Wo Goblins fröhlich metzeln ... (kurze Geschichte)

  • Wo Goblins fröhlich metzeln ...

    "Vem har trampat mina svampar ner?!"

  • Hey, @Xarrot,


    toller Einstieg für eine Gemetzelgeschichte! Gefällt mir echt gut, wie du eine lockere Atmospähre erzeugst, die vermittelt, dass es den Goblins nicht so wichtig ist, warum und wie sie kämpfen... Hauptsache, sie kämpfen ^^ . Die vernichtende Kritik packe ich mal in den Spoiler...


    „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]

  • Wuhu @Asni ! Wie schön dich zu seh ... oder zu lesen? :doofy:

    Ich würde aber vielleicht die beiden Parteien noch mehr vermischen und so darstellen, als gäbe es überhaupt keine Unterschiede und als wären die Gründe für die gemeinsame, gegenseitige Feindschaft doch etwas plemm-plemm

    Tatsächlich gibt es aber einen ganz schönen kulturellen Unterschied zwischen den beiden, wenn auch der genetische ziemlich verschwimmt ... Es ist vielleicht etwas schwer zu erklären, aber ich versuchs einmal: Berggoblins sind tatsächlich eine schon recht stark abgegrenzte Unterart (eigentlich sind Goblins ja ein Volk von Reitern aus der Ebene), die sich relativ gut an das Leben in den Bergen angepasst hat. Die Meute aus dem Vorgebirge jedoch ist eigentlich keine echt Unterart. Sie sind nichts halbes und nichts ganzes könnte man sagen und sind in dem Sinne auch nicht wirklich angepasst an ihre Heimat, die ebenfalls weder richtiges Gebirge noch Ebene ist. Die meisten der dort lebenden Stämme stammen außerdem von welchen aus anderen Regionen ab, die irgendwann einmal vertrieben wurden. Ihre Artgenossen bezeichnen sie deshalb auch oft abwertend als "Roswor" (Gesindel). Genau genommen gibt es sie auch nur an den Hängen eines bestimmten Gebirges, aber das ist Stoff für eine andere Geschichte :whistling:

    Ist Harzschnapps so stark, dass er sofort richtig reinhaut? Ich fände es, glaube ich, ganz witzig, wenn ein findiger Goblinhändler Bier aus einem Bauchladen verkaufen würde. Oder er schleppt ein riesiges Fass auf dem Rücken durch die Gegend...

    Es braucht natürlich schon ein Weilchen. Hast du vielleicht mal selbst eine schöne Feldflasche voll Schnaps abgezwitschert? Ich hoffe nicht, weil danach wär man vermutlich ziemlich platt ... Der Harzschnaps enthält zwar andere Rauschmittelchen als Ethanol, aber ist trotzdem gut mit etwas um die 30% vergleichbar. Allerdings ist er in diesem Fall nur leicht verdünnt, was gleichzeitig mit sich bringt, dass er etwas mehr reinhaut (jetzt nicht so, dass er die Goblins kampfunfähig macht) und dennoch schneller wirkt. Es kommt natürlich auch immer etwas auf die Tagesfassung des jeweiligen Individuums an. Man kennt das ja ... :wein:
    Aber du bringst mich gerade auf eine absolut glorreiche Idee mit dem Schnapsverkäufer. Vielen Dank! :rofl:

    "Vem har trampat mina svampar ner?!"

    2 Mal editiert, zuletzt von Xarrot ()

  • Es geht bergauf mit der Geschichte! Wortwörtlich ... :tada:

    "Vem har trampat mina svampar ner?!"

  • Na schön, dass es weitergeht. Es ist nur leider dein Pech, dass ich gerade sehr konzentriert und motiviert zugleich bin ^^ ... d.h. ich bin gerade vielleicht ein wenig zu haarspalterisch :pardon:



    Insgesamt war es wieder schön flüssig und unterhaltsam zu lesen. Weiter so!

    „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]

  • Das "eh und je" verstehe ich nicht. Das bedeutet doch "so wie es schon immer war", oder?
    Außerdem stelle ich mir einen Pfeilhagel immer als etwas eher gedehnteres Ereignis vor: zuerst werden die Pfeile abgeschossen (da gibt es vielleicht auch ein Geräusch? Oder es geht unter, aber der Goblin kann es sich vorstellen...), dann sind sie irgendwo in der Luft und verdunkeln "den Himmel", bevor sie schließlich auf ihre Ziele herabprasseln und Vernichtung streuen. Daher würde ich das vernichtend in dieser Szene vom Beginn des Pfeilhagels trennen.

