[Noch ohne Titel] SF-Zeitreise-Geschichte...

Es gibt 46 Antworten in diesem Thema, welches 3.661 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (27. Mai 2023 um 22:55) ist von J.J.Raidark.

  • Inspiriert wurde ich von einem Zitat. Im Netz finde ich es einem Michael Hopf zugeschrieben, gehört habe ich es allerdings als Anekdote aus dem arabischen Raum.

    Ein Scheich erzählte, dass sein Großvater auf Kamelen geritten sei. Auch sein Vater sei noch auf Kamelen unterwegs gewesen. Er selber fahre einen Mercedes, sein Sohn einen Lamborghini. Sein Enkel allerdings werde wohl wieder auf einem Kamel reiten...

    Zitat

    Harte Zeiten machen starke Männer. Starke Männer machen gute Zeiten. Gute Zeiten machen schwache Männer. Schwache Männer machen harte Zeiten.

    Dieses Zitat habe ich lange in meinem Köppel hin- und hergewälzt, sortiert, geschüttelt und frittiert... äh, nein, das Frittierte waren Hähnchenflügel, sorry. Mein Fehler.

    Also, wie gesagt: Es hat mich beschäftigt. Und mich zur Frage gebracht: Ab wann ist ein Mensch "hart". Ist unser Begriff von "hart" der gleiche wie der unserer Vorfahren? Würde mein Opi mich als hart oder weich sehen? Und sein Opi? Wie sähe der mich. Und mein Enkel? Und dessen Enkel?

    Wie beeinflußt die Entwicklung der Welt die innere und äußere Härte eines Menschen? Oder die Sicht darauf.

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    Es war dunkel. So dunkel, dass sie nicht einmal wußte, ob sie die Augen offen hatte. Aber sie spürte sich atmen. Sie spürte sich liegen, auf etwas hartem. Sie schickte ihre Hände auf Erkundung, langsam und sorgfältig. Ihre Finger berichteten ihr, dass die Unterlage rechts und links wenige Zentimeter neben ihrem Körper endete und wohl ein drei-vier Zentimeter dickes Brett war.

    Sie holte ihre Hände zurück und tastete langsam über ihren Körper. Sie spürte die Berührung und obwohl sich alles seltsam fremd anfühlte, schien sie doch äußerlich komplett zu sein. Hüften, Bauch, Tittilatur, Hals... Mund, Nase, Augen - ah, offen! - Haare, Ohren...

    ... und noch während sie sich selber erkundete, schien das Undurchdringliche der Dunkelheit weicher zu werden, milder, sanfter. Als sie das bemerkte, hob sie einen Arm von sich weg in die Höhe. Das Dunkel wurde Dämmer. Sie wedelte mit der Hand und es wurde milchig-grau. Sie konnte ihre eigene Hand sehen. Zwar nur schwach, wie durch dicken Nebel, aber sie war da. Sehr schön.

    "Ich denke, hier gibts nen Bewegungsmelder!" erzählte sich sich selber.

    "Das ist korrekt", sagte eine Männerstimme.

    Der Unterschied zwischen dem, was Du bist und dem, was Du sein möchtest, liegt in dem, was Du tust.
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    Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?

  • Heyho Cory Thain

    Höchst interessanter Gedankengang, den Du da durchwandert hast. Ich grübel da mal für mich gerne drüber nach, wer der Harte oder der Zarte zu welcher Zeit ist. Und ob an dem Zitat überhaupt was stimmt (Da habe ich so meine Zweifel. Zu Deinem Geschreibsel zunächst nur mal soviel:

    Sie holte ihre Hände zurück...

    Sowas muß einem erst einmal einfallen. Mit nur vier Worten dem geistigen Auge ein solches Bild zeichnen...Chapeau!

    Bin schwer beeindruckt.

    Vom folgenden Dialog allerdings eher weniger.

    Da passt für mich nix. Weder der Dialog zum Kontext noch der Text im Text:

    erzählte sich sich selber

    "erzählte sie sich selber" ... was soll das sagen?

    ?( ?( ?(

  • Hi Cory Thain

    äh, nein, das Frittierte waren Hähnchenflügel, sorry.

    Ich hoffe, sie haben geschmeckt?

    Zitat

    Harte Zeiten machen starke Männer. Starke Männer machen gute Zeiten. Gute Zeiten machen schwache Männer. Schwache Männer machen harte Zeiten.

    Ich schätze das Zitat funktioniert sowohl als generelles Prinzip als auch im individuellen (und eigentlich auch nicht nur für "Männer"). Ich verstehe das in etwa so:

    - Um der Armut zu entkommen, ackert Paul 100 Stunden in der Woche.

    - Paul ist ein harter Hund, aber ermöglicht seinem Sohn Peter ein Leben in Luxus und Wohlstand.

    - Durch Luxus und Wohlstand ist Peter verhätschelt und weiß nicht, was eigene Arbeit bedeutet.

    - Peter verprasst das gesamte Erbe und ist schließlich gezwungen, selber für seinen Lebensunterhalt zu sorgen. Er verzweifelt an seiner 35,5h Woche, verfällt dem Alkoholismus und springt vom Dach.

    - Sein Sohn Paul II. kann zusehen, wie er aus dem Dreck wieder rauskommt.

    Lösung: In der Mitte liegt die Kraft :aikido:

    Wie beeinflußt die Entwicklung der Welt die innere und äußere Härte eines Menschen? Oder die Sicht darauf.

    Wie Du ganz richtig feststellst, "Härte" ist relativ. Wir empfinden uns als hart, wenn wir 100 Stunden in der Woche in einem Büro schuften. Frag mal einen sibirischen Landarbeiter, was er davon hält.

    Und ein "knallhartes" Workout im Gym wird es wohl nicht mit einem Gefecht auf Leben und Tod in der Ukraine aufnehmen.

    Es war dunkel. So dunkel, dass sie nicht einmal wußte, ob sie die Augen offen hatte.

    Nice, erinnert mich vom Einstieg her an meine Story :D

    Tittilatur

    WTF ... im Ernst??? :rolleyes:

    "Ich denke, hier gibts nen Bewegungsmelder!" erzählte sich sich selber.


    "Das ist korrekt", sagte eine Männerstimme.

    Ich schmeiß mich weg :rofl: Geht's noch weiter oder wars das schon?

    Nett - aber was Deine Geschichte mit dem Zitat zu tun hat, habe ich ehrlich gesagt auch nicht zusammengekriegt :pardon:

    "Die Sonne scheint anders und wird weiter scheinen, es hilft nichts mit Steinen nach ihr zu werfen."

  • Hallo, Der Wanderer und J.J.Raidark

    Vielen lieben Dank für Eure netten Worte. :friends:

    Freut mich, dass Euch der inspirierende Text ebenfalls zum Nachdenken angeregt hat (und ja, die "Männer" im Zitat sind nur der einfacheren Lesbarkeit geschuldet. Wenn allerdings die Anekdote tatsächlich aus dem arabischen kommt, ist es auch durchaus möglich, dass der Scheich wirklich nur Männer gemeint hat, weil Frauen wohl unter "die tun nix" firmieren.) Und ja, J.J.Raidark fast exakt ungefähr so ein bissel ist es gemeint.

