Hilfe beim Anfang von Kurzgeschichte, zu Überladen, erster Eindruck?

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    • Hilfe beim Anfang von Kurzgeschichte, zu Überladen, erster Eindruck?

      Hallo,

      ich bin mir unsicher beim Anfang dieser Kurzgeschichte und kann daher kaum weiter schreiben, da ich nicht weiß inwieweit es bisher geglückt ist. Es ist meine erste Kurzgeschichte, seid bitte dennoch ehrlich bei der Kritik. Folgende Fragen stelle ich mir: Sind es zu viele Informationen und damit Geheimnisse, die den Leser verwirren? Wie wirkt der Schreibstil? ich wäre sehr dankbar für eure Mühen! Die Idee dahinter erkläre ich am Ende des Anfangs:


      Ich schob eine schwere Holztür zur Seite und erblickte ein all zu fremdes Zimmer, in dem ich niemals einen prüfenden Blick zu wagen schaffte. Zu groß war die Ehrfurcht vor der Erkenntnis, undenkbar der Gedanke, dass ich darin wohnen würde, zu kratzend glitt verrottetendes Holz der Tür über meine rauen Hände und so ging ich zügig hinein, die Augen und Nase geschlossen, schlug die Türe erschöpft vom Tage zu und bereitete routiniert das Abendessen vor. Es war wieder einer dieser äußerst anstrengenden Tage, diese Tage, wo sich die Monotonie der Arbeit in Katatonie des Seins umschlägt. Gewiss war es nie die Monotonie alleine, sie war aber mindestens der Anlass, jedoch die schwerste Ursache war der Inhalt dieser Arbeit. Es verfolgten mich auf jeden Schritt die hässlichen Fratzen des Mensch-Seins, diese emotional dissoziierten Gesichter vom Spotter und Jubler und Gleichgültigen, so nannten sie sich oft, doch in solch milliardenfacher Zahl diese Gesichter waren, so vielfältig und nie gleich waren ihre Ausdrücke. Als größter Mathematiker aller Zeiten brachte es mir Kummer, dass ich dieses Wachstum hätte nie in einer Funktion beschreiben können.
      Im lauter anstrengenden Grübeln stellte sich jedoch stets ein Lichtblick heraus und dieser Wert ließ sich formal so definieren:

      Salz aus Fenstern der Seele,
      schlägt herab, bricht jeden Damm,
      trifft die Türe mit Geflehe,
      die schmeckt bald den Untergang.

      Während des dösenden Schneidens einiger Kräuter fiel mir schockierend auf, dass eine wichtige Zutat noch fehlte. Nach der Arbeit sind für jeden bereits sämtliche Zutaten auf einem großen, schrägen und langen Tresen aufbereitet, nachdem jede Nummer ihre Zutaten und das Rezept nahm, rutschten die der nächsten auf. Natürlich wurde penibel darauf geachtet, dass auf jeder Zutat auch die zugehörige Nummer stand und ein Fehler dessen bedeutete die Verletzung der obersten Moral: Jeder gehöre sich selbst und nur sich selbst. Jegliche trügerische Tücke dieser Welt enthielt dieser Ausspruch, der an jeder Wand stand, ja sogar auf meiner Kaffeetasse und so wirksam hielten sich auch alle für unabhängig, einzigartig und zu etwas Besonderem berufen. Keineswegs bestand im Grunde jeder Umsetzung dieses Spruches ein Konstrukt aus Lügen, so wurde die Wahrheit von uns kreiert und so war ich beispielsweise gewiss der größte je existierende Mathematiker. Ich kümmerte mich also um die Zutat und habe sie vergebens in meiner Tasche und Küche gesucht, aber habe ich etwas merkwürdiges stattdessen gefunden, eine Tüte Kräuter mit der Nummer 2 0130b, welche nicht mir gehörte. Von dieser Tüte erstreckte sich ein ominöser Geruch, der durch die Attribute einer freudig strahlenden Blumenwiese, eines unangenehm ziehenden Zimt-Tons und blauen abstehenden Gewässers in mir große Verwirrung hinterließ, mich schlussendlich in Ohnmacht versetzte und einen atemberaubenden Traum hinterließ, welcher in mir riesige, nie gekannte Schaffenskraft erzeugte, doch der Preis war Todesangst:

