Orden des Untergrunds

  • Hj zusammen 🙋

    Orden des Untergrunds ist noch in Arbeit 😉

    Hier ist die erste Überarbeitet Version meines Romans. ( Inzwischen Version 3 des Prologs.)

    (Sry im Vorfeld wegen der Schreibfehler )

    Hoffe es gefĂ€llt euch 😄


    Der Neue Prolog ist noch nicht ganz fertig.

    (Fehlerkorrektur und etwas feinschlif fehlen noch.)


    Ps: der Alte Prolog Schimmelt erstmal im Spoiler.

    Ich habe es noch nicht ĂŒbers Herz bringen können ihn zu Löschen. (FĂŒr neue Leser unrelewandt.)

    Also viel Spaß beim Lesen. ^^

    Orden des Untergrunds

    WĂ€chter des Wissens


    PROLOG

    Ein weiteres Beben erschĂŒtterte die einst prĂ€chtige Stadt Helmsfurt, wodurch auch die letzten Ruinen zu Haufen aus Holz und Stein zerfielen.

    Der Vulkan Titur im Norden der Stadt, war erst vor wenigen Stunden ausgebrochen und hatte Tonnen an Rauch und Lava in die Luft geschleudert.

    Mit einem unendlich lauten Knall war dies geschehen und durch die Explosion verloren die Meisten Menschen ihr Gehör, die dadurch den folgenden Schrecken nicht zu spĂŒren bekamen. Sie waren tot, ehe sie etwas bemerken konnten.

    Der Nordteil der reichen Handelsstadt wurde wenige Augenblicke spÀter von der herranrollenden Lava dem Erdboden gleich gemacht.

    Hier hatte niemand ĂŒberleben können.

    Allein durch die geografische Lage wurde SĂŒdhelmsfurt und dessen Bewohner nicht von riesigen Mengen an Lava und Geröll begraben.

    Helmsfurt wurde nÀmlich von einem mÀchtigen Fluss, dem Simbur geteilt.

    Einst wurde die Stadt von einer einzigen großen BrĂŒcke verbunden, ĂŒber welche die Helmsfurter die andere Seite zu Fuß erreichen konnten.

    Von dieser Meisterhaften Konstruktion ragten nun nur noch einzelne Pfeiler aus dem Wasser.

    Doch Trotz der glĂŒcklichen Lage der SĂŒdseite, starben auch hier beinahe alle Menschen.

    Durch den Wind, der an diesem Tage aus gĂŒnstiger Richtung wehte, erstickten die SĂŒdhelmsfurter zwar nicht an der heißen Asche, doch stĂŒrzten die meisten HĂ€user durch das Beben des Ausbruchs ein und begruben die noch schlafende Bevölkerung.

    Diejenigen, welche schon auf den Beinen waren und die Katastrophe bemerkten, versuchten mit Booten zu fliehen.

    Aber fast niemand entkam.


    Und nun, einige Stunden spÀter, war kaum noch etwas von einer Stadt zu sehen.

    Der Wind hatte gedreht und alles in dichten Rauch gehĂŒllt.

    Die TrĂŒmmer Helmsfurts lagen nun unter einer dicken Ascheschicht begraben.

    Nichts deutete noch auf Leben hin.

    Nicht einmal die Sonne war im dÀmmrigen Licht auszumachen.

    Und trotz dieser lebensfeindlichen Umgebung bewegte sich ein Schatten durch die ehemaligen Straßen.

    Langsam schlurfte der Mann durch die Zentimeter hohe Asche voran.

    Er trug eine schwarze RĂŒstung, die ihn irgendwie vor der tödlichen Umgebung zu schĂŒtzen schien.

    Antriebslos hielt der Mann auf einen Haufen TrĂŒmmer zu.

    Dort angekommen brach er verzweifelt davor zusammen.

    Er hatte versagt.

    Mit zittrigen HĂ€nden fischte er eine silberne Kette, an der ein glĂ€nzendes Dreieck befestigt war, aus einem Beutel, welcher an seiner RĂŒstung befestigt worden war, heraus.

    Vorsichtig legte er das SchmuckstĂŒck in die Asche.

    Er blieb fĂŒr eine sehr lange Zeit sitzen und starte auf die Kette.

    So bemerkte er auch nicht die Zwei riesigen Kreaturen, die wie Aasgeier ĂŒber seinem Kopf kreisten.

    Er hatte versagt.


    Hoffe euch hat's gefallen 😊

    Vielleicht kommt heute noch das erste Kapitel

    LG euer AFG:blush:

  • Keiner traut sich?^^

    Okay, dann mach' ich mal den Anfang.


    Heyho AFG
    Du gehst ja gleich mÀchtig in die Vollen - aber warum auch nicht? :thumbup:

    Ich konnte mir jedenfalls ganz gut vorstellen, wo sich Helmsfurt befindet und auch den ganzen geographischen Rest.


    Was ich mir jedoch gewĂŒnscht habe beim Lesen war eine detaillierte Beschreibung des ausbrechenden Vulkanes und was dadurch mit der Stadt geschieht.

    Was ich bisher weiß: Helmsfurt wird der Breite nach durch den Fluß Simbur geteilt und beide Teile sind durch eine BrĂŒcke miteinander verbunden. Nur eine? Dann kann die Stadt nicht groß sein.

    Muß sie ja auch nicht, aber wie ist das mit Landwegen? Es mĂŒĂŸten doch Straßen dorthin fĂŒhren?

    So habe ich den Eindruck bekommen, daß die einzige Rettung fĂŒr die Menschen der Nordseite diese eine BrĂŒcke ist - aber ausgerechnet die ist eingestĂŒrzt!;(

    Wie kommen die aus dem Norden jetzt ĂŒber den Fluß? Boote? Schwimmend? Da ertrinken doch auch welche,oder?

    Und warum sind die aus dem SĂŒdteil besser dran?

    Weil der Wind gut steht, kriegen sie wenig von der Aschewolke ab, das macht Sinn. Ebenfalls bremst das Wasser des Flusses den Magmafluß. Das macht nur dann Sinn, wenn es ein sehr breiter und tiefer Fluß ist. Denn wenn der Vulkan volle Möhre ausbricht, braucht es eine ziemliche Menge Wasser. Austretende Lava hat eine Hitze von ca.800°-1.200°C - wenn sowas auf kaltes Wasser trifft gibt das ein gigantisches Dampfbad!:D

    Und mal ganz ehrlich: Ein ausbrechender Vulkan schleudert nicht nur Asche nach oben.

    Der Ausbruch traf die Menschen der Stadt völlig unvorbereitet und mit ganzer StÀrke. Als endlich Alarm geschlagen wurde, standen bereits einige HÀuser in Flammen.

    Aha. Kommt also noch was anderes als Asche von oben geflogen...^^^^^^


    Versteh' mich bitte richtig: Das Grundsetting ist klasse.:thumbup: Aber Du kannst fĂŒr Deine Story viel mehr rausholen, wenn Du den Prolog auf den Untergang Helmsfurts beschrĂ€nkst. Zumindest gehe ich nach dem gelesenen mal davon aus, daß nicht viel davon ĂŒbriggeblieben ist, wenn es mit der Story losgeht...

