Kathamaus Fragenkatalog

    • Kathamaus Fragenkatalog

      Hallo liebes Forum.

      Ich habe gerade meine ersten Kapitel gelesen und habe fest gestellt, das ich durch die vielen Verbesserungen und Überarbeitungen, das ich es wohl eher Verschlimmert habe als verbessert. Hier und da steht mal etwas was nicht zur Handlung passt oder man hat einen Sprung gemacht was den Aufenthaltsraum der Protas angeht.
      Ich bin dann ins grübeln gekommen, wie man das eventuell verhindern kann bzw. sind mir die Fragen durch den Kopf gegangen wie z.B.
      Wie viel ist zu viel an Überarbeitungen? Oder ab wann man es lieber sein lassen sollte und das Kapitel nehmen sollte wie es so ist und was man tun kann wenn das ganze schon zu spät erscheint um noch irgendwas davon retten zu können?

      Mich würde interessieren wie ihr da ran gehen würdet? Wie oft ihr z.B. den Text verbessert und wann ihr sagt, das es reicht und man ihn lieber so lässt oder ihn lieber quasi "Neu" schreibt?
      Wenn euch das passieren würde, wie würdet ihr da vorgehen?
    • Das Problem tritt auf, wenn du nur einen Teil separat überarbeitest. Mir selbst ist dies auch schon passiert, vorallem dann, wenn sich ein Logikfehler eingeschlichen hat, ich diesen verbesserte, aber den Text vorher und nacher, welche zum Logikfehler gehörten, nicht beachtet habe.

      Mitlerweile löse ich das Problem so, dass ich meine Texte regelmässig, oder zumindest hin und wieder komplett durchlese. Da ich dann genau weiss, was in etwa kommt, fallen mir da die Fehler auch besser auf. Zudem kommen mir immer mal wieder bessere Ideen, für einzelne Stellen. Sogesehen sind meine Geschichten nie wirklich komplett fertig, Verbesserungen/Veränderungen kann ich immer und immer wieder finden.

      Deinen Text "unfertig" stehen lassen würd ich sicher nicht, solange es dich stört.

      Eine Lösung wäre, du lässt ihn für den Moment so, wie er ist und überarbeitest ihn erst später einmal. Deine Geschichte wird sich sowieso noch entwickeln und es gibt evt. später noch Dinge, die du am Anfang einfügen möchtest, weil dir z.B. neue Ideen zur Charakteren/Orten etc. einfallen.

      Kathamaus schrieb:

      Wenn euch das passieren würde, wie würdet ihr da vorgehen?
      Wenn ich den Text wirklich nicht mehr gut fände, und eine Überarbeitung extrem mühsam wäre, würde ich ihn wohl einfach neu schreiben. Stichwortartig die wichtigsten Ereignisse, Namen und Szenen, danach die Fantasie und Kreativität anwerfen (ist so einfach gesagt :thumbsup: ) und drauflos schreiben.

      Ich nehme an, dass die "Verschlimmbesserung" durch Kritik der User (Anregungen, positiv, negativ oder einfache Gedankengänge) entstand. Kritik ist gut und wichtig und der Umgang mit ihr ebenso. Nimm die Kritik nicht wörtlich, sondern versuche sie in eigenen Worten umzusetzen, sodass du dich immernoch mit dem Geschriebenen identifizieren kannst.

      Ich will hier niemanden anrempeln oder der Gleichen, ich finde die User hier wirklich super und finde auch, das Kritiken hier sehr sehr gut und vorallem hilfreich sind, nicht dass mich jemand falsch versteht :)
      Ein Held. Ein Beschützer ganzer Völker. Geehrt und Bejubelt. Und trotzdem alleine.
    • @Kathamaus
      Zuerst muss ich sagen: Es ist deine Geschichte. Die User geben nur Verbesserungsvorschläge und Hinweise. Das ist allerdings keine Verpflichtung, diese in deinen Text zu übernehmen. Ausnahme sind hier natürlich Rechtschreibung und Grammatik! Wenn dir dein Text so gefällt wie er ist, dann lass ihn so. ;)

      Hier jetzt aber die Tipps :

      Du solltest nicht die einzelnen Stellen alleine betrachten, sondern den Text im Ganzen. Oft ist es notwendig einige Sätze davor und nach der Änderung anzupassen, damit er wieder flüssig wird.

      Es hilft auch, erst darüber nachzudenken oder eine Nacht zu schlafen, bevor man die Änderungen vornimmt.

      LirayLegend schrieb:

      Wenn ich den Text wirklich nicht mehr gut fände, und eine Überarbeitung extrem mühsam wäre, würde ich ihn wohl einfach neu schreiben. Stichwortartig die wichtigsten Ereignisse, Namen und Szenen, danach die Fantasie und Kreativität anwerfen (ist so einfach gesagt ) und drauflos schreiben.
      Kann man, muss man aber nicht. Klar, bevor man sich total verzettelt und es gar keinen Sinn mehr ergibt, ist es wohl die bessere Alternative. Aber ich versuche meine schon vorhandenen Sachen immer zu retten :whistling:
      Und eine Nacharbeit ist immer mühsam, gerade wenn einem seine Geschichte schon gefallen hat 8|

      LirayLegend schrieb:

      Ich nehme an, dass die "Verschlimmbesserung" durch Kritik der User (Anregungen, positiv, negativ oder einfache Gedankengänge) entstand
      Das ist durchaus denkbar :huh: Das Problem ist aber auch:
      Unterschiedliche Menschen mit verschiedenen Geschmäckern, sprich viele ungleiche Meinungen. :S
      Da neigt man vielleicht dazu, die Anregungen von jedem mit hinein bauen zu wollen, damit es allen gefällt.... ?(
      ... Das wird nie funktionieren!

      LirayLegend schrieb:

      Nimm die Kritik nicht wörtlich, sondern versuche sie in eigenen Worten umzusetzen, sodass du dich immernoch mit dem Geschriebenen identifizieren kannst.
      Dem kann ich mich nur anschließen!
      Jeder hat seinen eigenen Schreibstil und benutzt andere Wortkombinationen, daher wird es auch nicht gut funktionieren, einen Textvorschlag 1 zu 1 zu übernehmen :)

      Kathamaus schrieb:

      Wie viel ist zu viel an Überarbeitungen?
      Darauf kann dir keiner eine direkte Antwort geben, wie du wohl bemerkst.
      Dieses...was ist zu viel und zu wenig... liegt im Auge des Betrachters.
      Daher bleibt dir nichts anderes übrig, als das für dich allein zu entscheiden. :whistling:

      LG :D
    • In meinem Fall z.b. ist es gar nicht durch die Kritik der User hier im Forum passiert, sondern weil ein Kapitel sehr lang war. Ich habe es gekürzt, habe dann aber übersehen das ich im Text noch Zeilen hatte die nur Sinn ergeben haben mit dem Teil den ich raus genommen habe. Ich selber habe das nicht gesehen, auch nach mehrmaligem lesen.
      Da ich sehr perfektionistisch angehaucht bin, muss ich etwas was nicht mehr gut aussieht oder nicht mehr stimmt einfach nochmal machen.
      Mich hat es einfach nur interessiert ob das bei anderen auch vorkommt bzw. Was die Personen dann so machen alles.
      Aber danke für eure antworten @LadyK und @LirayLegend :thumbsup:
    • Das Problem hatte ich am Anfang oft. Sehr oft sogar. Das Problem bei mir war, dass ich durch die Korrekturen (egal ob Eigenkreationen oder Forentipps) viel von meinem Schreibstil verloren ging, sodaß der ganze Text "unrund" wirkte. Ich verzichtet auf Redewendungen, bestimmte Füllwörter etc, die einfach zu mir gehören.

      Verhindert habe ich das, indem ich mich intensiv mit meiner Geschichte auseinandersetze und wenn ich im Kopf meinen eigenen Stil wiedergefunden habe, setzte ich mich an Korrekturen.
      Kleinigkeiten, wie Rechtschreibung oder eine Wortwiederholung verhindern, ist hiervon ausgenommen. Das mache ich im Prinzip schon, wenn ich "mich in den Text hineinfinde".
      Es funktioniert nicht immer, vor allem wenn ich mich an Uralt-Texten von mir ransetzte, aber es klappt sehr oft.

      Ich habe keine Ahnung, ob dir das weitterhilft, mir aber schon, daher wollte ich es zumindest mal erwähnen. :)
    • Ich kann mich @Schreibfeder nur anschließen.
      Am besten verhindert man sowas, wenn man wirklich bereits intensiv mit seinem Text gearbeitet hat. Meine Geschichte habe ich bereits so oft selbst gelesen, überarbeitet, Dinge gelöscht und weiß der Teufel was, dass ich wirklich die Szenen in und auswendig kenne. Wenn ich jetzt hier im Forum z.B. einen Vorschlag bekomme, oder eine Lücke angekreidet bekomme, bringe ich damit sofort eventuelle andere Szenen in Verbindung.

      Also mMn sollte man - auch wenn es einem sicherlich nicht gefällt - erst mal einen Teil für sich selbst beenden, ihn dann etwas liegen lassen, dann noch mal selbst lesen und erst dann jemand anderen zum Probelesen geben. Ich weiß, man will natürlich schnellst möglich eine Rückmeldung bekommen, aber man tut sich selten einen Gefallen damit. Oft wird man dann von Korrekturen und Vorschlägen regelrecht erschlagen, was etwas an der Motivation knabbern kann.
    • Hallo liebes Forum,

      kurze Frage.
      Ich bin dabei Meine ersten drei Kapitel neu zu schreiben. Es musste einfach sein, da ich mein Prolog wirklich gut finde aber dann mit dem Ersten Kapitel total abbaue. Zwar steigere ich mich immer weiter mit jedem Kapitel und mit Kapitel 4 bin ich wieder gut dabei, aber die ersten drei kapitel gefallen mit gar nicht mehr.

      Meine frage ist nun, wenn ich die Kapitel neu gemacht habe, wo poste ich die am besten, sodass es für euch angenehmer ist das zu lesen? Sollte ich es ruhig einfach in meinem Thread (eine Totgeglaubte Blutlinie) einfach als nächste nach Kapitel vier posten, weil es komplett neu ist, soll ich die vorhanden Kapitel einfach ersetzten oder einen neuen Thread aufmachen? Prolog und Kapitel vier bleiben so wie sie sind. Ich weiß nicht so recht wie da für die Leser am einfachsten wäre...
    • Kathamaus schrieb:

      Meine frage ist nun, wenn ich die Kapitel neu gemacht habe, wo poste ich die am besten,
      Einfach die entsprechenden Posts im Thread editieren und den neuen Text einfügen :)

      The light shall be blackened, and chaos shall reign.
      - Chaos Knight

      Projekte:

      Zwischen Leben und Tod [High Fantasy] (mit Jennagon)
      [High Fantasy] Die Flammen von Narak (Arbeitstitel)
      Chaotische Kurzgeschichten
    • LadyK schrieb:

      Aber vielleicht gibt es da ja eine Regel oder so
      Siehe: Regeln zum Veröffentlichen von Texten

      Deku schrieb:

      Pro Geschichte ist nur ein Thread erlaubt. Ausgenommen sind natürlich eigenständige Fortsetzungen mit einem neuem unabhängigem Handlungsstrang (Wie bei verschiedenen Büchern einer Reihe), Prequels oder eigenständige Geschichten, die in der selben Welt spielen. Es ist nicht gestattet, für jedes Kapitel ein eigenes Thema zu eröffnen.

      Für eine Welt, die mehr Einhörner braucht! #Vote4Jen!
    • Zunächst mal muss ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass es mir bei meinen aktuellen Projekt auch passiert ist, dass ich in der 1. Szene eine bestimmte Handlung schrieb und diese dann nachbessern musste, weil Teile nicht passten. Und plötzlich befand ich mich in der konfusen Situation wieder, dass mir während der Überarbeitung Fragen durch den Kopf gingen, die darauf basierten, wie es überhaupt zu dieser Szene kam. Jetzt habe ich 2 weitere Szenen im Plot, die vor dieser Kernhandlung spielen und eine Folgeszene, die ich zwischenzeitlich anfing zu scheiben und erlebe immer wieder dieses Deja-Vu ... ah mist, wenn ich die Inhalte so oder so definierte, muss doch n Szene 3 oder 4 diese oder jene Änderung rein. So gesehen ... kommt man schnell an diesen Punkt, wo es einen passiert.

      Meine Lösung:

      Ich versuche dieses Problem mit Notizen und einen Zeitstrahl in den Griff zu bekommen. Damit der Inhalt passt, mache ich mir jetzt intensivere Gedanken zum Handlungsstrang und lege das ganze mit Notizen fest. Bei den Notizen achte ich dann auf den passenden Ablauf, den ich bei der Überarbeitung einbringen möchte.

      Charaktere:

      Für die Charaktere habe ich einen „eigenen“ Steckbrief entworfen, wo ich bemüht bin, die Details zu meiner Figur zu sammeln. Eigentlich möchte ich ein komplett ausgearbeitetes Profil vor der ersten Erwähnung haben, aber das passt leider nicht immer, da viele Ideen einfach mit dem fortlaufenden Schreiben entstehen. Deswegen erscheint es mir wichtig zu sein, die Disziplin zu entwickeln jede Änderung im Profil zu übernehmen bzw einzutragen. Das erleichtert mir bei der Überarbeitung den inhaltlichen Abgleich.
      ROBERT POSTER IST DER 3 GROSCHEN MAGIER VON MORAKIS