Ins kalte Wasser

  • @Tariq: Danke für die Erinnerung. Ich hab gerade mal weitergeschrieben. Ich bin damit zwar noch nicht so zufrieden, was einerseits daran liegt, dass ich etwa ein Jahr nachdem ich damit angefangen habe, nicht mehr denselben Stil treffe (glaube ich zumindest), und zum anderen, dass ich noch nicht genau weiß, wo es hingehen soll. :hmm: Daher würde ich mich sehr freuen, wenn du das mal liest und kommentierst. ^^ Alle anderen sind natürlich auch herzlich eingeladen, weiterzulesen oder neu einzusteigen.


    Teil 3



    Argon saß vor der Hütte auf dem Boden in der Sonne und genoss den Tee, den Saira ihm gegeben hatte. Sie war ein nettes Mädchen. Nun, sie war schon ein ordentliches Stück auf dem Weg zur Frau gegangen. Und ein besonders sonniges noch dazu.
    Natürlich hatte Argon von den Erdleuten gehört, einem Volk aus dem Süden, deren Haut die Farbe von Erde hatte. Doch es war etwas anderes, jemandem aus diesem Volk gegenüberzustehen. Anscheinend war er ihr genauso fremd, wie sie ihm. Jedenfalls hatte Saira ihn neugierig und ohne Scheu ausgefragt. Ob er unter einer Krankheit litt, weil er so bleich war, hatte sie ihn gefragt. Argon musste bei dem Gedanken daran wieder lächeln. Er fühlte sich gesund, auch wenn sein ganzer Körper schmerzte, als sei er von einer Klippe gefallen und eine Nacht lang von einem reißenden Strom mitgerissen worden. In dem Wasser musste zudem bösartige Dämonen hausen, die alles daran gesetzt hatten, ihn an den Felsen wie Korn in einer Mühle zu zermahlen. Zum Glück war Argon schon immer sehr robust gewesen und so hatte er zwar zahlreiche Schrammen und Blessuren, aber seine Knochen waren heil geblieben.
    Nur seine Stiefel hatten ihm die Dämonen geraubt, diese Bastarde. Lächeln betrachtete Argon seine Zehen, die er abwechselnd wackeln ließ. Immerhin lebte er noch. Genüsslich schloss Argon die Augen und lehnte sich zurück. Ein bisschen Schlaf am Morgen hatte noch niemandem geschadet.