    Also hau mir die Katastrophe so um die Ohren, daß mir die Schreie der Fliehenden, das Röcheln der Sterbenden, das BrĂŒllen des Vulkans nicht mehr aus dem Kopf gehen. Laß mich das miterleben (Mittendrin statt nur dabei!)8o8o8o


    LG

    Der Wanderer

  • So, insgesamt habe ich den Eindruck, da fehlt Struktur beim Schreiben. Die ganze Beschreibung springt von einem Gedanken zum naechsten, ohne dass ein roter Faden drin sichtbar waere der die Gedanken fuehrt. Wir haben z.B.


    Vulkanausbruch - Reichtum durch Handel - Geographie der Stadt - wieder Vulkanausbruch - Alarm - Furcht und Schrecken


    Jetzt nehmen halt die Beschreibung der Geographie und der Stadt Tempo aus was raus, was eine an sich dramatische Beschreibung haette sein sollen.


    Noch ein paar andere Dinge:

    Furcht und Panik erfĂŒhlte an jenem Tag die Augen der Menschen,


    Schoenes Beispiel fuer 'show, don't tell' - Du behauptest die Panik hier, aber Du koenntest sie statt dessen auch ganz unmittelbar zeigen (hier ist ein Textvergleich wie die gleiche Szene jeweils anders erzaehlt wirkt).

    Der Ausbruch traf die Menschen der Stadt völlig unvorbereitet und mit ganzer StÀrke. Als endlich Alarm geschlagen wurde, standen bereits einige HÀuser in Flammen.

    Es kommt mir ehrlich gesagt unglaubwuerdig vor, dass man einen Alarm braucht um einen Vulkanausbruch mitzubekommen - die sind richtig laut...



    In diesem Augenblick kam ein Soldat der Stadt aus einer Kaserne gestĂŒrzt,


    Hm, was hat der denn die ganze Zeit da drin gemacht waehred draussen die Welt untergeht, Asche und Feuer vom Himmel faellt und alle panisch fliehen? Geschlafen? Der hatte noch nicht mal Zeit das Nachthemd auszuziehen?


    Irgendwie ist die Szene komisch, sorry...

    In der Ferne Hörte der Wachmann die schaurigen Schreie der Drachen. Sie hatten nicht gefunden was sie suchten.

    So wie's erzaehlt ist wirkt das wie die Perspektive des Soldaten - aber woher weiss der dass sie was suchen, oder dass sie es nicht gefunden haben?


    ***


    Insgesamt mein Vorschlag - sortier das mal aus:


    Entscheide Dich fuer eine Erzaehlperspektive und halte sie mindestens einen Abschnitt durch - fruehestens dann geh zu einer anderen. Ueberleg' Dir, ob die Szene nicht viel naeher dran und persoenlicher erzaehlt werden kann. Bau Tempo und Spannung auf statt Beschreibungen zwischen Spannung zu quetschen. Und fuehre uns als Leser mit einem roten Faden da durch.


    Das Setting passt schon, aber technisch ist Raum fuer Verbesserung:)

  • Kapitel 1

    Augen des Regenbogens

    Schweißgebadet brach Floh aus dem Schlaf. Schon wieder so ein seltsamer Traum. Erst vor fĂŒnf Tagen hatte er zuletzt vom Vulkanausbruch getrĂ€umt und wie seine ehemalige Heimatstadt zerstört wurde.

    Erinnern konnte er sich an so gut wie nichts mehr.

    Floh war damals gerade mal drei gewesen und konnte sich daher an nur noch sehr wenig erinnern.

    Nur die Gesichter seiner Eltern waren ihm wirklich in Erinnerung geblieben.

    Nach dem UnglĂŒck wurde er irgendwie zu seinem letzten lebenden Verwandten gebracht. Zu seinem Onkel Tusk Fando, welcher in der nĂ€he des Dorfes BĂŒlm, an der MĂŒndung des Simbur wohnte.

    Daran, wie er damals aus der Stadt gekommen war, konnte er sich nicht erinnern.

    Floh stand auf und streckte sich ausgiebig.

    Es war frĂŒh am Morgen und so zog sich Floh leise an und verließ sein Nachtlager, welches zugleich auch als Abstellraum diente. Das Haus seines Onkels bestand aus nur einem großen Raum, der Abstellkammer und einem kleinen Schuppen.

    Still sah sich Floh im lugte er aus seiner Kammer.

    ,,Zum GlĂŒck keiner da.", sagte er sich.

    Auch wenn Floh seinen Onkel mochte und er ein im Grunde ein guter Mensch war, wollte Floh ihn um diese Uhrzeit lieber nicht ĂŒber den Weg laufen. Sein Onkel war dem Alkohol nĂ€mlich sehr zugetan.

    Und zwar schon seit Floh denken konnte. Oft verbrachte Tusk seine NĂ€chte im Gerupften Berghuhn oder auch mal den ein oder anderen Tag.

    So schien es auch jetzt zu sein.

    Nirgends war eine Spur von seinem Onkel zu erkennen.

    Er wĂŒrde spĂ€ter nach ihm sehen, sagte er sich und verließ das Haus.

    Als er die HaustĂŒr hinter sich zuzog, wehte ihm ein salzig und zugleich sĂŒĂŸlich duftende FrĂŒhlingsbriese entgegen. Das Haus befand sich in einem kleinen Birkenwald, etwas vom Dorf entfernt, nahe am Meer.

    Welchen Namen der Ozean hatte wusste er nicht und es war ihm auch nicht so wichtig. Immer wenn er mit Jack's, seinem besten Freund darĂŒber redete, eines Tages als Handelsmann oder SeerĂ€uber in see zu stechen verwendeten sie stehts das Wort ,See'.

    Als Floh nach draußen trat, beschloss er den Morgen sinnvoll zu nutzen und etwas Fischen zu gehen. Es war ein wunderbarer Morgen um zu Angeln und die FĂŒĂŸe entspannt in die Fluten des Simbur zu tauchen.

    Eigentlich hĂ€tte Floh mit seinen 16 Jahren noch in die Schule gehen mĂŒssen. Auch wenn nur noch fĂŒr das nĂ€chste halbe Jahr. Doch hatte er irgendwann keine Lust mehr gehabt in die Schule zu gehen, da ihm die Schule langweilte, ja gerade zu nervte.

    Andauernd hatte ihm der Lehrer Fragen gestellt, dessen Antworten Floh schon kannte oder auf die es nur eine logische Antwort geben konnte.

    Damals war er der beste SchĂŒler der Schule. Doch hatte er keinen Sinn darin gesehen, seine Zeit in einer, fĂŒr ihn definitiv sinnlosen Schule zu verbringen.


    Floh öffnete die TĂŒre des kleinen Schuppens hinterm Haus und suchte nach seiner Angel.

