Der Lichtbringer Buch 1: Leuchtmarsch in einen neuen Morgen

  • So, nach reiflicher Überlegung werde ich euch jetzt auch mal meine Geschichte andienen. Wie man vielleicht schon an meinem Namen her erkennen kann, ist dies so ziemlich mein Hauptwerk und auch eine Geschichte, an der ich bereits seit einigen Jahren sehr intensiv arbeite.
    Dementsprechend ist sie auch sehr lang, aufwendig und überspannt viele Charaktere, Handlungs- und Spannungsbögen und Erzählungen. Mittlerweile, habe ich das Gefühl, ist sie längst eine persönliche Herausforderung geworden, wie groß ich eine Geschichte erzählen und ausschmücken kann und sie trotzdem noch funktioniert und für niemanden langweilig wird. Ob dieses Experiment geglückt ist, na, da kann sich dann ja jeder persönlich von überzeugen. :D


    Solltet ihr Rechtschreibfehler oder grobe Stilmacken finden, würde ich mich natürlich riesig freuen, wenn ihr die anmerken würdet, aber im Großen und Ganzen wäre mir wichtiger, was ihr von den Charakteren, deren Gestaltung und der Welt an sich haltet. Wie für euch vielleicht Spannungsbögen funktionieren, ob das Setting glaubhaft gestaltet und gut zu verstehen ist, solche Sachen eben.


    Also, ohne weitere Umschweife, der Prolog:


    Der Lichtbringer



    Buch 1

    Leuchtmarsch in einen neuen Morgen



    „Was ist eine Waffe in der Hand eines Soldaten?

    Was ist ein Schwert am Gürtel eines Kriegers?


    Was ist ein glimmendes Kerzenlicht in einer Stadt aus Dunkelheit?


    Was ist ein Mensch in einer Welt, wo Götter Krieger sind?


    Was ist schon ein Einzelner gegen die mächtigste Streitmacht des Universums?“


    -Hiel nov Shii, Chronist der seschanischen Bibliothek, im Dienste seiner Majestät, des Sephiron Prime



    Prolog: Ouvertüre


    Todesangst erfüllte den Sephirin. Erschöpfung ließ alle Fasern seines, in eine dicke Stoffkutte gekleideten Körpers zittern. Jeder Schritt war eine Qual und doch konnte er es sich nicht leisten, auch nur für eine Sekunde stehen zu bleiben. Er wusste schon seit langer Zeit nicht mehr, wo er in diesem Labyrinth aus schwarzen, langen Gängen den Ausgang finden konnte. Er hatte sich verirrt, hastete jetzt nur noch die lichtlosen Korridore entlang und bog ohne Sinn und Verstand um Ecken.

    Er rutschte aus, als er eine weitere erreichte, raffte sich keuchend wieder auf, nur um den nächsten Gang hinunterzustarren, der genauso aussah wie das letzte Dutzend. Hoffnungslosigkeit und Panik machten sich in ihm breit. Gefühle, die er noch nie zuvor in seinem Leben gespürt hatte. Doch sie hielten ihn nicht auf. Er hetzte weiter und holte alle Kraft aus seinen Beinen. Wenn er anhielt, wenn er auch nur für einen Moment zögerte, würden sie ihn nämlich erreichen: Die Schreie.
    Seit Stunden verfolgten sie ihn nun schon und machten weder Halt noch kannten sie Erbarmen. Sie jagten ihn, von schwebenden Schatten begleitet, dröhnend und tosend. Stimmen waren überall in diesem Labyrinth zu hören, leises Wispern und unverständliche Worte. Wie peitschender Wind aber verfolgten die Schreie nur ihn und lauerten auf den Moment, in dem ihm die Kraft ausging. Er musste weiter rennen, denn wenn sie ihn eingeholt hatten, war sein Leben verwirkt.
    Jedes Mal, wenn er seine Augen schloss, blitzten Bilder in seinem Gedächtnis auf. Wie war er überhaupt hierhergekommen? Gerade war er noch auf dem Weg gewesen, eine Mission für seinen Herren zu erfüllen, gerade hatte er noch materielos durch das Weltall geschwebt, da war er auf einmal von Dunkelheit verschlungen und in diesen ausweglosen Irrgarten verbannt worden. Was war das für ein verfluchter Ort? Egal wie oft er sich diese Frage stellte, er fand keine Antwort und lief einfach immer weiter.
    Sein ganzer Körper pochte, als wäre er ein einziges Herz, und zog mehr und mehr Kraft aus seinen Beinen. Er würde nicht umhin kommen, irgendwann einmal anhalten zu müssen. Für den Moment aber nahm er seine Kraft zusammen und sah seine Haut unter der dicken Kutte aufleuchten.
    Neue Kraft drang in seine Glieder zurück, ließ ihn schneller werden und hellte die dunklen Gänge auf. Er war schließlich nicht irgendjemand. Kein herkömmliches Wesen, kein Angehöriger niederer Spezies des Universums, sondern ein Sephirin. Alle Gefahren, welche diese Welt zu bieten hatte, knieten vor einem wie ihm. Er sprintete wie besessen durch schwarze Korridore, bog um Dutzende Ecken und schien die Schreie und dunklen Stimmen mit einem Mal abzuhängen.
    Doch selbst einem Sephirin ging einmal die Kraft aus. Auch er musste langsamer werden, anhalten und verschnaufen. Keuchend und ächzend lehnte er sich mit einem ausgestreckten Arm gegen eine der dunklen Wände und versuchte, sich zitternd darauf zu konzentrieren nicht zusammenzubrechen.
    Seine Augen weiteten sich, als er in dem Gang, den er eben erst durchquert hatte, Schritte hören konnte. Nackte Füße auf glattem Boden. Weit entfernte Schreie und unterschwellige Stimmen erklangen noch immer, doch das Geräusch trippelnder Schritte kam näher. Sie waren es, wovor er wirkliche Angst haben musste, das spürte er sofort. Er schloss die Augen, versuchte, sich zu konzentrieren und rannte los, in dem Moment, als die Schritte die Ecke hinter ihm erreichten. Es war unwichtig, ob seine Beine mittlerweile schmerzten, als würden sie ihm von der Hüfte gerissen werden. Egal, ob seine Kraft zuneige ging und nur noch für ein paar weitere Minuten reichen würde. Wenn er sich jetzt nicht bewegte, war er tot.
    Trotz allem lief und lief er, holte das letzte bisschen aus sich heraus und hörte die Schritte in seinem Rücken verstummen. Auch die Stimmen wurden leiser, die Schreie waren kaum noch zu hören und alles wurde in den langen schwarzen Gängen still.
    Als er nicht ein Geräusch mehr hören konnte, hielt der Sephirin an und fiel vorne über. Er hoffte, dass er die Schritte abgehängt hatte, denn es würde eine lange Zeit dauern, bis er wieder aufstehen konnte. Er löste im Liegen die braunen Stoffleinen von seinem Gesicht und warf sie zur Seite. Zum Vorschein kam ein gelbhäutiges, schmales Antlitz, aus dem seine golden glitzernden Augen wie kleine Lichtsäulen hervorschienen. Er hatte weder Nase noch Ohren und seine formvollendeten Lippen zitterten leicht. Als er nach einer Weile noch immer nichts hörte, ließ er seinen Kopf fallen und entspannte seinen Körper, so gut es ging.
    „Ah, was haben wir denn hier?“ Der Sephirin fuhr zusammen und schrie auf. Eine eiskalte Aura umhüllte ihn plötzlich, drang in jede Pore seiner gelb leuchtenden Haut und machte ihn völlig bewegungsunfähig. Die Luft stand still, nichts rührte sich mehr.
    Eine hämische Stimme legte sich auf ihn, als er vor sich plötzlich eine in Schatten gehüllte Gestalt stehen sah.
    „Hast du dich etwa verirrt?“ Für einen Moment war es wieder still, doch dann ertönten sie. Schreie und grölende, dunkle Stimmen umhüllten die Erscheinung, während sie auf den, am Boden liegenden Sephirin herabstarrte.
    „Wo bin ich hier, und wer bist du?“, schrie er panisch in die Dunkelheit. Der lange, hagere Schatten antwortete nicht und hob nur eine seiner Hände, woraufhin das Gekreische um ihn herum leiser wurde.
    Blitzschnell, ohne dass der Sephirin reagieren konnte, packten die Finger ihn und enthüllten lange, schwarze Nägel, die sich in seinen Hals bohrten. Er brüllte auf, spürte lähmenden Schmerz seinen ganzen Körper hinabjagen und ergriff zwei, mit grauer Haut überzogene, dünne Arme. In ihnen lag jedoch gewaltige Kraft, dass der Sephirin sich nicht losreißen konnte, egal wie sehr er zerrte.
    Goldenes Licht erhellte plötzlich die glatten Wände und entlarvte den Schatten als eine graue Gestalt, die hämisch grinste, während der Sephirin die Kutte von seinen Schultern warf und seine Haut zu gleißen begann. Geschöpfe seiner Art waren schließlich selbst an der Schwelle des Todes noch für eine Überraschung gut.
    „Zeigst du also endlich dein wahres Gesicht?“, kicherte die Erscheinung, woraufhin der Sephirin sich leuchtend erhob.
    „Schweig!“, schrie er und schnellte mit der letzten Kraft seines Körpers auf das graue Wesen zu. Dessen Grinsen wurde aber nur noch breiter. Eine gelb leuchtende Faust stieß in die Finsternis und ließ ein ohrenbetäubendes Krachen ertönen. Ein dumpfes Knacken folgte ihm jedoch, das all die hellen Lichter jäh verlöschen ließ. Schwärze fing an, den langen Gang und die umliegenden Ecken wieder auszukleiden. Kein Schrei, kein Ächzen oder Brüllen war mehr zu hören, nur leises, kaum hörbares Kichern.

  • Hey @DerLichtbringer,


    ich finde dieser Prolog liest sich insgesamt sehr gut. Auf den ersten Blick sind mir keine Rechtschreibfehler ins Auge gestochen und es liest sich soweit alles recht flüssig und angenehm.
    Was mir dennoch aufgefallen ist, packe ich mal in den Spoiler: :)



    LG,
    Rainbow

  • Hey there @DerLichtbringer


    der Ankündigung auf deiner Website verdankst du es, dass ich für die größte aller Geschichten auch einen entsprechenden Maßstab ansetze ;) Verzeih mir also, wenn ich ein wenig kleinlich sein sollte.


    Im Endeffekt gefällt mir der Prolog sehr gut. Er macht Stimmung, ist irgendwie beklemmend und man will wissen, wovor der Sephirin flieht und was es mit allem auf sich hat etc etc. Insofern insgesamt schon eine gute Arbeit. Dein Schreibstil wirkt sehr solide und mir fällt in dem kurzen Prolog jetzt nicht viel auf, da warte ich auf den längeren Verlauf des Werks, um da ein paar beurteilende Worte zu zu verlieren :)


    Allerdings gibt es natürlich noch ein paar kleine Anmerkungen, welche teils eher als meine Assoziationen beim Lesen zu verstehen sind und daher auch nicht zwingend als Kritik.



    Wie gesagt, mir gefällt der Prolog trotz der ausführlichen Anmerkungen insgesamt eigentlich ganz gut und nicht zuletzt aufgrund deiner fulminante Ankündigung bin ich sehr gespannt auf das, was uns da noch erwartet :) Vor allem den Villain hast du gut eingeführt und mein Interesse geweckt, mit was für einem Wesen wir es hier zu tun haben!

  • Ich gebe zu, nach deiner Vorstellung und einem ersten Blick auf deine Seite, habe ich mir schon meinen Teil gedacht. Deshalb habe ich mir deine Texte auch nicht weiter angeschaut - hat mich abgeschreckt. ^^'
    (Davon abgesehen, hat mich der Titel verwirrt, weil er mich an die Geschichte von @Alopex Lagopus erinnert hat xD)


    Jetzt war ich dann aber doch neugierig. Und ich bin überrascht. Positiv. :thumbsup: Du hast einen soliden Schreibstil, der keine Probleme hat, Bilder zu erzeugen. Ich mag den Stil und ich denke, wenn du an der einen oder anderen Stelle noch ein Synonym einbringt, kann das sehr flüssig zu lesen sein. :)
    Gang = Tunnel, Weg, Korridor
    Vielleicht fallen dir an der einen oder anderen Stelle auch noch andere Formulierungen ein? Damit man der inhaltlichen Wiederholung von; rennen, angst, verschnaufen, rennen, Panik, erschöpft, etwas entgegenwirken kann. Aber das haben auch die anderen schon gesagt :)


    Generell ist das jetzt kein mega individueller Anfang einer Geschichte - was aber nichts Schlechtes ist. Du erzeugst eine sehr gute und beklemmende Stimmung, wirfst fragen auf und führst - dein erschaffenes (?) - Wesen ein. Das finde ich super und macht auf jeden Fall neugierig. ^^


    Was mich eigt nur gestört hat, war, dass der Gute seit Stunden da herumrennt, panisch sich immer wieder selbst ermutigt weiter zu machen. Und dann, ganz plötzlich knickt er ein und hat keine Kraft mehr? Das ging mir zu schnell. Da ist ein gigantischer Cut, von er rennt und rennt und hat noch Kraft, holt das letzte aus sich raus und bäääm, ist er zu erschöpft. Da kam dann mein Hirn nicht mehr mit. Ich glaube, das ist auch der Grund, weshalb @aval.b.bado das Ende und das Auftauchen des Bösen so abrupt kommt.
    Vielleicht kannst du da noch etwas ausformulieren? :hmm:


    Ansonsten gefallen mir die Darstellungen deiner Figuren aber sehr gut, auch dein Stil und ich bleibe hier auf jeden Fall erstmal dran und harre der nächsten Teile. ^^
    Die obigen Dinge klingen im Übrigen auch schlimmer als sie sind. Das ist Kleinkram Du scheinst zu wissen, was du machst und das sind (bisher) nur Feinheiten. ;)


    LG, Kyelia



    Wenn es ein Buch gibt, das du wirklich lesen willst, aber das noch nicht geschrieben wurde, dann musst du es selbst schreiben.
    - Toni Morrison -

  • Hi @DerLichtbringer und alle anderen :hi1:


  • Vielen Dank für all eure Eindrücke! Ich freue mich, dass es euch allen anscheinend zumindest gut gefallen hat! :D


    @Rainbow



    @aval.b.bado



    @Kyelia



    @Kleiner Liki



    Darüber hinaus mal eine allgemeine Frage: In welchem ungefähren Zeitabstand ist es denn sinnvoll hier im Forum die Texte hochzuladen? Ich veröffentliche in meinem Blog einmal in der Woche, doch meine Kapitel sind oftmals 10, 15 oder gar 20 Seiten lang. Sollte ich da alle paar Tage hochladen oder doch vielleicht einfach eine gute Woche warten, selbst mit Teilen, die ja am besten so zwei bis drei Seiten lang sein sollten? Wenn mich da jemand an seinem Erfahrungsschatz teilnehmen lassen würde, wäre ich ihm oder ihr äußerst verbunden. <3


  • Darüber hinaus mal eine allgemeine Frage: In welchem ungefähren Zeitabstand ist es denn sinnvoll hier im Forum die Texte hochzuladen? Ich veröffentliche in meinem Blog einmal in der Woche, doch meine Kapitel sind oftmals 10, 15 oder gar 20 Seiten lang. Sollte ich da alle paar Tage hochladen oder doch vielleicht einfach eine gute Woche warten, selbst mit Teilen, die ja am besten so zwei bis drei Seiten lang sein sollten? Wenn mich da jemand an seinem Erfahrungsschatz teilnehmen lassen würde, wäre ich ihm oder ihr äußerst verbunden.

    Also in der Regel sollte man 24 h warten, wenn man Leserfreundlich posten will, sollte man schon mal ein paar Tage Zeit geben. je nachdem, ob du zu jedem Teil eine Rückmeldung haben willst, oder lieber insgesamt mal 3 Teile ... Ich kann nur von mir ausgehen: 1 Woche klingt gut XD (2 Mal pro Woche ist auch ok XD) Da ich nicht so oft zum Lesen komme und mich schnelles Posten überfordert, bzw. ich schon wieder an zu vielen Geschichten dran bin :rofl: Wenn ich dann mal zwei Wochen nicht gelesen habe, ich direkt 14 Teile aufholen muss xD bzw. nach einem Monat dann ü20 xD
    Letztendlich bleibt es aber deine Entscheidung XD



    Wenn es ein Buch gibt, das du wirklich lesen willst, aber das noch nicht geschrieben wurde, dann musst du es selbst schreiben.
    - Toni Morrison -

  • @DerLichtbringer

  • Hey @DerLichtbringer!


