Aus dem Leben des Bill Blake 2.0

  • Hallo Freunde der Sonne!


    Ich starte hier noch mal einen neuen Versuch, eine Geschichte über Bill Blake zu schreiben. Es ist nichts geplottet, also mehr drauf los geschrieben. Vielleicht wissen einige noch, dass ich schon mal ein "Aus dem Leben des Bill Blake" begonnen hatte. Als ich neulich aber versucht habe, wieder dort reinzufinden, wurde mir schlecht. Die Änderungen, die mir vorschwebten, hätten den Thread so unübersichtlich gemacht, sodass ich komplett neu beginnen möchte :)


    An der Stelle noch ein fettes Danke an @Rainbow, der ich den Anfang schon mal zukommen lassen durfte und dir mir an manchen Stellen toll geholfen hat! <3


    Für den Fall, dass noch Interesse besteht:





    Alles auf Anfang!


    Langsam fuhr ich mit dem Kombi in die Parklücke, summte leise den Song Bad Decisions von Bastille mit, der bereits das gefühlte hundertste Mal im Radio lief und obwohl ich bereits fünf Kaffee heute früh getrunken hatte, dürstete es mir bereits nach einem Neuen.
    Prüfend warf ich einen Blick auf die Mittelkonsole, wo sich mein To-Go-Becher sicher in der Vorrichtung befand.
    „Was ist los?“, fragte mein Partner, während ich die Handbremse anzog und den Motor abstellte.
    Mit einem kurzen Blick in die Seitenspiegel versicherte ich mich ein letztes Mal, dass ich ordnungsgemäß in der Lücke stand.
    Immerhin gehörte es sich für einen Bezirkspolizisten nicht, wenn er gegen die öffentlichen Verkehrsregeln verstieß, dachte ich ironisch.
    „Nichts“, antwortete ich beinahe zu spät. „Mein Kaffee ist leer.“
    Luke zog missbilligend die Augenbraue hoch und sah aus dem Fenster. „Ich kann gar nicht verstehen, warum du das Zeug so gerne trinkst“, meinte er abwertend.
    Er hasste das koffeinhaltige Getränk wie der Teufel das Weihwasser und zog jedes Mal ein übertrieben angeekeltes Gesicht, sobald ich mir meinen Becher an einer Tankstelle oder einem Bäcker wieder auffüllen ließ.
    „Und ich kann gar nicht nachvollziehen, warum du noch immer rauchst“, gab ich zurück, als sich mein Kollege bereits die Schachtel aus dem Staufach holte und sich zum Austeigen herumwandte.
    „Jeder muss ein Laster haben“, erklärte er und knallte die Autotür hinter sich zu.
    Ich verbiss mir jeden anderen Kommentar, der mir dazu auf der Zunge lag und stieg ebenfalls aus.
    Ich nickte Luke zu, der auf mich hier warten wollte. Dann wandte ich mich um und marschierte auf die Central Bank zu. Meine Kreditunterlagen hatte ich selbstverständlich zu Hause liegen gelassen, obwohl meine Frau sie mir extra zusammengesucht und neben meine frisch gewaschene Uniform gelegt hatte.
    Trotzdem hoffte ich, dass das Gespräch bei unserer Bankberaterin schnell vorbei gehen würde. Nach Geld zu betteln, lag mir nicht. Aber wie sagte meine Frau immer? Was muss, das muss.
    Gerade passierte ich die automatische Drehtür, als sich ein junger Mann an mir vorbeidrängte. Sein Kopf war starr auf das Smartphone gerichtet und er bemerkte gar nicht, dass er eben einen Polizisten angerempelt hatte. Hätte ich neben meiner Uniform noch diese bescheuerte Mütze angehabt, dann wäre mir das Teil sicherlich vom Kopf gesegelt. Und genau wegen solcher Rempler trug ich diese Mütze niemals.
    Ich seufzte. Diese Jugend. Haben ihr Leben noch vor sich und was macht sie? Starren den ganzen Tag nur auf das Handy.
    Komischer Kauz. Was guckte er sich da eigentlich so interessiert an?
    Neugierig versuchte ich ihm über die Schulter zu linsen, während ich mich hinter ihm an die Schlange zur Information anstellte. Das sah aus wie ein Bauplan. Der wollte bestimmt ein Haus bauen.
    Lächelnd dachte ich daran, wie Michelle und ich vor acht Jahren unser Eigenheim gekauft hatten. Ganz, wie sie es sich gewünscht hatte. Im Grünen, viel Platz zum Spielen für Kinder und abseits vom Straßenlärm und Nachbarstreit. Obwohl man es der alten Erna von nebenan nicht Recht machen konnte.
    Die Schlange trat einen Schritt nach vorn.
