Nachtnebel - Der Berg der Seelen

  • Hi Juu-Ka ,


    interessante Szene, ein klein wenig hatte ich schon vermutet, dass so etwas in der Art als nächstes kommen wird, zumindest hat mich die Stelle im Prolog, wo Kaa-ja und Juu-ka übers Sterben und die Seelen reden, zu diesem Gedanken gebracht.


  • Rewa Kamar   Charon


  • Moin Juu-Ka

    Ich versuche es dem Leser hier leichter zu machen, indem ich immer wieder kleine Umschreibungen für die Figuren einstreue, die über Assoziationen helfen sollen, die Figuren besser auseinanderhalten zu können (z.B. "Li-hoi, der Sohn der Dorflehrerin" oder "Amai, die Tochter des Schmiedemeisters"...). Wegen deines Punktes war es mir z.B. auch wichtig, direkt am Anfang die drei Freunde von Juu-ka mit Namen als solche zu markieren ( -> Juu-kas Freunde Enso, Li-hoi und Amai hatten sich ebenfalls dazu entschlossen...). Ich will es mit diesen subtilen Zuordnungen aber auch nicht überstrapazieren, da es sonst als Störung des Leseflusses wirken könnte.

    Der Hinweis von Charon ist dennoch nicht unbegründet. Du hast hier nicht Namen wie Holger, Torsten und Sabine, die man schnell zuordnen kann, weil sie bekannt sind. Gerade im Dialog wechselt es von einem Namen zum nächsten und die drei Freunde plus die Ärztin sind dann schon eine Herausforderung für die Leser.


    Allerdings finde ich persönlich, dass du das sehr gut hinbekommen hast. Eben so, wie du es hier im Zitat begründest. Aber ich kann natürlich nur für mich selbst sprechen. Mach dir mal zu dem Punkt einen Vermerk, im weiteren Verlauf hat sich das vielleicht erledigt - oder du denkst noch mal darüber nach.


    Eine Figurenübersicht an den Anfang jedes weiteren Beitrags zu stellen halte ich für keine gute Idee. Das haben deine Leser später auch nicht und es könnte unsere Einschätzung verfälschen.

  • Und es geht weiter. Viel Spaß beim Lesen! :)


    (Wie immer gilt: Konstruktive Kritik etwa zu Rechtschreibung & Grammatik, Logikproblemen, überschwänglichem oder mangelndem Gebrauch verschiedener Stilmittel, u.a. ist hier ebenso gern gesehen, wie ein paar warme Worte, was euch gut gefällt, oder auch Anmerkungen dazu, worüber ihr gerne mehr erfahren wollt bzw. was so eure Erwartungen an den weiteren Verlauf der Geschichte ist.)



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    Weltenbau-Beitrag - - - - - [Link]

    Prolog - - - - - - - - - - - - - -  [Link]

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    Was bisher geschah:


    2


    Als Juu-ka, Li-hoi und Amai an der großen Dorfhalle angekommen und an den weit geöffneten Torflügeln vorbei ins Innere eingetreten waren, erblickten sie dort trotz ihrer verfrühten Ankunft bereits ein reges Treiben. Stämmige Kemono mit kurzem borstigen Fell schleppten Tische und Stühle durch die Halle, während sich kleinere Kemono in feiner Seidenkleidung im hinteren Bereich der Halle um ein Büffet kümmerten. Den drei Freunden fielen außerdem einige kleine Grüppchen von Verwaltungsangestellten auf, die angeregt miteinander diskutierten - vermutlich über den Inhalt der Dokumente, die sie zusammengerollt in ihren Pfoten hielten.


    Juu-ka und seine beiden Begleiter blieben zunächst im Eingangsbereich der Halle stehen und ließen die Szene schweigend auf sich wirken. Es dauerte allerdings nicht lange, bis Li-hoi unsanft von hinten angestoßen wurde und einige Tropfen Wasser auf sein Hemd schwappten. Der Sohn der Dorflehrerin drehte sich verdutzt zur Seite und erblickte einen Helfer mit einem gut gefüllten Eimer Wasser seinen Armen, der hastig in Richtung Büffet lief. "'tschuldige, Bruder, hab' dich nicht gesehen!"


    Li-hoi sah ihm mahnend hinterher und strich seine Pfote langsam über die nassen Stellen auf seiner Kleidung. "Hey hey, immer schön vorsichtig!"


    Juu-ka bemerkte derweil den winkenden Arm eines bekanntes Gesichts zwischen all den umtriebigen Kemono und gab Li-hoi und Amai einen freundschaftlichen Klaps auf ihre Schultern. "Schaut mal, mein Papa ist auch schon da. Lasst uns zu ihm gehen, vielleicht kann er etwas Hilfe gebrauchen."


    Juu-kas Vater, der Handwerksmeister Araho, nahm seinen Sohn kurz in den Arm und bedachte seine beiden Begleiter mit einem freundlichen Willkommensgruß. Auf Juu-kas Anregung hin, machte er die drei Kemono mit der weiteren Aufbauplanung der Halle vertraut und nachdem er ihnen jeweils unterschiedliche Aufgaben zugetragen hatte, verteilten sich Juu-ka und seine beiden Freunde in unterschiedliche Richtungen. Amai half bei den Tischen, Li-hoi begann damit, ein paar Stuhlreihen für die Zuhörer zu bilden und Juu-ka besorgte ein paar Körbe mit Bechern und Küchengeschirr für das Büffet.


