Es gibt 222 Antworten in diesem Thema, welches 65.514 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (15. Dezember 2019 um 18:50) ist von Der Wanderer.

  • Hi @Sabrina :) !
    Barran bleibt also bei seiner Loyalität zu Marek, obwohl diese ihn eigentlich in eine hoffnungslose Situation katapultiert hat. Er scheint an seiner Aufgabe regelrecht zu wachsen. Die Heimsuchung in seinem Kopf halte ich für eine gelungene Idee, dies bewahrt ihn davor zu dem zu werden, was Sam für Frodo war (natürlich ist Sam ebenfalls ein sehr tiefer Charackter, doch ich finde Barran tatsächlich interessanter!).

    Adler erheben sich in die Lüfte
    aber Wiesel werden nicht in Flugzeugturbinen gesogen

  • Hallo :D @Formorian Ich mag die Vergleiche die du in deinen Komentaren ziehst. Ich habe Frodo und Sam geliebt so unterschiedlich sie auch waren. Herr der Ringe ahhhhh. Ich habe meinen Umwelt damals schirr in den Wahnsinn mit meiner Begeisterung für diese Filme getrieben.
    Aber bis jetzt war mir erlich gesagt nicht bewusst das es da Parallelen gibt.
    Vielleicht unbewusst beim schreiben. So und so bin ich ein bekennender Film und Kinofan, der oft aus den Filmen kommt und im Geiste noch überlegt wie es weiter gehen könnte...

    Ich schweife schon wieder ab. Danke für dein Feedback und ein Gruß an alle die meine Geschichte mitverfolgen. :danke: Ihr seid die Besten! Viel Spass weiterhin :thumbsup:

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  • Schweißperlen glitzern auf Mareks Stirn. Mit einem feuchten Leinenstreifen kühle ich sein Gesicht, versuche ihm etwas zu trinken einzuflößen. Seine Lippen sind spröde und rissig. Er stöhnt leise und dreht den Kopf zur Seite.
    Mareks fiebrige Haut strahlt Hitze ab. Die Temperatur steigt und damit die Gefahr, dass ich ihn endgültig verliere.

    Seit Stunden versuche ich das Fieber zu senken. Doch nichts scheint Wirkung zu zeigen. In meiner Verzweiflung habe ich auch das Zepter genommen und versucht es zu aktivieren. Natürlich hat es nicht geklappt.
    Der Mondstein schimmert in derselben milchigen Farbe wie zuvor. Es liegt kaum eine Armlänge von Marek entfernt am Boden. So nutzlos in diesem Moment, obwohl es das Schicksal eines ganzen Landes entscheidet.

    Das Schnauben in meinem Rücken verdeutlicht noch mehr mein Versagen. Das Tier beobachtet alle meine Bewegungen mit funkelndem Blick. Wie viel haben diese Augen schon gesehen? Herrscher, die kamen und gingen jahrhundertelang?
    Ist diesem Drachen eigentlich klar, dass ich hier nicht nur um Mareks Leben kämpfe, sondern dass dieser Kampf, denn ich gerade verliere, mehr bedeutet, frage ich mich hilflos mit zunehmender Wut?

    Ich habe gute Lust, dem Gefühl freien Lauf zu lassen. Was kann ich schon verlieren? Dank dieses Unklows sind wir in dieser ausweglosen Situation. Ohne ihn wäre Marek nicht so schwer verletzt, hätte ihn kein Pfeil getroffen, wären wir nie an diese Ort gelangt!
    Mit jedem Gedanken fühle ich mehr die Wut auf dieses Tier, wie sie weiter zunimmt! Sich in meiner Brust verdichtet, mir die Luft abschnürt. Ich muss etwas tun!
    Mit geballten Fäusten gehe ich auf den Drachen zu.

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  • Tief in mir weiß ich, dass mein Handeln nichts an der ganzen Situation ändern wird. Aber ich muss irgendetwas tun, sonst verliere ich noch den Verstand! Marek auf diese Weise leiden zu sehen, ohne etwas für ihn tun zu können, bringt mich an die Grenzen des Erträglichen. Und dieser Drachen schaut seelenruhig dabei zu, wie Marek stirbt?

    Die Wut brodelt in meinem Bauch, während ich auf den Unklow zugehe. Er hebt den Kopf und schaut mich an. Als ob er meine Gefühle erraten könnte, die mich bewegen. In seinen goldenen Facettenaugen blitzt ein Ausdruck von Interesse auf. Zumindest habe ich jetzt seine ganze gefesselte Aufmerksamkeit.

