Zuletzt gesehener Film

Es gibt 688 Antworten in diesem Thema, welches 133.832 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (26. Februar 2024 um 23:32) ist von Der Wanderer.

  • Heyho.

    ACHTUNG: Triggerwarnung!!!

    Nachfolgender Beitrag kann Schnappatmung, Zwerchfellrisse und Zweifel an der Existenz Gottes auslösen. Du bist gewarnt!

    Ächäm..ääächäm...ääch...wie soll ich nur beginnen???

    Also, den Film habe ich noch nicht gesehen. Das liegt daran, daß ich bis heute mittag nicht mal wußte, daß es ihn gibt.

    Ich werde ihn mir aber ansehen - und wenn es das letzte ist, was ich in diesem Leben tue - die Bestellung bei Amazon ist gerade raus.

    Django Nudo und die lüsternen Mädchen von Porno Hill (Brand of Shame, 1968)

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    Weiterführende Infos erst mal hier:

    Porno Hill

  • Secret of the Incas (O-Ton, 1954)

    Aus heutiger Sicht ein handzahmer und gemächlicher Abenteuerfilm, teilweise statistenreich gedreht in Cusco und Machu Picchu, der aber zeigt, wo die Inspiration für Indiana Jones herkommt: Charlton Hestons Charakter Harry Steele, ein spitz­bübischer Abenteurer, ist gewissermassen der Indy-Prototyp: Schlapphut, Lederjacke, Schultertasche und hellbraune Hose. Auch erinnert die Bergung des Schatzes in diesem Film an die Kartenraum-Szene in Jäger des verlorenen Schatzes.

    In den Nebenrollen, u.a: Thomas Mitchell (Gerald O'Hara in Vom Winde verweht, Mr. Smith Goes to Washington, Onkel Billy in Ist das Leben nicht schön?) und Leon Askin (General Burkhalter in Ein Käfig voller Helden).

    Einmal editiert, zuletzt von Dion (29. Juli 2023 um 19:03)

  • Troy

    Es ist mir ein gewisses Raetsel wie man mit einem Aufgebot an doch guten Schauspielern und einem satten Budget fuer Special-Effects und Massenszenen so einen schlechten Film produzieren kann - besonders wenn die literarische Vorlage so ein Klassiker der Weltliteratur ist wie die Ilias.

    Das Problem?

    Homer nimmt seine Protagonisten ernst, er hat Respekt vor ihnen, sie sind tragische Darsteller in einem Spiel der Goetter. Im Film haben sie erst mal die Goetter rausgelassen (wie waere so ein Film wohl gewesen wenn man sie ambivalent geloest haette - also dass sich der Zuschauer am Ende nicht sicher ist ob ihre Existenz im Film real sein soll oder doch ncht?) - was dann vieles.... schwieriger macht.

    So wird Priamos' Friedensmission in Sparta ja dadurch sabotiert dass Paris Helena nach Troja entfuehrt - nur - der Sohnemann bekommt dann vom Vater nicht etwa den Kopf gewaschen ob dieser Unverschaemtheit, sondern wird milde laechelnd aufgenommen (im Original sorgt Aphrodite dafuer dass da nichts anbrennt). Und so steht Priamos halt als alternder Trottel da - er ist aber im Film in guter Gesellschaft - Agamemnon ist ein machtgeiler Idiot, Menelaos ein brutaler Wuestling, Ajax ein noch brutalerer Schlaeger, Nestor macht fleissig bei dem Spiel mit, Paris ist ein weinerlicher Jammerlappen und man fragt sich was Odysseus und Hektor (die einzigen zwei vernuenftigen Gestalten in dem Film) eigentlich in der Gesellschaft machen und warum sie nicht schon laengst kuendigen.

    Sinn macht da wenig, dass jede Seite regelmaessig voellig bescheuerte Taktiken verfolgt geht da schon fast unter (an einer Stelle plant Agamemnon irgendwie dass die Griechen 20 Meter hohe Mauern ohne jedes Belagerungsgeraet oder Leitern stuermen sollen, das ist nicht mehr zu toppen, nicht mal von den Trojanern die anti-Pferde Befestigungen erstellen um die Schiffe abzuwehren die anlegen wollen...)

