Die Töchter des Königs

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    • Die Töchter des Königs

      Um den Kopf mal etwas frei zu kriegen - auch wenn ich gerade das Gefühl bekomme, dass es eher in die andere Richtung gewirkt hat - habe ich mich heute mal an einer Kurzgeschichte versucht. Ich bin über jedes Feedback dankbar :saint:

      Die Töchter des Königs (Bauernjunge)

      Niemals hätte ich zu träumen gewagt, dass mein Leben einen derartigen Verlauf nehmen würde.
      Wisst ihr, vor einigen Jahren noch, war ich nur ein einfacher Bauernsohn.
      Zugegeben ein überaus intelligenter und gut aussehender Bauernsohn, aber dennoch nichts Besonderes. Ich bestellte die Felder, fütterte die Tiere, molk die Kühe und verarbeitete Milch wie ich es schon tat als meine Eltern noch lebten. Bevor der Sturm kam und mir alles nahm – meine Eltern, mein Heim, mein Leben – alles war von einem Tag auf den anderen weg.


      Alleine konnte ich den Hof unmöglich wieder aufbauen, also beschloss ich, gezwungener Maßen, mein Leben zu ändern und trat der königlichen Garde bei. So verdiente ich meinen Sold, hatte Nahrung und Unterkunft und konnte ein recht angenehmes Leben führen. Auch wenn es mit der Zeit langweilig wurde, da wir seit Jahren in Frieden leben, so hatte ich doch meine Freuden dabei.

      Der König – ein gerechter und ehrlicher Mann – hatte neun Töchter, von denen eine schöner als die andere war. Damals war ich nicht sonderlich interessiert an Prinzessinnen, denn auch wenn ich nie die Gelegenheit hatte eine kennen zu lernen, so hielt ich sie doch für selbstsüchtig und arrogant.


      Wie dem auch sei, der König hatte zwar viele Töchter doch nicht ein einziger Sohn war ihm vergönnt worden. Und da er schon ein fortgeschrittenes Alter erreicht hatte, ließ er eines Tages einen Ball veranstalten, zudem jeder Mann des Reiches willkommen war – auch wenn die Meisten bereits am Tor, von den Wachen aussortiert und Heim geschickt wurden. Alles nur um seine Töchter zu verheiraten, allen voran seine Älteste: Elena. Doch es konnte ja auch nicht schaden, wenn die jüngeren Prinzessinnen einen Mann finden.

      Heute weiß ich gar nicht mehr wieso ich eigentlich auf dem Ball war, ich glaube einer meiner Kameraden hatte mich dazu überredet. Wir waren also dort, aßen vom Buffet, tranken vom Met und redeten, denn es dauerte geschlagene zwei Stunden bis der König sich endlich blicken ließ.

      Ich habe keine Ahnung was er an jenem Tag zu den Leuten sprach, denn meine Gedanken waren ohne Ausnahme von einer einzelnen Person gefesselt worden, die hinter dem König gemeinsam mit acht weiteren jungen Frauen die Treppe herunter kamen. Und auch wenn ich sie nicht kannte, so ließ sie mich alle meine Vorurteile von arroganten und selbstsüchtigen Prinzessinnen vergessen.
      Sie trug ein wunderschönes, meerblaues Kleid, welches wunderbar zu ihren tiefblauen Augen passte und im Schein des großen Kronleuchters glitzerte wie ein Sternenhimmel im Wasser. Ich beobachtete sie die ganze Zeit ohne irgendetwas anderes um mich herum wahrzunehmen. Vermutlich sah ich wohl unheimlich dämlich aus, als sie mich erblickte. Denn in dem Moment als unsere Blicke sich trafen, musste sie ihren Mund hinter ihrer zarten Hand verstecken, um nicht plötzlich loszulachen.

      Die Stunden vergingen und ich konnte meinen Blick nie sehr lange von ihr abwenden. Mein Kamerad, dürfte mich wohl schon für bekloppt gehalten haben.
      "Vergiss es, da hast du eh keine Chancen", sagte er mir immer wieder. Und doch sehnte ich mich nach ihr und als ich wieder von meinem Krug aufschaute, blickte ich in das fassungslose Gesicht meines Kameraden, der mir nur stotternd mitzuteilen versuchte, dass ich mich undrehen sollte.

      Dies war der Moment in dem mir nicht mehr sicher war ob ich noch lebte oder bereits in den Himmel aufgefahren war, denn vor mir stand die Frau, die ich schon den ganzen Abend beobachtete. Sie war einen knappen Kopf kleiner als ich, weshalb sie ihren Kopf leicht anheben musste um mir ins Gesicht zu blicken.

      Wieder starrte ich sie mit offenem Mund an und obwohl ich so sehr auf sie fokusiert war, dass ich nicht mitbekam, wie wir bereits zum Mittelpunkt der Menschenmenge und von allen um uns herum angestarrt wurden, brachte ich kein einziges Wort raus.
      Wahrscheinlich sah ich dieses Mal noch bescheuerter aus als ich sie die Treppe herabkommen sah, denn plötzlich fing sie an lauthals zu lachen.

