Ins kalte Wasser

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    • Ins kalte Wasser

      Ins kalte Wasser

      Das war die dümmste Idee, die Argon je hatte. Und wie ausnahmslos jeder wusste, war sein Leben eine einzige Reihe unüberlegter Einfälle. Doch dieser war mit Abstand der Dämlichste.
      Kopfschüttelnd stapfte er weiter durch die Bäume. Der Lärm an den Lagerfeuern hinter ihm ließ etwas nach und er erreichte den Rand der Klippe. Vorbeiziehende Wolken bedeckten den ganzen Himmel. Nur ab und zu spitzten der Mond oder ein Stern dazwischen hervor. Er ging vorsichtiger. Es wäre das Dümmste, was ihm jetzt passieren konnte, wenn er angetrunken beim Austreten die Klippe hinabstürzte und damit aus dem Leben trat. Argon schnürte seine Hose auf.

      Er musste sein Leben wieder selbst in die Hand nehmen. Er musste einen Weg aus diesem ganzen Schlamassel finden. Bestimmt gab es einen. Es gab immer einen. Aber er brauchte einen, der ihm erlaubte, sein Gesicht zu wahren. Er konnte nicht einfach nein sagen und hoffen, dass dann alles wieder beim alten wäre. Elivia würde es nicht zulassen. Sie würde ihn töten. Argon war sich nicht sicher, ob er Elivias Diener gewachsen war. Der Kerl schien zwar noch dümmer zu sein als Argon selbst, aber er überragte alle anderen Männer um zwei Köpfe und seine Oberarme waren stark wie junge Bäume. Nein, auch wenn Argon ein hervorragender Krieger war, es auf einen Kampf mit diesem Ungetüm ankommen zu lassen, war kein Ausweg.

      „Ah…,“ seufzte Argon erleichtert. Wie lange es wohl dauerte, bis er das Plätschern hier oben hören würde? Wahrscheinlich konnte er es gar nicht hören, weil die Meute hinter ihm lautstark das Lied über die Bastarde vom Berglöwenvolk sang. Verdammte Spinner! Wie konnte man nur ernsthaft glauben, dass man von einem echten Berglöwen abstammte und daher besser wäre als alle anderen? Argon musste beim Gedanken an diese arroganten Vollidioten ausspucken.

      Andersherum, wenn er nicht nein sondern ja sagte, dann würde sie ihn auch töten. Zwar etwas später und wie man hörte nach einigen langen, wilden Nächten, die sich durchaus lohnen mochten, aber sie würde ihn töten. Nicht umsonst nannte man sie die rote Elivia. Trauerrot stand ihr ausgezeichnet, das musste jeder Mann zugeben. Und die meisten Frauen auch. Es ging das Gerücht um, dass Elivia nicht nur Männer mit ins Bett nahm. Argon konnte sich das nicht so richtig vorstellen. Immerhin fehlte den meisten Frauen etwas. Gut, dafür hatten sie andere Vorzüge…

      Argon schüttelte den Kopf. Anscheinend hatte er schon mehr getrunken als ihm bewusst war. Oder sie hatte ihm etwas ins Bier geschüttet, was seinen Geist in ungewohnte Bahnen lenkte. Ob sie schon vor der Hochzeit damit anfing, ihre Männer zu vergiften? Argon wäre ihr fünfter Mann. Zumindest hatte er von vier anderen Hochzeiten gehört. Wie viel Wahres daran war, konnte er nicht sagen. So jung wie Elivia aussah, konnte sie eigentlich höchstens einmal verheiratet gewesen sein. Andererseits waren da noch die dunkleren Gerüchte. Sie erzählten von schwarzer Magie in mondlosen Nächten, davon, dass Elivia eine Hexe war, die ihren Liebhabern ihre Lebenskraft raubte und sich so ewig jung hielt.

      Das Lied an den Lagerfeuern kam zum Ende. Für einen Augenblick war Stille. Argon war dankbar dafür. Er lächelte. Dann hörte er das Plätschern. Er grinste und schloss die Augen.
      Vielleicht war das doch der Ausweg. Einfach einen Schritt nach vorne wagen, den Sprung ins kalte Wasser. Was sollte schon passieren?

      Sofort fielen im tausend Sachen ein. Er konnte sich an einem Stein den Schädel einschlagen und augenblicklich tot sein. Oder schlimmer, er brach sich beide Beine. Wenn seine Leute ihn dann fänden, dann wäre er ein Krüppel und müsste immer noch heiraten. Ob er dann noch wilde Nächte mit Elivia verbringen würde, bevor sie ihn aus dem Weg schaffte? Noch schlimmer wäre, wenn er...


      Argon schnaubte. Was dachte er hier eigentlich? War er bescheuert? Natürlich war er das. Sonst würde er jetzt nicht hier stehen und darüber nachdenken, wie die schönste Braut der Welt mit seinem eigenen nahenden Tod zusammenhing und ob ein selbstmörderischer Sprung in eine dunkle Schlucht mit einem reißenden Fluss ihm das Leben retten konnte.