    Geschäftiges Treiben herrschte in der Filiale. Menschen kamen her und holten Geld ab, ließen sich beraten oder trafen sogar Leute, die sie kannten.
    „Was kann ich für sie tun?“, fragte die junge und zierliche Empfangsdame mich, als ich an der Reihe war.
    Bill Blake“, sagte ich und lehnte mich auf den Tresen. „Ich habe einen Termin.“
    „Einen Moment bitte.“ Sie tippte kurz auf der Tastatur herum. Ihre Augen verengten sich kurz und sie sah mich über den Brillenrand hinweg an. „Sie sind eine halbe Stunde zu früh.“
    Ich zuckte entschuldigend mit den Schultern.
    „Sie können dort drüben warten.“ Mit der Hand wies sie auf die gemütliche Sitzgruppe. „Ich hole Sie dann. Darf ich Ihnen einen Kaffee anbieten?“
    Bei den letzten Worten wurde ich hellhörig. „Sehr gerne“, antwortete ich ihr und lächelnd wandte sie sich um.
    Gerade als ich mich auf einen der Sessel niedergelassen hatte, kam die Dame mit meinem Kaffee. Dankbar nahm ich ihr die Tasse aus der Hand und inhalierte den Duft des frisch gemahlenen Getränks ein.
    Es dauerte auch nicht lange, da hatte ich den Becher bereits geleert und fast sofort meldete sich meine Blase.
    Ein Blick auf die Uhr sagte mir, dass ich noch knapp eine Viertelstunde Zeit hatte. Also brachte ich das Gefäß zurück. „Falls ich gesucht werde, ich bin mal dorthin, wohin man niemandem folgen sollte“, erklärte ich leise, woraufhin die Empfangsmitarbeiterin nur wissend lächelte.
    Zielstrebig folgte ich den grünen WC-Männchen, die auf die Pfeilschilder gemalt worden waren und fand mich schließlich auf der Herrentoilette wieder.
    Beim Händewaschen warf ich einen kurzen Blick in den Spiegel. Graue Augen blickten mich an, die dunklen und ordentlich gestutzten Haare sowie die fast schwarzen Augenbrauen dominierten mein kantiges Gesicht. Würde ich keine Polizistenuniform tragen, wäre ich der perfekte Anzugträger.
    Über meinen eigenen Gedanken lächelnd, trocknete ich mir die Hände mit den rauen, braunen Papiertüchern ab.
    Dann gab es einen Knall, gefolgt von Kreischen und lauten Hilferufen.
    Alarmiert stieß ich die Tür auf und senkte die Hand an meine Waffe.
    Kurz bevor ich um die Ecke schlitterte, besann ich mich und blieb in der Deckung. Ich wusste immerhin nicht, was mich erwartete.
    Langsam zog ich meine Pistole und lugte unter meinem Versteck hervor. Zugegeben, es war kein geeignetes, aber immerhin war ich für einen Moment geschützt.
    Die eingeschränkte Sicht gewährte mir nur einen Einblick auf einen Teil des Eingangsbereichs, den Tresen und einige Bankautomaten. Die abgeschirmten Arbeitsbereiche der Berater blieben im Verborgenen, genauso wie die Sitzecke.
    Aber ich konnte am Boden liegende Menschen sehen und schwarz gekleidete und bewaffnete Personen, die die ängstlichen Bankkunden und Angestellten in Schach hielten.
    Da erschien eine mir bekannte Frau in meinem Sichtfeld, die einem der Maskierten bereitwillig einen Schlüssel und eine Zugangskarte überreichte.
    Ich kniff die Augen zusammen. Sie schien mir nicht sonderlich verängstigt zu sein und verhielt sich auch sonst nicht wie jemand, der gerade überfallen wird. Als ihr schließlich von irgendwoher eine kleine Schusswaffe zugeworfen wurde, lief es mir kalt den Rücken hinunter. Die Empfangsdame sagte noch etwas und deutete dabei in meine Richtung.
    Klar, dass sie den Polizisten ans Messer lieferte, dachte ich still und beobachtete, wie der Bewaffnete sich umdrehte.
    Schnell zog ich mich zurück, während meine Gedanken rasten.
    Wenn ich blieb, würden die mich mit ziemlicher Sicherheit als eine weitere Geisel nehmen oder schlimmer noch, sie würden mich bei der ersten falschen Bewegung gleich an Ort und Stelle erschießen.
    Es blieb nur eins: ich musste mir ein neues Versteck suchen.
    Ich machte kehrt und huschte zurück zu den Toiletten und entdeckte eine Notausgangstür. Obwohl ich mir nicht viele Chancen ausmalte, rüttelte ich trotzdem kurz daran. Verschlossen. Knurrend ging ich in den Gang zurück. Hier sollte dringend mal der TÜV vorbeischauen.