    Im hinteren Teil der Halle waren schließlich einige prächtig dekorierte Tische zu einem nach vorne geöffneten Halbkreis zusammengestellt worden. Zugleich waren einige Meter vor dieser Tischgruppe links und rechts neben einem breiten Mittelgang jeweils neunzig Stühle zu großen Rechtecken zusammengestellt worden. Es dauerte nicht lange, bis sich die Halle zusehends mit interessierten Gästen füllte und schon bald hatten sie nahezu alle verfügbaren Sitzplätze in Beschlag genommen. Juu-ka und seine beiden Freunde hatten sich bereits frühzeitig Plätze in der zweiten Reihe gesichert.


    Genta, der Zweitälteste im Dorf und erster Assistent des Ältesten Kaa-ja, saß an einem der beiden mittleren Tische, umringt von den sieben Leitern der verschiedenen Berufsbereiche. Als Vorsitz des Beratungskomitees wartete er zunächst, bis die Berufsleiter ihre Papiere fertig durchgesehen und beiseite gelegt hatten. Dann klopfte er dreimal mit seiner gefurchten Faust auf die Tischplatte. "Lasst uns anfangen!" Auf den Zuhörerrängen kehrte Ruhe ein und die Blicke der dort sitzenden Kemono waren nun aufmerksam auf Genta und die Berufsleiter gerichtet.


    "Liebe Kemono, ich begrüße euch zu dieser außerplanmäßigen Sitzung und bin erfreut, dass ihr meiner Einladung so zahlreich gefolgt seid! Die Krankheit unseres geliebten Kaa-ja hat uns alle schwer getroffen und viele von uns verharren noch in tiefer Trauer..." Genta senkte seinen Blick und hielt einen Moment inne, bevor er mit einem lauten Räuspern fortfuhr. "Wir alle wissen schon seit einigen Tagen, dass sich Kaa-jas baldiges Ableben mit den Mitteln unserer Medizin nicht mehr abwenden lässt. Und doch wurden immer wieder Stimmen laut, ihn noch ein letztes Mal von Kopf bis Fuß vollständig durchzuchecken. Unsere oberste Ärztin hatte sich schließlich dazu bereit erklärt, dieser Bitte nachzukommen, und hat sich Kaa-ja vor gut einer Stunde noch einmal sehr gründlich angesehen. Wir möchten die heutige Sitzung damit beginnen, euch über die Ergebnisse dieser Abschlussuntersuchung in Kenntnis zu setzen." Sein vom Alter gezeichneter Blick wanderte jetzt zu seiner Linken. "Dazu übergebe ich das Wort erstmal an unsere tapfere Zen-lo. Bitte."


    Die Ärztin erhob sich von ihrem Stuhl und wandte sich den gefassten Kemono auf den Zuhörerrängen zu. Mit leerem Blick und ausdruckslosen Worten gab sie noch einmal wieder, was die meisten Dorfbewohner schon vielfach gehört hatten, seit die Krankheit des Ältesten vor etwa zwanzig Tagen plötzlich über Nacht eingetreten war. Mangels neuer Erkenntnisse wiederholte Zen-lo einmal mehr, dass es sich um eine ihr unbekannte Krankheit handelte, dass sämtliche Arzneien beim Versuch einer Heilungstherapie versagt hatten und dass die Seele des Ältesten ihrer Einschätzung nach schon bald ihren Weg zum Nachtnebel antreten würde. Als einzige - wenig erfreuliche - Neuigkeit fügte sie hinzu, dass Kaa-jas Bewusstsein während seiner kurzen Wachperioden mittlerweile so stark getrübt sei, sodass Gespräche mit ihm nur noch sehr eingeschränkt möglich waren.


    Juu-ka verspürte, wie wohl auch die meisten anderen Zuhörer, wie eine unsichtbare Pfote kräftig an seinem Herzen zerrte. Um ihn herum vernahm er ein stilles Gejammer und seine Augen fühlten sich plötzlich ganz feucht an. Schniefend wischte er sich die Tränen aus dem Gesicht und sah zu seinen Freunden rüber. Li-hoi schien mit seinen Gedanken woanders zu sein und Amai schüttelte ihren Kopf, während sie leise einige unverständliche Worte vor sich her murmelte. Juu-ka überlegte kurz, Li-hoi anzuflüstern, verwarf den Gedanken dann aber wieder. Über die Jahre hatte er den Eindruck gewonnen, dass geistige Abwesenheit Li-hois ganz eigene Art der Trauerbewältigung war.


    Nachdem Zen-lo ihren Bericht mit ein paar Worten tiefen Bedauerns über die Grenzen ihre Behandlungsmöglichkeiten beendet hatte, ging das Wort wieder an Genta, der sich schwermütig für die Ausführungen der sichtlich niedergeschlagenen Ärztin bedankte.


    Genta atmete tief durch, bevor er nun zum eigentlichen Thema dieser Versammlung kam. "So schwer es uns momentan auch fällt. Wir müssen jetzt nach vorne blicken und uns Gedanken darüber machen, wie es mit unserem Dorf weitergehen soll. Damit stellt sich vor allem die Frage, wer zukünftig Kaa-jas Platz einnehmen soll." Er schwieg einen Moment und gab den Kemono etwas Zeit, um sich mental auf diesen neuen und überaus wichtigen Tagesordnungspunkt einzustellen.