    Ja, das "eh und je" ist wohl eher so eine Art Füllformulierung. Es macht vielleicht nicht direkt auf die Situation bezogen Sinn, aber jeder weiß, wie es gemeint ist. Ansonsten schießen die Berggoblins ja hangabwärts, quasi parallel zum Boden mitten in die Hackfressen ihrer Gegner :dead::elf: . Von daher ist da eigentlich nicht viel mit aufsteigen etc . Das könnte ich wohl nochmal extra erwähnen, damit die Vorstellung des Leser nicht ganz so im Dunkeln tappt :hmm:

    Bei dem Troll kam mir der Gedanke, dass Goblins ja nicht doof sind und eigentlich im Pfeilhagel hinter so einen Troll drängen könnten. Quasi im Pfeilwindschatten des Trolls würden sie dann nicht getroffen werden.

    Au weia, der würde sich aber herzlich bedanken ... und vermutlich den gesamten Haufen gleich wieder nach vorne treten. Trolle sind bei mir nämlich keineswegs tumbe Idioten, sondern meist sogar intelligenter als die Goblins selbst.

    Oh, höchst ungewöhnlich, eine weibliche Häuptling zu haben... also rein sprachlich meine ich. Irgendwie fühlt es sich auf grammatikalischer Ebene falsch an. Aber gegendert ist es ja eigentlich richtig... oder?

    Ganz ehrlich: Keine Ahnung! :rofl:
    Ich hab selbst mal eine ganze Weile überlegt, weil bei meinen Nordern die Geschlchter allgemein komplett wurscht sind. Deshalb kommen bei mir Weibchen und Männchen auch komplett verstreut in allen Positionen vor, ohne jetzt wirklich darauf zu achten. Manchmal wird der Goblin von der Goblin verdroschen, mal andersrum. Aber der Name der Häuptling sollte auch nicht allzu kompliziert und tiefsinning sein (die Gute war nämlich auch eine recht stumpfe Person).

    "Vem har trampat mina svampar ner?!"

  • Und weiter geht es! Zwar mit einem etwas kürzeren Teil, aber immer noch volles Pfund aufs Maul! :lol:

    "Vem har trampat mina svampar ner?!"

  • Ich werde das Gefühl nicht los, dass du Spaß am Schreiben hast. :D
    Das Hinterwäldlertum deiner Goblins ist kreativ verpackt, das Kopfkino schnurrt und trotz der teils immensen Zeitdehnung wird es nicht langweilig. Deine Wortwahl und dein genereller Schreibstil sprechen mich auch an.


    Ich bin dabei.

  • Ich werde das Gefühl nicht los, dass du Spaß am Schreiben hast.
    Das Hinterwäldlertum deiner Goblins ist kreativ verpackt, das Kopfkino schnurrt und trotz der teils immensen Zeitdehnung wird es nicht langweilig. Deine Wortwahl und dein genereller Schreibstil sprechen mich auch an.

    Touché! Ja ich genieße es gerade in vollen Zügen diese Massenschlägerei zu beschreiben :D
    Mit der gestreckten Erzählung hast du natürlich recht, allerdings ist das hier quasi ein kleiner Trick meinerseits, Infodumbs zu umgehen. Aussehen der Goblins, ein paar der Stämme, die Beschreibung von Jukkar und der anderen Charaktere würde alles auf einen Haufen gequetscht doch etwas gezwungen wirken. Deshalb schieb ich immer mal wieder Ereignisse dazwischen, damit der Leser etwas mehr Zeit hat, sich an das ganze Szenario zu gewöhnen. In einer längeren Geschichte könnte ich diese Sachen auf mehrere Kapitel verteilen, allerdings soll das hier ja wirklich nur eine Kurzgeschichte von maximal um die 20 Seiten werden. :whistling:

    "Vem har trampat mina svampar ner?!"

  • Immerhin, seinen Speer hatte Kaukor noch, genauso wie die Fellweste, die schäbige Lederhose und die olle Lederkappe, unter der das fettige Haar bis auf die Schulterblätter hervorquoll. Mehr brauchte man doch eigentlich auch nicht, um sich mit Berggoblins zu kloppen.

