Wächterchroniken: Zweiklang 2.0

Es gibt 35 Antworten in diesem Thema, welches 3.467 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (4. Januar 2024 um 18:05) ist von LittleOwlbear.

  • Hallo vinni,

    ich habe gerade den Prolog gelesen.

    Das war richtig episch, alter Verwalter :D

    Amon spürte, dass er die rechte Seite übernehmen würde.

    Das ist die einzige Stelle, die ich anzumerken habe. Das hätte für mich aktiv besser geklungen als passiv.

    Also "Amon spürte, dass er die rechte Seite übernahm."

    Amon nickte ihr zu und rief die Magie in seinen Adern und verwob sie mit Ryahs. Ihre Augen begannen golden zu leuchten. Ihre Rüstungen und Waffen wurden von einem hellen Schein überzogen. Dann sprachen sie, in einer Stimme die uralt und mächtig klang. „Blar, dachtest du wirklich, du würdest damit durchkommen? Ereon einfach so einnehmen zu können? Deine Armee verliert Schritt für Schritt an Boden und du verkriechst dich hier wie ein feiger Hund!“

    Hier fängt das Epische richtig krass an. Keine Ahnung, wie du das machst, aber das hat unglaublich gut in meinem Kopf funktioniert. Vielleicht weil du da sehr direkt, ohne große Schnörkel, in deinen Aussagen warst.

    Hat mir sehr gut gefallen :thumbup:

  • Sooo ich habe nun mal die erste Hälfte der Ratssitzung fertig. Die wird länger als angenommen. ;)