    "Zu Beginn seiner Krankheit hatte Kaa-ja dem Beratungskomitee gegenüber den Wunsch geäußert, die Führung des Dorfes an jenen Kemono zu übergeben, der den größten Zuspruch im Dorf genießt." Genta ließ den Blick langsam durch die Zuhörerränge schweifen und fuhr nach einer weiteren kurzen Pause fort.


    "Sein Führungsstil war davon geprägt, wann immer es möglich war, für die Leute da zu sein und Meinungsverschiedenheiten in Kompromisse zu verwandeln, mit denen alle gut leben konnten. Diese Fürsorge hat dazu geführt, dass wir die Harmonie und das gute Miteinander in diesem Dorf schon seit vielen Jahren als Selbstverständlichkeit wahrnehmen. Allerdings steckte stets eine harte Arbeit dahinter, diesen Frieden zu wahren. Kaa-ja vermutet, dass ein breiter Zuspruch im Dorf der Schlüssel zum Erhalt dieses Friedens ist und deshalb wird seine Nachfolge über eine Abstimmung entschieden, an der sich alle Dorfbewohner beteiligen sollen."


    Die sieben Berufsleiter waren bereits im Vorfeld über die von Kaa-ja gewünschte Abstimmung informiert worden. Die Mehrheit der Zuhörer wurde in diesem Augenblick allerdings zum ersten Mal mit diesem Beschluss konfrontiert und begann nun aufgeregt zu tuscheln und zu flüstern. Juu-ka und seine Freunde gehörten zu den wenigen Kemono unter ihnen, die dank ihrer Eltern bereits Bescheid wussten, sodass ihre Aufmerksamkeit für den Moment eher auf andere Dingen gerichtet war.


    Juu-ka hatte vor allem seinen Vater im Blick, der zwischen der eleganten Priesterin Lukit in ihrem aufwändig verzierten Kimono und dem ruppigen Schmiedemeister Alsadan saß, dessen leicht verdreckte Lederschürze vermuten ließ, dass er diese Sitzung lediglich als verlängerte Pause für seine Arbeit in der Schmiede ansah. Juu-kas Aufmerksamkeit glitt immer häufiger zu Alsadan ab, unter dessen Oberfläche es zu brodeln schien. Die Haltung seines wuchtigen heufarbenen Körpers wirkte angespannt und wann immer er nach seinem Becher griff, nahm er einen kräftigen Schluck und hatte anschließend sichtlich Mühe, das Gefäß mit halbwegs verträglicher Lautstärke wieder zurück auf die Tischplatte zu stellen. Juu-ka dachte darüber nach, was ihn wohl so in Rage brachte und wandte seinen Blick dann zu dessen Tochter Amai. 'Ganz der Vater, was?' dachte er sich bei ihrer nicht minder ausgeprägten Anspannung.


    Genta wartete einen kurzen Augenblick bis wieder Ruhe unter den Gästen eingekehrt war und fuhr dann fort, während er den Blick langsam von einem Berufsleiter zum nächsten wechselte. "Durch euer großes Engagement in euren jeweiligen Berufen steht wohl außer Frage, dass ihr Sieben den größten Zuspruch im Dorf genießt. Daher hatte Kaa-ja meinem Vorschlag zugestimmt, euch als Kandidaten für die Abstimmung zum nächsten Dorfvorsteher aufzustellen. Da ihr allerdings auch sehr eingespannt in eurer Funktion als Berufsleiter seid, nehme ich an, dass einige von euch auf die Kandidatur verzichten wollen.

    Vor diesem Hintergrund bitte ich nun diejenigen von euch, die sich zur Wahl stellen wollen, ein paar Worte an unsere Gäste zu richten."


    Mi-ran, die selbstbewusst auftretende Dorflehrerin, ließ keinen Zweifel daran, dass sie sich bereits im Vorfeld intensiv auf diesen Moment vorbereitet hatte. Sie erhob ihren fuchsfarbenen Körper und bedachte Genta mit einem charismatischen Lächeln. "Wenn du erlaubst?"


    Genta erwiderte das Lächeln und übergab ihr das Wort mit einer einladenden Geste.



  • @Juu-Ka

    Nur eine kleine Anmerkung.

    Sein vom Alter gezeichneter Blick wanderte jetzt zu Zen-lo, die direkt zu seiner Linken saß. "Dazu übergebe ich das Wort erstmal an unsere tapfere Zen-lo. Bitte."

    Zen-lo doppelt gemoppelt, könnte man in einem Satz zusammen fügen.

    Sein vom Alter gezeichneter Blick wanderte zu seiner linken, "dazu übergebe ich das Wort an Zen-lo. Bitte." oder so :)

  • Juu-Ka


    Und wieder ein sehr schöner Abschnitt! So macht das Lesen Spaß.

    Im hinteren Teil der Halle hatte sich schließlich eine prächtig dekorierte Tischformation in Form eines nach vorne geöffneten Halbkreises gebildet. Zugleich waren vor der Tischformation ...