      Ihr könnt euch kaum Vorstellen, wie ich dreinsah als sie mich dann auch noch zum Tanz aufforderte. Während ich immer noch schwieg, nahm sie mich bei der Hand und führte mich zur Mitte des Saals, wo die anderen Gäste bereits begannen Platz zu machen.
      Als wir stehen blieben, stand sie sich mir gegenüber, stellte sich auf ihre Zehenspitzen und streckte sich meinem Ohr entgegen.
      "Ich hoffe Ihr könnt tanzen."
      Plötzlich erwachte ich aus meiner Trance und Panik machte sich in mir breit.
      Tanzen? Ich? Unmöglich!
      Doch als ich ihr das mit einem Kopfschütteln versuchte zu verstehen zu geben, lächelte sie mich nur mit ihren strahlenden Augen an
      "Keine Sorge, es ist nicht schwer. Mach mit deinen Füssen einfach dasselbe wie ich."
      Anscheinend war ich nicht der einzige nervöse, auch wenn sie es nicht zu zeigen vermochte. Zumindest hatte ich keine Ahnung wie ich erkennen sollte, wie sich ihre Beine unter dem Kleid, welches ihrer Erscheinung absolut gerecht wurde, bewegten.
      Es wundert mich noch heute wie es mir gelang mich nicht vollkommen zum Deppen zu machen, aber scheinbar sahen meine Bewegungen nicht ganz so schlimm aus wie von mir befürchtet.
      Während ich die meiste Zeit nach unten schaute und versuchte mit ihr Schritt zu halten, strahlte sie mich den ganzen Tanz über an, wie mir mehrere kurze, schnelle Blicke in ihre Richtung versicherten.
      Und als der Tanz sein Ende fand, hatten sich ihre wundervollen Augen und ihr strahlendes Lächeln, bereits tief in mein Herz gebrannt und es mir entrissen.

      Und heute? Heute ist Elena Königin und ich ihr sie über alles liebender König.

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    • Dann wollen wir mal:

      Formsachen

      Schaffe von Drag schrieb:

      Zugegeben ein überaus intelligenter und gut aussehender Bauernsohn, aber dennoch nichts besonderes.
      Nach "nichts, alles, etwas" schreibt man groß

      Schaffe von Drag schrieb:

      auch wenn die meisten von den Wachen aussortiert und Heim geschickt wurden.
      irgendwie stoße ich mich an der Formulierung. Es klingt, als seien sie unartige Kinder, die vom Schulausflug ausgeschlosen werden. Zudem ... einen Ball veranstalten, ohne, dass da Wachen anwesend sind? Das macht kein König.

      Schaffe von Drag schrieb:

      Doch es konnte ja auch nicht schaden, wenn die Jüngeren Prinzessinnen einen Lebensgefährten finden.
      klein

      Und nicht einen Ehemann?

      Schaffe von Drag schrieb:

      und im Schein des großen Kronleuchters glitzerte wie ein Sternenhimmel im Wasser.
      Schönes Bild :thumbsup:

      Schaffe von Drag schrieb:

      Sie war zirka 1,70m groß, washalb sie ihren Kopf leicht anheben musste, um dem knapp einen Kopf größeren Mann vor ihr ins Gesicht zu blicken.
      verzichte auf solche Bescheibungen. Auch wenn sie exakt sind, so sehen sie im Text doch unheimlich blöd aus. Der knappe Kopf größer beschreibt da genug, so wissen wir, dass sie etwas kleiner ist ... aber als wer? Wenn du einen Ich-Erzähler hast, dann redet der nicht von sich selbst als "den einen knappen Kopf größeren Mann".

      Vorschlag: Sie war etwas kleiner als ich, weshalb sie ihren Kopf leicht anheben musste, um mir ins Gesicht zu blicken.
      (Den knappen Kopf lasse ich hier weg, weil du sonst immer noch die Wiederholung des Wortes Kopf im Satz hast)

      Schaffe von Drag schrieb:

      "Ich hoffe ihr könnt tanzen."
      groß

      Schaffe von Drag schrieb:

      "Keine Sorge, es ist nicht schwer. Mach mit deinen Füssen einfach das selbe wie ich."
      dasselbe

      und ... It´s a lie! Aber gut, er hat ja ein paar kleine Probleme :D Dennoch, wenn du es gar nicht kannst ... er muss ja zudem noch führen, da kommen sie über den Grundschritt vermutlich nicht hinaus (Nehme derzeit selber Tanzunterricht)



      Welcher Typ wünscht sich das nicht? Eine wunderschöne Prinzessin, die sich sofort in einen verguckt, auf einen zurennt und auch noch den ersten Schritt macht ^^ Ich bin wohl leider schon total ernüchtert oder einfach nicht romantisch genug veranlagt für deine Geschichte x) Sie ist wie ein schöner Traum und innerhalb einer solchen Realität wirkt sie und ist sie stimmig. Aber sonst bin ich wohl der Falsche, um mehr dazu zu sagen.