    Erstmal erfolglos.

    ,,Ach verdammt. Wo ist bloß diese blöde Fischpeitsche nur?", fragte er sich.

    Nach einem weitern, genaueren Blick, endeckte er sie dann aber doch.

    ,,AH! Da hab ich dich! Dachtest wohl du könntest dich verstecken Hm? Tja daraus wird nichts."

    Mit diesen Worten schnappte er sich die Rute und lief los in Richtung Simbur.

    GemĂŒtlich schlenderte auf das Dorf zu, welches zwischen ihm und dem Fluss lag. Er hatte sich etwas Geld mitgenommen, um im Dorf vieleicht das ein oder andere zu besorgen. Woher sein Onkel das Geld hatte, wusste er nicht genau.

    Gelegentlich kam ein Bote vorbei und brachte seinem Onkel etwas etwas.

    Er nahm an das sein Onkel noch irgendwo ein wenig Land aus besseren Zeiten besitzen musste.

    Plötzlich raschelte neben im etwas im GebĂŒsch und im selben Moment packte ihn jemand von hinten und verpasste ihm einen ordentlichen Schups.

    Vor Schreck wÀre er beinahe hingefallen.

    ,,Was zum ...!"

    Als sich Floh umdrehte erkannte er Jack's.

    ,,Ha! Du Tunichtgut! Eins zu null fĂŒr mich!"

    ,,Du schleimiger Krötenleich, das zahl ich dir heim!" BrĂŒllte er er Jack's sowohl lachend wie verĂ€rgert an.

    ,,Ach und wie?", fragte Jack's.

    ,,Das wirst du dann schon sehen ....", sagte Floh leise zu sich selbst, ohne das Jack's ihn hören konnte.

    ,, Begleitest du mich zum Angeln?", fragte er seinen Freund.

    Jack's musterte ihn mistrauisch.

    ,, Jaaa ..., meinetwegen. Aber nur wenn du mich als Rache nicht ins Wasser schubst!", grinste er ihn an.

    ,,WĂŒrde ich niemals tun."

    Floh grinste blöd zurĂŒck

    ,,Haha.", sagte Jack's und zog eine Grimasse.

    Trotzdem ging er mit Floh.

    Als sie das Dorf erreichten meinte Jack's zu Floh das er noch schnell seine eigene AngelausrĂŒstung holen wolle.

    ,,Ich geh dann schon mal vor," rief Floh Jack's nach.

    ,,Perfekt.", dachte er sich.

    GenĂŒgend Zeit um seinen Plan vorzubereiten.

    Jack's Haus war nicht weit entfernt und so war ein geringes Maß an Eile geboten. Also lief er zum Steg und bereitete seine Angel vor. Als er sie Ausgeworfen hatte setzte er sich im schneidersitz hin, schloss die Augen und konzentrierte sich.

    Schon nach wenigen Minuten hörte er Jack's Schritte.

    ,,Jetzt bloß nicht anfangen zu lachen.", sagte er sich.

    ,,Hey Floh. Da bin ich."

    Jack's musste nur wenige Meter hinter ihm stehen.

    Mit Schwung riss Floh die Angel aus dem Wasser und ließ den Hacken direkt auf sein Auge zu fliegen. Im letzten Moment fing er den Hacken ab, darauf bedacht das Jack's nichts davon mitbekam. Dann schrie er auf.

    ,,AAauuu voll ins Auge! So ein Dreck tut das weh!"

    Er hörte wie sein Freund angerannt kam, um seinem Freund zur Hilfe zu eilen.

    Nun drehte sich Floh zu ihm um und sah ihn direkt an. Blankes Entsetzen stand in Jack's Augen geschrieben und er wollte gerade los rennen um Hilfe zu holen, da fing Floh an wie verrĂŒckt zu lachen.

    ,,Dein b ..."

    Weiter kam er nicht da rĂŒttelte ihn der NĂ€chste Lachanfahl.

    ,,Du schmieriger Trollhaufen! Was soll die Scheiße? Ich hab dir schon tausend mal gesagt das ich das Hasse!"

    ,,Du hÀttest mal dein Gesicht sehen sollen."

    Sagte Floh, immer noch unter lachkrÀmpfen.

    ,,Du hÀttest deines mal sehen sollen, du DÀmon," fuhr Jack's ihn an.

    ,,Ach passt dem Herrn rot nicht? WĂ€re ihnen Pink oder Gelb lieber," fragte Floh, der das alles außerordentlich amĂŒsant fand.

    ,,Ach halt doch die Klappe du CamĂ€lion. Nur weil du deine Augefarbe Ă€ndern kannst heißt das noch lange nicht das du die besseren Streiche spielen kannst." Knurrte Jack's.

    ,,Ach nein? Und was war damals in der Schule, als ich meine Augen weiß gemacht habe und so getan habe als wĂ€re ich blind?" Fragte Floh kichernd.

    ,,Das war vor fĂŒnf Jahren und soweit ich mich zurĂŒck erinnern kann, fandest du es am Ende gar nicht mehr so lustig."

    Da hatte er recht, auch wenn Floh das nimals zugeben wĂŒrde. Damals hatte er zehn SchlĂ€ge vom Lehrer Balrad kassiert und fĂŒr die folgende Woche wurde er der Schule verwiesen.

    Nach dieser Aktion hatte er diese Art von streichen in der Schule unterlassen.

    FrĂŒher als er noch ein Kleinkind war, sollen seine Augen in allen Farben des Regenbogens geleuchtet haben. Aber das war lange her und mitlerweile hatte er sich fĂŒr ein viel zu helles grĂŒn entscheiden. Immer noch auffĂ€llig, aber nur wen man genauer hinsah.

  • #4 Augen des Regenbogens


    Heyho AFG


    Also jetzt mal ganz ernsthaft:

    Wie schön war das denn jetzt gerade zu lesen??

    Das war völlig entspannend. Viele kleine Details, die mir sowohl Flo als auch seinen Kumpel Jack's nĂ€herbringen. Und auch Onkel Tusk mag ich: Wer eine Kneipe namens "Gerupftes Berghuhn" zu seinem Stammlokal wĂ€hlen muß, ist wahrlich hart im Nehmen...:D:D:D

    Schweißgebadet brach Floh aus dem Schlaf. Schon wieder so ein seltsamer Traum. Erst vor fĂŒnf Tagen hatte er zuletzt Vulkanausbruch getrĂ€umt und wie seine Ehemalige Heimatstadt zerstört wurde.

    Hatte ich also recht mit meiner Vermutung: Helmsfurt gibt's nicht mehr...:pupillen:;(:pupillen:


    8):thumbup:8)

  • Der Wanderer

    Schön das es dir gefĂ€llt 😄

    Hatte schon etwas Angst das Kapitel eins etwas zu lang ist und hab das ende von Kapitel eins jetzt in Kapitel 2 gepackt


    (Das Buch oder die BĂŒcher sollen sich durch die Zeit ziehen. Das heißt

    Buch 1 Vergangenheit

    Buch 2 Gegenwart

    Und Buch drei Zukunft

    PS : auch wenn es noch etwas danach aussieht mein Buch spielt NICHT im Mittelalter.😉

  • AFG

    Wenn sich die ErzÀhlungen durch die Zeit ziehen sollen...dann nimm Dir die Zeit. Kapitel 1 ist bereits zuende???