    Ich kann nicht verhindern, dass es mich bei diesem Blick kalt überläuft. Auf meiner Haut stellen sich die feinen Härchen auf und im Nacken beginnt es unangenehm zu kribbeln. Mein Fluchtinstinkt ist geweckt! Der Wunsch, sich irgendwo zu verkriechen, lässt sich nur schwer unterdrücken. Die unbändige Wut ist von einem Moment zum anderen wie weggewischt, an ihrer Stelle habe ich einen dicken Kloß im Hals.

    Was tue ich eigentlich hier? Vielleicht war die Idee doch nicht so gut, wie ich anfangs gedacht habe? Nein! Die gehässige Stimme soll nicht Recht behalten, ich bin kein Feigling, kein Mensch ohne Rückgrat, ohne Mumm in den Knochen!

    Wie um es mir selbst zu beweisen, dass es nicht so ist, mach ich noch einen Schritt auf das gewaltige Tier zu und erwidere seinen Blick.

    Der Drache hat uns hierher gebracht, vielleicht findet er auch einen Weg hier heraus. Oder er weiß ein Mittel, um Marek zu retten? Ich muss es zumindest versuchen. Das bin ich ihm schuldig. Ich tue es für Marek, aber auch für mich? Plötzlich ist dieser Gedanke da und ich fühle, wie diese Erkenntnis etwas tief in mir bewegt.

    Was, wenn es schon immer mein Schicksal war, hier an dieser Stelle zu stehen?

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  • Mein Schicksal? Warum sollte es mein Schicksal sein? Dieser Gedanke wirft mich völlig aus der Bahn. Bisher war ich der festen Überzeugung, dass ich mich Marek zuliebe auf diese ganze Sache eingelassen habe, doch jetzt? Gedanken rasen in Sekundenschnelle durch meinen Kopf. Etwas, was Marek mir immer wieder gesagt hat, fällt mir ein. Davon war er felsenfest überzeugt. Es hatte etwas mit dem Glauben seines Volkes zu tun.

    „Alles ist vorbestimmt! Barran, dass Schicksal ist eine Sache, die kann man nicht beeinflussen. Man muss es hinnehmen so, wie es kommt, versuchen das Beste daraus zu machen.“ Bisher ist es mir schwergefallen, daran zu glauben, aber vielleicht hatte Marek doch Recht …


    In diesem Moment mit jeder Erkenntnis, das sich alles so ereignet hat, wie es das Schicksal für mich wollte, lässt die schmerzlichen Erinnerungen leichter ertragen.
    Alles was passiert ist, fügt sich plötzlich zu einem Ganzen zusammen und ich verstehe den Sinn dahinter.

    Meine Kindheit, der Tod meiner Eltern, die Jahre als Straßenjunge in den Gassen von Said, wo ich jeden Tag um mein Überleben kämpften musste, die Gefangenschaft in Messanac, meine Flucht aus dieser Hölle. Um dann Marek zu begegnen, der so viel Vertrauen in mich setzte, all das hat mich hierher gebracht. Ich bin an den Aufgaben gewachsen. Es hat mich verändert. Ich bin nicht mehr derselbe Mensch, ich bin stärker als je zuvor!

    Stärker? Dass ich nicht lache! Du bist ein Feigling, ein Nichtsnutz, eine ...

    Schweig! Schweig still, für immer!
    Die gehässige Stimme bekommt einen hasserfüllten Ton.
    Undankbarer! Wem hast du es zu verdanken, dass du in den Gassen von Said überlebt hast? Mir! Wer stand dir bei in Messanac, wenn du halb wahnsinnig warst vor Angst, dass sie dich wieder holen? Ich! Ich war´s, niemand anderes sonst! Ob du willst oder nicht, ich bin ein Teil von dir. Du wirst ja sehen, wie weit du ohne mich kommst.


    Stille kehrt ein, breitet sich in meinem Kopf aus und hält an. Erleichterung durchströmt mich, als wäre mir eine schwere Last von den Schultern genommen. Es wird Zeit, nach vorne zu schauen und nicht mehr zurück.

    Ein Schnauben vor mir macht mir wieder bewusst, wo ich stehe. Auge in Auge mit einem jahrhundertealtem Wesen und es sieht mich weiter prüfend aus seinen Facettenaugen an, so als würde es auf etwas warten …
    Mir kommt ein Gedanke. Er wartet darauf, dass ich etwas sage! Ich will im ersten Moment die Idee als schwachsinnig verwerfen.