      Argon schüttelte ab und schnürte seine Hose wieder zu. Hinter ihm stimmten sie an den Feuern lautstark das erste Hochzeitslied an. Es war höchste Zeit, dass er zurück ging. Die schönste und vielleicht tödlichste Frau der Welt wartete aufihn. Er drehte sich zum flackernden Schein der Lagerfeuer um und ging langsam wieder auf die Bäume zu.
      Es war wirklich die dümmste Idee in Argons Leben gewesen. Siegestrunkene Männer und viel Bier war nie eine schlaue Kombination, auch wenn die Mehrzahl der Männer das anders sah. Natürlich war eine Frau wie Elivia begehrenswert, geradezu ein Traum. Aber welcher Mensch konnte wirklich wollen, dass ein Traum, der so schön war, wahr würde? War das Träumen nicht immer schöner als das Aufwachen? Vielleicht wäre Argon schon tot, wenn er am Morgen aufwachte. Das war das letzte, was er wollte, dessen war er sich sicher.

      Ohne weiter darüber nachzudenken, drehte er sich wieder um und sprintete los. Wie weit war es noch gleich bis zur Klippe? Ah, hier kommt sie…

      Argon blieb an einem Stein hängen, stolperte und sprang völlig unkontrolliert in die Dunkelheit. Dann fiel er.
      Das Hochzeitslied wurde schlagartig leiser, das Rauschen seines drohenden, nassen Todes lauter und Argon dachte bei sich, dass das schon immer sein Problem gewesen war. Er dachte die Dinge nicht zu Ende.
      „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Asni () aus folgendem Grund: Die Formatierung macht mich wahnsinnig! Fehlerkorrektur 1

    • Ein wirklicher guter Anfang für die Geschichte. Sie zeigt sofort die Charakterzüge Argons, wer Elivia ist und was die Situation im Allgemeinen ist wird ebenso klar gemacht. :thumbsup:
      Aufpassen solltest du jedoch mit deiner Kommasetzung, die ist an einigen, wenigen Stellen nicht richtig und ab und an vergisst du ein Leerzeichen, aber wie gesagt, nur Kleinigkeiten.

      Dein Schreibstil ist ok, jedoch nicht durchgängig gleich. Ab und zu schreibst du eher ein wenig zu Umgangssprachlich... Je nachdem du die Zeit noch wählst, also in welcher die Story spielt, könnte es vielleicht noch passen, aber nach dem Anfang glaube ich eher weniger...

      Aber schreib bitte weiter, denn Argons Weg würde ich gerne mit verfolgen und ob er aus seinem unbedachtem Handeln lernt oder nicht ^^
      Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt
      <3

      Träum nicht, wenn du kannst
      Schicksal
      Hogwarts and you
    • Danke für das Lob. Schön, dass dir die Geschichte im Großen und Ganzen gefällt :)

      Ippon schrieb:

      Aufpassen solltest du jedoch mit deiner Kommasetzung, die ist an einigen, wenigen Stellen nicht richtig und ab und an vergisst du ein Leerzeichen, aber wie gesagt, nur Kleinigkeiten.
      Hm, das mit den Leerzeichen muss beim Kopieren passiert sein... merkwürdig. Na, nächstes Mal passe ich besser auf. Mach ich zu viele Kommata? Bisher dachte ich, dass ich da nicht so schlecht drin bin... naja, so kann man sich täuschen :)

      Ippon schrieb:

      Ab und zu schreibst du eher ein wenig zu Umgangssprachlich...
      Ne, ne, das muss so sein :P . Also mal Spaß beiseite, es war mein Hauptproblem, wie ich die Gedanken Argons von dem äußeren Geschehen trenne. Da könnte ich mal noch mehr Zeit darauf verwenden. Das führt vielleicht auch dazu, dass du den Eindruck hast, mein Stil wäre nicht einheitlich. Wie sagt Gimli im Film so schön: "Das war Absicht..." ^^

      Herzlichen Dank jedenfalls für's Lesen und Kommentieren! Wie das mit dem Weiterschreiben aussieht... hm... leider bin ich da ein bisschen wie Argon... Ich habe die Dinge nicht zu Ende gedacht :D .
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    • Nur ganz kurz wegen der fehlenden Leerzeichen: Das passiert manchmal, wenn man einen Text aus Word kopiert und in das Postingfenster einfügt. Ich weiß nicht wieso oder nach welchem Prinzip die Leerzeichen verloren gehen. Man kann es aber verhindern, indem man auf das kleine Kästchen links oben in der Startleiste geht (dort wo man auch Kursiv oder Unterstrichen einstellen kann) und es anklickt bis es schwarz ist. Dann sind die Formatierungen ausgegraut und man verliert keine Leerzeichen, wenn man einen Text über Copy n Paste einfügt :)
    • Toll, dass du dich an eine Geschichte wagst. Der Anfang hat sofort mein Interesse geweckt, und das Ende ist spannend. Ein richtiger Klippenhänger (badumm ts). Keine Angst, dass war der einzige schlechte Wortwitz, den ich hier zu machen gedenke.
      Besonders gut finde ich, dass du das "sie" kursiv schreibst. Das erzeugt gleich einen bestimmten Tonfall (Jedenfalls bei mir). Die Geschichte an sich gibt schon einen guten Überblick über die Situation, in der sich der Hauptcharakter befindet, und weckt Interesse, wie er in diese Situation gekommen ist und wie es weitergeht. Ich bin schon gespannt auf den nächsten Teil.