    Nö...isses nicht. Passt mir nicht. Andererseits ist es zu Ende, wenn Du das entscheidest. Denn es ist Deine Geschichte, die Du hier im Forum erzÀhlst.

    Wenn das Kapitel Deiner Meinung nach zuende ist kann ich rumnölen wie ich will.:assaultrifle::minigun:

    Ändert nichts an Deiner Entscheidung.

    Ich fĂ€nde es nur schade, wen ich nicht noch etwas mehr ĂŒber Flo erfahren könnte, bevor Du das Kapitel schließt...


    Der Wanderer

  • Normalerweise lese ich drueber hinweg - aber koenntest Du eine Rechtschreibkorrektur ueber den Text laufen lassen bevor Du ihn postest? Da ist ganz viel (besonders Gross- und Kleinschreibung) einfach im Argen, das macht es schwerer sich auf den Text zu konzentrieren.


    Auch bei dem neuen Abschnitt wuerde ich ein bisschen an der Struktur feilen - es macht schon einen Unterschied wie etwas erzaehlt wird.


    Hier sind ein paar Stellen:



    Erinnern konnte er sich an so gut wie gar nichts. Floh war damals gerade mal drei und konnte sich nur noch an die Gesichter seiner Eltern erinnern. Nach dem UnglĂŒck wurde er zu seinem letzten lebenden verwandten gebracht.


    Die Geschichte wird im Imperfekt erzaehlt - wenn innerhalb der Geschichte dann eine Rueckblende zu 'damals' kommt, dann nimmt man im Deutschen normalerweise Plusquamperfekt ('Floh war damals gerade mal drei gewesen...' ) um die Vergangenheit innerhalb der Vergangenheit auszudruecken.

    Nirgends war eine Spur von seinem Onkel zu sehen.

    Eigentlich musste Floh mehr auf seinen Onkel acht geben als umgekehrt.

    Er wĂŒrde spĂ€ter nach seinem Onkel sehen, sagte er sich und verließ das Haus.


    Die meisten Leser finden eine solche Wortwiederholung eher holprig (*) - da kann man entweder Pronomen ('auf ihn Acht geben') verwenden, oder man greift zu Synonymen ('der Saeufer') die in einem anderen Wort klar machen was gemeint ist.


    GemĂŒtlich auf das Dorf zu, welches zwischen ihm und dem Fluss lag.

    Hier fehlt dem Satz ein Verb.


    ***


    Generell - so eine Szene - ein ungezwungener Dialog zwischen jungen Leuten - ist ueberraschend schwer zu schreiben ohne dass sie kuenstlich oder hoelzern wirkt. Eine ganz gute Idee waere, wenn Du Dir das mal in einem anderen Buch anschaust wie der Autor das da gemacht hat ('Tom Sawyer' kommt mir zum Beispiel in den Sinn, Tom und Huck gehen ja auch zusammen Angeln) - da koenntest Du Dir das eine oder andere davon abschauen.:)


    (*) Lustigerweise geht das auf Althebraeisch ohne weiteres - da wird praktisch jedes Mal der Name des Akteurs wiederholt, so dass sich eine woertliche Uebersetzung sehr komisch anhoert - Sprachen sind eben verschieden...

  • Danke fĂŒr die RĂŒckmeldung

    Thorsten

    Ich nehme mir deine Anmerkungen zu Herzen und werde sobald ich Zeit habe die Rechtschreibung nochmals korrigieren.

    Ich denke ich werde jedoch nicht viel an den Zeitformen Àndern, solange es sich in meinen Ohren besser anhört und auch in der Sinnhaftigkeit zu verstehen ist.

    Ist ja auch erst die Zweitauflage und daher noch nicht perfekt 😉

    LG ich werde dran arbeiten.

    PS: ein paar Dinge die mir beim Lesen aufgefallen sind habe ich jetzt geĂ€ndert 😊.

  • Ich denke ich werde jedoch nicht viel an den Zeitformen Ă€ndern, solange es sich in meinen Ohren besser anhört und auch in der Sinnhaftigkeit zu verstehen ist

    Das ist vollkommen okay - als Autor kann man ja auch gerne mit Sprache spielen - aber Dir ist klar dass das grammatikalisch falsch ist was Du da stehen hast (keine Frage des Geschmacks) und dass Du dann experimentelle Literatur machst?

  • Thorsten

    Ja ist mir bewusst

    In diesem Fall habe ich es allerdings geÀndert.

    Wenn soll es nur selten der Fall sein das ich andere Zeitformen nutze.

    Halt immer dann wenn es sich in einer anderen Form deutlich angenehmer liehst

    Was in diesem Beispiel nicht umbedingt der Fall war.


    Hier noch der Rest zu Kapitel 1

    Viel Spaß


    Floh wurde schon öfters wegen seiner Augen beschimpft und manche Leute hatten Angst vor ihm.

    Was der Mensch nicht kennt das fĂŒrchtet er.

    Einmal hatte Floh sogar von einem HĂ€ndler eine gamlige Frucht an den Hinterkopf bekommen, obwohl er zu diesem Zeitpunkt gerade einmal sechs gewesen war. Seit diesem Tag behielt er seine jetzige Augenfarbe bei und nur seine engsten Freunde wussten von seiner FĂ€higkeit.

    GlĂŒcklicherweise war Jack's nicht nachtragend und so lachten die Freunde bald ĂŒber all die Streiche, welche sie sich schon gestellt hatten. Wobei Floh ein einhundertdrei zu sechzig, in ihrer Streicheskala heraus schlagenen konnte.

    Ihre Diskussion ĂŒber die genaue Punktzahl wurde erst durch den Fang einer großen Bleiflosse beendet, die Floh Angelte.

    ,,Ein wirklich fettes Exemplar. Die erzielt bestimmt einen guten Preis auf dem Markt.", meinte Jack's und drehte den Fang in seinen HĂ€nden.

    ,,Naja, ich wĂŒrde sie lieber zum Abendbrot essen, aber mein Onkel und ich schaffen die auf keinen Fall alleine."

    ,,Kein Problem, da helfe ich dir doch gerne.", meinte Jack's, zwinkerte ihm zu und bogste ihm scherzhaft auf die Schulter. ,,Wir könnten ja erstmal zu meinen Eltern gehen und nach ein paar GewĂŒrzen fragen.", schlug er vor.

    ,,Gute Idee. Und ich Steuer noch etwas Brot bei, wir haben noch einen alten Leib zu Hause.", stimmte Floh zu und so machten sie sich auf in Richtung des kleinen Hafens des Dorfes, welcher auch zugleich zum GrundstĂŒck von Jack's Familie gehörte.