    Aber was kann ich schon verlieren?

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  • Ich bin zwar noch nicht ganz fertig, wollte aber eine kurze Rückmeldung geben. Irgendwie komme ich derzeit kaum zum lesen. Aber eine Rückmeldung ist überfällig.
    Also die Geschichte ist (vor allen in den Folterszenen) immer noch beängstigend, das man kaum weiterlesen will aber dazu gezwungen wird. :D

    Sobald sie in relativer Sicherheit waren, fiebert man aber noch immer mit, möchte aber nicht mehr die Augen schließen. :D
    Also sehr gut.
    Ich hole bestimmt noch auf.

    Allerdings: Das mit dem Drachen hat mich jetzt ganz stark an Harry Potter erinnert (wo sie aus Gringots ausbrechen). Ich bin mir unsicher ob mir es gefällt oder nicht. Aber passend war es dennoch.

  • Danke fürs Feedback @Schreibfeder. Schön das du dich langsam einliest und mi Rückmeldung gibst. :D Tja der Drache kam Marek und Barran gerade Recht da sie wirklich in einer prikären Lage waren. ;( Tunnelsysthem entdeckt. Armee die ihnen hilft nicht in Sicht. Ziemlich am Ende ihrer Kräfte und die Zeit im Nacken. Schließlich bleibt nicht mehr viel Zeit um das Zepter abzuliefern. 8) Da ist so ein Drache äußerst praktisch.

    Freunde dich mit seiner Anwesenheit an. Auch wenn die Flucht an Harry erinnert, wie du es ausgedrückt hast.
    Viel Spass weiterhin. :D

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  • Hi @Sabrina

    bin grade auf der Suche nach einer neuen Geschichte in die ich mich reinlese - und Deinen ersten Abschnitt fand ich ziemlich stark geschrieben, koennte also was fuer mich sein. :thumbsup:

    Bevor ich hier loslege - koenntest Du mir kurz sagen auf welche Art von Kommentaren Du Wert legst, i.e. spielst Du mit dem Gedanken zu veroeffentlichen, oder ist das eher 'just for fun?',...?

  • Hallo @Thorsten Ehemals war es just for fun? Eine Idee, die dann Gestalt angenommen hat und das jetzt 6 Jahre lang. Es ist meine erste Fantasy Geschichte mit Orks, fernen Welten, dem Kampf zwischen Gut und Böse, Helden und Dieben.

    Tja, es steckt viel Arbeit drin und wird mich sicher noch einige graue Haare kosten. Aber Veröffentlichen ist eine anderes Kaliber. Ich schreibe für meine Leser und für mich selbst und freu mich immer darüber, dass sie so zahlreich anklang findet.

    Schön wenn du mithelfen könntest, sie noch schöner zu machen. :D
    Heißt Logik, Rechtschreibfehler und vor allem zeitliche Fehler zu finden und auszumerzen. Darin bin ich nämlich überhaupt nicht gut. ^^ Ansonsten wünsche ich dir viel Spass bei dem Mitfiebern. 8)

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  • So, ich hab' mich mal bis zur Begegnung mit Shariff gelesen - gefaellt mir sehr gut bisher.

    Die Erzaehlstruktur ist klasse gemacht, mit dem in die Szene geworfen sein gleich am Anfang, und dann den Rueckblenden eines Verstandes der allmaehlich an seine Grenzen kommt und schon Probleme hat sich zu erinnern, zwischendurch die beklemmenden Folterszenen und das sinnieren in der Kerkerzelle - da passt die Stimmung wunderbar und das fuegt sich zu einem runden Ganzen zusammen, ist schon mysterioes und man liest gerne weiter.

    Auch die Mission die da so allmaehlich aus dem Nebel des Vergessens aufsteigt ist interessant - anscheinend wurde Marek ja ganz bewusst in den Kerker geschickt, seine Hexe hat das anscheinend schon eingeplant - klingt ziemlich fies, aber mit sowas kann man mich auch begeistern.

    Bisher hatte ich mir eigentlich nur zwei Fragezeichen notiert:

    Einmal am Anfang, der Protagonist oeffnet die Augen und sieht dunkles Gestein und feuchte Waende - im Licht von was genau? Fackelschein wird ja erst spaeter beschrieben wie er unter der Tuer durchfaellt, eine Fackel ist anscheinend nicht in der Zelle.