    Kapitel 1.4

    Slavion ließ sich nichts anmerken, doch jeder der ihn kannte wusste, dass ihn der Verlust tief berührte.
    „Wir sind uns bestimmt alle einig, dass es so nicht weitergehen kann.“, meinte er ruhig. „Bei derartigen Verlusten würde Ereon in nur wenigen Monaten einen großteil seiner Flotte verlieren. Das ist nicht akzeptabel.“
    Zustimmendes Gemurmel hallte von den steinernen Wänden wieder.
    Slavion nickte zufrieden und wandte sich erneut an Finn Balsur:
    „ Captain, haben sie irgendwelche Schwächen feststellen können? Irgendwelche Hinweise zu Bewegungsmustern, Rudelverhalten oder ähnliches?“
    Der angesprochene rieb nachdenklich an seinem Schwertknauf, eine schlichte Kugel aus Metall ohne jegliche Verzierungen. Die Waffe eines Krigers, der sein Schwert lieber benutzte als damit zu protzen.
    Schließlich antwortete er zögernd: „Diese Frage ist nicht eindeutig zu beantworten, werter Vorsitzender. Wir haben nach erst einer Aufklärungsmission schlicht zu wenig Informationen ,um genaue und absolute Antworten zu geben. Aber es ist sicher, dass diese Schlangen empfindlich auf Feuer reagieren. Dies haben wir während unserer ersten Nacht im Feindlichen Gewässer herausgefunden. Als die Biester uns das erste Mal angriffen, hatten wir nur ein kleines Positionsfeuer am Heck des Schiffes. Die Schlangen hoben ihre Köpfe aus dem Wasser und begannen uns von Backbord voraus und Steuerbord querab anzugreifen. “
    Ein räuspern des Generals ließ den Captain in seinen Ausführungen stoppen.
    „Vielleicht bedienen sie sich einer leichter verständlichen Sprache, mein lieber Herr Balsur.“, feixte Graubart und machte eine ausladende Handbewegung in Richtung der vielen ratlos aussehenden Ratsmitglieder. „Mir scheint einigen Anwesenden ist die Seemannssprache nicht geläufig.“
    Balsur nickte den Anwesenden entschuldigend zu. „Natürlich General. Die Schlangen griffen uns vorne links und in der Mitte rechts an.“ Diese ungewohnte Wortwahl kam dem Offizier nur so holpernd von den Lippen, dass der König und der General einen vergnügten Seitenblick austauschten. Dann folgten sie den weiteren Ausführungen des Captains: „ Schell hatten wir einige Wachen verloren, die von dem plötzlichen Auftauchen des Feindes überrascht wurden. Der Lärm hatte aber die restlichen Matrosen geweckt und die anderen Schiffe gewarnt, sodass diese besser auf den Angriff vorbereitet waren. Ich gab den Befehl das Deck mit Fackeln auszuleuchten, damit der Kampf nicht im Dunkeln stadtfand. Sobald dies geschehen war ließen die Angriffe an Deck deutlich nach. Und jede Schlange, die auftauchte hielt sich von den Fackeln fern. Schließlich tauchte kein Kopf mehr aus den Wellen und wir dachten, der Angriff wäre vorbei. Doch dann änderten die Biester ihre Taktik. Sie schlugen nun mit ihren Schwänzen gegen den Rumpf, also die Unterseite, des Schiffes. Bald hatten wir mehrere Lecks, die glücklicherweise schnell gestopft werden konnten. Dennoch verloren wir in dieser Nacht unser erstes Schiff. Am Tag wurde das Deck, in der Nacht der Rumpf angegriffen und schon bald mussten wir uns zurückziehen. Am letzten Tag, bevor wir das Feindliche Gewässer, mit erheblichen Verlusten, verließen startete der Feind einen Großangriff auf all unsere Schiffe. In diesem letzten Kampf fanden wir eine weitere Schwachstelle heraus. Die Augen der Schlangen besitzen keine Lieder und da das Gehirn direkt dahinter sitzt kann ein meisterlich geschossener Pfeil das Leben der Kreatur beenden.“
    Um seine Worte zu unterstreichen wies er auf den abgetrennten Kopf der Schlange, der immer noch auf dem Boden lag. Eines der Augen fehlte.
    „Nun,“, sprach der Captain weiter, „ zu den Bewegungsmustern: Die Schlangen bewegen sich überraschender weise ziemlich vorhersehbar. Zuerst durchbricht der Kopf die Wasseroberfläche anschließend verharren sie einen Moment um sich zu orientieren, dann schnellt ihr Kopf vor und schnappt sich einen einzelnen Soldaten. Anschließend zieht sich die Kreatur wieder ins Wasser zurück. Im Augenblick der Orientierung sind sie am angreifbarsten. Abschließend noch die Frage nach dem Rudelverhalten: Die Schlangen bewegen sich vollkommen unkoordiniert und greifen immer nur einzeln an.“
    Slavion Horsch trat wieder nach vorne und nickte dem Captain dankend zu „Vielen Dank, Balsur. Das hat uns sehr weitergeholfen. Nun anhand der Schilderungen würde ich vorschlagen, dass ab sofort jedes Schiff das ausläuft eine kleine Gruppe Bogen und Armbrustschützen sowie einige Speerträger an Bord nimmt. Außerdem sollten wir schnellstmöglich die Rümpfe der Flotte verstärken und die Anzahl der Fackeln und Fackelhalterungen erhöhen.“
    Der General, der bis jetzt schweigend zugehört hatte, räusperte sich und meinte: „Das ist ein enormer Aufwand, allein die Flotte aufzurüsten wird Monate brauchen. Dennoch glaube ich, dass wir diese Zeit investieren sollten. Wenn wir den Schiffen weiteren Schutz bieten können, so werden wir das tun. Weitere Vorschläge zum Aufrüsten der Flotte?“
    Ein Ratsmitglied trat vor. „Um die Schlangen am Angriff zu hindern, oder diesen Zumindest zu erschweren könnte man einen Wall aus spitzen Pfählen an Deck installieren.“
    Nun ergriff der Captain das Wort: „Mit dem Höchsten Respekt, wertes Ratsmitglied aber ich denke, dass wird unmöglich sein. Eine solche Konstruktion würde zu viel Platz an Deck einnehmen. Dennoch wäre diese Idee an den größeren Schiffen der Flotte in abgewandelter Form durchaus anwendbar.“
    Der General nickte nachdenklich. „Das sind schon mal gute Ansätze. Gibt es weitere Vorschläge?“ Keiner der Anwesenden antwortete.
    „Nun gut ich werde die Beschlüsse an die entsprechenden Admiräle und Werften weiterleiten. Jetzt werden wir eine kleine Pause einlegen und danach beraten wir unsere nächsten Schritte gegen die Seeschlangen.“, brummte Graubart schließlich.
    Der königliche Rat verbeugte sich vor dem König und dem General, dann schritten sie in kleinen Gruppen, wie Kinder tuschelnd, aus dem Raum.
    König Banur lächelte seinem Freund zu.
    „Lief besser als erwartet oder? Ich weiß doch wie sehr du die höfische Etikette hasst.“, meinte er amüsiert.
    Der Angesprochene verzog übertrieben gequält das Gesicht. „Ich mag es direkt zu sein. Dieses ganze höfliche umhergeblubber macht mich krank. Ich bin im Herzen Soldat, ich will fluchend mit meinen Männern am Feuer sitzen, am besten Besoffen. Doch stattdessen stehe ich hier und muss mich eloquent ausdrücken. Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich einfacher Soldat geblieben.“
    Banur schmunzelte. „Deine direkte Art mag zwar bei den Soldaten gut ankommen aber wenn der Rat erfährt, dass der wertgeschätzte General sich mit dem einfachen Fußvolk betrinkt wird dein Ansehen schneller sinken als du einen Becher Wein leeren kannst.“
    Graubarts Augen wurden schmal „War das etwa eine Herausforderung?“, knurrte er gefährlich leise.
    Der König wackelte streng mit dem Zeigefinger. „Pass auf, wie du mit mir redest ich bin immerhin noch dein König.“
    Einige Sekunden blickten sich die Beiden tief in die Augen. Dann fingen sie gleichzeitig an zu lachen.
    „Wir sollten uns beruhigen, bevor der Rat wieder da ist. Wir sollten zumindest versuchen respektvoll auszusehen.“, schnaufte der General schließlich.
    Als die ersten Ratsmitglieder wieder den Raum betraten erwarteten sie zwei völlig ernste Männer.