    Die Familie Wellner war die einzige Handelsfamilie, die ihre Wahren ĂŒber den Seeweg transportierten. Der Hafen bestand folglich aus einem kleinen Lagerhaus einem Steg und einer kleinen anmutigen Villa mit großen Fenstern und vielen exotischen Blumen, welche einen wunderbaren Duft um das ganze Haus verströmten.

    Als sie ankamen, war niemand am Steck zu sehen.

    Jack's Vater war vor einigen Tagen in See gestochen und bis zu seiner RĂŒcker war Jack's mit seiner Mutter und ein paar Bediensteten allein.

    Familie Wellner war einst Wohlhabend mit Wohnsitz in Helmsfurt. Durch einen glĂŒcklichen Zufall jedoch befand sich die Familie in ihrem Sommerhaus in BĂŒlm, als der Titur Ausbrach. Nun lebten sie hier.

    Jack's pralte nie damit, das er so reiche Eltern hatte, wahrscheinlich weil er keine Sonderbehandlung von den Leuten wollte.

    Trotsdem wusste jeder im Dorf wessen Sohn er war. Der Name Wellner war entlang des Simbur nicht sehr weit verbreitet.

    Zudem glich Jack's seinem Vater bis aufs Haar.

    Als sie das Haus betraten Hörten sie ein Splittern aus der KĂŒche, welche sich am anderen Ende des Flurs befand. Sie rannte los um zu sehen, was passiert war. Sobald sie die KĂŒche erreicht hatten sahen sie Jack's Mutter auf dem Boden, wie sie Scherben aufsammelte.

    ,,Na Jack's." BegrĂŒĂŸte sie ihren Sohn mit trauriger Stimme. Floh hatte sie anscheinend noch gar nicht bemerkt.

    ,,Hallo Mutter, was ist den Passiert?", fragte Jack's seine Mutter liebevoll.

    ,,Ach weißt du, dir Tasse die mir dein Vater einst aus Ägyp Mitgebracht hatte ist mir runtergefallen."

    Jetzt begann Jack's Mutter an zu weinen.

    Jack's beugte sich runter zu seiner Mutter und umarmte sie.

    ,,Er kommt ja wieder." Tröstete er sie.

    ,,Ja ... ja, ich weiß."

    Frau Wellner wischte sich die TrÀnen aus dem Gesicht.

    Dann erkannte sie Floh und stand schnell auf und umarmte ihn. Ihre Trauer hatte sie verschwinden wie von Zauberhand verschwinden lassen.

    ,,Hallo Floh, wie geht's dir?"

    Floh der sich etwas Unbehagen in dieser Situation fĂŒhlte antwortete zögernd.

    ,,Gut soweit. Glaube ich."

    Beinahe hĂ€tte er die frage zurĂŒck gestellt, bemerkte das FettnĂ€pfchen jedoch rechtzeitig.

    Jack's bemerkte die Beklemmung seines Freundes und ĂŒbernahm fĂŒr in das Reden.

    ,,Du, Mutter? Kann ich heute abend bei Floh essen? Wir haben eine Große Bleiflosse gefangen und wollten sie uns mit ein paar GewĂŒrzen zubereiten."

    ,,Aber klar doch mein Schatz! Was braucht ihr den?"

    Zeit zum Antworten ließ sie ihnen nicht und begann sofort in den Regalen zu stöbern.


    Als sie nach zehn Minuten das Haus verließen, hatten sie sieben volle Beutel mit den unterschiedlichsten GewĂŒrzen. Viel mehr als sie gebraucht hĂ€tten.

    Floh war froh einen Freund wie Jack's zu haben. Ohne ihn wÀre sein Leben definitiv um einiges schwerer.

    ,,Hast du morgen eigentlich wieder schule?", wollte Floh von ihm wissen.

    ,,Soweit ich weiß nicht. Lehrer Balrad liegt wohl mit einer schweren Grippe im Bett."

    ,,Wollen wir uns dann Morgen wieder zum Angeln treffen?", fragte Floh.

    ,,Aber klar, gerne. So um kurz vor Mittag?"

    ,,Ja warum nicht."

    Denn Rest des des Tages verbrachten sie an einem gemĂŒtlichen Lagerfeuer am Strand und ließen es sich gutgehen.

    Und als Floh nach Hause ging, hörte er ein lautes Schnarchen aus dem Haus, dessen Ursprung ein Àlter mann war, der in seinen Bierkrug liegent am Esstisch schlief.


    :whistling:so das war jetzt Kapitel 1

    2 wird noch etwas auf sich warten lassen, aber dann geht es auch so langsam mit der eigentlichen Geschichte los 😄

  • AFG

    Hat den Titel des Themas von „Orden des Untergrunds (Prolog)“ zu „Orden des Untergrunds“ geĂ€ndert.
  • Ach wisst ihr Schlaf wird ĂŒberbewertet.

    :pardon::golly:

    Daher Kommt hier Kapitel 2

    Viel Spaß beim Lesen


    Kapitel 2

    Ein Mysteriöser Gast in BĂŒlm

    Das MarkerschĂŒternde Grunzen seines Onkels riss ihn aus dem Schlaf. Auf der Wand zu seiner Rechten Krabbelte ein kleiner KĂ€fer entlang und durch einige LĂŒcken im Dach viel sanftes Sonnenlicht. Floh stand auf und lugte aus seiner Abstellkammer heraus. Sein verkaterter Onkel sahs tatsĂ€chlich noch genau so auf dem Stuhl wie am Abend zuvor. Er schlich sich aus seinem Zimmer, darauf bedacht seinen Onkel nicht zu wecken. Mit einem Großen Schritt, um der knarrenden Bodendiele auszuweichen gelangte er zum Fenster neben der TĂŒr. Es stank abartig nach Alkohol und Schweiß.

    Leise öffnete er das Fenster. Dann schnappte er sich seine Kleidung, welch sich in der Truhe unter dem Fenster befand und schlĂŒpfte zur TĂŒr hinaus.

    Floh lief zu einem kleinen Teich der sich unweit des Hauses befand um sich zu waschen. Das Wasser war angenehm kĂŒhl und rings um ihn herum sangen die Vögel in den Birken. Es war ein schöner FrĂŒhsommer Morgen und Floh beschloss etwas auf dem Markt zu kaufen um seinen Onkel, welcher seit zwei Tagen warscheinlich nichts anderes außer flĂŒssiges Weizen zu sich genommen hatte. Er hatte noch 4 ungeöffnete Beutel mit GewĂŒrzen von Frau Wellner und das Geld, welches er am Vortag eingesteckt hatte.

    》Das wird bei weitem reichen.《 Entschied Flog.

    Irgendwie fĂŒhlte er sich schlecht dabei die teuren Geschenke von Jack's Mutter einzutauchen. Doch dann dachte er sich das es kein Problem sei das Geschenk fĂŒr eine Malzeit zu verwenden, wofĂŒr die GewĂŒrze ja auch irgendwie gedacht waren.