    Und auch die voellig planlose Liebesgeschichte zwichen Achilles und Chryseis geht irgendwie im bemuehten Versuch unter, alle Protagonisten wie komplette Idioten wirken zu lassen.

    Insgesamt auf eine Art in den Sand gesetzt die bei dem Budget atemberaubend ist - 'Kingdom of Heaven' oder 'Gladiator' haben aehnliche Monumentalszenen - haben auch ihre Schwaechen - aber sind wenigstens anschaubar und schlagen 'Troy' um Laengen.

  • Heyho.

    Nicht wirklich in der ersten Liga spielend und ganz sicher auch nicht haltend, was das Cover verspricht: "Pure Adrenalin pumpende Action!" aber trotzdem durchaus unterhaltsam:

    Dead Man Running (2009)

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    Die Story: Für Nick wird's eng. 24 Stunden gibt ihm Kredithai Thigo, um ihm die 100.000 Pfund zurückzuzahlen, die er ihm schuldet. Sonst ist Nick tot und seine Mutter auch.

    Zusammen mit seinem besten Kumpel Bing versucht sich Nick an allem, was Geld bringt: Illegaler Faustkampf, Drogendeals, Wettmanipulation und Juwelenklau bis hin zu Auftragsmord.

    Daß Thigo weniger an seiner Kohle interessiert ist sondern vielmehr daran, an ihm ein Exempel für andere seiner Gläubiger zu statuieren, findet Nick eher spät heraus. Allerdings nicht zu spät...

    Britisches Kino ist eigentlich immer irgendwie "schlicht". Selten mal spektakuläre Bilder, wie man's aus Hollywood kennt. Dafür aber immer glaubwürdige Charaktere.

    Und gute Schauspieler. Ist hier auch nicht anders - der Cast kann sich sehen lassen und macht eine gute Figur.

    Für einen entspannten Abend auf dem Sofa bestens geeignet.

  • Heyho.

    Großer Fehler meinerseits heute:

    Lethal Weapon

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    Die nächsten drei Abende sind bereits verplant... :D

  • Nimona (Netflix) Netter Animationsfilm, der Fantasy und Scifi-Elemente in eine queere Story über das "Anderssein" zeigt, wobei man teilweise auf Krampf versucht, alles gegen den Mainstreamstrich zu bürsten. Die namensgebende Hauptfigur ist richtig klasse.

    Run Rabbit Run (Netflix)

    Australischer Slowburner mit wunderschönen Landschaftsaufnahmen und einem Twist, der bis zum Schluss durchhält.

    Der Vorname - Unterhaltsame Komödie, die sehr von der Klasse der vier Darsteller und der Dialoge lebt. Leider wieder ein Remake eines französischen Originals, das zeigt, wie wenig Inspiration es auf diesem Gebiet in D gibt.

  • Heyho.

    "Du kannst doch nicht immer alles mit deinen Fäusten regeln! - Ich konnte doch vor den vielen Leuten nicht meine Knarre ziehen."

    Lethal Weapon 3

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    Daß die Story im dritten Teil eher mau war, stand zu erwarten. Dafür hat's alle paar Sekunden gekracht und blöde Sprüche wie oben gab's in Fülle...

    "Aua! Haben sie was für meinen Kopf? - Im Schrank hängt ein Hut."

    Mal schauen, was der 4.Teil morgen bietet. Immerhin ist da Jet Li mit von der Partie.

  • Heyho.

    Lange Rede, kurzer Sinn.

    Wenn man sich die vier Lethal Weapon - Filme an vier aufeinanderfolgenden Abenden reinzieht, bleibt folgende Quintessenz übrig:

    1. Die entstanden 1987/1989/1992/1998 - in der Storyline werden also 11 Jahre abgedeckt.

    Da ziehe ich meinen Hut vor den Drehbuchschreibern, die trotz zunehmender Actionlastigkeit der einzelnen Streifen nie vergessen haben, die Partnerschaft zwischen Riggs und Murtaugh zu einer immer intensiveren Freundschaft auszubauen.