  • Gefällt mir sehr gut, vinni . Das ist eher eine Ratssitzung, wie ich sie mir vorstelle. Du hast alle Informationen, die der Leser über diese Schlangen haben möchte, geschickt in dieser Berichterstattung verpackt und dabei auch noch ein schönes Bild vom Kapitän gezeichnet. Das ist ein Mann nach meinem Geschmack, vor allem deswegen:

    Dieses ganze höfliche umhergeblubber macht mich krank. Ich bin im Herzen Soldat, ich will fluchend mit meinen Männern am Feuer sitzen, am besten Besoffen.

    Wunderbar! :rofl:

    Ja, nun bin ich mal gespannt, wie sie das Schlangenproblem lösen und die Angriffe unmöglich machen. Hat sich super lesen lassen und es kann gern so weitergehen. :thumbup:

    "Er wird wiederkommen. Die Berge sind wie ein Virus. Man infiziert sich mit der Liebe zu ihnen
    und es gibt kein Gegenmittel. Sie führen in eine Sucht, man kommt nicht mehr von ihnen los.
    Je länger man sich woanders aufhält, desto größer wird das Verlangen, sie wiederzusehen."

    Chad, der Holzfäller
    aus "Der Wolf vom Elk Mountain"

    ___________________

  • Hi vinni

    ich hab auch weitergelesen und hatte wiedermal Spaß dabei :)

    Spoiler anzeigen
    Die Schlangen hoben ihre Köpfe aus dem Wasser und begannen uns von Backbord voraus und Steuerbord querab anzugreifen.

    Ein Vorschlag von mir: Versuch doch solche Beschreibungen besser im Perfekt als im Präteritum zu schreiben. "Die Schlangen haben ihre Köpfe gehoben und uns von Backbord voraus und Steuerbord querab angegriffen." Das kommt viel lebensechter rüber. Wenn Du was erzählst, sagst Du ja auch nicht "Ich ging auf die Straße und fand einen Hundert-Euro-Schein auf dem Boden." Manchmal kann man auch die Vergangenheitsform verwenden, aber grundsätzlich würde ich Dir zum Perfekt raten. Nur so, als kleiner Tipp ;)

    Dann die Fehlerchen, die mir ins Auge gesprungen sind, auch ohne dass ich groß danach gesucht hätte:

    Die Waffe eines Krigers
    Ein räuspern
    Schell hatten wir einige Wachen verloren
    damit der Kampf nicht im Dunkeln stadtfand
    Am letzten Tag, bevor wir das Feindliche Gewässer, mit erheblichen Verlusten, verließen startete der Feind

    Ich hoffe, Du nimmst mir das nicht übel, aber vielleicht lässt Du vor dem Post einfach nochmal den Rechtschreibcheck drüberlaufen :pardon:

    Ich mag es direkt zu sein. Dieses ganze höfliche umhergeblubber macht mich krank. Ich bin im Herzen Soldat, ich will fluchend mit meinen Männern am Feuer sitzen, am besten Besoffen. Doch stattdessen stehe ich hier und muss mich eloquent ausdrücken.

    Hier musste ich schmunzeln - das bringt mir den Graubart direkt viel näher als jede Beschreibung und macht ihn obendrein noch sympathisch :thumbsup:

    Graubarts Augen wurden schmal „War das etwa eine Herausforderung?“, knurrte er gefährlich leise.

    War das etwa eine Vorahnung für einen Konflikt in der Zukunft? Zwar haben die beiden die Angelegenheit weggelacht, aber ich könnte mir vorstellen, dass es da noch zu Problemen kommen kann. Immerhin hat der König ja nicht ganz unrecht, mit dem, was er dem Graubart vorwirft :hmm:

    Fazit: Wenn Du diese grammatikalischen Dinge noch etwas genauer nimmst, würde es dem Lesefluss nur zugute kommen. Ich finde es ein bisschen schade, wenn ich immer rausgerissen werde aus einer eigentlich tollen und spannenden Erzählung, weil ich über irgendwelche Fehlerchen stolpere.

    Bin gespannt, wie es weitergeht...

    "Die Sonne scheint anders und wird weiter scheinen, es hilft nichts mit Steinen nach ihr zu werfen."