    „Wer bist du, Fremder! Verschwinde!“ Eine barsche Stimme riss Argon aus seinem leichten Schlaf. Noch während er die Augen öffnete, packte seine Rechte nach seinem Schwert, doch er hatte es nicht bei sich.
    „Los verschwinde! Du hast hier nichts verloren!“ Vor Argon stand ein großer Mann, der ebenso dunkelhäutig war wie Saira. Breitbeinig stand er da, so als wolle er besonders stark wirken, doch alles an ihm verriet Argon, dass er von diesem Kerl nichts zu befürchten hatte. Er trug ein abgetragenes weißlich-graues Hemd, das fast bis zum Bauchnabel offen war. Darunter quoll ein dicker schwarzer Pelz hervor, der jedem Hammel zur Ehre gereicht wäre. Die einfache Stoffhose saß schief und wurde mehr schlecht als recht von einem Strick am rechten Fleck gehalten. Waffen konnte Argon nicht entdecken, aber darauf würde er sich nicht verlassen. Zwei große, dunkle Augen saßen in einem bärtigen Gesicht, das durchaus angenehm anzusehen hätte sein können, wenn es nicht so aufgedunsen wäre. Die Haare auf dem Kopf waren ebenso schwarz wie die auf der Brust, aber begannen sich über der Stirn schon sehr zu lichten.
    „Guten Morgen,“ erwiderte Argon gelassen. „Ich bin...“
    „Verschwinde!“, wurde er harsch unterbrochen. Argon zuckte unwillkürlich zusammen. Hinter den dicken Lippen waren zahlreiche, schiefe Zähne zum Vorschein gekommen, deren Farbe von Gelb über Braun bis hin zu fauligem Schwarz reichte.
    „Du bist nicht sehr höflich, dicker Mann.“, knurrte Argon zurück, während er sich erhob. Seine Hände ballten sich schon zu Fäusten. Es war nur eine Frage der Zeit, bis der Kerl einen Streit begann.
    „Du hast hier gar nichts zu sagen, Fremdling! Verschwinde!“
    Bevor Argon darauf reagieren konnte, trat Saira aus der Tür ins Freie. Ihr Gesichtsausdruck war eine Mischung aus Erschrecken und Abscheu.
    „Onkel Thambi,“ Argon entging nicht, dass die Stimme des Mädchens zitterte.
    „Geh zurück ins Haus!“, herrschte sie der Mann an. „Ich komme gleich zu dir. Erst muss dieser Fremdling hier verschwinden.“
    „Argon ist auf meine Einladung hier, Onkel Thambi.“ Wieder glaubte Argon eine Spur Angst zu hören. Aber auch Trotz. Er hatte das dumpfe Gefühl, dass er schon wieder in einen Kampf hineingezogen wurde, den er nicht kämpfen wollte. Gleichzeitig rückte er an den Rand der Aufmerksamkeit der beiden.
    „Auf deine Einladung?“, gespielte Fassungslosigkeit. Dann Gelächter. „Du, kleines Mädchen, hast kein Recht dazu, jemanden ins Dorf einzuladen! Also schick diesen Wildling weg. Und dann kommst du mit in mein Haus, damit du kein Unheil mehr anrichtest.“ Der Mann, den Saira Onkel Thambi genannt hatte, wedelte herrisch mit der Hand, als würde er eine Fliege verscheuchen.
    „Ich... Unheil?“
    „Sei still. Du sprichst nur noch, wenn du gefragt wirst.“ Wo zu Anfang noch Unsicherheit und Vorsicht war, hörte Argon nun nur noch die überhebliche Gewohnheit eines Möchtegernherrschers. Dieser Mann war einer der ekelhaftesten Sorte. Er würde selbst keinen Finger krumm machen, aber andere für seine Zwecke einspannen und manipulieren.
    „Solange die Trauerzeit noch dauert, bleibe ich hier! Und auch danach werde ich nicht zu dir gehen!“ Argon hob eine Augenbraue. Trauerzeit? Das erklärte, warum sonst niemand in der Hütte war. Nur wer war aus welchem Grund gestorben?
    „Doch, das wirst du! So will es das Gesetz und die Traditionen. Also füge dich. Sonst verpasse ich dir eine Tracht Prügel.“ Argon räusperte sich hörbar. Er spürte Sairas und Thambis Blicke förmlich auf sich gerichtet.
    „Bevor hier leichtfertig Prügel ausgeteilt werden, möchte ich wissen, was hier los ist.“ Während Saira ihn dankbar und hoffnungsvoll ansah, ergriff Thambi bereits zornig das Wort.
    „Das geht dich nichts an! Verschwinde, Fremdling! Geh zurück in die Wildnis, aus der du gekrochen bist!“
    „Sprich nicht so mit ihm, Onkel Thambi. Sein Name ist Argon, aber ich nenne ihn Kanja. Meinen Kanja.“ Verwirrt sah Argon nun Saira an, doch das Mädchen hielt ihren Onkel mit Blicken fixiert, der lautlos die Lippen bewegte, als würde er nach bestimmten Worten suchen.
    „Kanja.... aus dem Wasser geboren... der Held, der Retter in der Not...“, brabbelte er dann halblaut, während sich Verständnis in seinem Gesicht breitmachte. Dann lachte er wieder. Laut und schallend, so dass sein Bauch wie ein praller Weinschlauch hin und her hüpfte.
    „Ein räudiger Köter wird nicht zum Wolf, nur weil man ihn aus dem Wasser zieht. Wenn du glaubst, dieser Kerl könnte dich retten, dann lass dir gesagt sein, dass ich ihn auch höchstpersönlich im Kreis der Alten zu Boden schlagen und später aus dem Dorf prügeln werde!“ Stolz, fast feierlich drückte er seine Brust heraus, ganz so als hätte er den Kampf schon gewonnen. Argon verstand nur die Hälfte, aber es klang Zweikampf, Mord und Totschlag. Er würde nicht kämpfen, lieber verließ er das Dorf.
    „Abgemacht. In drei Tagen, wenn die Trauerzeit vorbei ist, wird mein erwählter Kanja gegen dich vor den Alten antreten und mit dir um mich streiten.“ Sairas Stimme war schnell und scharf und zerschnitt jeden kleinen Widerspruch, bevor er geäußert werden konnte. Thambi war mindestens so verdutzt wie Argon, aber Argon war sich sicher, dass er sein Gesicht besser unter Kontrolle hatte als dieser Kerl. Mit offenem Mund musste er erkennen, dass er sich gerade zu einem Zweikampf verpflichtet hatte. Ohne weitere Worte machte er kehrt und zog davon.
    Argon passte es überhaupt nicht, dass Saira ihn als Unbeteiligten in diese Familienstreiterei hineingezogen hatte. Darüber würden sie noch sprechen müssen.

    „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]

    Einmal editiert, zuletzt von Asni ()

  • Hab's gelesen! ^^ Danke für die interessante Fortsetzung.
    Hab grad kurze Kaffeepause auf Arbeit, du kriegst dann heute Abend ein ausführlicheres Feedback. :)


    @Asni


    Edit: So, wie versprochen, mein Kommi.
    :hmm: Insgesamt ein schöner Teil. Da haben wir also einen neuen Prota, und einen unangenehmen Zeitgenossen noch dazu. Du baust gut Spannung auf mit diesem Onkel, die in der Ankündigung des Zweikampfes gipfelt. Das wir sicher noch lustig, wenn sich die beiden gegenüberstehen. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass Argon Saira damit allein lässt.


    Ein was ist mir noch aufgefallen:

    Natürlich hatte Argon von den Erdleuten gehört, einem Volk aus dem Süden, deren Haut die Farbe von Erde hatte. Doch es war etwas anderes, jemandem aus diesem Volk gegenüberzustehen.

    Ein Volk, dessen Bewohner eine andere Hautfarbe haben, wohnt doch sicher sehr weit weg. Er ist eine ganze Nacht von einem reißenden Strom mitgerissen worden. Nun hab ich keine rechte Vorstellung, wieviel Kilometer man in so einer Zeit zurücklegen kann, aber ist das weit genug? Der Ort, wo es lebt, wird von dir nur als "der Süden" bezeichnet.
    Hier frage ich mich, ob das mit der anderen Hautfarbe für die Geschichte relevant ist. Kann es nicht einfach ein anderes Volk sein? Schließlich sprechen sie ja auch dieselbe Sprache, sie verstehen einander problemlos. Das hat mich schon gewundert, als Saira Argon gefunden hat. Vielleicht haben sie ja ihre Behausungen in die Erde gegraben und heißen deshalb Erdleute?
    Kannst ja mal drüber nachdenken. Ich weiß ja noch nicht, was du aus der Geschichte machst.


    Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
    (Ricarda Huch)



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  • @Tariq Dankeschön, für's Lesen und Kommentieren! Mach dir um den Futzelkram keine Sorgen, wenn ich die Story überarbeite (was ich bei dem Teil sowieso noch machen muss :whistling: ), dann finde ich da bestimmt die kleinen Fehlerchen. Vielen Dank trotzdem für das Angebot!


    „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]

  • Hallo @Asni


    Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
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  • Und Argon hat sehr wohl eine Bedeutung, eine schöne noch dazu. Link

    Aaaaah... :panik: Wie cool! Danke ^^ . Ich meinte auch nur, dass ich den Namen nicht wegen seiner Bedeutung ausgewählt hatte, weil ich mir darüber keine Gedanken gemacht hatte. Aber mit der Bedeutung aus deinem Link lässt sich ja noch was richtig cooles basteln. :hmm:
    Das ist genau der Grund, warum ich dieses Forum liebe: Ständig bekomme ich Ideen oder werde zu irgendwas inspiriert. <3

    „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]

  • Wie geht's mit der Bastelei und natürlich mit der Geschichte überhaupt voran?

    :hmm: Das ist eine gute Frage... ich weiß gar nicht mehr, wann ich das letzte Mal daran geschrieben habe. Irgendwie kann ich zur Zeit nicht wirklich gut schreiben, oder überhaupt schreiben. Alles ist gequält und erzwungen, da macht das auch keinen großen Spaß. Daher tut es mir Leid, dass ich dich da auf unbestimmte Zeit vertrösten muss.


    (Außer ich hätte schon den nächsten Teil geschrieben... das werde ich jetzt gleich mal gucken)

    „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]

  • Kein Stress, @Asni. :D


    Wenn's dir recht ist, frag ich irgendwann später nochmal nach, nur damit du es nicht ganz aus den Augen verlierst. Wenn du nicht erinnert werden möchtest, sag's einfach. Dann lass ich das. Will dich ja nicht nerven. ^^


    Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
    (Ricarda Huch)



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  • Wenn's dir recht ist, frag ich irgendwann später nochmal nach, nur damit du es nicht ganz aus den Augen verlierst.

    Ja, bitte! Und vielen, herzlichen Dank, dass du so hartnäckig bist <3 . Das ist echt eine Menge wert! Und irgendwann wird vielleicht auch diese Geschichte fertig...

    „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]

  • Hey der Anfang der Geschichte ist dir wirklich gut gelungen. Ich fand es sogar ein bisschen witzig :P:heart:

    Ich bin kein guter Mensch. Bin es nie gewesen. Zu oberflächlich, zu egoistisch, zu frustriert und zerstört vom Leben. Menschen wie ich werden nicht zu Helden dieser Welt, Menschen wie ich werden zu ihrem Untergang.— Jenseits des Kreises 1

  • Hi Asni ^^


    Ein kleines kurzes Geschichtchen. Niedlich. Perfekt, um ein kleines Kommi da zu lassen. :)


    Du hast eine angenehme Art zu erzählen, das gefällt mir. Es wirkt sehr ruhig, obwohl gerade am Anfang der Protagonist ja doch recht aufgebracht wirkt. bzw in den Gedanken swicht und nicht so recht weiß, was er nun machen soll. Dieser Unterschied gefällt mir irgendwie ziemlich gut. Auch dein Schreibstil ist angenehm und flüssig. Man kann allem leicht folgen und wird irgendwie mitgezogen. ^^ Über die eine oder andere Formulierung musste ich sogar schmunzeln - gerade am Anfang des dritten Teils.


    Handlungstechnisch ist noch nicht so viel passiert. Man wird in eine Szene geworfen und erfährt, dass Argon offenbar heiraten sollte/schon verheiratet ist (?) und die Frau offenbar nicht die Freundlichkeit in Person ist. :hmm: Um sich vor ihr zu retten (?) stürzt er sich eine Klippe hinab und wird von Saira gefunden. Die selbst scheinbar auch einiges mitgemacht hat in der Vergangenheit. Und diese wirft ihn jetzt in einen Zweikampf, ohne, dass es Argon will. Beste Voraussetzungen also. Ob diese Situation allerdings besser ist, als das zuvor, wird sich wohl nicht zeigen. :thumbsup:


    Auch, wenn noch nicht viel passiert ist, wird klar, dass den Charakteren bereits eine Vergangenheit anlastet, was sie bereits jetzt griffig macht. Es geht direkt interessant los und es schwirren mir bereits jetzt einige Fragen durch den Kopf, die ich mir beim Lesen stelle, und auf deren Beantwortung/Nichtbeantwortung ich im Laufe der Story gespannt bin. Wie kam Argon in diese Situation? Wer zum Henker ist Elivia? Wie funktioniert die Welt? Erdleute? Was hat Saira durchgemacht? Warum schickt sie Argon in einen Zweikampf? Und was ist das bitte für ein aggro Onkel? O.o
    Bisher kann ich das alles noch nicht so recht einschätzen, weder die Handlung noch die Charaktere. Ich bin gespannt, in welche Richtung das gehen wird. :)


    Drei Kleinigkeiten:

    Das war die dümmste Idee, die Argon je hatte. Und wie ausnahmslos jeder wusste, war sein Leben eine einzige Reihe unüberlegter Einfälle. Doch dieser war mit Abstand der Dämlichste.
    Kopfschüttelnd stapfte er weiter durch die Bäume. Der Lärm an den Lagerfeuern hinter ihm ließ etwas nach und er erreichte den Rand der Klippe. Vorbeiziehende Wolken bedeckten den ganzen Himmel. Nur ab und zu spitzten der Mond oder ein Stern dazwischen hervor. Er ging vorsichtiger. Es wäre das Dümmste, was ihm jetzt passieren konnte, wenn er angetrunken beim Austreten die Klippe hinabstürzte und damit aus dem Leben trat. Argon schnürte seine Hose auf.

    Eventuell kann man über die Formulierung nochmal nachdenken. Ich nehme an, der erste Teil bezieht sich auf die Hochzeit. Der zweite auf den Fall von der Klippe. Was ist jetzt das dümmste, dass ihm passieren kann? Dass er heiratet, oder dass er von der Klippe fällt. Gewichtet er das gleich? Aber letztendlich stürzt er lieber, statt zurückzugehen, weshalb wohl eher das Erste dümmer für ihn ist. Wenn ich es richtig verstanden habe, könnte das sinnbildlich eher die Kirsche auf dem Sahne-Eis-Becher sein.
    Man wird zu sehr darauf hingewiesen, dass der Gute offenbar nicht selten blöde Entscheidungen trifft :hmm:

    War das Träumen nicht immer schöner als das Aufwachen? Vielleicht wäre Argon schon tot, wenn er am Morgen aufwachte.

    Ich weiß, was du sagen willst. (frei nach dem Motto, wenn du stirbst, erschieße ich dich) aber irgendwie stört mich da etwas, an dem Wort "aufwachen". Es ist der Klang, denke ich. Wenn die Wortwiederholung hier ein Stilmittel sein soll, dann kommt es bei mir weniger so an, und stört mich eher.
    Das zweite eher mit erwachen? Und eventuell Bezug auf den ersten Satz nehmen, damit man direkt die Verbindung, Frage - Antwort hat? :hmm:


    "[...] Und er würde vielleicht am nächsten Morgen tot/mit einem Messer im Rücken/der Brust erwachen."


    Ich habe bei so etwas echt auch keine Ahnung. Irgendwas an der Formulierung hat mich stolpern lassen. Vielleicht findest du eine andere Möglichkeit :rofl:

    Argon schüttelte ab und schnürte seine Hose wieder zu. Hinter ihm stimmten sie an den Feuern lautstark das erste Hochzeitslied an. Es war höchste Zeit, dass er zurück ging. Die schönste und vielleicht tödlichste Frau der Welt wartete aufihn. Er drehte sich zum flackernden Schein der Lagerfeuer um und ging langsam wieder auf die Bäume zu.
    Es war wirklich die dümmste Idee in Argons Leben gewesen. Siegestrunkene Männer und viel Bier war nie eine schlaue Kombination, auch wenn die Mehrzahl der Männer das anders sah. Natürlich war eine Frau wie Elivia begehrenswert, geradezu ein Traum. Aber welcher Mensch konnte wirklich wollen, dass ein Traum, der so schön war, wahr würde? War das Träumen nicht immer schöner als das Aufwachen? Vielleicht wäre Argon schon tot, wenn er am Morgen aufwachte. Das war das letzte, was er wollte, dessen war er sich sicher.


    Ohne weiter darüber nachzudenken, drehte er sich wieder um und sprintete los. Wie weit war es noch gleich bis zur Klippe? Ah, hier kommt sie…

    Den Absatz finde ich irgendwie verworren. Für mich passt der Satz nicht so ganz rein, der steht da ohne weitere Erklärung und hat mich unbefriedigt zurückgelassen. Ich habe sogar geschaut, ob und was ich verpasst habe. Siegestrunken? Die haben was gewonnen? Eine Schlacht? Einen Wettkampf? Frauen? Und was hat das mit Elivia zu tun? Der Hochzeit? Irgendwie fehlt mir dazu die Verknüpfung. o.O



    Bis auf diese drei Krümel habe ich aber bisher echt nichts an deinem Geschriebenen auszusetzen. Du weißt auf jeden Fall, wie man Spannung aufgreift und den Leser neugierig macht. :)
    Ich wäre auf jeden Fall begeistert, wenn du hier weiterschreiben würdest. Der letzte Post liegt ja nun doch schon ein Weilchen zurück. :)


    LG, Kyelia


    *Geschichte abonniert*



    Wenn es ein Buch gibt, das du wirklich lesen willst, aber das noch nicht geschrieben wurde, dann musst du es selbst schreiben.
    - Toni Morrison -

  • Danke, @Kyelia, für das schöne Feedback. Ich muss sagen, dass deine Kritikpunkte allesamt ziemlich gut zutreffen. Ich werde darüber nachdenken :hmm:
    Mein großes Problem an der Geschichte (neben sehr, sehr vielen kleineren, die mir mittlerweile aufgefallen sind) ist, dass ich einfach drauflos geschrieben habe, ohne Ziel oder großartige Hintergrundplanung. Daher gibt's das zum ersten Post auch nicht so richtig. Nach dem ersten hab ich dann angefangen, mir was zu überlegen, aber das ist auch nicht so richtig ausgereift. Trotzdem werde ich versuchen, deine Fragen dazu zu beantworten. Natürlich nicht einfach so, sondern in das einzubauen, was ich noch schreiben werde (hoffentlich in nicht allzuferner Zukunft).


    Nun gibt's aber mal noch ein klitzekleines weiteres Stückchen Geschichte:


    „Wer war das?“, begann Argon das Gespräch vorsichtig.
    „Mein Onkel... Lokesh, der Bruder meiner Mama.“
    „Hast du ihn nicht gerade Thambi genannt?“ Er merkte, dass Saira durch die Auseinandersetzung aufgewühlt war, und versuchte daher behutsam vorzugehen.
    „Ja... das... das heißt kleiner Bruder. Er mag es nicht, wenn man ihn so nennt.“
    „Wieso verhält er sich so?“
    „Wie meinst du? Herrisch war er schon immer. Er versucht, mich zu seiner dritten Frau zu machen. Seit Mama...“ Das junge Mädchen brach ab. „Ich habe niemanden mehr,“ fuhr sich nach einigen Augenblicken der Stille fort. Die ersten Tränen kullerten Saira über die Wangen. Argon biss sich betroffen auf die Lippe. Er war noch nie gut darin gewesen, Trost zu spenden.
    „Rede weiter. Ich höre dir zu,“ versuchte Argon so etwas wie Vertrauen aufzubauen. Besser wäre es wahrscheinlich, aufzustehen, aus der Hütte zu rennen und das Dorf so schnell wie möglich zu verlassen. Doch irgendetwas hielt ihn hier.
    „Mein Vater und mein Bruder... eines Tages kehrten sie nicht aus den Wäldern zurück. Sie hatten dort Bauholz schlagen wollen. Einige andere Männer aus dem Dorf suchten sie und fanden sie schließlich tot auf. Herabstürzende Äste hatten sie erschlagen. Wir haben sie beim heiligen Platz auf zwei Scheiterhaufen aufgebahrt und vor sieben... nein schon acht Nächten verbrannt, damit sie den Weg zu den Göttern finden.“ Sairas Stimme brach immer wieder. Ihre Augen starrten in die Vergangenheit, in ihre Erinnerung, in die Leere, die in jedem lauerte und nur darauf wartete, einen zu verschlingen. Argon kannte diesen Blick zur Genüge. Viele Jungen bekamen ihn nach ihrem ersten Gefecht, wenn ihre Kindheit im Geschrei und Gemetzel brutal endete und die Träume von Ruhm und Ehre sich am Lagerfeuer in beißenden Rauch und tränende Augen wandelten. Zumindest bei den Glücklichen, die überlebten. Manch einen verschlang die düstere Erinnerung an die Vergangenheit.
    „Mama... sie war sehr gläubig,“ Sairas Worte rissen Argon aus seinen Gedanken. „Nicht nach dem neuen Weg, sondern nach dem alten... sie hat mir noch einmal über die Wange gestrichen...“ Ihre Hand ahmte die Bewegung ihrer Erinnerung nach, so als sei sie selbst ihre Mutter und streichelte ein unsichtbares Gegenüber. „...und mich auf die Stirn geküsst. Dann ist sie meinem Papa gefolgt.“ Saira brach endgültig in Tränen aus und schluchzte laut. Argon fühlte sich hilflos. Um überhaupt etwas zu tun, legte er seinen Arm um Sairas Schulter. Sofort klammerte sie sich an ihn, suchte Sicherheit, Geborgenheit, vielleicht auch einen Weg zurück in die Vergangenheit. Argon spürte den Schmerz ihres Verlustes, fühlte die heißen Tränen ihrer Trauer an seinem Hals und auf seine Schulter tropfen. Langsam, ganz langsam kratzte auch in seinem Inneren die viel zu lange vergrabene Erinnerung an unvergessene Pein. Argon schluckte und widmete seine Aufmerksamkeit wieder dem Kind in seinen Armen. Denn ein Kind war sie, einsam und verlassen auf dem Weg zum Erwachsenwerden, mit niemandem, dessen Hand sie greifen konnte und so klammerte sie sich an das Stück wertlose Treibholz, als das sich Argon fühlte.

    „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]

  • Mein großes Problem an der Geschichte (neben sehr, sehr vielen kleineren, die mir mittlerweile aufgefallen sind) ist, dass ich einfach drauflos geschrieben habe, ohne Ziel oder großartige Hintergrundplanung. Daher gibt's das zum ersten Post auch nicht so richtig. Nach dem ersten hab ich dann angefangen, mir was zu überlegen, aber das ist auch nicht so richtig ausgereift. Trotzdem werde ich versuchen, deine Fragen dazu zu beantworten. Natürlich nicht einfach so, sondern in das einzubauen, was ich noch schreiben werde (hoffentlich in nicht allzuferner Zukunft).

    Losschreiben, ohne Ziel und ohne Hintergrundplanung. <-- kommt mir doch irgendwie bekannt vor. Also aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass das nicht immer schlecht sein muss. Manchmal entwickelt sich die Geschichte auch während dem Schreiben. Und irgendwann hast du dann vielleicht ein bestimmtes Ziel. Wurst, dann überarbeitest du eben und passt an. Etwas anderes mache ich bei meiner Geschichte auch nicht. Dort habe ich auch ohne konkretes Ziel angefangen, maximal mit einer spontanen und seeeeehr groben Idee. :pardon:
    Also mach dir dahingehend keine Gedanken. Bisher passt ja alles zusammen :P


    Von Bäumen wurde ihre Familie also erschlagen. :hmm: Und ihre Mutter hat sich das Leben genommen und lässt damit ihre Tochter allein zurück. Das finde ich irgendwie noch viel schlimmer, als der Tod der kompletten Familie generell. Der Teil stimmt einen wirklich traurig, und ich fühle mit Argon mit. Wünscht sich schleunigst an einen anderen Ort, will sie aber auch nicht allein lassen. ;(
    Irgendwie macht der Gute generell den Eindruck, als würde er lieber immer den Schatten machen, statt sich der Sonne zu stellen :rofl:

    Denn ein Kind war sie, einsam und verlassen auf dem Weg zum Erwachsenwerden, mit niemandem, dessen Hand sie greifen konnte und so klammerte sie sich an das Stück wertlose Treibholz, als das sich Argon fühlte.

    Die Formulierung gefällt mir sehr gut. :thumbsup:


    LG, Kyelia



    Wenn es ein Buch gibt, das du wirklich lesen willst, aber das noch nicht geschrieben wurde, dann musst du es selbst schreiben.
    - Toni Morrison -

  • Hallo Asni
    schade das die Geschichte nicht weiter geht. Sie gefällt mir. Ich habe mir erlaubt einiges davon , natürlich an meine Geschichte angepasst, zu verwenden. Kamar und seine Freunde danken dir für die Inspiration. :thumbsup:


    Vielen Dank
    rar
    Kamar


  • „Erzähl mir von deinem Volk.“

    „Wir leben in diesem kleinen Tal seit unsere Vorväter uns hierher geführt haben. Sie folgten einem Istari, der ihnen fruchtbares Ackerland und Frieden versprach. Er hat nicht gelogen, deswegen begannen viele die Istari als Götter zu verehren. Aber nicht alle. Und nicht immer. Meine Mama sagte immer: Die Wurzeln alter Bäume sind stark und reichen tief. Trägt der Regen ein wenig Erde davon, dann kümmert es sie nicht. Damit meinte sie, dass der neue Glaube nicht so stark ist wie der alte.“

    „Wer sind diese Istari? Ich habe noch nie von ihnen gehört,“ unterbrach Argon sie.