    "erzählte sie sich selber" ... was soll das sagen?

    ... ich weiß nicht, ob das eine charakterliche Frage ist oder eine Eigenart des Alters: Manche Leute reden mit sich selber (oder mit den Dingen um sich herum). Da ich diesem "Hobby" durchaus selber fröne, hat auch meine Prota diese Eigenart mitbekommen.

    J.J.Raidark - was spricht gegen Tittilatur?

    Geht's noch weiter oder wars das schon?


    Nett - aber was Deine Geschichte mit dem Zitat zu tun hat, habe ich ehrlich gesagt auch nicht zusammengekriegt :pardon:

    Natürlitsch geht es noch weiter. Sonst hätte ich es unter "Beendete Geschichten" gesetzt... :pardon:

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    "Ich denke, hier gibts nen Bewegungsmelder!" erzählte sich sich selber.


    "Das ist korrekt", sagte eine Männerstimme.

    Das erschreckte sie dermaßen, dass sie hochfuhr und fast von der schmalen Liege gekippt wäre. Doch wie aus dem Nichts stand plötzlich ein weißgekleideter Mann neben ihr und fing sie sanft auf.

    "Verzeih bitte! Ich wollte dich nicht erschrecken!"

    "Es ist... äh... nichts passiert, alles okay! Kein... äh... Haben Sie die ganze Zeit im Dunkeln gehockt???" Dieser Gedanke beunruhigte sie. Auch seine Antwort bereitete ihr Unbehagen: "Ja, das bin ich gewohnt."

    "Oh, äh... hm..." mehr bekam sie nicht heraus, also schwieg sie. Den Mann schien das wenig zu stören, ohne erkennbare Emotion in Stimme und Gesichtsausdruck sagte er: "Ich habe deinen Betreuer soeben informiert."

    Jetzt war sie richtig verstört: "Meinen... was? Wozu brauche ich einen Betreuer? Was ist passiert?" Doch der Weißgekleidete stand nur noch da, blickte durch sie hindurch und schien zu warten. "Hey? Hallo???" Der Mann reagierte nicht mehr.

    Eilig ging sie ihre Möglichkeiten durch. Viele waren es ja nicht. Sie konnte aufstehen und gehen. Nur wohin? Und würde der weiße Typ sie aufhalten? Er wirkte groß und kräftig, war wohl nicht ratsam, sich mit ihm anzulegen. Andererseits schien er gerade irgendwie abwesend zu sein... Die zweite Option war, hier auf den angekündigten Betreuer zu warten, in der Hoffnung, dass der etwas kommunikativer war. Das war vielleicht hilfreicher. Und vor allem ungefährlicher, denn obwohl es leicht dämmerlich war, konnte sie keinen Boden unter ihrer Liege erkennen... wer weiß, wie tief man hier fiel.

    Und, als wolle ihr das Universum (oder sonstwer) die Entscheidung abnehmen, öffnete sich in der Dunkelheit vor ihr ein schmaler Spalt gleißenden Lichtes. Er wurde breiter und schließlich war da ein leuchtendes, türgroßes Rechteck, in dem die Silhouette eines Mannes zu sehen war. Ein ziemlich muskulöser Mann, mit langen Haaren, oder einem Tuch über dem Kopf, vielleicht. Ein Scherenschnitt von Aquaman, Jason... Dingsda, wie hieß dieser Schauspieler bloß nochmal? Sie wußte, dass sie den Namen kannte, aber er fiel ihr nicht ein. Der Typ stand einfach nur da, mit leicht gespreizten Beinen, die Arme hingen regungslos an der Seite. Offenbar genoß er gerade die Theatralik des Augenblicks. Oder er hatte Angst, einzutreten...

    In diesem Augenblick ging hinter dem Schattenmann jemand vorbei. Groß, dürr, in schwarze Klamotten gekleidet, intressiert auf etwas in seiner Hand blickend. Ein Smombie! Der Anblick war so gewöhnlich für sie, dass sie lachte und die Magie des Momentes schlagartig verlosch.

    Der Scherenschnitt-Kerl sagte etwas, mit einer angenehmen Stimme, aber in einer völlig unbekannten Sprache. Es wurde heller im Raum und sie konnte erkennen, dass der Mann der Inbegriff eines Film-Wikingers war. Das Muskulöse hatte man schon sehen können, aber sein Haar war rot und ringelte sich in sanften Wellen über seine Schultern, das Gesicht war sehr hell und mit Sommersprossen betupft. 'Graue Augen', registrierte sie.


    (Korrektur 1: 30.04.2023)

    Der Unterschied zwischen dem, was Du bist und dem, was Du sein möchtest, liegt in dem, was Du tust.
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    Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?

    Einmal editiert, zuletzt von Cory Thain (30. April 2023 um 15:11)

  • Oha, was ist da los? Also wir haben einen weißgekleideten Robo-Guru, einen Scherenschnitt-Betreuer, der aussieht wie Khal Drogo und einen Smombie, der uns ja eigentlich bekannt sein müsste. Interessantes, recht undurchsichtiges Setting und worauf die Sache hinausläuft, liegt noch ärger im Dunkeln, als die Protagonistin am Anfang :P

    Sehr schön, ich will mehr davon 8o

    "Die Sonne scheint anders und wird weiter scheinen, es hilft nichts mit Steinen nach ihr zu werfen."

  • Der Mann trat näher und sagte etwas. Es klang wieder sehr schön, war aber ebenso unverständlich wie der erste Satz. Sie überlegte kurz, wie sie es am besten formulieren sollte und entschied sich dann für ein förmliches: "Verzeihung bitte! Ich habe Sie nicht verstanden!" Sie war sich sicher, dass der Rothaarige sie ebensowenig verstand, aber er erwiderte etwas. Wahrscheinlich sowas wie "Verzeihung, bitte, ich habe Sie nicht verstanden!" Sie schenkte ihm eine verständnisvolle Grimasse.

    Der Wikinger betrachtete ihren mimischen Kommunikationsversuch einen Augenblick verwirrt und wandte sich dann an den Weißgekleideten: "Dottané?"

    Sie hatte dieses Wort noch nie gehört und hatte nicht mal eine vage Vorstellung davon, in welche Sprache es gehörte. Das war allerdings nicht verwunderlich, den fremdsprachlich war sie nicht mal eine Null, sie war irgendsowas wie eine minus Fünf. Selbst ihrem Englisch schenkte sie selber äußerst wenig Vertrauen.

    Aber der Weißgekleidete fühlte sich sehr wohl angesprochen: "Vielleicht ist ihr Übersetzer defekt!"

    "Sie verstehe ich aber richtig gut!" sagte sie.

    Der Weißgekleidete gönnte ihr tatsächlich einen Moment Aufmerksamkeit: "Weil ich als Arzt schnelle Kommunikation benötige und deshalb den Übersetzer umgehen kann."

    Arzt? Oha! "Heißt Dottané Arzt?" fragte sie. Der Weißgekleidete nickte: "Ja. Ich werde Dich jetzt berühren, erschrick nicht!"

