Bis zum letzten Schrei II

  • Loisville Bundesstaat Kentucky

    Datum: 02.Juni

    Uhrzeit: 10.35





    Casey atmete noch einmal tief durch, ehe sie die Klinke nach unten drückte und den Verhörraum betrat. Sofort wandten sich alle Anwesenden zu ihr um. Auch die sitzende Person am Tisch drehte sich zu ihr und Mayfiss Gesichtszüge versteinerten. Du hast mich also erkannt, gut so, dachte Casey, nicht ohne eine gewisse Befriedigung. Für einen kurzen Augenblick konnte sie hinter die kühle Fassade sehen, die seinem Ruf vorauseilte. Ihre letzten beiden Begegnungen hatten also auch Spuren hinterlassen.


    Im Geiste zählte sie die Zeit, bis er sich Äußerlich wieder im Griff hatte. Sie kam bis fünf und nahm gerade ihm gegenüber Platz, als er mit fester Stimme ihr entgegenhielt.

    „Was wirft man mir vor? Stecken Sie etwa dahinter? Verdammte Schla…“ Im letzten Moment schluckte er den Rest des Wortes hinunter.

    „Ich freue mich auch Sie zu sehen, Mister Mayfiss. Ich an ihrer Stelle wäre vorsichtig mit meiner Wortwahl, das macht sich hier nicht gut!“

    „Wollen Sie mir drohen?“

    „Lediglich darauf hinweisen, mit wem Sie hier sprechen. Sicher sind Sie über Ihre Rechte aufgeklärt worden?“

    „Bin ich etwa verhaftet? Wenn ja, aus welchem Grund?“

    Casey gab sich alle Mühe ruhig zu bleiben. Doch dieser aalglatte Mistkerl ging ihr unter die Haut und weckte Emotionen, die hier außen vor bleiben mussten.


    Mayfiss ist mit allen Wassern gewaschen, das ist dir klar. Na komm, denk an dein Ziel. Zeige diesem Arschloch, mit wem er es zu tun hat! Spezial Agent Casey Morgan!


    Casey deutete mit allumfassender Geste auf den Verhörraum, bevor sie sich an ihn wandte.

    „Mister Mayfiss, es tut mir leid, wegen der Begleitumstände unseres Treffens“, ihre Stimme klang jetzt ruhiger und sie sah, wie es seine Wut nur noch mehr anstachelte.

    „Ich kann mir wirklich bessere Orte für das Fortsetzen unserer Befragung vom letzten Mal denken, aber Sie waren ja nicht mehr auffindbar!“ Sie sah, wie sich seine Augen wütend zu Schlitzen verengten. Langsam bröckelte seine Fassade. Ja, mach schon, du Mistkerl, verliere die Fassung und gib mir einen Grund dich festzunageln.




    „Mussten Sie geschäftlich oder privat verreisen?“ Bohrte Casey weiter und lächelte ihn dabei zuckersüß an.

    „Sicher wissen Sie, was in Ihrer Abwesenheit geschehen ist? Hm? Von der Razzia des FBI´s in Ihren Lagerhallen?“ Greyhams Fingerknöchel traten weiß hervor, so fest umklammerte er die Streben seines Stuhls. Sein Mund war zu einer blassen Linie zusammengepresst.

    „Mayfiss, verschwenden Sie nicht meine Zeit!“ Casey spielte hoch, noch hatten sie keine ausreichenden Beweise, um dem Pornoring in Verbindung zu bringen mit den neuerlichen Vermisstenfällen hier in Louisville, doch vielleicht gelang es ihr, ihm eine Reaktion darauf zu entlocken.


    Sie warf ihm die Bilder der vermissten Kinder auf den Tisch. Alles Spielerische verschwand aus ihren Zügen und sie beugte sich ihm über den Tisch hinweg entgegen. Casey musterte ihn kalt.