      In Ohnmacht versetzte mich ein hiesiger Sog, sodass ich meinen langsam auf dem Boden fallenden Schädel von hinten sah und wie eine Schlange die anfängt einer rennenden Maus zu folgen, immer schneller von meinem Kopf weggezogen wurde. Im letzten Moment griff ich schnell die hintersten Haare meines Kopfes und so zog es mich mit meinem Schädel in den Händen auf ein Feld voller strahlendem Himmel, wunderbar duftenden Blumen und warmen Winden, die über meine zu Gänsehaut erstarrten Arme glitten. Im jenem Moment holte ich tief Luft und umhüllte mich damit in tiefste Trance. Doch schon im nächsten Moment wurde der Wind kräftiger, die Sonne blasser und die Luft stickiger. Der Äther der Landschaft fing an sich zu drehen. Die Rotation verlief immer schneller und schneller, der Boden fing an zu wackeln. Mein Herz begann zu pochen. Aus meiner Stirn floss Schweiß wie aus Eimern. Auf einmal wendete sich der Schädel mit starrendem Blick in meiner Hand, grausig und dumpf schrie er: "Jubler!". Überall wo ich hinsah erblickte mich diese grausame Fratze, schrie mich kotzend an und umso lauter wurde der Schrei. Alsbald meine Ohren blutend betäubt waren, wurde alles still und mein erster Gedanke war, dass all meine Sinne verloschen sein müssten. Doch plötzlich bewegte sich der Boden. Ich fühlte mit der Hand hin. Ein merkwürdig bekannt vorkommender Holzton fuhr über meine Handfläche. Nach wenigen Sekunden aber war meine Aufmerksamkeit vollkommen auf die sich aufbauenden Holzwände gerichtet, die meine Handfläche zu mir schoben und meinen Körper immer weiter einengten. Ich bekam kaum mehr Luft, fing an vor Platzangst zu keuchen, als wäre ich auf einen Berg hochgesprintet und kurz bevor ich dachte die Bergspitze zu erreichen um keine Luft mehr zu kriegen, fielen auf einmal alle Wände um mich um. Der Zusammenbruch hörte sich viel lauter an als ich dachte und überdeckte die schon lachenden, mich anstarrenden Gesichter, sodass ich dann immer lauter werdend hörte: "Spotter!".

      Meine Idee: Unsere Erde ist mit einem Paralleluniversum (bzw. Parallelerde) so zusammengestoßen, dass beide Welten in einer Symbiose existieren. Der Lebensinn wird von uns gegeben, das Leben aber von den Anderen. Die Person die beschrieben wird ist solch ein "Anderer", arbeitet als Mathematiker und hat sich auf den Teilaspekt der Traurigkeit konzentriert (unwissentlich am Beginn), die Personen bei uns in den Selbstmord treibt. Natürlich probiert er alle Gesichter zu entschlüsseln, die scheinbare Außenhülle davon soll der Leser erfahren. Der Protagonist möchte dieser Droge auf den Grund gehen (wovon er den Traum bekommt), die Nummer auf der Zutat impliziert den Wohnort und so geht er da hin und findet sich selbst als sein Gegenteil als zuerst halluzinierte, andere Person, welche auf den Gesichtern der Menschen die Freude sucht und auch als Kritiker fungiert, also die scheinbare Wirklichkeit hinterfragt. Zusammen verstehen sie diese Symbiose und was dann mit der Erde und dem Protagonisten passiert ist noch nicht klar.