      Gruß Alopex :fox:

      "Zweifel sind Verräter, sie rauben uns, was wir gewinnen können, wenn wir nur einen Versuch wagen."

      ~ William Shakespeare








      :fox:


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    • Danke dir, aber ich glaube eine Sache hab ich zu undeutlich Formuliert:

      auch wenn die meisten von den Wachen aussortiert und Heim geschickt wurden.

      Alopex Lagopus schrieb:

      irgendwie stoße ich mich an der Formulierung. Es klingt, als seien sie unartige Kinder, die vom Schulausflug ausgeschlosen werden. Zudem ... einen Ball veranstalten, ohne, dass da Wachen anwesend sind? Das macht kein König.
      Gemeint ist das so das die Wachen am eingang stehen und die "unpassenden" (also unformell gekleideten oder sagen wir jene die zum Beispiel 80 Jahre sind und für die Prinzessinnen nicht infrage kommen heim geschickt haben ;)


      Alopex Lagopus schrieb:

      und ... It´s a lie! Aber gut, er hat ja ein paar kleine Probleme Dennoch, wenn du es gar nicht kannst ... er muss ja zudem noch führen, da kommen sie über den Grundschritt vermutlich nicht hinaus (Nehme derzeit selber Tanzunterricht)
      Na auch Frauen können führen wenns sein muss :P Außerdem ist das ja Fantasy, da geht das. Glaube ich. :D

      Alles andere habe ich korrigiert, danke nochmal @Alopex Lagopus ^^
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    • Schaffe von Drag schrieb:

      Gemeint ist das so das die Wachen am eingang stehen und die "unpassenden" (also unformell gekleideten oder sagen wir jene die zum Beispiel 80 Jahre sind und für die Prinzessinnen nicht infrage kommen heim geschickt haben
      Achso, es wurden Leute von den Wachen aussortiert :rofl: Ich hab es so gelesen, dass die Wachen selbst aussortiert wurden - weil keine Ahnung, der König keine Wache als Nachfolger will :rofl:

      Schaffe von Drag schrieb:

      Na auch Frauen können führen wenns sein muss Außerdem ist das ja Fantasy, da geht das. Glaube ich.
      Wenn der Mann dann den Frauenpart tanzt und die Frau zufällig den Männerpart beherrscht, dann sicher. Dann kann der Herr trotzdem noch nicht wissen, was er machen soll. Ich brauche zum Beispiel bei einem bestimmten Tanz den Arm nur leicht heben, dann weiß meine Partnerin, dass sie jetzt ein Damensolo hat ... aber wenn du dieses Solo nicht kennst, hilft es dir auch nicht weiter, geführt zu werden :P

      Fantasy bedeutet nicht, dass du alle Logik ausschalten darfst, das ist - verzeih den Ausdruck -mMn ziemlich billig.

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      ~ William Shakespeare








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    • @Alopex Lagopus das dachte ich mir schon.
      wegen Punkt zwei bringt vielleicht das hier etwas aufschluss.

      Ich hatte bisher ja nur seine Ansicht der Geschichte erzählt.
      Man(n) muss ja nicht immer alles so wahrnehmen wie es geschieht. :D

      Ich habe mich deswegen noch mal mit der Geschichte auseinander gesetzt und das Ganze mal aus ihrer Sicht geschrieben.
      (Wollte ich eigentlich sowieso. Tatsächlich war zuerst nur ihre Geschichte geplant) ;)

      Die Töchter des Königs (Prinzessin)

      Damals war ich noch eine Prinzessin müsst ihr wissen.
      Und auch wenn ich mein Leben mochte und mit meinen acht jüngeren Schwestern fast immer gut auskam, so war es doch trostlos.
      Einzig mein Interesse am einfachen Volk schaffte mir etwas Freude. Darum ging ich so oft wie möglich in die Stadt vor dem Schloss und besuchte den Marktplatz. Die Leute freuten sich jedes Mal wenn ich kam und scharrten sich um mich.
      Mein Gemahl hätte mich damals wohl als heuchlerisch bezeichnet, doch ich wusste es besser. Ich tat es nicht weil ich Bestätigung suchte oder gerne im Mittelpunkt stand, sondern weil ich mich gerne mit den Leuten unterhielt um dem Leben im Schloss zumindest für kurze Zeit zu entfliehen.
      Hätte ich die Möglichkeit gehabt, so hätte ich sofort mit einem Mädchen aus der Stadt den Platz getauscht, aber ich hatte diese Möglichkeit nicht und heute bin ich auch froh darüber.

      Um das Ganze zu verstehen, solltet ihr wissen, dass mein Vater zwar viel Töchter hatte und auch glücklich damit war, doch ein Sohn und Erbe des Königreichs war ihm stets verwehrt geblieben.
      Aus diesem Grund ließ er an meinem 20. Geburtstag einen Ball veranstalten um vor allem für mich, aber auch für meine Schwestern einen Mann zu finden.

