Tales of Wiriel

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    • Tales of Wiriel

      Hallöchen,
      Ja Leute, da bin ich mit meiner ersten Story in diesem Forum. Lange habe ich darüber nachgedacht ob ich meine Geschichte poste oder nicht. Es ist sicherlich auch mit einem gewissen Maß an Mut verbunden, vor allem aber weil ich die Geschichte eigentlich nur für mich geschrieben habe und nie geplant hatte, sie jemals zu veröffentlichen. Naja, hier bin ich nun ;) .

      Vorab erstmal ein paar Sachen:
      In der Geschichte an sich sind ab und zu mal englische Begriffe bzw. Namen von Protas, nicht dass ihr euch fragt wie die Namen ausgesprochen werden:) Was sonst in einem Buch Kapitel sind, trägt bei mir den Namen „Episode“, keine Ahnung wieso :D Auch die Episodentitel habe ich teilweise schon auf englisch verfasst. Sie sind aber nicht wortwörtlich übersetzt, was dazu führt, dass ich die englischen Titel erstmal noch nicht poste um mögliche Spoiler zu verhindern - obwohl die englischen Titel eigentlich kaum Spoiler enthalten. Naja, wenn ihr wollt dass ich sie mal poste, gerne nachfragen.

      Da ich noch nicht besonders lange in diesem Forum bin, hoffe ich, dass ich alles beachtet habe und nicht versehentlich die Geschichte an der falschen Stelle gepostet habe :( Sonst dürfen die Moderatoren gerne verschieben oder sonstiges. (Auch mit der Schriftgröße bin ich noch etwas am rumexperimentieren)

      Meine größte Sorge ist wohl die Spannung der Geschichte, da es mit der eigentlichen Haupthandlung relativ spät losgeht. Ich habe am Anfang viel Wert darauf gesetzt, dass man erst die Protas und das Dorf bzw. die Welt auf der sie leben kennenlernt... jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher ob das wohl richtig war. Naja, wenn ihr es lest, versteht ihr vielleicht was ich meine.

      Bei der Kritik könnt ihr gerne ehrlich sein. Sagt auch gerne wenn ihr es einfach nur - dermaßen SCHEIßE - findet. Dann bitte aber mit Begründung. Ich bin natürlich keinem Böse oder nehme es persönlich wenn es harte Kritik gibt, ich denke das versteht sich von selbst in solch einem Forum.

      Letzter Punkt, gleich habt ihr es geschafft 8o : Der Prolog und die Episoden an sich sind von Schreibstil relativ unterschiedlich verfasst, ich bin eigentlich ein Fan von - nicht groß drumrumgerede und Direktheit - mehr oder weniger, schreibt gerne was ihr besser findet.



      Vorwort
      Zug um Zug ergänzt sich das Bild,
      nicht zu langsam, nicht zu wild.
      Ein anderes doch wird erscheinen,
      als man es zunächst wird meinen.

      Diese Fantasy-Geschichte ist in unterschiedliche Episoden/Kapitel eingeteilt die alle über einen eigenen Titel verfügen. Sie spielt auf einer Welt, die von ihren Einheimischen „Avenhell“ genannt wird. Das Worldbuilding ist sehr aufwändig gestaltet und in möglichst viele Zusammenhänge eingebracht worden. Daher wird euch eine (hoffentlich) atemberaubende Flora und Fauna erwarten. Die Handlung ist frei erfunden und wird zu späterem Zeitpunkt noch mehr ausgebaut, möglicherweise auch mit weiteren separaten Handlungssträngen über diese Welt. Fürs erste sollte der Lesestoff dieser Geschichte jedoch reichen. Es geht um zwei junge Menschen die in einem kleinen, scheinbar unbedeutenden Dorf im Tropenreich aufgewachsen sind. Vergangenes und zukünftiges wird von großer Bedeutung sein, nicht nur für das Dorf. Bald schon entsteht eine Bedrohung die sich in die Chronik der ganzen Welt einbrennen könnte. Dies gilt es zu verhindern. Weiteres Wissen zum Plot ist vorerst nicht erforderlich. Jedoch soll gesagt sein, dass dies nicht die endgültige Version ist. In naher Zukunft wird sie noch häufiger geändert und überarbeitet, vielleicht sogar umgeschrieben werden. Neu für mich ist, dass ich als männlicher Schreiber das erste mal größtenteils aus der Sicht einer weiblichen Person schreibe. Vorab noch ein kleiner Tipp: Für Leute die sich weiter in meine (hoffentlich) fabelhafte Welt vertiefen wollen habe ich einige Eastereggs eingebaut, haltet also die Augen offen und sucht gerne danach. Findet ihr sie alle?
      Halt! Bevor ihr weiterlest fehlt noch etwas. Das Licht gehört gedämmt und spannende Musik eingeschaltet... Jetzt aber genug geredet.
      Nun viel Spaß, in der wundervollen Welt von Avenhell!



      Prolog
      Der Wind schlief unruhig in dieser Nacht. Schreckhaft fuhr er auf und ab. Eine weiße Decke überzog die weite Landschaft. Sie wagte es noch gerade, das Bisschen Licht in der Dunkelheit aufrecht zu erhalten. Alles was das Auge ersehen hätte können erdrückte die bittere Kälte sofort unter ihrer Gewalt.
      Kein Baum... kein Stein... kein Fluss, der sich ihr in den Weg hätte stellen können. Nur eine riesige Mauer die einen drohenden Schatten auf den Schnee warf und jeglichen Blick nach hinten verweigerte. Unberührt stand sie dort. Es machte den Anschein, als hätte sie keine Seele jemals gesehen. So mächtig, dass nicht einmal die Schläge des Windes sich einen Pfad durch den hässlichen Stein erkämpfen konnten.

      Stapf... Stapf... Stapf... Ruhig.
      Stapf... Stapf... Stapf... Ruhig.

      Keuchen, schnaufen, husten. Hin und wieder mal das Geräusch eines Stockes mit dem sich jemand versuchte im tiefen Schnee abzustützen. Und wieder:

      Stapf... Stapf... Stapf... Ruhig.
      Stapf... Stapf... Stapf... Ruhig.