    Und Barran's Charakter kommt mir irgendwie so... zweigeteilt vor. Einmal ist er hochnervoes (was Wunder bei seine Erfahrungen), leicht in Panik zu versetzen und uebervorsichtig - aber dann erfahren wir dass er nach seiner Flucht ganz cool Nachforschungen angestellt hat, und sogar eine komplette Karte des Tunnelsystems angefertigt hat - warum? Sollte man nicht meinen dass er mit dieser Festung nie wieder irgendwas zu tun haben will und am liebsten alles verdraengen wuerde?

    Vielleicht klaert sich das ja spaeter, und Du verfolgst einen Plan damit - aber fuer den Moment lass' ich das mal als Fragezeichen stehen.

  • Hallo @Thorsten schön das du den Anfang gut findest. :D Zu deinem ersten Fragezeichen muss ich gestehen der erste Poast war als Kurzgeschichte geplant. Aber es hat sich die Story selbstständig gemacht. Sie wollte weitererzählt werden. :D

    Ausserdem wollte ich dem Leser gleich am Anfang ein Bild von seiner Umgebung geben. In dieser Zelle sitzt er ja fast ausschließlich im ersten Kapitel mit einigen Aussnahmen. Visuell nimmt er die Umgebung mit den Sinnen war. Er richt das muffige Stroh, hört die Schritte die kommen oder das rascheln von Stroh aber sehen kann er so gut wie nichts. Du hast Recht! Ich werde es mir noch mal vornehmen.

    Was das zweite Fragezeichen angeht: So wird sich das noch aufklären mit Barrans Charakter. Du wirst sehen er ist kompiziert in seiner Gedankenwelt. Aber dazu später mehr. :D
    Viel Spass weiterhin @Thorsten

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  • Was sagt man zu einem Drachen? Er nimmt mir die Entscheidung ab. „Du bist mutiger, als ich dachte, Mensch. Wie geht es dem Magier?“
    Die Stimme des Drachen schneidet glasklar durch mein Gehirn. Instinktiv greife ich mir an die schmerzende Stirn und weiche einen Schritt zurück. Der Schmerz verebbt genauso schnell, wie er aufgetreten ist. Wieso kann ich ihn plötzlich verstehen?

    „Mein Name ist Barran.“ Man hört meiner Stimme an, wie aufgewühlt ich in diesem Moment bin. Es überrascht, überwältigt mich. Ich weiß nicht, wie ich mit dieser Situation umgehen soll. Der Drache scheint es zu spüren und lässt mir Zeit.
    „Es geht ihm schlecht. Das Fieber steigt und nichts von allem, was ich tue, scheint dagegen zu helfen.“
    Bei meinen Worten richtet der Drache seinen Blick auf Marek, der in der Nähe des Feuers liegt.

    „Hm, ich muss es selber sehen.“ Seine Worte zucken durch mein Gehirn und ehe ich handeln kann, setzt sich das riesige Tier in Bewegung. Ich weiche zurück und versuche gleichzeitig dem Stachelschwanz nicht zu nahe zu kommen, der hin und her schlägt.
    „Warte!“

    Tatsächlich stoppt er und wendet sich mir wieder zu. In seinen Augen sprühen Funken.
    „Wir haben keine Zeit zu verlieren! Viel steht auf dem Spiel oder willst du alles riskieren, weil du mir nicht traust, Mensch?“
    Seine Worte, dieses Mal sehr wütend ausgesprochen, brennen sich in mein Gehirn und ich stöhne.
    Er hat Recht, ich traue ihm nicht! Zu lange habe ich im Schatten gelebt, gejagt von den Häschern des dunklen Lords. Immer auf der Flucht, bis ich Marek begegnet bin. Zu ihm habe ich das erste Mal seit vielen Jahren Vertrauen gefasst und gerade er braucht jetzt jede Hilfe, die er kriegen kann. Auch wenn diese Hilfe von einem Drachen kommt …

    Ich schlucke schwer und gebe mir einen Ruck. Der Drache hat nahe am Feuer angehalten und seine Schuppen leuchten im Widerschein des Feuers.
    Ich umrunde das Lagerfeuer und knie neben Marek nieder. Schweißperlen glänzen auf seiner Stirn. Die Augen geschlossen stöhnt er wie unter Höllenqualen. Seine Lippen flüstern Worte, unablässig, aber nicht zu verstehen.