      Ich stand solchen Veranstaltungen nie sonderlich freudig gegenüber – das Gold hätte man mit Sicherheit brauchbarer verwenden können – doch da meine Schwestern sich über jede Veranstaltung, auf der sie tanzen und sich von Männern begaffen lassen können, freuten beugte ich mich dem Willen meines Vaters.
      Manchmal denke ich, dass meine Schwestern gar nicht mit mir verwandt sein können, da wir uns so unterscheiden.
      Trotz Allem gelang es mir irgendwie, mich für den Abend zu begeistern - dabei half auch etwas vom königlichen Met, welchen wir zwar nie an öffentlichen Anlässen trinken durften, aber es war ja noch davor.
      Vater ließ fünf verschiedene Kleider für mich anfertigen und nach kurzem Überlegen entschied ich mich für ein langes Kleid das in den Farben des Meeres schillerte. Selbst wenn ich meist alles andere als eine Klischee-Prinzessin war, so muss ich doch zugeben, dass ich es überaus mochte wenn meine Klamotten glitzerten. Es gab meinem Auftreten etwas Strahlendes und Königliches – abgesehen von meiner königlichen Abstammung selbst, versteht sich.

      Als mein Vater den Ball eröffnete gingen ich und meine Schwestern langsam, zusammen die große Treppe des Saales hinab. Ich hatte mir seit dem Ball zu meinem achten Geburtstag abgewöhnt die Ansprache meines Vaters anzuhören – hätte ich doch zugehört, so wäre ich wohl vor Scham rot geworden.
      Während wir die Treppe hinabstiegen, schaute ich in die Menschenmenge. Unzählige Leute waren gekommen um uns anzugaffen, doch ein einzelner Mann weckte mein Interesse. Zwar starrte er mich wie viele andere auch an, aber es war anders. Er hatte irgendetwas an sich das mir gefiel. Und es war nicht die Tatsache, dass sein Unterkiefer kurz darauf nach unten klappte.
      Beinahe hätte ich zu lachen begonnen, hätte ich nicht schnell meine rechte Hand vor den Mund gehalten um mich zu bremsen.

      Am Fuß der Treppe angekommen begann der Horrortrip. Ich hasste es zu tanzen – es waren wohl die vielen Bälle, die es mir vermiesten. Während ich mit einem Grafen, Baron und Landherrn nach dem anderen tanzte, war mir als würde mich ständig jemand beobachten. Nach ungefähr acht Tänzen, schmerzten mir die Beine und ich entschuldigte mich mit einem höfflichen Lächeln bei dem Grafen, der mir gerade um meinen nächsten Tanz bitten wollte.
      Dann erspähte ich ihn. Der Mann, der mich bereits zu Beginn des Abends mein Interesse geweckt hatte, sah mich erneut an, doch diesmal wandte er seinen Blick direkt wieder ab. Ich wurde das Gefühl nicht los, dass er es war dessen Blick mir den ganzen Abend folgte.
      Langsam ging ich in die Richtung aus der mir sein Rücken entgegenstand und die Leute machten mir überrascht Platz. Er war fast einen Kopf größer als ich. Direkt hinter ihm blieb ich stehen, schwieg und lächelte seinen Kopf an, bis er sich endlich umdrehte.

      Als ich sein verdutztes Gesicht sah konnte ich nicht anders als laut loszulachen und mir die Aufmerksamkeit aller Gäste zu sichern.
      Er interessierte mich – nein es war mehr – er faszinierte mich. Etwas war an ihm das mir das Gefühl gab sicher zu sein. Etwas das mich spüren ließ, dass das Leben mehr zu bieten hat
      Langsam streckte ich meine Hand mit der Innenfläche nach oben aus und als er nach ihr griff, fasste ich zu um ihn in die Mitte des Saales zu führen, wo ich mich ihm gegenüber platzierte.
      Ich stellte mich auf meine Zehenspitzen und streckte meinen Hals um an sein Ohr zu gelangen und ihn zu fragen ob er denn überhaupt tanzen könne.
      Etwas überrascht als er dies verneinte – mir war unklar wieso er mich dann auf die Tanzfläche begleitete– versuchte ich ihn zu beruhigen und sagte ihm er solle einfach dasselbe tun wie ich.
      Es war ein einfacher Tanz und ich übernahm die Führung, doch wir machten uns unweigerlich lächerlich. Seine Bewegungen sahen so mies aus, dass ich durchgehend lachen musste.
      Er war der wohl schlechteste Tänzer den ich je getroffen hatte, doch obwohl er den ganzen Abend nicht ein Wort sagte, wollte ich nie wieder ohne ihn sein.
      Der er war es, der es schaffen würde mir mit seiner einzigartigen Art jeden Tag aufs neue ein Lächeln zu entlocken. Dessen war ich mir sicher.


