Lieblingsmotive

  • Eine einfache Frage: Was für Motive zeichnet ihr am liebsten, was lichtet ihr am liebten ab? Haben sich eure Vorlieben mit der Zeit geändert?


    Für mich war von Anfang an klar, dass ich Menschen zeichnen wollte. Ich habe es über Realismus und Mangastile versucht und bin wahrscheinlich deshalb bei dem Stil gelandet, den ich jetzt zeichne ^^ Damals wie heute sind mir meine eigenen Chars die liebsten. Es macht Spaß, die Figuren in meinem Kopf in unterschiedlichen Situationen und Posen abzubilden. Das macht sie für mich lebendiger und außerdem kann ich anderen damit verbildlichen, was in meiner Vorstellung abgeht xD
    Wenn ich so darüber nachdenke, kam für mich nie etwas anderes in Frage, als fiktive Figuren zu zeichnen :hmm: Besonders gerne hab ich sie mit aufwendigen Frisuren, altertümlicher Kleidung oder detaillierten Körpern (egal ob Muskeln oder Fett ). Da verliere ich mich gern drin.
    Was mich überhaupt nicht reizt, sind Landschaften oder Gebäude. Diese Motive geben mir überhaupt nichts… was wohl ein Grund ist, weshalb ich mich gern vor Hintergründen drücke 8) Vor allem bei Gebäuden spielt durch die Perspektive und die Architektur eine Menge technisches Zeichnen mit rein und davor hat es mir schon in der Schule gegraut :D Und Landschaften… da fehlt mir irgendwas lebendiges, ich weiß auch nicht.

  • Ich bin immer sehr fasziniert von sehr realistischen Darstellungen. Egal jetzt ob Blümchen, Kätzle oder Mensch. Ich denke aber, mich intressiert weniger das Motiv als die Technik, die Akkuratesse, die Detailverliebtheit...


    Wobei... :hmm: inhaltlich realistisch müssen die Bilder gar nicht sein, gerade wenn ein Tatsch Schräg mit drinnen ist und es trotzdem ausschaut wie ein Foto... das macht die Sache fast noch reizvoller!


    Da ich aber selber nicht gut zeichnen kann (und es mir nicht wert genung ist, um andre Dinge dafür auf der Strecke zu lassen zwecks Übung) ist diese Ansicht meiner Sicht rein theoretischer Natur...

    Der Unterschied zwischen dem, was Du bist und dem, was Du sein möchtest, liegt in dem, was Du tust.
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    Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?

  • Naja, was ich am liebsten zeichnen würde und was ich effektiv am meisten Zeichne sind im Moment zwei verschiedene Dinge.


    Der Stil ist klar irgendwo in der realistichen Comic-Richtung angesiedelt, wo ich da ganz genaz hin weill weiß ich allerdings selbst nicht so genau, bisher hat sich das von selbst ergeben wenn es einigermaßen gepasst hat.


    Mein Zeichenziel scheint immer mehr in die Richtung gehen, das ich meine Welt bzw. Weltenideen abbilden möchte. Also sowohl Landschaftlich, als auch die Architektur, Stil etc. unterschiedlicher Kulturen und Gesellschaften.
    Also natürlich auch Kleidunsstile etc und die dazugehörigen Charaktere und so. Wobei die Charaktere wohl nach aktuellen Stand zwar humanoide aber nicht Menschlich sein werden...



    Landschaften sind das was ich im Moment am liebsten zeichne, einfach weil ich das zumindest einigermaßen zufriedenstellende Ergebnisse erziele. XD

  • Früher... also ganz früher ^^ ... habe ich sehr gerne Landschaften aus der Vogelperspektive gezeichnet, allerdings nicht besonders häufig. Ich mochte einfach, mir einen Überblick zu verschaffen und Welten "von oben" zu erschaffen.
    Daneben habe ich viel gekritzelt, also ohne Ziel mit einem Stift (Bleistift oder Kugelschreiber) einfach drauf los. Meistens entstehen dabei seltsame Dinge... skurrile Köpfe mit unterschiedlich großen Augen, fies guckende Ratten, Elefanten, etc. pp. Allerdings sind meine feinmotorischen Fähigkeiten irgendwo in der Grundschule stecken geblieben. Hofft also nicht darauf, dass ich mal was poste. xD


    In letzter Zeit habe ich ab und an mit etwas angefangen, was ich "Höhlenmalerei" nenne, auch wenn es damit nix zu tun hat. Die Idee ist, sehr einfach und abstrakt Figuren zu malen, wie man sie in einer steinzeitlichen Fantasy-Welt als Höhlenmalerei finden könnte. Von den Motiven her bin ich da auch bei skurrilen Köpfen, Menschen, Tieren und vor allem geometrischen Mustern. Ich glaube letzteres ist auch mein Lieblings"motiv". Für mehr reicht es technisch einfach nicht. xD

    „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]

  • Hey @Skadi


    Tatsächlich eine super gute Frage, denn im Vergleich zu vielen anderen hier im Forum bin ich ziemlich unbegabt, was den künstlerischen Aspekt angeht :( Dennoch hatte ich in meiner Schulzeit immer gute Noten, was überwiegend an der Theorie und eben den Zeichnungen liegt, die du als dein Negativbeispiel angegeben hast :D Landschaften...
    Wenn und ich wiederhole, wenn ich überhaupt etwas malen würde, dann wäre es wohl eine Berglandschaft :love: Ich weiß, es fehlt das Lebhafte, aber neben der Tatsache, dass alles, was ich als "lebendig" male, aussieht wie ein Strichmännchen, ist das Motiv von Bergen und ein paar schönen Seen im Vordergrund einfach überwältigend. (Nebenbei auch fest eingebrannt in meinen Gedanken... Ob das an meiner Österreichischen Ader liegt?? :huh:?( )
    Naja, aber leider habe ich nie wirklich gemalt... Eine der wenigen Dinge, an denen ich gelegentlich feile, ist der Entwurf von Fantasylandkarten. Was anfänglich noch wie ein ungeordneter Teller Nudeln aussieht, sieht inzwischen schon eher nach eine Landkarte aus ^^


    LG Lehaidin

    "Es sind die kleinen Dinge. Alltägliche Taten von gewöhnlichen Leuten, die die Dunkelheit auf Abstand halten."
    - Gandalf -



  • Ich habe es über Realismus und Mangastile versucht

    Ditto, allerdings drifte ich noch immer zu sehr in die Mangarichtung ab xD


    Wenn ich nur skizzen machen, sind es einzelne Augen oder 08/15, süße Mangamädchen.


    Größere Bilder sind dann meistens meine Figuren, die zum größten Teil Menschlich sind (oder einen menschlichen Körperbau haben - Humanoide). Entweder nur posierend, oder eine Szene aus deren Geschichte. Bei den Szenen zeichne ich auch Hintergründe, sonst eher nicht so.


    Eine Zeit lang hab ich viele Expressionistische Katzen gezeichnet. Das möchte ich auch wieder mehr machen, grundsätzlich mehr im Expressionismus. Farben sind mir sehr wichtig. Meine Bilder sind leider oft nicht so bunt, wie ich es gerne hätte, weil meine Figuren eben nicht bunt sind xD

    (Neues Bild kommt iwann)

    Genesis: Sie ist Azathoth, das amorphe Chaos in der zentralen Leere
    Josh: Meine Prophetin!

  • Ich hab richtig mit zeichnen angefangen als ich auch angefangen hab Mangas zu hypen, und deshalb war das so womit ich gestartet habe. Daraus hat sich bei mir dann mein jetziger "Comic-Style" entwickelt, der manchmal immernoch wie Manga aussieht wenn ich nur rum kritzle. Was ich am liebsten mache ist aber so Comic-Realismus, und ich arbeite Grad viel an meinen Portraits.


    Das merkt man auch viel bei meinen größeren Bildern in der Schule und so, die oft Comic-haft wirken oder ein Mischmasch zwischen Comic und Realismus sind


    Insgesamt würd ich sagen ich bin zu schlecht für Realismus, finde ihn aber echt cool, genau wie Comic, weshalb ich beides versuche zu üben und zu meinem eigenen Stil mixe.


    Expressionismus finde ich auch ziemlich cool, aber auch Impressionismus und meine Lieblingskünstler und großen Inspirationen sind vor allem Van Gogh und Michelangelo.

  • Insgesamt würd ich sagen ich bin zu schlecht für Realismus,

    Realismus ist nichts anderes als eine Stilausprägung wie jede andere auch. Deswegen widerspreche ich dir, ohne eine Zeichnung von dir gesehen zu haben, du wärst zu schlecht - du bist höchstens unerfahren. Jedem Zeichenstil, egal wie nahe oder abstrahiert er ist, fundiert auf Wissen über Anatomie, Licht- und Farblehre, Zeichentechniken etc. und das unterscheidet sich nicht zwischen den Stilrichtungen. Es ist lediglich eine andere Ausfahrt auf der Autobahn. Also wenn du gern Realismus zeichnen möchtest, dann setz dich einfach hin und lerne es ^^ Das hat nichts mit gut oder schlecht zu tun, sondern muss, genau wie jeder andere Zeichenstil, geübt werden.
    Realismus ist keine Königsdisziplin ;D

  • Obwohl ich @Skadi zustimme, dass Realismus als Stilrichtung bezeichnet werden kann, finde ich, dass es noch etwas darüber hinaus geht. Selbst wenn man nur im stilisierten Comics/Manga Bereich unterwegs ist, hilft ein bisschen Realismus, die Anatomie- und Perspektivenkenntnisse, die in diesen Stilen ja auch nötig sind, zu festigen und alles ein bisschen stimmiger für den Betrachter zu machen. Klar kann man Regeln der Realität dann verzerren oder bewusst ignorieren, aber allein die Erfahrung hilft. Einen puren Zeichenstil würde ich realistische Kunst nicht nennen.


    Ach ja, ich zeichne am liebsten alles, was mir vor die Nase läuft ^^ ich muss aber zugeben, dass mir trotz meiner Versuche, aus diesem Rahmen auszubrechen, Menschen und Tiere in verschiedenen Posen immernoch die liebsten Motive sind.

  • Klar kann man Regeln der Realität dann verzerren oder bewusst ignorieren,

    Regeln kann man erst brechen, wenn man sie kennt. Und die Regeln sind für Comicstile diesselben, wie für Realismus. Wo liegt der Unterschied? Wenn ich meiner Figur Bauchmuskeln verpassen will, muss ich wissen, wie diese im Körper liegen. Will ich eine besondere Lichtstimmung in meinem Bild haben, muss ich kapieren wie die Atmosphäre das Licht bricht.


    . Selbst wenn man nur im stilisierten Comics/Manga Bereich unterwegs ist, hilft ein bisschen Realismus, die Anatomie- und Perspektivenkenntnisse, die in diesen Stilen ja auch nötig sind, zu festigen und alles ein bisschen stimmiger für den Betrachter zu machen.

    Hier muss ich dir widersprechen. Sie helfen nicht nur "ein bisschen", sie sind essenziell. Ich glaube den häufigsten Tipp, den ich im Bilderbereich vergebe ist, sich mehr mit Anatomie und den oben genannten Dingen zu beschäftigen. Denn man sieht, ob ein Zeichner versteht, was er da aufs Papier bringt, oder nicht. Egal ob ich eine Comiczeichnung vor mir habe, oder etwas realistisches.