      Die weiße Kutte lag schwer auf dem Haupt des Jenen, der die Kühnheit erlangte sich diesem Ort zu nähern. Als er sich der Mauer annahm, zischte ein beängstigendes Klappern auf. Einen Moment erschrak er und hielt inne. Seine umhüllten Augen glitten an der Mauer hoch und folgten ihr in den Himmel. Fürchterliche Kratzspuren hatten den Stein bis auf die Knochen gemindert. Wofür auch immer diese Mauer errichtet worden war, kein Mensch hätte so etwas anrichten können. Der schwarze Mond lies ein unheimliches Licht auf der Mauer herab. Zwei zitternde Hände legten sich auf den kalten Stein. Robust und kraftvoll fühlte sich das Gestein an. Stärker als jede Rüstung. Hastig tasteten seine Hände die Mauer ab. Und nun fand er wonach er suchte. Eine Vertiefung im Felsen lag genau unter seiner Hand. Plötzlich stockte sein Atem.
      Da!
      Das gruselige Klappern. Es hörte sich an, als würde man mit Knochen aufeinander schlagen. Die Furcht huschte ihm ins Gesicht.
      Doch er musste weitermachen, so wahr ihn die Angst auch lähmte. Seine kleinen Arme zogen mit aller Kraft an jenem Stein, in dem eine Vertiefung zu fühlen war.
      Dann regte sich etwas. Der Fels ließ nach und rückte ein wenig nach außen, sodass er mit seinem kleinen Körper gerade hindurch passte.
      Langsam ging er also auf den Boden und zog sich mit beiden Armen in den dünnen Spalt. Die Mauer war dick. So dick, dass er mehrere Züge brauchte um auf der anderen Seite zu landen. Dort angekommen, richtete er sich auf und schlug den Schnee aus dem Mantel. Als er aufsah, traute er seinen Augen kaum.
      Überall lagen lose Bröckel und Felsen. Ruinen soweit er nur gucken konnte. Vermutlich von einer alten Burg oder einem Tempel. Unheimlicher jedoch fand er die Vorstellung, dass sich unter den Massen des Schnees wohl hunderte von Leichen befinden müssen. Ein Schlachtfeld aus vergangenen Zeitaltern.
      Zwanzig Fuß vor ihm stand ein großer Mann. Komplett in Schwarz gekleidet, mit einem fürchterlichen Helm, der einem Totenkopf ähnelte. Eine Klinge befand sich an der Seite seines Gürtels.

      „Ihr habt also den Weg herein gefunden“, sagte eine unheimlich krächzende Stimme. Es tat beinahe in den Ohren weh. Die Stimme war noch gruseliger als der Mann selbst.
      „Gerne ich euren Weganweisungen folge leiste. Zu viel ich schon erlebt habe. Kommen wir zum Punkt“, kam unter der weißen Kutte hervor.
      „Das gefällt mir“, sagte die unheimliche Stimme. Dann streckte der Mann die Hand nach vorne. „Einen Tausch gegen einen Tausch. Gebt mir das Pergament.“
      „Zuerst ihr gebt das Mädchen her, nur dann die Karte ihr bekommen werdet.“
      „Überraschung! Wir haben sie nicht. Das alles war bloß ein Finte um euch herzulocken.“ Ein erschreckendes Gelächter folgte darauf. Doch Jener unter der weißen Kutte schien sich dessen bewusst gewesen zu sein. Mehr weckte es seine Aufmerksamkeit jedoch, als seine Ohren das ziehen einer Klinge ausmachten.

      „Tja... kein Mädchen, keine Karte“, sagte er, auch wenn er sich sicher war, damit einen Angriff einzufordern. „Ihr nicht alleine gekommen seid ich nehme an.“
      Genau in diesem Moment kamen auf eine Handbewegung des schwarzen Mannes fünf dunkle Wachen aus allen Himmelsrichtungen hinter den Ruinen hervor. Wieder diese grausamen Totenkopfmasken. Ein Hinterhalt!
      Gleichzeitig wurden Schwerter gezogen.
      „Bringt mir das Pergament“, erklang es in einem Befehlston...

      Aber was die Männer in dieser Nacht zu Fall brachte, dem war weder Sturm noch Kälte ebenbürtig. In der Dunkelheit schien sich etwas zu verbergen. Etwas, das fern von jeden Bräuchen und Sitten gedeihte. Vor Schreck schien sogar das Licht des Mondes zu versagen. Es war beängstigend dunkel geworden.
      Ein grauenvolles Klappern bannte sich den Weg durch die Finsternis...
      Schreie! Dann wurde es still...

      Doch jenes was sein sollte, wird niemals gewähren. Der Schatten wird vom Licht vertrieben, das Feuer durch Wasser erloschen und Leben im Tod beendet. Aber während vertriebenes zurückkehrt, kann aus Glut ein neuer Funken sprühen, der ein ganzes Dorf in Asche legt. Der Tod jedoch, wird für ewig über einst lebende herrschen...
    • Episode 1 - Unter Dunst und roter Sonne

      „He ihr da, ja genau, braunes Stirnband, schwarzes Haar“.
      Noch immer genervt von den Händlern die sie fortwährend ansprachen, bemühte sie sich Leib und Haupt zu wenden.
      „Ich will nichts kaufen“. Dies sagte sie in einem Ton, bei dem unmissverständlich zu erkennen war, dass sie wirklich nichts kaufen wollte. Vor ihr stand ein älterer Herr, dessen Kleidung auch ihn als Händler auszeichnete. Besonders fiel ihr die auffällig gekrümmte Nase ins Auge, fast wie man sie sich bei einer Hexe vorstellt. Nur dass dieser Händler nicht der Superschurke einer namhaften Geschichte zu seien schien.

      „Ooh nein, um der Götter Willen, ich möchte euch nichts verkaufen. Nur ist es so, dass ich euch schon eine Weile hier rumlaufen seh` und ich mir dachte, vielleicht könnte eine junge Dame wie ihr ja meine Hilfe gebrauchen. Das wird doch wohl noch erlaubt sein.“ Das breite Grinsen in seinem Gesicht wirkte fast unheimlich, auch wenn die freundliche Art und Weise anbietend klang, als würde er es wirklich gut meinen.
      Beinahe hätte sie dabei vergessen warum sie eigentlich hier war.

      „Ich suche jemanden“, sprach sie mit zugänglicher Stimme, „einen Händler namens Tutal, könnt ihr mir sagen wo er sich befindet?“
      „Aber sicher“, sprach der Händler, „Er steht wohl bemerkt vor euch“. In seinem Gesicht breitete sich selbes unheimliches Grinsen aus, wie er es vorhin zu kennen gegeben hatte.
      „Was...ihr...?“, fragte sie sichtlich entsetzt. Damit hatte sie wohl am wenigsten gerechnet. Schon häufiger war sie auf dem Handelsmarkt von Wooli gewesen. Sie kaufte Fisch und Fleisch während der Trockenzeit ein. Denn hier kam die Jagdgarde ihres Dorfes immer mit leeren Taschen zurück. Vielleicht lag es an den geringen Vorräten oder aber an den beinahe ausgetrockneten Flussbetten, sie hatte es nie richtig verstanden. Wollte sie aber auch nicht. Denn bereits in jungen Jahren hatte ihr Vater ihr angeboten, bei der Jagd teilzunehmen. Noch nie hatte sie wirklich Interesse an der Flora und Fauna des Landes gezeigt, obwohl sie eine der talentiertesten Bogenschützen des Dorfes war.
      „Ähh, Tjuno? Lady Tjuno?“
      „Jah, Sky Tjuno, richtig“, antwortete sie verwirrt. Wie konnte ein fremder ohne jegliche Hinweise ihren Namen kennen? Sie war ihm niemals zuvor begegnet. Dachte sie jedenfalls.
      „Also hat euch mein Vater von meinem Kommen erzählt“, fragte sie um Gewissheit zu erlangen.
      „Ach nein, “, sprach der Händler, „Ich habe euch an der Kette erkannt. Das letzte mal wo ich euch sah wart ihr gerade so groß wie ein Hocker, auf den man sich raufzusetzen versuchte. So etwa mit fünf oder sechs Jahren muss das gewesen sein. Seitdem...“
      „Jah, schon gut“, unterbrach sie ihn, „konzentrieren wir uns einfach auf das wesentliche.“ Sky blickte an sich herunter. Die silberne Kette ging ihr bis zum Brustbein. Immer wenn sie diese mit den Augen erfasste oder flüchtig berührte, erinnerte es sie an ihre schleierhafte Vergangenheit, über die sie selbst nicht allzu viel wusste. Und darüber reden tat sie erst gar nicht. Es fiel ihr schwer. Irgendetwas regte das in ihr. Trauer? Wut? Angst? Sie wusste es selbst nicht. Vielleicht war es auch einfach die Ungewissheit, der sie nicht ins Auge blicken wollte.

      „So folgt mir doch“, sprach der Händler, unwissend, dass Sky tief in Gedanken versunken war und nun wieder zurück in die Realität gezogen wurde. Sie blickte sich kurz um, als wenn sie etwas Zeit bräuchte, um die Umgebung wieder zu verwirklichen. Dann begab auch sie sich in das Zelt, in dass Händler Tutal zuvor eintrat.

      Viel Zeug lag herum. Auf dem Boden, an den Wänden. Bücher, Karten, Kleidung. Und sie waren nicht einmal schlecht. Nein im Gegenteil, die Kleidung war fein gestrickt und vermutlich aus einem wohlhabenden Dorf stammend. Allkau oder vielleicht sogar Lilovil. Und doch zerrissen. Es sah aus als hätte ein Troll gewütet.
      Sky trat in die Mitte des Zeltes und nahm eine aufrechte Körperhaltung ein.
      „Auf einer der Farmen wurde schon wieder Vieh gerissen“, sagte sie mit beunruhigender Stimme.
      Schweigen!
      Nach einiger Zeit wandte der Händler den Blick ab. „Das ist bedauerlich“, sprach er leise.
      „Bedauerlich?“, fragte Sky, „mehr fällt euch nicht ein? Ihr gabt meinem Vater ein Versprechen.“ Das Versprechen bezog sich auf einen Großauftrag, den Yomba vor einigen Wochen bei dem Händler aufgegeben hatte. Die Farmen des Dorfes wurden mit neuen Zäunen und Vogelscheuchen ausgerichtet.

      Skyˋs auffordernder Blick zwang den Händler gewissermaßen dazu, reinen Tisch zu machen. So brach er sein Schweigen nach einigen Momenten Stille.
      „Ja, ehm, ihr wisst ja, der Handelsmarkt ist nicht immer das ehrlichste Geschäft, hehe, und wenn man einen Käufer kriegen kann, naja... dann“, der Händler stotterte kurz bevor er seinen Satz zu Ende brachte, „dann nimmt man ihn halt, wenn ihr versteht was ich meine.“
      Sky verstand ziemlich gut was er meinte. Der Händler hatte noch nicht ganz ausgesprochen, da zog sie bereits die Augenbrauen runter und schüttelte den Kopf.
      „Was?“ Sie schrie den Händler förmlich an. In ihrer Rage merkte sie nicht einmal wie dieser zusammenzuckte.
      „Wenn ich Oberhaupt wäre, dann würde ich euch auf der Stelle an die Wand nageln!“
      Dies meinte Sky natürlich nicht so wie sie es sagte. Um jemanden wegen eines gebrochenen Versprechens zu töten, wäre ihr Sinn für Gerechtigkeit viel zu groß gewesen.
      Rasch und in Wut gebadet verließ sie das Zelt.
    • Die kurze Version - irgendwas reizt mich daran und interessiert mich - das hat Potential, grade das erste Kapitel, der Prolog funktioniert fuer mich nicht so richtig). Aber es gibt auch viele Stellen die noch reiben.

      Die lange Version:

      Ich mag ja Marktszenen - als Einstieg finde ich das schon mal schoen. Aber - nach dem gross im Vorwort angekuendigten Worldbuilding - ich mag den Markt auch zu sehen bekommen. Hoeren was da geredet wird. Riechen was da so im Angebot ist. Ich mag wissen ob es heiss ist oder kalt. Ob es ein Marktplatz ist der von Fachwerkhaeusern umstanden ist oder eine Oase in der Wueste.

      Aber die einzige Info die wir bekommen ist dass sie irgendwann in ein Zelt gehen - anscheinend sind auf diesem Markt also Zelte. Mir ist das zu wenig an Beschreibung, ich wuensche mir da mehr.

      Das Gespraech danach und was da so beschrieben wird ist interessant - da werden viele Themen angerissen, die Vergangenheit von Sky und der Anhaenger, das Dorfleben, die Frage woher er sie kennt - das macht mich neugierig auf mehr von der Welt.

      Der Prolog... Mein Problem ist ein bisschen dass ich ihn nicht unheimlich finden kann, weil wir nicht so richtig nahe genug an der beschriebenen Gestalt dran sind. Wir folgen ihr ehr von aussen - die Furcht springt da nicht so richtig ueber. Und das

      Black Archer schrieb:

      „Überraschung! Wir haben sie nicht. Das alles war bloß ein Finte um euch herzulocken.“

      ist leider nicht so richtig unheimlich. Klingt eher nach einem Kinderstreich den eine Bande der anderen spielt als nach einem gefaehrlichen Schurken :(


      ***

      Auch im zweiten Teil sind immer wieder kleinere Stellen wo ich stilistisch aus dem Lesefluss rausgeworfen werde:

      Black Archer schrieb:

      Nur dass dieser Händler nicht der Superschurke einer namhaften Geschichte zu seien schien.

      'Superschurke' ist jetzt so ein Wort aus einem anderen Genre (Superhelden-Geschichen) - und ausserdem stand das nicht mal im Raum, vorher war von Hexe die Rede, eine Hexe ist ja kein Superschurke.

      Black Archer schrieb:

      Noch nie hatte sie wirklich Interesse an der Flora und Fauna des Landes gezeigt, obwohl sie eine der talentiertesten Bogenschützen des Dorfes war

      Flora und Fauna sind jetzt eher wissenschaftliche Begriffe, ich bin mir nicht sicher ob eine an der Natur uninteressierte Bogenschuetzin aus dem Dorf sowas verwenden sollte (?)

      Black Archer schrieb:

      Viel Zeug lag herum. Auf dem Boden, an den Wänden. Bücher, Karten, Kleidung. Und sie waren nicht einmal schlecht

      'Zeug' ist sehr allgemein - und auf welches Wort bezieht sich 'sie' - die Buecher waren nicht schlecht? Wie will sie das wissen ohne sie zu lesen? Oder die Karten? Woher kennt sie Geographie?

      Black Archer schrieb:

      Und darüber reden tat sie erst gar nicht.
      'reden tun' ist kein gutes Deutsch - wenn sie irgendwie provinziell sprechen und denken soll, dann wuerde ich das konsequent planen und durchhalten, ansonsten einfach nicht machen.


      ***

      Also - das jetzt erst mal an ersten Eindruecken (wie gewuenscht als ehrliche Kritik) - ich finde es nicht 'scheisse' - ich finde es schon interessant und es macht neugierig, aber zumindest mein Eindruck ist, dass es noch ein bisschen Arbeit vertragen kann um das Potential da rauszuholen.
    • Guten Abend Black Archer,
      so einen langen Einstieg, bevor die Erzählung überhaupt beginnt, bin ich gar nicht gewöhnt^^ Jedenfalls danke für die Erklärung und die Zielsetzung.

      Zu deinem Prolog; wie anfangs beschrieben möchtest du ja verschiedene Schreibstile ausprobieren. Das ist eine interessante Herangehensweise. Insbesondere, weil du ja mit deiner Entscheidung es öffentlich zu machen, auch auf einen etwaigen Leser Rücksicht nehmen solltest. Der Stil deines Prologs ist vorsichtig gesagt anders. Mir persönlich ist es relativ schwer gefallen, dem Verlauf des Geschehens zu folgen. Das liegt, denke ich, hauptsächlich an der ungewohnten Wortwahl, welche das Lesen erschwert.

      Black Archer schrieb:

      Die weiße Kutte lag schwer auf dem Haupt des Jenen, der die Kühnheit erlangte sich diesem Ort zu nähern.
      Hier z.b das Soiel mit den Zeiten. Mein Kopf macht automatisch ein "erlangt hatte" aus erlangte.

      Black Archer schrieb:

      Seine kleinen Arme zogen mit aller Kraft an jenem Stein, in dem eine Vertiefung zu fühlen war.
      Was sind kleine Arme? (übrigens auch Wortwiederholung kurz darauf)

      Black Archer schrieb:

      Der schwarze Mond lies ein unheimliches Licht auf der Mauer herab.
      Meiner Meinung umständlich Beschrieben. Schlicht ungewonhnt zu lesen.

      Dazu muss ich natürlich auch anfügen. Schreibstile sind eine sehr subjektive Angelegenheit, weswegen ich den Prolog auch gar nicht schlecht machen will. Mir persönlich fällt es nur schwer.
      Aber nun zur Handlung. Grundsätzlich ist der Einstieg sehr interessant und hat großes Potenzial. Die aufgebaute Spannung geht aber mit dem Durchstieg der Mauer ein wenig verloren. Der Dialog zwischen dem alten (kleinen^^) Mann und dem Kämpfer mit dem Totenkopfhelm wirkt wie ein Spiel. Als wäre es nicht wirklich ernst. Das wird besonders herausgestellt, als der alte Mann so gar keine wirklich emotionale Regung zeigt. Obwohl er verraten wird. Auch wenn man animmt, das er sicher etwas mit dem "was die Männer in dieser Nacht zu Fall brachte" zu tun hat, wirkt die Überraschung, dass er das Mädchen nicht bekommt, schon ein bisschen wie eine Komödie. Das mag Absicht sein :)
      Der letzte Absatz liest sich gut und wirft eine Menge Fragen auf. Insgesamt animiert der Prolog zum weiterlesen.

      Das Schreibstil des ersten Kapitels gefällt mir besser. Es wirkt nicht mehr so abgehoben. Mehr so das, was man gewohnt ist :D Der plötzliche Einstieg ist oft eine passende Art mit der Geschichte zu beginnen. Man erfährt schon etwas über die Umgebung und Skys leben in dieser Welt. Auch die Verbindung zwischen ihr und dem Händler bezüglich seines Grinsens, lässt schon etwas erahnen. Ich finde aber, dass du die chance des Settings nicht wirlich ausgeschöpft hast. Gerade wenn du erzählst, dass Sky nach etwas sucht; wäre es die perfekte Gelegenheit, auf andere Gebäude, Menschen, Waren usw einzugehen. Und das nebenbei, ohne das die Beschreibung der Welt aufgesetzt wirkt. Da kann man noch einiges machen.
      Zur Handlung kann ich noch nicht viel sagen. Mich wundert nur das Verhalten des Händlers ein wenig. Die Frage ist, würde ich einen Kunden in mein Zelt einladen, obwohl ich weiß, dass ich seine Ware bereits verhökert habe? Das ganze Gespräch hätte auch auf dem Markt stattfinden können. Vor diesem Hintergrund wirkt die ganze Höflichkeit schon ein wenig aufgesetzt, wenn man bedenkt, dass der Händler im Moment des Erkennes doch schon weiß, das er sie verärgert. Er macht ihr auch kein Alternativangebot oder versucht sie zu beruhigen.
      Auch verstehe ich nicht, was mit dem Satz über die Tiere, die auf den Farmen gerissen wurden, mit der zerrissenen Kleidung zu tun hat. Da würde ich noch eine Verbindung herstellen.

      Insgesamt ein Einstieg mit Potenzial, jedoch mit Klärungs, oder Nachbesserungsbedarf. Scheisse ist es nicht^^ Sollte etwas von mir unklar beschrieben worden sein, darfst du dich gerne noch melden.
      Beste Grüße
      Manu
      "Geboren im Blut meines Bruders, vergieße ich das Blut meiner Feinde"
      Leitspruch der Unsterblichen
    • Hallöchen,
      erstmal danke an euch beiden für die ausgiebige Kritik, ich werde sie nach bestem Gewissen versuchen umzusetzen und euch ggf. das Ergebnis in einigen Wochen mitteilen, bzw. den Prolog und den ersten Post in der Überarbeiteten Version nochmal posten.


      @'Conquisator

      Möglicherweise wirklich ein kleiner Spoiler
      Spoiler anzeigen

      Conquisator schrieb:



      Black Archer schrieb:

      Seine kleinen Arme zogen mit aller Kraft an jenem Stein, in dem eine Vertiefung zu fühlen war.
      Was sind kleine Arme? (übrigens auch Wortwiederholung kurz darauf)
      Wer sagt, dass es ein Mann ist? ... geschweige denn,... ein Mensch? :P


      Viel Spaß beim Weiterlesen.


      Episode 1.1

      Die prahlende Abendsonne schlug ihr ins Gesicht. Instinktiv zog sie einen Arm vor die Augen um nicht geblendet zu werden. Die tropische Landschaft verblasste im Schein der Sonne, dies vermochte sie noch zu erkennen. In ihrer Nase machte sich der wohltuende Duft des Waldes der den Platz umschlung breit. Vor ihr lag der weite Handelsmarkt. An den Seiten die unterschiedlichsten Stände. Kleine, große. Ganze Holzbungalows aber auch mickrige Zelte. Auch wenn es in den Mengen der Menschen nicht so schien, wiesen die einzelnen Stände eine Struktur auf. Diese mit ähnlicher Ware lagen in selber Ecke. Im Hintergrund nahm Sky die leisen Rufe einiger Händler wahr.

      „Reinstes Allut, aus dem tiefsten Lumino, zu den besten Preisen.“

      „geschmiedete Waffen, nur hier, geschmiedete Waffen!“

      Doch Sky schenkte Ihnen keine Aufmerksamkeit. Sie war noch zu sehr in Gedanken und außerdem bereits abgehärtet gegen die vielen Angebote der Händler.

      Langsam bewegte sie einen Fuß nach dem anderen über den Platz, in der Hoffnung keiner der lästigen Händler würde sie ansprechen. Möglichst unsichtbar drückte sie sich durch die Mengen der Menschen, versuchte dabei mit keinem Blickkontakt aufzunehmen. Eigentlich wollte sie nicht die ganze Zeit auf den Boden starren aber das ergab sich so, zumal die blendende Sonne hell vor einem roten Horizont unterzugehen drohte. Ein antrabender Händler wäre zwar kein Weltuntergang, trotz dessen jedoch nicht das was sie in diesem Moment aufheitern würde. Im Gegenteil. Eher würde sie die Beherrschung verlieren.
      Barrrrrz!
      Ein drückender Schmerz traf Sky an der Schulter. Sie fand sich auf dem schmutzigen Boden wieder. Reflexartig hatte sie es noch gerade geschafft sich mit den Händen abzustützen. Vom Boden aus blickte sie auf. Ein stämmiger Mann stand mit verschränkten Armen vor ihr.
      „Oh kleines, hab disch nisch gesehen.“
      Der Höhenunterschied der Augen gefiel ihr gar nicht. Es hatte etwas von unbeschriebener Hierarchie. Sie schaute zu ihm hoch, er zu ihr runter.
      Geschwind richtete sie sich auf.
      „Pass doch mal auf!“, fuhr sie ihn energisch an und stieß ihn dabei mit beiden Händen zurück. Sky war über einen Kopf kleiner und er fast doppelt so breit wie sie. Das war vermutlich auch der Grund warum er sich von ihrem Stoß kein bisschen regte. Doch das schien sie herzlich wenig zu interessieren. Lieber legte sie sich mit ihm an, als hier den kürzeren zu ziehen.
      Energie durchfuhr ihren Körper. Wut kochte in ihr auf. Doch irgendetwas hielt sie zurück.

      Um den beiden hatte sich bereits ein Kreis von Leuten gebildet. Jung. Alt. Klein. Groß. Die verschiedensten Menschen. Alle mit erstaunten Gesichtern, abwartend was gleich passieren würde. Eine Schlägerei? Auf dem größten Handelsmarkt der westlichen Reiche? Wohl keine so gute Idee. Und Sky wusste das. Auch wenn sie eine geübte Kämpferin war, er vermutlich ein einfacher Bürger eines benachbarten Dorfes.
      Sky‘s aufmerksamer Blick durch die Reihen verriet ihr, dass selbst die Handelswachen bereits Wind von ihrem lauten Geschrei bekommen hatten. Dies war nicht das erste mal, dass sie auffällig geworden war. Einmal hatte sie schon etwas mitgehen lassen und wurde dabei erwischt. Die Strafe ist verhältnismäßig gering ausgefallen. Ihr Vater gab ihr eine ordentliche Standpauke. Aber darum machte Sky sich am wenigsten Sorgen. Viel eher war es ihr innerer Ehrgeiz, was sie zu dieser Tat brachte.

      Wohlwissend was ihr Handeln auslösen kann, atmete sie einmal tief durch und zwang sich selbst zur Ruhe. Jetzt tu bloß nichts was du später bereust, flüsterte ihre innere Stimme.
      Schön ruhig bleiben

      Sky war gerne auf dem Handelsmarkt. Ab und zu schlenderte sie durch die Stände. Einige der Wachen kannte sie persönlich. Genau wie einige Händler. Doch um einen Überblick über jede Ecke des Marktes zu haben war er definitiv zu groß. Aber das war ihr egal. Es gefiel ihr wie sie jedes Mal etwas neues entdeckte. Einen neuen Stand, einen neuen Händler, eine neue Wache. Allein bei dem Gedanken ein Handelsverbot auf Lebzeiten zu bekommen, schlug ihr Herz höher. Sie musste sich zusammenreißen! Auch wenn sich dies mit ihrem inneren Willen wie Licht mit Schatten gebissen hat.
    • Insgesamt merkt man dass Du Dir hier jetzt Gedanken zum Ambiente gemacht hast, und das ist schoen. Was noch nicht so passt ist die Sprache, da sind immer wieder Stolpersteine und stilistische Unsicherheiten drin die einen aus dem Lesefluss rausreissen.

      Ein paar Beispiele:

      Black Archer schrieb:

      Die prahlende Abendsonne schlug ihr ins Gesicht.
      Meinst Du 'pralle Sonne', oder wie stelle ich mir eine prahlende Sonne vor?

      Black Archer schrieb:

      Auch wenn es in den Mengen der Menschen nicht so schien, wiesen die einzelnen Stände eine Struktur auf. Diese mit ähnlicher Ware lagen in selber Ecke.
      Da sind ein paar sprachliche Holperer drin... 'Menschenmassen' waere vielleicht passender als 'Mengen der Menschen' (warum mehrere Mengen? Stehen die in Gruppen?), die Struktur wiesen vermutlich nicht die einzelnen Staende auf, sondern es gab eine Struktur in der Anordnung der Staende, 'in selber Ecke' ist kein gutes Deutsch - 'in der gleichen Ecke' oder so wuerde man eher sagen.

      Black Archer schrieb:

      zumal die blendende Sonne hell vor einem roten Horizont unterzugehen drohte
      Das eine 'blendende Sonne' 'hell' ist ist doppelt gemoppelt, aber warum 'droht' sie unterzugehen? Was passiert gefaehrliches wenn sie es tatsaechlich tut?

      Black Archer schrieb:

      Jetzt tu bloß nichts was du später bereust, flüsterte ihre innere Stimme. Schön ruhig bleiben

      Sky war gerne auf dem Handelsmarkt. Ab und zu schlenderte sie durch die Stände. Einige der Wachen kannte sie persönlich. Genau wie einige Händler. Doch um einen Überblick über jede Ecke des Marktes zu haben war er definitiv zu groß. Aber das war ihr egal. Es gefiel ihr wie sie jedes Mal etwas neues entdeckte. Einen neuen Stand, einen neuen Händler, eine neue Wache. Allein bei dem Gedanken ein Handelsverbot auf Lebzeiten zu bekommen, schlug ihr Herz höher. Sie musste sich zusammenreißen!

      Hier reisst Du den Gedanken auseinander. Sie ermahnt sich zur Ruhe weil... sie ein Handelsverbot bekommen koennte wenn sie Aerger macht. Guter Gedanke - aber der ist hier durch langes sinnieren ueber den Markt unterbrochen, dafuer haette sie in ihrer emotionalen Verfassung gar nicht die Ruhe, und so wirkt dieses lange sinnieren eigenartig...
    • Moin @Black Archer



      Black Archer schrieb:

      Zug um Zug ergänzt sich das Bild,
      nicht zu langsam, nicht zu wild.
      Ein anderes doch wird erscheinen,
      als man es zunächst wird meinen.
      Finde es gut das die ersten 4 Zeilen der Geschichte ein Gedicht umfassen :thumbup:

      Hab mal ein bisschen was markiert was mir so aufgefallen ist. Oftmals ist es möglicherweise nur mein Empfinden und solange du begründen kannst, wieso du es so geschrieben hast, musst du es selbstverständlich nicht verändern :)
      Feedback

      Black Archer schrieb:

      Der Wind schlief unruhig in dieser Nacht. Schreckhaft fuhr er auf und ab. Eine weiße Decke überzog die weite Landschaft. Sie wagte es noch gerade, das Bisschen Licht in der Dunkelheit aufrecht zu erhalten. Alles was das Auge ersehen hätte können erdrückte die bittere Kälte sofort unter ihrer Gewalt.
      Kein Baum... kein Stein... kein Fluss, der sich ihr in den Weg hätte stellen können. Nur eine riesige Mauer die einen drohenden Schatten auf den Schnee warf und jeglichen Blick nach hinten verweigerte. Unberührt stand sie dort. Es machte den Anschein, als hätte sie keine Seele jemals gesehen. So mächtig, dass nicht einmal die Schläge des Windes sich einen Pfad durch den hässlichen Stein erkämpfen konnten.

      Stapf... Stapf... Stapf... Ruhig.
      Stapf... Stapf... Stapf... Ruhig.

      Keuchen, schnaufen, husten. Hin und wieder mal das Geräusch eines Stockes mit dem sich jemand versuchte im tiefen Schnee abzustützen. (schöne Formulierung) :thumbsup: Und wieder:

      Stapf... Stapf... Stapf... Ruhig.
      Stapf... Stapf... Stapf... Ruhig.

      Die weiße Kutte lag schwer auf dem Haupt des Jenen (desjenigen), der die Kühnheit erlangte sich diesem Ort zu nähern. Als er sich der Mauer annahm, zischte ein beängstigendes Klappern auf. Einen Moment erschrak er und hielt inne. Seine umhüllten Augen glitten an der Mauer hoch und folgten ihr in den Himmel. Fürchterliche Kratzspuren hatten den Stein bis auf die Knochen gemindert. Wofür auch immer diese Mauer errichtet worden war, kein Mensch hätte so etwas anrichten können. Der schwarze Mond lies ein unheimliches Licht auf der Mauer herab. Zwei zitternde Hände legten sich auf den kalten Stein. Robust und kraftvoll fühlte sich das Gestein an. Stärker als jede Rüstung. Hastig tasteten seine Hände die Mauer ab. Und nun fand er wonach er suchte. Eine Vertiefung im Felsen lag genau unter seiner Hand. Plötzlich stockte sein Atem. (Eine Menge kurze Sätze nacheinander. Für mich nicht gut lesbar. Wie wärs wenn du versuchst, einige von ihnen zu verbinden mit Konjunktionen ? )
      Da!
      Das gruselige Klappern. Es hörte sich an, als würde man mit Knochen aufeinander schlagen. Die Furcht huschte ihm ins Gesicht. (Sehr komische Formulierung meiner Mng. nach. VL. geht´s nur mir so, aber wie wärs mit ihm "Die Angst/Furcht ergriff Besitz von ihm" )
      Doch er musste weitermachen, so wahr ihn die Angst auch lähmte. Seine kleinen Arme zogen mit aller Kraft an jenem Stein, in dem eine Vertiefung zu fühlen war.
      Dann regte sich etwas. Der Fels ließ nach und rückte ein wenig nach außen, sodass er mit seinem kleinen Körper gerade hindurch passte.
      Langsam ging er also auf den Boden und zog sich mit beiden Armen in den dünnen Spalt. Die Mauer war dick. So dick, dass er mehrere Züge brauchte um auf der anderen Seite zu landen. Dort angekommen, richtete er sich auf und schlug den Schnee aus dem Mantel. Als er aufsah, traute er seinen Augen kaum.
      Überall lagen lose Bröckel ( Gesteinsbrocken ? ) dann kannst du das felsen auch weg lassen. also so: "Überall lagen Gesteinsbrocken herum ( dann vielleicht noch wie das aussah, also welche wirkung es erzeugte.) und Felsen. Ruinen soweit er nur gucken konnte. Vermutlich von einer alten Burg oder einem Tempel. Unheimlicher jedoch fand er die Vorstellung, dass sich unter den Massen des Schnees wohl hunderte von Leichen befinden müssen. Ein Schlachtfeld aus vergangenen Zeitaltern.
      Zwanzig Fuß vor ihm stand ein großer Mann. Komplett in Schwarz gekleidet, mit einem fürchterlichen Helm, der einem Totenkopf ähnelte. Eine Klinge befand sich an der Seite seines Gürtels. (Die Formulierung finde ich unpassend. Wie wärs mit: "der einem Totenkopf ähnelte, außerdem hatte er eine Klingt an der Seite seines Gürtels, was ihn furchteinflößend erschienen ließ)

      „Ihr habt also den Weg herein gefunden“, sagte eine unheimlich krächzende Stimme. Es tat beinahe in den Ohren weh. Die Stimme war noch gruseliger als der Mann selbst.
      „Gerne ich euren Weganweisungen folge leiste. Zu viel ich schon erlebt habe. Kommen wir zum Punkt“, kam unter der weißen Kutte hervor. ( Yoda ? )
      „Das gefällt mir“, sagte die unheimliche Stimme. Dann streckte der Mann die Hand nach vorne. „Einen Tausch gegen einen Tausch. Gebt mir das Pergament.“
      „Zuerst ihr gebt das Mädchen her, nur dann die Karte ihr bekommen werdet.“
      „Überraschung! Wir haben sie nicht. Das alles war bloß ein Finte( hier muss ein Komma hin, wegen dem"um") um euch herzulocken.“ Ein erschreckendes Gelächter folgte darauf. Doch Jener unter der weißen Kutte schien sich dessen bewusst gewesen zu sein. Mehr weckte es seine Aufmerksamkeit jedoch, als seine Ohren das ziehen einer Klinge ausmachten.

      „Tja... kein Mädchen, keine Karte“, sagte er, auch wenn er sich sicher war, damit einen Angriff einzufordern. „Ihr nicht alleine gekommen seid ich nehme an.“
      Genau in diesem Moment kamen auf eine Handbewegung des schwarzen Mannes fünf dunkle Wachen aus allen Himmelsrichtungen hinter den Ruinen hervor. Wieder diese grausamen Totenkopfmasken. Ein Hinterhalt!
      Gleichzeitig wurden Schwerter gezogen.
      „Bringt mir das Pergament“, erklang es in einem Befehlston... ( wie wärs mit"erklang es barsch/laut in einem Befehlston) ist mir sonst zu unaussagekräftig

      Aber was die Männer in dieser Nacht zu Fall brachte, dem war weder Sturm noch Kälte ebenbürtig. In der Dunkelheit schien sich etwas zu verbergen. Etwas, das fern von jeden Bräuchen und Sitten gedeihte. (gedieh) Vor Schreck schien sogar das Licht des Mondes zu versagen. Es war beängstigend dunkel geworden.
      Ein grauenvolles Klappern bannte sich den Weg durch die Finsternis...
      Schreie! Dann wurde es still...

      Doch jenes was sein sollte, wird niemals gewähren. Der Schatten wird vom Licht vertrieben, das Feuer durch Wasser erloschen und Leben im Tod beendet. Aber während vertriebenes zurückkehrt, kann aus Glut ein neuer Funken sprühen, der ein ganzes Dorf in Asche legt. Der Tod jedoch, wird für ewig über einst lebende herrschen..

      Zum Inhalt lässt sich no0ch nicht allzu viel sagen, jedoch baust du schon ganz gut Spannung auf und ich werde demnächst weiterlesen :)

      Aber bitte nicht 2 parts an einem Tag posten, dass wirkt abschreckend auf die Leser, wenn sie so eine Menge zu lesen haben, obwohl es eine neue Geschichte hat. Also ist jetzt meine Theorie, da hier ja echt wenige Kommentare sind, was ich schade finde, da ich deine Geschichte vom Grundprinzip her gut finde. (Meine Meinung, bitte nicht löschen^^)




      LG Liki
      Gedichte von mir: Geburtstagsgedicht , Erfolgreicher Sommertag, Das unglaubliche Mädchen :)

      Man muss seine Ideen verwirklichen, ansonsten wuchert Unkraut darüber. ~ Jean Paul

    • Danke erstmal wieder für eure Bewertungen und Kritiken:) Es macht mir immer wahnsinnig Spaß die zu lesen. Verzeiht die etwas längere Postpause, was jedoch nicht bedeutet, dass ich in dieser Zeit nicht an der Geschichte weiter gearbeitet habe... xD Viel Spaß beim Lesen

      PS: ist die Länge der geposteten Abschnitte gut, oder sollte es noch etwas länger sein? Oder kürzer?

      Episode 1.2

      Sie warf dem Mann einen vernichtenden Blick zu, schüttelte dann kurz den Kopf und verschwand schweigend in den Menschen, die ihr mit staunenden Augen hinterherguckten. Ihr war es leicht unangenehm jetzt als die doofedazustehen. Lieber hätte sie diesem Kerl eine verpasst und ihn für die nächsten Minuten zum Schweigen gebracht. Aber daraus wird wohl nichts. Die Sonne war bereits untergegangen und erhellte mit ihrem restlichen Licht noch die Gegend. Gerne hätte Sky sich jetzt einfach auf den Heimweg begeben doch bald schon würde es dunkel werden. Also musste sie wohl oder übel bis zum Morgengrauen abwarten. Die Nacht über konnte sie bei einem Kumpel unterkommen. Und das wird sicher nicht der Händler Tutal sein, protestierte die innere Stimme. Von ihm hatte sie die Nase voll. Lügen konnte sie nicht ausstehen. Auf jeden Fall nicht bei anderen, Schmunzel.
      Nur gut dass es auch während der Regenzeit nicht wirklich kalt wurde. Eine Sorge weniger. Auch wenn sie bei dem Gedanken, hier zu Übernachten, schon an die schimpfenden Worte ihres Vaters dachte. Ohne jede Vorwarnung eine Nacht über wegzubleiben. Doch der Weg bis zum Handelsmarkt war ein ganzer Tagesmarsch vom Dorf aus. Wie sollte sie es also an einem Tag schaffen, hin und wieder zurück zu laufen? Außerdem war Sky kein Kleinkind mehr und in der Lage auf sich selbst aufzupassen. Also waren die Sorgen ihres Vaters unbegründet. Nachdenklich starrte Sky auf den sich immer weiter verdunkelnden Handelsmarkt. Die ersten Händler hatten bereits begonnen ihre Stände abzubauen und die Zelte für die Nachtruhe bereitzumachen. An dieser Stelle machte sich ein dumpfes Gefühl in ihr breit. Das Gefühl der Müdigkeit.
      Dann wollen wir mal, sagte die Stimme in ihrem Kopf.
      Wie hätte es ihr geholfen, jetzt mit ihrer besten Freundin Loova über die Ereignisse des Tages zu sprechen. Verflixt! Loova hatte vor Anbruch des Morgens noch angeboten mitzugehen. Doch Sky hatte abgelehnt. Sie meinte zu wissen dass es nur ein kurzes Gespräch mit dem Händler gäbe. Aber Loova kannte sie in der Hinsicht wahrscheinlich etwas besser. Sie hatte sich fast aufgedrungen. Aber all das brachte jetzt auch nichts mehr.
      Naja, vermutlich hätte sich Loova jetzt viel zu viele Sorgen gemacht.
      Vorsichtig trampelte Sky über den mittlerweile im Dunkeln liegenden Markt und begab sich in die Obhut eines sehr alten Freundes...

      „Aufstehnse, aufstehnse.“ Das Licht der Sonne drückte sich durch das offene Fester und grub sich unter Sky‘s Augenlider. Langsam kehrte ihr Bewusstsein wieder zurück. Ein paar mal blinzelte sie kurz und schreckte dann mit einem drückenden Herzschlag auf.
      „Sky, aufstehnse“, sagte eine fremde Stimme.
      „Wie spät ist es?“, fragte sie entgeistert.
      „Sonne stehn bereits hell am Himmel leuchten“, erwiderte die Stimme.
      „Ich muss los“, murmelte Sky. „Ich muss bis Sonnenuntergang im Dorf sein.“
      Sky zog die Decke hoch und sprang aus dem Bett. Sie sah aus als wäre sie der festen Überzeugung verschlafen zu haben. Zeitgleich drückte der Besitzer der Stimme die wollige Decke an einer Seite runter, als würde er ein darunter liegenden Gegenstand verbergen. Das Gesicht desjenigen verzog sich ein wenig. Schon fast verkrampft hatte er den Körper auf das Stück der Decke gelehnt. Sky jedoch merkte nichts in ihrer Eile. Hastig betrat sie das Vorzelt und zog den Vorhang auf.
      Der Dunst des Morgens lag dicht und erschwerte es der lachenden Sonne bis an den feuchten Boden durchzudringen. Es schien so, als hätte die mächtige Letal über Nacht ein paar Tränen über den sterblichen des Marktes vergossen. Viel war es jedoch nicht. Auch wenn man keine 50 Fuß weit gucken konnte. Mit schmal gezogenen Augen kam Sky einen Schritt vor. Die hölzerne Sonnenuhr zeigte die neunte Stunde des Tages. Soviel konnte sie erkennen.
      „Scheiße“, sagte sie verzweifelt. Jetzt müsste sie sich richtig beeilen. Sie wollte nicht noch mehr Stress kriegen als sie ohnehin schon hatte.
      „Fluchen nicht tun. Fluchen sein schlecht“, sagte die fremde Stimme, beinahe schon niedlich. „Lieber wieder mit reinkommen, Tee trinken. Wenn du wollen, könne ich ein gutes Wort bei deinen Vater einlegen.“ Ohne darauf zu antworten zog Sky ihren Bogen aus der Ecke, in die sie ihn gestern auf die Schnelle hinein gestellt hatte.
      „Danke“, fügte sie mit einem flüchtigen Satz hinzu. Dann war sie auch schon rausgelaufen bevor er irgendetwas hätte sagen können.
    • Also, wegen mir darf der Abschnitt auch gerne laenger sein. :)

      Allgemein: Versuch' doch mal, beim Schreiben einen roten Faden in Deine Gedanken zu bringen. Ich habe das Gefuehl Dir kommt eine Idee, Du faengst damit an, dann kommt DIr noch eine, dann noch ein Nachgedanke - und das schreibst Du dann so auf - aber Du hast ja Zeit das alles zu ordnen. Ueberleg' Dir doch mal welcher Gedanke wirklich auf welchen folgen soll, was die Geschichte daran sein soll.

      Das ist zwischendurch immer wieder schoen von den Bildern, aber es ist schwer den Gedankengaengen zu folgen - manches ist konfus anderes ergibt keinen Sinn wenn man drueber nachdenkt - das ist schade, weil es einen immer wieder rausreisst.

      Black Archer schrieb:

      Auch wenn sie bei dem Gedanken, hier zu Übernachten, schon an die schimpfenden Worte ihres Vaters dachte. Ohne jede Vorwarnung eine Nacht über wegzubleiben. Doch der Weg bis zum Handelsmarkt war ein ganzer Tagesmarsch vom Dorf aus. Wie sollte sie es also an einem Tag schaffen, hin und wieder zurück zu laufen?

      Das ist so ein Beispiel wo ich sofort 'Nachgedanke' denke. Sky hat nicht getroedelt, und sie kann die Strecke ja gar nicht in einem halben Tag schaffen - das muss ihr Vater wissen, also kann er sich nicht aufregen. Oder er ist eben ungerecht und regt sich eh auf. Aber dass der Markt weiter vom Dorf weg ist, das weiss sie auch nicht erst seit sie da ist.

      Black Archer schrieb:

      und die Zelte für die Nachtruhe bereitzumachen

      Ein bisschen ein schraeges Bild, da musste ich dran denken wie die Zelte ins Bett gebracht werden...

      Black Archer schrieb:

      Wie hätte es ihr geholfen, jetzt mit ihrer besten Freundin Loova über die Ereignisse des Tages zu sprechen.

      Welche Ereignisse? Sie muss ja die meiste Zeit des Tages marschiert sein, dann hat sie sich kurz mit einem Haendler unterhalten, das war nicht so wahnsinnig zielfuehrend - und mehr ist eigentlich nicht passiert. Worueber genau will sie da reden? Was hat sie da auf dem Herzen? Der Leser weiss es nicht...

      Black Archer schrieb:

      Das Licht der Sonne drückte sich durch das offene Fester und grub sich unter Sky‘s Augenlider. Langsam kehrte ihr Bewusstsein wieder zurück. Ein paar mal blinzelte sie kurz und schreckte dann mit einem drückenden Herzschlag auf.
      Hier ist zweimal 'druecken' in dem Abschnitt, aber auch 'das offene Fenster' will nicht so recht zum Zelt passen.

      Die Natur ihres alten Bekannten wirkt ein bisschen kuenstlich mysterioes gemacht - da wird ueber Dinge geredet die Sky weiss, aber der Leser halt nicht erzaehlt bekommt - das ist was ich als Showmanship bezeichne - finde ich hier gekuenstelt.