Die Leben des Leland Oss

Es gibt 44 Antworten in diesem Thema, welches 15.340 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (7. Juni 2021 um 07:37) ist von Thorsten.

  • Krasse Geschichte. Auf gute Weise verstörend, der Begriff wurde ja schon mehrmals hier angeführt aber er trifft es am Besten. Man bleibt bis zum Schluß gespannt wie es ausgeht. Die Auflösung passt gut, trotz positivem Ende bleibt ein leichter Grusel zurück.

    Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen: Verstörende Geschichte, die einen zum Weiterlesen zwingt. Großes Kompliment. Mir klopft immer noch das Herz bis zum Hals.

    Dankeschön. Das freut mich sehr.

    Sind "Gutes Ende" und "Schlechtes Ende", genauso gemeint. Also als zwei Varianten wie die Geschichte/das Spiel endet? Beim Text scheint das "Schlechte Ende" doch sehr viele Informationen zu enthalten, die für das Erreichen des "Guten Endes" notwendig sind. Oder kommt das daher, dass der Spieler nach dem schlechten Ende noch ein "Leben" hat, um mit seinen Erkenntnissen schließlich das "Gute Ende" zu erreichen?

    Ja, ist so gemeint. Quasi ein Spiel mit verschiedenen möglichen Enden. Ist ja bei heutigen Spielen wesentlich häufiger anzutreffen als noch in den 90ern oder so. Die zweite Frage: Der Witz ist ja, dass Leland eigentlich nur hätte liegen bleiben müssen und schon wäre alles gut ausgegangen. Aber ja, letztlich braucht man als nichtwissender Spieler das "Schlechte Ende" für das "Gute Ende".

    Dieses typische Nicht-Wissen und sich In-die-(Spiel-)Welt einfinden, ist für den Spieler ganz normal. Aus der Sicht der Spielfigur ist es alptraumhaft. Leider war bei mir das "Kribbeln" weg, als ich wusste, dass es "nur" Szenen aus einem Spiel sind. Als ich das erste Mal SPIELSTAND gelesen habe, wurde ich vom mitfühlenden Leser zum passiven Zuschauer. Am Ende war mir zwar trotzdem zum Heulen, als ich den Grund für seine Experimente gelesen habe. Aber zu Spiel-Figuren habe ich eine größre Distanz als zu Buch-Figuren. Die Betonung liegt dabei auf "ich".

    Alptraumhaft. :D Sehr gut.
    Dass du nicht mehr mit der Spielfigur Leland mitfühlen konntest, verstehe ich. Die Situation ändert sich für den Leser eben komplett. Plötzlich wirkt alles "unrealistischer". Dass das Ende dich trotz dessen noch mitgenommen hat, macht es umso besser.
    @BlueRosesInMyHeartJe nach Spielart und abhängig davon, wie gut die Handlung des Spiels ist, geht mir das auch so. Genialstes Spiel hierzu: Planescape Torment. Alt, aber die Geschichte dahinter! Hammer! Ist übrigens auch aus dem Vergessene-Welten-Universum, in welchem mein Oger Magus spielt.

  • Ich habe die gesamte Geschichte noch einmal überarbeitet, insbesondere den letzten Abschnitt, in welchem ja alle Zusammenhänge erklärt werden. Vielleicht hat ja der eine oder andere Zeit und Muse, es noch einmal zu lesen und mir zu schreiben, ob nun alle Gründe, Erkenntnisse und Abläufe klarer sind.
    Ich sage schon mal "Danke!"

  • Heyho, bigbadwolf :)

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    Ich hab deine Geschichte mal auf einen Ritt durchgelesen und war echt begeistert. Ich fühlte mich ein bisschen wie Bill Murray am Murmeltiertag, nur viel beklemmender. 8|

    Ich war gespannt, wie sich das Ganze auflöst und für mich ging es - im Gegensatz zu anderen Lesern - nicht zu schnell am Ende.

    Und die Idee war echt ... fantastisch! 8o

    Was mich aber nun noch interessiert: Das Ende hast du ja vor drei Jahren gepostet. Hast du inzwischen etwas in Richtung Videospiel angeschubst? Ist es in Arbeit? Oder gar schon erhältlich? *weiß nicht, wie lange so was dauert*

    "Er wird wiederkommen. Die Berge sind wie ein Virus. Man infiziert sich mit der Liebe zu ihnen
    und es gibt kein Gegenmittel. Sie führen in eine Sucht, man kommt nicht mehr von ihnen los.
    Je länger man sich woanders aufhält, desto größer wird das Verlangen, sie wiederzusehen."

    Chad, der Holzfäller
    aus "Der Wolf vom Elk Mountain"

    ___________________

  • Hallo, Tariq .

    Schön, dass du diese Geschichte ein bisschen abgestaubt hast.

    Danke für dein Lob, ich hab mich da halt mal an einer düstereren Idee versucht. Und aus Sicht einer unwissenden Spielfigur wollte ich schon länger mal was schreiben.

    Zu deinen Fragen: 3× Nein.

    Da ich seit 2019 wieder viel Freude (und meinen Lebensunterhalt) im Klavierbereich gefunden habe, sind meine Interessen dahingehend verschwunden. Ich bin zwar im Herzen immer noch ein Zocker, aber zur Zeit geben mir andere Dinge und Personen mehr. Freie Zeit verbringe ich vor allem mit Manga-Zeichnungen, Lesen, bissel Zocken, neuen Wortgefechten, Musik und so.

  • Nachdem Tariq das abgestaubt hat konnte ich der Versuchung nicht widerstehen... Es ist eine exzellente Geschichte geworden. :nummer1:

    Ich steh' ja auf so raetselhafte Situationen und das 'was geht hier' Gefuehl, und das funktioniert von vorne bis zum letzten Abschnitt wunderbar, da sind originelle Ideen drin und die Sache ist schoen geschrieben. Nur zu kurz ist es geworden :D

    (Ich vergleiche im Forum hier gern mit 'Hull Zero Three' das ich eine ziemlich geniale SciFi Geschichte finde - da kann Dein Werk atmosphaerisch gut mithalten :) )

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    Die Geschichte hat ja zwei Themen in einem - das 'escape room' und das Setting als Spiel. Beim zweiten verraetst Du fuer meinen Geschmack fast zu viel und zu schnell mit den Ueberschriften wie 'Spielstand wird geladen' - das kann man finde ich gut bis zum Ende offen lassen.

    Auch was das 'Gefuehl' einer Spielfigur angeht koennte man vielleicht... die Sache ein bisschen anders drehen. Bei Dir weiss die Spielfigur was der Spieler bisher rausgebracht hat - aber ich denke nicht dass das passt - die Figur weiss ja auch nichts von clipping errors, verpixelten Schriften etc. - also Meta-Information die ein ausgefuchster Spieler vielleicht auch nutzen wuerde.

    Ich wuerde das eher so anlegen dass die Spielfigur eben nicht immer weiss was sie tut, sondern dass sie sich z.B. denkt - so ein Glueck dass ich den Elektroschocker nicht angefasst habe - dass dessen Existenz ihr aber jedesmal neu ist,

    Naja, die Botschaft kommt so oder so rueber - ich hab's nur gerne sehr stringent :censored: