Serien allgemein

Es gibt 92 Antworten in diesem Thema, welches 19.076 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Asni.

  • Das CGI lässt einem zwar die Augen bluten, aber wenn man da drüber hinwegsehen kann, lohnt es sich mMn sehr.

    Dahingehend ist mir die Qualität tatsächlich egal. (Mein Freund macht SFX für Videospiele, der kriegt bei sowas jedes mal die Krise :D )

    Dann werde ich da mal reinschauen, Corona lässt mir viel Zeit im Moment ;)

  • Habe Anfang der Woche die Mini-Serie The Haunting of Hill House (10 Episoden/Netflix) fertiggeschaut und war begeistert.


    Es geht dort um das Ehepaar Craine, welches mit ihren fünf Kindern (die eigentlichen Hauptprotagonisten) in das namensgebende Hill House einzieht, mit dem Ziel dieses innerhalb weniger Wochen zu renovieren, um es anschließend weiterzuverkaufen.

    Immer wieder kommt es dort jedoch zu merkwürdigen bis hin zu furchterregenden Vorkommnissen, die eines Tages in einer Tragödie enden.

    Auch Jahre später, im Erwachsenenalter, tragen die fünf Geschwister noch das Päckchen aus der Vergangenheit mit sich rum.


    Die Serie besticht durch ihre tollen, authentischen wie tiefgründigen Charaktere, die einem mit der Zeit sehr, sehr ans Herz wachsen. Die Erzählung auf zwei Zeitebenen zeigt zum einen die Eindrücke der Kindheit, also der Zeit im Hill House, sowie andererseits die Ereignisse in der Gegenwart, wo die erwachsenen Charaktere teilweise ihre eigenen Familien gegründet haben, wo sie jedoch trotzdem unbarmherzig von ihrer gemeinsamen Vergangenheit eingeholt werden.

    Die Atmosphäre der Serie ist, gerade auf der Gegenwarts-Ebene, bedingt durch die Umstände, größtenteils recht bedrückend.

    Neben den schaurigen Momenten, die nie übertrieben explizit oder klischeebeladen dargestellt werden, gibt es auch zahlreiche sehr berührende Szenen, die mir das ein oder andere Male feuchte Äuglein beschert haben.

    Insgesamt lässt sich die Geschichte als Familiendrama mit leichten Horrorelementen bezeichnen, welches sich sehr viel Zeit für seine Charaktere und deren zwischenmenschliche Beziehungen nimmt.


    Das Ganze basiert auf dem gleichnamigen Roman von Shirley Jackson aus den 50ern, wenngleich die Serie sich hier so einige erzählerische Freiheiten genommen hat.


    Wer Lust auf eine Drama-Serie mit starken Charakteren und packender Geschichte hat, sich am gemächlichen Erzähltempo und den Horrorelementen nicht stört (oder ggf. gar beides mag), dem kann ich The Haunting of Hill House hier uneingeschränkt empfehlen. Mich hat sie jedenfalls sehr bewegt und ist mir dadurch auch nach dem Schauen noch länger im Kopf geblieben.

  • Gestern die erste (und bisher einzige) Staffel von Invincible beendet. Das hat mich mit seinen 8 Folgen echt gefesselt, muss ich sagen. ^^ Ich kenne mich mit Superhelden ja nicht so aus und habe auch irgendwie nur lauwarmes Interesse dran, aber hier wurde mit erstmal einiges Altbekanntes präsentiert und dann, zum Glück noch in der gleichen Folge, auf den Kopf gestellt. :) Es ist auch deutlich blutiger, als ich erstmal erwartet hätte oder die Serie einen zunächst glauben lassen will - eben bis dann das Ende der ersten Episode kommt. So wird dann doch noch klar, dass hier nicht einfach alter Stoff neu aufgebrüht wird.

    Aber worum geht es?


    Mark ist der Sohn von Omni-Man, dem mächtigsten Superhelden der Welt. Obwohl er schon 17 ist, haben sich bei ihm noch keine Kräfte entwickelt. Er ist schmächtig, mäßig beliebt (trotzdem eher das hellhäutige Ami-Rich-Kid), steht aber total auf Superhelden und hat einen guten Gerechtigkeitssinn.

    So weit so gut, My Hero Academia habe ich auch gesehen, und da geht es ähnlich los, packt mich aber mehr. :hmm: Außerdem kommt eine Reihe von Superhelden vor, die ganz bewusste Parodien auf ikonische Figuren sind. Omni-Man ist Superman (kommt auch von einem anderen Planeten, hat ähnliche Kräfte, aber eben auch einen Schnauzer :D), Darkwing ist Batman, War Woman ist Wonder Woman etc. Hier bleibt aber irgendwie unterschwellig das Gefühl, dass manche Dinge nicht so sind, wie sie zuerst aussehen. Und dann tatsächlich:

    Jap. Sehr cool. :)

    [Schlaue, tiefgreifende Lebensweisheit]

  • Ich schaue aktuell immer wieder 'American Gods'. Schaut das noch jemand? Ist ja schon älter, aber irgendwie bisher an mir vorbeigegangen.


    „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]

  • Ich habe es immer wieder angefangen, bleibe nach den ersten Folgen aber irgendwie immer hängen und lasse mich von anderen, vermeindlich spannenderen Sachen ablenken... XD
    (Bzw. schaue ich sehr gerne nebenbei und dafür eignet es sich halt nicht wirklich)

    Falken haben doofe Ohren

  • Ich habe es immer wieder angefangen, bleibe nach den ersten Folgen aber irgendwie immer hängen und lasse mich von anderen, vermeindlich spannenderen Sachen ablenken... XD
    (Bzw. schaue ich sehr gerne nebenbei und dafür eignet es sich halt nicht wirklich)

    Das verstehe ich sehr gut. Ich muss auch sagen, dass American Gods manchmal gar nicht so wahnsinnig spannend ist, aber visuell finde ich es einfach sehr cool gemacht. Auch mit viel Liebe zum Detail, zumindest interpretiere ich das so. Und je länger die Story läuft, desto spannender wird es dann auch. Gestern sind wir mit Staffel 3 fertig geworden, die mit einem krassen Kliffhanger endet, nur um dann festzustellen, dass die Serie anscheinend erst einmal nicht fortgesetzt wird 8o :| X(

    Zum Glück gibt es hier ja eine Buchvorlage, die werde ich mir demnächst mal zulegen und lesen ^^

    „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]

  • Ich habe vor kurzem die Serie "The Shannara Cronicles" begonnen, weil Amazon Prime mir das förmlich ins Gesicht gedrückt hat xD


    Naja. Klang ganz nett, also hab ich mal reingeschaut und mittlerweile dümpeln ich irgendwo in der Mitte der zweiten Staffel herum. Mehr gibt es auch nicht, denn die Serie ist bereits 2017 abgesetzt worden. Ich stelle mich also auf ein ziemlich unbefriedigendes "Ende" ein.


    Ich kann ein wenig verstehen, warum die Serie so schlechte Einschaltquoten hat ...


  • Kleiner Tipp: Beginn nicht mit den Büchern. Dann verstehst du zwar, wieso die Serie so schlecht ist, aber... boah... ich hab gleich alle drei (zum Glück nur als eBook) gekauft, und das ist tatsächlich das erste Mal das ich ein Buch abgebrochen habe. Das war einfach UN-GLAUB-LICH Schlecht. :/

    Falken haben doofe Ohren

  • Hey Alcarinque


    Ich habe die Serie erst "zuende" geschaut und mir dann die Bücher gekauft.


    Aber nicht die Exemplare zur Serie, sondern quasi die Vorgeschichte. Es gab die drei Bände in einem Buch, für einen guten Preis. Die Rezis waren gemischt. Von grottenschlecht bis grandios war irgendwie alles dabei - deswegen habe ich mich davon nicht beeinflussen lassen.


    Ich sehe auf jeden Fall die Schwächen in dem Buch und der Story insgesamt. Aber das werde ich thematisieren, wenn ich mit dem Schinken durch bin - bin bei etwas mehr als der Hälfte angekommen :)

    (Ich weiß aber zum jetzigen Zeitpunkt, dass ich die Fortsetzung wohl eher nicht kaufen würde)

  • Habe gestern die Serie Dark beendet. Vor Jahren hatte ich die mal angefangen und dann irgendwie liegen lassen. Irgendwo hier im Forum habe ich das auch kommentiert. Was soll ich sagen? Keinem meiner Kritikpunkte kann ich heute noch zustimmen. :rofl:


    Dark ist eine Zeitreise-Serie, umfasst 3 Staffeln und ist von vorne bis hinten durchgeplant. Es gibt einen großen Cast an Figuren und Verstrickungen. Die Geschichte ist sehr komplex erzählt, mit mehreren Zeitebenen und sorgfältig vorbereiteten Enthüllungen, die das Ausmaß der Geschichte immer weiter wachsen lassen. Zum Plot mag ich gar nicht so viel sagen, weil es 1. komplex ist und 2. es am meisten Spaß macht, wenn man sich eine eigene Wand mit Theorien und Hypothesen erstellt. :D Das hat definitiv Potential, mehrfach angeschaut zu werden.

    Ich finde alles an dieser Serie großartig und gelungen. Das Casting der Schauspieler? Absolut passend, egal in welchem Alter wir die Figuren sehen. Die Musik? Großartig. Plot und Themen? Fantastisch! Referenzen auf Theseus und den Minotaurus und den Ariadnefaden? Klasse! Schauspielerische Leistung? Ach, super! Unglaublich, dass das eine deutsche Produktion ist. Aber da sieht man mal, dass man Künstlern mit einer Vision nur die Mittel geben muss, diese umzusetzen und ihnen nicht unnötig reinreden muss.

    Wenn ich unbedingt etwas bekritteln muss, dann dass es Figuren gibt, die etwas zu undeutlich reden, so dass man manchmal die Untertitel braucht. Aber das ist wirklich das einzige.


    Ich kann hier nur das große Wort mit "M" rausholen. Meisterwerk!

    [Schlaue, tiefgreifende Lebensweisheit]

  • Lieber kalkwiese

    "Dark" hat mich auch ziemlich beeindruckt. Eine komplexe Geschichte, schöne Bilder und passende Musik. Es spielt ja teilweise in meiner Jugend, das haben sie gut umgesetzt. Die schauspielerische Leistung war hervorragend. Man kann das kaum glauben, wenn man die Leistungen der deutschen TV Schauspieler ansieht.

  • Sensenbach

    Was ich auch wunderbar finde, ist, dass in der Serie über weite Teile dieses Gefühl einer deutschen Kleinstadt transportiert wird, auf eine Weise, die international auch gut angekommen ist. Ist ja leider selten. ^^ Ich habe hier bei Dark auch nie das Gefühl, als Zuschauer bevormundet zu werden, in dem etwas übererklärt wird, während gleichzeitig die Geschichte alles so gut kommuniziert, dass man mitkommt. Ich möchte wirklich wissen, die die Planung hinter sei einer Geschichte aussieht. Muss man die Notizzettel dafür an einen vierdimensionalen Würfel pinnen?

    [Schlaue, tiefgreifende Lebensweisheit]

  • Ich habe gestern mit Sandman (Netflix-Serie) nach einer Graphic Novel von Neil Gaiman angefangen. Ich bin wieder einmal ein bisschen begeistert ^^ . Mir gefällt die Art, wie Neil Gaiman seine Geschichten erzählt. Wie schon bei American Gods ist die Serie nicht auf eine einfache Art spannend, aber visuell und erzählerisch eben für mich ansprechend. Wieder einmal werden alle möglichen Namen aus Mythologien verwendet und in einen etwas eigenen Kontext gesetzt. Gemischt mit ein bisschen britischer und amerikanischer Kultur ergibt sich daraus ein schöner Mix, in dem Magie nicht immer im Vordergrund steht.

    Besonders gut gefällt mir, dass immer wieder auf sehr allgemeine Themen der menschlichen Kultur eingegangen wird, z.B. in einer Szene, in der ein Mensch mit Hilfe eines magischen Rubins, der Träume wahr werden lässt, Schicht für Schicht die kleinen Lügen des Alltags durch Ehrlichkeit ersetzt. Die oberflächliche Harmonie in einem typischen amerikanischen Diner mit allerlei kleiner alltäglicher menschlicher Tragödien wendet sich dadurch und immer mehr dringen die Konflikte an die Oberfläche. Einersteits wird dadurch Klarheit geschaffen und die Charaktere werden sich ihrer hoffnungslosen Situation bewusst, andererseits entstehen dadurch aber auch neue Konflikte und letztlich endet alles in einem Blutbad. Das klingt jetzt vielleicht abgedroschen, aber es ist einfach echt cool gemacht und super umgesetzt, vor allem weil der auslösende Mensch (mit dem Rubin) die ganze Zeit relativ unbeteiligt im Pyjama das Geschehen beobachtet und sich dann einen Eimer Eiscreme holt... Skurril und auf nachdenklich machende Art unterhaltsam.

    Wer schnelle, knallharte Action braucht, wird hier vermutlich enttäuscht werden. Selbst ein Duell in der Hölle zwischen dem Sandman und Lucifer kommt ziemlich ohne Gewalt aus, ist aber trotzdem spannend und cool gemacht.

    „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]