    Hier bin ich über die "Tischformation in Form" gestolpert, weil es streng genommen doppelt gemoppelt ist. Die Formulierung "Tischformation in Form eines nach vorne" gefällt mir auch nicht so recht. Lies das mal laut, dann merkst du, was ich meine. Und dann kommt eine Wortwiederholung "Tischformation".


    Genta, der Zweitälteste im Dorf und erster Assistent des Ältesten Kaa-ja, saß genau in der Mitte der geöffneten Tischformation,

    Gleich zu Beginn des nächsten Absatzes dann wieder "Tischformation". Wortwiederholungen sind bei dir so selten, dass sie umso mehr auffallen.


    Dann klopfte er dreimal mit seiner von Falten durchzogenen Faust auf die Tischplatte.

    Hier stört mich das Wort "durchzogenen". Ich würde eher auf etwas wie "gefurchten" zurückgreifen. Ist aber wohl Geschmackssache.


    Insgesamt wieder ein prima Abschnitt. Ich freue mich schon darauf, mehr zu lesen!

    • Offizieller Beitrag

    Wie gewohnt war Kaa-ja nach seinem späten Feierabend die Leiter zum alten Ausguck auf der Dorfmauer hinaufgestiegen, um von dort aus sein geliebtes Kemonovolk zu überblicken. Müde und zufrieden ließ er den Duft von Kiefernholz und das Zirpen nachtaktiver Insekten auf sich wirken.

    So, ich bin dann auch mal eingestiegen.
    Ich kann deinem Schreibstil gut folgen. Du schreibst schön flüssig. Und das wiegt schon mal mehr als man denkt xD
    zur eigentlichen Story, die sich bisher sehr "warm" anfühlt:
    Erster Gedanke ist natürlich dass sich hier der Konflikt mit diesen Seelen anbahnt. ICh bin auf jeden Fal gespannt, was du daraus machst, denn es wirkt bisher alles gut eingebettet. Ich konnte allem gut folgen.

    Aber um mehr sagen zu können muss ich auch erstmal mehr lesen als nur den ersten Part xD

    Eine letzte Sache aber noch,
    Ich mag die Bilder die du uns zeichnest. Es ist nicht zu detailiert, bietet mir aber genug Infos um mir das drumherum vorstellen zu können. Aber die Fülle von Beschreibung ist eh meist Geschmackssache ^^

  • Und es geht wieder weiter. Viel Spaß beim Lesen! :)


    (Wie immer gilt: Konstruktive Kritik etwa zu Rechtschreibung & Grammatik, Logikproblemen, überschwänglichem oder mangelndem Gebrauch verschiedener Stilmittel, u.a. ist hier ebenso gern gesehen, wie ein paar warme Worte, was euch gut gefällt, oder auch Anmerkungen dazu, worüber ihr gerne mehr erfahren wollt bzw. was so eure Erwartungen an den weiteren Verlauf der Geschichte ist.)



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    Was bisher geschah:


    3


    Mi-ran verbeugte sich höflich und richtete sich an die Zuhörer, die neugierig darauf warteten, was die Dorflehrerin ihnen mit ihrer energischen Stimme zu sagen hatte.


    "Liebe Kemono, fünfzehn Jahre ist es jetzt her, als Kaa-ja mich nach meinen Schulabschluss aufsuchte und mir nahelegte, unseren damaligen Dorflehrer zu beerben! Ich erinnere mich noch genau, wie er zu mir sagte: 'Kind, mir ist zu Ohren gekommen, dass du dich in deiner freien Zeit immer so schön mit den kleinen Kemono zusammensetzt und ihnen bei den Hausaufgaben hilfst. Ihre Eltern schwärmen regelrecht für deine Hilfe. Hast du dir schon mal überlegt, an der Schule als Lehrerin zu arbeiten?' " Mi-ran ahmte ihre damaligen Zweifel mit einer leicht überzogenen Mimik nach. "Ich war damals sehr unsicher, doch Kaa-ja sprach mir Mut zu und so traf ich schließlich die beste Entscheidung in meinem Leben! Tagtäglich setze ich mich dafür ein, dass unsere Kinder wichtige Werte wie Freundschaft, Fürsorge und Fleiß verinnerlichen, damit unser Dorf auch in Zukunft ein Ort des Wohlstands und des Frieden sein wird!"


    Mi-ran unterbrach ihre Ansprache für wenige Sekunden, in denen sie direkten Blickkontakt mit einigen ihrer Zuhörer herstellte. Ihr zuversichtlicher Blick vermittelte dabei die unmissverständliche Botschaft 'Vertraut mir, bei mir ist euer Dorf in guten Pfoten.'


    Bevor sie zum nächsten Teil ihrer Bewerbungsrede überging, wandte sich die Dorflehrerin wieder dem ganzen Publikum zu. "Es würde mich mit großer Freude erfüllen, wenn ich dieses Engagement in Zukunft auf das gesamte Dorf ausweiten könnte! So, wie ihr es von Kaa-ja gewohnt seid, werde ich für euch alle da sein!"


