[AT] Wir sind die Nacht

  • Wir sind die Nacht...


    als ich heute morgen erwachte, war er da, dieser Titel. Und eine Geschichte, die auf den allerersten Blick stimmig dazu passte. Aber schon beim ein-einhalbten Blick passte es gar nicht mehr. Irritierend. Nun habe ich eine Geschichte mit einem tollen, aber unpassenden Titel. Und da ich keines von beiden wirklich verwerfen möchte, befördere ich den Titel zum [AT] (=Arbeitstitel) und schau, ob mir noch was einfällt. Bestimmt fällt mir noch was ein! Aber ob das dann besser passt? Ich weiß ja nicht... :huh:


    Heute und hier nur der Prolog. Kurz, knackig... inhaltsarm. :D


    Der Unterschied zwischen dem, was Du bist und dem, was Du sein möchtest, liegt in dem, was Du tust.
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    Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?

  • Cory Thain

    Hat den Titel des Themas von „Wir sind die Nacht“ zu „[AT] Wir sind die Nacht“ geändert.
  • Heyho Cory Thain

    Dieser Mann war sensationell. In der kurzen Zeit in der Bar war er charmant und lustig gewesen, hier im Bett eine geniale Mischung aus wilder Lust und zuvorkommender Zärtlichkeit und nun hatte er sich sogar angeboten, ihr den Rücken zu massieren. Männer wie Robert waren durchaus ein Anlass, das Konzept von One-Night-Stands zu hinterfragen. Wohlig schnurrend genoß sie seine kundigen Hände und trieselte zufrieden in den Schlaf.

    Mein erster Eindruck:

    Alles rot angestrichene in die Ich- Form setzen. Dann geht's kaum noch besser. Nur "trieselte" passt für mich nicht. Auch wenn ich verstehe, was Du damit sagen willst.^^^^^^


    Aber soweit: :thumbup::thumbup::thumbup:

  • Alles rot angestrichene in die Ich- Form setzen.

    ... warum???


    Ich verstehe nicht ganz, warum eine Ich-Perspektive notwenig erscheint. :hmm:

    Der Unterschied zwischen dem, was Du bist und dem, was Du sein möchtest, liegt in dem, was Du tust.
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    Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?

  • Nun, DAS nenne ich mal kurz :)


    Dennoch fand ich den ersten Satz einfach knallig.


    Dieser Mann war sensationell

    Das ist so ein "WOW!"-Moment für den Leser. Man bekommt Fakten an den Kopf geknallt, ohne langes Hin- und her. Kein ewiger Prolog. Der Mann ist der Knaller, Punkt. Eine Kunst für sich. Es ist eine Behauptung, durchaus gewagt, aber es passt. Die Begründung für diese Stellungsnahme und diesen frechen Einstieg folgt für den Leser sogleich.


    Erste Sätze sind wichtig. Entscheiden über lesen - oder nicht lesen. Und dieser erste Satz gefällt mir :)


    Wohlig schnurrend


    Diese Stelle wiederrum empfand ich etwas merkwürdig. Ich arbeite für einen Verlag und wir vermeiden dort generell "flache" Beschreibungen. "wohlig schnurrend" ist eine Überschwappung in die sehr ausgeprägte Bildsprache, die den Lesefluss, der nach deinen kurzen und knackigen Sätzen eher auf kräftige Worte ausgelegt ist, irgendwie aus der Stimmung reißt. Menschen schnurren nicht. Natürlich, man könnte es als Verdeutlichung sehen - aber ich persönlich finde, hier hätte eher "seufzt" gepasst. "Wohlig seufzend".


    Ist aber meine persönliche Meinung. Ich streiche auch eiskalt "kichern" und "schmunzeln" aus den Manuskripten und Werken, die auf meinem Schreibtisch landen.


    Gefällt mir bis jetzt gut. Ich freu mich auf mehr.


    Ganz herzliche Grüße


    Naduschka

  • Auch auf die Gefahr hin, meinen eigenen Thread zu zerschießen, hab ich da mal ne Frage. Oder so.


    Ich streiche auch eiskalt "kichern" und "schmunzeln" aus den Manuskripten und Werken, die auf meinem Schreibtisch landen.

    Warum? Was magst Du an diesen Worten nicht?