    Kurzerhand machte er sich auf den Weg in Richtung BĂŒlm, um die GewĂŒrze gegen Eier, Brot, Zwiebeln und vieleicht etwas Speck zu tauschen.

    Noch ahnte Floh nichts davon das sich sein Leben, so wie er es kannte, an diesem Tage fĂŒr immer Ă€ndern wĂŒrde.

    Auf den BlĂ€ttern der BĂ€ume befand sich noch Tau, als er aus dem Schatten der BĂ€ume trat. Er schlenderte ĂŒber das Feld von Bauer Reimer, wobei er fröhlich ein Lied vor sich hin summte.

    》Über Nebel und Berge ziehe ich hin.

    Hoch ĂŒber den Wolken -

    Schnell wie ein Pfeil.

    Über Nebel und Berg da zieh ich hin.《


    Das Dorf lag ruhig und verschlafen vor ihm. Die meisten Leute waren gerade erst am aufstehen. Hier und dort wurde eine TĂŒr oder ein Fenster geöffnet, Tiere aus ihren StĂ€llen gelassen oder Wasser zum Waschen und Kochen geholt. Aus der Ferne konnte man einen Hahn schreien hören. So fand Floh den Markt noch etwas verlassen vor. Es war kein großer Markt. Hier wurden lediglich die ErtrĂ€ge der Bauern verkauft. HĂ€ndler aus weiter Ferne kamen schon lange nicht mehr in BĂŒlm vorbei. Genauer gesagt seit dem Tag seitdem es außer BĂŒlm keine Siedlung mehr in der NĂ€he gab.

    Also setzte Floh sich an den Brunnen in der Mitte des Marktes und genoss die Sonne. (Und den Anblick der MĂ€dchen, die mit noch vom schlaf verstrubelten Haaren Wasser holten.) In Erinnerung schwelgend stand er am Brunnen und dachte an die Zeit zurĂŒck als er mit seinen Freunden Steine in selbigen geworfen hatte und gewartet hatten bis sie ein GerĂ€usch hörten. Zum missfallen der erwachsenen welche sie oft dafĂŒr gescholten hatten. Der erste Stand bei dem Floh etwas kaufte war der des BĂ€ckers,der,da er nur einen kleinen Laden am Dorfende besaß, seine Ware auch auf dem Markt angebot.

    Der morgendliche Ansturm beim BĂ€cker war immer Groß und so kam im das frĂŒhe Aufstehen doch noch zugute. Der Duft von frischem Brot ließ im das Wasser im Munde zusammen fließen.

    》 Na ... Was willste bursche?《

    Fragte der BĂ€cker wie immer Ă€ußerst unfreundlich. Floh nahm an das dass daran lag, dass der BĂ€cker immer so frĂŒh aufstand. 》 WĂŒrden sie auch gegen GewĂŒrze tauschen?《Fragte Floh und ĂŒberprĂŒfte schnell den Inhalt der Beutel, was er ganz vergessen hatte. Er war selbst erstaunt was er fand. Tymian, Rosmarin und eine Art Pfeffer waren in dreien der Beutel. Im kleinsten und firten Beutel fand er Zimt. Zimt war außerordentlich teuer und fĂŒr den BĂ€cker wertvoller als Gold.

    Floh kratzte sich am Kopf er wollte den Zimt keineswegs leichtfertig hergeben. Aber andererseits hatte er den BĂ€cker damit zu einhundert Prozent am Hacken.

    Da kam ihm plötzlich eine Idee.

    》Also ich hĂ€tte hier einen Beutel Zimt.《 Sagte Floh und hob das Beutelchen demonstrativ nach oben. Der BĂ€cker wurde sofort hellhörig. 》Zeig her!《 blafte der BĂ€cker und schnappte sich ohne zu zögern den Beutel aus Floh's Hand. Er roch an der Öffnung des Beutels und schaute Floh fragend an.

    》Du weißt schon das du mit der Menge meinen Halben Stand lehr kaufen könntes?《

    》jaja, das ist mir durchaus bewusst deshalb hier mein Angebot. Sie können den Ganzen Zimt behalten, wenn sie ab sofort jeden dritten Tag ein Leib Brot zum Haus von Tusk Fando bringen. Sagen wir bis Winteranfang. Einverstanden?《 Schlug Floh vor.

    》Fando ..., du meinst den SĂ€ufer der außerhalb des Dorfes wohnt? 《 Der BĂ€cker ĂŒberschlug kurz die Anzahl der Brote im Kopf 》Abgemacht.《 Willigte der BĂ€cker endlich ein. Floh suchte sich noch eines der Brote aus, welches er in der kommenden Zeit haben wolle. Er wĂ€hlte ein mit Sonnenblumenkernen verziertes Exemplar. Der BĂ€cker, welcher nun bei weitem freundlicher war, drĂŒckte ihm sogar noch ein köstlich duftendes Brötchen in die Hand und verabschiedete sich sogar von ihm. Frisch gestĂ€rkt vom Brötchen, dass keine fĂŒnf Minuten ĂŒberlebt hatte, ging er ĂŒber den nun vollen Markt um die anderen Dinge zu besorgen, welche er noch fĂŒrs FrĂŒhstĂŒck brauchte. Als letztes ging Floh zum Fleischer um etwas Speck zu holen, doch als er bei ihm eintraf stand an der TĂŒr ein Schild mit der Aufschrift ,,Geschlossen ''.

    Das war sehr eigenartig, da der Fleischer um diese Uhrzeit immer schon geöffnet hatte. Vorsichtig spĂ€hte Floh durch das kleine TĂŒrfenster. Auch der laden war komplett lehr. Nicht ein Wurstzipfel war zu entdecken.

    》Naja,《 Dachte Floh 》dann gibt es wohl kein Speck zum FrĂŒhstĂŒck. So machte er sich auf den Weg nach Hause.

    ☆

    Zu Hause angekommen angekommen, fand er seinen Onkel in der selben Haltung und selben LautstĂ€rke vor, wie er ihn zurĂŒck gelassen hatte.

    Floh Ließ sich nicht von ihm Stören. Immerhin war es langsam spĂ€t genug zum Aufstehen. Andererseits war ein verkaterter Onkel Tusk fast genau so schlimm wie ein Betrunkener. Als das Feuer im Kamin entfacht war und die ersten Eier mit etwas Zwiebeln brieten, erwachte sein Onkel endlich. Jedenfalls wurde das monotone Schnarchen jetzt durch ein kehliges Grunzen unterbrochen.

    ,,Was mach'st den da? " Fragte er ohne aufzusehen.

    ,, Ich dachte ich mach uns etwas FrĂŒhstĂŒck." Floh holte einen Eimer Wasser aus einer Ecke des Hauses. ,,Hier" er stellte den Eimer vor ihn auf den Tisch. ,,Wasch dich bitte vor dem Essen etwas ja?" Floh wandte sich wieder dem Feuer zu.

    ,,Las mich doch ersmal bischen wach werden." Maulte sein Onkel.