      LG
    • Hi, also man muss sich auf Deinen Text einlassen, es ist kein Fastfood.
      Alles weitere im Spoiler :)

      Cauchyclosed schrieb:

      Spoiler anzeigen




      Ich schob eine schwere Holztür zur Seite und erblickte ein allzu fremdes Zimmer, in dem ich niemals einen prüfenden Blick zu wagen schaffte.(?) Zu groß war die Ehrfurcht vor der Erkenntnis, undenkbar der Gedanke, dass ich darin wohnen würde, zu kratzend glitt verrottendes Holz der Tür über meine rauen Hände und so ging ich zügig hinein, die Augen und Nase geschlossen, schlug die Türe erschöpft vom Tage zu und bereitete routiniert das Abendessen vor.
      Es war wieder einer dieser äußerst anstrengenden Tage, diese Tage, wo sich die Monotonie der Arbeit in Katatonie des Seins umschlägt. Gewiss war es nie die Monotonie alleine, sie war aber mindestens der Anlass, jedoch die schwerste Ursache war der Inhalt dieser Arbeit. Es verfolgten mich auf jeden Schritt die hässlichen Fratzen des Mensch-Seins, diese emotional dissoziierten Gesichter vom Spötter und Jubler und Gleichgültigen, so nannten sie sich oft, doch in solch milliardenfacher Zahl diese Gesichter waren, so vielfältig und nie gleich waren ihre Ausdrücke. Als größter Mathematiker aller Zeiten brachte es mir Kummer, dass ich dieses Wachstum hätte nie in einer Funktion beschreiben können.
      Im lauter anstrengenden Grübeln stellte sich jedoch stets ein Lichtblick heraus und dieser Wert ließ sich formal so definieren:

      Salz aus Fenstern der Seele,
      schlägt herab, bricht jeden Damm,
      trifft die Türe mit Geflehe(?),
      die schmeckt bald den Untergang.



      Während des dösenden Schneidens einiger Kräuter fiel mir schockierend auf, dass eine wichtige Zutat noch fehlte. Nach der Arbeit sind für jeden bereits sämtliche Zutaten auf einem großen, schrägen und langen Tresen aufbereitet, nachdem jede Nummer ihre Zutaten und das Rezept nahm, rutschten die der nächsten auf. Natürlich wurde penibel darauf geachtet, dass auf jeder Zutat auch die zugehörige Nummer stand und ein Fehler dessen bedeutete die Verletzung der obersten Moral: Jeder gehöre sich selbst und nur sich selbst.
      Jegliche trügerische Tücke dieser Welt enthielt dieser Ausspruch, der an jeder Wand stand, ja sogar auf meiner Kaffeetasse und so wirksam hielten sich auch alle für unabhängig, einzigartig und zu etwas Besonderem berufen.
      Keineswegs bestand im Grunde jeder Umsetzung dieses Spruches ein Konstrukt aus Lügen, so wurde die Wahrheit von uns kreiert und so war ich beispielsweise gewiss der größte je existierende Mathematiker. Ich kümmerte mich also um die Zutat und habe(Zeit?) sie vergebens in meiner Tasche und Küche gesucht, aber habe (Zeit?) ich etwas Merkwürdiges stattdessen gefunden, eine Tüte Kräuter mit der Nummer 2 0130b, welche nicht mir gehörte. Von(Aus) dieser Tüte erstreckte sich ein ominöser Geruch, der durch die Attribute einer freudig strahlenden Blumenwiese, eines unangenehm ziehenden Zimt-Tons und blauen abstehenden Gewässers in mir große Verwirrung hinterließ, mich schlussendlich in Ohnmacht versetzte und einen atemberaubenden Traum hinterließ, welcher in mir riesige, nie gekannte Schaffenskraft erzeugte, doch der Preis war Todesangst:

      In Ohnmacht versetzte mich ein hiesiger Sog, sodass ich meinen langsam auf dem Boden fallenden Schädel von hinten sah und wie eine Schlange, die anfängt, einer rennenden Maus zu folgen, immer schneller von meinem Kopf weggezogen wurde. Im letzten Moment griff ich schnell die hintersten Haare meines Kopfes und so zog es mich mit meinem Schädel in den Händen auf ein Feld voller strahlendem Himmel, wunderbar duftenden Blumen und warmen Winden, die über meine zu Gänsehaut erstarrten Arme glitten.
      In jenem Moment holte ich tief Luft und umhüllte mich damit in tiefste Trance. Doch schon im nächsten Moment wurde der Wind kräftiger, die Sonne blasser und die Luft stickiger. Der Äther der Landschaft fing an sich zu drehen. Die Rotation verlief immer schneller und schneller, der Boden fing an zu wackeln. Mein Herz begann zu pochen. Aus meiner Stirn floss Schweiß wie aus Eimern. Auf einmal wendete sich der Schädel mit starrendem Blick in meiner Hand, grausig und dumpf schrie er: "Jubler!". Überall, wo ich hinsah, erblickte mich diese grausame Fratze, schrie mich kotzend an und umso lauter wurde der Schrei. Alsbald meine Ohren blutend betäubt waren, wurde alles still und mein erster Gedanke war, dass all meine Sinne verloschen sein müssten. Doch plötzlich bewegte sich der Boden. Ich fühlte mit der Hand hin. Ein merkwürdig bekannt vorkommender Holzton fuhr über meine Handfläche. Nach wenigen Sekunden aber, war meine Aufmerksamkeit vollkommen auf die sich aufbauenden Holzwände gerichtet, die meine Handfläche zu mir schoben und meinen Körper immer weiter einengten. Ich bekam kaum mehr Luft, fing an vor Platzangst zu keuchen, als wäre ich auf einen Berg hochgesprintet und kurz bevor ich dachte, die Bergspitze zu erreichen, um keine Luft mehr zu kriegen, fielen auf einmal alle Wände um mich um. Der Zusammenbruch hörte sich viel lauter an als ich dachte und überdeckte die schon lachenden, mich anstarrenden Gesichter, sodass ich dann immer lauter werdend hörte: "Spotter!".

      Meine Idee: Unsere Erde ist mit einem Paralleluniversum (bzw. Parallelerde) so zusammengestoßen, dass beide Welten in einer Symbiose existieren. Der Lebensinn wird von uns gegeben, das Leben aber von den Anderen. Die Person die beschrieben wird ist solch ein "Anderer", arbeitet als Mathematiker und hat sich auf den Teilaspekt der Traurigkeit konzentriert (unwissentlich am Beginn), die Personen bei uns in den Selbstmord treibt. Natürlich probiert er alle Gesichter zu entschlüsseln, die scheinbare Außenhülle davon soll der Leser erfahren. Der Protagonist möchte dieser Droge auf den Grund gehen (wovon er den Traum bekommt), die Nummer auf der Zutat impliziert den Wohnort und so geht er da hin und findet sich selbst als sein Gegenteil als zuerst halluzinierte, andere Person, welche auf den Gesichtern der Menschen die Freude sucht und auch als Kritiker fungiert, also die scheinbare Wirklichkeit hinterfragt. Zusammen verstehen sie diese Symbiose und was dann mit der Erde und dem Protagonisten passiert ist noch nicht klar.

      LG


      Leider bremsen die unzähligen Bandwurmsätze den Lesefluss teilweise komplett, da man manche Stellen mehrfach lesen muss, um zu verstehen, was passiert.
      Poesie hin oder her, ein sehr schwieriges Terrain, schwierig geschrieben.