    Sie wollte gegen den Vorwurf der Schreckhaftigkeit aufbegehren, aber der Arzt hatte bereits die Hand nach ihr ausgestreckt und berührte sie an der rechten Kopfseite. Er blickte wieder ein paar Sekunden durch sie hindurch, als lausche er fernen Geräuschen. "Lesen Sie grade meine Gedanken?" fragte sie laut und hätte die Worte gern gleich wieder verschluckt. Der Arzt reagierte nicht, aber der Rothaarige senkte den Kopf. Sie konnte sehen, dass er ein Lächeln zu verbergen suchte. Verstand er sie etwa?

    (Korrektur 1: 16.04.2023)

    Der Unterschied zwischen dem, was Du bist und dem, was Du sein möchtest, liegt in dem, was Du tust.
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    Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?

    Einmal editiert, zuletzt von Cory Thain (16. April 2023 um 01:28)

  • Hi Cory Thain

    schön, dass es weiter geht :)

    Dottané

    Ich mag Deine kleine Geschichte und Deinen lockeren Schreibstil. Du hast so eine unbefangene, offene Art zu schreiben, die Du Dir auf jeden Fall beibehalten solltest, aber das ist nur meine Meinung.

    Ich denke mal, weil Du einen täglichen Output hast/hattest, haben sich da ein paar Unaufmerksamkeiten in Deinen Text geschlichen. Soll jetzt keine Korinthenkackerei sein, nur by the way:

    verstand, aber er erwiederte etwas.
    Das war allerdings nicht verwunderlich, den fremdsprachlich war sie nicht mal eine Null, sie war irgendsowas wie eine minus Fünf. Selbst ihrem Englisch schenkte sie selber äußerst wenig Vertrauen.

    :rofl:hier stimmt alles, aber ich wollte das mal erwähnen, weil ich es so lustig fand. Den Satz mit dem Englisch finde ich demgegenüber unnötig. Kannst ja mal überlegen, ob er Dir wirklich wichtig ist.

    "Sie verstehe ich aber richtig gut!", sagte sie.
    "Weil ich als Arzt schnelle Kommunikation benötige und deshalb mit demn Übersetzer umgehen kann!"

    Warum das Ausrufezeichen am Ende? Schreit er die Antwort etwa? :rolleyes:

    "Ja. Ich werde Dich jetzt berühren, erschrick nicht!"

    Mal abgesehen davon, dass ich die Vorstellung gruselig und verstörend finde, muss ich mal positiv herausstellen, dass Du den richtigen Imperativ von "erschrecken" gewählt hast. Ich habe es schon so oft falsch gelesen (und in der Vergangenheit auch falsch gemacht ^^ )

    Vorwurf der Schreckhaftigkeit aufbegehren

    Ich habe noch so überhaupt keine Ahnung, wo das alles hinführen soll, bin aber echt gespannt :thumbup:

    Aber Moment mal, was ist eigentlich mit dem Swombie? =O

    "Die Sonne scheint anders und wird weiter scheinen, es hilft nichts mit Steinen nach ihr zu werfen."

  • Danke J.J.Raidark, für deine Anmerkungen.

    Das mit dem Englisch wird später noch mal Thema sein, vielleicht. Kann sein, dass ich den obigen Dings noch entferne, ich diskutiere noch mit mir.

    Die "Korrektur" bei dem Satz mit dem Arzt, der den Übersetzer umgeht, möchte ich allerdings ignorieren, denn ich habe die Formulierung bewußt so gewählt. Das Ausrufzeichen werde ich pünktlich ersetzen (Hah! Ein Wortspiel!)

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    Irgendetwas klickte. Sie konnte nicht ausmachen, woher es kam. Aber der Arzt löste seine Hand und sagte: "Der Übersetzer war nicht eingeschaltet."

    "Und jetzt ist er...?" fragte der Rothaarige ungeduldig.

    "Momoa!" rief sie aus. "Jason Momoa!"

    "Wie bitte?" der Rothaarige wirkte sehr verblüfft.

    Sie wurde rot: "Naja... äh... als Sie vorhin reinkamen, sahen Sie aus wie dieser Schauspieler und mir ist ums Verrecken der Name nicht eingefallen."

    "Ums Verrecken... ?" Der Wikinger starrte sie an, als überlege er, wieviele Tassen in ihrem Schrank wohl fehlten.

    "Verzeihung, ja, ähm... tschulligung!" Gottel, war das peinlich. Sie zog die Hände vors Gesicht, ahnte aber, dass der Kleinkindertrick nicht wirklich funktionieren würde. Er hatte noch nie funktioniert.

    Sie hörte, wie der Mann sich räusperte, wohl um seinen Schock wegzuhüsteln. Dann hörte sie ihn sagen: "Mein Name ist Kommandant Lennard Bern. Ich bin dein Betreuer. Sagst du mir bitte deinen Namen?"

    "Meinen... was?" War heute Tag der halben Sätze? Sie sah den Mann fragend an: "Steht der nicht in meinen Papieren?" Der Rothaarige schüttelte den Kopf: "Wir haben kein Papier über dich. Sagst du mir bitte deinen Namen?"

    Für einen Moment war sie versucht, irgendeinen blöden Namen zu nennen, nur um den Wikinger nochmal zu verwirren. Dann entschied sie sich dagegen, sie war keine albernen 20 mehr. "Ich heiße Christiana Noack!" sagte sie.

    Der Unterschied zwischen dem, was Du bist und dem, was Du sein möchtest, liegt in dem, was Du tust.
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    Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?

  • Guten Morgen Cory Thain ,

    bisher gefällt mir deine Geschichte ganz gut. Ich mag den leichten, authentischen Stil mit viel Umgangssprache. Da lässt sich leicht glauben, dass Christiana das so denkt und erzählt, wie sie es wahrnimmt. ^^

    Zum Zitat

    Ich kannte das Zitat auch schon länger und bin mal über eine Auseinandersetzung damit bzw. über das, was es in verkürzter Form ausdrückt, gestolpert, die ich sehr interessant fand.

    The Fremen Mirage (Acoup-Blog) oder Fremen Mirage (all the tropes)

    Kurz zusammengefasst: Die Fremen-Fata-Morgana ist eine pop-kulturelle Theorie der Geschichte. Der Mangel von Wohlstand und Raffinesse führt zu moralischer Reinheit, die dann zu militärischen Fähigkeiten führt, die wiederum eine Abfolge der Geschichte hervorbringt, in der reiche und dekadente Gesellschaften immer von armen, aber harten 'Fremen' unterworfen werden, die dann reich und dekadent werden.

    In der Geschichte der Welt gibt es im Wesentlichen genau ein Beispiel, wo ein "wildes Volk" sich gegen mehrere "dekadente Staaten" durchsetzen konnte - die Mongolen. Allerdings nicht, weil sie härter oder moralisch überlegen gegenüber ihren Feinden gewesen wären, sondern weil ihre Kriegstaktikten mit berittenen Bogenschützen zufällig sehr effektiv gegen die von ihnen unterworfenen asiatischen und osteuropäischen Staaten war. Geschichtsschreiber nutzten die Fremen-Mirage aber als Werkzeug ihrer Erzählung, z.B. um ihren eigenen Sieg gegenüber den "wilden Völkern" außergewöhnlicher und toller darzustellen (etwa Caesar in seinen Erzählungen über die Gallier, die er dann allerdings unterworfen hat, was also schon ein Beispiel dafür ist, dass die in diesem Gedankenmodell dekadente Gesellschaft der "verweichlichten" Römer mit überlegenen Waffen, Taktik und einem größeren Heer gegen die "härteren" Gallier gewinnen kann.).