    „Zeige mir die Stelle!“ Dieses Mal bin ich auf seine Stimme gefasst und es ist bei weitem nicht mehr so schmerzhaft sie zu hören.
    Der Drache saugt mit mir zusammen scharf die Luft ein und schnaubt laut, als er die freigelegte Wunde sieht. Von der Verletzung ausgehend, hat sich am äußeren Rand ein Spinnennetz an dunklen Äderchen gebildet.

    „Schwarzer Brand, ich habe es mir beinahe gedacht …“ In der Stimme des Unklows schwingt Bedauern mit. Sein Mitgefühl löst eine Vielzahl an Gefühlen in mir aus. Zuerst Angst und unendliche Verzweiflung, die nach meinem Herz greift und schmerzhaft zudrückt.
    Dann ist da heiße Wut, gepaart mit Zorn und Hass, die mich überrollt. Wut auf das Leben, seine gnadenlose Ungerechtigkeit. Erst schöpft man Hoffnung, denkt, es wird alles gut, damit sie dann wieder in Scherben geht?
    Was ist der Sinn dahinter? Welches größere Ziel soll das sein, wenn Marek jetzt stirbt? Ich verstehe es nicht!
    Hilflos schüttle ich den Kopf, versuche meine Gedanken zu klären.
    „Nein! Das darf einfach nicht sein! Er hat es mir doch versprochen!“

    Der Drache schweigt, beobachtet nur still meinen inneren Kampf und meine Verzweiflung.
    Ich richte mich auf, wende mich direkt an Marek, in der Hoffnung, dass er mich hört.
    „Du hast es mir versprochen! Dass wir das Zepter zusammen nach Elandis bringen, in den weißen Turm. Erinnerst du dich? Du wirst jetzt nicht sterben! Nicht nachdem wir soweit gekommen sind, Marek. Es muss doch einen anderen Weg geben!“ Alles verschwimmt in meinem Sichtfeld, wird unbedeutend. Im tiefsten Inneren weiß ich bereits, wie es enden wird, doch ich bin nicht bereit es zu akzeptieren.

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  • So, threadseiten 3-4, bis zu Barran klettert in den Kamin.

    Der Strang von Marek ist gut zu Ende gebracht. Jetzt kommen wir also zu Barran. Insgesamt ist es gut geschrieben und die Spannung bleibt hoch, aber ich muss gestehen dass es fuer mich nicht an die Spannung von Marek's Teil herankommt. Nach einigem Nachdenken - wahrscheinlich weil ich mich nicht so gut in Barran reinversetzen kann.

    Er hat ja diese innere Stimme die ihn einen Feigling nennt - was ich auch aus seiner Geschichte raus voll und ganz verstehen kann. Er will nicht an diesem Ort sein, er weiss genau was passiert wenn er sich in Gefahr begibt,... das heisst, der Teil der mir fehlt ist, wo er die Kraft hernimmt sich dieser inneren Stimme zu widersetzen, trotdem die Tuer zu oeffnen und die Sicherheit der Tunnel zu verlassen, trotzdem auf die Suche zu gehen, sich ueber sein Trauma hinwegzusetzen. Und dieser Aspekt macht es fuer mich schwer, ihn zu fassen.

    Ein paar Kleinigkeiten habe ich mir notiert:

    Nur wenige Schritte von mir entfernt ist die erste Tür. Die eisernen Beschläge glänzen matt im flackernden Schein. Mit schweißnassen Fingern umfass ich den Türring. Mit einem leisen Knarren schwingt das Türblatt nach innen auf.


    Das ist vielleicht ein bisschen out of character - vorher lauscht er minutenlang ob ja keiner draussen im Gang ist, aber jetzt macht er einfach die Tuer auf und hofft dass da niemand ist? Er koennte lauschen, er koennte nach Lichtschein schauen der durch Ritzen in oder im Spalt unter der Tuer faellt - es gibt eigentlich keinen Grund jetzt unvorsichtig zu sein. ?(

    Für Marek geht es nicht um Erfolg, oder Ruhm, sondern für ihn geht es um seine Ehre

    Denkt Barran das wirklich? Warum?

    Bei Marek hatte ich nicht den Eindruck dass es ihm irgendwie um seine Ehre geht, sondern es geht um Erfolg - er will den Plan durchfuehren, selbst wenn es ihn selber alles kostet, im Verlies zu verrecken ist ja nicht wahnsinnig ehrenvoll, er haette sich ja auch in einen Kampf bis zum Tod stuerzen koennen anstatt sich gefangen nehmen zu lassen.