    Und: Wenn es aber nun der Stil des Autors ist, das Lachen oder Lächeln einer Person detailierter zu beschreiben? Du wirst nicht viel Freude an meinen Arbeiten haben, fürcht ich, bei mir lächeln die Leute eben nicht nur profan in die Gegend, sie giggeln, feixen, grienen fett, kichern, schmunzeln und grinsen. Und jedes Wort gebiert (zumindest in meinem Hirn) ein anderes Bild des Lächelns.


    Menschen schnurren nicht.

    Bist Du Dir da soooo sicher? ^^ Ich kenne etliche Leute, die ich ziemlich fix zum Schnurren bringen kann... Vielleicht kennst Du nur nicht die richtigen Leute?

    Nur "trieselte" passt für mich nicht. Auch wenn ich verstehe, was Du damit sagen willst.

    Ich habe den ganzen Tag darüber nachgedacht. Ich habe die Tante Google gefragt und auch Leute meiner Umgebung. Gut, letztere sind jetzt nicht repräsentativ für den deutschen Sprachraum (alles Sachsen, wennde vorschdehsd, was ich mein), aber unabhängig davon, dass letztere das Wort trieseln durchaus im Zusammenhang mit einschlafen kennen... uns ist allsamt kein anderes Wort mit einer adäquaten Bedeutung eingefallen... Was für ein Wort hättest Du denn gewählt?

    Der Unterschied zwischen dem, was Du bist und dem, was Du sein möchtest, liegt in dem, was Du tust.
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    Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?

  • Dein Prolog legt sprachlich eine Punktlandung hin, wenn du mich fragst ^^ Für so wenige Worte, schlägst du einen vielversprechenden Grundton und eine Thematik an, die mir gut gefallen könnte. Ich behalte die Geschichte also im Auge :D


    Wie viel Sinn es macht, nach 4 Sätzen Stilkorrekturen durchsetzen zu wollen - darüber lässt sich streiten denke ich. Nur kurze Anmerkungen meinerseits:


    Und: Wenn es aber nun der Stil des Autors ist, das Lachen oder Lächeln einer Person detailierter zu beschreiben? Du wirst nicht viel Freude an meinen Arbeiten haben, fürcht ich, bei mir lächeln die Leute eben nicht nur profan in die Gegend, sie giggeln, feixen, grienen fett, kichern, schmunzeln und grinsen. Und jedes Wort gebiert (zumindest in meinem Hirn) ein anderes Bild des Lächelns.

    Dito, da bin ich ganz bei dir. Ein Lächeln ist nicht gleich ein Lächeln und wozu bietet die deutsche Sprache so viele verschiedene Worte, wenn man sie nicht nutzen sollte? Vor allem in der Prosa :thumbup: Ich persönlich finde, es zeichnet einen Autoren gewissermaßen auch aus, zahlreiche Umschreibungen für eine Mimik zu finden und dann auch noch die vielen feinen Nuancen jeder einzelnen zu unterscheiden.

    Aber die einen mögen es so, und andere eben wie wir :hmm:


    Ich kenne etliche Leute, die ich ziemlich fix zum Schnurren bringen kann... Vielleicht kennst Du nur nicht die richtigen Leute?

    :grinstare:

    Davon abgesehen sehe ich solche Laute auch oft als eine Art Metapher. Mein Papa hat mir früher, wenn ich Husten hatte, immer zugerufen: "Du bellst wie'n Straßenköter!". War eine passende Beschreibung für die Laute, die ich rausgewürgt habe xD

    Ich denke, jeder weiß dass ein Mensch (in der Regel) keine wirklichen Schnurrlauter einer Katze imitiert. Aber jeder kennt das gleichmäßige Geräusch tiefster Zufriedenheit und das beschreibt das Seufzen postorgastischer Zustände eben ziemlich perfekt :D


    Ich habe die Tante Google gefragt und auch Leute meiner Umgebung.

    Für "trieseln" habe ich jetzt nicht explizit nachgeguckt aber ich persönlich vetrete da folgende Einstellung: Steht es mit der Bedeutung, die du implizieren willst, im Duden? ^^ Dann ist es legitim, zu verwenden.

  • Heyho Cory Thain

    und trieselte zufrieden in den Schlaf.

    Was für ein Wort hättest Du denn gewählt?

