Ymir, Ark 1 "Die Nebel von Dunhaven"

  • Hallo Etiam ,


    sehr schön, die Szene mit Tjelvar und wie er auf seinen toten Freund Erik reagiert, gefällt mir gut. :thumbsup:

  • Hey Etiam

    Dann will ich auch mal meinen Senf dazu geben.

    Es ist eine sehr schöne spannende Geschichte.

    Was mir gefällt: die Protas (Tjelvar, Sigi, Erik), die nordischen Attribute, die Szene beim Thing, die Beschreibung der Kirche, und ganz besonders: Der Überfall der Draugar. Wow, das ist ja mordsmäßig spannend!

    Etwas Probleme habe ich mit dem Titel der Story. Klingt genauso verständlich wie chinesisch. Ymir, Dunhaven, Ark 1 - das sagt einem auf Anhieb erstmal gar nichts und animiert deshalb überhaupt nicht zum Lesen. Das war der Grund, warum ich diese Geschichte nicht vorher gesehen habe.


    Etwas gehakt hat es bei mir bei dieser Szene in der Kirche. Erik ist dazu verdonnert worden, diesen Stein zu putzen und da er schon ein paarmal Ärger hatte, sollte er die Aufgabe gewissenhaft verrichten. Stattdessen flirtet er aber freizügig mit Sigi in der Kirche herum. Naja, so weit schien das aber durchaus sowohl zu seinem Charakter als auch zu Sigi zu passen. Dann kommt Tjelvar, überrascht die beiden und fängt an, Runen zu lesen und überaus ausführlich zu deuten, was sie wohl bedeuten. Erst danach fällt ihm ein, Erik wieder an die Arbeit zu treiben. Dass Erik und Sigi eigentlich mit etwas anderem beschäftigt gewesen waren, ist auf einmal nicht mehr wichtig.

    Das klingt für mich recht unwahrscheinlich, dass sich eine Szene wirklich so abspielen würde.

    Erik und Sigi wären entweder beschämt, weil Tjelvar sie während einer schon recht intimen Szene erwischt hat, oder sie wären sauer. Und sie würden sich gemeinsam gegen Tjelvar kehren. (Oder?)

    Tjelvar würde Erik sofort zur Arbeit antreiben, und Sigi würde er (weiß nicht, zur Anständigkeit ermahnen, kritisieren, weil sie Erik Ärger hätte machen können, oder so?)

    Dass er sich in dieser Situation so ausführlich mit den Runen beschäftigt, und die beiden dabei auch noch mitmachen, leuchtet mir nicht wirklich ein. Es würde sich vielleicht logischer anhören, wenn sofort klar wäre, dass die Runen was mit den Draugar zu tun haben, vor denen Sigi ja so panische Angst hat. In dem Fall würde ich dann auch verstehen, dass Sigi unbedingt entschlüsseln will, was die Runen sagen, und Erik dann aus Nettigkeit auch dabei mitmacht. Aber dass die sich einfach so aus Neugier darauf stürzen, und Eriks Aufgabe darüber auch noch vergessen, fand ich nicht so plausibel.


    Was mir wiederum sehr gut gefällt, ist das Motiv der Stille. Du erwähnst es ja am Anfang in dem Prolog, da wusste ich nichts damit anzufangen und dachte, das kann ja wohl keine Relevanz haben, aber irgendwie bemerkenswert erschien es mir doch. Bei dem Überfall wird es dann klar, welche eine gravierende Relevanz es hat, dass die Draugar keinen Krach machen. Das ist eine tolle Idee.

    Bin gespannt, wie es weitergeht!

  • So, jetzt hab ich mich auch mal durch die bisherige Geschichte gepflügt. Der Titel klang schon immer interessant, die Geschichte ist es auch!

    „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]

  • So, ich hab es ja versprochen ... okay, ich bin neun oder zehn Minuten zu spät. Aber "morgen" ist es erst NACH dem Schlafen, von daher ... ^^

    Es geht hier halt weiter, inhaltlich kann ich nicht viel sagen. Außer dass der Gedanke, dass Tjelvar diese Runen unerwarteterweise lesen kann, schon cool ist. Und hab ich was verpasst oder ist Tjelvar adoptiert? Wurde sowas schon erwähnt? Die Worte seiner Schwester waren schon komisch und Tjelvar selbst schien das ja nicht verstanden zu haben. Wenn sie das lieber verschweigen wollte, wird ihr das ja nicht einfach so rausrutschen, ohne dass sie sich darüber erschreckt, oder? :hmm:

    [Schlaue, tiefgreifende Lebensweisheit]

  • Ich habe mich gerade auf den neuesten Stand gebracht und "alles in einem Rutsch" gelesen.

    Da sich schon andere zu Grammatik/ Satzbau/ Ausdrucksweise geäußert haben, werde ich einen anderen Ansatz nehmen.

    Mit dem drohenden Angriff ist die Spannungskurve der Geschichte steil in die Höhe gestiegen, aber im "Nachgang" stellt sich mir die Frage, ob das wirklich eine Geschichte werden wird, die mir zusagt (nicht vergessen, ich bin eine alte Frau und setze beim Lesen vllt andere Prioritäten als jüngere Leser! ). Mein Eindruck in einem Satz zusammengefasst: da wurde "Schlachtplatte serviert". Warum ich das so empfinde: Mir fehlt ein wenig der "Vorbau". In den ersten Teilen erklärte sich per Rückschau die alte Schlacht, es wurden ein paar Chars vorgestellt und "grob" umrissen, Tjelvar hat eine außergewöhnliche Fähigkeit - zack droht ein Angriff - zack, Schlacht. Ich war mal so fies, nachzuzählen (sorry) - der "zivile Teil" hatte 3 posts, die Kampfankündigung 2, die Schlacht selbst 4.

    Wie gesagt, das ist "Geschmackssache", mir sagt "episches Gemetzel" nicht so zu (ich habe mich erwischt, bei der Schlacht irgendwann den Text zu "überfliegen" mit dem Ansatz, wann geht die Geschichte weiter ...). Die Vorgeschichte lässt für mich zudem einige Fragen offen. Wie alt war Tjelvar, als der erste Angriff kam? Wie kann man sich unter einem Tisch verstecken? War Tjelvars Familie die einzigen Überlebenden? Wie weit ist das neue Dorf vom alten entfernt/ wie dünn o. dicht ist das Land besiedelt, haben die Dörfer eine Verbindung untereinander? Was haben die im neuen Dorf zu Tjelvars Vorgeschichte gesagt? Hatte seine Geschichte Konsequenzen (Verteidigung, Kampftraining), gibt es einen Erklärungsansatz für den ersten Überfall/ einen Bezug (alte Sagen/ Prophezeiungen etc), gab es schonmal wo anders einen solchen Angriff? Wenn es eine Kirche gibt, wie ist die Religion, wer ist für den Glauben zuständig, warum schleppen die eine Platte mit Zwergenrunen in die Kirche? Ich habe die Befürchtung, dass ich von dem Dorf keine Erklärungen mehr bekommen werde, dass es nur "Kulisse" für eine Schlacht war, der noch viele weitere folgen werden..

    Die Phantasie tröstet die Menschen über das hinweg, was sie nicht sein können, und der Humor über das, was sie tatsächlich sind.
    Albert Camus (1913-1960), frz. Erzähler u. Dramatiker

  • So, ich antworte dann hier lieber mal, bevor das alles noch in Vergessenheit gerät. Weil es soviel ist, werde ich es in einen großen Spoiler packen, dort aber gebündelt auf die gleichen Sachen von verschiedenen Usern drauf eingehen.


    Zu aller erst aber zwei Sachen.
    Erstens, die lange Pause hier ärgert mich ziemlich. Die nächsten drei Parts sind bereits geschrieben, nur noch nicht Postbereit. Ich hab aber leider sooo wenig Zeit momentan, dass ich jeden Tag nur ein paar Minütchen zum überarbeiten komme. Eure Sachen in den Kommentaren konnte ich bislang auch noch nicht nachgehen. Ich will nur, dass ihr wisst, dass ich immer ncoh für das Werk brenne und am liebsten viel schneller hier weitermachen würde. Geht aber gerade nicht :pardon:


    zweitens.

    Ich merke, ich kommme solangsam in eine Phase, in der ich unter Druck stehe. Ich weiß nicht warum, das hatte ich mit meinem Erstling hier auch. Am Anfagn war dieser Thread hier nur ein Exoeriment und ist es größenteils immer noch, aber ich spüre, wie ich bei jedem neuen Part mir den Stress mache, dass er mega gut sein muss. :/ Das hab ich schon beim letzten Part gespürt und beim Kommenden spüre ich es wieder.


    Naja, egal. ICh wollte mir einfach auch mal das von der Seeleschreiben, weil es eben auch zu diesem Projekt gehört ^^; Ist ja schließlich nicht nur die Geschichte an sich, mit der was passiert.


    Gut. Dann kommen wir jetzt aber zu den Kommis. Es freut mich btw riesig, dass hier soviele mitlesen. Deswegen DANKE vorab ^^



  • Hey Etiam ,


    Ich merke, ich kommme solangsam in eine Phase, in der ich unter Druck stehe. Ich weiß nicht warum, das hatte ich mit meinem Erstling hier auch. Am Anfagn war dieser Thread hier nur ein Exoeriment und ist es größenteils immer noch, aber ich spüre, wie ich bei jedem neuen Part mir den Stress mache, dass er mega gut sein muss.

    Das verstehe ich gut, weiß aber leider auch, dass wir da jetzt nichts direkt sagen können, damit du dir selber weniger Druck und Stress machst. Wenn es aber etwas gibt, womit wir helfen können, dann sag bescheid. :)


    Verpasst hast du nichts. Ganz im Gegenteil. Wenn du dir diese Frage stellen kannst hast du sicher mehr mitbekommen als die meisten :D

    Ja ich gebe zu, da stand nur für Kalki und ich habe es dennoch gelesen, ich bekenne mich schuldig. :D

    Aber jetzt möchte ich auch ganz frech anmerken, dass mir damals die Stelle auch aufgefallen ist.

    Da habe ich die Stelle so kommentiert:

    Ich glaube, es war noch jemanden aufgefallen, also so ganz ist diese Stelle nicht untergegangen, wie du vielleicht glaubst. :D

  • Das verstehe ich gut, weiß aber leider auch, dass wir da jetzt nichts direkt sagen können, damit du dir selber weniger Druck und Stress machst. Wenn es aber etwas gibt, womit wir helfen können, dann sag bescheid.

    Danke^^
    Ich glaube momentan bin ich der einzige, der daran was tun könnte xD

    Aber ich komme drauf zurück, falls mir doch was einfällt :P



    Ich glaube, es war noch jemanden aufgefallen, also so ganz ist diese Stelle nicht untergegangen, wie du vielleicht glaubst.

    Na um so besser :D

  • So, nach längerer Pause wegen Unistress und co melde ich mich mal mit einem Part zurück ^^

    Ich hoffe ich knn über die Weihnachtsferien hier (sowohl im Thread als auch im Forum) noch ein bisschen weiter machen.


    Bevor ich aber den neuen Part poste, wollte ich noch auf ein paar kleine Änderungen aufmerksammachen. Damit sie nachher nciht komisch vorkommen.
    - Sigi hat nun mehrere Armreife, die auch direkt im ersten Part mit ihr erwähnt werden.
    - In der Mitte der Stadt verläuft ein Bach, den Tjelvar per Brücke überquert, wenn er zum Thing stiefelt.
    Auch wird der Bach nochmal in der Szene erwähnt, in der er zurück zur Kirche hetzt. Da durchwartet er ihn allerdings einfach und rennt nicht erst zur Brücke.

    - In den ersten Parts wurden noch Infos über die Flucht von Tjelvars Familie eingebaut. Dass sie zum Beispiel Tage lang durch den Wald gestreift sind, ehe sie auf diese Stadt trafen.

    -Auch habe ich im Bezug darauf kurz erwähnt, wie sie in ihrer neuen Heimat aufgenommen wurden und sie bis heute eigentlcih nicht wissen, ob ihnen jemand die Geshcichte von damals überhaupt abgekauft hatte.

    - Die Umgebung der Stadt habe ich näher beschrieben, als Tjelvar auf dem Hügel sitzt und seinen Blick schweifen lässt.

    - und ansonsten noch ein paar andere Sachen, die ihr in den Kommentaren erwähnt habt, an die ich mich auf die Schnelle aber nicht mehr erinnern kann ^^;


    Also jetzt noch einen Spoiler, für Kalki und dann geht es weiter c:



    So, nun aber weiter im Text


    Kapitel 3:

    Stille


    Teil 2

    Tjelvar stieg von dem Zwerg und schaffte es, sich zu einer Wand zu schleppen, an welcher er sich zu Boden sinken ließ. Sein Blick fiel zuerst auf Erik und wanderte dann nach unten, auf die eigenen blutverschmierten und zitternden Hände.

    Das Gefühl, das ihn eben noch beflügelt hatte, war vollkommen verflogen. Jetzt, da der Rausch erloschen war, kam Tjelvar alles so unwirklich vor. Von dem Kampf hatte er nur ein paar Bilder im Kopf und er schaute sogar noch mal zu dem entstellten Leichnam des Draugr, um sich zu vergewissern, dass er sich das nicht nur eingebildet hatte.

    Die letzten Sekunden, ja sogar Minuten fühlten sich an wie ein flüchtiger Traum. Doch die Draugr und die Stille, das alles war Realität. Erik war tot. Bei seinem Vater hätte er es vielleicht verhindern können, hier nicht. Er hatte nicht einmal gesehen, wie sein Freund gestorben war.

    Mit wackeligen Armen stützte sich Tjelvar von der Wand ab und richtete sich wieder auf. Schmerzlich kam ihm dabei die Erinnerung an seine Bisswunde hoch. Er ignorierte das Brennen in seiner Schulter.

    Für Sigi oder seine Mutter war es noch nicht zu spät. Er wünschte sich für seinen Freund ein anständiges Begräbnis, durfte jedoch keine Zeit verlieren. Wenn er zumindest seinen Leichnam bergen könnte.

    Er entfernte den Speer aus Eriks Rücken und schloss die Augen des Toten.

    Unmittelbar stieg wieder die schwere Trauer in ihm auf, welche er aber zu unterdrücken versuchte. „Sigi wird nicht das Gleiche passieren, das verspreche ich dir“, sagte Tjelvar. Das ewige Schreien und der Kloß, der ihm heute schon öfter im Hals gesessen hatte, forderte ihren Tribut. Von seiner kräftigen Stimme war nur noch ein heiseres Flüstern übriggeblieben. „Ich werde sie retten und dich rächen!“

    Er richtete seinen Blick auf das Licht, welches durch den Nebel drang. Seine Aufmerksamkeit galt jetzt nur noch seiner Familie. Er musste sie aus dieser Stadt schaffen.

    Humpelnd schleppte er sich zu seiner Axt und wandte sich dann dem hoffnungsvollen Leuchten zu.

    So schnell ihn seine müden Beine ließen, eilte er über den Platz. Erst nach und nach zeichnete sich das gesamte Gebäude vor ihm ab.

    Wie ein großer schwarzer Berg ragte die Kirche in den nebelverhangenen Himmel und schuf in Tjelvar das Gefühl, vor einer unüberwindbaren Aufgabe zu stehen.

    Die große Tür stand einen Spalt weit offen und präsentierte nur einen kleinen Blick ins Innere.

    Die Geräusche eines Kampfes waren zu hören und ließen Tjelvars Herz schneller schlagen.

    Überlebende!
    Ein seltsames Gefühl von Erleichterung und Panik kam in ihm auf.

    Er huschte durch den Spalt und sofort keimte neue Hoffnung. „Sigi!“

    Seine Schwester wehrte sich mit einem Kerzenständer gegen einen Draugr, dessen Schwert nur noch aus einer abgebrochenen Klinge bestand.

    Sigi ließ sich von Tjelvar nicht ablenken und schaffte es, dem Untoten einen Schlag zu versetzen, so das dieser zu Boden fiel und nicht mehr aufstand.

    Die Gefahr war jedoch nicht gebannt. Hinter der großen Steintafel kam ein weiterer Zwerg zum Vorschein, der Sigi packte.

    Sie kreischte und strampelte, als die kräftigen Arme sie umschlangen. Obwohl der Draugr einen Helm trug, der den gesamten Kopf umschloss, sah es so aus, als versuchte er, sie zu beißen.

    Hastig lief Tjelvar auf sie zu und rammte dem Zwerg seine Axt in den Nacken.

    Als er sie rauszog, fielen sowohl der Untote als auch Sigi zu Boden. Panisch kroch sie von ihrem Gegner weg und erkannte Tjelvar erst, nachdem sie sich umgedreht hatte.

    Sie starrte ihn mit großen Augen an, als könnte sie es nicht glauben, ihn lebend zu sehen.

    Erst nachdem Tjelvar einen Schritt auf sie zu machte, rappelte sie sich auf und fiel ihm schluchzend in die Arme.

    Er drückte seine Schwester an sich und spürte, wie jegliche Spannung von ihm abfiel. Erleichtert festzustellen, dass es seiner Schwester gut ging, gab ihm wieder Hoffnung. Auch wenn er sich eingeredet hatte, dass sie am Leben sei, waren die dunklen Gedanken im Hintergrund immer stärker geworden.

    Aber jetzt spürte er ihre Umarmung, hörte ihre Stimme. Für einen Moment, schien die Welt wieder in Ordnung.

    Sie auch noch zu verlieren, hätte er sich nicht verziehen. Ist doch Erik schon ...

    Der Gedanke daran schnürte ihm die Kehle zu.

    Erik.

    Tjelvar kniff schmerzerfüllt die Lider zusammen.
    Wie sollte er Sigi erzählen, dass Erik tot war? Dass er zu spät gekommen war, um ihn zu retten?
    Er konnte es nicht. Er wollte es, aber es ging nicht.

    Sigi spürte wohl, dass etwas nicht stimmte. Sie löste die Umarmung und musterte sein Gesicht.

    Es fiel ihm schwer, ihr in die Augen zuschauen und so wich er ihrem Blick aus. Dabei bemerkte Tjelvar erst jetzt, welches Bild ihm zuvor entgangen war.

    Er hatte nur auf Sigi geachtet und bei ihrer Rettung die Zerstörung der Kirche gar nicht wahrgenommen. Viele der Bänke und Fenster waren durch den Einfall der Draugar zerstört worden und zwischen den Trümmern des Angriffs lagen die Opfer dieses Grauens.

    Tjelvars Plan, dass sich möglichst viele der Frauen und Kinder hier versammeln sollten, hatte funktioniert. Nun, waren sie alle Tod.

    Zwar lagen auch ein Dutzend erschlagene Draugr zwischen den Leichen. Doch das war es niemals wert gewesen.

    Unbewaffnet und ohne Hilfe der Krieger am Tor hatten sie keine Chance gegen diesen Gegner gehabt. Es muss ein göttliches Wunder gewesen sein, dass Sigi dieses Massaker überleben konnte.

    „Wir haben gekämpft“, sagte Sigi und lenkte Tjelvars Aufmerksamkeit wieder auf sie. Ihre Arme und die Ringe, die sie an ihnen trug, waren mit Blut besudelt. Aber augenscheinlich hatte sie es geschafft, selbst von Verletzungen verschont zu bleiben. In den Augen seiner Schwester sah Tjelvar jedoch, dass dies nur physisch gelten konnte.

    „Wir haben gekämpft“, wiederholte sie mit zitternder Stimme, „Als sie eindrangen, ist keiner von uns geflohen. Wir wussten, dass sie euch in den Rücken fallen würden, sobald sie mit uns fertig gewesen wären. Keiner von ihnen ist umsonst gestorben. Sie ... sie.“ Sigi war kurz davor sich in Rage zu reden, doch ihr fehlten die Worte. Mit starrem Blick und offenem Mund fuhr sie sich durch die Haare. „Wo ist Mutter?“, entfuhr es ihr mit einem Mal.

    „Sie ist nicht hier gewesen?“, fragte Tjelvar.

    „Nein, ich habe sie nicht gesehen. Hattest du ihr denn gesagt, dass ...“

    Ein stummes Nicken war Tjelvars Antwort. Als er über die vielen Leichen blickte, kam ihm der Gedanke, dass es vielleicht besser war, dass seine Mutter nie hier eingetroffen war. Doch wo könnte sie sein? Und wichtiger, lebte sie noch?

    Mit Axt und Schwert ausgerüstet, stand er zwischen den Bänken und winkte Sigi zu sich.

    „Komm, Sigi. Wir müssen hier schnell weg. Die Draugar sind auf dem Weg hier her! Ich bringe dich aus dem Dorf und werde dann nach Mutter suchen.“

    „Ich werde dich nicht allein lassen“, dementierte seine Schwester. Unter den ganzen Tränen zeichnete sich in leichten Zügen die Entschlossenheit ab.

    Sie hatte Angst vor diesen Wesen, das sah Tjelvar ihr mehr als deutlich an, dennoch würde sie bei ihm bleiben. Auch wenn er ihre Stärke bewunderte, wollte er sie lieber außerhalb des Tumults wissen. „Du kannst nicht bei mir bleiben“, sagte er ruhig.

    Sigi wollte gerade etwas sagen, da würgte Tjelvar sie ab. „Nein, Sigi. Ich habe gesehen was diese Monster machen. Ich ...“

    „Ich war genauso mittendrin, wie du“, gab ihm seine Schwester zu verstehen und zeigte auf die vielen Toten im Raum.

    „Ich kann dich und Mutter nicht gleichzeitig beschützen. Ich selber habe es nur knapp zur Kirche geschafft. Ich verspreche dir, ich bringe dich hier lebend raus und schicke Mutter so schnell ich kann zu dir.“

    Mit großen Augen starrte Sigi ihn an. Sie musterte sein Gesicht genau und ging einen Schritt auf ihn zu. „Du ... warte, was meinst du, mit ‚du wirst Mutter so schnell es geht zu mir schicken‘? Du wirst bei ihr sein!“

    Tjelvar senkte kurz den Kopf, ehe er mit ruhiger Stimme versuchte zu verdeutlichen, was sein Plan war. „Ich werde diese Stadt nicht verlassen.“

    Seine Schwester starrte ihn nur unverständlich an. „Jetzt red keinen Schwachsinn!“

    „Wenn ich Mutter gefunden habe, werde ich sie zu dir schicken. Ihr beide rennt dann soweit euch eure Beine tragen.“

    Sigi guckte ihn nur entsetzt an und schüttelte wild den Kopf. „Hör auf damit! Hörst du überhaupt, was du da sagst? Was solltest du hier noch wollen?“

    „Ich werde sie umbringen. So viele ich kann, so viele wie mich die Götter lassen. Ich werde sie alle mit nach Hel nehmen.“ Tjelvars Griff um die Axt wurde fester und er wandte sich von seiner Schwester ab. „Diese Hurensöhne müssen für das bezahlen, was sie getan haben.“ Mit starrem Blick schaute er zur Tür, hinter der die Monster lauerten.

    „Ist es wegen Vater?“ Sie flüsterte diese Worte beinahe.

    Es war das erste Mal, seit seinem Tod, dass sie über ihn redete. „Bitte ... Du musst das nicht tun.“

    Tjelvar schüttelte den Kopf. „Irgendjemand muss es tun“ Seine Stimme wurde nun energischer. „Ich habe heute viele ehrenhafte Krieger sterben sehen. Sie gaben ihr Leben, um diese Stadt zu beschützen. Wenn ich nicht dasselbe versuche, dann war ihr Tod umsonst!“

    „Aber sie haben doch nicht nur für die Stadt gekämpft, sondern auch für unser überleben. Wenn du es jetzt wegwirfst, dann sind sie umsonst gestorben!“ Ihre Stimme klang nun flehender.

    Tjelvar wollte keine Sekunde länger hierbleiben und doch drehte er sich noch einmal zu ihr um. „Sigi, wir haben jetzt keine Zeit zum diskutieren, ich werde ihren Tod rächen und meine Schuld begleichen.“

    „Was denn für eine Schuld?“ Seine Schwester schüttelte nur abermals verständnislos den Kopf. „Redest du von Vater? Dich traf keine Schuld, verdammt. Du warst noch ein Kind. Du hättest nichts tun können.“

    Tjelvar mahlte mit den Zähnen. Warum konnte Sigi nicht einfach auf ihn hören? Nur einmal. Sie hatten dafür jetzt keine Zeit. Er begann mit dem Fuß zu wippen. Wollte sie am liebsten packen und mit sich ziehen. „Schluss!“, versuchte er es ein letztes Mal ruhig. Doch seine Stimme begann zu beben.

    Sigi war es jedoch letzt endlich, die explodierte. „Du bist dumm, hörst du? Weißt du, warum ich nicht mehr mit euch über Vater sprechen wollte? Weil man mit euch darüber nicht reden konnte. Mutter wurde immer wütend, wenn ich das Thema anschnitt, und du verfällst immer in Selbsthass und Trauer.“ Aufgebracht fuhr sie sich durch die Haare. „Glaubst du, ich wüsste nicht, warum du so hart trainierst? Warum du jeden Tag mit der Axt hantierst? Verdammte scheiße, du warst ein Kind! Und ich will dich nicht verlieren, nur weil du das nicht in deinen Schädel bekommst. Du musst nichts beweisen und auch nichts wieder gut machen.“

    Tjelvars Halsschlagadern traten hervor. „Du begreifst es einfach nicht.“

    „Wenn es nicht darum geht, worum dann? Rache? Glaubst du Vater hätte das gewollt?“ Sigi fing an zu zittern und Tränen sammelten sich in ihren Augen.

    „Das hat verflucht nochmal nichts mit Vater zu tun“, gab ihr Tjelvar lautstark zu verstehen. Zornig schlug er seine Axt in eine der Bänke.

    „Was dann? Willst du beweisen das stark du geworden bist?“

    „Nein!“

    „Willst du zeigen, wie mutig du bist?

    „Nein!“

    „Was ist es dann, Tjelvar?“

    „Erik ist tot!“

    ...

    Die Worte hallten mehrmals durch die Kirche, ehe sie verklungen und beide in schmerzlicher Stille alleine ließen.

    Jegliche Anspannung war aus Sigis Körper verschwunden. Ihre großen blauen Augen starrten ihn nur an. Dann schloss sie sie und presste ihre Lippen aufeinander. Tjelvar wusste nicht, was er machen sollte. Es fühlte sich an, als könnte er jetzt nichts Richtiges mehr tun. Er atmete nicht mal. Er beobachtete nur, wie ihr die Tränen über die Wangen liefen und wie sie zitternd die Hand vor den Mund hob.

    „Nein.“ Ihre Stimme war kaum zu hören. Sie wiederholte das Wort noch einige Male, bevor sie die Kraft verließ und sie auf die Knie fiel.

    Sie krallte ihre Finger in den Stoff ihrer Hose und ließ ihrer Trauer freien lauf. Ihr Weinen schallte durch Nekjols Haus und zerriss Tjelvar das Herz.

  • Hey Etiam :)


    Schön, dass es weiter geht! Ich habe schon darauf gewartet, zu erfahren, ob Sigi noch lebt oder nicht ... Naja. Den Rest nehme ich mal in den Spoiler, wo sich btw. einige Anmerkungen befinden ^^



    LG :)

  • Ach, endlich gehts weiter :)

    Hier druckfrisch meine Anmerkungen:

    :)

    LG

    Stadtnymphe

  • Wie sich herausstellt, hat Sigi überlebt. Da lag ich wohl voll daneben :D

    Ich kann ja nicht jeden umbringen lassen xD



    Besonders hat mir der Dialog der Geschwister gefallen. Wie Sigi ihrem Schrank von Bruder die Stirn bietet und dann zerbrechlich wird, als sie von Eriks Tod erfahren hat. Die Kurve hast du gut genommen. Auch, wie Tjelvar da mit sich ringt und gar nicht so genau weiß, wie er ihr das sagen soll, zeigt mir, dass er im Inneren ziemlich angreifbar ist.

    Das beruhigt mich sehr, dass dieser Dialog so ankommt, wie ich es mir gewünscht habe. Ich war mir da lange unsicher und habe viel daran gebastelt.

    Ich frage mich gerade nur, ob die Draugar nicht weiter auf dem Vormarsch sind.

    Sind sie ^^;



    Immerhin haben die Geschwister Zeit, sich zu unterhalten. Aber mir ist noch in Erinnerung geblieben, dass die quasi überrannt wurden. Aber gut, das Gespräch hat vielleicht ein paar Minuten gedauert - so viel Zeit sollte in all dem Chaos wohl drinnen sein

    Ihr einziger Zeitbonus ist, dass die Draugr den genauen Standort der Kirche nicht kennen ... Tja, hätten sie nicht mal so einen Nebel verursacht :P

    Aber Spaß beiseite. Du hast natürlich recht. Vorallem an der Menge von Draugar kann man wohl erahnen, dass es nicht lange dauern wird, bis sie das Gebäude gefunden haben. Die schwärmen ja gerade aus.

    So, ohne den vorigen Part noch im Kopf zu haben, hört sich das komisch an xD

    ja, glaube ich dir xD
    Aber im Normalfal ist hier ja gar kein Cut. Der war nur fürs Forum.

    Den ersten Satz finde ich hier etwas unelegant, bin über den Ausdruck "von dem Zwerg steigen" gestolpert. Das klingt, als wäre er auf ihm rumgetrampelt wie auf einem Teppich. Oder als würde er von einer Bergbesteigung zurückkehren.

    Also hier das Gleiche :D



    Sorry für die Klugscheißerei!

    Und wegen der das/dass Regel. Alles gut^^ Ich hab mir das mal durchgelesen und versuche das in den folgenden Parts so umzusetzen. Danke für die Hilfe ^^



    Hm ... kroch?

    krabbeln erinnert mich an Babys xD

    Jetzt weiß ich, was mich die ganze Zeit an dem Satz gestört hat xD

    Den Kloß erwähnst du mMn recht oft im ganzen Text bisher. Entweder machst du hieraus eine Art Running Gag, was ich in der Situation allerdings nicht so schön finden würde, aber als Beispiel:

    - Schon wieder erschwerte ein Kloß im Hals ihm das Schlucken.


    Ansonsten könntest du auch einfach variieren und schreiben, dass es ihm vorkam, als würde ihm jemand die Kehle zudrücken oder so

    Ja, du hast recht. Das ist mir auch aufgefallen. Irgendwie hab ich mir dass dann für später vermerkt und dann doch vergessen. Aber aus deinem Vorschlag bastel ich was schönes ^^



    wäre ich zufällig ein kampferprobter Wikingerabkömmling mit Familie

    xD

    Hier allerdings muss ich mal abweichen von der Lobeshymne auf Tjelvars Reaktion. "Geräusche eines Kampfes" gehen für mich nicht mit "Herz hüpft" zusammen, denn Letzteres impliziert mir aus dem gängigen Gebrauch Freude, Aufregung, Fröhlichkeit. Ich verstehe, dass er auf Überlebende (=seine Schwester) hofft, aber die Geräusche des Kampfes dürften doch ziemlich an dieser Hoffnung zehren, oder?

    Ja, sehe ich jetzt auch so ...

    Ich werde das was umbasteln und mal schauen, ob ich ein bisschen von beidem einbauen kann.



    Also DAS war für mich DER Absatz des Kapitels. Hammer --- "Nun waren sie alle tot." Hut ab. Ich kann gar nicht beschreiben, wieso, aber ich kriege Gänsehaut.

    Wenngleich auch: das Komma nach "Nun" muss weg

    Sehr cool xD
    Dabei wäre es fast gestrichen worden, weil ich dachte damit vielleicht ein bisschen zu viel des GUten beisteuern zu wollen ^^;


    danke für eure beiden Kommentare. Und sry wegen des pqp, ich versuche mich weiterhin zu bessern, so, dass das(<- könnte ich ersetzen durch dies :D ) den Lesefluss nicht mehr so behindert.

  • Hey Etiam,


    die anderen haben schon einige Dinge angeführt, die mir auch aufgefallen waren, deshalb verzichte ich jetzt mal darauf, das zu wiederholen.

    Was mir direkt zu Beginn sehr gut gefallen hat, war diese Beschreibung hier:

    Sein Blick fiel zuerst auf Erik und wanderte dann nach unten, auf die eigenen blutverschmierten und zitternden Hände.

    Das Gefühl, dass ihn ebenso beflügelt hatte, war vollkommen verflogen. Jetzt, da der Rausch erloschen war, kam Tjelvar alles so unwirklich vor. Von dem Kampf hatte er nur ein paar Bilder im Kopf und er schaute sogar noch mal zu dem entstellten Leichnam des Draugr, um sich zu vergewissern, dass er sich das nicht nur eingebildet hatte.

    Die letzten Sekunden, ja sogar Minuten fühlten sich an wie ein flüchtiger Traum.

    Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es sich genauso anfühlt, wenn man aufgeputscht durch das ganze Adrenalin so einen Kampf überstehen muss und man plötzlich wieder klar im Kopf wird...ich finde es wichtig, solche Dinge einfließen zu lassen. Das ist für mich das Salz in der Suppe!


    Mein Kritikpunkt, wenn es denn überhaupt einer ist, wäre höchstens das Szenario in der Kirche. Es kommt mir ein wenig unwirklich vor, dass Tjelvar gerade kommt in dem Moment, wo alle niedergemezelt sind und augerechnet seine Schwester sich als einzige Überlebende gegen zwei übrig gebliebene Zwerge zur Wehr setzen muss. Man fragt sich, wo all die anderen Zwerge hin sind? Es werden wohl kaum nur diese zwei Zwerge gewesen sein, die die Leute in der Kirche angegriffen haben, oder? Also, es fällt mir noch etwas schwer, mir das vorzustellen, was genau da jetzt passiert ist. Und warum jetzt plötzlich alle verschwunden sind und Tjelvar mit seiner Schwester am Ende so viel Zeit hat diesen Dialog da abzuhalten. :hmm: Ich finde den Dialog an sich gut und es kommen wichtige Dinge zur Sprache, aber können die das nicht vielleicht auf dem Weg nach draußen besprechen? Oder würde man sich nicht zwischendurch zumindest öfter mal umdrehen...zum Fenster herausschauen...sich vergewissern, dass keine Gefahr mehr in Verzug ist? Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll, aber mir kommt die Szene dadurch so gestellt vor...


    Vielleicht ist das jetzt wieder überflüssige Meckerei, aber die Gedanken kamen mir so beim Lesen, weshalb ich dich einfach mal daran teilhaben lasse ^^


    Ansonsten hat mir der Teil aber sehr gut gefallen!

  • Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es sich genauso anfühlt, wenn man aufgeputscht durch das ganze Adrenalin so einen Kampf überstehen muss und man plötzlich wieder klar im Kopf wird...ich finde es wichtig, solche Dinge einfließen zu lassen. Das ist für mich das Salz in der Suppe!

    Freut mich, dass das funktioniert hat ^^

    Ich hab in meinem Post zu deiner Geschichte ja schon erwähnt, dass ich bei dir sehr gut nachvollziehen kann, dass sich x oder y genau so anfühlen. Umso schöner jetzt das Gleiche jetzt von dir zu hören :D


    Den Kritikpunkt oder die Punkte hatte ich mir auch gestellt. Zuerst dachte ich, ich komm damit durch :P Dann habe ich aber doch kleine Veränderungen angefügt und dachte das reicht. Anscheinend nicht ^^; Aber lass mich kurz was zu den Punkten sagen. Sie sind nämlcih berechtigt. Aber wie du sagst vielleicht/hoffentlich nicht so tragisch.


    Es kommt mir ein wenig unwirklich vor, dass Tjelvar gerade kommt in dem Moment, wo alle niedergemezelt sind und augerechnet seine Schwester sich als einzige Überlebende gegen zwei übrig gebliebene Zwerge zur Wehr setzen muss.

    Es wirkt sehr ... zufällig, dass es genau so ist. Ich habe mich aber nach längerem hin und her aber bewusst dafür entschieden. Es hätte auch andere Überlende geben können. Das wäre vielleicht realistischer gewesen und hätte die Handlung in keinsterweise geänedrt. Ich habe mich dann aber für das entschieden, was mehr Wirkung erzielt. Ich finde die Szene, wenn er auf die Toten blickt, oder durch die Halle auf Sigi einfach cineastisch stärker. (In meinem Kopf natürlich :P)
    Also hab ich für diese eh Alptraum ähnliche Situation, den realismus in Kauf genommen zugunsten des dramatischen.
    Keine Sorge, sowas wird wohl nicht mehr vorkommen, weil ich sowas eigetnlcih acuh nicht gerne mag :hmm: Aber hier fand ich es irgendwie um einiges Wirkungsvoller.

    Man fragt sich, wo all die anderen Zwerge hin sind?

    Die sind tot :hmm: Ich weiß gerade nicht ob ich es in den Text geschrieben habe (wenn nicht hole ich das nach), aber die Toten in der Kirche sollen nicht nur aus Menschen bestehen. Da liegen Vertretter beider Fraktionen.
    Wie gesagt, sie haben gekämpft. Ich schau mir das nochmal an.


    und Tjelvar mit seiner Schwester am Ende so viel Zeit hat diesen Dialog da abzuhalten.

    XD Daran hab ich auch gedacht. Weil ich doch auch bei magische Welten mal so eine Szene drin hatte, wo sich erst Mal gemütlich unterhalten wird. Erinnerst du dich vielleciht noch dran.

    Hier finde ich geht das aber noch in Ordnung. Zum einen ist das Gespräch recht kurz und zum anderen werden sie ja nicht "verfolgt".
    Es stimmt, die Kirche ist das Ziel der Draugr. UNd früher oder später werden sie den Ort finden. Aber noch suchen sie ihn, oder sollen ihn suchen.

    Ich kann dir aber versprechen, dass ich sowas im Hinterkopf habe^^ Und verweise damit einfach mal auf den nächsten Part.

    Ich finde den Dialog an sich gut und es kommen wichtige Dinge zur Sprache, aber können die das nicht vielleicht auf dem Weg nach draußen besprechen?

    Fänd ich irgendwie unpassend. Gerade der Streit am Ende wirkt komisch im laufen, denke ich :hmm:

    Das ist aber vielleicht auch Meinungssache.


    Oder würde man sich nicht zwischendurch zumindest öfter mal umdrehen...zum Fenster herausschauen...sich vergewissern, dass keine Gefahr mehr in Verzug ist?

    Ja, ich bin am überlegen, ob ich Tjelvar mal durch die Tür schauen lasse.

    Allerdings nimmt mir das dann wieder zu viel Zeit :hmm: Am liebsten würde er ja nicht durch die Tür schauen, sondern laufen. Sie haben ja keines Wegs vor, in der Kirche zu verweilen. Sie sind auf dem Tritt (vielleicht mach ich das deutlicher) aber ab dem Zeitpunkt wo Tjelvar meint, er bringt sie jetzt in Sicherheit und sucht danach die Mutter, wollen sie eigentlich los.
    Da steht er ja schon zwischen den Bänken. Vielleciht schreibe ich da, dass er sich auf die Tür zubewegt ehe er wieder durch Sigis Worte gestoppt wird.

    Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll, aber mir kommt die Szene dadurch so gestellt vor...


    dennoch, gestellt sollte es eigentlcih nicht wirken. :hmm:


    Ich hoffe es kommt ein bisschen mehr hektik rein, wenn ich Tjelvar schon Richtung Tür schicke. Dnach wird es ja wieder hektischer. Er pocht ja die ganze Zeit darauf, dass sie gehen sollen.

    Wäre das dann besser? Oder was genau macht das Gestellte aus?

  • Hey Etiam,

    Freut mich, dass das funktioniert hat ^^

    Ich hab in meinem Post zu deiner Geschichte ja schon erwähnt, dass ich bei dir sehr gut nachvollziehen kann, dass sich x oder y genau so anfühlen. Umso schöner jetzt das Gleiche jetzt von dir zu hören

    Wenn man schon ständig das Haar in der Suppe sucht, sollte man sich auch nicht mit Lob zurückhalten :D

    Ich finde, solche Dinge machen die Geschichte erst lebendig und nachvollziehbar. Abgesehen davon habe ich ohnehin ein Fabel für Charaktere, die ein bisschen mehr Tiefe bekommen. Das ist aber sicher auch Geschmacksache. In diesem Fall hier hast du meinen auf jeden Fall getroffen!


    Den Kritikpunkt oder die Punkte hatte ich mir auch gestellt. Zuerst dachte ich, ich komm damit durch :P Dann habe ich aber doch kleine Veränderungen angefügt und dachte das reicht. Anscheinend nicht ^^; Aber lass mich kurz was zu den Punkten sagen. Sie sind nämlcih berechtigt. Aber wie du sagst vielleicht/hoffentlich nicht so tragisch.

    Oh, das kenne ich. Manchmal ahne ich die Kritik schon voraus, hoffe aber insgeheim, dass es den anderen vielleicht doch nicht auffällt. Aber wenn es dich beruhigt: "Tragisch" ist es ohnehin nicht. Vom Gefühl her würde ich sagen, dass du den Eindruck des "gestellten" kurzerhand ausräumen könntest, indem du hier und da ein paar Kleinigkeiten einfügst.


    Das hier zum Beispiel:


    Die sind tot :hmm: Ich weiß gerade nicht ob ich es in den Text geschrieben habe (wenn nicht hole ich das nach), aber die Toten in der Kirche sollen nicht nur aus Menschen bestehen. Da liegen Vertretter beider Fraktionen.
    Wie gesagt, sie haben gekämpft. Ich schau mir das nochmal an.

    Das kam für mich nicht so rüber. Liegt vielleicht an mir und ich habe nicht aufmerksam genug gelesen :hmm:

    Für mich klang es aber so, als ob da sowas wie ein Massaker stattgefunden hätte...also Zwerge rein...Metzel, Metzel...Zwerge raus. (Sorry, vielleicht etwas komprimiert dargestellt :rofl:) Dass da auch tote Zwerge liegen wäre natürlich ein guter Hinweis und würde verdeutlichen, dass der Kampf nicht komplett unausgewogen war...Ich weiß, Sigi erwähnt, dass die Menschen gekämpft haben, aber es erschien mir laut deiner Schilderung des Gesamtkontextes eher ein ziemlich aussichtsloses Unterfangen gewesen zu sein. Vielleicht kann man das Bild, das sich da bietet einfach noch etwas detailreicher gestalten und dem Leser damit verdeutlichen, was sich da abgespielt hat.


    Da steht er ja schon zwischen den Bänken. Vielleciht schreibe ich da, dass er sich auf die Tür zubewegt ehe er wieder durch Sigis Worte gestoppt wird.

    Ja, irgendwie sowas in der Art wäre sicher gut. Man müsste ihm seine Nervosität einfach noch ein bisschen mehr anmerken...er könnte sich in Bewegung setzen, dann wieder stoppen und sich seiner Schwester erenut zuwenden...der hektische Blick könnte zwischendurch zur Tür huschen...was weiß ich. Einfach ein bisschen mehr Hektik einbauen. Das fänd ich schon ausreichend. Denn wie gesagt, die Szene ist sehr eindringlich und ich kann auch verstehen, warum du dich dafür entschieden hast, es so darstellen zu wollen. Es fehlt meiner Meinung nach nur ein wenig der Feinschliff.


    LG,

    Rainbow

  • Hallo Etiam


    dieser Abschnitt gefällt mir sehr gut.

    Das einzige, was mich etwas erstaunt hat, war, was auch schon andere angemerkt haben - dass Sigi die einzige Überlebende in der Kirche ist und weder von allen Frauen und Mädchen noch von den Angreifern noch jemand da ist - abgesehen von dem Einen, den sie töten. Das wirkt irgendwie unplausibel. Irgendeine Bewegung sollte da schon noch sein, wenn Tjelvar kommt, meine ich. Vielleicht könnten sich die zwei letzten Draugars aus Versehen gegenseitig den Schädel einschlagen oder so, aber es kommt mir sonst wirklich unrealistisch vor, wenn man bedenkt, wie viele Leute in der Kirche gewesen sein müssen.

    Davon abgesehen ist es eine wirklich packende Szene und mir gefällt auch sehr gut der Dialog zwischen Sigi und Tjelvar.

  • Kirisha


    Ja, ausgerechnet Sigi die letzte Überlebende ist, ist nicht sehr wahrscheinlich. Aber ich hab mich in diesem Part bewusst für den Effekt, den ich erzielen will und gegen den realismus entschieden.

    Also es ist möglich, halt sehr unwahrschienlich und normal würde ich das auch ankreiden. Aber es "reicht" für das, was ich zeigen will und was in den nächsten zwei Parts passiert.


    Ich werde aber noch erwähnen, dass sich zwischen den Leichen auch ein paar Draugr befinden.


    Dass der Dialog dir gefallen hat freut mich aber.

  • Hallo Etiam ,


    hab jetzt auch endlich die zeit gefunden, um den neuen Part zu lesen.

    Bei seinem Vater hätte er es vielleicht verhindern können, hier nicht. Er hatte nicht einmal gesehen, wie sein Freund gestorben war.

    Ein schöner Vergleich und Gedanke, trotz des Gefühlschaos auch recht selbstreflektierend, gefällt mir gut. :thumbsup:

    Auch der Dialog zwischen Tjelvar und Sigi ist dir mit seinen Höhen und Tiefen gut gelungen, las sich ganz angenehm.

    Hatte nur den Eindruck, dass Tjelvar gerne irgendwelche Versprächen macht, da sollte er vielleicht aufpassen, dass es nicht zu viele werden. :D

    Ich kann ja nicht jeden umbringen lassen xD

    Ja warum denn nicht? Und danach kann man ganz frisch von vorne anfangen. :saint:

    Nein Spaß, schon schön, später noch ein paar bekannte Gesichter zu haben.


    Als letztes wollte ich noch sagen, dass ich ganz fasziniert vom Feedback, den Kommentaren und von den dabei entstanden Gesprächen bin, die sich hier so tummeln. Da ist einiges dabei, das mir z.B. im Text nicht aufgefallen ist, ich dann einen Kommentar gelesen habe, der zu einer Stelle etwas anmerkt und dann denke: ja, stimmt, hab ich so gar nicht gedacht! Die vorhanden Kritik ist auch überwiegend Konstruktiv, was auch sehr schön ist. Letztlich gefällt mir noch, wie du darauf wieder eingehst und dir die Zeit nimmst, außerhalb von der Geschichte, deine Gedankengänge zu erklären. So reicht aber auch wieder mit der Lobeshymne. :D

  • Ein schöner Vergleich und Gedanke, trotz des Gefühlschaos auch recht selbstreflektierend, gefällt mir gut.

    Danke :D


    Dachte mir es passt, weil er ja an nichts anderes denkt xD Um es mal überspitzt zu formulieren.



    Hatte nur den Eindruck, dass Tjelvar gerne irgendwelche Versprächen macht, da sollte er vielleicht aufpassen, dass es nicht zu viele werden.

    Macht er das wirklcih so oft? Vielleicht sollte ich einen VersprechenCounter einbauen xD



    Ja warum denn nicht? Und danach kann man ganz frisch von vorne anfangen.

    Mit ganz neuen Chars. xD Am besten noch eine ganz neue Geschichte :P



    Als letztes wollte ich noch sagen, dass ich ganz fasziniert vom Feedback, den Kommentaren und von den dabei entstanden Gesprächen bin, die sich hier so tummeln. Da ist einiges dabei, das mir z.B. im Text nicht aufgefallen ist, ich dann einen Kommentar gelesen habe, der zu einer Stelle etwas anmerkt und dann denke: ja, stimmt, hab ich so gar nicht gedacht! Die vorhanden Kritik ist auch überwiegend Konstruktiv, was auch sehr schön ist. Letztlich gefällt mir noch, wie du darauf wieder eingehst und dir die Zeit nimmst, außerhalb von der Geschichte, deine Gedankengänge zu erklären. So reicht aber auch wieder mit der Lobeshymne.

    Ja, da hast du recht. Mir gefällt die Kommunikation hier im Thread auch sehr gut :)

    Deswegen will ich mich auch nochmal bei allen für ihre tollen Kommentare bedanken.

    (Ich spar mir das jetzt mal jeden zu markieren. Da würde ich nur wen vergessen xD)

    Es freut mich riesig, dass euch die Geschichte zu gefallen scheint und eure Kommentare helfen mir wirklich sehr.
    Danke :love:

  • Etiam

    Hat den Titel des Themas von „Ymir, Ark 1 "Dunhaven"“ zu „Ymir, Ark 1 "Die Nebel von Dunhaven"“ geändert.