    2. Warum es zwischen Regisseur Richard Donner und Produzent Jerry Bruckheimer meines Wissens nach nie zu einem gemeinsamen Projekt gekommen ist, halte ich für eines der größten Rätsel Hollywoods. Das wäre ein Blockbuster geworden, der noch im nächsten Jahrhundert Erdbeben hervorgerufen hätte...

    3. Die größte Frage von allen jedoch ist für mich (...nach vier Tagen Lethal Weapon) : Wie haben es die Nachbarn von Roger Murtaugh elf Jahre neben dem Haus einer Familie ausgehalten, das wahlweise mit automatischen Waffen beschossen, von Handgranaten zerlegt, mittles hineinrasender Autos verwüstet und irgendwann auch mal komplett niedergebrannt wurde???

    Vor dem und in dem ein Haufen Prügeleien ausgetragen wurden, jede Menge Schießereien mit großkalibrigen Handfeuerwaffen stattfanden?

    Nix gegen etwas Action dann und wann, aber in so einem Umfeld elf Jahre lang seine Kinder großziehen?

    :D :D :D

    Ich hatte vier Tage grandiosen Spaß.

    Nuff said.

  • Heyho.

    Gestählt durch viele Jahre Filme kucken habe ich gerade meine schwerste Prüfung seit Jahren mit viel Mühe und Not überstanden....

    Dango Nudo Titeltrack

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    Es war nicht leicht...und gerettet hat mich wohl die eher kurze Laufzeit von 76min. Lesen wir dazu eine Pressestimme:

    "Was die deutsche Synchronisation aus dem Werk macht, ist mit rationalen Worten nicht mehr zu erklären..."

    (senseofview.de)

    Gilt übrigens auch für den visuellen Teil und die Story.

    Ich versuche das mal als Grafik darzustellen:

    Mein cineastisches Weltverständnis VOR...

    ˅

    ˅

    ˅

    ˅

    ˅

    Mein cineastisches Weltverständnis WÄHREND...

    ˅

    ˅

    ˅

    ˅

    ˅

    Mein cineastisches Weltverständnis NACH "Django Nudo".

    Mir fehlen alle Worte dazu.

    Nuff said.

  • Æon Flux - es gab mal eine Zeit in meinem Leben wo ich eine Vorliebe fuer wirklich schraege Filme hatte, und die (Zeichentrick-Version) von Æon Flux ist irgendwo ganz oben auf der Weirdness-Skala angesiedelt.

    Continuity wird sowieso ueberschaetzt - der Gag der Shorts (5 Minuten pro Episode) ist dass Æon jedesmal draufgeht - aber es geht definitiv noch schraeger, bei Chronophasia gibt es seitenlange Forumsdiskussionen ueber die Interpretation wo selbst ein Statement des Drehbuchschreibers (!) nicht wirklich weiterhilft...

    Irgendwie... cool. Irgendwie auch sehr strange. Mal was ganz anderes.

    Es gibt einen gleichnamigen Spielfilm, aber der ergibt ziemlich offensichtlich Sinn und ist verglichen mit dem Original gradezu erschreckend weichgespuelt...

  • Heyho.

    Pan's Labyrinth (Guilliermo del Toro, 2006)

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    Eine eigentümliche Mischung aus Drama und Fantasy, durchweg in kalten, dunklen Bildern eingefangen. Ganz sicher kein Film für Kinder. Aber bei aller Düsternis und Verzweiflung über die kalte Welt der Realität trotzdem ein Film voller Hoffnung und Zuversicht, daß in jedem Dunkel immer auch ein Licht erstrahlt, sich Dinge zum Guten wenden könen, wenn man nur daran zu glauben bereit ist.

  • Heyho.

    Regisseur John Madden (Shakespeare in Love) scharte 2011 einige der besten und bekanntesten britischen Schauspieler zusammen, um die Geschichten der ersten Gäste des "Best Exotic Margold Hotel" zu erzählen. Sieben Menschen gesetzteren Alters, die aus den unterschiedlichsten Gründen den Entschluß fassen, ihre Heimat zu verlassen. Für einen Neuanfang die einen, für die Aufarbeitung alter (gefühlter) Schuld die anderen.