    Bis hierher ist das zusammengefasst und übersetzt. Ich werde dazu in keiner Diskussion über historische Beispiele oder so einsteigen. Der Thread ist ja eigentlich für Corys Geschichte und das sollte auch so bleiben. ^^

    „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]

  • Supi supi bislang :thumbup:

    Momoa? Jason Momoa?
    "Momoa!" rief sie aus. "Jason Momoa!" "Wie bitte?" der Rothaarige wirkte sehr verblüfft.

    Ich stell mir das gerade vor ... herrlich ... ich kann nicht mehr :rofl:

    Ich feier Deinen unbekümmerten, offenen Stil irgendwie voll ab. Tut mir leid, aber ich muss es mal in eine Metapher packen: Als ob ich ein Pana Cotta (italienische Nachspeise :P ) zum Nachtisch serviert bekomme, das einfach herrlich geschmackvoll und nicht zu süß ist und der Kellner mir auch noch sagt, dass es keine Kalorien enthält.

    Viele Fantasy-Texte sind ja geradezu überladen vor depressiver Schwermut (insbesondere meine), da stellt Deine "locker-flockige" Art einen so erfrischenden Gegenentwurf dar, dass es mir einfach Spaß macht, darin so tagträumerisch zu versinken.

    Die einzige Kritik, die ich daran habe, ist - um bei meinem blöden Beispiel mit dem Nachtisch zu bleiben - dass sich bei mir durch den Schrieb kein "Sättigungsgefühl" einstellt, also etwas an Substanz vermissen lässt. Aber ich schiebe das mal auf die winzigen Häppchen, die Du hier peau á peau servierst.

    Gerne weiter so :thumbsup: und ich sollte mal was essen gehen :whistling:

    Was war das? Etwa ein Swombie ... ? =O

    "Die Sonne scheint anders und wird weiter scheinen, es hilft nichts mit Steinen nach ihr zu werfen."

  • ........

    Der Wikinger-Kommandat wirkte sichtlich erleichtert, eine Antwort bekommen zu haben, die grundsätzlich verständlich war. Er nickte freundlich und hielt ihr die Hand hin: "Fühlst du dich kräftig genug, ein paar Schritte zu gehen? Ich möchte dir dein Quartier zeigen."

    Mein... äh.. ja... natürlich... was? Christiana ließ sich von der Liege helfen, die wirklich höllisch hoch war. Wahrscheinlich, damit sich der Doktor beim Sezieren nicht so tief runterbeugen musste... Christiana schüttelte kurz den Kopf, um das unangenehme Bild loszuwerden. Dann ging sie hinter dem Mann her, auf die dunkle Wand zu, die sich wie von Geisterhand öffnete... Geister!? Echt jetzt, Chrissie? Die haben Bewegungsmelder, schon vergessen? Sie atmete tief ein und trat auf den Flur.

    Der Gang war hell. Unangenehm hell nach dem Dämmer des Arztzimmers. Ein paar Leute waren unterwegs, einige, wie der Smombie vorhin über ihre Smartphones gebeugt, ein paar gingen auch schwatzend an ihnen vorbei. Geschäftigkeit eben. Nur etwas war eigentümlich. Christiana brauchte ein paar Augenblicke, um zu erkennen, was es war. Die Leute hier trugen schwarze enge Anzüge. Definitiv kein Krankenhaus-Outfit. Eher... Uniformen. Alles schwarz, nur die Schulterpassen waren unterschiedlich gefärbt.

    Ein Militärkrankenhaus vielleicht? Das würde erklären, warum ihr Betreuer sich Kommandant genannt hatte. Aber ein Kommandant als Betreuer für eine.... nun, was war sie eigentlich?

    "Entschuldigen Sie bitte, Herr Kommandant! Warum bin ich hier?"

    Der Rothaarige blickte auf sie herab. Jetzt erst begriff Christiana, wie riesig der Kerl eigentlich war. Dreimeterfuffzig? Naja, eher zwei Meter.
    "Können wir das in deinem Quartier besprechen?" fragte er und jetzt, hier im hellen Licht sah sie, dass seine Lippenbewegung nicht zu dem Gesagten passten. Ja natürlich! Der Übersetzer! "Ähm, entschuldigung... der Übersetzer? Wo isn der?" Sie klopfte demonstrativ an ihrem Körper rum, als suche sie etwas.

    Der Herr Kommandant drehte den Kopf leicht und strich sich die langen roten Haare hinters Ohr... Gott, war der im Nebenberuf Model oder so? Dann aber sah Christiana, was er zeigen wollte. Eine klitzekleine Erhebung hinter dem Ohr.

    Instinktiv hob Christiana die Hand ans Ohr. "Rechts!" sagte der Kommandant mit einem Lächeln. Gehorsam wechselte Christiana die Seite. Tatsächlich. Ein kleines Hubbelchen hinter dem Ohr. Ihr erster Gedanke war: Mist, das wird bei dem Brillenbügel stören! Der zweite Gedanke: Wo isn meine Brille? Und der dritte:

    "ICH HAB N CHIP IM HIRN???"

    Der Unterschied zwischen dem, was Du bist und dem, was Du sein möchtest, liegt in dem, was Du tust.
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    Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?

  • (Es sind noch nicht ganz 24 Stunden. Aber ich hoffe, es ist trotzdem okay. Ich muss jetzt bett. ich bin Kopfschmerz.)

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    "ICH HAB 'N CHIP IM HIRN???"

    Der Kommandant sah sie ernst an: „Nicht im Hirn. Der Übersetzer sitzt zwischen Schädeldecke und Kopfhaut.“

    „Ich will das nicht! Machen… machen Sie ihn raus!“ Christiana fing an, an dem Ding herumzupolken, als könne sie ihn wie einen Pickel ausdrücken. Der Rothaarige griff nach ihren Händen und hielt sie fest. „Dann können wir uns aber nicht mehr unterhalten!“ sagte er leise.

    „Ich kann die Sprache ja lernen! Und außerdem – ich bin gesund! Ich geh eh gleich nach Hause!“ Christiana versuchte, sich aus dem Griff des Mannes herauszuwinden, aber es gelang ihr nicht.

    „Wir reden in deinem Quartier weiter, ja?“ schlug der Mann vor und zog sie sanft weiter. „Lassen Sie mich los!“ fauchte Christiana. „Nur wenn Du versprichst, nicht am Übersetzer herumzuspielen… Versprichst du es?“ Widerwillig nickte Christiana und tatsächlich ließ der Mann ihre Hände los: „Es ist nicht mehr weit! Komm!“

    Trotz dieser Worte bogen sie noch um unzählige Ecken und gingen endlose Korridore entlang. Christiana bekam das Gefühl, der Mann machte extra Umwege, um den Weg zu verlängern. Vielleicht um sie zu verwirren, vielleicht aber auch, um Zeit zu gewinnen.