    „Istari sind... fliegende Menschen. Sie haben so helle Haut wie du. Auch ihre Körper sind fast so muskulös wie deiner, aber aus dem Rücken wachsen zwei gewaltige Schwingen, größer als die eines Schwans. Mindestens doppelt so groß oder noch größer. Sie hüllen sich in weite Gewänder und beherrschen die Lüfte. Sie sind weise und hilfsbereit, aber sie liegen im Krieg mit einigen wilden Völkern in der großen Ebene. Sie zeigten uns den Weg hierher und führten uns sicher durch das wogende Land....“

    „Davon habe ich schon gehört. Hast du es selbst schon gesehen?“

    „Was? Nein,“ Saira ließ traurig den Kopf sinken. „Ich habe unser Tal noch nie verlassen. Aber das wogende Land macht mir Angst. Ich will da nicht hin.“

    „Das verstehe ich sogar,“ stimmte Argon dem Mädchen zu. „Ich kann mir das nur nicht so richtig vorstellen. Wie soll das gehen, dass sich das Land so bewegt, dass nichts mehr dort ist, wo es am Tag zuvor noch war? Stell dir vor, der Fluss, der heute im Osten um das Dorf hier fließt, wäre morgen im Westen... Das klingt doch wie ein Märchen, oder?“

    „Ja,“ Saira nickte zustimmend. „Ich hätte Angst, dass ich mich dort verlaufe und nie wieder nach Hause finde.“

    „Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass es das wogende Land wirklich gibt.“ Bemerkte Argon nüchtern. „Ich habe schon viel Unglaubliches gesehen, aber das. Nein, das muss ein Hirngespinnst sein.“

    „Ich weiß es nicht. Möchtest du noch Tee?“ Saira wirkte etwas niedergeschlagen. In Anbetracht der Umstände fand Argon, dass sie sich trotzdem sehr tapfer hielt und ihre Pflichten als Hausherrin und Gastgeberin tadellos erfüllte.



    „Elivia ist eine schöne Frau. Vielleicht die schönste, die es gibt. Doch ihre Schönheit hat einen Preis, den – glaubt man den Gerüchten – ihre Ehemänner zahlen. Keiner hat bisher mehr als einige Wochen oder Monate mit Elivia überlebt. Früher oder später fand man sie tot im Bett auf, um Jahre gealtert und wie vom eisigen Winter ausgemergelt. Mit irgendeinem faulen Zauber saugt sie den Männern die Lebenskraft aus.“ Argon schüttelte den Kopf.

    „Und du hast sie geheiratet?“

    „Sozusagen.“

    „Warum? Also wenn du schon wusstest, was auf dich zukommen würde, warum hast du dann diese Frau noch geheiratet?“

    Argon druckste etwas herum. Es schien ihm unangenehm zu sein. Auf Saira wirkte er plötzlich wie ein kleiner Junge, der einen schelmischen Streich geplant hatte, und nicht mehr wie ein erfahrener Krieger.

    „Nun... also... Viele Männer legen einen großen Wert auf ihren Ruf. Sie wollen der Größte, Stärkste, Gefürchtetste oder was auch immer sein. Und natürlich prahlen sie damit, dass sie nichts fürchten. Ich bin auch nur ein Mann, weißt du. Einmal im Suff habe ich geprahlt, dass ich der erste Mann sein will, der Elivia erobert, heiratet und überlebt.“

    „Und was ist geschehen?“, fragte Saira neugierig.

    „Nun, ich habe sie erobert, geheiratet und bin geflohen.“ Argon zuckte mit den Schultern. „Man kann über Bier sagen, was man will, aber ab und an liegt darin Weisheit.“

    „Wie meinst du das?“

    „Vor der eigentlichen Hochzeitsnacht wird natürlich gefeiert und viel getrunken. Sehr viel... Jedenfalls wurde mir doch nach einigen Bier klar, worauf ich mich da eingelassen hatte. Es war von Anfang an eine dumme Idee gewesen, aber ich stand mir selbst im Weg und habe es nicht gesehen. Erst als genügend Humpen Bier mich neben mich gestellt hatten,“ Argon kicherte über seine Worte, „habe ich das erkannt und bin auf dem schnellsten Weg geflohen... ich bin direkt von der Klippe in diesen Fluss gesprungen...“

    Saira legte den Kopf schief und dachte einen Moment nach.

    „Das klingt nicht sehr anständig. Wird sie... ich meine Elivia... dich nicht vermissen und nach dir suchen?“

    „Davon gehe ich aus...“, antwortete Argon langsam. Saira konnte fast sehen, wie sich ein neuer, beunruhigender Gedanke in Argons Kopf breit machte. Sein Gesicht wirkte angespannt und voller Sorge. „Oh Scheiße.“ Saira wartete geduldig, dass Argon weitersprach. Sie wollte ihn nicht drängen, aber sie musste wissen, was er dachte. Im Augenblick war er die einzige Person, die Onkel Thambi davon abhalten konnte, sie mit in seinen Haushalt zu nehmen.

    Endlose Augenblicke verstrichen, bis Argon sich räusperte und weitersprach.