    Überfordert sind erst mal alle von der neuen Umgebung, nicht zuletzt, weil sich das in Prospekten so vorteilhaft dargestellte Hotel als Bruchbude entpuppt, geführt von einem jugendlichen Manager, der sich damit einen Traum erfüllen möchte, den bereits sein Vater hatte.

    Und alle müssen sich eingestehen, daß sie zum einen nicht mehr das sind, was sie einmal waren. Daß sie es aber auch eigentlich gar nicht mehr sein möchten. Und das etwas sehr wahres in dem Satz:

    "Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, ist es auch noch nicht das Ende."

    steckt.

    Herausgekommen ist ein Film, der von der ersten Sekunde an Spaß macht, keine einzige Länge hat und einen die Sorgen und Nöte jedes Charakters mitempfinden läßt.

    Der Cast geht von Judi Dench, Tom Wilkinson zu Bill Nighty und einer anfangs sehr rassistischen Maggie Smith, deren Sprüche ziemlich brisantes Potential haben heutzutage. Deshalb konnte ich auch ganz besonders darüber lachen...

    The Best Exotic Marigold Hotel

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    Das "Marigold" in Jaipur/Indien?

    Meine erste Adresse, wenn mich mal das Fernweh packen sollte. :thumbup:

  • Indiana Jones I-III

    Pulpige Abenteuer-Serials in "epischer" Länge, die auch heute noch unterhalten. Anders als Quatermain im Cannon-Film von 1985 und Harry Steele in Secret of the Incas, ist Indy vornherein kein Glücksritter (abgesehen vielleicht vom Anfang von Jäger des Verlorenen Schatzes), sondern es geht ihm darum, historisch wertvolle Gegenstände zu bewahren und dass mächtige Artefakte nicht in die Hände finsterer Mächte fallen. Er ist beileibe keine galante, blütenweiße Heldenfigur, der aber immerhin Unrecht nicht gleichgültig gegenüber steht. Eine Facette, die auch schon den Reiz von Han Solo in Star Wars ausmachte.

    Spoiler anzeigen

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    Einmal editiert, zuletzt von Dion (18. Juli 2023 um 01:11)

  • "They shall not grow old" von Peter Jackson, 2018.

    In den ersten 25 Minuten scheint es mal wieder nichts anderes zu sein als eine weitere Doku über den ersten Weltkrieg. Die immer gleichen verwackelten, unscharfen Schwarz-Weissbilder. Kommentare aus dem Off dazu. Aber dann...

    Über 600 Stunden historisches Filmmaterial aus den Archiven des Imperial War Museums(GB) wurden von Jackson und seinem Team gesichtet, das ausgewählte Material dank heutiger Techniken nachgeschärft, koloriert und mit einer Tonspur versehen. Das so akribisch, daß der Regisseur Lippenleser heranzog, um auf den Stummfilmaufnahmen herauszufinden, was die abgebildeten Soldaten damals gesagt hatten. Das wurde dann von Synchronsprechern den Aufnahmen hinzugefügt. Ebenfalls wurden Neuaufnahmen vom Donner der historischen Geschütze und die Explosionen der Geschosse erstellt.

    Herausgekommen ist eine völlig irre Dokumentation.

    Die Stimmen der Kommentatoren sind die der Veteranen, die den ersten Weltkrieg dort er- und überlebten, wo die Filmaufnahmen damals gemacht wurden.

    Und man sitzt schon ziemlich schaudernd vor dem Bildschirm, wenn man in Gesichter von Menschen blickt, von denen viele damals starben und die doch gleichzeitig so lebendig sind, als wären die Aufnahmen erst gestern gemacht worden.

    Schwer beeindruckend und absolut sehenswert.

    They shall not grow old

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  • Heyho.

    Nicht wirklich was mit Tiefgang, dafür sitzt man am Ende mit einem Grinsen im Sessel. Und wenn die Kirche sich vor 30 Jahren da mal ein Beispiel dran genommen hätte, wären einige ihrer Probleme heute wahrscheinlich keine.

    Sicster Act (1992)

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  • Heyho.

