Thread zum allgemeinen Kreativaustausch

  • Meine Erfahrung ist, je dicker das Papier, desto besser. Es verträgt dann mehr Wasser und wellt sich nicht so schnell. Ich selbst male auf 300 Gramm schweren Mixed Media Papier von Canson XL. Da kostet ein Block mit 30 Blatt etwa 10€, Das finde ich für Spezialpapier völlig okay :hmm: Die Struktur des Papiers ist für meine Bedürfnisse auch in Ordnung, vorhandenen aber nicht überpräsent :D


    @Kyelia und @LadyK sind wohl auch sehr vom Aquarellpapier aus dem Rossmann überzeugt. Ich hab's bisher nicht selbst ausprobiert ^^

  • Das von Rossmann hat mich bisher nicht enttäuscht, sagen wir mal so xD


    Ansonsten kommt es wohl auch darauf an, was man machen will und wie viel Farbe man auftragen möchte ^^


    Da ich regelmäßig Nass in Nass male und mein Papier förmlich in Wasser ertränke, muss es auch dementsprechend viel haushalten. Das vom Rossmann kann da echt gut mit Spezialpapier aushalten. Zumindest mit dem von Hahnemühle :D
    Zwar nimmt das Papier von Hahnemühle recht viel Wasser auf, die Struktur ist mir aber zu grob. Fragt mich aber nicht, wie da die Angaben sind, sowas merke ich mir nicht. XD


    Ansonsten das, was @Skadi sagt :D

    „Spätestens wenn erneut ein solches Zeichen auftaucht, werden Fragen gestellt. Wir sollten in der Lage sein, sie zu beantworten.“
    - Meister Lukras -


    Meine Geschichte
    Die Kriegerin von Catrellak

  • Ah, cool, vielen Dank! :D
    Dann werde ich mal das CansonXL bestellen und schauen was das taugt!
    Aktuell habe ich wohl nur ein 200g, ok für ein klein bisschen rumspielen aber nicht optimal wenn man mal mit etwas mehr Wasser spielen will. Speziell die Salz-Sache reizt mich grad schon sehr...


    Da es bei mir keine Pferdemenschen gibt, fällt die Option für mich erst mal weg, werde aber vielleicht dran denken wenn ich irgendwann an einem vorbei komme. ^^

  • Zitat von LadyK

    Zwar nimmt das Papier von Hahnemühle recht viel Wasser auf, die Struktur ist mir aber zu grob.

    Hierzu muss man sagen, dass Hahnemühle eine ganze Reihe an Aquarellpapieren hat. Kaltgepresst, Heißgepresst, Bütten, aus Bambus und so weiter. Also das Papier von Hahnemühle gibt es in dem Sinne nicht ^^ Ich mag z. B. das Torchon Aquarellpapier von Hahnemühle aber ist es sehr teuer und es lässt sich nicht gut darauf vorzeichen.


    @Alcarinque Mit 200 Gramm kannst du für's erste auf jeden Fall gut experimentieren ^^

  • Na gut. Ich meinte natürlich jenes Papier, welches ich zu Hause habe. Bei Gelegenheit werde ich heute mal drauf schauen, was das für ein Block ist :)


    Ich hoffe, man wusste trotzdem, was ich meinte xD
    Manchmal drücke ich mich etwas verquirlt aus :)

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  • Ich zieh das mal hier rein ^^

    Wenn man daran denkt, dass es Bilder und Malereien gibt, die tausende Jahre alt sind und der Zeit trotzen.

    Also tausende Jahre halte ich für etwas hochgegriffen :rofl: Diese alten Werke sind in jedem Fall wiederhergestellt und restauriert worden ^^ Keine Farbe der Welt behält ewig ihre Beschaffenheit. Die Mona Lisa war beispielsweise auch zum Zeitpunkt ihrer Erschaffung nachweislich wesentlich farbenfroher, als wir sie kennen. Was das angeht, empfehle ich den Youtube-Kanal von Baumgartner Restoration: Klick. Es ist wirklich unglaublich aufschlussreich, wie allein schon banale äußere Einflüsse wie Staub die Farben eines Bilds beeinträchtigen.