    Durch die ständige Feuchtigkeit wächst Moos in den Ritzen.

    Da wuerd' ich vielleicht irgend einen schleimigen Pilz nehmen, Moos waechst auch nicht so richtig wenn's stockdunkel ist.


    Ein paar Rechtschreibfehler

    Nicht mit mir! Ich bin Malek, von der Sippe der Shan, aus dem Dorf Seelen am Berge der Wildwasserfälle!

    Marek, es sei denn er lispelt. :D

    um das Geheimnis um die Tunnel zu waren

    wahren

    Das quicken

    Quieken.

    Und das hatte @melli auch schon angemerkt - Deinen Verben fehlt oft das Ende

    Ein paar Beispiele

    Im selben Moment schäm ich

    Ich schließ die

    Ich beiß so fest ich nur kann


    Ich nehme an, Du magst Barran's Umgangssprache darstellen (?), aber das funktioniert meines Erachtens so nicht. Bei der Erzaehlperspektive gibt es ja 1) die Erzaehlstimme 2) Mareks inneren Monolog und 3) Barran's inneren Widersacher der ihn Feigling schimpft - aber nur die beiden letzten denkt er in Worten, die Beschreibung was er sieht ist nur die Erzaehlstimme, aber das denkt Barran nicht. Ein Beispiel:

    Ich sehe Dryfed an der Hausecke lehnen. Hat der nix zu tun? frage ich mich.

    Hier ist das normal geschriebene die Erzaehlstimme und kursiv das, was der Erzaehler tatsaechlich in Worten in seinem Kopf denkt (und da kann er eben auch Dialekt denken) - die Erzaehlstimme beschreibt was er ohne Worte erlebt. Wenn ich ein Auto auf der Strasse sehe geht mir ja nicht jedesmal 'Da ist ein Auto durch den Kopf :)

    Die Art wir Barran (oder Marek) spricht und denkt wuerde meiner Meinung nach also nur aus dem inneren Monolog (und dem Widersacher) rauskommen, nicht aber aus der Erzaehlstimme selbst - Umgangssprache in der Erzaehlstimme finde ich riskant, das wirkt auf mich eher wie Rechtschreibfehler.

    Vielleicht mal durch den Kopf gehen lassen. :)

    Ansonsten - gefaellt mir immer noch gut, ich bin gespannt wie's dann weiter geht wenn ich wieder zum Lesen komme!

  • So, zu Threadseiten 5 und 6.

    Da sind wieder einige sehr starke Szenen mit Marek drin - grade wie er nach der Behandlung des dunklen Lords da sein Gedaechtnis verliert und wie er bereit ist aufzugeben fand ich sehr gut geschrieben. :thumbsup:

    Was mir nicht so ganz klar war, war der Ort an dem Barran das Zepter gefunden hat. Der dunkle Lord hatte das doch gestohlen um es als Waffe zu verwenden. Jetzt ist es in seiner Burg - warum sollte er es da verstecken, und dazu noch an einem Ort wo er selbst schlecht hinkommen kann (ich stell' mir jetzt vor wie er sich aus seiner Ruestung schaelt und sich in ein enges Kaminloch quetscht...)? Er kann es ja statt dessen einfach gut bewachen lassen und so aufbewahren dass er es tatsaechich verwenden kann.

    Oder gibt's da was was ich nicht verstehe?

    Auch den Twist dass Marek im Angesicht der Orks die Barran fortschleppen wollen magische Kraefte entdeckt fand ich ehrlich gesagt ein bisschen konstruiert. Wenn es darum ging innere Staerke in der Krise zu finden - der Mann ist eingekerkert und gefoltert worden und hat nicht geredet - da waere doch vorher irgendwie schon Gelegenheit gewesen? Ich weiss nicht, ich fand's nicht elegant geloest dass er da einen Anfall von Mut bekommt und die Orks mit magischer Energie toetet, gleich danach aber wieder in Panik zurueckfaellt.

    Eine wirklich schoene und beruehrende Szene war aber, wie Marek erwacht ist und Barran erst nur ganz aengstlich und misstrauisch gegenueber stehen konnte - das war sehr eindringlich und gelungen geschildert.

    Ich denke die Staerke dieser Geschichte ist, die beiden in ihren Schwaechen zu zeigen - sie zwischendrin stark werden zu lassen nimmt der Sache eigentlich ein bisschen die erzaehlerische Wucht - fuer mich als Leser zumindest.