    Dreamgirls (2006)

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    Als Adaption des gleichnamigen 1981er Musicals von Henry Krieger und lose angelehnt an die Karriere von Diana Ross & The Supremes beim legendären Motown - Label ist "Dreamgirls" musikalisch oberste Klasse, nicht zuletzt durch die unglaubliche Stimme von Jennifer Hudson, die da ihr Leinwanddebut gab und auch gleich den Oscar 2007 für die beste Nebendarstellerin kassierte.

    Eher uncool (EU) fand ich dagegen, daß sich die Filmemacher irgendwie nicht entscheiden konnten, ob der Streifen nun ein Musical oder doch eher ein Film mit Show/Musikeinlagen sein sollte.

    Mittendrin damit anzufangen, Dialoge auf einmal durch Gesangseinlagen zu ersetzen, die dann auch noch szeneüberleitend waren, hat mich doch ein wenig verwirrt.

    Und ebenfalls EU der Umgang mit Rassendiskriminierung der damaligen Zeit. Hier mal ein bißchen, dort mal kurz eine kleine Szene...naja.

    Weniger ist ja manchmal mehr, aber in dem Fall war's doch etwas sehr blass.

    Aber immerhin war der Soundtrack ganz weit oben.

  • Heyho.

    The Missouri Breaks (Duell am Missouri, 1976)

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    Filmkritiker ordnen diesen Film unter "Spät-Western" ein.

    Weil Kritiker Schubladen brauchen, sonst wüßten sie nicht, worauf ihre Kritik abzielt. Deswegen gehen mir Kritiker auch immer am Arsch vorbei.

    Marlon Brando hat hier eine seiner letzten wirklich guten Auftritte abgeliefert, Jack Nicholson dafür gesorgt, daß man sein Gesicht und seine Schauspielkunst für die Zukunft im Gedächtnis behielt.

    Und ja: Die Filmkritiker hatten schon irgendwo recht. Ein "Western" im klassischen Sinne ist dieser Film nicht. Es gibt weder einen Helden noch einen Bösewicht, es gibt eigentlich keine Schießereien oder eine Stadt mit Sheriffbüro und Wells Fargo - Station, wie man das aus den Filmen mit John Wayne gewohnt ist.

    Stattdessen eine höchst untheatralische Geschichte um einen Haufen Pferdediebe, die unter Einsatz ihres Lebens versuchen, ein paar Dollars zu machen, einem Großrancher, der da etwas dagegen hat und einem exzentrischem Kopfgeldjäger, der einfach Spaß daran hat andere Leute umzubringen.

    Guets Kino. Wenn man keine Schubladen braucht.

  • Legende (1985, Europäische Fassung)

    Bevor nach langer Zeit der fast zweistündige Director's Cut von Ridley Scott erschien, kam die EF Scotts Märchenfilm-Vision am nächsten, im Gegensatz zum "actionlastigen" US-Cut (unterlegt mit Musik von Tangerine Dream anstatt von Jerry Goldsmith), gewissermassen auf Dungeons & Dragons mit "Videospiel-Musik" getrimmt, was auch seinen Reiz hat.

    Er mag zwar aus heutiger Sicht kitschig wirken, es ist aber in erster Linie dem Märchenfilm-Genre geschuldet. Die Märchen-Elemente bilden den Kontrast zum späteren Abstieg in die "Unterwelt"/"Hölle", was z.B. für die Figur Lily den Verlust von Unschuld bedeutet.

    Ob es nun so ist oder nicht, meint man auch Einflüsse auf die Zelda- bzw. Diablo-Reihe zu erkennen (u.a. der "Herr der Finsternis" (siehe das Thumbnail im Spoiler), gespielt von Tim Curry in einer immer noch überzeugend wirkenden Make-Up-Maske, auch treibt eine Butcher-ähnliche Figur in der Unterwelt ihr Unwesen).

    In allem kein lore-lastiger (Dark) Fantasy-Film, sondern ein "simples" Märchen über Licht gegen Finsternis, großartig in Szene gesetzt.

    Spoiler anzeigen

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    Einmal editiert, zuletzt von Dion (25. Juli 2023 um 00:25)

  • Heyho.