    „Spätestens wenn erneut ein solches Zeichen auftaucht, werden Fragen gestellt. Wir sollten in der Lage sein, sie zu beantworten.“
    - Meister Lukras -


    Meine Geschichte
    Die Kriegerin von Catrellak


  • Oha! So beschaulich, wie der Teil anfängt, so rasant nimmt er an Fahrt auf :panik:


    Writers aren't exactly people ... they're a whole bunch of people trying to be one person.
    - F. Scott Fitzgerald

  • Huhu :)



    LG,
    Rainbow

  • Hallo @LadyK,


    Ich dachte mir, da ich gern mehr auch in richtung krimi und thriller was lesen will, das ich hier ei Fach mal reinschaue. Ich kenne aber nicht den ersten versuch, also kann ich auch nicht sagen, ob die Überarbeitung gelungen ist.
    Aber ich kann sagen das es zwar eher ruhig losgeht aber das Ende von diesem ersten Abschnitt Spannung und interesse bei mir hinterlässt.
    Ich will aufjedenfall wissen, was mit Bill passiert und werde es mal weiter verfolgen.
    Ich finde deinen schriebstil auch ziemlich gut, liest sich aufjedenfall flüssig. Ansonsten habe ich noch nicht wirklich mehr zu sagen, dafür war der Abschnitt zu kurz. Aber trotzdem ein sehr schöner Anfang. Bin gespannt wohin die Reise gehen wird.


    LG Sora :rolleyes:

    "Niemand weiß, was er kann, wenn er es nicht versucht." Zitat von Publilius Syrus



    Meine Geschichte: Erbin der Mächtigen ;)


    "Und so verliebte sich der Löwe in das Lamm."
    "Was für ein dummes Lamm."
    "Was für ein kranker, masochistischer Löwe."
    Zitat aus dem Buch "Biss zum Morgengrauen"


  • LG

    „Spätestens wenn erneut ein solches Zeichen auftaucht, werden Fragen gestellt. Wir sollten in der Lage sein, sie zu beantworten.“
    - Meister Lukras -


    Meine Geschichte
    Die Kriegerin von Catrellak

  • OK. @LadyK. Da muss ich mir die Erwähnung mal verdienen. Alles nur Vorschläge Im Spoiler. Ich finde den Einstieg in die Geschichte sehr gelungen ^^
    Gefällt mir gut und ich bleibe dran.