    So - dann bin ich mal gespannt was da in den Tiefen lauert :)

  • Hallo Thorsten
    Schön das du weiterliest und am Ball bleibst.
    Ich kann verstehen das du Position beziehst was die unterschiedlichen Charaktere angeht. Entweder man kann sich mehr mit Marek identfizieren oder eher mit Barran. Sie sind charakterlich sehr unterschiedlich aber gerade dadurch ergänzen sie sich im Laufe der Geschichte.

    Da sind wieder einige sehr starke Szenen mit Marek drin - grade wie er nach der Behandlung des dunklen Lords da sein Gedaechtnis verliert und wie er bereit ist aufzugeben fand ich sehr gut geschrieben.

    Das freut mich natürlich sehr. Ist auch eine der Lieblingsszenen von mir, genauso wie der Anfangspoast :thumbsup:

    Was mir nicht so ganz klar war, war der Ort an dem Barran das Zepter gefunden hat. Der dunkle Lord hatte das doch gestohlen um es als Waffe zu verwenden. Jetzt ist es in seiner Burg - warum sollte er es da verstecken,

    Ich hatte mir überlegt wo es in einer Burg oder Wohnturm Geheimverstecke geben könnte. Da viel mir ein Geheimversteck ein von dem ich einmal gelesen habe, wo die Burgherrin etwas in einem Mauervorsprung oberhalb eines Kamins versteckte. Warum der dunkle Lord es nicht hat bewachen lassen? Nun ja er wollte so wenige Mitwisser wie möglich haben. Ich denke Orks sind Kreaturen die Hauptsächlich ihren eigenen Vorteil suchen. Nur der Stärkere zählt oder besser gesagt derjenige der das Zepter hat.

    Auch den Twist dass Marek im Angesicht der Orks die Barran fortschleppen wollen magische Kraefte entdeckt fand ich ehrlich gesagt ein bisschen konstruiert. Wenn es darum ging innere Staerke in der Krise zu finden - der Mann ist eingekerkert und gefoltert worden und hat nicht geredet - da waere doch vorher irgendwie schon Gelegenheit gewesen? Ich weiss nicht, ich fand's nicht elegant geloest dass er da einen Anfall von Mut bekommt und die Orks mit magischer Energie toetet, gleich danach aber wieder in Panik zurueckfaellt.

    Also vielleicht habe ich es nicht deutlich genug gemacht. Ich werde den Teil wohl noch mal überarbeiten müssen damit es besser für den Leser zur Geltung kommt. Marek hat seine Kräfte von der weißen Hexe bzw. von der weißen Zauberin bei seinem Besuch in Eilandis erhalten als sie ihm den Auftrag gab das Zepter zurück zu bringen. Das er diese Kräfte von ihr erhalten hat war ihm bis zu jenem Augenblick in der Orkhöhle, nicht bewusst. Erst durch die Wut und die Angst um Barran werden diese Kräfte freigesetzt. Das Zepter verstärkt die Kräfte noch zusätzlich und auch seine Emotinen die Marek empfindet.


    Eine wirklich schoene und beruehrende Szene war aber, wie Marek erwacht ist und Barran erst nur ganz aengstlich und misstrauisch gegenueber stehen konnte - das war sehr eindringlich und gelungen geschildert.

    Auch eine meiner Lieblingszenen :thumbsup:

    Lass dich einfach weiter in die tiefen Messanacs entführen! :D

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  • Und bis zum Ende...

    Ein fulminanter Ritt auf dem Drachen. Meine Lieblingsszene - Barran sieht die Sonne wieder.

    Du beschreibst den Drachen mal als Tier, mal als Rasse die das Land beherrscht hat, und am Ende bekommen wir mit dass er offensichtlich auch in Worten kommunizieren kann und nicht nur Instinkt folgt. Da wuerde ich vielleicht nochmal einen Blick drauf werfen und das vereinheitlichen - mich hat das ein bisschen verwirrt was ich jetzt ueber ihn denken soll.

    Ansonsten... duerfte das Schicksal der anderen Gefangenen nicht grade angenehm sein - wenn sie nicht von herabstuerzenden Felsen getroffen wurden, dann veranstalten die frustrierten Orks wohl grade ein Gemetzel :schiefguck: Waehre unter Umstaenden gnaediger gewesen, sie einfach in Gefangenschaft zu lassen ?( Naja - Marek kann nicht alles erreichen.