    Also erstens denke ich auch das es besser ist (besonders bei einer Kurzgeschichte dieser Art) die Beschreibungen nicht auf einen Knubel zu klatschen sondern gut zu verteilen. Es stimmt zwar, dass man damit Gefahr läuft das Kampfgeschehen zu verlangsamen und den flow rauszunehmen aber, wie in dieser Stelle (Zitat) finde ich es doch sehr gut verpackt. Vorallem weil du während der Beschreibung gleichzeitig auch noch auf den Kampf eingehst.

  • Hmm. Also ich kann der Kritik von Asni zustimmen, gerade was die Rechtschreibung angeht. Du solltest wirklich etwas mehr darauf und auf die Leerzeichen achten.

    Das ist keine Absicht :sack: Die fehlenden Leerzeichen dürften wohl davon kommen, dass ich den BBC-Code nicht aktiviere. Ich steh ein wenig auf Kriegsfuß mit dem Teil, denn dann kann man das ganze irgendwie nicht mehr in einen Spoiler packen, was wiederum den Thread so in die Länge zieht ...

    Also erstens denke ich auch das es besser ist (besonders bei einer Kurzgeschichte dieser Art) die Beschreibungen nicht auf einen Knubel zu klatschen sondern gut zu verteilen.

    Für ein paar Sekunden, wusste ich jetzt nicht genau, ob das Lob oder Kritik ist :rofl: sry, mein Hirn ist heute Abend nicht mehr besonders nützlich ... Ich denke aber mal, ich darf das als ersteres deuten, von daher Dankeschön :D

    "Vem har trampat mina svampar ner?!"

  • Dass dabei die Wurfspeere nur so hin und her folgen flogen, machte das Aufeinandertreffen nicht gerade sanfter.


    Zumindest die Flagge mit einem miserabel gemalten Hügel darauf flatterte weiterhin über den Köpfen der Kämpfenden.

    Ich finde es ein bisschen komisch, dass du als miserabel gemaltes Motiv auf der Fahne gerade einen Hügel nimmst. Mehr als einen Strich braucht's ja eigentlich nicht, um einen Hügel anzudeuten. Was ich also sagen will: mir scheint da "miserabel gemalt" nicht so sehr zu passen, weil auch ein sehr gut gemalter Hügel (so als Gegensatz) mit ein oder zwei Strichen auskommen kann. Ich kann mir einfach den Unterschied zwischen "miserabel gemalt" und "gut gemalt" nicht wirklich vorstellen. Und ich habe sogar einen Hügel gemalt...
    Mir kam hier noch die Idee, die Frage, was eigentlich auf diese Fahne gemalt ist, zwischen dem Fahnenmaler und einem fremden, neugierigen Goblin diskutieren zu lassen, vielleicht in Form einer Kneipenschlägerei?! ^^
    Ein weiterer Punkt: Ist es eigentlich nicht schlauer, eine Stofffahne mit einem Motiv zu besticken?


    Ansonsten muss ich leider sagen, dass ich die ersten Teile irgendwie spannender und ausgereifter fand. Für eine Kurzgeschichte passieren mir eigentlich zu viele verschiedene Dinge, wie die Szene mit Kaukor und seinem Schild. Aber ich bin trotzdem weiter gespannt, wie es weitergeht!

    „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]

  • So, dann reihe ich mich auch mal wieder ein.
    Ich muss leider sagen, dass meine Konzentration beim Lesen derzeit ziemlich miserabel ist. Und gerade du hast einen Stil, bei dem es besser ist, keine Umgebungsgeräusche zu haben und sich nur voll und ganz auf das Geschriebene zu konzentrieren.
    Deswegen fällt meine Kritik wohl etwas plumper heute aus. 'Tschuldige. ._.


    An sich finde ich den Text bis jetzt nicht schlecht. Der von die gewohnte Lesefluss ist vorhanden und alles fügt sich recht nahtlos zusammen (Geschehen und Infoeinschübe) - allerdings muss ich Asni zustimmen, dass für eine Kurzgeschichte zu viel auf einmal eingeworfen wird. Mag auch nur mein Empfinden gerade sein. Aber wir werden ja sehen, wie sich das noch entwickelt.
    Kann mir auch gut vorstellen, dass dir das Schreiben hieran unglaublichen Spaß macht. :D


    Paar kleine Fehlerchen sind noch im Text versteckt, aber darum kümmre ich mich jetzt nicht weiter, zumal meine Zeit auch ein wenig begrenzt ist.



    Eins vielleicht noch (total zusammenhangslos):

    Die fehlenden Leerzeichen dürften wohl davon kommen, dass ich den BBC-Code nicht aktiviere. Ich steh ein wenig auf Kriegsfuß mit dem Teil, denn dann kann man das ganze irgendwie nicht mehr in einen Spoiler packen, was wiederum den Thread so in die Länge zieht ...

    BBCode an, Text reinkopieren, BBCode aus, dann sollte auch das mit dem Spoiler klappen. Und die Leerzeichensache ist gegessen. (Ansonsten Code für den Spoiler von Hand eintippen. *pfeift*)

  • Ich finde es ein bisschen komisch, dass du als miserabel gemaltes Motiv auf der Fahne gerade einen Hügel nimmst. Mehr als einen Strich braucht's ja eigentlich nicht, um einen Hügel anzudeuten.

    Da hast du eigentlich recht :hmm: so grottenschlecht sind nicht mal Goblins ...

    Mir kam hier noch die Idee, die Frage, was eigentlich auf diese Fahne gemalt ist, zwischen dem Fahnenmaler und einem fremden, neugierigen Goblin diskutieren zu lassen, vielleicht in Form einer Kneipenschlägerei?!

    Du bringst mich hier gerade auf eine Idee, für eine völlig neue Kurzgeschichte. Ein Haufen Goblins die über das Wappen auf ihrem Banner diskutieren und schließlich endet alles in einer Kneipenschlägerei xD

    Ansonsten muss ich leider sagen, dass ich die ersten Teile irgendwie spannender und ausgereifter fand. Für eine Kurzgeschichte passieren mir eigentlich zu viele verschiedene Dinge, wie die Szene mit Kaukor und seinem Schild

    Jap. Da hast du recht an dieser Stelle. Eigentlich hätte Kaukor, als bester und ältester Kumpel von Jukkar schon viel früher kommen müssen, aber ich hatte den Armen glatt vergessen ... die Szene war deshalb wohl ein wenig imrpovisiert :pardon:

    BBCode an, Text reinkopieren, BBCode aus, dann sollte auch das mit dem Spoiler klappen. Und die Leerzeichensache ist gegessen. (Ansonsten Code für den Spoiler von Hand eintippen. *pfeift*)

    Erstmal: YEY! Kitsune, du bist auch dabei :D und vielen dank für den Tipp ... darauf hätte ich auch mal kommen können ...

    "Vem har trampat mina svampar ner?!"

  • "Vem har trampat mina svampar ner?!"

  • Also abwechslungsreiche, blumig-brutale Schlachtszenen hast du drauf. :D
    Das Geschehen scheint durch Jukkars Augen viel weniger grausam, dumm und sinnlos, weil es eben Teil seiner - nennen wir es 'Kultur' - ist. Kein Wunder, dass mein magischer Spiegel nicht gegen deine Trollhäretiker anstinken konnte. :hail:

  • Die Szene gefällt mir ganz gut. Daher nur zwei Anmerkungen im Spoiler


    „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]

  • Du schreibst einfach toll, @Xarrot , du hast einfach ein wahnsinnig gutes Sprachgefühl, auch wenn du es an meist an den furchtbaren Dialekt der Norder "verschwendest" ;) . Wenn etwas lieber benutzt wird, "denn" etwas anderes (statt als), geht mir das Herz auf! Klasse! Inhaltlich halt der übliche Norderwahnsinn, wie wir ihn alle kennen und lieben. Wenn sie sich in den Schlachtreihen gegenseitig anpinkeln oder aus dem Weg gehen oder sich vor der Schlacht besaufen - köstlich! :D

    "Un wer denkt, er kann sich verpissen, den lass ichDreck

    "ich Dreck" Leerzeichen abhanden gekommen ;)

  • Das passt nicht so gut zur Mechanik der Instrumente, da man mit Dudelsäcken eigentlich immer einen Dauerton hat, der durch andere Töne unterbrochen wird.

    Da hast du recht, hatte ich beim schreiben nicht so wirklich bedacht :hmm: Deine Idee klingt aber gut, die nehm ich :D

    Das zweit "schwungvoll" finde ich in Verbindung mit "gepfählt" nicht so schön, aber das ist Geschmackssache.

    Ich wollte einfach zwei Wörter mit eher verschiedener Aussage verbinden, allerdings ist "pfählen" hier wohl wirklich eher das falsche. Da ist scheinbar noch ein wenig Umformulierung von Nöten :whistling:

    "Vem har trampat mina svampar ner?!"