    „Geben Sies zu, sie haben sich verlaufen. Wollen wir nicht ein Taxi rufen?“ Irgendwie wollte sie den Mann ärgern. Aber der Rothaarige grinste sie bloß an und ging weiter. Irgendwann nach einer Ewigkeit blieb er stehen: „Hier ist es“. Eine runde Plakette mit Zahlen an der Wand verkündete „11-31“, sonst war an der Wand nichts Auffälliges zu sehen. Doch als der Kommandant die Plakette berührte, bildete sich ein Riss in der Wand, der sich umlaufend verlängerte, bis er die Form einer Tür bildete. „Auf!“ sagte der Rothaarige und das Türblatt schob sich lautlos zur Seite.

    Der Raum dahinter war leer. Fast leer. Mitten drin stand ein großer weißer Klotz in der Größe und der Höhe einer Liege. Die Wände waren grau mit einem ebenmäßigen Raster aus schwarzen Vierecken. „Oh, wie heimelig!“ rutschte es Christiana heraus. Der Mann neben ihr lächelte: „Du kannst es Dir einrichten, wie du magst!“

    „Au ja“, sagte Christiana sarkastisch « den Klotz schieb ich quer an die Wand, so gewinnt der Raum an luftiger Weite!“ Der Rothaarige lachte auf: „Ja, das wird bestimmt toll!“

    Sie betraten den Raum und die Tür schloss sich hinter ihnen. Christiana wandte sich zu dem Mann um: „Nun? Warum bin ich hier?“

    Der Rothaarige lächelte wieder nichtssagend freundlich: „Gib mir bitte noch einen Augenblick, ja? Ich habe Jenna hergebeten, sie ist unsere Psychologin…“

    „Ich will keine Psychologin, ich will wissen, warum ich hier bin!“ Christiana spürte Trotz in sich aufsteigen. „Wieso können Sie nicht einfach meine Frage beantworten? Wissen Sie die Antwort nicht? Oder…“

    In diesem Moment ertönte ein Summton, der Kommandant sagte erfreut: „Ah, da ist sie schon… Auf!“

    Die Tür schob sich ein weiteres Mal zur Seite und eine junge Frau trat ein. Sie war fast genauso groß wie der Rothaarige, aber sehr viel schmaler. Sie trug ihre schwarzen Haare sehr kurz und strubbelig, als sei sie gerade erst aufgestanden.

    „Hallo! Ich bin Jenna Mayer!“ sagte die Frau freundlich. Christiana starrte die Frau nur unwillig an. Sie mochte keine Psychologen. Vor allem nicht, wenn man sie ihr auf den Hals hetzte. „Tach!“ quetschte Christiana hervor, mehr Enthusiasmus brachte sie gerade nicht auf. Die Frau schien das nicht sonderlich zu stören, ihr freundliches Lächeln war wie eingewachsen.

    „Setzen wir uns doch!“ schlug der Rothaarige vor. Aufn Boden oder was? Christiana hatte schon eine sarkastische Bemerkung auf der Zunge, als der Mann gegen die Raumdecke schaute und sagte: „Computer? Ambientekontrolle: Drei Stühle!“

    Es summte kurz und mit leichtem glühglitzrigen Leuchten erschienen drei bequem aussehende Sessel im Raum. „Waaaaaaaah…..?“ Christiana wich zurück, bis sie die Wand hinter sich spürte.

    Der Kommandant blickte schuldbewusst: „Verzeih! Ich wollte dich nicht erschrecken!“ Christiana atmete laut aus: „Dafür haben Sie das aber gut hingekriegt…“


    (Korrektur 1: 20.04.2023)

    Der Unterschied zwischen dem, was Du bist und dem, was Du sein möchtest, liegt in dem, was Du tust.
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    Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?

    Einmal editiert, zuletzt von Cory Thain (20. April 2023 um 16:50)

  • Der Kommandant blickte schuldbewusst: „Verzeih! Ich wollte dich nicht erschrecken!“ Christiana atmete laut aus: „Dafür haben Sie das aber gut hingekriegt…“

    Der Rothaarige schaffte es, noch schuldbewusster zu guggen. Noch ein Wort von ihr und er würde vielleicht weinen. Wollte sie das? Ne, eher nicht!

    "Okay! Ich bin wieder unten. Also: Warum bin ich hier?" stellte sie ihre Frage zum dritten Mal. Frau Mayer ließ sich ausführlich auf einem der Sessel nieder und winkte Christiana zu sich heran. "Ich stehe lieber!"

    "Gut", sagte die Frau und suchte kurz Blickkontakt zum Kommandanten, dann nickte sie.

    "Du hattest einen Unfall!" sagte die Frau. Christiana nickte, als sei das vollkommen klar gewesen: "Und...?"

    "Ein Fahrzeug hat dich frontal erfasst und gegen irgendetwas aus Glas gedrückt."

    "Irgendwas aus Glas? Was aus Glas?" Christiana war verwirrt.

    "Das wissen wir nicht, wir waren nicht dabei. Aber als wir dich... ", die Frau zögerte kurz "... als wir dich gefunden haben, war dein Rücken durch sehr viele Glassplitter zerschnitten. Einige der Splitter waren in deinen Körper eingedrungen und haben deine Organe verletzt. Du bist innerlich verblutet."

    Innerlich verblutet klang wie gestorben. Aber sie stand doch hier...? "Ich bin aber nicht tot, oder?" fragte Christiana das offensichtliche ab.

    Die Frau im Sessel schien über ihre nächsten Worte intensiv nachzudenken, es dauerte ein paar Augenblicke, ehe sie sagte: "Doch. In gewisser Weise schon."

    Und obwohl Christiana die Frau nicht aus dem Blick ließ, konnte sie im Augenwinkel sehen, wie der Rothaarige den Kopf schüttelte.

    Christiana grinste schief: "Das ist jetzt wenig lustig. Ich bin also in gewisser Weise tot?" Die Frau nickte: "Ja. Die Ärzte... die Ärzte deiner Welt konnten dich nicht retten und erklärten dich für tot."

    Christiana starrte die Frau ungläubig an. Was redete die denn für einen Dummfug? Ganz kurz kam ihr eine Geschichte in den Sinn, die sie vor kurzem gelesen hatte... von einer Frau, die im Zwischenreich zwischen Himmel und Hölle eine zweite Chance bekam, weil ihr Schutzengel nicht recht aufgepasst hatte... oder so. Christiana holte tief Luft: "Sie möchten mir also sagen, dass ich tot bin, eigentlich mit total zerschnibbeltem Körper in der Pathologie rumliege und sie haben meine Seele da rausgeschleppt, um mir hier verzauberte Sessel vorzuführen?"

    "Nein!" sagte die Frau energisch.

    "Was dann?"

    "Ich versuche, dir zu sagen, dass du lebst, dass unsere Ärzte... also unser Arzt, um genau zu sein, deine Verletzungen heilen konnte und das auch getan hat. Da du aber in deiner Welt als tot giltst, kannst du nicht dorthin zurückkehren..."