  • Moin vinni :)

    Ich bin auch wieder auf Stand und mir hat die Sitzung auch sehr gut gefallen - man hat zunächst alle Antworten bekommen, die man hören wollte :)

    Aber an einer Stelle muss ich wieder meckern xD

    Spoiler anzeigen

    Auch wenn ich diese Stelle amüsant fand, kann ich nicht nachvollziehen, warum die Ratssitzung unterbrochen wurde. Ich glaube, ich hatte das schon einmal bei der alten Version ähnlich angemerkt ... Die Leute müssten es eigentlich gewohnt sein, stundenlang zu tagen und sich die Köpfe zu zerbrechen ... da geht es mir ehrlich gesagt nicht in den Kopf, warum du das wegen einer kleinen Albernheit unterbrichst ... der zitierte Abschnitt könnte ja dann einfach später kommen, wenn die Sitzung tatsächlich beendet ist und alle gehen :)

    Aber das ist nur meine Meinung :)

    LG :)

  • LadyK

    Schön, dass es dir gefallen hat. Und die Ratssitzung habe ich deshalb unterbrochen, da ich erstmal feedback bekommen wollte, ob das bisher geschriebene so passt oder ob ich noch was ändern soll.
    Aber da es bis jetzt allen gefallen hat kann ich es jetzt ja noch erweitern. Ach und ich hab mir dort einen guten schnitt geschaffen um eventuell zu einer anderen Person zu wechseln. Da ist halt die Frage, ob ein Personen und Zeitwechsel dort überhaupt hinpasst.

    Grüße.

  • Moin vinni

    Spoiler anzeigen

    Und die Ratssitzung habe ich deshalb unterbrochen, da ich erstmal feedback bekommen wollte, ob das bisher geschriebene so passt oder ob ich noch was ändern soll.

    hm. Einen Part deswegen zu unterbrechen, weil man Feedback haben möchte ... Das ist irgendwie komisch xD

    Hier werden die Parts meistens ja nur getrennt, damit man nicht von einer Wall of Text erschlagen wird und das Kommentieren bei einem kürzeren Text einfach leichter ist.

    Du hättest halt auch einfach mitten in der Ratssitzung einen Cut machen können, niemanden hätte es gestört. Gemein wäre natürlich noch so ein schön gemeiner Cliffhanger xD

    So, wie du es jetzt hast, sehe ich nur keinen Sinn in der Unterbrechung. Aber das ist halt nur meine Meinung. Wenn du es so lassen möchtest, wäre das doch auch okay :)

    Da ist halt die Frage, ob ein Personen und Zeitwechsel dort überhaupt hinpasst.

    Tja. Das müsste man sich dann insgesamt anschauen, kann man so schwer beurteilen, ohne den nächsten Teil zu kennen. Probiere es aus, würde ich sagen.

    Aber ich denke, den Perspektivenwechsel würdest du auch ohne diese kurze Unterbrechung einflechten können, sodass die Ratssitzung einfach nahtlos weiter geht.

    Ich denke einfach, dass man von den Leuten schon eine gewisse Einsatzbereitschaft erwarten dürfte. Die bilden da im Moment den Krisenstab. Gegessen und getrunken wird einfach nebenbei, während rund herum Karten und Aufzeichnungen ausgebreitet werden.

    Und wie gesagt - die kleine Albernheit könnte durchaus noch am Schluss stattfinden. Wäre zumindest ein schönes Ende nach der Ratssitzung :)

    LG

  • Servus allesamt

    Es wird mal Zeit, dass ich, nach gefühlten Ewigkeiten, hier mal wieder was poste. Ich hab mich ja ziemlich rar gemacht in letzter Zeit. :) 
    Also ich hab mir viele Gedanken zu meinem vorherigen Part gemacht, an dieser Stelle nochmal danke für das Feedback. ;) LadyK hat ja auf meine Frage, ob nach der unterbrochenen Ratssitzung ein Personen und Zeitwechsel hinpasst, ja geantwortet, dass es schwer zu beurteilen ist ohne den nächsten Abschnitt zu kennen.
    Also lade ich den besagten kurzen Abschnitt hoch: ;)