    „War nicht das der wahre Grund, warum Sie verreisen mussten? Frischware! Blutjung, Unschuldig! Gut fürs Geschäft? Nicht wahr, Mayfiss? Dafür sind Sie doch bekannt, in der Branche? Kommen Sie schon, Greyham …“



    Eine knappe Stunde später informierte ein Detektive Casey, dass der Anwalt eingetroffen war und seinen Klienten sprechen wolle. Damit war ihr klar, das jetzt ihre Chancen gen Null sanken, noch Dinge von Mayfiss zu erfahren. Sie kannte die Masche dieser Schlipsträger zur genüge, um das zu wissen. Diese hoch bezahlten Verteidiger würden bei der weiteren Vernehmung alles unternehmen um ihren Klienten zu schützen. Casey runzelte die Stirn. Sie fragte sich woher der Anwalt Bescheid wusste. Ihres Wissens hatte Mayfiss weder nach einem Anwalt verlangt noch mit jemanden telefoniert.

    Genauso wenig hatte er ihre Fragen beantwortet. Weder zu der undichten Stelle beim FBI Departement, noch zu Dingen die den aktuellen Fall der verschwundenen Kinder hier in Louisville betraf. Jetzt brannte ihr nicht nur in einer Hinsicht die Zeit auf den Nägeln. Wenn sie nicht in den nächsten vierundzwanzig Stunden Aussagekräftige Beweise gegen ihn fand, mussten sie ihn laufen lassen. Und dass, war das Letzte was Casey wollte.


    Mit einem flaues Gefühl im Magen machte sich bei ihr breit, wenn sie an das anstehende Gespräch mit Spezialagent Chief Jakobs dachte. Er würde nicht gerade einen Freudentanz aufführen.

    Mehr aus meiner Feder: Gefangen im High Fantasy Bereich.


    Der Tag an dem alles begann findet ihr im Urban Fantasy Bereich auf fleißige Leser. ^^

    2 Mal editiert, zuletzt von Sabrina ()

  • Hey Sabrina :)


  • Liebe Rainbow. Du hast nichts überlesen! Das erst mal zuerst. Man verdächtigt ihn nicht nur das er ein Drahtzieher des Ponorings ist, man weiß es durch Ermittlungen und nicht zuletzt wegen des eingeschleusten FBI Agents, allerdings reichen die Beweiße der Staatsanwaltschaft für eine Anklage nicht aus. Deswegen die grossangelegte Razzia in Baltimore, die durch den Tipp des Spitzels aufgeflogen ist.

    Mayfiss war vorher schon verdächtigt und zu verschiedenen Dingen vom FBI verhört worden. Deswegen kennt er Casey schon und sie verzichtete auf das Vorstellen bei dem Verhör. Mayfiss weiß, dass sie vom FBI ist.

    Mit dem Versuch ihn durch ihre Aktion aus dem Konzept zu bringen indem sie ihm die Bilder der vermissten Bilder zeigt, versucht sie ihn zum reden zu bringen, was ihr anscheinend gelingt.

    Auf die Umstände und wie Mayfiss auspackt komm ich später in einem Flashback zurück. den sie bei einem Gespräch erlebt. Der Leser erfährt im späteren Verlauf,:thumbup: was in der Nachfolgendem Verhör passiert ist. Nur Geduld Rainbow. Das kommt schon noch:D

    Mehr aus meiner Feder: Gefangen im High Fantasy Bereich.


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  • Hallo

    Sabrina

    Krimis sind ja eigentlich nicht so meine Sache. Aber wie du die Geschichte anfängst und aufbaust hat mir gut gefallen. Besonders Hope hat mich gefesselt. Nur muss ich

    Rainbow
    recht geben. Ab dem Verhör ist mir der Sprung zu groß.

    komm ich später in einem Flashback zurück.

    Du spielst viel mit diesen Flashbacks, am Anfang wars Spannend. Nur jetzt reißt du einen völlig aus der Geschichte. Flashback ok, nur bitte nicht zu viel davon.:D

  • Okay ich gebe zu der Zeitsprung war etwas plötzlich und ungewohnt. Dafür das Ergebnis der Vernehmung zu groß.

    Ich werde den Teil umschreiben abändern so das es verständlicher ist.

    Danke euch für die Feedbacks und offenen Meinungen. Und würde es schön finden wenn du Kamar mir weiter treu als Leser bleibst.

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