      Asni schrieb:

      und Argon dachte bei sich, dass das schon immer sein Problem gewesen war. Er dachte die Dinge nicht zu Ende.

      Ich liebe dieses Ende. Ich kann dir nicht sagen warum, aber es wirkt witzig und rund und ... wie gesagt, ich kann es nicht erklären, aber ich liebe es.

      Anmerkungen

      Am Anfang benutzt du ziemlich oft das Wort dumm oder Abwandlungen davon. Du solltest unbedingt auch Alternativen (zB. blöd, schlechte Idee, etc.) benutzen.

      Asni schrieb:

      Doch dieser war mit Abstand der dümmste.
      Dümmste (groß, weil Nominalisiert)

      Asni schrieb:

      Aber er brauchte einen, der ihm erlaubte, sein Gesicht zu wahren
      Ich glaube, dieses Komma ist zu viel.

      Asni schrieb:

      Siewürde ihn töten
      Hier ist ein Leerzeichen verloren gegangen

      Asni schrieb:

      Eliviawürde es nicht zulassen
      Hier auch

      Asni schrieb:

      dann würde sieihn auch töten
      Und hier auch

      Asni schrieb:

      Nicht umsonst nannte man sie die rote Elivia, weil sie immer Trauerrot trug
      Das muss meiner Meinung nach in zwei verschiedene Sätze. Dafür würde ich den Teilsatz mit dem weil am Anfang weglassen und den nächsten Satz so ändern:

      Asni schrieb:

      Trauerrot stand ihr allerdings ausgezeichnet, dass musste jeder Mann zugeben


      Asni schrieb:

      Oder siehatte ihm etwas ins Bier geschüttet
      Da ist wieder ein Leerzeichen geflohen. Fütterst du sie nicht richtig? :D

      Asni schrieb:

      Wie viel Wahres daran war

      Asni schrieb:

      Natürlich ist eine Frau wie Elivia begehrenswert, geradezu ein Traum. Aber welcher Mensch kann wirklich wollen, dass ein Traum, der so schön ist, wahr wird? Ist das Träumen nicht immer schöner als das Aufwachen?
      Hier bist du ins Präsens gewechselt. Ist das so gewollt?
      Ha, endlich weiß ich wo man eine Signatur erstellt. TRIUMPH 8o
    • @Asni
      Mach auf jeden Fall weiter, denn viele Ideen werden dir bestimmt noch im Schlaf, während des Schreibens oder in unpassenden Momenten einfallen. Schreib dir die Gedanken auf jeden Fall alle auf, denn jeder winzige Gedanke ist wichtig und kann wahnsinnig schnell wieder verloren gehen :) :D ;(
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    • Hi Asni,

      hier kommen meine Anmerkungen :)

      Spoiler anzeigen


      Asni schrieb:

      Das war die dümmste Idee, die Argon je hatte.... Doch dieser war mit Abstand der dümmste....Es wäre das Dümmste
      Ich glaube, es ist bereits angemerkt worden...aber mir ist es ebenfalls aufgefallen, dass du hier Wortwiederholungen drin hast.Kann man aber sicher ein wenig variieren.

      Asni schrieb:

      damit aus dem Leben… trat.

      Ich bin über die Pünktchen gestolpert. Meiner Meinung nach sind sie beinahe überflüssig. Ich glaube zwar, zu wissen, was du damit bezwecken willst, aber ... naja, es stört irgendwie den Lesefluss.


      Asni schrieb:

      Er musste einen Weg aus diesem ganzen Schlamassel finden?
      Wieso das Fragezeichen ??? In meinen Augen ist das eine Feststellung und keine Frage, oder?


      Asni schrieb:

      Bestimmt gab es einen. Es gab immer einen. Aber er brauchte einen,
      Die erste Wiederholung fand ich noch okay. Beim dritten "einen" würde ich eher zu einer anderen Formulierung greifen.


      Asni schrieb:

      Der Kerl schien zwar noch dümmer...mit diesem Ungetüm von einem Kerl ankommen zu lassen,
      2 x kurz hintereinander Kerl.Kann man vielleicht 1 x austauschen.


      Asni schrieb:

      Andersherum, wenn er nicht nein sondern ja sagte, dann würde sie ihn auch töten.
      Ich weiß nicht warum, aber ich finde, es klingt schöner, zu schreiben: ...dann würde sie auch ihn töten. (nur so vom Gefühl her)

      Ansonsten kann ich sagen, dass ich den Einstieg schon irgendwie ganz cool finde. Zumindest wirft der Anfang direkt einige Fragen auf.
      Die Umgangssprache (Pissen, Eier, heißeste Braut) fand ich allerdings auch nicht unbedingt passend, weil es mich irgendwie irritiert hat.
      Das lieg aber sicher daran, weil man die Szene noch nicht gut einordnen kann. Vielleicht ist es auch der Widerspruch in den Formulierungen, denn weiter unten schreibst du dann wieder, sie sei "begehrenswert", was ich als Beschreibung schon wieder etwas stilvoller finde.

      Naja, wie dem auch sei...mach in jedem Fall weiter! :)






      Viele Grüße,
      Rainbow
    • Hallo @Ryū Kira, hallo @Rainbow,

      danke für eure Anmerkungen! Ich werde sie - soweit ich ihnen zustimme - im Laufe der nächsten Tage im Text beherzigen.