    **********

    Blar der Herrscher über die grauen Inseln stand, wie so oft, an der Küste seines Herrschaftsgebietes und testete die Stärke des Bannes, der ihn seit dreißig Jahren gefangen hielt.
    Er nahm einen Stein vom Boden und wog ihn in der Hand, dann rief er seine Magie, ließ sie durch seine Adern zucken und leitete sie schließlich in den Stein in seiner Hand. Der kleine Felsbrocken begann zu glühen, wie ein Stück Kohle in der Esse. Blar schleuderte den Stein in Richtung Meer, doch sobald das Geschoss zehn Meter vom Strand entfernt war, wurde es aus einer unsichtbaren Wand aus reiner Macht gestoppt. Vom Einschlagspunkt breiteten sich ringförmige Wellen aus, die an der unsichtbaren Grenze entlangliefen, bis sie schließlich weit in der Ferne verblassten. Doch der dunkle Herrscher starrte nur auf eine Stelle. An dem Punkt, wo der Stein von der Barriere abgeprallt war, oder eher gesagt ein Teil des Steins. Ein Felsstück hatte es durch den Bann geschafft und war dampfend im Meer versunken.
    Ein dunkles Lachen stieg in Blar hoch. Oh ja! Sein Gefängnis wurde schwächer.
    Er rieb sich freudig die Hände, jetzt war es an der Zeit Krieg, Leid und Verderben über diese Welt zu bringen. Es war Zeit, sich endlich an der Wächterin Ryah Wolfsheart zu rächen.
    Der dunkle Herrscher ließ seine Macht durch seinen Körper wallen. Während seiner Gefangenschaft hatte er viele Pläne geschmiedet. Nun war es an der Zeit, einige davon zu verwirklichen. Krieg, das war es, was die Welt verdiente und Krieg sollte sie bekommen!

    ***************

  • Hallo vinni ,

    Spoiler

    wenn ich es richtig verstanden habe, planst du, nach diesem kurzen Einschub die Ratssitzung fortzusetzen? Das fände ich jetzt nicht so gut. Was spricht dagegen, die Sitzung erstmal zu beenden? Denn danach kommt ja auf alle Fälle was Neues. Wahrscheinlich kehren wir zu Lea und Gorm zurück. Da wäre eine Möglichkeit, den kurzen Ausflug zu Blar noch dazwischenzuschieben. Ist aber nur meine Meinung, mal sehen, was die Lady sagt. Der Chef bist du.

    Zu dem Blar-Abschnitt selbst: Ich finde die Sache mit dem Test nachvollziehbar beschrieben, nur kann ich mir die unsichtbare Wand nicht ganz vorstellen. Ich hatte eine senkrechte Barriere im Kopf oder eine Art Kuppel, doch das hier:

    breiteten sich ringförmige Wellen aus, die an der unsichtbaren Grenze entlangliefen, bis sie schließlich weit in der Ferne verblassten.

    spricht irgendwie dagegen und suggeriert mir etwas, das ... nun ja, eben weit in die Ferne reicht. Also nicht nach oben, oder? Vielleicht steh ich ja auch auf dem Schlauch.

    Ja und irgendwie vermisse ich nochmal eine ganz kurze Erklärung (für Vergessliche wie mich), wieso Blar denn da auf den Inseln weggesperrt ist und wer dafür gesorgt hat. Der Prolog liegt ja schon eine Weile zurück (kann aber auch am häppchenweisen Lesen liegen, denn immerhin sind wir noch im ersten Kapitel). Ich erinnere mich an den Kampf der beiden Wächter gegen ihn, aber dass es Ryah war, die ihn letztlich eingesperrt hat, musste ich nochmal nachlesen. Ja, Blar wünscht sich Rache zu nehmen an ihr, aber er könnte durch eine kleine Erweiterung des Satzes auch an das denken, was sie ihm angetan hat.

    "Er wird wiederkommen. Die Berge sind wie ein Virus. Man infiziert sich mit der Liebe zu ihnen
    und es gibt kein Gegenmittel. Sie führen in eine Sucht, man kommt nicht mehr von ihnen los.
    Je länger man sich woanders aufhält, desto größer wird das Verlangen, sie wiederzusehen."

    Chad, der Holzfäller
    aus "Der Wolf vom Elk Mountain"

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  • Hey vinni

    Spoiler anzeigen

    Ich habe deinen kurzen Einschub auch mal eben gelesen und soweit finde ich den auch okay - nicht überwältigend, aber es war in Ordnung :) Hier und da hätte man noch ordentlich Spielraum, das eine oder andere bisschen hübscher auszuschreiben ... kann man aber später immer noch machen ^^

    Allerdings muss ich sagen, dass ich die Unterbrechung der Ratssitzung dadurch noch weniger verstehe. Blars Abschnitt ist nicht wahnsinnig lang und ich könnte mir vorstellen, dass du den einfach an den Anfang eines neuen Kapitels setzt oder Blar gleich komplett ein eigenes Kapitel schenkst (allerdings weiß ich nicht, ob es so günstig ist, den Antagonisten direkt am Anfang der Gesichte kennen zu lernen).

    Ich würde die Ratssitzung erst einmal beenden (ohne die kleine Albernheit zwischen dem König und dem Generel - das aber gerne am Ende der Sitzung) und anschließend den Einschub machen, vielleicht als Übergang zu einem neuen Kapitel?