      Nach dem Tanz unterhielten wir uns das erste Mal richtig und ich lachte so oft wie im gesamten letzten Jahr nicht.
      Nach vier Monaten heirateten wir.
      Aber tanzen kann er selbst heute noch nicht.

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    • Formsachen und so

      Schaffe von Drag schrieb:

      Damals war ich noch eine Prinzessinnen müsst ihr wissen.
      Prinzessin

      Schaffe von Drag schrieb:

      Ich war nie ein Fan von solchen Veranstaltungen gewesen – das Gold hätte man mit Sicherheit brauchbarer verwenden können – doch da meine Schwestern sich über jede Veranstaltung, auf der sie tanzen und sich von Männern begaffen lassen können, freuten (+Komma) beugte ich mich dem Willen meines Vaters.
      Ich weiß nicht, ob das Wort hier so angebracht ist. Einerseits hab ich nichts gegen neumodische Sprache in Fantasy (dieses alte Gesäusel find ich furchtbar zu lesen), doch bei Anglizismen geht eventuell was vom "Fantasy-Hauch" verloren. Alternativ kannst du auch sowas wie "nicht sonderlich begeister" hier einsetzen.

      Schaffe von Drag schrieb:

      Trotz Allem gelang es mir irgendwie, mich für den Abend zu begeistern - dabei half auch etwas vom königlichen Met, welches wir zwar nie an öffentlichen Anlässen trinken durften, aber es war ja noch davor.
      welchen

      Schaffe von Drag schrieb:

      Vater ließ fünf verschiedene Kleider für mich anfertigen und nach kurzem Überlegen entschied ich mich für ein blaues Kleid, in dem sich die Farben des Meeres wiederfanden und welches glitzerte.
      Das ist beinahe tautologisch; wie rotes Blut oder so - bei den Farbe des Meeres denke ich zuerst an blau.

      Schaffe von Drag schrieb:

      Vater ließ fünf verschiedene Kleider für mich anfertigen und nach kurzem Überlegen entschied ich mich für ein blaues Kleid, in dem sich die Farben des Meeres wiederfanden und welches glitzerte. Selbst wenn ich meist alles andere als eine Klischee-Prinzessin war, so muss ich doch zugeben, dass ich es überaus mochte wenn meine Klamotten glitzerten.
      Wiederholung

      Schaffe von Drag schrieb:

      Es gab meinem Auftreten etwas strahlendes und königliches – abgesehen von meiner königlichen Abstammung selbst, versteht sich.
      Nach "nichts", "etwas" und "alles" groß schreiben ;)

      Schaffe von Drag schrieb:

      Er hatte irgendetwas an sich das mir Gefiel.
      klein

      Schaffe von Drag schrieb:

      Da sah ich ihn. Der Mann, der mich bereits zu Beginn des Abends mein Interesse geweckt hatte, sah mich erneut an, doch diesmal wandte er seinen Blick direkt wieder ab.
      Wiederholung

      Schaffe von Drag schrieb:

      Direkt hinter ihm blieb ich stehen, schweigte und lächelte seinen Kopf an, bis er sich endlich umdrehte.
      schwieg

      Schaffe von Drag schrieb:

      Langsam streckte ich meine Hand mit der Innenfläche nach oben aus und als er nach ihr Griff, fasste ich zu (+Komma) um ihn in die Mitte des Saales zu führen, wo ich mich ihm gegenüber platzierte.
      klein

      Schaffe von Drag schrieb:

      Nach dem Tanz unterhielten wir uns das erste Mal richtig und ich Lachte so oft wie im gesamten letzten Jahr nicht.
      klein

      Schaffe von Drag schrieb:

      Nach vier Monaten heirateten wir.
      Aber tanzen kann er selbst heute noch nicht.
      Das finde ich einen gelungenen Schlusssatz für die Geschichte



      Hier klingt das Alles für mich schon plausibler ^^ Dass das mit dem Tanzen nichts wird und er furchtbar ist, ist ja nur logisch xD Gibt ihm an dieser Stelle aber nur was Niedliches. Und es sticht heraus, weil es eben nicht so total perfekt ist und dadurch finde ich, ist die Wirkung viel größer, denn diese Momente sind es doch, an die man sich erinnert, oder?

      "Zweifel sind Verräter, sie rauben uns, was wir gewinnen können, wenn wir nur einen Versuch wagen."

      ~ William Shakespeare








      :fox:


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    • Schaffe von Drag schrieb:

      dachte mir doch dass dir der Teil mehr entspricht
      Letztlich schreibst du immer für dich. Geschichten haben (natürlich) auch viel mit Geschmack zu tun, und was ich sage ist nur meine persönliche Sichtweise :P

      "Zweifel sind Verräter, sie rauben uns, was wir gewinnen können, wenn wir nur einen Versuch wagen."