    Nichtsdestotrotz hast du Recht, dass einiges an Zeichenkram zum Wegwerfen gedacht ist. Wobei ich an dieser Stelle den europäischen Kunstmarkt in Schutz nehmen möchte, der sich im Vergleich zu anderen Märkten konstant auf einem annehmbaren Niveau hält, selbst bei Produkten ohne den Anspruch der Künstlerqualität. Richtig negativ sind mir dagegen Produkte aus den USA aufgefallen, zu denen ja auch die Dr. Ph. Martin's gehören, die ich zuerst für das Mandarinenbild benutzt habe. Das ist leider tatsächlich zum Großteil Wergwerfgesellschaft... . Ich könnte jetzt noch viel länger darüber philosophieren, wieso das so ist xD Aber das würde sich eh keiner durchlesen ^^

  • Also tausende Jahre halte ich für etwas hochgegriffen

    ok :D ich hab hunderte gemeint xD (hui, etwas peinlich, Fly! Immerhin hast du 4 Jahre intensiv Kunstgeschichte gehabt :rofl: )

    Ja, das stimmt, viele Bilder vergilben und verblassen mit der Zeit, das Mandarinen Bild ist aber echt schnell viel viel heller geworden ... :D

  • Skadi

    Hat den Titel des Themas von „Thread zum allgemeinen Kreativ-Austausch“ zu „Thread zum allgemeinen Kreativaustausch“ geändert.
  • :D


    Regel Nummer 1:

    Das Stück (im weiteren ES`genannt) muss nur zwei Leuten wirklich gefallen. Dem, der ES anfertigt (damit er sich nicht die Augen verblitzt) und dem, der ES bekommen soll. Und wenn Onkel Hugo gerne Lila mit braunen Karos mag, bekommt er seinen Westover halt in Lila mit braunen Karos. Egal, ob Tante Hilde das ganz schrecklich findet und Kunststudent Theodore über Farbkreise referiert...


    Regel Nummer 2: (Hauptsächlich für Figürliche, sächliche Kunstwerke)

    Das Stück muss aushalten, was es aushalten soll. Ein Babystrampler erfährt mehr mechanische und chemische Belastung als ein Wollschal, eine Kuscheldecke mehr als ein Wandquilt, ein Kinderbuch (wahrscheinlich) mehr als ein Buch über die Beschilderung im öffentlichen Straßenraum.


    Regel Nummer 3:

    Ziel sind Einhaltung von Nummer 1 und Nummer 2. WIE Du da hinkommst, liegt in Deinem Ermessen.

    Wenn Du den Wandquilt aus Kronkorken häkelst... die Puppenmöbel aus Ytongsteinen schnitzt... die Zeichnung mit abgebrannten Streichhölzern fertigst...

    Solange es aussieht, wies aussehen soll und aushält, was es aushalten soll... ist es PERFEKT!


    Natürlich haben sich viele Leute schon viele Gedanken über viele Themen gemacht. Aber im Ende sind es immer nur IHRE Wege zu IHREN Ergebnissen gewesen. Man kann sich das anschauen, man kann auch gerne ausprobieren... aber man sollte nicht vollkommen entnervt das Handtuch werfen (respektive das Werkzeug), wenn man feststellt, dass der Weg des anderen nicht der eigene ist.


    ^^ Das ganze gilt natürlich hauptsächlich für künstlerisch gemeinte Werke jedweder Art. Für Technik und Handwerk ist es sehr empfehlenswert, den "Erfahrungsbasierten Handlungsempfehlungen" zu folgen.

    Der Unterschied zwischen dem, was Du bist und dem, was Du sein möchtest, liegt in dem, was Du tust.
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    Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?

  • Danke, Cory Thain , für die Erklärung. Ich muss gestehen, ich hatte mir irgendwie etwas anderes erwartet und bin (noch) ein bisschen enttäuscht.

    Solange es aussieht, wies aussehen soll und aushält, was es aushalten soll... ist es PERFEKT!

    Vielleicht liegt meine Enttäuschung daran, dass sich das wunderbar auf alles anwenden lässt, vom Torpfosten auf dem Fußballfeld bis hin zu einem einzigartigen Deckenfresko in der sixtinischen Kapelle. Eine Besonderheit der Kunst spielt dabei aber überhaupt keine Rolle, vielleicht weil man diese immer in die Kunst hineinsehen muss, das also im Auge des Betrachters liegt :hmm:

    „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]