    Mit einem Anflug von Begeisterung hob die Lehrerin ihren rechten Zeigefinger in die Höhe und leitete mit einer kurzen Kunstpause das große Finale ihrer Rede ein. "Doch das wird nicht alles sein! Ich werde außerdem die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die ich mir in meinem Lehrerberuf angeeignet habe, dazu nutzen, um die Entwicklung dieses Dorfes voranzubringen! Ich werde die Dorfgrenze des Ernteviertels erweitern, sodass wir mehr Felder anlegen können! Die Außeneinsätze des Wächtertrupps können sich dadurch stärker auf die Forschung als auf das Sammeln von zusätzlicher Nahrung konzentrieren! Außerdem werde ich die Effizienz der Ernte-, Schmiede- und Handwerksarbeit mit der Entwicklung neuartiger Werkzeuge erhöhen, sodass wir bei gleichbleibendem Wohlstand mehr Zeit für die individuelle Selbstverwirklichung haben werden! Es liegt ganz in eurer eigenen Pfote! Stimmt für mich und euch erwartet eine blühende Zukunft mit wachsendem Wohlstand und einem harmonischen Miteinander, wie ihr es von Kaa-ja gewohnt seid!"


    Die Dorflehrerin beendete ihre Rede mit der gleichen Verbeugung mit der sie auch begonnen hatte. Die Zuhörer schienen Hoffnung aus ihrer Ansprache für die Zukunft des Dorfes zu schöpfen und belohnten sie mit einem ordentlichen Applaus.


    Li-hoi stieß Juu-ka mit seinem Ellenbogen in die Seite und begegnete ihm mit tiefem Stolz. "Mama hat's echt drauf, oder?"


    Juu-ka zuckte kurz zusammen und nickte ihm dann mit einem Lächeln zu. "Ja. Ich... drücke ihr die Daumen."


    Genta hatte sich derweil für Mi-rans ambitionierten Redebeitrag bedankt und sich nach weiteren Kandidaten für die Dorfnachfolge erkundigt. Weit weniger enthusiastisch als ihre Vorrednerin erhob sich nun die Priesterin Lukit.


    Anders als Mi-ran verließ Lukit ihren Platz. Sie nahm sich viel Zeit, bis sie schließlich direkt vor den erwartungsvollen Gästen stand. Wie man es aus ihren Gottesdiensten kannte, schloss sie zunächst ihre Augen, während sie ihre filigranen Finger zu einer betenden Haltung aneinander führte. Für die Dauer eines tiefen Atemzugs ließ sie diesen Moment der inneren Stille auf sich wirken. Dann öffnete sie wieder ihre Augen und begann mit ihrer sanften und lieblichen Stimme zum Publikum sprechen.


    "Liebe Brüder, liebe Schwestern. Dieser Tage schwebt der Geist des großen Kitsune über unseren geliebten Kaa-ja und bereitet seine Reise zum geheiligten Nachtnebel vor. Wir mögen um ihn trauern, doch bedenkt, dass er sich schon bald auf eine gesegnete Reise an einen besseren Ort begeben wird. Erst von den Klippen des Nachtnebels aus, und zwanzig Jahre später von den Wolken des Himmelreichs aus, wird er über uns wachen, so wie er es jeden Abend vom alten Wachposten aus getan hat."


    Die Priesterin pausierte kurz und schenkte ihrem aufmerksamen Publikum ein warmes, wohltuendes Lächeln. "Kaa-ja hat diesem Dorf immer als wunderbarer Freund und als Kemono des Friedens gedient und stets im Einklang mit den Werten des großen Kitsune gelebt. Mit seinem Abschied müssen wir nun eine Person auserwählen, die ihm in diesen wunderbaren Eigenschaften ein würdiger Nachfolger ist." Lukits Blick wirkte jetzt äußerst demütig. "Solltet ihr der Überzeugung sein, dass eure Priesterin dazu in der Lage ist, dieses Dorf mit Kaa-jas Güte zu führen, so lade ich euch herzlich dazu ein, mir eurer Vertrauen für diese Aufgabe zu schenken. Ich werde Kaa-jas gute Seele in Ehren halten und mir stets zum Vorbild nehmen. Die Entscheidung liegt ganz allein bei euch."


    Auch Lukit wurde mit reichlich Applaus bedacht, während sie sich langsam wieder zurück an ihren Platz begab. Auf Juu-ka wirkte der Beifall sogar etwas lauter als bei ihrer hochmotivierten Vorrednerin.


    Mi-ran hatte die Rede der Priesterin aufmerksam verfolgt und wirkte bereits nach ihren ersten Worten überaus skeptisch. Offenbar hatte Lukit während ihrer Rückkehr zur Tischgruppe Notiz von dieser Skepsis genommen und schenke Mi-ran nun demonstrativ das gleiche warme Lächeln, das sie auch dem Publikum entgegengebracht hatte.


    Juu-ka war die subtile Kommunikation zwischen den beiden Frauen nicht entgangen und er fragte sich, was wohl gerade in ihren Köpfen vorging. Doch bevor er sich tiefergehender mit dieser Frage beschäftigen konnte, riss ihn Genta wieder aus seinen Gedanken heraus.


    "Vielen Dank, Lukit. Damit haben wir bereits zwei Anwärter für den neuen Dorfvorsteher." Kaa-jas erster Assistent nahm nun Yuri, die Kommandantin des Wächtertrupps, und den daneben sitzenden Erntemeister Ing-ra in den Blick. "Wie sieht es mit euch aus? Möchtet ihr ebenfalls ein paar Worte an unsere Gäste richten?"