    ,,Wenn du nicht langsam wach wirst wird das essen kalt." Sagte Floh und stellte die Pfanne auf den Tisch.

    ,,Jaja, ich mach ja schon. " Tusk rieb sich etwas Wasser in die Augen. ,,Zufrieden?" Fragte ihn sein Onkel wobei er ihn Böse anstarrte, was fĂŒr Floh ein ziemlich deutliches Zeichen war seinen Onkel nicht weiter zu belĂ€stigen.

    ,,Was ist das?" Fragte dieser und betrachtete mistrauisch das essen.

    ,, Ei, Zwiebeln, Brot. " Antwortete Floh knapp.

    ,,Und woher hast du bitte das Geld du Bengel? Nen Schnaps oder Bier wĂ€re mir da lieber gewesen." Trotzdem nahm er sich etwas aus der Pfanne. Mit bloßen HĂ€nden und nicht mit dem Spieß den Floh daneben gelegt hatte.

    ,, So wie du aussiehst hattest du letzte Nacht schon genug Alkohol, und ich war der Meinung, du könntest mal wieder etwas festes im Magen gebrauchen."

    Sein Onkel sah ihn Böse an.

    ,,Wann ich genug getrunken habe und wann nicht entscheide immer noch ich! Nochmal sowas und du kannst vor der TĂŒre schlafen, verstanden? " schleuderte er Floh entgegen und schlug mit der Hand auf den Tisch. Floh wollte sich nicht auf einen Streit einlassen und entschuldigte sich bei ihm.

    ,,Schmeckts?" Versuchte Floh das Thema zu wechseln.

    ,,Geht so ..." Grumelte sein Onkel mit vollem Mund.

    ,,Ich bin ja mit Jack's zum Angeln verabredet!" Viel Floh auf einmal ein, dem plötzlich klar wurde, wie spÀt es schon sein musste. Auch sein Onkel riss unerwartet die Augen auf. Floh schaute ihn irritiert an.

    ,, Geh nicht mit im mit, okay?" Sagte er irgendwie bedrohlich und flehend zu gleich. ,,Er...,er wird dich mitnehmen wollen..., aber was soll ich dann machen? Ich brauch dich!" Sein Onkel packte ihm am Arm. Floh war mit der Situation total ĂŒberfordert.

    ,, Versprich mir einfach, dass du nicht mir nichts dir nichts verschwindest und das du deinen Onkel nicht vergisst ja?"

    ,,Ehm klar?" Sagte Floh zaghaft.

    Da umarmte ihn sein sonst ach so grimmiger Onkel plötzlich. Wann war das zuletzt passiert? War das ĂŒberhaupt schon mal passiert?

    ,,Und jetzt mach dich endlich vom Acker bevor du zu spÀt kommst!"

    Ah, da war sein Onkel wieder. Auch wenn die trĂ€ne, die er schnell beiseite wischte nicht so ganz in das Bild des mĂŒrrischen SĂ€ufers passte.

    Verstört und voller Gedanken, verließ Floh das Haus und machte sich auf den Weg zur vereinbarten Angelstelle.

    WorĂŒber zum Geier hatte sein Onkel gesprochen? Und warum sollte er plötzlich und ohne weiteres verschwinden? Er nahm sich vor sich nicht allzu viele Gedanken zu machen und seinen Onkel spĂ€ter zu fragen, was er gemeint haben könnte. WĂ€hrend er so vor sich hin dachte erreichte er die Stelle, an der er mit Jack's verabredet war. Von Jack's war keine Spur zu sehen. Nach der Sonne zu urteilen war Floh gerade noch pĂŒnktlich und so beschloss er, bereits mit dem Angeln zu beginnen. Nach einer Stunde dann kam Jack's dann endlich, aber nicht von links, was der kĂŒrzeste weg gewesen wĂ€re sondern aus Richtung Dorf, welches von Floh aus hinter ihm lag.

    ,,Wo warst du?" Fragten beide wie aus einem Munde.

    ,,Hier ... wir hatten uns doch verabredet. "

    Antwortete Floh.

    ,,Du musst zu spÀt gewesen sein! "

    Erwiderte Jack's aufgeregt.

    ,,Ja, aber nicht mehr als zehn ..." Versuchte Floh sich zu erklÀren, doch Jack's unterbrach ihn.

    ,,Is jetzt doch auch egal. Stell die Angel hin und komm mit! Ich muss ihn dir umbedingt zeigen! " Sagte Jack's und machte sich schon wieder auf in Richtung Dorf.

    ,,Wen denn ?" Von Neugier ergriffen folgte Floh ihm.

    Jack's Lippen waren versiegelt als er Floh zur anderen Seite des Dorfes fĂŒhrte, genauer gesagt zum Gerupften Berghuhn.

    Als sie davor ankamen bot sich Floh ein ungewohnter Anblick.

    Das ganze Dorf musste auf den Beinen sein. Vor dem Wirtshaus stand eine Menschentraube, welche versuchte durch die Fenster zu spÀhen.

    Jack's drĂ€ngelte sich bis zu TĂŒr durch und verschwand im ineren. Floh tat es ihm nach. Im Wirtshaus war extrem stickig und eben so voll. Der Geruch von Schweiß und Essen stieg ihm in die Nase. Da wingte Jack's ihn zu einem kleinen Tisch im hinteren Teil des Lokals. Am Tisch saßen bereits sechs weitere Kinder und Jugendliche von denen Floh nur zwei kannte,da er in der schulzeit den ein oder anderen Tag verbracht hatte. Jim und Tom versuchten höflich Platz zu machen, was ihnen aber nicht wirklich gelang, sodass Floh stehen Blieb. Floh und Jack's grĂŒĂŸten freundlich per Handzeichen. Es war extrem laut im Schankraum.

    ,,So Floh schau mal da drĂŒben! " BrĂŒllte ihm Jack's ins Ohr und deutete mit seinem Finger auf einen Mann, der ganz allein in dem sonst ĂŒberfĂŒllten Gasthaus saß. Er war sehr groß und jedoch nicht allzu breit gebaut. Er trug einen Mantel, welcher die Farbe einer sternenlosen Nacht hatte.

    ,,Und wer bitte soll das sein? "Fragte Floh Jack's verwundert.

    ,,Das ist ein Ritter Floh, ein echter Ritter! "




    So das wars dann mit Kapitel 2 ;)

    Danke fĂŒr eure Kommentare :D

  • Ich habe ein paar Rechtschreibkorrekturen in Klammern gemacht. Oftmals Groß- und Kleinschreibung. Manchmal auch falsch geschriebene Wörter oder ganz selten Zeitform.



    Zum Vulkanausbruch selbst muss ich sagen, dass er mir echt zu schwach dargestellt ist. Ich kann mir weder vorstellen, wie groß der Vulkan ist, noch wie weit entfernt die Stadt von diesem ist. Du schreibst, dass der Vulkan Titur im Norden der Stadt liegt. Also angenommen die Stadt wurde quasi am Fuße des Berges errichtet. Ich nehme mal als Vergleich die Stadt Pompei und den Vesuv.