    „Wenn nur die Hälfte der Geschichten über sie war sind, dann ist sie die Rachsucht in Person. Sie wird mich bis ans Ende der Welt jagen. Und darüber hinaus, wenn es sein muss. Ich muss von hier verschwinden... ich bringe dich und dein Dorf nur in Gefahr!“

    „Nein! Bitte!“, flehte Saira sofort. Sie erschrak selbst darüber, wie ängstlich ihre Stimme klang. „Bitte! Du musst mich vor Thamib schützen. Wenn du es nicht tust, dann bin ich verloren!“ Saira sah Argon direkt in die Augen. Er blickte stumm mit schuldbewusstem Gesicht zurück. Hinter seiner Stirn schien ein Kampf zu toben. Der alte Argon, der aus egoistischer Prahlerei die schönste und tödlichste Frau der Welt geheiratet und verlassen hatte, rang mit Sairas gutmütigem Kanja, der sie wie der legendäre Held vor dem Unheil retten konnte. Aufgeregt und atemlos beobachtete sie, wie der Kampf wohl ausgehen würde.

    „Zwei Tage noch...“ Argon nickte. „Gut, ich werde mit deinem Onkel um deine Freiheit kämpfen, aber dann bin ich schleunigst hier weg.“ Erleichtert fiel Saira Argon um den Hals.

    „Danke, Kanja! Danke.“

    „Mein Name ist immer noch Argon,“ berichtigte sie der Krieger kalt, während er ihre Umarmung erwiderte. Saira lief bei seinen Worten ein Schauer über den Rücken. Sie spürte, dass dieser Mann sehr gefährlich war.

    „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]

  • Es hat echt einen Moment gedauert, ehe ich in der Geschichte wieder drin war. Aber trotz dessen, dass dein letzter Post über ein Jahr her ist, habe ich erstaunlich schnell wieder zurück in deine Welt gefunden, ohne noch mal groß irgendwas nachlesen zu müssen. ^^


    „Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass es das wogende Land wirklich gibt.“ Bemerkte Argon nüchtern. „Ich habe schon viel Unglaubliches gesehen, aber das. Nein, das muss ein Hirngespinnst sein.“

    Ich habe das Gefühl, dass wir noch erfahren werden, ob es das wogende Land wirklich gibt, oder nicht. Sonst hätte es wohl kaum eine Erwähnung gefunden. :hmm:


    Ein schöner Teil, der ein wenig erklärt und auch die Standpunkte und Situationen der Charaktere etwas näher beleuchtet. Mir gefällt vor allem die unterschiedliche Einstellung, die die beiden Charaktere zum wogenden Land haben und auch dass Saira ihn fleißig mit Fragen zu seiner Geschichte löchert und er freundlich genug ist, es ihr auch zu erzählen. Flechtet tatsächlich ein schönes Band zwischen den beiden. ^^

    „Nun, ich habe sie erobert, geheiratet und bin geflohen.“ Argon zuckte mit den Schultern. „Man kann über Bier sagen, was man will, aber ab und an liegt darin Weisheit.“

    Ich musste bei dieser Erklärung erstmal laut auflachen. So sieht ein echter und wahrer Krieger aus. "und bin geflohen." :rofl:

    Tja, Alkohol bietet klare Momente. Hoffen wir nur, dass an den Gerüchten um Elivia auch was dran ist, sonst ist er 1. ganz umsonst geflohen und 2. hat er dann eine normale Frau allein zurückgelassen. Dann trifft ihn ihre Rache zurecht. :rofl:

    Ich finde es gut, dass er zugestimmt hat, noch etwas zu bleiben und Sairas Freiheit zu kämpfen. Zeigt ja, dass er eigentlich ein echt netter Kerl ist. Bin mal gespannt, wie das ausgehen wird und ob Saira ihn dann begleitet? :hmm:


    Ich hoffe, der nächste Teil dauert nicht wieder ein Jahr ^^


    LG, Kye



    Wenn es ein Buch gibt, das du wirklich lesen willst, aber das noch nicht geschrieben wurde, dann musst du es selbst schreiben.
    - Toni Morrison -

  • Lieber Asni

    Ich mach mal ein bisschen mit. Die Geschichte hat mir ja von Anfang an gefallen. Schreib einfach drauf los, wird schon passen. Mach ich auch so:D

    Geht wunderbar weiter, es transportiert eine ungewöhnliche Stimmung. Gefällt mir.


    Es ist das Eine, aus dem wir kommen und in das wir wieder eingehen. Vor dem Einen war nichts und danach wird nichts sein. Das Eine ist nichts, und indem das Eine nichts ist, wird das Eine offenbar.


    Meister Muoti von Aramea. Im Jahre 102 nach der Divergenz

  • Vielen Dank für das positive Feedback, Kyelia und Sensenbach ! Freut mich, dass es immer noch gefällt (oder wieder :hmm: ) Danke auch an Tariq für den Like.

    Ich hoffe, der nächste Teil dauert nicht wieder ein Jahr ^^

    Ich werde mir Mühe geben, spätestens in 9 Monaten den nächsten Part zu posten... xD ... nein, eigentlich möchte ich die Geschichte, so wie ich sie mir mal überlegt hatte, so gegen Anfang / Ende Januar abschließen. So viel soll nämlich eigentlich gar nicht mehr passieren. :hmm: Aber wer weiß, ob ich nicht wieder Hals über Kopf aus dieser in eine neue Geschichte stürze ^^

    „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]