    Krieg, das war es, was die Welt verdiente und Krieg sollte sie bekommen!

    Sehr schön! Blar scheint ordentlich einen an der Pfanne zu haben - ich freue mich auf seine weiteren Abschnitte :chaos:

    LG

  • Was?! Abgebrochen?

    Wieso das denn? :panik:

    Sicher, dass es nicht nur pausiert, vinni ? Da steckt ne Menge Arbeit drin und du warst auf einem guten Weg!

    Erklär mal, was da los ist. :hmm: Ich denk, ich bin nicht die Einzige, die das interessiert. Außerdem hab ich es nur durch Zufall entdeckt. Warum beendest du das Ganze so heimlich, still und leise?

    "Er wird wiederkommen. Die Berge sind wie ein Virus. Man infiziert sich mit der Liebe zu ihnen
    und es gibt kein Gegenmittel. Sie führen in eine Sucht, man kommt nicht mehr von ihnen los.
    Je länger man sich woanders aufhält, desto größer wird das Verlangen, sie wiederzusehen."

    Chad, der Holzfäller
    aus "Der Wolf vom Elk Mountain"

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  • Was?! Abgebrochen?

    Wieso das denn?

    Irgendwie schon. || Ist mir auch nicht leicht gefallen die Entscheidung. Das hat mehrere Gründe:

    1. Ich bin gerade in der 12 Klasse kurz vor meinem Abitur und da ist Freizeit eher Mangelware, also bleibt kein Platz für jegliche Hobbies. Darunter fällt leider auch das Lesen, und im Falle dieser Geschichte das Schreiben. Wenn ich dann (hoffentlich! :D ) mein Abi in der Tasche hab und ich in meinem Bundesfreiwilligen Dienst beim THW mich bisschen zurecht gefunden habe erhoffe ich mir wirklich sehr wieder genug Zeit für die Literatur zu haben.

    2. Der Punkt wird wahrscheinlich bei vielen nicht als Argument gelten, :P aber ich habe gemerkt, dass Geschichten schreiben echt nicht soooo leicht ist.:D Ich habe mir immer schwerer damit getan die Geschichte weiterzuführen, mich richtig zu artikulieren und die ganzen Handlungsstränge zu ordnen.
    Dazu kommt, wie ihr vielleicht beim Lesen der Texte gemerkt habt, meine Fähigkeit Unmengen an Rechtschreibfehlern überall zu hinterlassen.
    Aber generell gesagt war mir einfach ncht bewusst was es alles für eine (gute) Geschichte braucht.
    Ich habe eines schönen Tages ein Word Dokument aufgemacht und drauf los geschrieben, ohne mir irgendwelche Gedanken zu machen WIE oder WAS ich eigentlich schreibe.
    Jetzt bin ich an dem Punkt, wo mein Kopf zwar vor Ideen überquillt aber ich nicht weiß, wie ich sie richtig aufschreiben soll. Was schade ist, da die Wächterchroniken eine Trilogie hätten werden sollen. :S
    Ganz zu schweigen von tausend anderen Geschichtsideen, die in meinem Kopf schwirren.
    Bei diesem Problem könntet ihr mir sicher helfen aber dafür fehlt mir etwas wichtiges: mal wieder die dumme Zeit. (Hat irgendjemand zufälligerweise einen magischen Kristall unter seinem Bett, mit dem man die Zeit jeden Tag um 10 Stunden verlängern kann? Wenn ja schreib bitte eine PN! Ich brauche den dringend.) Also kann man sagen mir fehlt das "Know-How" des Geschichtenschreibens, falls es sowas gibt.

    3. Ich habe die "Professionalität" dieses Forums unterschätzt. :D Ich habe mich hier zuerst angemeldet und dachte es wäre wie in dem letzten Forum in dem ich war. Ich lade das von der Geschichte hoch, was ich habe und warte auf Feedback, was eigentlich immer nur aus einem Satz bestand.
    Umso überraschter war ich als hier tatsächliches Feedback kam, mit extrem hilfreichen kommentaren!
    Nochmal ein riesiges DANKE! dafür an dieser Stelle.
    Aufgrund dieses krassen Supportes bin ich auch viel weiter mit meiner Geschichte gekommen, als ich es mir jemals erhofft hatte.
    Jetzt fragst du, der das hier gerade liest, dich bestimmt: "Hähhh? Was ist den Punkt nr 3 den Bitte für ein Grund eine Geschichte abzubrechen????" Dies, lieber Leser werde ich dir jetzt sagen und falls du bis jetzt aufmerksam warst wird dich das Folgende wohl kaum Überraschen :;)
    Ich habe mich irgendwie immer schuldig gefühlt, wenn ich mal eine weile nichts hochgeladen habe. Ihr habt euch viel Mühe gegeben mir zu helfen, also will ich euch auch was zurück geben.
    Doch dafür hat mir oft einfach die Zeit gefehlt. Die mangelnde Zeit war auch der Grund, warum ich sonst in diesem schicken Forum nicht gerade der aktivste war/bin. Der letzte Beitrag hier in diesem Thema ist ja jetzt schon paar Monate her.
    Zudem besitze ich nicht die Fähigkeit, die ich an diesem Forum sehr bewundere, bei Geschichten so im Detail feedback zu geben und zu Antworten.