      Was die Wortwiederholungen und die Umgangssprache angeht: Ich glaube, dass das anders wirkt, wenn ich die Geschichte als Hörgeschichte (?) lesen und entsprechend betonen würde. Aber da ich das nicht mache, sollte ich vielleicht mehr auf darauf achten, dass es sich um einen geschriebenen Text und um ein lesendes, nicht hörendes Publikum handelt und dementsprechend schreiben. Danke jedenfalls für die Hinweise!

      Viele Grüße,
      Asni
      „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]
    • Hallo Asni,

      wenn das jetzt ein Anfang, vielleicht der Prolog zu einer weiterführenden Geschichte war, dann finde ich ihn gut gelungen. Allzuviel ist zwar nicht passiert, dafür kann man sich die Szenerie gut vorstellen. Argon gehen tausend Gedanken durch den Kopf, er überlegt hin- und her während er sich erleichtert, und währenddessen wird im Lager hinter ihm ausgelassen gesungen. Seine Zweifel lassen sich gut nachvollziehen; wer hätte vor einem solchen Weib wie es diese Elivia ist, keine Angst (auch wenn er wohl nichts gegen ein paar vergnügliche Stunden mit ihr hätte). ;)

      Wenn da allerdings nichts mehr kommen sollte (was ich ein bisschen schade fände), dann kann deine Geschichte trotzdem gut so stehen bleiben. Ich finde, Kurzgeschichten mit einem offenen Ende und vielen Fragen wie es deine (vielleicht) ist, nämlich auch ganz schön. Da kann der Leser seine eigene Phantasie schweifen lassen, und das ist doch auch nicht schlecht.

      Der Titel gefällt mir auch sehr, weil er so doppeldeutig ist. Argon springt sowohl im übertragenen Sinn als auch in Wirklichkeit ins kalte Wasser. Tolle Idee!

      Zum Schluß noch eine kleine Meckerei von mir, aber ich weiß nicht mal, ob du da nun tatsächlich etwas 'falsch' gemacht hast, oder es mich persönlich nur ein klein wenig stört.
      Du machst viele Absätze. Doch eigentlich ist es üblich, bei einem anderen Gedanken, beim Wechseln des Schauplatzes etc., nur einen Zeilenumbruch zu machen.Vielleicht wolltest du es übersichtlicher aussehen lassen? Das könnte ich mir gut vorstellen, denn ich habe das früher auch oft so in meinen Geschichten gemacht. Wenn du dir aber eine Geschichte in einem gedruckten Buch durchliest, dann findest du dort auch viel mehr Zeilenumbrüche als echte Absätze.

      So, dann bin ich mal gespannt, wie, oder ob es überhaupt mit Argon weitergeht. :)
      Nur aus dem Schweigen ward das Wort,
      Nur aus dem Dunkel ward das Licht,
      Nur aus dem Tod ward das Leben:
      Hell ist der Flug des Falken,
      In der Weite des Himmels.


      - Die Erschaffung von Éa (Erdsee; Ursula K. Le Guin) -

    • Danke erstmal für deinen Kommentar und das Lob! ^^

      Feuervogel schrieb:

      Der Titel gefällt mir auch sehr, weil er so doppeldeutig ist. Argon springt sowohl im übertragenen Sinn als auch in Wirklichkeit ins kalte Wasser. Tolle Idee!
      Danke. Die dritte Bedeutung wäre noch die, dass ich mit dieser ersten Geschichte, die ich hier gepostet habe, auch einen "Sprung ins kalte Wasser" gemacht habe. Danke an dieser Stelle auch an... ich glaube @Phi, @Miri und @Klimbim (irgendwie habe ich Angst, jemanden zu Unrecht zu vergessen ;( ) ... die haben im Chat nämlich genau diese Idee mit zur Welt gebracht, auch wenn ihnen das vielleicht noch gar nicht bewusst geworden ist :danke: .

      Feuervogel schrieb:

      So, dann bin ich mal gespannt, wie, oder ob es überhaupt mit Argon weitergeht
      Ein paar Ideen habe ich schon und auch schon ungefähr 3-4 Seiten geschrieben, aber so richtig ausgereift ist es nicht. Das ist immer das Problem, wenn man die Dinge nicht zuende denkt. :D

      Feuervogel schrieb:

      Du machst viele Absätze. [...] Vielleicht wolltest du es übersichtlicher aussehen lassen?
      Ja, deswegen habe ich das gemacht, damit es übersichtlicher ist. In libre office ist es ein einziger langer Text ohne Leerzeilen, aber mit Zeilenumbrüchen. Vielleicht ändere ich das auch im Forum.