      ~ William Shakespeare








      :fox:


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    • Sehr schön, die Geschichte wirkt auf mich wie ein richtiges Märchen :)

      Schaffe von Drag schrieb:

      "Keine Sorge, es ist nicht schwer. Mach mit deinen Füssen einfach dasselbe wie ich."
      Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass funktioniert einfach nie! :rofl: Ich hätte der Prinzessin vermutlich die Füße breit gelatscht ... Gott sei Dank kann ich mittlerweile tanzen, da bin ich gut vorbereitet, falls mich demnächst irgendwelche Prinzessinnen ansprechen :whistling:

      Schaffe von Drag schrieb:

      Er war der wohl schlechteste Tänzer den ich je getroffen hatte
      Hab ich es doch gewusst :ninja:
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"
    • Hallo @Schaffe von Drag, ich hab mal deine Geschichte gelesen :)
      Die Story ist wirklich nett, und die Handlung ein hübsches kleines (und aus männlicher Sicht vielleicht auch wünschenswertes ^^ ) Märchen, flüssig geschrieben und leicht zu lesen. Die Unsicherheit des Bauernsohnes bringst du gut rüber, und die Prinzessin nutzt ihre höhere Stellung nicht aus.

      VG Tariq

      Ich hab dir ein paar Sachen in den Spoiler gepackt. Ist nur Kleinkram :blush:
      Spoiler anzeigen

      Schaffe von Drag schrieb:

      verarbeitete Milch Komma wie ich es schon tat Komma als meine Eltern noch lebten.

      Schaffe von Drag schrieb:

      also beschloss ich, gezwungener Maßen gezwungenermaßen, mein Leben zu ändern
      ohne die beiden Kommas

      Schaffe von Drag schrieb:

      auch wenn die Meisten bereits am Tor, von den Wachen aussortiert und Heim geschickt wurden.

      Schaffe von Drag schrieb:

      Alles nur Komma um seine Töchter zu verheiraten, allen voran

      Schaffe von Drag schrieb:

      Doch es konnte ja auch nicht schaden, wenn die jüngeren Prinzessinnen einen Mann finden.
      hier hast du die falsche Zeitform. Entweder "finden würden" oder "fänden"

      Schaffe von Drag schrieb:

      Heute weiß ich gar nicht mehr Komma wieso ich eigentlich auf dem Ball war Punkt, ich Ich glaube Komma einer meiner Kameraden hatte mich dazu überredet.

      Schaffe von Drag schrieb:

      Ich habe keine Ahnung Komma was er an jenem Tag zu den Leuten sprach

      Schaffe von Drag schrieb:

      die hinter dem König gemeinsam mit acht weiteren jungen Frauen die Treppe herunter kamen herunterkam (Einzahl, es geht um "die einzelne Person").

      Schaffe von Drag schrieb:

      Ich beobachtete sie die ganze Zeit Komma ohne irgendetwas anderes um mich herum wahrzunehmen.

      Schaffe von Drag schrieb:

      Mein Kamerad, kein Komma dürfte mich wohl schon für bekloppt gehalten haben.

      Schaffe von Drag schrieb:

      Und doch sehnte ich mich nach ihr Komma und als ich wieder von meinem Krug aufschaute, blickte ich in das fassungslose Gesicht meines Kameraden, der mir nur stotternd mitzuteilen versuchte, dass ich mich undrehen sollte.

      Schaffe von Drag schrieb:

      Dies war der Moment Komma in dem mir nicht mehr sicher war ob ich noch lebte

      Schaffe von Drag schrieb:

      weshalb sie ihren Kopf leicht anheben musste Komma um mir ins Gesicht zu blicken.

      Schaffe von Drag schrieb:

      obwohl ich so sehr auf sie fokusiert fokussiert war, dass ich

      Schaffe von Drag schrieb:

      Wahrscheinlich sah ich dieses Mal noch bescheuerter aus als in dem Moment, als ich sie die Treppe herabkommen sah, denn plötzlich fing sie an Komma lauthals zu lachen.

      Schaffe von Drag schrieb:

      Ihr könnt euch kaum Vorstellen, wie ich dreinsah Komma als sie mich dann auch noch zum Tanz aufforderte.

      Schaffe von Drag schrieb:

      führte mich zur Mitte des Saals, wo die anderen Gäste bereits begannen Komma Platz zu machen.

      Schaffe von Drag schrieb:

      "Ich hoffe Komma Ihr könnt tanzen."

      Schaffe von Drag schrieb:

      Doch als ich ihr das mit einem Kopfschütteln versuchte Komma ihr das zu verstehen zu geben,
      Möglich wäre auch: "Doch als ich versuchte, ihr das mit einem Kopfschütteln zu verstehen zu geben,..."