    Yuri zögerte einen Moment, drückte dann aber ihre Pfoten gegen die Tischplatte und streckte ihren athletischen Körper in die Höhe. Ihr strenger Blick und ihre stolze rote Rüstung erzeugten eine stille Ehrfurcht unter den Dorfbewohnern. Umso skurriler wirkte es, als sie sich ebenfalls als Vertreterin für Frieden und Harmonie zu inszenieren versuchte.


    "Meine Damen, meine Herren! Es ...ähm... ist ja schon hinreichend betont worden, dass Kaa-ja ein guter Kerl war! Ich meine... ein guter Anführer, das Herz am rechten Fleck... und... ja... hat sich immer für den Frieden hier eingesetzt! Und ich... ja... ihr wisst schon..."


    Yuris Auftritt wirkte seltsam steif und ihren Zuhörern wurde schnell klar, dass sie es nicht gewohnt war, die Aufmerksamkeit der Leute mit warmen Worten zu gewinnen.


    Der Kommandantin war die offensichtliche Irritation unter den Dorfbewohnern schnell aufgefallen und so beschloss sie, nach einem kurzen Seufzer, wieder zu ihrer gewohnt autoritären Art zurückzukehren. "Gut, machen wir uns nichts vor. Als Kommandantin des Wächtertrupps hab' ich 'nen etwas anderen Führungsstil als Mi-ran und Lukit im Angebot. Härter, aber ertragreicher! Das heißt, ihr arbeitet mehr als bisher, werdet aber auch mehr davon haben! Meine Agenda sieht vor, die Außeneinsätze auszuweiten und dabei auch Kemono aus anderen Berufszweigen einzubinden. Mein Ziel dabei: Die Erschließung weiterer Flächen des Käferwalds! Ich verschweige nicht, dass es dadurch auch vermehrt zu Konfrontationen mit Käfern kommen kann. Was das angeht, werde ich aber mit wohldurchdachten Kampfstrategien sicherstellen, dass wir keine Verluste hinnehmen werden."


    Yuri unterbrach ihre Ansprache für einen kurzen Augenblick, wobei sich ihr strenger Gesichtsausdruck in keinster Weise entspannte.


    "Abschließend noch ein Wort zur Lebensweise im Dorf! Anders als Kaa-ja, werde ich den Frieden im Dorf über ein klares Regelsystem sicherstellen! Das heißt, Unruhestifter haben mit harten Konsequenzen zu rechnen! Jeder wird seinen Platz kennen und das Leben wird schön in geordneten Bahnen laufen! Also! Wenn ihr euch in diesen Zeiten der Unsicherheit nach 'ner starken Anführerin sehnt, dann gebt mir eure Stimme!"


    Für wenige Sekunden herrschte ein ernüchterndes Schweigen, dann erbarmten sich schließlich doch noch einige Kemono zu einem kurzen Applaus.


    Li-hoi stieß seinen Ellenbogen ein weiteres mal in Juu-kas Seite und seine Stimme enthielt jetzt eine gewisse Überheblichkeit. "Was war das denn für eine armselige Nummer? Gegen Mama hat die nicht die geringste Chance."


    Juu-ka lächelte ihm verlegen zu, während Amai Yuris Rede mit einem knappen "Also die wird's schon mal nicht" kommentierte.


    Genta dankte auch Yuri für ihren Beitrag und richtete den Blick dann zur anderen Seite auf Araho und Alsadan. "Und, wie siehts bei euch aus?" Araho winkte direkt ab und Alsadans grimmiger Blick schien Genta vor einer weiteren Ansprache regelrecht zu warnen. Kaa-jas erster Assistent beeindruckte das allerdings wenig. Ganz im Gegenteil nahm er Alsadans offenkundigen Ärger zum Anlass, um bei ihm nachzuhaken. "Alsadan, hast du uns etwas zu sagen?"


    Der Schmiedemeister neigte seinen von vielen kleineren Verbrennungen gezeichneten Kopf in eine leichte Schieflage, aus der er Genta eindringlich in die alten grauen Augen blicken konnte. "Ob ich was zu sagen habe? Ob ich was zu sagen habe!??" Zur nachdrücklichen Wiederholung seiner rhetorischen Frage, hämmerte Alsadan seine Faust mit voller Wucht auf die Tischplatte und hinterließ dabei einen Riss in dem Holz. Sein leerer Trinkbecher verabschiedete sich dabei Richtung Fußboden. Der wuchtige Schmied erhob sich jetzt ruckartig von seinem Platz und brüllte Genta wutentbrannt entgegen. "Ist dir eigentlich klar, was hier gerade vor sich geht!?" Er drehte seinen Kopf zum Publikum, während sich seine ausgefahrenen Krallen langsam in die Tischplatte bohrten: "Ist euch das allen klar!? Verdammte Scheiße! Kaa-ja ist noch am Leben und er wird diese verfluchte Krankheit auch überstehen! Wir brauchen verdammt nochmal keinen Nachfolger, weil Kaa-ja sein Amt in wenigen Wochen wieder übernehmen wird!!"


    Seine Tochter begann laut zu applaudieren und einige Mitarbeiter der Schmiede folgten ihrem Beispiel.