    "Ahhhhhhhh! Und jetzt geben sie mir die Chance, in einem neuen Körper neu anzufangen, um meine Fehler wieder gutzumachen?" fragte Christiana sarkastisch.

    "Was für Fehler?" mischte sich der Kommandant ein. Christiana sah ihm direkt in die Augen: "Weiß ich doch nicht! Sagen Sie's mir!" Der Mann schüttelte nur ratlos den Kopf.

    Die Frau im Sessel schien auch nicht recht zu wissen, wie sie auf Christianas Worte reagieren sollte. Soviel zum Thema Psychologin. Christiana hob den Kopf. Sie brauchte definitiv Zeit zum Nachdenken. "Ich muss mal pullern!" sagte sie laut.

    "Äh...was?" fragte der Wikinger.

    "Ich muss aufs Klo! Oder gibts hier im Zwischenreich keine Toiletten? Pinkeln die Engel ins Gebüsch?"

    "Doch! Toiletten gibt es, ich zeig sie dir!" der Mann schien erleichtert, dass sie etwas erbat, was er erfüllen konnte. "Komm mit in den Nebenraum!"

    "Neben... was?" Urplötzlich hatte die Wand neben Christiana ein türgroßes Loch. "Ach du Scheiße!" entfuhr es ihr.

    "Komm!" wiederholte der Mann...

    (Korrektur 1: 20.04.2023

    Korrektur 2: 30.04.2023)

    Der Unterschied zwischen dem, was Du bist und dem, was Du sein möchtest, liegt in dem, was Du tust.
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    Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?

    2 Mal editiert, zuletzt von Cory Thain (30. April 2023 um 15:20)

  • Ah ja, Christiana Noack, der Name ...

    Chip im Hirn
    Geister!? Echt jetzt, Chrissie? Die haben Bewegungsmelder, schon vergessen?

    Schöne Anspielung darauf, in was für einem Setting wir uns befinden - Sci-Fi, Chrissie, nicht Fantasy.

    wie der Smombie vorhin über ihre Smartphones gebeugt

    Ah, da sind die Freaks ja wieder. Ich frage mich an der Stelle, wofür wir diese Handyopfer brauchen, wenn Simultanübersetzer in die Schädeldecke gepflanzt werden können. Wären Kontaktlinsen mit Smartphone-Oberfläche nicht sinnstiftender?

    Dreimeterfuffzig? Naja, eher zwei Meter.

    :rofl: der Style ist einfach erfrischend!

    Doch als der Kommandant die Plakette berührte, bildete sich ein Riss in der Wand,
    ie trug ihre schwarzen Haare sehr kurz und wirkte strubbelig, als sei sie gerade erst aufgestanden.

    Wirkte sie strubbelig oder ihre Haare?

    „Tach!“ quetschte Christiana hervor

    Sehr schön! Hab ich schon gesagt, dass ich Christiana mag? Ich mag Christiana.

    noch schuldbewussßter zu guggen.

    Du scheinst stellenweise noch mit der alten Rechtschreibung zu arbeiten. Finde ich jetzt nicht unbedingt schlimm, irgendwie blöd nur, wenn es nicht konsequent ist. Vielleicht lassen ... ?

    Noch ein Wort von ihr und er würde vielleicht weinen.

    Und das bei so einem Baumstamm von Kerl. Macht bestimmt einen sehr eigentümlichen Eindruck, wenn der plötzlich in Tränen mit Rotznase ausbricht ;(

    Ein Fahrzeug hat dich frontal erfassßt und gegen irgendetwas aus Glas gesdrückt.

    Wahrscheinlich kennen die keine Fensterscheiben mehr ... irgendwas aus Glas ... :patsch:

    "Doch. In gewisser Weise schon."

    WTF - wo sind wir hier? Ist das das Leben nach dem Tod? :pupillen:

    "Doch! Toiletten gibt es, ich zeig sie dir!" der Mann schien erleichtert, dass sie etwas erbat, was er erfüllen konnte. "Komm mit in den Nebenraum!"

    Der Typ ist so unglaublich unfähig. Einfach herrlich ^^

    Fazit: Tja, mittlerweile erfahren wir also mehr darüber, was Christiana zugestoßen ist und wo sie sich befindet. Da sie einem ganz natürlichen Bedürfnis nachgehen muss, erfahren wir ja leider nicht mehr über die Hintergründe ihrer jetzigen Situation. Andererseits, dass sie jetzt pinkeln muss, zeigt, dass sie sich tatsächlich in einem funktionstüchtigen Körper befindet. War sie etwa in so einer Art Kryo-Schlaf, bis die Technologie erfunden wurde, um ihr Leben zu retten? Das wäre jetzt so meine Theorie. Mittlerweile kommt aber auch die Theme mit den "schwachen Männern" heraus, glaube ich zumindest - dieser Jason Momoa ist ja die absolute Überpfeife. Wäre ja mal interessant, herauszufinden, was sich alles bis zu diesem Punkt zugetragen hat. Und natürlich, wie es weitergeht. Weiterhin top :thumbsup:

    Aus dem Weg, verflixter Smombie 8)

    "Die Sonne scheint anders und wird weiter scheinen, es hilft nichts mit Steinen nach ihr zu werfen."

  • "Neben... was?" Urplötzlich hatte die Wand neben Christiana ein türgroßes Loch. "Ach du Scheiße!" entfuhr es ihr.

    "Komm!" wiederholte der Mann...

    Der Raum nebenan war genauso pompös karg wie der erste. Ein weißer Liegeblock, Karos an den Wänden, sonst nichts. Aber Christiana war durch die Erfahrung mit den drei Sesseln vorbereitet, sie zuckte nicht mal mit einer Wimper, als der Kommandant sagte: "Sanitär. Toilette" und daraufhin ein Kasten aus der Wand heraus"wuchs". Das Ding sah schrecklich unbequem aus und lud sicher nicht dazu ein, Zeitung zu lesen oder anderweitig eine Sitzung zu verlängern.

    "Sanitärobjekte gibt es nur hier im Nebenraum", erklärte der Mann und schien einen längeren Monolog beginnen zu wollen.

    "Ich muss mal! Dringend!" erinnerte ihn Christiana und kniff die Beine zusammen. "Wär schön, wenn Sie jetzt gehen würden... oder wolln Sie zuschauen?"

    "Äh, nein!" sagte der Mann und schien tatsächlich peinlich berührt. Jedenfalls verschwand er eilig wieder in den anderen Raum.

    Natürlich musste Christiana nicht wirklich. Sie hatte nur Zeit zum Nachdenken gebraucht. Trotzdem setzte sie sich probehalber auf den Kasten und war erstaunt: Das Ding schien sich im Sitz anzupassen, hier könnte sie tatsächlich länger... Mädel! ermahnte sie sich selber: Denk nach!

    So starrte sie denn naserümpfend auf die Karos an der Wand: Die Story mit dem Totenreich war so absurd, dass sie sie nicht wirklich glauben wollte. Außerdem brauchte es im Himmel-Hölle-Konstrukt sicher keine Übersetzer und Toiletten auch nicht.