    Es ist das Eine, aus dem wir kommen und in das wir wieder eingehen. Vor dem Einen war nichts und danach wird nichts sein. Das Eine ist nichts, und indem das Eine nichts ist, wird das Eine offenbar.


    Meister Muoti von Aramea. Im Jahre 102 nach der Divergenz



  • Schritte näherten sich, was mich dazu veranlasste, mich wie ein Idiot einmal im Kreis zu drehen. Auf der Suche nach einem halbwegs passenden Versteck, huschte ich in den nächstgelegenen Raum – die Damentoilette. Das WC war durchgehend gefliest und mit den typischen einzelnen Kabinen versehen, aber nirgends gab es etwas, wo ich mich gut hätte verbergen können.
    Außer einen Lüftungsschacht. Das erinnerte mich sofort an die zahlreichen Actionflime, wo der Held auch nur diese eine Möglichkeit besaß und in letzter Sekunde den Fuß durch die Öffnung ziehen konnte.
    Plötzlich wurde mir klar, dass das im wahren Leben überhaupt nicht funktionierte. Erst einmal war die Decke über zwei Meter hoch und selbst ich mit meinen ein Meter Neunzig kam dort nicht an. Außerdem war der Schacht vergittert und ohne entsprechendes Werkzeug hätte es mir nichts gebracht mich dort hinauf zu quälen.
    Irgendwo wurde eine Tür aufgeschlagen und Stimmen schrien Befehle. Ich verstand davon nichts, aber ich hörte ganz genau, dass die Täter sich auf der Herrentoilette befanden.
    Fluchend suchte ich weiter nach einer Möglichkeit, wie ich am besten von hier verschwinden konnte. Am liebsten wäre mir gewesen, einfach im Erdboden versinken zu können.
    In dem Raum neben mir, randalierten die Männer und langsam ging mir der Arsch auf Grundeis.
    Es half nichts.
    Ich zuckte zusammen, als die Tür hinter mir aufgestoßen wurde und mit voller Wucht gegen die Fliesenwand donnerte.
    Sofort wurde ein Gewehr auf mich gerichtet und der Mann schrie mich an, dass ich mich auf den Boden legen sollte. Ich tat, was er wollte und fand mich auf dem kalten Fliesenboden wieder.
    Ich zählte zwei in schwarz gekleidete Gestalten. Einer blieb am Türrahmen stehen und hielt weiterhin die Waffe auf mich gerichtet, während der andere meine eigene Schusswaffe aus dem Holster zog und unter den Hosenbund steckte. Es ging alles so schnell, dass ich mir kaum ein Bild von den beiden Geiselnehmern machen konnte. Vermummt waren sie, hatten sich Sturmmasken über das Gesicht gezogen, trugen komplett schwarze Kleidung, Lederhandschuhe …
    Er packte mich am Kragen. „Los!“, schrie er. „Hoch mit dir und mitkommen!“
    Wieder folgte ich stumm der Anweisung und ließ mich von dem Kerl hinausführen.
    Wie ich es hasste, wenn mich jemand durch die Gegend schubste.
    Schließlich fand ich mich in dem großen Raum der Zentral Bank wieder, wo sich auch die restlichen Kunden und ihre Geiselnehmer befanden.
    Meine Augen erfassten drei weitere vermummte Personen. Zwei von ihnen hätten aufgrund der Statur auch gut Frauen sein können. Die einzige, die sich offen zeigte, war die Empfangsdame. Sie hatte sich wieder an ihren Schreibtisch gesetzt. Allerdings befand sich nun haufenweise Technik dort, die vorhin noch nicht da gestanden hatte.
    Schnell ließ ich meinen Blick durch den Eingangsbereich gleiten und mir gefror das Blut.
    Standardmäßig sah man immer wieder, dass die Geiseln sich auf dem Boden setzten oder legen mussten. Jetzt standen sie allerdings mit erhobenen Händen in Reih und Glied vor der Fensterfront des Gebäudes und starrten mit schreckensbleichen Gesichtern nach draußen. Ich entdeckte zwei Kinder, etliche ältere Menschen und auch den Mann, der mich vorhin noch angerempelt hatte.
    „Okay“, rief die unmaskierte Frau plötzlich. „Die Kameras sind abgeschaltet.“
    Sie hob den Kopf und sah mich mit gespielter Freude an. „Und ich sehe, ihr habt den Polizisten gefunden.“
    Ich sagte nichts, sondern starrte sie nur abwartend an. Der Kerl hinter mir hatte zu seinem Glück aufgehört, an mir herumzuzerren.
    „Sie hätten sich wirklich keinen schlechteren Zeitpunkt für eine Finanzberatung suchen können, Mr. Blake.“ Während sie aufstand, steckte sie sich ein Headset ins Ohr und gab den umstehenden Maskierten mit der Hand einen Befehl. „Wir haben vielleicht fünf Minuten“, sagte sie bestimmend.
    Wie ich diese genauen Zeitangaben mochte! Die waren so herrlich nichtssagend. Fünf Minuten für was? Rauchen? Pinkeln gehen? Die Ironie konnte ich selbst aus meinen Gedanken nicht verbannen.
    „Was machen wir jetzt mit Ihnen?“, wandte sie sich direkt an mich.
    Ich war mir sicher, dass das eine rhetorische Frage war und hielt mich mit meinem bissigen Kommentar zurück. Mit einer reizbaren Bankangestellten war bestimmt nicht gut Kirschen essen.
    Jetzt lächelte sie noch breiter. Allerdings gefror es bereits in dem Moment, als die ersten Sirenen schrillten und das Blaulicht in regelmäßigen Abschnitten durch die Fensterscheiben flackerte.
    Das Telefon am Platz der Geiselnehmerin klingelte. Wütend starrte sie nun das schellende Monstrum an.
    „Sie sollten rangehen“, sagte ich und bereute es beinahe das Wort ergriffen zu haben. Gott Lob schlug mir niemand auf den Kopf und auch die Frau reagierte darauf nicht. „Die wollen bestimmt mit Ihnen verhandeln“, setzte ich nach, als das Klingeln langsam penetrant wurde.
    Ihre Gesichtszüge entspannten sich ein wenig. „Sie werden rangehen“, beschloss sie, zog kurzerhand ihre Waffe und richtete sie genau auf mich.
    Verwundert zog ich die Stirn kraus.
    Wieso wollte sie nicht selber mit der Polizei sprechen? Sie war sicherlich ohnehin schon erkannt worden durch die Bilder der Überwachungskameras. Wozu also diese Geheimniskrämerei?
    „Herkommen!“, rief sie und jemand stieß mich, sodass ich unbeholfen einen Schritt nach vorne machte. Ohne die Geiselnehmerin aus den Augen zu lassen, ging ich um den Empfangstresen herum und blieb vor dem dahinter befindlichen Schreibtisch stehen. Das Telefon klingelte noch immer. Ich nahm ab
    „Blake“, meldete ich mich und am anderen Ende blieb es still.
    „Mr. Blake“, sprach eine dunkle Männerstimme schließlich. „Hier spricht Agent Alexander Grubler vom FBI.“

    „Spätestens wenn erneut ein solches Zeichen auftaucht, werden Fragen gestellt. Wir sollten in der Lage sein, sie zu beantworten.“
    - Meister Lukras -


    Meine Geschichte
    Die Kriegerin von Catrellak

  • Liebe @LadyK
    Ich hab irgendwie das Gefühl ich bin in einem Film von Quentin Tarantino!


    Es ist das Eine, aus dem wir kommen und in das wir wieder eingehen. Vor dem Einen war nichts und danach wird nichts sein. Das Eine ist nichts, und indem das Eine nichts ist, wird das Eine offenbar.


    Meister Muoti von Aramea. Im Jahre 102 nach der Divergenz

  • Hey @LadyK,
    Ich hätte es ja zu gern gesehen, wie er versucht hätte, durch den Lüftungsschacht zu klettern. :D
    Ein schöner teil sehr flüssig geschrieben. Aber auch irgendwie vorhersehbar. Er versteckt sich in der Damen Toilette, wird natürlich geschnappt und darf dann noch an das Telefon gehen, das habe ich im Prinzip schon erwartet gehabt.
    Ich will damit nicht sagen das es langweilig ist nur irgendwie vorhersehbar. Es hat mich auch eher weniger überrascht das eine der Angestellten dort mit zu den Verbrechern gehört, da es irgendwie vorhersehbar war.
    Und wegen der lange der Teile, werde ich es denke ich so machen, daß ich immer abwarten und nach zwei Teilen kommentiere, wenn das für dich okay ist. Dann wird mein Feedback vielleicht nicht ganz so kurz.


    LG Sora :rolleyes:

    "Niemand weiß, was er kann, wenn er es nicht versucht." Zitat von Publilius Syrus



    Meine Geschichte: Erbin der Mächtigen ;)


    "Und so verliebte sich der Löwe in das Lamm."
    "Was für ein dummes Lamm."
    "Was für ein kranker, masochistischer Löwe."
    Zitat aus dem Buch "Biss zum Morgengrauen"

  • Hey @LadyK :)


    Ich kenne den Text ja nun schon, finde es aber immer wieder toll zu sehen, was du draus gemacht hast und es freut mich außerdem, wenn ich sehe, dass du meine Anmerkungen berücksichtigst. :D
    Besonders mag ich ja Bills Gedankengänge... manchmal hat er echt einen trockenen Humor :thumbsup: Bin gespannt, was noch so auf ihn zukommt... erfahrungsgemäß lässt du ihn ja gerne schon mal leiden.


    Also, ich bleibe gespannt :gamer:


    LG,
    Rainbow

  • Und ich bin auch dabei und warte ab was geschieht! :D
    Bisher ist alles stimmig. Vielleicht könntest du noch eine Prise Spannung in die Story mit einbauen.
    Beschreibe doch mal wie Mr. Blake sich fühlt. Schildere seine Gefühlswelt das bringt uns ihm näher.
    Ich hoffe du verstehst was ich meine? ;(

    Mehr aus meiner Feder: Gefangen im High Fantasy Bereich.


    Der Tag an dem alles begann findet ihr im Urban Fantasy Bereich auf fleißige Leser. ^^

  • Uff, zum Glück habe ich nicht viel verpasst :D Ist jetzt auch abonniert :rofl: Bei Skadi ist mir das auch schon zwei Mal passiert :patsch:


    Writers aren't exactly people ... they're a whole bunch of people trying to be one person.
    - F. Scott Fitzgerald



  • Das FBI. Ob das ein gutes Zeichen war, konnte ich nicht bestimmen. Allerdings sagte mir die Anwesenheit dieser Einheit, dass es sich hierbei um mehr handeln musste, als um einen Banküberfall.
    Der Lauf einer Waffe legte sich auf meine Schläfe. „Sie antworten nur mit ja oder nein“, flüsterte mir die Frau zu. Noch immer wurde mir nicht klar, welche Beweggründe die Empfangsdame haben könnte, mich mit dem Agent telefonieren zu lassen. Momentan wollte ich mir darüber auch keine weiteren Gedanken machen. Meine Nerven waren zum zerreißen angespannt und ich leckte mir fahrig über die Lippen. Eine Geste, die ich nicht oft benutzte. Es war nicht abzustreiten, dass ich gerade extrem nervös war. Das war ein Fakt, der mich störte, denn ich wollte den Geiselnehmern nicht die Genugtuung geben.
    „Wie geht es Ihnen, Mr. Blake?“, fragte der Mann am anderen Ende der Strippe.
    Mit einem Seitenblick musterte ich die Frau.
    Was wohl passierte, wenn ich mich gegen sie wende und mit klaren Worten antwortete, anstatt mir ja oder nein?
    Ich war nicht unbedingt scharf darauf, dass herauszufinden. Ich schwieg.
    „Sind Sie oder jemand anderes verletzt?“, wollte der Agent dann wissen.
    „Nein“, antwortete ich wahrheitsgemäß und wandte den Kopf leicht zur Seite, ohne dass die Geiselnehmerin erkennen konnte, dass ich versuchte, auf den Bildschirm ihres Computers zu sehen.
    „Was fordern die Geiselnehmer?“
    Anhand meiner Nichtreaktion musste Agent Grubler wohl erkannt haben, dass ich nicht sonderlich gesprächig war und ich hörte, wie er jemanden Anweisungen gab. Es war nicht möglich für mich, genaue Wortfetzen zu erhaschen, aber mein Verstand prügelte mir ein, dass ich im Hintergrund meinen die Stimme meines Kollegen Luke hörte.
    Hatte er so schnell reagiert? War der Knall Anlass dazu gewesen?
    Es war mir egal. Damit hatte er jedenfalls goldrichtig gehandelt.
    „Stellt sie Forderungen?“, riss mich die Frage des Agents aus meinen Gedanken.
    „Nein“, kam fast sofort meine Antwort und dann schaffte ich es, einen Blick auf den Monitor zu erhaschen.
    Viel konnte ich nicht erkennen, aber ich meinte den Plan dieses Gebäudes sehen zu können. Es war undeutlich, weil ich mich nicht genügend rüber beugen konnte, ohne verdächtig zu wirken.
    „Hören Sie zu, Mr. Blake“, wies Agent Grubler an. „Behalten Sie alles gut im Auge. Ich werde später noch einmal anrufen. Eine letzte Frage habe ich noch.“
    Gespannt wartete ich.
    „Werden die Notausgangstüren bewacht?“
    Meine Gedanken rasten, während ich im Gedanken die Personen zählte, die ich vorhin hier gesehen hatte.
    Waren es drei? Nein. Zwei hatten mich in den Toiletten gestellt, die Empfangsdame stand noch immer neben mir. Und drei weitere hatten sich hier in dem Eingangsbereich aufgehalten. Fünf Maskierte insgesamt.
    Schnell zählte meine Augen die noch jetzt anwesenden Einbrecher. Noch drei. Also befanden sich zwei woanders. Wie wahrscheinlich war es, dass gerade diese beiden eine Notausgangstür bewachten? Sicherlich hatten die sich am Safe zu schaffen gemacht.
    Es war eindeutig ein Fehler, dass die Frau mich mit dem FBI hatte telefonieren lassen.
    „Nein.“
    Sofort legte Agent Grubler auf und auch ich legte ebenfalls den Hörer wieder auf die Telefonanlage.
    Die Empfangsdame fixierte mich mit ihrem Blick. Und plötzlich wusste ich, dass irgendetwas nicht stimmte.

    „Spätestens wenn erneut ein solches Zeichen auftaucht, werden Fragen gestellt. Wir sollten in der Lage sein, sie zu beantworten.“
    - Meister Lukras -


    Meine Geschichte
    Die Kriegerin von Catrellak

  • Writers aren't exactly people ... they're a whole bunch of people trying to be one person.
    - F. Scott Fitzgerald

  • Hey @LadyK :)



    LG,
    Rainbow



  • Ich wusste nicht wieso, aber diese wachen Augen der Frau bereiteten mir mehr Sorgen als die Waffe, die sie noch immer auf meine Schläfe gerichtet hielt.
    Langsam hob ich die Hände, um zu signalisieren, dass ich nichts tun würde.
    „Hören Sie“, wollte ich beginnen, sie zu beruhigen. „Ich weiß nicht, was Sie und Ihre Leute vorhaben, aber lassen Sie wenigstens die anderen Menschen aus dem Gebäude. Die haben nichts damit zu tun“, hörte ich mich sagen. Dabei kam ich mir ziemlich lächerlich vor, denn ich wusste, dass die Einbrecher sich keineswegs davon beeindrucken ließen und schon gar nicht die Bankangestellte. Als hätte jemand bei ihr einen Schalter umgelegt. Das freundliche Funkeln war aus ihren Augen verschwunden und Wahnsinn hatte sich in ihrer Mimik breit gemacht. Noch nie zuvor hatte ich jemanden gesehen, der so Irre aussehen konnte, ohne sich dabei sonderlich anstrengen zu müssen.
    „Manchmal solltet ihr Polizisten einfach die Klappe halten“, stieß die Frau hervor und nahm die Waffe herunter.
    „Bringt ihn in die Mitte.“
    Wortlos zog mich einer der Vermummten wieder auf die Beine. Ich strafte ihn das mit einem giftigen Blick, was ihn allerdings nicht aus der Ruhe brachte. Im Gegenteil, er stieß mich nur noch unsanfter durch den Raum und versetzte mir dem Gewehr einen Stoß in die Kniekehle. Urplötzlich sackte ich auf die Knie und keuchte auf.
    Währenddessen ging die Bankangestellte die Menschenreihe entlang und zog willkürlich eine schwangere Frau aus der Reihe.
    „Die hier auch!“, rief sie und packte einen alten Mann an der Schulter, riss ihn grob herum. Die Brille fiel von der Nase und der ältere Herr stürzte schwer. Ungebremst landete er vornüber auf dem Boden und schlug sich die Nase an der Trittschwelle blutig.
    Wut kochte ihn mir auf. „Was soll das!“, schrie ich entsetzt auf. „Lassen Sie die Frau und den alten Mann zufrieden!“
    Ich bekam sofort die Quittung für meinen Ausbruch und bekam einen schweren Tritt in die Seite. Jemand legte mir flink Handschellen an. Warum erst jetzt?
    Den alten Mann schleiften sie mehr über den Boden, denn er hatte Schwierigkeiten, den Befehlen schnell Folge zu leisten. Die schwangere wurde rechts neben mir auf den Boden gestoßen. Sofort stieß sie einen Schrei aus, während sie wimmerte. Schützend hielt sie die Arme vor den Bauch und weinte nur heftiger, als auch ihr die Hände auf den Rücken gezwungen und schließlich ebenfalls gefesselt wurden.
    Dem Alten erging es nicht besser.
    Optisch ein Dreieck bildeten hockten wir wie getretene Hunde im Dreck. Zwei Menschen, die eigentlich am Meisten Hilfe benötigen konnten und ich, der einfach nur tatenlos zusehen konnte.

    „Spätestens wenn erneut ein solches Zeichen auftaucht, werden Fragen gestellt. Wir sollten in der Lage sein, sie zu beantworten.“
    - Meister Lukras -


    Meine Geschichte
    Die Kriegerin von Catrellak

  • Hey Lady,



    LG,
    Rainbow

  • Hallo!
    Spannend Spannend!


    Es ist das Eine, aus dem wir kommen und in das wir wieder eingehen. Vor dem Einen war nichts und danach wird nichts sein. Das Eine ist nichts, und indem das Eine nichts ist, wird das Eine offenbar.


    Meister Muoti von Aramea. Im Jahre 102 nach der Divergenz

  • Optisch ein Dreieck bildeten hockten wir wie getretene Hunde im Dreck. Zwei Menschen, die eigentlich am Meisten Hilfe benötigen konnten und ich, der einfach nur tatenlos zusehen konnte

    bildend
    benötigten


    Ansonsten hab ich nichts zu meckern.
    Es wird einfach nur immer Rätselhafter und langsam bringt mich das auf die Palme :rofl:
    In einem Buch würde ich die Seiten jetzt nur noch überfliegen und schnell weiterblättern, um zu erfahren, was vor sich geht.
    Aber hier muss ich auf dich warten :stick:

    Writers aren't exactly people ... they're a whole bunch of people trying to be one person.
    - F. Scott Fitzgerald