    Alsadan quälte seinen Tisch mit einem weiteren wuchtigen Aufschlag seiner Pfoten und ließ die Halle mit seiner zornigen rauen Stimme erzittern: "Kaa-ja ist ein Kämpfer!! Er besiegt diese beschissene Krankheit!! Und wenn er das nicht alleine schafft, dann besorgen wir ihm alles an Unterstützung, was er für diesen Kampf braucht!! Kaa-ja wird diese Krankheit überleben, das schwöre ich bei meinem eigenen Leben!!"


    Genta war erschrocken vor dem Schmiedemeisters zurückgewichen und brauchte einen Moment, bis er sich überwinden konnte, ihn erneut anzusprechen. "Alsadan... Deine Trauer und deine Wut sind uns allen nur zu verständlich, aber... wir müssen jetzt nach vorne blicken und an die Zukunft unseres Dorfes denken."


    Alsadan keuchte noch ein paar laute Atemzüge aus seiner verzerrten Schnauze, bevor seine Körperhaltung an Spannung verlor und beinahe etwas zusammensackte. Auch die Kraft in seiner Stimme war einer gewissen Erschöpfung gewichen. "Ich tu mir das hier nicht länger an. Macht doch was ihr wollt..."


    Juu-ka sah mit einem bedächtigen Schweigen zu, wie sich der Schmiedemeister von der Tischgruppe entfernte und dem breiten Durchgang zwischen den Zuhörerrängen folgend die Halle verlies. Li-hoi hatte unterdessen seinen Arm um Amai gelegt, die um Tapferkeit bemüht war, jedoch vergeblich mit den Tränen kämpfte.

  • Juu-Ka


    Ich mag deine Geschichte immer mehr. Du hast in diesem Abschnitt sehr schön verschiedene Charaktere dargestellt, verschiedene Temperamente, verschiedene Sprechweisen. Ja, es ist für mich absolut glaubhaft, dass es sich um verschiedene Wesen handelt. Das bekommt nicht jeder Autor auf die Reihe!


    Heute habe ich nichts weiter anzumerken als: Mach bitte weiter so!

    • Offizieller Beitrag

    Acht Jahre waren seit jenem friedlichen Abend auf dem Ausguck vergangen, an den sich Juu-ka erinnerte, während er deprimiert vor Kaa-jas Krankenbett hockte.

    ich finde du hast die drei Freunde gut eingeführt. Man merkt direkt die eigenarten der Charaktere und sie kommen nicht gekünstelt rüber.
    Jetzt musst du nur schauen, dass Juu-Ka daneben soäter nicht blass ausschaut xD
    Über den Handlungsverlauf bin ich mal gespannt. Ich vermute jetzt natürlich erstm al das (für mich ) naheliegenste. In den Büchern die Enso durchwühlt, wird es eine eventuelle Lösung geben die mit dem Nebelberg zusammenhängt. Aber wir werden sehen.


    Eine kleine Sache zum schreiberischen. Du schreibst sehr oft Sätze, die dann eigentliche Dinge vorweg nehmen. Das hast du hier zwei drei mal bei Dialogen gemacht. Dadurch wirkte es manchmal doppeltgemoppelt.
    Vielleicht kannst du da was Abwechslung reinbringen.

  • Lieber Rewa,

    Lieber Etiam,


    Hier noch ein kurzer Hinweis an meine Leser:


    Mit fortschreitender Handlung, werden die Gedanken im Hintergrund und die weitere Planung natürlich immer komplexer. Und damit wächst auch das Risiko, dass Inkonsistenzen zwischen den bereits hier veröffentlichten Teilen und den Teilen entstehen, die für die Zukunft angedacht sind. Mit diesem Problem sehen sich vermutlich auch die meisten anderen Autoren hier konfrontiert. Um direkt Entwarnung zu geben - im großen Ganzen passt das meiner Einschätzung nach für diese Geschichte noch alles gut und ich bin zuversichtlich, dass es auch so bleibt. Allerdings kann es hin und wieder vorkommen, dass ich ein paar Details nachjustieren muss. Ich schreibe diesen Hinweis, weil so ein Fall jetzt aufgetreten ist. Wann immer ich eine entsprechende inhaltliche Änderung vornehmen muss, informiere ich euch natürlich in diesem Thread darüber.


    Die aktuelle Änderung betrifft die Inkonsistenz zwischen der Aussage von Kaa-ja im Prolog und von Lukit in Beitrag 3 über die Verweildauer der Seelen auf dem Berg, bevor sie ins Himmelreich auffahren. Während Kaa-ja von 100 Jahren sprach, erwähnte Lukit eine Dauer von einem Jahr. Unter Berücksichtigung meiner im Hintergrund ausgebreiteten Planung habe ich den Zeitraum auf 20 Jahre geändert und beide Aussagen entsprechend angepasst. Als weiteres kleines Detail habe ich im Prolog geändert, dass Juu-ka in Gedanken an seinen Großvater eine bestimmte Lichtkugel in den Blick nimmt, anstatt generell auf die Kugeln im Nebel zu schauen. Das wars dann auch schon :)

    • Offizieller Beitrag

    Schließlich gelang es Enso mit seiner besonnenen Art, Amais Gemüt soweit abzukühlen, dass sie sich wieder halbwegs im Griff hatte. Der Sohn des Erntemeisters hatte sich über die Jahre den Ruf unter seinen Freunden verdient, in schwierigen Situationen stets eine kluge Idee einzubringen, die es sich anzuhören lohnte. "Es sieht in der Tat nicht gut aus. Niemand hat herausfinden können, an was für einer Krankheit Kaa-ja genau leidet und die symptombezogenen Arzneien bewirken lediglich eine Verzögerung, bis es für ihn vorbei ist."