    Also kann man generell das oben geschriebene in einem Wort zusammenfassen: ZEITMANGEL. :cursing:


    Sicher, dass es nicht nur pausiert,

    Wenn man es so sieht. Pausiert auf lange, unbestimmte Zeit

    Da steckt ne Menge Arbeit drin und du warst auf einem guten Weg!

    Danke. Du bist ja auch Grund, dass die Story auf einem guten Weg war/ist.

    Erklär mal, was da los ist. :hmm: Ich denk, ich bin nicht die Einzige, die das interessiert. Außerdem hab ich es nur durch Zufall entdeckt. Warum beendest du das Ganze so heimlich, still und leise?

    Ich hoffe der Obige Erklärungsversuch war hilfreich?
    Und ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wie ihr sonst so Geschichten abbrecht. Heimlich, still und leise trifft es sehr gut. War auch mein Plan eigentlich. Warum? gute frage! Weiß ich selbst nicht so recht.
    Vielleicht weil es mir peinlich war und noch ist eine Geschichte, in die ihr viel Zeit als Forum gesteckt habt zu beenden. :censored: :blush:


    Edit: Aber eins ist sicher! Ich liebe das Forum und euch <3. Sobald ich mehr Zeit habe werde ich definitiv die Geschichte weiiter schreiben, oder es zumindest versuchen, und hier im Forum allgemein aktiver sein

  • Okay, das wird jetzt eine etwas längere Antwort, also nimm dir nen Stuhl.

    Spoiler anzeigen

    1. Ich bin gerade in der 12 Klasse kurz vor meinem Abitur und da ist Freizeit eher Mangelware, also bleibt kein Platz für jegliche Hobbies.

    Klare Ansage. Ist abgehakt. :thumbup:

    ich habe gemerkt, dass Geschichten schreiben echt nicht soooo leicht ist. :D Ich habe mir immer schwerer damit getan die Geschichte weiterzuführen, mich richtig zu artikulieren und die ganzen Handlungsstränge zu ordnen.

    Das ist sicher schon mehreren so gegangen. Aber auch für solche Erkenntnisse bietet das Forum Hilfe und Unterstützung. Die Schreibwerkstatt strotzt nur so von tollen Tipps und Anleitung, wie man richtig gut schreibt. Das geht nicht von heute auf morgen und es behauptet auch keiner, dass es leicht ist. Man muss es wollen (und natürlich Zeit haben). Aber das Werkzeug, um eine gute Geschichte zu schreiben, das findest du hier.

    Ich würde deshalb vorschlagen, lass deine Ideen erst einmal Ideen sein und mach dich mit den Grundlagen vertraut. Ich erkenne in dem, was du über dich und deine Anfänge schreibst, viel von mir selbst wieder. Ich habe am Anfang auch gedacht, ich kann schreiben. Und einzusehen, dass es eben nicht so easy und mein Geschreibsel doch nicht so gut wie von mir angenommen ist, war ein langer und auch zeitweise schmerzhafter Prozess. Doch man kann es schaffen. Wenn man Zeit hat. :D

    Dazu kommt, wie ihr vielleicht beim Lesen der Texte gemerkt habt, meine Fähigkeit Unmengen an Rechtschreibfehlern überall zu hinterlassen.

    Rechtschreibung muss beim Posten nicht perfekt sein. Man kann vieles beim ersten Lesen ignorieren und sich erst ganz am Schluss bei der strengeren Prüfung damit befassen. Das nimmt viel Druck raus. Für das Grobe reicht eine Word Rechtschreibprüfung vor dem Posten voll aus, denk ich. Wenn du diese Fehler beim Erstellen des Grundgerüstes deiner Geschichte noch nicht aufgezählt bekommen willst, dann sag das am besten gleich am Anfang. Das Forum ist immer dankbar, wenn der Autor konkretisiert, welches Feedback er sich wünscht.

    Jetzt bin ich an dem Punkt, wo mein Kopf zwar vor Ideen überquillt aber ich nicht weiß, wie ich sie richtig aufschreiben soll. Was schade ist, da die Wächterchroniken eine Trilogie hätten werden sollen. :S

    Das können die Wächterchroniken immer noch werden. Aber nicht jetzt. Jetzt ist dein Leben erstmal vorrangig und dein Augenmerk sollte sich allein darauf richten, ein gutes Abi abzuliefern. Schreiben ist Hobby, also Beschäftigung für die Freizeit. Wenn man davon wenig hat, muss man Prioritäten setzen.