      Jetzt setze ich mich erst einmal dran, ein wenig weiterzuschreiben :)
      „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]
    • Eine traurig-komische Geschichte. Und mysteriös, ja auch ein bisschen grußelig mit der schwarzen Witwe, die die Frau sein könnte. Also eine ganze Menge Gefühle und Eindrücke gut eingepasst (nicht gequetscht!) in diese kurze Erzählung. Faszinierend! Das hat wirklich Potential. Nicht jeder kann tatsächlich in die Kürze Würze legen. Das macht Lust auf mehr!
    • Windweber schrieb:

      Faszinierend! Das hat wirklich Potential. Nicht jeder kann tatsächlich in die Kürze Würze legen. Das macht Lust auf mehr!
      :blush: ... Danke für das Lob! Mal sehen, wann mir eine gute Idee für die Fortsetzung kommt. Ein paar habe ich schon, aber die Betonung liegt auf "gute Ideen" :pardon:
      „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]
    • Asni schrieb:

      Elivia
      Der Name gefällt mir. Sehr klangvoll :)
      Ich kann mir die Frau dazu sehr gut vorstellen ^^

      Feuervogel schrieb:

      Zum Schluß noch eine kleine Meckerei von mir, aber ich weiß nicht mal, ob du da nun tatsächlich etwas 'falsch' gemacht hast, oder es mich persönlich nur ein klein wenig stört.
      Du machst viele Absätze. Doch eigentlich ist es üblich, bei einem anderen Gedanken, beim Wechseln des Schauplatzes etc., nur einen Zeilenumbruch zu machen.Vielleicht wolltest du es übersichtlicher aussehen lassen?
      Ich habe während dem Lesen überlegt, ob ich das gut oder schlecht finde XD
      Normalerweise stört mich diese Art der Absätze auch. Man liest von Absatz zu Absatz, der Lesefluss gerät ins stocken, weil man jeden Absatz für sich allein betrachtet.
      Diesmal bin ich jedoch der Meinung, dass es mich nicht so sehr stört :hmm:
      Du hast du Absätze an strategisch guten Stellen gesetzt. Sie ergeben einen Sinn und stören den großen Zusammenhang nicht :)
      Im Großen und Ganzen fand ich das Lesen recht angenehm :)

      Das Ende der Geschichte passt klasse zu dem Charakter den du beschreibst XD
      Kein besonders glorreicher Abgang (immerhin springt er nicht mal elegant über die Klippe) und wie immer nicht zu Ende gedacht ^^
      Wobei der Fluss so klingt, als ob er wirklich sterben müsste, wenn er springt. Da hab ich vor meinem Tod doch lieber noch n paar Nächte heißen Sex XD Aber er denkt die Sache ja nie zu Ende XD Das stimmt wohl.

      Ansonsten kann ich mich den anderen nur anschließen.
      Viele Emotionen und Gedanken in dem kurzen Textstück, aber ohne, dass es gequetscht und zu viel des Guten ist.
      Die perfekte Mischung zwischen Char-Tiefe und Beschreibung der Umgebung :thumbsup:
      Außerdem kann sich der Text trotz allem nicht einer gewissen Lustigkeit entziehen. Wie er volltrunken beim Pinkeln über so ein Thema nachdenkt ... :thumbup:
      Mich hast du jedenfalls abgeholt ^^

      Eignet sich als Kurzgeschichte, wie auch als Prolog :)
      Kommt da noch was? Dann würde ich den Thread abonnieren :D
      "Bilden Sie einen Satz mit "Braut".
      "Er braut Bier."

    • Herzlichen Dank für dein Lob, nach einem Tag wie heute, tut das doppelt gut :love:

      Miri schrieb:

      Kommt da noch was? Dann würde ich den Thread abonnieren
      Tja, das ist das Problem mit Geschichten, die man anfängt, ohne sie vorher zumindest weiterzudenken: Was soll man als nächstes schreiben?
      Ideen habe ich einige und auch schon etwas geschrieben, aber ich habe das Gefühl, etwas abliefern zu müssen, das mindestens so gut ist wie der Anfang. :/ Ein Qualitätslimbo wäre einfacher...

      Also, eigentlich "Ja, da kommt noch was"...

      ...

      irgendwann. :pardon:
      „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]
    • So, nun endlich die Fortsetzung. Ich freue mich über alle Kommentare, Kritik, Verbesserungsvorschläge, Wünsche, Rechtschreib- und Kommafehler... eben alles, was dazu beiträgt, dass ich mich und den Text verbessern kann ^^

      Treibholz

      Saira war ein weißes Kaninchen. Natürlich wusste sie, dass sie nicht wirklich ein weißes Kaninchen war, aber im Moment fühlte es sich genau so an. Sie war ein weißes Kaninchen und suchte ganz alleine auf einer welkenden Wiese nach ihrem schützenden Bau. Sie konnte den Eingang nicht finden, glaubte aber zu wissen, dass er irgendwo auf der Wiese sein musste. Je länger Saira suchte, desto unruhiger wurde sie. Sie spürte eine Bedrohung. Zwischen ihren nervösen Sprüngen blickte sie immer wieder zum grell leuchtenden Himmel auf und hielt Ausschau nach fliegenden Jägern. Doch dort waren keine. Sie spähte zum Horizont, suchte die spitzen Ohren vierfüßiger Räuber. Ihr wurde klar, dass sie Beute war. Ein weißes Kaninchen auf einer weiten Wiese.
      Plötzlich tauchte ein gigantischer Schemen am Horizont auf. Ein Riese, dachte sie, fühlte aber sofort, dass es viel schrecklicher war. Ein Twerg. Mit ihren kleinen, missgestalteten aber dennoch kräftigen Körpern waren sie die Schrecken vieler Märchen. Der Twerg kam näher. Er war selbst für einen seiner Sorte ausgesprochen häßlich. Er hatte nur ein Auge, das zwischen seiner schiefen Stirn und der knolligen Nase in eine tiefe Höhle eingepfercht lag. Mit böse funkelnden Blicken suchte er nach etwas. Saira wurde schnell klar, dass er nach ihr suchte. Aufgeregt hüpfte sie umher, um endlich ihren Bau zu finden und sich in Sicherheit retten zu können. Der Twerg entdeckte sie und warf sich mit einem Schrei finsterer Freude jagdlustig in ihre Richtung. Er verfehlte sie knapp. Seine krummen Finger griffen neben ihr ins Gras. Panisch sprang sie vom Twergen weg, der sich schon wieder aufrappelte, um sie weiter zu verfolgen. „Ich kriege dich, warte es nur ab, ich kriege dich!“ rief der Twerg geifernd mit der Stimme ihres dreimal verfluchten Onkels. Wieder warf sich der Twerg auf sie und diesmal packte er sie am Hals.