    Hier ist es mir glaube ich das erste mal aufgefallen. Noch vebor ich lese was er sagt, weiß ich, dass es ihm bereits gelang. Das wirkt für mich etwas komisch



    Enso schüttelte den Kopf als er seinem Freund ins Wort fiel. "Ja, ich bin da überaus skeptisch. Allerdings gibt es noch ein paar andere Dinge, die wir prüfen sollten, bevor wir Kaa-ja dem Lauf der Natur überlassen. Die weit verbreitete Hoffnung auf ein göttliches Wunder im Dorf sollte uns dabei als überzeugendes Argument für das Beratungskomitee dienen, um Kaa-jas Leben trotz seiner Krankheitsleiden noch ein wenig zu verlängern."

    Oder das hier. Wobei das echt nur kleinigkeiten sind.
    Aber hier hätte mir persönlich erst das TATSÄCHLICHE ins Wortfallen eher gewünscht.
    Also "Ja, ich bin da überaus skeptisch", fiel Enso seinem Freund ins Wort und schüttelte den Kopf. "Allerdings gibt es noch ..."


    Das ist zum Beispiel etwas, was ich sehr gerne mache ^^ Ich finde das bringt auch ein bisschen Abwechslung rein. Überall sollte man das natürlich nicht machen :P

  • Etiam

    Hier ist es mir glaube ich das erste mal aufgefallen. Noch vebor ich lese was er sagt, weiß ich, dass es ihm bereits gelang. Das wirkt für mich etwas komisch

    Ich denke, das ist eher Geschmackssache. So, wie es Juu-Ka geschrieben hat, passt es zu seinem Stil und mir gefällt es. Selbstverständlich kann man es andersherum schreiben. Allerdings sehe ich keinen Grund dazu.


    Was deine zweite Anmerkung betrifft, stimme ich dir aber zu.

  • Juu-Ka ,

    interessante Ansprachen und ebenso interessante Charaktere, die alle sich von den anderen unterscheiden. Am besten gefiel mir Mi-ran, wobei ich auch Alsadan verstehen kann. Wenn ein guter Freund quasi nebenan im Sterben liegt und ich mit anderen um seine Nachfolge ringen müsste und ihn so schon komplett abgeschrieben habe, also die Hoffnung auf Besserung aufgegeben habe... Aber dafür war wohl die Ansprache der Ärztin vorher wichtig.


  • @Juu-Ka

    Ich mag deine Geschichte immer mehr. Du hast in diesem Abschnitt sehr schön verschiedene Charaktere dargestellt, verschiedene Temperamente, verschiedene Sprechweisen. Ja, es ist für mich absolut glaubhaft, dass es sich um verschiedene Wesen handelt. Das bekommt nicht jeder Autor auf die Reihe!


    Heute habe ich nichts weiter anzumerken als: Mach bitte weiter so

    Dem kann ich nur zustimmen. :thumbup:

    Das mit dem Pfoten statt Hände am Ende gefällt mir. :D Aber passt das auch mit den filigranen Fingern? Wobei hier noch mal von Pfoten zu sprechen vermutlich zu viel des Guten wäre, hmm.

    Den selben Gedanken hatte ich auch. Bitte um Klarstellung, sind es nun Pfoten oder Finger oder Fingerpfoten oder Pfotenfinger ???

    Wie habe ich die mir vorzustellen?

    Bei meinen Kamar sind es Fingertatzen, eine Mischung aus Tatzen und Fingern, die wie Krallen ausgefahren werden können, dazwischen sind dann noch die Krallen selber. Kompakt im ganzen(Tatzen) aber im Detail sehr filigran (Finger). Bis jetzt bin ich an einer Zeichnerischen Umsetzung gescheitert :) Kommt noch zu klobig rüber.

    Ohje, klingt sehr nach einem festem Kastensystem, würde ich nicht wählen, aber entsprechend sind ja auch die Reaktionen danach. :D Aber schöner Kontrast zu den anderen.

    Klings so, na dann sag ich halt auch mal was ihr Lo......, nur mit Härte kommt ihr alle in den Garten. :thumbsup:


    grüßle Kamar

  • Lieber Etiam,


    Lieber Charon,


    Lieber Kamar,


    Charon und Kamar (zu den Pfoten)

  • Hi @Juu-Kaa,
    so heute hab ich’s geschafft mir deine Kapitel 1+2 durchzulesen. Das hat mir schon sehr gut gefallen! Schöne Atmosphäre, schöner Schreibstil. Hier meine Anmerkungen – ich hoffe sie bringen dich weiter!

    PS: Hab's leider nicht geschafft mir alle anderen Kommentare durchzulesen - also Sorry falls ich was doppelt anmerke ...

  • So ein bisschen hat es mich gewundert, wie Amai aber auch die anderen sich verhalten.

    Sie reagieren ähnlich wie Menschen: emotional. Schreib so eine Szene mal, in der alle Protas rein logisch reagieren und handeln. Will keiner lesen weil unglaubwürdig. Außer vielleicht in einem Buch über KI.