    Es gab eigentlich zwei Erklärungen: Entweder hatte sie tatsächlich einen Unfall gehabt und lag nun im Krankenhaus im Koma. Dann könnte diese Welt hier eine Art Traum sein, etwas hübsch zusammenfantasiertes aus allem, was sie je gelesen oder im Fernsehen geschaut hatte. Da gab es nur einen Haken dabei: Sie würde sehr wahrscheinlich auf eben diesen Gedanken nicht kommen, wenn es so wäre.

    Die zweite Erklärung war genauso abwegig. Aber immer noch haltbarer als Version eins und zwei: Sie war irgendwie von irgendwem von der Straße gekehrt worden, dessen Technik soweit war, dass er es a-tens unbemerkt tun konnte und b-tens auch noch erfolgreich. Apropos erfolgreich. Christiana hob ihre Hand und tastete über ihr Gesicht. So ein Unfall hinterließ gewiss Narben, Spuren... irgendwas. Tasttechnisch war nichts zu bemerken. Aber hier gabs ja vielleicht auch...

    "Sanitär. Spiegel." versuchte Christiana ihr Glück. Und tatsächlich: Ein paar Schritte neben dem Klobecken begann die Wand zu flimmern und formierte sich dann als Spiegel. Christiana holte tief Luft und trat dann davor.

    Fassungslos starrte sie das junge Mädchen an, das ihr gegenüberstand. Ein schmales, makelloses Gesicht mit grauen Augen, schmale Schultern, eine fast schon zu dünne Taille, dafür ein doch recht üppiges Becken, darunter Beine... ne, eher Geh-Fäden. Das ganze in einen hautengen schwarzen Anzug gedrängt, so dass man jede Körperform detailgetreu erkennen konnte. Christiana drehte sich etwas zur Seite und betrachtete ihren Busen. Ganz schön große Böller für so ein junges Ding!

    "Wer bist du?" sagte Christiana lautlos und das Mädchen im Spiegel fragte offenbar das gleiche.

    "Das bin ich nicht!" diesmal sprach Christiana laut und trat einen Schritt zurück. Nie in ihrem Leben hatte sie so ausgesehen. "Das bin ich nicht!" wiederholte sie.

    Die beiden Leute im vorderen Raum hatten nun wohl auch gemerkt, das etwas nicht stimmte. Sie kamen hereingestürzt, als habe jemand um Hilfe gerufen. Und ja, in gewisser Weise.... Christiana schnaubte sarkastisch. In gewisser Weise war es auch so.

    "DAS. BIN. NICHT. ICH!" sagte sie und zeigte vorwurfsvoll auf das Mädchen im Spiegel.

    Der Unterschied zwischen dem, was Du bist und dem, was Du sein möchtest, liegt in dem, was Du tust.
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    Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?

  • Oh cool - ein Sonntagabend-Häppchen 8o

    So'n Kasten aus der Wand
    Das Ding sah schrecklich unbequem aus und lud sicher nicht dazu ein, Zeitung zu lesen oder anderweitig eine Sitzung zu verlängern.

    Ich schätze, es ist doch nicht alles besser in der Zukunft.

    Das Ding schien sich im Sitz anzupassen

    Aaahh, ich nehm alles zurück - Krass :rolleyes:

    "DAS. BIN. NICHT. ICH!" sagte sie und zeigte vorwurfsvoll auf das Mädchen im Spiegel.

    Heftig! Was ist nur mit Christiana geschehen? Also die Theorie der Zwischenwelt und des Traums hat sie ja selber verneint - ob sie in einen neuen Körper transferiert worden ist, weil der alte komplett hinüber war? Erinnert mich direkt an "Altered Carbon - Das Unsterblichkeitsprogramm", in dem die Stacks - also so Festplatten auf denen der Geist der Probanden abgespeichert war - in immer frische "Sleeves" also Körper eingespeist werden konnten. Das muss jedenfalls ein ziemlicher Schocker für die ärmste Christiana sein. Vielleicht zerschlägt sie jetzt im Schock den Spiegel und sticht die Scherbe in den Hals von Jason Momoa =O ... also verdient hätte er es :whistling:

    Bin gespannt, wie es weitergeht :thumbup:

    "Die Sonne scheint anders und wird weiter scheinen, es hilft nichts mit Steinen nach ihr zu werfen."

  • "DAS. BIN. NICHT. ICH!" sagte sie und zeigte vorwurfsvoll auf das Mädchen im Spiegel.

    "Doch, das bist du", sagte die Frau Psychologin "so siehst du aus ohne den Einfluß von Umwelt, Verschleiß und Erkrankungen..."

    Christiana schnaufte empört: "Und ohne jegliches Altern, oder? Ich weiß nicht ob Ihnen das klar ist: Ich bin 54 Jahre alt! Ich könnte theoretisch bereits Urgroßmutter sein... Das junge Ding da... " wieder zeigte sie auf den Spiegel "... die ist grad mal aus der Pubertät gefallen. Wenn überhaupt!"

    "Christiana, bitte! " der Rothaarige versuchte offenbar, sie zu beschwichtigen.

    "Nein! Nichts bitte! Ich bin eine erwachsene Frau! Und auch wenn dieser pädophile alte Drecksack seine feuchten Träume an mir ausgelebt hat, haben Sie nicht das geringste Recht, mich wie ein Kind zu behandeln! Ich weiß nicht, was Sie mit mir vorhaben, aber ich spiele Ihre dreckigen kleinen Spielchen nicht mit!" Christiana funkelte die beiden erbost an.

    "Wir wollen keine Spielchen spielen..." die Frau sah Christiana offen an. Zu offen, wie Christiana fand. Wie lange hatte die für diesen Blick wohl geübt?

    "Nein, natürlich nicht. Sie basteln sich nur zum Spaß an der Freude junge Mädels mit Riesen-Busen... glaub ich Ihnen auf Anhieb! Vergessen Sies! Ich mach da nicht mit!"

    Christiana lehnte sich gegen die nächstgelegene Wand, ließ sich daran zu Boden gleiten und schlang die Arme um die Knie. Sie würde nichts mehr sagen, nichts mehr tun. Und wenn die zwei irgendwas geplant hatten, mussten sie sie erstmal entknoten... Christiana ahnte, dass sie nicht wirklich wehrhaft war und wenig bis keine Chancen auf erfolgreichen Widerstand hatte. Aber sie musste es wenigstens versuchen. Diesen Sturm wirst du nicht überstehen, flüsterte ihre Angst. Ich BIN der Sturm! antwortete ihr Trotz.

    Der Unterschied zwischen dem, was Du bist und dem, was Du sein möchtest, liegt in dem, was Du tust.
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    Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?

  • Christiana ahnte, dass sie nicht wirklich wehrhaft war und wenig bis keine Chancen auf erfolgreichen Widerstand hatte. Aber sie musste es wenigstens versuchen. Diesen Sturm wirst du nicht überstehen, flüsterte ihre Angst. Ich BIN der Sturm! antwortete ihr Trotz.

    "Sie blockiert! Wir sollten sie ein wenig allein lassen, damit sie in Ruhe reflektieren kann..." sagte die Psychologin. Ja, man! Geht! Haut ab! Christiana starrte demonstrativ an den zweien vorbei.

    Der Rothaarige indess schüttelte den Kopf: "Ich kann sie nicht allein lassen..." Doch, Mann! Du kannst! Geh!

    "Bist du sicher?" erkundigte sich die Frau und klang wenig überzeugt. Nein, man! Isser nicht! Er geht jetzt mit dir da raus und ihr lasst mich jetzt in Ruhe! Los! Haut endlich ab!

    Doch Christianas gedankliche Befehle griffen nicht. Die Frau verließ zwar den Raum, aber der Mann blieb. Er ging zur gegenüberliegenden Wand, lehnte sich dagegen und ließ sich ebenso herunterrutschen, wie er es bei Christiana gesehen hatte.

    "Autsch!" fluchte er, weil er den Rutsch nicht rechtzeitig genug abbremste und so unsanft auf dem Hintern landete.

    Nicht grinsen, Chrissie! Keine Wirkung zeigen!

    Der Mann ruckelte sich zurecht und starrte dann auf einen imaginären Punkt auf dem Boden. So saßen sie ein paar Augenblicke und Christiana erschrak fast ein wenig, als der Mann zu reden anfing: "Der Doktor hat keine... feuchten Träume. Er ist ein Hologramm. Weißt du, was ein Hologramm ist?" Christiana blickte nur stumm geradeaus.

    "Das ist eine Licht-Projektion. Er ist nur ein Programm. Seine Grundprogrammierung lautet: Heile, was Du heilen kannst. Und das hat er getan. Wenn du unbedingt auf jemanden wütend sein musst, dann sei auf mich wütend. Ich bin... der Leiter dieser Aktion. Ich hätte dem Doktor sagen können, dass er dich nicht komplett gesund machen soll, sondern nur die Unfallschäden beheben. Aber ich... ", er suchte offenbar nach Worten " ich konnte mir nicht vorstellen, dass jemand nicht gesund sein möchte, verstehst du?" Er wartete einen Moment, als erhoffe er sich eine Antwort von Christiana. Doch sie schwieg noch immer.

    Er nickte leicht, bevor er weitersprach: "Weißt du, wir machen das zum ersten Mal. Ich hatte keine wirklichen Referenzen, an denen ich mich orientieren konnte. Beim nächsten Mal werden wir das beachten. Aber jetzt kann ich nichts mehr tun, um das rückgängig zu machen. Ich wünschte ich könnte es, wenn ich sehe, wie sehr du darunter leidest. Aber ich habe mir wirklich nicht vorstellen können..." er brach ab.

    Christiana wandte ihm den Kopf zu und blickte ihn an: "Warum? Wozu das ganze?"

    Der Mann seufzte: "Wir brauchen Hilfe, weißt du."

    Fast hätte Christiana gelacht: "Hilfe? Von mir? Da kommen Sie echt in nen Hundestall nach Brote! Ich kann nichts... überhaupt nichts!"

    Der Rothaarige blickte sie aufmerksam an: "Jeder kann irgendetwas. Du hältst nicht sehr viel von dir selber, oder?"

    Christiana lächelte abschätzig: "Ich bin halt realistisch. Ich könnte ihnen zeigen, wie man Topplappen häkelt... oder Rouladen wickelt. Das sind ganz bestimmt alles Dinge, die grandios hilfreich sind, nicht wahr?"

    Wider Erwarten lächelte der Mann: "Ich weiß nicht, was Topplappen-häkelt bedeutet, aber es klingt spannend!"

    "Spannend? Sie wollen jetzt aber ganz unbedingt Pluspunkte machen bei mir, hm? Hören Sie... was immer Sie vielleicht brauchen: ICH hab es nicht!"

    Der Mann sah sie ernst an: "Doch. Du hast es! Uns fehlt Wissen. Jede Menge kleine Wissensbröckchen, die das Leben ausmachen. Unsere Welt hat so viel verloren in den vergangenen Jahrhunderten..."

    Christiana wurde flau im Magen: "Ihre Welt? Was ist ihre Welt?"

    "Die Erde. Deine Erde in der Zukunft. Ich wurde im Jahr 2539 geboren..."


    Korrektur 1: 30.04.2023

    Der Unterschied zwischen dem, was Du bist und dem, was Du sein möchtest, liegt in dem, was Du tust.
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    Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?

    Einmal editiert, zuletzt von Cory Thain (30. April 2023 um 15:27)

  • Christiana wurde flau im Magen: "Ihre Welt? Was ist ihre Welt?"


    "Die Erde. Deine Erde in der Zukunft. Ich wurde im Jahr 2539 geboren..."

    "Nein..." , hauchte Christiana fassungslos. Sie hatte geglaubt, jede Erklärung akzeptieren und verstehen zu können. Aber dies hier? "Nein."

    Der Kommandant wartete, bis sie ihn wieder ansah. "Doch", sagte er leise.

    Christiana schluckte: "Das... das ist... Warum ich? Warum gerade ich?"

    "Weil du da warst. Wir hatten gerade ein Hospital ausfindig gemacht, in das wir einfach hineinkamen, und als ich mich dort umsah, haben sie dich gerade mit einem Fahrzeug gebracht. Du warst... ziemlich blutig und zerschnitten und sie haben dich sofort ins Haus gebracht und auf einer Liege weggefahren. Ich habe gewartet, wo sie dich hinbringen... "

    "Wie konnten Sie das wissen? Sind Sie der Liege hinterhergelaufen?"

    Der Mann lächelte leicht: "Nein... aber Du warst auch ein bißchen schmutzig... und ein Krümelchen Dreck mehr... es ist keinem aufgefallen, dass ich einen winzigen Sender an dir angebracht habe."

    "Sie wußten da schon, dass ich tot war... also... ich meine.... sowas wie tot?"

    Der Mann nickte: "Die Leute, die dich gebracht haben, haben gesagt, dass du schon am Unfallort...", er unterbrach sich kurz "Sie haben trotzdem versucht, dich zu reanimieren... und es nicht geschafft."

    "Aber Sie haben gewußt, dass ich nicht tot war? Oder war es nur... ein Versuch?"

    "Der Sender hat Deine Daten gemessen und an das Schiff geleitet. Als klar war, dass du ein gutes Obje... dass du noch lebst, haben wir deinen Körper dupliziert und in einem unbemerkten Moment ausgetauscht..."

    "Heilige Scheiße! Ausgetauscht? Dann ist das hier gar nicht mein richtiger Körper?"

    "Doch. Es ist Deiner. Wir können Körper bauen, die aussehen wie... wie Leute. Aber wir sind nicht in der Lage, diesen Körpern Leben zu geben. Diese ... Magie beherrschen wir noch nicht. Deshalb haben wir getauscht: Die verletzte, lebende Christiana gegen einen Körper, der so tot war, wie sie es von dir angenommen haben..."

    "Heilige Scheiße!"

    Der Unterschied zwischen dem, was Du bist und dem, was Du sein möchtest, liegt in dem, was Du tust.
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    Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?