    • Ich bin ehrlich, mein Genre ist das überhaupt nicht. Wahrscheinlich bin ich eher so ein Fastfood-Leser.
      Das Problem sehe ich eher darin: Die Art des Geschriebenen und auch die Idee dahinter haben etwas, ergänzen sich.
      Aber, ich lese in meiner Freizeit hauptsächlich zur Entspannung und dafür ist mir der Text insgesamt zu schwer, zu abgehoben.
      Würdest Du das alles auf ein "normales" Maß runter drehen, könnte ich mir vorstellen, dass wiederum eine Menge verloren ginge.
      Vllt. versuchst Du es mit Deinem Text mal hier ->dsfo.de/
      Ich denke, da sind beschlagenere Leute als ich unterwegs ;)
    • Den Text finde ich recht schwer zu verstehen, weil er mir zu überladen mit "unwichtigen" Vergleichen ist. Es wirkt auf mich so, als wolltest du versuchen, Mathematik als Emotion darzustellen. Aber das hast du für mein Verständnis sehr abstrakt umgesetzt. Ich fange den nächsten Absatz an und weiß dann schon gar nicht mehr, was in dem Absatz davor geschehen war. Ich bin ehrlich: Wenn die Kurzgeschichte so anfängt, dann lese sogar ich sie nicht weiter.
      Es wäre mir zu anstrengend, den roten Faden zu suchen. Ich glaube dir auch nicht, dass du tatsächlich so schreibst. Ich kaufe dir diesen Schreibstil nicht ab. Könntest du diesen Part eventuell nochmal neu schreiben und einfach mal roh runtertippen? Mit "roh" meine ich, dass du einfach die rohen Gedanken und Informationen niedertippen sollst, ohne es auszuschmücken oder dich in Details zu verlieren. Schreibe ihn so, als würdest du es einem Verwandten erklären wollen, so, dass er es auf Anhieb verstehen würde. Ich möchte einfach sehen, ob du deine Ideen pur rüberbringen kannst. Denn deinen Schreibstil kann man anhand von diesem kurzen Part nicht beurteilen.

      Cauchyclosed schrieb:

      Meine Idee: Unsere Erde ist mit einem Paralleluniversum (bzw. Parallelerde) so zusammengestoßen, dass beide Welten in einer Symbiose existieren. Der Lebensinn wird von uns gegeben, das Leben aber von den Anderen. Die Person die beschrieben wird ist solch ein "Anderer", arbeitet als Mathematiker und hat sich auf den Teilaspekt der Traurigkeit konzentriert (unwissentlich am Beginn), die Personen bei uns in den Selbstmord treibt. Natürlich probiert er alle Gesichter zu entschlüsseln, die scheinbare Außenhülle davon soll der Leser erfahren. Der Protagonist möchte dieser Droge auf den Grund gehen (wovon er den Traum bekommt), die Nummer auf der Zutat impliziert den Wohnort und so geht er da hin und findet sich selbst als sein Gegenteil als zuerst halluzinierte, andere Person, welche auf den Gesichtern der Menschen die Freude sucht und auch als Kritiker fungiert, also die scheinbare Wirklichkeit hinterfragt. Zusammen verstehen sie diese Symbiose und was dann mit der Erde und dem Protagonisten passiert ist noch nicht klar.
      @Cauchyclosed, welches Genre hast du dir für die Kurzgeschichte vorgestellt? Urban-Fantasy oder SciFi? Es könnte meiner Auffassung nach beides sein. Jedoch werde ich aus deiner Idee nicht ganz schlau. Denn wie du es schreibst wird der Lebensinn von unserer Welt gegeben und das Leben aber von der Parallelwelt. Aber wie war das dann eigentlich vorher bei der Parallelwelt? Denn bei uns existierte ja an sich schon beides. Ich verstehe auch nicht ganz, warum sich der "Andere" als Mathematiker ausgerechnet die Traurigkeit als Forschungsgebiet rausgesucht hat. Das hat ja absolut gar nichts mit Mathematik zu tun. Zumindest deutlich weniger als eben naturwissenschaftliche Fachbereiche. Wolltest du mit (unwissendlich am Beginn) andeuten, dass er entweder sich ausversehen auf die emotionale Ebene eingeschossen hat oder dass er sich ausversehen auf diese spezifische emotionale Komponente eingeschossen hat? Und welche Droge meinst du?
      Ganz ehrlich gesagt finde ich deine Idee sehr kompliziert erklärt. Ich kann da nicht genug Kontext für eine spannende/ausgereifte Geschichte erkennen. All das, was du da andeutest, würde ich eher als kleinen Erzählstrang einer größeren Geschichte ansehen. Denn es geht da ja nur um zwei Personen, die anscheinend sogar nur eine Person sind.
      Kannst du mir eventuell ein Beispiel geben als Vergleich? Einen Film, wo eine ähnliche Grundhandlung vorhanden ist, damit ich mir das Konzept besser vorstellen kann. Ist das sowas wie "Glass" oder "Interstellar"?