    Bei diesem Film stimmt irgendwie gar nichts so richtig. Weder kann man einen "normalen" Trailer wo auch immer abrufen, das einzige verfügbare Machwerk hierzu sieht so aus:

    Zwei Missionare

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    Dann der Klappentext der DVD (in Auszügen):

    "Nachdem ihre Papageienfarm auf Santa Cruz unter ungeklärten Umständen abbrennt, eröffnen sie eine neue Missionsstation an der Küste Venezuelas. Dort betreiben Pater Pedro (Spencer) und Pater J. (Hill) eine Absteige, in der es Glücksspiel und andere "sündige" Vergnügungen gibt.

    Piratengleich machen die beiden mit einem alten Kahn die karibische See unsicher. Sie plündern und stehlen frei nach der Devise: Alles gehört allen."

    Jetzt weiß ich ja nicht, was der Verfasser dieser Zeilen für einen Film gesehen hat..."Zwei Missionare" war es jedenfalls nicht.

    Weil da bis auf einige Papageien nix von dem drin ist, was der Text verspricht.

    Stattdessen die eher seichte Rahmenhandlung aller Spencer/Hill Filme, in denen die beiden sich zur allgemeinen Unterhaltung durch Heerscharen von Gegnern hindurchprügeln.

    Einer der Hauptgründe, warum ich diese Filme so liebe...

    Was mich aber in diesem Film völlig beeindruckt hat, war ein Monolog. Gehalten von einem Kirchenoberen, der die Missionare ihres Postens enthebt. Und das mit dieser Begründung:

    "Sieh mein Bruder: Die Kirche hat euch aufgezogen, sie hat euch geschult.

    Dann hat sie euch in die Welt geschickt um diese wilden Völker zum Katholizismus zu bekehren.

    Es wäre absolut mißverstanden, ihre heidnischen Bräuche anzunehmen und erst recht nicht ihre mannigfaltigen Zauberkulte auszuüben.

    Eure Aufgabe bestand darin, die Wilden zu taufen, diese armen gottlosen Geschöpfe.

    Aber ihr, ihr habt nur an eure antimaterielle Seite gedacht. Ihr habt dafür gesorgt, dass ihr Hunger gestillt wird, dass sie besser leben, dass ihnen irdischer Tand in reichem Maße zukommt.

    Ich habe mich mit den Wilden unterhalten. Ich habe aus ihren Worten entnommen, dass sie euch lieben!

    Das ist nicht gut.

    Ihr gebt ihnen nicht das Gefühl, über ihnen zu stehen – im Gegenteil: Ihr macht euch gleich.

    Barmherziger Gott.

    […]

    Ich weiß nicht, wem von euch beiden dieses Experiment eingefallen ist. Alles lobenswert, nur darf man dabei die Grundsätze der Religion nicht außer acht lassen: Die Gesetze der KIRCHE und die Pflichten des weissen Mannes den Wilden gegenüber!

    Wie gesagt, ich weiß nicht, wer für das alles verantwortlich ist. Ich weiß auch nicht, wer den Umlauf des Geldes verboten hat und wer von euch den absurden, ja gefährlichen Grundsatz geprägt hat, dass hier alles Allgemeingut sei, dass jedem alles gehört!

    Das ist, mein lieber Bruder, nicht nur Utopie, das ist ganz schlicht gesagt Wahnsinn. Man kann es schon anarchistisch nennen.

    Gedanken des Teufels können das nur sein!

    […]

    Man fasst das alles nicht:

    Dieser „Altar“ da draussen, schmucklos, mitten im tropischen Dschungel. Zusammengeflickt aus den Überresten von versunkenen Schiffen – das kann doch unmöglich ihr Ernst sein.

    Nein Bruder. So können sie Wilde nicht bekehren im Sinne der Kirche.

    Das müssen wir selbstverständlich ändern. Und das werden wir:

    Sie können überzeugt sein, dass diese Wilden in Kürze dankbare Christen sein werden – und aus diesem Grunde berufen wir sie ab."

    Tja.

    Den Text hat irgendwer 1974 geschrieben. Ob der Text des Originals dem der Synchronisation entspricht, entzieht sich meiner Kenntnis. Das ist 49 Jahre her.

    Aber genau deshalb sollte man darüber viellecht mal nachdenken...

    Nuff said.