      Schaffe von Drag schrieb:

      Anscheinend war ich nicht der einzige nervöse Nervöse, auch wenn sie es nicht zu zeigen vermochte.
      "zu zeigen vermochte" klingt, als ob sie dazu nicht fähig gewesen wäre. Aber ich glaube, du meinst, dass sie es nicht zeigen wollte (weil... eben Prinzessin ^^ )

      Schaffe von Drag schrieb:

      Zumindest hatte ich keine Ahnung Komma wie ich erkennen sollte,

      Schaffe von Drag schrieb:

      Es wundert mich noch heute Komma wie es mir gelang Komma mich nicht vollkommen zum Deppen zu machen,

      Schaffe von Drag schrieb:

      Während ich die meiste Zeit nach unten schaute und versuchte Komma mit ihr Schritt zu halten,

      Schaffe von Drag schrieb:

      hatten sich ihre wundervollen Augen und ihr strahlendes Lächeln, kein Komma bereits tief in mein Herz gebrannt und es mir entrissen.
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


      :cookie:

      ___________________
    • @Schaffe von Drag

      So, jetzt hab ich auch den zweiten Teil gelesen. :)

      Im Stil sind beide ja sehr ähnlich. Auch die Handlung ist gleich, nur eben aus verschiedenen Perspektiven betrachtet.
      Im Vergleich mit der ersten Geschichte hat mir aber Erstere besser gefallen. Die Schüchternheit des Bauernsohnes war für mich irgendwie angenehmer als die Redeweise der Prinzessin. Du hast ihr zeitweise eine Ausdrucksweise gegeben, die meine Meinung nach a) nicht in ihre Zeit und b) nicht unbedingt zu einer Prinzessin passt.
      Und ich kann folgenden Satz nicht ganz einordnen:

      Schaffe von Drag schrieb:

      Mein Gemahl hätte mich damals wohl als heuchlerisch bezeichnet,
      Heuchlerisch bedeutet doch, etwas anders zu sagen, als man es meint, um sich gut darzustellen, oder? Wieso sollte der Gemahl das vermuten?

      Also wenn ich wählen müsste zwischen beiden Geschichten - ich würde die erste wählen. ^^

      VG Tariq

      Ich hab dir ein paar Sachen in den Spoiler gepackt. Ist nur Kleinkram
      Spoiler anzeigen

      Schaffe von Drag schrieb:

      Damals war ich noch eine Prinzessin Komma müsst ihr wissen.
      Und auch wenn ich mein Leben mochte und mit meinen acht jüngeren Schwestern fast immer gut auskam, so war es doch trostlos.
      Einzig mein Interesse am einfachen Volk schaffte mir etwas Freude. Darum ging ich so oft wie möglich in die Stadt vor dem Schloss und besuchte den Marktplatz. Die Leute freuten sich jedes Mal Komma wenn ich kam Komma und scharrten scharten sich um mich.
      Mein Gemahl hätte mich damals wohl als heuchlerisch bezeichnet, doch ich wusste es besser. Ich tat es nicht Komma weil ich Bestätigung suchte oder gerne im Mittelpunkt stand, sondern weil ich mich gerne mit den Leuten unterhielt Komma um dem Leben im Schloss zumindest für kurze Zeit zu entfliehen.
      Hätte ich die Möglichkeit gehabt, so hätte ich sofort mit einem Mädchen aus der Stadt den Platz getauscht Punkt, aber Aber ich hatte diese Möglichkeit nicht und heute bin ich auch froh darüber.

      Um das Ganze zu verstehen, solltet ihr wissen, dass mein Vater zwar viel viele Töchter hatte und auch glücklich damit war, doch ein Sohn und Erbe des Königreichs war ihm stets verwehrt geblieben.
      Aus diesem Grund ließ er an meinem 20. Geburtstag einen Ball veranstalten Komma um vor allem für mich, aber auch für meine Schwestern einen Mann zu finden.

      Ich stand solchen Veranstaltungen nie sonderlich freudig gegenüber – das Gold hätte man mit Sicherheit brauchbarer verwenden können – doch da meine Schwestern sich über jede Veranstaltung, auf der sie tanzen und sich von Männern begaffen lassen können, freuten beugte ich mich dem Willen meines Vaters. Den Satz würde ich vielleicht teilen, können 3 Sätze werden.

      Mein Vorschlag:

      Ich stand solchen Veranstaltungen nie sonderlich freudig gegenüber.Das Gold hätte man mit Sicherheit brauchbarer verwenden können. Doch da meine Schwestern sich über jede Veranstaltung [i]freuten, auf der sie tanzen und sich von Männern begaffen lassen können konnten, freuten beugte ich mich dem Willen meines Vaters.
      [/i]

      Manchmal denke ich, dass meine Schwestern gar nicht mit mir verwandt sein können, da wir uns so unterscheiden.
      Trotz Allem allem gelang es mir irgendwie, mich für den Abend zu begeistern Punkt - dabei Dabei half auch etwas vom königlichen Met, welchen wir zwar nie an öffentlichen Anlässen trinken durften, aber es war ja noch davor. (Vorschlag zur Teilung in 2 Sätze)

      Vater ließ fünf verschiedene Kleider für mich anfertigen und nach kurzem Überlegen entschied ich mich für ein langes Kleid Komma das in den Farben des Meeres schillerte. Selbst wenn ich meist alles andere als eine Klischee-Prinzessin war, so muss ich doch zugeben, dass ich es überaus mochte Komma wenn meine Klamotten glitzerten. Es gab meinem Auftreten etwas Strahlendes und Königliches – abgesehen von meiner königlichen Abstammung selbst, versteht sich.