      Eegon2 schrieb:

      Würdest Du das alles auf ein "normales" Maß runter drehen, könnte ich mir vorstellen, dass wiederum eine Menge verloren ginge.
      Da muss ich widersprechen, @Eegon2! Was du vermutlich als "normales" Maß ansiehst, sehe ich in diesem Fall als "passenderes" Maß an. Verloren muss da gar nichts gehen, wenn man es richtig anstellt. Die relevanten Informationen bleiben ja trotzdem vorhanden, wären dann eben nur roh. Und manche Kost ist roh besser zu verdauen als (tot)gekocht. Ich empfehle, erst ganz minimal und ungeschönt anzufangen und dann eine Prise hiervon und ein Stück davon dazuzugeben. Wenn man gleich alles reinwirft und umrührt, kommt zumeist nur ein undefinierbarer Brei heraus. Der Text muss meiner Meinung nach viel "simpler" geschrieben werden, sonst werden sich nur sehr wenige Leute daran wagen.

      Eegon2 schrieb:

      Vllt. versuchst Du es mit Deinem Text mal hier ->dsfo.de/
      Ich denke, da sind beschlagenere Leute als ich unterwegs
      Ich denke mal, in unserem Forum hier sind auch einige beschlagenere Leute als du unterwegs :alien: Wie du schonst selbst sagst ist der Text für dich als "Fastfood-Leser" zu abgehoben. Aber das bedeutet ja nicht automatisch, dass auch alle anderen Leute hier damit nichts anfangen können. Auch wenn sich bisher noch keiner damit auseinandergesetzt hat. Meiner Meinung nach ist der Link und dein Kommentar dazu etwas zu provokant. Du sollst da die Leute, die hier eine Frage zu einer Geschichte stellen, nicht abwerben sondern animieren, weiter hier aktiv zu bleiben.
      Ich bin mir nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen.

      -Albert Einstein-
      ___________________
      Helios III (Arbeitstitel)
      --------------------------
      Purpur
      --------
      Big City Life
      ---------------
      Mana
    • Lieber @Cauchyclosed

      Ich habe deine Worte gelesen und finde die Idee dahinter ganz interessant. Leider habe ich die Gedanken hinter deinen Worten nicht verstehen können. Es kommt mir ehrlich gesagt so vor, als versuche jemand auf eine Art zu schreiben, die er für "Literatur" hält. Aber lange verschachtelte Sätze allein machen noch keinen Thomas Mann.

      Wie @Zarkaras Jade schrieb. Ich würde gerne sehen, ob du in normalen Worten ausdrücken kannst, was du mit dem Text und jedem Satz, ausdrücken willst. Oder ob dein geschwurbelter Schreibstil nur eine leere Hülle ist. (Für die ich sie halte). Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren ;)

      Cauchyclosed schrieb:

      Ich schob eine schwere Holztür zur Seite und erblickte ein all zu fremdes Zimmer, in dem ich niemals einen prüfenden Blick zu wagen schaffte.
      Du schreibst hier: Er blickt ins Zimmer und gleichzeitig, dass er sich nicht traut hineinzusehen? Ist dieser Widerspruch beabsichtigt. Wenn ja, mit welchem Zweck?

      Cauchyclosed schrieb:

      Zu groß war die Ehrfurcht vor der Erkenntnis, undenkbar der Gedanke, dass ich darin wohnen würde, zu kratzend glitt verrottetendes Holz der Tür über meine rauen Hände und so ging ich zügig hinein, die Augen und Nase geschlossen, schlug die Türe erschöpft vom Tage zu und bereitete routiniert das Abendessen vor.
      Dieser Satz ist eine Katastrophe. "Ehrfurcht vor der Erkenntnis" das er in einem Haus wohnt? Und danach bereitet er routiniert das Abendessen zu. Dreimal "und" in einem Satz. Kommas wie aus dem Salzstreuer.