      Saira erwachte und rang nach Luft. Sie versuchte sich zu beruhigen. Es war nur ein Traum gewesen. Ihr Herz schlug noch wie wild. Sie fühlte sich immer noch wie das Kaninchen, das auf einer weiten Wiese verzweifelt nach der Sicherheit seines Baus suchte.
      Sie tastete um sich. Irgendwer musste doch neben ihr im Bett schlafen. Ihre Mutter oder ihr Vater. Oder vielleicht ihr großer Bruder. Doch da war niemand. Tränen traten in Sairas Augen. Sie wusste ja, dass sie alleine war. Aber sie wollte es nicht wahrhaben.
      Saira kroch aus dem Bett und stand auf. Jeder gute Tag beginnt mit dem Duft und dem Geschmack einer Schale frisch aufgebrühten Tees. Das hatte ihre Mutter immer gesagt, wenn sie sich aufmachte, Feuerholz und Wasser zu holen. Saira liebte diesen Duft, so wie ihn ihre Mutter geliebt hatte. Es war der Duft von Geborgenheit.
      Saira verließ den kleinen Schlafraum und durchquerte den größten Raum der Hütte. Hier hatte ihre Mutter Essen zubereitet und ihr Vater Werkzeuge ausgebessert. Es war das Herzstück der Hütte und Knotenpunkt der Familie.
      Vor der Hütte war es noch dunkel. Zwar war der Himmel im Osten schon grau, aber die Sonne war noch nicht aufgegangen. Saira fand den Weg hinter die Hütte, wo immer das Holz lagerte, auch blind. So oft schon war sie nachts hinausgeschickt worden, um ein paar Scheite zu holen. Natürlich nie, wenn ein Gewitter über das Dorf hinwegfegte. Dann waren immer ihr Vater oder ihr Bruder gegangen.
      Saira wollte nach einem Holzscheit greifen, aber ihr Finger ertasteten nur den lehmigen Boden und ein paar Rindenreste. Ihr Magen krampfte sich mit der Erkenntnis zusammen, dass es hier kein Holz mehr gab. Die Männer des Dorfes hatten alles für die beiden Scheiterhaufen gebraucht. Wie sollte sie nun Wasser für Tee kochen, wenn sie kein Holz für ein Feuer hatte? Vielleicht hätte sie einfach ihre Nachbarn fragen können, aber dafür war Saira zu stolz. Stattdessen beschloss sie, zum Fluss zu gehen. Bestimmt fand sie dort etwas Treibholz.

      Die Sonne kletterte gerade über den Rand der Welt, als Saira durch die Kiesel am Ufer stapfte. Im Morgenlicht sah sie schon ein paar Äste, die der Fluss angespült hatte. Das Ufer hier war flach, die Strömung nicht sonderlich stark. Es war ein beliebter Platz zum Waschen, zum Fischen und um sich in heißen Sommern abzukühlen. So früh am Morgen war natürlich kein Mensch hier.
      Saira ging am Ufer entlang und sammelte ein paar trockene Äste auf. Immer wieder musste sie diese in kürzere Stücke brechen, damit sie diese leichter tragen konnte. Das Knacken war laut genug, um die Vögel, die unbekümmert vor sich hin zwitscherten, kurz verstummen zu lassen.
      Nach kurzer Zeit hatte Saira so viel Holz zusammen, wie sie tragen konnte. Bevor sie zurück ging, wollte sie sich aber noch kurz im Fluss waschen. Sie sah sich um und stellte beruhigt fest, dass sie alleine war. Ohne lange zu zögern, zog sie sich aus und watete ins Wasser. Saira bekam eine Gänsehaut, so kalt war es. Trotzdem ging sie weiter und tauchte, als es tief genug war, kurz unter. Mit den Händen rieb sie sich das Gesicht, dann den Rest des Körpers. Zum Abschluss tauchte sie noch einmal unter und fuhr sich ein paar Mal durch die Haare. Dann watete sie zurück zum Ufer.
      Ängstlich, dass sie doch noch jemand beobachten würde, blickte sie sich um. Doch sie konnte niemanden entdecken.

      Saira lud sich das gesammeltes Holz auf und wollte zurück zum Dorf gehen, als ihr Blick an einem dunklen Objekt hängen blieb, das gemächlich den Fluss hinabtrieb. Es schien nur ein Stück Holz zu sein, vielleicht ein Baumstamm, aber Sairas Gefühl drängte sie dazu, noch einen Moment zu warten und einen genaueren Blick darauf zu werfen.
      Nach einigen Augenblicken glaubte sie einen Mann zu erkennen, der vielleicht leblos im Fluss trieb. Erschrocken ließ sie das Holz wieder fallen und rannte zurück zum Wasser. Sie musste den Mann retten, sonst würde er ertrinken. In Windeseile war sie im Fluss und watete auf den schwimmenden Körper zu. Als sie ihn erreichte, stand ihr das Wasser schon fast bis ans Kinn. Sie packte einen Arm und zog den Mann daran zum Ufer.
      Sie drehte ihn auf den Rücken und erschrak. Seine Haut war weiß. Noch nie hatte sie jemanden mit solch einer Hautfarbe gesehen. Bleich wie ein Knochen. Bestimmt litt er an einer Krankheit oder lebte in einer Höhle, in die kein Sonnenlicht fiel. Doch wie war er dann hierher gekommen? Vielleicht hatten heftige Regenfälle ihn aus seiner Höhle gespült. Oder er war durch irgendein Missgeschick hineingefallen.
      Saira drückte den Bauch des Mannes mit viel Kraft zusammen. Sie hatte einmal gesehen, dass man so Wasser aus der Lunge drücken konnte. Vier, fünfmal drückte sie zu. Der Mann spuckte Wasser und riss die Augen auf. Hustend und würgend drehte er sich aus eigener Kraft von ihr weg.
      Saira erhob sich lächelnd. Sie hatte ein Menschenleben gerettet. Das war eine gute Tat.
      „Wer bist du?“ fragte sie den Mann, als er sich etwas erholt hatte.
      „Mein Name ist Argon. Wie heißt du?“ Er hatte eine raue, harte Stimme. Tief und kräftig. Saira fand sie nicht unangenehm.
      „Saira Yamuna“, antwortete sie.
      „Was?“
      „Saira Yamuna“, wiederholte sie etwas langsamer. Argon nickte langsam und blinzelte einige Male. Anscheinend hatte er sich doch noch nicht so gut erholt, wie sie vor einigen Augenblicken gedacht hatte.
      „Du sprichst meine Sprache?“, fragte Argon sie misstrauisch.
      „Ja, die Sprache, die uns die Engel gelehrt haben.“ Saira nickte eifrig. „Ich spreche aber auch die alte Sprache, die unsere Vorfahren in der Heimat gesprochen haben. Mein Vater hat sie mir beigebracht,“ ergänzte sie nicht ohne Stolz. Außer ihr lernten das nur noch die Zöglinge des Priesters.
      „Ah, ja.“ Offensichtlich verstand er nur die Hälfte von dem, was sie sagte. „Hast du etwas zu essen? Ich habe einen Bärenhunger.“
      „Ja, komm mit. Ich mache Tee!“
      „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]
    • Hallo Asni,

      ich hatte gestern Abend nicht mehr den Elan, die Geschichte gleich zu lesen, deshalb erst jetzt mein Kommi.
      Zuerst: Gefällt mir gut! Ich finde es immer schwierig, Stimmungen und Gedanken zu beschreiben. Mir liegt es mehr, ein hitziges Wortgefecht aufs Papier (= den Bildschirm) zu bringen. Aber du scheint da offensichtlich überhaupt keine Probleme zu haben. :D Es liest sich wie aus einen Guss. Man kann sich gut in deinen Prota einfühlen und ist schon nach ein paar Zeilen versucht, ihm tröstend über den Kopf zu streichen.

      Ich hab nicht viel gefunden. Nur Kleinkram, findest du im Spoiler.
      Wie weiter oben schon mal gesagt wurde: Die Geschichte hätte als solche so enden können, wie du den ersten Teil abgeschlossen hast. Aber sie bot auch Potenzial für mehr. Und ich hatte gehofft, dass du weiterschreiben würdest.
      Jetzt hast du zwar wieder eine lange Pause eingelegt, ober ich abonniere den Thread trotzdem. Vielleicht kommt ja irgend wann mehr. Aber - wie @Miri schon sagte - kein Druck! ;)

      VG Tariq
      Spoiler anzeigen

      Asni schrieb:

      wenn er angetrunken beim Austreten die Klippe hinabstürzte und damit aus dem Leben trat
      großartiges Wortspiel!! Nicht auf den ersten Blick erkennbar, aber genial!
      (obwohl ich das Wort "austreten" in der Zeit der Handlung für irgendwie unpassend halte. Es ist zu 'neumodisch'. Ich weiß, dass da wohl erst pissen stand und von dir nach Kritik geändert wurde. Aber das würde ich hier - es sei mir verziehen - für authentischer halten. Gilt auch für den 'Vollidioten' ein paar Zeilen weiter unten. Ist ein Wort UNSERER Zeit, und da du Argons GEdanken hier wiedergibst, scheint es mir irgendwie, naja, eben unpassend.)

      Asni schrieb:

      Er musste sein Leben wieder selbst in die Hand nehmen. Er musste einen Weg aus
      Hier mach ich dich nur auf die identischen Satzanfänge aufmerksam, sage aber gleich: ICH würde sie stehenlassen. :)

      Asni schrieb:

      diese arroganten Vollidioten
      dasselbe wie 'Austreten', ein Begriff, den es damals definitiv noch nicht gab. Und ich nehme mal an, dass die Handlung ein paar Jahre zurückliegt. :hmm:

      Asni schrieb:

      Anscheinend hatte er schon mehr getrunken Komma als ihm bewusst war.
      Post 17

      Asni schrieb:

      Jeder gute Tag beginnt mit dem Duft und dem Geschmack einer Schale frisch aufgebrühten Tees. Das hatte ihre Mutter immer gesagt,
      Dieses mütterliche Zitat würde ich in '....' setzen. Bin gestolpert an der Stelle. Weil ich dachte, du wechselt hier aus Versehen in eine andere Zeitform. Aber als Zitat kann es im Präsens stehen, müsste nur mMn als solches gekennzeichnet werde. Kann aber sein, dass ich mich irre...

      Asni schrieb:

      Saira kroch aus dem Bett und stand auf. Jeder gute Tag beginnt mit dem Duft und dem Geschmack einer Schale frisch aufgebrühten Tees. Das hatte ihre Mutter immer gesagt, wenn sie sich aufmachte, Feuerholz und Wasser zu holen. Saira liebte diesen Duft, so wie ihn ihre Mutter geliebt hatte. Es war der Duft von Geborgenheit.
      Saira verließ den kleinen Schlafraum
      für mich ein bisschen zu oft der Name erwähnt. Vielleicht den Letzten mit 'sie' ersetzen?

      Asni schrieb:

      Vor der Hütte war es noch dunkel. Zwar war der Himmel im Osten schon grau, aber die Sonne war noch nicht aufgegangen.

      Asni schrieb:

      „Wer bist du?“ Komma fragte sie den Mann

      Asni schrieb:

      Mein Vater hat sie mir beigebracht,“ ", ergänzte sie
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


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      ___________________

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    • Hey Asni :)

      Das ist mir beim Lesen aufgefallen:

      Asni schrieb:

      Saira erwachte und rang nach Luft. Sie versuchte sich zu beruhigen. Es war nur ein Traum gewesen. Ihr Herz schlug noch wie wild. Sie fühlte sich immer noch wie das Kaninchen, das auf einer weiten Wiese verzweifelt nach der Sicherheit seines Baus suchte.
      Sie tastete um sich. Irgendwer musste doch neben ihr im Bett schlafen. Ihre Mutter oder ihr Vater. Oder vielleicht ihr großer Bruder. Doch da war niemand. Tränen traten in Sairas Augen. Sie wusste ja, dass sie alleine war. Aber sie wollte es nicht wahrhaben.
      Saira kroch aus dem Bett und stand auf. Jeder gute Tag beginnt mit dem Duft und dem Geschmack einer Schale frisch aufgebrühten Tees. Das hatte ihre Mutter immer gesagt, wenn sie sich aufmachte, Feuerholz und Wasser zu holen. Saira liebte diesen Duft, so wie ihn ihre Mutter geliebt hatte. Es war der Duft von Geborgenheit.
      Saira verließ den kleinen Schlafraum und durchquerte den größten Raum der Hütte. Hier hatte ihre Mutter Essen zubereitet und ihr Vater Werkzeuge ausgebessert. Es war das Herzstück der Hütte und Knotenpunkt der Familie.
      Vor der Hütte war es noch dunkel. Zwar war der Himmel im Osten schon grau, aber die Sonne war noch nicht aufgegangen. Saira fand den Weg hinter die Hütte, wo immer das Holz lagerte, auch blind. So oft schon war sie nachts hinausgeschickt worden, um ein paar Scheite zu holen. Natürlich nie, wenn ein Gewitter über das Dorf hinwegfegte. Dann waren immer ihr Vater oder ihr Bruder gegangen.
      Saira wollte nach einem Holzscheit greifen, aber ihr Finger ertasteten nur den lehmigen Boden und ein paar Rindenreste. Ihr Magen krampfte sich mit der Erkenntnis zusammen, dass es hier kein Holz mehr gab. Die Männer des Dorfes hatten alles für die beiden Scheiterhaufen gebraucht. Wie sollte sie nun Wasser für Tee kochen, wenn sie kein Holz für ein Feuer hatte? Vielleicht hätte sie einfach ihre Nachbarn fragen können, aber dafür war Saira zu stolz. Stattdessen beschloss sie, zum Fluss zu gehen. Bestimmt fand sie dort etwas Treibholz.
      Du beginnst in diesem Absatz ziemlich viele Absätze mit ihrem Namen.
      Ansonsten ist mir auf die Schnelle nichts weiter aufgefallen :D

      Viel mehr habe ich auch eigentlich nicht zu sagen XD
      Bin gespannt, wie es weitergeht :D
      "Bilden Sie einen Satz mit "Braut".
      "Er braut Bier."

    • Danke, @Miri und @Tariq, für's lesen und kommentieren und für das Lob. Ich werde mich dann mal an die Überarbeitung und ans weiterarbeiten machen. Es freut mich sehr, dass es noch jemanden gibt, der die Geschichte lesen mag. Leider hab ich schon wieder selbst vergessen, was bisher passiert ist (wahrscheinlich nicht viel) und was als nächstes passieren soll (etwas mehr... mir schwebt ein Kampf auf Leben und Tod vor oder eine abenteuerliche Reise in wunderbar magische Welten :hmm: ).
      „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]