    Insgesamt - war schoen zu lesen, hat mir gefallen :thumbsup:

    Also vielleicht habe ich es nicht deutlich genug gemacht. Ich werde den Teil wohl noch mal überarbeiten müssen damit es besser für den Leser zur Geltung kommt. Marek hat seine Kräfte von der weißen Hexe bzw. von der weißen Zauberin bei seinem Besuch in Eilandis erhalten als sie ihm den Auftrag gab das Zepter zurück zu bringen

    Inhaltlich hatte ich das schon so verstanden (es wird nicht gleich am Anfang gesagt, aber wird doch recht schnell klar) - ich meinte dass dramaturgisch andere Varianten vielleicht mehr hergeben wuerden.

    Eine die mir gefallen wuerde waere 'Marek und Barran verstecken sich und schieben jemand anders nach vorne' - das wuerde das moralische Dilemma zwischen dem uebergeordneten Ziel (das Zepter zur Hexe bringen) und dem Guten vor Ort (ein unschuldiges Leben retten) - das ja so bei der Mission schon angedeutet wurde (die Hexe hat offenbar kalkuliert dass Mareks Begleiter sterben und er gefangen genommen wird) nochmal in den Vordergrund ruecken.

    Aber - das ist nur eine Idee von mir wie man es machen koennte, da sind die Geschmaecker ja auch verschieden.

    ***

    Zum Verstaendnis noch - Barran hatte sich Marek angeschlossen kurz bevor Marek's Leute niedergemacht wurden und er gefangen genommen wurde, oder? Barran muss da noch nicht bei Marek gewesen sein, deswegen ist er entkommen, dem Gefangenen nach, und dann durch die Tunnel (die er ja kannte) in die Festung eingestiegen in der Hoffnung, entweder Marek oder das Zepter zu finden. Hatte ich das richtig rekonstruiert?

  • Richtig rekonstruiert Thorsten! :thumbsup:
    Schön das es dir weiterhin gefällt. Natürlich haben wir die gleiche Lieblingszene. Barran und Marek auf dem Drachen und sie blicken der Untergehenden Sonne entgegen. Einfach Episch :D
    Das musste mit rein in die Szene. Gerade von diesen Momenten lebt die Geschichte. Hoffnung, Freundschaft, Enttäuschung und Schmerz. Mut und Angst. Das man alles überwinden kann wenn man es nur will. Der Stoff aus dem Fantasy Geschichten meiner Meinung nach bestehen.
    Dann lese mal weiter und halt mich weiterhin auf dem Laufenden wie du es findest. :D

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  • Dann lese mal weiter und halt mich weiterhin auf dem Laufenden wie du es findest.

    Ja, das werde ich schon - ich hoffe Du bleibst an der Geschichte dran, ich bin schon ein bisschen blass geworden als ich gesehen habe wie alt der Anfang eigentlich ist - und ich hoffe irgendwie dass ich das Ende vor 2025 erfahren werde :D

  • :rofl: Ja sie ist schon älter! Mit vielen längeren Pausen zwischendurch. Aber ich habe nicht vor wieder eine zu machen. Ist momentan mein Hauptprojekt. Und es macht mir sehr große Freude daran zu schreiben, da ich ja auch einige Leser habe die mir Feedback geben. :friends:

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  • Hallo Sabrina.
    Dies ist mein erster Kommentar und ich fürchte es wird nur eine Lobhudelei. sein. Deine Geschichte hat mich schon im ersten Absatz voll reingezogen. Ich fühle mit ihm oder besser gesagt, erinnert er mich sofort an meine eigenen Charakter. Sie steckt in einer ähnlichten Situation. Jeder weiter Satz fesselt mich. Die Geschichte ist gut und flüssig erzählt. Von meiner Seite gibt es da nur wenig, bis garnichts zu beanstanden. Thorstens. Meinung kann ich gut nachvollziehen aber nicht immer teilen. Er findet auch das Haar in der Suppe. Die Stimmung, die Ausweglosigkeit der Situation kommt gut rüber und der Spannungsbogen bleibt immer angespannt. Ich kann nur sagen weiter so. Ich bin da schon ein wenig neidisch, denn ich schaffe es nicht die Gedanken und Gefühle so plastisch rüber zu bringen. Genug des Lobes und lass uns nicht zu lange warten


    und ich werde keinen Kommentar mehr auf einem Tablett schreiben, weil des Ding alles besser weiß und mit Fleiß den Text versaut.