      Cauchyclosed schrieb:

      Es verfolgten mich auf jeden Schritt die hässlichen Fratzen des Mensch-Seins, diese emotional dissoziierten Gesichter vom Spotter und Jubler und Gleichgültigen, so nannten sie sich oft, doch in solch milliardenfacher Zahl diese Gesichter waren, so vielfältig und nie gleich waren ihre Ausdrücke.

      Cauchyclosed schrieb:

      Als größter Mathematiker aller Zeiten brachte es mir Kummer, dass ich dieses Wachstum hätte nie in einer Funktion beschreiben können.

      Der erste Satz könnte interessant sein. Im nächsten Satz bezieht du dich auf ein "Wachstum". Diese Wachstum wird vorher aber nicht angedeutet. Du stehst mit deinen Sätzen auf einem Bein und schlägst dir dieses dann auch noch weg.

      Cauchyclosed schrieb:

      In Ohnmacht versetzte mich ein hiesiger Sog, sodass ich meinen langsam auf dem Boden fallenden Schädel von hinten sah und wie eine Schlange die anfängt einer rennenden Maus zu folgen, immer schneller von meinem Kopf weggezogen wurde
      "hiesiger Sog" macht keinen rechten Sinn
      Lies dir den Satz nochmals durch. Die Schlange bewegt sich auf die Maus zu. Der Besitzer des Schädels bewegt sich von demselben weg. Dann passt der Vergleich nicht mehr, zumindest für mich.

      Das waren nur einige Beispiele. Ich könnte jetzt jeden Satz reklamieren. Verstehe mich nicht falsch, auch ein weißes Bild mit einem schwarzen Fleck kann Kunst sein. Der Künstler hat dann aber die Fähigkeit auch eine Blumenwiese zu malen. Er hat dies, in diesem Fall absichtlich nicht getan, weil er sich etwas dabei gedacht hat. Erst wenn man die (Schreib)Regeln kennt und beherrscht, darf man sie brechen und dies Kunst nennen. :smoker:
      Es ist das Eine, aus dem wir kommen und in das wir wieder eingehen. Vor dem Einen war nichts und danach wird nichts sein. Das Eine ist nichts, und indem das Eine nichts ist, wird das Eine offenbar.

      Meister Muoti von Aramea. Im Jahre 102 nach der Divergenz
    • Meine Gedanken zu diesem Text wurden schon ausführlich von @Sensenbach und @Zarkaras Jade genannt, weitaus besser, als ich es gekonnt hätte.
      Mich hat Dein Text regelrecht hilflos gemacht...

      :hmm: An einer Stelle allerdings konnte mein Gedankenkarusell einhaken. Ich nehm an, gerade DIESE Stelle war nicht beabsichtigt.

      Du schreibst, Dein Prota sei Mathematiker, ein guter (der Beste?). Und dann sammelt er Kräutlein? Istr das nicht eher die Aufgabe eines Laufburschen? Vielleicht noch eines Gärtnerlehrlings oder so?

      Mir kommt es eher so vor, als habe der Bursche einmal zu oft an seinen eigenen Kräutlein genascht, seine kruden Gedankengänge und der Fakt dass er sich für den

      Cauchyclosed schrieb:

      größter Mathematiker aller Zeiten
      hält, scheint mir dafür zu sprechen. Ist aber nur der Eindruck, den mir Dein Text vermittelt. Ein paranoider Tagträumer, der eigentlich ein recht armes Würstchen ist... sorry. :pardon:
      Der Unterschied zwischen dem, was Du bist und dem, was Du sein möchtest, liegt in dem, was Du tust.
      -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
      Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?
    • @Zarkaras Jade, @Sensenbach und @Cory Thain, vielen Dank für eure Kritikpunkte.


      Zarkaras Jade schrieb:

      Den Text finde ich recht schwer zu verstehen, weil er mir zu überladen mit "unwichtigen" Vergleichen ist. Es wirkt auf mich so, als wolltest du versuchen, Mathematik als Emotion darzustellen. Aber das hast du für mein Verständnis sehr abstrakt umgesetzt. Ich fange den nächsten Absatz an und weiß dann schon gar nicht mehr, was in dem Absatz davor geschehen war. Ich bin ehrlich: Wenn die Kurzgeschichte so anfängt, dann lese sogar ich sie nicht weiter.
      Ja, das stimmt. Das Thema ist wohl zu schwer als Anfang, einfache Ideen um zu Üben sind für den Beginn sinnvoller, oder?