    Ich habe mich irgendwie immer schuldig gefühlt, wenn ich mal eine weile nichts hochgeladen habe. Ihr habt euch viel Mühe gegeben mir zu helfen, also will ich euch auch was zurück geben.

    Das ist verständlich. Aber das sollte bei dir keinen Druck erzeugen, zu liefern auf Teufel komm raus. Wenn man keine Zeit hat, kann man nicht schreiben. Man setzt das "pausiert"-Label an die Geschichte, erklärt den Lesern kurz, was Sache ist, und macht irgendwann später weiter (oder fängt nochmal von vorn an *hust*)

    Die mangelnde Zeit war auch der Grund, warum ich sonst in diesem schicken Forum nicht gerade der aktivste war/bin.

    Hier gibt es doch keine Vorgaben, wie viel man beizutragen hat. Jeder bringt sich ein, so gut Zeit und Hobbies es zulassen. Alles zwanglos.

    Zudem besitze ich nicht die Fähigkeit, die ich an diesem Forum sehr bewundere, bei Geschichten so im Detail feedback zu geben und zu Antworten.

    Auch die wird beim Account erstellen nicht verlangt. Jeder sagt das, was ihm beim Lesen auffällt. Klar, dass es da Unterschiede gibt. Aber der Autor kann mit allem was anfangen, denke ich.

    Und ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wie ihr sonst so Geschichten abbrecht.

    Ich kann dir nur sagen, wie ich es damals gemacht habe. Ich habe erklärt, warum ich abbreche, und alle User, die sich in meiner Geschichte zu Wort gemeldet haben, im diesem letzten Post verlinkt. Durch die namentliche Erwähnung hat jeder eine Benachrichtigung erhalten und wusste, was Sache war.

    Vielleicht weil es mir peinlich war und noch ist eine Geschichte, in die ihr viel Zeit als Forum gesteckt habt zu beenden. :censored: :blush:

    Du bist nicht der Einzige, der abbricht. Das ist okay. Habe ich selbst gemacht. Und ich habe unzählige Geschichten angefangen, die irgendwann einfach aufhörten, ohne dass das "abgebrochen"-Label drangesetzt wurde. Sowas ist dann schon ärgerlich, weil das wirklich verschwendete Zeit ist. Also nichts, wofür du dich schämen müsstest.

    So. Nu nimm dir ein Jahr Auszeit (oder länger) mit dem Schreiben und kümmere dich um dein Leben. Und wenn du wieder Zeit hast, dann komm zurück und präsentiere uns deine Ideen. Wir helfen dir, die einzelnen Blüten zu einem schönen Strauß zu binden. :)

    "Er wird wiederkommen. Die Berge sind wie ein Virus. Man infiziert sich mit der Liebe zu ihnen
    und es gibt kein Gegenmittel. Sie führen in eine Sucht, man kommt nicht mehr von ihnen los.
    Je länger man sich woanders aufhält, desto größer wird das Verlangen, sie wiederzusehen."

    Chad, der Holzfäller
    aus "Der Wolf vom Elk Mountain"

    ___________________

  • vinni

    Zitat

    Dazu kommt, wie ihr vielleicht beim Lesen der Texte gemerkt habt, meine Fähigkeit Unmengen an Rechtschreibfehlern überall zu hinterlassen.
    Aber generell gesagt war mir einfach ncht bewusst was es alles für eine (gute) Geschichte braucht.
    Ich habe eines schönen Tages ein Word Dokument aufgemacht und drauf los geschrieben, ohne mir irgendwelche Gedanken zu machen WIE oder WAS ich eigentlich schreibe.
    Jetzt bin ich an dem Punkt, wo mein Kopf zwar vor Ideen überquillt aber ich nicht weiß, wie ich sie richtig aufschreiben soll. Was schade ist, da die Wächterchroniken eine Trilogie hätten werden sollen. :S

    Ich möchte noch anfügen: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es einen wirklich hemmt überhaupt zum Schreiben zu beginnen, wenn der Draft schon beim ersten Mal perfekt sein und wenn alle Regeln bedacht werden sollen (btw musst du dich nicht an alle "Regeln" halten, wenn dir manche nicht gefallen!).

    So wie du es machst, drauflosschreiben, macht es sehr viel mehr Spaß und ist um einiges entspannter. Du kannst den ersten Draft paar Tage liegen lassen und dann nachbearbeiten, sobald du dir die Ideen aus dem Kopf geschrieben hast. Das können auch einzelne Szenen oder sogar nur eine Zusammenfassung deiner Ideen sein.