickter ist. Aber offensichtlich ist es in der Intensivstation kein Geheimnis, was Bill ist. Daher könnte ich mir gut vorstellen, dass es ein besonderes Krankenhaus ist und auch der Arzt irgendwie zum Geheimdienst (oä) gehört und daher so wie Q bei James Bond eine in der Geschichte besondere und wichtige Person ist (und nicht bloß ein Arzt, weil ein Krankenhaus auch einen Arzt braucht; wenn du verstehst, was ich meine). Alternativ würde ich die Schwester statt "Agent..." eher "Herr..." sagen lassen.

    Hmm, vielleicht "in der Zwischenzeit"

    Ja, oder "bis dahin" oder "im Augenblick ist hier eine Dame, die mit Ihnen sprechen möchte".

    Das kommt im nächsten Abschnitt ich hoffe, du hast noch Geduld mit mir

    Natürlich habe ich Geduld ^^ . Es würde nur gut passen, das Aussehen zuerst zu beschreiben, weil es das erste ist, was er von ihr sieht.

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  • Zitat von Asni

    Da weiß ich nicht so genau, was geschickter ist. Aber offensichtlich ist es in der Intensivstation kein Geheimnis, was Bill ist. Daher könnte ich mir gut vorstellen, dass es ein besonderes Krankenhaus ist und auch der Arzt irgendwie zum Geheimdienst (oä) gehört und daher so wie Q bei James Bond eine in der Geschichte besondere und wichtige Person ist (und nicht bloß ein Arzt, weil ein Krankenhaus auch einen Arzt braucht; wenn du verstehst, was ich meine). Alternativ würde ich die Schwester statt "Agent..." eher "Herr..." sagen lassen.

    Es soll schon ein normales Krankenhaus sein, dann wäre "Herr" wohl passender :)


    Zitat von Asni

    Natürlich habe ich Geduld . Es würde nur gut passen, das Aussehen zuerst zu beschreiben, weil es das erste ist, was er von ihr sieht.

    Ich schau einfach mal, wie das im nächsten Part wirkt und entscheide dann :thumbsup:


    LG

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  • @all ich hab #5.2 nochmal überarbeitet und vielleicht mögt ihr ja drüber schauen, ob alle Ungereimtheiten beseitigt sind :)


    @Aztiluth danke für deinen Kommentar :)


    Zitat von Aztiluth

    Ich muss gestehen, dass ich damals dachte, der Part davor wäre das Ende gewesen xD
    Schön, dass es noch weitergeht und wir noch ein paar Fragen beantwortet bekommen

    Ich konnte euch ja nicht mit einem Haufen Fragen zurück lassen :D


    Zitat von Aztiluth

    Irgendwie klingt das Komisch. So nichtssagend.
    Mit dem Satz danach versteht man es ja schon, aber es wirkt lieblos. Und das passt so garnich zum sonst so schön gestalltenen Text. Aber vielleicht seh auch nur ich das so.

    Hm, wird verbessert :thumbsup:


    Zitat von Aztiluth

    Dem kann ich nur zu 100% zustimmen.
    Es fehlt die Entscheidung.

    Da fällt mir auch noch was ein :D


    Zitat von Aztiluth

    Wenn ich mich auf ein Gespräch konzentriere, mach ich die Augen zu. Wenn man etwas besser hören möchte, schaltet man andere Sinne dafür aus. Mit offenen Augen lenkt das Visuelle zu sehr ab, das Hirn konzentriert sich eher darauf und die Kopfschmerzen werden auch schlimmer, wenn man in einem Fahrenden Auto sitzt und rausschaut.


    Wenn er die Beiden besser beobachten möchte, würde ich "Gespräch" mit "Situation" abändern. Da es sonst niemand angekreidet hat, bin ich vielleicht auch nur zu

    Ähm, mir fällt es tatsächlich leichter, ein Gespräch zu verfolgen, wenn ich die Beteiligten ansehe :huh: vielleicht, wenn ich das so in den Text einarbeiten und sage, dass er nicht aus dem Auto schaut... :whistling: (ich habe davon nichts erwähnt, sondern lediglich gesagt er öffnet die Augen). Das ist eventuell etwas unspezifisch, nichts, was sich aber nicht ändern lässt :rolleyes:


    LG

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  • @LadyK, so, ich habe mir Part 5.2 (überarbeitet) nochmal durchgelesen und wie sollte es anders sein, fallen mir natürlich andere Dinge auf xD . Viele Stellen finde ich aber gut überarbeitet, z.B. den milchigen Schleier :thumbup:


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  • Danke @Asni das du noch mal rüber geschaut hast :)


    Zitat von Asni

    Gibt's die eigentlich wirklich in der Art? Die Kombination "öffentliche Angelegenheiten" und "Dienstaufsicht" kommt mir komisch vor. Was nicht heißt, dass das komisch ist... gibt ja viele komische Dinge in der politischen Organisation xD

    Das hab ich mir tatsächlich ausgedacht :D keine Ahnung, ob es sowas gibt :whistling: die Aufgaben dieser Organisation will ich im nächsten Part aufklären. Der ist allerdings noch nicht ganz ausgereift, daher bitte ich um Geduld ^^


    Der Rest kommt mir klar und logisch vor und wird nochmal überarbeitet :D


    LG

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  • Joar, wird doch ein bisschen länger :|