      Zarkaras Jade schrieb:

      Könntest du diesen Part eventuell nochmal neu schreiben und einfach mal roh runtertippen?
      Jap, das werde ich in einem seperaten Post machen.


      Zarkaras Jade schrieb:

      Denn wie du es schreibst wird der Lebensinn von unserer Welt gegeben und das Leben aber von der Parallelwelt. Aber wie war das dann eigentlich vorher bei der Parallelwelt? Denn bei uns existierte ja an sich schon beides. Ich verstehe auch nicht ganz, warum sich der "Andere" als Mathematiker ausgerechnet die Traurigkeit als Forschungsgebiet rausgesucht hat. Das hat ja absolut gar nichts mit Mathematik zu tun. Zumindest deutlich weniger als eben naturwissenschaftliche Fachbereiche.
      Zwei Parallelwelten knallen aufeinander, es ist daher denkbar, dass beide in einer Art Symbiose existieren. Vorher war eben beides fast gleich, da es sich um Parallelwelten handelte. Durch den Zusammenstoß entstand allerdings die Abhängigkeit zwischen diesen Welten. Wir haben in der Philosophie bspw. das Theodizee Problem und Lösungen dazu sind bspw. die Vereinigung zwischen Gut und Böse. Das alles sind recht metaphysische Begriffe, all diese emotionalen Zustände sind gewiss an diese metaphysischen Zustände gebunden (ich gehe hier davon einfach mal aus) und damit auch an unser Leben. Und diese metaphysischen Zustände werden in "unserer Welt", von der "anderen Welt" gegeben. Währenddessen herrscht in der anderen Welt weiterhin fast der selbe Zustand wie hier, nur, dass dort eben nichts "großes" von uns bestimmt wird, sondern etwas "kleines", nämlich just deren Arbeit im 8 Stunden-Tag. Der Tod hat viele Unterkategorien, während der Tod nur eine Kategorie dieser metaphysischen Zustände ist und eine Unterkategorie bspw. die Traurigkeit in Verbundenheit mit dem Tod darstellt. Also ist denkbar, dass ein Mathematiker dafür zuständig ist und er selbst als Gott der Trauer, die den Tod auslöst, probiert die anderen Gesichter, Emotionen usw. zu identifizieren. Wieso arbeitet er dann aber als "Dichter"? Weil es Gefühle behandelt und gleichzeitig als Mittel fungiert, dass er die anderen Gesichter niemals knacken wird. Und die andere Person, die heimlich er selbst ist, ist ziemlich der Gegenpol zu dem Mathematiker. Doch letztendlich löst sich beides auf, das Theodizee Problem wäre vollständig gelöst, doch was würde mit den zwei Welten geschehen?

      Ich hoffe es ist nun verständlicher beschrieben. Und ehrlich gesagt habe ich leider keinen Vergleich, ich bin mir selbst bei der Kategorie nicht ganz sicher. Magischer Realismus/Idealismus mit ein bisschen SciFic?


      Sensenbach schrieb:

      Er blickt ins Zimmer und gleichzeitig, dass er sich nicht traut hineinzusehen? Ist dieser Widerspruch beabsichtigt. Wenn ja, mit welchem Zweck?
      Ja, er guckt hinein, aber ohne einen tiefen Blick, da er schlicht nicht dem Gedanken die Chance geben will, der zeigt wie er wohnt.



      Cory Thain schrieb:

      Du schreibst, Dein Prota sei Mathematiker, ein guter (der Beste?). Und dann sammelt er Kräutlein? Istr das nicht eher die Aufgabe eines Laufburschen? Vielleicht noch eines Gärtnerlehrlings oder so?
      Naja, er hat die Zutat unfreiwillig gefunden. Eventuell willst Du auf eine andere Unstimmigkeit hinaus, ich sehe gerade aber nicht, welche das sein sollte.