Bon Voyage

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    • Hallo, ihr Lieben :)
      Nachdem ich mein letztes Gedicht hier hochgeladen habe, dachte ich mir, mache ich das auch mit meinem Neuesten. Ich hoffe, es gefällt euch :)



      Bon Voyage

      Ich sah Blut auf dem Laken
      Ich sah Blut aus deinen Adern
      Ich sah Blut auf dem Kissen
      Blut an Wänden, Fenstern, Bettenseit‘
      auf alten Fotos und deinem toten Leib
      Ich sah und werde dich vermissen

      Ich sah Blut an den Puppen dein
      Ich hatte Blut an meinem Bein
      Ich sah Blut, das nicht mehr lief
      Blut an des Rasierers Kling‘
      und an jedem and‘ren Ding
      und ich sah diesen Brief

      Ich sah nie, wie du littest,
      welchen Dämon du rittest,
      in welchen Schatten du schrittest,
      welche Kämpfe du fichst,
      wie oft du die Segel strichst,
      in was für Sorgen du verstrickt

      Ich war immer hier, doch sah ich nie,
      dass du Hilfe suchtest, wie
      du Hilfe brauchtest, nie.

      Nun ist es zu spät
      Nun steh ich hier und trauer
      wie schnell ein Leben doch vergeht
      wenn die Schatten lauern
      Ich nahm mir eine Strähne
      Mir entrann Trän' um Träne

      In einem and‘ren Leben
      In einer and‘ren Welt
      In einer and‘ren Zeit
      werden wir uns wiedersehen
      und ich lass dich jetzt gehen

      Bon Voyage
      Bon Voyage
      Bon Voyage



      LG
      Thráin


      Am Ende der Zeiten werden wir streiten
      mit Feuer, Eis und mit Blut
      Wenn Welten verbrennen und Götter vergeh'n
      stirbt mit uns der Hass und die Wut.



      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Thráin ()

    • Hallu,
      ein wirklich gelungenes Gedicht und eine sehr denkwürdige Thematik.
      Ich hoffe, es ist eine reine Interpretation und bezieht sich nicht auf einen Vorfall in deinem Leben.
      Ab und zu hackt es etwas, was aber beim Lesen eigentlich keine Probleme macht.
      Freue mich, noch mehr Gedichte von dir in Zukunft zu hören.

      Liuvar
      Niemand liebt mich, wie ich bin.
      Dann kann ich mich genauso gut verändern.

      Die Nacht ist dunkel, unsere Seele ist dunkel,
      wir sollten die Nacht lieben, denn sie ist uns ähnlich,
      doch wir fürchten die Nacht, wie wir die Abgründe unserer Seele fürchten,
      ich liebe die Nacht.
    • Sehr intressanter Ansatz, aber ein kleiner Hinweis:

      In Strophe drei


      Thráin schrieb:

      welche Ängste du fichst,
      Ängste ficht man nicht, Kämpfe ficht man (aus), fichten ist eine alte Form von fechten
      Der Unterschied zwischen dem, was Du bist und dem, was Du sein möchtest, liegt in dem, was Du tust.
      -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
      Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?
    • Hallo @Thráin

      Ein wirklich trauriges Gedicht ... ich hoffe sehr, dass du das nicht wirklich erlebt hast. Denn es ist extrem schwer und unglaublich hart, einen Menschen so zu verlieren. Etwas das ich aus tiefstem Herzen niemadem wünsche.

      Ansonsten finde ich, dass du die traurige Stimmung wirklich gut rüber bringst. :whistling: :saint:
      Mich stört aber das fichst schon wie Cory Thain, denn er hat recht, das passt irgendwie nicht so ganz dort rein.

      Liebe Grüsse
      Fly
      "Ein Schloss ohne Gruft, das wäre wie, wie ein Einhorn ohne Horn!"

      Eigenes von Fly
      Schatten unter London
    • Hey Thrain

      Ich bin beeindruckt. Sehr stimmig. Natürlich ein trauriges Thema, aber dafür sind Gedichte ja auch ein Stück weit da.

      Es gab nur ein zwei kleine Stolpersteine, jedoch nichts ernstes.

      Hier ein Beispiel:

      Nun ist es zu spät
      Nun steh ich hier und trauer
      wie schnell ein Leben vergeht
      wenn die Schatten lauern
      Ich nahm mir eine Strähne
      Mir entrann Träne um Träne

      hätte man zu

      Nun ist es zu spät
      Nun steh ich hier und trauer
      wie schnell ein Leben doch vergeht
      wenn die Schatten lauern
      Ich nahm mir eine Strähne
      Mir entrann Trän' um Träne

      machen können. Aber ob einem das wirklich besser gefällt, weiß ich nicht.

      Auf jeden Fall eine gute Arbeit.

      LG TiKa444
      Wer zu lesen versteht, besitzt den Schlüssel zu großen Taten, zu unerträumten Möglichkeiten.

      Aldous Huxley
    • Neu

      Oh, man kann durchaus auch einen Dämon reiten... das macht die Sachlage für Außenstehende nicht besser, aber für den Reiter schon. Außerdem ist "oben und unten" immer eine Ansichtssache...
      Der Unterschied zwischen dem, was Du bist und dem, was Du sein möchtest, liegt in dem, was Du tust.
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      Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?