    1.3 Bill Blake


    Abschätzend betrachtete ich die Frau, die mittlerweile ihren Ausweis wieder in ihr viel zu enges Outfit gequetscht hatte. Sie trug einen streng nach hinten gebundenen Pferdeschwanz, ihre dunkle Hautfarbe und die schwarzen Haare passten zu ihren braunen Augen.
    Sie zog sich einen Stuhl heran und setzte sich mit überschlagenen Beinen darauf.
    "Ich würde gerne mit Ihnen über den Vorfall von vor zwei Tagen reden", begann sie kühl.
    Ich reagierte nicht, weil ich fürchtete, sie würde mir gleich an die Kehle springen.
    Und dann erst bemerkte ich den Fehler in ihrem Satz.
    "Zwei Tage?" , fragte ich ungläubig, "ich war zwei Tage weg getreten?"
    Alice schüttelte schnell den Kopf, als hätte sie diese Frage erwartet.
    "Sie waren fast tot"
    Ich starrte sie voller Entsetzten an, was anderes war mir zu diesem Zeitpunkt nicht möglich.
    Dann unterbrach ein Mann in einem schwarzen Anzug die Stille, der in diesem Moment das Zimmer betrat. Viel war von ihm nicht zu erkennen, da er einen Sonnenbrille trug. Einzig der Aktenkoffer in seiner Hand weckte meine Neugier.
    Der Mann übergab den Koffer an Alice und verschwand wieder.
    Mit einem leisem Klicken sprangen die Schnallen auf, sie nahm eine handvoll Bilder heraus und reichte sie mir.
    Genau in diesem Moment kamen meine Erinnerungen wieder wie ein Hammerschlag.
    Es waren Bilder von Tatorten, die aus sämtlichen Perspektiven fotografiert worden waren.
    Ich sah mir das erste Bild an und mir stockte der Atem.
    "Das ist Micha!"
    Ich konnte kaum glauben, dass der Tote sein geschätzter Kollege war. Er lag auf dem Rücken un starrte mit leeren Blick nach oben. In seiner Stirn klaffte ein daumennagelgroßes Loch.
    Alice nickte bestätigend. Ihre Miene blieb kühl, aber in ihren Augen konnte ich einen Funken Mitgefühl sehen.
    "Außer Agent Cross sind noch drei weitere Agents gestorben."
    Ich zog das zweite Bild hervor und warf den Stapel schließlich vor mir auf das Bett.
    Schnaufend wischte ich mir mit den Händen durch das Gesicht.
    "Agent Blake", begann Lorenzo, " Sie waren zusammen mit sechs weiteren im Einsatz. Können Sie sich an irgendetwas erinnern?"
    Langsam nickte ich.
    "Es war 18:25 Uhr gewesen, während das Team um Agent Alexander Grubler auf den Moment warteten. Ich saß auf dem Beifahrersitz und auf dem Rücksitz befanden sich die Agents Ivy Linn und Mirella Finke. Die anderen drei hatten sich um das Lagerhaus postiert, damit sie uns das Zeichen zum Stürmen geben konnten."
    Ich überlegte kurz, obwohl ich wusste, was passiert war.
    "Als ich die Meldung bekam, war es 18:32 Uhr. Wir verließen den Wagen, den wir unweit der Lagerhalle geparkt hatten und näherten uns der Geiselnahme."
    Alice hörte mir mit unberührter Miene zu.
    "Ich und Agent Grubler waren vorausgegangen und die anderen beiden gingen durch den rechten Seiteneingang hinein."
    Als ich nicht weiter sprach, meldete sich die Frau zu Wort.
    "Was ist mit den anderen drei? Wo waren sie während des Zugriffs?
    Ich zuckte die Schulter und bemerkte, wie Alice missbilligend die Augenbrauen hochzog.
    "Ich vermute, dass sie bereits im Gebäude waren", fuhr ich fort, "ich habe mich voll und ganz auf meine Taten konzentriert. Wir erreichten den Raum, wo wir die Entführer erwarteten."
    Ich schloss angesichts meiner immer heftiger werdenden Kopfschmerzen die Augen.
    "Tja, als wir dann dort waren, war es bereits zu spät."
    Wieder musste ich eine Pause einlegen, da mir urplötzlich übel wurde.
    Die Geschehnisse jagten an meinem inneren Auge vorbei, doch ich vermag sie nicht zu fassen. Ich sah zahlreiche Menschen, die wie wild geworden umher rannten und ich wusste, dass ich selber Schüsse abgefeuert hatte. Eine Person, die eine schusssichere Weste trug, hatte meine Aufmerksamkeit erregt. Ich war ihr gefolgt, als diese durch einen Notausgang fliehen wollte.
    Dann...ein Schuss...noch einer...Schmerzen...
    "Ich...", nuschelte ich vor mir her.
    "Agent Blake?"
    Ich hörte Alice Stimme nur als dumpfes Dröhnen im Kopf und ich bemerkte, wie meine Sinne mir schwanden.
    Das Piepen des Gerätes wurde lauter und schneller, eine Tür wurde aufgeschlagen und wirres Gerede wurde lauter.
    Dann fiel ich erneut in dieses schwarze fast endlos wirkende Loch.

    „Spätestens wenn erneut ein solches Zeichen auftaucht, werden Fragen gestellt. Wir sollten in der Lage sein, sie zu beantworten.“
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  • Oh Mann, @LadyK, der arme Bill ... :/


    Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
    (Ricarda Huch)



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