    Starker Prolog. :) Weckt viele interessante Fragen und ist dramaturgisch und stilistisch in Ordnung. Ein paar Anmerkungen:


    Die ersten Zeilen am Beginn vermitteln Stimmung und geben lassen eine vage Ahnung von der Welt und deren Machtverhältnisse zu, insofern sind sie auch gelungen.
    Bloß "Sephiron Prime" - gefällt mir irgendwie nicht. Ich musste irgendwie an Transformers/Japan Pop denken... ^^ Würde "Erzsephiron", "Erster Sephiron", "Primarch" oder dergleichen - jedenfalls irgendetwas ohne den Anglizismus "Prime" - bevorzugen. Aber musst du letztlich wissen, ist ja vielleicht auch beabsichtigt. :)


    Todesangst erfüllte den Sephirin.

    Sehr guter Einstieg. Später fragt man sich jedoch, ob Todesangst bei Sephirin nicht eigentlich ungewöhnlich sein sollte (Sie scheinen mächtige Wesen zu sein). Wie fändest du "Todesangst erfüllt den Sephirin. Es war ein ungewohntes Gefühl, doch an seiner Natur bestand kein Zweifel: Jede Faser seines Körpers zitterte - trotz der dicken Stoffkutte, in die er gehüllt war."?


    Er musste weiter rennen, denn wenn sie ihn eingeholt hatten, war sein Leben verwirkt.

    "denn wenn sie ihn einholten" wäre hier irgendwie weniger holprig zu lesen.


    Für den Moment aber nahm er seine Kraft zusammen und sah seine Haut unter der dicken Kutte aufleuchten.

    Ich dachte erst, es ist die Haut seiner Augenlider gemeint, die noch geschlossen sind und die infolge von Lichteinstrahlung von Außen aufleuchten. Erst jetzt kommt mir die Idee, das vermutlich sein Körper gemeint ist, der selbst durch die dicke Kutte leuchtet und der Sephirin an sich herabschaut. Du könntest hier vielleicht noch hineinbringen, dass sein Körper vor Energie(?) aufleuchtet. Verben wie "sah", "erkannte", "hörte" sollten nur eingesetzt werden, wenn es unerlässlich ist. Das fällt mir selbst unglaublich schwer, lohnt sich aber, einzuüben. Grund: Es stört die Unmittelbarkeit der Leserperspektive (falls das Sinn ergibt :D). Vorschlag: "Für den Moment aber nahm er seine Kraft zusammen. Als sie seine Glieder erfüllte, leuchtete sein Körper auf und warf sogar durch die dicke Kutte einen verschwommenen Schimmer auf die Wände ."


    knieten vor einem wie ihm

    Einfach "knieten vor ihm". Dass es um Sephirin generell geht, wird auch aus dem Kontext klar. :)


    Sie waren es, wovor er wirkliche Angst haben musste, das spürte er sofort.

    Der Leser spürt es auch, starker Satz. :D Persönlich würde mir "Sie waren es wohl, wovor er wirkliche Angst haben musste." unter Weglassung des Spüren-Teils mehr gefallen, aber das ist jetzt wirklich ein Grenzfall.


    Eine hämische Stimme legte sich auf ihn, als er vor sich plötzlich eine in Schatten gehüllte Gestalt stehen sah.

    Eine Stimme legte sich "auf" ihn? Scheint ja geradezu ein physikalisches Gewicht zu besitzen, diese Stimme. ^^" Scheint mir nicht so passend, ist aber wohl Geschmackssache.
    Wieder mein Vorschlag mit der Unmittelbarkeit (Ohne Wahrnehmungsverben): "Eine hämische Stimme legte sich über ihn, als sich vor ihm plötzlich eine in Schatten gehüllte Gestalt abzeichnete."


    Das Gleiche hier:

    Er brüllte auf, spürte lähmenden Schmerz seinen ganzen Körper hinabjagen und ergriff zwei, mit grauer Haut überzogene, dünne Arme.

    "Er brüllte auf, als lähmender Schmerz seinen ganzen Körper hinabjagte und ergriff zwei dünne, mit grauer Haut überzogene Arme."




    So ... Insgesamt sind das nur Kleinigkeiten und größtenteils Geschmacksfragen, die meinem Lesevergnügen jedenfalls nicht geschadet haben.
    Hab mal ein Abo gesetzt - bin gespannt auf mehr. :)


    LG
    Luko

  • Heyho @DerLichtbringer :)



    LG
    Cely