    Wenn der Vulkan nun ausbricht, dann entsteht eine massive Schockwelle, gefolgt von einem Knall, der so laut ist, dass es einem das Trommelfell zerfetzen wĂŒrde, wenn man zu nah ist. Daraus resultierend wĂŒrden einige Bewohner sofort taub werden und dadurch einerseits die Orientierung verlieren oder andererseits den Ausbruch gar nicht erst mitkriegen. Funde aus Pompei zeigen, dass viele Menschen quasi von der Lava erfasst wurden wĂ€hrend sie schliefen.

    Der Vulkan schleudert Megatonnen an Gestein und Asche kilometerhoch und -weit durch in die Luft. Manche von den Felsen vermutlich sogar grĂ¶ĂŸer als ein Haus. Die Asche wĂ€re so heiß, dass trockenes Holz sofort in Flammen aufgehen wĂŒrde und selbst die Menschen schwere Verbrennungen davon tragen könnten. Schon allein das Erdbeben wĂŒrde einen gewissen Teil der Stadt einebnen.

    FĂŒr die Bewohner wĂŒrde es einer Apokalypse gleichkommen. Vermutlich wĂ€re die Stadt im SĂŒden tatsĂ€chlich weniger stark betroffen, aber immer noch ausreichend genug, um auch dort massiven Schaden zu erleiden. Sowohl durch die Asche als auch durch Geröll und Hitze.


    In Anbetracht dieses Ereignisses wirken die Drachen auf mich dann sehr konstruiert und etwas ĂŒberflĂŒssig. Ich komme dadurch zu dem Entschluss, dass die Drachen entweder aufgrund des Ausbruches zur Stadt fliegen oder sie selbst den Ausbruch zu verschulden haben.

    Wenn ich mich entscheiden mĂŒsste, wĂŒrde ich den Vulkanausbruch in den Fokus setzen und die Drachen vermutlich gar nicht mit einbauen. Nicht falsch verstehen. Ich mag Drachen (auch) sehr, aber sie nur einzubauen, damit sie vorkommen, finde ich nicht so spannend. Denn durch deine Schlussaussage wirken sie fĂŒr mich so sehr in den Fokus gesetzt, dass mir wiederum der Vulkanausbruch zu konstruiert rĂŒberkommt.

    Ich bin mir nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kÀmpfen.


    -Albert Einstein-
    ___________________
    Helios III (Arbeitstitel)
    --------------------------
    Purpur
    --------
    Big City Life
    ---------------
    Mana

  • Zarkaras Jade

    Ja ich kann die bedenken des Vulkanausbruchs gut verstehen

    Jedoch ist das mit der Asche und deren Hitze von Ausbruch zu Ausbruch unterschiedlich

    Auf den Philippinen ist bei einem Vulkanausbruch eine ganz Stadt getroffen worden und diese Aschewolke war nicht glĂŒhend heiß (jedenfalls nicht so heiß wie aus deiner Schilderung), jedoch durch den Bewegten Staub so statisch das du von Blitzen gegrillt wirst.

    Das mit dem Taub werden durch den Knall ist ein guter Punkt, welchen ich noch nicht bedacht habe. Danke fĂŒr den Hinweis 😄

    Die Drachen haben in der tat, fĂŒr meine Leser noch keine wirkliche Bedeutung.

    In Kapitel vier wird dann dem ein oder anderen vieleicht ein Licht aufgehen weshalb die Drachen im Prolog von Bedeutung sind. :D

    Die Groß und Kleinschreibung tut mir wirklich leid, liegt mir nicht. Ich gebe mein Bestes.:dwarf:


    Zarkaras Jade

    Du dast mich auf ne Idee gebracht wie ich das Problem mit meinem Sorgenkind namens Prolog löse

    :topicclosed:

    Ich habe ne besere idee und werde den Prolog nach dem Ausbruch spielen lassen. Dann kann ich immer noch die Zerstörung schildern und gleichzeitig die Drachen etwes mehr mit einbeziehen. :sun:

  • Zum Rest von Kapitel 1:


    Die Gespraeche finde ich leider oft ein bisschen hoelzern - eher wie einstudierte Rollen als dass sie natuerlich fliessen. Wie alt sind FLoh und sein Freund denn eigentlich - sollte das mal klar werden?



    Oder besser gesagt zu Jack's nach Hause, da Jack's Familie


    Hm, wenn sein Name Jack's ist (wofuer der Apostroph auch immer stehen mag) - dann kann der Genitiv nicht auch Jack's sein - ein anglisierter Genitiv muesste sowas wie Jack'ses sein, aber im Deutschen wuerde sich einfach von Jack's anbieten:)


    Der Hafen bestand folglich aus einem kleinen Lagerhaus einem Steg und einer kleinen anmutigen Villa mit großen Fenstern und vielen exotischen Blumen, welche einen wunderbaren Duft um das ganze Haus verströmten.


    Hier kommt mir jetzt unweigerlich die Frage - wo sind wir? In welcher Klimazone? Birkenwald und Meer lassen mich irgendwie an Skandinavien denken, aber exotische Blumen am Haus eher nicht. Ich wuerde hier gerne mehr ueber die Umgebung erfahren die sie da um sich herum sehen.

  • Thorsten

    Ich dachte das alter der beiden könnte man indirekt erfahren da Helmsfurt zerstört wurde, als Floh 3 war und die Geschichte 13 Jahre spÀter spielt


    Die GesprĂ€che sollten fließender ineinander ĂŒbergehen

    Sehe ich auch so (ich wollte nur nicht das Verwirrung entsteht wenn ich das mache)


    Mit der Region liegst du leider falsch, wobei das keine Große Rolle spielt, da es in der zeit in welcher meine Story spielt in vielen Regionen der Welt noch anders Aussah. (Mit dem Vergleich Titur und Vesuv bist du relativ nah dran) aber wie gesagt. Die Geschichte spielt in einer vergessenen Zeit ;)

  • Heyho@AFG


    Ansonsten:

    Danke bis hierher - ich bleibe dran.

  • Der Wanderer

    Ich freue mich sehr das es dir bisher gefÀllt :blush:

    Das mit den Doppelfeilen war experimentell und ist mehr oder weniger noch fĂŒr mich da um die Dialoge schneller zu finden. Werde die Sobald ich Zeit habe (und mir die Dialoge gefallen ) entfernen.

    Danke fĂŒr eure Kommentare :super:

  • Jetzt muß ich aber wirklich mal nachfragen, ob ich hier der einzige von Euch beiden bin, der aufgepasst hat

    Anscheinend...:blush:


    ich hab's vermutlich instantan aus meinem Gedaechtnis gestrichen, denn die beiden wirken viel juenger in der Art wie sie reden und was sie so machen.


    Ich meine, 16-jaehrige waren im Mittelalter oft schon verheiratet und konnten praktisch schon Familienoberhaupt werden...