    Gute Frage...und ganz ehrlich habe ich ausser "sank zufrieden in den Schlaf" auch keinen Ersatz dafür anzubieten.


    "Trieseln" hat für mich was weiches im Klang, gut passend zur beschriebenen Situation. Weich wie bei "rieseln" oder "nieseln". Und in die Richtung geht's ja auch, obwohl ich das Wort noch nie vorher irgendwo gelesen habe. Trotzdem hat's mich im Lesefluss irritiert (nicht, weil ich's nicht kannte, sondern weil der ganze Text drum herum völlig "normal" daher kommt).

    Das war das "Unpassende" für mich.

    Besser kann ich das jetzt nicht erklären...sorry.:dash:

  • Also das Wort trieseln kannte ich auch nicht. Abar das will überhaupt nichts heißen xD

    Ich musste auch dreimal lesen, bis ich das Wort

    postorgastischer

    für mich gecheckt hatte ^^;


    Ich konnte mir aber durch den Zusammenhang erschließen was das Wort bedeutet. Also trieseln jetzt :D

    Ansonsten ... würde mir vielleicht noch dösen einfallen? im Sinne von eindösen... Ob das allerdings passt musst du wissen ^^;

  • :pardon:

    Ich bin grade von mir selber irritiert. Ich habe heute viel geschrieben. Und nix davon kann ich einstellen. Weil wegen: Es ist schon der Epilog zur vorliegenden Story. Ich hab noch nie (*schwör!*) von hinten angefangen. Aber es fließt... zumindest stimmig ist es. Bis jetzt.


    Deshalb gibts heute (nein, NICHT den Epilog! :grinstare: ) nur ein Stückelchen vom nächsten Stück. Sorry dafür. :pardon:


    Als Hinweis: Die Story spielt in einer fiktiven deutschen Stadt. Die Leute darin sind, bis auf einen, auch deutscher Abstammung. Das sag ich nur, dass Ihr einen Eindruck von den Namen der Leute habt. Okay? Okay!


    sorry, ist echt nicht viel, aber ein Beweis, dass es weitergeht... :sack:

    Der Unterschied zwischen dem, was Du bist und dem, was Du sein möchtest, liegt in dem, was Du tust.
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    Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?

  • Heho ^^

    in scharfer Schmerz an der rechten Halsseite ließ sie aufjammern und bewegungslos liegenbleiben.

    Ich mutmaße... ein Vampirbiss? :o Mich hat mal im Tierladen eine Ratte gebissen und das hat verdammt gebrannt :hmm: So ein Vampirbiss muss da gleich nochmal ein paar Level auf der Schmerzskala höher liegen.

    Oder Nellie leidet an einet echt üblen Verspannung im Hals. Die hab ich früh auch manchmal, wenn ich Halbschlaf meinen Kopf dumm drehe :hmm:


    Der Teil ist kurz, regt aber zum Spekulieren an, wie du siehst :D

  • :huh: Kein Vampirbiss! Sorry!


    :whistling: Ich hab noch ein Stückchen ... gefunden. Es läuft grade wieder mal.


    Der Unterschied zwischen dem, was Du bist und dem, was Du sein möchtest, liegt in dem, was Du tust.
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    Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?

  • Hallo Cory Thain ,


    ich muss sagen, der Titel ist echt der Hammer (Wir sind die Nacht). :thumbsup:


    Zum Text selbst kann ich noch nicht viel sagen, ist ja noch nicht viel, klingt aber schon mal interessant und liest sich flüssig. Gerade der Anfang zeigt, wie man mit wenigen Worten doch so viel schon erzählen kann.


    „Sie sind wach!“

    Dann warte ich mal ab, um zu sehen, wer die anderen sind.

  • Der Himmel war blau, nur ein paar Schäfchenwolken zogen darüber hin. Es dauerte einen Moment, ehe Nellie Sanders begriff, dass die Wolken nicht wirklich zogen. Sie waren aufgemalt auf die himmelblau gestrichene Zimmerdecke.

    Wow, der Anfang :D Like


    Hm. Der Teil ist wirklich kurz... Aber vielleicht steckt da ja schon ein Hinweis drin :hmm: Ich tippe wegen den Schmerzen mal auf Vampire?

    *Schaut schnell aufs Genre*
    Ah, Dark Fantasy :D Könnte also hinkommen. Ich lass mich überraschen^^