      Als mein Vater den Ball eröffnete Komma gingen ich und meine Schwestern langsam,kein Komma zusammen die große Treppe des Saales hinab. Ich hatte mir seit dem Ball zu meinem achten Geburtstag abgewöhnt Komma die Ansprache meines Vaters anzuhören Punkt – hätte Hätte ich doch zugehört, so wäre ich wohl vor Scham rot geworden. (Vorschlag zur Teilung in 2 Sätze)

      Während wir die Treppe hinabstiegen, schaute ich in die Menschenmenge. Unzählige Leute waren gekommen Komma um uns anzugaffen, doch ein einzelner Mann weckte mein Interesse. Zwar starrte er mich wie viele andere auch an, aber es war anders. Er hatte irgendetwas an sich Komma das mir gefiel. Und es war nicht die Tatsache, dass sein Unterkiefer kurz darauf nach unten klappte.
      Beinahe hätte ich zu lachen begonnen, hätte ich nicht schnell meine rechte Hand vor den Mund gehalten Komma um mich zu bremsen.

      Am Fuß der Treppe angekommen Komma begann der Horrortrip. Ich hasste es zu tanzen – es waren wohl die vielen Bälle, die es mir vermiesten. Während ich mit einem Grafen, Baron und Landherrn nach dem anderen tanzte, war mir Komma als würde mich ständig jemand beobachten. Nach ungefähr acht Tänzen, kein Komma schmerzten mir die Beine und ich entschuldigte mich mit einem höfflichen Lächeln bei dem Grafen, der mir mich gerade um meinen den nächsten Tanz bitten wollte.
      Dann erspähte ich ihn. Der Mann, der mich bereits zu Beginn des Abends mein Interesse geweckt hatte, sah mich erneut an, doch diesmal wandte er seinen Blick direkt wieder ab. Ich wurde das Gefühl nicht los, dass er es war Komma dessen Blick mir den ganzen Abend folgte.
      Langsam ging ich in die Richtung Komma aus der mir sein Rücken entgegenstand (ungewöhnliche Formulierung?) und die Leute machten mir überrascht Platz. Er war fast einen Kopf größer als ich. Direkt hinter ihm blieb ich stehen, schwieg und lächelte seinen Kopf an, bis er sich endlich umdrehte.

      Als ich sein verdutztes Gesicht sah Komma konnte ich nicht anders als laut loszulachen und mir die Aufmerksamkeit aller Gäste zu sichern.
      Er interessierte mich – nein Komma es war mehr – er faszinierte mich. Etwas war an ihm Komma das mir das Gefühl gab Komma sicher zu sein. Etwas Komma das mich spüren ließ, dass das Leben mehr zu bieten hat Punkt

      Langsam streckte ich meine Hand mit der Innenfläche nach oben aus und als er nach ihr griff, fasste ich zu Komma um ihn in die Mitte des Saales zu führen, wo ich mich ihm gegenüber platzierte.
      Ich stellte mich auf meine Zehenspitzen und streckte meinen Hals Komma um an sein Ohr zu gelangen und ihn zu fragen Komma ob er denn überhaupt tanzen könne.
      Etwas überrascht Komma als er dies verneinte – mir war unklar wieso er mich dann auf die Tanzfläche begleitete– versuchte ich Komma ihn zu beruhigen und sagte ihm Komma er solle einfach dasselbe tun wie ich.
      Es war ein einfacher Tanz und ich übernahm die Führung, doch wir machten uns unweigerlich lächerlich. Seine Bewegungen sahen so mies aus, dass ich durchgehend lachen musste.
      Er war der wohl schlechteste Tänzer Komma den ich je getroffen hatte, doch obwohl er den ganzen Abend nicht ein Wort sagte, wollte ich nie wieder ohne ihn sein.
      Der Denn er war es, der es schaffen würde Komma mir mit seiner einzigartigen Art jeden Tag aufs neue ein Lächeln zu entlocken. Dessen war ich mir sicher.


      Nach dem Tanz unterhielten wir uns das erste Mal richtig und ich lachte so oft wie im gesamten letzten Jahr nicht.
      Nach vier Monaten heirateten wir.
      Aber tanzen kann er selbst heute noch nicht.
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Tariq ()

    • Eine sehr lustige und liebevolle Geschichte. Ich finde es so super dass es auch mal einen Bauernjungen gibt der eine Prinzessin will und nicht immer anders herum. Ist sehr erfrischend und eine angenehme Abwechslung. Manchmal muss es auch einfach nur eine Kurzgeschichte sein, obwohl ich denke das man daraus auch mehr hätte machen können.

      Alles in allen gut gelungen :thumbsup: